Nie wieder Seekrankheit – Was hilft wirklich, Thomas Bickhardt?
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Die Seekrankheit wird durch eine sensorische Konfusion ausgelöst, wenn das Gehirn widersprüchliche Signale von Augen, Gleichgewichtsorgan und Muskeln über die Lage des Körpers auf einem bewegten Schiff erhält. Diese Datenkollision wird als lebensbedrohliche Situation fehlinterpretiert und löst eine starke Stressreaktion mit Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen aus. Entscheidend ist, dass Seekrankheit keine eigentliche Krankheit, sondern ein Notfallplan des Nervensystems ist. Während Medikamente nur Symptome lindern, zielt die wirksame Prävention darauf ab, die Ursache zu beseitigen: Das Gehirn muss lernen, die oft trügerische visuelle Wahrnehmung für die Gleichgewichtsregulation auszublenden und sich stattdessen auf die verlässlicheren Daten des Innenohrs und der Propriozeptoren zu verlassen. Durch gezieltes Training, beispielsweise mit Balanceübungen unter visueller Irritation (etwa mit VR-Brillen), kombiniert mit Entspannungstechniken, kann diese neuronale Umprogrammierung erreicht werden. Das Prinzip ist dasselbe wie bei der Reisekrankheit im Auto, wenn man auf ein Handy schaut. Mit dem richtigen Verständnis und Training ist Seekrankheit somit vermeidbar.
Und dann hat mich Seekrankheit wie mit dem Bechtbeutschleger erwischt. Das Gefühl, dass ich tot krank bin und der Körper schüttelt sich irgendwie, es ist wie sie fieber, gestresst und dann halt unendlich schlecht, also so, dass ich mich eigentlich sofort übergeben möchte. Es gibt viele Hausmittel, irgendwelche Tabletten gibt es vorhin am Medizin, die greifen alle aber nicht in der Seekrankheit ein, sondern nur bei den Symptomen. Um die Seekrankheit selber angreifen zu müssen, müssen wir die Referenz der Augen ändern. Das heißt, wir müssen dem Hören beibringen, dass die Wahrnehmung der Augen nicht richtig ist. Damit es das loslässt und sagen, hör doch auf die Propio-Zeptoren, hör auf dein Innenur, das meldet ihr die richtigen Daten und lasst die Augen einfach weg. Das kann man lernen. Hallo und herzlich willkommen zu dieser Sonderfolge von Helden der Meere. Stell dir vor, du willst auf einen Segel-Trip gehen, du packst deine Sachen, du fährst zum Hafen und es ist auch ordentlich Wind angesagt. Unter all deine Vorfreude möcht sich allerdings auch ein mulmiges Gefühl. Wird das alles gut gehen, wirst du vielleicht Seekrank werden? Vielleicht hast du auch Erinnerungen an vergangenen Situationen, in denen dir richtig schlecht geworden ist. Und du fragst dich, ist das hier eigentlich eine gute Idee? Werte ich das durchstehen, wird es toll oder wird es eigentlich eine einzige Qual? Ich muss ganz ehrlich sagen, solche Gedanken habe ich schon, wenn es darum geht, für längere Zeit auf einem Boot zu sein. Umso spannender fand ich es, als ich erfahren habe, dass Thomas Bickert sagt, Seekrankheit muss es gar nicht mehr geben. Denn es gibt etwas, was wirklich dagegen hilft. Das hat natürlich mein Interesse geweckt. Ich habe Kontakt zu ihm aufgenommen und dieses Gespräch vereinbart. Das war am Ende dann so spannend, weil er sein Leben auf einem Leuchtturm verbracht hat, dass sogar eine weitere Podcast-Volgerschines, nämlich die vorherige in diesem Podcast. Weil ich aber fand, dass die Themen ein Leben auf dem Leuchtturm und Seekrankheit irgendwie nicht so richtig zusammen gehören, habe ich mich dann im Nachhinein entschieden, das zu zwei unterschiedlichen Folgen zu machen. Eben der normalen Folge, die letzte Woche erschien es und dieser Sonderfolge, in der es wirklich explizit um Seekrankheit geht und darum, was man dagegen tun kann. Thomas ist selbst Psychologe, ist auch ein ausgebildeter Seemann, kennt sich also bestens damit aus und hat sich gefragt, woher kommt Seekrankheit eigentlich? Und wenn man das versteht, dann kann man auch anfangen wirklich etwas dagegen zu tun, Seekrank zu werden. Mittlerweile hat Thomas das Tillet-Institut gegründet und sich das explizite Ziel gesetzt, weltweit gegen Seekrankheit vorzugehen und den Menschen zu zeigen, wie man Seekrankheit wirkungsvoll verhindern kann. Also freut euch auf eine Folge, in der ihr erfahren werdet, wie Seekrankheit überhaupt entsteht und was jeder gegen tun kann. Wie gesagt, das Ganze ist ein Ausschnitt eines anderen Gespräches und deswegen schmeiß ich euch jetzt mal mitten rein in das Gespräch über Seekrankheit mit Thomas Bekart. Werbung Viele von euch schreiben mir, dass sie den Wunsch haben, beruflich etwas mit dem Mehr zu machen. Oft steht die Frage im Raum, was kann ich studieren, um die Meere zu verstehen, zu schützen und ein Leben zu führen, das eng mit den Gewässern verbunden ist. Die meisten denken dann zuerst an Meeresbiologie, aber es gibt eine wirklich spannende Alternative. Die Unikoblenz bietet gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, der Bundesanstalt für Gewässerkunde und der Hochschule Koblenz, den neuen Studiengang Gewässerkunde und Wasserwirtschaft an, mit Bachelor und Master. Das Besondere, hier kommen drei Welten zusammen. Biologische Grundlagenforschung an der Uni, technisches Denken aus dem Ingenieurwesen der Hochschule und echte Praxis aus der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Im Studium lernst du, wie aquatische Ökosysteme wirklich funktionieren, von Mikroorganismen und Algen über Fischbestände bis hin zu den großen Umweltkrisen, wie etwa Fischsterben in Flüssen und Küstengewässern. Der Studiengang ist NC-Frei und somit leicht zugänglich. Durch die breite Ausbildung erlangst du ein umfassendes, systemisches Verständnis, aber auch Methoden aus der Statistik und Datenanalyse, also Fähigkeiten, mit denen dir später viele berufliche Wege offen stehen. Wenn du also überlegst, aus deiner Begeisterung für Meere und Wasser einen Beruf zu machen, dann schau dir den Studiengang Gewässerkunde und Wasserwirtschaft in Koblenz genauer an. Einen Link dazu findest du in dem Link-Tree in den Show-Nutz. Bist du selbst öfters Seekrank? Das ist eine Frage, die man so einfach gar nicht beantworten kann. Ich werde jetzt nicht mehr Seekrank, weil ich genau was was ich tun muss, wenn es in diesem Bereich geht, wo ich vielleicht Seekrank werden könnte. Aber du kennst das Gefühl. - Ich kenn das Gefühl. Habst du nicht besonders häufig erlebt, aber ich kenn das sehr deutlich. Kannst du vielleicht mal eine Situation beschreiben, in der du so richtig Schlimm Seekrank warst, damit alle Leute sich vorstellen können, was das eigentlich bedeutet? Ich weiß nicht, ob du das wirklich wissen willst. - Doch doch schonungslose Wahrheit. Ich bin früher viel auf sogenannten Jugendschiffen gesägelt, als Boostmann und Psychologe. Da haben wir auch schlechtes Wetter gehabt und die Jungs haben immer vorne gewohnt zu acht, irgendwie in so kleinen Vorn unter der Back, wie diese Matrosen früher immer gewohnt haben. Die hatten so einen kleinen, ganz kleinen Raum, wo man duschen konnte eigentlich. Wir haben da nie geduscht, aber man hätte da duschen können. So und dann war irgendwas, hatten wir schweres Wetter, weiß nicht, sieben, acht Windstärken würde ich mal sagen, denke fast irische See war das. Ich bin aber nicht mehr ganz sicher, wo das war. Und da war irgendwas technisches los und Kapitän sagte, gehen wir mal nach vorne unter die Back und guck da mal. Und ich musste da in diesen kleinen Raum rein. So und ich dachte auch, das stinkt hier irgendwie und das ist irgendwie, hatte bis da überhaupt keine Seekrankheit gehabt, obwohl es richtig zur Sache ging. Ich bin dann in diesen kleinen Raum rein und dann hat es da ganz elendig gestunken und dachte ich ist ja witzig und dann schwappte da Wasser hin und her, dieser Dusche dachte ich da sogar kann Wasser sein. Und hab dann in den Ausguss, in den Abschluss gefasst, du willst das wirklich alles wissen. Hab dann in den Abschluss gefasst und dachte, der ist irgendwie verstopfbarer auf, hab den dann freigekriegt und dann merkte ich schon, da ist gar kein Duschwasser drin, sondern die Jungs waren zu fahren nach acht, dann zur Toilette zu gehen und haben die Dusche als Toilette benutzt. Ich hatte da gerade rumgerührt mit der Hand und dann hat mich Seekrankheit wie mit dem Beichtbolschleger erwischt. In dem ich im Grunde das realisiert habe, dass es kein Wasser, so ein Pipi war, war mir so kotz übel und zwar von einer Sekunde auf die andere, dass ich dachte ich starbe. Aber ist das dann Seekrankheit oder ist das der Ekel vor der Pisse? Das ist natürlich die Kombination, aber Seekrankheit ist eben viel komplexer als die meisten Leute sich das vorstellen. Es hat immer mit verschiedenen Konstellationen zu tun, es ist nie nur die Bewegung des Schiffes. Und Geruch ist ein ganz wesentlicher Teil nicht immer, aber bei vielen Leuten ist Geruch ein ganz wesentlicher Teil von Seekrankheit. Und dann sagst du denkst, wie der Blitz getroffen der ging schlecht, was genau heißt, es geht ja schlecht, wie fühlt sich Seekrankheit dann an? Das ist das Gefühl, dass ich tot krank bin, der Körper schüttelt sich irgendwie, es ist wie sie fieber. Es ist irgendwie wie so ein Schüttelfrost, genau und gestresst und dann halt unendlich schlecht, also so dass ich mich eigentlich sofort übergeben möchte. Also so dieses erbrechen Gefühl, das war sofort da, ganz blitzartig. Das ist nicht die schlimmste Form von Seekrankheit, das kann ich dazusagen, das kann noch sehr viel schlimmer kommen. Das war? Ja, also Seekrankheit kann im Grunde, ist das einzige, was wir in einer Medizin oder in der Psychologie wissen, wo ein Mensch im Grunde sein ganzes Wesen, seine Persönlichkeit verlieren kann und der Körper komplett zusammenbrechen kann. Also Karstlauf total zusammenbruch, aber Menschen können auch ihre Persönlichkeit komplett verlieren, im schlimmsten Fall. Das ist der Punkt, wo wir sie auch anbinden müssen, so schlimm war das bei mir nicht. Das kennen auch nicht viele, aber das Persönlichkeit verlieren heißt für den Moment der Seekrankheit, sind die auf einmal unzurechnungsfähig. Man erkennt sie nicht wieder und dann bindet man sie an damit sie sich oder anderen nichts anschauen können. Und das Krasseste ist, wenn die an Land gehen, die sind müde und schlappt, die haben nach zwei Minuten, haben sie alles wieder. Sie sind ganz normal ansprechbar, sie wissen selbst, wenn sie sind. Das ist einer der Ernst der Phänomene, die es sonst ohne Zusatz von Drogen nicht gibt. Crazy, denn erklären uns doch mal, wie entsteht diese Seekrankheit? Also, wieso passiert das eigentlich? Man muss unterscheiden, ganz grundsätzlich, zwei verschiedene Bereiche der Seekrankheit. Wir reden jetzt nur über Seekrankheit. Und da gibt es einen Teil, der im Grunde bei allen Menschen gleich ist, das ist der grundsätzliche Auslöser der Seekrankheit. Und dann gibt es auf der anderen Seite etwas, was in der Psyche liegt, was die Erfahrung mit Seekrankheit speichert. Und wie so eine Konditionierung im Grunde mit in die Zukunft nimmt. Das ist ein ganz anderer Teil, und der ist bei jedem Menschen ganz unterschiedlich. So, und der erste Teil ist der eigentliche Auslöser, und der ist gar nicht so schwierig, das weiß man auch schon länger. Wir westlichen Menschen, das ist Kulturabhängig, ist es nicht genetisch, wir lernen das. Wir halten unser Gleichgewicht und nehmen unsere Lage im Raum größtenteils über die Augen wahr. Wir haben aber noch zwei andere Organe, die das auch tun, das ist das Gleichgewichtsorgan, Westibularberat im Innenur, relativ komplexes Gebilde, was auch Beschleunigung wahrnehmen kann. Aber wir stellen uns jetzt vor, es ist wie so ein Pendel, was eben die Lage im Raum und auch Bewegung darstellt. Und wir haben die sogenannten Propio-Zeptoren, das sind Rezeptoren an Gelenken, Muskeln, Sehnen und den Ansätzen davon, die Winkelstellungen messen. Wenn ich Schrägstelle stehe auf dem Schiff, dann ist man einer Fuß abgewinkelt und das kriegt das Gelenkmet und meldet das als Gehirn. Genauso ist die Spannung in der Muske auf der Seite höher, das kriegt das Gehirn auch mit. So, und diese drei Systeme melden grundsätzlich dieselben Informationen auf dem festen Untergrund. Wenn ich jetzt auf dem Schiff gehe, dann ändert sich das unter Umständen. Wenn ich draußen bin, sehe ich den Horizont, dann ändert sich das noch nicht, weil ich den Horizont als Referenz habe. Wenn ich jetzt aber unterdecke und das sehen wir auch, dass die allermeisten Menschen nicht seh krank werden, wenn sie den Horizont sehen, wenn sie dann aber unterdeck gehen und dann lesen auf Toilette gehen, kochen oder sowas, dass es dann losgeht, wenn das Schiff sich bewegt. Und das liegt daran, dass sich die Referenz plötzlich ändert. Der Raum wird als die neue Referenz wahrgenommen, was es gerade. Und da der sich aber bewegt, gibt es da eine Datenkollision im Kopf. Das heißt, es wird nicht mehr richtig verrechnen. Also da bewegt sich natürlich, aber es sieht nicht so aus, aber ich bewegt, weil ich es jetzt seit drin. Ich habe mal einen Artikel von dir gelesen, da hast du das sehr schön anhand einer Lampe beschrieben, die in der Kabine hing. Also wir hatten auf diesem Jungschiff, das war so ein Museumschiff. Ganz schön hatten wir einen Margonisa-Long für die Offiziere. Und da hängen so eine große Messing-Lampe im Maron, da wieder so häufig sind. So eine Petroleum-Lampe, so ein großes Messendeng. Und die schaukelt natürlich dann immer mehr in der Bewegung des Schiffes. Wenn ich das so erzähle. Und dann, wie du auch, du nixt. Da sag ich aber, das stimmt ja gar nicht, warum nix du. Die bewegt sich gar nicht die Lampe, sondern das Schiff bewegt sich. Und das ist unser Gehirn, was das so wahrnimmt. Und das ist ein ganz einfaches Muster, was wir gelernt haben. Wenn in meinem Blick fällt, sich etwas bewegt, wird das kleinere immer als das sich bewegende wahrgenommen. Und das größere als das, was fest ist. In dem Fall ist die Lampe kleiner als der Raum. Deswegen wird die Lampe als das sich bewegende wahrgenommen. Und der Raum als das feste. Und es stimmt nicht. Die Lampe, die Eier hat auch so ein bisschen durch die Gegend, aber eigentlich durch die Schwerkkraft hängt die immer gerade nach unten. Und das Schiff bewegt sich um die Lampe. Und das können wir unser Miener nicht sagen, weil dieses Muster ganz hartnäckig ist. Und wenn dann auf einmal das alles durcheinander kommt und die Augen sagen, das ist doch gerade. Die Orn sagen, das ist gerade super schief. Die Muskeln sagen, auch noch nicht, das ist super schief. Dann kommt der Körper durcheinander. Ich hab mal gehört, dass der Körper dann das Gefühl hat, ich bin vergiftet worden. Oder hier stimmt was nicht. Und deswegen später alles aus? Nee, das stimmt mich. Okay. Also was stimmt ist, dass die Datenkollision stattfindet? Da gibt es aber noch einen Punkt, der ganz wesentlich ist, um den Raum gerade zu halten, muss ich mich festhalten, weil er nicht gerade erst. Ich kann nicht so stehen bleiben. Ich muss mich festhalten, sonst kippe ich oben. Deswegen halten sich die Leute auch immer fest, wenn sie uns ums Schregenraum stehen, aber nicht um mich umzukippen, sondern um die Referenz, die falsche Referenz zu halten. Und was dann passiert ist, wie du sagst, das Innenur schlicht an und sagt, "Hei, du stehst gar nicht gerade." Und dann sagen die Augen doch, du stehst gerade. Probioptertoren sagen, du stehst nicht gerade. Augen sagen, doch, du stehst gerade. Und das führt zu einer Datenkollision, die nicht mehr verrechnet werden kann. Das ist der eigentliche Kräschte. Und warum fängt man dann an, dass einem so übel wird und all das? Genau. Und das überfordert das Nervensystem. Also, dass das nicht verrechnet werden kann, ist ein Zustand mit dem unser Gehirn nicht leben kann. Und das überfordert das Nervensystem so weit, dass das so deutet, dass es in ein lebensbedrohlichen Situation ist. Und dieses deuten lebensbedrohliche Situation findet in dem geselben Gehirn-Ariall, wie Vergiftung statt. Es wird nicht bedeutet als Vergiftung, sondern es ist nur der selbe Gehirn-Ariall, wo das verrechnet wird. Und das Erbrechen selber, und das können die allermeisten bestätigen, wird als erleichtern. Das erste war genommen, und zwar aus dem Grund, weil das ganz einfach zu dem Notfallsystem des Nervensystems gehört. Dieser Plan, den es abläuft. Und das Erbrechen lehrt den Magen einerseits. Das ist aber gar nicht so wesentlich, sondern es ist eine Überleitung von überschüssiger Stressenergie. Deswegen ist es nach dem ersten Erbrechen, das ist also ein Überlaufen von Stressenergie im Grunde. Nur macht er das halt immer wieder, wenn die Situation sich nicht erinnert und die anderen sich nicht auf dem Schiff. Jetzt ist das Schöne, das doge sagst, ist total unnötig, Sekrenkeit, da kann man doch was gegen tun. Das stimmt. - Was denn? - Es gibt viele Hausmittel, irgendwo Tabletten gibt es vorhin am Medizin, die greifen alle aber nicht in der Sekrenkeit ein, sondern nur bei den Symptomen. Um die Sekrenkeit selber angreifen zu müssen, müssen wir die Referenz der Augen ändern. Das heißt, wir müssen dem Hirn beibringen, dass die Wahrnehmung der Augen nicht richtig ist, damit es das loslässt. Und sagen, hör doch auf die Propio-Zeptoren, hör auf den Innenur, das meldet dir die richtigen Daten. Und lasst die Augen einfach weg. In den meisten Fällen bräuchte man einfach nur die Augen zu machen. Aber so kann man nicht zu sefern. Deswegen sagen die Maßnahmen, die licht mich hin und macht die Augen zu und dann ist es so weit guter. Wenn ich da mal aufstehe, Augen aufmache, ist sofort schlecht. Die meisten glauben, dass das hinlegen, dass es belöst. Aber das eigentliche ist das Augen zu machen. Es ist nicht bei allen so, aber bei den aller meisten. Und das kann man eben lernen, man kann lernen, die Augen nicht mehr zu Verrechnung des Gleichgewichts heranzuziehen. Das sind die Leute, die auch schwindelfreisend, die können genau das. Und das kann man lernen. Wir alle kennen diese Bilder, wo man im Hochbau in den 30er-40er-Jahren New York, wo da die Bauarbeiter auf diesen Steiträgern ohne sich festzuhalten gehen. Und das sind, dass es in die gene Urbevölkerung gewesen war, weil die diese Kopplung nicht haben. Die haben das gar nicht gelernt, weil sie das nicht brauchen. Die haben gar nicht die gerade Linien gehabt. Deswegen haben die Orientierung über die Augen gar nicht gelernt, so weit. Und dann vertrauen nur auf das Gleichgewicht und auf die Proberezeptoren. Deswegen verlieren die nicht das Gleichgewicht da oben. Deswegen sind die völlig, das sind nicht außer Gefahr, aber die verlieren eben nicht das Gleichgewicht. Und wenn man so eingestellt ist, wird man auch nicht sehkan. Weil sie kankert selber nur ein Stressfinomenes. Das heißt, das ist der Notfreiplan des Nervensystems, um uns am Leben zu halten. Sie kankert ist keine Krankheit. Es ist der Versuch, unseres Nervensystems, unserem Leben zu erhalten. Und wie kann das denn Netz funktionieren, dass wir unsere Augen ausschalten als Gleichgewicht sogar? Dass wir können sie nicht direkt ausschalten, dass es eben verhindert unser Nervensystem, wir können die Bedingungen ändern. Und das können wir lernen, in dem und das mache ich auf den Trainings. Wir gehen auf Balancebretter, die so verschiedene Schwierigkeitsgrade haben, also die Teilnehmenden, die sollen einigermaßen auf dem Brett stehen können. Sie müssen einiges tun, um darauf zu bleiben, es darf aber auch nicht zu schwierig sein. Und wenn sie das hinkriegen, dann bringe ich die optische Wahrnehmung durcheinander. Das heißt, ich arbeite dann mit bestimmten Bildern, neuer Dings bei arbeiten wir auch mit diesen Videobrellen, wo wir praktisch. Virtual Reality-Brillen? Genau. Ja. Die wollten nur sagen. Ja, also die VR-Brillen genau. Und spielen da praktisch andere Bilder ein, als die Bewegung über das Balancebret darstellt. Und dann können die Teilnehmend das erst nicht halten, also kippen dann immer runter. Und durch bestimmte Trainingsmethoden bringen wir ihn praktisch bei. Die optischen Daten auszukommen, sie sollen nicht die Augen zu machen. Das Gehirn soll die optischen Daten als irrelevant für die Wahrnehmung des Gleichgewichts darstellen. Und dann kommt es nicht zum Stress. Das verbinden wir noch mit Entspannungsübung, weil es, wie gesagt, immer um Stress geht bei Sekrankheit. Das heißt, wir müssen in unserem Nervensystem auch erzühen, alles gut, wird nichts passieren, ist gar nicht bedrohlich, du musst den Notfallplan nicht einleuten. Das ist das Prinzip dabei. Und hast du jetzt vielleicht für mich, ich je im Herbst, mit der Hände mehrere Community auf eine Flottelle. Und ich hab da auch ein bisschen Sorge davor, dass es mich mit Sekrankheit erwischen kann. Kein Zwischenfrage. Ich hab nämlich das mit Autokrankheit, wenn ich im Auto sitze und ich da auf meinen Handy kucke, dann wird mir total schnell übel. Ist das verwandt miteinander? Muss ich mir dann besonders gesorgen machen, dass auch ich Sekrank werden könnte? Ja, das ist das selbe Prinzip. Vor dem Auto sitze und raus kucke, dann hab ich die richtige Referenz. Wenn ich aufs Handy kucke, hab ich die falsche Referenz. Das selbe passiert, wenn ich hinten setze im Auto, kriege ich falsche Referenz. Ja. Und dann bist du ausgesetzt für Sekrankheit und musst du nicht gleich Angst haben. Was auch witzig ist, ist, dass viele Leute glauben, dass Sekrankheit eben eine Krankheit ist und dass sie ihr Gleichgewicht trainieren müssen, um nicht mehr Sekrank zu werden. Das ist genau andersrum. Deswegen werden auch gerade das Förfer Sekrankheit in besonders gutes Gleichgewicht haben. Weil, das heißt, die Systeme kloppen sich besonders brutal. Weil es eben gut ist, nicht schlecht. Okay, Tipp für mich, wenn ich dann da jetzt losgehe, kannst du mir jetzt sagen, was ich dann am besten machen sollte auf dem Boot oder bevor ich aufs Boot gehe, um das zu koppeln. Du hast schon gesagt, irgendwie Gleichgewichtsübung und dabei den Seesin irritieren oder irgendwie insofern ablenken. Ist das Betriebsgeheimnis oder kannst du uns da jetzt einen Tipp an die Hand geben, wo du sagst, okay, pass mal auf, das wär schon mal das kleiner, einmal eins, legt da mit mal los. Ja, also, dass das schon Betriebsgeheimnis natürlich ist es eigentlich nicht, weil es ein länger Prozess ist. Also man, das es gibt eben keine Tricks. Also, ich werde immer gefragt, wenn man trägt, nein, das ist kein Tricks, sondern es muss man wirklich lernen. Eine gute Sache ist, da gibt es sofort immer Ärger, wenn ich das sage, ist es sich nicht festzuhalten, muss man natürlich gucken, dass man das einigermaßen sicher hinkriegt. See Leute halten sich auch bei 30, 35 Grad nicht fest. Also, das gibt eigentlich kein Grund dafür, weil unser Körper dafür gebaut ist, das komplett auszugleichen, überhaupt kein Problem. Muss man ein bisschen aufpassen, weil das zuerst ein bisschen häuberisch ist, stolperig, man kippt und fällt viel leichter. Aber durch das nicht festzuhalten, zwinkt man sein System in die richtige Referenz. Das ist schon mal der erste Punkt, dann kann man ein paar Übungen machen mit Augen zu. Das allerwichtigste ist aber, dass man sich dem aussetzt und nicht flieht, dass man von diesem Opfergefühl weg kommt und in eine aktive Auseinandersetzung mit dem Gleichgewicht geht. Das ist von der Psyche ja so wichtig, weil nur dann, über die Verantwortung und sagt, im kleinen Hirn, entspande ich. Ich habe die Kontrolle, es ist alles gut. Und dann es gibt es ein Wort, was vielleicht die Kurzform von diesem Training dann ist. Wir westlichen Menschen, wir wollen ja immer die Kontrolle direkt haben, wir wollen die Dinge direkt kontrollieren. Das, genau, geht hier überhaupt nicht, sondern das Gegenteil. Hingabe. Hingabe ist das Stichwort, was vielen Leuten hilft. Sich wirklich hinstellen und sich dem Bewegung des Bootes hinzugeben. Wir können die nicht kontrollieren, sondern wir müssen uns hingeben. Und wenn man das hinkrecht, dann funktioniert das. Kinder können uns das häufig vormachen. Es gibt Kinder, die Angst haben, die sie festhalten, die waren ganz schnell sehr krank, noch schneller als Erwachsene. Es gibt andere Kinder, die mit der Bewegung spielen mit dem Schiff. Und die können fast nicht sehr krank werden. Es gibt auch noch mal Ausnahmen, es gibt bei all diesen Sachen Ausnahmen. Weil, wie gesagt, was wir noch nicht besprochen haben, ist eben die Erfahrung, die Psyche, die Dinge speichert leider. Aber im Prinzip ist das die Hingabe, der an die Bewegung ist eine gute Sache. Und der Rest ist Betriebsgeheimnis, ja. Also da unbedingt bei Thomas mal vorbeischauen in den Kursen, dann werdet ihr auch in dieses Geheimnis eingeweiht. Und vielleicht noch diesen zweiten Punkt, also diese psychische Komponente, von dem, was ich so abgespeichert habe, so habe ich das jetzt verstanden. Wie sehr beeinflusst das. Also kann man sagen, es ist so ein Lerneffekt, das quasi mein Gehörn denkt. Oh je, das letzte Mal ist mir schon so schlecht geworden. Das heißt, wenn es jetzt wieder aus Boot geht, das wird bestimmt wieder schiefgehen. Und deswegen ist gleich schon so eine Stressaufbau-Date, was du eben das geschrieben als ist. Es ist quasi zu viel Stress, dass ich sozusagen das Grundrauschen aufgrund der Einderung schon erhöht habe. Ganz richtig, genau so. Also ich habe so ein Modell entwickelt, wo ich den Stress im Grunde, wie so, in so einem Gerät, ganz glas aufsteigen, lasse. Und ab bestimmten Level setzt einfach der Notfallplan des Gehörns ein. Wo ist nicht nur bei Sekrankheit? Das ist auch bei Autounfällen, wo man physisch gar nicht verletzt ist. Andere Schockerlebnisse, da haben wir dieselben Symptome wie in der Sekrankheit. So und was jetzt da unten in diesem Stress-Reagernskrass liegt, das ist eigentlich egal. Das kann Eikohol genauso sein, wie Stress auf der Arbeit, Stress in der Beziehung, Stress mit dem Skipper, Zeitnot. Ich verschnell noch mal zum Schiff auf, mit 200 über die Autobahn, Freitag und Los geht's. Das sind alles Stressfaktoren. Die liegen praktisch im Bodensatz schon so. Und dann kommt eben die Bewegung des Schiffes drauf und ganz richtig, wie du sagst, ist da meine Erfahrung ganz relevant. Heute habe ich eine besondere Podcastempfehlung für euch. Den Reise und Abenteuer Podcast Weltwarch. Warum ist Weltwarch für mich besonders? Weil es der allererste Podcast war, den ich entdeckt und daraufhin rauf und runtergehört habe. Bei Weltwarch geht es um große Abenteuer und wissenschaftliche Expeditionen, aber auch um prägende persönliche Erfahrungen in aller Welt. Jeden Samstag erscheint eine Folge in der Moderator Eric Lawrence in Interviews und Reportagen, beispielsweise darüber spricht, wie es ist, extreme Lebensräume, wie die Tiefsee zu besuchen, oder Naturphänomene wie Tornados und aktive Vulkane zu erforschen. Was lernt man davon, mehrere Jahre im Amazonas zu leben oder um die Welt zu segeln? Oder auch, wie fühlt es sich an, wenn man in einer Raumstation hoch über der Erde schwebt, sich die Luftschleuse öffnet und man hinausschwebt, in die unendlichen Weiten des Alts. Tatsächlich hat mich Erics Art zu Interviewen immer begeistert und war für mich eine der Inspirationen, wie ich selbst als Moderator, den Helden der Meere begegnen wollte. Zur Erics über 400 Gästen, gehören Persönlichkeiten wie die leider verstorbenen Dr. Jane Goodall oder Astronaut Thomas Reiter. Wie die Bergsteiger Reinhold Messner und Alex Honolth, Wissenschaftsjournalisten wie Ranga Yogerschwa und Dirk Stephens, bis hin zu der meist gewanderten Frau der Welt Christine Türmer. Der Podcast heißt Weltwach, abonniert ihn einfach im Podcast bei Eures Vertrauens, um keine Folge zu verpassen. Informationen findet ihr unter weltwach.de Die allermeisten Leute, die Erfahrung mit die Krankheit haben, können wir mal sagen, ja, bei 5-Bohr fort. Bei 5-Bohr fort, dann checkt man vorher schon, oh, ist 5.5 gemeldet. Und dann ist der erste Stress hier schon drin. Das Reagernskass ist nicht bei Null, wenn ich am Bord gehe, das ist schon halbvoll. Wenn ich da noch bis hin zu viel getrunken habe und Stress im Scherffab, dann bin ich schon fast an der kritischen Grenze und braucht fast keine Welle mehr. Und da muss jeder seine eigene Geschichte, das machen wir in den Seminaren auf, wir gucken uns das an, welche Geschichte hast du ganz persönlich damit. Und die allermeisten sind eben ganz sicher, dass ja, 5-Bohr fort, oder ne? Ich hatte mal einen, der gesagt hat, also ich werde immer Seekrank außerdem sind große Wellen. Ich finde das so geil, wenn die richtig große und das richtig kracht irgendwie, dann macht das Boot so tolle Bewegung, dann spring ich da immer so hoch mit. Und da ist der klar, der hat dann die richtige Referenz, wird dann nicht mehr Seekrank. Und der hat die aber die Angst verloren, weil er so eine Lust auf große Wellen hat, aber bei kleineren wird der Seekrank, weil da die Bedehung da sind, weil er sich festhält und so weiter. Also, das müssen wir verstehen, wie funktioniere ich persönlich und dann lachen immer alle in den Seminaren und sagen, ja, bei 5-Bohr fort, und ich nur bei Welle von 8-dan und der andere sagt, nur irgendwie, wenn Gewitter ist und dann sage ich genau. Und er wird immer nur auf roten Boden, Seekrank nicht auf blauen. Und dann lachen alle. Aber das ist das Prinzip. Unser Gehirn speichert bei gefahren Momenten die Bedehung dafür. Und das kann jeder überprüfen. Ich bin ja sehmann, ich finde einfach ein richtig großer schöner Diesel, der so richtig stinkt. Das mache ich gern. Das ist so meine Heimat oder so ein Thiergeruch von Humphysing, was du im Thier getauchtest, finde ich wundervoll. Andere Leute drehen da durch. Das ist daran, es gibt eigentlich. Aber so und wenn solche Erfahrungen gekoppelt sind, Geruch, bei ganz diese Geruch, bei ganz vielen. Oh, jetzt kriegt das schon, das geht schon wieder los. Bei einigen ist es die Klappern der Fallen am Allo-Mast, wenn sie in die Jachthafen reinkommst. Oha, wir sind schon da. Und da ist der Stresslevel schon auf 30 oder 40. Und das müssen wir beachten. Und das muss jeder für sich lernen, wie funktioniere ich da. Beziehung, ganz wichtig. Also viel, viele vergessen den sozialen Aspekt der Seekrankheit. Was für ein Stress bringe ich eigentlich mit oder welchen Stress habe ich an Bord, wenn ich mit meinem Partner segeln gehe. Und was, was ich will gar nicht segeln. Ich mach das nur für den. Ja, das ist doch klar, dass ich gestresst bin. So, das kommt alles mit rein. Und das sind diese beiden Teile, die wir auseinanderhalten müssen. Also die Bedingungen, die bei allen gleich sind. Und dann, der individuelle Teile bei jemanden hast. Wie voll ist das reagenzklass, schönes Bild. Ja. Und das ist jetzt ja nicht nur ein Phänomen, dass du saust, ja, ich hab dann eine ganz gute Methode und dir hilft auch gut, sondern du sagst, nee, nee, lass uns das auch wissenschaftlich untersuchen. Und die Hochschule Bremen macht da tatsächlich wissenschaftliche Untersuchungen von deinen Seminaren. Was sind jetzt so die Ergebnisse? Also, wenn wir streng wissenschaftlich sind, muss ich da einen Anführungszeichen vorsetzen oder ein Fragezeichen. Ich habe während der Kurse im letzten Jahr, das sind ein bisschen über 200 Leute, sind dadurch gelaufen, habe ich immer eine Umfrage mitlaufen lassen. Und Frage, die Menschen über ihre Erlebnisse nachher und zwar drei Monate, nachdem sie den Kurs gemacht haben, wo wir dann auch die meisten auf dem Schiff fahren. Das ist aber subjektiv. Das ist also keine objektive Untersuchung. Das muss man immer auseinanderhalten, ja, das ist wissenschaftlich, aber das ist nicht objektiv. Und das trennt man ja in der Wissenschaft. Das heißt, die Hochschulen Bremen hat einen Mitarbeiter, hat die Ergebnisse von diesen subjektiven Untersuchungen, hat er ausgewertet und da ist er eben draufgekommen, dass fast 80 Prozent der Leute ein bisschen unterschiedlich, ganz interessant, bei Frauen und Männern. Der Teilnehmern sagen, dass die Symptome der Sekrankheit weg sind oder deutlich reduziert sind, nach dem Training. Also, dass die Anfälligkeit ist die Formulierung, die Anfälligkeit zur Sekrankheit ist eben deutlich reduziert oder weg. Und das ist ein guter Wert aus wissenschaftlicher Sicht. Auch wenn er subjektiv ist, ist es ein wissenschaftlich guter Wert. Ich bin trotzdem nicht zufrieden damit. Wir waren in Norwegen, das waren immer nur Berufssehleute in Norwegen, die 30 Jahre, wo ich das gemacht habe, sind wir bei über 90 gewesen. Wir wissen nicht, warum das so ist, es kann sein, Kulturunterschied, glaube ich nicht, also zwischen Deutsch und Norwegen. Ich glaube, dass es eher daran liegt, dass es eine Berufssehleute waren und die letzten 200 jetzt in Deutschland vor einigen Freizeit-Sportler waren, also Siegel-Sportler meistens. Was es da vielleicht ein Unterschied gibt, der so einfach ist, dass Berufssehleute das Schiff nicht verlassen können und das durchziehen müssen und Freizeit-Segler eben auch dann sagen, "Ach, nee, weil es mir zu viel lassen wir wieder anlanden." Und dann immer wieder unterbrechen und sich damit eigentlich diese. Also, es wäre auch ein Tipp von dir im Zweifiz, weil hingabe nicht nur in dem Moment, sondern auch sagen, die Dauer einfach jetzt nicht raus aus der Situation, sondern durchziehen. Daran bleiben, was manchmal schwer fällt, weil eben auch der Körper irgendwann so. - Kein fordert. Ja, weil er so ermattet ist, geschwächt ist, dass man auch aufpassen muss, dass man noch trinkt und so weiter. Aber wie gesagt, dass es eben wissenschaftlich noch nicht abgesichert, dass es nur eine Idee, dass es bei den Berufssehleuten keine Auswahl gibt. Wie kann man mitmachen, weil man seid die Hettbok auf so ein Seminar? - Das ist die "Tillet Homepage", also "Tillet" heißt das. - Stimmt, hast du ein Institut gegründet, ne? "Tillet Institut" - Genau, "Tillet" ist Norwegenisch und heißt Vertrauen. Okay. - Und wie man in der Umsatz-Sonsentwicklung sagt, das schreibt man, vorwärts und rückwärts gleich. Da kann man auf die Homepage gehen, da sind Trainings und Seminare ausgeschrieben. Und sonst kann man uns einfach eine Mail schreiben, wir finden dann immer Lösungen. Ja, und ich hab gehört, es gibt eine Erfolgsgarantie, ist das aktuell? Das ist im Moment noch so, das ist ein sehr zweischnaliges Schwert. Also ich weiß, dass das funktioniert, in den allermeisten Fällen. Und in den Fällen, wo es nicht funktioniert, kriegen die Leute eine Begleitung, das heißt, ich mache einen Video, Telefoncoaching und dann kriegen wir das eigentlich auch fast immer. Ich hab noch keine Negativ, also ich hab ein paar Rückläufe gehabt, die es nicht gleich hingekriegt haben, wo ich jetzt aber nach einem halben Jahr nicht mehr weiß, wie hat es jetzt geklappt oder nicht. Deswegen kann ich nicht sagen, ob das sicher ist. Und deswegen gebe ich eine Garantie, weil ich weiß, dass es im Grunde hinhaut. Aber aus einer psychotherapeutischen Sicht darf man das eigentlich nicht tun. Weil ich damit ein Stück der Verantwortung habnehmer, was ganz wesentlich für den Prozess ist, dass der bei den Leuten bleibt. Also die Menschen müssen eben von diesem Opferpunkt, der Seekrankheit, ich bin Seekrank, von diesem Opferverständnis wegkommen, zu einer Selbstfürsorge. Und das heißt, ich bin dafür verantwortlich. Und da ist eine Garantie, die von aus und kommt eigentlich kontraproduktiv. Und trotzdem ist es mir eben wichtig, weil, und dass es der Hauptgrund, es so viel Quatsch auf dem Markt gibt, so viel Leute, die irgendwelche Versprechungen machen, dass es funktioniert. Und ich mich trifft das auch als Psychologe, aber auch als Seemann, dass so viele Leute dann leiden und irgendwelche Sachen probieren und es einfach nicht funktioniert. Also wenn man das nicht weiß, dass das funktioniert, sollte man das nicht versprechen, das ist so meiner Ansatz. Und deswegen sag ich, ihr kriegt euer Geld zurück, wenn das nicht funktioniert. Und das ist doch mal stark. Also unbedingt wer sich um dieses Thema Sorgen macht, aber beim Telet Institut, weil Thomas das Training machen. Das war Thomas Bickard, mit seinen Tipps gegen die Seekrankheit. Und ich muss sagen, dieses Gespräch hat mir unfassbar doll geholfen. Wir wollen ja mit der hellen der Mire Community Ende September Anfang Oktober auf einen Flottelle gehen. Ich freue mich da wirklich riesig drauf. Und gleichzeitig schwebt die ganze Zeit so ein bisschen die Sorge mit Ohmann, was passiert, wenn ich da total Seekrank bin und das nicht in den Griff kriege. Das wäre echt ein Supergauch. Ich werde da so traurig. Mir fällt schon auf, dass alleine diese Herangehensweise, die Wahrscheinlichkeit für Seekrankheit steigert. Und jetzt, wo ich verstanden habe, wie das Ganze passiert. Und ich auch weiß, okay, es gibt da wirklich eine wirkungsvolle Methode. Die gibt mir es keine absolute Garantie. Vor allem nicht, wenn ich das nicht wirklich mal richtig bei Thomas gelernt habe, sondern nur in diesem Gespräch verfolgt habe. Trotzdem fühle ich mich nicht mehr so hilflos. Und ich habe das Gefühl, irgendwie kann man das jetzt besser handeln und das ist nicht mehr so eine diffuse Gefahr, die über diesem ganzen Trip steht. Also, ich bin total begeistert, dass Thomas sich diesem Thema so annimmt und dass er das Ganze so gut erklärt. Mein Empfehlung geht raus, lernt ihr gerne mal persönlich kerren am besten bei einem seiner Seminare und dort werdet ihr sicherlich auch so gut vorbereitet sein, dass ihr euch restlos auf den nächsten Trip aufs Meer freuen könnt. Und wenn ihr Thomas spannend findet, dann hört gerne mal in die andere Folge rein oder aber ihr lehst direkt sein Buch Winstärke 15 und er fährt ganz viel über sein Leben auf einem Leuchtturm. Ich hoffe, diese Folge hat dir gut gefallen, hatte ich vielleicht auch inspiriert und wenn dem so war, dann freue ich mich riesig darüber, wenn du dem Podcast eine gute Bewertung darlesst. Auf Spotify zum Beispiel kann man dem Podcast 5 Sterne geben, falls du ihn bei iTunes hörst, kannst du dort neben den Sternen auch eine schriftliche Bewertung darlassen. Und das geht nicht nur darum, dass ich das Feedback bekomme, sondern vor allem darum, dass die Algorithmen auf den entsprechenden Seiten feststellen, oh, der Podcast kommt ja richtig gut an, dann fangen sie nämlich auch an immer mehr Leuten diesen Podcast vorzuschlagen und die Geschichten von den Helden der Meere werden immer mehr Menschen erzählt. Das liegt mir natürlich sehr am Herzen, deswegen würde ich mich da über eine gute Bewertung freuen und natürlich habt ihr immer die Möglichkeit, diesen Podcast auch zu teilen und weiter zu empfehlen. Und ich weiß viele von euch machen das schon, 2023 gehörte Helden der Meere zu den Top 1% der am meisten geteilten Podcast weltweit aus Spotify. Das finde ich ganz beachtlich und der wünsche ich mir natürlich, dass das auch so bleibt, dem entsprechend falls diese Folge irgendeiner Person besonders gut gefallen könnte, die dir jetzt gerade in den Kopf kommt. Dann freue ich mich, wenn du diesen Podcast mit ihr teilst. So, das war's von dieser Folge, wir hören uns in 14 Tagen wieder bei der nächsten Episode von Helden der Meere. Aufnahme, Produktion und Schnitt, Christian Weigand, Musik, Paul Timmich und Dorian Bener, Design, Malte Buch, Sprecher, Intro und Kategorien, Moritz Schelius.
Podcast Summary
Key Points:
Seekrankheit entsteht durch eine Datenkollision im Gehirn, wenn visuelle, vestibuläre und propriozeptive Sinneseindrücke widersprüchliche Informationen zur Körperlage liefern.
Sie ist keine Krankheit, sondern eine Stressreaktion des Nervensystems auf diese sensorische Konfusion, die als lebensbedrohlich interpretiert wird.
Herkömmliche Mittel bekämpfen nur Symptome; die wirksame Vorbeugung besteht darin, das Gehirn zu trainieren, die visuelle Referenz zu ignorieren und sich auf den Gleichgewichtssinn zu verlassen.
Dies kann durch spezifisches Training, z.B. mit Balancebrettern und VR-Brillen, in Kombination mit Entspannungsübungen erlernt werden.
Das Phänomen ist verwandt mit anderen Formen der Bewegungskrankheit (wie z.B. im Auto), wenn eine falsche visuelle Referenz vorliegt.
Summary:
Die Seekrankheit wird durch eine sensorische Konfusion ausgelöst, wenn das Gehirn widersprüchliche Signale von Augen, Gleichgewichtsorgan und Muskeln über die Lage des Körpers auf einem bewegten Schiff erhält. Diese Datenkollision wird als lebensbedrohliche Situation fehlinterpretiert und löst eine starke Stressreaktion mit Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen aus. Entscheidend ist, dass Seekrankheit keine eigentliche Krankheit, sondern ein Notfallplan des Nervensystems ist.
Während Medikamente nur Symptome lindern, zielt die wirksame Prävention darauf ab, die Ursache zu beseitigen: Das Gehirn muss lernen, die oft trügerische visuelle Wahrnehmung für die Gleichgewichtsregulation auszublenden und sich stattdessen auf die verlässlicheren Daten des Innenohrs und der Propriozeptoren zu verlassen. Durch gezieltes Training, beispielsweise mit Balanceübungen unter visueller Irritation (etwa mit VR-Brillen), kombiniert mit Entspannungstechniken, kann diese neuronale Umprogrammierung erreicht werden. Das Prinzip ist dasselbe wie bei der Reisekrankheit im Auto, wenn man auf ein Handy schaut.
Mit dem richtigen Verständnis und Training ist Seekrankheit somit vermeidbar.
FAQs
Seekrankheit ist kein Krankheitsbild, sondern eine Stressreaktion des Nervensystems auf widersprüchliche Sinneseindrücke. Sie äußert sich durch Symptome wie Übelkeit, Schwindel, Schüttelfrost und das Gefühl, todkrank zu sein, oft mit starkem Brechreiz.
Sie entsteht durch eine Datenkollision im Gehirn, wenn die Augen (z.B. in einer Kabine) eine feste Referenz melden, während Gleichgewichtsorgan und Muskeln die Bewegung des Schiffes wahrnehmen. Dieser Widerspruch überfordert das Nervensystem.
Tabletten und Hausmittel lindern meist nur die Symptome wie Übelkeit. Sie greifen nicht die Ursache an, also die fehlerhafte Verarbeitung der Sinneseindrücke im Gehirn.
Der Schlüssel ist, dem Gehirn beizubringen, die visuelle Wahrnehmung für die Gleichgewichtssteuerung zu ignorieren. Das kann durch spezielles Training erlernt werden, z.B. mit Balanceübungen unter visueller Irritation (etwa mit VR-Brillen).
Ja, das Prinzip ist identisch. Beim Blick aufs Handy im Auto melden die Augen eine feste Referenz, während der Körper die Bewegung spürt. Diese sensorische Konfliktsituation löst dieselbe Stressreaktion aus.
In seltenen, schweren Fällen kann es zu einem totalen körperlichen Zusammenbruch und sogar zu einem vorübergehenden Persönlichkeitsverlust kommen, bei dem Betroffene unzurechnungsfähig werden. An Land klingen diese Symptome jedoch schnell ab.
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