
Die Zahl politisch motivierter Straftaten in Deutschland ist 2025 auf ein Rekordhoch von rund 85.800 Fällen gestiegen, wie das Bundeskriminalamt und Bundesinnenministerium mitteilten. Besonders häufig traten Delikte im Zusammenhang mit Wahlen auf, etwa Sachbeschädigungen an Wahlplakaten. Betroffen waren vor allem AfD, Grüne und CDU. Die Hälfte der Taten wird dem rechten Spektrum zugeordnet, während links motivierte Straftaten mit 13.500 Fällen ebenfalls einen Höchststand erreichten. Hasskriminalität bleibt ein großes Problem, oft aus rassistischen, antisemitischen oder frauenfeindlichen Motiven. Religiös motivierte Straftaten nehmen zu, während Konflikte wie in Nahost und Ukraine weniger Einfluss haben. In Nordrhein-Westfalen fordert die SPD einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss gegen Ministerin Ina Scharrenbach wegen Machtmissbrauchs und eines angstgeprägten Arbeitsklimas. Zudem steigt der Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente wie Oxycodon und Benzodiazepine unter Jugendlichen drastisch. Eine Umfrage unter 72 Suchtkliniken zeigt, dass fast alle betroffen sind, das Hilfesystem aber überlastet ist: Lange Wartezeiten, Personalmangel und wenige Therapieplätze prägen die Lage. Experten warnen, der Bedarf wachse schneller als die Versorgung. Weitere Themen sind Sanktionen gegen israelische Siedler und Pläne der deutschen Rüstungsindustrie für einen neuen Kampfjet.