System Empowering ist eine tiefgreifende Methode in der Paartherapie, die auf der Fundamentebene arbeitet – dort, wo grundlegende Bedürfnisse, Zugehörigkeit und Anerkennung verletzt werden. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, die auf Verhalten oder zukünftige Lösungen abzielen, geht die Methode auf positivere Erinnerungen zurück, wo es in der Beziehung mal gut war. So wird das Fundament stabilisiert, bevor an der Beziehungsebene gearbeitet wird. Verletzungen werden nicht durch Entschuldigungen aufgeklärt, sondern durch die Anerkennung der Wut und die Wiederherstellung der ersten Verletzung aufgebaut. Der Fokus liegt auf dem Vermeiden von Leid, indem man nicht in die Vergangenheit fällt, sondern die erste Verletzung identifiziert und dort beginnt, sie zu lösen. Zudem wird berücksichtigt, dass viele Verletzungen aus frühen, oft unbewussten Beziehungen stammen, insbesondere aus der Elternfamilie. Dadurch wird die Methode nicht nur auf das Paar, sondern auf das gesamte System der Beziehungen abgestimmt. Dieter betont, dass die Vision darin besteht, dass Menschen in Zukunft leidfrei leben können, ohne Angst, was zu mehr Vertrauen, Freude und Frieden führt. Die Methode bietet somit eine nachhaltige, emotionale und strukturelle Rückgrat für eine gesunde, glückliche Partnerschaft.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Lebens-Ear-Listen.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches aus Neumünster und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine harmonische und glückliche Beziehung.
Heute wollen wir mal unsere Methodik näher beleuchten und mit euch gemeinsam schauen,
warum System Empowering als Methodik für Paartherapie super geeignet ist
und warum euch das hilft, aus der Krise hinauszukommen.
Dafür wollen wir gerne Dieter und Jan bei uns begrüßen.
Hallo, mein Name ist Dieter.
Hi, ich bin Jan.
Genau, die beiden sind vom Hans-Seat-Hüsten-Institut, dort wo wir unsere Ausbildung gemacht haben.
Einfach so, dass ihr euch mal vorstellt, also warum auch.
Wir haben gerade schon einen Podcast für euren Kanal gemacht, deswegen auch.
Stellt euch doch gerne mal vor, wer seid ihr, was macht ihr und ja.
Ja, also ich bin Dieter und ich bin immer überlegen, was ich dann so erzähle beim Vorstellen.
Genau.
Also wenn ich so meine Geschichte angucke, ich bin auf dem Bauernhof groß geworden,
habe dann Physik studiert, dann promoviert.
Und habe dann aber festgestellt, das ist doch nicht so ganz mein Ding.
Und habe dann angefangen, meine eigenen Themen zu erarbeiten.
Also Konflikte in der Beziehung, aber auch eigene Themen wie Ängste abarbeiten.
Und dazu habe ich dann NLP gelernt und viele andere Sachen, Aufstellungsarbeit, Supervision.
Und habe dann immer alles auf mich selbst angewendet und geguckt, was hilft mir und was hilft nicht.
Und die Sachen, die mir geholfen haben, habe ich weiterentwickelt.
Und irgendwann ist dann das System Empowering.
Und daraus entstanden.
Genau, mein Name ist Jan.
Ich bin hauptberuflich noch Marienoffizier und habe Dieter vor fünfeinhalb Jahren über einen Freund kennengelernt,
der auch hier gearbeitet hat im Hans-Ehrtischen-Institut.
Und habe damals im Rahmen meiner Offizier-Ausbildung Psychologie studiert.
Und während des Studiums habe ich schon sehr mit dem Gedanken geliebäugelt,
nach meiner Bundeswehrzeit Psychotherapeut zu werden.
Weil das wollte ich auch vor der Bundeswehr schon.
Nun hat das mit dem NC und so nicht geklappt,
da ich in Amerika zur Schule gegangen bin und kein vergleichbares Abitur aufweisen konnte.
Und es gab eigentlich nur Probleme.
Deswegen habe ich mich dann für die Bundeswehr entschieden,
weil ich auch aus einer Soldatenfamilie komme.
Und dann während des Studiums habe ich, wie gesagt, Dieter kennengelernt.
Und eine Methode kennengelernt oder ein Berufsfeld kennenlernen dürfen,
für die man nicht noch mal nach dem Studium jahrelang in die Ausbildung gehen kann,
um dann dieser Tätigkeit nachzukommen.
Sondern ich konnte quasi neben meinem Studium die Ausbildung machen
und dann währenddessen schon Coachings geben und mich in Mediationen beüben.
Und mittlerweile arbeite ich nebenberuflich in dem Hans-Ehrtischen-Institut als Coach und Mediator.
Und langfristig ist das auch mein Ziel, das zu meinem Hauptberuf machen zu können.
Ja, schön, dass ihr beiden heute da seid.
Das hat uns sehr gefreut.
Ja, Dieter ist ja nun unser Ausbilder.
Es ist sehr spannend, so seine Sicht mal zu sehen.
Also Dieter, deswegen starten wir gleich mit unserer ersten Frage.
Warum glaubst du, ist System Empowering besonders so im Bereich Arbeit mit Paaren so erfolgreich?
Warum?
Also warum klappt das so gut?
Also es ist in vielen Bereichen sehr sinnvoll.
Also ich sage mal so meine Geschichte.
Also Konflikte in Partnerschaften, egal ob es jetzt privat ist oder beruflich,
habe ich damals so gelernt, Konflikte sind verunglückte Wünsche.
Und habe dann so das Eisbergmodell gesehen, Sachebene, Beziehungsebene.
Und habe dann so festgestellt, mit diesen Methoden kann man nicht grundlegende Konflikte auflösen.
Ja.
Und deswegen habe ich dann irgendwann gesagt, da macht es Sinn, noch eine dritte Ebene zu nehmen, Systemgesetz-Ebene.
Wo es eben um Anerkennung geht, wo es um Zugehörigkeit geht, wo es einfach um Grundbedürfnisse geht, die einfach gebraucht werden.
Und wenn man diese Konfliktursachen auflöst oder erstmal rausfindet und auflöst, also sich wirklich auf das Fundament konzentriert,
nämlich wo hat sich jemand ausgeschlossen gefühlt, wo hat sich jemand nicht respektiert gefühlt, wo war es ungerecht.
So, was ja in jeder Partnerschaft irgendwo passiert, dann ist man gleich an der Ursache.
Und alles andere, wenn ich mich nur um Verhalten kümmere, wenn ich nur sage, wir müssen anders kommunizieren, anders wünschen, sachlich probieren, irgendwelche Lösungen zu finden,
dann ist man nicht an der Ursache, nicht am Fundament.
Und wenn man das Fundament nicht hat, dann kann man keine Beziehung darauf aufbauen.
So, und deswegen. Oder ist es deswegen so erfolgreich, weil wir immer an die Ursache gehen?
Letztendlich Systemgesetze, so nennen wir die ja.
Und Systemempowering heißt eben auch, wir haben eine Methode, wie kann man dieses Fundament, wenn es Risse kriegt, wie kann man das wieder heile kriegen?
Und der weitere Punkt ist noch, auch alles Erfahrungssache, die ich so ausprobiert habe,
dass man Konflikte in Partnerschaften nicht. in der Gegenwart auflösen kann.
Also wenn da solche Sachen sind wie, da ist ganz viel Wut drin oder verletzte Gefühle, Ängste,
dann kann man in der Gegenwart nicht sagen, wie wollt ihr jetzt miteinander umgehen oder was ist euer Problem?
Das würde dann höchstens eskalieren oder die Leute rennen dann raus und gehen.
Und was auch nicht wirklich funktioniert ist, von da aus in die Zukunft zu gucken und zu sagen,
ja, wie wollen wir miteinander umgehen?
Vielleicht einige schon. so in den Teamentwicklungsprozess mitgemacht, freuen sich alle, weil jeder den gleichen Wunsch hat,
Vertrauen und Offenheit und so weiter, aber wird leider dann nicht umgesetzt.
Umso schlimmer ist es dann.
Also was es eben auch erfolgreich macht, ist, dass wir immer lösungsorientiert in die Vergangenheit gehen,
nämlich zu dem Punkt, wo es mal gut war oder gut genug.
Also wirklich raus aus diesem Leid und schlechten Gefühlen und in der Partnerschaft fragen wir dann zum Beispiel,
beim Kennenlernen war es da mal gut.
Die meisten würden sagen, ja, ist auch nicht immer gegeben, aber viele sagen dann, ja, beim Kennenlernen war es gut.
Außer wenn die schon in der Partnerschaft waren und haben sich dann während der Partnerschaft schon kennengelernt
und sind im Prinzip da, dann war es auch schon nicht gut, nicht wirklich.
Aber das sind so die zwei Hauptsachen.
Wir gehen immer dahin, wo es mal gut war und starten von da aus.
Wo war dann die erste Sache?
Das ist das Fundamentenknacks.
Und das zweite ist, wir kümmern uns erstmal ums Fundament.
Und wenn das Fundament wieder heile ist, dann gucken wir uns die Beziehung an, die Sachebene und klären die Sachen auf Verhaltensebene, was dann gebraucht wird.
Ja, viele Menschen haben ja immer noch Paartherapie, Paarcoaching gegenüber, so Klischees im Kopf, Glaubenssätze,
dass sie denken, okay, da sitzt jetzt eine dritte Person und die beurteilt das und da werde ich sowieso wieder der Schuldige sein.
Oder dass sie auch denken, dass da irgendwelche ganz abstrusen Körperübungen gemacht werden und dass sie sich einfach nicht wohlfühlen.
Wie ist so deine Erfahrung, wie Menschen, also wie Paare auf Systemempowering reagieren, wenn sie so merken, da sind andere Grundsätze im Vordergrund?
Also das, was so als Feedback kommt, ist so, dass sie sagen, das gab es in der, wo die waren, in Paartherapie oder Paarberatung oder so, gab es nicht.
Die sind im Blick aufs Fundament, so auf diese Grundlagen, auch nicht diesen Blick dahin, wo war es noch gut.
Also die einen berichten eher, da geht es eher darum, neues Verhalten zu lernen, dass man seine Wünsche besser ausspricht,
dass man sagt, wir müssen uns Termine abmachen, so eher auf Verhaltensebene, was ja auch sinnvoll ist.
Nur wenn es auf der Fundamentsebene Probleme gibt, dann reicht das nicht aus.
Und bei anderen ist es auch so, dass sie sagen, gerade bei der Therapie, dass die oft ins Leid, also schon zurückgehen, aber ins Leid gehen und sagen,
ja, wo hast du das schon mal erlebt oder wie ist es vielleicht in deiner eigenen Ursprungsfamilie und dann hängen die eher im Leid drin.
Und unser Ziel ist ja immer, Leid zu vermeiden, also das sind so die beiden Hauptsachen, wo die Leute dann sagen, ja, das ist der große Unterschied.
Das finde ich einen sehr spannenden Punkt, Leid vermeiden in Kombination mit viel Wirkung und nachhaltig Wirkung machen.
Vielleicht kannst du greifbar machen, was es heißt, Leid zu vermeiden, also wie kann ich denn eine Verletzung lösen, ohne dass ich dabei leide, also ins Leid gehe.
Was ist der Unterschied?
Also erstmal so, was heißt Leid?
Also Leid heißt für mich, wenn jemand. sich schlecht fühlt.
Zum Beispiel Angst hat, Bauchweh hat deswegen oder in der Trauer drin hängt oder voller Wut steckt und die aber nicht los wird.
Das heißt für mich letztendlich Leid.
Und Leid vermeiden heißt eben nicht jemand, wenn er sagt, ich habe ein prägendes Erlebnis.
Also nehmen wir mal an, Frau oder Mann ist fremdgegangen.
Die Person findet das raus, hat das vorher nicht geahnt und fühlt sich total schlecht, hängt die Person ins Leid.
Und wenn ich die jetzt da wieder reinschicke, weil ich sage, erinnere dich mal an diesen Tag, wie war es denn da und so,
dann wird die Person sich genauso schlecht fühlen, wie es vorher war.
Und Leid vermeiden heißt für uns letztendlich, die Person dahin zu schicken, wo es noch gut war.
Und wenn die jetzt sagen würde, ja in der Partnerschaft war es mal gut, so haben wir uns kennengelernt,
dann bringen wir sie davor, dann ist sie nicht mehr im Leid und von da aus fangen wir an,
um zu gucken, wo gab es die erste Kleinigkeit, wo die Eskalation dann anfing.
Weil wenn jemand, wenn eine Person in der Partnerschaft fremd geht, passiert das ja nicht,
bis dahin war alles gut und auf einmal macht es bumm, sondern es ist ja schleichend irgendwie schlechter geworden.
Das kann sein, wenn zum Beispiel ein Kind dazu kommt, das erste Kind oder das zweite Kind,
dass die Partnerschaft dann auf Probe gestellt wird, das neue System,
sich zu Recht ruckeln muss und wenn, sagen wir mal angenommen, die Frau sich ganz doll ums Kind kümmert
und der Mann fühlt sich da irgendwie ausgeschlossen und nicht mehr genügend gesehen oder so,
dann fangen da die ersten Sachen an, so dass die sich auseinander bewegen
und dann kann es dazu führen, dass der Mann sich irgendwie vielleicht mal eine neue Frau sucht.
Weil er aber vorher selbst verletzt wurde, also das ist dann im Prinzip so eine Eskalationsschleife
und das ist dann so ein bisschen so ein bisschen so ein bisschen so ein bisschen so ein bisschen so.
Also so ein typisches Beispiel, der Mann, bevor er mit seiner Freundin oder Frau zusammenkommt,
ist, sagen wir mal, immer hier nach St. Pauli vom Fußball, jeden Samstag oder jeden zweiten Samstag,
kommt mit seiner Freundin zusammen und sagt der, ja, nächstes Mal sind ja die Kumpels wieder da, gehe ich hin.
Und die wird dann vielleicht in dem Moment ganz kurz so einen Stich fühlen, weil sie denkt, wieso, wir sind doch jetzt das Paar.
Aber dann setzt sofort der Kopf ein und sagt, nee, nee, die waren ja viel früher da und wir können ja nicht nur alles zusammen machen,
also da muss er schon hingehen.
Trotzdem war es ein ganz kurzer Moment, wo das Fundament einen Knacks gekriegt hat.
Weil die dann aber sofort denkt, nee, muss er machen oder so, ist es normalerweise gleich wieder zugedeckelt.
Und das kann aber sein, dass in der Woche drauf die Freundin dann irgendwie dem Freund sagt,
ja, ich habe mich jetzt für Freitagabend mit meinen Freundinnen verabredet.
So, das macht dann bei dem Freund vielleicht zum ersten Mal so ein Kluck-Gefühl.
Was ist denn hier?
Und das sind so die typischen Sachen, wo das anfängt in der Partnerschaft, dass die das gar nicht merken, ohne Absicht passiert.
Und trotzdem hängt es drin.
Und dann fängt das an, dann irgendwie weiter zu eskalieren.
Und dann Leid vermeiden heißt eben auch, dass die das Handwerkszeug lernen, wie kann man solche Sachen auflösen.
Weil wenn ich mich dann entschuldige.
Zum Beispiel.
Funktionieren nicht.
Erzeugt höchstens mehr Leid.
Also wir haben schon oft Leute gehabt, die sagen, haben wir schon probiert.
Ich habe mich schon hundertmal entschuldigt.
Trotzdem nicht funktioniert.
Also da geht es auch darum, das sprachlich richtig zu machen.
Und die Auflösung ist dann, wenn die jetzt bei uns wären oder bei euch, zu sagen, wo war es noch gut.
Dass beide das Gefühl haben, jo, da ist es noch gut.
Und dann geht man mit dem guten Gefühl von da aus.
Und sagt so, wann war das allererste Mal, wo es nicht mehr so richtig gut war.
Und dann kann es eben sein, dass die Frau sagt, das war eine Kleinigkeit.
Aber wo du gesagt hast, du gehst mit deinen Kumpels da zum Fußball.
Da hat es so ein ganz bisschen bei mir ein schlechtes Gefühl gemacht.
Und dann gucken wir immer, kann.
Und da sind wir beim Leid.
Weil dann sagt die Frau ja zum Beispiel, das hat so ein bisschen gepikst oder war ein bisschen traumatisiert.
Und dann kann der Mann aber sagen, das ist das Normale, was dann passiert.
Dass er sagt, das war nicht meine Absicht, das wollte ich nicht.
Und hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich mich anders verhalten.
Und wir überprüfen dann immer, glaubt die Frau ihm das?
Wenn es das allererste Mal wird, wird sie normalerweise sagen, ja klar, glaube ich dem.
Dann löst sich die schlechte Gefühle auf.
Und wenn er dann auch noch sagen kann, du bist zu recht wütend auf mich, her damit.
Löst sich die Wut auch noch auf.
Und so lösen wir die ersten. Das erste kleine Leid auf.
Und von da aus gehen wir weiter und sagen, ja okay, wenn dieses erste Leid aufgelöst ist bei der Frau,
hätte die dann zurückverletzt.
Und dann sagt die normalerweise, nö, dann hätte ich an dem Freitagabend auch nicht einfach gesagt,
ich gehe mit meinen Freundinnen los.
Und wenn beide sich das vorstellen können, dann kann man da die Verletzung bei dem Mann auflösen.
Weil da haben sich ja nur die Rollen getauscht.
Ja, das berichten auch viele Paare immer.
Dass sie das sehr als eine Art schon Erleichterung empfinden.
Einmal diesen Stein gefunden zu haben, der alles ins Rollen gebracht hat.
Also das Gefühl zu haben, okay, jetzt ist ja in der Methodik, finde ich das Besondere,
dass es ja so ein bisschen, also lösungsorientiert, auch rational ist.
In dem Sinne, dass man sehen kann, wann war es mal gut und von da nach vorne geht.
Und viele Paare dann sagen, okay, wie du schon sagst, es ist ja eine positive Absicht.
Also gar nicht bewusst häufig, dass wir den anderen verletzen.
Und gerade wenn ein anderer das auch nicht ausspricht.
Und mir keine Rückmeldung gibt, Mensch, das hat mich verletzt.
Bleibt das häufig so stehen, dass keiner das weiß.
Und wenn dann rückblickend geguckt wird und gesagt wird, okay,
das hat also jetzt unsere Konfliktspirale so in Gang gesetzt.
Und wir sehen am Ende ja nur die Wirkung.
Ist das manchmal auch eine Erleichterung, wenn man so die Geschichte einmal überblicken kann.
Ja, das ist dann so wie Dominosteine.
Genau.
Wo ist der erste Dominostein umgefallen?
Ja.
Und dann kann man sich vorstellen, wenn man nicht den ersten Dominostein findet,
sondern irgendwo zwischendrin probiert, den Dominostein wieder hinzustellen,
kommen ja alle Dominosteine, die schon umgefallen sind, und hauen das wieder um.
Ein wichtiger Aspekt aus meiner eigenen Arbeit, finde ich, der auch Paare betrifft,
ist ja, man löst ja auch Sachen auf, die nicht unbedingt in der eigenen Partnerschaft
oder in der aktuellen Partnerschaft entstanden sind,
sondern man guckt ja eventuell auch auf andere vergangene Partnerschaften,
die man hatte, wo man vielleicht Lasten mit rübergenommen hat,
oder Verletzungen mit in die neue Beziehung mit reingebracht hat.
Und das habe ich am eigenen Leibe erfahren dürfen.
Und das war auch so eine Sache, wo ich gedacht habe, boah, das war eigentlich in dem Moment so
belanglos, dass ich da erst ein paar Jahre später drauf gekommen bin, dass das tatsächlich ein
Auslöser war, wie so ein Schmetterling, der seine Flügel geschlagen hat, und dann zwei Jahre später
ist da eine Bombe explodiert aufgrund dessen. Und das war, als ich meine Ex-Partnerin Kenke
kennengelernt habe, wirklich in den ersten paar Wochen des Kennenlernens mit der rosa-roten Brille
auf, da war ich noch im Studium, hatte noch eineinhalb Jahre Studium. Und danach war das so,
ich wusste noch nicht, wo der Weg für mich hingeht, in der Marine, ob es jetzt die Seefahrt wird,
ob es jetzt doch eine Landdienststelle wird oder sowas, also von bis. Und das bedeutet natürlich
auch Abwesendheitszeiten von bis. Das ist natürlich nicht so schön für eine Beziehung. Und da möchte
man ja am Anfang wissen, worauf man sich da einlässt. Na ja, da haben wir uns ein Eis geholt und auf den
Weg wieder nach Hause. Und dann haben wir uns dann wieder auf den Weg geholt. Und dann haben wir
uns dann wieder nach Hause beim Spazieren. Da hat sie mich gefragt, ja, was ist denn jetzt nach dem
Studium so? Was stellst du dir vor? Und ich habe gesagt, ja, weiß ich nicht. Ich kann mir vorstellen,
zur See zu fahren. Ich kann mir vorstellen, irgendwo eine Landdienststelle zu haben. Ich kann
mir vorstellen, mit dem Gewehr durch die Heide zu laufen. Keine Ahnung. Ja, was heißt denn das?
Wie lange bist du da weg? Na ja, wenn ich auf der Einheit zur See fahre, kann das schon mal
200 Tage plus im Jahr sein, im worst case. Wenn ich jetzt eine Landdienststelle habe,
dann bin ich halt irgendwo fest und muss eventuell pendeln, kann aber auch in Köln sein. Also
ich habe das halt relativ so, ja, locker gesagt, weil ich da auch, sage ich mal, selber gar nicht
noch den Wert erkannt habe hinter dieser Frage, weil das war ja noch eineinhalb Jahre in der
Zukunft. Na ja, und dann hat sie erwidert, ja, stimmt, ist ja auch erst noch ein bisschen hin.
Wer weiß, ob wir uns da überhaupt noch kennen. So, und da dachte ich mir so im ersten Moment so,
hm, okay, komisch. Aber hat mich schon irgendwie ein bisschen verletzt, so in dem, also in dem
Moment nicht so groß. Aber dann denkt man natürlich drüber nach. Ich habe es irgendwann abgehakt.
Aber losgelassen hat mich das dann nicht, bis ich in die nächste Beziehung gekommen bin und gemerkt
habe, irgendwie, irgendwie ist da was, was mich hindert, hier jetzt mich voll zu entfalten. Und
das ist genau dieses Ding, ist man zurückgegangen auf der Zeitlinie bis zu diesem Punkt. Und ich
dachte immer, dass ich der Verletzte wäre, also der Ursprungsverletzte, aber ich war der,
der es verursacht hat, die erste Verletzung. Genau, du hast für dich in positiver Absicht
gehandelt. Ich erzähle immer alle Variationen, die in meinem Kopf drin sind. Ja, richtig. Such dir einen,
Ja, genau, ganz genau.
Ganz lockerflockig mit einem schönen Sommertag und dann geschlendert und dann einfach erzählt, ohne zu wissen, was das auslöst.
Weil das ist ja die Sache, ich kenne ja das System, ich weiß ja, was da, sage ich mal, auf mich zukommen könnte.
Und in dem Moment, muss ich auch zugeben, war das ein Lifestyle, den ich auch sehr begrüßt habe,
weil das natürlich aufregend ist, als junger Mensch durch die Welt zu schippern.
Und ich habe das immer so betrachtet, auch wenn ich eine Pendelbeziehung habe,
naja, dann unter der Woche dreht halt jeder so sein Ding, fokussiert sich auf die Arbeit
und am Wochenende kann man halt den Fokus aufs Paar lenken.
Dass mein Gegenüber aber komplett anderer Meinung war und andere Erwartungen hat an eine Beziehung,
das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Ja, das haben wir wirklich auch, also beinahe auch sehr häufig mal, dass Paare da sitzen und überrascht sind,
wenn jemand eine Verletzung hervorbringt und sagt, okay, das hat mich verletzt.
Und der andere sagt, kann sich teilweise natürlich auch häufig gar nicht mal an die Situation erinnern.
Wenn es sehr weit zurückliegt, weil der, der verletzt, erinnert sich seltener an eine Situation,
als die Person natürlich, die verletzt worden ist.
Die kann sich häufig an ganz vieles erinnern.
Was hatte derjenige an? Welche Situation war das?
Ja, sehr aktuell.
Genau, das ist so richtig so im Kopf drin.
Und der andere sagt noch, also gerade wenn Menschen auch von sich aus ausgehen und sagen,
also mich hätte das jetzt nicht verletzt.
Das ist ja immer schon so, also kann ich mir gar nicht vorstellen deswegen.
Ja.
Ich würde gerne noch mal auf einen Detail von vorhin eingehen.
Dieter hatte erwähnt, dass es nicht funktioniert, in der Gegenwart zu arbeiten oder einfach in die Zukunft zu blicken.
Aber das ist durchaus ab und zu mal ein Wunsch, den Paare natürlich haben.
Diese Idee, ich hake jetzt einfach alles, was gewesen ist, ab und ab morgen geht es mir wieder gut.
Warum funktioniert das nicht?
Warum können wir nicht einfach einen Haken dran machen und sagen, ab morgen läuft alles anders?
Das hast du gerade selber gesagt.
Das hast du gerade gesagt.
Dass dann deine Klienten dann sagen, ich will mich nicht mit der Vergangenheit befassen.
Also nach vorne gucken und dann kommen auf einmal die ganzen Vorwürfe von der Vergangenheit wieder hoch.
Du hast das gemacht und das gemacht, weil das ist alles Vergangenheit.
Ja, das liegt daran, dass wenn die Systemgesetz-Ebene verletzt wird, wenn das Fundament angeknackst wird,
dass dann Basisgefühle entstehen.
Das heißt, es entstehen einfach schlechte Gefühle.
Es entstehen schlechte Gefühle, die unabhängig von meinem Denken entstanden sind.
Und die behalte ich dann immer in mir.
Ich kann probieren, darüber nicht nachzudenken oder einen Deckel draufzubasteln, aber die sind trotzdem permanent da.
Und wenn ich volle Angst stecke oder kein Vertrauen habe in den anderen Menschen,
dann kann ich natürlich sagen, ich mache da einen Deckel drauf und ich will jetzt von vorne wieder anfangen.
Ich will jetzt wieder Vertrauen haben oder so.
Aber ich denke, das hat jeder schon mal ausprobiert.
Dass das nicht funktioniert.
Dies zu sagen, ich will mich nicht um die Vergangenheit kümmern, kann ich voll verstehen.
Weil wenn ich mich dann ins Leid bewegen soll oder ich habe das schon hundertmal probiert und es hat nichts gebracht,
dass ich dann probiere, da einen Deckel draufzumachen, ist auch verständlich.
Aber das sind die Erfahrungen.
Wenn es um tiefer liegende Gefühle, verletzte Gefühle geht, geht es nicht.
Das war ja eben auch der Weg dahin zu gucken.
Wo kann man anfangen?
Immer dahin zu gehen, wo war es noch gut genug.
Vielen fällt tatsächlich schwer, den Unterschied festzustellen.
Da haben wir jetzt schon dreimal drüber gesprochen.
Da habe ich schon dreimal gesagt, das tut mir leid, dass ich dich da verletzt habe.
Und die können sich da nicht vorstellen, dass wenn man da jetzt nochmal hingeht
und da jetzt auf eine andere Art und Weise etwas macht, dass das dann auf einmal gehen soll.
Was würdest du sagen, woran liegt das, dass das auf einmal geht,
wenn jemand schon siebenmal zu seinem Partner gesagt hat,
das tut mir leid, dass ich dich in der Situation verletzt habe und das bei dem trotzdem nie angekommen ist?
Das kann verschiedenste Gründe haben.
Das eine ist, wenn die sich entschuldigen, macht ja ein Unterschied,
ob man das Leid sieht und zu seinem Verhalten steht.
Dann ist oft ein Grund, wenn die sagen, es tut mir leid,
dass dann trotzdem die Rechtfertigung. dass dann trotzdem die Rechtfertigung kommt, wieso sie nicht anders handeln konnten.
Das löst aber auch kein schlechtes Gefühl auf.
Und ein dritter Punkt ist, dass die Wut, die entstanden ist bei der verletzten Person,
auch aufgelöst werden muss.
Das heißt, wenn man nur das Leid anerkennt und sagt, ich wollte dich nicht da verletzen, es tut mir leid.
Und dann aber die Wut, die entstanden ist, nicht ausgeglichen wird,
also dass man dann sagen kann, du bist so recht wütend auf mich, her damit.
Dann ist die Verletzung auch nicht wirklich aufgelöst.
Und wenn jemand nur dann sagt, ja, ich wollte dich wirklich nicht verletzen,
ich konnte nicht anders, ich habe das nur gemacht, weil. Dann löst sie sich auch nicht auf, weil ich will ja natürlich wissen. Oder ich brauche natürlich, dass dieses Verhalten nicht nochmal passiert.
Und deswegen fragen wir ja auch, wenn du vorher gewusst hättest,
dass dein Verhalten dieses schlechte Gefühl macht, was hättest du dann anders gemacht?
Also es gibt genügend Gründe.
Und oft ist es auch so, dass es gar nicht die erste Verletzung ist.
Dass man die ersten Kleinigkeiten gar nicht mehr so im Sinn hat.
Und wenn man auf die Suche geht, wo war denn die erste Verletzung,
findet man diese ganz kleinen gar nicht, sondern ist gleich schon bei den dickeren.
Und die lassen sich auch nicht auflösen,
weil die ja schon wieder eine Folge sind von allen Verletzungen davor.
Also verschiedenste Gründe.
Okay.
Darauf wollte ich eigentlich auch hinaus dann, weil letztendlich viele dann glauben,
warum soll ich jetzt diesen Weg nochmal probieren?
Ich habe doch schon so vieles gemacht.
Und da dann einfach die Zuversicht fehlt, dass das überhaupt wirklich funktionieren kann,
verletzte Gefühle nachhaltig zu lösen,
weil man doch immer wieder im Coaching immer wieder Menschen trifft,
die das noch nicht erlebt haben, die das nicht kennen,
dass sich ein Gefühl, zumindest nicht bewusst kennen,
dass sich ein Gefühl nachhaltig auflöst.
Ja.
Und was natürlich auch zum System-Empowering gehört,
ist, dass wir das System jetzt auch größer machen als nur ein Paar.
Dass wir eben gucken, gibt es noch andere Verursacher,
die Ursprungsfamilie, die eigenen Eltern, Großeltern, alle gehören dazu.
Weil wir oft ja das Gleiche wieder erleben, was unsere Eltern schon erlebt haben.
Nicht umsonst sagt man so, Eltern waren Entscheidungskinder,
jetzt die eigenen Kinder auch wieder.
Also als wenn das so vererbt werden würde.
Also hat ja nicht nur mit Vorbildern zu tun, sondern auch wie viel Power kriege ich mit
oder wie viel Ängste und Leid bekomme ich mit.
Und so suchen sich typischerweise auch Paare.
Ja.
Das ist dann oft der Grund, wo wir dann sagen, ja einerseits Beziehungsebene ganz gut, gut genug.
Aber so auf System-Selbsebene, wenn ich jetzt von meinen Eltern schon Ängste mit reinbringe,
dann stecken die in so einer Beziehung drin.
Das kann dann Eifersucht machen oder dass man sich eher zurückzieht oder solche Dinge.
Und die kann man dann zu zweit erstmal gar nicht so auflösen,
sondern dann muss man erstmal die Themen auflösen,
die davor schon in der Einzelperson drin stecken.
Ja, jeder bringt so sein eigenes Fundament in die Beziehung quasi mit hinein
und man baut dann ein Doppelhaus irgendwie zusammen,
was dann nur so stabil ist wie jedes einzelne Fundament.
Genau, wenn das auf dem Moor gebaut ist.
Ja.
Jan hat ja auch berichtet von der Ex-Partnerin, die dann einfach was mitbringt so für dich im Inneren.
Da ist vielleicht nochmal ganz wichtig, dass man weiß,
du hast wahrscheinlich das mit deiner Ex-Partnerin nicht real nochmal gelöst, sondern innerlich gelöst.
Genau.
Ja, das reicht nämlich vollständig aus, das dann innerlich zu lösen
und so das Fundament dann stabiler zu gestalten.
Ja, hast du noch eine spannende Frage für heute?
Ja, ich habe noch die letzte Frage, Dieter.
Was würdest du dir wünschen?
So wie das in Zukunft sein soll.
Also würdest du dir wünschen, dass mehr Menschen ins Coaching gehen, um ihre Themen zu bearbeiten?
Klar.
Ja.
Ja, mein Antrieb ist wirklich Leid vermeiden, weil ich kenne Leid und wie sich das anfühlt
und habe dann über Jahre, Jahrzehnte Methoden entwickelt eben auf Systemempowering,
wie man solche Ängste und Konflikte und Leid auflösen kann.
Und das ist mein Antrieb.
meine Vision, dass das in die Welt geht und die Menschen leidfrei leben können, ohne Angst.
Und wenn Angst und Leid und Wut und diese Sachen weg sind, dann kommt automatisch mehr Power, Urvertrauen, Freude, Glück.
Und die Menschen würden anders miteinander umgehen, untereinander, mit der Natur, mit der Umwelt.
Also das ist für mich so die Grundlage für meine große Vision wie Frieden und Gerechtigkeit.
Und so, weil da muss jeder bei sich anfangen und in der Familie anfangen und das wieder an seine Kinder weitergeben.
Aber das Neue, genau.
Vielen Dank, ihr beiden, für die Einblicke in das System Empowering, in eure Methodik und in das Hanseatische Institut.
Ja, danke. Immer wieder gerne.
Ja, wir hoffen, dir als Zuhörer oder Zuhörerin hat das geholfen.
Und trägt.
Und trägt vielleicht dazu bei, zu verstehen, wie wir arbeiten und dass wir vielleicht nicht so die ganz klassischen Paartherapeuten sind,
sondern dass das schon eine. sehr spannende, nachhaltige Methodik ist, die wir
einsetzen, die auch dann, wenn
du schon vieles probiert hast, dir
helfen kann, emotionale Konflikte
und Verletzungen zu lösen.
Genau. Ansonsten
freuen wir uns immer, wenn ihr
ein Abo da lasst
oder Kommentare schreibt
und wir etwas Feedback von euch
bekommen.
Bis bald. Bis dann.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
System Empowering ist erfolgreich, weil es auf der Systemgesetz-Ebene arbeitet, indem es die grundlegenden Bedürfnisse und das Gefühl der Zugehörigkeit berücksichtigt.
Konflikte entstehen nicht im Moment, sondern durch schleichende Verletzungen, die sich an der Fundamentebene manifestieren und zu einer Eskalationskette führen.
Anstatt in der Gegenwart zu arbeiten oder zukünftige Lösungen zu versprechen, geht die Methode auf positive Erinnerungen zurück, wo es mal gut war, um das Fundament zu stabilisieren.
Leid wird vermeidet, indem man nicht in die Vergangenheit zurückkehrt, um Verletzungen zu reproduzieren, sondern die erste Verletzung identifiziert und dort beginnt, sie zu auflösen.
Verletzungen werden nicht durch Entschuldigungen, sondern durch Anerkennung der Wut und die klare Wiederherstellung der Beziehung auf der Fundamentebene aufgelöst.
Die Methode erkennt, dass Verletzungen oft aus vergangenen Beziehungen stammen und daher auf die Ursprungsfamilie und frühe Erfahrungen abgebildet werden.
Die Kombination aus lösungsorientierter Perspektive und tieferer emotionaler Verarbeitung schafft nachhaltige Wirkung ohne, dass die Beteiligten in Leid zurückfallen.
Der Wunsch von Dieter ist, dass mehr Menschen auf System Empowering setzen, um leidfreie, gesunde und vertrauensvolle Beziehungen zu ermöglichen.
Summary:
System Empowering ist eine tiefgreifende Methode in der Paartherapie, die auf der Fundamentebene arbeitet – dort, wo grundlegende Bedürfnisse, Zugehörigkeit und Anerkennung verletzt werden. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, die auf Verhalten oder zukünftige Lösungen abzielen, geht die Methode auf positivere Erinnerungen zurück, wo es in der Beziehung mal gut war. So wird das Fundament stabilisiert, bevor an der Beziehungsebene gearbeitet wird.
Verletzungen werden nicht durch Entschuldigungen aufgeklärt, sondern durch die Anerkennung der Wut und die Wiederherstellung der ersten Verletzung aufgebaut. Der Fokus liegt auf dem Vermeiden von Leid, indem man nicht in die Vergangenheit fällt, sondern die erste Verletzung identifiziert und dort beginnt, sie zu lösen. Zudem wird berücksichtigt, dass viele Verletzungen aus frühen, oft unbewussten Beziehungen stammen, insbesondere aus der Elternfamilie.
Dadurch wird die Methode nicht nur auf das Paar, sondern auf das gesamte System der Beziehungen abgestimmt. Dieter betont, dass die Vision darin besteht, dass Menschen in Zukunft leidfrei leben können, ohne Angst, was zu mehr Vertrauen, Freude und Frieden führt. Die Methode bietet somit eine nachhaltige, emotionale und strukturelle Rückgrat für eine gesunde, glückliche Partnerschaft.
FAQs
Weil es auf der Grundlage von Systemgesetzen arbeitet, die grundlegende Bedürfnisse wie Anerkennung und Zugehörigkeit berücksichtigen. Es löst Konflikte nicht nur auf Verhaltensebene, sondern geht auf die Ursache zurück, wo sich ein Gefühl der Ausgeschlossenheit oder Ungerechtigkeit entwickelt hat.
Anstatt in der Gegenwart zu arbeiten oder zurückzugehen, führt die Methode zu Momenten, wo es mal gut war. Diese positiven Erinnerungen dienen als Fundament, um verletzte Gefühle aufzulösen, ohne dass die betroffene Person erneut leidet.
Weil tiefe Verletzungen unabhängig von Gedanken existieren. Wenn das Fundament beschädigt ist, bleiben schlechte Gefühle wie Angst oder Wut im Inneren, und ein simples 'Neubeginnen' führt nicht zu einer dauerhaften Lösung.
Durch das Erinnern an einen früheren, positiven Moment und die Rückfrage, wo das erste „Knacken“ der Beziehung stattfand. Beide Partner werden gefragt, was sie damals fühlten und wie sie es anders machen würden, wenn sie es vorher gewusst hätten.
Weil oft die betroffene Person sich an die Situation erinnert, während der andere nicht mehr weiß, was damals passiert ist. Die Erinnerung ist oft verankert in der eigenen Wahrnehmung, nicht in der des anderen.
Jeder bringt mit sich Ängste oder Erlebnisse aus der eigenen Familie mit. Wenn diese nicht verarbeitet wurden, können sie in der Partnerschaft zu Konflikten wie Eifersucht oder Rückzug führen und müssen vorher aufgelöst werden.
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