In der Einführungsfolge des Podcasts "Fem Geo" stellen sich die Gastgeberinnen Malugaus, eine Geografiestudentin, und Elisa Wittmielitz, Professorin für soziale und digitale Geografien, vor. Der Podcast zielt darauf ab, feministische Geografien bekannter zu machen, da diese Disziplin selbst innerhalb der Geografie noch wenig verbreitet ist. Zentrale Frage ist, was Feminismus mit Geografie zu tun hat. Dabei wird Geografie als mehr als reine Länderkunde verstanden – sie untersucht Mensch-Umwelt-Beziehungen. Feministische Geografie rückt raumbezogene, intersektionale Machtverhältnisse in den Fokus, etwa wie Geschlecht, Race, Klasse und Sexualität räumliche Erfahrungen prägen. Als alltagsnahes Beispiel dient die Universität: Wer produziert sichtbares Wissen (Professor*innen) und wer verrichtet unsichtbare, aber essentielle Arbeit (Reinigungskräfte)? Konzepte wie Intersektionalität und die Vergeschlechtlichung von Räumen (z.B. der private Raum als weiblich, der öffentliche als männlich konnotiert) werden erläutert. Zudem betont Elisa die Bedeutung feministischer Praxis in Forschung und Lehre, etwa durch reflexive Methoden und partizipative Formate wie den "Privileg Walk", der Privilegien körperlich erfahrbar macht. Der Podcast will somit theoretische Zugänge mit praktischer Anwendung verbinden.
Willkommen bei unserer Einführungsfolge zum Podcast Fem Geo, ein Podcast über feministische Geografien. Mein Name ist Malugaus und mir gegenüber sitzt Elisa Wittmielitz. Ich werde aber die Person sein, die vor allem dieser Staffel ein bisschen durchführt. Und deshalb stelle ich mich auch erst mal vor. Ich bin gerade am Ende von meinem Bachelor in Geografie, hier ins Brug. Auf feministische Geografien bin ich gekommen im vierten Semester. Da habe ich die Vorlesung belegt für feministische Geografien. Und dann bin ich auch direkt vor Züge einem Jahr direkt in das AK gegangen Fem Geo. Das haben wir nämlich auch inzwischen in ins Brug. Und da hat sich das auch noch mal alles neu etabliert. Wir haben sogar auch eine Veranstaltung, das Reihe mit der Elisa wird zusammen organisiert. Und ja, seitdem hat es mich eigentlich mehr losgelassen für feministische Geografien. Deshalb bin ich sehr aufgeregt, jetzt auch hier zu sitzen, jetzt endlich diesen Podcast aufzunehmen. Genau, aber jetzt vielleicht mal zu dir, Elisa Witt, stell du dich doch gerne vor. Mein Name ist Elisa Wittmielitz und ich bin hier an der Universität ins Brug am Institut für Geografie, Assistenzprofessoren für soziale und digitale Geografien. Und in meiner Forschung, gucke ich mir aktuell vor allem digitale Räume an, also sowas wie soziale Medienplattformen und die eben aus einer dezidiert feministisch geografischen Perspektive. Und was das ist, das werden wir zusammen im Podcast noch herausfinden. Und grundsätzlich interessiere ich mich aber auch für politisch geografische Themen wie Nationalismus, Geopolitikrenzen, aber eben immer aus einer dezidiert feministisch geografischen Perspektive heraus. Und neben meiner Forschung ist natürlich ein anderes sehr großes Stand bei meiner Arbeit hier, oder was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, die Lehre. Und eben, ich mache unter anderem eine Vorlesung im Bachelor zu feministischen Geografien, aber z.B. im Master unterrichte ich aktuell auch einen Methodenseminat zu feministischen Forschungsmethodologien. Warum hattest du los, diesen Podcast zu machen? Auf der einen Seite ist mir aufgefallen, dass einfach feministische Geografien noch nicht so vielen Leuten bekannt ist, also vor allem innerhalb der Geografie auch. Da habe ich mich ja selber auch, dass ich bei mir selber ja auch mir auch aufgefallen, dass ich erst im vierten Semester davon gehört habe und mir auch nur, weil du zufälligerweise eine Dozentin hier bei uns bist. Und genau, dann ist mir aber auch, fand ich es auch sehr spannend, ein Podcast zu machen mit dir zusammen, weil ich einfach gerne dieses Wissen irgendwie weitergeben würde. Und als ich jetzt so ein bisschen davon erzählt habe, dass ich in der Vorbereitung dieses Podcast bin oder auch, wenn ich Menschen meinem Umkreis erzählt habe, dass ich in dem Arbeitskreis feministische Geografien bin, dann habe ich doch auch häufiger mal auf Scapsis gestoßen, dass sich Menschen so gefragt haben, ja, was hatte eigentlich Feminismus mit Geografie zu tun? Da habe ich jetzt sogar auch bei einer Exkursion ein paar Kommitonen gefragt, dass sie mir mal ein Stimmungspiel zu feministischen Geografien geben können, also was sie damit so asyl zuieren. Und da würde ich jetzt ganz gerne mal die Tundspur von Martin einspielen, ein Kommitone von mir, der auch Geografie studiert. Also ich muss sagen, ich habe den Kurs in Humane Geo für immunistische Geografien. Es ist schon ein bisschen her, also mir von den Kursankmeldetab, weil ich muss ehrlich sagen, sie erst mal so überrascht. Also ich habe mir so gedacht, irgendwie hätte jetzt Feminismus und Geografien hätte es. Also ich habe dann nicht dran gedacht. Also das war für mich ein bisschen so abstrakt, vielleicht ein bisschen weitergeholt. Es waren ein paar interessante Gedanken dabei, ich muss sagen, es ist ja glaube ich ein recht junges oder neues Gebiet. Also manche Ansätze habe ich nicht so ganz verstanden, da waren wir so ein bisschen fremd. Aber es war auf jeden Fall mal eine andere Sichtweise glaube ich, also so eben Themen oder Blickwinkel zu sehen, die man an die, also ich persönlich hätte dann nie dran gedacht, sowieso nicht in der Geografie. Ja, das ist interessant, das Martin sagt, dass er das weitergeholt findet, so den Zusammenhang zwischen Geografien-Feminismus. Also was würdest du Ihnen auch die Frage antworten, was hat Feminismus mit Geografie zu tun? Ich selber finde die Frage auch immer schwierig zu beantworten. Vor allem aus der Hinsicht, dass ich manchmal da dann erst mal das Gefühl habe, ich müsste Geografie erklären, weil häufig Menschen, die mich dann sowas fragen, denken vielleicht eher so, dass das Geografie nur Länderkund ist, also nur so Länder auswendig lernen oder irgendwelche Fakten über Länder zu wissen. Aber Geografie ist ja viel mehr als das und eben auch, auf der anderen Seite dann auch Feminismus, dass auch das weitergepasst ist als jetzt, dass man sagt, ja, okay, man hast Männer. Also da fängt es eigentlich schon bei mir an. Passend dazu habe ich auch einen Absatz gelesen, in dem Buch wir haben sie hier vor uns liegen. Feministativ von Leslie Kern, auf Seite 13, ich zitiere, ist natürlich, dass du aufgrund des Mittelschools aus Geografie gebildet hast, nicht über die Kallere in Maps oder Memorizing Continence. Geografie ist über die Human-Unulatenschaft zu unserer Environment, both Human-Build und Natur. Und vielleicht könntest du passend dazu auch noch mal Leslie Kern ein bisschen mehr vorstellen? Leslie Kern ist eine kanadische feministische Geografie, die ist vor allem auch Speakerin, Rednerin, Autorin und Coach und hat eben viele auch so bestselling Bücher geschrieben, wie eben zum Beispiel das, was du grad zitiert hast, das feminist city-claiming space in a man-made world von, ich schau gleich mal nach 2020 bei Wer so herausgegeben. Aber sie hat zum Beispiel auch ein Buch über Identification geschrieben. Identification ist inevitable and otherwise und erst kürzlich. Erst letztes Jahr ist in Zusammenarbeit mit Roboter Hawkins das Buch "High expectations, how to survive academia make it better for others and transform the university rausgekommen", das ich persönlich auch total toll finde und ein total wichtige Ressource, um auch feministisch, geografisch in der Wissenschaft jetzt über die eigene Forschung hinaus aktiv zu sein. Also wenn ich auf diese Frage versucht zu antworten, was der Feminismus mit Geografie zu tun, da fällt es mir dann auch häufig leichter, so ein Alltagsbezug zu nehmen und da dann direkt mit dem Thema zu starten feministische Stadtplanung, das wäre auch behandeln werden, weil das irgendwie so ein typisches Beispiel ist. Und da würde ich jetzt vielleicht noch ein weiterer Turnspur einspielen und euch zeigen, uns war von Pauline und sie hat nämlich auch darauf bezugenommen. Mit feministischen Geografien habe ich mich persönlich weniger auseinandergesetzt bisher, als ich gern hätte. Ich glaube, mein größter Zugang und auch fast einziger Zugang dazu ist das Buch "Feminist City" von Lesley. Das wurde mir geschenkt und ich habe sehr gerne gelesen und was mir auch in dieser Hinsicht aufgefallen ist, das heißt ja auch "Feminist City" und auch bisher habe ich für feministische Geografien sehr limitiert auf feministische Stadtgeografie. Also mir fehlt persönlich irgendwie ein Zugang zu, also dass ich für feministische Geografien auf jegliche andere Themenbereiche anwende. Und irgendwie habe ich bisher immer mich nur mit feministischen Stadtgeografien, für feministische Stadtplanung und so weiter sind dann gesetzt, aber dann würde ich noch gar nicht weiter über diesen Rand hinausgekommen. Und das ist sehr, sehr schade. Ich finde das voll spannend, dass Pauline diesen Bezug zur feministischen Stadtgeografie aufmacht, weil das begegnet mir auch ganz oft, dass die Studierenden immer als alle erstes mit auch an mich herantreten, mit stattgeografischen Themen und dabei bin ich ja alles, aber ich würde nicht sagen, dass ich stattgeograf bin. Und das ist halt spannend, genau, dass halt solche Bücher wie dann von Lesley einfach auch eben zugänglicher sind. Und deswegen die Leute dann auch über so einen Thema, was natürlich auch alltags nah ist, weil viele von unseren Städten leben. Ja, also eben zugänglich hier wird eine erfahrbar wird. Aber ich würdest du denn diese Frage beantworten, was hat feministlos mit Geografie zu tun? Genau, ich finde die Frage eben auch ganz schön schwer zu beantworten, weil ich sie auch so groß finde, sehr auch so die Geografie ist schon groß, feministlos ist groß. Aber wenn ich das runterbrechen würde, dann würde ich sagen, im Zentrum steht für mich eine Geografie, dies ermöglicht ganz, dezidiert Raumbezogene intersectionale Machtverhältnisse in den Blick zu nehmen, die eben oft in anderen geografischen Arbeiten nicht beachtet werden. Also, wie sich bestimmte räumliche Machtverhältnisse eben für Menschen mit unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten, sexuellen Identitäten oder für rassifizierte, unterschiedlich rassifizierte Menschen anfühlen. Du meintest gerade auch intersectionalität, könntest du das nochmal beschreiben? Ja, ich glaube intersectionalität, genau, ist ein ganz zentrales Konzept, das man irgendwie kurz erklären muss. Das geht ja vor allem auf die intellektuelle Arbeit von schwarzen Verministinnen zurück, also zum Beispiel "Sojourner Truth" in den Vereinigten Staaten, die ich schon im 19. Jahrhundert eine Rede gehalten hat, wo sie auf den Zusammenhang auf die wechselseitige Bedingungen von Geschlecht und Race in, also dass diese beiden unterdrückenden Unterdrückungsachsen macht Dimensionen quasi, sich verschränken zusammenkommen. Und dann zum Beispiel von "Come Be Here River Collective" weiter ausgearbeitet wurden, die noch den Aspekt der Sexualität mit reingenommen haben. Und dann, wahrscheinlich kennen die meisten, haben schon mal von Kimberly Crenshaw gehört, die eine der 80er-Jahre einen sehr viel zitierten Artikel geschrieben hat, wo sie das eben in die auch nochmal stärker, also eine wissenschaftliche Debatte reingepracht hat, der das Konzept der intersectionalität, eben die Verschränkung von Geschlecht mit Race und Klass, aber eben auch Sexualität, Behinderung, anderen macht Dimensionen. Und dass eben Personen, je nachdem, wie sie gesellschaftlich positioniert sind, auf diesen verschiedenen Unterferenzachsen, dann unterschiedliche Diskriminierungserfahrungen machen, weil z.B. eine schwarze Frau ja eben nicht nur aufgrund ihres Geschlechts als Frau diskriminiert wird, sondern eben z.B. auch aufgrund von Rassismus und Rassistischen Zuschreibungen und der Rassifizierung ihres Klass. Und könntest du vielleicht noch ein Beispiel erzählen, ein bisschen alltags näheres Beispiel, wo man so diesen Zusammenhang eigentlich ganz gut sehen kann zwischen Feminismus und Geografie? Also so ein bisschen dieser Raumbezogener Asperg, der wo kommt der dazu betragen. Ja, ich finde so ein Beispiel, was ja auch zum Podcast passt, weil wir uns hier in der Uni befinden, ist in dieser Ort Universität, wenn wir uns den mal angucken und mal überlegen, welche Personen sind ja eigentlich daran beteiligt, wissen zu produzieren. Also da fällt wahrscheinlich den meisten von uns als erstes so der Professor oder jetzt auch zunehmend die Professoren ein, aber das sind dann auch oft Menschen, die wir immer genieren, die sind ein bisschen älter oder die sind zumindest weiß, als zumindest eine Uni-Insbruck. Heterosexuell ist es geschlechtlich ohne eine sichtbare Behinderung. Genau, so was erstes, was uns einfällt. Aber was ja auch total zentral ist, dass z.B. das Menschen gibt an der Uni, die eben für diese Wissensproduktion essenziell sind, die z.B. die Toiletten reinigen, die den Müll entsorgen, die in der Mensa das Essen kochen und diese Menschen und auch in ihren Arbeit bleibt eben oft unsichtbar oder wird nicht beachtet. Das dem wird kein Aufmerksamkeit geschenkt, dass ich ja auch in meinem Büro nur sitzen kann und meine Artikel schreiben kann. Und das angenehm tun kann, wenn ich in der Mensa z.B. ein war, das Mittagessen bekomme, oder wenn eben mein Möhrer gemäßig gelehrt wird und wenn jemand die Toilette putzt, die ich jeden Tag benutze. Aber das zeigt, und das eben dann auch, wenn wir uns eine Reinigungskraft an der Universität vorstellen und gerade eine Universität insbruck, was welche Menschen machen diesen Job und das sind eben oft rasifiziert aufbauen. Und da sehen wir dann schon irgendwie so ein Clash zwischen, genau jetzt, wem wir uns als Professor, Professorin, imaginieren und als Reinigungskraft. Und was sichtbar wird, was wir als Teil von Wissensproduktion verstehen an diesem oder wer auch diesen Ort prägt, an welche Person wir zuerst denken, wenn wir an den Ort Universität denken, das können wir vielleicht uns noch mal vorstellen. Auch in den eigenen Universitätskontext, diese Verschränkung von im Machtraum und ja, Differenz, Geschlecht, Race jetzt, in dem Fall, was ich angesprochen habe, aber auch Klasse zum Beispiel. Ja, ich finde es ein sehr gutes Beispiel, vor allem weil es eben so Alltags nah ist und man da eben genau diesen Raum bezogenen, Feminismus erkennen kann. Und auch diese Vergeschlechtlichung im auch von öffentlichen und privaten Räumen. Ja, vielleicht müssen wir noch mal den Begriff "Vergeschlechtlichung" der Stelle erklären, weil das ja auch vielleicht nicht so nadliegend ist. Das European Institute for Gender Equality kann man einfach googeln, das definiert Vergeschlechtlichung als etwas oder jemand, das bzw. der, nachdem sozialen Geschlecht differenzierte Muster auf. Das klingt jetzt erst mal irgendwie so ein bisschen abstrakt, aber damit ist z.B. gemeint, dass beispielsweise Farben vergeschlechtlich sind, also das klassische Beispiel Rosa und Hellblau. Ich habe selber ein kleines Kind und tatsächlich, also das es eben, es gibt eben irgendwie Mädchenkleidung auch in den Geschäften und das ist überwiegend alles Rosa oder Lila oder so genannten Mädchenfarben, eben vergeschlechtliche Farben. Und dann gibt es eben auch Blau und Hellblau und das ist dann aber, also diese Artikel finde ich dann in dem Bereich des Ladens, wo es Jungskleidung gibt, oder auch das Spielzeug. Und eben zum Beispiel jetzt im Kontext von Räumen, dann vergeschlechtigte Räume ist, denke ich, dass, ja, also das, was wo alle Menschen auch gleichen Bezug herstellen können, so ein bisschen die vergeschlechtlichung des privaten Raums, des zuhauses als weiblich konnotiert, oder wo eben auch Sorgebarbeit stattfindet und der öffentliche Raum, alles was, genau, was mit Öffentlichkeit zu tun hat, als männlich konnotiert, und insofern zuhause wäre es das Öffentlichkeit, die vergeschlechtlichung von einfach unserem Alltagsraum, weil denen es ja auch teilen, in teeme, private Räume, die weiblich konnotiert sind, und öffentlich und gut genau, die männlich konnotiert sind. Ja, genau. Ja, das waren jetzt auch alle unsere Gedanken, bis hin zu dieser Zusammenhang zwischen Feminismus und Geografie, was ich auch ganz spannend fand, am Anfang, als du dich vorgestellt hast, hast du auch ein bisschen erzählt davon, dass für dich, wenn du über feministische Geografien redest und auch das leerst, das ist dir da nicht nur wichtig ist, die verschiedene Themenbereiche, die feministische Geografienbeinhalten, sondern eben auch, dass du feministisch leeren willst, habe ich das richtig verstanden? Genau, das ist auch die feministische Praxis quasi in meinem Arbeitsalltag, also, sowohl auf der Forschung, dass ich mir eben überlege, was sind feministische Forschungsmethoden, metodologien, also zum Beispiel, wie kann ich nicht nur meinen eigenen Standpunkt reflektieren, meine eigene Position, sondern auch zum Beispiel über die Machtverhältnisse zwischen mir und den Menschen, mit denen ich Forsche oder über die ich forsche, also da gibt es ja unterschiedlich, je nachdem, wie meine Forschung gestaltet ist, wo kommen meine Daten her? Was ist mit, also ich arbeite ja zum Beispiel im Bereich Social Media, da stelle ich mir zum Beispiel Fragen nach Autorinenschaft, also wer es überhaupt Autorin von den Daten, also weiß ich nicht Post Stories Reels, die im Netz kursieren. Also welche Bedingungen sorgen eigentlich dafür, dass ich überhaupt Tiersitze und diese Forschung ausüben kann, diese Stelle an der Uni habe, das hat ja ganz viel mit Macht zu tun. Und dann aber auch zu schauen nicht nur wie ich forsche, sondern auch wie wir zum Beispiel in der Uni miteinander sein wollen. Also wie wir mit, wer macht zum Beispiel die emotionale Arbeit sich, um Studierende zu kümmern? Oder wie wollen wir miteinander auch im Collegium sein? Wie wollen wir, wie wollen wir gemeinsam diesen Universitätsraum gestalten und darüber sich Gedanken zu machen? Und wie können wir das feministischer machen? Und da finde ich, das habe ich ja auch schon erwähnt, das Buch eben von Robert Hawkins und Lesley Care and Higher Expectations, how to survive academia, make it better for others and transform the university. Eine total inspirierende Handreichung. Ja und was mir noch einfällt, was mir noch wichtig ist zu betonen, dass ich halt auch die Art, wie ich leere feministisch gestalten will. Also eben zum Beispiel, ich habe ja dieses Format Vorlesung. Eine Vorlesung an sich ist natürlich kein feministisches Format, weil es total hierarchisch ist. Da steht eine Person vorne und erzählt anderthalb Stunden den anderen Leuten, die vermeintlich nichts wissen, etwas. Und in meiner Vorlesung versuche ich das eben aufzubrechen, indem ich Versuche nicht nur Frontal zu leeren, zu leeren. Versuche auch, dass Emotionen einen Raum haben können, dass wir uns wohl eine Rabel zeigen können, dass wir uns eben als Menschen begegnen können, dass ich nicht die allwissende Professorin bin, um Gotteswillen überhaupt nicht. Ich habe weiß total viele Sachen nicht. Und das ist aber auch ein Raum, dafür gibt es also gemeinsam eine Antwort zu finden, gemeinsam Fragen zu entwickeln. Und zum Beispiel auch in einer Sitzung zu sozialen Ungleichheit, da mache ich ja mit den Studierenden den Privileg Walk. Das heißt, da kommen eigentlich die Studierenden, die mitmachen wollen. Nach vorne, in denen, also wir haben ja einen sehr großen Vorlesonsaal hier. Und er fahren am eigenen Körper, genau auch den Körper zu centrieren. Das ist natürlich eine andere feministische Praxis, in meiner Lehre. Am eigenen Körper erfahren sie, was das bedeuten kann, mit unterschiedlichen Privilegien ausgestattet zu sein Quargeburt. Und eben unterschiedlichen rassistischen Erschuldigung. Ja, doch vergeschlechtlichen, rassifizierten und so weiter Privilegien. Ja, da wollte ich eh auch noch eingehen, weil ich war da auch dabei, als du den Privileg Walk gemacht hast. Und ich fand das super wichtig und das hat daraus, habe ich auch viel lernen können. Und vielleicht wäre das auch jetzt eine gute Überleitung auf zwei Lernstudierenden, die auch mit mir zusammen Geografie studieren, einzugehen. Weil, ich habe auch deren Meinung und Eindrücke von feministischen Geografien aufgenommen. Und jetzt würde ich als erstes mal von Anna abspielen. Also tatsächlich habe ich im Jahr 2022 an der Uni die Vorlesung feministische Geografien besucht. Und ich würde behaupten, dass das das erste Mal war, wo ich mich so richtig aktiv, wahrscheinlich auch mit Literaturaktiv damit auseinandergesetzt habe. Also die Vorlesung habe ich in sogar eines Wahlmoduls quasi absolviert als ich konzentriere aussuchen und habe mich eigentlich auch bewusst dafür entschieden, weil ich konzentriere das Thema recht spannend finde, gerade weil ich auch Geografie auf Lehramtsstudiere. Und ich schon finde, dass man gerade feministische Geografie das ganz wichtig ist, dass man das in der Schule behandelt und dass man sich da eigentlich sehr besonders gut auskennt und sind sie sensibilisiert wird, sodass man das dann auch an den Schülerinnen und Schüler die Jugend weitergeben kann. Hast du da schon erste Gedanken zu der Tunspur von Anna? Ja, da lachten natürlich mein Herz. Wenn Anna sagt, dass sie die feministische geografische Perspektive auch in der Schule an die Schülerinnen weitergeben will, weil das ist ja, und dass sie das gewählt hat als Wahl vorlesen, das errt mich natürlich sehr. Und das freut mich, weil das ist ja meine Idee hier, dass möglichst viele Menschen, dass ich mit möglichst viel Menschen ins Gespräch kommen kann und noch mal vielleicht einen Umdenken auf irgendwie so wissen, wie wir denken, wir wissen schon etwas über eine bestimmte Sachverhalt, dann noch mal eine andere Perspektive darauf zu geben. Das ist ja auch so mein Ziel als Lehrender. Dann würde ich sagen, können wir jetzt noch Larissa Stoltborn? Ja, also ich habe leider noch nicht so viel vom feministische Geografien gehört. Sie wird mal wünschen davon mehr zu hören, vielleicht ein Zuge von der Ausbildung. Also ich mache auch Lehramt und ich glaube auch, dass es uns erpflicht ich einfach junge Frauen feministisch zu erziehen und einfach feministische Vorbilder zu sein, weil es halt leider Gottes weltweit immer noch sehr viel Ungleichheiten gibt und Frauen halt von sehr vielen Problemen starker betroffen sind als Männer und halt auch mal ganz oft noch unterschätzt wird. Also als Frau wird man ganz oft unterschätzt und das finde ich sehr schade und deswegen braucht es ganz viele starke Frauen in unserer Welt, in unserer Gesellschaft. Und ja, ich hoffe, dass ich nur in meiner Ausbildung aus davon höre und dann schon jetzt, wenn ich mir das selbst ein bisschen schlau machen, Bootcast hören und dann meine Schülerinnen das weiter bringen oder weiter geben. Und ich finde es ganz wichtig, dass Männer auch feministische, also dass sich vor allem bei Männern, dass die Denkweise einfach ändert und dass die A sehr stark feministisch werden. Ja, denkst du denn, dass da unser Bootcast Larissa unterstützen kann, weil ihr im Anliegen noch die auch eben mehr über feministisch geografische Themen zu erfahren und perspektiven? Ich glaube schon, vor allem wenn ich das aus meiner Sicht sehe, weil ich schon auch, obwohl ich selber so interessiert, also so interessiert bin in diesem Thema, kann ich mich da echt noch gar nicht so gut aus. Und durch die Vorbereitung des Podcasts habe ich schon, allein dadurch schon sehr viel gelernt und deshalb wäre schon mein Ziel für den Podcast, dass ich die Kommitonen von mir, die ich da befragt habe, auf jeden Fall das Thema näherbringen kann. Und ich will auch gerne feministische Geografien einfach mehr Raum geben, weil ich für mich gemerkt habe, dass ich das richtig wichtig finde. Genau, also dieser Feminismus- und Raumbezug finde ich elementar. Und vielleicht ist ja dann der Podcast eben auch nicht nur relevant für Geografie studierende. Jetzt in Instruk oder an anderen Universitätsstandorten im Bachelor, sondern auch für alle anderen, die sich eben für feministische Wissensproduktion an deutschsprachigen Universitäten interessieren, weil was für mich so eine ganz große Motivation, was dieses Projekt überhaupt zu starten, ist, dass wir eben eine deutschsprachige Ressource, eine niedrigschwellige Ressource produzieren, also dafür, derer Mann mehr über feministische Geografien erfahren kann. Das ersetzt natürlich kein Lehrbuchtext oder kein Fachartikel, sondern es ist halt eine Ergänzung dazu. Aber ich finde gerade, wenn Menschen noch nicht so im Thema drinstecken und vielleicht auch so ein bisschen sich schwer tun und so eben, wie vielleicht auch Martin, den haben wir schon gehört am Anfang, ja, so hell, was hat den Feminismus mit Geografie zu tun und ich krieg ja auch auf die Rückmeldung, braucht sie diese Vorlesung und kann das bitte nicht wahl sein, weil für den Bachelor Science es ist ja jetzt eine Pflichtvorlesung aktuell, dass wir einfach dort eine Ressource anbieten können, wo Menschen deshalb auch so im Alltag einfach mal eben auf die Ohren, den Podcast und so ein bisschen niedrigschwellig näher darüber lernen und vielleicht auf neue Ideen und Gedanken kommen und sich inspiriert fühlen und sich mehr abgeholt fühlen dann auch, wenn sie dann im Studium was von feministischen Geografien hätte hören. Ja, das finde ich richtig gut, ich persönlich höre ja auch sehr gerne Podcasts, deshalb würde mich das auf jeden Fall abholen und es passt jetzt ja vielleicht auch ganz gut dazu, dass wir jetzt vielleicht mal noch unseren Podcast hier ein bisschen mehr vorstellen können und den Aufbau und Format, was waren unsere Gedanken dazu? Also ich fand es erstmal ganz wichtig, auch so ein bisschen feministisch, geografisch erstmal transparent zu machen unter welchen Bedingungen wir hier aufnehmen und wo wir sind und wie das Ganze finanziert ist, weil ich finde das dann so Informationen, die auch immer so autantisch fallen oder irgendwie nicht transparent gemacht werden und ich überdenke mir das dann immer, ja, aber wer hat denn die Zeit, hier so ein Podcast aufzunehmen und wer finanziert das Ganze? Und auch was brauche ich eigentlich für Ressource um das zu machen, auch wenn andere das jetzt zum Beispiel auch machen wollen. Wir sitzen hier in den AV Studios von der Uni Innsbruck, da wir haben hier total toll, das wusste ich auch, wer sich der Podcast aufgenommen hat nicht. Wir haben hier zwei Tonstudios, die sind sehr gut ausgestattet, wir werden hier unterstützt von absoluten Experten Felix Bergmann und Andy Briego vom AV Team der Uni Innsbruck. Wir können das nur realisieren, weil eben ich ein kleines digitales Medienprojekt an unserer Fakultät für Geonatmosphärenwissenschaften für die Erstellung dieses Podcasts, also dieser einen Staffel beantragt habe und bewillig bekommen habe, das waren gut 2700 Euro. Und davon konnte ich eben dich mal low jetzt als studentische Hilfskraft für drei Monate anstellen, dass wir eben zusammen diesen Podcast erstellen können. Weil ich bin 100% angestellt und das ist Teil meiner, na ja, ich würde mal sagen, Erfüllung meiner Aufgaben in Lehre und Wissenschaftskommunikation und natürlich war ich leidenschaftlich gerne Podcasts und immer waschen ein machen wollte. Aber grundsätzlich finde ich zeigen sich da auch schon die Grenzen, ich finde das ist halt viel zu wenig Geld, also drei Monate irgendwie acht Stunden müsste ich glaube ich angestellt. Für einen Podcast zu erstellen eigentlich müsste man dafür ja regelmäßig, also die ganze Zeit irgendwie Geld haben, um das nachhaltig machen zu können, braucht es eine langfristige Finanzierung und das ist natürlich ein Unis, das heißt natürlich, das ist leider ein Unis aktuell oder zumindest unsere Uni eher schwierig. Ich bin natürlich sehr dankbar, dass es so die Finanzierung gibt, aber auch wenn andere das machen wollen, ja, also es ist einfach sehr viel Zeit aufwand und deswegen können wir auch nur diese wenigen Folgen machen, weil wir das anders gar nicht leisten könnten und du ja dann auch gar nicht mehr angestellt bist. Und die Idee ist aber ja eben auch, dass als Open-Educational-Resource zu veröffentlichen, dass das eben anderen Lehrenden auch zur Verfügung gestellt werden kann. Ja, jetzt bei dieser Einführungsfolge reden wir ja nur zusammen und mit ein paar unterstützenden Otönen von meinen Konjunktionen in, will zu kurz erzählen, wie wir sehr den Rest gestalten werden. Genau. Also ich habe mir so überlegt, dass jede Folge so zwischen 30 und 45 Minuten lang sein wird, damit es nicht zu kurz ist, also es ist ja schon auch eben als Lehrmaterial begleitend jetzt zum Beispiel zu einer Vorlesung. Sollen wir, muss ja auch Raum geben, um ein bisschen Inhaltscht vermitteln, aber meine eigene Erfahrung ist das zu lange Podcast, wenn es wie über eine Stunde dauert, also das ist dann auch zu lang und dann hört man irgendwie nicht mehr zu oder hat nicht mehr die Konzentration. Ich bin vielleicht Experten, ich würde mich nicht mal als Experten immer bezeichnen, aber ich habe eben Forschungserfahrung in bestimmten Bereichen, vor allem in der politischen Geografie. In der feministischen politischen Geografie jetzt auch mehr im Bereich, so feministische digitale Geografien, aber es gibt ja so viele spannende Themen und Perspektiven in der feministischen Geografie, wo ich auch gar nichts zu sagen kann, weil da habe ich selber auch nur Fachartikel zu gelesen, aber ich kenne eben durch die großartige Vernetzung im Deutschsprachigen, aber natürlich auch internationalen Bereich in der feministischen Geografie. Es gibt viele viele tolle feministische Geografien in anderen Universitätsstandorten und die konnten wir eben für Folgen zum Beispiel zum Themen wie feministische politische Ökologie oder eben feministische Stadtgeografie, was wir ja auch schon thematisiert haben, dann gewinnen. Und jede Folge wird dann so aufgebaut sein, dass wir am Anfang eben kurz einführen, du und ich und dann dieses Interview mit der Expertin für das bestimmte Thema, worum es dann geht führen. Ja, was uns schon auch aufgefallen ist, da waren wir ein bisschen hin und her überlegen, wie wir dann diese Folgen voneinander trennen oder ob wir überhaupt diese Folgen trennen sollten. Ich wollte das eigentlich schon ganz gerne, weil ich mir selber bei der Recherche zu feministischen geografischen Themen selbst schwer getan habe, da dann so gutes Material zu finden, wo explizit, dass so getrennt wird, zu feministischer Stadtgeografie, feministischer Geografie, dass wir Wohnen oder der Arbeit. Eben das auch so schwierig ist, weil die auch sehr Themen übergreifen sind, wir haben uns jetzt für die Trennung entschieden, genau, aber ich finde, das spricht auch schon wichtigen Punkt an, weil wir ja auch die ganze Zeit Geografie im Plural sagen. Wir sagen die ganze Zeit feministische Geografien, weil es eben nicht die eine feministische Geografie gibt und die eine Person, die da irgendwie eine Wissenshoheit haben und das bestimmen kann. Und das eben, wir aber natürlich auch ums einfach zu machen, auch für Leute, die sich eben für ganz neu sind an den Thema oder sich für bestimmtes Thema interessieren, dass wir dann zum Beispiel sagen, okay, wir haben eine Folge zu feministischen Stadtgeografien, aber haben dann Experten oder einen Expertenperson eingeladen, die aus einer feministischen Stadtgeografischen Perspektive eine bestimmte Forschungsfrage bearbeitet oder ein bestimmtes Thema sich anschaut und dann eben ihren Blick den vertiefen wir dann. Und das heißt natürlich nicht, dass dann nur diese Person über feministische Stadtgeografien sprechen kann und dass das feministische Stadtgeografien ist und nichts anderes, sondern dass es eine Perspektive und diese Multi-Perspektivität, das es elementar von feministischen Geografien. Deswegen ist es ja auch im reden, wir auch im Plurat, deswegen bezeichnen sich auch andere Veranstaltungen oder Formate zu feministischen Geografien eben im Plural, also da geht es auch im feministische Geografien. Ich finde das zeigt auch ganz gut, dass unser Anspruch an diesem Podcast auch nicht eine Aufzählung von Definition und Begriffen ist, sondern eher ein bisschen um das Thema näher zu bringen. Dazu hatte ich eine persönliche Frage, vielleicht auch jetzt so für den Abschluss. Verstehst du dich, Elisabeth, eigentlich als feministische Geografien und wenn ja seit wann und wieso? Was macht es so für dich aus? Ich würde schon sagen, dass ich mich als feministische Geografien verstehe oder ich habe zumindest den Anspruch, eine Sein zu wollen, wie bin ich zur feministischen Geografien gekommen? Also, ich bin ganz klar über andere, dadurch, dass ich andere feministische Geographien im kennengelernt habe, zur überhaupt zu feministischen Geografien gekommen habe, überhaupt erst gelernt, dass es sowas wie feministische Geografische Perspektiven für feministische Geografien gibt. Ich habe vor inzwischen, oh je, ich bin alt schon fast 20 Jahren in Heideberg Geografie studiert und mein Studium war total spannend mit spannenden Themen, auch super duzierenden, es waren tatsächlich alles Weiße, Tysmänner, aber ja, das ist halt auch oft so im Universitätskontext in Deutschland. Genau, ich fand die Themen toll, mit denen ich mich beschäftigen durfte, aber feministische Geografien kamen dann nicht vor, also wurden nicht mehr erwähnt, also ich kann mich überhaupt nicht der anderen, nicht daran erinnern, dass das irgendwann mal irgendeiner Rolle gespielt hat. Ich wusste überhaupt nicht, dass es das gibt. Und erst nach meinem Studium, als ich meine erste halbe Stelle als sissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Jena am Lehrstuhl für Wirtschaftsgeografie hatte, da kam ich langsam, aber ziemlich sicher immer mehr an Kontakt mit feministischen Geografien, weil dort am Lehrstuhl nämlich auch eine feministische Geografien. Als Postdoc arbeitet er. Dr. Katharina Fleischmann. Und Katharina Fleischmann ist neben so Leuten, wie Siebel Bauritel, Angestrüwer oder Claudia Wuchabfennig. Das sind jetzt nur einige wenige, die ich hier nenne, aber das ist für mich so, das sind ganz zentrale feministische Geografien in quasi der zweiten Generation. Im deutschsprachigen Raum, die eben mit vielen, also die zusammen, haben zum Beispiel einen ganz zentralen Text geschrieben, zweit der 2000 in der Geograficalwetiger erschienen. Der heißt verkörperte Räume, verräumte Körper zu einem feministisch poststrukturalistischen Verständnis der Wechselwirkungen von Körper und Raum. Und Katharina hat auch 2005 gemeinsam mit Ulrike Mayer-Hanschen das Buch "Stadtland Gender" geschrieben. Und wir haben hier einen ganzen Bücherstabel auf dem Tisch. Dann haben zum Beispiel Siebel Bauritel und Angestrüwer und Michael Astier auch noch das Buch Geschlechterverhältnis der Raumstruktur in Ortsbeziehungen rausgegeben. Also es gibt ganz viele auch schon ältere Ressourcen der feministischen Geografien. Ganz kurz noch dazu, ich finde das gerade richtig gut, dass alles von dir zu hören, wie du auch so aufzählst, dass das jetzt so eher vielleicht die zweite Generation des von deutschsprachigen feministischen Geographien in. Weil ich mir dann nämlich voll schwer getan habe am Anfang für die Vorbereitung dieses Podcasts, als ich mich ein bisschen genauer und intensiver damit beschäftigt, könnt man feministische Geografien. Also welche, was sieht man da eigentlich? Also wie ist das jetzt schon ein bisschen veraltet, was ich da jetzt gerade lese oder wie aktuell ist das? Und auch die Menschen dahinter und durch dich habe ich dir jetzt auch ein bisschen mehr so kennengelernt. Ja genau und mir ist auch ganz wichtig zu betonen, dass ich ohne die Arbeit von denen, die ich gerade genannt habe und natürlich noch anderen, auch anderen, die vor ihnen kamen. Und natürlich auch noch ganz vielen Leuten nicht nur um deutschsprachigen Raum, ich habe jetzt, weil wir ja auch auf deutschlichen Podcasts machen und unser Ziel jetzt auch dieses deutschsprachigen Publikum anzusprechen. Ganz viel natürlich im anderen, aber auch in anderen sprachlichen Kontexten, ohne deren Arbeit würde ich ja heute gar nicht diese Stelle haben, würde ich mal behaupten, weil man mich wahrscheinlich nicht mit so einem feministischen Geografischen Profil eingestellt hätte und ich hier gar nicht diese Vorlesung zu feministischen Geografien machen könnte. Und das finde ich, das finde ich immer ganz wichtig zu betonen, dass das einfach, dass es immer alles auch aufeinander aufbaut im Sinne von andere Leute waren halt schon da und haben den Weg geäbenet und haben das überhaupt erst mal reingebracht, haben dazu Sitzungen auf Tagungen veranstalten, haben Konferenzen veranstalten, haben ständische Vernetzungstreffen ins Leben gegessen und so weiter zu fahren. Und das ist vielleicht ein gutes Stichpunkt auch noch den AK-Fem-Gew zu erwähnen. Ja genau, weil ich kann es ja natürlich den AK auch nicht vorher und der SMA erst, als ich eben Katharina Fleischmann in Jena kennengelernt habe, 2011, 2012, ist man dann klar geworden, dass es überhaupt, also nicht nur dass es feministische Geografien gibt und dass es da ganz viele Leute gibt, die da wundervolle sehr spannende, sehr wichtige Arbeit machen. Sondern auch den Arbeitskreis der medistische Geografien, das Verband für Geografie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Genau und dieser AK ist auch heute noch eine ganz wichtige Anlaufstelle, wenn ich mich für feministische Geografien oder auch für die Leute, die vielleicht für feministische Geografische Wissensproduktion machen, interessiere dann auf die Webseite zu gehen und dort solche Mitglieder in ein Verzeichnis zu schauen. Wie er ist das denn überhaupt, an welchen Unis sind die, kann ich auch nur jedem empfehlen. Und meine Frage war ja so ein bisschen, ob du dich als feministische Geografien siehst. Du meintest ja, es fällt dir ja auch schwer oder du würdest es geben. Na ja, weil es halt immer die Frage mit solchen Zusch, also mit solchen Identitäten, da kann ich das voll ausfüllen, weil ich habe ja auch Schwierigkeiten, das umzusetzen und immer wirklich feministisch, nach feministischen Prinzipien so handeln. Und das ist auch ganz fährt meine Grenzen, aber ich würde schon sagen, das spätestens 2014, als ich an meinem ersten wissenschaftlichen Fachartikel gemeinsam mit Karolie Schuhe, auch einer ganz wichtigen feministischen Geografien in deutschsprachigen Raum und auch für mich persönlich. Da haben wir zum Thema Affektiven Nationalismus ein Paper geschrieben, dass dann im politischen Geografie, in der Zeit auf politische Geografie rausgekommen ist. Da bin ich wirklich, würde ich mal sagen, endgültig und vollkommen auch in diesen feministischen geografischen Debatten und in der Literatur eingestiegen, weil ich dort damals mich vor allem mit der Rolle von Emotionen und Affekten in Raumproduktion beschäftigt habe und einfach auch gelernt habe, dass feministische Geografien in das schon einfach wirklich Jahrzehnte lang zugeschrieben haben. Oder feministische, also nicht nur Geografen, denn natürlich auch in anderen Disziplinen dazu geschrieben haben und ganze Wissen produziert haben, was aber tatsächlich auch von so manchmal von so einer Mainstream-Geografie dann ja nicht beachtet wurde oder wie so und natürlich gefallen ist. Und da bin, hab ich seitdem, würde ich sagen, also es jetzt so gut zehn Jahren, hab ich so mein Zuhause in der feministischen Geografie in der Geografie gefunden, das heißt, ich fühle mich richtig wohl auch in der Disziplin, aber eben weil ich weiß, dass es die feministischen Geografien gibt und dass ich da ganz tolle Menschen kenne und dass ich da die Fragen stellen kann, die ich wichtig finde und die Perspektiven vermitteln kann, die ich vermitteln möchte. Oh ja, das kann ich inzwischen auch sehr gut nachvollziehen und finde ich sehr schöne Worte. Na, wie geht es dir dann, siehst du dich dann als feministische Geografen? Ich bin jetzt seit einem Jahr im AK-Fem-Geo, hier in ins Prog und da hab ich mich schon effektiv versucht einzubringen und bin da auch sehr aufgegangen und das ist auch eine coole Gruppe, die sich da gebildet hat. Auch wenn es immer ein bisschen hin und her ist, wer da jetzt gerade aktiv dabei ist und nicht, aber insgesamt kann ich das eben auch sehr gut nachvollziehen, dieses Gefühl und diese Perspektive, die mir einfach auch inzwischen sehr wichtig ist, in die Geografie mit einzubringen. Allerdings habe ich jetzt meine Bachelorarbeit nicht in dem Thema geschrieben oder auch nicht mit der Forschungsperspektive. Das da habe ich mich einfach noch ein bisschen schwer getan, aber jetzt die Vorbereitung des Podcast hat mich insgesamt in dem Thema der verministerischen Geografenen schon auch der Geografien auf jeden Fall viel weitergebracht und inspiriert. Und dann war ich jetzt auch gerade auf dem Jung-Geografen im Konkress in Leipzig und da hat mir einfach diese Vernetzung auch vollgetaucht und da waren auch ganz viele dabei, die in AK kritische Geografie gemacht haben oder kritisches Katieren oder eben auch feministische Geografien und da habe ich einfach gespürt, okay, das ist einfach was Neues oder nicht ganz Neue, aber es wird einfach immer wieder neu etabliert in die Hochschulen und das fand ich richtig gut. Deshalb, ich würde mich gerne als feministische Geografien bezeichnen, aber teilweise habe ich noch das Gefühl, mir fehlt da so die erste, so richtige und anfühlenzeichen Forschung, damit ich mich so bezeichnen kann. Aber ich glaube, du bist eigentlich so feministische Geografien, weil du hast mir auch erzählt, du warst auf diese Exkusion und da ging es um das Thema politische Ökologie und dann hast du auch immer schon quasi, dass wir eingefordert, auch von Induzierenden "Hey, was ist mit der feministischen Perspektive?" Und das ist ja auch eben dieses Geografie machen, feministische Geografie machen, diese Praxis von "Ich stelle Fragen, im Interrupting, ich unterbreche, ich akzeptiere das nicht, was mich hier erzählt wird." Oder ich akzeptiere es, vielleicht aber ich sage, nee, das müssen wir noch erweitern oder hier fehlt noch was, hier fehlt eine wichtige Perspektive. Für mich ist das ja schon total zentral und auch Ideen einzubringen, du bist aktiv im AK-Fem-Geo hier in ins Brug. Also ich sehe tatsächlich schon reiße, man müsste gebrauchen, aber es ist ja auch immer ein Unterschied zwischen, wie man sich selber fühlt und wie andere dann etwas andere ein zuschreiben auch für eine Identität. Jetzt fragt man sich natürlich als Studierende oder als unsere Hörerinnen jetzt vielleicht auch, wo fängt man dann jetzt an, wenn man auch zu einer feministischen Geografien werden will oder zumindest da interessiert es in den Themen? Also ich finde, dass so die erste Ressource, die ich in die Hand nehmen würde, wäre das Handbuch feministische Geografienarbeitsweisen und Konzepte. Das ist 2021 vom Auto einen Kollektiv, Geografie und Geschlecht im barbere Budrigverlag erschienen und ist auch als Open Access, freie Internet verfügbar. Da habe ich auch selber mitgearbeitet, aber ich finde es auch unabhängig davon einen sehr gute Ressource, um sich diesem Themenfelter feministischen Geografien anzueignen. Die haben ein sehr gutes Einführungskapitel und auch so noch mal eher thematischer Kapitel, wenn man sich für spezifische Themenfelder feministischer Geografien, die wir ja auch zum Teil im Podcast, dann abdecken werden interessiert. Und eine andere zentrale Einführungsresource ist auch im Geografie Lehrbuch, das ja auch viele Geografie Studierende gerade kennen. Wir haben jetzt hier gerade vor uns liegen die dritte Auflärge, also ich rede von dem Lehrbuch von Hans Gappert, et al, Geografie, physische Geografien, Homageografie. In der dritten Auflage ist das von 2020. Und da gibt es im Kapitel 14, ein Unterkapitel auf Seite 681, fängt es an von Anke Strüva und der Absch- und das Kapitel heißt der kleine Unterschied und seine großen Folgen, feministische Perspektive in der Homageografie. Und das finde ich es auch ein sehr guter Einstieg, sich überhaupt erst mal mit auch den Strömungen und so ein bisschen der Geschichte und worum geht es da eigentlich in feministischen Geografien auseinanderzusetzen und sich einzulesen und auch in der zugänglichen Art und Weise geschrieben, weil es ja auch in diesem einführenden Lehrbuch veröffentlicht wurde. Okay, das würde ich sagen, weil es noch ein guter Ausblick auch mit den verschiedenen Lehrbüchern, die wir jetzt noch hier empfohlen haben oder auch die Geo- und Mell. Und genau, jetzt würde ich mich bei dir bedanken, Elisabeth. Ja, danke dir mal, du, ich fand es ja sehr schön, mit dir zu sprechen. Ja, ich fand es jetzt auch gut, dass wir es endlich mal aufgenommen haben, unsere Gespräche und dann sehen wir uns das nächste Mal mit einem Interview dann auch noch. Genau, bis dahin, ciao! Das war der Femme Geoportkars, ein Podcast über feministische Geografien. Die Idee und das Konzept stammen von Elisabeth Nielets und Malukovis. Die Musik ist von Kristine Pichler, das Louro und der Schnitt stammen von Malukovis. Wir bedanken uns bei Felix Bergmann und Andy Pichu für die Technische Unterstützung und bei der Universität Innsbruck für die finanzielle Unterstützung im Rahmen der Förderung für digitale Medienbeakte. Alle zitierten Materialien und Quellen sind in den Sendungs- und Tizen verlinkt. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Vorstellung des Podcasts "Fem Geo" über feministische Geografien mit den Gastgeberinnen Malugaus (Studentin) und Elisa Wittmielitz (Professorin).
Diskussion der Frage, was Feminismus mit Geografie zu tun hat, mit Fokus auf raumbezogene, intersektionale Machtverhältnisse und alltagsnahen Beispielen wie feministischer Stadtplanung.
Erklärung zentraler Konzepte wie Intersektionalität und Vergeschlechtlichung von Räumen.
Betonung feministischer Praxis in Forschung und Lehre, z.B. durch reflexive Methoden und partizipative Lehrformate wie den "Privileg Walk".
Summary:
In der Einführungsfolge des Podcasts "Fem Geo" stellen sich die Gastgeberinnen Malugaus, eine Geografiestudentin, und Elisa Wittmielitz, Professorin für soziale und digitale Geografien, vor. Der Podcast zielt darauf ab, feministische Geografien bekannter zu machen, da diese Disziplin selbst innerhalb der Geografie noch wenig verbreitet ist. Zentrale Frage ist, was Feminismus mit Geografie zu tun hat.
Dabei wird Geografie als mehr als reine Länderkunde verstanden – sie untersucht Mensch-Umwelt-Beziehungen. Feministische Geografie rückt raumbezogene, intersektionale Machtverhältnisse in den Fokus, etwa wie Geschlecht, Race, Klasse und Sexualität räumliche Erfahrungen prägen. Als alltagsnahes Beispiel dient die Universität: Wer produziert sichtbares Wissen (Professor*innen) und wer verrichtet unsichtbare, aber essentielle Arbeit (Reinigungskräfte)?
B. der private Raum als weiblich, der öffentliche als männlich konnotiert) werden erläutert. Zudem betont Elisa die Bedeutung feministischer Praxis in Forschung und Lehre, etwa durch reflexive Methoden und partizipative Formate wie den "Privileg Walk", der Privilegien körperlich erfahrbar macht.
Der Podcast will somit theoretische Zugänge mit praktischer Anwendung verbinden.
FAQs
Feministische Geografie untersucht räumliche Machtverhältnisse aus einer intersektionalen Perspektive, die Geschlecht, Race, Klasse und andere Dimensionen berücksichtigt. Sie hinterfragt, wie Räume für unterschiedliche Menschen erfahrbar sind und wer in ihnen sichtbar oder unsichtbar bleibt.
Intersektionalität ist ein zentrales Konzept, das auf die Arbeit schwarzer Feministinnen zurückgeht und die Verschränkung von Unterdrückungsachsen wie Geschlecht, Race und Klasse analysiert. Es zeigt, wie Diskriminierungserfahrungen je nach gesellschaftlicher Positionierung variieren.
Vergeschlechtlichung bezeichnet die Zuschreibung geschlechtsspezifischer Muster zu Räumen, wie die Konnotation des Privatraums als weiblich und des öffentlichen Raums als männlich. Dies beeinflusst, wie Menschen Räume nutzen und wahrnehmen.
Feministische Lehre bricht hierarchische Formate wie Vorlesungen auf, indem sie Emotionen Raum gibt und partizipative Methoden wie den Privileg Walk einsetzt. Sie zielt darauf ab, Machtverhältnisse zu reflektieren und gemeinsames Lernen zu fördern.
Ein Beispiel ist die Universität, wo Reinigungskräfte oft unsichtbar bleiben, obwohl sie für die Wissensproduktion essenziell sind. Dies verdeutlicht, wie Räume durch Machtverhältnisse entlang von Race, Klasse und Geschlecht geprägt werden.
Leslie Kern ist eine kanadische feministische Geografin und Autorin von Büchern wie 'Feminist City'. Ihre Arbeiten machen feministische Geografie zugänglich und behandeln Themen wie Stadtplanung und Identität aus einer kritischen Perspektive.
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