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Parlez-vous Fremdsprache? So lernst Du am besten

30m 39s

Parlez-vous Fremdsprache? So lernst Du am besten

Das Lernen von Sprachen als Kind erfolgt implizit durch ständige Aussetzung in der Umgebung, was für Kinder eine natürliche und nahezu mühelose Erfahrung ist. Als Erwachsener hingegen ist der Prozess komplexer: das Gehirn ist bereits mit anderen Aufgaben beschäftigt, und die spezifische Umgebung, die Kinder haben, fehlt. Dennoch zeigt wissenschaftliche Forschung deutlich, dass Erwachsene Sprachen lernen können – es ist nur aufwendiger und erfordert mehr Zeit und Motivation. Studien belegen, dass das Gehirn bei Sprachenlernen strukturelle Veränderungen durchläuft, wobei bestimmte Areale stärker verbunden werden. Die Geschwindigkeit und Effizienz dieser Veränderungen hängen von der individuellen Veranlagung ab, nicht von einem „Grenzalter“. Obwohl es schwieriger ist, entwickelt sich ein flüssiger Sprachgebrauch nach mindestens drei Monaten regelmäßiger Übung. Faktoren wie Motivation, soziale Interaktion und praktische Anwendung (z. B. durch Auslandsaufenthalte oder Tandem-Übungen) sind entscheidend. Apps wie Duolingo können den Wortschatz unterstützen, aber können keine echten Gespräche ersetzen. Die Kombination aus digitalen Werkzeugen und menschlicher Interaktion – wie bei einem Tandem-Partner – ist besonders wirksam. Wichtig ist außerdem, dass Sprachenlernen nicht nur kognitiv, sondern auch kulturell bedeutet: ein Verständnis der Kultur hilft, Sprachverwendung und Aussprache besser zu erfassen. Obwohl es schwieriger ist, ist Sprachenlernen im Erwachsenenalter nicht nur möglich, sondern auch vorteilhaft für Gehirn und soziale Verbindungen. Es fördert Kreativität, Verständnis und Zusammenarbeit und bleibt ein nutzbringendes, lebenslanges Aktivitätsfeld.

Transcription

5804 Words, 35820 Characters

German
Also ich persönlich benneide wirklich bis heute alle, die einfach so mit zwei Sprachen groß geworden sind. Wo einfach ein Elternteil eine Fremdsprache spricht, neben Deutsch noch irgendwas. Also kann mir immer schon irre praktisch vor, dann kannst du einfach so Deutsch und einfach so französisch. Gerade so komplizierte Sprachen dachte ich, boh, dann kann man sich das später sparen, wie schön wäre das. Und manchmal wünscht ich auch, ich hätte als Kind oder eher Jugendliche gecheckt, wie toll das ist. Das schulen einfach ein, dass Sprache lernen anbieten. Kostenfrei, einfach so. Ich wünscht dich hätte mir damals mehr Mühe gegeben, hab ich aber leider nicht. Also ich denke mal, wie schön wäre das, wenn ich damals mehr gelernt hätte, denn es heißt ja immer Kinder, lernen Sprache am leichtesten, am einfachsten. Heißt es. Und wir wollen heute mal überprüfen, ob das eigentlich stimmt. Also was sagt die Wissenschaft dazu? Und wie lernt man denn als Erwachsener dann noch am besten eine Fremdsprache? Darum kümmern wir uns jetzt in diesem Quarks Daily Spezial. Ich bin Malis Schaum, willkommen. Quarks Daily Spezial. Ein Thema wissenschaftlich geprüft. Und ich habe mir das jetzt nicht als ausgedacht. Teresa, Teresa Gunkel aus dem Quarks Team hat zu diesem Thema recherchiert. Hallo liebe Teresa. Hallo. Du bist bei uns Autoren. Du hast dich schon sehr viel für uns mit so Kommunikationsthemen auch beschäftigt. Bist du selber, würdest du sagen, auch begab beim Sprachen lernen? Also ich würde mich jetzt nicht als Sprachen Talent bezeichnen. Dass du gerade gesagt hast, mit man hat das in der Schule nicht so richtig gewährt schatz. Das ging mir glaube ich ähnlich. Also ich spreche Deutsch und Englisch. Und als Erwachsener habe ich schon auch immer mal wieder versucht, eine neue Sprache zu lernen. Oder eben das, was man in der Schule gelernt hat, noch mal aufzufrischen. Aber so richtig erfolgreich, weil ich damit leider nicht. Also ich scheide da bis heute an Französisch. Das hatte ich als zweite Fremdsprache. Und ich finde die relativ komplex auch, wahrscheinlich nicht schlimmer als Deutsch. Und da habe ich öfter als Erwachsener auch noch mal so Sprachurlaube gemacht und Sprachweisen. Aber ich bin bis heute dann schon überzeugt, wenn du nicht länger in einem Land lebst, wo man die Sprache sprechen muss, dann hat man es schwerer. Obwohl es ja wahnsinnig viele Angebote auch für Erwachsener gibt. Es gibt Apps, es gibt klar Sprachkurses, wie ich das gemacht habe, richtige Auslandsaufenthalte oder selber lernen, somit Vokabellisten geht eigentlich alles. Ja, also an den Angeboten sollte es eigentlich nicht scheitern. Wobei ich in der Recherche schon auch rausgefunden habe, Apps zum Beispiel. Die sind eher für so ein Grundvordschatz. Gut. Und es braucht dann schon noch eine Menge mehr, um eine Sprache wirklich im Gehirn zu verankern. Aber darüber sprechen wir gleich auch noch mal ausführlicher. Aber vielleicht schon mal vorab, wenn's jetzt um die Frage geht, kann das überhaupt noch klappen als Erwachsener, ist vielleicht das Erwachsensein daran schuld, dass es nicht klappt. Da ist eben die Antwort aus Sicht der Wissenschaft, das geht schon noch. Also man kann als Erwachsener sprachen lernen. Aber es steckt natürlich auch noch einiges mehr dahinter, warum uns das oft dann doch so schwer fällt. Na ja, Erwachsenen sein bedeutet ja leider oft auch, dass man für viele es nicht mehr so viel Zeit hat, wie man das als Jugendliche Kind hatte. Aber lohnt es sich dennoch für mich, wenn ich das möchte, eine neue Sprache zu lernen, also richtig lohnt für mich, mein Kopf und alles. Ja, es lohnt sich auf jeden Fall aus verschiedenen Gründen. Ein Grund ist, dass Sprachen der gut ist für unser Gehirn. Und das hat mich auch an der Recherche zuvor überrascht. Also selbst als Erwachsenerperson kann man sehen, dass unser Gehirn sich verändert, wenn wir eine neue Sprache sprechen. Ach und das kann natürlich so eine Übersetzungsapp nicht. So praktisch die auch sind, aber sie verändert nicht meine Hirnstruktur. Ja, Impositionen sind nämlich ja an Veränderungen. Ja, auf jeden Fall. Also die Übersetzungsapp, die funktioniert vielleicht ganz gut, um sich so grob zu verständigen. Abgesehen davon haben die schon auch viele Baustellen. Es gibt aber natürlich auch ein ganz anderes Level von Verbundenheit, wenn ich mich einfach wirklich mit jemandem unterhalten kann. Und eine neue Sprache zu lernen, das hilft uns eben nicht nur, dass wir uns einfach gegenseitig verstehen, sondern die kann mir halt auch einen neuen Einblick in eine neue Kultur geben und damit halt auch in das Leben von einem anderen Menschen. Total nachvollziehbar lohnt sich also einerseits für den Kopf und aus Sicht der Wissenschaft ist es auch für Erwachsene total noch möglich, neue Sprachen zu lernen. Aber trotzdem würde ich sagen, Teresa ist schon eine schwierigerer Aufgabe im Erwachsenenalter. So aus meiner Erfahrung würde ich jetzt sagen. Wir haben auch mal bei euch nachgefragt, den der Quarks Daily Community, was ihr so für Erfahrung habt, mit Sprachen lernen. Und er hat uns ein Quarks Daily höre eine Sprachnachricht geschickt und meinte, er habe sich in der Schule immer eher schwer getan mit Sprachen. Und dann hat er sich gedacht, auch Mensch, jetzt hier an der Uni gebe ich dem ganzen nochmal eine Chance. Aber am Anfang war es nicht so einfach, meinte. Ich habe dann tatsächlich über drei Jahre in Weg französisch gewählt an der Universität. Und Stück für Stück hat sich das dann rauskristallisiert, dass ich auch in der Rasmus machen konnte in Frankreich. Und es war auch leider ein bisschen frustrierend, dass man nach drei Jahren Sprachkurs immer noch kaum spricht, was ich dann in die ersten Wochen im Rasmus merke musste. Also gerade französisch, mein Albtraum. Aber ob das dann noch geklappt hat, das hören wir gleich. Zuerst wollen Theresa und ich jetzt aber in dieser Quarks Daily Spezialfolge aber klären, wie groß ist denn dieser Unterschied eigentlich wirklich? Ob wir eine Sprache als Kind lernen oder als Jugendlicher oder als Erwachsener Mensch? Und aus dem wollen wir schauen, was eigentlich ganz genau da unseren Lernerfolg beeinflusst als Erwachsener. Und welche Methoden uns vielleicht helfen könnten, eine Sprache dann doch gut zu lernen, damit es einfach im Erwachsenenalter auch noch mit der neuen Sprache klappt. So fangen wir doch mal an, Theresa, mit diesen Unterschieden. Also Unterschied, Sprache lernen als Kind, hin zum Unterschied, wie das dann ist, wenn man erwachsen ist. Also sprechen und Sprachen lernen, fangen wir als Baby schon mit an. Das ist die Muttersprache, die lernt man ja so nebenbei, oder? Ja, könnt du noch nicht hatten, wo Kabelkarten damals. Stimmt, also daran kann ich mich auch nicht erinnern. Aber man könnte das denken, dass das Sprachen lernen einfach so. Genau. Nebenher passiert die Kinder, müssen sich gar nicht anstrengen. Und schub die Hub können die auch mal die Sprache sprechen. Nee, Sprachen lernen ist schon auch anstrengend, auch für Kinder und auch besonders für Kinder. Die müssen ja erst mal lernen, das Umfeld zu verstehen. Wörter lernen, sprechen lernen. Das kommt uns dann von außen so spielerisch vor. Aber für so einen kleinen Kind ist das ja quasi ein Full-time-Job. Und es ist ja auch eine ganz andere Ausgangslage. Also die erste Sprache müssen wir ja lernen, um uns halt einfach irgendwie verständigen zu können. Sonst sind wir verloren, ne? Ja, sonst wird das dann später ja nicht mehr. Da haben wir ja schon irgendeine Sprache, die wir können. Da ist die Überlebensmotivation immer ganz so groß, ne? Ja, ich denke, also so dringend wie ein Baby, seine Eltern verstehen will oder sein Umfeld verstehen will. Wenn man dann später die Französisch-Lehrerin zum Beispiel nicht mehr verstehen. Aber es gibt auch noch einen grundlegenden anderen Unterschied dazu, wie wir später Sprachen lernen. Und zwar das, was uns bei Babys und bei kleinen Kindern so mühlos vorkommt, ist das sogenannte Implizite-Lehrerin. Und das funktioniert so, dass wir eben ganz viel der Sprache ausgesetzt sind und sie dadurch dann eben lernen, ohne bewusst die Regeln und die Vokabeln uns merken zu müssen. Einfach nur durchs Hören und dann irgendwann nachsprechen, oder? Ja, genau. So, vereinfacht gesagt, ja, das wäre natürlich auch total praktisch, wenn man das als erwachsener Person einfach wiederholen könnte. Kann man nicht? Geht leider nicht als erwachsener irgendwie nach China gehe. Die Sprache kann ich gar nicht. Und ich muss da irgendwie überleben, dann kriege ich irgendwann vielleicht hin. Ja, es ist immer gut, der Sprache viel ausgesetzt zu sein. Aber diesen Prozess, wie ein Kind, eine Sprache zu lernen, das zu wiederholen, das ist quasi unmöglich. Also das hat mir auch Alfred Anwander so eingeschätzt. Mit ihm habe ich für die Recherche gesprochen. Er ist neuropsychologe und vorstatt zu, was im Gehirn passiert, wenn wir Sprachen lernen. Und er sagt eben, selbst wenn wir in ein anderes Land ziehen, würden wir da halt nicht nur von der Sprache umgeben, sondern ja, wir haben halt einfach andere Dinge auch noch im Kopf. Wir können schon eine andere Sprache. Wir müssen Wäsche waschen einkaufen. Wir müssen ganz viele Dinge tun, die halt ein Kleinkind nicht tun muss. Und deswegen wird dieser Prozess einfach nicht eins zu eins wiederholbar sein. Wir denken halt auch im Kopf in unsere bereits erlernen Muttersprache dann immer mit. Das ist ja auch so und man hat dann nicht, wie als Baby und Kleinkind, 24 Stunden, die Woche jeden Tag Privatlehrer und Privatlehrerin, die nur mit einem z.B. Deutsch oder irgendeine andere Sprache sprechen. Ja, genau, also im Idealfall hat man eben Person um sich rum als Baby, die das die ganze Zeit vermitteln, das ist ein Apfel, das ist ein Computer. Und das lässt sich natürlich so nicht wiederholen. Also ein Baby hat quasi gar keine andere Möglichkeit, als im Plizit eine Sprache zu lernen. Aber das können wir als Erwachsenen nicht wiederholen. Genau, aber man muss auch sagen, dass im Plizit Sprachen lernen, das hat schon auch Nachteile. Also es ist sehr langsam. Und wenn wir als Kleinkind oder Baby anfangen, die Sprache zu lernen, dann lernen wir erst mal so, was wie eine Familie entsprache. Also es ist ein kleines Vokabular, das heißt dann nicht, dass ich mich auf der Arbeit z.B. automatisch auch verständigen kann. Also das müssen wir dann noch mal on top lernen. Und was auch spannend ist, kleine Kinder, die lernen zwar sehr schnell durch die Umgebung neu sprachen. Aber sie vergessen sie halt auch einfach wieder. Ach, dass das Gehirn sortiert aus, was es nicht braucht, oder wie? Ja, so ähnlich. Also wobei Alfred Anwander schon auch gesagt hat, dass Sprachen lernen, so wie viele kognitive Fähigkeiten, bisschen wie Autofahren funktioniert. Das sagt man ja immer so. Also sobald wir die Sprache dann wieder anfangen zu verwenden, kommt die schon auch wieder. Aber es gered auch in den Hintergrund, wenn wir es nicht benutzen. Trotzdem hör ich da raus, wäre es ganz gut, wenn man so früh wie möglich mit dem Lernen von Sprachen anfängt, oder? Also nicht umsonst bietet man das doch den Kindern, teilweise jetzt schon in der Grundschule an. Oder dann spätestens ab der fünften Klasse auf den weiterfühlen Schulen. Ist das ja so, ne? Ja, das hört man immer. Und diese Annahme, die kommt auch von dem Konzept der Critical Period Hypothesis in der Wissenschaft. Wut, wut? Genau. Da würde lange davon ausgegangen, dass unsere Gehirn bis wir so Teenager sind, ungefähr sehr gut neuronale Verbindung schaffen kann. Und das dann aber mit dem Alter immer mehr nachlässt. und wir dann deswegen auch als Erwachsene nicht mehr so gut Sprachen lernen können. Ist er so? Nee. Also diese Annahme, die ist mittlerweile sehr umstritten und die wurde auch in neueren Forschungsarbeiten immer wieder abgeschwächt. Also ein Forschungsteam aus den Niederlanden hat z.B. herausgefunden, dass diese Grenze von der eben lange ausgegangen wurde, dass die halt auch mit dem Ende der Schulzeit zusammenfällt und wir dann eben generell nicht mehr so viel lernen und dieser Knick in der Lernkurve ist dann eben auch darauf zurückzuführen. Einfach weil wir das Lernen nicht mehr gewöhnt sind irgendwann oder wie ist das gemeint? Ja, also wenn wir als Erwachsene eben generell immer seltener Neues lernen, also wenn unsere Ausbildung abgeschlossen ist, die Schule abgeschlossen ist das Studium, dass alles irgendwann vorbei ist. Man sich im Job eingefunden hat, weiß was man da zu tun hat. Genau, dann ist unser Gehirn halt eher dran gewöhnt, immer dieselben Fade zu nutzen sozusagen. Und man verlernt das Lernen? Ja, so ähnlich, also man kann das dann auch wieder trainieren, aber was auch wichtig ist und was mir in der Recherche auch erst bewusst geworden ist, auch Kinder müssen das Lernen erstmal lernen. Und deshalb ist das Lernen von der Sprache in der Schule meistens für Teenager sogar leichter als für kleine Kinder. Weil die einfach schon wissen, wie man systematisch lernt. Ja und auch wie so die Struktur von Sprache generell funktioniert, wie ich auch individuell gut lerne, also das muss man ja auch alles rausfinden. Nur bei einer Sache, da haben die kleinen Kinder dann wirklich ein Vorteil laut den Studien und zwar bei der Aussprache. Weil während unserem ersten Lebensjahr, also bevor wir selber sprechen lernen, wir eigentlich schon welche Laute für die Sprache, die um uns herum gesprochen wird, eben wichtig sind oder unwichtig sind. Also die imitieren quasi mehr und mehr das, was ihn vorgesprochen wird. Ich habe dazu eine schöne Geschichte, fällt mir gerade eine Kollegin von mir, die Amerikanerin ist, mit einem deutschen Verheiratet ist, haben ein Kind zusammen in Deutschland bekommen. Das Kind hat immer von der Mutter Englisch gehört und vom Vater Deutsch war bei einem deutschen Kindergarten. Konnte Englisch alles verstehen, hat aber immer auf Deutsch geantwortet. War dann in den Sommerferien, in den USA, hat den Großeltern immer auf Deutsch geantwortet, die waren irgendwann völlig verzweifelt. Nach fast sechs Wochen Sommerferien antwortet das Kind zum ersten Mal auf Englisch mit deutschen Akzent. Alle völlig auskrastet und nein und nein und nein. Das hatte sich innerhalb keine Ahnung von zwei Tagen dann eingeschlippen. Da war von diesem deutschen Akzent, der bei der ersten Aussprache des Englischen, aber nichts mehr zu hören, er hatte die das völlig perfekt imittiert, aber ich fand es so lustig. Das heißt, aber auch für uns umgekehrt, so als Erwachsene eine Sprache so gut zu lernen, dass man einen Akzent nicht mehr hört, ist wahrscheinlich schwieriger hier, älter man wird, oder? Ja, also diese speziellen Laute zu lernen, das ist so klingt wie bei einem Muttersprachler, bei einer Muttersprachlerin, das wird immer schwieriger. Also die Wahrscheinlichkeit, dass man das ein bisschen raushört, die ist schon groß. Aber man versteht sich ja eigentlich auch mit Akzent gut. Und es gibt Leute, die können es aber sehr gut faken. Die können das unglaublich gut nacharmen, besser so als andere ist ganz witzig. Aber ich fasse mal zusammen, Teresa, du hast gesagt, als Babys oder als kleinen Kinder einfach haben wir gar keine Chance. Wir müssen diese Sprache lernen, die uns umgibt. Wir lernen, sie implizit, hast du gesagt. Und diesen Prozess kann man aber als Erwachsener Menschen nicht einfach nachmachen. Das ist quasi unmöglich. Allerdings können wir jederzeit neue Sprachen lernen. Also es gibt nichts im Gehörn, wo irgendwann eine Schranke entsteht. Jetzt bist du zu alt, du kannst keine Sprachen lernen, wir können das schon, auch wenn unsere Aussprache vielleicht nicht perfekt ist. So viel zu den Unterschieden zwischen Sprachen lernen als Kind und als Erwachsener. Welche Faktoren? Aber beeinflusst überhaupt den Erfolg? Frag ich mich jetzt gerade. Also ich habe ja gerade schon gesagt, manche Menschen können das unglaublich gut imitieren aus einer Aussprache. Und ich habe oft das Gefühl, es gibt Menschen, denen fällt das Sprachen lernen leichter als anderen. Was beeinflusst denn überhaupt? Wie gut wir das so lernen als Erwachsener? Also es gibt viele Faktoren, also Begabung ist bestimmt einer der Faktoren. Aber was man eben auch nicht vergessen darf, ist die Umgebung. Also es gab auch eine Untersuchung zu den Sprachkenntnissen von türkischen Einwanderinnen und Anwanderen in den Niederlanden, die eben gezeigt hat, dass so zioökonomische Faktoren auch sehr wichtig sein können. Also wenn es darum geht, eine neue Sprache zu lernen. Also Menschen, die sich willkommen im neuen Land gefühlt haben, die auch das Gefühl hatten, dass bessere Jobchancen auf sie warten, wenn sie die Sprache besser sprechen können, die waren eben tendenziell auch erfolgreicher beim Lernen. Das heißt, je motivierter ich bin, je mehr Sinn ich darin sehe, eine Sprache zu lernen, desto besser schaffe ich das. Ja, Motivation ist aber nur einer von vielen Faktoren, die eben diesen Erfolg beeinflussen. Also man kann eigentlich nicht sagen, weil man nicht motiviert genug ist, funktioniert das nicht. Also das ist ein bisschen kurz gedacht, auch ein bisschen unfair. Manchmal stimmen eben auch diese Rahmenbedingungen nicht. Also wir haben am Anfang schon gesagt, Zeit ist ein großer Faktor. Man braucht genug Zeit, um eine neue Sprache regelmäßig zu üben. Man braucht vielleicht auch genug Geld, um einen Sprachkuss zu besuchen. Wenn das alles dann aber gegeben ist, dann hilft es schon natürlich, sich eine eigene Motivation zu suchen, die einen hilft, beim Lernen dran zu bleiben. Und die kann eben sehr unterschiedlich sein. Da passt vielleicht ganz gut unser Quarks Daily-Hörer, den wir eben schon kurz gehört haben, wie er sich Mühe gegeben hat, französisch zu lernen, bei dem war das tatsächlich so, dass letztlich die Menschen, die er da getroffen hat, die um ihn herum waren, ihn motiviert haben, dran zu bleiben. Was mich motiviert hat, dass ich französische Mitbewohner hatte. Und wenn man Landesprache von jemanden spricht, auch wenn beide super englisch kann und eigentlich keinen Kommunikationsproblem ist, trifft man Leute einfach einfach mal ganz anderen Ebene. Und was ich auch noch gelernt habe als Erwachsener, das beste sich zu motivieren, wie es ist. So was nicht allein durchzuziehen, sondern Freunde zu haben, bekannte Mitstreiter, die einem dabei unterstützen. Und sich, was man sich gegenseitig motiviert. Also, andere, die mitmachen, hilft einfach auch. Dann bleibt man auch dran, auch wenn es mal schwierig ist irgendwie. Aber es gibt ja wiederum wirklich deräser Menschen, die sagen, ich bin einfach nicht begabt beim Sprachenlernen. Egal, wie motiviert ich da jetzt bin, egal, wie sehr ich das möchte, es klappt einfach nicht so gut. Ist das wissenschaftlich irgendwie mal überprüft worden? Stimmt das? Kann das stimmen? Du hast ja schon eben von einem gewissen Talent gesprochen. Also prinzipiell haben die meisten Menschen schon die Fähigkeit, eine neue Sprache zu lernen. Also wenn sie jetzt keine gesundheitlichen Einschränkungen haben, die das Lernen irgendwie schwieriger machen. Aber es gibt jetzt nicht, dass eine Sprachenlernen gehen, dass man irgendwie hat und dann klappt es auf jeden Fall oder auf jeden Fall nicht. Aber es gibt schon Unterschiede. Also es gibt schon Menschen, denen das leichter fällt, Menschen, denen das schwerer fällt und unterschiedliche Begabungen. Und ist das genetisch festgelegt oder ist das zufall? Also muss doch irgendwie genetisch sein? Ja, also ich habe das auch Alfred Anwander in unserem Recherchegespräch gefragt und er hat auch aus seinem privaten Umfeld diese Frage bekommen, ob man dann ins Gehirn schauen kann und gucken kann, ob das mit dem Sprachenlernen funktionieren kann. Als wir her angefangen haben mit der Zweitsprachforschung, kam ein Freund zu mir in Franzose, der verzweifelt versucht hat, Deutsch zu lernen und er meinte, ich kann nicht einen Hundsgen machen, um zu schauen, ob er überhaupt Sprachenlernen kann und da war natürlich erst mal meine Aussage, das ist sein Fickchen. Also man könnte nicht ins Hunde rein gucken und sagen dann, du kannst nicht Sprachenlernen oder nicht. Also diese Voraussetzung so klar sehen, das kann man eben nicht. Aber was Alfred Anwander in seiner Forschungsarbeit festgestellt hat, ist, dass unser Gehirn sich verändert, wenn wir neue Sprachen lernen und man diese Veränderung dann auch sehen kann und je nach Talent oder Veranlagung gehen die eben schneller oder weniger schnell verbraten. Und mit Veränderungen meinst du neue Netzwerke, die im Kopf entstehen, neuronen Verknüpfung, so was ja, das Gehirn Areale sich weiterentwickeln oder wie? Genau, es gibt verschiedene Areale im Gehirn, die für das Lernen von Sprache wichtig sind, die Bedeutung von Wörtern, die wird an einem anderen Ort gespeichert, als das Verständnis von Grammatik. Also und die Forschungsgruppe von Alfred Anwander hat sich eben angeschaut, was im Gehirn passiert, wenn Erwachsene eine neue Sprache lernen und zwar Deutsch als Zweitsprache war das damals. Und im Gehirnsgern haben sie dann eben gesehen, dass nach einer bestimmten Zeit die verschiedenen Areale im Gehirn eine stärkere Verbindung bekommen haben. Und bei manchen Menschen war dieser Lernfortschritt, also diese Verbindung zwischen den Arealen schneller erkennbar als bei anderen, obwohl eben alle den gleichen Sprachkurs gemacht haben und dieselbe Muttersprache hatten. Und das ist dann so ein bisschen die Abbildung von manche Lernen eben schneller, manche ein bisschen langsamer. Und unterscheiden sich diese Verbindung, je nachdem, ob man seine Muttersprache erlernt oder wenn man später noch eine neue Sprache dazu lernt, ist das dann unterschiedlich? Ja, also tatsächlich beim Lernen der Muttersprache nutzen wir die linke Gehirn-Hefte und bei der zweiten Sprache wird dann auch die Rechte Gehirn-Hefte genutzt. Also unser Gehirn kann für die zweite Sprache dann neue Gebiete nutzen, obwohl ja durch unsere Ohren eigentlich auf beiden Seiten erstmal das Gleiche ankommt, das fand ich total spannend. Also wie sich das so ein bisschen anpasst und spannend fand ich eben auch, dass bei der Einstudie gezeigt wurde, dass die Verbindungen im Gehirn bei der Muttersprache sich je nach Anforderungen der Sprache unterscheiden. Also zum Beispiel bei deutschen Muttersprachlern wurde gezeigt, dass im Vergleich zu einer anderen Sprache die Gebiete für Satzbau besonders gut verknüpft sind, weil wir das einfach brauchen in unserer Sprache. Weil wir so viele verschachtelte Möglichkeiten haben, Sätze zu bilden oder warum? Ja und oft kommt dann das Verb irgendwie erst ganz am Schluss und da braucht man einfach diese Fähigkeit den Satz zusammenzusetzen. Als Ganze zu verstehen und in anderen Sprachen sind diese Verbindungen dann anders gestreckt im Gehirn. Und wie lange muss ich überhaupt eine Sprache lernen, damit man das, was du beschrieben hast, überhaupt im Gehirn sehen kann? Geht das sofort oder dauert das Jahre? Das Forschungsteam von Alfred Anwander konnte die erst nach so drei Monaten Vollzeit Sprachkurs feststellen. Also das heißt, der Schlüssel zum Erfolg liegt schon auch darin, eben lange dran zu bleiben. Eigenein kann man das Sprachen lernen, aber in so drei Phasen unterteilen. Also in der Forschung wurde gezeigt, dass die erste Initialisierungsphase heißt das, der Lernzunoe Wörter, da bilden sich schon so Synöpsen im Gehirn, aber das Wissen ist eben eher so ein bisschen flüchtig abgespeichert. Und das dauert so drei bis sechs Monate und in der Phase danach werden dann diese flüchtigen Informationen in feste Verknüpfungen. Verfestigt und dann kommt halt irgendwann die Expertenphase, in der man dann wirklich flüssig sprechen kann. Gut, also generell können wir alle auch, wenn wir "alz" sind, noch sprachen lernen, wenn wir wollen und unser Gehirn verändert sich dann noch. Bei manchen schneller als bei anderen, das ist einfach eine genetische Veranlagung. Manchen müssen sich mehr Mühe geben als andere, aber generell kann es jeder. Und man muss halt lange noch dran bleiben, mindestens drei Monate damit sich fest, was im Gehirn verankert. Gut, aber vielleicht hast du noch Tipps, vielleicht gibt's ja so bestimmte Lernmethoden, wie man das ein bisschen positiv beeinflussen kann. Also generell haben wir ja anfangs schon erwähnt, gibt's eine Wahnsinsauswahl, was man alles machen kann als erwachsender Mensch, wenn man eine neue Sprache lernen möchte. Es gibt Kurse, es gibt Apps, es gibt was, das scheint sehr wenig Aufwand zu sein. Online Kurse habe ich gesehen, keine Ahnung, in meinem Fall wäre das ganz gut französisch in 30 Tagen. So, es kann ja da nicht klappen oder nachdem du mir gerade erzählt hast, dass das mindestens drei Monate dauert, bis im Gehirn sich was verändert. Ja, also wirklich fließend wirst du damit leider glaube ich nicht werden in 30 Tagen, wäre schön. Meistens arbeiten halt diese Kurse damit, dass halt in sehr kurzer Zeit sehr intensiv gearbeitet wird, aber das ist dann eben eher flüchtiges Wissen. Wie wir wirklich so ganz effektiv eine neue Sprache lernen können, dazu wird gerade auch noch geforscht. Und zum Beispiel auch an der Frage, wie man möglichst schnell einen aktiven Wortschatz aufbauen kann. Also Wörter, die man dann wirklich nutzt, weil man kennt das ja vielleicht auch aus Sprachkursen, man lernt man dann irgendwie so Quatschbokabel, die man nie verwendet. Da wird gerade eben dran geforscht, was zum Beispiel im Deutschen wirklich die wichtigsten Vokabeln und Strukturen sind, die man braucht, um sich mit anderen zu verständigen, um dann eben auch schnell entsprechend zu kommen. Ich finde ja immer noch, dass man da am besten lernt, wenn man der Sprache ausgesetzt ist, und dazu passt vielleicht das, was Lisa uns erzählt hat. Auch Quarks hören Lisa, die meinte, sie wäre in der Sprachschule zwar gewesen, aber das wäre gar nicht so wichtig gewesen für ihr Sprachen lernen, sondern sie ist einfach nach Dänemark gezogen, der Liebewegen mit 27. Und sie hat erzählt, hat sie uns per Sprachnachricht geschickt, zu Quarks, dass es ihr mehr geholfen hat, vor Ort zum Beispiel Serien zu gucken, auf Dänisch und dann später auch bei der Arbeit einfach Dänisch sprechen zu müssen. Und das war jetzt endlich der letzte Stoß, womit das Dänisch dann einfach noch besser und besser wurde. Und ja, seitdem kann ich eigentlich gut und flüssig Dänisch sprechen, das ist ein wahnsinnig schwere Sprache, finde ich. Also es ist einfach tatsächlich sehr praktisch, oder, wenn man da lebt, in dem Land dessen Sprache man lernen möchte, der Sprache einfach ausgesetzt sein. Jetzt können aber nicht alle da einfach hinziehen, wenn sie grad mal ein neues Sprache lernen wollen, oder um sich vielleicht für eine Reise vorzubereiten. Wie geht man denn da am besten vor, wenn man es trotzdem möglichst gut hinbekommen möchte? Ja, das klappt natürlich nicht immer mit dem Auslandsaufenthalt, aber wenn das nicht geht, dann hilft das auf jeden Fall trotzdem sich eben andere Menschen zu suchen, mit denen man gemeinsam diese neue Sprache üben kann. Und bei denen man sich halt auch wohl genug fühlt, auch mein Fehler zu machen. Weil besonders als Erwachsene haben wir oft Angst uns zu blamieren und das kann uns eben auch daran hindern, die Sprache zu üben. Also ich kenne das auch von mir selber, wenn ich in Frankreich im Urlaub bin, ich bin immer so ein bisschen. Ich versuche es dann, aber ich bin dann ganz schnell und bestelle mein Kaffee auf Englisch, obwohl ich es auf Französisch auch kenne. Und sehr gemeinsames französisches Trauma, wieder genau so. Das ist mit den Satzern perfekt aufbauen und hör mal, die sind ja so kritisch und wenn ich das jetzt falsch sage, und ich kenne aber jemanden, der redet einfach wie in der Schnabe gewachsen, sie verstehen den immer alle und ich denke mal, schlichter Aussprache, ganz schrecklich, ganz schrecklich. Aber nur ist egal, kommt immer super an, Hauptsache, man redet, ne? Ja, genau, also Kinder sind da glaube ich auch ein bisschen charmloser und das ist auch ein großer Vorteil, einfach zu reden und einfach mal zu machen. Es gibt auch eine Studie, die gezeigt hat, dass Chatbots zum Beispiel beim Sprachen lernen auch, dass sie sehr hilfreich sein können, weil sie eben nicht lachen, die gucken eigentlich komisch an, wenn man was falsch ausspricht und sind im Zweifel halt auch sehr geduldig, also manchmal geduldiger als manche Menschen. Und für manche Lerne kann das dann auch hilfreich sein, mal mit einem Chatbot zu üben. Oder mit einem geduldigen Menschen, zum Beispiel einem, der die Sprache perfekt spricht, zum Muttersprachler innen, ne? Korkshören Susanne hat sich nämlich gemeldet, die hat in der Süda-amerika-Reise vor und hat gedacht, Mensch, da lerne ich mal spanisch und die hat sich tatsächlich in einem Tandem mit einer Person zusammengetan, die diese Sprache einfach schon spricht. Sie kommt aus Kolumbien, ich habe ihr Deutschball gebracht und sie mir spanisch und zweitens habe ich mit der App Duolingo gelernt und die ist richtig cool, da habe ich jetzt sogar angefangen, Ukraine so ein bisschen zu lernen. Also kann ich sehr empfehlen? Duolingo von der Susanne, der erzählt nutzen, glaube ich, wirklich viele, ne? Da gibt es verschiedene Anbieter, aber auch für solche Apps. Ich habe das noch nicht gemacht. Du? Ich habe das versucht. Mein Du ist sehr traurig, das ist eigenwürt ihr immer trauriger, je bin ich immer übt. Achso, das wird richtig begeistert, wenn man viel übt und du kriegst aber Rückmeldung oder Du rübs zu wenig und dann guckt es traurig. Ja, umhin zu sein. Das war so traurig, dass ich es dann nöschen musste. Man kann da regelmäßig Punkte sammeln, auch wenn man die Vokabeln wiederholen. Also es ist sehr spielerisch. Es gibt auch wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass diese Apps schon beim Lern gut unterstützen können. Wenn es jetzt umso was geht wie Vokabeln lernen zum Beispiel, vor allem wenn man eben auch so spontan und zwischendurch mal üben kann, was ja auch besonders für Erwachsene mit ihren ganzen Erwachsenen, Verantwortungen ganz praktisch sein kann. Aber es kommt ein bisschen drauf an, was so der eigene Anspruch ist, weil es gibt schon auch Grenzen, also um jetzt wirklich fließend in der fremdsprache zu sein, brauchen wir eben so verschiedene Situationen, in denen wir die Sprache eben anwenden, wirklich. Und so Apps, die können schon dabei unterstützen, aber die können sowas wie Sprachunterricht oder eben auch echte Gespräche mit Menschen aus anderen Ländern nicht komplett ersetzen. Also die Kombination aus der App und so einem Sprachternem zum Beispiel, wie Susanne das gewählt hat, das ist eigentlich dann schon eine ganz gute Idee. Aber bevor ich so einen Sprachternem zum Beispiel anfange, muss ich dann nicht erst mal so Grundlagen lernen, sowas wie Satzkonstruktion, Vergangenheitsformen. Weißt du, dass man so ein Gerüst hat? Ja, also da würde auch in Untersuchung gezeigt, dass das gar nicht so ausschlaggebend ist, ob man jetzt zuerst ganz gut in Grammatik wird und dann ganz gut im Wortschatz. Aber für dein Selbstbewusstsein und eine Motivation ist das schon ganz gut, dieses Grundgerüst zu haben, weil du dann diese Sprache halt im Zweifel ein bisschen schneller anwenden kannst und eine Untersuchung zum Sprachunterricht in der Schule hat eben auch gezeigt, dass der Unterricht, der sich eben darauf fokussiert hat, vor allem die Sprachkenntnisse anzuwenden und mehr ins Gespräch zu kommen, da war die Motivation der Schule in einfach höher, also das Sprechen ist einfach sehr, sehr wichtig, auch wenn wir um Vokabeln und Grammatik am Ende ganz nicht so drum rumkommen können. Kommt es denn auch darauf an, was ich für eine Art von Lerntyp bin? Ja, genau, also deswegen kann man das glaube ich gar nicht so pauschal sagen, wie man am besten anfängt, also wie so alle Lerntypen zum Beispiel, die Lern am besten übers aufschreiben und lesen uns von Informationen, dann gibt es aber auch auditive Lerntypen, die lernen sehr schnell, wenn sie aufmerksam zuhören, der helfen dann vielleicht auch höhe Bücher, Syrien und es gibt aber auch haptische Lerntypen, da gibt es dann darum, Dinge schnell selbst nachzumachen und eben instring zu kommen, also das ist einfach sehr individuell. Da muss man einfach schauen, was für ein selber am besten funktioniert. Eine Sache, die man aber vielleicht mal ausprobieren kann, ist die Wörter mit einer zusätzlichen Informationen zu verknüpfen. Also da gab es eine Studie, bei der die Teilnehmer dann eine Fantasiesprache lernen mussten, die es nicht wirklich gibt. Und die hat dann eben gezeigt, dass sie sich die Wörter besser merken konnten, wenn sie mit einer Bewegung oder einem Bild oder einem Geräusch gelernt wurden. Und jetzt? So, wir haben final geklärt. Und jeder kann in jedem Alter, wenn er oder sie möchte, die Motivation da ist, eine Sprache lernen, dauert vielleicht manchmal länger bei dem einen als bei dem anderen, aber generell geht das. Und es tut unseren Gehirn gut, hast du gesagt. Das heißt, eigentlich wäre es generelle gute Sache, wenn wir bis ins hohe Lebensalter neue Sprachen lernen, von unserer Gehirn bleibt aktiv, oder? Ja, es schadet auf jeden Fall nicht. Also Sprachenlernen hilft auch dabei, dass wir uns andere Sachen besser ermärken können. Das haben auch Forschungsarbeiten gezeigt. Und wenn wir uns gegenseitig besser verstehen, ist das für uns als Gesellschaft, würde ich sagen, auf jeden Fall ein Pluspunkt. Ja, man merkt das ja auch selber, wenn man in andere Länder reißt und man hat das Glück und spricht die Sprache, die begegnen ein Jahr da ganz anders, wenn man sich in der selben Sprache unterhalten kann, als wenn man es in der gemeinsamen Fremdsprache englisch versucht, oder so. Ja, es ist einfach ein ganz andere Verbindung, und es ist ja auch eine Wertschätzung, eine Sprache zu lernen, um andere Menschen zu verstehen. Und die Sprache existiert ja auch immer in so einem kulturellen Zusammenhang. Das hat auch Alfred Anwandern in unserem Frischärscher Gespräch noch mal gesagt. Wenn ich die Sprache richtig verstehen und lernen will, muss ich eben auch ein bisschen was über den Hintergrund und die Kultur mich für interessieren und das eben auch anschauen, weil die Sprache ist immer fast immer sehr, sehr eng mit kulturellen Denkweise dann auch verbunden. Das bedeutet aber je mehr ich über die Kultur weiß, deren Sprache ich gerade lerne, desto mehr kann mir das auch beim Lernen wirklich helfen. Ja, also die Kultur, der Kontext, in dem die Sprache stattfindet, das hat ja auch was mit den Wörtern zu tun, die verwendet werden. Also man merkt, dass ja auch zum Beispiel bei Sprichwörtern. Im Deutschen gibt es diese ganzen Sprichwörtern mit Senf und Wurst. Es geht um die Wurst. Das hat ja nichts mit Essen zu tun, meinst du. Also was man lernen muss man erstmal verstehen und auch dabei hilft eben dieser kulturelle Kontext total. Das kann eben einfach helfen, andere Sprachen besser zu verstehen. Also Sprache lernen als Erwachsener Mensch, das ist möglich und es lohnt sich vor allem richtig. Und übrigens, falls ihr unsere Quarks daily speziellfolge zu den KI-Übersetzung, falls ihr die noch nicht gehört habt, hört es euch mal gerne an, findet ihr bei Quarks.de Und bei YouTube haben Quarksreporter Matthias und Mars-Patholies. Ich versuchte innerhalb von zehn Stunden mit verschiedenen Methoden eine neue Sprache zu lernen. Könnte euch gerne anschauen. Danke, Theresa, dass du uns alles erklärt hast zum Sprache lernen ist eine neue Motivation. Jetzt auch in mir entstanden. Vielleicht arbeite auch ich mein Französisch-Trauma auf. Euch viel Spaß beim Sprachenlernen jeglicher Art, es lohnt sich. In diesem Sinne "Arivederci", "Revoir" sagen wir jetzt natürlich. Was kannst du noch? Kannst du noch? Gut bei, können wir bei? Ciao. Ich kann noch. Trotzdem. Tschüss. Tschüss. Bis bald. Gemacht vom WDR.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Kinder lernen Sprachen implizit durch tägliche Aussetzung, ohne bewusste Übung, was als Kind leichter möglich ist als als Erwachsener.
  2. Obwohl Erwachsene Sprachen lernen können, ist der Prozess komplexer und langsamer, da das Gehirn andere Aufgaben bewältigt und die natürliche Sprachumgebung fehlt.
  3. Forschung zeigt, dass Sprachenlernen das Gehirn verändert, je nach Veranlagung – es gibt individuelle Unterschiede bei der Geschwindigkeit und Effizienz des Lernprozesses.

Summary:

Das Lernen von Sprachen als Kind erfolgt implizit durch ständige Aussetzung in der Umgebung, was für Kinder eine natürliche und nahezu mühelose Erfahrung ist. Als Erwachsener hingegen ist der Prozess komplexer: das Gehirn ist bereits mit anderen Aufgaben beschäftigt, und die spezifische Umgebung, die Kinder haben, fehlt. Dennoch zeigt wissenschaftliche Forschung deutlich, dass Erwachsene Sprachen lernen können – es ist nur aufwendiger und erfordert mehr Zeit und Motivation.

Studien belegen, dass das Gehirn bei Sprachenlernen strukturelle Veränderungen durchläuft, wobei bestimmte Areale stärker verbunden werden. Die Geschwindigkeit und Effizienz dieser Veränderungen hängen von der individuellen Veranlagung ab, nicht von einem „Grenzalter“. Obwohl es schwieriger ist, entwickelt sich ein flüssiger Sprachgebrauch nach mindestens drei Monaten regelmäßiger Übung.

Faktoren wie Motivation, soziale Interaktion und praktische Anwendung (z. B. durch Auslandsaufenthalte oder Tandem-Übungen) sind entscheidend.

Apps wie Duolingo können den Wortschatz unterstützen, aber können keine echten Gespräche ersetzen. Die Kombination aus digitalen Werkzeugen und menschlicher Interaktion – wie bei einem Tandem-Partner – ist besonders wirksam. Wichtig ist außerdem, dass Sprachenlernen nicht nur kognitiv, sondern auch kulturell bedeutet: ein Verständnis der Kultur hilft, Sprachverwendung und Aussprache besser zu erfassen.

Obwohl es schwieriger ist, ist Sprachenlernen im Erwachsenenalter nicht nur möglich, sondern auch vorteilhaft für Gehirn und soziale Verbindungen. Es fördert Kreativität, Verständnis und Zusammenarbeit und bleibt ein nutzbringendes, lebenslanges Aktivitätsfeld.

FAQs

Ja, es ist vollkommen möglich, eine Sprache als Erwachsener zu lernen. Das Gehirn verändert sich beim Lernen und kann neue Sprachen im Laufe der Zeit verankern.

Kinder lernen sprachlich implizit durch ständige Exposition – sie hören und wiederholen ohne bewusste Aufmerksamkeit. Als Erwachsener fehlt dieser natürliche Prozess, da wir andere Aufgaben im Leben haben und oft mehr geistige Ablenkung erleben.

Die sogenannte 'Critical Period Hypothesis' ist heute umstritten. Wissenschaftler zeigen, dass das Lernen nicht aufhört, aber der Erfolg abhängt von Motivation, Zeit und Umgebung – nicht von einem festen Alter.

Die Motivation ist ein entscheidender Faktor. Je mehr Sinn ein Lernprozess hat, desto eher bleibt man dabei. Beispielsweise können persönliche Beziehungen oder berufliche Chancen motivierend wirken.

Ja, es gibt Unterschiede. Diese entstehen durch genetische Veranlagung und die Art, wie das Gehirn Netzwerke bildet. Einige Menschen entwickeln sprachliche Verbindungen schneller als andere.

Effektiv ist eine Kombination aus echtem Sprachkontakt, wie Tandem-Partnern, und regelmäßiger Übung mit Apps. Auch kultureller Kontext hilft, die Sprache besser zu verstehen und zu nutzen.

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