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Prof. Dr. Helmut Schönenberger: CEO UnternehmerTUM und Vice President Entrepreneurship TU München / BBUG 156

31m 6s

Prof. Dr. Helmut Schönenberger: CEO UnternehmerTUM und Vice President Entrepreneurship TU München / BBUG 156

Der Podcast mit Prof. Dr. Helmut Schönberger, Vice-President Entrepreneurship der TU München und CEO von Unternehmertum GmbH, stellt ein außerordentlich erfolgreiches Modell zur Förderung von Innovation und Unternehmertum vor. Die Initiative fungiert als eine Art "Start-up-Factory", die aus einem Ökosystem aus emotionaler Ermutigung, initialer Mikrofinanzierung (z.B. durch den "Funding for Innovators"-Fonds), praktischer Infrastruktur und Netzwerken besteht. Dies ermöglicht es vorwiegend jungen Talenten, Ideen zu prototypisieren und zu skalieren. Das Ergebnis sind weltweit agierende Unternehmen wie Isar Aerospace im Bereich Raumfahrt oder FlixBus. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind beträchtlich: Etwa 25% der relevanten deutschen Tech-Start-ups, jährlich etwa 2 Milliarden Euro Risikokapital und die Schaffung von ein bis zwei "Unicorn"-Unternehmen pro Jahr gehen auf dieses Ökosystem zurück. Schönberger betont die Bedeutung von Kunst für die Kreativität in der Tech-Szene und sieht den Ansatz als "Jungbrunnen" für die Wirtschaft und für Lösungen globaler Herausforderungen wie Nachhaltigkeit. Sein dringlicher Appell ist, dieses Modell in ganz Europa zu replizieren, um im globalen Wettbewerb mit den USA und China technologisch souverän, leistungsfähig und wertebasiert handeln zu können. Der Schlüssel liege in Optimismus, Mut, Energie und der systematischen Förderung der nächsten Generation.

Transcription

4092 Words, 25802 Characters

German
Also wir kreieren im Jahr ein bis zwei Unicorns, also Firmen, die über eine Milliarde Euro wert sind. 25 Prozent aller relevanten Tech, neuen Tech-Unternehmen aus Deutschland kommen von uns. Also unser Start-ups ziehen rund 2 Milliarden Euro Risikokapital pro Jahr an. Wenn jeder optimist unter uns zwei junge Optimisten fördert und die wiederum zwei fördern, dann wird ganz schnell Deutschland eine Nation der Optimisten. Unsere Aufgabe ist es halt, das ein perfektes Ecosystem anzubieten, dass die nächste Generation dieser innovative Menschen die Chancen hat, wie ich diese großen Lösungen zu bauen und die so zu skalieren, dass sie wirklich weltweiten Impact haben. Kunst ist total wichtig, weil es einfach die Kreativität auch fördert, neue Perspektiven aufzeigt, Freude macht, Emotionen verbindet. Und deswegen ist der auch für so eine Tech-Szene halt Kunst super wichtig und cool, und dass sich das alles vermischt. Das, was Energie bringt, ist halt, sich mit super coolen Leuten zu umgeben, die mindestens genauso viel Drive und Energie haben immer selber und mit denen starkes Team bilden. Schon gewusst, Prof. Dr. Helmut Schönberger ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Akteure für die Zukunft Deutschlands und Europas. Als Fiezepräsident der TU München und als CEO von Unternehmertum bringt der junge Talente aus dem Tech-Bereich zusammen mit Geld, Aufmerksamkeit und Vision. Zwei in Gespräch, das sehr stark geprägt war von seiner positivität und von seinem Glauben an eine Industrie in ein Land und eine Region Europa, die Kraft voll wachsen kann. Herzlich willkommen zum Podcast Tomorrow Thinking. Schön, dass sie dabei seid. Ich denke, ihr wird viel Freude haben. Ich zumindest hatte viel Freude mit unserem Lieben Helmut und hier wir go. Tomorrow Thinking with Johann Alexi. Wie würdest du deinen Rolle beschreiben als Vice-President Entrepreneurship an der TU München? Der Kümmerer hat das emotional supportpad für die nächste Generation, um den das zu ermöglichen, an ihre eigenen Ideen zu glauben und das, die dann eben loslegen und richtig große erfolgreiche Firmen aufbauen. Wie würdest du die aktuelle Stimmung in der Studentenschaft skizieren? Gerade im Kontext der Geopolitik, der Weltwirtschaft, der deutschen Wirtschaft? Das ist schon natürlich viel Unruhe, viel Unsicherheit, viel Bewegung so wie in der gesamten Gesellschaft. Ich glaube, das positive halt an den jungen Leuten ist, die wollen halt auch was bewegen. Zum zumindest enorm viele wollen was bewegen. Also bei uns an der TU München haben 50.000 Studierende und jede dritte, jeder dritte ist wirklich aktiv. Und das ist eine enorme Power. Das ist eine 50.000 Leute, das ist eine mittlere Stadt genau. Und wenn du die auf die richtige Spur bringst, positiv zu denken, optimistisch zu sein und die Welt positiv zu verändern, kannst du enorm viel ändern. Also kannst du Städte ändern, wie München? München ist so erfolgreich, weil diese jungen Leute so viel innovieren, weil die große Firmen aufbauen, wie eine Flix-Busne-Zylon ist, das sind zwischen Milliarden Unternehmen. Und es fängt halt alles super klein an mit ein paar Leuten, die viel Energie haben und gute Ideen. Was sind denn so diese Alleinstellungsmerkmale, die du da hast in deinem Agieren? Weil es ist ja wirklich ziemlich unique, wie du da rangehst und ein extremster Vollkreich. Was sind so die Hebel, die du den Studenten da anbiet? Den wirklich helfen da hinzukommen, wo sie jetzt sind. Ich glaube, das eine ist halt dieses Emotionale, also dass man den einfach auf die Schulter auch klopft und gut gibt. Und sagt, ey, was ich, Johanna, Thorben, du kannst das, liegt los. Hier sind mal 2.000 Euro, kauft mal eure kleinen Elektro-Komponenten, geht bei uns in die Werkstatt und baut mal was Wochenende, euren Prototypen. Das ist so dieses eineseits Emotionale, aber dann halt auch die Infrastruktur des Know-How, das Ecosystem, den zu bereitstellen, dass die wirklich auch großes anfangen können. Und dann fangen die halt erstmal an zu basteln. Und das sind dann erstmal kleine Geversuche, aber aus diesen Crystalisiert sich halt dann was größere ist. Und irgendwann wird dieses größere richtig mächtig. Und dann ist es plötzlich eine Firma, die eben Milliarden wert ist und tausend von Mitarbeitern hat. Aber es hat halt diesen Kristallisationspunkt irgendwo. Total interessant, also ich höre so was wie Empathy und Budget-Freigabe, so knapp gesagt. Genau, wir haben so einen kleinen Fund, das nennt sich Unternehmertum Funding für Innovators. Und da vergeben wir wirklich, das ist nicht viel Geld. Das sind mal tausend mal 5.000 Euro, indem wir halt kleine Dinge mal anfinanzieren. Und wenn die funktionieren, dann sagen wir, jetzt geht doch mal den nächsten Schritt, hier sind 50.000 Euro. Und das macht halt Unternehmertum möglich, mit all den Menschen, die dahinter stehen. Und beispielsweise die Susanne klatten es unsere Charumennen und auch die alleingesellschafter von Unternehmertum, die stellt eben dieses Geld von Funding für Innovators zur Verfügung, damit diese jungen Leute den nächsten Schritt gehen können. Und das ist, was unsere Generation der nächsten Generation geben kann. 2002 hast du mit Susanne klatten, Unternehmertum co-gefahndet und du bist aber auch CEO oder und sie hat die Anteile. Genau, sie ist unsere Aufsichtsratschefin und alleingesellschaft darin. Ich hatte halt damals, ich war da 29 Jahre, und hatte halt die Chance, mit einem guten Team dann Unternehmertum hochzuziehen. Und ich glaube, es war toll, dass das jetzt immer fast ein Viertel Jahrhundert unterwegs ist. Und der Frau Klatten ist nach wie vor aufsichtsratsversitzende. Und ich habe mit einem sehr guten Geschäftsführer Team, haben jetzt 500 Kollegen und Kollegen um halt diese riesige Maschine, wenn in der Startup Factory, also eine im Grunde, wie so eine Produktionsmaschine, aus der halt jede Woche zwei neue Wachstumsunternehmerauspurzeln. Genau, und das ist, was wir machen, ganz konkret. Ihr macht ein Jahr aus Umsatz von 50 Millionen, richtig? Genau, also die Maschine sozusagen, die diesen Wert produziert, selbst profitabel. Ich trägt sich selber, genau, es gibt viele Bereiche, wie unser eigener Wenscher vor, der es profitabel. Und die Unternehmertum als Muttergesellschaft ist gemeinnützig und wir müssen halt auch unternehmerisch agieren, mit unserem Budget auskommen und wachsen auch sehr stark. Also wir schaffen es halt durchschnittliche, jetzt über die Jahrzehnte, um 25 bis 30 Prozent pro Jahr im Output zu wachsen. Das heißt, wir verdoppeln uns alle drei Jahre und verzehntfachen uns allen Jahrzehnt. Und das ist halt jetzt so stark, dass das wirklich unser Land verändert. Also München, sehr erfolgreich, weil München ist jetzt die erfolgreichste Gründung statt Deutschlands. Bayern als Land profitiert, wir haben rund 25 Prozent aller relevanten Tech, neun Techunternehmen aus Deutschlands kommen von uns. Wir ziehen uns, also das Start-ups ziehen rund zwei Milliarden Euro Risikokapital pro Jahr an und krieren halt Tausende von Arbeitsplätzen. Und richtig viel Unternehmenswert. Und wollt ihr Unternehmertumskalieren europaweit oder weltweit? Es gibt es da Gedanken die Richtung oder bleibt das dann lokal in Bayern? Also erstmal das ganze Spiel ist komplett global. Also die Firmen, die wir hochziehen, wie eine Flixbus, die sind überall. Also egal ob ich jetzt in USA oder in Indien und in Europa unterwegs bin, überall sieht man Flixbus. Also da hätte es jetzt nicht lokal Aktivitäten und auch unsere Gründerinnen und Gründer kommen aus der ganzen Welt. Genau und gleichzeitig sagen wir halt, es wäre toll, wenn wir halt viele Geschwister hätten auch in anderen deutschen europäischen Städten, die im Grunde aus welches Start-up-Factories sind. Bahn sich da was an? Genau und das läuft schon, also die Bundesregierung fandet diese Idee auch gut und hat dann vor zwei Jahren den Leuchtturm Wettbewerb Start-up-Factories ausgeschrieben. Ziel ist es eben neben München und auch in Potsdam gibt es das HPEI vom Hasoplatnert sehr gut ist und in Heilbronnen in der Dieter Schwarz mit seinem Bildungskampus und Campus-Vounders ist da auch sehr stark, dass man da auch diesem Vorbild eben weitere Start-up-Factories baut. Und das ist jetzt losgegangen und wir haben jetzt die unsere Bundeswirtschaftsministerin, Katharina Reicher hat die Sieger im Juli verkündet und die bauen jetzt eben in Städten wie Trästen, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und so weiter, dieses Start-up-Factories auf. Bahn sind, da kann man ja voller Hoffnung sein. Ja, genau. Also es ist wirklich so, das ist der Jungbrunnen das, wenn die Unternehmen von morgen geschaffen und das müssen wir halt als Land hinbekommen. Also wir dürfen nicht nur am alten Klammern und hoffen irgendwie, dass all die etablierten Unternehmen überleben, sondern wir müssen halt auch neue Pflänzchen schaffen. Diese Pflänzchen werden dann hoffentlich groß und richtig große Bäume und irgendwann mal Weltmarkt-Schürer. Also aus einem der Bäume ist ein riesige Urwald geworden, man so will im Bildlich gesporn und zwar Isar Aerospace, kommt der von euch jetzt einmal. Was ist das? Genau, das war, also das ist das europäische SpaceX, also einen Raketenfirma, gegründet von drei TU Studenten, die halt begeistert waren, Forschungs-Raketen zu bauen. Und die haben das halt in unseren Werkstätten gemacht und waren da in den Studentincentiven sehr erfolgreich. Und irgendwann mal haben sie auch den Ehe-Mass kennengelernt beim Wettbewerb und haben wir gesagt, hey, warum machen wir es eigentlich nicht auch? Und so ging es los und heute ist es eine Firma mit über 400 Mitarbeitenden. Und jetzt wird es ja schon den ersten Start, der die ersten wichtigen Meilensteine geschafft hat, dass die Rakete aus Norwegen heraus ist, eine halbe Minute geflogen und jetzt soll in den nächsten Monate die nächste Test laufen. Und Ziel ist es halt eine privatwirtschaftliche, hocherfolgreiche Weltraumfirma aus Bayern, Deutschland, Europa herauszubauen. Frisch, nehm an, die schießen Satelliten da hoch als erstes oder eher Menschen. Erst mal Satelliten, genau, und dieser Rakete, die ist 28 Meter hoch und kann nutzlast von rund eine Tonne in so einem sogenannten Low Earth orbit. Also das sind rund 400 Kilometer über der Erdoberfläche schießen. Und die fliegen dann halt in dieser Höhe, das ist also die Höhe auch von einer internationalen Space Station. Und diese Satelliten können für alles möglich genutzt werden, wie beispielsweise Wetter-Vorher-Sagen oder Kommunikations-Satelliten und so weiter. Ja, gerade im Zeiten von Klimawandel sind ja gerade diese Daten aus dem All super wichtig, einfach um zu observieren, wie das Geo-Bio-System sich verändert. Genau ist dann wiederum für die Landwirtschaft super relevant ist. Also tatsächlich auch ein Wirtschaftsfaktor. Total, da entsteht der Sprudeln halt jetzt ganz viele neue Firmen, neue Applikationen raus. Also wie du gerade gesagt hast, eine Firma, Aurora Tech, die machen Detektion von Waldbremden in der Frühphase. Das ist so eine Sache, die ist da aus dem Weltraum gut beobachten kann, also entwickelt sich irgendwo ein Feuer und kannst du halt möglichst schnell das erkennen und dann möglichst schnell die Löschstruppen zu diesem Feuer bringen. Das ist eine Applikation und da gibt es natürlich noch viele, viele weitere. Es ist mega wichtig für unsere Zukunft und wir dürfen uns da natürlich nicht überholen lassen, auch einen Zugriff auch auf diese Technologie. Das tolle ist ja weißt du, wir haben die Leute, wir haben die Ideen, wir haben die Technologien und lasst uns halt die nächste Generation diese tollen Applikationen bauen. Die Verbindung von Lehrewissenschaft und Business ist ja echt einer der wichtigsten Angelpunkte unserer Zeit, oder? Genau, dieser Dreiklang hat die besten Universitäten auch richtig stattgemacht, also einerseits tolle Lehre, weil das noch die Quelle der nächsten Generation der Talente, die es zu ansieht und die es mit neuen Ideen konfrontiert. Genau dann die Forschung halt, dieser Wissenserkenntnisse, die es du hast, aber dann halt das dritte, die Innovation, in denen es darum geht, dass diese Ideen auch wirklich ein Wert haben und auch auf dem Markt kommen und die Bedingen sich halt auch. Das heißt, du musst halt coole Dinge auch haben, damit zu coole Leute anziehst, okay? Du brauchst auch Geld, um die Maschine laufen zu lassen, also es bedingt sich alles, das ist ein großes System, genau. Und in USA und in Asien ist das Gang und Gewe und in Europa Gott sei Dank, finde es jetzt auch langsam die Universitäten, dass es dieser Dreiklang ist aus eben Forschung, Lehre und Innovation. Und darf ich auch vergessen, dass der Bullstand, den wir uns erarbeiten und die Innovationsmöglichkeiten, die wir uns erarbeiten, auch dann systemisch super relevant sind, um eine gesunde Demokratie zu zerbrieren, um für das Gemeinwohl einzutreten. Aber auch um Nachhaltigkeitslösung zu finden und auch um auf geopolitisch und dann letztendlich auch auf militärischer, aktuell leider Basis irgendwie gut aufgestellt zu sein, das geht eigentlich irgendwie auch darum, Deutschland in Europa zu stärken auf der Ebene, oder? Genau, also das ist wirklich eine Quelle von Innovationen, von neuen Firmen, also allein aus der Tio München heraus, sondern vom Umfeld, entstehen halt pro Woche zwei neue Wachstumsunternehmen und die ziehen pro Woche und 40 Millionen Euro an Risikokapital an. Und das ist halt inzwischen so eine Maschine, dass da Tausende von Arbeitsplätzen halt im Jahr geschaffen werden, diese Firmen auch erhebliche Umsätze machen, die es auch hoch bewertet sind, also bekreieren im Jahr ein bis zwei Unicorns, also Firmen, die über eine Milliarde Euro wert sind. Und deshalb der Jungbrunnen, der Wirtschaft, der Jungbrunnen für coole Produkte, der Jungbrunnen für Lösungen, für einen nachhaltigen Zukunft. Also beispielsweise, wir haben von dieser Aerospace gesprungen Zugang zum Weltraum, aber es gibt auch Firmen, die machen neue Energiesysteme, neue Batterien. Also es ist eine grieße Gebannbreite, die wir sind in der Telemedizin tätig. Du hast viele, viele Projekte im Bereich Ernährung. Also es gibt ganz, ganz viele Innovationsbereiche, wo noch nicht alles erfunden ist, wo es Kunden gibt, die gerne Geld dafür zahlen, wo es große Probleme gesellschaftlicher und ökologische Art gibt, die zu lösen sind. Und ich glaube, unsere Aufgabe ist es halt, das ein perfektes Ecosystem anzubieten, dass die nächste Generation dieser innovative Menschen die Chancen hat, die ich diese großen Lösungen zu bauen und die so zu skalieren, dass sie wirklich weltweiten Impact haben. Weltweit ein gutes Schlagwort, weil ich frag mich gerade, wie schätzt du so, und das Potenzial Europa sein, im Kontext zu China und USA, weil wir wissen ja, dass Technologie und Innovation auch macht bedeutet und Einfluss und eben dementsprechend auch, dass durchsetzen von Werten. Genau, das ist einfach das Durchsetzen von Werten gesagt und das heißt letztendlich, wir müssen Leistungsfähig sein. Also wir brauchen einfach die Produkte, die Technologien um Zubereien zu handeln. Und wieder zurück zu Isaro Space den Zugang zum Weltraum, wenn wir den nicht haben, dann können wir halt auch keine Satelliten bauen, die dann die Kommunikation auf der Erde mitsteuern oder die eben mit ihren Sensoren dann Dinge auf der Erde detektieren und überwachen. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir in der Lage sind, als Kontinent diese Dinge auch zu bauen und zu betreiben. Und ich glaube, wir sind jetzt in der Phase, wo die Nationen unglaublich Gas geben, insbesondere in USA und in China, dass der Fortschritt enorm groß schaut euch nur an, was eine SpaceX beispielsweise macht mit dem Starship. Also es ist einfach unfassbar in welchen Dimensionen die neue Dinge hinbekommen und wir als Europäer müssen uns diesem Wettbewerb halt stellen und ähnliche Dinge, ähnliche Fähigkeiten halt hinbekommen. Wir haben all diese Möglichkeit, wir haben tolle Leute, wir haben auch noch genügend Kapital, wir haben auch eine technologische Basis, wir haben eine Industrie, die dann auch diese Dinge fertigen kann. Aber wenn wir halt jetzt schlafen und diese ganzen Arbeitsplätze in der Industrie weggehen, dann zerbröselt halt das, dann zerbröseln die Wertschöpfungskäten. Das ist mein Wund, schon mein Interesse, dass wir halt jetzt die nächsten 15 Jahre massiv Gas geben, um mindestens so schnell zu sein wie die Amerikaner und die Kinesen. Woran hakt's am meisten? In unseren Köpfen. Und wie verändern wir das? In dem wir mehr Energie haben, mehr Mut haben und auch die Menschen, die eben das bewegen wollen, fördern, Wertschätzen. Und das ist ja genau was wir da an der Türmünchen zeigen, dass das funktioniert, dass es jetzt nicht ein abstrakter Wunsch, sondern es funktioniert. Wir haben, wir produzieren in unserem Umfeld 25 Prozent aller deutschen Techunternehmen aus einer Gruppe von 50.000 Studierende. Deutschland hat aber 84 Millionen Leute. Stell dir mal vor. Genau, und ich glaube, wenn in anderen Städten, in anderen Regionen auch dieser Drive kommt, dann haben wir da die besten Chancen, aber wir müssen jetzt einfach loslegen. Einfach machen, machen, machen. Aber wo machen, du machst ja auch sehr viel, wie man sieht und hört und wie organisierst du in deinem Privatleben so um da ein bisschen die Balance zu finden? Gibt es irgendwelche Lifehacks, die man von dir erlernen kann? Erst mal, ja, ich bin ein ziemlicher Wirkoholik. Also, es ist so ein Center aufzubauen und wir gehen der Weltspitze zuergieren, das machst du nicht in 40 Stunden in der Woche. Und von daher bin ich nicht nur in der mir ein fantastisches Team, aber das muss man halt auch klar machen als Europäer. Das sei da richtig, viel Arbeit und wenn wir Weltspitze sein wollen und wenn wir suverän sein wollen und leistungsfähig sein wollen, dann werden wir das nicht in 50 Prozent der Zeiten bekommen, wie unsere Wettbewerber, sondern nun müssen wir halt auch einfach enorm leistungsfähig sein und gleichzeitig auch Freude haben. Das ist für mich natürlich viel Arbeit und benötigt viel Disziplin, aber es macht auch riesen Spaß. Und zu sehen, was man als Team bewegen kann, ist großartig und ob das, was Energie bringt, ist halt sich mit super coolen Leuten zu geben, die mindestens genauso viel Drive und Energie haben immer selber und mit denen starkes Team bilden. Okay, also full in Business Life, aber so was wie so irgendwelche Spezialenierung oder Sport oder Familie oder Natur, ist auch bestimmt auch noch Rolle, oder? Genau, so Fahrradfahren, Skifahren, Bergsteigen und beispielsweise 30 Minuten im Fahrrad in die Arbeit fahren, ist sehr cool. Das ist ein super Lifehack, man muss und dann auch bei jedem Wetter oder? Ja, es ist jetzt ein drei Regentropfen, wir bringen uns nicht um. Okay, aber bei Hagel und Schnee lässt es stehen, dann muss es nicht sein. Okay. Jetzt hol ich uns aus diesem Thema noch mal raus, mit Zoom raus in der andere Welt, in die Philosophie und in die Kunst. Wir sitzen hier von einem Berg, von mir, ich fand gar nicht erst andere zu sprechen, das kann meine Frau viel besser. Die Jana von Helene ist nämlich Kuratorin und kennt man wirklich sehr gut. Besprochen wird die Arbeit Truth Discaptor von Johan Alexi aus dem Jahr 2022. Er verwendet dafür Binder und Pigment auf Leinwand. Man steht vor dieser großformatigen Arbeit und taucht förmlich in eine ganz tiefe rote Farbfläche ein. Und erst auf den zweiten Blick erkennt man die Worte auf der Leinwand, die wirklich aus dieser Farbfläche auftauchen. Truth is Capital, wie der Name des Werkers auch schon sagt. Und wirklich rot, auf rot, die Schrift ist rot, auf der roten Leinwand. Und man spürt die Worte fast mehr, dass man sie sieht. Mit dieser Arbeit provozierte wirklich die freie Interpretation des Betrachtes. Und die Sicht auf das Werk ist genauso einzigartig wie der Betrachter selbst. Der Künstler holt diese Worte aus seinem Unterbewusstsein. Während einer Meditation. Helmut. Macht das irgendwas mit dir, das Werk? Absolut, also prinzipiell Kunst ist total wichtig. Weil es einfach die Kreativität auch fördert, neue Perspektiven aufzeigt. Freude macht Emotionen verbindet. Und deswegen ist er auch für so eine Textsehne halt Kunst superwichtig und cool. Und dass sich das alles vermischt. Genau. Erst mal ist es spannend, das Werk anzuschauen. Es regt einfach zum Denken an. Und ich habe mir da auch gedacht, hey, was hat der hier bei Johann Dank gemeint? Und es sind ja zwei Bassewürz, die meines Szene sehr wichtig sind. Kapital klar, das ist das Öl des Unternehmertums sozusagen das Geld. Und andererseits Trust ist das halt was in den Menschen drin ist, das Vertrauen, dass man sich gegenseitig gibt. Und das eigentlich das größte Kapital, um miteinander zu arbeiten. Das waren so meine Gedanken und mir gefällt's. Das freut mich sehr, dass sich das so gedanklich mitgenommen hat. Und ich habe ganz tolle Erfahrungen gemacht mit diesem Werk mit ganz vielen Menschen darüber gesprochen, auf vielen Unternehmen, weil eine Ähnlicharbeit im Palibiron drüben, beim Bahnbahnunternehmer gespeichend hängt. Und im Dinnerraum und dort entstehen immer ein wahnsinnig gute Feedbacks. Viele Fragezeichen und dann auch dutzender von Interpretationsmöglichkeiten. Also ich habe es gefühlt, da gibt es 20, 30, 40 Arten, das Ding zu lesen. Und ich lieb's halt an der Kunst, genau das Fest zu stellen, dass man, wenn man von einem Werk steht und mit jemandem Werk spricht, man realisiert, oh, der kommt ganz anders auf das Werk, das heißt, jeder ist so einzigartig. Wie er ist und auf die Dinge schaut. Und das ist einfach ein tolles Gefühl, als Mensch auch zu das zu verstehen. Und dass ich dich fragen wollte, warum hast du die Farbe rot gewählt dafür? Auch eine enttuitive Entscheidung. Also ich treffe ganz viele enttuitive Entscheidungen. Ich hol mir meine Infos aus Unterbewusstsein, als ich bin da wenig kathesianisch. Und das habe ich gelernt, ich kann mir ursprünglich aus dem Unternehmerischen, ich hatte ja auch eine Strategieberatungsagentur, die große Konzerne beraten hatte. Und dann eine Kunst-Thandel und einfach diesen professionellen Aspekt loszulassen, damit zu erlauben mit meinem Unterbewusstsein und meiner Intuition, mein Kontakt zu seinen hilft mir und ist auch irgendwie erhalsam und macht mich glücklich. Und da gehört das rot dazu. Ich habe sehr viele Rote und Rosa-Themen in meinen Werken. Don't ask me why. Schön. Ein Thema, was mich persönlich total interessiert und ich, was ich auch wirklich relevant finde, was wir auch gestern mit Rafael Laguna angesprochen hat, ist Thema Optimismus und Innovationswilde in unserer Gesellschaft. Das scheint ja irgendwie so vielleicht abgeleitet von German Angst, ein Problem ein bisschen zu sein. Und dann fragt mich, wie könnte man in unserer Gesellschaft Optimismus gelieren? Genau. Du als Ingenieur. Genau, wenn jeder Optimist unter uns zwei junge Optimisten fördert und die wiederum zwei fördern, dann wird ganz schnell Deutschland eine Nation der Optimisten. Und wir machen deshalb bei uns ein Latino-München, in dem wir einfach die Leute fördern. Das ist die nennt sich "Tumentroponollen Masterclass", da ermöglichen wir 100 jungen Master-Ran-Masteranten, ihre Abschlussarbeit zu ihrem Start-up-Thema zu schreiben. Und das ist sensationell, was da für Energie freigesetzt wird und aus den von den 100 Gründen dann real gut überdreißig eine eigene Firma. Genau. Und so ganz praktisch weißt du. Ja. Dann hast du wieder. Das müssen wir halt machen. Lasst uns einfach auf die Chancen konzentrieren, auf die Leute, die was bewegen wollen. Die Koalition der willigen bauen und dann kann sich wahnsinnig viel bewegen. Ja, also klar, wenn die Privatwirtschaft so was tut wie ihr, ich denke auch der Start, macht ja schon ein paar Sachen, muss ich da auch noch mal massiv öffnen und selbst innovieren und entzehren. Ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt. Auch im Start gibt's, also wahnsinnig viele tolle Leute, die klug sind und die was tolles für unser Land bewegen wollen. Und ich bekomme es ja auch mittig, bin er einerseits praktisch CEO von Unternehmer-Tum als Privatwirtschaftliche, gemeinnützige Firma. Und gleichzeitig bin ich vice-president einer staatlichen Universität und sehe diese zwei Welten und die lassen sich ja auch verbinden. Also es ist nicht ein Entweder oder dann gegeneinander, sondern das unglaublich viel Substanz auf beiden Seiten. Und wenn man die Stärken von beiden Seiten nutzt, dann kann groß ist geschehen. Ja, großartig, wie du das so balancierst. Also macht auch Spaß und ich glaube, das ist, können viele in dem Land. Ich glaube, wenn du das dann Raffel Laguna angesprochen hast, Raffel ist ja auch so einer, der jetzt die Sprint leitet und gleichzeitig halt auch viele Firmen hochgezogen hat. Und solche Menschen bewegen wahnsinnig viel und macht Spaß mit ihnen zusammenzuarbeiten. Genau, Raffel Laguna ist Gründungsdirektor der Bundesagentur für Sprunginnovation. Der war gestern bei meinem Podcast, also für die alle, die einen Gespräch mit ihm anhören wollen, ist auch mega spannend. Da macht er zwar aus einer staatlichen Perspektive, kann ich nur sehr empfehlen, auch super inspirierend und interessant, lieber Helmut. Wenn ich jetzt den Geister aus der Flasche lassen würde, was würdest du dir wünschen? Genau diese Optimisten, dass die sich auf das positive Konzentrieren und dass wir diesen Schneeball-Effekt des Optimismus haben. Und dann ist das, ich glaube, dann hat Europa und Deutschland die besten Chancen und da können wir alle und unsere Kinder ein wahnsinnig gutes Leben haben. Aber wir müssen halt dafür kämpfen und was tun. Danke für diese starken inspirierenden Worte, lieber Helmut. Vielen, vielen Dank, dass du bei uns warst. Im Rahmen der BBOG und bis ganz bald. Danke, lieber. Wir haben die BBOG-Fellowship gewollt. [MUSIK]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Unternehmertum GmbH, angeführt von Prof. Dr. Helmut Schönberger, fungiert als eine äußerst erfolgreiche "Start-up-Factory", die wöchentlich neue Wachstumsunternehmen aus der TU München und ihrem Umfeld hervorbringt.
  2. Das Ökosystem kombiniert emotionale Unterstützung, initiale Finanzierung (z.B. den "Funding for Innovators"-Fonds), Infrastruktur und Netzwerke, um Talente zu ermutigen, aus Ideen globale Unternehmen wie Isar Aerospace (das "europäische SpaceX") oder FlixBus zu skalieren.
  3. Die Initiative schafft erheblichen wirtschaftlichen Wert
  4. Kunst und Kreativität werden als integraler, inspirierender Bestandteil der Tech-Szene betrachtet, der neue Perspektiven fördert.
  5. Es besteht ein dringender Appell, dieses Modell in ganz Europa zu skalieren, um im globalen Technologiewettbewerb mit den USA und China durch Innovation, Leistungsfähigkeit und Werte durchsetzungsfähig zu bleiben.

Summary:

Der Podcast mit Prof. Dr. Helmut Schönberger, Vice-President Entrepreneurship der TU München und CEO von Unternehmertum GmbH, stellt ein außerordentlich erfolgreiches Modell zur Förderung von Innovation und Unternehmertum vor.

B. durch den "Funding for Innovators"-Fonds), praktischer Infrastruktur und Netzwerken besteht. Dies ermöglicht es vorwiegend jungen Talenten, Ideen zu prototypisieren und zu skalieren.

Das Ergebnis sind weltweit agierende Unternehmen wie Isar Aerospace im Bereich Raumfahrt oder FlixBus. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind beträchtlich: Etwa 25% der relevanten deutschen Tech-Start-ups, jährlich etwa 2 Milliarden Euro Risikokapital und die Schaffung von ein bis zwei "Unicorn"-Unternehmen pro Jahr gehen auf dieses Ökosystem zurück. Schönberger betont die Bedeutung von Kunst für die Kreativität in der Tech-Szene und sieht den Ansatz als "Jungbrunnen" für die Wirtschaft und für Lösungen globaler Herausforderungen wie Nachhaltigkeit.

Sein dringlicher Appell ist, dieses Modell in ganz Europa zu replizieren, um im globalen Wettbewerb mit den USA und China technologisch souverän, leistungsfähig und wertebasiert handeln zu können. Der Schlüssel liege in Optimismus, Mut, Energie und der systematischen Förderung der nächsten Generation.

FAQs

Im Umfeld der TU München werden pro Jahr ein bis zwei Unicorn-Unternehmen geschaffen, also Firmen mit einem Wert von über einer Milliarde Euro.

Etwa 25 Prozent aller relevanten neuen Tech-Unternehmen in Deutschland stammen aus diesem Umfeld, was deren erheblichen Einfluss unterstreicht.

Die Start-ups ziehen rund zwei Milliarden Euro Risikokapital pro Jahr an, was das Vertrauen von Investoren in diese Innovationskraft widerspiegelt.

Als Vice-President Entrepreneurship fungiert er als emotionaler Unterstützer und Ermöglicher für die nächste Generation, um an ihren Ideen zu glauben und erfolgreiche Unternehmen aufzubauen.

Es vergibt kleinere Beträge wie 5.000 Euro für erste Prototypen und bis zu 50.000 Euro für weitere Schritte, um unternehmerische Initiativen frühzeitig zu finanzieren.

Isar Aerospace ist eine europäische Raketenfirma, gegründet von TU-Studenten, die Satelliten in den Orbit bringen will und als privatwirtschaftliches Weltraumunternehmen aus Europa wachsen möchte.

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