Partnerin / Partner hat ADHS: 5 Tipps für mehr Harmonie in der Beziehung
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Das Thema ADHS bei Erwachsenen ist in vielen Beziehungen zunehmend relevant und löst tiefgreifende Kommunikationsprobleme aus. Menschen mit ADHS erleben oft ständige Impulse, Ablenkung und emotionale Überbeanspruchung, was zu Missverständnissen und Verletzungen führt. Die Diagnose selbst ist jedoch eine große Erleichterung, da sie zeigt, dass die Symptome eine biologische Ursache haben und nicht auf eine mangelnde Disziplin zurückzuführen sind. Der offene Filter im Gehirn führt zu einer erhöhten Empfindlichkeit und Ablenkung, was die gemeinsame Kommunikation erschwert. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, gegenseitiges Verständnis und ein echtes „Wir-Gefühl“ zu entwickeln, indem beide Partner ihre Grenzen, Ressourcen und Bedürfnisse akzeptieren. Dazu gehören klare Kommunikationsrunden, fokussierte Gesprächszeiten, die Einführung von Routinen sowie die Notiz von Impulsen, um den Fokus zu sichern. Auch die individuelle Herausforderung von ADHS erfordert einen viel stärkeren Respekt für eigene Grenzen und eine größere Ruhe. Es ist wichtig, Vergleiche zu vermeiden und stattdessen die einzigartigen Stärken wie Kreativität und Empathie zu nutzen. Bei anhaltenden Konflikten oder Verletzungen ist professionelle Unterstützung durch Coaching oder Paartherapie entscheidend, um langfristige Harmonie und Wertschätzung im Zuge einer gemeinsamen Entwicklung zu erreichen.
Wir wollen uns heute mit einem Thema beschäftigen, was in Coachings häufiger jetzt vorkommt, nämlich das Thema ADHS bei Erwachsenen und was macht das mit der Beziehung?
Als ich das Thema gesehen habe, dass wir das jetzt im Podcast haben, fielen mir auch gleich zwei Leute ein, die sozusagen auf die Folge warten, also mit denen ich schon vorab gesprochen habe,
dass wir das Thema irgendwann im Podcast mal aufgreifen werden, weil das halt bei denen auch ein Thema war im Coaching.
Und da gebe ich dir recht, das ist vermehrt jetzt so das letzte halbe Jahr, das letzte Jahr, dass wir Paare haben, wo einer von beiden diese Thematik sozusagen mitbringt.
Ja, auch bei Nike kam der Wunsch jetzt, glaube ich, zwei oder dreimal auf, dass sie das in Coachings erlebt hat und sagte als Feedback,
vielleicht machen wir darüber mal einen Podcast.
Folge zum Thema ADHS, wie geht man damit um?
Das erste Mal hatte ich ein Paar, die das betraf, das ist, glaube ich, drei Jahre her.
Da waren wir noch im alten Büro und haben noch vor Ort Coachings gemacht.
Da hatte ich jemanden, der hatte das sehr, sehr ausgeprägt, sehr intensiv und der hat das dann auch erst im Erwachsenenalter erfahren und dann für sich das Gefühl gehabt,
Juhu, endlich weiß ich, was mit mir los ist, warum ich so bin, wie ich bin.
Mhm.
Und an mir ist nichts verkehrt, sondern es gibt eine Ursache und dann konnten die damit ganz anders umgehen.
Es ist schön, dass ihr wieder dabei seid bei dieser Folge bei den Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Und in dieser Folge geht es um das Thema, was kann ich tun, wenn mein Partner oder meine Partnerin ADHS hat.
Wir haben fünf Beziehungstipps für euch, die wir euch mitgeben wollen.
Am Ende der Folge, denn wir merken, dass das verstärkt ein Thema in unseren Coachings ist und daher bestimmt viele von euch betreffen wird.
Here's your story, let's begin, the water's fine, come on, dive in, the future's here, it's right before your eyes.
Starten wir mal mit der Begrifflichkeit, also ADS, ADHS, also ADS, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
Das H, was dann ja manchmal noch zugefügt ist, steht dann ja für Hyperaktivität.
Und das ist häufig halt auch ein Thema, was einer in einer Beziehung dann mitbringt, was vielleicht von Anfang an in der Beziehung ein Thema war,
weil derjenige schon wusste, dass er als Kind vielleicht diagnostiziert bekommen hat, dass er diese Erkrankung hat.
Oder, dass sozusagen unbewusst in der Beziehung immer mit eingeflossen ist als Thematik und das jetzt als Erwachsener diagnostiziert worden ist.
Gerade als Erwachsener ist ja dann immer das Dementium.
Dass die Menschen sich freuen, dass sie sich selber anfangen zu verstehen, dass sie merken, da ist jetzt gar nicht so ein großes Problem bei mir, sondern es gibt so eine richtige Ursache.
Weil viele sich ja dann als anders fühlen, anecken und sich fragen, warum passiert mir das dauernd?
Und warum läuft bei mir alles anders ab?
Haben vielleicht auch in der Kindheit viele Vorwürfe deswegen gehört, dass sie nicht still sitzen konnten, dass sie nicht sich fokussieren konnten.
Und vielleicht auch mit irgendwelchen. Dingen in die Zukunft gerichtet.
Aus dir wird nichts, wenn du nicht dafür sorgst, dass du jetzt mal vernünftig dich konzentrieren kannst und so weiter.
Ständig bist du abgelenkt.
Und dann haben sie dafür so eine Ursache gefunden.
Also ich höre ganz oft von den Erwachsenen, dass das im ersten Schritt sich erleichternd anfühlt, dass da jetzt so eine Diagnose da ist.
Und man weiß, womit hat man es da gerade zu tun.
Weil viele sich falsch fühlen.
Na klar, man stellt ja auch wahrscheinlich dann vieles in Frage im Vorwege.
Also gerade in unserer Gesellschaft.
In unserer Gesellschaft, wo vieles ja gerne optimiert wird, ist das für die Person schwierig.
Wenn du deinen Tag schwer organisieren kannst, wenn du merkst, du hast Probleme in der Kommunikation mit dem Partner, mit der Partnerin.
Dass du manche Sachen nicht mitbekommst, ist untergegangen, weil du den Fokus nicht halten konntest.
Du bist manchmal ein bisschen vergesslich, weil du den Fokus nicht halten konntest.
Also das sind ja alles Sachen, die wollen wir ja eigentlich in unserem Leben gerne optimiert wissen.
Und das versuchen häufig ja auch diese Menschen, dass die dann sagen, ich habe auch schon Sachen versucht.
Aber irgendwie. Es klappt nicht.
Ich habe das Gefühl, es hat einen anderen Grund.
Und dann wirkt es natürlich sehr erleichternd, wenn man dann herausfindet, was steckt da wirklich hinter.
Das liegt nicht daran, dass die Person irgendwie sich keine Mühe gibt oder einfach total verplant ist, sondern da steckt was anderes hinter.
Und das ist häufig dann ja auch der Moment, wo es dann ja auch für die Partnerin oder den Partner eine Erleichterung wird.
Weil dann hat man ja was und kann daran arbeiten.
Davor ist es ja nicht greifbar.
Dann denkt man so. Manche sagen auch, ich habe davor das Gefühl.
Ob er mich ärgern will in der Beziehung.
Wir haben doch darüber gesprochen.
Und trotzdem geht es nicht in der Umsetzung.
Und dann ist man wieder mehr im Wir-Gefühl häufig nach so einer Diagnose.
Da kommen wir jetzt auch schon tief rein in die Folge, wo wir uns die Beziehungsprobleme näher ansehen.
Vielleicht nochmal für euch.
Wenn ihr diese Folge seht und seid bei YouTube unterwegs, freuen wir uns ja über Kommentare von euch.
Oder wenn ihr unserem Kanal folgt.
Und beim Podcast ist es natürlich ähnlich.
Wir können nicht sehen, wer genau.
Wenn ihr unsere Folgen anschaut.
Wir können zwar sehen, wie viele Menschen das sind.
Aber für uns natürlich das beste Feedback, was wir bekommen können, wenn ihr uns eine Bewertung dalasst.
Bei Apple wie auch bei Spotify kann man Sterne vergeben.
Und das hilft uns natürlich enorm, wenn wir dort von euch eine Bewertung erhalten.
Sodass wir auch wissen, wie findet ihr unsere Folgen.
Ansonsten lasst uns mal hineintauchen in die Beziehungsprobleme, die so entstehen.
Und da hast du ja schon eine Komponente genannt.
Und die finde ich auch sehr spannend.
Nämlich die Metaprogramme, wie sie arbeiten und die Filter, wie sie arbeiten.
Denn das ist meiner Ansicht nach das, worauf ADHS sich besonders stark auswirkt.
Dass wir uns normalerweise recht gut fokussieren können auf relativ wenige Dinge, die wir wahrnehmen und sagen, die fokussieren wir.
Mit diesen Punkten arbeiten wir.
Zum Beispiel, wenn man jetzt sehr fokussiert ist auf bestimmte Sinne.
Dann ist man dort sehr fokussiert und kann zum Beispiel sehr gut zuhören.
Und der andere kann viel besser riechen.
Der nächste ist überblicksgeprägt.
Der schaut sich das große Ganze an.
Der andere, der guckt in die Details.
Und das sind von vielen 10.000 Reizen pro Sekunde, die wir wahrnehmen.
Nur so vier bis sieben, die wir aktiv verarbeiten.
Ich habe das Gefühl, immer bei ADHS ist dann dieser Filter offener.
Da kommt mehr durch und man hat mehr Streuung.
Also während wir in ADHS. In einem Gespräch, wenn wir uns das vorstellen, hier wären ganz viele Menschen um uns herum.
Und es wäre ganz viel Gebrabbel, weil alle durcheinander reden.
Dann könnten wir beide uns aufeinander fokussieren.
Und ich könnte trotzdem hören, was du sagst.
Und du auch, was ich sage.
Und wenn was gefährliches, potenziell gefährliches passiert, kann unser Gehirn das rausfiltern.
Also wenn da hinten irgendwo mein Name genannt wird, kann ich da ziemlich genau hingucken, wo das passiert.
Ungefähr auch die Entfernung abschätzen.
Manchmal weiß ich sogar, wer das gesagt hat, weil ich meinen Namen höre.
Und es könnte ja potenziell gefährlich sein.
Das könnte gefährlich sein, dass der gerade meinen Namen nennt.
Vielleicht geht er ja auf mich los.
Dann kann ich das fokussieren.
Und ich habe natürlich jetzt selber nicht das Gefühl, wie es ist, ADHS zu haben.
Aber meiner Vorstellung geht das zum Beispiel nicht.
Oder ich höre zu viel Stimmen und merke, ich höre von dem Bausteine, von dem Bausteine, von dem.
Und ich kann die gar nicht mehr recht zuhören.
Weil alle um mich herum nehme ich so Bruchstücke wahr und weiß jetzt gar nicht, kann das so gar nicht filtern.
Ja, das hat einer im Coaching bei mir auch mal so beschrieben.
Dass er sagte, er findet das schwierig, einfach den Kopf auszuschalten.
In dem Sinne, so auf ein Programm zu schalten.
Weil man dauerhaft in so einer Überlegung ist.
Dann hat man gerade den Fokus auf die Sache.
Ah, ich wollte ja noch das machen. Ja, das hatte ich auch noch.
Und das ist natürlich zum Beispiel, weil das jetzt da in der Kommunikation sehr schwierig.
Weil wenn er ein tiefes Gespräch mit seiner Frau geführt hat, kam ihn immer wieder ein Pulse hoch.
Du musst noch das machen, das noch.
Und ja, aber irgendwie fühlt sich die Hose komisch an.
Ja, die sitzt ganz schön eng heute.
Ich wollte mir noch eine andere.
Ich wollte mir noch eine andere Hose anziehen.
Und er fühlte sich dauerhaft wie auf dem Sprung.
Und das konnte ich so ein bisschen nachempfinden, obwohl ich diese Diagnose ja nicht selber habe.
Aber dieses Gefühl finde ich, wenn man selber mal in einer Lebenssituation ist und diese innere Unruhe hat.
Wenn man das aber dauerhaft hat, weil man das Gefühl hat, es kommt als Impuls immer wieder,
ist das natürlich etwas, was sehr belastend ist.
Ja, diese Impulse kennt man ja.
Auch wenn man kein ADHS hat, dass man vielleicht irgendwie so im Gespräch ist.
Und dann schießt so ein Impuls, so ein Gedanke hoch.
Das darfst du nicht vergessen oder so.
Das kennen wir ja auch so, so viel zu tun.
Und ich habe dann ja immer meine App und dann schreibe ich mir schnell auf,
damit ich danach wieder dir besser folgen kann zum Beispiel.
Aber das hat man ja natürlich relativ selten, dass das im Gespräch passiert.
Jetzt stelle ich mir vor, dass das dann einfach mit ADHS extrem gehäuft.
Also diese Gruppe von Menschen, die ich eben beschrieben habe,
die hat man sozusagen im Kopf in einer Gruppe von Impulsen, die dauernd reinschießt
und immer quer schießt und alles Mögliche einfach in die Gedanken schießt, wo man so denkt,
wie soll ich dir richtig folgen können?
Und das kann man sich vorstellen, macht eine ganze Menge Probleme in der Beziehung.
Insbesondere dann, wenn man das nicht weiß.
Genau, und er hat dann die Diagnose bekommen,
hat sich dann nach langen Überlegungen dann auch medikamentös eingestellen lassen.
Und das war wirklich eine Erleichterung für die Beziehung,
weil er konnte nochmal mit seiner Frau eine ganz andere Ebene einnehmen in der Kommunikation,
die er sich vorher gar nicht vorstellen hätte können,
weil das für ihn irgendwie normal war.
Er wusste schon, er eckt damit an in der Schule, bei Freunden.
Er war immer der Lustige, der immer spontan war und immer nie so richtig zur Ruhe kam.
Aber er fand das andere jetzt aus.
Wir haben das auch im Coaching zum Beispiel gemerkt, das ist mir auch in Erinnerung geblieben. Wir hatten manchmal so Coachings zu späteren Zeiten auch oder auf jeden Fall zu Zeiten, wo er eigentlich die Tablette nehmen müsste.
Und dann hatten wir manchmal auch, dass wir dann kurze Pause gemacht haben und er die Tablette genommen hat, obwohl es jetzt nur noch 20 Minuten war, weil er auch gemerkt hat, er hätte sonst schwer den Fokus halten können. Also das Dreiergespräch war dann einfach an einem gewissen Punkt für ihn auch sehr anstrengend.
Naja, gerade wenn es dann intensiv wird, um die Beziehung geht, wenn man die Zeitlinie aufarbeitet und dann mal zurückgeht, wann war es mal gut und dann schaut man in der Umgebung, was gab es vielleicht in diesem Jahr für Themen, dann können natürlich auch wieder sehr viele Impulse hochschießen, sehr viele Gedanken können in sehr viele verschiedene Richtungen gehen.
Und während wir schon so oft kommunikative Missverständnisse haben, wenn wir normal durchschnittlich filtern.
Kann ich mir schon vorstellen, dass wenn diese Filter halt viel offener sind, dass es eben deutlich mehr Missverständnisse gibt. Und wenn man das eben nicht weiß, dann entstehen ungute Gefühle, weil man das Gefühl hat, vielleicht du bist mir nicht wichtig, weil ich würde ja nicht zuhören, vielleicht kann ich mir Dinge nicht merken, ich bin zerstreut.
Also ich habe das Gefühl, Mensch, warum kannst du dich nicht auf das konzentrieren, was bei uns wichtig ist? Wer hat das keine Priorität für dich?
Also es wird ja schnell gleichgesetzt mit die Beziehung.
Die Familie hat zu wenig Priorität, ist nicht wichtig genug. Also mangelnde Wertschätzung, mangelnde Anerkennung. Das ist ja häufig was, wo sowas dann schnell reinrutscht.
Was auch häufig bei, nicht bei allen, aber als Thema doch in den Coachings häufiger vorkam, war diese Impulsivität. Also auch natürlich durch das Reizoffene, dass da einfach auch mehr Emotionen war, das stärker war und das häufig auch zum Konflikt geführt hat.
Was ich in meinem Coaching damals im ersten noch erlebt habe.
Das waren ganz große Schwierigkeiten beim Zeitmanagement.
Ja, das ist auch typisch.
Also der konnte sich selber da sehr schwer einschätzen, beziehungsweise die Dinge nicht einhalten, weil er wollte dann zum Beispiel, der war selbstständig, wollte was in der Buchhaltung machen, aber hat die nicht fertig gekriegt, weil er zwischendurch diverse andere Dinge gemacht hat und die ihn abgelenkt haben und dadurch kam er nie mit seinem Zeitmanagement zurecht und sagte, Mensch, ich bin in drei Stunden zu Hause und dann war er in fünf Stunden zu Hause oder in sechs oder in sieben Stunden zu Hause.
Weil er sich in diversen Dingen verloren hat und dann auch so tief, dass er auch gar nicht zwischendurch Bescheid sagen konnte, dass sich das jetzt verschiebt, dass er nicht zum vereinbarten Termin da oder zur vereinbarten Zeit da sein wird, weil er da einfach zu sehr in Dinge dann vertieft war und dann kam das noch und das noch und hier noch eine Mail und hat das noch beantwortet und hat er in seinen Zahlen das gefunden, hat das gemacht und war dann in diverse Dinge verstrickt und die Zeit ist ihm weggerannt und das passierte bei ihm beruflich, privat, in verschiedensten Dingen.
Wodurch er eigentlich nie so richtig eine Zeit einhalten konnte.
Jetzt würden natürlich manche Leute sagen, ja, das habe ich auch, ich bin auch ein verplanter Mensch, aber ich finde schon, da sollte man klar unterscheiden und da geht es ja auch nicht um eine Schuldzuweisung, also dass man sagt, so die Menschen, die ADHS oder ADS haben, die haben Schuld an all dem, dass sie so sind, wie sie sind oder dass sie nicht so sind, wie sie sind, sondern es geht darum, einfach mit den Erkenntnissen zu arbeiten.
Und einfach zu sehen, derjenige macht das nicht aus einer anderen Priorität oder weil er gerade keine Lust hat oder weil ihm was nicht wichtig ist, sondern das funktioniert bei ihm nun mal so, die Filter sind anders gestellt und es ist eben schwer nachzuvollziehen, wenn man nicht selber das für sich erlebt und das gilt dann das eben anzunehmen, das hat überhaupt nichts mit einer bösen Absicht zu tun, mit Prioritäten und so weiter, sondern das ist die Art und Weise, wie bei diesem Menschen im Gehirn die Schaltungen eben funktionieren.
Und da müssen jetzt beide schauen, dass sie da einen guten Weg des Umgangs miteinander finden, insbesondere dann, wenn es vielleicht auch unstimmig ist, das mit Medikamenten behandeln zu lassen.
Und warum ist das immer so ein Gesamtkonstrukt denn auch so anstrengend, wenn man nicht weiß, wo soll man ansetzen, warum ist das so?
Nicht nur im Gesamtkonstrukt, sondern auch für den, der von ADHS betroffen ist, dadurch, dass der Filter so offen ist und er am Tag so viele verschiedene Eindrücke und Dinge hat, ist er meistens ja auch deutlich schneller ermüdet und hat einfach nicht so viel über den Tag verteilt Energie, weil das in kurzer Zeit sehr schnell verbraucht wird, einfach diese Energie und derjenige ist dann meistens häufiger müde, braucht mehr Ruhe,
mehr Pausen, auch etwas, was auf Menschen mit Hypersensibilität ja zutrifft, dass einfach durch diesen auch da geöffneten Filter viele Emotionen, die auf einen zukommen, Emotionen, die man nicht so abwehren kann, wie das wieder jemand mit einer eher normaleren Sensibilität hat, dass einfach diese Gefühle dann auch sehr überfordernd sind und man einfach deutlich mehr zu verarbeiten hat.
Und das haben wir ja selber bei uns in der Familie auch schon gemerkt, dass wenn eine Person da ist, deren
Gefühle viel stärker gefühlt und ausgelebt werden, dass das einfach häufig in unserer Gesellschaft eine Herausforderung ist, dass alle sozusagen an diesem Projekt dann arbeiten und ja, dass man eine Herausforderung hat, der man sich annehmen darf, aber die einfach auch neue Themen mit sich bringt. Man muss neue Strategien entwickeln, man muss in bestimmten Situationen vielleicht individueller entscheiden, wie man vorgeht und das bedarf, finde ich, auch immer ganz viel Übung einfach.
Das kann nicht von Anfang an klappen, sondern das dauert manchmal.
Stärker, es wird einfach verstärkt intensiviert, weil noch mehr Kommunikationsprobleme entstehen, noch mehr Missverständnisse, die Herausforderungen, die werden einfach nochmal deutlich größer, bis hin, dass eben auch Verzweiflung entsteht, weil man selber es ändern möchte, aber nicht ändern kann und die Partnerin oder der Partner ohneher ist eben auch verzweifelt, weil der oder die nie gesagt, Mensch, so oft haben wir es jetzt schon thematisiert und es wird einfach nicht geändert.
Bisschen zu zweifeln an der Beziehung dann, ne?
Mhm.
Bei dem Partner oder der Partnerin ohne ADHS und ich finde, das klingt irgendwie ganz komisch zu sagen, ohne ADHS, also.
Ich finde aber auch noch sozusagen, der normal filtert oder normal ist.
Ja, genau, aber was ist normal?
Was ist normal, ne?
Genau, ich glaube ja, jeder hat einen anderen Filter.
Also, das ist, aber wo es jedenfalls kein Thema ist, also keine Diagnose.
Sagen wir bei dem, wo kein ADHS diagnostiziert wurde.
Genau, sagen wir so.
Da sind ja häufig Systemgesetzverletzungen, wenn es darum geht, dass derjenige sich nicht wertgeschätzt fühlt, halt durch die Kommunikation oder derjenige hat halt kein Verständnis, also trifft halt bei dem anderen auf Unverständnis, dass das eine Verletzung macht.
Naja, und derjenige, bei dem ADHS diagnostiziert wurde, dem geht es wie wahrscheinlich schon sein ganzes Leben, der fühlt sich unverstanden, ist mit Vorwürfen konfrontiert.
Den wird unterstellt, dass er die Beziehung nicht ernst nimmt, dass er den Themen keine Priorität einräumt, sich nicht fokussiert, nicht dafür sorgt, dass die Dinge zuverlässig abgearbeitet werden, die anstehen, Termine nicht einhält.
Also, der bekommt die Vorwürfe, die er vielleicht schon sein ganzes Leben gehört hat, bekommt er jetzt noch von seiner Partnerin oder seinem Partner mitgeteilt und denkt, oh Mann, jetzt passiert mir das hier auch schon wieder.
Nicht mal die Frau, der Mann, den ich liebe, auch da passiert der ganze Mist jetzt schon wieder und fühlt sich…
Einfach nur dessen fortgesetzt, was er schon sein ganzes Leben irgendwie erlebt hat.
Ja, da sagte jemand mal im Coaching immer so innerlich dieses, reiß dich doch mal jetzt zusammen, das muss doch jetzt mal klappen.
Wie konntest du jetzt wieder in diese Lage geraten, dass du hier so durcheinander hast?
Wie kann das denn jetzt schwer 19 Uhr sein?
Ich habe doch eben auf die Uhr geguckt, da war es noch halb sechs und dann wäre ich ja pünktlich eigentlich zu Hause gewesen.
Und dann hat Danny sich auch richtig selber geärgert, gesagt, das ist jetzt doof, ich weiß, ich fahre nach Hause, ich habe das wieder nicht gebacken bekommen.
Eigentlich hatte ich einen guten Vorsatz und eigentlich sollte ich auch noch meine Hemden aus der Wäscherei abholen.
Die Hemden sind da aber immer noch und die Wäscherei hat zu.
Und ja, da war das auch so ein bisschen das Problem, dass er das Gefühl hatte, dass nachher auch die Kinder auch so einen Filter natürlich auf ihn entwickelt haben.
Auch natürlich anteilig durch die Frau, dass die Frau in diesen vielen Punkten verletzt war.
Dass die Kinder mal schon gesagt haben, ja Papa, bist du wieder verplant, wolltest schon wieder früher bei der Arbeit losfahren, hast den Weg nach Hause nicht gefunden.
Und ja, wo er sagt, das hat ihn irgendwie als schwaches Glied.
Das hat er mit der Familie so gemacht, ne?
Ja, es macht Selbstzweifel, geringes Selbstwertgefühl, man traut sich selber weniger zu, weil man hört es ja auch dauernd von außen, dass man eben die Dinge nicht vernünftig geregelt bekommt.
Aber es ist natürlich auch schwierig, seine Frau sagt ja auch, ich brauche auch ein bisschen Verbindlichkeit.
Wenn wir was absprechen, dann ist das wichtig.
Sie wollte zum Sport, der fängt um sieben an, wenn er um sieben da ist, geht es nicht auf.
Und da ist es natürlich die Problematik, dass sie sich dann auch dauerhaft verletzt gefühlt hat, weil die Verbindlichkeit,
halt nicht gehalten werden konnte.
Wenn euch dieses
Thema betrifft und ihr hört gerade diese Folge
oder schaut uns zu
und denkt, Mensch, stimmt, das
betrifft uns auch. Wir merken,
dass das ein Thema in unserer Beziehung
ist. Wir haben das eben schon häufiger
in Coachings gehabt,
haben da gewisse Erfahrungen mit
und wenn ihr möchtet, meldet euch sehr gerne
dann bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Berichtet davon, wie es bei euch
aussieht, was eure Themen sind,
die in der Beziehung entstehen
und dann entwickeln wir ganz
individuell mit euch entsprechende Strategien,
wie ihr
auch mit einer ADHS-Diagnose,
die einer von euch beiden hat, eine
harmonische und glückliche Beziehung führen könnt.
Kommen wir einmal zu
den fünf Tipps, die wir uns überlegt haben,
wie man die Harmonie
in den Alltag etwas zurückbringen kann.
Das erste ist, glaube ich,
erst überhaupt mal diese Erkenntnis zu haben
und das für sich richtig einzusortieren,
sodass man die gemeinsamen
Strategien nochmal überlegt
und seinen Alltag neu sortiert,
Routinen aufbaut
und schaut, was ist im Rahmen
dessen möglich,
dass man beides
entsprechend berücksichtigt, denn
derjenige mit ADHS-Diagnose,
der muss eben,
braucht vielleicht mehr Pausen,
braucht vielleicht entsprechend mehr
Struktur für sich,
muss vielleicht überlegen,
wie kann ich mich besser
disziplinieren, also hilft es, dass ich mir
für manche Themen einen Wecker stelle
und dann auch zu sagen,
jetzt muss ich das unterbrechen,
das muss man für sich dann rausfinden,
was einfach möglich ist,
das ist, glaube ich, ganz individuell,
aber ich glaube, man muss es für sich selber rausfinden,
was steht im Rahmen meiner Möglichkeiten,
um auch der Partnerin oder dem Partner
gewisse Grenzen zu kommunizieren
und zu sagen, pass auf,
bis dahin habe ich die Möglichkeit,
durch neue Routinen, neue Strategien,
durch das, was wir ausprobieren
gemeinsam, dass das
ein bisschen runder läuft und ich mich
mehr dir annähern kann,
aber da ist meine Grenze,
das kann ich einfach nicht versprechen, nicht einhalten
und dass man dann eben sich auch
darauf committet, solche Versprechen nicht mehr
abzurufen, also wenn
derjenige das einfach pauschal nicht kann,
so eine ganz feste Uhrzeit einzuhalten,
wenn das zum Beispiel bei der Arbeit
ist, also so einen ganz festen Feierabend
um 17 Uhr nicht einhalten kann,
dann macht es keinen Sinn,
das einzufordern,
sondern vielleicht zu sagen,
lass uns eine Range nehmen.
Das haben wir zum Beispiel auch ganz häufig bei,
Menschen ohne ADHS-Diagnose,
die zum Beispiel selbstständig oder Unternehmer sind
und die sagen, ich habe so viel
in meinem Alltag, ich kann keine
feste Zeit garantieren.
Ich kann nicht garantieren, dass ich um Punkt 16 Uhr
zu Hause sein kann, weil es kann immer
irgendwas bei mir dazwischen kommen, ich stecke so tief
im operativen Geschäft mit drin,
ich brauche eine Range. Ich kann sagen,
ich werde zwischen 16 und 17 Uhr
da sein, das kann ich irgendwie machen.
Ich kann auch sagen, um 17 Uhr
schaffe ich definitiv nachher,
weil dann sind auch schon alle Mitarbeiter nachher lange weg und
die Kunden rufen nicht mehr an oder sowas
oder 18 Uhr oder 19 Uhr geht definitiv
irgendeine Zeit, wird man wahrscheinlich nennen können,
die auf jeden Fall geht, aber
so eine feste Uhrzeit geht vielleicht nicht,
die deutlich früher liegt und da ist das
ja auch schon immer so ein Thema, wo man sagt, dann
brauchen wir vielleicht eine Range, damit beide sich
wohlfühlen mit so einem
Endzeitpunkt. Also was
für Strategien gibt es dort
und sich im Wir-Gefühl dessen annähern.
Aber dafür muss ich erst mal die Bedürfnisse
eigentlich wissen.
Der Schritt davor wäre ja nochmal über die Bedürfnisse,
zu sprechen, was jedem
wichtig ist.
Vielleicht auch natürlich, jetzt gehen wir noch einen Schritt
vor, würde man erst mal Verletzungen auflösen
und aus den Verletzungen, die man
auflöst, entstehen
ja wieder Strategien, Bedürfnisse,
die man hervorbringen kann.
Also wenn jetzt zum Beispiel das Bedürfnis von
einer anderen Person wäre, Verbindlichkeit,
wäre denn die Strategie zu sagen, okay,
wie kann man Verbindlichkeit einhalten, wie du schon sagst,
was würde gehen? Man würde sich
so eine Art Gleitzeit dann entwickeln.
Aber das ja auch in einer
Gleitzeit ist halt ja auch der Anteil von
Verbindlichkeit drin, weil ich habe mich ja
auf etwas committet.
Und dann würde man auf den verschiedenen Ebenen der Veränderung
ja Dinge finden,
wo man sagt, das wirkt sich hinderlich auf die
Beziehung aus.
Was übrigens ein ganz normaler Baustein ist, also was man
was nichts mit ADHS zu tun hat,
sondern wo man einfach grundsätzlich hingucken kann,
welche Verhaltensweisen
wirken sich belastend auf die
Beziehung aus, auf den verschiedenen Ebenen,
also Umgebungsebene, Verhalten,
Fähigkeiten,
Überzeugung, Identität, Sinn,
Ziele zum Beispiel. Und dann würde
man die so durchgehend zuordnen,
schauen, was wirkt sich belastend
aus. Und dann könnte man jetzt in
diesem Fall das nochmal unterteilen
und sagen,
welche Verhaltensweisen,
welche belastenden Elemente
sind primär durch das
ADHS ausgelöst?
Und welche Dinge haben damit eigentlich
gar nichts zu tun?
Die kann man schon mal zuerst angehen.
Und bei denen, die durch das ADHS
primär ausgelöst sind, kann man
schauen, in welchem Rahmen
hat man da Möglichkeiten.
Da kann man bestimmt auch noch was dran
verbessern und bestimmt auch noch
ein bisschen auf den anderen oder
zugehen, dass das die Beziehung weniger belastet.
Aber am Ende
wird vielleicht was übrig bleiben, wo man einfach sagt,
damit werde ich leben müssen.
Das wird einfach zu unserer Beziehung
so dazugehören. Das muss
ich für die Beziehung annehmen können.
Wenn das funktioniert, dass man diese
Dinge annimmt und sagt, das gehört einfach
dazu, dann
kann man damit viel besser leben.
Das betrifft ja auch,
würde ja auch ganz viele andere Dinge betreffen.
Genau, habe ich auch gerade gedacht.
Wenn ich total fasziniert darüber bin, Tennis zu
spielen, du hast gar keinen Bock drauf,
aber ich sage trotzdem, passt alles,
dann kann ich das ja annehmen und sagen,
du verzichtest drauf.
Wenn du irgendein anderes Thema hättest,
irgendwas, was verhindern würde,
dass du wandern könntest, weil du hast vielleicht die
Gelenke kaputt, hast eine Gelenkerkrankung,
würde ich sagen, Mensch, dann ist das,
das stimme ich dann mit Freunden und so weiter,
mit Familie, du kannst dich mitwandern, ja,
okay, nehmen wir so an, ist dann da.
Es gibt ja ganz viele Dinge, wo man
vielleicht sagt, das nehme ich an,
das gehört mit zur Beziehung
dazu und dann kann man das
einsortieren und ich denke,
das macht auch nicht mehr so eine starke Verletzung,
wenn ich weiß,
dass du nicht mit mir wandern gehst, weil du
mich nicht magst oder keinen Bock drauf hast
mit mir zu wandern, sondern weil deine Gelenke
das nicht können und ich sagen kann,
hey, cool, das hat gar nichts mit mir zu tun, dass du nicht
wandern willst, sondern
das beim ADH ist dann ja genauso,
das hat gar nichts mit mir und uns zu tun,
dass du die Uhrzeit nicht einhältst,
dass du die Aufgaben nicht so erledigst
wie gedacht, sondern das liegt
einfach daran, dass es in deinen
Möglichkeiten gerade nicht
so machbar ist. Und dann glaube ich,
geht man auch mit einem anderen Wir-Gefühl ran, weil man dann
das nicht mehr so als
persönlichen Angriff sieht, sondern man sagt, okay,
jetzt können wir was zusammenwickeln, jetzt haben wir sozusagen
einmal alles auf dem Tisch und können damit arbeiten.
Und das ist ja auch
so ein bisschen der Punkt
dieses Arbeiten, also
da darf man jetzt ja, was haben wir auch gesagt,
um Harmonie reinzubringen,
sich auch festere Strukturen setzen,
die von beiden so ein bisschen beachtet
werden. Wir hatten ja auch gesagt,
sowas wie Kommunikationstermine,
einen Kommunikationsrahmen finden, also
bei einer, sag ich mal,
gestörten Kommunikation zwischen
zwei Menschen ist der Rahmen ja noch umso wichtiger,
dass man den setzt und
das hilft ja auch häufig Menschen, die
halt noch andere Päckchen mitbringen
wenn man mal klar ausspricht,
was können wir tun, welche Ebenen können wir einziehen,
damit wir merken, unsere
Kommunikation verbessert sich.
Ja, da muss man für sich ganz individuell rausfinden,
was da passt. Ich meine, wir werden ja so
schon häufig von Handys und allen möglichen
Ablenkungen gestört.
Das ist dann natürlich noch intensiver.
Was ist der mögliche Rahmen dafür,
dass man die Dinge in der Tiefe bespricht?
Also geht das gut zu Hause,
im Wohnzimmer, die Handys im Flugmodus?
Was wird noch gebraucht,
um Ablenkungen zu reduzieren,
schön viel Ruhe? Oder hilft das
im Naturspazieren
zu gehen? Wirkt die beruhigend auf
dich, wenn du sagst,
da habe ich so Ruhe? Also was sind so
die Möglichkeiten, die man hat, dass
man sagt, ich kriege mein System
runtergefahren, ich komme möglichst zur
Ruhe. Was hilft, um
fokussiert zu sein, um diese Gespräche
so gut wie möglich zu führen,
aber vielleicht auch zu sagen,
es gehört dazu, zwischendurch
andere Impulse zu bekommen, so wie
wir das gemittet haben. Ich kriege auch dauernd mal
so einen Impuls rein, wo ich denke, oh, da muss ich
im Unternehmen noch dran denken, das muss ich noch machen.
Und dann ist das ja committed, ich hole
mein Handy raus, mache eine kurze
Notiz in die App, weil dann weiß
mein Unterbewusstsein, wenn ich am nächsten
Tag meinen PC anmache,
meine To-Do-App öffne, dann
ist dieser Impuls da und nicht mehr weg.
Das heißt, ich habe mich daran gewöhnt,
diesem Impuls nicht mehr folgen zu müssen,
sondern in dem Moment, wo ich ihn notiert habe
und damit sicher bin, der ist gespeichert,
kann ich ihn loslassen und bin wieder da.
Und wenn man das auch
vermitteln würde, kann ich mir vorstellen, dass es auch sehr hilft,
das in eine App oder in einen Notizbuchkurs
zu schreiben, dieser Impuls, der hochgekommen
ist, um dem nicht folgen zu müssen,
sondern das Unterbewusstsein
immer mehr darauf zu trainieren, zu sagen,
ich habe jetzt ein fokussiertes Gespräch,
ich versuche mir immer alles wegzuschreiben
und nehme mir aber dann nach dem
Gespräch Zeit, diese Impulse
zu verfolgen.
Weil das ist, glaube ich, das Wichtige fürs Unterbewusstsein,
dass da die Sicherheit da ist,
das, was ich aufschreibe, das wird
danach auch bearbeitet. Das ist nicht
nur irgendwo hingeschrieben und wird nicht mehr
angeguckt, das wäre ja wie verdrängt,
sondern es ist eine Stütze
und danach werde ich auf jeden Fall diese Dinge
bearbeiten, dann bin ich mir sicher,
kann das Unterbewusstsein viele Impulse
erstmal loslassen.
Das ist ja auch wieder eine Übungssache. Ich weiß, am Anfang,
als wir das besprochen hatten,
dass du das aufschreibst, war das schon schwer für mich.
Also habe ich schon als anstrengend empfunden,
weil mir ja auch manchmal so der Impuls kommt,
es ist komisch, dass der andere mitten
im Gespräch, das machst du ja nicht
dauerhaft, aber dass du dann mal das Handy
rausnimmst und kurz was aufschreibst,
sagst du dir schon, warte mal ganz kurz, ich schreib mal
irgendwas auf. Aber
es ist ja an sich
erstmal vom ersten Gefühl so, was
der andere
hört mir nicht zu und nimmt sein Handy raus.
Aber das muss es ja gar nicht sein,
weil ganz häufig ist es ja so,
dass du etwas sagst, was in mir
einen Impuls antriggert. Weil ich denke
ja auch über das von dir Gesagte nach.
Weil ich so schlaue Sachen sage einfach.
Und dann kommt ein Impuls nach dem nächsten. Ja, es tut mir leid.
Perfekt.
Ja.
Ich glaube, wir brechen die Folge ab.
Nein, aber man muss sich
erstmal dran gewöhnen. Und das meinte ich so, dass man ja auch
an diese Strategien sich gewöhnen muss.
Dass man erstmal schaut, wie fühlt sich das
am Anfang an? Wie läuft das mit der Zeit?
Dass sich das dann verändert.
Und man dann natürlich individuell schauen muss, funktioniert das?
Na klar. Für uns funktioniert das jetzt.
Es kann natürlich sein, dass jemand mit
ADHS, für den funktioniert das vielleicht gar nicht.
Weil vielleicht lenkt denen das Aufschreiben
noch mehr ab. Das muss man eben für sich ganz individuell
prüfen, ob das geht oder nicht geht.
Und seinen ganz eigenen Weg finden,
wo man sagt, damit komme ich bestmöglich
zurecht.
Vielleicht braucht es auch, dass man zum Beispiel,
bevor man so ein Gespräch startet,
erstmal eine Viertelstunde hat,
wo man sich einfach hinsetzt, sozusagen meditiert
und alle Impulse kommen lässt,
die so da sind, und schreibt alles auf.
Alles, was Impulsen kommt, lässt man
kommen, schreibt die weg und schaut
dann, ich kann es mir
nicht vorstellen, wie es dann mit ADHS ist.
Vielleicht ist nach einer Viertelstunde, kehrt Ruhe ein,
wenn man die weggeschrieben hat.
Vielleicht auch nicht. Vielleicht je nach Grad
von ADHS, wie intensiv ist das.
Unterschiedlich. Für mich könnte ich mir
sehr gut vorstellen, dass eben nach einer Viertelstunde,
20 Minuten, die Impulse
weniger werden, aufhören und ich
alles notiert habe, was gerade so irgendwie
los ist in meinem Leben. Und ich dann weiß,
ich kann das später angehen.
Und ich glaube, ganz wichtig bei
Gesprächen ist auch immer,
wann führt man die?
Weil das habe ich auch in den Coachings
gemerkt, dass es schon einen Unterschied häufig für
die Paare oder den
Paten beim Paar war,
der die Diagnose hat, dass die
Uhrzeit entscheidend war.
Also nicht zu weit in den Abend.
Bei manchen, die konnten das abends gut,
aber die waren dann erstmal beim Sport.
Ich hatte auch ein paar,
die haben dann gesagt, gerne am Mittag,
weil da noch eine hohe Energie ist. Also,
dass man auch selber nochmal so auf sie schaut
und sich selber reflektiert.
Wann bin ich überhaupt
gesprächsbereit? Was ja im Prinzip
für alle Paare auch wieder gilt.
Genau, aber da muss man noch mehr auf sie schauen, glaube ich.
Ich habe auch gerade ein paar im Coaching,
beide haben ein Unternehmen,
und die sind am Abend
einfach dann durch, sie haben noch Kinder zusammen,
da ist am Abend einfach die Luft raus
und die sagen, da haben wir einfach
nicht mehr die Energie, tiefgründige
Gespräche über unsere Beziehung zu führen.
Ich habe die aber immer morgens um
8 im Coaching, für zwei Stunden dann.
Und dann sage ich, Mensch,
jetzt haben wir hier Dienstagmorgen um 8 das
Coaching für zwei Stunden. Das bekommt ihr
ja eingerichtet. Ja, stimmt, das
kriegen wir beide eingerichtet. Sind wir ja gerade hier.
Sag ich, wie wäre es denn, wenn ihr alle zwei Wochen
das einfach beibehaltet und Dienstag
um 8 euer Gespräch führt,
da seid ihr aufgestanden, die Kinder sind zur Schule,
ihr seid frisch davor, habt noch nichts
im Unternehmen gehabt, haltet bis dahin
euer Handy im Flugmodus, guckt
keine E-Mails und nichts, dass nicht irgendwie die Gedanken
schon sind, oh Gott, in der Firma gibt es schon
die und die Probleme zu lösen, sondern
dann haltet ihr bis 9 oder 10 euer Handy
im Flugmodus, kümmert euch um
eure Themen, besprecht das
intensiv, fokussiert und erst dann
startet ihr durch in euren Unternehmen.
Dann habt ihr aber auf jeden Fall
das wichtigste Thema schon geklärt,
nämlich eure Beziehungsthemen.
Aber das ist natürlich, wenn es beide betrifft, wenn es jetzt nur
einen betrifft, muss der andere ja wieder ein bisschen Rücksicht nehmen.
Na gut, hier können
sich das beide einrichten, wenn es nur den
einen betrifft, nimmt der andere Rücksicht, aber
das gehört ja zur Beziehung auch dazu, dass man gemeinsam
schaut, wann ist einfach der
bestmögliche Rahmen, damit wir unsere
Themen besprochen bekommen.
Eigentlich sind das alles Tipps, die alle
betreffen, nur die man hier vielleicht noch viel intensiver
durchgehen müsste oder noch viel intensiver
forcieren müsste. Also wir brauchen
natürlich eine Routine, um Stress
abzubauen, um gemeinsam
so diese Themen loszuwerden,
um die Impulse
zu reduzieren.
Ich glaube, wenn man so eine Diagnose ist,
da stelle ich mir halt so ein bisschen vor in der Beziehung, wie
so ein Hintergrundprogramm,
was läuft. Also einfach eine weitere
Herausforderung,
dass man noch stärker
ein Wir-Gefühl braucht.
Also noch mehr darauf achten muss, dass man
sich nicht verliert, dass man nicht zu
viele Verletzungen,
so ansammelt,
aus Frustration, aus
ja, vielleicht so ein bisschen
auch Traurigkeit, Mensch,
warum haben wir dieses Thema bei uns?
Wie können wir damit umgehen? Und
ja, dass beide noch mehr arbeiten
müssen vielleicht, damit die Beziehung,
die diese Herausforderung einfach mitträgt,
dann ja auch harmonisch verläuft.
Und das kann man, darüber kann man
traurig sein oder sagen, oh, das ist ja
doof, dass es bei uns so ist. Man kann aber auch
sagen, jede Herausforderung, die in
eine Beziehung so reingeht,
stärkt ja auch immer das Wir-Gefühl.
Und man ja auch eine ganz andere,
auf einer ganz anderen Ebene vielleicht eine Beziehung
dann führen kann, wenn man sowas schon meistert.
Wobei ja durchaus, finde ich, die Basis
dafür, dass es beiden im Wir-Gefühl
gut geht, dass auch jeder für sich
selber dafür sorgt, dass es
einem persönlich gut geht.
Und da muss man natürlich schauen,
dass wenn man ADHS diagnostiziert
bekommen hat, die Auswirkungen
davon spürt, dass man
eben auch selber genau auf
seine Ressourcen achtet.
Und gewisse Limits einfach
als gegeben annimmt.
Denn während vielleicht jemand, der
kein ADHS diagnostiziert
bekommen hat, acht Stunden
arbeiten kann und davon vielleicht auch vier Stunden
richtig fokussiert, das ist also
die Grenze, die man normalerweise
für so einen Tag hat. Wir lesen
so vier Stunden am Tag und das empfinde ich
für mich selber auch so, ist eine Zeit,
die man sehr fokussiert sein kann.
Also nicht an einem Stück, sondern insgesamt
am Tag. So wie man auch seine
endliche Möglichkeit an
Entscheidungen pro Tag hat, wie viele
Entscheidungen man treffen kann, bis man da ermüdet
und einfach sagt, ich will nichts
mehr entscheiden müssen.
So muss halt jemand, der hypersensibel
ist, der ADHS hat, für
sich sorgen und sagen, ich kann
da einfach weniger schaffen,
weil ich einfach viel
offener bin von den Filtern her und ich brauche
mehr Pausen,
brauche mehr Ruhe.
Wir haben das bei einer mal eingeführt, die
ist hypersensibel,
während
die meisten Menschen gar kein Journal
schreiben, um sich zu reflektieren,
gar kein Signaltagebuch.
So wie wir empfehlen, das einmal
am Tag zu tun und einmal am Tag so ein
Signaltagebuch zu führen,
ein Erfolgsjournal oder ein Dankbarkeitsjournal
zu führen, seine
Themen so ein bisschen zu reflektieren.
So war das bei Jesus gesagt, man braucht das mindestens
zweimal am Tag.
Man muss mindestens schon zur Mittagszeit einmal
den Vormittag reflektieren,
Dinge niederschreiben, Impulse runterschreiben,
sich sortieren,
Pause nehmen, eine halbe Stunde schlafen,
um sich zu resetten.
Weil da ist bei ihr im Leben
nach dem halben Tag schon so viel passiert,
emotional, wie für andere
Menschen an zwei, drei Tagen manchmal.
Und dann braucht die eine Pause.
Dann muss die dafür sorgen, dass ihr gut geht,
dass die Ressourcen zurückkehren können.
Denn
das Wir-Gefühl funktioniert ja nur auch dann gut,
wenn beide die Ressourcen haben,
die Zündschnur nicht zu kurz ist und dann
muss derjenige mehr für sich sorgen
und eben diese Limits,
akzeptieren. Während die Kollegen vielleicht noch
weiterarbeiten können, muss man selber
sich dann eben disziplinieren,
eine Pause einführen und dafür sorgen,
dass die Ressourcen zurückkehren.
Da sind wir wieder beim Thema Vergleich.
Was bringt mir der Vergleich im Leben?
Der Nächste hat irgendwas anderes,
was eine Herausforderung ist,
was er nicht so gut hinbekommt.
Ich finde immer, ein Vergleich
ist auch immer eine Sache von Blickwinkel.
Naja, und wenn, dann muss man sich ja in der gleichen
Gewichtsklasse vergleichen sozusagen.
Da hast du ja auch nicht in 75
Kilo Boxer, der mit einem 110 Kilo Boxer
im Ring steht, sondern da nimmst du auch
die gleiche Ebene. Und es wäre eben fatal,
wenn man ADHS hat, sich mit jemandem
zu vergleichen, der es eben nicht hat auf bestimmten Ebenen.
Weil,
das macht eben keinen Sinn, weil der einfach dann
die Dinge wegfiltert.
Ja, aber derjenige, der ADHS hat,
bringt ja auch wieder neue Fähigkeiten mit.
Also Menschen, die ADHS haben,
haben ja auch andere Fähigkeiten, im positiven
Sinne. Wir haben jetzt ja nur über diesen
etwas natürlich belastenden Anteil
gesprochen.
Aber zum Beispiel
wird ja auch Kreativität, Empathie
und so weiter, ist ja auch etwas,
was diese Menschen häufig in einem anderen
Sinne haben.
Dass die halt auch anders spüren. Und das kann man
ja auch als etwas sehen,
was man nutzen kann.
Und man sagt, das zeichnet die Person auch aus.
Nur meistens verliert man ja beim Vergleichen.
Und sieht die Dinge, die man selber nicht kann.
Und sieht die Dinge, die man selber sehr gut kann,
eben deutlich weniger.
Deswegen, klar, grundsätzlich macht Vergleichen
wenig Sinn. Aber hier dann umso weniger.
Ja, den
vierten Punkt haben wir ja schon genannt.
Gegenseitiges Verständnis entwickeln, annehmen, was ist.
Das
haben wir jetzt eigentlich schon so mit drin gehabt.
Und den letzten Punkt,
den
würde ich sagen, müssen wir zukünftig ein bisschen anders
aufbereiten. Denn
Paartherapie ist natürlich ein guter Tipp, klar.
Aber das ist ja sowieso klar,
wenn man unsere Folgen hört, dass
wir uns freuen, wenn jemand
sich bei uns für ein Coaching meldet.
Das heißt, wenn man gar
nicht zurechtkommt, dann macht es natürlich
durchaus Sinn, sich einfach Unterstützung zu holen.
Und mit jemandem gemeinsam die Dinge
auszuarbeiten.
Jetzt geht ja noch unser Bildschirmschule an.
Aber ich habe gestern gerade
mit meiner Schwester drüber gesprochen,
zum Beispiel, dass
wie das ist, wenn man selber ja auch
Themen hat als
Paartherapeut, Paartherapeutin, Coach,
Coaching, wie auch immer, dass man
sich dann auch jemanden holt,
obwohl man die Methodik weiß,
wie man vorgehen würde, der einen da
unterstützt, weil man ja auch emotional befangen ist.
weil man selber eine Thematik drin stellt
und ich finde, das ist auch wieder sowas
typisches, wenn man einfach
eine bestimmte Herausforderung in der Beziehung hat
die so besonders ist und die vielleicht auch sehr
individuell ist, wo man
sagt, okay, das findet man vielleicht
auch in der Literatur noch nicht so viel
so individuell, findet sich da nicht wieder
möchte eine individuelle Lösung
für sich selbst haben
weil man Problematiken hat, die
im Freundeskreis nicht normal sind
weil die die Herausforderung nicht haben
umso wichtiger finde ich immer dann, dass man
auch überlegt, sich da Hilfe zu holen
um ein starkes Fundament
aufzubauen, für sich gute Lösungen finden
kann
Also fassen wir vielleicht die fünf Punkte nochmal zusammen
Das erste ist so klare Strategien
für sich entwickeln, klare Routinen
Das zweite ist
eine klare Kommunikation fördern
zu schauen, dass man eine Umgebung
auch schafft, einen Rahmen schafft
in dem man sich fokussiert
unterhalten kann
Gemeinsame Aktivitäten planen
zu schauen, der Anteil zwischen
Abenteuer und Entspannung, dass der da ist
dass man eine gute Zeit
zusammen haben kann, wo
ganz klar aber auch alle Bedürfnisse gesehen werden
Dann ein gegenseitiges
Verständnis entwickeln, dass man
ein Wir-Gefühl kommt, dass man gewisse
Dinge als gegeben annimmt
und zu guter Letzt, dass man
sich eine Unterstützung sucht, in Form
eines Coachings, einer Paartherapie
wenn man merkt, dadurch sind schon viele Verletzungen
entstanden, die man gerade nicht mehr
so abgebaut bekommt, da es
immer noch zu viel Wut, zu viel Ärger in einem
drin und man möchte das gerne abbauen
dann kann man sich natürlich zum Beispiel
bei uns sehr gerne melden
Ja, wir hoffen, die Folge hat euch
gefallen und weitergebracht und ihr könnt mit
den Tipps umgehen und dafür sorgen
dass ihr eure Beziehung
auf ein neues Fundament stellt
Wie gesagt, falls ihr Unterstützung möchtet
meldet euch sehr gerne bei uns fürs Telefonische
Erstgespräch auf unserer Website
Wir sprechen gemeinsam über eure Themen
und eure Herausforderungen
und wie wir diese dann lösen können
Da freuen wir uns sehr drauf, bis bald
Vielen Dank, bis zum nächsten Mal
Podcast Summary
Key Points:
ADHS bei Erwachsenen führt oft zu verstärktem Impulsivität, Fokussierungsproblemen und emotionaler Überbeanspruchung, was tiefgreifende Beziehungskonflikte auslöst.
Die Diagnose bringt Erleichterung
Der offene Filter im Gehirn von Menschen mit ADHS führt zu Ablenkung, Missverständnissen und einer ständigen emotionalen Belastung, was die Kommunikation in der Beziehung schwierig macht.
Gegenstand der Beziehung ist nicht die Behandlung der Diagnose, sondern die Entwicklung eines gegenseitigen Verständnisses und eines gemeinsamen „Wir-Gefühls“, das auf Grenzen, Ressourcen und individuelle Bedürfnisse aufbaut.
Strategien wie klare Routinen, Kommunikationsrunden, fokussierte Gesprächszeiten und Impulsnotizen helfen, die Belastung zu reduzieren und das Zusammenleben zu stabilisieren.
Beide Partner müssen ihre Grenzen akzeptieren – insbesondere der ADHS-Betroffene braucht mehr Ruhe und Pausen, um seine Energie zu erhalten.
Der Vergleich mit anderen Personen ist sinnlos, da jeder Mensch unterschiedliche Filter und Fähigkeiten hat; ADHS-betroffene Menschen besitzen oft kreative oder empathische Stärken.
Bei schweren oder dauerhaften Verletzungen ist professionelle Unterstützung durch Coaching oder Paartherapie entscheidend, um das Wir-Gefühl zu stärken und die Beziehung zu heilen.
Summary:
Das Thema ADHS bei Erwachsenen ist in vielen Beziehungen zunehmend relevant und löst tiefgreifende Kommunikationsprobleme aus. Menschen mit ADHS erleben oft ständige Impulse, Ablenkung und emotionale Überbeanspruchung, was zu Missverständnissen und Verletzungen führt. Die Diagnose selbst ist jedoch eine große Erleichterung, da sie zeigt, dass die Symptome eine biologische Ursache haben und nicht auf eine mangelnde Disziplin zurückzuführen sind.
Der offene Filter im Gehirn führt zu einer erhöhten Empfindlichkeit und Ablenkung, was die gemeinsame Kommunikation erschwert. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, gegenseitiges Verständnis und ein echtes „Wir-Gefühl“ zu entwickeln, indem beide Partner ihre Grenzen, Ressourcen und Bedürfnisse akzeptieren. Dazu gehören klare Kommunikationsrunden, fokussierte Gesprächszeiten, die Einführung von Routinen sowie die Notiz von Impulsen, um den Fokus zu sichern.
Auch die individuelle Herausforderung von ADHS erfordert einen viel stärkeren Respekt für eigene Grenzen und eine größere Ruhe. Es ist wichtig, Vergleiche zu vermeiden und stattdessen die einzigartigen Stärken wie Kreativität und Empathie zu nutzen. Bei anhaltenden Konflikten oder Verletzungen ist professionelle Unterstützung durch Coaching oder Paartherapie entscheidend, um langfristige Harmonie und Wertschätzung im Zuge einer gemeinsamen Entwicklung zu erreichen.
FAQs
ADHS, oder Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, bezeichnet eine Erkrankung, die oft mit Aufmerksamkeitsproblemen, Impulsivität und einer offenen Wahrnehmung verbunden ist. In Beziehungen führt dies zu Kommunikationsproblemen, wie Missverständnissen und einer ständigen Wahrnehmung von Ablenkungen.
Partner mit ADHS können sich verletzt fühlen, weil sie oft mit Vorwürfen konfrontiert werden, wie z.B. dass der andere nicht fokussiert oder pünktlich ist. Das spiegelt oft alte Erfahrungen wider, die im Kindesalter bereits auftraten und nun im Erwachsenenalter wieder auftauchen.
ADHS wirkt sich auf die Kommunikation aus, weil das Gehirn mehr Eindrücke wahrnimmt und Impulse ständig schüttelt. Dies führt zu Ablenkungen, Schwierigkeiten beim Fokus und häufigen Missverständnissen, besonders bei tiefen Gesprächen.
Partner mit ADHS sollten ihre Grenzen akzeptieren, mehr Pausen einlegen und sich selbst sensibler gegenüber der eigenen Energie und Müdigkeit bewusst machen. Dies hilft, Überlastung zu vermeiden und ein gesünderes Gleichgewicht zu erreichen.
Ein gegenseitiges Verständnis entsteht, wenn beide Partner lernen, dass ADHS nicht auf Fehlverhalten hinweist, sondern eine andere Wahrnehmung des Gehirns ist. Dadurch entsteht ein Wir-Gefühl und weniger Verletzungen.
Eine klare Kommunikation hilft, Grenzen und Erwartungen zu definieren, z.B. durch festere Zeitpläne oder Rahmenbedingungen wie Flugmodus. Dies reduziert Stress und verbessert das Vertrauen in die Beziehung.
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