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Operation Chargeback – Wie Jan Marsalek & Co. den deutschen Finanzmarkt unterwandert haben sollen

59m 26s

Operation Chargeback – Wie Jan Marsalek & Co. den deutschen Finanzmarkt unterwandert haben sollen

Am 4. November 2025 führten Ermittler in Deutschland und acht weiteren Ländern eine groß angelegte Razzia durch, bei der über 60 Objekte durchsucht und 18 Verdächtige festgenommen wurden. Die Operation "Charge Back" zielt auf ein internationales Netzwerk, das den deutschen Finanzmarkt unterwandert haben soll, um ein paralleles Finanzsystem für illegale Transaktionen aufzubauen. Im Zentrum stehen missbrauchte Kreditkartendaten von rund 4,3 Millionen Menschen aus 193 Ländern, ein mutmaßlicher Schaden von über 300 Millionen Euro und geplante weitere Transaktionen im Wert von 750 Millionen Euro. Die Beschuldigten nutzten tausende Fake-Webseiten und Scheinfirmen, um Kleinstbeträge wie 0,99 Cent für angebliche Abos abzubuchen, die von Kunden oft unbemerkt blieben. Zu den Beschuldigten zählen Mitglieder des Betrugsnetzwerks, Vermittler von Hochrisikokunden sowie ehemalige Mitarbeiter und Führungskräfte großer Zahlungsdienstleister wie PayOne, Concardis, Unzer und Wirecard. Prominente Namen sind der flüchtige Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek und der ehemalige Unzer-Chef Mirko Hüllmann, der gemeinsam mit dem Vermittler Ruben Weigand seit November in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittler werfen Hüllmann vor, über technische Lösungen wie Gateways und Settlement-Plattformen die Verschleierung von Zahlungsströmen ermöglicht zu haben. Ein Treffen im August 2017 im Heidelberger Restaurant "Heights" gilt als Schlüsselmoment, bei dem Weigand Hüllmann eine Plattform vorschlug, die Gelder unter dem Namen von Unzer bündelte, um die Herkunft zu verschleiern. Die Anwältin von Hüllmann weist alle Vorwürfe als haltlos zurück.

Transcription

9145 Words, 59550 Characters

German
* Musik * Es ist Dienstagmorgen, der 4. November 2025. Hunderte Einsatzkräfte durch Suchen in Deutschland und acht weiteren Ländern mehr als 60 Objekte. Am Ende dieses Tages werden 18 verdächtige Festgenommen, 5 davon in Deutschland. Der Kodnamer, der Ermittlung Operation Charge Back. Charge Back, das habt ihr vielleicht schon mal gehört. So nennt man eine Rückbuchung von der Kreditkrate. Wenn ihr auf eurer Abrechnung eine Zahlung entdeckt, die ihr nicht kennt oder nicht autorisiert habt, könnt ihr die beanstanden und die Bankbuch das Geld zurück. Elegain-Abbuchung stehen im Zentrum der Ermittlung. Die Behörden werfen einem internationalen Netzwerk vor, gezielt den deutschen Finanzmarktunterwand zu haben, um eine Art parallel Finanzsystem aufzubauen. Das mutmaßliche Ziel, dubiose Transaktionen abzuwickeln, die Erzielten Gelder abzuschöpfen und anschließend zu verschleiern. Es ist ein ziemlich ungeheuerer Verdacht. Wenn stimmt, was die Generalstaatsanweitschaft Koblenzer mittelt hat, dann sollen die beschuldigten über Jahre. Einige der größten deutschen Zahlungsdienstleister unterwandert und sie zu schleusen für ihre illegalen Geschäfte gemacht haben. In dieser Folge geht es um missbrauchte Kreditkarten-Daten von rund 4,3 Millionen Menschen aus 193 Ländern. Um ein mutmaßlichen Schaden von mir als 300 Millionen Euro. Um große Zahlungsdienstleister wie unser Pay-One-Konkardis und auch Wirecard. Und natürlich, ihr Arn ist vielleicht schon, es geht natürlich, auch mal wieder um Jan Masalek. Überall die spreche ich heute mit René Bender und Michael verführten aus dem Handelsbatt-Investigativ-Team. Sie haben mit Insiderland gesprochen und exklusiver Einblicke in Ermittlungsdokumente erhalten. In diesem Podcast sprechen wir alle zwei Wochen über die größten Streit- und Kriminalverder der deutschen Wirtschaft. Wer dahinter steckt, wie sie dahin gekommen sind und welches das Leben das zugelassen hat. Mein Name ist Nina Karabas und damit herzlich willkommen zu Handelsblatt Crime. * Musik * Hallo, Michael. Hallo, René. Hallo, Nina. Hallo, Nina, auch von mir. Also, wir fangen natürlich direkt mit der Operation an. Wir haben es ja schon auch sehr umfangreich angekündigt und es ist mal wieder ein richtig, richtig spannender Fall. Also, Chargeback, das klingt ja erst mal so ein bisschen technisch. Michael, was steckt dahinter? Ja, der Begriff Chargeback beschreibt. Erst mal nur die Rückbuchung einer Kreditkartenzahlung. Was ich aus eigener Erfahrung weiß, weil ich selber mal betroffen war von so einer betrügerischen. Ich auch übrigens. Ja, dann kennst du das. Also, ich hab irgendwann mal auf einer Abbrechnung eine Abbuchung festgestellt, es waren im neuen 90 Cent oder so. Ich konnte das halt nicht zuordnen und wusste nicht, was dahinter steckt. Und bin dann mal zurückgegangen und hab festgestellt, momentan die Weimohner davor auch schon da. Ja, das hatte ich gar nicht gemerkt. Und da sind wir sozusagen auch schon beim Punkt, ja. Weil die Ermittler in dieser Operation Chargeback, die sind davon aus, dass die Beschuldigten in diesem Verfahren sich genau das zu eigen gemacht haben. Also das Mensch, mir du und ich, solche Abbruchungen vielleicht gar nicht bemerken. Ja. Und dann geht's um ganz, ganz, ganz viele kleine, solche wiederkehrenden Beträge, neuen 90 Cent und so. Oft für angebliche Abos, für irgendwelche Dating oder Pornoplatform auf Streaming-Angerbote, die man aber nie abgeschlossen hat. Ja, und wichtig an der Stelle auch. Also, diese Abbuchung sollen über Webseiten gelaufen sein, die ja nach außen, wie echte Online-Angerbote aussehen und wirken. Dahinter sollen aber tatsächlich. In Falslauts in Ermittland hundertse Scheinfirmen gesteckt haben. Und das soll vorhin in der Hintergrund gehabt haben. Wenn nämlich zu viele Kunden sich beschweren, und diese Charge-Backs auslösen, dann wird ein henner normalerweise gesperrt. So, und deswegen soll das Netzwerk jetzt diese Transaktion auf ganz viele solche Firmen verteilt haben, um eben möglichst lange unter dieser kritischen Schwälle zu bleiben. Das ist jedenfalls der Vorwurf der Generalstaats-Sanwandschaft Koblenz, die die Ermittlungen in dieser Operation Charge-Back-Feder führen. Ja, leitet. Und natürlich, klar, warum machen die das? 99 Cent, das klingt irgendwie erst mal nicht viel, aber wie wir alle wissen, klein für ihn, macht bekanntlich auch misst. Und in dieser Verlebt eben natürlich von der Masse. Denn die Ermittlers sprechen in dem Fall von 2.000 Fake-Webseiten, das ist schon eine ganze Menge. Und man höre 19 Millionen Fake-Abrufs, und da kommt schon wieder ganz schön was zusammen. Genau, das ist, ich glaube, das macht, also das ist wirklich das irre an diesem Fall, diese gewaltigen Dimension. Mehr als vier Millionen Menschen aus einer hundert, neunze Länder. Ich weiß gar nicht, ob wir bei Crime jemals mal einen Fall hatten, der solche Dimensionen hatten, so viele Menschen betrifft. Und in dem Zusammenhang, ne, man fragt sich kurz. Ich find es ein bisschen darauf an, wie man, ich glaube, ich kann ein bisschen darauf an, wie man Cum-X betrachtet, weil es betrifft irgendwie im Zweifel zwar über 80 Millionen Deutsche, aber das kleiner Punkt am Rand. Klar, kann man so lesen. Man fragt sich jetzt vielleicht, woher kam denn diese Daten eigentlich? Dazu muss man wissen, die Ermittler glauben, dass die beschuldigten Kreditkarten daten genutzt haben, die z.B. durch Fishing-Attacken erbeutet wurden. Und auch noch in dem Zusammenhang zu erwähnen, 300 Millionen Euro mutmaßlicher Schaden, die du genannt hast. Das ist sozusagen nur die Spitze des Eisbergs. Die Generalstaatsanwaltschaft sagt, dadurch, dass sie diesen Ring jetzt oder die mutmaßlichen Ring zerschlagen haben, hätten sie weitere Transaktionen verhindert und die hätten einen Wert von mehr als 750 Millionen Euro noch gehabt. Okay, also scheint er tatsächlich auch wirklich noch mehr im System gewesen zu sein. Da lass uns mal eben über dieses System sprechen, was diesen gigantischen Betrug oder mutmaßlichen Betrug muss man natürlich erst mal sagen, möglich gemacht hat. Vielleicht fangen wir bei den Beschuldigten an Rene. Ja, ursprünglich war mal die Rede von 44 Beschuldigten. Inzwischen sind's nur noch, kann man eigentlich gerne sagen, aber 36 Beschuldigte immer noch in einer riesen Menge. Und damit ist es auch eins der der größten Wirtschaftsstnafe fahren, derzeit in Deutschland. Das Anzahl der Beschuldigten auf eine immense Summe, und wir auch gehört. Und zu den Beschuldigten zählen, erst mal Mitglieder dieser eigentlichen mutmaßlichen Betrugsnetzwerke, dann aber auch Vermittler von den sogenannten Hochrisikokunden und ein Anbieter von Scheinfirmen. Aber eben auch. Und das macht in den ganzen Fall natürlich für uns auch so spannend mehrere ehemalige Mitarbeiter und Führungskräfte von großen deutschen Zahlungsdienstleistern, ganz konkret hier, P1, Concades, Unser und Reircard. Und unter den Beschuldigten sind auch Prominente. Da haben wir schon schon angerissen, am Anfang, unter anderem, der als Pornobaron bekannt geworden, Reircard, Kunde Reircard waren. Aber eben auch Reircard Manager, wie aus Singapur Brigitte Häuser-Akstner, und eben der weltweit flüchtige, weil es als Bekannte gesuchte Exvorstand von Reircard an Masaleck. Also, genau. Man muss wirklich sagen, also bei Herrn Masaleck, ich weiß nicht, ob nicht das nicht vielleicht auch schockiert, dass ich nicht mehr schockiert bin. Da überrascht einen tatsächlich ja wirklich, wir sind jetzt sechs Jahre nach der Pleite ziemlich genau. Eigentlich nicht mehr so viel. Von den anderen Zahlungsdienstleister min ich dann schon etwas mehr überrascht, wie passen die rein? Das sagt letztendlich, dass die Reircard in der Hinsicht eigentlich nichts nachstanden. Die sollen genauso als Schleuse für die Machenschaft in dieser Betrugsnetzwerke gedient haben wie Reircard auch. Und das ist auch das, was bei mir so im Kasschen hinkblieben ist von dieser Recherche, dieser Vorwurf der Staatsanwaltschaft, dass es da so eine Art ganz, ganz große Verschwörung gegeben habe. Dass sich die Mitglieder dieser Betrugsnetzwerke zusammengeschlossen haben, um ganz gezielt den deutschen Finanzmarkt zu unterwandern. Die sollen gezielt Leute bei diesen großen Zahlungsdienstleistern installiert haben, die mit ihnen zusammenarbeiten. Oder von denen sie wussten, dass sie empfänglich für ihre Ideen sein. Und genau, die Mitglieder sind daher in einer Art Schattennetzwerk, letztendlich, dass da über Jahre unbemerkt aufgebaut worden sein soll. Und das jetzt, nachdem es aufgeflogen ist, die Glaubwürdigkeit und Integrität des deutschen Finanzplatzes, sozusagen, erschüttert. Und da kommen dann eben auch die Ex-Mitarbeiter der anderen großen Zahlungsdienstleister, wie Konkadespeuer und Unserenspiel. Hm. Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter. Bleiben sie dran. Digitalisierung, wenn ich das schon höre, jetzt muss ich mich neben meiner Arbeit auch noch um die Cloud kümmern. Missen Sie doch gar nicht. Ach so, machen Sie das dann für mich? Nee, aber Wohr davon Business. So ist es. Wir haben die passende Cloudlösung für jedes Unternehmen. Von der Migration bis zum laufenden Betrieb. Zusammen für Ihr Business. Wohr davon. Together we can. Ich finde, wir müssen uns vor allen Dingen die Personen dahinter, glaube ich, definitiv noch mal anschauen. Und wir werden natürlich gleich noch mal über Reuerkart und ich habe mal seine Gesprächen. Aber ich habe euch ja jetzt tatsächlich auch mit noch einer anderen Recherche, mit dem Fall Unser beschäftigt und dem ehemaligen Chef Mirko Hüllmann, Der ich jetzt auch in dem Fall zu den Beschuldigten gehört. Erzählt mal bitte ein bisschen was über den René. Ja, Milko Höhlemann, geboren 1969. Galt immer als einer der Architekten, wenn man so wild ist, Deutschen FinTech-Bums. Und ja, stand das aus Heidelberg, hat VW-H studiert. Und dann war kurz bei SAP, erzählte auch, und das sei aber nicht zu hingewesen. Das hat er schnell gemerkt. Es war bei Paybox eingestiegen, einem sehr ganz freundienstleister für eine Zahlung über das Handy. Aber haltete dann eine Zahl lang im Vertrieb und baute Kontakte eben auf, zur anderen Zahlungsdienstleistern, hat sich dann 2003 selbstständig gemacht und hat Heidelpay gegönnet. Ja, dieses Startup, eben aus Heidelberg, wie es der Name schon sagt, konzentrierte sich erst mal auf die Abwicklung von Zahlung für so kleine und mittelgroße Online-Händler. Und ja, später dann eben auch Schöer Kommunen, digitale Marktplätze und auch den stationären Einzelhandel. Und hat sich innerhalb von, also anderthalb Jahrzehnten zu einer der wirklich großen Nummern im Markt entwickelt und von diesem ursprünglichen Nischenanbieter der es mal war, dann weghin zu einem der wirklich wichtigsten europäischen bezahlendienstleister. Und 2016, oder das Heidelpay dann die Heidel-Gruppe. Man hat immer weiter expandiert, dann ist 2017 der Investor Anna-Capp eingestiegen und die Expansionen gingen immer weiter und wurde größer und schneller. Und das Schöne ist, wir können uns tatsächlich auch selber so ein kleines bisschen einen Bild davon machen, wie Hüllemann klingt und wo daher kommt, wir hören jetzt mal kurz in ein Podcast von den Kollegen von Kapital und von einen Vorwurf rein. Der stammt aus dem Jahr 2020. Da spricht Hüllemann über seine Anfänger als Unternehmer. Konzentriert haben wir uns komplett auf den SME-Bereich. Was anders haben wir auch nicht gemacht. Wir haben auch nie Gaming-Gembling. Es waren also deutsche Kunden, wo es den immer auch mal in der Umer oder mal in der Mutter sagen konnte, was die eigentlich machen. Und E-Bereich ist das noch mal? Es ist monomedium Enterprise. Also da kamen U-Kunden, klein zu mittelständisch Unternehmen. Also, das heißt, Sie hatten diese Vergangenheit gar nicht. Die viele Payment-Dienstleiße hatten das sehr viel so aus der Glücksspiele und Pornindustrie auch gab. Das war bei spielte bei Ihnen das keine so große Rolle. Hatten wir gar nicht. Die Sache war auch, die wir waren dann, haben wir das Ganze über ein supernantes Facilitator-Programm gemacht. Und da haben wir die Visa-Mastercard praktisch und dadurch gekriegt, damit wir in den Rettung stehen. Die Riesdieffirma, die wir da in Luxemburg grün hatten, ist Hüllemann und Strauß. Und ich hatte keine Lust mehr in den Namen und auch mein Vater mit Sicherheit auch nicht. Erst wo es als München Hüllemann irgendwo auf einer Porn oder Italien warfen, sonst irgendwas weiter zu sehen. Ja, es ist ein richtiges Urgestein der Miko-Hüllemann. Der hat offenbar, also, Anfangs gar nichts mit Porn und so weiter zu tun haben wollen, hat er ja selber gesagt. Allerdings muss man sagen, der Ländt an irgendwann jemanden kennen, der aus dem Bereich kommt und der für diesen Fall ebenfalls wichtig ist. Genau, das ist der Ruben Weigand. Der ist auch beschuldigter in diesem Chargeback-Verfahren und hat sozusagen die Rolle von einem der Vermittler, die wir vorhin schon einmal kurz erwähnt haben. Das heißt, also der lebt letztendlich davon, dass er Zadungsdienst leist dann handler oder auch ganz er Handler Portfolios vermittelt. Und dieser Ruben Weigand, der ist da sehr umtriebig und hat auch damals schon in der Branche einen ziemlich krassen Ruf, ja, soll bei dem Wettbewerber von unser. Also ich spreche jetzt immer von unser auch, wenn es damals noch Heidelpäver bei dem unser Wettbewerber Concades die Umsätze regelrecht befeuert haben. Inseiler haben wir uns gesagt, der soll so ein bisschen was wieder bestfriend der Chef-It-Hage gewesen sein. Und weil ganz besondere Stärke sind eben Kontakte zu genau solchen Handlern, die der Hüllemann offenbar lange gar nicht irgendwie haben wollte. Ja, nämlich aus dem Bereichen Porn und Glückspiel. Und die hatten aber ein Problem, weil es für sie immer schwieriger wurde, Bank und Bezahlhösungen zu finden, weil die Banken eben gesagt haben, "Nein, so richtig toll finden wir eure Geschäftsmodell halt nicht und vielleicht wollen wir euch gar nicht." Und jetzt lernen sich eben dieser Ruben Weigand, der Vermittler und der Hüllemann, der damalige Unser Chef kennen und dem kam der Kontakt dann doch irgendwie ganz gelegen. Weil sein Unternehmen war damals zwar technisch schon sehr, sehr, sehr weit, aber hatte kein Kundenstamm mit besonders großvolumigen Geschäft. Also, jetzt muss man sagen, Status Koo ist die beiden stehen im Fokus eines der größten Wirtschaftsstrahlsverfahrens der Republik. René, ich würde jetzt gerne mal genau drauf schauen, was der Staatsanwaltschaft ihn eigentlich konkret vorwirft. Ja, eine ganze Menge. Was es gesagt beide sind bescholigt und beide sitzen auch seit Monaten in Untersuchungsaft, also seit vergangenem November. Und ja, ein Vorwurf ging über Weigand das eben, das Dehändler, der eben vermittelt hat, eben alles andere als seriös gewesen sein sollen und eben zu diesen mutmaßlichen Betrugs-Netzwerken gehört haben sollen und um diesen Fall geht. Und ja, Hüllemann soll, wenn man so will, so eine Art Weg, bereits dafür die für diese Netzwerke gewesen sein, agiert haben und dafür gesorgt haben, dass die halt Zugang zum Zahlungssystem bekommen und ohne diesen Zugang zu diesem Zahlungssystem hätte der mutmaßliche Betrug natürlich überhaupt nicht funktionieren können. Und ja, wir haben beide konfrontiert, beziehungsweise die Verteidiger, aber Weigand Verteidiger wollte sich auf Anfrage nicht äußern und eine Anwältin Hüllemanns, wie es auf Anfrage eben alle Vorwürfe als Haltlos zurück. Und du hattest aber ja gefragt, konkret nach den Vorwürfen, das sind, wenn man es runter bricht im Kern, drei Stück und zwar geht es um, jetzt kommen nochmal ein paar technische Begriffe, Gateway Dienstleistungen, eine sogenannte Settlement-Solution und Pulling-Kon-U. Das sind drei Kernvorwürfe. Genau und natürlich wollen wir jetzt irgendwie auch genau darauf eindienen, was genau das ist damit für das auch alle verstehen, was dahintersteckt. Dann fangen wir doch einfach vielleicht mal mit den Gateway Dienstleistungen. Ja, ein Payment Gateway ist für einfach gesagt, eine technische Brücke zwischen der Website und dem Zahlungsverkehr. Wenn jemand online das Abo abschließt und mit der Kreditkarte zahlt, dann sorgt dieses Gateway dafür, eben, dass die Zahlungsstatement an die richtigen Stelle weitergeleitet werden. Und ohne diese Infrastruktur kann halt ein Online-Händler einfach die Kreditrierten nicht belasten. So und der Vorwurf der Mittler an der Stelle lautet unser Sol für Händler aus diesen mutmaßlichen Netzwerken eben so eine wichtige technische Schnittstelle bereitgestellt haben. Also wenn wir so will, die Schiene über diese Zahlungen überhaupt erst verarbeitet werden konnten. Okay und der zweite Vorwurf, Settlement Solutions, das klickt irgendwie fast noch ein bisschen kryptischer Mechanik. Da müssen wir jetzt über ein ganz wichtiges Treffen reden im August 2017. Ich schilder das jetzt so ein bisschen, weil aus Sicht der Ermittler das wirklich so eine Art Schlüsselmoment ist. Und zwar dieses Treffen findet statt im Heidelberger Restaurants Heights. Das ist schon seit Jahren eines der besten Restaurants der Stadt in Steakhouse. Wenn man heute auf die Website geht, dann beschreiben die sich da selber so als Mix aus Fleischstempel und Wein, oase. Aber auch als künstlerischen Ort für Kreativität. Und ich erzähle das deshalb, weil hier treffen jetzt Weigern und Höhlemann aufeinander. Sie kennen sich schon, aber treffen sich da jetzt in diesem Steakhouse. Und das sind dann noch ein paar andere unserer Vertreter dabei. Und die hören jetzt, wie der Weigern, eine kreative Idee vorstellt. Wirinnern uns, der Weigern, der hat das Problem, dass die Händler die er vermitteln möchte, nur noch schwer an Konton und Bezahllösungen kommen. Und der sagt jetzt, neja, also es geht um dieses Settlement Solutions. Und was bedeutet das, das bedeutet, der Weigern, der sagt jetzt, neja, diese Händler, die könnten ja auch über so eine adviertuelle Online-Plattform Zugriff auf Kontenfunktionen bei unser bekommen. So dass die ihre Gelder transferieren können, wie sie lustig sind. Aber für die empfangenen Banken steht da am Ende gar nicht der Name des Händlers, sondern da steht dann unser. Okay, ich glaube, damit sind sie ja wahrscheinlich nicht alleine. Man weiß ja, man weiß ja nicht mehr. Wirklich nicht so richtig, wer dahinter steckt. Wir müssen aber darüber sprechen, warum das hier problematisch ist. Weil eben genau diese Lösungen, jedenfalls noch Auffassung der Ermittler dazu geeignet war, um die Herkunft der Gelder und den wirtschaftlichen Absender zu verschleiern. Denn wenn Gelder eben aus unterschiedlichen Quellen gebündelt, weitergeleitet und nach außen dann unter dem Namen von einem etablierten Zahlungsdienstleister sichtbar werden, da wird die Nachverfolgungsschlicht schwieriger. Und die Ermittler werden deshalb diese Settlement Solutions als mögliches Geldwäsche-Wiegel und eigentlich noch krasser nach ihrer Lesart hatte das einfach einzig und allein diesen Zweck war, einzig und allein dafür geschaffen, um eben Gelder zu waschen. Einmal das, ne? Und andererseits gehen sie auch davon aus, dass der Hüllemann diese Lösung letztendlich allein auf das Betreiben von Ruben Weigand installiert haben soll. Und deshalb, das ist jetzt der Frau mit der Staatsanwaltschaft, so sei Hüllemann eben Wegbereiter dieser technischen Infrastruktur geworden, die dann letztendlich zur angeblichen Verschleierung von diesen Zahlungsströmen eingesetzt wurde. Wir hatten ja eben schon gesagt, dass die Anwältin von Herrn Hüllemann das alles zurückweist, aber ihr habt euch natürlich auch in seinem Umfeld umgehört, was die so sagen. Das ist richtig und ja, von der Seite kommt was vergleichbar ist, nun nicht so pauschal eben, dass die vorbefer allahe los sind, aber im Kern das gleiche. Aber mit ein bisschen mehr Inhalt und das ist ja auch ein bisschen mehr inhalt. Und zwar heißt es da ja, Höhlemann hat schlicht nicht gewusst und auch überhaupt nicht angenommen, dass womöglich in krimineierte Gelder da über diese Plattformen gefloßen sind. Und ja, die Staatsanwaltschaft würde letztlich muss da sehen, wo gar keine sein. Und aus seiner Sicht, sein noch nicht mal abschließend geklärt, ob hinter den angeblichen Schreienhindern nicht doch reale Firmen in Standen haben. Und falls nicht, ob dann dem Weiger, der die vermittelt haben soll, das überhaupt bewusst gewesen sei. Noch mal Höhlemann habe jedenfalls von nichts gewusst. Okay, also müssen wir vielleicht nochmal zusammenfassen. Es gibt zu unterschiedlichen Lesarten, die Mittler sagen ganz klar, sie sehen oder vermuten da eine Geldwäsche-Drehscheibe und Höhlemannsumfeld sagt, das ist eine normale technische Lösung und das Risiko hat er nicht erkannt. Genau, das ist richtig zusammengefasst und man muss fairerweise auch sagen, dass dieser Fall wird eben auch am Ende dadurch so ein bisschen kompliziert, dass es auf jeden Fall so ist, dass solche Payment-Strukturen sind nicht per se illegal. Das ist eigentlich ganz normal, das Zahlungsdienstleister Lösungen bauen, um Geldflüsse für Händler abzuwickeln und die entscheidenden Fragen werden dann am Ende eben sein. Wussten die verantwortlich mit wem sie es zu tun hatten? Haben sie Wahnsignale gesehen? Wenn ja, haben sie degnoriert oder haben sie sogar bewusst geholfen? Das sind die zentralen Fragen und die sich dieses Verfahren jetzt dreht. Jetzt muss man aber natürlich schon sagen, also ich mein, so Graf haben ich mir vorher kat gesprochen, also auch im Nachhinein wurden ja tatsächlich auch noch diverser Schutz-Mchanismen installiert und auch generell einen Mittel der Geldwäsche-Prävention nennt sich das sogenannte KYC, das steht für neue Kastema und ist tatsächlich auch mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben in der Dittatsprüfung für Kunden und aus dem gibt es natürlich noch diverses Monitoring, also also hersteller K.I. könnte man fast sagen, dann wird sie auch kontinuierlich auch durchaus digitalisiert. Prozesse werden er beobachtet und kontinuierlich braucht natürlich protokuliert und Abweichung werden frühzeitig erkannt. Wie gesagt, das ist ja mittlerweile auch kein Hexenwerk. Deswegen muss man natürlich schon aufragend, ist das hier einfach schiefgelaufen oder war es vielleicht also, dass jemand einen oder zwei Augen zu gedrückt hat, damit man ein mutmaßlichen Betrug nicht erkennt. Die Staatsanwaltschaft sieht es im Kern so, dass eben üblicherweise bei Zalustinsleisten natürlich Gänzen gibt, in dem Wahnsignale auf Poppen zum Beispiel oder Bankengachfragen, was es mit den Kunden oder eben auch diese Rückbuchungen, diese Charge-Spects stark anziehen. Das sind alles so Red Flags und so Indikatoren. Aber wir haben es schon mal angerissen. Hier soll es ja so gewesen sein, dass eben das Inezweck diese Strukturen geschaffen haben soll, die eben genau diese Grenzen umgehen und ausheben. Und unser Solder war eben nicht nur infrastrukturgeliefert haben, sondern eben ja eine besondere Rolle gespielt haben. Und wenn man so will, sieht es jetzt für die Staatsanwaltschaft sehr wenig nach einem unbewussten Handeln aus. Und das führt ja letztendlich schon zu dem dritten Zentralen Vorwurf. Wir haben gesagt, es gibt drei zentrale Vorwürfe, zwei haben wir gehandelt. Der dritte waren die Pulling-Konnten. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass es nicht jeder Händler seine Zahlungseingänge sauber getrennt auf einem eigenen Konto erhält, sondern dass diese Gelder verschiedener Händler auch zunächst in so einer Art Sammeltopf eindaufen. Auch das kann vorkommen in der Zahlungsabwicklung ist auch nicht automatisch illegal, aber auch hier wieder, es wird natürlich problematisch, wenn die Sammeltkonten dazu gedient haben, sollten Spuren zu verwischen. Und die Ermittler, die gehen davon aus, dass unser genau solche Pulling-Konnten zur Verfügung gestellt hat, über die dann schon vereinnahmte Gelder letztendlich vermischt wurden. Und so sei es dann schwerer geworden nachzuvollziehen, woher diese Gelder eigentlich kommen, aus welcher konkreten Website, aus welcher Firma ist es vielleicht ein Scheinwiermar gewesen, welche Kreditkartenbelastung und in der Logik, wir haben es jetzt gerade schon gehört, das kann man sich hier zusammenreiben. In der Logik der Staatsanwaltschaft bedeutet das natürlich, dass diese Pulling-Konnten aus deren Sicht dann ein weitreser Art-Weitrapp-Baustein in dieser humorstlichen Geldwäsche gewesen sind. Erst die Abbruchung über die vielen Händler, dann die Bündelungen und dann die Weiterleitung unter einem scheinbar sauberen Zahlungsdienstleister. Ja, könnte man vielleicht auch so weiß nicht, als er keine Nebemaschine vielleicht bezeichnet, die dann ja offensichtlich System gehabt hat. Genau, so sehen das dir im Mittler. Wir sagen eben, die Gelder sein, sie gerichtet, ja vermischt und dann weiter geleitet worden. Und allein daran würde sie schon zeigen, dass eben so ein Kundenbasiertes weitergeben, der Gelder zu gar keinem Zeitpunkt überhaupt nur geplant gewesen sei. Und auch hier wieder, ähnlich wie bei der Settlement zu luschen, sei das Pulling einfach schlicht, einfach nur dafür eingesetzt wurden, um inkriminierte Gelder zu waschen und der Kuf zu verschleiern. So die Tierser-Starsanwaltschaft. Genau, und da müssen wir, glaube ich, nochmal an der Stelle wieder über Hülle, man kurz sprechen, denn wir müssen immer nochmal klar sagen, die Ermittler sehen schon ihn persönlich in der Verantwortung dafür, dass diese drei Kern-Weikel, wir haben eben drüber gesprochen. Dass die zur Verfügung gestellt worden sind. Genau, wir haben eingangs gesagt, diese Netzwerksäubahl unterschiedlichen Unternehmen Leute installiert haben oder Leute gesucht haben, die gerne mit ihnen korporieren sozusagen. Und die Staatsanwaltschaft zieht ihn jetzt bei unser eben in dieser Rolle. Ja, und es ist, glaube ich, klar, dass die Verteidigung auch hier jetzt wieder genau an diesem Punkt ansetzen wird. Ein Pulling-Konto alleine beweist noch keine Geldwärsche entscheidend ist hier, wie da die Frage, wir haben darüber gesprochen, wussten die Verantwortlichen davon, wo von die Staatsanwaltschaft ausgeht oder hätten die das wissen müssen, dass über diese konnten Gelder aus mutmaßlich betrügerischen Kreditkarten-Appuchungen liefen. Und wir wissen jetzt ja auch schon, dass Hülle, man, ja, jede Schuld von sich weist. Wir müssen aber einmal darüber reden, dass es auch fakt ist, dass es tatsächlich wahrnehinweise in Tern gab. Ja, sowohl zu den überweigern vermittelten Online-Händlern als auch von Rechtsberatern aufgezeigt, Schwachpunkten in der Geldwärsche-Prävention bei unserer. Und der Hülle, man, was soll der gemacht haben, der soll letztendlich nur darauf hingewiesen haben, dass unser, die seine Kunden kenne, und man keine weiteren Mechanismen zur Geldwärsche-Prävention brauche. Und das Umfeld von Hülle, man weiß letztendlich auch diese Vorwürfe zurück, das sei gar nicht so gewesen, ja. Hülle, man sei tatsächlich zu dieser Zeit, über die wir hier sprechen, schon gar nicht mehr in solche Dinge eingebunden gewesen, ja, da sein auch viele hierarchistufen, dazwischen gewesen, wo diese Warnungen auflaufen und zwischen ihm. Und letztlich sein, die Warnhinweise, die wirklich angekommen sind, auch eher überschaubar gewesen und von keiner dramatischen Qualität, sage ich mal, ja, das ist eine eher so Sachen gewesen, wie ein Hinweis, hey, da hatten Händler vielleicht irgendwie nicht ganz so saubro homepage oder so, so wird es aus dem Umfeld von Hülle, man dargestellt. Okay, um jetzt sagen wir mal, dem Kern der Sache noch ein bisschen näher zu kommen, weil jetzt haben wir jetzt irgendwie schon relativ viel über Technik natürlich gesprochen, das hätte man zu luschen, so ein Co. Ich finde ich sollten wir jetzt einmal noch mal auf unsere klassischen Recherche, wie wir zurückkommen, voller der Mannin, das ist ja das, was man bei uns auch in der Journalisten Schule lernt. Also wir gucken uns erstmal an, wo fließt Geld und wohin fließt das Geld und was sind also die möglichen finanziellen Anreize. Könnt ihr sagen, was sich da dokumentieren lässt, also welche möglichen finanzieller Anreize zum Beispiel, Hülle, man wo möglich muss man natürlich auch mal in der Stelle sagen, dazu getrieben haben, ein solches System entweder zuzulassen oder auch zu fördern? Ja, schön, dass du es ansprichst, denn deshalb sich natürlich auch die Staatsanwaltschaft gefragt und an der Stelle kommt dann eben auch eine Transaktionsinspiel, die ja zunächst unscheinbar wirkt. Das ist der sogenannte Blitzdiel aus der Jahr 2019 und der Spiel in den Ermittlungen eben auch eine wichtige Rolle. Auch deshalb war es ein Deal, ja zu wirklich doch bemerkenswerten Bedingungen war. Okay, Blitzdiel muss jetzt genau erklären. Ja, am 8. April 2019 kauft Ruben Weigern eben über seine Gesellschaft Market Advisers. Alle Anteile an der Blitz f19 strich 502 GmbH. Deswegen an der Stelle der Hinweis, es ging nicht um eine wahnsinnig schnelle Transaktion, sondern um haben wir das. Moment, moment, ja, beides. Hi, wir hören weiter. Wir hören weiter rein. Also die Gesellschaft Blitz f19, eine gerade mal drei Monate alte Vorratsgesellschaft ohne Produkt. Ja, und Mitarbeiter und Nennenswerte, Vermögenswerte gab es auch nicht. Und dann, und jetzt erblitziert, die noch am selben Tag am 8. April 2019, wechselt es dann diese Firmenhöhle erneut den Besitzer und der neue Eigengruppe. Das ist schon relativ schnell, das stimmt. Das ist mal nochmal, da sind nicht so schnell. Ja, also quasi der Doppelblitz. Und ja, der neue Eigentymmer war Hüllemann's Heidel Pay Group. Der Kaufweis war noch nicht bestimmt und sollte dann fällig werden, wenn eben Heidel Pay ihrerseits an Investor verkauft werden würde. Genau. Und warum machen die das? Also der Hintergrund dieser Transaktion, der offiziellen Darstellung zufolge jetzt, soll der Wunsch gewesen sein, die Zusammenarbeit mit Weigern zu sichern langfristig. Ja, unser wollte, dass der mehr Händler bringt, vielleicht sogar auch solche, die er zuvor schon an Wettbewerber vermittelt hatte. Aber man hatte jetzt irgendwie kein Bock, dem laufend Provision zu überweisen für diese Händler, sondern die Idee dieses Modells sei jetzt gewesen, dass der einen Einmalbetrag bekommt. der sich dann auch noch, René hat gerade gesagt, der Kaufpreis stand und ich fest, dieser einmalbetrag sollte sich auch an der Entwicklung von unser Orientieren, damit der Weigand auch einen Anreiz hat. Also letztendlich wurde dann eine Kaufpreisformel entwickelt, die dies regeln sollte, dass der Weigand von einer guten Entwicklung von unser profitiert und insbesondere auch an ein möglichen Verkauf. Das ist deshalb wichtig, weil bald darauf kam dann nämlich das US Private Equity Unternehmen KKA und hat unser übernommen bzw. damals Heidelpay und dann wird das ja unbenannt. Und KKA hat letztlich für 60 Prozent so rund 600 Millionen Euro gezahlt und dann damit wurde dann tatsächlich auch der Kaufpreis für diesen Blitzdial fällig und der wurde dann eben auf 20,1 Millionen Euro festgesetzt. Okay, 20,1 Millionen für eine Lehre für den Hülle. Genau, der Punkt, der auch den Ermittlern aufstößt, die sehen darin nämlich nicht so eine Art Provisionsmodell, wie es dargestellt worden ist von offizieller Seite, sondern möglicherweise auch als eine als Firmtransaktion verkleidete Gewinnaufschüttung für Weigand. So ein bisschen so eine Art Gauenerverkwitung, die getan wird als eben dieser Blitzdial. Ja, einerseits für den Aufbau der Settelmanz solution, andererseits aber auch für die Hilfe dabei den Unternehmenswert von unser Vor-der-Übername durch KKA aufzublähen. Wir haben natürlich auch hierzu wieder Weigand und Hüllemannsanwälte gefragt, die wollten sich nicht zu diesem Blitzdial äußern, aus Hüllemanns Umfeld hieß es dann, dass es sich auch mein ganz normales Konstrukt gehandelt habe und das auch überhaupt nichts aufgeblät worden sei und überhaupt ja, es seien keine Scheingchefte gewesen. Okay, hat KKA denn eigentlich was dazu gesagt? Ja, die haben wir natürlich auch gefragt, aber die haben uns dazu keine Auskunft gegeben. Okay, aber die Staatsanwälter, die muss sicher in Anfangssteichen geäußerte haben. Wie sollen denn dieses Aufblähen funktioniert haben? Es muss ja irgendwie festgestellt haben. Na ja, also sich mal anschaut, der Wert, so ein Zahlungsdienstleister, der hängt eben auch stark davon ab, wie viele Transaktionen und Umsätze, über dieses Themen laufen. So, und wenn jetzt eben kurz vor dem Verkauf, zusätzlich, ganz große Umsätze in den Grupp bekommen, dann kann das logischerweise eine Bewertung erhöhen. Völlig unabhängig davon jetzt mal, ob diese Umsätze dann nachhaltig oder sauber sind. Ja, und die Ermittler, die stützen sich unter anderem auf ein Telegram-Chat, den sie auf Weigandsthelefungen gefunden haben sollen. Und da soll es unter anderem darum gegangen sein, wann den bestimmten Leistungen abgerechnet werden. In einem Ende, so jedenfalls der Vorwurf, so ein Rechnung in Zeitraum geschoben worden sein, der für die Bewertung durch Kekker relevant war. Okay, also der Wert auf Bestellung? Genau, das ist zumindest der Verdacht der Staatsanwaltschaft. Es gab tatsächlich auch ein whistleblower, der genau das später gegenüber der Barfin in dem Schreiben so sinngemäß beschrieben hat als vielleicht etwas ungewöhnliches, aber doch briljante Geldwäsche. Aber wir kommen ja eigentlich von der Frage, warum der Höhlemann möglicherweise ein solches System gefördert und unterstützt haben könnte, wie auch immer. Und da verweist die Staatsanwaltschaft eben darauf, dass auch er dann als Chef von unser von dieser Übernahme durch KKA massiv profitiert hat, ja, in der Ermittlungsarten ist von mehr als 60 Millionen Euro die Rede, die er durch den Verkauf erhalten haben soll. Und wir kennen das jetzt schon, ja, auch das wird als Quatsch tituliert aus dem Umfeld von Höhlemann. Der soll das Unternehmen quasi erst in einem zweiten Schritt an KKA verkauft haben und wenn er gedacht hätte, dass es irgendwie kriminelles Geschäft gegeben hätte, dann hätte er nicht die 100 Millionen Aktion weiter gehalten und ins Unternehmen reinvestiert, wie es getan haben soll. Okay, an der Stelle würde ich gerne kurz einhaken und vielleicht einfach mal so ein bisschen über euer Arbeit sprechen, weil, also ihr erzählt jetzt, der könnt ein bisschen erzählen, wie sich das aus seiner Perspektive dargestellt hat, vielleicht, ohne dass wir natürlich irgendwie die Chance hatten, wie gesagt, dass er mit uns spricht, erzählt doch mal bitte, wie das funktioniert, wie er da arbeitet. Ja, das ist tatsächlich schwierig, mit ihm zu sprechen, weil er ja in Untersuchungshafte sitzt und dann suchen wir natürlich Wege, wie wir dennoch an den Vorhaben, die wir Informationen kommen und dann hört man sich um und versucht irgendwie an Menschen zu kommen, die Bescheid wissen und vielleicht auch näher an ihm dran sind und Dinge dazu erzählen können und den Kreis, den Kreismann ein und da haben wir dann Leute gefunden, die uns was dazu erzählen. Ja, sehr gut, genau. Deswegen versuchen wir, dass natürlich damit auch, wie gesagt, irgendwie so ausgewogen, wie möglich von beiden Seiten zu erzählen. Aber, René, wir haben ja natürlich auch, sagen wir mal, ein anfungslichen Schwarz auf Weiß so ein bisschen was, ne? Denn ich habe es eben in der Anmoderation schon gesagt und wir haben es immer wieder zerschnüchig auch einfließen lassen. Ihr habt inzwischen nämlich auch exklusive und vertrauliche Dokumente aus den Ermittlungen vorliegen und zwar unter anderem Haftbefehle und da müssen die Ermitteln ja natürlich auch reinschreiben, was sie so an Beweisen haben und da gibt es auch einen Beweisstück, dem sie auch schon noch ziemlich eine Bedeutung bei messen. Genau so ist das und hier in dem Fall ist es unter anderem ein abgehörtes Telefonat und zwar vom 17. Oktober 2022. Da sprechen Hüllemann und Weigern miteinander und zwar nicht wie sonst üblich über Telegram, sondern über eine normale Telefonleitung und zwar war es bei Telegram im technischen Problem, wie immer haben soll. Und die beiden, die unterhalten sich eben über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, die den zu dem Zeitpunkt schon bekannt sind und dann sagt Hüllemann zu Weigern, zu Sinn gemäß. Na ja, viel können die Ermittler ja nicht in der Hand haben. Außer in den Aktenstünde. Na ja, das Weigern selbst, die fragt, wo den Strukturen gesteuert habe und Weigern herrscht und dann direkt darauf an, dass das Telefonat doch abgehört werden könnte und dann liegt da Wutenbrannt auf. Ja, war ja sein Bauchgefühl schon mal nicht schlecht, ne? Es wird tatsächlich abgehört worden. Genau. Und die Ermittler, die sehen auch hier in jetzt einen Schlüsselmoment, die werden dieses Gespräch heute als Beleg für ihre Ermittlungsergebnisse. In ihrer Lesart fast Hüllemann nämlich den Kern ihrer Erkenntnisse zusammen, das Weigern, möglichst selbst Teile dieses mutmaßlichen Betrugsnetzwerkes gesteuert und die Infrastruktur da zu genutzt haben soll, um Gelder zu waschen und auszukächen. Und von den Hüllemann-Vertrauten heißt es da wiederum, er sei totaler Bullshit, das, was er da gesagt hat, dass er nicht Täter wissen, sondern sei er so eine Frage der Entonierung, die Hüllemann hat, er so ironisch darüber spekuliert, in welche Richtung, wo die Ermittlungen gehen könnten und man müsse auch den zeitlichen Zusammenhang betrachten. Es war nämlich, oder so, so gewesen sein, dass kurz vorher es auch um die Frage ging, ob unser diese Zahlung an Weigern über 20,1 Millionen Euro aus dem Blitz die leisten müssen. Und da sei, wenige Tage vor dem Telefonat ein Arrestbeschluss eingegangen bei Weigern. Und auf dessen Inhalt habe sich dann auch Hüllemann mit den Sätzen in dem Gespräch bezogen. Das soll quasi in diesem Arrestbeschluss dringestanden haben und er hat das dann eher so zitiert. Ja, und ich glaube, das sind so Streitereien, um die Deutungshoheit, die werden wir in diesem Verfahren noch ganz, ganz, ganz oft hören. Was sagt ein Satz wirklich aus? Was wusste jemand, wie Hüllemann am Ende jetzt wirklich? Was konnte er überhaupt wissen? Was musste er vielleicht auch wissen? Okay, ich würde gerne an dieser Stelle noch ein paar Schritte zurückgehen, weil wir haben jetzt gesagt, dass das Telefonat war von 2022, ne? Also es ist schon auch wieder in der ganze Weile her. Lass uns vielleicht mal ganz an den Anfang springen. Was hat die Ermittler überhaupt auf die Spur dieses ganzen mutmaßlichen Betrugs gebracht? Ja, das ist ganz es nicht in Deutschland passiert, sondern geschah am 9. März 2020, wenn man es genau wissen will und zwar am Flughafen in Los Angeles, da wurde nämlich Hüllemann weigern festgenommen. Und Hintergrund waren eben Ermittlungen in den USA wegen Bankbetrugs. Und ja, weigern und andere Komplizen sollen Kreditkartenzahlung für Marihuana Käufe unkudiert haben. Da ging es wahrscheinlich nicht um Eigenbedarf oder wie es dann heißt? Nee, ging es nicht um Eigenbedarf, sondern es schlicht eben um Zahlungen. Und zwar sollen diese Transaktion für Marihuana Käufe umdeclareert haben als Erwerb von Gesichtskreben, so ne Produkte und was, was ich noch alles um eben diese Drohendils vor den Banken zu verstecken. Weil die darüber nicht in Laufen durften, sollten sie auch nicht als Drohendils declareert werden. Und bei der Generalstaatsamwatschaft Koblenz, und das ist dann auch wieder interessant, indem Zuständigkeiten nämlich weigern heimat im Westervalt fällt. Da soll dann laut unseren Informationen dann zeitnah eine Anzeige über ein Geldwäsche verdacht, eingegangen sein oder weitergeleitet worden sein. Ja, und das brachte das Ganze dann ins Rollen. Ich glaube, das dürfte so im Mai 2020 gewesen sein. Ja, und ich muss da einmal kurz reingrätchen. Weil interessant ist nämlich auch, was Hüllemann nach der Festnahme weigerns gemacht hat. Okay. Er hat nämlich Angeboten 800.000 US-Dollar-Kaussion für die Freilassung von Weigern zu stellen. Warum macht er das? Aber es ist natürlich nur, wenn der nicht in Haft sitzt. Man muss dazu auch wissen, Weihgangs-Händler, die an uns vermittelt haben, waren inzwischen schon für 8 Prozent des Geschäfts der ganzen Gruppe verantwortlich. Das ist schon wichtig, einfach auch wirtschaftlich. Aber klar ist auch, dass für Hülemann, weil der Weihgang zu diesem Zeitpunkt schon längst viel mehr als ein gewöhnlicher Geschäftspartner. Wir hören aus seinem Umfeld, dass der Weihgang tatsächlich auch zu seinen sehr guten Freunden gezählt haben soll. Der soll auch gegenüber US-Behörden damals den Weihgang mal als Teil der Familie bezeichnet haben. Die hatten schon offenbaren, sehr enges Verhältnis. Ein weiteres Indiz dafür, wie eng das wirklich war. Der Hülemann soll Weihgangs-Beruder zum Vorstand einer Stiftung gemacht haben, die das Vermögen seiner Familie, der Hülemanns quasi verwaltet hat. Diese Stiftung soll dann auch an den Wohnsitz von Weihgangs Eltern in den Westarbeit verlegt worden sein. Ja, das ist auf jeden Fall, sag ich es, man geht über eine normale Business-Freundschaft vielleicht da sogar schön hinaus. Das ist auf jeden Fall relativ eng aus meiner Perspektive, wie ging es weiter? Bei dieser einen Anzeige lieb's nicht, geldwäsche, Verdachtsmeldung. Da gingen dann noch mehrere ein und ja auch die Bundesfinanz auf Sichtbar finden. Schaltete sich dann ein und brüchte die Verbindung unter anderem unseres zu Weihgangs. Ja und beauftragte in Sachen Unser und die Wirtschaftspfiffungsgesellschaft KPMG mit einer Sonderuntersuchung. Ja und was die da rausfanden, machten die auf sehr 2022 dann öffentlich. Kurz zusammengefasst, die sind dann die Untersuchung, die haben ganz gravierende Menge in der Unternehmenssteuerung, hervorgebracht und eben auch bei Kontrollmichernismen. Das kommt jetzt aus einer Pressemitteilung der Barfin. Und da nimmt sie auch direkten Bezug auf die von Weihgang vermitteln Händler ohne aber Weihgang nahmlich zu nennen und schreibt, und das sind Zitat, die gravierendsten Menge betrafen, eine spezielle Zahlungsdienstleistungs-Konstruktion mit mehreren 100 Händlern. Der Großteil davon scheinfirmen. Das ist eben Zitat Barfin aus der Presse-Metallung. Ja und die Konsequenz aus dem Ganzen, unser muss denn eine Geldbuse von 350.000 Euro zahlen. Wir kam ein Neukundenverbot auferlegt und ein Sonderbauauftrag, da er wurde im Unternehmen installiert. Bleiben Sie dran. Digitalisierung, wenn ich das schon höre. Jetzt muss ich mich neben meiner Arbeit auch noch um die Cloud kümmern. Nee, aber Wode von Business. So ist es. Wode von Together We Can. Okay, so, wir haben jetzt relativ lange über unser und Hüllemann gesprochen. Allerdings, wir haben es einen Eingangsgesagt, Operation Chargeback, dreht sich ja durchaus um noch andere große Zahlungsdienstleister. Wir hatten den Namen erwähnt, den hier alle Hörern und Hörer schon mehrfach gehört haben. Der, wie gesagt, für uns natürlich kein Unbekanter ist, Jan Masalek, Ex-Weierkart-Vorstand für das Asiengeschäft zuständig, Flüchtig, weltweit gesucht, wahrscheinlich in Moskau, sie kennen das alle. Welche Spur in diesem Fall für den zu ihm und zu Heuerkart? Ja, Weierkart hat so genau so wie unser auch einer dieser großen Zahlungsdienstleister gewesen sein, über die diese hutmaßlich betrügerischen Transaktion letztlich in den Zahlungsverkehr geschläust worden sein sollen. Und auch hier wieder eine Gruppe von angeblichen Handlern verantwortlich für diese Buchungen, um die sich dann bei Weierkart eben nur ein ganz, ganz kleiner Kreis gekümmert hat. Da war ein Mitarbeiter aus der Abteilung für digitalen Vertrieb dabei. Da war die Geschäftsführerin von Weierkart-Singerpur dabei, die Brigitte Häuser-Axna, auch genannt Baxi. Und natürlich Jan Maßhalleck. Und alle drei gehören im Chargeback-Verfahren jetzt auch zu den Beschuldigten. Wir haben natürlich wieder gefragt, der Anwalt von Jan Maßhalleck, der wollte sich nicht äußern. Und Häuser-Axnaßverteidiger betontet, dass seine Mandante in keiner Weise einfluss auf das strategische Geschäft der Weierkart gehabt habe. Sie habe in nur einem Vorstandsmittglied berichtet. Und dieses Vorstandsmittglied war dann Jan Maßhalleck. Okay, jetzt machen wir mal noch mal so ein kleines Deep-Deif in den, muss man ja sagen, ehemaligen Weierkart, komplex über welche Händler reden wir denn da jetzt? Im Zentrum steht das Netzwerk Web-Ops, beziehungsweise C.E. Cash. Und da hinterwiedere umstand und da war er in der Ray Akka. Wir haben es am Anfang schon mal angesprochen, der in der Branche als der Pornobaron bekannt war. Und C.E. Cash soll ja tausende Pornobwebs halten, letztlich umfasst haben und nach außen hin wurde das als so eine Art Franchise beschrieben. Also C.E. Cash liefert eine technische Infrastruktur. Wie Software kümmert sich im Trafik auf der Seite und eben um den Kunden zu port. Und die Betreiber, die letztlich im Betreiber der Web-Siten, befassen sich dann nur noch mit den Inhalten. Und im europäischen Haft befehlen jetzt in Sachen Chargeback wird C.E. Cash als ein komplexes, so bürammiedenförmiges Film konstrukt beschrieben. Und eben auf der untersten Stufe sind dann mehr als tausend Scheinwebseien. Und hier, obacht schließt sich langsam wieder der Kreis, denn diese Webseiten sollen eben, wie da nur Vehike gewesen sein, um die Kreditkarten zu belasten. Das ist dann die Parallelität zum Fall unser. Genau, es ist am Ende genau das gleiche in Grün, fingierte Abos, unberechtigte Abbruchungen und so weiter. Und hier ist es ja die Geschäftsführer dieser Scheinfirm. Die sollen teilweise gar nicht gewusst haben, was ihre angeblichen Firmen da eigentlich so machen. Oder sie haben vielleicht auch nichtmals gewusst, dass sie überhaupt als Geschäftsführer da irgendwo eingesetzt worden sind. Und deren Geschäfte liefen jetzt aber eben über die Wirecard. Und interessantes in dem Zusammenhang dann, wie eng eigentlich der Kontakt zu Akkawern war von dieser kleinen Gruppe bei Wirecard. Akkawern nannte Maassaleck und die Häuser-Axner in E-Mail, seine Favorit Germans. Maassaleck-Schrieb-Akkawern wiederum mit My Love an. Und dann haben wir auch noch Mehlts gefunden, in denen ging es dann um Geschenke, die Häuser-Axner zu Akkawern nach Hause bestellt haben sollen. Nämlich zum Beispiel ein Gucci Baby by the Kindergummi-Stiefel von Burberry und so Zeug halt. Man kann auf jeden Fall sagen, es weiß keine ganz normale Geschäftsbeziehung. Okay, es gab natürlich aber auch immer wieder auffällige Vorgänge, immer die Wirecard-S-Geldwäsche beauftragten. Wie gab es damals wichtig, stolperten. Weil wir nur vielleicht besser antigeldwäsche beauftragten. Oder Geldwäsche bekämpfer. Geldwäsche beacht. Auf jeden Fall 2016 sahen sich die Wirecard-Geldwäsche bekämpfernd eine Kette von Transaktionen. Und zwar wollte da eine Firma aus dem Umfeld von Cache, die wollten 500.000 Euro abhebeln. In Bar. Angeblich um wichtige Kunden aus der Pornbranche bei Events in Europa zu Entertain. Wie auch immer. Ja, und die Geldwäsche bekämpferten dann das, was sie in so einem Verleben tun müssen. Die wollten wissen, wie diese Firmen zusammenhängen, ob es Verträge gibt. Und auch, wofür das Geld bei diesem Entertainen genau gebraucht würde. Ja, dann hat sich diese Aufklärung aber gezogen, so wie das war Wirecard, ja eigentlich immer. Und irgendwann schrieb Brigitte, Baxi, Häuser, Axtner dann. Man kenne diesen Kunden doch schon lange und jetzt sollen wir die Kirche endlich im Dorf lassen. Also angesichts von 500.000 Euro in Bar ist das schon relativ bemerkenswerter Satz in so einer Situation. Allerdings und von solchen Situationen gab es, gab es echt etliche. Ja, auch ein Jahr später 2017 fällt jemandem bei Wirecard auf, dass es Kunden gibt, die offenbar plötzlich Geschäftsfeld gewechselt haben. Ja, es gab eine Firma, die war bislang im Bereich Health and Beauty unterwegs und hat laut Website, Gesichtskremens im Abo zum Beispiel angeboten. Plötzlich betrieb die eine Website BlackGirlsRidingDirty.com. So. Und die Geldwäsche beauftragen wollten jetzt wissen, was ist das, was passiert da, wie kommt diese Geschäftsveränderung zustande? Ich meine, das ist halt der in Job so. Und die Antwort kommt vom Fizischef für digitalen Vertrieb, der in der Sissensität jetzt, ja. Ich denke, dem Handler war unsere interne Risikobewertung nicht bekannt, aber das Health and Beauty Projekt scheint, ich mehr verfolgt zu werden. Ich finde, adult sowieso Bodenständiger. Ja, also das kann man natürlich so bewerten, dass dieses, ich möchte jetzt, weiß ich nicht, ob ich den unbedingt den Namen von der Bronnokwebsite jetzt nochmal wiederholen muss, aber irgendwie kann man Bodenständiger bezeichnen oder auch nicht. Ich finde es zücklingt eher ein bisschen flabstig, muss ich sagen, vor allem, also um hier nochmal ganz klar zu sagen, es ging ja mindestens um Hochrisiko-Geschäft möglicherweise sogar um Betrug. Ja, mir haben wir vorhin auch über die Mariana verkäufe gesprochen und solche Wohnungen eben auch über Waiercat abgewickelt, wie in den Mitarbeiter Ende 2017 dann herausfand. Der fand nämlich da Firmen aus dem Umfeld, dieser C.I. Cash, die innerhalb von 14 Tagen mehr als anderthalb Millionen US-Dollar umgesetzt hatten. Und, na ja, angeblich Boden, die Diätberatung per Telefon an, für einen Dollar die Minute, so um dann hatten Fynniger und Mitarbeiter mal einen und kam darauf, dass man eben um auf diesem Betrag zu kommen, da müssten die mindestens 75 Diät-Experten da sitzen haben, die keine Pause gemacht haben und 24 Stunden im Tag telefoniert haben. Sieben Tage, die Woche. - Genau, sieben Tage, die Woche. Und der Mitarbeiter wollte, war der, der wollte die Firma dann abschalten. Und dann kam noch mal Brigitte Häuser-Akstner, hat sich eingeschaltet und die Sprachdanz von Aktionismus und Schrieb tief durchhaben. Es ist ja nichts passiert. - Ja, die Ruhe muss man erst mal haben. Also es gab aber auch noch ein Treffen und zwar im Parkheit in Wien, Michael. Ja, das war auch sehr bemerkenswert. Da war ein Geldwäschebekampf von Wirecard, hat dort den Ray Akkerwern persönlich getroffen. Der hat ihn einfliegen lassen aus Ascheim im Privatschät und saß dann vier Stunden mit dem Zusammen in diesem Nobelhotel. Und nach dem Treffen notierte dieser Geldwäschebekämpfer, dann das ja schon einen positiven Eindruck gewonnen habe. Der Akkerwern habe interessante und detaillierte Einblicke gegeben und die Unklarheiten, die vorher da gewesen sein, ausgeräumt. Und Sie, Cash, können jetzt festhalten, das sei quasi wie McDonald's, ja, für Hamburger, sondern für Pornos. Eben ein Franchise-System. Und dabei soll der Akkerwern laut dem Protokoll von diesem Treffen offen erklärt haben, dass er die Transaktion bewusst schwer durch Schauber gestaltet, um Systeme von US-Banken zu umgehen, die sonst Probleme gehabt hätten mit diesen Zahlungen mit Bezug zu Porn und so. Und die dann zurückgewiesen hätten. Und trotzdem kam dieser Geldwäschebekämpfer dann zu dem Schluss das Akkerwern, ein kompetenter und seriöser Typ sei. Und übrigens auch, dass er jetzt dann keine Bedenken mehr hat, wenn der Akkerwern mal wieder oder eine seiner, irgendjemand von seinen Firmen, große Mengen Bargeld abheben wollte. 500.000 Euro macht ihm auf einmal Sinn, weil wenn das halt das McDonald's sehr Porn-Industrie ist. Ich mein, wir kennen jetzt auch danach die ganze Geschichte von Wirecard. Ich meine sogar, dass es auch in den USA ein Gerichtsprozess des Wegen gegeben hat. Da bin ich mir jetzt aber gar nicht mehr ganz sicher. Klar muss man sagen, im Rückblick wirkt es natürlich total absurd. Ja, absolut. Und nun ein Veralmbal Akkerwern eben später in USA auch zusammen mit oben weigern. Ja, verrottert wurde und zwar wegen bandmäßig Bankenbetrugs. Ja, dann hat dies nämlich doch richtig im Kopf. Genau, wegen dieser Verschleierung. Aber Akkerwern können wir heute leider nicht mehr fragen. Der ist im März 2024 im Hausarrest verstorben, aner Überdosis. Okay, dann habt ihr euch aber natürlich auch noch die Rolle von Jan-Mass Hallek angeschaut. Da haben wir ja durchaus auch in Zeit in seine Kommunikationen. Genau. Und was sehen wir da? Wir sehen, dass er natürlich eine zentrale Rolle gespielt haben, insbesondere dadurch, dass das tatsächlich, also es können wir glaube ich so, das lesen wir auch so in den Mädels, dass tatsächlich die Häuser-Axner so eine Art in ein verschrichen Nguer. Rechte Hand von Marsalek war und quasi dann die Brücke von Marsalek zu Akkerwern. Aber am Ende ist es schon so, dass er wie so oft dann das sagen, in Sachen Betreuung dieser mutmaßlichen Betrucksnetzwerke bei Wirecard hatte. Wir haben schon über die Engeverbindung zu Akkerwern, haben wir vorhin wissen, was erzählt zu den Mädels? Natürlich kannte Jan-Mass Hallek auch Rubenweigern. Und man muss am Ende einfach sagen, dass wie so oft dann die großen Fragen am Ende zu Jan-Mass Hallek führen. Wer wusste, was welche Umsätze waren, echte welche vielleicht nur Fassade? Ich mein, also den würden wir gerne fragen. Ufen auch mal wieder auf, wenn er gerne mit uns sprechen möchte, kann er das gerne jeder da tun. Aber der ist vermutlich gerade in Russland und damit wir ja für uns noch für die ermittler greifbar. Trotzdem muss man natürlich sagen, strahlen die Koblenzer-Ermittlungen jetzt eben auf den Prozess in München ab, von dem wir stand jetzt bis Jahresende vielleicht ein Urteil erwarten und zwar gegen den Exvorstand Ex-Co-Marcus-Berauen. Was genau hat jetzt Operation Chargeback damit zu tun? Über Schneidungen sind ja durchaus da, wie wir schon gehört haben, allein schon in den Personellerhinsicht. Namen wir Jan-Mass Hallek und Brigitte Häuser-Axtna. Die übrigens, Massallek auf der Flucht, Frau Häuser-Axtna sitzt ein, es sind Singapore verhaftet worden, es sind zwischendurch ausgeliefert worden und sitzt in Deutschland in so Untersuchungsaft. Ja und auf bestimmte Abteilung bei Wirecard spielen eine wesentliche Rolle, eben unter anderem die für digitalen Vertrieb, also da sind über Schneidungen. Und dazu kommt auch noch mal der strukturelle Aspekt. Im Wirecard-Prozess geht es ja im Kern auch um die Frage, ob bei den Belanz nicht nur wenn man so will, engeren Sinne betrogen wurde, sondern geht vor allem darum, waren diese Milliarden Umsätze schlicht erfunden und gab es in Großteil dieses Baubseln, Geschäftsinn, in Asin gar nicht, wo von der Ermittler ja ausgehen. Und ähnliches ist das Schadspeck. Auch da stellt sie halt die Frage, naja, wie geht so ein großer Zahlungsdienstleis, damit hochrisiko-Händlern, auffälligen Transitionen, Wahnsignalen, um- und etwaigen Scheinhändlern? Ja und Braunzverteidigung hat natürlich auch erkannt, was René jetzt über Schneidungen nennt, dass die Operation Schadspeck letztendlich auch für sie interessant sein kann. Die argumentieren, dass sich aus diesem Verfahren in Koblenz auch wichtige Erkenntnisse, möglicherweise ableiten lassen können, für den Prozess in München. Im Kern geht es denen darum zu zeigen, dass es eben diesen kleinen Kreisgab, um ihren Maßhalleck der Dinge getan hat, von denen Braun nichts gewusst haben sollen. Nämlich letztendlich halt Geschäfte fingieren, um Gelder aus dem Konzern herauszuleiten. So nach dem Motto der eigentliche Schattenbereich liegt ja bei Maßhalleck und gar nicht bei Braun. Deswegen wollen die Verteidigerinnen von Markus Braun jetzt auch Aten auswert, mit Blick auf das Münchiner-Verfahren und auch zahlreiche Zeugen laden. Und wenn das Gericht dem Folgen sollte der Argumentation, dann könnte das diesen ohnehin schon super lang, weil er Kartprozess noch deutlich in die Länge ziehen. Und tatsächlich hat auch schon ein erster wichtiger Zeuge aus dem Koblenzer-Verfahren in München ausgesagt. Häuser-Axner hingegen, die hat schon klar gemacht, dass sie nicht im Prozess in München aussagen will. Okay, und das heißt, das könnte sich dann konkret auch in das Jahr 2027 ziehen, wenn ich euch richtig verstanden habe. Wie ist denn jetzt eigentlich der letzte Stand in den beiden Verfahren in Koblenz und München? Ja, also in Koblenz wird noch ermittelt und noch allem, was wir mitbekommen, scheinen die Ermittler um die fahrendworgliche Staatsanwältin zu sein Schüler da schon ziemlich weit zu sein. Und auch aus dem Umfeld ist ein oder anderen Beschulichten kommen, so Signale wie, dass man schon davon ausgeht, dass die Generalstaatsanwaltschaften Koblenz den Fall schon zur Anklage bringen will. Und das ist doch recht schwer, sei die dortigen Ermittler davon abzubringen, von so einer Anklage. Und da wird er immer wieder transportiert. Koblenz gilt so als eine der herzesten Staatsanwaltschaften in der Republik. Wie, übrigens auch München und dann noch mal überzuleiten zu dem Wirecard-Prozess. Dazu er gesagt, vielleicht zieht sich das bis 2027. Auf jeden Fall zieht sich der Prozess ja schon länger als gedacht. Denn es waren ja mal zunächst die Miene im Prozess bis Ende Juni angesetzt. Das hat sich jetzt erledigt und es wurde jetzt eben ausgewaltet, auch wegen des Verfahrens Chargeback, wo Informationen angezogen werden sollen. Allerdings, und das ist jetzt ganz frisch, soll bald die Frist für neue Beweisanträge enden. Damit könnte dann vielleicht auch die Beweisaufnahme in den Verfahren im frühen Herbst enden. Sprich, das Finale, dann kurz bevorstehen. Termine sind Sicherheitshalber schon mal bis unmittelbar vor Weihnachten angesetzt. Und dann liefe der Prozess übrigens fast auf den Tag genau vier Jahre. Und jetzt noch mal darauf zurückzukommen, dass du gesagt hast, vielleicht geht's noch bis ins Jahr 2027. Ich war jetzt doch nochmal eine Prognose in Sachen Ende des Wirecards Prozessen, nachdem wir bishering nicht so erfolgreich waren. Ich denke doch jetzt wirklich, dass die Klappe spricht, das Urteil doch noch in diesem Jahr fällt. Ich bin sehr gespannt, ob du recht hast, denn du hast es schon mal gesagt, wir reden häufig drüber. Es gab schon mal auch andere Prognosen. Ja, jetzt. Aber jetzt sind wir. Teil bis zu lang darauf rum. Gewahr alles gut. Jetzt sind wir halt jetzt mich sicher. Bei einer Sache bin ich mir auf jeden Fall total sicher, dass bei uns jetzt die Klappe fällt. Das war nämlich das Ende von dieser Folge. Wir sind sehr gespannt, ob Operation Chargeback mehr Licht in den Wirecard schatten bringt oder nicht. Wir bleiben auf jeden Fall dran, ihr bleibt auf jeden Fall dran und wir werden mit Sicherheit ein Update geben, wenn es Neuigkeiten gibt. An der Stelle erst mal, danke René und danke Michael. Sehr sehr gerne. Vom mir auch sehr gerne. Auch ein ganz herzlichen Dank natürlich an Leonard Dumke, der diese Folge wie immer produziert hat und immer das Beste aus uns rausholt, muss ich sagen. Und auch an Marie-Voldschleger, die uns immer zuhört, damit wir kein Quatsch erzählen, den wir nicht senden dürfen. Und ich freue mich aber vor allen Dingen natürlich ganz doll, wenn Sie uns auch sagen, liebe Zuhörer, liebe Zuhörer, ob Ihnen diese Folge gefallen hat. Meinst ich gerne bei [email protected] oder auch bei Instagram, bei Hanspert, unterstich. Crime, wir bekommen viel Feedback. Wir versuchen auf alles zu antworten. Wir können leider nicht allen Fällen nachgehen. Gefühlt könnten wir manchmal noch viel mehr Podcastfolgen machen. Leider sind unsere Recherche Kapazitäten. begrenzt, aber wie gesagt, wir versuchen, Alben nachzugehen und Alben zu antworten. Genau. Und damit würde ich sagen, vielen herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal. Mehr, mehr, mehr denn je, mehr Krise denn je, mehr Chancen denn je, mehr Digitalisierung, Globalisierung, Polarisierung, mehr, mehr Innovation, Disruption des Information, mehr Wettbewerb denn je, mehr Pessimismus, mehr Optimismus, mehr richtig mehr falsch, mehr alles, mehr nichts. Nie war es wichtiger, die Fakten zu kennen. Handelsblatt, Substanz entscheidet. Heute mehr denn je.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Am
  2. November 2025 durchsuchten Ermittler in Deutschland und acht weiteren Ländern über 60 Objekte und nahmen 18 Verdächtige fest, fünf davon in Deutschland.
  3. Die Operation "Charge Back" beschäftigt sich mit einem internationalen Netzwerk, das den deutschen Finanzmarkt unterwandert haben soll, um illegale Transaktionen abzuwickeln und Gelder zu verschleiern.
  4. Im Zentrum stehen missbrauchte Kreditkartendaten von rund 4,3 Millionen Menschen aus 193 Ländern, ein mutmaßlicher Schaden von über 300 Millionen Euro und geplante weitere Transaktionen im Wert von 750 Millionen Euro.
  5. Die Beschuldigten nutzten tausende Fake-Webseiten und Scheinfirmen, um Kleinstbeträge (z.B. 0,99 Euro) abzubuchen, die von Kunden oft unbemerkt blieben.
  6. Zu den Beschuldigten zählen Mitglieder des Betrugsnetzwerks, Vermittler von Hochrisikokunden sowie ehemalige Mitarbeiter und Führungskräfte großer Zahlungsdienstleister wie PayOne, Concardis, Unzer und Wirecard.
  7. Prominente Beschuldigte sind der als "Pornobaron" bekannte Wirecard-Kunde, der Wirecard-Manager aus Singapur und der flüchtige Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek.
  8. Der ehemalige Unzer-Chef Mirko Hüllmann und der Vermittler Ruben Weigand sitzen seit November in Untersuchungshaft; die Vorwürfe umfassen Gateway-Dienstleistungen, Settlement-Lösungen und Pulling-Konten zur Verschleierung von Zahlungsströmen.
  9. Ein Treffen im August 2017 im Restaurant "Heights" in Heidelberg gilt als Schlüsselmoment, bei dem Weigand Hüllmann eine Plattform zur Geldwäsche vorschlug, die Gelder unter dem Namen von Unzer bündelte und den wirtschaftlichen Absender verschleierte.

Summary:

Am 4. November 2025 führten Ermittler in Deutschland und acht weiteren Ländern eine groß angelegte Razzia durch, bei der über 60 Objekte durchsucht und 18 Verdächtige festgenommen wurden. Die Operation "Charge Back" zielt auf ein internationales Netzwerk, das den deutschen Finanzmarkt unterwandert haben soll, um ein paralleles Finanzsystem für illegale Transaktionen aufzubauen.

Im Zentrum stehen missbrauchte Kreditkartendaten von rund 4,3 Millionen Menschen aus 193 Ländern, ein mutmaßlicher Schaden von über 300 Millionen Euro und geplante weitere Transaktionen im Wert von 750 Millionen Euro. Die Beschuldigten nutzten tausende Fake-Webseiten und Scheinfirmen, um Kleinstbeträge wie 0,99 Cent für angebliche Abos abzubuchen, die von Kunden oft unbemerkt blieben. Zu den Beschuldigten zählen Mitglieder des Betrugsnetzwerks, Vermittler von Hochrisikokunden sowie ehemalige Mitarbeiter und Führungskräfte großer Zahlungsdienstleister wie PayOne, Concardis, Unzer und Wirecard.

Prominente Namen sind der flüchtige Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek und der ehemalige Unzer-Chef Mirko Hüllmann, der gemeinsam mit dem Vermittler Ruben Weigand seit November in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittler werfen Hüllmann vor, über technische Lösungen wie Gateways und Settlement-Plattformen die Verschleierung von Zahlungsströmen ermöglicht zu haben. Ein Treffen im August 2017 im Heidelberger Restaurant "Heights" gilt als Schlüsselmoment, bei dem Weigand Hüllmann eine Plattform vorschlug, die Gelder unter dem Namen von Unzer bündelte, um die Herkunft zu verschleiern.

Die Anwältin von Hüllmann weist alle Vorwürfe als haltlos zurück.

FAQs

Die Operation Charge Back ist eine internationale Ermittlung, bei der 18 Verdächtige festgenommen wurden, darunter fünf in Deutschland. Sie zielt auf ein Netzwerk ab, das den deutschen Finanzmarkt unterwandert haben soll, um ein paralleles Finanzsystem aufzubauen.

Chargeback bezeichnet die Rückbuchung einer Kreditkartenzahlung, wenn eine Abbuchung nicht autorisiert wurde. Die Ermittler werfen dem Netzwerk vor, diese Rückbuchungen durch kleine, wiederkehrende Beträge ausgenutzt zu haben.

Der Betrug betrifft rund 4,3 Millionen Menschen aus 193 Ländern. Der mutmaßliche Schaden beträgt über 300 Millionen Euro, und weitere 750 Millionen Euro an Transaktionen wurden verhindert.

Zu den 36 Beschuldigten zählen Mitglieder des Betrugsnetzwerks, Vermittler von Hochrisikokunden, Anbieter von Scheinfirmen sowie ehemalige Mitarbeiter von Zahlungsdienstleistern wie PayOne, Concardis und Wirecard, darunter auch Jan Marsalek.

Mirko Hüllemann, ehemaliger Chef von Unzer (früher Heidelpay), wird vorgeworfen, als Wegbereiter für das Betrugsnetzwerk agiert zu haben, indem er Zahlungsinfrastruktur bereitstellte. Er sitzt seit November in Untersuchungshaft, bestreitet aber die Vorwürfe.

Die Vorwürfe umfassen Gateway-Dienstleistungen (technische Brücke für Zahlungen), eine Settlement-Solution (Verschleierung von Geldflüssen) und Pulling-Konzepte. Die Ermittler sehen diese als Geldwäsche-Werkzeuge.

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