Paartherapie alleine? Was sie wirklich bringen kann und warum es gemeinsam oft wirksamer ist #287
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In einer beiderseitigen Krise ist es oft schwierig, wenn nur ein Partner auf den Weg zur Paartherapie geht, da dies zu Absonderung, Unverständnis und zunehmender Spannung führt. Beide Partner leiden, wenn einander das Gefühl der Verantwortung und des gemeinsamen Fundaments fehlt. Die Wirkung von Paartherapie ist nur dann wirksam, wenn beide aktiv an der Veränderung teilnehmen und ihre Gefühle – wie Wut, Angst oder Leid – offen teilen. Einzelcoaching kann als Einstieg dienen, aber nur, wenn es transparent ist und den Partner nicht ausgrenzt. Es ist entscheidend, dass jeder Partner seine eigene Krise anspricht und die negativen Folgen, wie Trennung oder Scham, offen diskutiert. Die richtige Wahl der Therapeutin – basierend auf Sympathie, Erfahrung und Lebenssituation – spielt eine wichtige Rolle. Der Weg zum Heilen beginnt mit der Wertschätzung des anderen Leids und dem Respekt vor den gemeinsamen Basisgefühl. Mit Tools wie dem Öko-Check kann das Gute im Moment erkannt und durch konkrete Handlungen gefestigt werden. Der entscheidende Schritt ist die klare, empathische Kommunikation über den eigenen Zustand und die gemeinsame Suche nach einem stabilen, dauerhaften Ausgleich.
Wenn zwei Menschen in einer Krise sind und eine Person möchte sich nur auf den Weg machen, dann ist es halt schwierig.
Einer läuft vor, der andere bleibt stehen, macht immer ein ungutes Gefühl.
Ich kann mit dir darüber nicht sprechen, ich sehe, du leidest, ich merke, ich selber gehe auch daran kaputt.
Und die Konflikte werden immer heftiger.
Und da stellen sich ja bei vielen Menschen auch die ersten Fragen, wenn so die Hoffnung schwindet, dass man sagt,
wenn wir keine Lösung finden, was ist dann?
Wenn ich das Gefühl habe, die Beziehung ist okay und du sagst, du fühlst dich voll in der Krise, das ist alles nicht gut,
dann bin ich automatisch mit in der Krise.
Ich kann nicht sagen, aber für mich ist alles gut, das ist dein Problem, ich bin immer mit drin.
Wir sind jetzt an so einem Notfallpunkt angekommen, wir brauchen eine Veränderung
und irgendwann ist das Leid bei mir so groß, dass ich das nicht mehr halten kann und möchte
und dann wären die natürlichen Konsequenzen vielleicht, dass ich mich trennen muss.
In dieser Folge wollen wir darüber sprechen,
welche Wirkung eine Paartherapie alleine wirklich zeigen kann
und wie ihr euren Partner für diesen wichtigen Schritt begeistern könnt.
Wir haben in den letzten Jahren viele Paare begleitet, die genau an diesem Punkt standen.
Einer kämpft, der andere blockiert und beide fühlen sich irgendwie machtlos.
Ihr seid im Podcast der Lebensidealisten gelandet, mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Das klingt echt gut.
Das klingt echt gut.
Wenn wir ja erstmal vom Grund auf komisch eine Paartherapie alleine machen,
ist jetzt auch nicht das, was wir in erster Linie empfehlen würden.
Genau, weil, wie du schon sagst, Paartherapie, da steckt ja auch Paar drin,
also dass man als Paar sich verändern möchte und wenn einer das alleine macht,
dann ist das halt was ganz anderes.
Ich musste, als ich den Titel nochmal gelesen habe, so an die Situation denken,
dass ich vor zwei Wochen bei einer Ernährungsberatung für unseren Sohn war,
um mir ein paar Impulse zu holen, wie wir das Gemüse noch so ein bisschen mehr fördern können.
Und da war ich ja alleine und habe das Wissen mitgebracht und habe das in der Familie sozusagen ausgebreitet.
Und das fühlte sich okay an.
Das war in Ordnung, das haben wir vorher abgesprochen, dass wir beide nicht an den Terminen teilnehmen müssen.
Aber wenn jetzt so etwas wie Paartherapie, also wenn es jetzt um uns gehen würde,
dass wir beide an uns arbeiten möchten, dann werden wir beide auch sozusagen gebraucht,
weil ich ja nicht genau weiß, was dein Blickwinkel dazu ist, wie deine Gefühle vor allen Dingen sind.
Es geht ja auch viel um Gefühle.
Bei Ernährungsberatung geht es nicht um Gefühle, dann ging es jetzt bei diesem Fall um etwas Praktisches.
Und da ist es wichtig auch, dass man die Priorität halt setzt und sagt,
wir beiden möchten ja eine Veränderung und dazu werden wir beide auch gebraucht.
Darüber sind sich ja meistens beide einig, dass beide eine Veränderung möchten.
Und manchmal natürlich unterschiedlich in der Ausprägung.
Der eine verspürt mehr Leid als der andere sicherlich.
Aber Uneinigkeit besteht ja meistens in dem Weg.
Häufig ja der eine dann sagt, ich möchte niemanden Externes dazuholen.
Dann spielen so Glaubenssätze damit rein.
Wie soll uns jemand Fremdes in unserer Beziehung helfen?
Das können wir nur selbst.
Und dann ist das so, dass der eine gerne was tun möchte und das Gefühl hat,
das schaffen wir allein nicht mehr.
Und der andere, der ist noch nicht so weit, kann das noch nicht so sehen, braucht andere Wege.
Und da ist dann ja die Frage, was macht man jetzt, wenn man so dasteht?
Also zunächst mal ist es gut, dass beide schon mal darüber gesprochen haben.
Und wenn man jetzt das zusammen nicht hinbekommt,
also zusammen da keinen Weg gerade zu finden ist,
wir können gleich mal drüber philosophieren, was man denn tun kann,
damit man vielleicht doch zusammen einen Weg findet.
Aber wenn es dann alleine sein sollte,
dann ist auf jeden Fall die offene Kommunikation darüber auch wieder ganz relevant.
Also nicht, dass einer heimlich sich dann ein Coaching bucht
und irgendwie versucht, dann Aspekte daraus in die Beziehung zu tragen,
sondern wirklich dann miteinander vereinbart zu sagen,
hey, wenn du nicht dabei sein möchtest, ist das denn für dich in Ordnung und stimmig?
Wenn ich für mich alleine etwas buche, was aber unsere Beziehung betrifft
und wo ich dann auch über unsere Beziehung spreche.
Genau, weil sonst sind wir im Ausschluss.
Auch schwierig, muss ich sagen, habe ich gerade überlegt, von der Verantwortung auch.
Weil es ist ja schon so, dass es so ein bisschen Einzelkämpfer-Modus ist.
Ich hole mir Wissen ran und ich investiere mich, um uns zu retten.
Weil es ist ja ein bisschen, finde ich auch, wie bei dem Spiel Stille Post.
Man gibt dann ja immer was weiter, was aber immer weiter verändert ist, auch am besten Wissen.
Und Gewissen natürlich, aber trotzdem.
Und dann steckt ja auch so ein gewisser Erwartungshaltung sonst dabei.
Ja, du warst doch da. Und was haben die denn gesagt?
Und was soll man denn jetzt machen?
Und weil es halt nicht direkt adressiert ist.
Das muss man ja sehen, ob solche Fragen entstehen.
Wenn da eher so eine Ablehnung da ist,
dann werden diese Fragen wahrscheinlich proaktiv nicht unbedingt gestellt werden.
Dann ist das auch eher so, dass vielleicht derjenige das reinbringt, reinträgt,
der sich dann alleine in. Ja, so eine Art Einzelcoaching, Beziehungstraining auf den Weg macht.
Und da ist es häufig, würde ich sagen, besser, wenn man Taten sprechen lässt als Worte.
Das heißt, wenn man sein Konfliktverhalten, sein Interpretationsverhalten,
also all die Dinge, die vielleicht gerade problematisch sind,
wenn man anfängt, die schon mal von sich aus zu verändern, anstatt darüber zu sprechen.
Weil das will ja der andere anscheinend nicht darüber sprechen.
Aber wenn derjenige spürt, dass Veränderungen eintreten, die auch für ihn entspannend sind,
die auch für ihn entspannend wirken, dann kann dafür Interesse entstehen.
Und dann kann das passieren, das haben wir ab und zu, dass dann der Partner mit hinzukommt.
Gerade weil bei uns ja ein Baustein von mehreren eine Video-Lernplattform ist.
Und das ist häufig was, wo wir auch von vornherein sagen, wenn jemand einzeln zu uns kommt:
Dein Partner darf jederzeit von uns einen Zugang bekommen, einfach so, und kann da reingucken, wenn er möchte.
Oder du darfst ihn jederzeit einladen, auch bei dir mit reinzugucken.
Das ist für euch.
Das ist für eure Beziehung.
Und das ist häufig noch mal etwas, was dann demjenigen hilft, dass er in die Videos mit reinschaut,
darüber die Systematik versteht und sagt: Das ist ja echt gut, das hilft uns.
Lass uns das mal doch gemeinsam nutzen.
Und da haben wir gerade wieder ein paar, wo jetzt so ein Switch passiert ist.
Bei Anne im Coaching, sie kam einzeln dazu, hat zwei Termine gemacht, und jetzt kommt der Partner dazu.
Genau, und da ist es halt wichtig, dass man keinen Ausschluss betreibt, also dass man von Anfang an sagt:
Dass man sich Hilfe holt oder Hilfe holen möchte, dass man darüber vielleicht jetzt nicht im letzten Detail berichtet,
wenn das nicht gewünscht ist, von der anderen Seite auch, was passiert, aber dass man halt sagt, dass man da in die Veränderung geht.
Und dann ist es aber auch wichtig, dass man auf seinen eigenen Anteil halt guckt.
Also es geht dann bei einem Einzelcoaching, wenn man alleine startet, halt um den eigenen Anteil.
Weil sonst bringt man ja die andere Person wieder in den Ausschluss.
Weil ganz ehrlich, wenn das jetzt so wie bei dem Beispiel bei Anne, und es wäre das so, dass da zwei Personen sitzen und über das Verhalten einer dritten Person spekulieren, interpretieren, und sowas machen wir nicht.
Wir können das Verhalten des anderen, der nicht dabei ist, nicht verändern.
Wir wissen nicht, was er dazu denkt und fühlt.
Wie du schon sagst, wir können dann wirklich nur da ansetzen, dass man seinen eigenen Anteil sieht, seinen eigenen Anteil verändert im Verhalten und daraus sich eine positive, eine deeskalierende Spirale erzeugt.
Wo auch der andere mit einsteigen mag.
Weil die Folgen sind ja auch ziemlich klar, wenn zwei Menschen in einer Krise sind und eine Person möchte sich nur auf den Weg machen.
Dann ist es halt schwierig, weil die Distanz von Tag zu Tag häufig wächst.
Einer läuft vor, der andere bleibt stehen, macht immer ein ungutes Gefühl und man hat das Gefühl, wo können wir anknüpfen?
Also ich kann mit dir darüber nicht sprechen.
Ich sehe, du leidest.
Ich merke, ich selber gehe auch daran kaputt.
Wir können immer weniger reden.
Die Empathie geht auch irgendwann verloren.
Wenn man auch sich abgrenzt im Gefühl und die Konflikte werden immer heftiger, weil man auch frustriert ist und sagt, ja, genau das ist der Punkt, warum ich in eine Veränderung möchte und warum ich Hilfe möchte.
Aber du gehst ja nicht in die Veränderung und da stellen sich ja bei vielen Menschen auch so die ersten Fragen, wenn so die Hoffnung schwindet, dass man sagt, wenn wir keine Lösung finden, was ist dann?
Also die natürliche Konsequenz, wie wir das immer nennen, also ich möchte es nicht, aber ich muss irgendwann die natürliche Konsequenz aussprechen und sagen, damit ich aus der Krise herauskomme,
besteht irgendwann nur noch die Möglichkeit sonst der Trennung, damit ich rauskomme aus der Resignation, aus der Ohnmacht, aus der Verzweiflung und die Trennung wird damit immer wahrscheinlicher.
Und es gibt ja sogar noch mal wieder ein neues Themenfeld, einen neuen Konflikt der Uneinigkeit.
Man ist sich einig darüber, wie stark ist die Krise.
Man ist sich uneinig darüber, was ist der Weg, um da rauszukommen und macht dann im Zweifelsfall nichts.
Wie können wir jetzt vielleicht auch den Partner überzeugen, will ich gar nicht sagen, wir wollen ja niemanden überzeugen oder überreden.
Wie können wir den vielleicht abholen und dahinführen, dass Bereitschaft entstehen könnte?
Da könnte man sich sehr gut die letzte Folge anhören zum Thema Kompromisse finden, weil das ja ein typisches Kompromissthema wäre, wenn der eine den Weg der Paartherapie möchte, der andere nicht.
Da haben wir Uneinigkeit. Uneinigkeit bedeutet, wir brauchen einen stimmigen Kompromiss.
Aber hinterzuschauen in so einem Fall, was sind die Bedürfnisse, was sind die Sorgen, was steckt dahinter für den, der die Paartherapie möchte, warum sieht derjenige das als Weg und bei dem anderen, was spricht für den dagegen.
Da könnte man auch wunderbar unseren Öko-Check nutzen, den gibt es ja im kostenlosen Videokurs, der unten in den Shownotes verlinkt ist, wo man dann schaut, was ist das Gute am Jetzt, was ist das Gute daran, wie es gerade zwischen uns ist, was können wir tun, lernen, verändern, damit das Gute erhalten bleibt.
Was ist das Gute daran, gerade in der Krise zu sein, aber es gibt trotzdem gute Elemente und auch manchmal Angst, Dinge zu verlieren.
Zum Beispiel haben manche Menschen da Sorge vor Schuldzuweisungen oder manchmal sind das auch andere Dinge, wie zum Beispiel die Haushaltsaufteilung fühlt sich unausgewogen an, macht immer wieder Konflikte 80-20.
Die Angst ist jetzt, wenn man zu einem Paartherapeuten geht, dass der sagt, ja so ein Quatsch, ihr müsst 50-50 machen.
Genau, oder der Schuldige wird gesucht oder Scham.
Dann welche negativen Konsequenzen können mit einer Paartherapie einhergehen? Da denke ich, wird bei so einigen mit einhergehen, Angst vor Schuld, Verurteilung, Schamgefühl, darüber sprechen zu müssen, Angst, dass das Ergebnis die Trennung sein könnte.
Dann lieber verschieben und nicht darüber sprechen, weiter resignieren, sich arrangieren. Und was können wir tun lernen, verändern, damit diese negativen Konsequenzen nicht eintreten?
Ich hatte gerade ein Paar, das hat er erzählt, die sich damit sehr schwer getan hatten, sich Hilfe zu holen.
Und da lange überlegt haben, weil das auch ein Thema ist, was ein bisschen schambehaftet war, es ging um eine bestimmte Form von Affäre.
Und ihm das zum Beispiel, der sehr Angst hatte auf Verurteilung und auf auch so Psycho-Dinger, wie er sagte, die da abgehen könnten, das geholfen hat, einmal hier den Podcast zu hören.
Also vorab schon mal zu hören, wie wir zum Beispiel sprechen und wie die Methodik aufgebaut ist, ohne dass er in Kontakt treten muss mit uns, sondern einfach nur mal gucken kann.
Und ihn das schon erleichtert hat, als wir sagten, ja okay, es geht nicht um. Suche nach dem Schuldigen.
Und dann hat er sich sehr genau alle Videos von allen Coaches vorab angeschaut.
Und er hat gesagt, ich habe einfach auch mal geguckt, wen kann ich ins Gesicht gucken?
Wer ist mir sympathisch? Wer passt von der Stimmfarbe?
Wer spricht irgendwie so, dass ich da anknüpfen kann, so von der Sympathie?
Und dann hat sich Stück für Stück bei ihm so ein bisschen so eine Hemmschwelle runterentwickelt, dass er irgendwann sagen kann, okay, es war trotzdem schwer.
Aber ich hatte das Gefühl, ich konnte mir die Zeit nehmen, ohne dass ihr mich kennt vorab.
Und könnte euch schon mal kennenlernen.
Und hatte da so ein bisschen ein Gefühl.
Und ich glaube, das ist mir immer ganz wichtig.
Und so wäre es bei mir zum Beispiel, wenn ich mir irgendwo Hilfe holen würde.
Jetzt sind wir bei dieser Ernährungsberatung, die ich am Anfang da gesagt hatte.
Da habe ich das auch gemacht.
Ich habe mir geguckt, über mich, was für eine Lebenssituation ist die Frau, die das anbietet?
Welche Erfahrungen hat sie?
Ist das ein Gesicht, was ich sympathisch finde?
Passen da noch ein paar andere Parameter natürlich absolut von den Kompetenzen?
Aber es muss, finde ich, immer ein Match sein.
Und das darf auch sein.
Ich finde, es ist total natürlich.
Dass man auch kritisch ist vorab.
Weil gerade so etwas wie Paartherapie, wenn es ums absolut Persönliche geht,
da muss ich das jemandem erzählen können.
Wenn mir das schon schwerfällt, wo ich ein gutes Gefühl habe.
Ich habe das gerade mit jemandem im Erstgespräch gehabt.
Das war sehr spannend, weil bei uns macht ja normalerweise Lea oder manchmal auch Laura die Erstgespräche.
Das allererste Telefonat, um wirklich zu gucken, ist da wirklich so ein grober Match da.
Und das hatte sie dann kurz geführt und dann an mich weitergeleitet.
Und das ist eher untypisch.
Dass das passiert.
Und im Telefonat, was ich dann geführt habe mit ihm, stellte sich eben heraus:
Unternehmer, großes Unternehmen und hat bereits mit fünf Paartherapeuten Erstgespräche, Telefonate geführt.
Aber er ist nie so richtig warm geworden, weil er immer das Gefühl hatte, die können seine Lebenssituation nicht verstehen.
Weil das eine ganz besondere Lebenssituation für ihn gerade ist, aufgrund noch anderer Faktoren.
Und mit mir im Gespräch, das ging dann gleich ein bisschen länger, hat er natürlich eine andere Konstellation gefunden.
Ne?
Also ich bin vom Alter her ungefähr ähnlich, ungefähr ähnliche Lebenssituation mit Frau, Kind und so weiter.
Aber dann eben dieser unternehmerische Aspekt, dass ich dann schon mit 20 ein Unternehmen gegründet habe, ein bisschen größer gemacht habe, dass ich dann ein Unternehmen mal gekauft habe zwischendurch, dass ich jetzt dann als Paartherapeut arbeite.
Das ist so eine Kombi, die ist ja so, würde ich sagen, nicht so oft zu finden.
Also ein Paartherapeut, der wirkliche unternehmerische Erfahrung hat, ist, glaube ich, nicht so oft.
Und dann noch unsere Teamkonstellation, dass wir ja die Lebensliste auch eher wie ein Unternehmen aufgebaut haben mit verschiedensten Paartherapeuten, die mit uns wirken, Mentoring-System über dich, also als Führungskraft für das Team und so weiter.
Wir haben einen internen Austausch, da ist dann gleich so eine passende Ebene entstanden, dass das geht.
So, das heißt, das ist auch manchmal so ein Thema, dass die Menschen ja eine bestimmte Vorurteile gegenüber den Menschen haben, die Paartherapeuten.
natürlich auch die Krise anzuerkennen, in der man steckt
und aus dem anderen auch klar zu zeigen, also was macht das mit mir gerade?
Also welche negativen Konsequenzen hat es für mich,
damit der andere auch wirklich die Lage einschätzen kann und zu sagen,
okay, ich kann das sehen, du kannst nicht mehr schlafen,
du kannst nicht mehr essen, du kannst eigentlich auch nicht mehr zur Arbeit gehen.
Wir sind jetzt an so einem Notfallpunkt angekommen,
wir brauchen eine Veränderung und was sind denn die negativen Konsequenzen,
wenn ich es nicht mache?
Und das ist auch wichtig und fair muss man auch ehrlich gesagt sagen,
das mal auszusprechen, zu sagen, ja, du kannst dich, du bist ein erwachsener Mensch,
du kannst sagen, du möchtest das nicht, das ist völlig in Ordnung für dich,
aber irgendwann ist das Leid bei mir so groß, dass ich das nicht mehr halten kann und möchte
und dann wären die natürlichen Konsequenzen vielleicht, dass ich mich trennen muss.
Nicht möchte, sondern muss und das muss dir klar sein.
Das ist auch ein ganz häufiger Hinderungsgrund, warum das nicht startet
oder so verzögert wird, weil einer von beiden viel stärker in der Krise ist,
das aber von dem anderen nicht anerkannt wird oder das einfach nicht so gut rüberkommt.
Oder rübergebracht werden kann und dadurch so ein Missverständnis
oder auch so ein Missverhältnis entsteht in dem Krisengefühl.
Und das wäre so ein erster wichtiger Schritt, denke ich,
dass man gemeinsam ein Bild bekommt der Beziehung,
was auch dem kleinsten gemeinsamen Nenner folgt.
Weil das muss einem bewusst sein, vielleicht das nochmal so ein ganz guter Hebel,
wenn ich das Gefühl habe, die Beziehung ist okay und du sagst,
du fühlst dich voll in der Krise, das ist alles nicht gut,
dann bin ich automatisch mit.
Ich kann nicht sagen, aber für mich ist alles gut, das ist dein Problem.
Ich bin immer mit drin, wir haben ein enges Band zusammen.
Unser Fundament sorgt dafür, dass die Beziehung gut läuft.
Und wenn du sagst, dein Fundament ist am abreichsten,
dann kann ich nicht sagen, du meinst nicht.
Ich hänge am gleichen Fundament.
Weil die negativen Konsequenzen für dich natürlich gleich da sind,
wenn es mir auch nicht gut geht.
Und das ist dann so entscheidend, dass man da wirklich über seine Basisgefühle kommuniziert,
also redet darüber, was das wirklich im Gefühl mit euch macht,
Wut, Angst, Traurigkeit, Sorgen, Leid, Schmerz, Basisgefühle, Bauchschmerzen,
Druck in der Brust, Enge, ständige Gereiztheit, Schlafmangel und so weiter.
Was entsteht da in euch, um das wirklich dem anderen mitzuteilen,
auf die Sorgen einzugehen und versucht, das anzuerkennen.
Genau, weil es ist auch eine Form von Respekt, finde ich, im letzten Schritt,
von Wertschätzung und Respekt, auch das Leid des anderen.
Anzuerkennen und das nicht kleinzureden.
Und wenn der Respekt, finde ich, in einer Partnerschaft so gar nicht mehr da ist,
ist es ja auch die Frage: Möchte ich das denn noch für mich?
Weil ein Gefühle absprechen ist nie der Weg der Lösung.
Wir freuen uns, dass du bei dieser Folge dabei warst und jetzt bis zum Schluss gehört hast.
Wenn du an genau diesem Punkt stehst, ist vielleicht auch so ein erster Schritt,
tatsächlich unseren kostenfreien Videokurs einmal zu gucken.
Der ist unten in den Shownotes verlinkt, sind fünf Videos zu einigen kleinen Bausteinen,
in denen wir schauen, was für ein Gefühl das ist, wie das aussieht,
was für ein Gefühl macht das, wie sieht das sinnvoll aus,
ist das wirksam, um so einen ersten Zugang vielleicht zu dem Thema zu bekommen.
Ja, in der Paarberatung, in der Paartherapie mit uns gemeinsam zu arbeiten.
Danke fürs Zuhören.
Bis bald.
Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
Podcast Summary
Key Points:
Wenn ein Partner eine Paartherapie allein beauftragt, entsteht oft ein Gefühl der Absonderung und Ausgrenzung, was die Beziehung weiter schädigt.
Die gegenseitige Wahrnehmung von Leid und Krise ist entscheidend, da beide Partner automatisch mit in der Krise sind, wenn der andere Leid fühlt.
Paartherapie erfordert gemeinsames Engagement, da nur gemeinsam eine verändernde und entspannende Spirale entsteht, nicht durch Einzelcoaching.
Einzelcoaching kann eine Hemmschwelle reduzieren, wenn der Partner sich zunächst an der Stimmung, Sympathie und Kompetenz der Therapeutin orientiert.
Intelligente Kommunikation über negative Konsequenzen wie Trennung oder Scham hilft, die eigene Krise zu akzeptieren und den Partner zu verstehen.
Es ist wichtig, die eigenen Gefühle und das eigene Verhalten zu verändern, um eine positive Wirkung auf die Beziehung zu erzielen.
Die Verwendung von Werkzeugen wie dem Öko-Check hilft, das Gute im Moment zu erkennen und konkrete Schritte zur Verbesserung zu finden.
Der Erfolg hängt von der Wertschätzung des anderen Leids und dem Respekt vor den jeweiligen Basisgefühlen ab.
Summary:
In einer beiderseitigen Krise ist es oft schwierig, wenn nur ein Partner auf den Weg zur Paartherapie geht, da dies zu Absonderung, Unverständnis und zunehmender Spannung führt. Beide Partner leiden, wenn einander das Gefühl der Verantwortung und des gemeinsamen Fundaments fehlt. Die Wirkung von Paartherapie ist nur dann wirksam, wenn beide aktiv an der Veränderung teilnehmen und ihre Gefühle – wie Wut, Angst oder Leid – offen teilen.
Einzelcoaching kann als Einstieg dienen, aber nur, wenn es transparent ist und den Partner nicht ausgrenzt. Es ist entscheidend, dass jeder Partner seine eigene Krise anspricht und die negativen Folgen, wie Trennung oder Scham, offen diskutiert. Die richtige Wahl der Therapeutin – basierend auf Sympathie, Erfahrung und Lebenssituation – spielt eine wichtige Rolle.
Der Weg zum Heilen beginnt mit der Wertschätzung des anderen Leids und dem Respekt vor den gemeinsamen Basisgefühl. Mit Tools wie dem Öko-Check kann das Gute im Moment erkannt und durch konkrete Handlungen gefestigt werden. Der entscheidende Schritt ist die klare, empathische Kommunikation über den eigenen Zustand und die gemeinsame Suche nach einem stabilen, dauerhaften Ausgleich.
FAQs
Weil beide Partner einbezogen werden müssen, um eine echte Veränderung zu erreichen. Wenn nur einer mitarbeitet, entsteht ein Ausschluss und der andere fühlt sich ausgeschlossen.
Durch offene Kommunikation über die eigene Krise und die negativen Konsequenzen, ohne zu überzeugen. Es hilft, die Bedürfnisse und Sorgen des Partners zu verstehen.
Angst vor Schuldzuweisung, Verurteilung, Schamgefühl oder der Wunsch, die Beziehung zu trennen. Viele Menschen fürchten, dass das Gespräch zu einer Trennung führen könnte.
Weil man nur über eigene Verhaltensweisen und Gefühle verändern kann. Die andere Person kann nicht beeinflusst werden, ohne dass sie selbst aktiv mitwirkt.
Indem man gemeinsam die negative Wirkung der Krise zeigt und klarmacht, dass beide betroffen sind. Ein gegenseitiges Verständnis fördert dann die Zusammenarbeit.
Dann entsteht eine Uneinigkeit: Der eine fühlt sich leidvoll, der andere sieht die Beziehung als stabil. Das führt zu Konflikten und kann die Kommunikation erschweren.
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