Q&A Ständiges Kritisieren in der Beziehung - Tipps für mehr Verständnis
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Ständiges Kritisieren in Beziehungen ist kein Zufall, sondern ein Symptom tieferer, oft unbewusster Ursachen. Es entsteht häufig aus unerfüllten Bedürfnissen wie Sauberkeit oder Ordnung, die durch Kontrolle und Anerkennung vonstatten gehen. Diese Reaktionen führen zu Entfremdung, einem Verlust des „Wir-Gefühls“ und einer ständigen Kritik-Spirale, die sich gegenseitig verstärkt. Wurzeln dieser Muster liegen oft in frühen Erfahrungen, wie Zurückweisung oder Mangel an Wertschätzung, die sich in der Partnerschaft als persönliche Verletzungen auswirken. Wenn ein Partner ständig kritisiert, fühlt sich der andere verletzt, und diese Verletzungen werden durch Nichtausdruck nur noch größer. Ein entscheidender Schritt ist daher, eigene Gefühle klar zu benennen – etwa: „Das verletzt mich“ –, um die Kritik zu beenden und gemeinsame Lösungen zu finden. Zudem ist es wichtig, sich abzudaten, Beziehungsstandards neu zu definieren und alte Erwartungen zu überdenken. Solche Prozesse schaffen Raum für Wertschätzung, emotionale Nähe und ein gesundes Miteinander, wobei beide Partner lernen, Feedback wertschätzend zu erhalten und nicht als Vorwurf zu verstehen.
Wir haben ja heute das Thema ständiges Kritisieren und das passt eigentlich perfekt zu meinem Tagesstart, den ich heute hatte.
Ich war heute mit unserem Sohn einkaufen. Wir waren ziemlich unter Zeitdruck, sind also ziemlich schnell durch die Gänge gerast.
Und da ist mir ein Mann und eine Frau aufgefallen, wie alt waren die? Ich würde sagen so Mitte 50.
Die haben wir immer mal wieder im Laden getroffen.
Und am Anfang in der Obst- und Gemüseabteilung ist mir aufgefallen, dass sie ihn stark kritisiert hat.
Also er hat Fragen gestellt, so ein bisschen hilflos auch.
Und sie hat ihn ziemlich stark kritisiert, indem sie immer ihn mit seinem Vornamen angesprochen hat.
Das kann wahrscheinlich jeder so dieses.
Thorsten, glaubst du wirklich, dass wir das und das jetzt brauchen?
Und ist gar nicht auf seine Frage eingegangen.
Und er stand da so ein bisschen nebenan, merkte ihn, weil sie auch sehr laut gesprochen hat, dass ihn das sehr gestört hat.
Und die sind uns noch mehrfach im Laden begegnet.
Und sie hat immer die gleiche Art und Weise, also immer wieder seinen Namen gesagt und eine Frage dann daraus gestellt aus seiner Frage.
Und da habe ich gedacht, das ist auch ein Muster.
Also den anderen zu kritisieren, in der Öffentlichkeit so laut zu sprechen, was ich zum Beispiel total unangenehm finden würde.
Also er tat mir nachher so ein bisschen leid, weil es war wirklich sehr laut, sie hat sehr laut gesprochen.
Es war richtig so eine Bloßstellung.
Obwohl ja kein aktiver Zuhörer da war, weil ja immer Leute an denen vorbeigegangen sind.
Aber ich fand das als sehr unangenehm.
Ja, so eine wertschätzende Art und Weise, dem anderen zu sagen,
das, was du da gerade sagst.
Das, was du da gerade vorhast, ist Blödsinn.
Ja, das klingt wie so ein bisschen passiv-aggressiv sozusagen.
Also so eine Frage in der Tonalität, immer wieder klarzumachen,
das, was du jetzt gerade hier vorschlägst oder denkst, das ist Blödsinn.
Das brauchen wir nicht oder das ist unnötig.
Aber ich würde jetzt interpretieren, dass es so, ob es der Wahrheit entspricht, weiß man natürlich nicht.
Ich wollte und konnte sie nicht fragen.
Ich würde schätzen, dass er nicht so häufig mit einkaufen geht.
Und das immer ihre Aufgabe ist und sie das vielleicht gar nicht so stimmig findet
und da vielleicht Ausgleich von Geben und Nehmen für sie nicht so passend ist.
Und jetzt kommt er mit und stellt solche Fragen und stört sie in ihrem Gefühl, in ihrem Ablauf.
Oder vielleicht auch das Gefühl, du interessierst dich doch sonst nicht dafür, was ich einkaufe.
Warum denn jetzt?
Und das kann da drin stecken, kann auch anders sein.
Also versteckte Kritik eigentlich.
So ein bisschen am Ausgleich von Geben und Nehmen.
Was denn in dieser Rückführung?
Nachfrage mitschwingt.
Ja und vielleicht auch Anerkennung, Wertschätzung.
Weil er jetzt dann auf einmal Fragen stellt oder sagt, Mensch, warum nimmst denn du den teuren Fleischsalat von oben?
Da unten gibt es doch noch welchen, der günstiger ist.
Und auf einmal fühlt sie sich sozusagen nicht wertgeschätzt dafür, dass sie ja den Einkauf überwiegend vielleicht macht oder immer.
Ja, ich fand das ganz spannend, weil als ich sie zum dritten Mal dann wieder getroffen habe im Laden,
habe ich schon gedacht, Wahnsinn, dass man sich schon wieder trifft.
Ja.
Gerade war es da so Salatsoßen und dann hatte er was gefragt.
Und dann sagte sie zu ihm, ja, glaubst du wirklich, ich würde jetzt hier die Mayonnaise kaufen?
Und dann war unser Sohn daneben, weil wir auch was gesucht haben.
Und dann guckte er mich an und sagte dann, gang weiter, ich hatte das Gefühl, als wenn sie mit einem Kind so ein bisschen spricht.
Ja.
Und dann habe ich gedacht, ja, das stimmt.
So reden meistens genervte Eltern mit ihren Kindern.
Das passt genau zu dem Thema, was wir dann heute haben.
Ständiges Kritisieren.
In der Beziehung.
Wie kann man da rauskommen?
Was kann man verändern?
Und wir schauen mal, was so die Ursachen auch sein können.
Denn hier scheint es ja eher so zu sein, dass irgendwas anderes vorliegt.
Und das ist ja ganz häufig so, dass man zwar für irgendetwas kritisiert wird,
aber eigentlich liegt schon eine tiefer gehende Verletzung ein Thema vor.
Ja, willkommen in unserem Podcast.
Ihr seid bei den Lebensidealisten gelandet.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paar-Terroristen.
Wir sind Psychotherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein
in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Ihr kennt das ja vielleicht auch, dass man häufig das Gefühl hat,
der Partner oder die Partnerin wird einen ständig kritisieren.
Oder ihr seid vielleicht der Part, der genervt ist und das Gefühl hat,
man muss ständig kritisieren.
Also dass man ständig das Gefühl hat, es läuft nicht rum.
Ich muss wieder was sagen, ich muss wieder was sagen.
Aber was bei beiden Varianten so gleich ist, ist ja das Gefühl von Unzufriedenheit,
von genervt sein, von gestresst sein, von großer Kritik an den anderen.
Und darüber wollen wir jetzt heute nochmal im Detail sprechen.
Was so die Probleme sind, was die Folgen daraus sind und vor allen Dingen,
was kann man anders machen, damit man nicht in diese Kritik-Spirale immer wieder reingerät.
Und das ist ja nicht nur eine Einbahnstraße.
Das geht ja auch regelmäßig in beide Richtungen.
Genau.
Dass man mal der Kritisierende ist und mal der Kritisierte und das dann hin und her geht.
Oder das zum Schlagabtausch wird.
Und dann heißt es, naja, hättest du letzte Woche den Müll rausgebracht,
hätte ich auch heute den Geschirrspüler ausgeräumt.
Aber du machst deine Aufgaben ja nicht, dann mache ich meine auch nicht mehr.
Dass da so ein Schlagabtausch entsteht.
Oder eben auch das Gefühl, man darf quasi gar nicht mehr kritisiert werden.
Also man könnte ja auch Feedback geben oder Feedback bekommen, draus machen.
Also man darf gar nicht mehr kritisiert werden.
Weil du machst es ja selber nicht richtig.
Ja.
Also wenn du es nicht ordentlich machst, dann hast du auch nicht das Recht, mich zu kritisieren.
Und schon dreht man sich im Kreis, um dieses Recht zu kritisieren.
Und gar nicht mehr um die Sache an sich.
Und selbst die Sache an sich ist meistens schon nicht das eigentliche Problem.
Sondern nur ein Symptom für eine Ursache, die eigentlich auf einer anderen Ebene liegt.
Zum Beispiel halt unausgesprochene Bedürfnisse.
Also dass man ein Bedürfnis hat, was man nicht ausspricht oder was nicht erfüllt.
Und man anfängt, aus Unzufriedenheit, aus Mangelgefühl, Fehler bei dem anderen immer stärker wahrzunehmen.
Also dadurch immer mehr zu kritisieren.
Das ist ja meistens, finde ich, auch so ein Modus, wo man sehr wenig Ressourcen vielleicht hat.
Unter starker Anspannung steht.
Und dann eher so austeilt.
Also den anderen spüren lässt, ich bin unzufrieden, das gefällt mir nicht.
Ich hätte mir gewünscht, das ist doch klar.
Also viel Interpretation auch mit reinspringen.
Und das finde ich immer schwierig.
Weil man selber das gar nicht so bewusst wahrnimmt.
Weil man sich ja immer selbst im Recht fühlt.
Hast du ein Beispiel für ein unausgesprochenes Bedürfnis, was später zum Kritisieren führt?
Ich finde zum Beispiel, ein Bedürfnis ist ja bei vielen auch Sauberkeit.
Also Sauberkeit zum Beispiel im Haushalt oder Ordnung.
Und wenn das Bedürfnis nicht gestillt wird, weil es gefällt, ich mache hier alles oder ich muss hier ganz viel hinterher räumen.
Dass man dann anfängt, den anderen stark zu kritisieren.
Also dann sowas wie, ja, kannst du bitte deine Schuhe da dahin stellen?
Oder kannst du mal jetzt dran denken, die Mühe rauszubringen?
Oder ich würde mich freuen, wenn du auch so ein bisschen guckst, was hier anliegt.
Also man ist halt dann aus diesem Bedürfnis, dass der andere das nicht sieht oder nicht mithilft,
fängt man halt an zu kritisieren in der Hoffnung, dass der andere da mitzieht.
Geht ja ein Stück weit einher mit unausgesprochenen Erwartungen.
Das ist ja eigentlich relativ egal.
Das ist relativ ähnlich.
Weil ja häufig durch dieses Bedürfnis der Sauberkeit, da ja auch eine Erwartung folgt an sich selbst,
aber auch an den anderen, wie er sich verhält im Haushalt oder wie er Dinge säubert.
Und im Grundsatz kann man sagen, geht dem ein generelles Kommunikationsproblem voraus.
Also entweder spricht man gar nicht über diese Dinge oder nicht in der Tiefe.
Oder wenn sich etwas verändert, bespricht man es nicht.
Oder man hält es nicht für relevant.
Es ist nicht relevant, es zu besprechen.
Man glaubt, es müsste für den anderen ja genauso sein.
Also es gibt ganz viele Gründe und Glaubenssätze, warum man das nicht thematisiert.
Oder auch zu sagen, naja, ich kann ja nicht jetzt über jede Kleinigkeit sprechen und gucken, wie jetzt die Dusche gereinigt wird.
Ich kann ja nicht über alles sprechen, dann bin ich ja nur noch am Sprechen.
Aber dabei sieht man gar nicht, dass in der Folge, wenn man nicht spricht, man immer wieder in Verletzungen gerät.
Und man darüber streitet.
Und hätte man es einmal sauber besprochen, wie beide sich das vorstellen, einen stimmigen Kompromiss gefunden,
hätte man ganz viele ungute Gefühle und Streitigkeiten in der Zukunft sparen können.
Ich erinnere mich noch an eine Phase, da war unsere Saison noch ganz, ganz klein.
Und ich unter akuten Schlafmangel.
Und da weiß ich noch, dass ich auch viel kritisiert habe, weil ich gemerkt habe,
dass meine Zündschnur einfach auch sehr kurz war durch den Schlafmangel.
Und ich jede Sache, die. Die irgendwie nicht gleich geklappt hat oder die schlecht abgesprochen war oder, oder, oder.
Dass ich die so persönlich genommen habe.
Und dass mir das super schwer gefallen ist, eine gute Kommunikation zu machen oder durchzuführen durch den Schlafmangel.
Und dann konnte ich nachher auch eine Zeit lang nur noch die Sachen sehen, die nicht geklappt haben.
Jetzt müsstest du mir nur verraten, wann diese Phase aufgehört hat.
Das habe ich nicht mitgekriegt.
Jetzt schläft er gut und ich bin immer noch in der Phase.
Genau, ja.
Also bei mir hängt das wirklich ganz stark damit zusammen, auch jetzt, wenn ich noch so schlecht schlafe.
Wenn ich zu wenig Schlaf habe zum Beispiel, das ist bei mir ein Bedürfnis, dass das auf jeden Fall immer gestillt werden muss.
Dann fällt mir das wirklich schwer, in eine gute Kommunikation zu gehen und nicht in Kritik.
Das ist ja allgemein immer dann, wenn Stress da ist und man dünnhäutig wird, die Zündschnur kurz ist,
man die Dinge nicht so einfach an sich abprallen lassen kann oder auch nicht so diesen Blickwinkel,
die Ressourcen dazu sagen, kann es auch anders sein?
Was ist das Gute daran?
Und der meint es ja wahrscheinlich gar nicht böse mit mir, wenn diese Möglichkeiten nicht da sind.
Dann gerät man halt schneller in so einen kritisierenden Modus.
Naja, auch eigene Unzufriedenheit, finde ich.
Also wenn man selber unzufrieden ist, dann ist man ja eh schon frustriert, unzufrieden mit sich selbst.
Und dann, finde ich, spiegelt sich das ja auch schnell im Verhalten des Partners wieder so,
dass man da auch eher die negativen Aspekte sieht.
Was eine weitere Ursache sein kann, ist so eine gewisse Unzuverlässigkeit, die man wahrgenommen hat.
Und was dann in einem Kontrollieren mündet.
Oder aber auch, wenn man eben nicht so den gleichen Wunsch hat,
wenn wir das Thema Sauberkeit wieder nehmen, wie sauber es sein sollte.
Und der andere sozusagen dadurch kontrolliert, weil er die Verantwortung nicht geteilt sieht.
Weil er sagt, naja, ich habe da einen höheren Anspruch, also muss ich nochmal schauen.
Und derjenige, der kontrolliert wird, fühlt sich ganz häufig schon nur durch das Kontrollieren kritisiert.
Also da muss gar nichts ausgesprochen werden.
Einfach nur, wenn der andere in die Dusche guckt und guckt so ein bisschen kritisch,
ob das wirklich alles gereinigt ist, dann fühlt sich der andere schon allein durch die Kontrolle kritisiert.
Und nicht so im Vertrauen.
Das ist auch was, was in Coachings häufiger vorkommt.
Ja, sehr häufig.
Und das ist natürlich selten das, was so in die Krise hineinführt.
Also selten die Ursache für eine große Krise.
Aber es ist auf jeden Fall immer ein Baustein.
Und ein Baustein, der im Alltagsleben immer störender, anstrengender,
oder energieraubender wird, wenn bereits eine Krise sich anbahnt oder da ist.
Ja, vor allen Dingen, finde ich, führt ja dieses Kritisieren dazu,
dass man immer weniger im Wir-Gefühl ist.
Also oftmals ist ja auch so das Gefühl, dass einer dann sagt,
ja, ich kann ja gar nichts mehr recht machen, dann mach das doch alleine.
Oder jemand sagt, ja, dann mache ich das halt alles alleine.
Und man dann aus dem Wir-Gefühl rausgeht.
Und das ist ja häufig der Moment, finde ich, im Coaching, wo man immer wieder erlebt,
wenn mir die Paare fragen, eine emotionale Verbundenheit,
wann hat es aufgehört, wann ist das Wir-Gefühl weggegangen,
dass dann eigentlich auch die Krise dann wirklich spätestens dann begonnen hat.
Also wenn das Wir-Gefühl weggeht, dass die Leute sagen, ja, und dann ging es bergab.
Und ein weiterer großer Fehler ist nicht, sich abzudaten.
Also irgendwann mal Erwartungen und Wünsche, Bedürfnisse vielleicht ausgesprochen zu haben,
vielleicht auch eine Idee entwickelt zu haben,
oder vielleicht sogar, ohne es konkret zu thematisieren, so ein Feeling gefunden,
zu haben, wie man es gemeinsam haben möchte, so dieses Haushaltsthema,
viele andere Themen, die es auch noch gibt.
Und dann verändert sich was.
So ein typischer Punkt ist ja eben, wenn Kinder dazukommen und man bespricht sich nicht neu.
Ich erinnere mich da an unsere Wohnung, bevor unser Sohn da war.
Da war auch alles an seinem Platz, alles ordentlich.
Und wir haben versucht, so ein bisschen Hotel-Feeling fast schon herzustellen.
Dann kam unser Sohn dazu und dann kam er wieder hierher.
Und dann kam jemand zu Besuch, der eine Zeit lang nicht da war und sagte,
hey, in eurer Wohnung ist ja richtig Leben drin,
weil auf einmal so ein bisschen mehr Sachen rumlagen.
Einfach natürlich, weil dich da Spielzeug und da warst und so weiter.
Du kriegst nicht mehr alles an seinen Platz geräumt.
Einerseits zeitlich nicht, andererseits macht es keinen Sinn,
weil es in fünf Minuten wieder genauso aussieht.
Und dann kommt da so ein bisschen mehr Leben rein.
Wenn du dann weiterhin versuchst, diesen Hotelstandard aufrecht zu erhalten,
dann bist du ja wahnsinnig.
Das heißt, es braucht ein Update.
Man muss eben schauen, wie wollen wir jetzt mit dieser neuen Situation für uns umgehen?
Was ist jetzt unser neuer Standard?
Wo können wir Fünfe gratis sein lassen?
Wo ist das jetzt völlig in Ordnung?
Und das kann man einmal zusammen besprechen, das auf einen neuen Stand bringen.
Und dann geht es wieder.
Wenn man es nicht macht, und das machen viele Paare nicht,
dann entsteht natürlich extremer Stress,
weil man dann vielleicht noch Anforderungen hat
oder alte Bedürfnisse und Wünsche im Kopf hat,
die gar nicht mehr da sind.
Oder eben nur mit unfassbar viel Stress erfüllbar sind.
Ja, an die Phase erinnere ich mich noch sehr gut.
Ich weiß noch damals, wie ich immer sehr schöne Weihnachtsdeko hatte,
bevor unser Sohn auf die Welt kam.
Und dann, nachdem er ungefähr ein Jahr alt war,
eineinhalb Jahre alt war, Weihnachten war,
und eine Freundin von uns zu mir kam und sagte,
Mensch, Ina, also dieses Jahr Weihnachtsdeko ist irgendwie,
es sieht so kahl aus.
Und dann habe ich gesagt, von der habe ich mich jetzt verabschiedet.
Das ist auf dem Fußboden,
das hätte ich niemals aufstellen können gerade.
Und ja, das war für mich innerlich auch,
irgendwie habe ich das so als Kritik schon wahrgenommen.
Also, weil ich dachte so, oh, das ist auch,
ich fand es auch mal selber so schön,
und jetzt geht das vor allem mal nicht mehr.
Sie meinte, das ist ja überhaupt nicht böse.
Aber diesen Modus, wie du sagst,
sich so abzudaten und wieder neu raufzuschauen,
ich glaube, das ist auch ein Prozess,
den man da so reinwachsen muss,
dass man immer wieder auch dran denkt.
Weil das Leben dann ja weiterläuft,
und man, ich glaube, das ist auch ein Prozess,
oder viele Menschen,
und ich würde mich auf jeden Fall dazu zählen,
haben einfach einen sehr hohen Anspruch an ihr Leben.
Also an sich selbst auch,
dass man immer denkt so, ja, das mache ich jetzt weiter,
das ziehe ich jetzt so durch.
Und dann in eine Unzufriedenheit geraten,
das wieder zurückspiegeln als Kritik vielleicht
an andere Familienmitglieder.
Und ich glaube, das ist wirklich eine Übungssache.
Ja.
Beziehungsweise auch erst mal
überhaupt eine Erkenntnissache,
dass man diese Erkenntnisse,
dass es immer wieder gebraucht wird,
sich in diesen Punkten abzudaten,
weil es eben ansonsten ausufert
und man Ansprüchen nicht mehr genügt,
Unzufriedenheit entsteht
und am Ende das ein Baustein ist,
der in eine Krise führt
oder zumindest eine Krise verstärkt
und das Alltagsleben eben auch dann
sehr mühsam einfach macht
und sehr energieraumend macht.
Deswegen gibt es ja so viele Paare,
die dann eigentlich nur noch am Funktionieren sind
und ihren Alltag
irgendwie nicht mehr
irgendwie versuchen zu meistern,
aber gar nicht mehr so richtig
im Lebendigsein drin sind
und gar keine richtige Paarzeit,
Familienzeit mehr haben,
weil es eben nur noch darum geht,
den Alltag bewältigt zu bekommen
mit all den Anforderungen,
die man ja meistens einfach nur
an sich selbst gestellt hat.
Also klar, einige sind unabdingbar,
aber wiederum einige sind auch gut so möglich.
Ich habe gerade ein paar im Coaching.
Da geht es auch sehr stark um Sauberkeit,
und Ordnung im Haushalt.
Was sind so die Ansprüche von beiden?
Wie kann man denen gerecht werden?
Und da geht es zum Beispiel auch
um so Punkte,
wie dass keine Kratzer
ins Parkett kommen sollen
und die Türen und die Türzagen,
dass die nicht so abgerubsen
heraussehen und so weiter.
Und da habe ich an Freunde gedacht
und habe denen das erzählt, weil ich dachte,
das haben die total schlau gelöst.
Nämlich, die haben ein neues Haus gebaut
und er sagte,
ich habe hier mit Absicht die billigsten Türen
und Türzagen reingebaut, die es gibt,
weil, wenn da die Kinder
mit ihren Bobbycars reinballern,
ist mir das ziemlich egal,
denn die sind genauso ausgerichtet,
dass ich die in fünf Jahren austausche
und dann hole ich hochwertige.
Aber die nächsten fünf Jahre ärgere ich mich ja überhaupt nicht,
weil wenn die reinballern,
die haben nicht viel Geld gekostet,
ich tausche die in fünf Jahren wieder aus.
Das ist einkalkuliert.
Das ist eine sehr schlaue Idee, finde ich.
Ja, im Nachhinein vor allen Dingen.
So lese ich immer Autos.
Mit dem Hintergrund, dass ich weiß,
wenn du ein Auto liest,
wenn du es abgibst und du hast irgendeinen Kratzer reingemacht,
dann musst du dafür halt zahlen.
Und das ist quasi gleich innerlich,
so wie in so einem Sparbeitrag,
ist das da mit drin, dass man weiß,
naja, wenn das Auto eine Summe pro Monat kostet,
dann kannst du im Prinzip nochmal
auf die drei Jahre gerechnet vielleicht so 50 Euro
draufpacken, dass du die Lackkratzer,
die dann auf jeden Fall drin sein werden,
mit drin sind.
Und wie es dann ist, ich knall auch ganz gerne mal
mit den Felgen gegen den Bordstein,
weil ich dann unachtsam bin und dann
stört es mich nicht so extrem,
weil ich habe es ja eh einkalkuliert,
wenn es passieren würde, dass wir es mal schaffen,
ein Auto abzugeben ohne Kratzer,
dann hätte man natürlich einfach
ein bisschen Guthaben sozusagen.
Aber man ärgert sich einfach nicht mehr so,
weil es ist ja etwas, was
beinahe immer, ich glaube, wir haben kein Auto bisher gehabt,
wo nicht irgendein Mensch mit dem Einkaufswagen
reingeballert ist, also nicht wir, sondern irgendein anderer.
Das ist irgendwie bei jedem Auto
bisher passiert.
Und was soll man sich da unnötig drauf aufregen?
Ich preise das mit ein und dann ist das
erledigt, weil es passiert ja eh immer wieder
und ich kann es nicht beeinflussen.
Aber die Sache mit dem Boden,
da erinnere ich mich noch an jemand anderen,
das unseren Freundes von Bekanntheit hat.
Ja, an den hast du eben zuerst gedacht.
Ja, an den habe ich als erstes gedacht, genau.
Aber ich hatte auch so eine Beispiele schon im Coaching.
Das ist auch etwas, was wahnsinnig Druck
in der Partnerschaft macht, weil das ein ständiges. Auch für die Kinder.
Die Kinder haben ja auch dann ganz viel Druck,
wenn es immer um jeden einzelnen Kratzer geht
und macht dies nicht, macht das nicht.
Man ist ja auch ständig am Eingreifen und Regulieren dann.
Genau, aber auch in der Partnerschaft,
weil ja immer wieder schon innerlich das
Gefühl läuft, oh Gott, jetzt müssen wir
aufpassen oder derjenige sagt gleich
schon wieder was. Also man ist ja schon sehr
im vorhersehbaren Modus drin.
Und das macht einfach
eine Unzufriedenheit im Alltag.
Also wenn man immer das Gefühl hat, man ist wie so ein
Feuerlöscher, der jetzt aufpasst, dass da jetzt nicht gleich der nächste
Kratzer passiert, ist das
ja nicht gerade eine lockere Atmosphäre.
Und davon oder so ähnliche
Situationen gibt es in Partnerschaften
sehr viel, finde ich.
Wo Menschen einfach
ja, Sachen mitbringen,
die sie als sehr wichtig empfinden und
sich nicht abstimmen und es dann so
ein Pingpongspiel von Kritik gibt.
Wenn euch
das betrifft und ihr gerne wissen möchtet,
was die wahre Ursache hinter dem
Kritisieren in eurer Beziehung ist,
dann meldet euch sehr gerne bei uns für das
telefonische Erstgespräch und wir
schauen mal gemeinsam,
was ist die Ursache, wie können wir das lösen,
aber auch, wie ihr natürlich eine
andere Art der Kommunikation
lernt. Wie könnt ihr wertschätzend
Aufmerkschätzender Feedback geben, sodass es beim anderen
drin auch als Feedback und nicht als Vorwurf ankommt. Da sind viele Komponenten drin, die
da gebraucht werden. Dann können wir das gemeinsam mit euch erarbeiten. Lass uns mal
zu den Fragen kommen. Es ist ja heute eine Q&A-Podcast-Folge. Und die erste Frage ist,
sollte ich meinem Partner sagen, wie sehr mich seine ständige Kritik verletzt?
Ja, definitiv immer. Weil wenn ich das nicht ausspreche, also wenn ich nicht sage, dass
mich das verletzt, unterschiedliche Wahrnehmungen, kann das sein, dass der andere immer wieder
das sagt. Und dann bin ich ja immer wieder verletzt. Und das kann natürlich auch sein,
dass derjenige in dem Moment, wenn er nicht weiß, dass mich das verletzt, weiterspricht
und mich immer mehr ins Leid bringt. Das heißt, ich muss mein Wissen über meine verletzte
Weise teilen, damit eine Veränderung möglich ist. Also immer aussprechen, damit man zusammen
Lösungen finden kann, zusammen reflektieren kann.
Ich habe genau diese Frage vorgestern im Coaching gehabt. Und mit der Sorge, wenn man es ausspricht,
dann kann es ja passieren, dass man trotzdem keine Lösung findet. Und dass es dadurch schlimmer
wird quasi, weil es jetzt ja offen auf dem Tisch ist. Dann habe ich gesagt, naja, du musst
das anders sehen. Der Konflikt ist ja schon da. Wenn du es nicht aussprichst, ist gesichert,
dass er nicht gelöst wird. Und es ist auch sehr, sehr sicher, dass er sich verschärfen
wird. Weil diese Dinge, wie du sagtest, sich ja wiederholen. Das heißt, nur durch das
Aussprechen hat man die Möglichkeit, das überhaupt gelöst zu bekommen.
Die Gefahr ist ja auch, wenn man nicht ausspricht, was einen verletzt, dann entsteht meistens
ja auch so ein Berg an Verletzung. Weil die Verletzung ist ja nicht weg, nur weil man
sie nicht ausspricht, sondern man sammelt dann an.
Dann wird der Berg immer größer von den Verletzungen. Und die Problematik ist dann,
dass man nachher so verletzt ist, dass die Stimmung irgendwann so gereizt ist, man sich
so sehr zurückzieht, dass man kein Wirrgefühl mehr hat, dass man gar keinen Ansatzpunkt
mehr weiß, weil man schon so tief dann in der Krise drin ist, wie man da wieder rauskommen
kann, wo man ansetzen kann.
Naja, und am Anfang, wenn mich etwas erstmal nur stört oder anfängt, so leicht zu verletzen,
dann kann ich das noch relativ entspannt normalerweise aussprechen.
Dann habe ich einen riesen Berg vor mir und lange gewartet, dann posaune ich es meistens
mit Druck heraus. Und wenn ich es mit Druck raushaue, dann bekomme ich meistens Gegendruck.
Auf jeden Fall ist dann die Chance, das noch wertschätzend harmonisch zu lösen, deutlich
geringer.
Das ist ja der wunderbare Rundumschlag, ne?
Ja.
Wenn dann bei einem Streit, wo es um eine Kleinigkeit geht, vor allem mal so mega viele Sachen aus
der Vergangenheit hervorploppen und aufgewärmt werden, herrlich.
Lass uns zur zweiten Frage kommen.
Genau, die zweite Frage.
Wie kann ich mit der ständigen Kritik umgehen?
Mündet eigentlich im gleichen Ergebnis, finde ich, wie die erste Frage.
Also seine eigenen Gefühle erstmal reflektieren.
Was macht das mit mir, wenn ich kritisiert werde?
Verletzt mich das?
Stört mich das?
Also bin ich noch im Bereich des Feedback-Gebens, weil es mich nur stört und kann sagen, hey,
das macht in mir ein Gefühl.
Das stört mich.
Dann kann ich einen Wunsch äußern.
Könntest du mich in dem und dem Punkt nicht mehr so häufig kritisieren?
Lass uns da einen gemeinsamen Weg finden.
Wie können wir diesen Punkt anders gemeinsam lösen, dass gar keine Kritik mehr notwendig ist?
Anders ist das, wenn ich mich richtig verletzt fühle und eine Verletzung lösen muss.
Dann spreche ich auch mein Gefühl aus.
Aber dann geht es wirklich darum, dass der andere Verantwortung für das Gefühl übernimmt,
sich entschuldigt und das Gefühl gemeinsam verarbeitet.
Und dann kann ich mich nicht mehr so häufig kritisieren.
Und die Reaktion für die andere Person so?
stark ist, wo man sagt,
ich kann dich nicht verstehen. Oftmals ja auch mit so einem
Fluchtmodus, also dass der andere so eine
Fluchtreaktion zeigt und sagt, ich hau jetzt
hier ab, ich hab genug.
Sich ins Auto setzt und wegfährt.
Man sagt, das gibt's doch gar nicht.
Wieso kommt das auf persönlicher
Ebene so stark rüber?
Und da natürlich auch ganz klar
bei dem Paar jetzt gewesen,
dass eine Seite
persönliche Themen aus der Vergangenheit mitbringt,
also Verletzungen von anderen Personen
aus der Kindheit und Jugend,
wo es um starke Zurückweisung
ging, wo es darum ging,
ja, nicht aufmerksam zu
sein, wo man sich schnell
nicht wertgeschätzt fühlt.
Und wenn das dann nochmal
in der Partnerschaft passiert, da diese
ganze Energie aus diesen Vorverletzungen mitkommt,
weil man sofort wieder auf dieser
Identitätsebene ist, wie man als Kind
als Jugendlicher war, und dann explodiert
es. Das heißt, es kann auch
einfach etwas sein, wo man selber
gar nicht der Hauptverursacher ist,
sondern andere Leute aus der Vergangenheit und
deswegen Kritik gleich so persönlich
genommen wird.
Findet man auch ganz schnell heraus, indem man sich
fragt, wann war es mal gut? Und wenn man sagt,
in der Beziehung noch nie?
Also, ich habe schon immer in der Beziehung
Kritik sehr persönlich aufgefasst,
dann weiß man, okay, das ist kein Thema,
was innerhalb der Beziehung entstanden
ist, sondern was derjenige mit
hineingebracht hat. Und das ist natürlich auch
dann ganz schwierig, innerhalb der Beziehung zu lösen,
weil, ja,
die andere Person dann sagt, was soll ich denn machen?
Ich triggere die Person ja dauernd auch unbewusst an,
das möchte ich ja gar nicht, ich möchte ja gar nicht den anderen ins Leid
bringen, aber ich habe das Gefühl, ich
mag gar nichts mehr sagen, weil
dann explodiert das, weil dann wieder vor allem ein
persönlicher Angriff da ist durch die Kritik.
Und dann ist es natürlich wichtig, dass
der andere erstmal seine Themen angeht,
bevor man dann als Paar wieder zusammen
arbeitet. Das wäre dann
ein Punkt, wo es ins Einzelcoaching geht,
was ja häufig bei uns
vorkommt, dass wir
die Prägungen aus der Vergangenheit, die
man mit in die Beziehung bringt,
die sich für einen selbst
oder für
die Beziehung als hinderlich anfühlen,
dass wir die erstmal lösen.
Denn ganz häufig ist das der Fall, dass
diese Prägungen eine
Ursache sind für eine spätere
Beziehungskrise. Sollte euch
das also betreffen und ihr
merkt, dass ihr solche Prägungen mitgebracht habt
und dadurch aus dem
Kritisieren oder euch nicht genug
fühlen, gar nicht herauskommt,
dass es euch schwerfällt, eure Bedürfnisse
oder Wünsche zu äußern,
vielleicht sogar schwerfällt, diese überhaupt
wahrzunehmen und zu reflektieren, dann
meldet euch sehr gerne bei uns fürs
Telefonische Erstgespräch. Das sind genau
die Themen, die wir tagtäglich
in Coachings mit unseren Paaren lösen.
Ansonsten hoffen wir, ihr hattet
eine angenehme Podcast-Folge,
habt einige Impulse für euch mitnehmen können
und wir hören uns
oder sehen uns in der nächsten Folge dann wieder.
Bis dann!
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Ständiges Kritisieren in Beziehungen entsteht häufig nicht aus reinem Unmut, sondern aus unausgesprochenen Bedürfnissen wie Sauberkeit oder Ordnung.
Das Kritisieren ist oft ein Versuch, durch Kontrolle oder Aufmerksamkeit das eigene Unbehagen oder Mangelgefühl zu kompensieren.
Es führt zu einer Abnahme des „Wir-Gefühls“, Entfremdung und einem ständigen Streit, da sich beide Partner in einer Kritik-Spirale verlieren.
Die Wurzeln der Kritik liegen oft in unbewussten Prägungen aus der Kindheit, wie z. B. Rückwirkung von Zurückweisung oder Mangel an Wertschätzung.
Ständige Kritik wirkt wie eine Blöße und verletzt emotional, selbst wenn sie nicht böse gemeint ist.
Die Verletzungen werden durch Unterdrückung nur noch größer und schaffen einen „Berg“ an negativen Erlebnissen.
Es ist entscheidend, eigene Gefühle klar zu formulieren, damit gemeinsame Lösungen möglich werden und die Kritik abgebaut werden kann.
Erfolgreiche Beziehungen entstehen durch regelmäßiges Abdaten von Erwartungen und gemeinsames Neuauswählen von Lebensstandards.
Summary:
Ständiges Kritisieren in Beziehungen ist kein Zufall, sondern ein Symptom tieferer, oft unbewusster Ursachen. Es entsteht häufig aus unerfüllten Bedürfnissen wie Sauberkeit oder Ordnung, die durch Kontrolle und Anerkennung vonstatten gehen. Diese Reaktionen führen zu Entfremdung, einem Verlust des „Wir-Gefühls“ und einer ständigen Kritik-Spirale, die sich gegenseitig verstärkt.
Wurzeln dieser Muster liegen oft in frühen Erfahrungen, wie Zurückweisung oder Mangel an Wertschätzung, die sich in der Partnerschaft als persönliche Verletzungen auswirken. Wenn ein Partner ständig kritisiert, fühlt sich der andere verletzt, und diese Verletzungen werden durch Nichtausdruck nur noch größer. Ein entscheidender Schritt ist daher, eigene Gefühle klar zu benennen – etwa: „Das verletzt mich“ –, um die Kritik zu beenden und gemeinsame Lösungen zu finden.
Zudem ist es wichtig, sich abzudaten, Beziehungsstandards neu zu definieren und alte Erwartungen zu überdenken. Solche Prozesse schaffen Raum für Wertschätzung, emotionale Nähe und ein gesundes Miteinander, wobei beide Partner lernen, Feedback wertschätzend zu erhalten und nicht als Vorwurf zu verstehen.
FAQs
Ja, du solltest es sagen. Wenn du es nicht ausdrückst, bleibt die Verletzung unerkannt und steigt mit der Zeit. Das Aussprechen deiner Gefühle ermöglicht eine gemeinsame Reflexion und eine mögliche Lösung.
Reflektiere zunächst, wie sich Kritik auf dich auswirkt. Sag dann deinen Wunsch, dass weniger Kritik stattfindet, und suche gemeinsam einen anderen, wertschätzenden Umgang mit dem Thema.
Weil viele Menschen aus der Kindheit oder Jugend erlernt haben, dass Kritik als persönlicher Angriff wahrgenommen wird. Das führt zu einem Fluchtmodus oder einer starken Verletzungsreaktion.
Ja, häufig liegt hinter ständigem Kritisieren eine ungesunde Verletzung oder unerfülltes Bedürfnis. Die Kritik entsteht oft als Reaktion auf Mangelgefühl oder unzureichende Anerkennung.
Durch die offene Kommunikation von Gefühlen, die gemeinsame Suche nach Kompromissen und die Aufarbeitung von tiefen Verletzungen oder ungesprochenen Bedürfnissen im Zusammenleben.
Weil sie eine innere Prägung haben, die Kritik als Angreifendes wahrnimmt. Dieses Gefühl wird durch frühere Erfahrungen wie Zurückweisung oder Mangel an Wertschätzung geprägt.
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