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Putins Kälte-Terror & Russlands Freude über Trump. Mit Rebecca Barth

42m 11s

Putins Kälte-Terror & Russlands Freude über Trump. Mit Rebecca Barth

Der Podcast-Transkript beleuchtet die katastrophale humanitäre und militärische Lage in der Ukraine während eines extrem kalten Winters. Die systematischen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben zu flächendeckenden Strom- und Heizungsausfällen geführt, sodass die Zivilbevölkerung bei bis zu -20°C in ungeheizten Wohnungen ausharren muss. Die Menschen sind auf Notlösungen wie Gemeinschaftswärmeräume angewiesen, während ständige neue Angriffswellen jede Stabilisierung zunichte machen. Gleichzeitig hat sich der Krieg zu einem Abnutzungskrieg entwickelt, in dem Russland durch Drohnenangriffe und Materialmangel die ukrainischen Ressourcen erschöpft. International fühlt sich die Ukraine trotz der eskalierenden Brutalität des Konflikts zunehmend vergessen, da andere globale Krisen die Aufmerksamkeit binden. Dies nützt Russland, das weiter Geländegewinne verzeichnet. An der Front kämpfen ukrainische Soldaten unter entsetzlichen Bedingungen in einer undefinierten Zone, während personelle Engpässe und Erschöpfung die Lage verschärfen. Insgesamt dominiert eine tiefe Perspektivlosigkeit, da weder ein militärischer Durchbruch noch ein diplomatisches Ende in Sicht ist.

Transcription

6192 Words, 38325 Characters

German
Diese Männer haren dort aus in Erdlöchern, unterständigen Beschuss, in so kleinen Nestern praktisch an einer Frontlinie, die auch keine Frontlinie mehr ist, sondern eine Zone, in der die Soldaten, die sich dort befinden, selber häufig nicht wissen, wo sich der Feind jeweils befindet. Ich glaube, viele Menschen in Deutschland, aber auch Europa haben keine Vorstellungen, wie dieser Krieg aussieht, wie er gefüllt wird, welche Auswirkungen er hat. Wir haben ganz viele Hörer geschrieben nach den letzten Folgen. Warum berechtet ihr so viel über Grönland, über Donald Trump, über was auch immer und nicht über die Ukraine, denn da waren es zwischen -10 und -20 Grad. Und vor allem, was vollkommen klar, wie sehr die Raketen durchgekommen sind, in Richtung Ucarina. Und das habe ich mir natürlich zuerst genommen und wollte deshalb eine Kollegin einladen, die dort seit wahnsinnig vielen Jahren großartig berichtet, Rebecca Barth für den Deutschlandfunk. Und ich grüße dich, Rebecca, wo treffen wir dich an? Ich seh dich, das muss ich sagen, weil wir per YouTube auch aufnehmen mit einer Decke, wo bist du gerade? Danke erst mal für die Einladung und danke, dass wir dann auch die Möglichkeit haben, hier bei dir im Podcast noch mal den Fokus auf die Ukraine zu legen, weil die Situation ist tatsächlich nicht einfach, die ist die vergangenen Winter nicht einfach gewesen. Aber das, was die Menschen hier gerade erleben, ist wahrscheinlich der schwierigste Winter der jüngeren Geschichte. Ich bin in Trusker Wärtsgrad, das ist ein Ferienort, eigentlich in der West-Ukrain. Ich bin hier gerade auf Recherche, nicht auf Urlaub. Und auch hier ist es sehr kalt, heute Morgen hatten wir -23 Grad. Und auch hier im Westen der Ukraine sind die Menschen betroffen von Problem mit der Heizung, Strom ausfällen, Notabschaltungen. Und deswegen bin ich auch hier eingemummelt in eine Decke. Wir haben gerade Strom, der kommt hier im Hotel von einem Generator. Aber es wird trotzdem nicht richtig warm, obwohl die Heizung hier eigentlich läuft, aber nicht richtig. Und das ist in vielen, vielen Regionen der Fall, dass formal die Heizungen funktionieren, aber sie werden nicht richtig warm, also man merkt, da ist nicht mehr die Kapazität dahinter, die eigentlich da sein sollte. Rebecca, wir erleben das Ganze seit mehreren Tagen und ich glaube, viele Runde höheren und höher sind super in die Nachrichten drin und haben das wahrscheinlich auch gesehen. Aber was man ja nie so versteht, wenn man die Bilder sieht, wir beide kennen das als Reporter, dass man da unterwegs und dann macht man seine Filme und interviewt die Menschen, aber wir erleben das ja nie so über Tage oder Wochen. Ja, wie die Leute dort, weil wie du sagst, am Ende gibt es dort vielleicht nochmal eine Möglichkeit sich auch zu werden. Wie schaffen das die Menschen, ich glaube, es fragen sich viele Leute in Deutschland, bei -20 Grad in diesen Hochhäuser. Ich habe mit Vitalik Klitschko darüber telefoniert und mit anderen habe gesagt, wie macht ihr das, dass die Leute das überhaupt überleben? Weil das sind ja Hochhäuser, wo du teilweise eigentlich mit dem Fahrstuhl hoch muss, 20, 25 Stockwerke. Also gibt es da Tote, wie ist der die Lage? Also das hat mir mittlerweile mehrere Tage -20 Grad mit erheblichen Ausfällen, beistrohend und warm Wasser. Also bei mir zum Beispiel in der Wohnung, diese großen Angriffe, die diese Heizungsprobleme versucht, verursacht haben, waren der erste am 9. Januar und seitdem habe ich in meiner Wohnung in Kiew keine Heizung. Und das ist wirklich kalt. Bei mir persönlich ist es so, dass ich ein Raum, mein Schlafzimmer gar nicht heizen kann, es ist so kalt, dass ich mein Atem dort in der Luft sehe. Wenn ich Strom habe, kann ich die Klimaanlage nutzen und ein bisschen wärm. Das heißt, ich bin umgezogen sozusagen und lebe jetzt im Wohnzimmer. Kerzen auf lange Zeit wärmen tatsächlich auch etwas, viele Leute haben so wärme Ventilatoren, aber auch das ist alles ja von Strom abhängig. Und die Strom aus Fälle sind stundenlang zuletzt in den letzten Tag, den ich in Kiew war, bevor ich auf Dienstreise gegangen bin, hatte ich den ganzen Tag über keinen Strom, zwölf Stunden keinen Strom. Und dann ist es wirklich kalt, man zieht sich arm, warm an. Ich habe dann zuletzt mit Handschuhen tatsächlich in der Wohnung gesessen, mit Mütze, mit langer Unterwäsche, wie im Skioilau. Und so machen das viele Menschen auch, die Situation ist aber von Haus zu Haus unterschiedlich. Also es gibt Wohnungen, die haben wärme dafür, aber kein Wasser oder kein Strom. Es gibt Wohnungen, die haben kein Strom, aber wenigstens ein bisschen wärme viele Leute gehen zum Beispiel zu ihren Freunden, wo sie heiß duschen können. Oder es gibt von der Stadt eingerichtet Punkte, die man andere steuern kann, wo man sich aufwärmen kann, wo man das Handy aufladen kann. Aber das alles sind Notlösungen, die das Grundproblem natürlich nicht lösen, Vitali Klitschke hat am Anfang ja auch die Menschen nahegelegt, wenn sie eine Möglichkeit haben, tatsächlich Kiew zu verlassen. Wir erleben jetzt noch keine großen Bewegungen tatsächlich, dass die Menschen, die ich da verlassen habe, es ist eine unglaublich schwierige Situation und viele fragen sich, wie soll das weitergehen? Im Endeffekt kannst du aber im gewissen Punkt, wenn du keinen Strom hast, nur noch mit Feuer heizen. Das geht aber an die Leute. Es gibt tatsächlich einige Menschen, Nachbarschaftsinitiativen, die sich im Hof treffen und deine Feuertonner aufgestellt haben. Aber das ist natürlich logischerweise keine Lösung für Innenräume. Ich kenne aus meinem privaten Umfeld Menschen, die schauen, ob sie vielleicht eine kleine Datscha in Haushalt der Stadt finden, wo es einen Ofen gibt, wo man mit Holz, mit Brennholz arbeiten kann. Denn wir erwarten tatsächlich, jetzt diese Nacht oder in den kommenden Tagen wieder schwere Angriffe, das heißt, die Menschen hier gehen davon aus, dass sobald die Situation halbwegs stabilisiert ist und dann ist es immer noch sehr sehr schwierig, dass die nächste Angriffswelle kommt und das, was geschafft wurde zu reparieren, eben wieder zerstört wird. Und das ist eine wirklich sehr schwierige Situation für dies zum aktuellen Zeitpunkt. Praktisch keine Lösung gibt außer sich mit Leuten zusammen zu tun, wo gewisse Dinge eben funktionieren und dann schaut man, dass man bei dem einen duscht, bei dem anderen kocht und sich vielleicht bei jemandem aufwärmt. Also wir haben auch einige Kollegen, bei denen funktioniert die Heizung und die uns dann auch anbieten. Kommt doch vorbei, ihr könnt hier übernachten, ihr könnt euch hier mal aufwärmen, weil das ist alleine im Alltag ein großes Problem, wenn du beispielsweise darüber nachdenks Wäsche zu waschen. Du musst den Zeitpunkt abpassen, indem du Strom hast, immer die Waschmaschine funktioniert, aber dann wird die Wäsche überhaupt nicht trocken, weil es ist so kalt und es ist feucht in den Wohnungen. Und da reden wir noch nicht von Familien mit kleinen Kindern, dann sind die Kinder vielleicht noch krank. Dann müssen die Kinder beschult werden, dann ist es häufig online unterricht, auch das in der Kälte zu sitzen vor einem Laptop ohne Strom. Das ist unglaublich schwierig, eine unglaublich große Belastung für die Menschen. Wahnsinn, Rebecca, was die Menschen dort aushalten in der Ukraine, das denkt immer wieder. Aber was sicher viele Leute, glaube ich, fragen, warum jetzt in diesem Winter, auch in den letzten Winter war so, dass oft gesagt wurde, dass könnte jetzt wahnsinnig schlimm werden für die Ukraine, dass die Zivil-Infrastruktur so bombardiert würde, dass es am Ende zu diesen Bildern kommt, wie du jetzt in der Deckel bist. Was ist der Grund dafür, dass es jetzt im Jahr, also zwischen 2025 und 26 passiert, liegt es daran, dass es nicht genügend Munition gibt, nicht genügend Luftabwehr, Flugabwehr, was ist der Grund? Wir haben es hier mehr mit einem Abnutzungskrieg, wenn man immer so schön sagt, in militärischen Zutun und ich würde sagen, es ist ein Abnutzungskrieg auf allen Ebenen. Russland greift systematisch die Energie-Infrastruktur an und vor allem im vergangenen Jahr haben sie nicht nur Energieanlagen begonnen, systematisch anzugreifen, sondern eben auch Wärmekraftwerkegasproduktion. Das hat die Lage zunächst noch einmal verschärft, hinzukommt, über die Jahre hat man versucht, immer wieder zu reparieren, aber man hat natürlich auch irgendwann, aber in gewissen Zeitpunkt einfach ein Problem mit Ersatzteilen. Wir haben es hier in der Ukraine mit alten sowjetischen Anlagen zu tun, für die bekommt man nicht mehr, so schnell Ersatzteile, die europäischen Partner versuchen zu helfen, aber sie haben eben auch nicht immer die Teile, die benötigt werden. Das heißt, Energieunternehmen versuchen schon auf dem afrikanischen Kontinent zu schauen, im mittleren Nahen Osten, ob da vielleicht Länder ihre Energieanlagen modernisieren wollen und eben Ersatzteile, die in diese alten sowjetischen Anlagen passen, abgeben können. Das wird immer schwieriger, die nachzuproduzieren, ist auch sehr schwierig, ist dauert, die Industrie wiederum es ebenfalls betroffen von Stromabschaltung, plus leitet unter ein Personalmangel, auch aufgrund des Krieges, viele Männer werden es militär eingezogen. Es ist ein Teufelskreis, in denen man über die Zeit reingerät und dann kommt jetzt noch einmal hinzu, nicht nur, dass die Flugabwehr ein ständiges Problem auf Ukraine ist, wo du die Mercedes-Lenski bitte bei nahezu allen Treffen auf internationaler Ebene bei allen Gesprächen mit den Partnern immer wieder auch um Unterstützung bei der Flugabwehr, dass die russischen Truppen ihre Angriffe analysieren und damit verbessern. Sie haben ihre Drohnenproduktion massiv ausgebaut, die Drohnen, die Angriffsdrohnen entwickeln sich technisch weiter. Das heißt, es ist ein Katz und Mauspiel, die dann abzufangen. Zuletzt war das immer schwieriger, bis die Ukraine dann in der Lage ist, danach zu ziehen. Und jetzt aktuell kommen noch diese wirklich wirklich sehr kalten Temperaturen, minus zehn, minus 20 Grad hinzu, die allein die Reparatur von beschädigten Anlagen noch mal massiv erschweren. Wie ist das auch vom Gefühl her, wenn in so einer Situation plötzlich eigentlich wenige Leute über die Ukraine reden? Du bricht das darüber natürlich und waren sind die viele tolle Kollegen, die dort eben dauerhaft correspondentinnen und correspondenten sind. Aber gleichzeitig gibt es so viele andere Themen und vor allem Grünland, aber auch vorher Venezuela. Also all das, was plötzlich sozusagen aus Trumpsicht eine Rolle spielt. Fühlen die Ukraine ja sich gerade vergessen, angesichts der anderen Themen, die plötzlich, wenn du morgens in die Headlines schaust oder Radio fernsehen, Podcast hörst, wo du denkst, okay, was ist eigentlich in der Ukraine los? Und wir erleben ja gerade, was du erzählt hast, der schlimmste Winter eigentlich seit Beginn der Vollenversion und dennoch spielt es ihm nicht in den Schlagzeilen die Rolle, die es wahrscheinlich vor zwei oder drei Jahren gespielt hätte. Absolut und es ist nicht nur der schlimmste Winter, es ist ja ein europäisches Land, ein unfassbar brutaler Krieg, der hier geführt wird, der so in seiner brutalität nur noch ganz schwierig zu vermitteln ist, eben weil die Ukraine nicht mehr so im Fokus auch der Berichterstattung ist, wie sie es noch vor einigen Jahren war. Während hier dieser Krieg nahezu immer brutaler wird, aus wegen auch der kleinen Drohen, FPV-Drohen, unter anderem, die an der Front eingesetzt werden. Wir haben es mittlerweile, dass Soldaten vor allem Infanteristen über Monate in ihren Positionen sind, was im Endeffekt Erdlöcher sind. Also diese Männerharen dort aus, in Erdlöchern, unterständigem Beschuss, in so kleinen Nestern praktisch an einer Frontlinie, die auch keine Frontlinie mehr ist, sondern eine Zone, in der die Soldaten, die sich dort befinden, selber häufig nicht wissen, wo sich der Feind jeweils befindet. Es ist sehr schwierig, die Soldaten von den Positionen zu bekommen, wenn das gelingt und man sich anschaut in welchem Zustand, die da wirklich rauskommen, nach Monaten in einem Erdloch, in dem sie nicht in der Lage sind, sich zu waschen, in dem sie nicht in der Lage sind, wenn sie verletzt verwundet werden, um an die Quart medizinische Hilfe zu bekommen. Das alles passiert hier seit Monaten und ich glaube viele Menschen in Deutschland, aber auch Europa haben keine Vorstellungen, wie dieser Krieg aussieht, wie er gefüllt wird, welche Auswirkungen er hat. Das ist natürlich frustrieren, ich glaube, was für die Menschen hier aber überwiegt ist die große Frustration mit Donald Trump. Der am Anfang doch bei vielen Leuten Hoffnung ausgelöstet, weil man dachte, naja, er ist irgendwie unberechenbar, aber er macht vielleicht etwas anderes als Joe Biden und vielleicht funktioniert das ja. Man wusste nicht genau wie, aber man hatte trotzdem die Hoffnung, dass Donald Trump etwas bewegen kann. Und jetzt erleben Sie ein US-Präsidenten, der völlig unberechenbar scheint, dessen Position. Hier zumindest bei den meisten Menschen eher als pro-russisch wahrgenommen wird, das heißt die Ukraine ringt seit einem Jahr darum, ihren einswichtigsten Partner nicht komplett zu verlieren. Und damit ein Herr geht eine ganz große Hoffnungslosigkeit und vor allem eine Perspektivlosigkeit. Die Menschen hier leben seit fast vier Jahren in einen Zustand, in dem sie eigentlich nicht wissen, was morgen ist, die können nicht planen. Während wir am Ende des Jahres in Deutschland den Urlaub für das nächste Jahr planen und zu belegen, wo soll es hingehen? Und wie machen wir das? Können das die Menschen hier nicht? Und hinzu kommt natürlich die Verluste sind sehr, sehr groß. Es gibt sehr viele Tote, sehr viele verwundete auch auf ukrainischer Seite. Das Leid, was die Menschen hier durchmachen, finde ich, obwohl ich sehr langer hier bin, doch auch immer wieder enorm. Hinter jedem Menschen hier in diesem Land steckt in der Regel eine sehr, sehr große Leidensgeschichte, die man so auf den ersten Blick vielleicht nicht immer sieht. Aber wenn man dann mit den Menschen ins Gespräch kommt, dann bin ich auch selber nach wie vor sehr häufig schockiert, wie wir das so allgemein als Europäer zulassen können, dass das hier seit Jahren passiert. Und kein Ende in sich ist, obwohl sehr viel auf diplomatischer Ebene nun passiert, sehr viel gesprochen wird, sehr viel verhandelt wird. Aber das kommt bei den Menschen hier im Land noch nicht an. Rebecca, würdest du sagen und du hast es gerade betont, du bist im extrem lange schon in der Ukraine, du kennst dich aus in Ostauropa, wie kaum meine andere. Glaubst du, dass die Russen sich gerade darüber freuen oder Russland selbst oder vor allem Lalli mir Putin, dass es so etwas wie eine Grönlandkrise gibt, also dass Europa auf das reagieren muss, was dort von den USA kommt und wie sehr hilft das Putin gerade? Dass wir auch in Deutschland, aber überall sonst auch in Europa und in USA, über andere Dinge sprechen und nicht darüber, dass in der Ukraine Lalli mir Putin dafür gesorgt hat, dass die Menschen bei minus 20 Grad frieren müssen. Das kommt ihm natürlich zugute. Ich glaube, dass er auch so Grund zur Freude, weiß ich nicht, aber vielleicht auf jeden Fall zur Friedenheit hat. In der Ukraine haben die russischen Streitkräfte zwar ebenfalls enorme Verluste. Man kann immer argumentieren, sie haben ihre Kriegsziele nicht erreicht, wenn das Kriegstil ist, wie er Oban Kiev in drei Tagen. Aber auf der anderen Seite rückt Russland vor und im vergangenen Jahr so schnell wie seit 20-22 nicht mehr, obwohl das kleine Gelände gewinne sind, aber dennoch. Es ist ein Trend, der nicht positiv ist für die Ukraine und aus meiner Sicht spielt Russland auf Zeit und sie verstehen, dass sehr sehr gut, dass die Mühlen langsam mal auch in Europa, obwohl die europäischen Partner versuchen, sehr sehr viel zu tun, reicht es eben nicht aus. Man ist nicht bereit, Russland doch empfindlich zu treffen und das reicht. Und das reicht. Und der hat auf der anderen Seite eben mit Donald Trump ein nur als Präsidentin, der ebenfalls aktuell sehr gut darin ist, einstige verbündete Partner, ebenfalls zu beschäftigen, eine unglaubliche Krise auszulösen, dass alles ist natürlich positiv aus Russischer Sicht. Lass uns über die Frontlage sprechen, Rebecca, du bist auch immer wieder an der Front, ich habe Bilder von dir dort gesehen, du bist immer wieder für radioreportagen unterwegs. Und das ist ja so ein bisschen, kann man sagen, das ist große Mysterio, also wenn man unterschiedlichen Leuten zuhört, kann man zu komplett unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Also im Sinne von Moment mal, ihr vergesst total wie viel die Russen verlieren oder aber ihr seht überhaupt gar nicht, wie viel Quadratkilometer die Ukraine gerade verliert. Aus deiner Sicht, als jemand, der die Sprache spricht, die dort seit Jahren vor Ort ist und mit Soldaten immer in Kontakt ist und wir kennen uns seit vollen Versionen auch davor. Rebecca, wie schätzt du die Frontlage gerade ein? Es ist total schwierig. Für die ukrainischen Truppen ist es mehr als schwierig und es ist auch keine Besserungen sich, es wird weiter schwierig bleiben. Die Bewertung der Lage, ich würde sagen, es liegt in der Mitte, es kommt immer darauf an, aus welcher Perspektive man das betrachtet. Man kann die Perspektive einnehmen, ok, das russische Kriegestiel war, Kiev zu erobern in drei Tagen und jetzt macht aber Putin offenbar bereit und da hat man sich am Anfang ja auch im Westen sehr verschätzt, sehr, sehr viele Menschen zu opfern für Gelinde gesagt, irgendwelche Dörfer im Süden oder Osten der Ukraine. Das ist aus westlicher Sicht sehr, sehr irrational. Aber auf der anderen Seite ist Russland immer noch in der Lage sehr, sehr viele Soldaten auch zu mobilisieren. Sie haben also gar kein Problem damit, so zunächst einmal weiter zu kämpfen und die große Frage ist, kommt Russland irgendwann an einen Punkt, indem das ein Problem wird, indem sie nicht mehr in der Lage sind, so viele Männer zu mobilisieren, die sie im Endeffekt kaufen. Also die russischen Soldaten bekommen ein Feld, das mich sich sehr, sehr hohes gehalt und jenen vielen Fällen tatsächlich für Geld in die Ukraine um hier zu kämpfen und die Ukraine hat diese Ressourcen eben nicht. Die Ukraine hat ein unglaublich großes Problem mit unerlaubten Fehlfernbleiben heißt das, CSIC, das ist nicht direkte Dessertation, aber viele Soldaten sind nach fast vier Jahren Krieg einfach müde. Oder sie verlassen ihre Einheit, weil sie einen Konflikt mit dem Kommandeur haben, weil sie ihrem Kommandeur nicht vertrauen. Die Ukraine mobilisiert ebenfalls sehr viele Soldaten, aber nach offiziellen Angaben sind zurzeit 200.000 ukrainische Soldaten nicht da, wo sie sein sollten, also nicht bei ihren Einheiten. Das ist enorm viel und wir haben sie eben nicht mehr, wie wir es 2022 erlebt haben, dass ich sehr viele Männer freiwillig melden. Wo hast eben einen Abnutzungskrieg und die Ukraine ist kleiner, sie hat weniger Ressourcen, sie hat weniger finanzielle Ressourcen, sie hat weniger Soldaten und ist noch nicht in der Lage. Diesen Nachteil über Technik, was man versucht hat, auszuspielen, über Taktik, so auszuspielen, dass man diesen Nachteil irgendwie Wett machen kann, sondern man versucht, die Linien zu halten. Man versucht, eine sogenannte Todeszone zu kreieren oder hat sie kreiert mit Drohnen, aber da müssen auch die ukrainischen Soldaten durch nicht nur die russischen. Auf der anderen Seite gelingt es, trotz dieser großen Nachteile eben, die Front größtenteils zu halten. Also das ist auch eben mein Teil der Wahrheit, wenn du dir den Frontfall auf Anschaus seit 2022 im großen und ganzen ist relativ wenig passiert, aber dann auch die Lage ist sehr sehr kritisch vor allem, weil es sich auch technologisch sehr viel weiterentwickelt und es ist ein Krieg mittlerweile um logistische Routen. Das heißt, die russischen Truppen sind in der Lage mit Drohnen weit hinter der Front 30, 15, 20, 30 Kilometer teilweise anzugreifen und damit einfach die Logistik der ukrain unter Druck zu setzen. Und dann kommt mental dazu, dass die Leute müde sind, dass sie keine Perspektive sehen, dass sie nicht wissen, wie sollen wir eigentlich aus dieser Situation herauskommen? Gleichzeitig ist es aufgeben, aber auch keine Option. Also man hängt, es ermürbt zwischen Diplomatie und Krieg und nun versucht, eben auch die ukrainische Führung so zweigleise ich zu fahren. Wir haben weiter im diplomatischen zu arbeiten, alle Kräfte einzusetzen, weiter an 28 oder 20 Punkteplänen zu arbeiten, zu verhandeln, vor allem mit den Amerikanern im Gespräch zu bleiben, aber eben auch. Und das haben wir jetzt gesehen, bei den jüngsten Umstellungen hier in der Regierung im Presidialamt, dadurch einen ganz klaren militärischen Fokus auch mit reinzubringen. Und die viele Menschen haben eben die Hoffnung, dass man es nun schafft, tatsächlich die Armee zu reformieren, obwohl man mit einem Krieg ist, das ist eine Herkulesaufgabe, das ist sehr, sehr schwer, aber ohne das geht es nicht. Jetzt habe ich gar nicht gesagt, du wohnst dort eben seit langem und du hast dort Freundschaften und du kennst Leute aus deiner Sicht, wie hat sich die Stimmung verändert? Gerade im Bezug auf die Front. Also, wie nimmst du das war, deine Freunde sind die bereit, an die Front zu ziehen. Also, wie ist so, weil du sagst es, ich erinnere mich an die Zeit Anfang 22 oder als die vollen, was hier passiert, wie die Schlangen war, an den Kier. Wie viele Leute gesagt habe, ich nimm hier eine Gewehr in die Hand, aber wie sehr schafft Russland das, mit dieser Taktik eben zu sagen, uns ist Zeit egal. Wir wählen die Taktik, dass die irgendwann sagen, wir geben auf, wie sehr geht das gerade aus Russischer Sicht möglicherweise auf? Ich glaube, es wäre übertrieben zu sagen, die Ukraine ist jetzt kurz vor dem Zusammenbruch. Es gibt Militäranerlisten, die sagen immer, so ist so eine Abnutzungskrieg, da passiert lange nix und dann irgendwann bricht die Front zusammen. Aber ich würde die Ukraine da nicht unterschätzen. Ich erlebe nach wie vor sehr viele auch junge Menschen auch in meinem Umfeld, die entweder in die AME gehen oder sich sonst militärisch sozusagen engagieren. Die versuchen Spenden zusammen, die Basteln, Drohnen für die AME, die versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die AME zu unterstützen auf der anderen Seite mit der Stabilisierung der Front. Ich würde sagen, ab 23 oder mit der nicht erfolgreichen Gegenoffensive der Ukraine hat sich durchaus, gibt es ein Riss durch die Gesellschaft, es gibt die ein, die sind sehr engagiert und es gibt Leute, die versuchen den Krieg so weit es eben geht auch von sich wegzuhalten. Und ihr Leben zu leben und so psychisch stabil zu bleiben, so weit man diesen Krieg eben von sich weghalten kann, also jetzt in der aktuellen Situation, wenn man in der Westdrucker eine hunderte Kilometer von der Front friert und im Dunkeln sitzt, dann muss man ja sagen, der Krieg ist überall, man kann dem gar nicht entgehen. Aber viele Soldaten haben den Eindruck eben, dass es eine Zivilgesellschaft gibt, die in Kiev oder in Lviv, im Westen ihr Leben leben, ganz normal und sie vergessen haben. Wie löst man das auf, frühbecker, weil die Butter gibt es ja schon seit sehr vielen Monaten Jahren, dass sie sagen, wie könnt ihr Party machen, werden wir in der Front sind? Man löst es gar nicht, ob ich glaube, dass es total menschlich ist, um ehrlich zu sein. Ich glaube, dass es ein ganz leider Gottes, ganz normal ist, man kann als Staat etwas dagegen tun und ich aus meiner Sicht ist es Aufgabe des Staates. Und da sind wir beispielsweise bei der Mobilisierung. Dafür hat lange niemand Verantwortung übernommen, hat gesagt, ja, okay. Und die Medien müssen sozusagen Kampagnen fahren, für die Mobilisierung viele Einheiten, versuchen, selber Werbung zu machen, Leute zu mobilisieren. Aber wenn es offensichtlich Probleme in der Armee gibt, wenn es offensichtlich Kommandeure gibt, die schlechte Entscheidung treffen, die zu unnötigen Verlusten führen, wenn es Korruption in der Armee gibt. Und da, aber niemand zur Verantwortung für gezogen wird. Und darüber auch nicht lange Zeit mittlerweile wird es hier öffentlich diskutiert, aber lange Zeit eben nicht so öffentlich diskutiert wurde. Aber die Menschen wissen das natürlich, weil sie reden miteinander, jeder kennt jemanden in der Armee. Man kann das ja nicht verstecken. Und wenn das nicht angegangen wird, dann führt das natürlich zu einem Vertrauensverlust und dann führt es dazu, dass jeder eben für sich überlegt, was es für mich persönlich die beste Option. Und da gibt es eben diejenigen, die sagen, mir persönlich, ich fühle mich besser, mich stabilisiert es, wenn ich etwas aktiv für mein Landtour. Solche Leute habe ich beispielsweise in meinem Freundeskreis, die haben sich letztes Jahr, obwohl die Situation schon schwierig war, obwohl die Armee nicht reformiert ist für die Armee gemeldet. Und den geht es damit gut, weil sie das Gefühl haben, ich mache etwas sinnvolles, ich trage etwas bei. Es kann Menschen tatsächlich psychisch stabilisieren, aber es kann natürlich auch für Menschen einfacher sein, dann zu sagen nein, ich versuche, ich habe eine Familie. Ich möchte für meine Kinder da sein, das ist oder ich verlasse sogar das Land. Was ist deine Einschüsse, wenn du gerade sagst, du kennst natürlich, Leute, denn davon sind und die dort momentan kämpfen, wie ist die Lage dort tatsächlich? Also was fühlen die Menschen dort, die den Donbass verteidigen, den Süden verteidigen, ist es etwas, wo sie sagen, wir glauben, wir können das Jahre halten und die Russen spinnen und am Ende wird Sanktionen geben. Und wir können das hier insofern gewinnen, als dass wir das verteidigen, was wir haben. Oder ist das Gefühl dort, was zu spür ist, im Sinne von hier länger das dauert, desto größer ist der Vorteil für Vladimir Putin? Es kommt immer ganz darauf an, mit wie man spricht. Die Menschen sind unterschiedlich, also ich habe von paar Tagen noch mit einem Freund gesprochen, der sagte mir, um Gottes Willen, ich habe das Gefühl, dieses Jahr bricht uns der Staat zusammen. Das ist im Moment Aufnahme. Die Person ist emotional. Am nächsten Tag sieht es dann schon wieder ganz anders aus. Die aller meisten Soldaten, mit denen ich hier bei den längeren Zeitraum in Kontakt bin, fokussieren sich, ob das was vor Ihnen ist. Das heißt, die schauen teilweise nicht, was sagt Donald Trump? Was passiert in Kiev? Jetzt wo Kiev friert, fast ist die schon an, das berührt die schon. Das ist für einige sehr demoralisierend. Manche sagen mir, ich kämpfe hier, damit ihr normal leben könnt in Kiev. Und zu sehen, dass das nicht funktioniert, ist für einige sehr demoralisierend. Aber in der Regel habe ich den Eindruck, die schauen auf das, was vor sich ist. Für die ist es wichtig. Wir müssen heute überleben. Meine Kameraden müssen überleben. Was kann ich dafür tun? Ist der Weg, den ich nehme, halbwegs sicher. Haben wir Strom, haben wir Essen, haben wir genügend medizinische equipment. Was ist heute die Mission? Was ist heute die Aufgabe? Und wo geht das von Tag zu Tag? Ich kenne viele, die haben dazu auch Angst vor dem Tag danach. Wenn dieser Krieg irgendwann vorbei ist, wenn die zurückmüssen in ein, in ihr früheres Leben, in ein ziviles Leben, was es so nicht mehr gibt, die Menschen haben sich verändert. Und für viele ist Krieg auch einfach auf der Art. Weil der entweder bist du tot oder du lebst. Und du bis jeden Tag umgeben von deinen Kameraden und bis jeden Tag eigentlich damit beschäftigt, Probleme zu lösen, die nicht planbar sind, die aber irgendwie in der Regel löstbar sind. Und das, auch das gibt dir nach einer gewissen Zeit eine gewisse Struktur an die sich Menschen gewöhnen können. Und dann ist es sehr, sehr schwierig, wieder in ein ziviles Leben zurückzukehren, wo man sich plötzlich mit einer Hausverwaltung rumschlagen muss, wo man sich plötzlich mit Rechnungen rumschlagen muss, wo die Kinder schreien. Viele erzählen mir, dass, dass sie das Geschrei von ihren eigenen Kindern teilweise nicht ertragen können. Wenn sie Urlaub haben, häufig kriegen sie zehn Tage, dann freut man sich am Anfang und noch fünf Tagen, wenn man eigentlich wieder zurück an die Front. Waren sind, zurück an die Front. Rebecker, die Deutschen oder wenn man hier über die Ukraine redet, wir reden ganz viel über Donald Trump, da sind gerade auch angesprochen. Und vor allem die Frage, wie laufen jetzt diese Verhandlungen mit der Ukraine wirklich? Er kommt jetzt nach Davos, also nach Europa. Es gibt Spekulationen und Gerüchte, dass rund um Davos irgendwas passieren könnte. Aber wir haben ja erlebt, dass durch die Debattenung Grönenland eben das Thema Ukraine irgendwie nach hinten geholbt ist. Wie schauen die Ukraine da und auch die Politiker mit denen du sprichst auf die Verhandlungen mit den USA bzw. dann am Ende auch Russland? Und wie viele Chancen geben, die einer, ich ne, jetzt mal dieses Jahr als Ziel nicht 24 Stunden und auch nicht wie 30 Tage, sondern welche Chancen siehst du, dass in 2026 das es Frieden geben könnte? Es wünscht sich natürlich jeder. Jeder hier wünscht sich, dass dieser Kriegmorgen vorbei ist. Auf der anderen Seite sieht man ja, dass Donald Trump mit der Ukraine verhandelt, aber wer verhandelt nicht mit uns, dass es Russland, ohne Russland ist dieser Krieg nicht zu beenden. Ich sehe zum aktuellen Zeitpunkt nicht, warum wir die mehr Putin aufhören sollte. Denn er hat noch viele Mittel in der Hand, die Ukraine noch weiter unterdruckt zu setzen. Und Ukraine hat immer weniger Mittel in der Hand. Welche Mittel meinst du, Rebecca? Er hat doch wirklich, zum Beispiel, dass wir hier frieren. Also es wird höchstwahrscheinlich in den nächsten Tagen weitere Angriffe geben und die Wetterlage mit zweistelligen Minustemperaturen wird höchstwahrscheinlich noch einen Monat, wenn nicht sogar länger anhalten. Das ist eine enorme Belastung. Weil die mehr Putin hat die Ressourcen, der russische Staat hat die Ressourcen offenbar immer noch tausende Männer zu mobilisieren, jeden Monat und die auch zu verlieren und trotzdem weiterzumachen, sie rücken vor. Während große Städte des gesamte Land mit massiven Strom ausfällen, mit massiven Heizungsausfällen, mit Problemen bei der Wasserversorgung zu kämpfen hat. Und aus russischer Sicht läuft es nicht sonderlich gut, man steht jetzt nicht vor Kiev, aber man rückt weiter vor. Und man hat aktuell noch nicht so viel zu befürchten. Und Präsident Silenz hier auf der anderen Seite ist immer wieder, auch vor den letzten Gesprächen der ukrainischen Delegation mit Vertretern der Amerikaner ging es unter anderem, so sagte er Hauptaufgabe, dass man den Amerikanern die Situation erklärt. Das heißt, sie sind immer wieder in der Situation, das offensichtlich erklären zu müssen. Und machen das, machen das mit einer unglaublichen Geduld, mit einem unglaublichen Engagement. Und man kann natürlich auch Erfolge dahingehen, verzeichnen, wenn wir zurückdenken, an den die Situation im Oval Office. Wo man ja hier tatsächlich in der ukraine kurz gefürcht ist, wenn es heißt, und die Amerikaner komplett fallen, die ganz große Katastrophes ist ja auch ausgeblieben. Also der ukrainis ist durch Ausgelungen ein Draht zu dieser Trump-Administration zu entwickeln, immer wieder im Gespräch zu bleiben, immer wieder auch die Termine zu bekommen. Das kann man durchaus als Erfolgen sehen, aber ich sehe aktuell einfach keinen Grund, warum Russland aufhören sollte und ohne Russland geht es nicht. Und was erwartet so dann von dieser Woche? Also Donald Trump in der Wohus in Silenzgi, der immer bereit war und gesagt hat, er ist jetzt für Waffen stillstand. Und Donald Vladimir Putin, das immer geschafft hat, irgendwie dann ganz am Ende zu sagen, na ja, aber so bin ich nochmal. Und es hat nie zu irgendetwas geführt. Also was du gerade in der ukraine mitbekommst, was glauben die Menschen, in welche Richtung das geht? Also ist dieser, ganz kurz, ist dieser überlebenswille, der ohnehin extrem stark ist. Aber das man sagt, man ist bei -20 Grad und jetzt ist recht. Oder sorgt das dafür, dass man sagt, wir halten das nicht sehr viel länger aus und wir müssen jetzt irgendwie einenfrieden finden. Und wenn dann der Donbass verloren geht, dann geht der Donbass verloren. Also wie ist da die Stimmung? Das ist der Frage, die habe ich mir jetzt auch gestellt, tatsächlich in den vergangenen Tagen. Könnte dieses frieren, könnte das dazu führen, dass die Stimmung tatsächlich kälte, ist auch eine vollter Methode. Ich habe in den letzten Tagen sehr viel auf meiner Recherche gesprochen, mit Menschen, die von nicht allzu langer Zeit die besetzten Gebiete, die von Russern besetzten Gebiete verlassen haben, die auch frieren. Und die drei Jahre oder länger unter russischer Besatzung gelebt haben. Und die waren sehr klar, was diese Frage anwiet, die haben gesagt, wir halten das aus. Da kommen wir was wolle, wir sind in der Ukraine und wenn sie, sie müssen uns physisch vernichten, sie müssen uns umbringen, aber ansonsten geben wir den gar nichts. Die allermeisten Menschen hier in der Ukraine wünschen sich natürlich ein Ende des Krieges. Die Mehrheit der Ukraine ist nicht bereit dafür, territorium abzugeben. Vor allem nicht die ukrainischen Truppen von Gebieten zurückzuziehen, also unter anderem den Donbass, der noch gehalten wird. Man könnte sich darauf einigen, aber dann sind wir bei Sicherheitsgerantien und darüber werden Silensky und Scham, bzw. die ukrainisch und die amerikanische Delegation mit Sicherheit sprechen und da wo es Sicherheitsgerantien eben, dass man vielleicht zu einem zu einer Art einfrieren kommt. Auch da wissen die Menschen nicht, wie soll das tatsächlich passieren, wie soll das abgesichert werden. Aber dass man praktisch die Tatsache akzeptiert, dass die Gebiete, die aktuell von Russland kontrolliert werden, zunächst einmal eben auch unter russischer Kontrolle bleiben, die juristisch an Russland abzugeben ist auch etwas, was sich die Mehrheit der Ukraine nicht vorstellen kann, was die Mehrheit der Menschen hier ablehnt und auch immer wieder begründet, mit dass es rechtlich gar nicht möglich ist. Sie bekommen Ende Silensky selbst, war schwer in der Kritik in den vergangenen Monaten, er hat dann ein Umbau verkündet, Yamag wurde gefeuert, Buddha-North, der ehemalige Geheimlich-Chef wurde oder mit der Geheimlich-Chef ist jetzt sein präsidial-Chef. Wie wird dieser Umbau wahrgenommen? Gleichzeitig habe ich gesehen, hat er sich mit ehemaligen Gegnern getroffen, also er hat Salushni gesehen, sein ehemaligen General, der damals die Angriffskrieg der Russen verteidigt hat zu Beginn der Voll-Inversion, er hat kolleger getroffen, sein Ausminister, der ja nun auch von seinen Leuten erkritisiert wurde. Also was versucht Silensky gerade? Silensky für viele Gespräche auf jeden Fall, man hat ja über Jörn Magge immer gesagt, er ist wie so ein Gatekeeper, hält die Leute von Silensky weg. Auch Vitali Klitschko, beispielsweise der Kierwe Bürgermeister hat das kritisiert, er habe mit Silensgesalt beginnen, das Angriffskrieges, keine direkten Gespräche geführt. Silensky zeigt, aktuell offenbar, dass das anders ist, dass er zugänglicher ist. Bisher kommen zumindest, die aller meisten dieser persönlichen Veränderungen gut an in der Bevölkerung, aber es ist zu früh, um zu bewertenen, wie weit sie tatsächlich effektiv sind. Der neue Verteidigungsminister, Michael Fedorov, in seinen ersten Äußerungen, in seinen Ankündigungen hat er genau das gesagt, was die Menschen hören wollen. Die Amémus reformiert, wir müssen da besser werden, wir müssen die Probleme angehen, die da sind, die offensichtlich da sind, die auch lange kritisiert worden sind von vielen Menschen, von vielen Soldaten auch hier in der öffentlichen Debatte. Wir sehen auch mit Budan auf dem Geheimnenschef eben die Möglichkeit, dass da eine zentrale Stelle jemand kommt, der das militärische, die militärische Seite nicht nur sehr gut versteht, sondern vielleicht auch stärkt. Auf der anderen Seite sehen wir das auch die Diplomatie, mit Leuten wie kollärbar, der eben mit Silensky nun gesprochen hat oder Serhikis Litzer, einer fahre, einer Diplomat gestärkt werden soll, gestärkt werden könnte. Aber es ist zum aktuellen Zeitpunkt zu früh, um einschätzen zu können, inwieweit dieser Umbau tatsächlich effektiv ist. Aber es kommt auf jeden Fall eine neue Dynamik rein. Silensky ist es damit gelungen, sind doch sehr angeschlagen, das Image zunächst einmal wieder zu verbessern. Und dabei muss man auch sagen, hilft ihm Donald Trump, der ist der Ukraine so schwer macht, dass Silensky da dann auch wieder Boden gut machen kann. Rebecca, vielen vielen Dank für das, was du uns berichtest hier und vor allem dafür, dass du so viele Jahre dort aus der Europa, aus der Ukraine berichtest, die können nur empfehlen. Ich hoffe, dass die Wärme zurückkehrt zu dir, aber vor allem natürlich zu den Menschen und Kier von ehrlicher Weise, ich sag dir eins, ich fühle mich wahnsinnig schlecht, dass ich hier gerade im Wahnsinn sitze. Also es ist eine Gründe dafür, dass ich gerade nicht in Ukraine sein könnte, weil ich andere Dinge machen muss. Ja, es ist wirklich so, dass ich denke, darf doch nicht wahr sein, ja, dass Donald Trump so viele Themen plötzlich gründ land. Umso wichtiger, ich will dich abschalten. Umso wichtiger, dass du heute zu Gast warst und das berichtet hast, was dort passiert. Vielen, vielen Dank, Rebecca. Und ich hoffe, wir sehen uns bald in Kierf oder irgendwo sonst in Ukraine. Sag gerne Bescheid, kriegen wir Wärmflasche mit. Ich ja, das sprich sowieso. Danke, Rebecca. Danke, dass ich zugehört habe. Wenn es Feedback gibt, egal ob positiv oder kritisch, lasst gern Kommentare da, ich les dir auch alle und bewertet den Podcast und abonniert ihn natürlich, wenn ihr nichts verpassen wollt. Ein herzliches Dankeschön geht an Philipp Jatov in der Redaktion an meinem Producer, Daniel van Moll und an Cedar Dennis und lieben hier in Rich für die Aufnahme und Mischung. Ich habe jetzt auch endlich einen eigenen YouTube-Channel. Ihr findet alle bisherigen und kommenden Folgen, alle Reportage und Interviews ab sofort auf YouTube unter Ronsheimer. Und den Link findet ihr hier auch noch in den Schoen nutz. Ich freue mich über jeden neuen Follow also Ronsheimer abonniert.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Ukraine erlebt einen extrem harten Winter mit Temperaturen bis -20°C, kombiniert mit massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur, was zu Stromausfällen, Heizungsproblemen und Wassermangel führt.
  2. Die Zivilbevölkerung leidet unter lebensbedrohlichen Bedingungen, muss kreative Überlebensstrategien entwickeln und lebt in ständiger Unsicherheit, da Reparaturen durch neue Angriffswellen zunichte gemacht werden.
  3. Der Krieg hat sich zu einem Abnutzungskrieg entwickelt, in dem Russland durch systematische Angriffe und technologische Weiterentwicklung (z.B. Drohnen) die ukrainischen Ressourcen und die Luftabwehr erschöpft.
  4. Die Ukraine fühlt sich international vergessen, da andere globale Themen die mediale Aufmerksamkeit dominieren, was zu Hoffnungslosigkeit und Frustration, besonders gegenüber der unberechenbaren US-Politik unter Trump, führt.
  5. Die militärische Lage an der Front ist äußerst schwierig; die Ukraine hält die Linien trotz personeller und materieller Unterlegenheit, aber die Verluste sind hoch, und die Soldaten kämpfen unter extremen Bedingungen in einer undefinierten Kampfzone.

Summary:

Der Podcast-Transkript beleuchtet die katastrophale humanitäre und militärische Lage in der Ukraine während eines extrem kalten Winters. Die systematischen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben zu flächendeckenden Strom- und Heizungsausfällen geführt, sodass die Zivilbevölkerung bei bis zu -20°C in ungeheizten Wohnungen ausharren muss. Die Menschen sind auf Notlösungen wie Gemeinschaftswärmeräume angewiesen, während ständige neue Angriffswellen jede Stabilisierung zunichte machen.

Gleichzeitig hat sich der Krieg zu einem Abnutzungskrieg entwickelt, in dem Russland durch Drohnenangriffe und Materialmangel die ukrainischen Ressourcen erschöpft. International fühlt sich die Ukraine trotz der eskalierenden Brutalität des Konflikts zunehmend vergessen, da andere globale Krisen die Aufmerksamkeit binden. Dies nützt Russland, das weiter Geländegewinne verzeichnet.

An der Front kämpfen ukrainische Soldaten unter entsetzlichen Bedingungen in einer undefinierten Zone, während personelle Engpässe und Erschöpfung die Lage verschärfen. Insgesamt dominiert eine tiefe Perspektivlosigkeit, da weder ein militärischer Durchbruch noch ein diplomatisches Ende in Sicht ist.

FAQs

Sie ziehen sich extrem warm an, nutzen Kerzen und Heizlüfter bei Strom, ziehen in beheizbare Räume um oder besuchen öffentliche Wärmestuben. Viele weichen zu Freunden mit funktionierender Heizung oder Dusche aus, da es kaum dauerhafte Lösungen gibt.

Russland führt einen systematischen Abnutzungskrieg gegen die Energieinfrastruktur, einschließlich Wärmekraftwerken. Zudem sind Ersatzteile für alte sowjetische Anlagen knapp, die Reparaturen werden durch Personal- und Strommangel sowie extreme Kälte erschwert.

Der Alltag ist geprägt von Stromausfällen, Kälte, fehlendem warmem Wasser und eingeschränkter Kommunikation. Familien können nicht planen, Kinder müssen in kalten Wohnungen online lernen, und grundlegende Tätigkeiten wie Wäschewaschen werden zu großen Herausforderungen.

Andere internationale Themen wie die Grönlandkrise oder US-Politik dominieren die Schlagzeilen, obwohl der Krieg brutaler wird. Dies führt bei vielen Ukrainern zum Gefühl, vergessen zu werden, trotz der extremen Belastungen.

Die Lage ist für die Ukraine äußerst schwierig und wird nicht besser. Russland rückt langsam vor, während die Ukraine unter Ressourcenmangel, Erschöpfung der Soldaten und logistischen Herausforderungen leidet, aber die Front größtenteils hält.

Die ukrainische Luftabwehr ist unzureichend, während Russland seine Drohnenangriffe technisch verbessert hat. Dies erschwert die Abwehr von Attacken auf die Infrastruktur erheblich und verschärft die Energiekrise.

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