Partnerin / Partner akzeptiert Trennung nicht: Tipps zum Umgang mit einer einseitigen Trennung - Interview mit Nicola
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Die Folge behandelt das Thema der einseitigen Trennung in Beziehungen und die daraus resultierenden emotionalen und praktischen Herausforderungen. Es wird deutlich, dass die meisten Trennungen nicht gemeinsam entschieden werden, sondern einseitig, wobei einer der Partner bereits innerlich den Schritt getan hat. Der überraschte Partner fühlt sich oft ausgeschlossen und erlebt große Wut und Trauer. Der Hintergrund liegt in frühen Verletzungen, die im Laufe der Zeit zu einem tiefen emotionalen Schmerz werden. Besonders bei Elternpaaren sind die Fragen existenziell, da Liebesbeziehung und Familienfunktion eng verknüpft sind. Coaching spielt eine entscheidende Rolle, indem es Gefühle akzeptiert, alte Verletzungen aufzeigt und löst, und gemeinsam eine klare Zukunftsperspektive entwickelt. Dazu gehören klare Absprachen über Lebenswege, Wohnsituationen und die Rolle der Kinder, die nicht als Konfliktträger, sondern als Teil eines stabilen Elternpaares verstanden werden sollten. Der Wunsch, aus der Beziehung zu wachsen, wird durch gemeinsame Reflexion und akzeptierte Trauer ermöglicht. Dadurch entsteht Raum für eine neue, erfüllende Lebensphase mit mehr Freiheit und Energie – ohne die Beziehung vollständig zu verlieren oder schmerzvoll zu verarbeiten.
Hallo Nicola, schön, dass du heute bei uns bist.
Hallo Florian.
Wir wollen heute mal schauen, wer bist du, was machst du bei uns und wollen wir vor allen Dingen mal ein Thema gemeinsam anschauen.
Es geht bei uns heute darum, wie ist es, wie geht man damit um, wenn der Partner oder die Partnerin die Trennung nicht akzeptieren möchte.
Das ist durchaus etwas, was manchmal eher einseitig ausgesprochen wird, manchmal auch einvernehmlich von beiden.
Aber typischerweise ist einer mehr im Leid oder ist schon weiter und hat schon weiter mit der Beziehung abgeschlossen und spricht die Trennung aus.
Und manchmal ist der andere davon wie überrascht.
Genau so ist es. Meine Erfahrung ist tatsächlich die, dass die meisten Trennungen einseitig erfolgen.
In meiner Erfahrung als Coach ist mir das noch nie passiert, dass Paare gemeinsam entscheiden, dass sie sich trennen wollen.
Hast du das noch nicht erlebt?
Habe ich noch nicht erlebt, tatsächlich.
Haben wir schon gehabt, ja.
Auch dann Paare.
Paare, die zu uns kommen, die schon entschieden haben, dass sie sich trennen und sagen, wir wollen nur noch die Trennung begleitet haben.
Ja, okay. Also ich bin immer noch mit den Paaren zusammen, die noch gar nicht genau wissen, wo es lang geht, die Klarheit eben noch nicht haben darüber.
Das ist ja auch ganz häufig so ein Start ins Coaching bei uns.
Also eine Paartherapie ist ja nicht immer zwangsläufig darauf ausgelegt, dass man sagt, man macht die nur, wenn beide die Beziehung unbedingt retten wollen.
Sondern ganz häufig geht es ja mindestens vereinzelt.
Dann von beiden auch erstmal darum, genau diese Klarheit zu erlangen.
Funktioniert das für mich noch, für uns?
Oder geht das gar nicht mehr?
Ja, so ist es.
Und spannend ist dabei, von welcher Position die beiden Partner starten.
Zu einer Trennung geht ja meistens ein innerer Trennungsprozess oder eine innere Kündigung schon voraus.
Dass ein Mensch oder ein Partner an der Stelle weiter ist als der andere, aber seine Gedanken bisher nicht ausgesprochen hat.
Und dass dann ein Trennungsgedanke auskommt.
Und der dann sehr überraschend auch für den anderen Partner dann häufig kommt.
Und da beginnt dann auch das Leid.
Ja, und da beginnt dann auch häufig für den, der dann jetzt so die Trennung ausgesprochen bekommt,
dass er realisiert, was vorher schon mal Thema war, nur irgendwie nicht so recht angekommen ist.
Warum auch immer.
Sender oder Empfänger, es hat irgendwie nicht gereicht.
Und jetzt auf einmal realisiert man, oh, das ist ernst.
Und dann kommt derjenige ins Kämpfen und möchte was tun.
Aber wie du sagst, ist der innere Prozess der Trennung, ist beim anderen schon längere Zeit gelaufen.
Und der sagt, der Zeitpunkt zum Kämpfen ist zu spät.
Ich habe seit ein, zwei, drei Jahren versuche ich, dass wir gemeinsam kämpfen.
Und die Zeit des Kämpfens ist für mich gefühlt aber schon vorbei.
Also nach meiner Erfahrung ist es so, dass der Trennungsprozess oder Trennungsgedanke daherkommt,
weil schon von ganz früher. in den frühen Zeiten der gemeinsamen Zeit eine Verletzung stattgefunden hat.
Schon die allererste Verletzung, ich sage dazu immer die allererste Mücke,
die hat schon so viel Leid hinterlassen oder so viel Schmerz, der abgedeckelt wurde,
der dann einfach im Laufe der Jahre immer größer wird.
Da kommt in den Rucksack immer wieder was rein, sodass aus der Mücke sprichwörtlich nachher auch der Elefant wird.
Und dann ist oft gar keine Gelegenheit mehr, da noch konstruktiv im Paarprozess oder im Klärungsprozess zu sein.
Weil der Schmerz überwiegt und dann auch einfach keine konstruktive Kommunikation mehr stattfindet.
Und deshalb der Gedanke desjenigen, der sich trennt, es hat sowieso keinen Sinn, Hoffnungslosigkeit
oder eben, dass er das Gefühl hat, überhaupt nicht in Kontakt mit seinem Partner zu kommen,
das beginnt einfach schon sehr früh und wird meiner Meinung nach total unterschätzt in der Beziehung.
Und das kommt auch daher, wenn nicht genug Paarzeit im Laufe der Zeit stattgefunden hat,
dass einfach bestimmte Dinge unter den Teppich gekehrt werden.
Wenn du an dieser Stelle angekommen bist, befindest du dich im Podcast der Lebensidealisten.
Ich bin Florian und heute nicht zusammen mit Ina, sondern mit Nicola.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Ja, wie ihr schon mitbekommen habt, geht es heute um das Thema Trennung und wie sind also die verschiedenen Wege,
wie kann man damit umgehen und das ist ja auch häufig die Frage, wie geht man damit genau um,
was ist jetzt auch der richtige Weg, braucht es einen harten Kontaktabbruch,
das ist häufig aber auch gar nicht möglich.
Gerade wenn man Elternpaar ist, auch gar nicht erwünscht und auch nicht sinnvoll.
Wie können Absprachen aussehen für eine stimmige Kommunikationsgrundlage
und wie ist das, wenn einer von beiden an der Beziehung festhalten will
und gar nicht so recht in die Akzeptanz kommt.
Das haben wir ja auch immer mal wieder in den Coachings,
dass einer von beiden in einem Einzelcoaching dann erstmal überhaupt in diese Akzeptanz gebracht wird,
dass er das anerkennen kann, dass eben der andere den Weg nicht mehr gemeinsam gehen möchte,
auch wenn er selber noch vielleicht,
in so einer Kämpferlaune ist, das unbedingt retten möchte,
vielleicht auch eine Verlustangst mit einer Rolle spielt,
dann ist es natürlich noch mal umso dramatischer,
weil die Trennung an sich ist schon dramatisch genug und bringt viele, viele Gefühle mit sich,
viel Schmerz, viel Leid, viel Traurigkeit und Kummer
und wenn dann noch eine Verlustangst mit drin steckt,
dann kann es für den einen oder anderen wirklich sehr hart im inneren Gefühl werden.
Ja, in dieser Folge wollen wir mit Nikola darüber sprechen,
wie man da gut vorgehen kann, was die Erfahrungen sind
und wie kann man das machen, wenn man dort sich im Trennungsprozess befindet.
Aber wir wollen die Folge auch nutzen, dass du dich mal vorstellen kannst,
dass Paare, die bei uns ins Coaching kommen, auch mal deine Stimme hören,
mal so ein bisschen Eindruck von dir gewinnen können,
denn das ist ja durchaus auch immer ein wichtiger Faktor.
Die Methodik haben wir alle die gleiche und sind alle gleichermaßen überzeugt davon.
Kompetent sind wir auch alle, aber die Frage ist natürlich immer,
passt das so vom Sympathiefaktor, das ist eben der dritte wichtige Aspekt,
um sich gut öffnen zu können und das kann man natürlich in so einer Folge
für sich einfach nochmal sehr gut herausfinden, ins Gefühl kommen.
Erzähl vielleicht mal gerne kurz was zu dir.
Wer bist du, was machst du, dass man so einen kleinen Eindruck mal von dir bekommt?
Ja, gerne. Ich bin Ende 50 und habe entsprechende Lebenserfahrung gesammelt
als Mutter und Partnerin und komme selber aus einem Haushalt,
der von Verlassenheit geprägt war. Ich wurde verlassen.
Als ich 16 war und einmal von meinem Vater und auch einmal von meiner Mutter,
als ich dann 21 war, hat sie mich verlassen und dieses Gefühl von Verlassenheit kenne ich also sehr wohl
und bringe es auch in meinem Coaching mit ein, weil ich einfach verstehe,
wie Menschen sich fühlen, die auf einmal vor der Entscheidung stehen, verlassen zu werden,
auch wenn sie es nicht wollen und ich arbeite schon seit vielen Jahren,
als Coach. Ich bin Coach und Mediatorin und habe vor einigen Jahren noch zusätzlich
die Ausbildung im Hanseatischen Institut als systemische Coachin des Hanseatischen Instituts absolviert,
was meinen Horizont nochmal bemerklich erweitert hat und mich deshalb befähigt,
jetzt hier bei den Lebensidealisten als Paar-Coach zu arbeiten.
Was würdest du sagen, ist denn der Unterschied aus deiner Arbeit zuvor
als Mediatorin und jetzt danach, wo du noch das System Empowering oben drauf
packst, was ist da als Mediatorin anders geworden?
Ja, also zuallererst möchte ich sagen, dass diese Coaching-Ausbildungen
und die Mediationsausbildung mich selber sehr vorangebracht hat,
auch mit meinen Themen und als ich dann losgestartet bin,
als Mediatorin mit der klassischen Mediationsausbildung, habe ich festgestellt,
huch, das funktioniert ja gar nicht, die Menschen können zwar gewisse Verhaltensweisen lernen,
aber sie fühlen es einfach nicht und deshalb wird sich auch nachhaltig nichts ändern, das war meine
Wahrnehmung und deshalb merke ich bei der Methode des Hanseatischen Instituts,
das System Empowering-Methode, einen merklichen Unterschied, weil wir auf der
Gefühlsebene arbeiten und das Kognitive mit dem Emotionalen verbinden, also wir
arbeiten mit dem Unbewussten, mit den Basisgefühlen 1 und 2, das ist das
Neue und das für mich auch Entscheidende an der aktuellen Coaching-Methode und das habe
ich auch schon mehrfach ausprobiert und ich kann wirklich den Unterschied bejahen und feststellen,
was mich natürlich sehr erfreut, die Methode an der Hand zu haben.
Ja, das ist auch das Schöne bei unserer Ausbildung, dass man sehr viel selbst gecoacht wird und das
sehr viel selber nutzt, um einerseits die Wirkung zu erfahren und herauszufinden, wie fühlt sich das
denn an, andererseits um seine eigenen Träger zu lösen, das finde ich auch immer noch sehr
besonders, denn die Erfahrung zeigt, dass viele so ihre Themen und Träger eben nicht angehen in Coaching,
Ausbildung und dann doch eher in so eine Befangenheit geraten, während wir ganz gut
unsere Träger und Themen gelöst haben und dadurch ja sehr unbefangen und ja von außen wirklich
begleiten können, ohne selber sich im Gefühl mit zu befinden, auch wenn wir vielleicht die
gleichen Themen hatten, was ja zum Beispiel auch bei dir dann ganz wichtig ist, dass du
nicht in dieses, dass du das zwar aus deiner Erfahrung kennst, aber eben nicht mit im
Gefühl drinsteckst, wenn jemand von seinem Verlassenwerden-Gefühl, von der Verlustangst, von der Trennung erzählt.
Dass du den Schmerz in dem Moment nicht spürst.
Ja, ganz genau so ist es, also ich kann den Mut und die Verantwortung aufrufen, es hat mich auch stärker
gemacht und ich bringe
dieses gesamte Wissen, aber eben auch das
Mitgefühl mit in das Coaching ein
für die Paare. Und hast du Lieblingsthemen
im Coaching? Tatsächlich
habe ich keine Lieblingsthemen. Also
allround alles, lieber die Vielfalt.
Immer wo es menschelt und Menschen
Fragen haben, wo es darum geht,
Licht ins Dunkle zu bringen, Klarheit zu
schaffen, Leichtigkeit ins Leben zu
bringen, da sitze ich mit im Boot, da bin ich mit dabei.
Und hast du denn
im Coaching schönste Momente,
an die du dich erinnerst, oder einen besonderen Moment?
Ja, habe ich.
Schönste Momente sind, wenn Paare
zum Beispiel
aus einer Situation
zu mir kommen, wo ein Partner
in eine Affäre eingegangen ist und für
beide Partner
dann erstmal so das Ende der Beziehung
irgendwie ansteht, gefühlt.
Gefühlt merken sie,
die Außenwelt, die Umwelt,
die äußert
sich negativ über die Situation,
erwartet insgesamt, dass
eine Trennung jetzt stattfinden wird
und wenn dann aber die Partner
in sich spüren,
wir lieben uns und wir
wissen einfach nur nicht, wie wir jetzt damit umgehen
sollen. Und
sehr schöne Momente sind, wenn wir das
auflösen können, gemeinsam,
wenn die Paare erkennen,
was die Ursachen für das Verhalten
war und wenn sie dann sich
wieder in den Arm nehmen und sagen, so
von jetzt starten wir neu mit dem
neuen Wissen und dem neuen Gefühl,
wie wir
unsere Wunschbeziehung gestalten wollen.
Das macht mir
ein gutes Gefühl.
Das klingt auch gut.
Dann lass uns mal rüber switchen zum
Thema, zum Thema
der einseitigen Trennung und
welche Herausforderungen das mit sich bringt.
Was würdest du denn sagen, sind die
besonderen Herausforderungen,
wenn die einseitige Trennung,
der Trennungswunsch ausgesprochen wird?
Genau, ich glaube, das ist der
Überraschungsmoment dabei und
auch viele praktische Fragen, die
plötzlich ganz wichtig
werden.
Wir sind ja so organisiert, dass wir in
Kleinstfamilien leben, also
Eltern und Kinder und damit sind
die Eltern auch sehr aufeinander
angewiesen. Das heißt also, das
Elternpaar und das Liebespaar sind ganz eng
miteinander verwoben und wenn ein
Partner entscheidet, nicht mehr
so weitermachen zu wollen, bedeutet das
für den anderen Partner oft
auch existenzielle
Fragen,
dass die Fragen beantwortet werden,
wie sind wir versorgt, wie geht es
weiter. Das macht die Sache
insgesamt schwierig, das heißt
die Liebesbeziehung ist nicht ganz
entkoppelt von praktischen Dingen
des Alltags und auch von der Eltern
Beziehung und deshalb
kommen
so Sachen natürlich nicht nur
überraschend, sondern auch
ganz existenziell.
Es wird auf einmal ganz existenziell,
glaube ich, und das ist das, was die Sache
sehr, sehr schwer macht und dann auch den
klaren Kopf zu bewahren und das
fällt in dem Moment
einfach schwer, zu sagen,
okay, hier geht es um meine Liebesbeziehung
und nicht um meine Existenz, weil beides
eben so eng miteinander gekoppelt ist.
Dann kann es nochmal ordentlich verstärkt werden,
wenn man eine eigene
unverarbeitete Erfahrung aus der Kindheit
vielleicht mitbringt, wo man sagt, da wird
man mal in seinen eigenen Schmerz dadurch reingeführt,
gerade mit Blick auf die Familie
und die Kinder, wo ja auch dann
einige in so eine Familie
hinein starten mit dem inneren
Commitment an sich selbst,
oder so eine
innere Selbstverpflichtung, ich will
nie, dass das uns und unseren Kindern
passiert. Das darf nicht passieren.
Und dann ist das nochmal mit so einem
inneren Scheitern-Gefühl verbunden,
dass man das, was man so unbedingt wollte,
jetzt nicht geschafft hat und dass die
eigenen Kinder durch mich verursacht
jetzt das gleiche Leid erfahren,
was ich selbst als Kind hatte.
Ganz genau, so ist es.
Wir starten ja in die Ehe mit dem Versprechen
für immer und ewig bis ans Lebensende
und das macht die Sache
in der Situation nicht einfacher.
Wir gehen rein und sagen,
wir haben jetzt ausgesorgt,
ich bin jetzt endlich vollständig, ich bin
komplett, so meine
bessere Hälfte, das sind ja alles Redewendungen,
die wir auch von unseren Eltern mitbekommen haben
und auf einmal soll das nicht mehr wahr sein.
Und nicht nur das, denn
meistens ist es so, dass der eine
Partner schon innerlich schon sehr viel weiter
ist im Trennungsprozess als der andere.
Das heißt, es ist eine ungleiche
Startposition, also die
Überraschung ist extrem und dann wäre
natürlich
unsere Glaubenssätze und
unsere Lebensmodelle komplett in Frage
gestellt. Also
morgens stehst du auf und auf einmal sagt
dein Partner, ich will nicht mehr,
da bricht die Welt zusammen komplett.
Und wie erlebst du das?
Was bedeutet das dann für die
nächste Zeit? Also
wie gehen die Paare
damit um, wenn so dieser
Überraschungsmoment passiert ist?
Was passiert dann?
Also nach meiner Erfahrung ist es so, dass die Paare
dann erstmal überfordert
sind und der eine anfängt
zu kämpfen und der andere dann eigentlich nur noch
wegrennen möchte. Und genau
das ist das, wo einem Coaching eben helfen kann,
weil beides wird nicht gebraucht.
Es wird gebraucht,
dass die Gefühle
eines jeden gezeigt und
anerkannt werden können und
dann der Prozess des Aufklärens,
des Heilens
auch stattfinden kann.
Und deshalb
braucht der Verlassende
genauso Unterstützung wie der
Verlassene.
Beide sind in einer extremen Situation
und Ausnahmesituation.
Weil für beide ja ein Lebensmodell
nicht funktioniert und auf einmal
in die Brüche geht.
Und der Verlassende, auch wenn er schon innerlich
einen Vorsprung
hat und sich ja darauf
einstellt, für den ist das
ja trotzdem nicht leicht.
Das ist ja nicht so, dass derjenige nur, weil er sich
da schon innerlich so ein bisschen
darauf hinarbeitet und sich
darauf fokussiert, dass das kommen wird,
heißt es,
ist ja immer noch nicht, dass das einfach ist.
Denn ich weiß jetzt ja,
ich verletze einen Menschen,
der lange Zeit einen Weg mit mir gegangen ist.
Es wird eine schwierige Phase.
Wir müssen sehr viel gemeinsam
regeln jetzt und gute Lösungen finden.
Das ist natürlich auch sehr aufregend, kriegen wir das hin.
Und
dann ist es natürlich auch so,
dass auch derjenige ja durch
eine Phase von viel Leid gegangen ist.
Denn normalerweise,
so zu meinem Bild, kommt dieser Punkt,
dass ich eine Trennung ausspreche.
Und eine Trennung ist ja etwas, was ich
immer innerlich mit Leid verbinde.
Da habe ich eine Vorstellung, wie viel Leid
wird das wohl über uns bringen, wenn ich die Trennung
ausspreche. Wenn dieses vorgestellte
Leid weniger schmerzvoll
ist, als das Leid in der Beziehung zu bleiben,
dann trenne ich mich.
Aber es ist ja trotzdem immer noch eine
Riesenportion Leid und Kummer, die entsteht
auf vielen Seiten. Deswegen glaube ich auch,
dass die Begleitung für beide total wichtig
ist. Genau, da ist auch ganz viel Wut
oft, ja. Auch Wut über den
anderen Partner, weil
meistens ist es so, dass man sich nicht mehr
interessiert. Meistens ist es so, dass
geglaubt wird, dass der andere immer das Problem
ist und nicht man selbst.
Und es wird oft dann auch
kompensiert, indem vielleicht schon neue Partner
dann mit dazukommen.
Also es gibt dann Ideen
von, ich kann mich schon mal bei so einer
Online-Plattform anmelden und nach
neuen Partnern suchen. Und das
verschärft die Situation dann häufig
noch. Der verlassene
Partner fühlt sich extrem ausgeschlossen
und dann entsteht bei ihm wieder ein neues Leid.
Und da wäre
wenn angenommen, da ist ein Elternpaar auch,
wird es gebraucht, dass
das Liebespaar
zumindest
zum Freundespaar wird,
damit sie als Elternpaar weiter funktionieren
können. Und genau dafür ist eben
Coaching hilfreich.
Ja, und diese Schnellschüsse,
damit die nicht passieren, so aus
der Emotion heraus, das ist auch ganz wichtig,
weil dann entsteht so auf Kopfkino,
wenn man sich dann schon auf einer Dating-Plattform
angemeldet haben sollte oder
schon irgendetwas parallel läuft,
dann wirkt das für den, der verlassen wird,
immer bösartig vorbereitet.
Die gute Absicht kann nicht mehr gesehen werden.
Das verschärft diese Trennungssituation
enorm und kann natürlich
dann auch zu anderen
Verhaltensweisen führen, die so aus diesem
Basisgefühl der Wut
so aus einem herausbrechen, wo man danach
denkt, oh Mann, das hätte ich nicht tun sollen.
Wie dann zum Beispiel
zu den Kindern zu gehen und sagen, eure Mutter,
euer Vater trennt sich von mir, hat schon jemand
Neues. Dann ist
dieses ganze Thema, was wir sonst so aufbauen,
dass man sagt, wir begleiten Paare
dabei, eben wie sagt man es auch den Kindern,
welche Emotionen können auf einen zukommen,
wenn die Kinder dann
entsprechend das mitgeteilt bekommen, wie agiert
ihr dort als Paar, damit eben die Kinder
sich trotz Trennung
sicher fühlen und eben nicht
diese prägenden Erlebnisse
haben oder dieses Ereignis
als so negativ prägend empfinden,
wie man es auch vielleicht selber empfunden hat, wenn man
selber eine Trennung der Eltern hatte.
Ganz genau. Also die Sorge um die Kinder
treibt beide Partner meistens an,
und
ich glaube, es ist einfach wichtig zu verstehen,
dass die Kinder
die beiden Partner
als Eltern brauchen und eben nicht
in die Liebesbeziehung irgendwie
reingezogen werden müssen. Also die
Partnerschaft zwischen den
Eltern geht die Kinder nichts an
und damit sind die auch überfordert.
Und es ist
natürlich, wenn beide im Leid und
in der Wut sind und in der
Hilflosigkeit dann eben auch, ist es eben
schwer, die Kinder da außen vor zu lassen,
aber genau dafür ist eben auch
ein Coaching-Prozess, um
zu erklären, dass die Eltern
untereinander bleiben müssen, mit
ihren Themen sich auseinandersetzen
müssen, um im Kontakt
zu bleiben
und sich auch gesehen zu fühlen
gegenseitig in ihrem Leid,
um dann aber auch wieder einfach neutral
als Eltern für ihre Kinder zur Verfügung
zu stehen. Denn die Kinder
sind extrem
überfordert, wenn sie
sich irgendein Thema über
Papa oder Mama anhören müssen.
Und da ist auch mal die Frage, wie sage ich es den Kindern?
Kindern, es ist ganz klar, die Kinder wollen ihre Eltern haben und alles andere werden die einfach mittragen.
Das ist ein Thema, was sich dann leichter gestaltet, als viele Paare vermuten.
Einfach wenn sie selber in ihrem Trennungsprozess oder in ihrem Prozess, wie sie zueinander stehen, klar sind,
werden sie auch wissen, was ihre Kinder brauchen in dem Moment.
Man hat da häufig, gibt man zu viel Information rein, je nachdem wie alt die Kinder sind,
haben die ja noch gar kein richtiges Bild davon, was es bedeutet, eine Liebesbeziehung zu führen.
Und ich sage, dass die Kinder brauchen im Kern das Elternpaar.
Wenn das stabil funktioniert, dann sind die Eltern als Liebespaar nochmal cool, dass es on top da ist,
aber es ist nicht erstmal das, was zwingend gebraucht wird, um Sicherheit zu haben, Stabilität,
Sicherheit zu haben, dass man überlebt, dass man sich geliebt fühlt.
Dafür braucht es nicht zwingend, dass die Eltern ein Liebespaar sind, aber wenn da so ein Rosenkrieg entsteht,
dann macht das Liebespaar ja auch das Elternpaar kaputt.
Und dann entsteht nämlich diese Unsicherheit, weil auch das Elternpaar nicht mehr miteinander kommuniziert.
Wenn ihr merkt, dass euch das Thema betrifft und ihr möchtet ganz gerne Klarheit bekommen,
ob ihr noch zusammenbleiben könnt und die Beziehung für euch noch zufriedenstellend und erfüllend funktioniert,
oder ihr schon für euch entschieden habt, dass ihr euch trennen werdet, aber dabei Begleitung wünscht,
gerade bei genau diesen Fragestellungen, was sind die Ursachen, wie kann ich die Dinge,
soweit lösen, dass ich das nicht mit in eine potenziell neue Beziehung irgendwann nehme?
Und wie können wir ein stabiles Elternpaar bleiben, das unsere Kinder trotzdem noch gut begleitet
und dafür sorgt, dass sie eben keine allzu negativen Prägungen für ihr Erwachsenen-Dasein mitnehmen?
Dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Ihr findet alle wichtigen Infos auf der Website, könnt euch dann bei uns in den Kalender eintragen
und wir schauen gemeinsam, wie wir euch optimal unterstützen können.
Herr Nikolaus, was würdest du sagen, was sind so die Schritte, die gebraucht werden,
wenn eine Trennung einseitig ausgesprochen wird, aber eigentlich auch, wenn sie beidseitig ausgesprochen wird,
wenn beide zum Ergebnis kommen und in einem Reflexionsgespräch sagen,
weißt du was, ich glaube, das ist das Beste, wenn wir uns trennen und der andere sagt,
das Gefühl habe ich auch, vielleicht ist das wirklich der beste Weg,
manchmal passiert das ja auch im Coaching, dass das dann die Klarheit ist,
was wären so die wichtigen Schritte für das Paar?
Ja, also wenn beide sich schon auf eine Trennung geeinigt haben,
dann starten sie beide ja schon von einer ähnlichen Situation,
dann haben sie innerlich ja ein identisches Gefühl,
das Gefühl, schlimm ist es, wenn einer eben vollkommen überrascht ist
und dann vor vollendete Tatsachen gestellt wird,
aber in beiden Fällen ist es in jedem Fall zu empfehlen,
über die alten Verletzungen zu reden, die Verletzungen aufzulösen,
um einfach aus dem Leid herauszukommen und den Druck auch aus der Beziehung zu nehmen,
denn der Gedanke, also die schlechten Gedanken über Beziehungen,
die hängen einfach am Partner, das heißt, wir nehmen das dann als Beispiel,
also auch in die neue Partnerschaft mit und ich denke auch immer,
es ist ein Geschenk, was man sich gegenseitig macht,
dass man nochmal wertschätzend reflektiert, wie war unsere gemeinsame Zeit,
was war gut an unserer Zeit, wo sind wir falsch abgebogen, wo tut es weh,
das darf dann auch aufgelöst werden, angesprochen werden
und dann wird sehr viel mehr Leichtigkeit in die Beziehung miteinander kommen
und dann entwickelt sich einfach das vom Liebespaar zum Freundespaar
und dann sind die beiden einfach Freunde,
die können auch gemeinsam den Weg als Elternpaar weitergehen,
das heißt also, alte Verletzungen auflösen, das ist das, was ich in jedem Fall empfehle
und dann einfach auch klare Absprachen treffen, wie wollen wir künftig miteinander umgehen,
wenn wir als Freunde unterwegs sind, auch sagen, was sind stimmige Kompromisse
und einfach klar äußern, was will ich, was brauche ich, was hat mir gefehlt,
wie wünsche ich es mir in der Zukunft und dann auch gerne die Kinder damit einbeziehen,
wie geht es mit den Alltagsregelungen, wo zieht der eine hin, wo werden wir leben,
die Kinder dann mit einbeziehen und die Kinder spüren sehr genau,
wie ihre Eltern gemeinsam miteinander umgehen,
ob sie da eine freundschaftliche Basis haben
und das ist für alle künftigen Beziehungen nur hilfreich.
Auch da vielleicht wieder schauen, in welchem Alter sind die Kinder,
dass man sich erstmal als Elternpaar einig wird
und wenn man die Kinder dann mit einbezieht,
dass sie halt in der Entspannung sind,
dass sie dann auch einen entsprechenden Rahmen bekommen,
der sie auch nicht überfordert bei den Entscheidungen und bei der Mitsprache
und wir haben ja für diese ganzen stimmigen Kompromisse,
die ja meistens getroffen werden müssen,
manchmal auch sind es ja stimmige Entscheidungen,
wenn beide die gleiche Meinung haben,
haben wir ja erstens eine Trennungschecklist bei uns,
wo wir die ganzen Themen, die alle wichtig sind,
mal gemeinsam durchgehen,
was aber erst dann funktionieren kann,
wenn das Fundament eine gewisse Stabilität erreicht hat
und wenn auch dieser erste große Trennungschecklist
einen Trennungsschmerz bis zu einem gewissen Punkt Verarbeitung gefunden hat,
weil ansonsten macht man das alles aus seinen Gefühlen heraus
und möchte vielleicht nochmal einen Ausgleich für Wut bekommen,
einen Ausgleich dafür, dass ich in so eine Traurigkeit gestürzt wurde und so weiter
und wenn diese Gefühle weg sind,
dann kann ich mich wirklich auf diese beziehungs- und sachlichen Themen dann einlassen
und dafür wirklich faire Lösungen auch finden.
Genauso wie wir uns im kostenlosen Kurs
und auch im Beziehungstraining später natürlich auch nochmal ganz genau erklären,
was denn das überhaupt heißt,
einen stimmigen Kompromiss zu finden,
was hier natürlich total wichtig ist,
denn man kann sich bei Dingen nicht in der Mitte treffen,
was, wenn man zwei Kinder hat,
was würde bedeuten, sich in der Mitte zu treffen?
Der eine nimmt das eine, das andere das andere.
Das kann für alle unstimmig sein,
das heißt, in der Mitte treffen ist häufig ein fauler Kompromiss
und kein stimmiger Kompromiss.
Aber es ist halt einfach so,
wenn alte Verletzungen aufgelöst sind,
dann ist keine Wut mehr da
und dann kommt man auch wieder ins Denken und Fühlen
und dann hat man wieder Herz und Schwert beieinander
und kann einfach überlegen,
kann auch mit Empathie überlegen,
was wird jetzt gerade gebraucht,
was ist jetzt wichtig für meine Kinder?
Und das wird sich dann entsprechend finden.
Aber du hast recht,
das hängt natürlich auch vom Alter der Kinder ab.
Das sehe ich auch so.
Aber auch da hören die Eltern dann auf ihren Bauch
und sagen, okay, was ist für mein Kind jetzt gut?
Und das kann ich ihnen geben,
weil ich im Prozess bin
und weil ich mich frei fühle mit meinem Partner
und also mit dem anderen Elternteil
alles zu besprechen.
Ja, und wenn einer einseitig die Zeit hat,
wenn man die Trennung ausspricht des Liebespaars,
dann ist das ja so ein,
der sorgt für einen Abbruch des Wirs,
für ein Ich-Du-Denken
und jeder guckt so auf seine Seite.
Spätestens wenn man sich,
wenn sich beide Anwälte dazu holen,
die sind ja verpflichtet,
per Mandat für ihren Mandanten zu sorgen,
das Beste rauszuholen.
Also spätestens dort würde so eine Gegnerschaft
auf jeden Fall entstehen.
Und schön ist das immer,
wenn man nämlich dann diese Verletzungen löst
und den Switch schafft,
dass das wieder geklärt ist,
dann ist natürlich immer noch im Liebespaar
kein Wir mehr drin,
höchstens mit Blick auf die Vergangenheit,
dass man auch das Gute der Zeit anerkennen kann.
Aber dann sieht man das Wir wieder im Elternpaar
und kann das unterscheiden.
Und wenn man dann diesen Punkt erreicht hat,
ist es auch ein guter Punkt,
um mit den Kindern zu sprechen.
Denn dann hat man den Punkt,
wo man auch sagen kann,
wir trennen uns,
selbst wenn das nur einer wollte.
Weil da sind wir wieder bei dem,
was du sagtest,
die Kinder haben so in den Tiefen
der Liebesbeziehung der Eltern,
da sollten nicht zu tief eintauchen.
Das heißt, es ist nicht so,
es ist nicht wichtig für die Kinder,
wer sich von wem trennt und warum sozusagen.
In einem gewissen Grad natürlich schon.
Aber dass man sagen kann,
wir haben entschieden,
wir trennen uns
und das gemeinsam als Einheit vertreten kann,
das macht natürlich auch ein ganz anderes Bild,
als wenn da eine in Wut und Trauer hingehen würde
und sagen würde,
deine Mutter, dein Vater trennt sich von mir,
der hat auch schon eine neue.
Und das dann ist sofort böse Absicht,
Schuld im Raum.
Im schlimmsten Fall fragen sich die Kinder,
ob sie dazu was beigetragen haben,
ob sie schuldig sind daran.
Und wenn man vielleicht vorher,
irgendwann braucht man nur den Satz gesagt haben,
ihr raubt uns so viel Energie
und ein paar Monate später trennt man sich
und schon beziehen die das vielleicht darauf
und man selber hat diese Verknüpfung gar nicht,
die Kinder treffen.
Deswegen ist das äußerst wichtig.
Ja, das Besondere ist eben,
wenn einer sich nur trennen will
und der andere erst mal ganz überrascht ist
und noch gar nicht so weit ist,
dann steckt ja genau da auch die Dynamik dran.
Das sind,
dann die Herausforderung einfach ist,
das wieder anzugleichen,
dass man auf ein gleiches Niveau kommt
und Erkenntnisse hat
und auch gemeinsam reflektiert,
was ist eigentlich unser Problem.
Und das ist eigentlich genau die Aufgabe dabei
und man macht sich gegenseitig ein Geschenk damit,
wenn man sich da abholt
und auch für den anderen noch zur Verfügung steht
für die Gespräche
und nicht einfach weggeht
und dann sagt,
okay, für mich ist das Thema durch.
Und dann wird es auch möglich,
die nächsten Schritte zu gehen,
die ja für die Trennung auch gebraucht werden,
dass man vielleicht sich eine neue Wohnung sucht,
einer von beiden oder beide.
Also es sind ja einige Schritte ja auch zu tun
und solange das Gefühl nicht gelöst ist,
versperrt sich ja mindestens einer auch so ein bisschen
und ist dann nicht so lösungsorientiert.
Und das Ganze zieht sich hin
und das Leid zieht sich hin
und so kann man dann eben auch loslegen
und die Schritte, die gebraucht werden,
dann auch gehen.
Genau, auch gemeinsam dann auch auflösen.
Das, was man gemeinsam hat,
das wird dann auch wieder aufgelöst,
es wird geteilt
und es ist ja auch bekannt,
dass wenn man im Scheidungsprozess ist
und noch ganz viel Wut ist
und auch fehlende Anerkennung und Ausgleich,
dass der Scheidungsprozess
oder der Trennungsprozess
dann auch schwer vollzogen werden kann,
weil der andere immer das Gefühl hat,
er braucht noch mehr Ausgleich
und das versucht er in Form von materiellen Dingen zu erlangen.
Und das ist eben der Irrglaube,
zu glauben,
dass man man immer mehr fordert,
dass es sich um die Trennung handelt,
dass es sich dann besser. Und das kann man eben umgehen, indem man vorher den Trennungsprozess so gestaltet, dass beide Erkenntnisse haben, dass es zumindest ein Kompromiss ist, dass dann das Leid aufgelöst ist, die Wut weg ist, sodass man wieder in dieses sachliche Thema auch vielleicht der Gütertrennung und der Güterteilung kommen kann.
Der Weg ist vorher versperrt, solange noch so viel Emotion und ungelöstes Leid da vorhanden ist. Deswegen halte ich das auch aus dem Grunde für eine wertvolle Arbeit, um dann nachher auch das auflösen, das endgültige Auflösen der Ehe oder der Versprechen, die man gegeben hat, dass das auch stimmig aufgelöst werden kann nachher. Das wird sehr viel leichter, wenn vorher die Arbeit gemacht wurde und die Beziehung nochmal reflektiert wurde.
Und da schließt sich dann jetzt auch der Kreis so zum Anfang des Gesprächs, warum die klassische Mediation alleine häufig nicht ausreicht, weil man eben sachlich kaum eine Lösung findet, wenn man normalerweise erstmal im Coaching zuvor auf die Gefühle und das, was so vorher an Verletzungen gewesen ist, schauen muss, weil man ansonsten in der Mediation aus seinen Verletzungen heraus agiert und wie du schon sagst, dafür Ausgleich möchte.
Erst dann hat man wieder den Blick frei auf das, was man wirklich möchte und was auch wirklich fair im Sinne aller erscheint.
Letzten Endes beide gestärkt aus der Beziehung heraus in eine neue, andere, vielleicht erfüllendere Beziehung oder hoffentlich erfüllende Beziehung, aber es muss nicht so viel Leid gedeckelt werden und deshalb hat man mehr Energie.
Also die Paare können mit mehr Energie ihr Leben weiterleben.
Das klingt nach einem guten Abschlusssatz. Hast du noch was, was du hinzufügen möchtest zur Folge?
Ne, ich habe alles gesagt.
Passt für dich.
Ja, passt für mich.
Sehr gut, für mich auch.
Dann schön, dass du da warst und wir gemeinsam die Folge aufgenommen habt.
Schön, dass ihr zugehört habt. Ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid. Bis bald.
Bis bald.
Bis bald.
Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
Podcast Summary
Key Points:
Die meisten Trennungen erfolgen einseitig, wobei einer der Partner bereits innen der Trennungsprozess abgeschlossen hat, während der andere überrascht wird.
Tief verwurzelter Schmerz aus frühen Verletzungen – oft die „erste Mücke“ – entfaltet sich im Laufe der Zeit zu einem großen Leid und behindert eine konstruktive Kommunikation.
Die Trennung ist in Elternpaaren besonders komplex, da Liebesbeziehung und Elternfunktion eng miteinander verflochten sind und existenzielle Fragen aufwachen.
Wut und Verlustangst können die Beziehung weiter destabilisieren, besonders wenn ein Partner aus seiner Kindheitswelt mit unverarbeiteten Schmerzgefühlen hervortritt.
Coaching hilft, Gefühle zu erkennen, zu akzeptieren und gemeinsam eine klare Trennungs- und Zukunftsperspektive zu entwickeln, ohne dass Wut oder Abwehr die Beziehung zerstört.
Ein entscheidender Schritt ist die Aufklärung und Auflösung alter Verletzungen, um ein Gefühl der Freiheit und des Vertrauens zu schaffen.
Die Kinder sollten nicht als Mittel der Konfliktschlichtung benutzt werden; es ist wichtig, dass sie die Eltern als stabilen, gemeinsam lebenden Partnerschaftsmodell sehen.
Ein stimmiger Kompromiss erfordert Empathie, gemeinsame Reflexion und die Fähigkeit, über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche hinaus zu denken.
Summary:
Die Folge behandelt das Thema der einseitigen Trennung in Beziehungen und die daraus resultierenden emotionalen und praktischen Herausforderungen. Es wird deutlich, dass die meisten Trennungen nicht gemeinsam entschieden werden, sondern einseitig, wobei einer der Partner bereits innerlich den Schritt getan hat. Der überraschte Partner fühlt sich oft ausgeschlossen und erlebt große Wut und Trauer.
Der Hintergrund liegt in frühen Verletzungen, die im Laufe der Zeit zu einem tiefen emotionalen Schmerz werden. Besonders bei Elternpaaren sind die Fragen existenziell, da Liebesbeziehung und Familienfunktion eng verknüpft sind. Coaching spielt eine entscheidende Rolle, indem es Gefühle akzeptiert, alte Verletzungen aufzeigt und löst, und gemeinsam eine klare Zukunftsperspektive entwickelt.
Dazu gehören klare Absprachen über Lebenswege, Wohnsituationen und die Rolle der Kinder, die nicht als Konfliktträger, sondern als Teil eines stabilen Elternpaares verstanden werden sollten. Der Wunsch, aus der Beziehung zu wachsen, wird durch gemeinsame Reflexion und akzeptierte Trauer ermöglicht. Dadurch entsteht Raum für eine neue, erfüllende Lebensphase mit mehr Freiheit und Energie – ohne die Beziehung vollständig zu verlieren oder schmerzvoll zu verarbeiten.
FAQs
Eine einseitige Trennung ist herausfordernd, weil der andere Partner oft überrascht ist und sich in seiner Existenz und in der Elternbeziehung verletzt fühlt. Die Liebesbeziehung ist eng mit der Elternbeziehung verflochten, was zu existenziellen Fragen und existenziellen Stress führt.
Paare sollten alte Verletzungen aufarbeiten, gegenseitig Werte und Erfahrungen reflektieren und klare Absprachen über die Zukunft als Freunde treffen, um ein stabiles Elternpaar zu bleiben und die Kinder nicht zu belasten.
Die Kinder brauchen Sicherheit und Stabilität. Ein offenes, gemeinsames Gespräch über die Trennung hilft, negative Prägungen zu vermeiden und die Kinder zu beruhigen, ohne dass sie Schuldgefühle oder Traumata entwickeln.
Der eine Partner ist oft schon lange im Trennungsprozess, während der andere überrascht ist. Dies führt zu einem großen Gefühlskonflikt, Wut, Traurigkeit und Verlustangst, da es eine tiefe innere Verletzung gibt, die lange nicht ausgesprochen wurde.
Coaching hilft, Gefühle zu erkennen, zu akzeptieren und zu verarbeiten. Es ermöglicht es, dass beide Partner sich gegenseitig unterstützen, Wut und Leid verarbeiten und gemeinsam einen klaren Weg für die Zukunft finden.
Beide Partner sind in einer extremen Situation und benötigen Unterstützung. Nur wenn beide ihre Gefühle und Erlebnisse ausdrücken und anerkennen, kann eine gesunde Entwicklung und Bewältigung der Trennung erfolgen.
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