Nur noch Eltern, kein Paar mehr: So gelingt der Neustart für eure Partnerschaft! #283
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Elternpaare neigen dazu, ihre romantische Beziehung im Alltag zu verlieren, da sich das Leben durch Kinder und Familienverantwortung auf den Hintergrund des Liebespaar-Alltags verlagert. Doch es ist möglich, diesen Verlust zu überwinden und das Liebespaar wieder zu finden. Dazu muss man zunächst reflektieren, wann und warum die Distanz entstanden ist, oft in den ersten Monaten nach der Geburt oder während der Elternzeit. Danach wird die emotionale Verletzung verarbeitet: Die betroffene Person beschreibt ihre Gefühle objektiv, und die verursachende Person nimmt Verantwortung für das entstandene Gefühl an, ohne sich für das eigene Verhalten zu beklagen. Ein entscheidender Schritt ist die gemeinsame Vision des idealen Lebens als Paar – mit einer Balance aus Sicherheit und Abenteuer. Kleinere Momente wie gemeinsame Spaziergänge oder spontane Abenteuer können bereits heute Wiederherstellung fördern. Unterstützt werden Paare durch enge Bindungspartner, Babysitter oder Freunde, die ihnen Freizeit ermöglichen. Wichtiger als große Ausflüge ist die tägliche Erarbeitung von „Tut-mir-gut-Liste“-Momente, die das Gefühl der Verbundenheit stärken. Die Erkenntnis, dass das Leben kurz ist und jederzeit verpasst werden kann, macht die Wiederherstellung von Liebe und Verbindung zu einem dringenden und wertvollen Lebensziel.
Das ist wirklich wichtig, um als Elternpaar auch mal auszubrechen und zu sagen, man kann wieder Liebespaar sein.
Dann steht man eben da und fragt sich, Mensch, wie kann denn da so ein Neustart gelingen?
Ist das noch möglich? Haben wir den Zug verpasst?
Wir werden ganz häufig bei den 80-Jährigen erleben, dass sie sagen,
ich hätte gerne mehr Zeit mit meinen Kindern verbracht oder ich hätte gerne mehr Zeit mit meiner Familie verbracht.
Ich hätte gerne mehr Liebespaarzeit mit meiner Frau gehabt.
Und Leben ist ja nun einfach kurz und man weiß nicht, wie lange man noch hat, das weiß keiner von uns.
Und da ist es so wichtig, dass man das Leben führt, mit dem man glücklich ist.
Letzte Folge haben wir darüber gesprochen, wie schnell Paare im Familienalltag ihre Verbindung verlieren
und was es bedeutet, wenn man sich nur noch als Mama oder Papa erlebt, aber nicht mehr als Paar.
Wir haben erklärt, welche Ursachen dahinter stecken können, warum Distanz entsteht
und wollen heute darüber sprechen, wie ihr als Liebespaar
wieder zueinander finden könnt und was es braucht, um nicht mehr nur in der Elternrolle,
WG-Rolle, Zweckgemeinschaft zu stecken.
Du bist im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch, raus aus der Krise hinein
in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Ein sehr spannendes, wiederkehrendes Thema, wo natürlich auch vielen Paaren wichtig ist,
von jemandem begleitet zu werden.
Der selbst Kinder hat und da direkt dann die Frage an dich.
Wie war es denn für dich, nachdem wir Eltern geworden sind?
Das war erstmal eine Herausforderung, fand ich.
Also deswegen finde ich, ich liebe ja diesen Spruch, wenn ein Kind geboren wird,
wird auch eine Mutter und ein Vater geboren, weil ich finde, das ist sehr zutreffend.
Man kann sich vorher vieles immer vornehmen oder bereden.
Und wenn dann ein kleiner Mensch in dieses System dazukommt, ist es dann doch meist ganz anders,
wie man sich das vorstellt.
Und das ist ja auch mal eine Frage, finde ich, die wir auch gerade letztens im Freundeskreis gestellt bekommen haben,
von einem Paar, was noch keine Kinder hat, zu sagen: Wie war das denn für euch ganz am Anfang?
Wie habt ihr diesen Umschwung so empfunden?
Und ja, wir hatten ja auch eine große Herausforderung erst mal als Paar,
weil wir nicht so einen leichten Start als Familie einfach hatten,
weil die Gegebenheiten nach Geburt nicht so optimal waren.
Einfach gesundheitlich erst mal bei mir und dann einfach mussten wir uns sehr viel eingrooven.
Und ja, es hat ein bisschen gebraucht, bis sich unser neues System so ein bisschen gefunden hat.
Wenn man zurückblickt, dann ist ja auch noch sehr spannend, dass wir zu dem Zeitpunkt noch keine Paartherapeuten waren.
Wir haben noch was anderes zu dem Zeitpunkt gemacht.
Wir hatten also das Wissen von heute nicht, sondern das war das Jahr, in dem mein erstes Unternehmen,
was ich gegründet hatte, stärker gewachsen ist, immer mehr Konflikte im Team auftraten.
Und wir dann das erste Mal einen Coach zur Konfliktlösung ins Team holten.
Und dann so dieser Weg begann, dass das richtig viel Wirkung gemacht hat und wir dann später in die Ausbildung gegangen sind.
Das heißt, da hatten wir das ganze Wissen von heute und die Erfahrung mit so vielen anderen Paaren und so weiter ja gar nicht.
Haben aber, denke ich mal intuitiv, aber vielleicht auch aus deinem Wissen heraus als Erzieherin und da warst du ja so in den Endzügen des Pädagogikstudiums,
haben wir schon viele Dinge ganz gut gemacht.
Ganz gut gebaut, die man auch heute Paaren raten würde.
Also wir haben ja recht schnell zwei weitere intensive Bindungspersonen mit hinzugenommen.
Wir haben recht schnell ihn auch mal übernachten lassen bei deiner Schwester und haben uns dann die erste eigene Freizeit als Paar wieder rausgeholt
und haben das früh versucht so zu etablieren, dass das für unseren Sohn auch sehr angenehm ist, dass er das gerne macht, dass er die beiden eben auch als weitere Bezugs-
und Bindungspersonen erlebt und das eben für ihn dann auch gar nichts Schlimmes ist, sondern heute ja eher mit der Tante und der Oma ein Vorteil ist.
Da darfst du dann ein paar Sachen, die du zu Hause nicht darfst und so.
Der Erziehungsauftrag ist nicht da.
Das ist cool und so weiter.
Da kann man mal lange wach bleiben und solche Sachen und das natürlich immer für uns Gelegenheiten und Möglichkeiten sind, dafür zu sorgen, dass er Spaß hat und wir gleichzeitig unsere Zeit als Liebespaar haben können.
Ja, das war ein.
Großer Glücksfall, dass die beiden auch bereit waren, sehr früh sozusagen da einzusteigen und uns zu unterstützen.
Und ich erinnere mich noch in der ersten Zeit an so ganz viele kleine Momente, die wir uns gesucht hatten, einfach weil die Herausforderung einfach auch war, es mal wieder zurück in den Alltag zu finden.
Ich erinnere mich noch immer an unsere Freitagabende, wo wir essen gegangen sind und wir dann deine Mutter als Babysitterin hatten und das für uns wirklich ganz wichtig war, diese eineinhalb Stunden teilweise dann ja auch wirklich.
Nur was essen gegangen, aber einmal raus, zu zweit mal abschalten und dann wieder zurück nach Hause.
Ja, das habe ich so in Erinnerung gerade, dass das ein wichtiger Part war, der mir ehrlich gesagt auch so ein bisschen über die anstrengende Phase am Anfang sehr geholfen hat.
Wobei man abschalten ja auch wieder in Anführungsstrichen setzen muss.
Und wenn man jetzt rückblickend reflektiert, dann würde ich sagen, wenn wir anderthalb Stunden weg waren, waren erst in der ersten Zeit, haben wir anderthalb Stunden über uns und unseren Sohn gesprochen.
Das sind alles Elternthemen und die sind im Laufe der Zeit nach und nach geringer geworden.
Das ist natürlich immer noch so, dass man über das Elternsein und unseren Sohn spricht, aber nicht mehr so wie damals.
Das blockt jetzt nicht den gesamten Raum, aber es ist natürlich trotzdem lustig, wenn man mal gemeinsam zu zweit shoppen geht und dann zurückkommt und hat dann drei Tüten in der Hand.
Und alle drei Tüten sind eigentlich für unseren Sohn und merkt so, okay, irgendwie haben wir für uns heute nichts gefunden.
Aber es ist dann lustig, ne?
Ja.
Das ist eine ganz andere Basis.
Und dann würde ich sagen, ist es so zeitlich gesehen.
Wir sind dann gewachsen, Stück für Stück, durch diese engen Bindungspartner, die ja wirklich auch Konstanz und Kontinuität erwiesen haben bis heute.
Und dass es ein wirklicher Gewinn war, da so eine enge Bindung auch aufzubauen.
Und ja, dass man dann auch als Paar Stück für Stück wieder zurückkommen konnte.
Aber das war auch Arbeit.
Also das ist nicht einfach so wieder zurückgekommen.
Wir haben damals auch schon immer uns keine materiellen Dinge geschenkt, sondern auch immer Erlebnisse.
Und das sind auch Sachen.
Und die wir dann mit den Jahren immer mehr genießen konnten.
Also dann waren wir auch mal eine Nacht weg.
Dann sind wir auch mal ein Stückchen weiter weggefahren.
Also der Kreis hat sich erweitert.
Ja, das ist alles so dynamisch.
Und man muss auch da sagen, es gab auch mal Rückschritte.
Es gab auch Momente, wo mal wieder nichts geklappt hat.
Also wo auch selbst die engsten Bindungspartner Schwierigkeiten hatten manchmal und gesagt haben,
mal gucken, ob das heute Abend klappt.
Und wir gesagt haben, okay, wir sind ja auch in der Nähe so.
Also das gab es auch.
Das hört sich sonst alles immer so perfekt an.
Also es gab auch Momente, wo Tränen geflossen sind.
Und dann gesagt, ich möchte das nicht.
Und wo man sagt, die kennst du doch. Und warum?
Das gab es genauso.
Aber das ist ja immer bei Kindern so.
Entwicklung ist ja nie linear, sondern wir hoffen zwar immer, dass es in eine Richtung geht.
Aber es geht auch mal fünf Schritte zurück.
Und dann nimmt man wieder Anlauf.
Und dann ist es wieder irgendeine Entwicklungsphase.
Und so ist es dann auch als Elternpaar.
Man wächst mit seinen Aufgaben und man wächst mit der Situation.
Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir beide daran festgehalten haben.
Bemüht waren zu sagen, okay, wir möchten, dass beide, dass das wiederkommt.
Und da ist, glaube ich, dann auch schon so der größte Game Changer für die meisten drin.
Nämlich der Glaubenssatz, dass es auch gebraucht wird, dass wir möchten, dass es wiederkommt.
Und wir dafür aktiv werden, dass das nicht von alleine passiert.
Also es geht hier nicht um ein Abwarten.
Und das kommt schon irgendwann.
Sondern dann muss ich ein Stück weit das Liebespaar wieder zurückholen.
Wir haben in der vorherigen Folge darüber gesprochen.
Die 30er, die sehr geprägt sind von Sicherheit.
Heiraten, Kinder bekommen, vielleicht ein Haus bauen, kaufen, Rentenpakete abschließen und so weiter.
Sehr viel Sicherheit.
Und es passieren aber auch sehr viele neue Dinge.
Gerade wenn man jetzt Karriereschritte macht, dann ist auf einmal der Job sehr im Fokus, sehr stressig.
Es ist viel Neues da und so weiter.
Und irgendwann merkt man eben, dass man in der Beziehung recht funktional geworden ist.
Und man hat diesen Zeitpunkt verpasst, sich das Liebespaar wieder zurückzuholen.
Und dann steht man eben da und fragt sich, Mensch, wie kann denn da so ein Neustart gelingen?
Und darüber wollen wir jetzt nochmal ein bisschen intensiver sprechen.
Wie gelingt denn der Neustart?
Weil das eine ist natürlich, wenn man jetzt hier zuhört und ist gerade Eltern geworden,
dann ist das natürlich etwas, wo man präventiv sehr gut starten kann und einfach weiß,
ah, okay.
Ich muss mir das also selber zurückholen.
Wir müssen aktiv werden.
Und wir müssen uns jetzt, so unromantisch das auch erstmal klingen mag,
wir müssen uns freie Zeit, Liebespaarzeit organisieren.
Spontanität ist wahrscheinlich nicht möglich,
beziehungsweise wird im Regelfall dafür sorgen, dass es nicht stattfindet.
Weil immer spontan irgendwas dazwischen kommt.
Kind ist krank, abends doch keine Energie mehr,
Einschlafbegleitung dauert plötzlich statt einer halben Stunde mal zwei Stunden.
Also es gibt immer irgendetwas.
Es gibt immer etwas, was dazwischen kommt.
Deswegen ist der Plan für Flexibilität, also man plant sich quasi eine freie Zeit,
einen Raum, wo man einen Babysitter hat, wo jemand das Kind umsorgt.
Und dann kann man innerhalb dieser Zeit ja durchaus flexibel sein und überlegen,
worauf haben wir heute Lust?
Aber wir hatten noch Zeiten, also natürlich hatten wir unsere Babysitter,
aber ich erinnere mich auch an Zeiten, wo wir ganz versucht haben, uns zu Hause das schön zu machen.
Ich habe irgendwie komischerweise da immer noch diesen Lieferdienst.
Ja.
immer eine Zeitlang auch uns bei einem Griechen immer was bestellt.
Den gibt es ja leider nicht mehr, das haben wir sehr betrauert.
damals, wir waren gute Kunden,
uns lag es nicht. Also uns hat es nicht gelegen, absolut nicht.
Genau, und da weiß ich noch, das war auch so
die Phase, wo wir so
versucht haben, okay, es ist, die
Abende sind schwierig, das Einschlafen ist
schwierig, dann lass uns wenigstens
irgendwie um 9 Uhr total ungesund
irgendwie nochmal was vom Griechen essen,
damit wir so ein bisschen so ein Highlight am Wochenende
haben, das gab es einfach auch.
Also zu überlegen, wie können
wir selbst in anstrengender Phase uns
das nochmal zu Hause nett machen, in so einer
Kleinigkeit.
Also vielleicht so fürs Verständnis,
unser Sohn hat nach anderthalb Jahren das erste Mal
durchgeschlafen, wir
hatten viele Nächte,
wo er von 1 Uhr nachts bis
4 Uhr nachts durchgeschrien hat, wo man
gehofft hat, okay, dann können wir aber trotzdem bis 9
schlafen, er ist dann um 5 Uhr 30
wach geworden und das war es dann.
Also wir hatten da durchaus
einige Herausforderungen und
erheblichen Schlafmangel.
Manchmal kleine Zombies, die durch die Weltgeschichte gelaufen
sind. Wir können das sehr gut nachvollziehen,
wenn Eltern so eine
Phase haben und sagen,
boah, das raubt uns hier gerade echt
den letzten Nerv, ich versuche nur noch zu überleben
und das war auch für uns, finde ich, die
größte Herausforderung derzeit,
dass man versucht, Team
und Liebespaar zu bleiben, obwohl
eigentlich jeder für sich so an seinem
gefühlten Limit gerade dran ist.
Das finde ich auch so spannend, als unser Kumpel letztens fragte,
wie die erste Zeit für uns war, ob wir da
viele Themen hatten, da habe ich gedacht so,
keiner von uns hätte
in dem Moment die Kraft gehabt, irgendwie
den anderen auch noch fertig zu machen, weil
man war selber einfach fertig.
Also ich kann mich auch an wirklich gar keine Konflikte
erinnern, weil jedem war klar,
das Handtuch kommt gleich aus der Ecke geworfen,
weil das war einfach, durch den
Schlafentzug war das so krass.
Da hat natürlich so dieses Teamgefühl
sehr geholfen, weil dann
dieser Abgleich da war und das ist auch was,
was ich dann jetzt bei Paaren so ins
Abendritual auch häufig mitgebe,
sich auszutauschen, weil ja beide einen verschiedenen Tag
hatten, wie ist denn bei beiden das
Energielevel und dann zu gucken, okay,
der, der mehr Energie hat, der,
gleicht jetzt aus und kümmert sich zum Beispiel
um Kinder oder andere Dinge,
die gerade anstehen und der, der weniger Energie
hat, der tut sich aktiv
was Gutes. Ja. Wozu
nicht zählt, durch TikTok zu scrollen
oder sowas, das ist keine wirkliche
Pause und Erholung, sondern
Dinge zu tun, die echte Erholung bringen.
Das muss jeder für sich wissen, was das ist,
Spaziergänge, Powernap
und so weiter. Schlafen, bei uns war es
einfach nur Schlafen. Bei uns war es nur Schlafen.
Wir haben auch Zeiten gehabt, wo
der Babysitter da war und wir haben gesagt, was
wollen wir unternehmen und wir haben uns angeguckt und gesagt,
wollen wir schlafen? Ja, okay, einfach schlafen. Weißt du noch, wir waren einmal
in einem Hotel hier in der Nähe, das war zwischen den Tagen
und
da wussten wir, wir haben eineinhalb Tage Zeit
und wir sind angekommen in dem Hotel und
wir waren so fertig, dass wir uns erstmal
hingelegt haben und zwei, drei Stunden geschlafen
haben. Das ist so ein mega geiler Hotel
und du gehst erstmal pennen.
Toller Wellnessbereich, aber ich dachte, nee,
bevor ich das hier alles genießen kann, ich brauche erstmal Schlaf,
damit ich überhaupt das
wahrnehmen kann und das fand ich schon
sehr lustig, aber zum Glück ging es uns
beiden ja so, sodass es jetzt auch nicht
komisch war und ich musste
damals, also ich finde deswegen auch manchmal so schwierig,
wenn man da so Tipps bekommt,
deswegen halte ich mich manchmal auch so
in so ein paar Sessions da ein bisschen zurück,
weil jeder erlebt so eine Phase einfach auch anders.
Ich weiß, dass damals unsere Hebamme,
als ich von diesem starken Schlafentzug
erzählt hatte, sagte, ja, aber irgendwann
wird der Moment kommen, da werdet ihr ihn wecken
und ich hab das damals, hab ich gedacht so,
oh, dieser Spruch, also sie hat es liebevoll
gemeint und gesagt, aber ich hab gedacht so,
nee, niemals,
diesen Menschen werde ich niemals
wecken, der wird mein Leben lang
mir den Schlaf rauben und jetzt
ist es so, dass wir ihn aus dem
Bett ziehen müssen und sagen müssen so,
wir müssen jetzt mal aufstehen, ne?
Ja, so ist das Leben, man kann sich das
nochmal nicht vorstellen, das sind alles Phasen im Leben,
durch die man durchgeht und wichtig
ist halt, dass man in einer Verbindung
da durchgeht, nie, dass man
perfekt das macht, auf keinen Fall, aber dass man nicht
die Verbindung zueinander verliert.
Schreibt gerne mal in die Kommentare, wie für euch so die erste
Phase mit Kindern war, das würde uns sehr interessieren,
ob ihr das ähnlich herausfordernd
erlebt habt, ob das bei manchen von euch
total easy von der Hand gelaufen ist
und super entspannt war, also
und sollte jemand von euch
Infos brauchen, sich darüber
interessieren, wie was zum Beispiel so nachts
in Hotels passiert, so zwischen
drei und sechs Uhr morgens, wo die
meisten Hotelgäste schlafen, wir
aber durchaus in Lobbys Zeit verbracht
haben, damit der andere schlafen kann,
dann sagt gerne Bescheid,
wir können euch gerne sagen, was nachts so in Hotels
passiert. Das ist eine tolle Lebenserfahrung,
gewesen, ja. In dem Moment
nicht, aber jetzt im Nachhinein ist es witzig.
Ja, es war skurril,
es war skurril, muss man einfach sagen, ich werde nie vergessen,
ein wunderschön Hotel in Österreich, wo wir waren,
um 4.15 Uhr,
ich bin durch die Lobby gegangen mit dem Kind
in der Trage und dann kam mir ein Vater entgegen,
ich glaube, das habe ich in einer anderen Folge schon mal erzählt,
da kam ein Vater entgegen und wir guckten uns an,
er auch mit dem Kind in der Trage und dann
sagte er nur, wir sind die Early Birds und ich
habe gedacht so, wir beide, wir haben eine Connection
und um halb sieben ging erst der Kaffeeautomat
da an, ich meine, ich trinke
keinen Kaffee für mich, war es egal, aber er hat gesagt,
das kann er nicht verstehen, das wäre jetzt so ein Highlight
für ihn, wenn er jetzt hier um halb fünf
schon so ein Kaffeeautomat angeht,
und das ist wieder der Punkt,
ich kannte diesen Mann nicht, wir haben uns auch gar nicht
kurz unterhalten, aber wir hatten eine Verbindung,
das war irgendwie total skurril.
Ja, Leid verbindet. Ja, Leid verbindet,
genau. Ja, also
letztendlich ist egal, in welcher Phase
man sich gerade befindet, ich würde
sagen, die ersten
sechs bis neun Monate nach dem
Elternwerden, die sind noch ein Tick
schwieriger, aber ab dann, so nach
sechs bis neun Monaten, da fängt
das eigentlich gut an, dass man
anfangen kann, sich Liebespaarmomente
wirklich ganz gezielt wirklich zurück
zu holen und auch nicht nur mal ganz
gelegentlich, sondern auch wirklich
gezielt und sich das vornehmen kann und
gemeinsam reflektiert, wie machen
wir das, also auch wirklich ein bisschen
Reflexionsgespräche führt, plant
für Babysitter und weitere
Bezugspersonen sorgt, damit
dann dies zurückkehren kann
und das ist eben erst
mal so ein wichtiger Step, manchmal verhindern das
natürlich Dinge, wenn man schon entsprechende
Konflikte hat, wenn
man durch das Elternwerden merkt,
oh, wir sind uns bei einigen Werten,
die wir weitergeben wollen, gar nicht so
einig, wir wissen gar nicht genau
oder wir haben unterschiedliche Vorstellungen,
wie gehen wir denn mit dem Kind um, wenn es
weint, wenn es schreit, wenn das passiert,
oh, das entzweit uns gerade auch
ein bisschen, bisher waren wir uns eigentlich
in allen Dingen im Leben einig,
jetzt merken wir das erste Mal, das ist irgendwie doch
anders, einige beschreiben auch,
sie können sich jetzt nicht
mehr so gut zurückziehen, früher war
wenn es eine Uneinigkeit war, dass beide mal
sagten, okay, dann ziehen wir es mal zurück, jeder macht mal so
seins und dann war auch erst mal wieder gut, jetzt
muss man Lösungen fürs Kind finden
und das sind
so Dinge, die in den ersten Monaten
sehr relevant sind und dann kann man aber
wirklich dafür sorgen, dass man das zusammenfindet.
Man muss natürlich auch sagen, dieser Faktor,
dass man Familie oder enge Freunde
um sich herum hat, die einfach auch einen unterstützen,
ist auch ganz entscheidend, um als Liebespaar
wieder zurückzukommen, weil auch
da muss man sagen, es gibt
Kinder, die einfach auch eine
Betreuung, auch sei es mal nur eine Stunde
von anderen Personen, außer den Eltern,
die ersten Jahre oder die ersten
anderthalb, zwei Jahre schwer
annehmen können, also eigentlich ablehnen und
da geht es ja auch darum, wen habe ich an der Seite,
wen kann ich vertrauen,
auch den eigenen Anspruch runterzunehmen,
zu sagen, wir können jetzt nicht einen halben Tag
irgendwie unterwegs sein, sondern
vielleicht nur eine Stunde oder anderthalb,
aber statt zu sagen, das lohnt
sich jetzt ja nicht, für eine Stunde
alles, der ganze Aufwand zu
sagen, ja doch, aber eine Stunde ist schon wenigstens eine Stunde
und ein kleiner Anfang
und das ist immer nochmal so die Herausforderung, die ich
oftmals im Coaching sehe, dass viele sagen,
ja, wir sind weggezogen und
unsere Eltern wohnen irgendwie ein paar
hundert Kilometer weg, die können keine Bindung zu den
Kindern aufbauen und wir
haben jetzt hier niemanden so vor Ort und
für einen Babysitter, wenn die Kinder noch so klein sind,
haben viele auch ein ungutes Gefühl, verständlicherweise,
wenn man den anderen nicht kennt und
die Kinder können auch nicht sprechen oder so, dass man sagt,
so jemand ganz Fremdes fühlt sich
komisch an und dann geht es darum, natürlich
noch kreativer zu werden und zu überlegen,
welche kleinen Momente gibt es denn
zu Hause oder wo können wir uns
so kleine Phasen schaffen, auch manchmal
vielleicht mit dem Kind zusammen, Spaziergänge,
ja,
das ist recht individuell.
Die Kreativität ist da dann sehr wichtig
und das je nach Situation, man schaut, wie
kann man sich da helfen. Ein guter
Freund von uns, der ist ja selber
sehr viel mit Au-pairs groß geworden,
die haben jetzt als Paar auch eine Au-pair
für ihr Kind, also
kann man solche Optionen sonst vielleicht nutzen,
Au-pair, Nanny und so weiter,
je nachdem, was dann natürlich auch finanziell
und von den räumlichen Gegebenheiten für
einen möglich ist. Wir selber haben ja auch
einen total abgespaceden Move, finde ich,
gemacht, den ich noch nie gehört habe irgendwo.
Wir haben ja meiner Mutter gesagt, kündige
deinen Minijob, wir stellen dich ein
und dann bist du dafür
drei Vormittage die Woche bei uns und
entlastest uns. Hast du da Bock drauf?
Du kannst Zeit mit deinem Enkel verbringen,
kannst die Bindung noch mehr verstärken
und wir können uns erholen,
können Zeit als Paar verbringen, aber auch
natürlich wieder besondere Konstellationen.
Es gab damals schon die Selbstständigkeit,
es war eine andere Firma,
aber es gab schon die Selbstständigkeit, das heißt
freie Einteilung von Arbeitszeit
hat natürlich sehr geholfen, gewisse Dinge
nutzen zu können, also das
waren dann wiederum die Vorteile, die uns
gewisse Flexibilität brachten,
aber natürlich auch das Prioritätensetzen,
also Prioritätensetzen,
man muss das Geld natürlich haben, das ist immer keine
Frage, aber auch zu überlegen, wofür
setzt man das ein und dann zu sagen,
dann lieber dafür, dass
die Oma ihren Job aufgeben kann
und Zeit mit dem Enkel verbringt,
da mehr Bindung aufbaut und wir Freizeit haben,
als das Geld für
irgendwelchen anderen materiellen Nonsens
oder, keine Ahnung, Partys, Alkohol,
Zigaretten auszugeben, dann
lieber so. Das muss man halt immer für
sich dann auch überlegen, priorisieren
und schauen, was da einfach individuell möglich
ist, aber ganz häufig ist die
gute Basis, wenn man als
Paar wertschätzend und
offen miteinander kommunizieren kann,
Und daraus kriegst
Kreativität entwickeln zu können als Paar
und zu brainstormen, zu überlegen,
was für Lösungen könnte es denn
alles geben? Wir hatten das doch gerade
vor zwei Wochen. Da hatten wir auch Momente,
da hatten wir einen Babysitter organisiert
und dann haben die Wetterverhältnisse,
also deine Mutter sollte kommen, die Wetterverhältnisse
haben es nicht zugelassen,
dass sie kommen konnte. Und wir hatten
aber schon, es war dein Weihnachtsgeschenk,
ich hatte dir Karten für
ein Comedy-Event hier
in der Stadt in der Nähe geschenkt.
Da haben wir lange überlegt, wie machen wir das
hin und her? Lassen wir es
ausfallen? Und dann haben wir nachher
so zusammen überlegt und dann habe ich gesagt,
ja oder du sagst, deine Idee war das,
dann nehmen wir ihn mit.
Ich habe gesagt, lass uns da anfragen. Gibt es
dort eine Altersbegrenzung? Ist das von den
Inhalten für sein Alter in Ordnung?
Also können wir das guten Gewissens
machen? Wie schätzen die das ein?
Die haben gesagt, nö, also es gibt keine
Altersbegrenzung, müsste gehen.
Und dann haben wir mitgenommen.
Und dann hat er auch Spaß, er hat sicherlich
nicht jeden Witz verstanden, aber er hat auf jeden Fall
mitgelacht, wenn alle gelacht haben und er hat auch einige
Highlights gehabt, wo er sagte, das war
richtig lustig. Es war natürlich nicht
das Gleiche, als wenn wir jetzt den Abend zu zweit verbracht
hätten, aber so ist das
Geschenk nicht verfallen und ich finde so,
es war nochmal so, wir waren beide bemüht,
wie können wir die Situation denn jetzt anders
regeln? Ja und dann dürft ihr euch vorstellen,
nimmt man seinen Sohn da mit
und was macht man natürlich,
wenn man ein Kind
mit dabei hat? Man setzt sich nicht in die letzte
Reihe, wo man nicht viel sehen kann.
Nun sind wir das Risiko eingegangen, uns
in die erste Reihe zu setzen, dass wir alle gut gucken
können und er auch. Und natürlich,
weil auch vorher wir angefragt haben, kann
er in dem Alter mit dabei sein und so weiter.
Das war jetzt keine Risikorunde,
sind wir gleich aufgefallen, da sitzt dann
ein junger Mann in der ersten
Reihe und
Mensch, haben wir da nicht geschrieben und so? Ja, ja.
Und dann geht es hin und her und irgendwann
kommt dann die Frage, was macht ihr denn beruflich?
Genau, es war so comedymäßig so offen.
Und in dem Moment, wo ich
sagte, ja, ich bin Paartherapeut
war vorbei. Da war natürlich schon mal
vorbei, ne? Riesen Steilvorlage und als
er dann hörte, dass du das auch machst, da
ging das rund. Also ich glaube, wir waren
zwei Stunden, 15 Minuten
dort und ich würde sagen,
mindestens 30, 35 Minuten
waren wir Teil des Ganzen.
Mit verschiedenen
Versuchen, Geschichten aus uns rauszukitzeln,
das haben wir nun nicht gemacht, aber
mit auf die Website gehen
und hier guckt man die Website und ah, hier
haha, gut bewertet und wie
sieht das denn aus? Und das ist ja lustig und
was bringt einen denn, dass da steht
20.000 Stunden Coaching-Erfahrung?
Wer achtet denn auf sowas?
Also war schon sehr lustig mit
einigen eigenen Geschichten, die er dann hatte.
Nächstes Mal die letzte Reihe
und nicht mehr die erste Reihe,
aber es war ein Erlebnis.
Lass uns mal schauen,
ich habe ja eben schon gesagt, eigentlich
ist das egal, zu welchem
Zeitpunkt man das macht, man muss aber aktiv
werden und sich das
Liebespaar zurückholen. Lass uns
mal schauen, wie könnten denn die Schritte
aussehen, um jetzt sich dem Ganzen wirklich
anzunähern und mal loszulegen.
Wir haben vier Schritte für euch
zusammengestellt, wie ihr
da ganz konkret vorgehen könnt.
Der erste Schritt ist erstmal zu überlegen, gemeinsam
im besten Fall,
wann war es gut? Also ist
es schon immer so ein Thema gewesen, dass
ihr sagt, als Elternpaar sind wir
so präsent und das Liebespaar
ist nicht mehr zurückgekommen, also
ist es wirklich seit der Geburt des Kindes oder
kam das Liebespaar vielleicht mal kurzzeitig zurück?
Aber dann gab es vielleicht
eine Krise, viele Konflikte
und deswegen seid ihr so ein bisschen ins
Elternpaar wieder zurückgefallen.
Das ist immer so der erste Punkt zu überlegen,
wann sind erste Verletzungen
entstanden, die das nochmal ausgemacht haben,
dass man sich distanziert hat, dass man
eher wieder in so einen funktionellen Team-Modus
gerutscht ist und das Liebespaar gar nicht
mehr so den Platz für
Gefühle hatte
und man, ja,
oder wo beide sagen, so die Distanz
haben wir wirklich gespürt. In den
Kennenlerngesprächen habe ich meistens zwei
genannte Konstellationen. Das eine ist entweder,
dass jemand sagt, das war ziemlich gut,
bis wir Eltern geworden sind, ab da
haben wir uns verloren. Oder die anderen, die sagen,
das war vorher schon schwierig,
aber durch das Elternwerden
hat sich das nochmal drastisch
verändert und intensiviert.
Und was ich auch manchmal erlebe, ist, wenn die
Elternzeit vorbei ist, also wenn
beide wieder in die Jobs zurückkehren,
dass es dann einfach auch schwierig wird, dass man
sagt, okay, davor war einer immer noch
so komplett flexibel und konnte sich so ein bisschen
anpassen und dann ist sozusagen der
ganze Alltagsrhythmus
losgegangen und dann, ja, gab es
keine Liebespaarzeit mehr.
Ich merke auch bei vielen Paaren, dass es gar nicht so
einfach ist, zu reflektieren,
wann ist denn die Konfliktspirale eigentlich
losgegangen? Viele haben
dann wirklich nur die Phase vor Augen,
wo das Leid ganz
klar ist, aber nicht die Phase
davor, wo sich das dahin entwickelt
hat, wo man typischerweise auch
schon eine Reihe von emotionalen Verletzungen,
Distanz, Zurückweisungen
und einfach Themen erlebt
hat, die da jetzt mehr hinführten,
aber die sind gar nicht so auf dem Schirm, weil
da konnte man das noch so ein bisschen beiseite schieben
und hat das noch nicht als für so
wichtig erachtet und hat natürlich auch
nicht gewusst, wohin sich das später mal
entwickeln wird. Und dann sind viele Paare
überrascht, dass dann doch
die ersten Dinge
häufig in den ersten sechs Monaten der
Beziehung schon zu finden sind,
gerade wenn sich das später durchs Elternwerden verstärkt hat.
Der zweite Schritt ist dann,
die emotionalen Verletzungen
zu verarbeiten, zu lösen.
Und damit das gemeinsame
Beziehungsfundament zu stabilisieren.
Das machen wir bei uns mit der Systemempowering-Methodik
und gehen so vor,
dass wir das chronologisch
machen, von dem Punkt, wann war es mal gut,
arbeiten wir die Beziehungszeitlinie auf und innerhalb
der Verletzung selber geht es darum,
dass die verletzte Person
ganz objektiv ihre Wahrnehmung ausspricht.
Was würde eine Kamera sehen zum Beispiel?
Wie würde man das im Film sehen?
Und welche Basisgefühle sind entstanden?
Also das ist ganz wichtig, dass man
echte, wahrhaftige Gefühle beschreibt,
also nicht, ich habe mich übergangen gefühlt,
das ist eine Schlussfolgerung,
sondern das hat mich traurig gemacht.
Die verursachende Person,
die übernimmt
sprachlich richtig Verantwortung,
das klären wir dann
in den Terminen
genauer, was sprachlich richtig heißt,
aber so grundsätzlich ist der
wichtigste Part darin eigentlich,
dass man sich für
das entstandene Gefühl entschuldigt
und nicht für sein Verhalten.
Wir haben uns immer in guter Absicht verhalten,
haben aber trotzdem beim anderen
ein schlechtes Gefühl ausgelöst
und wir entschuldigen uns für das Gefühl,
was entstanden ist.
Und dann geht es darum, dass die verursachende Person
sich selbstbestimmt überlegt,
mit dem Wissen von heute,
was das für ein Gefühl macht,
wie hätte ich anders handeln können,
damit diese Verletzung nicht entstanden wäre
und das als Option vorschlägt,
sodass die verletzte Person dann sagen kann,
ah ja stimmt, das hätte mir geholfen.
Und damit etabliert man für die Zukunft
eine neue Verhaltensweise.
Das macht man dann,
bis man im Heute angekommen ist
und damit das Fundament wieder stabil ist.
In der täglichen Paartherapie
ist das für uns eines der wichtigsten Elemente,
denn die Symptome im Heute,
die Kommunikation im Heute,
viele, viele Dinge, die heute passieren,
sind eben geprägt von der Vergangenheit.
Und wenn ich in der Vergangenheit zu einem Thema
irgendwie fünfmal einen Streit hatte,
zehnmal einen Streit hatte,
dann habe ich natürlich die Brille auf,
also diese Vorausschau und denke,
oh nein, nicht dieses Thema wieder,
das geht gleich richtig los.
Und mit dieser Vorahnung bin ich natürlich auch schon
in dieser körperlichen Anspannung, Haltung
und die Zündschnur ist kurz
und das Ding entfacht sich dann ganz schnell tatsächlich zum Streit.
Und damit das nicht so passiert,
die Zündschnur wieder länger wird,
man wieder offen an Themen reingehen kann,
ist es eben wichtig,
das Fundament wieder zu stabilisieren,
was wir inzwischen mit über 1200 Paaren gemacht haben.
Der dritte Schritt ist das Wunschleben,
wie man sich seine Wunschbeziehung vorstellt,
einmal genauer zu definieren.
Das ist nämlich ein Anteil natürlich auch einer wichtigen Reflexion,
zu überlegen, wie möchte ich das denn eigentlich haben?
Also das Verhältnis,
und da haben wir ja schon in anderen Folgen auch drüber gesprochen,
zwischen Abenteuer und Sicherheit, also Entspannung.
Und ganz häufig ist es so,
dass es bei vielen Menschen eher sicherheitslastig ist
und wenig abenteuerlastig, nur durch die Kinder.
Kinder brauchen viele Rituale,
man hat feste Zeiten.
Wann essen wir?
Wann sollen die schlafen gehen?
Wann werden Hausaufgaben gemacht?
Und so weiter.
Also der Tag ist wirklich getaktet
und der ist natürlich nicht gerade voller Abenteuer,
auch wenn das Leben mit Kindern eigentlich sehr abenteuerlich ist.
Aber so der Alltag ist ja schon ziemlich gleich von der Taktung.
Und wir brauchen auch einen gewissen Abenteueranteil
und den brauchen wir im besten Fall auch in der Paarbeziehung.
Das kann ein Konzert abends sein,
das kann mal ein Restaurant sein,
was man mal neu besucht, wo man noch nicht war.
Aber wir brauchen einfach auch dieses Gefühl,
dieses Gefühl von Lebendigkeit.
Und da ist es wichtig, dass man da mal drüber zusammenspricht,
wie jeder das empfindet und das mal zusammen zu definieren.
Wie möchten wir das leben?
Wie möchten wir leben, damit wir glücklich sind?
Da finde ich auch so einen ganz automatischen Prozess ganz spannend.
Ich habe das gerade mit unserem Sporttrainer im Termin besprochen.
Da ging es darum, dass das draußen so irre glatt vor einigen Wochen war.
Und wie das unser Sohn erlebt hat, wie ich das erlebt habe
und wie das benachbarte Rentner erlebt haben.
Und da war es dann so: Okay, unser Sohn, natürlich hier,
die Beine fliegen alle Richtungen, mega Spaß
und Schlittschuhe laufen über den Asphalt, supergeil.
Ich habe dann so halb noch Spaß daran gehabt und so,
schon so ein bisschen Bedenken.
Und die Rentner, die gehen gar nicht mehr raus und sagen:
"Nein, bei dem Wetter, bevor ich mir was breche, lieber nicht."
Das heißt, wie unser Sohn: Abenteuer 100 Prozent, Sicherheit scheißegal.
Ja, genau so.
50/50, Rentner 100 Prozent, Sicherheit, das ist überhaupt kein Abenteuerfeeling.
gar keinen Spaß, dass das gerade ist.
Und da haben wir drüber gesprochen, weil er dann
sagte, er hat vor einigen Jahren, oder er bietet das auch immer noch an,
Parcours,
wo dann natürlich viele Jugendliche mit dabei sind.
Also dieses Hochklettern
an Gebäuden zum Beispiel oder
Anspringen und so weiter.
Dabei Drehungen machen und so weiter.
Und er sagte ja auch, also
er selbst hat ja keine Kinder, aber dadurch,
dass er selbstständig ist und sein Körper
funktionieren muss, damit er Geld verdient,
steht er schon vor manchen Übungen
immer wieder davor und sagt so,
erst mal Sicherheit,
mal rantasten,
nicht zu viel Abenteuer-Modus
rein, da könnte was schief gehen.
Die Jugendlichen, Abenteuer, preschen vor,
zack, läuft, dann stürzen
die halt mal. Und das ist ja eben auch was,
was sich dann ganz natürlich verändert.
Jetzt versuche ich den Dreh wieder zu dem
eigenen Thema zu bekommen.
Wenn natürlich dann man ein Haus hat,
um was man sich kümmern muss.
Man hat zwei Kinder, für die man
Verantwortung hat.
Der eine hat den Hauptjob, der andere den
Nebenjob und kümmert sich prima um die Kinder.
Das heißt, man hat viel mehr zu
verlieren. Wenn man dort sich
zu sehr ins Abenteuer
begibt, dann kann natürlich
das ganze andere ins Wanken kommen.
Und deswegen ist da natürlich
auch dieses Verhältnis von Sicherheit,
Abenteuer immer gut abzustecken und
in meinem Gefühl überkompensieren
dann eben viele und setzen auf
zu viel Sicherheit und verlieren
das Abenteuer eben ein Stück weit.
Wir waren jetzt gerade vor einigen Wochen rodeln.
Nächstes Beispiel, wo wir beim
Abenteuer und Klette wieder sind.
Wenn man dort mal sich den Berg
anguckt, jetzt sind wir mit unserem Sohn
nicht mehr gerodelt, weil er einfach schon zu groß
und zu alt ist und das passt alles auf dem Schlitten
nicht mehr. Das war vor drei Jahren anders.
Da sind wir mit ihm zusammen
den Berg runtergeballert und es hat irre viel Spaß
gemacht. Ich habe nicht
einen einzigen Vater oder eine einzige
Mutter vor einigen Wochen
mit dem Kind da runterfahren sehen.
Und da waren auch sehr junge Kinder dabei.
Warum nicht?
Das macht doch irre viel Spaß.
Und wenn man das auch so sieht und
sagt, gerade als Mann ja auch,
ich kann dann durch das Kind dafür
sorgen, dass ich wieder
Dinge machen kann, die mir auch immer noch so viel
Spaß machen, den mit dem Schlitten den Berg
runterballern, Playstation spielen, was auch immer,
was ich aber alleine
nicht machen würde oder ohne Kind und kann
mir dadurch auch das Kind sein und das Abenteuer,
das kindliche Abenteuer etwas zurückholen.
Und das ist so
daher Sicherheit und Abenteuer.
Ich weiß, wir waren immer in einer Situation, manchmal ergeben sich die
Abenteuer auch so ein bisschen spontan. Weißt du noch, das müsste
zwei, drei Jahre her sein, als wir einmal in einem Parkhaus
eingesperrt waren. Also eingesperrt dadurch, dass
ein gigantischer Stau war.
Ja, im Parkhaus.
Und wir dann im Parkhaus
auch nichts mehr weitergingen. Ja, genau.
Und das fand ich auch ein krasses Abenteuer, weil wir
hatten ja, also meine Schwester hat abends aufgepasst
und wir mussten dann anrufen und haben gesagt,
keine Ahnung, wann wir kommen. Es war nicht
geplant, dass er da schläft. Wir haben ihn
abstrus spät nachher abgeholt.
Aber wir sind aus diesem Parkhaus nicht rausgekommen.
Und am Anfang war dann so auch der Sicherheitsaspekt,
wo man dachte so, oh scheiße, man hat ja auch eine Verbindlichkeit.
Irgendwie abgemacht und
er war komplett fein damit. Das war alles gut.
Aber vor allem steckt man so im Abenteuer drin und denkt so,
ich komme hier nicht weg.
Und das fand ich schon irgendwie abgefahren.
Da haben wir schon überlegt, rufen wir uns nochmal irgendwo Getränke.
Dauert das jetzt eine Stunde? Dauert das zwei Stunden?
Aber man hat sich trotzdem ja irgendwie so
vor einmal lebendig und wieder so jung gefühlt.
Ja, und das macht dann auch
im Bereich Wunschleben, Wunschbeziehung
total Sinn, wenn man es erst gemeinsam visualisiert
und sich so eine Zukunftsvision entwickelt,
dass man eben auch regelmäßige
Abenteuer miteinander baut.
Und das machen wir ja auch ganz oft.
Letztes großes Abenteuer davor war Silvester.
Ganz hoch oben,
23. Stock,
über Berlin gucken und so weiter.
Großes Abenteuer für uns und auch großer Punkt
so auf der persönlichen Wunschliste.
Oder mit den E-Bikes durch die Alpen fahren.
Mit den E-Bikes durch die Alpen fahren
und zu versuchen,
nicht zu sterben dabei. Genau.
Also all solche Sachen, die man sich dann
gezielt baut. Und auch da,
das haben wir mit unserem Sohn
gemeinsam gemacht, aber auch zu zweit.
Und dann waren wir ja schon beim Schritt Nummer 4,
nämlich Unterstützung suchen. Und das kann
sein, dass es die Familie ist, also Eltern,
Tante, Onkel, wer auch immer.
Das können aber auch Freunde sein.
Hängt natürlich einfach stark ab, auch vom Alter
des Kindes und der Persönlichkeit.
Aber wichtig ist, dass man ein Bewusstsein
dafür entwickelt, wenn man das möchte,
dass man das fokussiert und dass man
dem genauso Priorität gibt wie anderen
Sachen, die sich immer gerne vordringen.
Und sagen, ja, wir kümmern uns nochmal um Babysitter.
Ja, natürlich ist das nervig.
Man muss anfragen. Wir haben das auch
häufig, dass man sagt, ja, wir können euch noch nicht zusagen.
Wir gehen jetzt auf die Suche nach einem Babysitter.
Denn passt es da, passt es da.
Aber das zu etablieren,
zu sagen, wir möchten das und das ist wichtig,
dass es uns auch alleine noch gibt, so wie es
wichtig ist, dass es jeden Einzelnen von uns auch noch
gibt. Und
die Alltagssituation auch bewusst
als Paar zu erleben. Und das kann auch
erstmal anstrengend sein, wenn man
da eben vielleicht niemanden hat und
erstmal Babysitter engagieren
muss.
So eine kleine Recruiting-Phase quasi
hat, wo auch vielleicht viele Menschen dabei
sind und denken, oh nee, das kann ich mir gar nicht vorstellen.
Wir hatten auch mal Babysitter, wo es nicht geklappt hat.
Wo es nicht harmoniert.
Aber dann eben hinten raus zu sehen,
was daraus eben entstehen kann
für eine Freiheit. Auch häufiges
Thema. Es geht ja nicht nur um den
Babysitter, sich Freiheit vielleicht rauszuholen.
Ich habe immer wieder
Paare bei mir
im Coaching sitzen, die
wirklich gut und viel Geld verdienen,
weil sie auch wirklich viel arbeiten oder
verantwortungsvolle Jobs haben.
Selbstständige Unternehmer, Führungskräfte.
Wo man sagen muss,
die machen immer noch den Haushalt.
Und die hatten mal jemanden, der
zu Hause ausgeholfen hat. Aber
warum sorgt man da nicht
dafür, dass man sich im Haushalt auch
Unterstützung holt und sich dadurch
Freizeit für die
Familie oder die Paarzeit
erkauft, wenn man so möchte. Und sich
diesen Stress nimmt, im Haushalt auch noch
alles leisten zu müssen. Sondern dann
wirklich sich diese Freizeit holt.
Und das
ist bei den Paaren, die ich jetzt meine, kein
finanzielles Thema. Also die haben
das Geld, das zu tun. Häufig
ist das einfach ein Thema, das verläuft
im Sande, das ist lästig, jemanden
zu finden und so weiter. Und da
muss man einfach mal wirklich in so eine Recruiting
Phase gehen und
muss dann jemanden suchen, um sich
diese Zeit zu holen, weil das
einfach so wertvoll ist. Also
ich werde, glaube ich, niemals
erleben, dass man jemanden
mit 80 befragt und
sagt, was vermisst du denn in deinem Leben?
Und er sagt, ja, wir hatten da immer
eine Haushälterin und
die hat uns bei der Reinigung geholfen
und ich hätte irgendwie lieber
das häufiger selbst gemacht.
Aber wir werden bestimmt bei ganz
vielen Menschen, insbesondere natürlich bei
unserer Elterngeneration,
die meistens Vollzeit arbeiten,
Männer und so weiter, wir werden ganz häufig
bei den 80-Jährigen erleben,
dass sie sagen, ich hätte gerne mehr Zeit,
mit meinen Kindern verbracht.
Oder ich hätte gerne mehr Zeit mit meiner Familie
verbracht. Ich hätte gerne mehr Liebespaar-Zeit
mit meiner Frau gehabt.
Deswegen auch da kreativ werden
und immer durch so eine Visualisierung
dessen, was man sich eigentlich wünscht,
sich auch motivieren, das zu
erreichen und dann in so eine
Recruiting-Phase einzusteigen.
Da muss ich immer an unseren Nachbarn denken.
Der ist ja schon ausgezogen, ist ein älterer Mann,
der immer
mit seinem Büro
sozusagen aus dem Blickwinkel auf den
Hinterhof gucken konnte
und immer beobachtet hat, wie unser Sohn
draußen mit Kreide gespielt hat,
Fahrrad fahren gelernt hat, was auch immer.
Und irgendwann zu dir sagte,
dass er das so schön findet, weil er das bei
seinen Kindern aufgrund seines Jobs gar nicht
so erlebt hat. Das fand ich ganz gruselig.
Also irgendwie fand ich das
sehr, sehr traurig auch.
Ja, er selber auch.
Ja, das stelle ich mir ganz schade vor, wenn man da
sitzt und sagt, okay,
auch sehr wohlhabend, muss man sagen.
Also auch da ist das Geld
nicht irgendwie
ein Thema, aber trotzdem zu sagen,
da wird mir nochmal bewusst, was ich eigentlich verpasst habe.
Und das Leben ist ja nun einfach kurz.
Und man weiß nicht, wie lange
man noch hat, das weiß keiner von uns.
Und bis man das erreicht und auch dann vielleicht
Babysitter, sein Netzwerk und so weiter
aufgebaut hat und auch
darüber hinaus, kann man eben wunderbar
Kleinigkeiten auch in den Alltag
einbauen. Das müssen nicht immer
zwei, drei Stunden gleich Freizeit
sein. Das müssen nicht immer die großen Dinge
sein, sondern mit unserer
Tut-mir-gut-Liste, die man sich erarbeiten
kann, Link zu dem
kostenlosen Videokurs ist in den
Shownotes, kann man eben täglich
dafür sorgen, zwei, drei kleine Dinge
für sich selbst zu tun, für sich als Liebespaar
zu tun, was einem gut tut, was einem
zeigt, dass man sich geliebt fühlt, gerade in Kombination
mit den Sprachen der Liebe,
die ja auch in dem Kurs mit drin sind und man
erarbeiten kann, kann man
dafür sorgen, dass man im Alltag seinen Akku
auflädt, im Alltag sich verbunden fühlt,
und so weiter, um dann noch
diese ganzen anderen Punkte, die
wir gerade aufgeführt haben, zusätzlich
zu unternehmen. Wir freuen uns sehr, dass ihr
bei dieser Folge dabei wart und hoffen,
dass ihr spannende Impulse mitgenommen
habt. Schreibt gerne in die Kommentare,
wenn ihr Fragen habt,
sehr gerne beantworten wir euch diese.
Wenn ihr das Gefühl habt, dass diese
Folge wie auf euch zugeschnitten
war und wir über euch gesprochen haben und
ihr ganz gerne auf diesem Weg Unterstützung
von uns wünscht, dann meldet euch
doch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch
Dann schauen wir,
ob das thematisch gut passt, ob wir euch
wirklich gut weiterhelfen können,
erarbeiten gemeinsam den Fahrplan
und dann können wir in gemeinsame
Paartherapiesitzungen einsteigen.
Danke fürs Zuhören. Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Elternpaare riskieren, ihre Liebesbeziehung durch den Alltag zu verlieren, und müssen aktiv daran arbeiten, eine wiederzufinden.
Der Neustart erfordert eine klare Selbstreflexion über die Zeitpunkte, an denen Distanz entstanden ist und emotionale Verletzungen entstanden sind.
Die Verarbeitung von Verletzungen erfolgt durch eine objektive Wahrnehmung der Gefühle und die Entschuldigung für entstandene schlechte Empfindungen.
Ein klares Bild des gewünschten Lebens als Paar – mit Abenteuer und Sicherheit – hilft, gemeinsam eine zukunftsgerechte Beziehung zu gestalten.
Unterstützung durch Familie, Freunde oder Babysitter ist entscheidend, um Freizeit als Paar zu schaffen und das Vertrauen in gemeinsame Ziele zu stärken.
Kleine, tägliche Momente wie Spaziergänge oder gemeinsame Abenteuer sind ebenso wertvoll wie längere Freizeiten und stärken die emotionale Bindung.
Die Entwicklung ist nicht linear – es gibt Rückschritte, Tränen und Schwierigkeiten, aber der Glaube an eine Wiederherstellung ist der größte Erfolgsfaktor.
Es ist wichtig, die eigene Priorität zu setzen
Summary:
Elternpaare neigen dazu, ihre romantische Beziehung im Alltag zu verlieren, da sich das Leben durch Kinder und Familienverantwortung auf den Hintergrund des Liebespaar-Alltags verlagert. Doch es ist möglich, diesen Verlust zu überwinden und das Liebespaar wieder zu finden. Dazu muss man zunächst reflektieren, wann und warum die Distanz entstanden ist, oft in den ersten Monaten nach der Geburt oder während der Elternzeit.
Danach wird die emotionale Verletzung verarbeitet: Die betroffene Person beschreibt ihre Gefühle objektiv, und die verursachende Person nimmt Verantwortung für das entstandene Gefühl an, ohne sich für das eigene Verhalten zu beklagen. Ein entscheidender Schritt ist die gemeinsame Vision des idealen Lebens als Paar – mit einer Balance aus Sicherheit und Abenteuer. Kleinere Momente wie gemeinsame Spaziergänge oder spontane Abenteuer können bereits heute Wiederherstellung fördern.
Unterstützt werden Paare durch enge Bindungspartner, Babysitter oder Freunde, die ihnen Freizeit ermöglichen. Wichtiger als große Ausflüge ist die tägliche Erarbeitung von „Tut-mir-gut-Liste“-Momente, die das Gefühl der Verbundenheit stärken. Die Erkenntnis, dass das Leben kurz ist und jederzeit verpasst werden kann, macht die Wiederherstellung von Liebe und Verbindung zu einem dringenden und wertvollen Lebensziel.
FAQs
Durch aktive Planung von Freizeit, Unterstützung durch engere Bindungspersonen und gemeinsame Reflexion der Beziehungsgeschichte.
Weil sie das Fundament für eine glückliche, wertschätzende Beziehung schafft und emotionalen Abstand verhindert.
Zum Beispiel durch mangelnde Kommunikation, Überforderung oder die Verlust von persönlichen Zeitraum im Alltag.
Durch die gemeinsame Visualisierung von Abenteuern, Entspannung und Tagesroutinen, die für beide Sinn machen.
Damit Eltern Zeit für sich als Paar haben und die Bindung nicht durch Alltagssorgen verlieren.
Durch die Umsetzung einer „Tut-mir-gut-Liste“, bei der beide regelmäßig kleine, persönliche Freizeitaktivitäten ausführen.
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