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Q&A Gefühlsstarke Kinder (Teil 2)

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Q&A Gefühlsstarke Kinder (Teil 2)

Eltern von gefühlstarken Kindern stehen vor intensiven Herausforderungen, die nicht nur das Kind, sondern auch das Elternpaar betreffen. Ein stabiles Fundament, basierend auf gegenseitigem Vertrauen, klarem Kommunikationsverhalten und gemeinsamen Ressourcen, ist entscheidend, um Konflikte zu vermeiden und ein harmonisches Leben zu gestalten. Es ist wichtig, dass Eltern nicht nur das Kind, sondern auch ihre eigenen Bedürfnisse erkennen und respektieren – etwa durch regelmäßige Paargespräche, klare Alltagsroutinen und die Ausbildung von eigenen Regulierungsmethoden. Die Rolle von Bindungspartnern, die das Kind vertraut, ist entscheidend, um emotionale Unterstützung zu gewährleisten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das „Ampelsystem“: Eltern lernen, ihren Ressourcenstatus zu erkennen und sich zwischen grün (ausgeglichene Stimmung), orange (mäßige Belastung) und rot (maximale Belastung) zu bewegen. Dies hilft, Entscheidungen in stressigen Momenten zu treffen und sich selbst zu schonen. Es ist auch wichtig, dass Eltern nicht alles perfekt machen müssen und lernen, in bestimmten Phasen die eigenen Ansprüche einzuschränken – etwa bei Essen oder Alltagstätigkeiten. Dieser Ansatz verhindert Burnout, stärkt die emotionale Gesundheit des Paars und ermöglicht, dass das Kind selbst lernen kann, wie Eltern empatisch und ausgewogen leben. Schließlich zeigt sich, dass gefühlstarkes Kind nicht nur herausfordernd ist, sondern auch ein Spiegelbild der Eltern ist – daher ist ein fundiertes Fundament für die Eltern selbst das zentrale Element für eine erfolgreiche Familienbetreuung.

Transcription

8703 Words, 51798 Characters

German
Ja, ihr seid jetzt in dem zweiten Teil für gefühlt starke Kinder und wie ihr als Eltern diese Situation für euch am besten meistern könnt. Wenn ihr die erste Folge nicht gehört habt, dann guckt nochmal in der Liste, die ist eine Woche vorher erschienen, denn dies hier ist der zweite Teil. Es macht sehr viel Sinn, eben natürlich vorher den ersten Teil zu hören. Wir freuen uns, dass ihr dabei seid und wünschen euch viele gute Erkenntnisse und Impulse in dieser Folge. Let's begin, the water's fine, come on, dive in, the future's here, it's right before your eyes. Lass uns doch mal übergehen zu den Herausforderungen, die das dann für Eltern macht in solchen Situationen oder allgemein im Umgang mit einem gefühlt starken Kind. Eine Herausforderung ist auf jeden Fall als Eltern, dass man sehr starke eigene Ressourcen braucht. Also jeder einzeln, aber auch als Paar, weil wir hatten ja vorhin schon, sagtest du, die Situation, dass man, wie so ein Wir ist, uns in bestimmten Situationen auch bewusst zurückgenommen haben und dann den anderen aber auch mal abgewechselt haben. Das heißt aber, wir müssen beide die Ressourcen haben, die Kraft haben, auch diesen Konflikt auszuhalten, die Emotionen zu begleiten. Und ich kann ja nur die Gefühle von anderen Menschen gut begleiten, wenn ich selber reguliert bin, wenn ich selber Ressourcen habe. Und ich glaube, das ist so eine Schwierigkeit und da braucht man ein sehr starkes Fundament, weil man muss ja an einem Strang ziehen. Also beide müssten. Im besten Fall den gleichen Blickwinkel auf das Kind haben, damit das nicht als Konfliktthema zwischen einsteht. Weil wenn du jetzt den Blickwinkel hast, Mensch, der bräuchte mal eins unter die Ohren bei dem Verhalten und ich sage so, oh, ich möchte das gern begleiten und der spürt das innerlich. Da prallen ja zwei krasse Welten sonst aufeinander. Ja, muss ja gar nicht so drastisch sein. Kann ja schon in kleineren Maße so sein, dass man ganz unterschiedlichen Blick auf die Kinder hat und ganz andere Strategien. Der eine möchte mehr begleiten, der andere ein bisschen autorisierter. Das kann ja auch in kleineren Maße schon sehr viel Konflikte geben, was man auf jeden Fall braucht, finde ich. Und das ist natürlich herausfordernd, wenn das Fundament der Eltern nicht so stabil ist. Man braucht noch mehr Kommunikation, noch mehr Austausch. Wir brauchen ja unbedingt sozusagen immer, wenn wir aufeinandertreffen, das Briefing. Wie war es heute? Wie geht es unserem Sohn? Was für Emotionen hat er erlebt? Was für Situationen hat er erlebt? Weil ja immer nochmal zu späteren Zeitpunkten auch eine Nachverarbeitung kommen kann, wo er nochmal darüber sprechen möchte, nochmal das Ganze erwähnt. Und wenn dann der andere nicht weiß, was passiert ist und da gar nichts einordnen kann, ist das immer schwierig. Da muss man erstmal alles erfragen und dann durchlebt er das nochmal. So kann man gezielt einfach sagen, ja stimmt, kann ich sehen, dass du da traurig geworden bist und so weiter. Also da kann man ganz anders drauf eingehen. Man braucht eine gute Organisation untereinander. Klar braucht man das allgemein, wenn man Kinder hat, aber noch mehr natürlich in Phasen, wo Essen und Trinken und Schlaf eine hohe Priorität haben. Also ganz klare Routinen im gesicherten Rahmen, in gesicherten Zeiten. Das gibt natürlich dem Kind ganz viel Sicherheit. Und man hat zu den richtigen Zeiten, dass man auch die Ressourcen fürs Kind hat, so Essen, Trinken, Schlafen parat. Genau, weil sonst könnte man den anderen ja sozusagen. Immer wieder ins Leere laufen lassen. Also wenn ich weiß, wir wechseln uns ab und ich weiß, nach einer halben Stunde kommt der große Hunger und du schaffst das nicht mehr, Sachen vorzubereiten oder mit dem Schlaf, weißt du nicht, dann kommt der andere Probleme, weil man sich selber nicht abgesprochen hat, weil nichts vorbereitet ist. Und das ist ja auch heute noch so, dass wenn wir um 13 Uhr einen Wechsel machen, dann ist die Frage, okay, was hat er gegessen, wann hat er gegessen, dass man einfach weiß, wie ist so der Punkt. Er kann das inzwischen natürlich viel besser reflektieren. Reflektieren, viel besser spüren, aussprechen und wir haben inzwischen eine Range. Also wenn er sagt, er hat Hunger, dann ist nicht im nächsten Moment, klack, ist dann auf einmal so das Gefühl so stark. Aber es ist eben so, dass dann schon innerhalb der nächsten halben Stunde das passieren sollte, dass er auch was zu essen bekommt. Ansonsten geht auch da weiterhin die Laune sehr schnell runter. Und ein Punkt ist auch die Unsicherheit, ob man alles richtig macht in seinem Gefühl. Also, dass man ja viele Erwartungen auch als Eltern hat, wie es ist, Eltern zu sein, wie man eine Familie hat und dass man ja da auch wirklich in Schwierigkeiten kommen kann, wenn es denn stark anders läuft. Und die Erwartungen vielleicht auch enttäuscht werden und man traurig darüber ist und sagt, Mensch, das habe ich mir so nicht vorgestellt, ich habe mir das anders vorgestellt. Ja, man hat sich vielleicht natürlich auch deutlich romantischer diese Zeit vorgestellt, mit viel mehr Leichtigkeit. Ja, weil es bringt natürlich schon eine gewisse Schwere mit sich. Das Vergleichen macht ganz viel, dass man sich andere anguckt. Dann bist du so im Kreis vielleicht beim Babyschwimmen oder beim Kleinkindschwimmen oder wo auch immer, beim Turnen. Und dann bespricht man sich und dann sagt jemand, ja, mein Kind schläft schon seit drei Monaten durch. Und man selber denkt, mein Kind hat noch niemals durchgeschlafen. Und wie lange dauert es, das zu Bett bringen? 20 Minuten, dann schläft er und denkst so, vier Stunden manchmal, was geht da ab? Und wird dein Kind nachts wach? Ja, aber nur ganz kurz, dann schläft er auch wieder weiter. Und das ist alles gut. Und ich so, mein Kind schreit nachts drei Stunden manchmal durch, was ist denn da los? Das kann natürlich auch Selbstzweifel mit sich bringen, dass man so denkt, Mensch, was mache ich denn falsch? Warum ist das bei mir so? Warum kriege ich das nicht besser gehandelt? Was muss ich denn anders machen, damit mein Kind auch früher schläft, besser durchschläft, nachts nicht wach wird? Was mache ich falsch? Was häufig natürlich passiert ist, dass man als Eltern auch ein, ja, sehr erschöpften Zustand hat. Dass das einfach auch wahnsinnig anstrengend ist, dass man diese Gefühle so stark spürt in der Familie, dass man viel regulieren muss. Und es überträgt sich ja auch auf einen selbst. Also wenn ich gerade in einer Situation bin, wo ich Wut begleitet habe und du kommst dann nach Hause, dann bin ich ja nicht neutral, sondern es hat ja auch was mit mir in dem Moment gemacht. Und das ist natürlich etwas, wo man gegenseitig dann auch viel Erschöpfung sieht. Also ich erinnere mich an viele Momente, wo wir beide auch abends einfach nur, sehr, sehr müde waren und sehr erschöpft waren. Das sind dann Dinge, da kommen wir gleich drauf, dass man seinen Alltag auch wirklich umbauen sollte, an manchen Stellen, damit man eben in diese Ressourcen kommt, das auch gut begleiten zu können. Denn wir müssen natürlich da sehr auf unsere eigene Zündschnur auch achten, dass wir uns von diesem Gefühl nicht zu sehr anstecken und beeinflussen lassen, sondern in einer Haltung bleiben können, in der wir es eben begleiten. Und das ist dann, wenn man einen sehr stressigen, vollen Alltag hat, nicht so einfach. Was man eben dann spürt, sind durchaus, dass man natürlich auch mehr familiäre Konflikte hat oder auch Konflikte zwischeneinander, weil natürlich andere ihren Input mit reingeben, das nicht so verstehen können, auch in der Familie. Warum ist das so? Man auch auf das Kind ein bisschen mehr achtet, weil natürlich dann vielleicht so Großeltern und Onkeltanten mit anderen Erfahrungen da reingehen, und dieses starke Gefühl so gar nicht kennen, man da auch dann viel Wissen mitgeben muss. Ja, und auch manchmal vielleicht nicht so verstanden wird, warum man so handelt. Wenn man dann sagt, Mensch, okay, diese Feiertage gerne im Kleinrahmen, weil man weiß, es ist besser, nicht mit sieben, acht Leuten auf einem engen Raum zu feiern, weil man weiß, dass es dann nicht mehr schön ist, weil das für das Kind einfach nach einer Stunde so eine Überreizung, Überforderung ist. Und zu sagen, das ist dieses Jahr, das kann sich ja auch immer noch mal ändern, dass das irgendwann besser klappt, je älter die Kinder werden, desto besser können die Häufiger sich auch regulieren durch ganz viel Übung und Training und so weiter. Aber in dieser Alterstufe, wo wir damals waren, zu sagen, okay, wir können diesen Rahmen jetzt hier über die Feiertage so gerade nicht halten, wir bräuchten was anderes. Und da ist es halt, muss man ehrlich gesagt sagen, gibt es Leute, die sich darauf einstellen und einlassen können und sagen, okay, können wir sehen. Zum Wohle. Zum Wohle aller muss man ja einfach auch sagen, man entscheidet ja auch zum Wohle aller. Oder die dann natürlich enttäuscht sind und sagen so, nee, das ist Ausschluss, ich bin nicht dabei. Und dann muss man aber auch sagen, okay, das tut mir leid, das ist nicht meine Absicht, aber wir sind in der Verantwortung. Und wenn wir wissen, es wird nicht gut werden, weil die Rahmenbedingungen schwierig sind und man selber möchte ja auch irgendwie schöne Tage haben, dann zu sagen, dann wären wir raus. Ja, das ist dann auch so ein Learning, dass man eben, wenn man diese Rahmenbedingungen überhaupt herstellt und manchmal eben durch das Herstellen der Rahmenbedingungen, wo man gewisse negativen Auswirkungen vermeiden möchte, natürlich dadurch andere negative Auswirkungen erzeugt. Und da braucht es eben Verständnis und auch selber eben aber, dass man diese Dinge aushalten kann. Und das macht natürlich auch was mit einem. Es hat natürlich auch Auswirkungen für die Beziehung an sich, gerade wenn unterschiedliche Ansätze da sind, mit der Emotionalität umzugehen. Wenn die Glaubenssätze dazu ganz verschieden sind, wenn einer nur einseitig sich mit dem Thema Gefühlsstärke auseinandersetzt, Bücher liest, sich informiert und der andere nicht und auch nicht so richtig abgeholt ist. Und wir haben ja schon mehrfach jetzt über die Ressourcen der Eltern auch gesprochen. In der Folge kann es natürlich auch sehr schnell gehen, dass man zu wenig Paarzeit hat, also als Liebespaar, seine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt in den Hintergrund stellt und aufpassen muss, dass man eben den Dreh bekommt, Vielen Dank. sich Zeiten als Liebespaar wieder einzuräumen. Was man eben braucht, ist sehr frühzeitig andere, sehr intensive Bindungspersonen, die diese Gefühlsstärke auch gut begleiten können. Damit man guten Gewissens auch mal zusammen essen gehen kann oder auch mal eine Übernachtung woanders macht. Und dass man, sobald das möglich ist, so in der Entwicklungsstufe des Kindes, dahin kommt, dass man sagt, alle haben Bedürfnisse. Es ist wichtig, liebes Kind, dass auch du siehst, wir als Eltern haben auch Bedürfnisse. Wir brauchen das, dass wir als Familie dort in Einklang kommen. Wir können nicht nur immer voll auf dich eingehen. Wir brauchen, dass wir alle unsere Bedürfnisse nach und nach auch wieder erfüllt bekommen. Ja, das Netzwerk ist mega, mega wichtig. Das hätte ich auch nicht gedacht, dass es so wichtig ist, bevor wir Eltern geworden sind. Also natürlich wünscht man sich das, dass das Kind auch zu anderen Kontakt aufbaut. Aber wir waren ja als Paar, auch bevor unser Sohn auf die Welt kam, sehr eng. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Und als er dann auf die Welt gekommen ist, brauchst du natürlich auch ganz viel Vertrauen zu anderen Menschen, dass die das begleiten können, dass die darauf eingehen und sich nicht dauerhaft angetriggert fühlen von Traurigkeit und Wut. Weil das muss man ja sagen, das ist ja auch für andere Menschen gar nicht so leicht zu wissen, genaues Briefing, wie geht man damit um? Was ist er gewohnt? Welche Rituale und Routinen haben wir? Natürlich, je älter die werden, das ist was anderes, wenn Oma oder die Tante oder so das anders machen. Aber der Weg dahin war sehr, sehr lange. Wir müssen das gleich machen, damit wir in dieser Routine drinbleiben. Und dann muss man natürlich sich darauf verlassen, dass andere da mitziehen, damit man selber auch freie Zeit hat. Und gewisse Dinge eben auch für sich aushalten können. Wie oft haben wir jetzt, wenn wir ihn in. Wir hatten eine lange Phase, wo Wutausbrüche sehr groß waren. Wir sprechen jetzt viel über Wutausbrüche. Er hat natürlich auch andere Emotionen sehr stark erlebt. Aber ich glaube, die Wutausbrüche sind das, was, glaube ich, am wirklich schwersten zu begleiten ist. Weil Wut auch so schnell sich triggert. Natürlich auch starke Traurigkeit triggert einen sehr. Aber das ist irgendwie was anderes, sich zum Armen und bei der Traurigkeit zu begleiten, als wenn dieses Wütende, das Wutende, Aggressive so rauskommt. Und da hatten wir häufig in diesem auf ihn aufpassen, auf uns aufpassen, sodass man dann eben auch viel abbekommen hat. Wie oft hatte ich die ganzen Unterarme zerkratzt und alles. Und blau, weil er reingekniffen und gekratzt hat und so weiter. Und man das aushalten muss, dass man da eben dann im gewissen Maße was abbekommt. Aber das ist eben, wenn du jemanden hast, den diese Wut selber so triggert, musst du eben auch aufpassen, dass, wenn du voll gekratzt wirst, nicht denkst, der macht das mit Absicht oder der will mir schaden oder sowas. Und nicht irgendwie sagst, ich muss jetzt hier, keine Ahnung, mich wehren. Sondern eben sagst, das ist gerade der Begleitungsprozess. Das ist unangenehm. Aber das verhindert eben, dass schlimmere Dinge passieren, weil er eben, wir oft mussten aufpassen, dass er sich nicht den Kopf irgendwo dabei aufschlägt, weil er eben so außer sich war, dass er das gar nicht mehr gesehen hat, dass er neben dem Tisch ist und dann nicht gegenrennt. Und also, in wie vielen Situationen musste man ihn da einfach dann auch schützen, ne? Genau. Und da gibt es ja auch viele Methoden immer noch, das habe ich im Coaching auch erlebt, dass Eltern sagten, dass die Schwiegereltern zum Beispiel in ihrer Hilflosigkeit dachten, okay, wir kommen mit diesem Kind nicht klar, wir duschen es jetzt kalt ab. Ja. Also, in der Überforderung. Und das natürlich krass ist, ne? So ein schreiendes, wütendes Kind dann unter eine eiskalte Dusche zu stellen, wo es natürlich noch total, perplex ist. Und das Vertrauen wiederum braucht man. Und da hat man vielleicht auch nur einen ganz kleinen, ausgewählten Kreis am Menschen, wo man sagt, okay, das. Den traue ich das zu. Genau, da weiß ich. Und die Bindung ist ganz stark. Genau, und ich kann auch gehen, wenn das Kind weint, weil ich weiß, die Emotionen werden begleitet. Gut, ne? Also, ich weiß noch ganz oft, wenn wir auch mal ein Paarabend hatten zusammen, wo wir gegangen sind, wo das ein Drama war, dass wir gegangen sind und hätte ich nicht oder wir nicht das Vertrauen, jetzt zu meiner Schwester, zu deiner Mutter gehabt in dem Moment, zu wissen, ich schließe die Tür hinter mir und er wird jetzt in der Emotion gut begleitet und ich bekomme in drei Minuten eine Nachricht, es ist alles gut, ne? Wir essen und trinken jetzt was, wir kommen runter und dann machen wir das und das und er fühlt sich in Ordnung, es ist alles in Ordnung. Denn das war schon schwierig, ne? Das ist nicht so einmal ein Tränchen, oh, kommst du nachher wieder, sondern das wirklich mit am Bein festklammern und die Tür versperren und dann. Alter Schwede, ne? Und wir beide dann ja auch uns erstmal resetten mussten, ne? Wie oft saßen wir beide im Auto und haben gedacht so, wollen wir jetzt essen gehen? Ja, man muss dann auch natürlich erstmal runterfahren, ne? Und das wird dann gebraucht. Wir haben ja auch häufig noch kurz gewartet, ob er da auch wieder so rausfindet, ob er gut begleitet ist und damit man sonst, wenn eine Nachricht kommt, hey, ich kriege ihn nicht mehr eingefangen, dass man wieder zurückgehen kann und die Situation dann, mit ihm gemeinsam löst und ihn auch nicht im Leid lässt, ne? Aber das Tolle ist ja an diesen Bindungspartnern, wenn man die dann gefunden hat und wenn das Kind Vertrauen zu denen aufbaut, dass das ja Menschen fürs Leben sind für das Kind. Sehr stark dann auch da die Bindung, ne? Ja, auch da das Positive, ne? Also diese enge Bindung, die gefühlt starke Kinder halt auch im positiven Sinne, ne? So aufbauen und das erleben wir ja auch immer wieder, dass die Bindungspartner von ihm sagen so, es ist so was ganz Besonderes, ne? Ich empfinde da so ganz viel Verbindung und Liebe, weil das eine besondere Bindung ist, wahrscheinlich durch diese Gefühltstärke auch, durch diese besonderen Momente, dass man das Kind lesen lernt noch mehr, das ist natürlich auch was Schönes, ne? Gerade wenn jetzt er auch älter wird, ganz besondere Bindung. Man muss auch sagen, je älter er natürlich auch wird, desto mehr übernehmen die positiven Emotionen. Also das, er kriegt ja, weil die reguliert man ja nicht runter. Man hilft ihm natürlich mit seiner Wut, umzugehen, mit seiner Traurigkeit umzugehen, dass er lernt, wie er das besser verarbeitet und kommt dadurch in den Modus, dass er mit diesen Gefühlen immer besser lernt, umzugehen. Nicht verdrängen, sondern verarbeiten. Und die guten Emotionen, die bleiben ja voll erhalten. So diese große Liebe, Zuneigung und so weiter, das ist ja trotzdem noch da. Und das ist natürlich eine Phase, wo das auch dann sehr schön ist und man dann sagt, Mensch, dafür habe ich jetzt vieles ausgehalten und begleitet. Jetzt kommt mehr Gutes durch. Ja, wenn euch dieses Thema betrifft und ihr habt das Gefühl, euer Kind ist auch sehr gefühlsstark, fordert euch sehr heraus und ihr merkt die Auswirkungen auf eure Beziehung, die dadurch ja nicht mehr die gleiche ist wie früher, das Liebespaar findet nur noch schwer zueinander, ihr habt Uneinigkeiten, wie man mit Situationen umgeht, wollt ganz gerne mal von außen das Ganze reflektieren und wissen, wie könnt ihr mehr Ressourcen aufbauen, emotionale Verletzungen, die zwischen euch in der Zeit entstanden sind, lösen und mit einem stabilen Verhältnis ein Fundament, eure Kinder oder euer Kind begleiten zu können, dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und dann schauen wir, wie wir euch am besten unterstützen können. Ja, lasst uns mal schauen, wie man so vorgehen kann, was sind so mögliche Ansätze, was hat uns geholfen, was hilft anderen dabei, ja, mit einem gefühlsstarken Kind trotzdem ein stabiles Elternpaar und harmonisches Liebespaar zu sein. Vielleicht knüpfen wir gerade mal schnell nochmal an den letzten Punkt an, da haben wir über das Umfeld gesprochen, um vielleicht das Umfeld abzuholen, habe ich eine positive Erfahrung gemacht, wenn das Umfeld interessiert ist, halt auch Buchempfehlungen weiterzugeben oder wir hatten ja auch diverse Bücher zu Hause, die Bücher mal auszuleihen und einfach Wissen mitzugeben, zu sagen, magst du dir das mal durchlesen, mir hat das Buch sehr geholfen, vielleicht kannst du dann auch einige Blickwinkel mitnehmen oder einiges besser verstehen, also um da sozusagen Wissen auch mitzugeben und nicht nur im Gespräch, sondern einfach nochmal, dass jemand, wenn er zu Hause ist, nochmal rumblättern kann und sagen kann, okay, jetzt habe ich so einen Aha-Moment für mich. Dann ist ja auch was anderes, wenn man sowas in einem Buch liest, was jemand anderes beschrieben hat, wo jemand anderes schreibt, das betrifft ganz viele Kinder, nicht nur dieses Kind, als wenn man selber darüber spricht und sagt, naja, mein Kind ist halt so, das ist halt nochmal eine andere Basis. Besonders finde ich auch für die Generationen, die etwas älter sind, also Eltern und Großeltern, wo ja einfach noch viele alte Blickwinkel, manchmal auch in der Erziehungsmethoden da sind, ganz schön da vielleicht einfach auch die Möglichkeit überhaupt zu geben, mal anders drüber nachzudenken. Ja, wichtig ist natürlich die Gefühle der Kinder zu begleiten, Gefühle nicht zu verdrängen. Grundsätzlich gilt das natürlich für jedes Kind, dass man Traurigkeit begleitet, indem man das Kind zum Beispiel umarmt, gemeinsam traurig dafür ist, was da passiert ist, dass man Wut begleitet, indem man das Kind natürlich, wenn es ein Ausnahmezustand ist, auch schützt vor Selbstverletzungen, vor anderen Verletzungen, die eben in dieser noch unkontrollierten Wut, manchmal sogar so zwischen 2 und 5 immer mal stattfindet, schützt. Was wird noch gebraucht? Ich glaube, da hat man nachher mit der Zeit auch individuelle Strategien, die man je Kind entwickelt. Also ich weiß immer noch, dass es bei uns immer sehr gut geholfen hat, ja, diese Emotionen auf dem Boden mitzugehen, sich daneben zu setzen und zu sagen, okay, ich stehe nicht hier, und gucke auf dich runter, sondern ich setze mich mit hin, natürlich immer zu schauen, dass sich das gut anfühlt, Aber auch Techniken von, wie kann ich meine Wut jetzt rauslassen? Also immer anzubieten und immer sich auszuprobieren. Wenn ich das sehe, dass mein Kind irgendwo gegenhaut, wo es gefährlich ist, wie kann ich das umändern, dass es irgendwo gegenhauen kann, wo keiner sich wehtut, wo nichts kaputt geht? Kissen, Sofa, ein Bett. Kissen, Sofa, manchmal auch, je nach Altersstufe, das haben wir jetzt ja auch schon mal gemacht, dass man sagt, wir machen, wie nannte ich das, so einen kleinen pädagogischen Spaziergang draußen, wo bin ich mit ihm rausgegangen und dann sind wir in so einem kleinen Park in der Nähe und da haben wir angefangen mal richtig zu stampfen und zu hüpfen und die ganze Wut mal rauszuhasten und auf dem man so laut schreien, wie er kann. Und das kann man natürlich erst vielleicht bei der Regulationsstufe, wenn man sagt, das ist noch nicht so krass erreicht, aber wenn man das, wenn sie älter sind, auch hinbekommt zu sagen, wie wir. Wir tun jetzt was für uns, also wir machen das jetzt zusammen. Genau. Was sich auch immer, finde ich, gut hilft, ist nachher sowas wie kalte Getränke, kalte Waschlappen, dass man das einfach anbietet, sagt, oh, guck mal, die ist jetzt ganz heiß im Kopf, willst du dich mal kühlen, hilft das und immer wieder als Gespräch anbieten, brauchst du eine Umarmung oder auch einfach mal, und das habe ich auch ganz viel gemacht, daneben sitzen und aushalten. Genau, später natürlich auch die Gefühle benennen. Dass das Kind so ein Gefühl dafür bekommt, was ist das dann für ein Gefühl, woher kommt das, nochmal die Ursachen sich angucken, was hat denn dieses Gefühl so ausgelöst, dass man das zusammen mehr versteht, dass so dieser kognitive Anteil damit reinkommt und auch so dieses Gefühl für, welche Gefühle gibt es denn alle überhaupt, wie heißen die, also die ja da sehr viel mit Gefühlen auch als ähnlich arbeiten, darüber sprechen und dann kann man natürlich auch schauen, dass man in gewissen Phasen auch versucht, Situationen von vornherein so herzustellen, dass vielleicht diese Wut gar nicht entsteht, wenn es denn möglich ist, es macht jetzt auch keinen Sinn, sich völlig zu verbiegen, aber dass man in manchen Situationen, wo man weiß, die sind eben schwierig, du sagst, dass das eben zum Beispiel, wenn man mit ganz vielen Leuten zusammenkommt und es gibt einen riesen Durcheinander und man weiß, das überreizt den völlig, gerade in Kombination mit Aufregung von Geschenken und so weiter, dann zu sagen, wir brauchen ein anderes Setting, dieses Setting wird niemandem Spaß machen, weil das wird einfach dazu führen, dass unser Kind überreizt, dass dann Folgen entstehen, lass uns ein anderes Setting wählen. Und das kann sich aber auch ändern, das ist ja nicht dauerhaft, also manche Eltern im Coaching sagen auch, ja, aber ich kann ja nicht mein Leben lang nicht das und das machen, also auch zu sagen, es ist alles in Phasen und das kennen ja auch viele Eltern, man geht fünf Schritte vor, vier zurück und es ist natürlich immer wieder neu drauf schauen und auch, wie oft haben wir beide Konkret-Situationen, durchgesprochen, ich hab gesagt, ich würd's so und so machen, das Wochenende, was meinst du? Und dann sagst du, ja, können wir machen, aber auch manchmal, dass man vielleicht auch, die Gefahr läuft, zu eng zu werden, zu sagen, nee, lass uns das mal ausprobieren, ich glaub, das könnte klappen. Ja, und das ist sicherlich etwas, was sehr hilfreich ist, diese Gewissheit, das sind wirklich alles Phasen, das verändert sich und wenn das Umfeld da so ein bisschen unterstützt und Verständnis aufbringen kann, dann ist das sehr hilfreich. Die haben zum Beispiel am Anfang ja ganz große Schwierigkeiten mit dem Autofahren gehabt, da hat geschrien wie am Spieß im Maxi-Kurs. Teilweise auch mit Erbrechen fast, ne? Also das ist ja auch so ein Punkt, dass irgendwann so dieses so außer sich ist, dass man dann gar nicht wegen der Fahrt erbricht, sondern wegen der Emotionen. Und dann haben wir irgendwann gesagt, das macht keinen Sinn, man kann nicht gut fahren, das ist maximal belastend, gerade alleine, wenn der hinten ist und so weiter, das kannst du nicht machen. Wir reduzieren das jetzt, wir machen nur noch die nötigsten Strecken, wir gucken, dass die Leute zu uns kommen, weil das belastet uns sehr, das belastet unseren Sohn anscheinend extrem. Und dann haben wir gesagt, Mensch, Leute, aktuell in der Phase, wir können euch echt nicht gut besuchen, das macht ganz viel Stress für uns alle, könnt ihr zu uns kommen. Haben wir ganz viele immer zu uns eingeladen. Ganz viele Gastgeber, aber auch eine schöne Zeit eigentlich. Das war eine Phase und dann hat sich das geändert und jetzt konnten wir wieder überall hinfahren, aber auch das hat negative Auswirkungen, denn wir haben zum Beispiel, dadurch einen guten Freund, unter anderem verloren, weil die dann das nicht sehen konnten, ein Paar ohne Kinder und sagen, das ist uns zu anstrengend, 30 Minuten fahren, wir fahren ja auch schon jeden Tag 15 Minuten zur Arbeit, das könnt ihr nicht zu uns kommen. Und wenn man dann dieses Verständnis nicht aufbringen kann, da haben wir gesagt, nee, das machen wir nicht. Wir haben ganz viel Stress dadurch, unser Sohn scheint durch die Hölle zu gehen, wenn wir eine halbe Stunde Auto fahren. Das machen wir nicht, nee, wir kommen da nicht, dann ist das leider so und dann geht sowas, also das ist auch sehr für sich Sorgen und manchmal dann eben auch das Schwert rausholen und sagen, tut mir leid, da ist gerade unsere Grenze, das machen wir nicht, dann können wir uns leider gerade nicht sehen, dann ist das leider so. Es geht ja auch, wie du schon vorhin sagtest, um die Bedürfnisse aller, also man selber braucht ja auch irgendwie von seinem Bedürfnis Entspannung mal und möchte vielleicht einen schönen Abend anders beginnen als 30 Minuten weinen. Und schreien zu haben, also die Bedürfnisse aller finde ich ist auch wichtig. Um die Bedürfnisse aller herzustellen, braucht es häufig dann eben mehr Ressourcen, also was haben wir zum Beispiel ganz praktisch gemacht, wir haben eben dafür gesorgt, dass wir früher schlafen gehen, dass wir ausreichend Schlaf bekommen, wir haben dafür gesorgt, dass wir unsere Arbeitszeit runterfahren, die Arbeitszeit für uns beide immer weiter reduziert, damit man eben mehr Ressourcen auf der anderen Seite wieder auftankt, also haben vor allem dafür gesorgt, dass wir Dinge tun, die uns mehr Ressourcen geben und haben Dinge, die auch an anderen Wegen viel Ressourcen brauchen, haben wir immer weiter reduziert. Das war zum Glück für uns soweit auch möglich, das so zu tun, aber birgt natürlich auch die ein oder andere Entscheidung, die man dann eben treffen muss. Klar und was wir natürlich auch gemacht haben, dass wir geschaut haben, was braucht jeder von uns beiden, also du bist ja auch als Typ Mensch anders als ich und da sind wir ja beim Ausgleich von geben und nehmen auch, das ist ja auch eine große Herausforderung, wenn wir auf die Bedürfnisse von allen schauen, jetzt haben wir viel auf das Kind geschaut, was sind die Bedürfnisse von dem Kind, aber jeder von uns braucht ja auch für seine Ressourcen etwas anderes, der eine geht gern zum Sport, der andere trifft sich gern mit anderen Menschen, was auch immer und das war auch ein Lernprozess zu sagen, okay, wie können wir uns gegenseitig noch bewusster Auszeiten geben, um wieder aufzutanken, ich weiß, ich hatte durch dieses Schlafdefizit die ersten anderthalb Jahre, ich bin so schlecht deswegen, dass ich das Gefühl hatte, ich bin wie betrunken, also gar nicht mehr geistig wirklich da. Hat sich das inzwischen geändert? Man weiß es nicht. Müssten wir die Coaching-Paare mal fragen. Nein, jetzt, er schläft gut, man kann bei mir Coachings buchen, ich schlafe nicht ein, nein, aber das war wirklich eine krasse Phase, durch dieses lange nachts wach sein, dass ich wirklich den Joker, weiß ich, immer für Schlafen gezogen habe, also mein Bedürfnis war immer, okay, wenn ich jetzt eine Auszeit habe, okay, ich lege mich hin. Ja, wir haben dadurch im Urlaub viele Dinge gesehen, die andere oder die man sonst nie im Urlaub sieht, zum Beispiel wieder nachts dann die Lobby geputzt. Weil man dann irgendwie schon um 5 Uhr morgens in der Lobby war. Ich war um 4.30 Uhr, habe ich dann gesagt, okay, wir machen den Wechsel, er war acht Monate alt und die Nacht war so beschissen, dass ich gesagt habe, okay, lass uns in Etappen, jetzt im Urlaub schlafen, ich stehe auf, dann kommst du zu mir im Zimmer und dann wechseln wir nachher. Gibt es auch noch lustige Fotos von mir, wo ich in der Lobby wegnicke, also als wir den Wechsel hatten, dann war ich noch um 4.30 Uhr in der Lobby und ich habe gedacht so, das Denken. Gibt es noch lustige Fotos von mir, wo ich in der Lobby wegnicke, also als wir den Wechsel hatten, dann war ich noch um 4.30 Uhr in der Lobby und ich habe gedacht so, das Denken. Er ist wieder super eingeschlafen, ich im Stehen auch halbwegs, aber es war natürlich überhaupt nicht so, wie man sich einen Urlaub vorstellt. Wer will denn im geilen Österreich-Urlaub um 4.30 Uhr in der Lobby vom Hotel sein und den ganzen Tag über wie betrunken sein, Auswirkungen, man isst nur noch Scheiße an dem Tag, man trinkt Koffein ohne Ende, weil man durch den Tag kommen will, hat Erwartungen, man hat eine kürzere Zündschnur, das weiß ich nicht. Dann gab es so einen geilen Wellness-Bereich, weiß ich noch, mit so Vogelgezwitscher. Ich habe nur gedacht, wenn ich da mich einmal hinbekomme. Dann lege ich mich sofort weg, kann man raustragen. Gut, das ist natürlich ein grundsätzliches Thema, was natürlich mit gefühlt starken Kindern nochmal intensiver ist, aber Urlaub mit Kindern ist ja eh immer anders, als man sich das vorstellt. Und die Erholung, die man vorher in seinen Reisen hatte, die hat man nun mal nicht mehr, deswegen der beste Urlaub ist immer dann, wenn die Kinder eine tolle Zeit dort haben und es viele, viele Möglichkeiten für die Kinder gibt, dann können auch die Eltern super entspannen. Ja, wie kann man dann für sich als Paar sorgen? Vielleicht schauen wir da nochmal drauf. Also ich glaube, dass eben dieses stabile Fundament, das ist das aller, allerwichtigste. Also grundsätzlich ist es so, dass wenn man Kinder bekommt und das Fundament ist vorher instabil, dann wird man das durch Kinder besonders intensiv merken, dass das da ist. Und da kommen die Themen wirklich zum Vorschein. Und vor allen Dingen auch nochmal die eigenen Prägungen kommen durch das eigene Kind sehr zum Vorschein. Wir haben uns damals, ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, wir hatten auch Coachings bei unserem Mentor, bei Dieter. Klar. Zu der Zeit, dass wir auch zusammen über Dinge gesprochen haben, wo wir gesagt haben, okay, wir müssen hier mal Prioritäten neu setzen, uns ordnen und das kriegen wir alleine nicht hin. Wo er uns dann durch die Zeit auch so ein bisschen begleitet hat, einzeln, aber auch als Paar, um einfach auch neue Blickwinkel einnehmen zu können. Und wir hatten an dem Zeitpunkt ja noch gar nicht die Coaching-Ausbildung. Wir waren gerade in der Phase, wo er bei uns dazugekommen ist, ins Unternehmen, also in mein erstes Unternehmen, was ich hatte, hat da gerade mit dem Team die Konflikte gelöst. Das war nämlich genau in dem Geburtsjahr, weil das eine stärkere Wachstumsphase war. Und dann. Dann ging das dann los, dass das dann Coachings waren. Dann haben wir uns zusammen coachen lassen. Dann haben wir die Ausbildung gemacht. Aber selbst mit Ausbildung macht es immer noch Sinn, sich coachen zu lassen, weil man ja befangen ist und andere Blickwinkel dann bekommt. Das war genau die Phase. Das heißt, sich da Unterstützung auch von außen zu holen, das Fundament zu stabilisieren, genau diese Themen zu klären, die dazwischen einem sind. Das ist total wichtig, damit man nämlich ins Wir-Gefühl kommt. Weil mit gefühlt starkem Kind ist das Wir-Gefühl noch mal umso wichtiger, dass man an einem Strang zieht, sich gut besprechen kann, dass man eben nicht im Ich-Du-Denken ist und sich gegenseitig Vorwürfe macht, sondern dass man sich extrem gut kommunikativ abstimmen kann, die Werte gut abstimmen kann, sich abgleicht und da auf einer Welle ist. Und dass dann natürlich auch nicht zu einer Frontenbildung kommt. Also auch viel daran zu arbeiten, immer im Wir-Gefühl als Familie zu bleiben. Und da braucht es halt auch diesen Paaraustausch. Also nur weil. Weil bei mir Dinge geklappt haben und bei dir nicht, heißt das ja nicht, dass du die schlechtere Variante bist, sag ich mal. Und das könnte ja in der Paarbeziehung auch ein Gefühl entstehen. Weniger macht das doch so und so heute Abend. Bei mir hat es die letzten drei Abende geklappt. Und dann können ja auch schnell Verletzungen entstehen, dass der andere sagt so, ja, irgendwie, mir klappt es jetzt nicht. Bin ich jetzt schlecht? Dann entwickelt man ja auch Wut und Unzufriedenheit vielleicht, sondern auch zu sagen, okay, wie gehen wir jetzt, wie gehen wir als Paar um, wie können wir uns gegenseitig stärken, was wird gebraucht? Das ist ganz wichtig, weil nur mit dem stabilen Fundament kann man wirklich in diese gegenseitige Unterstützung kommen, wo man eben nicht sich miteinander vergleicht, sondern einfach nur sich als Einheit sieht, als Elternpaar sieht und sagt, wir ziehen an einem Strang und holen für uns alle hier jetzt das Beste raus. Und ein wichtiger Punkt, auf den man auf jeden Fall auch schauen kann, ist das Feedback geben. Gerade jetzt auch im Verlauf, wenn das Kind oder die Kinder älter sind, dass man sich regelmäßig Feedback gibt. Also sei es auf Paarebene oder auch auf Elternpaarebene und da die wertschätzende Haltung zu haben. Also wir hatten das gerade jetzt vor ein paar Tagen ja das Thema Feedback geben, dass wir das als Thema auch noch mal gerne bald aufgreifen wollen. Und da kam so im Team auch die Frage so, wie macht ihr das? Wie regelmäßig gebt ihr euch Feedback? Dann haben wir beide ja so ein bisschen drüber nachgedacht und gedacht so, ja, Feedback geben ist ein großer Bestandteil, weil es auch gebraucht wird einfach, weil wir ja einfach auch, die letzten Jahre in vielen extremen Situationen waren, aber auch man sich natürlich auch durch Gefühle sehr angetriggert fühlt. Und dem anderen dann auch einfach in der Wertschätzung Feedback zu geben, zu sagen, Mensch, darf ich dich mal spiegeln? Also vielleicht könnte es auch anders sein. Also was ist vielleicht dein Anteil oder wie ist die Situation so entstanden? Also wir beiden, finde ich, sind gegenseitig auch in vielen Situationen so ein Mentor eher, der nochmal so den Spiegel vorhält und sagt, okay, jetzt ist die Ruhe eingekehrt, nicht in dem Moment, jetzt schläft das Kind, aber wollen wir nochmal kurz durch die Situation gehen, um auch selber daran zu wachsen. Ja, oder dass man auch den anderen eben begleiten und auch runterholen kann aus seinem Gefühl. Weil wie oft kommt das auch mal vor, dass man sagt, ich bin gerade noch so in meiner Wut getriggert, ich bin gerade noch selber so innerlich, muss ich erst mal selber runterkommen. Und wenn man dann das gemeinsam machen kann, sich gegenseitig da unterstützt, ist natürlich auch nochmal ein ganz anderes Gefühl, als wenn man dann sagt, ja, du wieder mit deiner Wut und dass da eben dieses Gefühl ist, dass man auch da an einem Strang zieht. Und da, finde ich, sind ja auch die Sprachen der Liebe super interessant. Also, dass man gegenseitig auch weiß, was sind die Sprachen der Liebe. Weil wenn man den anderen sich geliebt fühlt und gesehen fühlt, dann kann er sich auch selber besser regulieren. Also, wenn ich weiß, boah, du hattest jetzt einen anstrengenden Nachmittag oder das wird ein anstrengender Abend für dich, ich habe was Schönes vor, was kann ich tun, um es dir leichter zu machen? Und dann ist es natürlich gut, wenn ich deine Sprache der Liebe kenne und weiß, ich kann etwas vorbereiten, ich kann etwas machen, was bei dir ein gutes Gefühl macht. Diese Energie nimmst du ja mit. Das ist ja immer so. Wir nehmen das ja mit. Kinder spiegeln wiederum die Gefühle. Und im besten Fall ist es für alle dann besser. Aber dafür braucht es eben das Wir-Gefühl, um überhaupt auf diesen Gedankengang zu kommen. Was kann ich tun, um es dir leichter zu machen? Dass man da eben auch für den anderen mitdenkt, sich um den anderen mitkümmert und das auch gegenseitig gegenseitigkeit hat. Dass jeder sich um den anderen ein bisschen mitkümmert. In manchen Situationen, man drauf schaut, wer hat gerade mehr Energie und Ressourcen, dass der den anderen so ein bisschen mit motiviert, hochzieht, aufpäppelt manchmal. Dass man da eben schaut, wer kann da gerade mehr Ressourcen reingeben, wer hat mehr zur Verfügung, wer kann sich gerade ein bisschen mehr kümmern, wer ist derjenige, der sagt, Mensch, dann leg du dich mal hin, schlaf mal. Oder Mensch, ich habe gerade ein bisschen Energie mehr, das ist okay für mich, geh doch mal zum Sport oder geh doch mal zum Yoga, entspann dich einmal. Ich übernehme hier mal an der Stelle, dass man da eben so einen guten Ausgleich hat und immer einen Blick aufeinander hat. Nicht nur aus der Elternpaar-Perspektive, sondern eben auch aus der Liebespaar-Perspektive, denn am Ende möchte man ja eben dann auch doch diese kleinen Auszeiten haben zusammen. Und wenn man da dann nur in Konflikten ist, sich streitet, Uneinigkeit hat oder das darum geht, dass man sich nicht unterstützt fühlt als auf der Elternpaar-Ebene, dann hat man als Liebespaar auch keine Freude mehr. Und ich finde das super spannend, weil das merke ich jetzt, je älter unser Sohn wird, dass der unsere Strategien auch übernimmt. Also wenn ihr jetzt am Wochenende habt ihr einen besonderen Abend, dann macht ihr was zusammen und dass er sozusagen die Strategie auch so übernimmt und sagt, ja, wir wollen jetzt, Papa und ich machen uns einen schönen Abend. Dann sind wir beim Einkaufen, er sagt, ja, ich suche uns mal ein bisschen was aus, auch was Papa mag. Und dann geht er durch die Regale und guckt dann und überlegt, was du gerne nascht und was für ein Getränk und so. Also dieses Liebevolle um den anderen Sorgen, weil oftmals ja auch so ein bisschen der Vorwurf ist in der bedürfnisorientierten Erziehung, nur noch das Bedürfnis des Kindes in den Vordergrund zu stellen. Und ich glaube, das ist auch eine Gefahr, auch gerade bei gefühlt stärkeren Kindern, dass man sich vergisst. Und dass man zu sehr an dieses Burnout, das ist übrigens auch das neueste Buch ja von Nora Imlau, wo es um Burnout und Bindung geht. Und ich glaube, das ist wirklich eine Gefahr, dass man in so einen Modus kommt, auch unbewusst und sagt, okay, ich will nur noch regulieren. Ich will jetzt keinen Wutausbruch haben. Ich möchte auch keine Traurigkeit haben. Das ganz wie ins Deckeln gerät und man sich selber vergisst, sich als Paar vergisst. Sondern einfach auch zu sagen, okay, das Kind erkennt auch, wie machen das meine Eltern. Und auch zu sehen, es geht wirklich um die Bedürfnisse von allen. Natürlich, ab einem gewissen Alter ist das einfacher. Aber das finde ich super wichtig, dass man sich selber auch wieder zurückholt. Ja, das ist natürlich die große Herausforderung, dass eben die Kinder natürlich uns kopieren und spiegeln und von uns lernen. Und wenn wir dort in so einer stetigen Überforderung sind, ständig im Streit sind, Konflikte haben, Gefühle verdrängen, uns nicht gut unterstützen, dann ist es natürlich genau das, was auch das Kind lernt. Deswegen ist eben das umso wichtiger, in die Ressourcen zu kommen, das alles zu ermöglichen, dass man auch mit der Herausforderung des gefühlstarken Kindes eine gute Begleitung hat, trotzdem irgendwie das schafft, als Paar eine Vorbildfunktion einzunehmen. Und dann kann sowas entstehen, dass das Kind auch an die Bedürfnisse der Eltern in dem Fall mitdenkt. Weil wie du schon sagst, er geht ja nicht los und holt nur für sich was zu trinken, was zu naschen, sondern er guckt dann auch ganz gezielt, was mir denn gut tut, weil er weiß, wir machen es ja genauso. Und das ist sicherlich auch ein wichtiger Punkt, dass man lernt, diese Gefühle nicht auf sich zu beziehen, sondern das sind eben die Gefühle, die das Kind so erlebt. Was mir auf jeden Fall geholfen hätte, das habe ich erst vor einem halben Jahr bei Nora Imlau über Instagram, muss ich sagen, entdeckt, ist dieser Aspekt, dass man selber den Anspruch nicht zu hoch hat, hat Eltern. Also sich mal so ein bisschen mehr entspannt und nicht zu sehr in eine harte Bewertung kommt. Also sie nennt das moralisch neutral. Also dieses zum Beispiel am Thema Essen. Darf man das? Genau. Also wenn ich komplett einen mega anstrengenden Tag hinter mir habe und ich sage so, boah, es geht heute hier nichts mehr, nur noch früh ins Bett, ist es hier Feierabend, dann ist das moralisch neutral, auch eine Tiefkühlpizza aufzubacken und nicht alles selber zu machen. Oder zu sagen, okay, sie hat ja verschiedene Beispiele genannt, da ist es auch gar nicht schlimm, wenn man die Wohnung nicht nochmal durchsaugt, obwohl da der Sand von draußen liegt. Oder zu sagen, ja, dann schläft das Kind, T-Shirt, was er getragen hat, ein, was auch immer. Also diesen Anspruchs ein bisschen runterzunehmen, zu sagen, es ist nicht schlimm, das Kind wird daran nicht sterben, es ist erziehungsmäßig nicht krass, wenn das jetzt nicht so gemacht wird zu 100%. Das ist ja auch eine Sache im Coaching, die oft Eltern sich fragen, kann ich damit irgendeinen Schaden machen? Es ist doch schlimm, wenn ich das und das nicht mache. Aber zu sagen, das ist ja nur ein ganz kleiner Moment. Das Kind ist ja nicht jeden Tag Tiefkühlpizza. Also diese Erkenntnis, das kann sein, dass du die erst vor einem halben Jahr hattest, aber wir haben das durchaus in Teilen auch so schon vorher reflektiert und gemacht, nämlich wir haben das für uns aber anders genannt. Wir haben das nicht moralisch neutral genannt, sondern wir haben eher überlegt, welche Dinge sind denn kriegsentscheidend und welche nicht. Ja, welchen Kampf fächte ich aus? Welchen Kampf fächte ich aus? Und wenn er zum Beispiel gesagt hat, ich mag mein T-Shirt nicht wechseln, ich fühle mich wohl, um das Beispiel zu nehmen, ich möchte damit schlafen gehen, zu überlegen, lohnt es sich, dafür jetzt ins Gefecht zu gehen und durchzusetzen, er muss ein Schlaft-T-Shirt anziehen? Oder wird das irgendetwas auslösen, wenn er das nicht macht? Oder ist das irgendwie schlimm und sagen, ist jetzt nicht mein Lieblingswunsch, dass er keine Schlafsachen anzieht? Gerade mit meiner Pollenallergie ist das natürlich immer nicht so angenehm. Aber es wird uns alle keinen wirklichen Schaden zufügen. Dann lasst uns doch diesen emotionalen Kampf jetzt nicht austragen. Dort seine Selbstbestimmung lassen. Und da haben wir zum Beispiel ja schon in einigen Aspekten überlegt, dass wir in gewisse Konflikte nicht eintreten. Aber auf der anderen Seite eben bewusst gesagt, wenn es wichtig ist, dann machen wir das, sodass er auch einen Anhaltspunkt hat. Wenn wir mit ihm sozusagen in den Konflikt gehen, ihm eine Grenze aufzeigen, Nein sagen, dann weil es wirklich relevant ist. Und auf der anderen Seite haben wir dadurch natürlich auch manchmal Fünfe gerade sein lassen, weil wir eben mal gesagt haben, kannst das T-Shirt anbehalten, ja, dann mach das so und so. Okay, ist nicht so schlimm. Dann isst du halt gerade mit den Händen, wenn es für dich gut ist. Egal. Genau, aber dieser Aspekt von moralisch neutral finde ich auch spannend im Hintergrund. Sie begründet das ja so ein bisschen mit einem Ampelsystem, was so innerlich ihre Ampel ist. Also wenn ich auf grün stehe, habe ich alle Ressourcen, dann fühle ich mich kraftvoll, dann kann ich viele Dinge tun, die mir natürlich auch irgendwie wichtig sind. Also dann kann ich abends ein geiles Abendbrot essen machen, dann achte ich auf die Ernährung bei allen, dann bin ich für mich in Anführungsstrichen die Perfekte, die gute Mutter, die alles gehandelt bekommt. Siehst du in meiner romantischen Traumvorstellung immer sein. Ja, dann fühle ich mich gut, dann bin ich offen, dann mache ich Scherze, dann gehe ich die extra Meile sozusagen und dieses Orange, da merke ich so, oh, es ist schon ein krasser Tag, es ist schwierig. Also ich merke, die Ressourcen gehen ganz schön runter und bei Rot ist halt Ende. Bei Rot sagt sie zum Beispiel, da gibt's dann keine mega geile Brotdose morgens, sondern bei Rot fährst du zum Bäcker und holst ein Brötchen und tust es einfach in den Schuhranz. Und ich finde so diesen Maßstab innerlich auch zu reflektieren, wo stehe ich und was ist heute möglich? Und das mache ich zum Beispiel immer sehr bewusst auch die letzte Zeit, nachdem ich mir das so selber immer hervorrufe. Also zu wissen, okay, es gibt manche Tage, wenn zum Beispiel Mittwoch, wenn Sport ist oder so, da weiß ich, da komme ich eher im Orange gegen Abend nach Hause und da brauche ich schon eine gewisse Vorbereitung entweder von mir, wenn ich das leisten kann an dem Tag, womit das gearbeitet und so weiter, damit ich in den Abend da gut runterfahren kann, damit wir zu Hause eine gute Routine haben oder auch zu sagen, okay, da muss ich, oder da darf ich mir das einfach machen. Und das ist sicherlich echt ein Punkt. Ich darf mir das auch mal einfach machen. Ich muss nicht zu jedem Zeitpunkt 100 Prozent alle Ansprüche, die ich selber habe, nee, aber auch Ansprüche, die ich selber vielleicht habe, zu erfüllen und zu sagen, ich möchte natürlich versuchen, durch unseren Lebensalltag so häufig wie möglich im grünen Bereich zu sein. Und das ist ja auch, wenn man kein gefühlt starkes Kind hat, so, dass man am liebsten häufig im grünen Bereich ist, alle Ressourcen zur Verfügung hat, voll in seinem Werteschema handeln kann und so weiter. Aber es gibt nun mal auch orangene und rote Phasen. Und dass man da dann einfach sagt, ich mache es mir jetzt einfach, sodass wir wieder die Möglichkeit haben, in die besseren Phasen zu kommen. Weil wenn ich in der roten Phase das Level von grün erfülle, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich aus rot nicht mehr rauskomme. Genau. Und darum geht es, möglichst halt auch schnell aus rot rauszukommen und auch zu überlegen, wenn ich dauerhaft in rot bin, dann überträgt sich das auf den Partner oder die Partnerin natürlich auch, weil wenn ich voll im Light bin die ganze Zeit, ist das schwierig. Und dann zu überlegen, welche Maßnahmen kann ich noch ergreifen, die mir dauerhaft gut tun? Und da wird das auch angesprochen. Habe ich die Möglichkeit, finanziell mir Entlastung zu holen durch jemand, der mich im Haushalt unterstützt? Gibt es die Möglichkeit, Einkäufe zu bestellen? Habe ich andere Unterstützungsmöglichkeiten, wo ich sage, boah, das ist für mich schwierig? Kann ich bei der Arbeit irgendwas drehen? Also immer zu reflektieren, wie komme ich aus rot und orange raus? Welche Strategien? Und die sind ja ganz individuell. Brauchen wir als Familie, damit das klappt? Ja, in vielen Bereichen ist das so klar. Beim Sport sagt man, es ist tagesformabhängig. Bei so vielen Dingen gibt es so diese Tagesformen und achtet auf sich. Nicht jeden Tag kann ich den Rekord brechen. An manchen Tagen habe ich meine Megaform, da geht das. Da bin ich halt sportlich gesehen in tiefgrün und habe maximale Power und Ressourcen, bin voll da. Manchmal wache ich morgens auf und habe nicht gut gelegen, brauche erstmal Physio, muss erstmal dies machen, das machen, was weiß ich, Sportler, was dann alles so passiert, dass die dann wieder in grün überhaupt wieder reinfinden. Und das brauchen wir dann eben, allen Eltern da sein auch manchmal, dass man sich selbst reflektiert und sagt, ich bin gerade in rot und der andere sagt, du, ich bin in grün. Ich kann übernehmen, sorg du für dich, mach, was du für dich brauchst, um wieder zurückzufinden zu grün, ich übernehme mal. Und das kann man ja auch durchaus ab einem gewissen Alter auch sein Kind spiegeln, also zu sagen so, hier heute Abend, da geht nicht mehr viel bei mir, ich kann dir das und das noch anbieten, das ist mein Rahmen, den ich geben kann und ich finde immer, ein Rahmen gibt ja auch Sicherheit, vor Enttäuschung, vor Erwartung, aber auch gerade bei gefühlt starken Kindern, auch selber, dass die sehen, wie kann ich mich denn regulieren? Also was mache ich denn für mich? Wenn ich merke so, mir geht es nicht gut, wenn man sieht, Mama geht dann in die Badewanne oder, was weiß ich, liest ein Buch oder macht sich was Leckeres zu essen, was auch immer, das ist ja auch mal schön, dass es auch mal vorgelebt wird, die Regulation und nicht immer nur in dem Moment bei dem Kind passiert. Ihr seht, man kann zusammenfassend sagen, dass die eigenen Ressourcen extrem wichtig sind und das stabile Fundament als Eltern, dass das zwischen dem Paar richtig gut funktioniert und möglichst wenig Verletzungen und Risse im Fundament sind, das ist sicherlich die Basis um ein gefühlt starkes Kind oder vielleicht auch, wenn man zum Beispiel mehrere Kinder hat, die auch in Summe dann sehr herausfordernd vielleicht sind, gut begleiten zu können. Also, wenn man mehrere Kinder bekommen möchte, drei, vier, dann braucht es auch umso mehr dieses stabile Fundament. Das ist schon nach dem ersten Kind eigentlich wichtig, aber je mehr Herausforderungen das Kind entweder einzeln oder mehrere Kinder in Summe mit sich bringen, desto wichtiger ist einfach dieses sehr stabile Fundament und diese Möglichkeiten, die eigenen Ressourcen wieder aufzuladen, denn wenn man früher schon nur im Urlaub seine Ressourcen aufgeladen hat irgendwie, dann muss man spätestens jetzt neue Routinen finden, nicht mehr nur im Urlaub seine Ressourcen aufzuladen, denn das geht grundsätzlich so wie so nicht auf, das reicht nicht aus, sondern seine Ressourcen immer wieder im Alltag auch aufladen zu können. Ja, schön, dass ihr bei dieser Folge dabei wart. Wir haben jetzt ein bisschen ausführlicher über die letzten zwei Folgen hinweg ja eigentlich über gefühlt starke Kinder gesprochen und die Auswirkungen für euch als Elternpaar. Die Auswirkungen, die es für euch hat, gibt es natürlich auch, wie gesagt, in anderen Konstellationen, wenn eure Kinder auf andere Art und Weise für euch herausfordernd sind. Das ist natürlich nicht nur bei gefühlt starken Kindern, der Fall. Es gibt ja auch diverse andere Ausprägungen, die dafür sorgen, dass ihr besondere Herausforderungen einfach habt, die auch andere nicht so gut verstehen, weil sie eben euer Kind nicht haben und nicht wissen, wie sich das für euch anfühlt, euer Kind zu begleiten. Dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs Telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir euch auf diesem Weg stärken und unterstützen können. Vor allen Dingen können wir eben euer Fundament stabilisieren, dafür sorgen, dass ihr untereinander wesentlich mehr Stabilität habt, was eben die Basis dafür bildet, dass ihr in der Lage seid, Ressourcen aufzubauen, euch gegenseitig so zu unterstützen, dass ihr möglichst häufig in der grünen Ampelfase seid und dadurch eben auch euren Familienalltag so harmonisch wie möglich gestalten könnt. Vielen Dank fürs Zuhören. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Eltern von gefühlstarken Kindern benötigen starke eigene Ressourcen und ein stabiles Fundament, um Konflikte zwischen ihnen selbst zu bewältigen.
  2. Ein gemeinsamer Blickwinkel und klare Kommunikation sind entscheidend, um Konflikte zu vermeiden und ein gegenseitiges Vertrauen im Elternpaar aufzubauen.
  3. Regelmäßige Austauschgespräche und gemeinsame Reflexion helfen, Emotionen zu begleiten und die Entwicklung von Ressourcen zu stärken.
  4. Klare Routinen im Alltag – insbesondere im Bereich Essen, Schlafen und Trinken – schaffen Sicherheit für das Kind und unterstützen die Eltern.
  5. Das Vertrauen in ausgewählte Bindungspartner ist entscheidend, um das Kind emotional zu begleiten und gleichzeitig Elternzeit zu erhalten.
  6. Eltern müssen lernen, mit ihren eigenen Bedürfnissen umzugehen und sich nicht ständig in der Überforderung zu befinden.
  7. Die Einführung eines „Ampelsystems“ hilft, den eigenen Ressourcenstatus zu erkennen und Situationen im grünen, orangenen oder roten Bereich zu reflektieren.
  8. Eine gesunde Balance zwischen Unterstützung des Kindes und Selbstregulation der Eltern ist entscheidend für eine dauerhafte familiäre Stabilität.

Summary:

Eltern von gefühlstarken Kindern stehen vor intensiven Herausforderungen, die nicht nur das Kind, sondern auch das Elternpaar betreffen. Ein stabiles Fundament, basierend auf gegenseitigem Vertrauen, klarem Kommunikationsverhalten und gemeinsamen Ressourcen, ist entscheidend, um Konflikte zu vermeiden und ein harmonisches Leben zu gestalten. Es ist wichtig, dass Eltern nicht nur das Kind, sondern auch ihre eigenen Bedürfnisse erkennen und respektieren – etwa durch regelmäßige Paargespräche, klare Alltagsroutinen und die Ausbildung von eigenen Regulierungsmethoden.

Die Rolle von Bindungspartnern, die das Kind vertraut, ist entscheidend, um emotionale Unterstützung zu gewährleisten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das „Ampelsystem“: Eltern lernen, ihren Ressourcenstatus zu erkennen und sich zwischen grün (ausgeglichene Stimmung), orange (mäßige Belastung) und rot (maximale Belastung) zu bewegen. Dies hilft, Entscheidungen in stressigen Momenten zu treffen und sich selbst zu schonen.

Es ist auch wichtig, dass Eltern nicht alles perfekt machen müssen und lernen, in bestimmten Phasen die eigenen Ansprüche einzuschränken – etwa bei Essen oder Alltagstätigkeiten. Dieser Ansatz verhindert Burnout, stärkt die emotionale Gesundheit des Paars und ermöglicht, dass das Kind selbst lernen kann, wie Eltern empatisch und ausgewogen leben. Schließlich zeigt sich, dass gefühlstarkes Kind nicht nur herausfordernd ist, sondern auch ein Spiegelbild der Eltern ist – daher ist ein fundiertes Fundament für die Eltern selbst das zentrale Element für eine erfolgreiche Familienbetreuung.

FAQs

Durch gemeinsame Kommunikation, gegenseitige Unterstützung und ein gemeinsames Verständnis für die Emotionen. Beide Eltern brauchen Ressourcen, um Konflikte zu bewältigen und an einem Strang zu ziehen.

Eltern müssen selbst reguliert sein, um ihre Kinder gut begleiten zu können. Starke eigene Emotionen und Ressourcen schützen das Paar vor Erschöpfung und fördern eine stabile Familie.

Durch klare Kommunikation, regelmäßiges Briefing und gegenseitiges Verständnis. Beide Eltern sollten den gleichen Blickwinkel auf das Kind haben, um Konflikte und Frontenbildung zu vermeiden.

Das bedeutet, dass sie gerade ausgelaugt oder überlastet sind. In dieser Phase können sie weniger Energie für das Kind und das Paar aufbringen, aber es ist wichtig, sich darauf zu besinnen und das zu akzeptieren.

Weil Eltern ohne ausreichende Ressourcen schnell erschöpft sind und ihre Kinder nicht gut begleiten können. Regelmäßige Ressourcenaufladung im Alltag ist notwendig, um eine nachhaltige Familienbetreuung zu gewährleisten.

Durch Schutz vor Selbstverletzungen, die Anbietung von Sicherheitsmethoden wie Kissen oder Sofas und durch die Schaffung von Räumen, wo das Kind seine Wut ausleben kann, ohne sich verletzt zu fühlen.

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