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Neue Gewohnheiten etablieren: Warum ihr als Paar ständig an euch selbst scheitert!

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Neue Gewohnheiten etablieren: Warum ihr als Paar ständig an euch selbst scheitert!

Die Etablierung neuer Gewohnheiten ist ein komplexer Prozess, der viel Zeit, Geduld und innere Stabilität erfordert. Laut einer Studie dauert es durchschnittlich 66 Tage, bis eine Handlung automatisch abläuft – eine Zeit, die für viele Menschen sehr lang erscheint. Während dieses Prozesses kommt es häufig zu innerem Widerstand, wie der „Schweinehund“, der das Verändern als anstrengend oder unsicher empfindet. Besonders in Paaren entstehen Konflikte, wenn eine Gewohnheit verändert wird, weil beide nicht auf dem gleichen emotionalen Niveau sind oder die Veränderung nicht als stimmig empfunden wird. Um diese Herausforderungen zu meistern, ist es entscheidend, kleine, messbare und realistische Schritte zu setzen, die langfristig zu einer dauerhaften Gewohnheit führen. Ein wichtiger Faktor ist die Einbindung von Umfeld und Partner, z. B. durch festgelegte Ritualen, um die Motivation zu steigern. Der Öko-Check hilft dabei, die Vor- und Nachteile einer Veränderung zu prüfen, um Stimmigkeit und Nachhaltigkeit sicherzustellen. Abschließend spielt die Anerkennung von Fortschritten und Erfolgen eine entscheidende Rolle – sie stärkt das Selbstwertgefühl und fördert eine dauerhafte Motivation. Nur wenn beide Partner die Veränderung als gemeinsame, stimmige und sinnvolle Entscheidung sehen, können sie erfolgreich neue Gewohnheiten etablieren.

Transcription

7856 Words, 47359 Characters

German
Bis so eine Handlung automatisch abläuft, das ist ganz schön lang, ne? Also die Durchstrecke, bis unser Gehirn so automatisiert läuft, dass es nicht mehr so eine Anstrengung ist, das zu tun. Es ist eine gefühlte Hierarchie, wie viel, wie wertvoll ist etwas? Also die meisten würden wahrscheinlich sagen, Lesen fühlt sich als Gewohnheit irgendwie besser, hochwertiger an, als. Wenn du es nur mir zuliebe machst, wird es für dich extrem hart. Wahrscheinlichkeit ist auch nicht so groß, dass du es halten kannst, dass du mich vielleicht eher runterziehst. Willkommen im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch, raus aus der Krise, hinein in eine dauerhaft harmonische und glückliche Beziehung. In dieser Folge geht es um das Thema neue Gewohnheiten etablieren und was ihr als Paar bei diesem Thema bisher falsch gemacht habt. Ihr kennt es vielleicht auch, ihr habt euch schon so oft vorgenommen, als Paar zusammen Sport zu machen, abends nochmal einen Spaziergang zu machen, oder weniger am Handy, abends auf der Couch rumzuhängen. Und in dieser Folge soll es jetzt darum gehen, was bringen uns Gewohnheiten, was sind die Vorteile von einer guten Gewohnheit und warum Gewohnheiten aber auch ein großes Konfliktpotenzial mit sich bringen kann. Was ist die letzte Gewohnheit, die du etabliert hast? Also eine neue Gewohnheit oder geändert, geht beides. Also die letzte Gewohnheit, die ich geändert habe, ist eine Umstände. Das ist die Umstellung der Ernährung. Weniger Kohlenhydrate, beziehungsweise weniger direkt kochen, sodass man die passende Menge zu sich nimmt. Weil ich festgestellt habe, dass ich mehr Kalorien zu mir nehme, als ich verbrauche. Und gemerkt habe, dass das eigentlich daran liegt, dass die Dinge mir zu gut schmecken und ich deswegen häufig eine zweite Portion nehme. Und jetzt, wo ich mich mit den Kalorien beschäftigt habe, habe ich gemerkt, dass eigentlich schon die erste Portion, die schon zu groß war, und die zweite on top. Deswegen, das habe ich gerade umgebaut. Das ist für mich jetzt relativ einfach gewesen, weil es ein Entscheidungstreffen war und ich dann relativ gut bin darin, das diszipliniert auch durchzuhalten. Dennoch habe ich in der Anfangsphase über den Tag verteilt jetzt immer extrem viel Hunger gehabt. Und jetzt geht es darum, ein bisschen damit zu spielen, sich damit zu informieren, wie kann ich dafür sorgen, dass ich andere Lebensmittel mit mehr Volumen esse, sodass das Hungergefühl sich reduziert. Aber gleichzeitig. Gleichzeitig ich jetzt in einem vernünftigen Kalorienhaushalt bin. Gleichzeitig habe ich noch keine neue Gewohnheit angefangen, aber schon eingeleitet, indem ich einfach ein Streaming Account gekündigt habe, wo dann die Kündigungsfrist ausläuft und dadurch ich zum Beispiel am Abend weniger Auswahl habe. Also es hört sich nach sehr viel Veränderung im Alltag und auch so ein bisschen gerade diese Phase an, wo es auch anstrengend ist oder wo man diese Veränderung auch richtig merkt. Dass die EM noch so bewusst ist, weil man merkt, wie man Hunger hat oder wie man sich selber begrenzt. Das finde ich manchmal gar nicht so leicht im Leben, wenn man so in einer Zwischenphase ist. Ich finde, wenn eine Gewohnheit, deswegen heißt es ja auch Gewohnheit, wenn man sich so daran gewöhnt hat und dann etwas wegfällt oder man etwas verändert hat, dann ist das auch manchmal ganz schön anstrengend. Also mir fällt es schon wirklich schwer, manchmal eine lange Gewohnheit aufzugeben, eine neue zu etablieren. Das betrifft ja die meisten Menschen, nicht umsonst. Ist das so ein großes Thema, wie man neue Routinen etabliert, die man zu Gewohnheiten macht, dass das so ein innerer Automatismus im Gehirn wird? Denn letztendlich ist ja dieser Änderungsprozess für uns innerlich mit Arbeit verbunden und Unsicherheit, weil es was Neues ist. Aber wenn dann dieser neue Weg zur neuen Gewohnheit wirklich wird, die neue Autobahn sich im Kopf gebildet hat, dann ist damit ja wieder Sicherheit verbunden und Automatisierung. Das heißt, das Gehirn spart dann mit dieser neuen Gewohnheit. Und die neue Etablierungsphase, die ist das eigentliche Problem, die eigentliche Herausforderung. Und wenn die Gewohnheit erstmal etabliert ist, dann ist das normalerweise recht unkritisch. Ich finde das immer bei Kindern sehr spannend, weil Kinder ja durchaus, wenn man das so lebt, dass man Rituale und Routinen hat, ja viele Gewohnheiten auch haben. Und manche Kinder ja auch sehr pedantisch die Gewohnheiten denn für sich gerne nutzen. Und da ist es natürlich für uns Erwachsene manchmal auch schön, diese Gewohnheiten zu haben, die Routine und Rituale zu haben. Das kann eine Erleichterung sein, da ist dann klar, wie läuft sie am Abend ab. Aber gleichzeitig finde ich es manchmal auch wirklich schwierig, dann neue Gewohnheiten und Rituale reinzubringen, weil in diesem Ritual dann so festgehangen wird, also diese Sicherheit, einfach dieser Anker da ist. Und man denkt so, jo, okay, das hat man eingeführt und das ist ja auch ganz gut gewesen eine Zeit lang. Aber diese Veränderung merkt man einfach, dass es auch so kleinen Menschen sehr schwer fällt, da flexibel zu sein. Also ich erinnere mich, dass es auch so kleine Menschen sehr schwer fällt, da flexibel zu sein. Ich erinnere mich noch an viele Abende, wo ich das Ritual mal eingeführt habe. Wir machen noch ein kleines Brettspiel, bevor es ins Bett geht. Und am Anfang war das auch echt cool. Aber manchmal habe ich auch gedacht, oh nee, nicht Monopoly Junior heute Abend, ich will nicht, das ist so anstrengend. Und dann hat sich das ja mit der Zeit auch abgelöst und dann kam das nächste Ritual. Jetzt sind wir beim ganz angenehmen Ritual, wir gucken abends immer noch eine kleine Mini-Dokumentation. Obwohl, das macht man auch jetzt ein Ritual. Alles, was langsam mir ein bisschen zu viel wird, weil die Auswahl in Dokumentation auch nicht so groß ist in den Themenbereichen, die wir schauen. Aber es sind halt Gewohnheiten, denen hält man sich fest, da ist der Eintrag nachstrukturiert. Jetzt geht es bei uns ja um Paare und Beziehungen und Konflikte. Und das ist natürlich bei Gewohnheiten auch ein Themenfeld, wo es häufig zu Konflikten kommen kann. Insbesondere dann, wenn einer von beiden. Eine Gewohnheit verändern möchte, die eben beide oder die ganze Familie betreffen. Oder wenn ich durch Feedback geben mir wünsche, dass der andere eine Gewohnheit verändert und das vielleicht dann nicht so klappt, wie man sich das wünscht. Das ist ganz spannend, ich habe gerade überlegt, ob wir eine Gewohnheit als Paar haben, was wir immer als Paar machen, was bei uns immer gleich ist. Wenn wir mehrere Gewohnheiten, zum Beispiel gehen wir Freitag zusammen zum Sport, wenn wir unseren Sohn in die Schule gebracht haben. Telefonieren wir nochmal. Dann ist ja die Frage, was man noch alles so als Gewohnheit nimmt. Also es gibt ja Gewohnheiten, wie wir uns aufteilen morgens, je nachdem wer unseren Sohn fährt. Da gibt es ja etablierte Prozesse, wie man das macht. Also diese Gewohnheiten, die man hat, die jetzt so organisatorischer Natur sind, die würde man im Unternehmen Prozesse nennen und zu Hause eben eher Gewohnheiten. Und dann gibt es natürlich noch so Freizeitgewohnheiten, die man hat. Ganz viele Gewohnheiten, finde ich. Die schleichen sich aber auch so ein. Wir haben ja jetzt Beispiel hier gesagt, ganz am Anfang in der Einleitung, dieses am Handy hängen, abends auf der Couch. Das ist ja nichts, was man sich fest vornimmt. Also was man sagt, oh Mensch, ich möchte mal folgendes Ritual hier am Abend einführen. Du setzt dich jetzt auf die Couch und nimmst dein Handy und ich setze mich daneben und nehme auch mein Handy. Und zusammen machen wir das jetzt. Und mal gucken, wie lange das dauert, bis wir uns daran gewöhnt haben und bis das unser Ritual ist. Wenn man sich die Freizeitgewohnheiten anguckt, gerade die, um Langeweile aktuell loszuwerden, dann ist es ja so, dass die meisten, die so automatisch unüberlegt kommen, man eher als hinderlich oder schlechte Gewohnheiten bezeichnen würde. Sowas wie Streamingdienste schauen, aufs Handy gucken, dort entsprechende Shorts, TikToks und Co., also Social-Media-Kanäle konsumieren und so weiter. Es gibt ja ganz viele Gewohnheiten in dem Bereich, wo man erst mal sagen würde, so richtig sinnvoll fühlen die sich eigentlich nicht an. Nicht umsonst wollen die Menschen ja eher dann andere Gewohnheiten etablieren, wo sie aus diesen Dingen rauskommen. Also man hat ja schon häufig so eine gefühlte Hierarchie, wie wertvoll ist etwas. Also die meisten würden wahrscheinlich sagen, Lesen fühlt sich als Gewohnheit irgendwie besser, hochwertiger an als Fernsehgucken oder Sport machen fühlt sich besser an als auf der Couch liegen. Oder ein Spaziergang ist besser als am Schreibtisch sitzen. Also man hat ja schon da irgendwie so seinen Draht zu, was sich besser anfühlt. Nicht umsonst gibt es ja dann den Wunsch nach Veränderung und dass man dann zum Beispiel sagt, ich esse weniger Süßigkeiten, dafür mehr Gemüse, Obst. Also diese ganzen Veränderungen in den Lebensgewohnheiten, da muss man was hinterstecken. Und es dauert ja auch eine Zeit lang, bis sich eine Gewohnheit etabliert hat, eine Studie, aus dem Jahr 2009 sagt, dass es durchschnittlich 66 Tage dauert, bis so eine Handlung automatisch abläuft. Das ist ganz schön lang. Also die Durchstrecke, bis unser Gehirn so automatisiert läuft, dass es nicht mehr so eine Anstrengung ist, das zu tun, ist 66 Tage, durchschnittlich natürlich. Aber da sieht man mal, wie routiniert wir unterwegs sind und daran, wie schwer es uns fällt, etwas umzustellen. Und ich glaube, diese Kombination macht es so schwierig. Wenn da jetzt zwei Personen sind, die in dieser alten Gewohnheit sind, dann kann man sich ja auch super gegenseitig so ein bisschen wieder in die Gewohnheit ziehen. Also wenn wir jetzt die Gewohnheit Freitagssport haben und ich sage, oh, guck mal, wollen wir jetzt halt wirklich zum Sport gehen? Wir könnten jetzt auch ein Eis essen gehen, weil wir könnten jetzt auch was anderes machen. Und du warst eh schon am Zweifeln. Dann kann ich schon der Anker sein, der sozusagen das gerade schwierig macht, das ist mir die Gewohnheit. die wir neu etablieren, etablieren wollen, nicht halten können. Auch eine Gewohnheit, jeden Freitag Podcast aufnehmen. Ja, stimmt, genau. Da gab es auch schon das ein oder andere Mal, das Wetter ist so schön draußen, die Sonne scheint, wir sind hier in unserem dunklen Studio ohne Fenster. 66 Tage ist durchschnittlich, allerdings variiert das sehr, sehr stark, abhängig von der Person und dem Verhalten. Das heißt, man kann das nicht pauschalisieren. Manche Menschen bekommen das schneller hin, sind deutlich disziplinierter, wenn sie eine Entscheidung getroffen haben. Für manche Menschen dauert das eben länger. Das ist nicht besser oder schlechter, man muss einfach von sich selbst wissen, wo so dieser Break-Even-Point ist. Und wir für uns, wir haben auch häufig schon größere Gewohnheiten auch verändert und haben das ja für uns durch so eine Art Challenge auch gemacht. Und wir nehmen uns ja immer 100 Tage. Gerade dieses Jahr haben wir ja 100 Tage lang auf Süßigkeiten mal verzichtet. Das war hart, ja. Und unser Sohn hat auch fleißig mitgemacht. Ich glaube, neun Tage. Ja, genau. Aber dann war es ihm wirklich zu viel. Er hat auch, man muss aber auch ehrlich sagen, er hat am meisten von allen gelitten. Seine Gewohnheit war wirklich schwer für ihn umzusetzen. Und er hat sich auch sehr geärgert darüber. Ja, und wir nehmen dann eben diese 100 Tage, weil es gibt eben auch einige, die sagen, es dauert 90 Tage. Es gibt aber eigentlich keinen, was ich bisher gefunden habe, der sagt, es dauert länger als 90 Tage. Von daher ist man mit 100 Tagen auf jeden Fall sicher. Da sollte sich so eine Gewohnheit umgebaut haben. Und das ist auch sehr spannend, wenn man nach 100 Tagen das erste Mal eine Süßigkeit isst, dann schmeckt die auch wirklich einfach abartig süß. Also sie schmeckt auch wirklich gar nicht mehr gut, weil man dann mal merkt, wie stark man eigentlich an Zucker gewöhnt war. Und dass man eigentlich nur durch diesen dauerhaften Konsum diese Süße in Süßigkeiten ertragen kann. Obwohl wir es ja auch noch anders gemacht haben. Wir sind ja dann nicht so, wir sind ja nicht bei der Gewohnheit komplett geblieben. Also für uns war es ja immer so ein, wir möchten uns das nochmal bewusst machen und deswegen verzichten wir drauf. Und dann zu schauen, wo können wir nochmal neu ansetzen. Wenn du jetzt sagst, in einer Partnerschaft zusammen eine Gewohnheit neu einzubringen, sagtest du am Anfang, dass es ja auch immer so ist, dass da irgendwie ein Mangel hinter stecken muss oder eine Schmerzsache, wo man sagt, ich möchte es aufgrund dessen verändern, weil mich das stört, weil ich das nicht gut finde, was auch immer. Und ich glaube, das ist schon eine große Herausforderung, weil man braucht ja den gleichen Punkt der Veränderung. Also du musst es ja genauso sehen wie ich, damit wir zusammen auch diese Veränderung, diese Gewohnheit umstellen können. Weil wenn du es nur mir zuliebe machst, wird es für dich extrem hart. Wahrscheinlichkeit ist auch nicht so groß, dass du es halten kannst, dass du mich vielleicht eher runterziehst oder da sind wir schon mal im Konfliktpotenzial, dass ich mich darüber ärgere, dass du so am Schwanken bist und so weiter. Das heißt, es braucht so ein ganz starkes Commitment und Wir-Gefühl. Ja, ich sage, zwei typische Probleme sind, da kommen wir ja später auch noch zu, greifen wir nicht zu weit vor, zwei typische Dinge sind hinzu und weg von Motivation. Ja. Da muss man aufpassen, wie man dort filtert, wie die Metaprogramme laufen. Möchte ich weg von dem Gewicht auf der Waage oder hin zu einem gewünschten Körper? Das sind zwei Unterschiede. Und den einen motiviert das andere viel mehr und den anderen wiederum das Zweite. Genauso wie das Thema stimmig und unstimmig, was ganz wichtig ist, denn wenn ich das dir zuliebe mache, dann kann es sein, dass es an sich für mich unstimmig ist. Und wenn ich etwas versuche mit durchzuziehen, was für mich eigentlich in dem Moment unstimmig ist, dann werde ich das wahrscheinlich nicht schaffen. Dann wird irgendwann diese Gewohnheit mich dazu hin zurückziehen und ich werde innerlich diese Arbeit, die es eben bedeutet, die Gewohnheit zu verändern oder eine neue zu etablieren, das werde ich irgendwann innerlich boykottieren, weil ich das nicht mehr kann. Das ist die ganze Zeit unstimmig. Also dann sitze ich da und denke, ich will keine Süßigkeiten essen. Das ist ja voll unstimmig. Eigentlich will ich welche essen. Aber Ina, die ist schon im Bett. Die erfährt es ja nicht und zack, bin ich dann vielleicht dann raus, weil ich mich dann anfange, selbst zu betrügen oder mich da so rausziehe. Das war auch super spannend, als wir diese Challenge gemacht haben, wie oft und auch in der Vergangenheit in den letzten Jahren Leute auf mich zugegangen sind und gesagt haben, ja, aber du könntest das doch jetzt machen. Ja, Florian ist doch nicht da und ich würde das auch nicht erzählen. Das ist ja nicht mal so spannend. Also da sind die Menschen auch so angetriggert, dieses Gefühl zu geben, ja, ihr habt ja zusammen etwas, aber die Person ist ja nicht da und du könntest es ja, wenn du am Schwanken bist, ja jetzt doch machen. Das sind bestimmt auch wieder zwei Dinge, die hinterstecken. Das eine ist so eine kindliche, ah, was Verbotenes tun bestimmt, weil gerade gestern Abend, es lief DART im Fernsehen länger. Ich habe schon geschlafen. Und dann ging es darum, dass eigentlich unser Sohn früher schlafen sollte und dann kam er noch mal zu mir, rüber und sagte, ah, ich möchte DART gucken. Und dann hat Mama gesagt, das ist okay. Ja, also kurz schon, aber ja, und da spielt ja auch gleich Luke Littler und ich mag den so gerne gucken und wir müssen Mama ja nicht sagen, wie lange es gedauert hat. Da sage ich, nee, das machen wir nicht. Du kannst auch gerne mitgucken, aber wir sagen Mama natürlich, wie lange du wach warst. Ja, okay. Und also dieses kindliche, was Verbotenes tun, steckt da bestimmt mit drin. Und das andere ist natürlich, dass man, den Menschen durch so eine Challenge, in der man diszipliniert ist, auch etwas spiegelt. Ja. Einerseits dieses Durchhalten, andererseits etwas, was sich vielleicht jemand selbst schon mal vorgenommen hat und eher nicht geschafft hat. Dann spiegelt man natürlich, dass derjenige eben diesen Punkt, der ihn selber vielleicht auch stört, wo er auch gerne diese Disziplin aufbringen würde, eben nicht erreicht hat. Wir haben einmal zwei Situationen uns überlegt, wo so richtig deutlich, wie schwierig das auch ist, neue Gewohnheiten zu etablieren. Das Erste, dem haben wir so die Überschrift gegeben, der innere Schweinehund steht den Themen in Weg. Das kennt man ja bestimmt, so diese innere Blockade, wenn man sich eben vorstellt, ich gehe jetzt zum Sport und es wehrt sich in mir, weil mein System sagt, oh, das ist Arbeit, das ist anstrengend, das ist unsicher. Dein Weg führt doch sonst zum Sofa. Mach es doch bitte wie immer. Du und dein Partner nehmt euch vor, gemeinsam morgens vor der Arbeit joggen zu gehen um den nahegelegenen See. Am ersten Tag voller Motivation, Kleidung wurde am Vortag herausgelegt, Trinkflaschen wurden schon aufgefüllt. Am zweiten Tag braucht ihr ein bisschen Mühe, habt euch morgens müde angezogen, habt euch kraftlos gefühlt, werdet am liebsten eine halbe Stunde länger im Bett geblieben. Am dritten Tag sagt einer von euch, ach, heute ist es aber kalt. Der andere stimmt zu und plötzlich ist die Routine tot. Bevor sie überhaupt richtig angefangen hat. Die innere Ausrede, wir fangen nächste Woche nochmal richtig an. Das kenne ich sehr gut, diese innere Ausrede. Das habe ich auch schon ein paar Mal gemacht, dass ich dann gesagt habe, so jetzt ab Montag fange ich an, Süßigkeiten zu reduzieren und habe dann ab dem Moment angefangen, was ich mir am Donnerstag vorgenommen habe, dann war Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag nochmal krasse Cheat Days sozusagen. Jetzt nochmal alles geben und bis Montag dann ja auch die Naschischublade leer machen. Dann hat man nicht mehr den so hohen Reiz. Ja, und dann kam der Montag und irgendwie war dann noch ein bisschen Drive da. Aber am Dienstag fiel das dann schon so schwer, weil ich dann ja auch vier Tage lang mich mit Zucker zugeballert habe, dass einfach diese Differenz so groß war. Dienstag, Mittwoch war es schon wieder vorbei. Und was habe ich am Ende gewonnen? Ich habe einen Tag auf Zucker verzichtet und vier Tage richtig übertrieben. Das ist ja nämlich, wenn ich mal meinen Sportkurs mit meiner Schwester gemacht habe, den Schwimmkurs am Donnerstagabend, haben wir uns da angemeldet, haben wir echt gut Geld für bezahlt. Und dann so ab dem zweiten Mal fing das ja an zu bröckeln. Wir haben davor immer noch eine Veranstaltung gehabt, die wir zusammen gesucht haben und deswegen gesagt haben, oh, das ist jetzt auch ganz schön eng von der Zeit her, da müssten wir jetzt auch aufbrechen. Naja, diese Woche können wir es uns ausfallen lassen. Das fühle ich eh nicht so gut. Oder meine Schwester hat dann gesagt, ich habe heute noch kaum was gegessen und jetzt zum Spielen. Sport, ich weiß nicht, kreislaufmäßig, ob das gerade so gut ist. Und da hat man richtig gemerkt, wie beide diese innere Ausrede, wie die immer größer und größer geworden ist und dann gesagt haben, ja, nächste Woche, wir haben ja noch so und so oft mal, wenn mal einmal fehlt. Also wir waren da, wir waren auch öfters da, aber wir waren erstens nicht mit diesem Gefühl da, wie wir eigentlich da sein wollten und wir waren extrem wackelig da. Ja, aber was passiert, wenn das vorher nicht ganz stimmig war und dann so, wenn zusätzlich noch dieser innere Schweinehund dazukommt, dann findet unser Denken jede Menge Argumente dafür, warum es auch total sinnvoll ist, diese Routine nicht beizubehalten, sondern zu sagen, mach das wie vorher, du merkst, das war bequemer und dann fällt dir ja auch jede Kleinigkeit auf, gerade weil es eben neu ist und vielleicht sogar noch unstimmig, die Trainerin ist nicht ganz so nett. Das Wasser ist kalt, das ist bestimmt wieder sehr kalt diesmal. Du hast da eine ganze Reihe von Argumenten, die dagegen sprechen, das zu verändern. Ja, und dann fängt man ja auch an, das immer größer zu machen. Oh, und jetzt ist ja auch bald Winter, dann muss man sich ja alles ausziehen, wieder alles anziehen. Ich habe meine Badelatschen vergessen, ich bin auch so müde. Dann wird es so richtig komisch irgendwie. Ja, und das führt dann auch so zum zweiten Beispiel, denn was vielen dann eben auffällt, ist, dass es eben sich wie Arbeit anfühlt und es mit einer großen Anstrengung und auch Motivation verbunden ist, die gebraucht wird, über diesen Plan, Punkt hinweg zu gehen, also gerade die ersten Male. wo der innere Schweinehund besonders groß ist, wo die Umstände sich so groß anfühlen, da ist es eben besonders schwer. Stellt euch vor, es ist wieder der Moment gekommen, ihr habt beschlossen, ab jetzt weniger Fastfood zu essen. Zuletzt habt ihr euch immer schön donnerstags abends eine Pizza bestellt, das war eure feste Routine. Und im Supermarkt seid ihr voll dabei, kauft jetzt brav Gemüse und Vollkornprodukte und ihr geht an euren Lieblingssüßigkeiten und Snacks vorbei, die bisher jede Woche bei euch in den Einkaufskorb gelandet sind. Aber dann kommt der lange Arbeitstag, ihr sitzt abends auf dem Sofa, der Fernseher läuft, ihr seid müde, ausgelaugt. Einer sagt, wollen wir uns eine Pizza bestellen? Der andere denkt kurz an die neuen Vorsätze und sagt dann, ja okay, aber nur heute. Da die innere Ausrede. Heute ist echt eine Ausnahme, ab morgen ziehen wir es aber dann richtig durch. Ja, das wäre die eine Variante, was ja passieren könnte. Die andere Variante ist, das könnte auch in den Konflikt gehen. Ja, na klar. Mensch, wir haben uns doch fest darauf committet, auf Fastfood zu verzichten. Jetzt sind nicht mal sechs, sieben Tage rum und schon schlägst du vor, dass wir eine Pizza essen. Lass uns doch gemeinsam motivieren und nicht gemeinsam runterziehen. Das erinnert mich an ein paar, da war so eine ähnliche Situation. Und da hatte er dann das, wie sie gesagt hat, nicht sehr nett verpackt und hatte dann zu ihr gesagt, du, wir hatten aber doch abgesagt, dass wir uns gesund ernähren und auf unsere Ernährung achten wollen, auf unseren Körper achten wollen, ist dir dein Körper nicht mehr wichtig? Und das hat ihr total die Verletzung gemacht, weil bei ihr kam an, hast du schon mal in den Spiegel geguckt, wie du aussiehst, glaubst du, es ist jetzt der Zeitpunkt, dass du sowas vorschlagen kannst? Schwierig, ne? Also wie du schon sagst, da steckt ganz viel Kompromiss. Da steckt sehr viel Konfliktpotenzial und sehr viel Raum für Interpretation hinter. Aber man muss auch sagen, wir Menschen sind einfach, glaube ich, auch so hochgelevelt in unserem Leben, dass wir auch immer diesen Ausgleich schnell in diesen Außensachen brauchen. Also mal Fastfood oder Süßigkeiten. Also dass wir, glaube ich, auch sehr genussverleitet sind, so etwas dann einzugehen, weil wir ja damit was anderes kompensieren. Also müde und ausgelaugt, da würde man ja eigentlich sagen, ja, dann musst du schlafen gehen, dann musst du jetzt ins Bett gehen. Und nicht die Kompensation, hau dir jetzt eine fette Pizza rein. Aber das ist ja oftmals die Strategie, die wir ja eine Zeit lang gefahren haben, damit sich das Überleben gut anfühlt. Naja, es ist halt ständig verfügbar. Es ist super einfach. Man kann das inzwischen online machen. Du musst nicht mal mehr jemanden anrufen, bezahlst das gleich mit Paypal. Und dann ist das eine halbe Stunde später da. Es ist einfach super entspannt. Und dieses einfache und ständig verfügbare, das ist natürlich sehr verführerisch. Gerade wenn der Job total stressig war, der Tag war anstrengend. Und ich habe eigentlich gar keine Lust mehr. Obwohl, und das ist ja immer jetzt das Problem, wir überlegen ja, was ist einfacher und schneller? Oder so unser Gehirn macht das ganz automatisch und unterbewusst. Wenn ich jetzt die Wahl habe zwischen, ich klicke mir kurz eine Pizza zusammen, die gleich geliefert wird, oder ich stelle mich eine Dreiviertelstunde in die Küche und koche das, was ich an frischen Lebensmitteln eingekauft habe, dann kann eben je nach Zustand der Weg ganz klar sein, dass ich in die Richtung gehe. Das ist ja genauso wie mit den Süßigkeiten. Wenn Süßigkeiten da sind, ist das eben viel einfacher, eine Plastikpackung aufzureißen, als dann vielleicht sich Gemüse fertig zu machen, was du schälen, schneiden musst und so weiter. Und dann wiederum verspricht ja die Süßigkeit auch noch schnell Zucker, schnell Fette. Wenn das noch in Kombination kommt, vielleicht so wie bei M&M's, Nuss und Schokolade, dann ist das einfach für unser Gehirn so ein Dopaminüberschuss, der noch zusätzlich entsteht, dass so eine verführerische Kombination gegessen wird. Wir knacken jetzt in den nächsten Tagen die 8000 Abonnenten bei YouTube. Wir freuen uns sehr, dass ihr so fleißig unsere Videos schaut und sie euch weiterhelfen. Auch die Kommentare in letzter Zeit freuen uns sehr. Da sehr viel motivierende Kommentare dabei sind, aber auch sehr viele. Wir wollen unsere Geschichten teilen und auch Fragen stellen, die wir sehr gerne beantworten. Wenn auch ihr also schon mehrere von unseren Videos geschaut habt, abonniert uns doch sehr gerne bei YouTube, bei Spotify, bei Apple. Liked die Videos oder hinterlasst auch sehr, sehr gerne einen Kommentar. Wenn ihr Fragen habt, beantworten wir diese euch sehr gerne. Kommen wir einmal zu den Herausforderungen, wenn unpassende Gewohnheiten eine Rolle spielen. Ja, da gibt es ja auch so ein paar. Du hast so Gewohnheiten, die sich dann etabliert haben. Du hast es vorhin schön gesagt, die nicht besprochen sind und die sich dann eher hinderlich für die Beziehung anfühlen. Ich habe gerade vorgestern in deinem Coaching genau dieses Thema gehabt, dass das Paar, und das betrifft ganz viele, fast alle Abläufe, die zu Hause stattfinden, ohne Absprache miteinander sich etabliert haben. Das hat sich also eher so zurechtgeruckelt. Aber ob das wirklich stimmig ist und wirklich der beste Weg ist, mit Dingen umzugehen, also wie man morgens die Kinder fertig macht, wie man das macht, wer wann mit dem Hund geht und so weiter, wie man das miteinander kombiniert, wer wie aufsteht, das wurde nie konkret abgesprochen. Und da haben sie festgestellt, dass es ja vielleicht viel bessere und entspanntere Wege gibt und dass sie auch sich nicht darüber abgestimmt haben, was bei dem einen gut funktioniert und weil das bei dem anderen nicht so gut funktioniert und man ja davon lernen könnte, wenn man dann sagt, Mensch, warum funktioniert bei dir die Routine? Die Routine mit den Kindern morgens sind viel entspannter als bei mir. Und die Lösung hier war zum Beispiel ganz einfach. Der sagte, naja, ich plane halt einen Puffer ein. Ich gehe schon davon aus, dass Dinge mit Kindern nicht so laufen, wie man sie geplant hat, weil es sind ja keine Maschinen. Ich stehe eine halbe Stunde früher auf, damit ich mir den Stress nehme und dann bin ich völlig tiefenentspannt, weil ich so viel Puffer habe. Und diese Tiefenentspannung, so ist mein Eindruck, nehmen die Kinder auf, spiegeln das und sind auch entspannt und dann läuft das ziemlich rund. Ah, okay, so machst du das also. Und dieser Austausch fehlte einfach. So. Ja. Das heißt, diese Muster, die sich da eingeschlichen haben, die beginnen oft harmlos, aber können irgendwann eben zur richtigen Belastung werden. Insbesondere, wenn dann daraus so Vorwürfe werden. Wenn man sagt, ja Mensch, warum klappt das bei dir mit den Kindern nicht so richtig? Bei mir klappt das doch. Und zack ist irgendwie, du machst was falsch, ich mach was richtig, ich mach was besser als du. Also dann kommen da so Vergleiche auf, die dann in Konflikte münden. Also so ein bisschen so was Moralisches ist ja schon fast drin, ne? Wer ist richtig, was ist falsch? Also da kann man sich natürlich auch sehr angetriggert fühlen. Meiner Meinung nach ist es halt auch wirklich schwierig, wenn Gewohnheiten sich einschleichen und man nicht drüber spricht, weil gar nicht selten beide gar nicht eine volle Zufriedenheit darin haben, aber jeder voneinander denkt so, naja, es ist, wie es ist. Also ich erinnere mich an sehr viele Gespräche, die wir schon geführt haben, wo ich oder auch du mal gesagt hast, okay, das finde ich echt anstrengend. Können wir das anders machen? Ne? Und wo das nicht immer dem anderen auch vielleicht von Anfang an klar war, warum das anstrengend ist, aber wenn man das mal ausgeführt hat und gesagt hat, ja, es macht mir Stress oder ich würde das gern so und so machen, das habe ich schon mal alleine ausprobiert und das war angenehmer so, dass man sagt, okay, ja, lass uns das mal ausprobieren und dann gemerkt, dass es eine Erleichterung sein kann. Ja, das ist eine Haltungsfrage, ne? Das ist ganz wichtig, dass man das eher als Optimierung und Verbesserung für die Beziehung sieht und nicht als Kritik in einem selbst. Denn wenn wir uns offen Feedback geben können und eben auch sagen, wenn was unstimmig ist und stört, wenn wir das Gefühl haben, da ist eine Idee wie etwas, die einfach besser, effektiver, effizient, harmonischer laufen kann, dann profitieren wir ja alle davon. Weil im Umkehrschluss, wenn wir das nicht tun und uns nicht offen feedbacken und das so als Möglichkeit der Verbesserung ansehen, dann etablieren sich diese unstimmigen Gewohnheiten immer weiter. Und was wir häufig dann erleben ist, dass Menschen sich mit diesem Zustand einfach arrangiert haben. Dass man sagt, ja, okay, ist nicht optimal, aber scheint nur so zu gehen, ohne darüber vorher gesprochen zu haben. Und dann entsteht natürlich auch wie so eine unsichtbare Mauer zwischen einem. Also, dass man auch das Gefühl hat, okay, das ist alles anstrengend hier, hier ist keine Leichtigkeit, wir haben irgendwie keine gute Stimmung untereinander, das fühlt sich so schwer an, wir haben ein Zuhause, oder eine Routine oder eine Gewohnheit, die uns selber einengt. Das wird so das Hamsterrad, was wir uns nie gewünscht haben, da sind wir jetzt so drinne. Und man ist manchmal auch in dem Punkt wirklich unkreativ, weil man auch da so ein bisschen ja emotional beteiligt ist. Also ich finde das immer sehr spannend, wenn wir dann mit Paaren zusammenarbeiten und dann kommt sowas hervor und man spricht offen drüber und ich sage, okay, was könnte denn anders sein? Also wie könntet ihr es denn umstellen? Da kommt gar nicht selten so, ja, nee, also da, kann man eigentlich ja nichts dran verändern. Und man dann selber denkt so, okay, wenn man es von außen betrachtet, würden mir jetzt ganz viele Dinge einfallen, so ganz viele kleine Stellschrauben, an denen wir jetzt drehen könnten, was eben auch ausprobieren könnte. Und wenn man dann so Impulse reingebt, die sagen, ja, klar, total logisch, so kleine Kleinigkeiten, wie du sagst, einer steht früher auf oder könntet ihr das Frühstück nicht einfach abends schon vorbereiten? Könnte der Turnbeutel nicht schon fertig an der Tür liegen, für den nächsten Tag zu mitnehmen? Wenn der dauernd vergessen wird, also so Kleinigkeiten, wo ihr denkt, ja, das wäre schon. Das wäre schon ein Streitpunkt weniger zwischen uns beiden am Montagmorgen. Wenn nicht für die Frage kommt, hast du an den Turnbeutel gedacht. Ach, scheiße, ja, der Turnbeutel, ja. denn die Wäsche dafür? Wo sind denn die Sportsachen? Ich dachte, du hast dran gedacht. Und schon ist man da so wieder in einer Konfliktspirale drin, die man durch eine recht einfache Gewohnheit am Sonntagabend auflösen könnte. Da hat man vielleicht schon häufiger mal dran gedacht oder sich darüber geärgert und denkt, Mensch, das müsste doch anders gehen, spricht das aber nicht so richtig aus und dann wächst eben in uns Druck und die Anspannung und irgendwann kommt das dann eben raus in einem wahrscheinlich nicht so idealen Moment, sodass das der andere eben durch diesen Nachdruck, den man dem Ganzen schon mitgibt, weil man schon so viel Unzufriedenheit aufgebaut hat, eher als Kritik an. Und eben nicht mehr als Feedback, was sich so eher positiv gerichtet anfühlt, sondern eben als Kritik und im schlechtesten Fall sogar als Kritik an meiner Person. Also ich als Mensch bin nicht in Ordnung, weil ich bin unzuverlässig oder nicht bemüht. Also ich als Mensch werde auf Identitätsebene kritisiert. Bevor wir gleich uns mal die Lösungsansätze ansehen, wie könnt ihr einen Austausch darüber kommen und Gewohnheiten wirklich nachhaltig verändern. An dieser Stelle der Hinweis, wenn ihr euch in einer Konfliktspirale befindet und auch das Gefühl habt, Gewohnheiten, aber auch andere Themen spielen da eine Rolle und ihr bekommt diese einfach nicht mehr nachhaltig geändert, weil ihr vielleicht auch merkt, dass die Gesprächsbasis gar nicht so da ist und ihr gar keine Ansatzpunkte mehr findet, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs Telefonische. Vielen Dank. Wir sehen uns im nächsten Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wo ihr steht, was euer Ziel ist und wie wir euch dabei unterstützen können, euer Ziel zu erreichen. Wie können wir nun ansetzen, wenn wir Gewohnheiten als Paar dauerhaft und nachhaltig verändern möchten? Als allererstes darf man sich Zeit nehmen und feste Routinen entwickeln. Also wenn ich eine Gewohnheit verändern möchte, brauche ich eine neue Routine. Dann brauche ich ja nicht nur den Schritt etwas wegzulassen, sondern ich brauche ja auch etwas, was das ersetzt. Also was will ich denn stattdessen machen? Und da darf man ja auch gerne wieder überlegen. Die Studie, die gesagt hat, 66 Tage dauert es, bis man in dieser neuen Gewohnheit fest drin ist. Das heißt, es braucht auch kleine Schritte zur Umsetzung. Also Schritt für Schritt ist aufbauen, aber auch klar einen Cut setzen und sagen, okay, ab heute möchte ich das anders machen und Schritt für Schritt baue ich mir jetzt eine neue Routine auf. Ich überlege, was weiß ich, beim Thema Fastfood-Essen, was möchte ich denn jetzt essen? Was wird dafür gebraucht? Wo möchte ich jetzt einkaufen? Gehen? Wie kann ich das zeitlich ermöglichen? Und wie kann ich das steigern? Fange ich jetzt erstmal an und lasse natürlich Fastfood weg, aber es ist mal, sag ich mal, okay. Und im nächsten Schritt, wie schaffe ich das, immer mehr gesünderen Lebensstil einzubauen, kreativ zu werden mit Rezepten und so weiter. Aber darüber muss man ja reden und dafür brauchen wir jetzt allererstes erstmal Zeit zusammen, damit jedem auch klar ist, was gemeint ist. Das finde ich nämlich auch einen sehr spannenden Punkt, weil jetzt eine Routine zu ändern, darunter versteht man ja nicht immer, das Gleiche. Vielleicht bei dem gleichen Thema. Also gesunde Ernährung ist ja von bis. Oder Sport machen ist ja auch von bis, zu sagen, das wollen wir jetzt mal machen. Wie immer braucht es Präzision dabei, um das zu definieren. Das reicht nicht, zu sagen, wir machen mehr Sport. Das ist einfach viel zu unpräzise, um eine wirkliche neue Gewohnheit zu etablieren. Was heißt denn genau mehr Sport? Einmal die Woche mehr? Wie lange denn? Wie genau? Wie organisiert man das? Wo packt man das hin? Wie kriegt man das unter? Was muss man außenrum organisieren? Also man muss sich auch die realistische Chance geben, eine Gewohnheit zu etablieren und auch messbar zu machen, dass man sich selber auch bestätigen kann, ich habe es erreicht. Weil wenn ich jetzt einfach nur mehr Sport angebe, dann ist das eben nicht so prägnant, als wenn ich sage, ich mache aktuell einmal die Woche Sport, ich gehe jetzt auf ein zweites Mal die Woche Sport, das packe ich auf den Freitag. Da werde ich immer zwischen 12 und 13 Uhr ein Zeitfenster haben, dass ich so und so organisiere, weil typischerweise habe ich ja keine Langeweile. Unsere Woche ist ja gut gefüllt. Ich muss also auch planen, wie organisiere ich diese Woche und so weiter. Ich kann es mir natürlich auch leicht machen. Du hast das vorhin mit dem Sportbeutel schon gesagt, den man am Vorabend vorbereitet. Man kann natürlich auch, wenn man Sport möchte, selber dafür sorgen, dass man sich eine Sporttasche bereits ins Auto legt, dass die Möglichkeit einfach da ist, loszufahren und man eben sich Umstände in dem Moment nimmt, wo der Schweinehund einsetzt. Ja. Den habe ich ja nicht am Tag davor, den habe ich ja in dem Moment, wo es losgehen soll. Und wenn ich da mir die Hürde so klein wie möglich mache, dann kann ich eben viel besser diese Gewohnheiten einhalten. Dabei sind ja auch einige typische Fehler, zum Beispiel, sich die Gewohnheit zu groß zu machen oder auch mehrere gleichzeitig verändern zu wollen. Das zeigen auch da wieder verschiedenste Experimente, dass man möglichst kleine Schritte, wie du sagst, nimmt, damit das erreichbar ist. Also es ist viel besser, Schritt für Schritt sofort Erfolgserlebnisse zu haben und sich damit zu bestätigen, als ein ganz großes Ziel zu nehmen, was ich vielleicht auch erst nach 30 Tagen das erste Mal als erfüllt ansehe. Besser ist es, wenn ich ganz früh schon merke, ah, das funktioniert. Und ein ganz wichtiger Punkt ist ja auch, zu überprüfen, ob das, was wir verändern wollen, ob das wirklich gut ist. Also was ist der Grund, der Grund der Veränderung? Und wir sollten dann ja auch prüfen, ob es wirklich dieser Grund ist oder ob wir es aus einem anderen Grund machen. Also da sind wir so ein bisschen bei der Ökologie, wie wir immer sagen, bei dem Thema Öko-Check. Und da zu prüfen, ist das stimmig, dass gerade diese Veränderung vorgenommen wird? Kann ich das halten? Fühlt sich das gut an? Was sind die negativen Konsequenzen dadurch, dass jetzt diese Veränderung eintritt? Also wenn wir es ganz detailliert machen, möchte es uns eigentlich mehrere Punkte immer brauchen. Wir brauchen stimmig und stimmig. Stimmig als inneren Kompass in Kombination, wenn es beide machen wollen. Also wenn wir uns unterstützen wollen, dann brauchen beide einen inneren Kompass. Wenn es für einen von beiden oder sogar beide unstimmige Anteile gibt, was können wir tun, wenn er damit stimmig wird, also einen stimmigen Kompromiss finden? Dann geht es darum, nochmal zu gucken, auf den Ebenen der Veränderung, wie wir sie nennen, haben wir jetzt gerade wirklich die Ursache, die wir anpacken, oder ist es nur ein Symptom? Weil das ist häufig auch etwas, was dann problematisch ist. Also wenn ich nur Schokolade esse, weil eigentlich mein Job so stressig und scheiße ist, dann ist vielleicht die Gewohnheit, ich esse weniger Schokolade oder ich ändere das, wenn ich da drauf gucke, nicht das Richtige. Das ist eben auch ein häufiges Problem bei Neujahrsvorsätzen. Dann müsste ich mir eigentlich vornehmen, ich ändere was am Job. Was kann ich denn da tun, lernen, verändern, damit der nicht mehr so stressig ist und mehr Zufriedenheit mit sich bringt, damit ich abends den Impuls bekomme, du bist voll im Dopaminmangel, du hast alles voller Kohlenhydrate, du hast viel Kortisol im Körper, tu was, damit das weggeht und der Weg ist Schokolade. Und dann gibt es eben, um das ganz abzurunden, den Öko-Check. Ich spüre im Heute Nachteile, ich werde vielleicht immer dicker wegen der Schokolade und sehe in der Zukunft Vorteile, wenn ich weniger Schokolade esse, dann nehme ich ein paar Kilo ab und bin wieder in meinem Wofühlgewicht und fühle mich insgesamt besser. Aber es gibt ja auch etwas Gutes daran vielleicht, warum ich gerade Schokolade esse, eben um vielleicht den stressigen Job zu kompensieren, also muss ich da erstmal ran und es kann ja auch Konsequenzen haben, Nachteile, wenn ich auf die Schokolade verzichte, in diesem Fall komme ich nicht mehr klar am Abend, bin schlecht gelaunt, gereizt, weil aktuell das war zum Kompensieren. Also da gibt es verschiedene Ansätze, wie man eben auch eine Gewohnheit ganz intensiv hinterfragen kann und sich damit so aufstellt, dass man sie wirklich umsetzen kann. Und das muss halt für beide stimmen, ne? Das ist halt ganz wichtig, wenn man zusammenarbeitet, wenn man zusammen etwas durchziehen will, wenn man eine Gewohnheit ändern will, also in der Partnerschaft oder auch als Familie, da muss das halt überprüft werden, ob das für alle stimmig ist. Und dann haben wir jetzt an dieser Stelle quasi alles gemacht, um diese Gewohnheit sauber zu definieren und zu sagen, ist sie wirklich stimmig? Macht das wirklich Sinn, damit zu beginnen? Und ab jetzt beginnen ja die 66 Tage, 100 Tage, je nachdem, wie man es machen möchte, um diese Routine zu erneuern, um diese neuen Gewohnheiten zu etablieren, die man dauerhaft mit einer gewissen Leichtigkeit, einer Automation entstanden ist, durchhalten kann. Und da haben wir jetzt nochmal drei Punkte, die dabei helfen, wirklich dran zu bleiben. Ein Punkt ist, eine neue Gewohnheit an ein festes Ritual zu binden. Und da fallen mir sofort die Reflexionsgespräche ein, die wir ja Paaren empfehlen, um mal die Woche zu reflektieren, die Verbundenheit zu reflektieren, zu schauen, gab es in den letzten sieben Tagen Verletzungen oder geht es darum, zusammen einen gemeinsamen Moment zu finden, darüber zu sprechen. Und für viele Paare ist es schwierig, diese Gewohnheit zu etablieren, weil sie dann sagen, ja, das machen wir dann irgendwie am Wochenende mal. Und da sagen wir genau das, nämlich zu sagen, ihr habt eine neue Gewohnheit und ihr braucht ein festes Ritual, was immer sowieso da ist. Also immer sonntags abends, wenn ihr die Kinder ins Bett gebracht habt. Weil die Kinder werden irgendwann schlafen. Das heißt, das ist sicher, das Ritual. Und danach besprecht ihr das. Oder immer samstags nach dem Frühstück macht ihr einen Spaziergang mit den Hunden. Und wenn ihr diesen Spaziergang macht, wenn ihr das als Ritual habt, dann sprecht ihr bei dem Spaziergang über die Sache. Also etwas, was schon vorhanden ist, bekommt eine Kopplung mit der neuen Gewohnheit. Besonders gut passen Dinge, wo man echt sicher ist, dass die jeden Tag durchgeführt werden. Sowas wie aufstehen, Zähne putzen, Frühstück essen. Also Dinge, die auf jeden Fall schon eine feste Gewohnheit Wohnheit haben. wo man das ganz einfach dran heffen kann. Man kann sich natürlich dann auch mit dem Umfeld committen und andere somit einbeziehen, dass man sich selber in einen gewissen Umsetzungsdruck bringt, weil Menschen nachfragen, wie läuft es denn mit einer neuen Gewohnheit. Das heißt so Partner, Freunde, Familie einbinden, um dann eben mehr Motivation zu haben. Man wird eben erinnert, man möchte diesen vielleicht etwas peinlichen, schambehafteten Moment umgehen, dass man sagt, ja, ich habe es nicht mehr durchgezogen. Und jemand sagt, ich habe mir gleich gedacht, dass es schwer ist. Das möchte man nicht. Und dann geht es natürlich um ein ganz wichtiges psychologisches Ding, nämlich die Reaktanz, dass du dann Leute hast, wo du schon weißt, die warten drauf, dass du scheiterst und du dann ein jetzt erst recht dir zeige ich es innerlich verspürst und sagst, ich mache das nur, weil mein Vater mir gesagt hat, das hältst du nicht durch. Und deswegen halte ich es jetzt erst recht durch, weil ich ihm zeigen will, er lag falsch. Und das ist auch etwas, warum es extrem gut sein kann, die Umgebung mit einzubeziehen, um solche Effekte zu haben. Und ein weiterer Punkt, der finde ich auch viel zu selten Beachtung findet, ist, dass man auch die Fortschritte wirklich anerkennt und das auch feiert. Ich finde, das ist bei ganz, ganz vielen Dingen im Leben, die in Veränderung sind, dass man ja über die Selbstreflexion, über die Zielerreichung viel zu wenig nachdenkt. Sondern immer nur diesen aktuellen Zustand sieht, der schwierig ist, aber nicht nach hinten mal schaut und sagt, was kann ich auch mal anerkennen, was habe ich schon geschafft und wie sehen bis jetzt meine Erfolge aus? Wie lange halte ich das schon durch? Oder was hat uns als Paar diese Umstellung schon gegeben? Also wenn man da dann sitzt zusammen und sagt, es ist schwierig, aber zu sagen, komm, wir haben jetzt schon so viel zusammen durchgehalten, wir waren schon so oft beim Sport oder wir haben so schon gut die Ernährung gerade umgestellt. Also dass man sieht, dass man sich nicht mehr so viel durchhält. Also dass man sich gegenseitig da auch ermutigt und sagt, wir stehen nicht mal am Anfang. Wir haben jetzt auch schon, wenn es nur ein paar Tage ist, jetzt schon durchgehalten und die Erfolge wirklich dann zu feiern. Und das finde ich mal so ein bisschen schwierig, weil viele Leute sagen ja auch immer im Moment leben. Das finde ich auch richtig, im Moment zu leben. Aber ich finde, wir dürfen auch häufiger mal zurückschauen mit dem Blickwinkel von Stolz und von Erfolge feiern. Weil ich finde, das setzt so eine Energie manchmal frei, wenn man das mal bewusst wird. Unabhängig jetzt von Gewohnheiten allgemein im Leben zu schauen, was hat man schon alles geschafft, welche Energie hat man für Lebenssituationen schon aufgebracht, wie willensstark war man schon, was kann man überhaupt bewegen im Leben und wenn man sich das so hinter sich stellt und sagt, ich habe hinter mir schon auch einen Weg mit vielen Höhen auch, dagegen kriege ich jetzt die paar Tage jetzt auch noch hin, kann das ein wirklicher Ansporn sein. Und das braucht natürlich den ersten Punkt, den wir erwähnt haben, dass man eben auch messbare, aber auch realistisch erreichbare Ziele hat, sodass man auch wirklich ein Erfolgsgefühl verspüren kann. Also auch da nochmal prüfen, ist das wirklich realistisch zu erreichen. Wenn ich jetzt sage, ich möchte pro Woche zwei Kilo abnehmen, dann werde ich sehr wahrscheinlich dort keine Erfolge feiern können, sondern eher ständig in Enttäuschungen geraten, weil zwei Kilo bedeutet 14.000 Kalorien. Dann muss ich einsparen, heißt jeden Tag 2000 Kalorien Defizit ist so gut wie unmöglich, gar nicht machbar eigentlich. Jedenfalls nicht auf langes Gesicht gesehen, am Anfang verlierst du schon viel Wasser und dann. Auch völlig ungesund, deswegen muss man wirklich mal schauen, was ist denn da realistisch, also auch da eben Ziele formen, die mir es erlauben in Erfolgsgefühle zu kommen. Dann lass doch das Abnehmen zum Beispiel wieder länger dauern, aber dafür mit einem Erfolgsgefühl und ich bin voll im Plan. Als unter Druck und ständigen Enttäuschungen, weil ich mein Ziel gar nicht erreichen kann und fühle mich auch noch den ganzen Tag schlecht, weil ich mich in ein so krasses Defizit hinein manövriert habe, dass ich das gar nicht mehr durchhalten kann. Also Zeit nehmen, reflektieren, wie soll das Ziel ganz genau aussehen, die neue Gewohnheit, ist die wirklich realistisch erreichbar. Über den Öko-Check dann prüfen, ist das stimmig, unstimmig, alle Seiten richtig gut beleuchten und dann kann man eben neu, neue Gewohnheiten wunderbar an bestehende Gewohnheiten anheften, vielleicht sich noch eine Zusatzmotivation über Freunde und Familie holen, dem man davon erzählt, was man jetzt gerade umsetzen möchte, um dann den Fortschritt wirklich im Blick zu behalten, zu reflektieren, auch vielleicht nachzujustieren, wenn es noch nicht so läuft, wie man es sich wünscht, um dann wirklich Erfolg feiern zu können. Schön, dass ihr bei dieser Folge wieder dabei wart, ich hoffe, ihr habt gute Impulse für euch mitgenommen und könnt euch jetzt voller Motivation und mehr Gewohnheiten ranmachen, ansonsten hören wir uns in der nächsten Folge. Bis bald. Bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Es dauert durchschnittlich 66 Tage, bis eine neue Gewohnheit automatisch abläuft, was eine große Herausforderung für viele Menschen darstellt.
  2. Gewohnheiten sind besonders anstrengend zu ändern, weil sie mit Widerstand, Unsicherheit und innerem Widerstand („Schweinehund“) konfrontiert sind.
  3. Eine gemeinsame Veränderung in einer Beziehung ist schwierig, wenn beide nicht auf dem gleichen emotionalen und inneren Niveau sind oder wenn die Veränderung nicht stimmig erscheint.
  4. Die meisten Menschen verändern Gewohnheiten, weil sie in einer negativen oder stressigen Situation sind, aber oft fehlt die tiefe Ursache, die hinter der Veränderung steht.
  5. Es ist entscheidend, kleine, messbare und realistische Schritte zu setzen, um eine neue Gewohnheit nachhaltig zu etablieren und Erfolgserlebnisse zu fördern.
  6. Die Einbindung von Familie, Freunden oder einem festen Ritual verstärkt die Motivation und macht die Umsetzung nachhaltiger.
  7. Der Öko-Check – Prüfung von Vor- und Nachteilen – hilft, die Stimmigkeit und Nachhaltigkeit einer Veränderung zu sichern.
  8. Die Anerkennung von Fortschritten und Erfolgen ist wichtig, um Motivation und ein positives Selbstgefühl zu bewahren.

Summary:

Die Etablierung neuer Gewohnheiten ist ein komplexer Prozess, der viel Zeit, Geduld und innere Stabilität erfordert. Laut einer Studie dauert es durchschnittlich 66 Tage, bis eine Handlung automatisch abläuft – eine Zeit, die für viele Menschen sehr lang erscheint. Während dieses Prozesses kommt es häufig zu innerem Widerstand, wie der „Schweinehund“, der das Verändern als anstrengend oder unsicher empfindet.

Besonders in Paaren entstehen Konflikte, wenn eine Gewohnheit verändert wird, weil beide nicht auf dem gleichen emotionalen Niveau sind oder die Veränderung nicht als stimmig empfunden wird. Um diese Herausforderungen zu meistern, ist es entscheidend, kleine, messbare und realistische Schritte zu setzen, die langfristig zu einer dauerhaften Gewohnheit führen. Ein wichtiger Faktor ist die Einbindung von Umfeld und Partner, z.

B. durch festgelegte Ritualen, um die Motivation zu steigern. Der Öko-Check hilft dabei, die Vor- und Nachteile einer Veränderung zu prüfen, um Stimmigkeit und Nachhaltigkeit sicherzustellen.

Abschließend spielt die Anerkennung von Fortschritten und Erfolgen eine entscheidende Rolle – sie stärkt das Selbstwertgefühl und fördert eine dauerhafte Motivation. Nur wenn beide Partner die Veränderung als gemeinsame, stimmige und sinnvolle Entscheidung sehen, können sie erfolgreich neue Gewohnheiten etablieren.

FAQs

Durchschnittlich dauert es 66 Tage, bis eine neue Gewohnheit im Gehirn automatisch abläuft. Dabei variiert die Dauer stark von Person zu Person.

Weil beide Partner oft unterschiedliche Gewohnheiten haben und die Veränderung als Stress oder Unstimmigkeit wahrgenommen wird. Das kann zu Konflikten führen, wenn einer der beiden die Veränderung nicht unterstützen möchte.

Die innere Ausrede, wie zum Beispiel 'Heute ist es kalt' oder 'Ich habe zu viel Stress', wirkt als Widerstand gegen neue Gewohnheiten und macht es schwer, sie konsequent durchzuführen.

Menschen fühlen sich dabei, wenn eine Gewohnheit als 'hochwertiger' wahrgenommen wird, weil sie ein Gefühl von Sinn, Kontrolle oder Balance vermittelt, während andere eher als 'unwesentlich' oder 'vergeudet' wahrgenommen werden.

Durch kleine, messbare Schritte, klare Zielsetzungen und eine starke Verbindung zur bestehenden Routine, wie zum Beispiel beim Aufstehen oder beim Frühstück.

Weil ein gemeinsamer Wunsch und ein gemeinsamer innerner Kompass dazu führen, dass die Veränderung nachhaltig ist und beide emotional und emotional stabiler sind.

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