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Populismus als Waffe - Wie Big Tech Demokratie und Öffentlichkeit kaputtmacht

45m 32s

Populismus als Waffe - Wie Big Tech Demokratie und Öffentlichkeit kaputtmacht

Martin André argumentiert, dass die Demokratie durch die Machtkonzentration digitaler Monopole bedroht wird. Er zeigt, dass das Internet seit der Erfindung des World Wide Web 1989 nicht demokratischer, sondern extrem ungleich geworden ist. Seine Forschung ergab einen Gini-Koeffizienten von 0,98 für die Traffic-Verteilung, was bedeutet, dass wenige Plattformen fast die gesamte Aufmerksamkeit kontrollieren. Diese Monopolisten, oft in Koalition mit rechtspopulistischen Kräften und der US-Regierung, nutzen den Begriff der Meinungsfreiheit als Ablenkungsmanöver, um ihre eigentliche Agenda zu verbergen: die Abschaffung von Regulierung, unabhängigen Medien und wissenschaftlicher Kritik. Die Folgen sind gravierend: Journalismus verliert seine Finanzierung, da Werbeeinnahmen bei den Top-Plattformen konzentriert sind, und Nutzer werden zu "Marionetten", die sich den Algorithmen anpassen müssen, um Sichtbarkeit zu erlangen. Beispiele wie Markus Söder oder Donald Trump zeigen, wie Plattformlogiken Verhalten formen. André warnt vor einer "Digitalokratie", in der Aufmerksamkeitsmilliardäre und Algorithmen die öffentliche Meinung dominieren, während eine gemeinsame gesellschaftliche Wahrheit verschwindet. Er fordert, diese Entwicklung nicht zu akzeptieren, da sie verfassungswidrig sei und die Grundlagen demokratischer Medien und Gewaltenteilung zerstöre.

Transcription

6390 Words, 41732 Characters

German
* Musik * Deutschlandfunk. Herzlich willkommen. Ihr seid im Hörseil. Ich bin Katja Weber. Der Hörseil, das ist der Podcast von Deutschlandfunk Nova, indem wir euch zweimal pro Woche spitzen mäßige Forträge präsentieren, Forträge, die uns helfen sollen, komplexe Sachverhalte besser zu verstehen. Zum Beispiel sowas wie Plattformen logiken und deren Einfluss auf unsere Demokratie. Meinungsfreiheit ist der gemeinsame Fethisch der Techkonzerne und der Rechtspopulisten gleichermaßen. Das ganze Geschäftsmodell der Plattform basiert auf traffic manipulation. Seitdem die Plattform diese Diskurse mitbeherrschen, ist die Demokratie weltweit auf dem Rückzug. Und nicht nur das. Wir sind auf dem Weg in die Digitalokratie. Das sagt der Medienwissenschaftler Martin André. Die Techbrose, die Aufmerksamkeitsmilja Dere, haben uns eine richtig gute Geschichte erzählt, meint er. Die Geschichte von der Selbstermächtigung für alle mit der Extraposition Meinungsfreiheit um dabei recht und verblümt gleichzeitig die eigenen Privilegien auszubauen, einen gemeinsamen öffentlichen Raum abzuschaffen und die Idee von Wahrheit gleichmit. Weil der jetzt schon ausreichend deprimiert seid, das bedenkt der gute Redner natürlich gleichmit. Nach meinen wissenschaftlichen Berechnungen müssten Sie jetzt gerade am depressiven Tiefpunkt meiner Präsentation angelangt sein. Aber ich habe tatsächlich einen happy end noch dabei. Es lohnt sich aber wirklich alles anzuhören. Also André ist an der Lüse und seine Ausführung zur Frage was tun. Noch ein Wort zum Redner vorne weg. Martin André ist außerplanmäßiger Professor mit Schwerpunkt für digitale Medien an der Universität zu können. Ich persönlich tippe ja, er hat der Ernüchterung vom Tech-Intosjasten, der frühen Stunde wahrscheinlich zum Tech-Realisten der Gegenwart am eigenen Leib durchlaufen. Seine berufliche Bio ist übrigens ganz überraschend. Neben Forschung und Lehre kann er offenbar der Praxis und zwar der Praxis des unternehmerischen Handels was abgewinnen. Zumindest hat er laut Lebenslauf auf seiner Homepage einige Jahre das internationale Marketing bei Henkel verantwortet im Unternehmensbereich Kosmetik und auch eine eigene Digitalfirma gegründet. Jetzt aber zu seiner Forschung, seinen Vortrag mit dem Titel digitalisierte Demokratie, geht das überhaupt, hat er am 7. Dezember 2025 gehalten. Im Maxim-Gorgetheater in Berlin, anlässlich der Veranstaltung mit dem Titel, verstehen was ist, ein Tag für Hannah Arendt. Veranstaltet wurde diese Tagung von der internationalen Hannah Arendt gesellschaft, anlässlich des 50. Todestages der Denkerin in Kooperation mit dem Bart College Berlin. Martin André, der Kölner Medienwissenschaftler, hatte dort Folgendes zu sagen. Wir erleben gerade das Herannahen einer neuen Ordnung. Die stärkste und mächtigste Regierung der Welt, die US-Trump-Regierung, die hat sich zusammengetan mit den mächtigsten Wirtschaftskonzern der Welt, den Tag-Konzern. Und alleine schon diese Machtakumulation sollte uns Sorgen machen. Aber wir wissen alle, dass diese Macht nicht auf die USA beschränkt bleibt. Erst mal ist es so, dass die Tech-Ökosysteme natürlich auch die europäische Öffentlichkeit umfassen. Und wir wissen auch, dass diese Koalition längst übergriffen hat in die europäischen Länder. Denn sie arbeiten schon längst zusammen mit rechtspopulistischen Parteien. Wir wissen alle, dass Elon Musk hier zu Lande aktiv war, kam für die AfD gemacht hat. Sie wissen vielleicht auch, dass Beatrix von Stolz sich ja auch schon verplapert hat, dass sie ja schon längst Informationen von Menschen, die sich mit digital Regulierung befassen, an die US-Regierung weiterleiten. Und wir erinnern uns auch, dass J.D. Wands uns in München auf der Sicherheitskonferenz gesagt hat, wir hätten ja hier ein Problem mit der Meinungsfreiheit. Und tatsächlich, das ist erstmal das faszinierende Meinungsfreiheit, der gemeinsame Fethisch, der Tech-Konzerne und der rechtspopulisten gleichermaßen. Und ich vergleich das immer wie mit so einem Zauberer, der einem so ein Rosa-Plysch-Hessien vor die Nase hält, der Meinungsfreiheit. Und wir schauen alle auf das Plysch-Hessien aus dem einfachen Grund, weil man nicht will, dass man sieht, was eigentlich der Zauberer mit der anderen Hand hinter dem Rücken macht. Und das werden wir uns jetzt mal ein bisschen genauer anschauen. Ja, wir gucken uns nämlich erst mal an, wie ist das eigentlich alles entstanden? Im Jahr 1989 erfindet Tim Berners-Lee das World Wide Web. Das war damals alles auf einer einzigen Festplatte drauf. Da steht, über das noch der Sticker drauf, don't turn the power down. Weil wenn wir das gemacht hätten, dann wäre auch das ganze World Wide Web weggewesen. Ja, sie wissen alle genau, das ist nicht passiert. Und das ist für uns ein guter Startpunkt, denn an diesem Tag war quasi noch die alte analoge Medienordnung in Tag. Das heißt, eine Weltklimmer ist ja gar nicht mehr vorstellen heute, die aus Fernsehen, Radio und Zeitungen bestand. Wir wissen auch, dass diese Welt abgelöst wird und substituiert wird durch digitale Medien. Und um das überhaupt auch schon direkt vorauszuschicken, das ist gar nicht das Problem, was das Problem ist, das sehen wir gleich. Die nächste Frage ist natürlich, ab wann sind denn die digitalen Medien wichtiger als die analogen? Das ist ganz interessant, dass wir diesen Punkt bereits hinter uns haben. Das ist während der Covid-Pandemie passiert. Und jetzt bin ich Medienwissenschaftler. Das heißt, das ist ja erst mal ein Glück, dass ich in meinem Leben so eine Medientransformation mit erleben darf. Und da stellt sich natürlich die naheliegende Frage. Wie sieht das denn aus, wenn dieser Prozess abgeschlossen ist und wenn wir nur noch digitale Medien haben? Würde man denken, das ist eine ganz einfache Frage. Ich müsste mir nur anschauen, was passiert denn jetzt in der digitalen Welt? Es ist aber tatsächlich wissenschaftlich schwer, das gut zu beantworten und zwar aus genau zwei Gründen. Der eine Grund ist, dass es so viele Angebote gibt. Das heißt, es gibt jetzt aktuell 17,7 Millionen kostenpflichtig registrierte Apps, Webseiten, Domains und so weiter und so fort. Das heißt, die müsste ich mir alle erst mal anschauen, um zu gucken, was passiert denn da. Und die zweite, der zweite Grund ist, wenn ich sie jetzt alle über den Tag verfolgen würde, würde ich feststellen, sie sind an ganz unterschiedlichen Endgeräten. Sie nutzen Smartphones, Tablets, Desktop, Laptops. Ich müsste also quasi neben ganz vielen Menschen herlaufen, immer abstoppen, sozusagen mit der Uhr. Was machen Sie da eigentlich? Ich müsste das 17,7 Millionen Angeboten zuordnen, können Sie sich vorstellen, ist nicht so ganz einfach, aber tatsächlich haben wir genau das gemacht. Es ist auch tatsächlich die erste Nullenmessung dieser Art und natürlich gibt sie auch eine Antwort darauf, wer kontrollierte eigentlich das Netz? Ja und die Ergebnisse, die wir in dieser Nullenmessung erzielt haben, die sind in sofern verblüffend gewesen. Wir sind so verblüffend, dass wir unseren Augen fast nicht trauen konnten, weil wir eben gesehen haben, das Internet ist zweigeteilt. Es ist nämlich so, wenn Sie diesen Grafen suchen, dann ist es so, dass der Graf auf diesem Diagramm im Prinzip Deckungsgleich wäre mit der Y-Aktion der X-Ax. Das heißt, das kann man gar nicht richtig erkennen, wenn man es als Diagramm zeigt. Das heißt aber natürlich auch, dafür muss man jetzt nicht in Matte promoviert haben, um das zu verstehen, was das zu bedeutet. Wir können daraus ableiten, das Internet ist im Prinzip zweigeteilt. Das heißt, wir haben ganz wenige, die fast alles haben und alle anderen haben so gut wie nichts oder anders übersetzt, das Internet besteht aus Monopolisten und einem riesen großen Friedhof. Das sollte uns erstmal skeptisch werden lassen, wenn die Leute, die diese Monopole betreiben, uns etwas von Befreiung und Meinungsfreiheit erzählen. Ja, tatsächlich kann man übrigens auch mit einem matematischen Maß, das Ausmaß dieser Monopolisierung quantifizieren. Das macht man mit einem ganz faszinierenden Wert, der heißt Genie-Koeffizient, haben sie keine Angst, ich erkläre es ganz einfach. Sie kennen es vielleicht von Vermögensverteilung. Nämmer mal, dass eine sozusagen das eine ende, stellen sich ein Land vor, in dem es euch mal ideal typisch der Kommunismus realisiert. Ist alle Menschen in diesem Land, haben exakt das selbe, hätten wir einen Genie-Koeffizienten von null. Stellen wir uns jetzt das Land auf der Welt vor, in dem die maximale Ungleichheit herrscht, weil eine Person besitzt alles und alle per anderen Person in diesem Land besitzen genau null. Mehr Ungleichheit geht ja nicht, haben wir ein Genie-Koeffizienten von 1, das heißt der Genie-Koeffizient ist immer 0 zwischen 0, gleichverteilung und 1, maximale Ungerechtigkeit. Und wir haben jetzt die Verteilung des Traffic's im Internet eben vermessen, weil wir ja einmal das ganze Internet vermessen hatten und kommen auf ein Genie-Koeffizienten von 0,98. Das ist übrigens ein Wert, wo ich als Wissenschaftler gesagt hätte, der ist was Unvorstellbar. Sie können sicher sein, den haben wir ein halbes Dutzend Mal nachgerechnet, bevor wir den publiziert haben. Ja, und nochmal, das sind die Leute, die uns befreien wollen. Und ich hoffe, sie fangen an ein bisschen skeptisch. zu werden. Ja und faszinierend ist auch, dass wir natürlich auch in die Plattformen reinschauen können und ich zeige Ihnen das hier an einer Beispiel Studie der Washington Post, die durchgeführt wurde in den Wochen vor der US-Wahl und zwar sind die einfach hingegangen und haben die relative Sichtbarkeit einer einzelnen Person, nämlich Elon Musk, verglichen mit der gesamten Sichtbarkeit aller Politiker und aller Politikerinnen auf der Plattform X des US-Kongresses. Eine Person, das ist Elon Musk hatte 16 Mal mehr Sichtbarkeit als alle Politiker und Politikerin des gesamten US-Kongresses und wir sollten uns da nochmal vor Augen halten, dass das die Person ist, die tatsächlich auf der eigenen Plattform postet, "power to the people". Ja, das ist unser Befreier. In Wirklichkeit wurde das freie Internet abgeschafft. Erinnern wir uns an die Vorstellung, die Tim Burners lief von dem Internet hatte, die war so, dass das Netz ja ein Netz sein sollte, die mit Netz mit Haffer hatten wir ja nur, weil jeder Knotenpunkt in einem Netz typischerweise gleichberechtigt ist. Es war demokratisch gedacht. Und was wir eben jetzt haben, ist eine Situation, in der es das Internet zwar noch gibt. Aber sie können sich das so vorstellen, dass die Plattform monopolisten, dass Internet quasi als Infrastruktur missbrauchen und durch verschiedene Mechanismen, wie wir es die meisten davon sind, unfehr. Sie können sich ja auch den Traffic einfach selbst zutallen. Saugen Sie den ganzen Traffic aus dem Netz raus und deswegen ist jetzt der ganze Traffic, die ganze Aufmerksamkeit in ihren eigenen Plattformen monopol. Und das Netz ist noch da, aber es ist niemand mehr drin. Es ist befreit von Traffic. Das hat schlimme Folgen für unsere Demokratie. Die erste Folge, die merken wir ja schon seit Jahrzehnten, dass die redaktionellen Medien überall in der westlichen Welt den Sichtport im Prinzip sterben. Tatsächlich ist es so, dass in der westlichen Welt, in der digitalen Sphäre, die top drei monopolisten, 80 bis 90 Prozent aller gesamten Werbe-Spandings bündeln. Das heißt, tausende von konkurrierenden Medien unter dem ist total egal, ob das RTL ist oder die FZ oder hier der Freitag, der hier am Hiegelplatz sitzt. Ja, es ist total egal, alle anderen müssen sich zwischen 10 und 20 Prozent quasi teilen und davon können sie nicht überleben. Und deswegen wird der Journalismus abgeschafft, der Journalismus verliert unter diesen digitalen Bedingungen seine Finanzierungsgrundlage. Der zweite noch viel wichtige Punkt ist, dass diese Tech-Monopolisten darüber bestimmen, welche Informationen sie alle daraus zu sehen bekommen. Und wir haben seitdem es die Plattform gibt, dutzende Hunderte von Belege davon, dass sie eben nicht neutral sind. Es ist sowieso aus Medienwissenschaftlicher Sicht und Rheiner selbst widerspruch, dass der ganze Geschäftsmodell der Plattform basiert auf Traffik-Manipulation und deswegen können sie entscheiden, was die Menschen draußen zu sehen bekommen und was nicht. Ja und wir merken, warum das dramatisch ist in Bezug auf unsere Medienlandschaft, denn wir verlieren die freien Medien. Wir verlieren sie nicht, es ist nicht eine Einschränkung oder so, wir verlieren sie auf einer fundamentalen Ebene, denn alle Aspekte, die zu freien Medien gehören, werden abgeschafft. Unter Monopolbedingungen haben sie natürlich keine Unabhängigkeit mehr. Es ist auch klar. Unter Monopolbedingungen haben sie keine Anbietervielfalt. Schauen Sie sich die Situation an, die wir jetzt in den USA haben, wo Tech-Konzernen quasi Teil von Team Trump geworden sind. Da haben wir auch keine Staatsferne. Und wir verlieren Journalismus und Redaktion und ganz wichtig ist auch, dass wir uns veraugenhalten, das hat nichts damit zu tun, ob es zum Beispiel dann noch in Zukunft vielleicht gebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Rumpfung gibt, weil wir haben ja gesehen in der digitalen Welt, Monopole und Friedhof, haben ja auch die öffentlich-rechtlichen Angebote überhaupt keine Sichtbarkeit. Und es ist vollkommen offensichtlich, dass das Verfassungswidrig ist, es widerspricht allen Prinzipien auch unseres Medienrechts und eigentlich können wir diese Situation überhaupt nicht akzeptieren. Und jetzt können wir es spezifischer ausmalen, was das für eine neue Zeit ist, die jetzt kommt und die unsere Demokratie ablöst und in dem neuen Buch nenne ich diese Zeit digitalokratie. Und ich fange erst mal an mit dem ganz einfachen Gedanken, Beispiel, wie denn das Leben für uns aussieht in dieser Zukunft, die von digitalen Monopolen kontrolliert wird. Und das interessante ist, dass es übrigens dafür total egal ist, ob man ein Rumpfunkanbieter ist, ob man ein Journalist ist, ob man Influencer ist, oder ob man Blogger ist, ob man Politiker oder Politikerin ist, ob man Start-up ist, ob man ein mittelständisches Unternehmen ist, ob man Handel betreibt, oder ich kann sie noch sagen, ich fahr sogar bei den Kirchen, es ist immer das selbe Problem. Sie haben genau zwei strategische Optionen. Die erste strategische Option besteht darin, dass sie in dieser Situation sagen, ich möchte frei sein, ich möchte nicht in diesen digital krass der Tech-Konzernereien gehen, ich möchte unabhängig sein, das können sie gerne machen, dann machen sie ein unabhängiges Angebot. Und was passiert, sie legen sich natürlich in diesen riesen großen Friedhof rein, wo ja überhaupt keine Nutzung mehr ist, wo keine Aufmerksam ist, wo sie quasi vermodern. Wenn sie das getan haben und es irgendwann langweilig wird, da in diesem Friedhof, dann werden sie typischerweise eine zweite strategische Option für sich entdecken. Und schauen sie mal draußen, das sind immer die gleichen Argumente, die Unternehmen oder Anbieter, die das machen, die sagen, dann ja, wir müssen dahingehen, wo der Traffic ist, wir müssen dahingehen, wo die Leute sind, die sind, wo auf den Monopul-Plattformen. Das können sie natürlich tun, wenn sie das aber machen, werden sie auch mehrere Dinge feststellen. Sie haben dann vielleicht mehr Aufmerksamkeit, aber das erste, was die feststellen werden, ist, dass sie typischerweise gratis arbeiten für die Tech-Monopolisten. Übrigens ist es nicht nur so in der z.B. Z. Fähre von journalistischen Inhalten und der gleichen, sondern auch z.B. bei wirtschaftlichen Gütern. Die Amazon-Freundliche Beratung Oliver Wyman hat eine Studie gemacht, wo nach 30 Prozent aller Hersteller auf Amazon gar kein Geld mehr verdienen. Natürlich, weil Amazon kann ihnen immer mehr Geld abnehmen. Amazon wird sie jetzt hier mitmachen oder nicht. Und wenn sie weg sind, ist es in Amazon das auch egal, weil es wird ihre Produkte einfach kopieren. Das heißt, das sind die zwei Optionen, entweder dahingehen, wo kein Traffic ist oder gratis arbeiten für Monopolisten. Jetzt könnte man sagen, selbst wenn ich für mich selber entscheide, dass dieses gratis arbeiten für Monopolisten nicht so schlimm ist, ist es aber trotzdem ja so, dass sie zu einer Art Marionette werden. Denn die Tech-Monopolisten die bestimmen die Algorithmen. Und sie tanzen jetzt nach den Algorithmen der Plattform. Sie machen genau das, was die Plattform von ihnen wollen. Und sie schmiegen sich den Plattform immer mehr an. Und ich zeige nur ein bekanntes Beispiel hier, ein erfolgreiches Beispiel in Deutschland. Ich war. Und natürlich können wir jetzt darüber lachen, dass Markus Söder ein Food-Influencer geworden ist. Aber wir merken ja, dass er es genau richtig macht. Das ist das richtige Verhalten in Bezug auf die Plattform Algorithmen. Denn sonst bekommen sie keine Sichtbarkeit. Es gibt noch jemanden, das ist ja noch die harmlosere Variante davon. Es gibt noch jemanden, der das extrem gut beherrscht. Leider, und es ist Donald Trump, den wir quasi auch als Frankenstein Monster der Plattform Algorithmen bezeichnen könnten. Denn er ist ja vollständig hervorgegangen aus den polarisierenden und radikalisierenden Algorithmen. Wie sieht diese neue Ordnung aus? Sie haben es verhingesehen. Diese neue Ordnung wird beherrscht durch digitale Monopol. Diese Monopolisten beherrschen uns durch Zugangsgewährung. Wenn sie nicht mitspielen, dann kriegen sie die Zugangsgewährung im Prinzip abgeschaltet, dass die Monopol jetzt schon erpresserisch von der US-Regierung genutzt werden, dürfte mittlerweile auch jeder verstanden haben. Gleichzeitig ist es das gemeinsame Anliegen der Rechtspopulisten und der Tech-Konzerne verschiedene Mechanismen der Gewaltenteilung abzubauen, der demokratischen Medien und Marktaufsicht, das was man so regulierungen nennt. Und sie wollen noch eine andere Sache abschaffen, für die sie sogar eigenen Begriff gefunden haben, sie nennen das den Paper Belt. Das kann man wahrscheinlich am besten damit übersetzen. Das sind so Papiertiger. Leute, die nicht unternehmerisch tätig sind, die immer nur sozusagen rumnerven und alles kritisieren. Also zum Beispiel Journalisten, die brauchen wir nicht mehr, die stehen da nur dieser Selbstbereicherung im Weg oder denken sie an Wissenschaftler, JD Vance hat bekanntlich gesagt. The professors are the enemies, schauen sich an, was in den Westab. passiert, aber natürlich auch Behörden, Institutionen, Experten und so weiter und so vor. Wir haben es vorhin am Beispiel Elon Musk gesehen, es herrschen in Netz dann Aufmerksamkeits Milliardäre, die ganz viel Aufmerksamkeits haben und wir haben eine Trollifizierung des Diskurses Mengen, merken Sie alle, wenn Sie selbst auf dem Plattform unterwegs sind. Also am besten läuft der immer, es ist so ein fassbar, ja, das läuft richtig gut, wenn Sie jetzt nachher Posten, ich habe einen interessanten Vortrag gehört, nach dessen Reflexion, ich einige meiner Positionen überdenken musste, dann werden Sie auch keine Aufmerksamkeit bekommen. Und zugleich die Abschaffung einer geteilten gesellschaftlichen Wahrheit. Aufgrund derer wir da natürlich unterschiedliche Meinungen Positionen finden können, aber aufgrund derer wir immerhin noch miteinander diskutieren können. Und wir merken, dass das, was hier diese neue Orten und Kennzeichnet eine massive Unsereiheit, eine massive Fremdbestimmung und Abhängigkeit beinhaltet. Denn erst mal haben natürlich die Plattform monopolisten eine unglaubliche Meinungsmacht, die sie bündeln. Zweitens, das haben wir gesehen, sie haben auch eine Formatierungsmacht, ja, denn wir tanzen so, wie Sie das von uns wollen. Und wir haben gesehen innerhalb der Plattform Monopole haben wir eine, sag ich mal, Elite von Aufmerksamkeitsmilliardären, die ganz viel bekommt und der Rest von uns geht eigentlich so gut, wie leer aus. Und das sind die Leute, die uns etwas erzählen von Freedom of Speech. Es geht ihnen nur um Freedom of Speech und auch das sollten wir ja mal genauer untersuchen, denn was wollen Sie denn genau, wenn Sie mit Freedom of Speech unterwegs sind, Sie wollen doch in Wirklichkeit, so was wie Rassismusfreiheit, Diskriminierungsfreiheit, Verleumdungsfreiheit, Vollsverhetzungsfreiheit und es ist ja auch vorkommen nachvollziehbar, warum Sie dafür einen treten, weil natürlich die größten Teile der gesellschaftlichen Mitte dadurch auch im Prinzip zum Schwein gebracht werden, weil die trauen sich eigentlich gar nicht mehr ihre Stimme zu erheben in diesem Ökosystem. Wenn in 50 Jahren die Menschen auf diese Zeit zurückblicken, die ich hier das sozusagen herannahen, der digitalokratie beschreibe, dann kann niemand den Akteuren, die das tun vorwerfen, dass sie nicht vollkommen mit offenen Karten gespielt haben. Das heißt, wenn Sie zum Beispiel sich so einen Buch anschauen, wie David's and Reeves Mark, the sovereign individual, eins der Lieblingsbücher, this tech-investor's petatil vor, denka dieser Szene, das ist wirklich schrecklich zu lesen, weil im Prinzip schon da die digitale Transformation, als eine ganz tolle Opportunity beschrieben wird, für typischerweise weiße männliche Unternehmer genießt, die ja in der Vergangenheit immer nur runtergezogen wurden vom demokratischen Staat, weil sie ersteuern Zahlen musste quasi für die minderwertigen Leute, die nichts auf die Kette gekriegt haben. Lösung ist natürlich jetzt extra territoriale Strukturen aufbauen, Unternehmen, keine Steuern mehr Zahlen und sich eigentlich an dem Untergang des demokratischen Staates, das wird genauso aus Buchstabiert an dem Untergang des demokratischen Staates noch finanziell bereichern. Ja, Körtes Javin ist ja mittlerweile bekannt, der sich selber als neoreaktionär bezeichnet, der sagt Demokratie und Freiheit sind unvereinbar und der auch schon früh vorgeschlagen hat, man soll die US-Regierung noch bitte auflösen und so eine ACEO König einführen und Ähnlichkeiten mit der jetzigen Situation in den USA sind offensichtlich. Nick Land empfehle ich ihn auch nochmal, auch wenn es ganz schrecklich ist, weil das auch nochmal ein ganz anderer Sound ist, denn das kommt in so einem coolen postmodernistischen Style, so im Gestos subkultureller Transgression, er nennt sich ja selber auch einen Hüpper-Rassisten, so nach dem Motto "Warum soll man nicht diese Tabubröche auch mal sprengen und warum soll man nicht auch rassistisch sein?" Ja, da wird es dann teilweise echt faszistoeet, schauen sich das an, das ist aus derselben Gang. Balaji's Reniwasan zeige ich hier nochmal, um zu zeigen, dass diese Ideen, die die haben, auch in der Umsetzung sind, das heißt, wenn sie sich an Davidson und Reece Mock von vorhin erinnern, dann sind das so Leute, die das schon tatsächlich als echte Networks-Dates in die Welt bringen, schauen sich mal eine Webseite an die Praxis Nation, da sehen sie, was sie vorhaben. Und ich möchte extra auch nochmal einen Vertreter der großen Tech-Konzane nehmen, nämlich Eric Schmidt, der damals CEO von Google war, und das tollflischer an den Passagen, die hier aus seinem Buch zitiere, sind natürlich, dass die, dass die Indirektor sind, das heißt, normal als Beispiel, das Internet ist das größte Anarchismus-Experiment aller Zeiten. Die Online-Welt super für uns wird kaum durch Gesetze beschränkt. Auf der Weltbühne wird die weitere Verbreitung der Kommunikationstechnologien vor allem dafür sorgen, dass Staaten und Institutionen einen Teil ihrer Macht an ihre Bürger verlieren. Merken Sie was? In Demokratien haben die Menschen in den Staaten bereits alle Macht. Es ist doch die Frage an wen geben Sie diese Macht denn ab, natürlich landet Sie dann natürlich bei den Tech-Konzern. Aber schon damals droht Eric Schmidt auch, sozusagen, den demokratischen Staaten, denn sollten die Bürger das Gefühl haben, dass ihnen diese Vorteile vorenthalten werden, dann werden sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um in der physischen Welt Rechenschaft und Veränderung einzufordern. Also da ist es schon eigentlich das aufhetsende Menschen gegen den eigenen demokratischen Staat. Und das war übrigens auch der selbe. Ich weiß nicht, ob es das Verfolgteid der vor Kurzem jungen Gründern aus der KI-Szene empfohlen hat. Hey, einfach laut alles, was ihr findet und überlast einfach danach den Rechtsanwälten, dass die ganze Schweinerrei aufzusamme. Das ist das, was dahinter steht. Ja und jetzt werden wir tatsächlich von diesen Menschen befreit. Ja und wir merken auf jeden Fall eine wichtige Sache. Wir verlieren ja momentan die demokratische Öffentlichkeit als Grundlage unserer Demokratie. Und wir sollten uns vielleicht daran erinnern, dass es in der Demokratie auch immer darum ging, einen gemeinsamen Grund zu finden, dass es darum gegen dem anderen auch mal Respekt vollzuzuhören, auch wenn er eine andere Meinung hatte, dass man Kompromisse findet, dass man sich verständig, dass man in den Dialog geht. Und ich habe tatsächlich auch hier noch ein ganz tolles Zitat von Hannah Arendt, die es ja ganz stark gemacht hat und in diesem Kapitel das gemeinsame Zitat der öffentliche Raum, wie die uns gemeinsame Welt versammelt Menschen und verhindert gleichzeitig, dass sie gleichsam über und ineinander fallen. Das heißt, wir brauchen diesen gemeinsamen Grund als demokratische Gemeinschaften. Ja und jetzt haben die Tech-Konzerne etwas sehr sehr schlaues gemacht. Sie haben sich nämlich schon von Anfang an ja eigentlich so ein bisschen verkleidet, wie so Menschenrechtsorganisation. Deswegen haben sie auch immer davon gesprochen. Wir wollen die Welt kümmern zu unseren Community. Es ist über Interaction, wir wollen die Leute über die Empowerments und Sharing. Eigentlich haben sie noch etwas ganz schreckliches gemacht. Sie haben nämlich eigentlich an Diskurse angedockt, dies ja schon damals gab, die eigentlich die Ökosysteme der damaligen Massenmedien ganz stark kritisiert haben. Und die kennen sie alle, ne? Denken Sie zum Beispiel an Bertol Brech, die Radio-Theorie, der gesagt hat, das Radio müsste doch eigentlich intaktiv sein. Denken Sie an Adorno und die Kulturindustrie, denken Sie an Enzensberger und die Bewusstseinsindustrie, denken Sie an Habermas, denken Sie an Makuse, ja, denn die haben eigentlich immer gesagt, ja das ist nicht optimal, wie das hier mit den Massenmedien läuft und eigentlich müssten wir das hinbekommen, dass wir eben die Menschen nicht nur einlullen und akkutisieren. Dieses Fernsehen ist ja nur Propaganda für den Status Quo. Sie kennen auch diesen slogan Manufacturing Concent. Ja und dann haben sich diese Tech-Concerne quasi dieses Mörtkostüm übergeworfen und haben überhaupt das genau zu tun. Und dann kennen Sie einige von den Narrativen, die Sie verwendet haben und um uns davon zu überzeugen. Also so ein typisches Narrativ ist etwa die digitale Revolution wirkt dezentralisierend und demokratisierend, wo ich ja schon sagen würde, Vorsicht an der Bahnsteigkante, ja, wenn wir diese Monopole haben, würde ich sagen, was ist ein da bitte dezentral? Ja, aber die würden zum Beispiel auch so Sachen sagen wie die Plattform befreien die Menschen, indem sie ihnen ein offenes Forum bieten. Hört sich auch erstmal logisch an, oder? Die geben uns ein Forum. Ich würde aber genauso da sagen, es ist ja auch ein Täuschungsmanöver, denken wir doch mal ganz kurz über dieses Forum nach. Schon seit der Antike als das Forum entstanden Es hatte das Forum der Gesellschaft immer eine zentrale Eigenschaft, nämlich wir als demokratische Gemeinschaft durften selbst darüber beraten und entscheiden, wie wir auf dem Forum miteinander umgehen. Wer wann spricht, wer wie lange spricht, wie wir aneinander zuhören, wie wir miteinander umgehen, wie wir abstimmen und so weiter und sofort. Der entscheidende Unterschied ist doch, dass in dem neuen Forum die Tech-Oligarchien herrschen, denn wir sind vollständig raus. Die bestimmen die Algorithmen, sie bestimmen über die Nutzungsbedingungen und wir haben überhaupt keine Stimme mehr. Wir sind auf nach fundamentalen Ebene raus. Klar, wir können da so ein bisschen mitmachen, wenn wir das tun, was die von uns wollen. Ein anderer Geschichte haben Sie uns erzählt in dieser Nerdverkleidung. Sie haben gesagt, die digitale Revolution ist eine ähnliche Befreiung wie die Druckerpresse. Und das könnten wir auch mal so einen Check aussetzen. Also richtig ist tatsächlich, dass die Druckerpresse tatsächlich befreien war. Also, wovon hat sie uns nämlich befreit? Auf der einen Seite denken Sie an Luther. Die Druckerpresse hat überhaupt erst ermöglicht, dass diese Flugschriften entstanden sind und damit quasi das Papst tun und sag ich mal diese schreckliche, inquisitorische Zeit überwunden wurde. Und sie hat auch natürlich auf einer anderen Ebene mit der Entstehung des Journalismus, den Absolutismus und den Freudalismus die Monarchie überwunden. Von daher stimmt das erst mal, dass die Druckerpresse sozusagen demokratisieren war. Aber jetzt würde ich ja die Frage stellen, wovon haben uns denn dann bitte die Plattform befreit? Denn wir waren doch schon frei. Und ich zeige Ihnen jetzt mal einen üblichen Demokratieindex, wo wir sehen können, es war noch nie sozusagen mehr Demokratie auf der Welt verwirklicht als in den Nuller Jan, ja, als gerade die ersten Plattform kam. Und interessant ist ja, seitdem die Plattform diese Diskurse mitbeherrschen, ist die Demokratie weltweit auf dem Rückzug. Das heißt, diese ganze Geschichte von Interaction, Participation, Empowerment, Voice und so weiter und so fort, die hat vielleicht bei Tim Berners-Linok gegohrt. Aber spätestens seitdem Google angefangen hat, seine eigenen Nutzer hinterhältig auszuspären, ohne dass sie das Wut wussten, dass die die ganzen Daten abgeschöpft haben. Spätestens da war schon die dunkle Seite dieser Bewegung klar. Und dann ging es weiter. Ab den Nuller Jan fing eigentlich die Monopolisierung des Internets an, dadurch, dass die Plattform gekommen sind. Das haben wir ja vorhin gesehen. 2013 musste es eigentlich jedem klar sein, was hier gespielt wird als durch die Prism-Affäre aufgedeckt wurde, dass die Tech-Konzerne die Daten an die US-Sicherheitsbehörden weitergeleitet haben. Und dann der schlimmste Schritt natürlich, als sich Elon Musk Twitter gekauft hat und es wahrscheinlich jetzt dann jedem klar war. Das heißt, das Problem existiert schon sehr lange. Es war schon ganz früh da, aber wir haben es ganz lange nicht gesehen. Und ich zeig auch noch mal ein Foto, damit wir uns alle verdeutlichen. Wie krass das eigentlich ist. Dieses Foto ist im Jahr 2018 entstanden. Als man damals versucht hat, Urheber und Urheberinnen vor eigentlich der Ereignung ihrer Inhalte zu schützen. Hallo, hier kommt ich noch mal kurz rein. Ich finde ja, man kann Martin André superfolgen, auch ohne seine Präsie vor Augen zu haben. Hier aber ein kleiner Hinweis und eine klitzekleine Korrektur. An dieser Stelle zeigt er seinem Live-Publikum eine Aufnahme, die meines Wissens im März 2019 entstanden ist. Anlasslich einer Demo gegen die EU-Urheberrechtsreform und die damals diskutierten Uploadfilter. Und damit zurück in seinen Vortrag mit dem Titel "Digitalisierte Demokratie" geht das überhaupt. Und damals waren noch 10.000 Menschen gemeinsam mit den Digitalkonzernen auf der Straße. Und haben dagegen Gegenregulierung demonstriert. Haben Sie jemals 10.000 von Menschen auch jetzt in der Situation gesehen, die zum Beispiel vor den Gebäuden der Tech-Riesen oder vor X demonstrieren, nicht nur damit wir uns klar werden, wie lange wir es nicht gesehen haben. Das heißt im Jahr 2025, glaube ich, hat wirklich jeder kapiert. Das sind nur sieben Jahre dazwischen, dass das eine Verkleidung ist und dass die nichts Gutes im Schilde führen. Denn was sie tun, ist natürlich, dass sie durch ihre Algorithmen unsere Öffentlichkeit polarisieren. Das merken wir auch überall weltweit. Die radikalen Positionen sind auf dem Vormarsch. Das Gold-Nengesetz unserer Demokratie, das immer der oder die regiert haben, die die Mitte besetzt haben, ist außer Kraftgesetz unter diesen Bedeuung. Und vielleicht ist das auch sozusagen der symbolische Grund, warum Elon Musk diese Plattform Twitter unbenannt hat und eigentlich mit diesem Buchstaben X uns symbolisiert. Ich habe eure demokratische Öffentlichkeit gemeinsam mit meinen anderen Tech-Baddies einfach ausgelöscht, das gemeinsame, wie es Hannah Arendt nennen würde. Und wir schieben jetzt die Diskurse in Richtung Polarisierung, Desinformation, Rage-Bate, Hass, Hetze und Helme und den Paper-Beld, den ich ja vorhin erklärt habe, den schaffen wir ab und die Mitte bringen wir zum Schweigen. Ja und das ist das, was wir gerade alle erleben, dass eigentlich diese Koalition aus Trump, den Tech-Konzernen und den Rechtspopulisten unsere Demokratien abschaffen. Und ich glaube, sie haben es in den letzten Tagen ja verfolgt, was da noch alles gekommen ist. Weiß nicht, ob sie die neue Sicherheitsstrategie der US-Regierung gesehen haben oder die krassen Reaktionen auf diese mikroskopisch winzige Strafe für X und die Drohungen, die daraus entstanden sind. Und das Elon Musk ja schon sagt, er will die EU abschaffen. Das heißt, die haben eine neue große Erzählung und sie sind extrem erfolgreich und sie maschieren immer weiter nach vorne. Und wir verlieren diesen Krieg gerade. Ja und es wird ja sogar Krieg von diesen Akteuren genannt. Bürgerkrieg ist unvermeidlich, hat Elon Musk selbst geschrieben. Ja, aber ich habe tatsächlich einen happy end noch dabei. Denn wir sind ja eigentlich so ein bisschen wie dieser Vogel, der in dem Käfig sitzt und der schon so lange in diesem Käfig sitzt, dass der Vogel sich gar nicht mehr vorstellen kann, wie sieht denn überhaupt eine Welt in Freiheit, überhaupt aus. Und der Vogel sitzt schon so lange in diesem Käfig, dass der Vogel gleich mehr merkt, dass die Türspärangel weit aufsteht. Der könnt hier sofort rausfliegen. Der wir sind ja alle Chefs und Chefs in Deutschland. Wir können machen was wir wollen. Wir haben noch einen Freisland. Wir sind eine Demokratie. Und wir sind noch auf eine andere Art und Weise eigentlich geblitzt, den von diesen Tech-Konzern. Denn das merken Sie sofort, wenn wir jetzt nach Lösungen suchen. Wenn wir nach Lösungen suchen, ist meistens das zweite oder dritte Wort, was die Menschen sagen. Regulierung. Da müssen wir jetzt mal das tun. Das kann ja nicht sein. Und ich weiß nicht, ob Ihnen was auffällt. Aber wenn wir nur das Wort Regulierung aussprechen, spielen wir wieder nach dem Drehbuch der Tech-Konzern. Wir machen genau das, was Sie von uns wollen. Und ich erkläre Ihnen, warum. Sie müssen sich das vorstellen, dass es eben zwei Seiten gibt, die ich Ihnen ja auch erklärt habe. Es gibt die Seite des schönen Scheins. Das Plüge her ist hier ein Wassions-Fordinase-Halten. Free speech, we give you access, participation, interaction, usw. usw. usw. Und es gibt die dunkle Seite, die Medienmonopole, dass die Tech-Konzerne diese Medienmonopole kontrollieren. Und dass damit unsere eigene Gestaltungsmöglichkeit für unser eigenes demokratisches Forum ausgehebelt wird. Und jetzt könnte ich ja auf der einen Seite ansetzen, nur auf der anderen Seite. Ich könnte auf der Seite des verführerischen schönen Scheins ansetzen. Oder ich könnte auf der wirklich übelen Seite ansetzen. Und wissen Sie, was wir machen? Wir sind tatsächlich so doof, dass wir auf der Seite des schönen Scheins ansetzen. Denn dann ist es so, dass die Tech-Konzerne als diejenigen darstellen, die uns das freie Internet geben. Sie schenken uns das freie Internet, erzählen so eine Geschichte. Das Internet ist frei und die nervigen Regulierer aus Brüssel, die sollen ab, bitte mal ihre Finger vonhalten. Lasst das mal unsere Sache sein. Sie sind die befreier. Und wir sollen dann so Leute sein, die Freiheiten einschränken, regulieren, kontrollieren, sperren, des Nen-Sydan-Sensur oder Internet-Polizei und so weiter und so fort. Wo gegen doch in Wirklichkeit das genauer Gegenteilefall ist. Die Tech-Monopolisten kontrollieren das Internet, das eigentlich alle Menschen gehören sollte. Und wir müssen von daher auf der anderen Seite einsetzen. Wir müssen diejenigen sein, die das Internet öffnen, die Zugang geschaffen, die Chancen ermöglichen, die Wettbewerb ermöglichen, die Wachstum und Zukunft schaffen. Und das tollste daran ist, wenn wir uns das genau anschauen, ist es so, dass die Herrschaft dieser Tech-Monopolisten alle samt auf Rechtsprävildegen basieren. Und das ist eine ganz abenteuerliche Sache. Die haben uns erst mal geschafft, dass sie früher gesagt haben, wir sind gar keine Medien. Das muss man sich mal vorstellen. Die haben damals gesagt, ja also, die sind ja nicht so. Ich stelle euch zum Beispiel mal vor Terroristen telefonieren über einen Telefonnetzwerk. Da können wir ja auch nicht den Netzwerkbetreiber verantwortlich machen, oder? Es wäre unfair. Würden wir auch alle so sehen. Würde ich auch so sehen. Aber dann waren die Regulierer damals so doof und haben den Tech-Konzern es ermöglicht, Inhalte zu Geld zu machen, denn die verdienen auf dieselbe Arten, weise wie jeder andere Medienanbieter auch ihr Geld. Bei RTL schaut man Programmwerbung. In Erzeitung sieht man Textwerbung. Bei Facebook und Instagram sieht man Inhaltwerbung. Das heißt, die haben eine ganz krasse Ferigulierung betrieben, weil sie gesagt haben, "Hey, ihr könnt im Prinzip wie Netzwerk an Bieter unterwegs sein. Ihr braucht keine Haftung zu übernehmen für das, was ihr zeicht. Aber ihr könnt Geld verdienen wie Redaktion. Das könnte ich mit einem schnippen Weg machen. Zweitens, das Haftungsprävileg. Wie gesagt, warum müssen die nicht haften? Kennen Sie einen anderen Fall, wo Milliarden schwere Akteure nicht haften müssen für die Inhalte, die sie zu Geld machen? Drittens, das Straftatenprävileg. Die Tech-Konzerne dürfen bis heute sogar mit strafbaren Sachen Geld verdienen. Das muss man sich mal vor Augen halten. Viertens, das Monopoleprävileg. In der analogen Welt dürfen sie in Deutschland überhaupt keine Medienmonopole betreiben. Numer als Niemals dürfte es einen Monopolisten für Fernsehen geben. Wer gibt es 30 Prozent Marknernteil zur Obergrenze? Hier haben wir gesagt, kein Problem. Dann das nächste Instrumentalisierungsprävileg. Warum kann Elon mass' seine eigene Plattform für Wahlkampfzwecke nutzen? Wäre Niemals möglich bei einem Fernsehsender. Hier kein Problem. Es sind ja keine Medien. Und weiter, ein Spearprivileg. Die Plattform dürfen Mauern um ihre Angebote bauen, so dass sie kaum mehr rauskommen. Sie bei Instagram, wenn sie da rausgehen wollen und irgendwo so ein Link in der Bio. Die können quasi Mauern um ihre Angebote bauen, so dass die Anbieter draußen keine Chance mehr haben. Und so weiter und so fort. Das sind alles Rechtsprävileg. Ohne, die diese Form macht sofort in Staub zerfallen würde. Von daher müssen wir eigentlich nichts anderes tun, als den Menschen die Stimme wiederzugeben, die sie erlenkst verloren haben, unter den Bedingungen der digitalen Monopole. Denn die Monopolisten lügen, wenn sie sagen, dass sie ihnen eine Stimme geben, denn sie dürfen dieses Forum nicht mehr selbst gestalten. Warum setzen wir nicht einfach eine Regel ein, "Oversideboards for Platform"? Wer "Plattform" den Menschen bietet, der muss ihnen auch eine Stimme geben, dass sie diese Plattform mitgestalten dürfen. Denn ein ist sicher, wenn sie die Menschen fragen, die wollen nicht. Dass sie das Hass und Lügen-Internet, was wir gerade haben. Und die Menschen würden dieses Forum ganz anders gestalten. Und deswegen liegt es eigentlich an uns, ob wir das noch hinkriegen und uns wären gegen diese Übermacht. Und die dahin jagen, wo sie hingehören. Oder ob eben das gilt, was der Untertitel dieses Boßkrieg der Medien ist, "Dagteck und Populisten übernehmen, die macht". Denn das ist das, was gerade passiert, was wir in den USA sehen. Und von dem ich glaube, dass wir das für Europa unter allen Umständen verhindern sollten. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Applaus) Martin Andre, Medienwissenschaftler an der Universität Köln und sein Vortrag mit dem Titel "Digitalisierte Demokratie". Geht das überhaupt? Geilten hat er ihn am 7. Dezember 2025 im Rahmen der Veranstaltung "Verstehen, was ist", ein Tag für Hannah Arendt im Berliner Maxim Gorky Theater. Er beantwortet die Frage aus dem Titel zwar nicht explizit, aber wir können nach dem Gehörten wohl festhalten. Mit dem Netz, in seiner heutigen Gestalt mit der aktuellen Aufmerksamkeitsökonomie der Plattform giganten, mit Sicherheit nicht. Wenn Ihr mehr wissen wollt, in unserem geräumigen Hörseilarchiv, findet Ihr jede Menge weiterer Vorträge, rund ums Thema Demokratie- oder Medienforschung zu KI, zu digitalem Wandel. Hat Euch da gerne um? Findet Ihr, beispielsweise in der Deutschlandfunk App und ein paar konkrete Vorschläge pack ich Euch in die Show-Nutz. Für heute habt Ihr wieder mal vielen, vielen Dank für Ihr Interesse. Ich kann Euch sagen, es macht wirklich großen Spaß, solche Vorträge für Euch rauszusuchen. Ich bin Katja Weber, danke und bis bald. (Musik) Deutschlandfunk Nova. Hörseil. Jeden Sonntag Neues. In der Deutschlandfunk App. (Musik) Deutschlandfunk. Das ist der Podcast, Deep Science mit Staffel IV, die Psychonauten. Und ich laufe da über dieses Festival. Und ich habe aber das Gefühl, dass ich auf einem anderen Planeten auf. (Musik) Die Psychonauten, das sind wir. Artäuling. Und Anneke Meier. Rausch, Extase, Wiedergeburt. Wir reißen an die Grenzen des Bewusstseins, dort hin, wo wir unsere eigenen Überzeugungen in Frage stellen müssen. (Musik) Und ich nehm noch eine Revitation, bevor wir keine Idee haben, ob das für das am Ende wirklich arbeiten. Die neue Staffel von Deep Science. Alle Folken in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt. Jetzt abonnieren, damit ihr nichts verpasst. (Musik)

Podcast Summary

Key Points:

  1. Martin André, Medienwissenschaftler, analysiert den Einfluss von Tech-Monopolen auf die Demokratie und nennt die neue Ordnung "Digitalokratie".
  2. Das Internet ist extrem monopolisiert
  3. Meinungsfreiheit wird von Tech-Konzernen und Rechtspopulisten als "Fetisch" genutzt, um Macht zu verschleiern und Regulierung abzubauen.
  4. Plattformen wie X geben Einzelpersonen (z.B. Elon Musk) überproportionale Sichtbarkeit, was demokratische Diskurse verzerrt.
  5. Journalismus verliert seine Finanzierungsgrundlage, da 80-90% der Werbeeinnahmen an Top-Monopolisten gehen.
  6. Nutzer haben nur zwei Optionen
  7. Die neue Ordnung zielt darauf ab, Gewaltenteilung, Medienaufsicht und unabhängige Experten ("Paper Belt") abzuschaffen.

Summary:

Martin André argumentiert, dass die Demokratie durch die Machtkonzentration digitaler Monopole bedroht wird. Er zeigt, dass das Internet seit der Erfindung des World Wide Web 1989 nicht demokratischer, sondern extrem ungleich geworden ist. Seine Forschung ergab einen Gini-Koeffizienten von 0,98 für die Traffic-Verteilung, was bedeutet, dass wenige Plattformen fast die gesamte Aufmerksamkeit kontrollieren.

Diese Monopolisten, oft in Koalition mit rechtspopulistischen Kräften und der US-Regierung, nutzen den Begriff der Meinungsfreiheit als Ablenkungsmanöver, um ihre eigentliche Agenda zu verbergen: die Abschaffung von Regulierung, unabhängigen Medien und wissenschaftlicher Kritik. Die Folgen sind gravierend: Journalismus verliert seine Finanzierung, da Werbeeinnahmen bei den Top-Plattformen konzentriert sind, und Nutzer werden zu "Marionetten", die sich den Algorithmen anpassen müssen, um Sichtbarkeit zu erlangen. Beispiele wie Markus Söder oder Donald Trump zeigen, wie Plattformlogiken Verhalten formen.

André warnt vor einer "Digitalokratie", in der Aufmerksamkeitsmilliardäre und Algorithmen die öffentliche Meinung dominieren, während eine gemeinsame gesellschaftliche Wahrheit verschwindet. Er fordert, diese Entwicklung nicht zu akzeptieren, da sie verfassungswidrig sei und die Grundlagen demokratischer Medien und Gewaltenteilung zerstöre.

FAQs

Die Digitalokratie ist eine neue Ordnung, in der digitale Monopole die Demokratie ablösen und durch Zugangsgewährung, Meinungsmacht und Formatierungsmacht kontrollieren.

Meinungsfreiheit dient als Ablenkungsmanöver, ähnlich einem Zaubertrick, um von der Machtakkumulation und den eigentlichen Interessen der Tech-Konzerne und Rechtspopulisten abzulenken.

Das Internet ist zweigeteilt: Es gibt wenige Monopolisten, die fast den gesamten Traffic kontrollieren, und einen riesigen Friedhof mit geringer Nutzung. Der Gini-Koeffizient beträgt 0,98, was extreme Ungleichheit zeigt.

Redaktionelle Medien verlieren ihre Finanzierungsgrundlage, da die Top-Monopolisten 80-90 Prozent der Werbeeinnahmen binden. Journalismus verliert Unabhängigkeit, Anbietervielfalt und Staatsferne, was verfassungswidrig ist.

Anbieter haben zwei Optionen: Entweder sie bleiben unabhängig und verlieren an Sichtbarkeit im 'Friedhof' des Internets, oder sie gehen zu den Monopolplattformen und arbeiten dort oft gratis, während sie von Algorithmen abhängig werden.

Der 'Paper Belt' bezeichnet Menschen wie Journalisten, Wissenschaftler und Experten, die als 'Papiertiger' abgewertet werden und angeblich der Selbstbereicherung der Tech-Konzerne und Rechtspopulisten im Wege stehen.

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