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Neues für den Methodenkoffer: Das 9-Felder-Modell im Coaching

28m 25s

Neues für den Methodenkoffer: Das 9-Felder-Modell im Coaching

In dieser Podcastfolge stellen Susanne Henkel und Astrid Kellenbens das Neun-Felder-Modell von Prof. Dr. Josef Riefort vor, ein wirkungsvolles Tool für systemisches Coaching, Beratung und Führungsarbeit. Das Modell basiert auf der Kombination von drei Zeitperspektiven – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – mit drei thematischen Räumen: Problemraum, Lösungsraum und Ressourcenraum. Dadurch entstehen neun Felder, die eine gezielte Analyse und Perspektivwechsel ermöglichen. Die Coaches betonen, dass das Modell hilft, Problemen strukturiert zu begegnen, ohne sich darin zu verlieren. Im Problemraum wird etwa gefragt: „Seit wann besteht das Problem?“ oder „Was passiert, wenn es nicht gelöst wird?“ Im Lösungsraum geht es um frühere Erfolge, erste Schritte und ideale Zukunftsszenarien. Der Ressourcenraum identifiziert Stärken, Fähigkeiten und externe Unterstützung aus allen Zeitebenen. Das Tool eignet sich sowohl für Einzelcoachings als auch für Teams und Organisationen. Es ist flexibel: Man kann zwischen den Feldern springen und die Aufenthaltsdauer je nach Ziel anpassen. Typische Coaching-Schwerpunkte liegen im Lösungs- und Ressourcenraum, während in der Beratung auch der Problemraum stärker beleuchtet werden kann. Abschließend ermutigen die Hosts zum Ausprobieren und laden zu Feedback ein.

Transcription

3906 Words, 24734 Characters

German
Herzlich willkommen beim Podcast der Coaching Band. Wir sind Susanne Henkel und Astrid Kellenbens, die systemischen Coaches und Terrapäuten von www.coachingbande.de. Wir freuen uns, dass du uns zuhörst und wünschen dir viel Vergnügen und neue Impulse mit unserer heutigen Folge. Willkommen, Willkommen zu einer brandneuen Folge unseres Podcasts. Ich bin die Astrid. Ja und ich bin die Susanne und wir freuen uns total, dass ihr wieder dabei seid, denn wir freuen uns über euch, aber auch auf unsere heutige Folge, denn heute erfüllen wir mal wieder im weitesten Sinne einen höherer Wunsch. Allerdings nicht klassischerweise uns angeschrieben und gesagt könnt ihr im Podcast mal darüber reden, sondern das war ein Kollege, den wir in unserem in einem unserer letzten Link in Lives getroffen haben und der uns das ans Herz geleakt hat und deshalb haben wir dieses Modell mal recherchiert. Also wir hoffen wir treffen auch das Richtige und wollen es euch heute gerne mal vorstellen. Es geht um das sogenannte neuen Feldermodell. Und dieses Modell ist ein, ja natürlich ein Tool und zwar ein sehr wirkungsvolles Tool für systemische Coaches, aber auch für Berater. Berater? Berater? Berater? Ist das auch ziemlich cool für Beraterinnen und auch für Führungskräfte. Es ist ganz gescheit, sich dieses neuen Feldermodell mal anzugucken und auch anzuwenden, denn es hilft dabei, Prozesse zu strukturieren, zu sortieren, es hilft auch dabei ganz gezielt Fragen zu stellen und durch diese Fragen natürlich mal wieder auf neue Perspektiven und Lösungen zu kommen und es fordert uns auch mal wieder so ein ganz bisschen heraus, weil wir etwas beschreiben, so sie ich freue mich schon drauf. Ja, beschreiben damit und auch ausführlich beschreiben. Damit kennen wir uns gut aus, aber wir gucken erst mal dahin, wo dieses neuen Feldermodell herkommt, nämlich von Herrn Prof. Dr. Josef Rief. Was leider nicht, wie richtig wir ausgesprungen, Riefwort. Riefwort. Ich entschuldige mich für den stolperer, vor allen Dingen auch eingedenkt der Tatsache, dass Prof. Riefwort im Kreise, ich sage mal, der Systemiker, Systemikerinnen der unterschiedlichen Dachverbände eine bekannte Persönlichkeit war, muss man leider sagen, denn er ist leider Gottes sehr jung im Alter von 65 Jahren im letzten Jahr verstorben und sowohl die DG SF als auch die deutsche Fachgesellschaft für tiefen Psychologisch-Fundierte Psychotherapie, die Universität an der er gelehrt hat. Alle haben wirklich eindrucksvolle Nachrufe auf ihn formuliert und rausgebracht und in dem Zusammenhang ist es vielleicht auch mit unserer Podcastfolge heute noch mal ein Moment an jemandem, wie Herrn Prof. Riefwort und an seine Arbeit zu denken, indem wir uns mal diesen von ihm entwickelten Modell widmen. Das Modell basiert auf drei zentralen Zeitperspektiven und zwar wir gucken uns die Vergangenheit an, wir gucken uns die Gegenwart an und wir gucken uns die Zukunft an. Also drei Zeitsperspektiven zu machen, sie gibt es eigentlich mehr, also weil es gibt drei Zeitperspektiven, gibt es mehr? Nein, es gibt nicht mehr, aber diese drei, deswegen ist es so zentral, diese drei Zeitsperspektiven werden jetzt wiederum kombiniert mit drei thematischen Räumen, nämlich dem Problemraum, dem Lösungsraum und dem Ressourcenraum. Das heißt, drei mal drei gleich, neun wie die wie die wie und was wie singt Pippi Langschhof? Also drei mal drei ist neun und schon haben wir diese neuen Felder, weil die drei Zeitsperspektiven mit den drei thematischen Räumen kombiniert werden. Aber es ist doch einfacher als so manches, was wir schon erklärt haben, muss ich sagen zumindest grafisch. Genau und diese Kombination jetzt also alle drei Zeitsperspektiven kombiniert mit allen drei thematischen Räumen, das ist das spannende an diesem neuen Feldermodell, weil es damit eine wirklich gezielte Analyse ist und zwar sowohl und jetzt Achtung, Achtung, Achtung, das sagen wir nicht so sehr häufig von Problemen als auch von Lösungsansätzen, aber natürlich werden wir auch hier mit diesem Modell und in diesem Tool uns nicht Ewigkeiten im Problem aufhalten, aber hier schauen wir trotzdem auch Vergangenheit gegen Wart und Zukunft an. Also hier vielleicht etwas spezielles, was wir so auf dem Coaching ja nicht tun. Wir nehmen euch also jetzt mal mit, gedanklich auf eine Reise durch die Zeiten und die Räume dieser neuen Felder und geben euch hoffentlich ein neues Tool mit ganz konkreten Fragen, was ihr dann ab, heute nach Mittag oder ab morgen in eurer Praxis nützen könnt. So die Idee. Das heißt für euch jetzt, ihr könnt euch zurücklegen, ihr könnt es euch bequem machen, ihr könnt vielleicht nochmal ganz kurz auf Stopdrucken um einen Kaffee oder einen Tee zu holen, denn wir starten durch für euch, wir gehen rein und nehmen dieses neuen Feldermodell mal auseinander. Ja und bevor wir das tun sollten wir vielleicht nochmal ein Schritt zurücktreten und auf das große Ganze gucken und erklären warum denn überhaupt dieses neuen Feldermodell so wertvoll ist tatsächlich für das systemische Coaching. Modelle sind ja grundsätzlich immer gut um irgendetwas strukturiert zu betrachten. Also wir stecken ja häufig, wir persönlich aber eben auch unsere Coachings, wir stecken oft in Herausforderungen oder in Konflikten, die sich aber eben wenn man mit drin steht, nicht so leicht strukturiert betrachten und besprechen lassen. In dem wir jetzt aber durch dieses Modell diese verschiedenen Zeitäbenen und diese verschiedenen Perspektiven miteinander verknüpfen, haben wir mehr als vorher eben die Möglichkeit, genau diese Besprechbarkeit und Betrachtbarkeit herzustellen. Menschen können wir uns nicht ausnehmen, neigen ja oft dazu, dass sie so ein Problem benennen und erkennen können und sich dann aber auf dieses Problem ausschließlich im hier und jetzt zu fokussieren. Und dadurch wird der Lösungsraum sehr, sehr eng. Also wenn wir mitten im Problem und mitten im hier und jetzt sind, ist drum herum wenig erkennbar. Was dieses Modell aber ermöglicht ist, dass uns klar wird, dass Lösungen eben oft tatsächlich erst entstehen, wenn wir aus diesem Momentum, aus dieser Gegenwart rausgehen und tatsächlich andere Zeit eben in einbeziehen, nehme ich mal in die Vergangenheit springen und auch mal in die Zukunft springen, beziehungsweise das mit einbeziehen, um neue Lösungsräume zu eröffnen. Und ich finde, das macht dieses Modell auch so spannend, weil es ja, also Spaß macht einfach, wirklich aus unterschiedlichen Zeitperspektiven, also wir sind ganz oft dabei, die Perspektive zu wechseln, während der Bearbeitung dieses Tools dadurch werden wir auch ein bisschen wieder im Denken elastischer, hätte ich jetzt mal sagen, aber tatsächlich öffnen wir damit halt diese die Scheu klappen auch wieder in dem Gespräch, bei unserer Coaching durch unsere Fragen halt wirklich, wirklich die Perspektive wechselt, weil wir so konkret diese unterschiedlichen Räume und unterschiedlichen Zeitperspektiven abfragen und bearbeiten und analysieren, dass dem Coaching gar nichts anderes übrig bleibt, als den Blick wieder zu weiten. Und was mir an, also an diesem Tool noch, besonders gut gefällt und das liebe ich ja immer, ist, dass eine Methode ist, die sowohl im Einzelcoaching, also im Arbeiten mit einem einzelnen Coaching, als auch aber im Team, beispielsweise in der Teamentwicklung oder auch in der Organisationsberatung genutzt werden kann. Und das macht es jetzt mal wieder so vielfältig und so gut einsetzbar und noch dazu ist es echt einfach, wenn man einmal begriffen hat, wie es funktioniert. Und wenn wir das jetzt hinkriegen, dass einigermaßen Transparenz zu erklären, dann ist es einfach, wir geben unser Bestes. Es gibt weitere Highlights, also mindestens mal eins. Du hast eben schon so ein bisschen aus unserer Haltung heraus natürlich mit einem leichten, liebevollen Nase rümpfen, darauf hingewiesen, dass wir uns hier auch mal in diesem Problem bereichbegeben, was wir herklassischerweise im Coaching gar nicht so häufig oder so oft tun. Jetzt muss man hier natürlich auch die Herkunft dieses Modells in Anrechnung bringen. Der Professor Riefwort ist klassisch der Psychotherapie zu verordnen. Und da spielt natürlich die Analyse oder die Exigese von Problemen eine ganz andere Rolle, als das bei uns im Coaching normalerweise der Fall ist. Nichts, desto trotz können wir uns aber mit diesem Modell darauf verlassen, dass wir das hier ruhig mal machen können, weil wir das in der Hand haben und weil wir das anleiten können, wie lange man in dieser Problemanalyse verwalt. Und wir können mit diesem Modell genauso arbeiten, wie immer im Coaching, nämlich nicht endlos in der Problemanalyse bleiben, sondern den Coaching rechtszeitig oder bei Zeiten dazu einen zu laden seine eigene Entwicklung aktiv zu gestalten aus diesem Problem raum rauszugehen, in eine Lösungsorientierte Haltung zu kommen. und somit auch Richtung Lösung sich zu entwickeln. Jetzt haben wir schon sehr viel und auch schon sehr häufig darüber gesprochen, dass wir neuen Felder haben. Die sind aufgeteilt, in dem sie 3x3 Perspektiven haben. Wir haben die Vergangenheit gegenwahr Zukunft erinnert euch und wir haben diese Räume, Problemräume, Lösungsräume, Ressourcenräume. Die Kombination zusammen kommen wir eben auf diese 9. Es ist möglich jetzt eben durch Fragen, das Gespräch zu führen und es muss auch nicht unbedingt startisch sein, sondern man kann auch ein bisschen durch die Gegenspringen diesen neuen Felder ja, also das funktioniert. Lasst uns doch die jetzt mal ins Detail gehen und mal für Feld, Kombination, für Kombination durchgehen. Weißt du an was mich das gerade so ein bisschen erinnert? Ich weiß nicht mehr wie dieses Spielhies früher, was man mit Kreider auf dem Boden gewalt hat. Und dann hat das was ein Stein, Käsekästchen. Das war das mit den Feldern auf dem Boden, wo man dann so hin und her springt. Das heißt Käsekästchen, das ähnere ich. Ich würde sagen ja, okay, cool. Auf jeden Fall ja und da hüpft man ja so durch die Gegend. Und genau so können wir das mit diesen neuen Feldernmodell auch tun, auch wenn wir das wahrscheinlich eher nicht auf den Boden malen. Aber gut. Okay, dann fangen wir mal an zu hüpfen. Und zwar stellen wir uns als erstes mal den Problemraum vor und der jetzt in diesen unterschiedlichen Zeitperspektiven Vergangenheit gegenwart und Zukunft. Also wenn wir uns im Problemraum plus in der Vergangenheit befinden, könnten wir zum Beispiel fragen, seit wann gibt es denn das Problem? Wie hatte sich denn entwickelt oder welche Faktoren haben es denn verstärkt? In der Gegenwart, in Kombination mit dem Problem würden wir fragen, was genau ist denn aktuell das Problem? Welche Gefühle oder Herausforderungen sind denn damit verbunden? Und ihr könnt es euch jetzt wahrscheinlich schon an einer Anzebsabst zählen, was in der Zukunft passiert oder in Kombination aus Problemraum plus Zukunft. Da fragen wir dann natürlich, was passiert, wenn das Problem nicht gelöst wird, welche Auswirkungen könnte das haben? Achtung, wir coachen sind natürlich darauf geprägt, wenn wir hören, Zukunft, dass wir automatisiert fragen, was passiert, denn wenn das Problem gelöst ist. Hier ist die Steuperfalle für uns, dass wir wirklich in dem Problemraum bleiben müssen und zwar durch alle Zeitabschnitte hindurch. Wir dürfen da nicht schon, es sei denn wir wollen bewusst springen, aber wir dürfen da nicht schon plötzlich sagen, "Okay, Zukunft ist immer absolut Lösungsorientiert und uns, sondern auch für die Zukunft gilt, wir gucken uns das Problem in der Zukunft an." Ja, Gewöhnungsbedürftig. Und natürlich sind es jetzt nur Fragen als Inspiration. Natürlich könnt ihr euren ganzen Fragenkatalog aufmachen, auch systemisch Fragen. Ihr könnt auch mal provokativ werden, also ihr könnt wirklich alles nutzen, was es so an Fragenarten gibt, aber bitte genau so, dass ihr euch immer trotzdem noch im Problemraum und in diesen Zeiten aufhaltet. Wie lange ihr euch da umfaltet, das könnt ihr ja dann selbst gucken. Auch hier gilt natürlich, wirklich verstehen müssen wir es nicht. Aber hier gilt es schon eben auch gemeinsam ein bisschen, die Lupe auszupacken und Sherlock Holmes zu spielen. Nächste ist, trotz im Lösungsraum fühlen wir uns, glaube ich, wieder gleich viel wohler oder liebe Susi. Deswegen springen wir jetzt mal. Aus wie ein Problemraum. In die Lösungs-Roye-Meh, es wird übrigens ja immer vom Plural gesprochen. Warum? Weil wir ja einen Lösungsraum-Vergangenheit, einen Lösungsraum gegenwärt und einen Lösungsraum Zukunft haben. Und auch hier gibt es ja Beispfragen. Für die Vergangenheit könnten wir sowas fragen. Wie? Gab es schon mal eine ähnliche Herausforderung? Was hat ihr denn damals geholfen? Welche Strategien hast du dann vielleicht erfolgreich angewendet? Wenn wir dann mit der Gegenwart kombinieren, müssen wir uns eben wirklich klar machen. Es geht um die Lösung in der Gegenwart. Das würde dann heißen, welche ersten Schritte können jetzt unternahm werden? Wer oder was, kann dich denn vielleicht dabei unterstützen? Und dann denken wir gedanklich an die Zukunft und kombinieren das mit einem Lösungsraum oder mit einer angedachten Lösung. Und dann könnten die Fragen in etwa so lauten, wie würde eine ideale Lösung an? Aussehen, welche positiven Auswirkungen hätte das denn auf das Leben oder auf deine Arbeit oder auf deine Familie oder wo auch immer, in welchem Kontext auch immer wir uns gerade bewegen? Und dann haben wir das, was wir immer haben in einem Coaching. Nämlich wir haben auf einmal diesen Perspektivwechsel vom Problem hin zu lösen. Also da fühlen wir uns jetzt wirklich wieder wie zu Hause. Aber damit sind wir ja noch nicht am Ende. Sondern jetzt gibt es noch die dritte Dimension. Hätte ich mal gesagt, also den dritten Raum oder die dritten Räume nehme ich die Ressourcenräume. Und auch da geht es ja wieder darum zu kombinieren. Nämlich wieder Ressourcen-Plus-Zeitebenen, Ressourcen-Plus-Vergangenheit, Ressourcen-Plus-Gegenwart und Ressourcen-Plus-Zukunft. Und ihr könnt es euch jetzt wirklich sicherlich schon selbst denken. Ich könnte ein kleines Experiment machen und könnte sagen, wir schweigen jetzt mal 30 Sekunden und ihr überlegt mal, welche Fragen. Könnte man den Stellen, wenn wir die Ressourcen mit der Vergangenheit kombinieren. Und da ja schweigen ein bisschen Blöd im Podcast ist, verkürzen wir und werfen sowas ein, wie welche Stärken und Fähigkeiten wurden in ähnlichen Situationen. Denn zum Beispiel schon mal genutzt und welche Ressourcen waren damals hilfreich. Und dabei ist natürlich auch das gleiche Spiel. Ja und dabei ist natürlich auch gemeint, was ich immer wichtig finde bei Ressourcen. Und das ist nicht eben sofort immer klar. Es geht natürlich auch um eigene Stärkmanfähigkeit, aber es geht natürlich auch um Ressourcen, die vielleicht durch andere Personen hinzugekommen sind. Und das gilt natürlich auch jetzt, wie der dann für Vergangenheit gegenwart und Zukunft. Also es geht nicht nur um die eigenen Inneren, die sind auch wichtig. Aber wir können uns natürlich auch überlegen, wie können wir uns denn neue zusätzliche Ressourcen erschließen, vor allen Dingen dann, wenn es um die Zukunft geht. Und das dürfen natürlich auch Menschen sein, die uns unterstützen oder helfen können. Ja. Das war's eigentlich schon. Also neun Felder. Neun Fragen, hätte ich jetzt beinahe gesagt, aber neun Mal viel Fragen. Lass uns doch mal gucken, ob wir das in irgendeiner Art und Weise mal in die Praxis bringen. Was könnten wir uns denn da mal vorstellen? Vielleicht fällt ihr ein Thema spontan ein, um das mal so ein bisschen besser noch zu verdeutlichen. Lass uns mal überlegen. Lass uns doch mal das Ganze in ein Unternehmenskontext bringen. Und nehmen wir an. Wir haben eine Führungskraft, die einfach Schwierigkeiten hat, mit einem neuen Mitarbeiter, mit einer neuen Mitarbeiterin zu kommen. Die Ziel im Irgendwas funktioniert ja nicht. Irgendwie entstehen da immer Missverständnisse. Irgendwas kommt nicht so an, wie es gemeint war. Also einfach schwierig. Ja, wenn wir da ist, dass neun Feldermodell drauflegen, dann würden wir natürlich hinten wieder anfangen. Also wir erforschen zuerst den Problemraum. Was genau ist das Problem? Wie hat sich die Situation entwickelt? Dann wechseln wir in den Lösungsraum. Was könnte helfen, welche Möglichkeiten gibt es? Und schlussendlich geht es dann natürlich ab in den Ressourcenraum, welche Stärken, welche Ressourcen kann die Führungskraft zum Beispiel nutzen, um diese Situation zu verändern oder zu verbessern, welche Unterstützung gibt es im Unternehmen? Und natürlich, wir haben jetzt hier nicht noch mal den Split durch die Zeiten gemacht. Aber natürlich geht das dann etwas langsamer als jetzt von mir angerissen, weil wir ja in den unterschiedlichen Zeiten noch hin und her wechseln. Und insofern ist es wirklich sehr, sehr, sehr strukturiert. Aber dadurch eben auch sehr einfach in der Anwendung. Und es kommt ja so ein bisschen darauf an. Natürlich würden wir jetzt so die Fragen, die wir gerade hier auch als Beispiel gestellt haben, nicht einfach so runterrattern, sondern noch mal wir würden das Ganze kombinieren mit unterschiedlichen Fragaarten an der eine oder anderen Stelle auch mal nachhaken oder auch mal was provokatives mit reinrufen. Aber am Ende des Tages ist es nichts anderes, als eine Intervention oder ein Tool, was durchfragen, unseren Coaching hilft, wieder Klarheit zu bekommen, konkrete Handlungsoptionen zu entwickeln. Und natürlich ist das Ziel auch hier am Ende des Tages ganz konkrete nächste Schritte dann miteinander zu vereinbaren. Also wir haben ein sehr vielseitiges Werkzeug im Coaching in der Beratung. Also auch tatsächlich was, was sich für die Beratung sehr gut anbieten würde, gar nicht unbedingt auf das Coaching Setting festgelegt. Wir haben diese Struktur an der wir uns entlang hangeln können, die uns einen eine Leitlinie bietet, um durch dieses Gespräch oder durch diesen Prozess gut durchzukommen. Aber es ist keine starrere Struktur. Also wir können hin und her springen, haben wir ja vorhin gesagt, wir können selbstständig entscheiden, wie lange bleiben wir, wo ist es jetzt vielleicht wegen des Settings oder wegen des Themas, notwendig doch mal ein Moment länger in diesem Problembereich zu bleiben oder oder ist es nicht wichtig? Wir haben ganz viele Möglichkeiten, da durchzunavigieren. Genau. Und wie lange wir uns in welchem Raum aufhalten oder aber auch in welcher Zeit aufhalten, das haben wir ja alleine im Griff, das heißt für systemische Coaching werden wir wahrscheinlich mehr Zeit im Lösungsraum oder in den Lösungsräumen und vielleicht auch mehr in der Zukunft verbringen und in einem anderen Setting, das dann vielleicht Beratung heißt oder Begleitung heißt, ist das vielleicht nicht der Fall. Da haben wir, können wir unterschiedliche Schwerpunkte legen, einen unterschiedlichen Fokus legen, je nachdem, was da gerade ansteht und welches Ziel auch mit dem Coaching oder mit demjenigen, der dabei uns in der Begleitung oder Beratung sitzt, vereinbart wurde. Also, wie kann ich uns sagen, probiert es aus? So sieht es aus, ich muss mich mal ganz kurz entschuldigen, hier klingelt es nämlich gerade Sturm. Ich wünsche ganz viel Spaß beim Ausprobieren und sag schon mal vor eilig Schüsse an der Stelle. Und das in der Gegenwart für die Zukunft, also wir können die unterschiedlichen Zeitperspektiven auch ganz wundervoll miteinander kombinieren. Okay, wir freuen uns auf Rückmeldungen, natürlich, wenn ihr es mal ausprobiert habt, wenn die Erfahrungen teilen möchtet, dann schreibt uns gerne oder die diskutiert mit uns in den sozialen Medien oder vielleicht auch beim nächsten Wine and Talk oder bei einem unsere anderen Netzwerk treffen. Wir hoffen auf jeden Fall, dass ihr was mitgenommen habt, was wir euch auf jeden Fall jetzt noch mit auf den Weg geben wollen, sind so ein paar unterschiedliche Fortbildungen und Veranstaltungen, die bei uns im Mai auf den Programm stehen. Da haben wir nämlich zum einen, beginnt am 7. Mai unsere Arbeit mit inneren Anteilen oder dem inneren Team im Coaching. Das ist eine zweitägige Fortbildung, sehr auf den Punkt, sehr abwechslungsreich, unterschiedliche Intervention, unterschiedliche Methoden und Tools werden hier vorgestellt und wie ihr uns kennt natürlich auch direkt geübt. Ein paar Tage später arbeiten wir mit Glaubenssetzen im Coaching. In dem Falle sind das nicht die Susie und ich, sondern das ist der großartige Tom Küchler, den wir wirklich sehr empfehlen können mit seinem Herzensthema den Glaubenssetzen und wie ihr mit denen arbeiten könnt. Am 13. Mai könntet ihr abends zu einer kollegialen Beratung vorbeikommen, denn da findet einer unserer Intervisionsabende statt. Am 14. Mai nur einen Tag später findet ein Info-Abend statt für unsere systemische Coaching-Ausbildung. Also für alle diejenigen, die noch Fragen haben oder die einfach mal gucken möchten, wen gibt es denn da sonst noch, wer interessiert sich denn auch so, mir vielleicht für eine Coaching-Ausbildung. Oder der auch sagt, jetzt habe ich die zwei hier, Susie und Astrid so oft auf den Ohren. Aber jetzt will ich sie auch wirklich mal live kennenlernen, bitte vorbeikommen, Info-Termin für unsere Ausbildung 14. Mai und auch noch am 20. Mai finden online Team Coachings statt. Also eine Fortbildung, wie ihr den Online Teams coacht. Eine Methode, den dafür habt ihr ja heute schon kennengelernt, aber die wird es in der Fortbildung nicht geben, da bin ich ziemlich sicher. Dafür ganz andere spannende Dinge findet ab dem 20.5. statt. Ich bin wieder da. Ich wollte nur noch mal sagen zu dem Info-Termin bei der systemischen oder für die systemische Coaching-Ausbildung. Da ist dann aber auch schon eine Geboten, weil wenige Tage später, fängt dann nämlich auch die nächste Runde der Ausbildung an, nämlich am 5.6. Also ich bin mir sicher, dass einige am 14.5. auch zu diesem Info-Abentkomm, weil sie sich eigentlich schon für die übernächste Ausbildung interessieren, nämlich die März. Das ist auch gut und richtig, weil so genau wissen wir immer gar nicht, ob noch Platz zu freis sind, wenn wir so ein Mitte März auf den Ausbildung statt im Juni gucken. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, es auszuprobieren. Und wenn ich jetzt schon mit dem Juni unter systemischen Coaching-Ausbildung um die Ecke gekommen bin, haben wir noch eine Sache im Juni, die ich auch total cool finde. Das letzte Mal haben Astrid und ich da auch selbst mitgemacht, das vorletzmer. Nämlich unsere Masterclass-Roboter-Herz im Einsatz KI als Cocoa-Coch mit der Anke. Also das ist wirklich eine mega-cholle Fortbildung für alle, die merken. An KI komme ich irgendwie nicht so richtig vorbei, aber ich weiß ehrlicherweise gar nicht was und wie und überhaupt. Dann ist diese Masterclass für euch genau das Richtige. Und dann kommt der Juli, aber das gucken wir uns einfach beim nächsten Mal an, was da so entsteht. Ja, ich habe gerade überlegt, wir könnten ja auch neun Felder, aber das kriegen wir nicht so richtig hin. Ich dachte so für den Mai, für den Juni, für den Juli und jeweils aber so funktioniert das nicht. Also neun Felder abgehakt und jetzt trinke ich ein Kaffee zu sie. Wir können in manchen Monaten, wir können das eng werden, weil wir da schon an Fortbildung und Ausbildung bald mehr als neun haben und in anderen Monaten könnte es ein bisschen mauwärden, weil wir da vielleicht nur zwei oder drei Staats haben. Da können wir das dann noch um die jeweiligen Freitagspodcast erweitern, sodass wir auch irgendwie auf neun kommen. Also irgendwie würden wir es hingedenkelt bekommen. Das war so recht, das großartige Idee. Okay, also was auch immer ihr jetzt mit diesen neuen Feldern so macht, probiert es einfach aus und wie gesagt wir freuen uns über eure Erfahrungen, Rückmeldungen und Fragen zu dem Thema. Und ansonsten gilt das, was immer gilt. Podcast abonnieren, Podcast bewerten, weiter erzählen, dass es den Podcast gibt. Kommentieren, Fragen stellen, E-Mails schicken. Also auf allen möglichen Kanälen sind wir für euch erreichbar und freuen uns auch, wenn ihr von diesen Möglichkeiten zahlreich gebraucht. Sie! In diesem Sinne? Ja, die. Du kannst Autolosen laufen lassen, oder? Ja. Dann sabbleiende Musik an. Für heute sagen wir Tschüss. Aber nur für heute. Denn schon in einer Woche sind wir mit einem spannenden Thema wieder zurück. Du kannst dich aber natürlich jederzeit auf www.coachingbande.de zu unseren Fort- und Ausbildungen, den Intervisionsabenden und natürlich auch dem Wein ein Tor informieren. Eine Riesenfreude machst du uns, wenn du uns Themen wünsche für unseren Podcast schickst, unseren Podcast bei iTunes bewertest und ihn mit deinen Freundinnen teilst. Wir danken dir, dass du uns zuhörst und damit ein Teil unserer Coachingbanden bist. [Musik] [Musik] [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Neun-Felder-Modell wurde von Prof. Dr. Josef Riefort entwickelt und kombiniert drei Zeitperspektiven (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) mit drei thematischen Räumen (Problemraum, Lösungsraum, Ressourcenraum).
  2. Es dient als strukturiertes Tool für systemisches Coaching, Beratung und Führungskräfte, um Prozesse zu analysieren und neue Perspektiven zu eröffnen.
  3. Im Problemraum werden Probleme über alle Zeitperspektiven hinweg untersucht, ohne vorschnell in Lösungen zu springen.
  4. Der Lösungsraum fokussiert auf frühere Erfolge, gegenwärtige Schritte und ideale Zukunftsbilder.
  5. Der Ressourcenraum identifiziert Stärken, Fähigkeiten und externe Unterstützung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
  6. Das Modell ist flexibel anwendbar

Summary:

In dieser Podcastfolge stellen Susanne Henkel und Astrid Kellenbens das Neun-Felder-Modell von Prof. Dr. Josef Riefort vor, ein wirkungsvolles Tool für systemisches Coaching, Beratung und Führungsarbeit. Das Modell basiert auf der Kombination von drei Zeitperspektiven – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – mit drei thematischen Räumen: Problemraum, Lösungsraum und Ressourcenraum. Dadurch entstehen neun Felder, die eine gezielte Analyse und Perspektivwechsel ermöglichen.

Die Coaches betonen, dass das Modell hilft, Problemen strukturiert zu begegnen, ohne sich darin zu verlieren. Im Problemraum wird etwa gefragt: „Seit wann besteht das Problem?“ oder „Was passiert, wenn es nicht gelöst wird?“ Im Lösungsraum geht es um frühere Erfolge, erste Schritte und ideale Zukunftsszenarien. Der Ressourcenraum identifiziert Stärken, Fähigkeiten und externe Unterstützung aus allen Zeitebenen.

Das Tool eignet sich sowohl für Einzelcoachings als auch für Teams und Organisationen. Es ist flexibel: Man kann zwischen den Feldern springen und die Aufenthaltsdauer je nach Ziel anpassen. Typische Coaching-Schwerpunkte liegen im Lösungs- und Ressourcenraum, während in der Beratung auch der Problemraum stärker beleuchtet werden kann. Abschließend ermutigen die Hosts zum Ausprobieren und laden zu Feedback ein.

FAQs

Das Neun-Felder-Modell ist ein systemisches Tool, das drei Zeitperspektiven (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) mit drei thematischen Räumen (Problemraum, Lösungsraum, Ressourcenraum) kombiniert, um Prozesse zu strukturieren und neue Perspektiven zu eröffnen.

Das Modell wurde von Prof. Dr. Josef Riefwort entwickelt, einem bekannten Systemiker und Psychotherapeuten, der leider 2023 verstorben ist.

Das Modell hat neun Felder, die durch die Kombination von drei Zeitperspektiven (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) mit drei Räumen (Problem, Lösung, Ressource) entstehen.

Im Problemraum zur Vergangenheit fragt man zum Beispiel: 'Seit wann gibt es das Problem?', 'Wie hat es sich entwickelt?' und 'Welche Faktoren haben es verstärkt?'

Im Lösungsraum zur Zukunft fragt man: 'Wie würde eine ideale Lösung aussehen?' und 'Welche positiven Auswirkungen hätte sie?'

Im Ressourcenraum zur Vergangenheit fragt man: 'Welche Stärken und Fähigkeiten wurden in ähnlichen Situationen genutzt?' und 'Welche Ressourcen waren damals hilfreich?'

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