Neurobiologie trifft Coaching – was wir über Gehirnprozesse wissen sollten. Impulse aus der Hirnforschung, die für Coachingprozesse relevant sind.
43m 27s
In dieser Podcast-Folge der Coaching-Bande beleuchten Susanne Henkel und Astrid Kellenbens, wie Erkenntnisse der Neurobiologie Coaching wirksamer machen können. Sie betonen, dass es nicht darum geht, Neurowissenschaftlerinnen zu werden, sondern als Praktikerinnen die Wirkmechanismen hinter Methoden zu verstehen. Zentral ist die Neuroplastizität, also die lebenslange Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrungen zu verändern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Amygdala und präfrontalem Kortex: Bei Stress oder Bedrohung blockiert die Amygdala den rationalen Teil des Gehirns – eine Amygdala-Hijack. Daher ist psychologische Sicherheit im Coaching keine Kür, sondern neurobiologische Voraussetzung, damit Klienten neue Perspektiven entwickeln können. Spiegelneuronen erklären, warum Emotionen und Stimmungen ansteckend sind; Coaches müssen ihre eigene Verfassung regulieren, um nicht Stress oder Unsicherheit zu übertragen. Dopamin, der Motivations-Transmitter, wird durch klare Ziele und sichtbare Fortschritte aktiviert – auch durch Visionsarbeit und die Wunderfrage. Chronischer Stress erhöht Cortisol, hemmt Lernen und fördert alte Muster; Coaches können durch Co-Regulation, etwa Atemübungen oder langsameres Sprechtempo, den Parasympathikus aktivieren. Die vertrauensvolle Coaching-Beziehung wirkt als Stresspuffer und setzt Oxytocin frei, was Vertrauen stärkt. Abschließend empfehlen sie, das Thema Neurobiologie in die eigene Weiterbildung zu integrieren, da es Coaching messbar wirksamer macht und Klienten nachhaltig unterstützt.
Herzlich willkommen beim Podcast der Coaching-Bande.
Wir sind Susanne Henkel und Astrid Kellenbens, die systemischen Coaches und Therapeuten von www.coachingbande.de.
Wir freuen uns, dass du uns zuhörst und wünschen dir viel Vergnügen und neue Impulse mit unserer heutigen Folge.
Herzlich willkommen, ihr Lieben, beim Coaching-Bande-Podcast.
Und ich würde mal sagen, wir sind der Podcast für Coaches, die tiefer denken wollen.
Und ich bin Susanne.
Was auch immer das heute bedeutet.
Ich bin Astrid und auf diese Folge habe ich mich jetzt tatsächlich gefreut,
weil ich so eine kleine Neugierige bin und das immer sehr spannend finde,
da auch up-to-date zu sein.
Um was es wirklich geht, verrate ich aber noch nicht.
Ich habe mich auch darauf gefreut.
Ich würde aber auch sagen, ein bisschen, also mir zumindest, geht auch der Stift,
weil wir uns auch mit dieser Folge ein bisschen aus unserer Komfortzone hinaus wagen.
Es geht um ein Thema, was total grundlegend ist, was in Coaching-Ausbildungen oft zu kurz kommt,
weil es auch sehr komplex ist, muss man mal ehrlich sagen.
Also wir versuchen das auch immer mal wieder zu integrieren in unsere Ausbildung.
Aber wenn wir uns. Wenn wir uns mal in die Richtung bewegen, über die wir heute reden wollen,
dann wäre so die Kernfrage, was passiert eigentlich in unserem Gehirn, wenn wir coachen?
Was passiert im Gehirn unserer Klienten und Klientinnen?
Und das ist natürlich, wir geben es offen zu, nicht unsere Kernkompetenz.
Wir sind keine Neurowissenschaftlerinnen.
Trotzdem wollen wir aber dieses Thema heute mal öffnen für euch.
Wobei ich tatsächlich sagen muss, das jetzt ist ja meine, um Gottes Willen,
also meine Schulzeit Ewigkeiten zurück.
Aber ich kann mich erinnern, dass ich das Thema in der. Ein, zwei Jahre.
Ja, allerhöchstens.
Dass ich dieses Thema in der Biologie wirklich damals schon am spannendsten fand,
auch wenn ich wahrscheinlich fast nichts von dem, was ich damals gelernt habe, jetzt noch gebrauchen kann,
weil sich auch da ja alles schon wieder mehrmals geändert hat.
Aber ja, Neurobiologie trifft Coaching.
Ich finde, das ist eine großartige Überschrift.
Also wir schauen auf Erkenntnisse.
Das ist aus der Hirnforschung und zwar tun wir das natürlich eben nicht,
weil wir jetzt alle miteinander die Neurowissenschaften studieren wollen,
sondern wir tun es als Praktikerinnen.
Also das heißt, wir wollen verstehen, als Coaches verstehen,
warum denn bestimmte Methoden wirken.
Und ich glaube, das ist schon etwas, was uns gut zu Gesichte steht,
wenn wir Coaches sind, dass wir das oder die Wirkmechanismen dahinter verstehen.
Insofern, ja.
Und wir haben heute. Wir haben heute ein besonderes Goodie sozusagen für euch,
was euch auch ein bisschen fordert, so wie uns die Vorbereitung dieser Folge gefordert hat.
Wir haben in den Shownotes, also wer mit dem Griff nichts anfangen kann,
Shownotes ist das, was, wenn ihr den Podcast hört,
bei eurem Podcast-Dealer quasi noch zusätzlich hinterlinkt ist als Informationsmaterial.
Also da könnt ihr draufklicken, müsst mal ein bisschen gucken, wo das in eurem Bereich ist.
Und da sind noch ganz viele Informationen.
Und heute haben wir die Shownotes bewusst separat,
gestaltet zu dem, was wir auf Insta oder auf LinkedIn posten.
Denn wir packen in die Shownotes mal alle Studien und Quellen,
derer wir uns bedient haben für diesen Podcast,
damit ihr für euch vielleicht auch so eine Sammlung habt,
die ihr euch irgendwo ablegen könnt, wo ihr immer mal reingucken könnt,
wenn es um dieses Thema Hirnforschung geht.
Um das so ein bisschen aber auch einzuordnen,
wir haben jetzt diese Podcast-Folge nicht die letzten zwei Jahre wie eine Masterarbeit vorbereitet,
aber wir haben Quellen recherchiert.
Wir haben Quellen gelesen.
Wir haben Quellen zusammengestellt und daraus für euch eben in diesen Shownotes so ein bisschen.
Wie ist das richtige Wort?
Ich rede so lange, weil ich suche das Wort,
wenn man so eine Sammlung an zum Beispiel Quellen oder sowas zusammenstellt oder eine Sammlung.
Ein Verzeichnis.
Das meine ich nicht, aber das können wir auch nehmen.
Also dieses Verzeichnis könnt ihr, wie gesagt, on top euch irgendwo ablegen und da von Zeit zu Zeit mal reingucken.
Ich würde ja sehr großspurig einfach von Bibliothek sprechen.
Nee, ich meine einen anderen Begriff.
Auch kein Archiv, ich weiß nicht, was du suchst.
Vielleicht fällt es mir im Rahmen der Folge noch ein, dann brülle ich es einfach irgendwann rein.
Aber ich finde, wir haben jetzt schon drei schöne Wörter gefunden, also ich bin zufrieden so.
Was übrigens ein wunderschöner Übergang ist, wie ich finde,
zu unserem Thema. Wörter finden, Neues entdecken.
Also wir starten mal mit einem vielleicht der wichtigsten,
grundprinzip unseres Gehirns, was lange Zeit, lange Zeit nicht anerkannt gewesen ist oder weil man es lange Zeit auch tatsächlich nicht wusste.
Das ist die sogenannte Neuroplastizität, die mittlerweile glaube ich ja in aller Munde ist.
Also das ist die Fähigkeit unseres Gehirns, durch neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Verbindungen zu schaffen und das gilt lebenslang und das ist jetzt die Fähigkeit unseres Gehirns, durch neue Erfahrungen sich zu verändern.
Also das ist die Fähigkeit unseres Gehirns, durch neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Verbindungen zu schaffen und das gilt lebenslang und das ist jetzt tatsächlich die Neuigkeit.
Also das ist die Fähigkeit unseres Gehirns, durch neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Verbindungen zu schaffen und das gilt lebenslang und das ist jetzt die Neuigkeit.
Also das ist die Fähigkeit unseres Gehirns, durch neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Verbindungen zu schaffen und das gilt lebenslang und das gilt lebenslang und das ist jetzt die Neuigkeit.
Also das ist die Fähigkeit unseres Gehirns, durch neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Erfahrungen sich zu verändern, also neue Verbindungen zu schaffen und das gilt lebenslang und das ist jetzt die Neuigkeit.
durch Neurobiologie trifft Coaching machen, deshalb müssen wir noch ein
weiteres Duo
einführen, lasst es mich mal so
sagen, dass wahrscheinlich auch einige von euch
irgendwie im Coaching-Zusammenhang schon mal
gehört haben,
aber wo das Zusammenspiel vielleicht noch
gar nicht so ganz klar ist. Wir müssen
reden über den sogenannten
präfrontalen
Cortex, also den kürzen
wir mal ab als PFK
und die Amygdala,
eine Region in unserem Gehirn.
Ja, also der
präfrontale Cortex, das ist sozusagen
etwas, was
wir als Chefetage oder
als Management oder als, ich weiß
nicht, vielleicht mal
irgendwie als Bild einführen könnten.
Also was findet da statt?
Im präfrontalen Cortex findet unsere Planung
statt. Die Impulskontrolle liegt
da ganz wichtig. Perspektivwechsel,
Selbstreflexion, also
alles das, was im Coaching ja wahnsinnig
wichtig ist, alles
das wird da
hin verortet.
Also das findet dort statt, im präfrontalen
Cortex.
Okay, was macht jetzt dagegen
die Amygdala?
Die ist so etwas wie unser
Alarmsystem. Also
die Amygdala, die scannt permanent
in jeder Situation, bin ich
ja eigentlich sicher, werde ich gerade
bewertet, kommt von irgendwo her
eine Gefahr oder irgendeine
Bedrohung. Das findet
parallel statt.
Und da liegt auch der Knackpunkt so ein Stück
weit, denn wenn die Amygdala
anspringt, also Stress, Bedrohung,
Gefühle, soziale
Unsicherheit, dann sorgt die
dafür, dass buchstäblich
der Zugang zum präfrontalen
Cortex blockiert wird. Das nennt
man dann auch so schön Amygdala
Hijack, also die kidnappt das
sozusagen. Der rationale Teil
ist dann abgeschnitten und
genau in diesen Momenten können
Klientinnen keine neuen
Perspektiven mehr entwickeln,
weil Mrs.
Amygdala hat geheijackt und
ist im Ausnahmezustand.
Genau. Alarm, Alarm, Alarm.
Okay. Was bedeutet das für uns
jetzt als Coaches? Naja,
eigentlich liegt es auf der Hand.
Also das, was immer so schön umschrieben
wird mit psychologischer Sicherheit
und wir wissen, da steckt sehr viel drin
in dieser psychologischen Sicherheit,
aber das ist einfach im Coaching
kein nice to have.
Es ist unsere
Aufgabe, es ist neurobiologisch
Voraussetzung dafür,
dass Coaching überhaupt wirken kann.
Wenn wir nicht für
diese psychologische Sicherheit sorgen,
wenn wir die Amygdala nicht
beruhigen, nicht
leise bekommen, dass
eben gar keine Alarmglocken erst läuten,
dann werden
wir es nicht schaffen, überhaupt das
zu tun, wofür Coaching steht.
Erst wenn die ruhig ist,
wenn die sich beruhigt
hat oder wenn sie überhaupt gar nicht
erst laut wird, dann fängt der
präfrontale Kortex überhaupt erst an
seine Arbeit zu tun und den brauchen wir
im Coaching.
Und das könnte unter anderem auch eine
Erklärung sein, warum manchmal
Interventionen, Methoden
scheitern. Wenn wir versuchen mit
einem Klienten, einer Klientin zu arbeiten,
die innerlich, manchmal vielleicht auch gar nicht sichtbar
für uns, unter Druck steht,
mit einem schwierigen Thema konfrontiert wird
und sich irgendwie nicht sicher fühlt,
dann ist im Grunde, ja,
wie kann man sagen, da ist im Grunde niemand zu Hause,
der die neuen Impulse verarbeiten kann,
weil die Amygdala eben
den präfrontalen Kortex mit seiner
Aufgabe überlagert und wir müssen eben
tatsächlich dann zuerst für Sicherheit
sorgen. Das sagt
sich jetzt so einfach, liebe Susi, wir
sorgen mal für Sicherheit.
Was fällt uns da ein?
Was könnten wir da konkret tun, wenn
wir feststellen, okay, also
hier wurde erstmal gehyjacked,
wir können noch gar nicht wirklich anfangen
oder auch gar nicht davon ausgehen,
dass da jetzt jemand eine neue
Sichtweise, eine neue Perspektive einnimmt.
Dann bedeutet das konkret für
uns, aktiv zuzuhören.
Wirklich eine Wärme, eine
Zuwendung auszustrahlen,
keine Wertung von
dem, was da gerade passiert,
vorzunehmen. Also wir geben
wirklich einen strukturierten Rahmen
und das alles
in einer ganz
ausdrücklichen Ruhe und
Selbstsicherheit und das
alles signalisiert dann dem Gehirn
der KlientInnen,
ach ja, hier bin ich sicher,
ach ja, hier das jetzt,
ich kann mich mal beruhigen, denkt sich die
Amygdala und dann kann
produktiv gearbeitet werden.
Ich fasse nochmal zusammen, wir haben
gesprochen über die Neuroplastizität,
dann habe ich gesagt, das wäre schon
eine Folge alleine wert,
es kommt noch ein dynamisches Duo dazu,
nämlich aus
Amygdala und präfrontalem
Kortex, das ist aber auch noch nicht
genug, auch wenn wir darüber wiederum
eine Folge lang reden können.
Wir bringen weitere Player sozusagen
ein, das sind die sogenannten
Spiegelneuronen.
Spiegelneuronen. Giacomo
Rizzolatti hat die wohl ursprünglich mal
bei Affen entdeckt, also das sind Neuronen,
die sowohl
feuern, wenn man selbst eine Handlung ausführt,
als auch,
wenn man bei anderen
eine Handlung beobachtet.
Ich liebe diese Spiegelneuronen
und ich sage immer, wir sind ansteckend
wie ein Grippevirus, also vom
Prinzip ist es tatsächlich genau so,
also bei Menschen geht es sogar noch ein bisschen weiter
als bei den Affen, wo das erstlich
oder erstmalig entdeckt worden ist.
Wir spiegeln jetzt nicht nur Handlungen
und das ist übrigens etwas,
was man ja auch ganz wunderschön
in manchen Experimenten
nachsehen kann tatsächlich,
dass wenn du eine Gruppe Menschen
laufen lässt, die irgendwann in den Gleichschritt
zum Beispiel kommen, es hat was damit zu tun.
Aber wir spiegeln eben nicht
nur Handlungen, sondern wir spiegeln
auch emotionale Zustände.
Also auch unsere
Emotionen ist
ansteckend. Wenn unser
Gegenüber traurig ist, dann
aktivieren sich in uns
ähnliche neuronale Muster,
so als ob wir selbst
traurig wären.
Das ist auf der einen Seite biologische
Grundlage von Empathie,
auf der anderen Seite ist es eben auch wichtig
für uns zu wissen, was da gerade passiert.
Es ist ein,
ja es ist eben nicht nur ein Gefühl,
was uns überkommt,
sondern es ist eine,
ein neuronales Miterleben.
Also es ist auch hier einfach mal
wieder Chemie, die da stattfindet.
Ein schönes
Beispiel, was
vielleicht viele von euch kennen, ohne unbedingt
zu wissen, dass die Spiegelneuronen da
eingesetzt werden. Jetzt, wo wir aufzeichnen,
ist gerade Ende Mai,
Mitte, Ende Mai, und es ist gerade
eine neue Folge, eine neue Staffel von
LOL rausgekommen bei Amazon
Prime. Und die machen da ja immer wieder
dieses Spiegelneuronen-Experiment,
dass sie die Comedians
zum Lachen bringen wollen, was die ja
nicht dürfen, indem sie denen Menschen
gegenüber setzen, die lachen.
Und zwar erst ist es einer, der ganz
laut und ganz viel lacht, und dann kommen immer
mehr Menschen dazu, die diesen Promis
gegenüber sitzen und die ganz laut
und ganz offensichtlich lachen.
Und das macht es natürlich wahnsinnig schwer
in dieser Situation, nicht einfach
irgendwann mitzulachen, weil die
Spiegelneuronen feuern und feuern und feuern
und wollen eben die
Comedians dazu bringen, auch zu
lachen, aber sie dürfen halt nicht. Also das ist sehr, sehr
schön zuzuschauen,
weil man da genau sieht, wie diese
Spiegelneuronen im Prinzip arbeiten. Und fürs
Coaching ist es fundamental.
Wir sagen ja immer, dass die
Qualität der Beziehung zwischen
Coach und Klient, Klientin,
manchmal auch als
Working Alliance benannt,
dass die so der stärkste
Wirkfaktor überhaupt ist.
In Coaching und auch in Therapien übrigens.
Und Spiegelneuronen
sind unter anderem eine Erklärung
dafür, wie diese Verbindung entsteht.
Also Stichwort echtes
Zuhören, präsentes Sein,
authentische Reaktion,
das ist natürlich eine Frage
auch der Technik
und des Erlernens, aber
daneben ist das unglaublich
viel neuronale Resonanz,
die eben einfach über die Spiegelneuronen
funktioniert und
angetriggert wird.
Ja, und jetzt haben
wir daraus, wie ich finde,
eine ganz wichtige Erkenntnis für uns
als Coaches und
nämlich, dass unsere eigene
emotionale Verfassung sich
überträgt. Also wir müssen uns
vielleicht überhaupt nicht wundern,
wenn unser Coachee mal anfängt
zu zweifeln oder wenn
unser Coachee mal anfängt
irgendwie gar nicht zur Entspannung
zu kommen, sondern eher gestresster wirkt
als am Anfang.
Wenn wir uns an die eigene Nase greifen
und feststellen, oh, das hat er wohl von mir.
Mein Coachee hat gerade
diese Spiegelneuronen aktiviert
und ich bin
diejenige, die irgendwie gestresst
ist oder die nicht zu 100%
gerade im Coaching ist, die
unaufmerksam ist, vielleicht bin ich
ungeduldig, also was auch immer.
Der Klient, auch wenn er es bewusst
oder die Klientin auch bewusst
nicht tut,
es wird trotzdem auf neuronaler
Ebene wahrgenommen
und das kann Auswirkungen
haben auf die Beziehungsebene,
kann darauf Auswirkungen
haben, ob ein Coachee tatsächlich sich
auf etwas einlässt oder natürlich
auch wieder auf die psychologische Sicherheit.
Es könnte auch mal passieren, dass
aufgrund dessen die Amygdala sich wieder einschalten
sollte, also auch das könnte eine Folge
sein. Und deswegen ist es so, so
wichtig, dass wir
eben als Coaches auch
wirklich, wirklich mit uns selbst
fürsorglich umgehen, dass wir genau
wissen, wie es uns geht, wie wir
mit welcher Stimmung, wie wir
in dieses Coaching gehen,
nicht Zweifel ausstrahlen,
nicht denken, oh, wer weiß, ob das gut
geht und so weiter und so weiter,
sondern dass wir wirklich
total entspannt
auch auf dieser Ebene für Psychologen
und ökologische Sicherheit sorgen,
damit die Spiegelneuronen sich entspannen bei unserem Gegenüber
oder zumindest zur Entspannung mit dazu beitragen und nicht das Gegenteil tun.
Es gibt übrigens noch was, was im Zusammenhang mit diesen Spiegelneuronen
total faszinierend ist, wie ich finde.
Und zwar haben Forschende gezeigt, dass Spiegelneuronen dann,
wenn sie in eine empathische Resonanz kommen,
dass dann dadurch tatsächlich auch Oxytocin freigesetzt wird.
Das sagt bestimmt einigen von euch, was Oxytocin ist, bekannt als das Bindungshormon.
Wenn wir das jetzt zum Beispiel gegenseitig im Coaching-Prozess ausschütten,
weil unsere Spiegelneuronen in einer empathischen Resonanz sind,
dann stärkt das ganz automatisiert das Vertrauen, was wir ineinander haben.
Also wechselseitig, Coachy zum Coach, Coach zum Coachy.
Stärkt das Vertrauen, reduziert Stress, Oxytocin senkt das Cortisol.
Cortisol, kleine. Erinnerung, ist das sogenannte Stresshormon.
Auch hierzu gibt es eine Studie von Heinrichs und Kollegen,
die haben 2003 gezeigt, dass soziale Unterstützung plus Oxytocin-Ausschüttung
die Cortisolreaktion auf Stress signifikant senken können.
Das heißt für uns übersetzt, eine gute Coaching-Beziehung zwischen Coach und Klient
hat also messbar neurobiologisch positive Effekte.
So, jetzt haben wir, also ich hoffe, dass überhaupt noch alle mit dabei sind, liebe Susi,
weil jetzt haben wir wirklich schon über relativ viele Dinge gesprochen
und auch relativ viele Wörter hier reingebracht, die man immer mal wieder so ein bisschen,
die kannte man schon, aber jetzt muss man sie zuordnen können.
Also das Oxytocin haben wir jetzt angesprochen, jetzt komme ich zu einem weiteren Begriff
beziehungsweise zu einem weiteren, in dem Fall kein Hormon, aber ein Hormon,
aber ein Hormon, aber ein Hormon, aber ein Hormon, aber ein Hormon,
beziehungsweise zu einem weiteren, in dem Fall kein Hormon.
Sondern ein Transmitter, nämlich dem Dopamin.
Also Dopamin hat wahrscheinlich auch schon jeder gehört.
Und wenn wir über Dopamin sprechen, dann sprechen wir über Motivation.
Und wenn wir über Motivation sprechen, dann sprechen wir darüber,
warum denn manchen Veränderungen so schwer fällt und was da eigentlich Coaching tun kann.
Und die Antwort liefert uns jetzt eben genau dieser Transmitter,
dieser Neurotransmitter Dopamin.
Also Dopamin wird bei der Erwartung von Belohnung ausgeschüttet.
Also nicht nur, wenn die Belohnung tatsächlich stattgefunden hat,
das ist ganz wichtig zu unterscheiden,
sondern schon bei der vorher stattfindenden Antizipation.
Also das erklärt, warum zum Beispiel klare Ziele, kleine Fortschritte im Coaching,
sichtbare Meilensteine so wichtig sind, weil sie aktivieren,
das Belohnungssystem und erzeugen damit eine intrinsische Motivation
über die Ausschüttung von Dopamin.
Weil wir natürlich etwas erwarten, wenn wir ein konkretes Ziel haben,
wenn wir kleine, messbare, gangbare Schritte haben,
dann belohnen wir uns sozusagen intrinsisch selbst.
Leider, leider, leider ist das Gegenteil genauso wahr.
Also alles das, was Susi gerade beschrieben hat, funktioniert leider auch ins Gegenteil.
Also das heißt, wenn unsere Klientinnen keine klare Richtung sehen,
wenn sie keine Fortschritte wahrnehmen,
wenn diese kleinen Schritte, diese kleinen Fortschritte unsichtbar bleiben
oder wenn die Ziele nicht anziehend, nicht sexy oder vielleicht zu abstrakt sind,
dann bleibt dieser Dopamin-Kick aus.
Also es gibt keine neuronale Belohnung,
damit leider auch keine Motivation zur Veränderung
und damit, was passiert dann völlig automatisch,
das Gehirn kehrt ins Gewohnte zurück.
Oder anders ausgesprochen, der Coachee fällt in alte Muster zurück.
Und das ist ja das, was wir eigentlich im Coaching nicht haben wollen.
Also das heißt aber auch ganz praktisch für uns,
das dürfen wir nie vergessen,
dass wir im Coaching Erfolge explizit machen.
So eine Frage, die vielleicht manche als Verlegenheitseinstiegsfrage einsortieren würden,
ist dafür aber zum Beispiel total relevant,
wenn ein Klient das zweite Mal zu mir kommt,
dass ich selbstverständlich frage,
was hat sich denn verändert seit unserem letzten Gespräch?
Das ist eben keine Smalltalk-Frage,
sondern es ist eine Frage, die aus neurobiologischer Sicht
eine total sinnvolle Intervention ist,
weil sie das Gehirn den Fortschritt wahrnehmen lässt
und daraufhin eine Dopaminausschüttung folgt
und diese Dopaminausschüttung wiederum Motivation möglich macht.
Und das der Coachie wiederum vielleicht braucht,
um jetzt den nächsten Schritt in unserem heutigen Coaching zu gehen.
Deswegen, und darüber haben wir ja schon relativ häufig gesprochen,
ich weiß nur nicht, wie lange es zurückliegt,
deswegen tue ich es nochmal,
arbeiten wir sehr häufig im Erstkontakt,
ja auch mit so einer kleinen, wie soll ich sagen,
Sherlock-Holmes-Recherche-Explorer-Aufgabe
bis zur nächsten oder bis zur ersten Sitzung,
dass unser Coachie mal feststellen soll,
was sich allein durch die Entscheidung,
dieses Coaching wahrzunehmen, schon positiv bezüglich,
des eigenen Themas verändert.
Und ganz oft sitzen uns dann eben genau diese Coaches
in der Sitzung gegenüber und sagen,
Mensch, Frau Kellenbens, wie konnten Sie denn das wissen?
Da hat sich wirklich was positiv verändert.
Und auch das ist eben nicht nur,
es ist natürlich auch ein Beziehungsaufbau,
aber es ist auch, wie hast du eben so schön gesagt,
eine neurobiologische Intervention.
Also auch schon hier im Erstkontakt das einsetzen,
was wir jetzt hier zur Verfügung gestellt bekommen,
neurobiologisch gesehen.
Es ist aber auch ein Grund, genau das Gleiche,
warum Visionsarbeit so wahnsinnig wirkungsvoll ist
oder auch unsere Wunderfrage in die Zukunft gedacht.
Denn wenn unsere Klientinnen sich ein klares,
konkretes und vor allen Dingen positiv besetztes Zukunftsbild ausmalen,
dann aktiviert das eben das Vorstellungsnetzwerk
ähnliche Belohnungskreisläufe,
Kreisläufe wie das,
ein wirkliches Ereignis täte.
Also das heißt, unser Dopamin wird nicht nur dann ausgeschüttet,
wenn es tatsächlich passiert,
sondern eben auch dann, wenn wir es uns vorstellen.
Also unser Gehirn, wie soll ich sagen,
hat so eine Generalprobe für die Zukunft.
Also es wird schon mal geprobt und damit passieren,
aber neuronal gesehen die gleichen Dinge.
Das finde ich total erstaunlich und toll.
Okay, also wir haben, ich wiederhole noch mal,
die Neuroplastizität, wir haben die amygdala und den präfrontalen Kortex,
wir haben die Spiegelneuronen,
wir haben das Dopamin und das Belohnungssystem.
Ihr habt es fast geschafft, ihr Lieben.
Haltet noch ein bisschen durch,
aber wir müssen als letzten großen Faktor,
den wir nicht ignorieren sollten,
eben auch noch mal um das schon angesprochene,
aber nicht vertiefte Thema Stress und Cortisol sprechen.
Cortisol ist das Stresshormon schlechthin,
und leider Gottes,
und jetzt gehen wir wieder so ein bisschen an den Anfang zurück,
wo wir gesagt haben,
Coaching hat ja schon auch was mit Lernen in irgendeiner Form zu tun.
Cortisol, Stress, absoluter Lernendgegner.
Funktioniert nicht beides gleichzeitig.
Da muss man sich jetzt mal wieder an die eigene Nase greifen
und überlegen, wann habe ich eigentlich das letzte Mal
meinen Cortisolpegel messen lassen.
Also es ist wissenschaftlich fundiert und bewiesen.
Dauerstress verändert das Gehirn.
Und zwar langfristig.
Und wir wollen jetzt keine großen,
was ist jetzt Stress und so weiter und so weiter.
Also Stress kann auch durchaus positive Dinge beschreiben.
Eine Hochzeit ist genauso Stress wie ein Trauerfall.
Also das heißt, es bedeutet eben nicht unbedingt,
das eine ist positiv, das andere negativ.
Unser Körper, unser Gehirn empfindet Stress gleich Stress.
Und dieser Dauerstress verändert das Gehirn,
langfristig.
Was passiert?
Es reduziert die Dichte der Verbindungen
in unserem präfrontalen Kortex.
Und gleichzeitig hemmt es den sogenannten Hippocampus.
Den führen wir jetzt nicht noch tief ein,
aber der Hippocampus, der ist tatsächlich für das Lernen
und für das Gedächtnis zuständig.
Und dieser Stress stärkt das reaktive Verhaltensmuster.
Reaktive Verhaltensmuster ist nicht das,
was wir erreichen wollen in unserem Coaching.
Also was passiert, ganz kurz gesagt,
unter chronischem Stress lernen wir schlechter.
Wir werden unflexibler, was das Denken angeht.
Also die Verbindungen nehmen eben ab,
die Dichte der Verbindungen nimmt ab.
Und wir fallen in alte Muster zurück.
Keine gute Voraussetzung fürs Coaching.
Und nur um das mal komplett an der Stelle nochmal zu machen,
weil es dazugehört, wenn wir über Stress reden,
der ist halt wirklich eine Bitch,
weil der arbeitet nicht nur auf der Ebene,
wie Astrid gerade beschrieben hat, gegen uns,
sondern so chronischer Stress
löst auch wirklich körperliche Erkrankungen aus.
Also darüber wollen wir jetzt nicht im Detail reden.
Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, eingeschränkte Libido.
Da gibt es eine ganze Latte an eben auch körperliche Reaktionen auf Stress,
die uns wirklich, wirklich ernsthaft krank machen.
Also auch das sei mal gesagt an der Stelle.
Gehen wir aber zurück zu dem, ähm, ähm, oder zurück in die
Gucken wir zurück in die Richtung, aus der Astrid gekommen ist.
Das heißt, dass wir unter chronischem Stress schlechter lernen oder schlechter denken
oder da auch unflexibler sind und leicht in alte Muster zurückfallen,
bedeutet das für uns Coaches natürlich, dass es, also da könnte man auch im Ochs ins Horn petzen,
wie man so schön sagt, wenn wir einen Coach vor uns sitzen haben,
der einen total gestressten Eindruck macht, dann brauchen wir mit dem nicht über Ziele,
Veränderungen und so weiter und so fort zu sprechen, erst mal nicht,
sondern wir müssen in der Lage sein, schnell dieses Stresslevel unserer KlientInnen einschätzen zu können.
Und wenn da eben wirklich jemand sitzt, der eher so im, ich sag mal, Überlebensmodus ist
oder in so einem Erschöpfungsmodus ist, dann braucht das Gehirn zuerst Regulierung,
bevor wir in die Problemlösung gemeinsam eintreten können.
Absolut, absolut. Und wir können das, also wir haben Werkzeuge dafür,
die wir im Coaching einsetzen können. Also wir können Atemübungen,
Bewusstes Atmen, bewusste Körperhaltungen einnehmen,
vielleicht kurze Achtsamkeitspausen, vielleicht wirklich sogar eine kurze Meditation machen.
Wir können auch schon dahingehend Auswirkungen beobachten,
wenn wir einfach mal unser Gesprächs- oder unser Sprechtempo verringern.
Ganz bewusst, wenn wir einfach langsamer sprechen, wenn wir langsamer antworten.
Also das heißt, dass wir einfach insgesamt,
ein bisschen das Gesprächstempo rausnehmen.
All das aktiviert den sogenannten Parasympathikus und senkt das Cortisol.
Der Parasympathikus ist übrigens jetzt der Teil des vegetativen Nervensystems,
der eben genau dafür zuständig ist, was wir erreichen wollen.
Nämlich Ruhe, Erholung und auch Regeneration.
Also deswegen brauchen wir den, der wird aktiviert durch solche Übungen.
Und lasst es mich mal vorsichtig formulieren, das klingt jetzt so:
"Ach ja, das ist richtig, das ist richtig."
Ach, jetzt machen wir auch noch Wellness mit unserem Coachee.
Aber das ist es eben bei weitem nicht.
Es ist wirklich eine neurobiologische Vorbereitung.
Es ist eine neurobiologische Vorbereitung, damit das Coaching am Ende des Tages überhaupt wirksam sein kann.
Und ich habe noch eine positive Nachricht, auch wenn wir leider Gottes jetzt nicht Wellness-Managerinnen sind.
Aber wir haben ja schon ganz oft, auch heute wieder,
die vertrauensvolle Coaching-Beziehung geredet.
Und auch beim Thema Stress ist diese Beziehung wirklich elementar wichtig
und ist ein Puffer für Stress.
Also soziale Unterstützung, das Gefühl, was wir vielleicht unserem Coachee für die Dauer unserer Arbeitsbeziehung geben können,
dass er nicht allein ist oder dass sie nicht allein ist, das reduziert Stressreaktionen nachweislich.
Also wir sind als Coaches sozusagen aktive Co-Regulierer.
Das ist auf der einen Seite eine wirklich großartige Rolle,
aber gleichzeitig natürlich auch eine sehr verantwortungsvolle Rolle
und unterstreicht jetzt mit dieser Brille, betrachtet eben nochmal mehr,
warum diese Beziehung so wichtig ist und warum auch klar sein sollte,
dass wir Beziehung aktiv gestalten müssen, dass das unsere Kernkompetenz ist
und dass diese Beziehung eben auch diese Ebene ist, auf der der Coach ist.
Dass der Coach oder die Coachee neue Erfahrungen sammeln kann.
Zum Beispiel raus aus dem Stress, sich runter regulieren lassen durch unsere Co-Regulation rein in die Möglichkeit,
neue Erfahrungen zu machen.
Jetzt haben wir uns eigentlich erst so richtig in Rage geredet hier, oder?
Also ich finde, wir könnten noch stundenlang so weitermachen und ehrlicherweise Material gäbe es auch ausreichend.
Aber ich glaube, wir würden überfordern, liebe Susi, ich würde an der Stelle jetzt einfach mal einen Cut machen.
Vielleicht machen wir mal irgendwann eine Fortsetzung.
Lass mich nochmal kurz zusammenfassen, nur damit wir nochmal, oder jeder für sich jetzt kurz mitdenken kann,
was haben die da nochmal gesagt, zu was war das nochmal?
Also ganz grundsätzlich, Neurobiologie ist kein Zusatz zum Coaching,
sondern es ist eben einfach ein Fundament, ein Fundament, das da ist und was erklärt,
warum Coaching wirkt und warum Coaching auch so erfolgreich wirkt
und warum Coaching auch so erfolgreich wirkt und warum Coaching auch so erfolgreich wirkt.
Und warum wir ja Coaching brauchen in dieser Welt.
Also wenn wir mal wieder gefragt werden, warum wir denn Coaches sind oder warum wir denn daran glauben,
dass Coaching wirklich Veränderungen unterstützt, dann können wir jetzt nicht nur sagen,
naja, das ist bewiesen wissenschaftlich, auch dazu gibt es natürlich viele Studien,
sondern wir können jetzt auch einen kleinen Vortrag halten über Neurobiologie,
könnten dabei über Neuroplastizität sprechen, über die Amygdala,
Amygdala-Regulierung, wir könnten sprechen über den präfrontalen Kortex,
wir könnten sprechen über Spiegelneuronen, Dopamin, Kortisol, den Hippocampus und den Parasympathikus.
Und ihr Lieben, das sind jetzt nicht nur Buzzwords, die wir irgendjemandem zurufen,
sondern da stecken wirklich Mechanismen dahinter, die immer und zu jeder Zeit in jedem von uns aktiv sind.
Und je besser wir die verstehen und je besser wir sie nutzen können im Coaching,
desto hilfreicher sind sie.
Und je besser sind wir als Coaches.
Damit es keine Buzzwords bleiben oder wieder werden, ist natürlich wichtig,
dass ihr, und wenn unsere Folge heute dazu ausreicht, mache ich drei Kreuze und bin froh und dankbar,
dass ihr erkennt, dass es ein wichtiges Thema ist.
Es ist jetzt natürlich auch viel verlangt, in 35 Minuten einmal das Thema Neurobiologie durchzujodeln
und dann seid ihr da alle Profis drin und wisst genau, was das für eure Coachings bedeutet.
Aber vielleicht haben wir es geschafft.
Ihr dürft euch neugierig zu machen, euch auch aufmerksam darauf zu machen,
wie elementar wichtig und förderlich das für unsere Arbeit sein kann.
Und jetzt ist es ja so, dass wir Coaches, also ich kenne keine Kollegin oder keinen Kollegen,
der nicht einen ganzen Stapel Fachliteratur auf dem Nachttisch oder auf dem Kindle hat.
Also wir lesen gerne, wir lernen gerne, wir bilden uns gerne weiter.
Nehmt doch dieses Thema Neurobiologie auch einfach mal mit.
Auch wenn es vielleicht eins ist, was ein bisschen sperrig ist, wo man alte Erinnerungen,
Erinnerungen aus dem Bio-Leistungskurs vielleicht sogar wieder hochholen muss,
wo man vielleicht sich auch Notizen machen muss, wo man Sachen unterstreichen muss,
wo man vielleicht auch eine Seite dreimal lesen muss, bis man sie wirklich verstanden hat.
Aber nehmt es doch mit als kleine Motivation, dass es wirklich, wirklich eure Coachings besser machen wird,
wenn ihr auch auf diesem Gebiet einfach Wissen habt.
Also ihr werdet wirksamer arbeiten können.
Nicht, weil der Anspruch ist, dass ihr jetzt alle NeurobiologInnen werden sollt,
sondern weil uns dieses Verstehen,
eben ermächtigt und damit auch unsere KlientInnen ermächtigt.
Und das sollte uns doch Antrieb sein.
Was nehmt ihr aus dieser Folge mit?
Das würde mich jetzt höchstpersönlich total interessieren.
Also schreibt es uns in die Kommentare, schreibt es uns wo immer ihr uns am liebsten lest.
Ob das Insta ist oder LinkedIn oder was auch immer.
Wir freuen uns auf jeden Fall über euren Austausch.
Wir freuen uns über eure Rückmeldung.
Vielleicht auch Fragen und ich freue mich, ich freue mich auf eine Fortsetzung, Susi.
Ich freue mich, wenn ihr das vielleicht auch mit KollegInnen teilt,
die vielleicht unseren Podcast noch nicht kennen.
Ich glaube, so eine Folge wie diese heute wäre aber auch prädestiniert,
um das mal in eurer Peer-Group, in eurer Ausbildungsgruppe zu spreaden,
weil das echt ein Thema ist, was nach vorne bringt.
So, bleibt uns zu.
Ihr habt uns gewogen, wem ihr auch gewogen bleiben könnt
und vielleicht noch stärker gewogen sein werdet in Zukunft.
Das könnte unser Kooperationspartner Link sein.
Ihr wisst es, wir sprechen relativ häufig über den Personality Profiler,
zu dem wir euch jetzt ganz herzlich einladen zu den Zertifizierungen.
Und damit ihr da auch hingehen könnt, nenne ich euch jetzt mal die Termine.
Die finden immer an zwei Tagen statt, also jede Zertifizierung dauert zwei Tage.
Und die nächste ist im September, am 10. und 11. September.
Im Oktober, dem goldenen Oktober, könntet ihr am 8. und 9. Oktober buchen.
Am 5. und 6. November.
Und wer möchte, kann auch in die Adventszeit sich vielleicht, ja, zum ersten Advent selbst schenken,
die Zertifizierung zum Personality Profiler Coach.
Dann wäre das der 3. und 4. Dezember.
Also auch hier, ne, denkt dran, neues Lernen verbindet neue Synapsen.
Neue Synapsen nicht, aber wir bringen neue. Es ist gut für die Neuroplastizität, drück's so aus.
Ja, ja, für die neuronalen Verbindungen, so.
Und wen brauchen wir dafür? Den Hippocampus.
Und dann könnten wir noch, ich glaube, ich gehe einen Kaffee trinken, Susi. Komm.
Ich würde aber auch gerne nochmal das Thema Neuroplastizität,
fast tot reiten gegen Ende der Fortbildung, äh, der Fortbildung, sage ich schon.
Ich bin in meinem Sprechenvoraus. Es ist ein bisschen eine. Es ist ein bisschen eine Vorlesung, genau, gegen Ende der Podcast-Folge.
Ich möchte euch nämlich auch ermutigen, euch um eure eigene Neuroplastizität zu kümmern.
Und neben dem Tipp mit Link vielleicht auch mal bei uns zu gucken unter www.coachingbande.de.
Denn ihr wisst es ja, neues Lernen schafft neue Verbindungen im Gehirn.
Nebenbei auch jung und fit.
Und ihr könntet zum Beispiel was Neues lernen, indem ihr im. im Herbst
mit der Ausbildung
zum oder zur systemischen
Organisationsentwicklerin bei uns
anfangt. Oder, wenn ihr mehr
Geduld habt, könnt ihr natürlich auch im März
2027 mit einer systemischen
Coaching-Ausbildung loslegen.
Ansonsten sind bei uns
ja im Moment noch ein bisschen
die
Sommertage im Vordergrund.
Die Sommerpause geht noch ein paar
wenige Tage, aber ab
November geht es wieder, ab November,
ab September geht es
wieder los mit StartNow
Coaching Praxis Pro, mit ACT
im Coaching anwenden, mit Führungskräfte
Coaching, mit der
Hypnose im Coaching. Ach, mit so
vielen Themen. Ich will es jetzt
nicht alles so runterrasseln. Ich möchte euch
einfach ans Herz legen, auf www.coachingbande.de
mal
vorbeizugucken.
Ja, aber stresst euch nicht. Ganz
in Ruhe. Ihr könnt langsam atmen
dabei. Psychologische Sicherheit. Genau.
Auch das. Also.
In diesem Sinne, wir freuen uns schon auf
nächsten Freitag, auf ein nächstes spannendes
Thema. Und auf euch
und eure Rückmeldungen. Macht es juhut.
Bleibt neugierig, ihr Lieben.
Bis dann.
Für heute
sagen wir Tschüss. Aber nur für heute.
Denn schon in einer Woche sind wir
mit einem spannenden Thema wieder
zurück. Du kannst dich aber
natürlich jederzeit auf
www.coachingbande.de
zu unseren
Fort- und Ausbildungen, den
Intervisionsabenden und natürlich
auch dem Wine & Talk informieren.
Eine
riesen Freude machst du uns, wenn
du uns Themenwünsche für unseren Podcast
schickst, unseren Podcast bei
iTunes bewertest und ihn mit deinen
FreundInnen teilst.
Wir danken dir, dass du uns zuhörst
und damit ein Teil
unserer Coaching-Bande bist.
Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Musik
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Neuroplastizität
Amygdala und präfrontaler Kortex
Spiegelneuronen
Dopamin und Belohnungssystem
Stress und Cortisol
Die Coaching-Beziehung selbst wirkt als Stresspuffer und fördert Oxytocin, was Vertrauen und Sicherheit stärkt.
Summary:
In dieser Podcast-Folge der Coaching-Bande beleuchten Susanne Henkel und Astrid Kellenbens, wie Erkenntnisse der Neurobiologie Coaching wirksamer machen können. Sie betonen, dass es nicht darum geht, Neurowissenschaftlerinnen zu werden, sondern als Praktikerinnen die Wirkmechanismen hinter Methoden zu verstehen. Zentral ist die Neuroplastizität, also die lebenslange Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrungen zu verändern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Amygdala und präfrontalem Kortex: Bei Stress oder Bedrohung blockiert die Amygdala den rationalen Teil des Gehirns – eine Amygdala-Hijack. Daher ist psychologische Sicherheit im Coaching keine Kür, sondern neurobiologische Voraussetzung, damit Klienten neue Perspektiven entwickeln können. Spiegelneuronen erklären, warum Emotionen und Stimmungen ansteckend sind; Coaches müssen ihre eigene Verfassung regulieren, um nicht Stress oder Unsicherheit zu übertragen.
Dopamin, der Motivations-Transmitter, wird durch klare Ziele und sichtbare Fortschritte aktiviert – auch durch Visionsarbeit und die Wunderfrage. Chronischer Stress erhöht Cortisol, hemmt Lernen und fördert alte Muster; Coaches können durch Co-Regulation, etwa Atemübungen oder langsameres Sprechtempo, den Parasympathikus aktivieren. Die vertrauensvolle Coaching-Beziehung wirkt als Stresspuffer und setzt Oxytocin frei, was Vertrauen stärkt.
Abschließend empfehlen sie, das Thema Neurobiologie in die eigene Weiterbildung zu integrieren, da es Coaching messbar wirksamer macht und Klienten nachhaltig unterstützt.
FAQs
Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich durch neue Erfahrungen lebenslang zu verändern, indem neue Verbindungen geschaffen werden. Für Coaching ist sie grundlegend, weil sie erklärt, wie Veränderung und Lernen im Gehirn überhaupt möglich sind.
Bei Stress springt die Amygdala an, das Alarmsystem des Gehirns, und blockiert den Zugang zum präfrontalen Kortex, der für Planung, Perspektivwechsel und Selbstreflexion zuständig ist. Dies wird auch als Amygdala-Hijack bezeichnet und verhindert, dass der Klient neue Perspektiven entwickeln kann.
Psychologische Sicherheit ist neurobiologisch die Voraussetzung dafür, dass Coaching wirken kann. Nur wenn die Amygdala beruhigt ist, kann der präfrontale Kortex arbeiten, der für die im Coaching wichtigen Prozesse wie Perspektivwechsel und Selbstreflexion zuständig ist.
Spiegelneuronen sind Nervenzellen, die sowohl feuern, wenn wir selbst handeln, als auch, wenn wir Handlungen oder Emotionen bei anderen beobachten. Sie sind die biologische Grundlage von Empathie und erklären, wie die Qualität der Beziehung zwischen Coach und Klient entsteht, da sich Emotionen und Zustände neuronal übertragen.
Dopamin ist ein Neurotransmitter, der bei der Erwartung von Belohnung ausgeschüttet wird und Motivation erzeugt. Im Coaching sind klare Ziele, kleine Fortschritte und sichtbare Meilensteine wichtig, um das Belohnungssystem zu aktivieren und intrinsische Motivation zu fördern.
Ein Coach kann das Stresslevel senken, indem er aktiv zuhört, Wärme und Zuwendung ausstrahlt, wertfrei bleibt und einen strukturierten Rahmen bietet. Auch Atemübungen, bewusste Körperhaltungen, Achtsamkeitspausen und ein langsameres Sprechtempo aktivieren den Parasympathikus und senken das Cortisol.
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