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Räumliche Trennung mit Kindern: Expertentipps für den Umzug nach der Trennung! #254

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Räumliche Trennung mit Kindern: Expertentipps für den Umzug nach der Trennung! #254

Eine räumliche Trennung des Elternpaares wirkt sich tiefgreifend auf die Kinder aus und führt zu emotionalen Veränderungen, die oft erst nach dem Umzug auftreten. Die Kinder zeigen sich dann durch Tränen, Einschlafschwierigkeiten oder andere körperliche Symptome, was auf eine emotionale Verzögerung bei der Wahrnehmung der Trennung hinweist. Ein stabiles Elternpaar, das gemeinsam kommuniziert, Werte teilt und sich gegenseitig untersteht, ist entscheidend, um die Kinder zu unterstützen und ihnen Sicherheit zu geben. Das Betreuungsmodell muss flexibel und kindgerecht sein, z. B. durch regelmäßige, aber nicht zu lange abwechselnde Besuche, um das Kind nicht zu verlieren. Eltern müssen ihre eigenen Gefühle akzeptieren und nicht versuchen, die Kinder zu trösten oder ihre Trauer zu verdrängen. Die Trennungsbegleitung spielt eine wichtige Rolle, indem sie die Kommunikation zwischen den Eltern stärkt, Verletzungen löst und den Kindern eine sichere, emotionale Umgebung bietet. Kinder werden frühzeitig zu Vermittlern, was zeigt, dass sie bereits früh auf die Beziehungssituation reagieren. Die Trennung ist eine schwierige Phase, die jedoch mit klarem Vertrauen, gegenseitiger Kommunikation und gemeinsamer Verantwortung überstanden werden kann. Ziel ist es, eine nachhaltige Stabilität für die Familie aufzubauen, die auch nach der Trennung für die Kinder ein sicheres und verlässliches Umfeld darstellt.

Transcription

5867 Words, 35466 Characters

German
Ja, denn wir haben uns entschlossen uns zu trennen und ja, damit ist das Leben der Kinder jetzt auch erstmal vorbei. Denn das Liebespaar, wenn das sich ordentlich zerstreitet, das hat eben auch Auswirkungen auf das Elternpaar, wie man eben als Eltern miteinander agiert. Ah, ist ja komisch, wie der krank genau an dem Freitag, wo ich jetzt das Wochenende mit dem Kind, das bist du doch, du willst, dass das Kind doch, dass es nicht am Wochenende bei mir ist. Nachdem sich das Liebespaar getrennt hat, bleibt das Elternpaar in einer Familie zurück. Nach einiger Zeit kommt es dann natürlich auch zum Auszug eines der beiden Partner. Vielleicht gibt es eine komplett neue Wohnsituation für alle und das ist der Moment, wo den Kindern richtig bewusst wird, hier verändert sich was. Es bilden sich neue Routinen, neue Gewohnheiten und das ist für die Kinder, aber auch für euch als Elternpaar eine sehr sensible Phase. Denn hier. sind viele Chancen für emotionale Verletzungen, die wir heute in dieser Podcast-Folge besprechen wollen und schauen, wie könnt ihr alle bestmöglich mit dieser Situation umgehen. Willkommen im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung. In dem Moment, wo es zu einer räumlichen Trennung kommt und sich für. alle Personen in der Familie häufig so das erste Mal spürbar richtig etwas verändert, da wird häufig sehr deutlich, wie stark das Fundament von dem Elternpaar ist. Also für Kinder ist es ein großer Veränderungsprozess. Für viele Kinder ist es manchmal auch der erste Umzug, den sie so wirklich wahrnehmen. Oder Auszug, den sie so wirklich wahrnehmen. Und es ist eine angespannte Situation. Es ist komisch. Es werden Möbelstücke mitgenommen. Oder manche Kinder. Kinderzimmer ziehen um. Und es ist immer auch eine Veränderung ins Ungewisse, weil viele Hoffnungen drin liegen, dass es jetzt besser wird, dass es jetzt entspannter wird, dass die Kinder das gut mitmachen. Aber wie du schon sagst, ist es auch eine Phase, die sehr anfällig für Verletzungen, emotionale Verletzungen untereinander ist. Im besten Fall hat man sich vorher intensiv darüber ausgetauscht und reflektiert, welches Betreuungsmodell könnte denn für unsere Familie wirklich umsetzbar sein und passt in unseren Alltag. Passt zu unserer Familie und hat vielleicht auch Öko-Checks gemacht. Und dann merkt man erst jetzt so richtig, geht das in der Praxis? Funktioniert das? Jetzt kommt also das Betreuungsmodell das erste Mal so richtig zum Einsatz. Und da ist natürlich dann auch, was du schon sagtest, sehr offensichtlich, wie stark das Elternpaar funktioniert. Also sind sie ausgeglichen kraftvoll? Haben sie ähnliche Werte? Können sie miteinander gut kommunizieren? Denn all das wird ja weiterhin gebraucht, da sich das Elternpaar nicht trennen kann. Und rein in der Theorie ist das natürlich immer einfach zu sagen, ja, dann werden wir die Möbel so und so aufteilen. Dann machen wir es, wie du sagst, mit dem Betreuungsmodell nach einem die und dem Schema. Das ist irgendwie alles so im Kopf, im Denkgefühl. Aber in dem Moment, wo denn die Sachen rausgetragen werden, wo man sieht, dass da Kindersachen eingepackt werden vielleicht. Auch ganz persönlich manchmal ja auch, oder gar nicht selten, auch so ein Lebenstraum von der Vorstellung, wie man sich gesagt hat, wie man im Alter zusammenwohnen möchte. Wenn das so verloren geht, dann ist es häufig ein Moment, wo viele nochmal wirklich schlucken und sagen so, also der Tag war wirklich intensiv und anstrengend und das erste Mal in der neuen Wohnung schlafen, das ist ganz komisch. Und die Kinder zu sehen, wie sie traurig gucken, das war so schlimm im Herzen. Wenn das aber meistens überwunden ist und man im Guten miteinander agieren kann, geht es häufig für viele Familien eigentlich bergauf. Deswegen ist ja die Trennungsbegleitung an der Stelle so wertvoll, weil wenn man dort seine eigene Stabilität wiederhergestellt hat, dann kann man in diesen Momenten auch sich auf die Gefühle der Kinder fokussieren, die auftretenden Gefühle begleiten, da gut zur Seite stehen. Ansonsten ist man natürlich selbst sehr, sehr stark getriggert. Vielleicht selbst im Leid sehr stark drin, da fällt es einem schwer, dann auch zusätzlich die Gefühle der Kinder optimal begleiten zu können. Wir haben uns eine Studie von 2014 dazu angeschaut, die wir auch in den Shownotes verlinken. Und die besagt, wenn eine Familie nicht intakt ist, dann treten typischerweise Verhaltensauffälligkeiten auf, wie zum Beispiel ein geringes Selbstwertgefühl, schwache Überzeugung von Lebensausgestaltung oder auch Prägungen bei Verlust, also Verlustängste sein. Natürlich nochmal genauer definieren, was heißt denn, dass eine Familie nicht intakt ist? Denn das ist ja auch eine ganz häufige Sorge, die viele haben, dass wenn das Liebespaar sich trennt, dass das automatisch in der Folge einen kausalen Zusammenhang hat und damit auch die Familie zerstört ist und nicht mehr intakt ist. Ja, das ist natürlich auch eine große Angst von vielen. Also ich habe ja auch viele Trennungsbegleitungen im Coaching und gerade letzte Woche sagte jemand, ja, denn wir haben uns entschlossen zu trennen. Und ja, damit ist das Leben der Kinder jetzt auch erst mal vorbei. Und das ist natürlich grausam, diese Vorstellung, wenn man denkt, das Leben der Kinder ist jetzt mal vorbei, die sind jetzt kaputt. Also die nehmen so viel mit. Das ist häufig eine Aussage von Menschen, die selber Trennungserlebnisse hatten als Kind, die sehr prägend, also negativ prägend waren. Und so muss es nicht sein. Also so etwas wie ein Umzug, das ist für alle Kinder eigentlich eine große Herausforderung. Und unabhängig davon, ob Eltern sich trennen oder nicht. Das ist schon so ein großer Veränderungsprozess, gerade im Alter zwischen vier und zehn Jahren, wo man das auch aktiv schon miterlebt, ist das einfach was ganz Besonderes. Man ist es nur gewohnt, an dem einen Ort zu sein und jetzt bin ich irgendwo anders. Wenn natürlich dann noch diese emotionale Belastung dazu kommt und ich meine Eltern leiden sehe und das Gefühl habe, denen geht es nicht so gut, dann nehme ich natürlich auch einen gewissen Anteil mit, wenn meine Emotionen nicht begleitet werden. Weil eine perfekte Kindheit wird kein Mensch haben. Weil Eltern sind keine Maschinen. Zum Glück, wir werden immer Prägungen weitergeben und unsere Kinder werden immer in Situationen kommen, die vielleicht nicht so schön sind. Wichtig ist aber diese Reflexion darüber und sich zu verabschieden von der Perfektion und zu sagen, wir möchten das Bestmögliche tun, damit es den Kindern gut geht. Und da kann man sehr viel tun. Und bei diesem Thema ist unser Ansatz ja, dass Kinder vor allen Dingen ein stabiles Elternpaar brauchen. Eltern, die mit gleichen Werten sich um ihre Kinder kümmern, die gleiche Werte vermitteln, die ähnliche Grenzen setzen, die miteinander gut kommunizieren und sich austauschen können. Also wo vernünftige Übergaben stattfinden, wo man dann auch weiß, was im Leben des Kindes los ist. Vielleicht auch weiß, was im Leben des Ex-Partners los ist, worauf dann auch das Kind vielleicht reagiert. Und man weiß, okay, du bist gerade in einer schwierigen Phase. Denn zu Hause ist das und das vorgefallen. Bei dem anderen, dass man dort die entsprechenden Übergaben sauber gestalten kann. Und natürlich immer noch für viele, viele Themen vernünftige Entscheidungen, aber eben auch wirklich stimmige Kompromisse schließen muss. Und dann würden wir sagen, ist die Familie erstmal soweit intakt, dass das Elternpaar zusätzlich auch noch ein harmonisches Liebespaar ist. Das wäre natürlich immer noch mal on top. Richtig gut, wenn das so stattfindet. Aber die Variante, wir haben ein stimmiges Elternpaar, aber ein maximal zerstrittenes Liebespaar, ist selten da. Und dann kann man sagen, ist es wahrscheinlich die bessere Variante. Und man kennt das ja auch manchmal, dass manche Kinder ab einem gewissen Alter, eher so würde ich sagen ab der Prognose, in der Pubertät, auch dazu neigen und sagen, hey, lasst das doch sein, trennt euch doch. Ja, schon viel früher auch schon. Ja, wirklich schon ab sechs Jahren geht das los, dass Kinder zu Vermittlern werden, zu Beratern werden und dazwischen gehen und sagen so, ja, ich kann das auch nicht mehr verstehen, Mama, dass du noch mit Papa zusammen bist. Das sind Sätze, die fallen. Okay, ich hätte jetzt eher gedacht aus meiner Erfahrung, dass die Kinder dann schon Vermittler zwar werden, und auch so Dinge sagen wie, streitet euch nicht mehr so viel und immer. Aber ich hätte jetzt eher nicht erwartet, dass Kinder dann auch schon so eine Trennungsoption aussprechen und sagen, dann lasst das doch miteinander sein. Das sind meistens Sätze, die Kinder aber schon in einem Streit mal aufgeschnappt haben, in einem Telefonat von Mama oder Papa mit einem Kumpel oder mit einer Freundin. Vielleicht ist es besser, wenn wir uns trennen. Genau, oder du bist doch nicht glücklich, überleg doch mal. Also Kinder hören und bekommen ja viel mehr mit. Passend dazu hatte ich vor einiger Zeit auch ein Coaching, da ging es darum, dass die Frau sagte, in dieser Trennungsphase, die es gab, hat sie sehr viel geweint. Und sie haben zwei sehr sensible Kinder und die Kinder haben immer das beobachtet und haben dann Mama getröstet und gesagt, oh Mensch, was ist denn los? Und sie hat gesagt, sie fand das so schlimm, dass sie geweint hat. Da habe ich auch zu ihr gesagt, dass du weinst, ist an sich nicht das Problem, weil Kinder sollen ja alle Gefühle kennenlernen. Sie sollen ja auch bei uns alle Gefühle kennenlernen, also auch die Trauer. auch die Wut und so, aber wichtig ist ja, dass die nicht, wie wir sagen, hochrutschen, sondern dass sie in dem Moment sagt, ja, ich bin traurig und ja, mir kullern hier gerade Tränen runter. Ist ganz schwierig, aber ich kümmere mich um mich. Du brauchst mich nicht trösten. Ich kann, je nachdem, natürlich mit Papa darüber sprechen, mit meiner Freundin, mit meiner Schwester oder was auch immer, ich kümmere mich um mich. Es ist gut, du bist in Sicherheit. Und das ist ja das Gefühl, wofür wir selber verantwortlich sind, auch im Trennungsprozess, dass wir uns ein Netzwerk bilden, was nicht aus unseren Kindern besteht. Unsere Kinder sind keine Freunde, so hart wie es manchmal klingt, aber sind nicht unsere Freunde, wir sind die Eltern. Und wir haben die Verantwortung, uns um unsere Gefühle selber zu kümmern und uns um die Gefühle unserer Kinder zu kümmern und die zu begleiten. Ja, so braucht es eine altersgerechte Einordnung und Erklärung der Gefühle und das Vermitteln von Sicherheit. Genau, weil Kinder fragen ja auch immer wieder sonst. Ich kann mich kümmern, ich kriege das hin, du brauchst nichts tun. Ja, ich erinnere mich da auch. Bei uns Persönlichkeiten. Ich habe persönlich ja auch ein Beispiel, als vor ein paar Jahren mein Vater verstorben ist und gerade so die ersten drei Monate, wenn ich dann irgendwo vorbeigefahren bin und was gesehen habe und mir schießen dann die Tränen in die Augen, so im Trauerprozess. Und unser Sohn ja auch mal gefragt hat, ja, aber Mama, jetzt weinst du wieder. Warum weint sie dann jetzt wieder? Das war immer, warum weint sie denn jetzt? Das ist ja einfach die Unsicherheit, warum weint eine Person? Und dennoch zu sagen, ja, ich weine gerade, weil das und das hat mich traurig gemacht. Aber das ist okay, das darf sein und gleich geht es mir auch wieder gut, weil ich atme jetzt tief durch. Irgendwas und so weiter. Und das finde ich wichtig, dass in diesem Trennungsprozess immer die Kinder in den einzelnen Schritten mitgenommen werden. Und die räumliche Trennung ist einfach ein sehr großer Schritt. Du hörst schon seit mehreren Folgen unseren Podcast bei Apple oder Spotify. Dann würden wir uns jetzt sehr darüber freuen, wenn du unseren Kanal abonnierst und eine Bewertung hinterlässt. Denn das motiviert uns immer wieder, neue Folgen aufzunehmen. Wenn das Fundament als Elternpaar nicht stabil ist, dann ist es häufig so, dass die Krise, die als Liebesproblem, Paar war, nahtlos fortgeführt wird. Jetzt auf anderer Ebene, wie ich finde, manchmal noch verletzender, weil es dann über die Kinder geht und da emotionale Verletzungen weitergegeben werden. Es gibt auch keine Zurückhaltung mehr. Warum? Ich habe ja gar keinen Wunsch mehr, dann als Liebespaar was zu tun. Also wir leben nicht mehr zusammen, wir teilen den Alltag nicht mehr. Jetzt kann ich meine Zurückhaltung, weil früher noch Hoffnung da war, dass das wieder mit uns wird, die ist jetzt weg. Und das wird auf jeden Fall vermieden werden, weil das für die gesamte Familie zu einer absoluten Instabilität führt. Man wird das schnell bei den Kindern merken, wenn es Themen beim Elternpaar gibt, dass die die Übergaben schwieriger machen können, dass sie das Gefühl haben, sie müssen funktionieren oder dass ihre Gefühle noch stärker hervorkommen, weil die sich unwohl fühlen, Schlafstörungen, Bauchschmerzen. Sie sitzen vollkommen zwischen den Stühlen. Man muss ja ganz ehrlich sagen, so etwas wie eine räumliche Trennung ist ja absolute Machtausübung der Eltern. Das ist ja eine ganz andere Sache. Das ist eine ganz egoistische Entscheidung der Eltern, die ja auch sein darf, zu sagen, wir haben uns getrennt, du wohnst jetzt ab morgen da und da, komm damit klar. Und damit muss ein Kind erstmal klarkommen, weil das Betreuungsmodell ist sehr häufig festgelegt, die räumliche Umgebung ist festgelegt und jetzt müssen die Kinder in irgendeiner Form in dem Sinne der Eltern funktionieren. Und wenn du irgendwie acht oder zehn Jahre alt bist, dann ist das genau die Lebensphase, wo du keinen Bock hast, wenn andere Leute über dein Leben bestimmen. Das klang jetzt schon sehr hart, ne? So, du musst das und das machen, wir bestimmen darüber. Ab einem gewissen Alter dürfen ja durchaus die Kinder mit einbezogen werden und auch mitentscheiden, oder? Aber ganz ehrlich, wie oft ist das der Fall? Also im Coaching ist es ganz häufig so, dass die Eltern darauf schauen, was können wir leisten? Und dann sagen, okay, Nestmodell würde gehen, weil haben wir finanzielle Mittel für, können wir uns vorstellen, ich kann bei meinen Eltern alle zwei Wochen schlafen oder bei einer Freundin, das geht. Und klar, achtet man so ein bisschen auf die Kinder, aber Wechselmodell ist eigentlich auch eine Sache, können wir das leisten? Ja, nein. Es gibt Eltern, die darauf achten, wie das für die Kinder ist, aber meiner Erfahrung nach ist es ganz auf die finanzielle Lage ausschlaggebend, die Arbeitsleistung von beiden ausschlaggebend, wie flexibel das ist. Und danach wird das Betreuungsmodell ausgesucht. Und wenn dann das Elternpaar da keine Stabilität hat, dann entstehen Konflikte bei Absprachen, zum Beispiel hinsichtlich der Betreuung, Termine, der Schule, und dann geht es los mit, ja, eigentlich dieses Wochenende sind die Kinder ja bei mir, aber ich würde da eigentlich ganz gerne mit meiner neuen Partnerin einen Kurzurlaub machen, könntest du übernehmen? Und dann merken wir, dass wir eben nicht mehr so frei sind wie vorher und dass wir tatsächlich immer noch gute Kompromisse brauchen. Und es wesentlich einfacher für alle wäre, wenn man gut miteinander sprechen könnte. Und das kann ja sogar dahin führen, dass Paare gar nicht mehr miteinander kommunizieren, sondern dass wirklich die Kinder, die wir haben, wirklich näher so ist, dass man beim anderen mit dem Auto anhält, die Kinder steigen aus, trotten ins Haus und man selber fährt davon und hofft, dass einem der Ex-Partner, die Ex-Partnerin gar nicht erst entgegenkommt. Und somit findet gar kein Austausch statt, was im Leben der Kinder gerade los ist. Ganz klassische Variante, die ich schon sehr häufig erlebt habe im Coaching und die mich auch immer wieder sehr berührt ist. Es ist Freitagnachmittag, eigentlich wäre eine Übergabe, das Kind wäre übers Wochenende, bei Mutter oder Vater, ganz egal. Und das Kind wird krank. Und es sagt, ich möchte zu Hause bleiben, mir geht es nicht gut, ich möchte bei Mama bleiben, ich möchte bei Papa bleiben, ich möchte in meinem Bett bleiben, ich möchte jetzt nicht das Wochenende woanders schlafen, ich will mein Kuscheltier, meine Bettdecke. Und dann fängt man natürlich als Eltern an zu sagen, ja, aber das kannst du doch mitnehmen und kommen. Und bei Mama oder bei Papa ist es doch auch ganz nett und der kümmert sich um dich. Und das Kind sagt so, nee, ich will zu Hause bleiben. Und dann rufst du bei dem anderen an und sagst, ich weiß, das ist dein Wochenende, aber der kleine Heinz möchte nicht kommen, weil der ist krank, dem geht es echt nicht gut. Und daran sieht man, wie stabil das Fundament ist. Weil wenn dann ein anderer Part sagt, ah, ist ja komisch, wieder krank genau an dem Freitag, wo ich jetzt das Wochenende mit dem Kind habe, das bist du doch, du willst das Kind doch, dass es nicht am Wochenende bei mir ist. Und das ist natürlich total mies. Weil der nächste Schritt ist dann häufig, dass wenn da eine sehr große Unzufriedenheit und auch eine Manipulation im Raum steht, dass man dann sagt, dann sollten da andere Leute nochmal raufschauen. Dann lass uns doch bitte das über das Jugendamt regeln. Lass uns da bitte über Anwälte einen Umgang festlegen. Aber da sind wir natürlich ganz weit weg von Flexibilität und von dem Kindeswillen und dem Kindeswohl in gewisser Weise auch schon. Weil zu sagen, okay, mir geht es nicht gut, ich möchte gerne zu Hause bleiben, ist auch ein Recht von einem Kind. Und das ist so ein Beispiel von so vielen, warum es immer wieder gebraucht wird, in einer guten Kommunikation miteinander zu sein. Es gibt Feierabend, es gibt Feierlichkeiten, Geburtstage und Weihnachten, was zu erklären ist. Wie verbringt man Silvester? Es muss geklärt sein, wie Urlaube gemacht werden. Es gibt viele finanzielle Regelungen. Wer bezahlt, wofür, wenn Extras sind. Dann gibt es Feiertage, die dann wieder dafür sorgen, dass keine Schule ist. Und man gucken muss, wie man das dann geregelt bekommt. Und da möchte der eine ganz gerne spontan wegfahren. Der andere sagt aber irgendwie nicht. Und also wir sind da doch immer weiter in dem Austausch. Und deswegen, dass Eltern ein paar Trends, die ich nicht, wir können uns davon nicht befreien. Jedenfalls nicht, wenn wir weiterhin Vater oder Mutter fürs Kind bleiben wollen. Natürlich kennen wir das auch aus Coachings. Ich habe gerade letzte Woche im Erstgespräch gehabt, dass sie sagte, ja, mit zwölf hat uns der Vater verlassen. Also wirklich verlassen, der war weg, nicht mehr erreichbar. Der hat sich woanders ein anderes Leben aufgebaut. Und ja, der ist natürlich dann in Freiheit wieder und hat keine Verpflichtungen mehr. Aber wenn man überlegt, was hat er damit verpasst und auf der anderen Seite auch für Themen und Prägungen hinterlassen. Denn da ging es jetzt darum, dass in der aktuellen schwierigen Phase in der Beziehung genau diese Gefühle auf einmal wieder hochgekommen sind und getriggert werden, dass alles mit in die Beziehungskrise hineinläuft, weil das noch nicht ganz verarbeitet war. Und das ist ja auch so schön in unseren Coachings, dass wir auch wirklich diese andere Seite auch miterleben. Also ich habe mir vorgestellt, ich habe auch einige Trainungsbegleitungen, die auch wirklich gefragt haben und gesagt haben, Ina, dürfen wir denn auch noch weiterhin, wenn das für uns in Ordnung wäre, zusammen Urlaub fahren? Ich habe gesagt, wo steht denn das, dass ihr es nicht dürft? Ihr dürft machen, was ihr wollt in eurem Leben, solange das Kindeswohl nicht gefährdet ist. Aber ihr könnt als Elternpaar jetzt zusammen Urlaub fahren mit den Kindern. Ihr könnt auch dreimal die Woche zusammen Abend essen, wenn ihr euch wohl damit fühlt, wenn es zwischen euch gut ist. Können ganz viele feiern, wenn es gut ist. Wenn ihr euch gut auseinandergegangen ist, auch mit den Kindern, zusammen Weihnachten, manche sogar nachher, das mag man sich manchmal gar nicht vorstellen, auch mit neuen Partnern dann schon dazu. Weil die sagen, ja, wir haben eine gute Ebene erreicht. Das ist alles gut. Und jetzt gibt es im Kopf auch diese Möglichkeiten. Und das ist das Ziel ja auch von ganz vielen. Das Ziel ist ja auch, wenn sie bei uns ins Coaching kommen, zu sagen, ich möchte diesen Mensch, mit dem ich 10, 20 Jahre verbracht habe, ja eigentlich gerne noch weiter in die Augen schauen. Und wenn wir mit den Kindern unterwegs sind, in der Stadt sind, dann habe ich nicht das Gefühl, ich muss mich verstecken oder ich muss die Straßenseite wechseln, weil ich möchte da nicht irgendwie Leid den anderen zufügen oder den Tag versauen, sondern wir können stehenbleiben, wir können miteinander kurz lachen, wir können vielleicht sogar noch spontan Eis essen gehen. Und dann geht das wieder auseinander und für alles ist gut. Und das kann ich verstehen, dass das ein großes Ziel sein soll. Und wenn du dich in dieser Folge wieder findest und merkst, dass die Trennung mit deinem Ex-Partner, mit deiner Ex-Partnerin doch nicht so rund gelaufen ist und ihr noch einige Themen aufarbeiten solltet, um wirklich als stabiles Elternpaar für eure Kinder gut zu sein, da sein zu können, dann leite gern diese Folge weiter. Sprech darüber, ob eine Trennungsbegleitung durch uns nicht das Richtige für euch wäre. Und dann melde euch gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch. Und dann schauen wir, wie wir euch optimal unterstützen können. In der heutigen Folge wollen wir ja wieder Coaching-Einblicke präsentieren. Also Dinge, die vor allen Dingen du in deinen Coachings erlebt hast. Du hast zwei Fälle vorbereitet. Die sind wie immer stark abgewandelt. Das heißt, rein inhaltlich ist es ja immer noch so, dass es weiterhilft und sinnvoll strukturiert ist. Aber die Namen, die Geschichten sind so weit umgebaut, dass die Paare, die bei dir waren, sich nicht selbst erkennen. Geschweige denn, dass irgendwie Freunde, Umfeld, Familie weiß, ihr sprecht gerade von uns oder von denen. Genau, ich habe heute mitgebracht Jan und Linda. 42 und 44 Jahre alt, zwölf Jahre zusammen, zwei Kinder. Das sind zehn und acht Jahre. Und die haben bei mir eine Trennungsbegleitung durchlaufen. Wir haben den Umzug geplant, sind das so durchgegangen, was da zu beachten geht, wie man die Kinder begleiten kann. Und haben auch begleitet, wie man das den Kindern sagt, also wie man die Trennung vermittelt. Darum ging es auch. Und die Kinder waren bei der Nachricht der Trennung, also als die Eltern ihr das gesagt haben, sehr gefasst. Und nach dem Umzug, und das habe ich auch öfter schon, erlebt, nach dem Umzug kam es bei dem jüngeren Kind zu einem Art Zusammenbruch. Also da hat das jüngere Kind mit acht Jahren erst so richtig realisiert, was das denn heißt, dass Mama und Papa jetzt getrennt sind. Und man spricht da immer von so einer emotionalen Verzögerung, dass man sagt, okay, es ist emotional noch nicht angekommen, davor die Nachricht, sondern das ist erst dann so gesagt. Und als dann ganz praktisch etwas passiert ist, als dann die Möbel rausgetragen worden ist oder man schläft in einer anderen Wohnung, dann kamen die Gefühle, die nachgezogen sind. Und so war es dann auch. Es sind viele Tränen geflossen. Ich hatte vorab mit den beiden aber schon darüber gesprochen, dass es verschiedene Reaktionen, das gehen wir im Coaching auch mal durch, verschiedene Reaktionen der Kinder gibt. Und dass es auch zu verschiedenen Zeitpunkten sein kann. Weil viele Eltern das doch schon manchmal etwas überrascht, dass das Kind ganz anders reagiert manchmal, als sie denken. Manchmal auch sehr zurückhaltend oder halt nicht so emotional im ersten Moment. Und das ist bei vielen Kindern dann so, dass es später kommt. Und da war das halt auch so. Viele Tränen und auch körperliche Symptome, wie zum Beispiel ein Einnässen in der Nacht war ein Thema und allgemeine Einschlafschwierigkeiten. Wie sind wir vorgegangen? Wir haben dann noch mal in einer Coaching-Sitzung, nachdem sie umgezogen waren, darüber gesprochen, was halt gerade so die Herausforderungen sind mit dem Kind. Und haben noch mal besprochen, was liebevolles Begleiten heißt. Also, um was es da geht. Und dass man nicht versucht, dem Kind das Gefühl abzusprechen, weil man selber innerlich das so schwer findet, auszuhalten, sondern wie man selber auch für sich Strategien findet, dass man das Leid des Kindes in dem Moment auch aushalten kann. Dass es auch sein darf. Wir haben über das Thema Sicherheit gesprochen. Weil das ist ja das, was das Kind in dem Moment ganz viel braucht. Wir haben am Fundament des Kindes gewackelt mit dieser Veränderungssituation. Und da darf halt die Sicherheit wiederkommen. Und die Sicherheit wird halt zum größten Teil durch Bezugspersonen vermittelt. Und das sind die Eltern. Wie man halt Sicherheit vermittelt, darüber haben wir gesprochen. Und dann haben wir noch mal aufs Betreuungsmodell geschaut. Weil das hatten die beiden noch so mitgemacht. Und gesagt, da haben wir gemerkt, wir hatten uns da was vorgenommen. Das klappt nicht so wie gedacht. Und das haben wir dann abgeändert. Zuvor war das ein Wechselmodell. Also ein Modell, wo jede Woche gewechselt wird. Und die haben gemerkt, dass die Abstände zu groß sind für die Kinder. Also eine Woche nicht Papa oder Mama sehen. Und dann ein Wechsel. Das war für die Kinder nicht machbar. Die haben die Eltern jeweils so doll immer vermisst, dass sie festgelegt haben, zwischendurch flexible Zeiten einzubauen, wo sie die Kinder dann auch sehen. Und nach circa vier Wochen hat sich dann auch das Verhalten des Kindes stabilisiert. Die Symptome, wie zum Beispiel das Einnässen oder die Einschlafschwierigkeiten sind dann auch zurückgegangen. Und darüber hatten wir natürlich auch gesprochen. Wie geht man mit einem Einnässen um? Wie geht man mit Einschlafschwierigkeiten um in dem Moment? Und das hat sich dann immer mehr stabilisiert. Und sie hatten sogar gesagt im Coaching, dass diese Anstrengungen, dass diese Anstrengungen, dass diese Anstrengungen, diese anstrengende Phase oder herausfordernde Phase, sie aber auch noch mal als Elternpaar eigentlich gestärkt haben. Weil sie mussten natürlich gegenseitig noch mehr in die Kommunikation gehen. Also sich noch mehr updaten und sagen, okay, wie war das denn gestern Abend mit dem Einschlafen bei dir? Was hast du gemacht? Kann ich aufgreifen? Das mache ich bei mir heute Abend auch mal. Vielleicht klappt das auch. Also sie haben wirklich als Team, wie die Frau sagte, deutlich besser zusammengearbeitet wie die Jahre zuvor. Das kann ja aber auch nur funktionieren, wenn du ein einigermaßen stabiles Fundament hast. Ansonsten ist das eine Phase, wo auch sehr schnell, sehr schnell wieder Uneinigkeit entstehen kann. Und man sich fragt, wie geht man damit um? Oh, das Kind hat ins Bett gepiescht. Das ist deine Schuld. Warum hast du nicht? Und ich habe doch gesagt, wir sollten. Das kann auch sehr schnell zu einem Vorwurfsaustausch werden. Auf das Fundament haben wir natürlich auch geschaut. Hat nur noch ein, zwei Verletzungen aufgelöst. Das war aber soweit bei denen stabil. Deswegen haben wir den Schwerpunkt dann auf die Kinder gelegt. Erlebst du manchmal, dass die Kinder, die Jüngeren vielleicht, dass auch erst mal, so mit Vorteilen ganz pragmatisch verknüpfen. So von, dann habe ich ja zwei Zimmer. Und dann habe ich ja, dann hast du auch einen großen Fernseher zu Hause. Also, dass da fahre ich dann zweimal im Jahr im Urlaub. Einmal mit Mama und einmal mit Papa. Also, dass die erst mal so ein paar Vorteile, wo sie Spaß mit verbinden vielleicht im Kopf haben, bis sie dann merken, ja, aber so cool wie vorgestellt ist es irgendwie dann doch nicht. Ja, das ist so ein bisschen eine Überlebensstrategie in einer Krise, dass ich natürlich mich auch am Positiven, die mir auch oftmals so verkauft werden, muss man ja auch ganz klar sagen. Das ist ja oftmals das Ding auch der Eltern, dass die sagen, okay, das ist so schlimm. Ich habe das Gefühl, meinem Kind geht es nicht gut. Ich sage jetzt alles, was gut ist, dann wird es nicht so schlimm. Und das Kind springt natürlich darauf an. Das ist so ein bisschen so, als wenn Kinder eingewöhnt werden in der Kita oder in der Krippe, dass häufig ja nach, man sagt so nach zwei, drei Wochen, so ein Einbruch kommt, wenn die dann verstehen, ach, ich muss jetzt wirklich jeden Tag hier hin. Es ist jetzt nicht mehr der Besuch, sondern die geht jetzt wirklich oder der geht jetzt wirklich. Und dann ist es so, also wenn ich jetzt immer hierbleiben muss, auch erst mal doof. Und das ist natürlich da genauso. Das ist erst mal am Anfang aufregend und neu. Und wenn das dann das Betreuungsmodell meistens anläuft, dann gibt es ganz normal auch da Aufs und Abs. Kommen wir zum zweiten Paar, Matthias und Lisa. 33 und 36 Jahre alt, zwei Kinder, sechs und acht Jahre alt. Und die beiden waren schon eine längere Zeit getrennt, haben aber noch zusammen zu Hause gewohnt. Und der Umzug stand kurz bei ihnen. Und die wünschen sich Impulse, wie die Kinder den Umzug gut überstehen können, damit sie auch die Veränderung gut verkraften können. Wir haben gesagt, beide Kinder kennen Umzug gar nicht und sind sehr sensibel und wollten da noch mal einen Blickwinkel drauf haben, wie ein Umzug mit Kindern gestaltet werden kann, gerade in der Situation, wo man ja nicht zusammen umzieht, sondern das auseinander geht im Umzug. Und da hatten wir auch erst mal so auf das Fundament geschaut, hatten da auch noch ein paar Verletzungen gelöst. Und haben dann da angesetzt, dass wir den Ist-Zustand erst mal reflektiert haben und ganz konkret die Tage vor dem Umzug besprochen haben. Was wird da gemacht? Inwieweit kann man die Kinder mit einbinden? Und auch den Umzugstag wirklich sehr detailliert besprochen haben mit Sicht auf die Kinder, wie die diesen Tag erleben, welche Unterstützung da vielleicht möglich wäre. Weil das war für den auch mal so ein Gefühl, so ein Umzugstag, ein Umzug ist ja für Erwachsene so oder so immer stressig. Und wenn da dann noch die großen Emotionen kommen und du stehst da und ein Umzugsunternehmen ist da und du sollst noch ein weinendes Kind begleiten, was mache ich denn irgendwie? Also ich kann ja nicht Kisten schleppen und ein Kind auf dem Arm haben oder begleiten. Und das haben wir sehr genau besprochen, haben auch noch mal die Rollen der Eltern besprochen, auch mal ein paar Sachen im Umzug so ein bisschen entzerrt. So zu sagen, okay, es ziehen nicht alle auf einmal aus dem Haus aus, sondern so mit zeitlich so ein, zwei Tagen Verzögerung, falls doch noch mal auch was schiefläuft und dass die Kinder sich nicht komplett verloren fühlen. Und dann haben wir noch auf deren Wunsch sehr gründlich über die Betreuungsmodelle gesprochen. Die haben wurden vorgestellt und besprochen, was passend ist. Wir haben noch mal die Kommunikation der Eltern untereinander halt noch gestärkt und die Verletzungen aufgelöst, über mögliche Kompromisse in der Zukunft gesprochen, arbeitszeitentechnisch bedingt. Genau, dann hatten wir nach dem Umzug einen Termin noch. Es war ein recht klüger Termin, ein knackiges Coaching, muss ich sagen. Und da haben wir dann noch mal den Umzug repliziert. Und die haben gesagt, dass sie die Vorbereitung für sich selber schon so hilfreich fanden, weil sie es gefühlt hatten, sie hatten so innerlich so einen Katalog. Wenn die und die Situation eintrifft, dann kann ich so und so handeln oder dann gibt es den Plan B oder dann teilen wir uns so mit den Kindern auf. Und dadurch fühlten die sich sehr sicher und konnten das dann natürlich auch an ihre Kinder vermitteln, sodass der Umzug sehr gut lief. Und spannenderweise haben sie sich ein halbes Jahr später dann doch mal bei uns gehalten. Und dann haben wir uns gemeldet mit einem neuen Thema. Da ging es dann darum, wie man den Kindern von einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin berichten kann. Und das erwähne ich auch immer in den Coachings, in der Trennungsbegleitung auch, wenn man sich das in dem Moment überhaupt nicht vorstellen kann. Wenn man sagt, ich lerne nie wieder jemand Neues kennen oder ich bleibe mein Leben lang alleine, höre ich auch ganz häufig. Ich habe jetzt erst mal genug von den Männern und den Frauen. Mach du mal dein Ding, du kannst das ja mit der neu anfangen. Ich mache mein Ding alleine. Ist es ja doch nicht so. Gerade wenn du 30, 40 oder. so bist, dann bleibst du nicht dein Leben. Leben lang alleine und das ist einfach auch ein Punkt, der gerne nochmal besprochen wird. Wie ist es, wenn eine neue Person ins System reinkommt, weil die allererste Person, die neu ins System reinkommt, ist entscheidend für jede weitere Person, die nochmal kommen sollte. Wenn das scheiße läuft, wenn jetzt der Mann eine neue Freundin hat und die Freundin wird abgelehnt und das ist alles kompliziert, dann gräbt man sich so ein bisschen sein eigenes Grab. Wenn man selber einen neuen Partner irgendwann hereinbringen will, dann ist es so, ah, das ist ja jetzt bestimmt so wie bei Papas Freundin. Deswegen ist das wieder ein ganz sensibler, neuer Abschnitt. Wo ja auch nochmal das Betreuungsmodell durchaus auf den Prüfstand gestellt werden kann. Gerade beim Nestmodell. Gerade beim Nestmodell, das dann wieder in eine ganz besondere neue Phase eintritt und man dann das Nestmodell vielleicht sogar wieder gänzlich hinterfragen müsste, ob man das so fortführen kann. Gar nicht selten so. Ich habe gerade so einen ganz anderen Off-Topic-Gedanken am Anfang gehabt. So diesen 33 und 36, Kinder 86. Da waren wir junge Eltern geworden. Da habe ich gedacht, Mensch, wie sich das schon verschoben hat. Bei unserer Generation war es ganz normal, dass die Eltern Mitte 20 das erste Kind bekommen haben, fast schon spätestens. Und jetzt sind wir so 33 und schon Eltern. Also zumindest bei mir kommt das immer so vor, als wenn man tendenziell eher inzwischen so zwischen 35 und 40, dass da so die Kinder kommen. Aber ganz abseits des Ganzen. Ja, die Trennungsbegleitung ist ja auch. Inzwischen ein sehr intensiver Part bei uns geworden. Nicht nur, dass wir sehr regelmäßig Trennungen begleiten, sondern auch wie wir begleiten. Dass wir dazu dann auch bei uns einen kleinen Videokurs freischalten mit einigen Basics, die man sofort wissen sollte, wenn die Trennung eintritt. Auf der anderen Seite hat man da natürlich auch währenddessen Begleitung über WhatsApp mit uns. Kann in Sprechstundentermine reinkommen, wenn man zwischendurch einen Dialog braucht. Was natürlich in so einer Situation. Was natürlich in so einer Situation wahnsinnig hilfreich ist, weil man kann das auch alleine für sich nutzen, um mal alleine vielleicht mal was loszuwerden, eine Frage zu stellen oder eben immer zwischendurch Sicherheit zu bekommen. Wenn man dann etwas mitteilt und die Kinder reagieren vielleicht doch anders als erwartet oder es kommen dann Tage später nochmal Fragen auf, an die man doch nicht gedacht hat, dann kann man eben in den direkten Kontakt mit uns gehen, was dann da sehr vorteilhaft ist. Dann haben wir wieder zwei spannende Beispiele, wie ich finde, gehört. Ich selber habe ja auch kaum Trennungsbegleitung oder nie. Ich habe nie Trennungsbegleitung. Ich gebe die immer an dich ab dann. Ja, die lassen alle ab. Weil das so dein Part ist, gerade wenn es dann um die Kinder geht und so, da bist du einfach viel tiefer drin im Thema. Wir freuen uns, dass ihr die Folge bis hierhin mitgehört habt. Wir hören uns bei der nächsten Folge wieder. Bis bald. Bis dann. Tschüss. Tschüss. Tschüss. Tschüss. Tschüss.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Eine räumliche Trennung des Elternpaares führt zu tiefgreifenden emotionalen Veränderungen für die Kinder und testet die Stabilität des Elternpaares.
  2. Kinder reagieren oft mit Verspätung auf die Trennung, wobei emotionale und körperliche Symptome wie Tränen oder Einschlafschwierigkeiten erst nach dem Umzug auftreten.
  3. Ein stabiles Elternpaar, das miteinander kommuniziert und gemeinsame Werte teilt, ist entscheidend, um die Kinder emotional sicher und verstanden zu machen.
  4. Das Betreuungsmodell muss auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sein, etwa durch flexible Wechselzeiten, um das Kind nicht zu überfordern.
  5. Eltern müssen ihre eigenen Gefühle akzeptieren und nicht versuchen, die Gefühle der Kinder abzuschalten, um eine gesunde, ausgewogene Betreuung zu gewährleisten.
  6. Die Trennung kann dazu führen, dass Kinder zu Vermittlern werden und bereits früh über die Elternscheidung sprechen, was auf frühe emotionale Wahrnehmung hindeutet.
  7. Ein guter Austausch zwischen den Eltern verhindert Konflikte, Manipulation und eine Instabilität, die die Kinder belastet.
  8. Die Trennungsbegleitung hilft, das Fundament des Elternpaares zu stärken und die Kinder in einer sicheren, emotionalen Umgebung zu begleiten.

Summary:

Eine räumliche Trennung des Elternpaares wirkt sich tiefgreifend auf die Kinder aus und führt zu emotionalen Veränderungen, die oft erst nach dem Umzug auftreten. Die Kinder zeigen sich dann durch Tränen, Einschlafschwierigkeiten oder andere körperliche Symptome, was auf eine emotionale Verzögerung bei der Wahrnehmung der Trennung hinweist. Ein stabiles Elternpaar, das gemeinsam kommuniziert, Werte teilt und sich gegenseitig untersteht, ist entscheidend, um die Kinder zu unterstützen und ihnen Sicherheit zu geben.

Das Betreuungsmodell muss flexibel und kindgerecht sein, z. B. durch regelmäßige, aber nicht zu lange abwechselnde Besuche, um das Kind nicht zu verlieren.

Eltern müssen ihre eigenen Gefühle akzeptieren und nicht versuchen, die Kinder zu trösten oder ihre Trauer zu verdrängen. Die Trennungsbegleitung spielt eine wichtige Rolle, indem sie die Kommunikation zwischen den Eltern stärkt, Verletzungen löst und den Kindern eine sichere, emotionale Umgebung bietet. Kinder werden frühzeitig zu Vermittlern, was zeigt, dass sie bereits früh auf die Beziehungssituation reagieren.

Die Trennung ist eine schwierige Phase, die jedoch mit klarem Vertrauen, gegenseitiger Kommunikation und gemeinsamer Verantwortung überstanden werden kann. Ziel ist es, eine nachhaltige Stabilität für die Familie aufzubauen, die auch nach der Trennung für die Kinder ein sicheres und verlässliches Umfeld darstellt.

FAQs

Eine räumliche Trennung ist für Kinder eine große Veränderung, da sie ihre gewohnte Umgebung verlieren und sich in eine ungewisse Zukunft begeben. Diese Phase kann zu emotionalen Belastungen, Tränen oder körperlichen Symptomen wie Einschlafschwierigkeiten führen.

Eltern sollten sich vorher intensiv über das Betreuungsmodell austauschen, um sicherzustellen, dass es für die Familie und die Kinder realistisch, nachvollziehbar und stabil ist. Flexibilität und die Kinderrechte müssen dabei berücksichtigt werden.

Kinder spüren die Emotionen der Eltern und kopieren diese. Wenn das Elternpaar unter Stress steht oder emotionale Konflikte zeigt, können die Kinder diese Gefühle aufnehmen, was zu Vertrauensproblemen, Wut oder Trauer führt.

Eine stabile und harmonische Beziehung zwischen den Eltern ist entscheidend. Kinder brauchen ein sicheres Fundament, um sich sicher zu fühlen und ihre emotionale Entwicklung erfolgreich fortzuführen.

Kinder hören auf die Gespräche der Eltern und bemerken, dass sie sich streiten. Sie beginnen, zwischen den Eltern zu intervenieren, um die Spannung zu reduzieren und sich zu schützen, z. B. mit dem Satz: 'Lasst das doch sein.'

Eltern müssen lernen, ihre eigenen Emotionen anzuerkennen und zu verarbeiten. Wenn sie sich selbst betreuen, können sie ihre Kinder besser begleiten und ihnen Sicherheit und Wärme geben.

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