Neuanfang nach Affäre: Der größte Fehler eures Lebens? #252
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Eine Affäre führt zu einem tiefen emotionalen und psychischen Schock, bei dem Vertrauen gebrochen und das Selbstwertgefühl beeinträchtigt wird. Die Reaktionen sind oft so intensiv, dass sie Körperreaktionen, Arbeitsausfall und Rückzug aus dem sozialen Umfeld auslösen. Die Feststellung der Verantwortlichkeit erfolgt nicht durch Schuldzuweisung, sondern durch eine gemeinsame Reflexion der Beziehung und die Anerkennung von Verantwortungsbeteiligungen beider Partner. Der Prozess nach einer Affäre gliedert sich in Phasen: Schock, Verarbeitung der Verantwortung, Suche nach Verbindung und langsame Wiederherstellung des Vertrauens durch neue, transparente Kommunikation und konkrete Handlungen. Ob die Beziehung wieder funktionieren kann, hängt von den persönlichen Werten, der Verarbeitung von Verletzungen und der Bereitschaft, die Beziehung langfristig zu transformieren, ab. Studien zeigen, dass nur ein Drittel der Paare nach einer Affäre trennen. Viele Paare bleiben zusammen, auch wenn sie vorher davon ausgegangen waren, dass eine Trennung notwendig sei. Erfolgreiches Wiederherstellen des Vertrauens erfordert jedoch nicht nur Sprache, sondern mehrere erlebte, positive Lebensmomente, bei denen sich die neue Beziehung in der Praxis zeigt. Es ist kein Fehler, eine Affäre zu verzeihen – es hängt vielmehr von der individuellen Wertschätzung und der nachhaltigen Investition in die Beziehung ab. Ein konsequenter Neustart erfordert daher nicht nur Verzeihung, sondern ein tiefes Verständnis der Ursachen und eine klare, dauerhafte Veränderung der Beziehung.
eine so starke Verletzung ist, dass es so eine Erschütterung ist, dass es manchmal so ist wie. Diese Entscheidung, dass die Affäre stattfindet, die trifft natürlich einer verantwortlich alleine.
Der Weg dahin, dass man sich in einer eher monogamen-committeten Beziehung oder Ehe dafür öffnet,
dafür lässt sich die Verantwortung häufig auf beide relativ gleichmäßig verteilen.
Genau, und das ist auch wichtig hier auch bei unserem Coaching.
Feststellung der Verantwortlichkeit heißt nicht die Suche nach dem Schuldigen.
Wenn eine Affäre entdeckt oder mitgeteilt wird, erschüttert dies sofort das Beziehungsfundament.
Schlagartig ist klar, wir sind in der Krise, auch wenn vielleicht schon vorher einige Zeit
emotionale Verletzungen, Konfliktspiralen und Co. eine Rolle spielten.
So ist es nun auf jeden Fall klar, wir sind in der Krise, das Vertrauen ist gebrochen.
Nun stellen sich viele die Frage, sollen oder können wir die Beziehung überhaupt retten
oder vielleicht nicht.
Vielleicht eher beenden, insbesondere, weil für die meisten, bevor das Passierte klar war,
eine Affäre, ein Fremdgehen, da ist ganz sicher, dann werde ich mich trennen.
Hier gibt es also starke Glaubenssätze, Prägungen und natürlich auch sehr viele Vorurteile,
die die eigene Haltung beeinflussen.
Dennoch bleiben sehr viele Paare nach einer Affäre zusammen,
auch wenn sie es vorher eigentlich ausgeschlossen hätten.
Damit möchten wir uns in dieser Folgenähe beschäftigen.
Und uns der Frage widmen, kann das wirklich gut gehen oder ist das doch eher ein großer Fehler?
Du bist im Podcast der Lebensidealisten gelandet.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein
in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Du hast es gerade schon gesagt, wenn eine Affäre rauskommt oder mitgeteilt wird,
häufig, das muss man ja sagen, kommt sie eher heraus, anstatt sie mitgeteilt wird.
Ist das so?
Es ist so, dass die ganze Erde bebt.
Also, dass es bei vielen, vielen Menschen eine so starke Verletzung ist,
dass es so eine Erschütterung ist, dass es manchmal so ist wie der Tag,
an dem ich erfahren habe.
Also, da weiß man noch das Datum ganz genau, die Uhrzeit.
Man hat ein Körpergefühl.
Ich habe gezittert am ganzen Körper.
Ich habe gedacht, ich drehe durch.
Also, dieses Gefühl von Ausschluss, dass der Partner, die Partnerin das wirklich getan hat
und das Ganze mit mir.
Das ganze Menschenbild, auch über die Person, die man ja dachte, bis dahin irgendwie zu kennen,
ist wie aufgelöst.
Und man stellt seine ganze Vergangenheit oder jedenfalls einen sehr großen Teil davon
vor allem mal in Frage.
Und die letzten Wochen, Monate, letzten Urlaub,
das erlebe ich auch in den Coachings immer als einen sehr emotionalen Moment,
der sehr stark herausfordernd ist und der auch alles andere im Leben
für eine gewisse Zeit im Hintergrund stellt.
Also, Menschen können nicht mehr arbeiten, ziehen sich zurück aus Freundes- und Bekanntenkreis,
funktionieren nur noch für die Kinder, haben so starke körperliche Symptome,
dass sie sich auch krankschreiben lassen, wenn so etwas hervorkommt.
Also, die Prioritäten sind dann ganz klar darauf.
Wir müssen irgendwie in dieser Situation klarkommen, erst mal überleben.
Wir haben natürlich einen besonderen Blick auf Paare nach einer Affäre,
weil zu uns kommt man ja dann typischerweise, wenn das nicht so klar ist mit der Trennung,
sondern eher. Ja.
Eher dann, wenn Zweifel da sind, Klarheit gebraucht wird,
aber auch schon der Wunsch, irgendwo existiert, die Beziehung retten zu wollen.
Oder aber das schon ganz klar ist und man sagt, wir wollen die Beziehung unbedingt retten.
Wir haben dadurch jetzt festgestellt, dass da doch mehr noch zwischen uns steckt.
Wir wissen nur nicht, wie und ob das wirklich gehen kann.
Wir haben aber auch Paare, die sich zu einer Trennungsbegleitung bei uns melden,
wo es dann darum geht, natürlich klarzukommen mit der Situation,
so weit, dass man sagt, wie können wir ein starkes Elternpaar
bleiben, weil ist ja auch die Frage, je nach Altersstufe des Kindes oder der Kinder,
erzählt man Kindern von einer Trennung oder erzählt man Kindern von den Gründen einer Trennung
im Sinne von einer Affäre, das ist ja auch nochmal ganz an der Scham belastet.
Wir haben dazu Studien herausgesucht.
Es gibt eine niederländische Studie, die zeigt, dass lediglich ein Drittel aller Paare
sich nach Untreu in der Beziehung trennen.
Und hier haben wir jetzt keine genaueren Angaben.
Wir haben tatsächlich gefunden, wie die Studie genau aufgebaut ist.
Wenn man jetzt berücksichtigen würde, dass es Paare in allen Altersstufen zum Beispiel wären,
dann würde man sicherlich sagen, dass Paare in den Zwanzigern sich deutlich häufiger trennen,
wenn ein Fremdgehen passiert, als Paare ab den Dreißigern.
Weil dort natürlich viel mehr noch zu berücksichtigen ist.
Man hat eine längere Historie zusammen.
Man kann vielleicht auch selbstreflektierter schon,
sehen, was so die Ursache ist und dass man daran auch Anteile trägt.
Und ich glaube auch, dass in Affären und Fremdgehen in den Zwanzigern
tatsächlich mehr Abenteuer geprägt sind, als in den Dreißigern, Vierzigern aufwärts,
wo sie doch eher auf einen Mangel in der aktuellen Beziehung hindeuten.
Weiterhin gibt es eine Studie aus 2023, die zeigt,
dass Paare nach einer Affäre verschiedene Phasen durchmachen.
Die haben wir in den Shownotes auch nochmal verlinkt.
Erste Phase ist die Schockphase.
Das erleben wir auch sehr regelmäßig, wenn sich jemand sehr früh meldet,
dass der sagt, ich hätte gedacht, dass mich das viel mehr umhaut.
Ich glaube, ich habe so einen Schockmoment,
die dann noch gar nicht so ins Gefühl reinfinden.
Dann geht es häufig in die Feststellung der Verantwortlichkeit.
Ich möchte nochmal ganz kurz ergänzen beim Schock.
Das finde ich auch spannend.
Das kann eine Variante sein.
Ich habe das zum Beispiel auch für Menschen im Schock sind,
dass die dann in der ersten Komponente,
Coaching-Sitzung sitzen, gerade wenn das sehr schnell klappt mit Coaching-Start,
zu dem Zeitpunkt, wo das herausgekommen ist,
und manchmal die Wörter dann dafür gar nicht finden.
Also die sagen, ich versuche das jetzt mal, die Story zu erzählen.
Das ist in meinem Kopf so komplex und so schwierig.
Ich bin irgendwie, hängen meine Emotionen noch so nach
und die dann auch natürlich dazu neigen,
dann auch sehr schnell anfangen zu weinen.
Aber einfach auch diesen roten Faden für sich noch gar nicht sehen können.
Und dann geht es, wenn das erstmal so ein Stück weit überwunden ist,
entweder alleine oder mit unserer Hilfe,
in die Feststellung der Verantwortlichkeit.
Wo man ja durchaus immer wieder merkt,
diese Entscheidung, dass die Affäre stattfindet,
die trifft natürlich einer verantwortlich alleine.
Genau, und das ist auch wichtig bei uns im Coaching.
Feststellung der Verantwortlichkeit heißt nicht die Suche nach dem Schuldigen,
sondern Verantwortlichkeit beiderseits.
Natürlich vielleicht in unterschiedlichen Anteilen, gar keine Frage.
Aber das ist nie etwas, was einer alleine
im Kompletten Ausmaß im Sinne des Prozesses zu verantworten hat.
Dann geht es in die Phase über,
in der viele beginnen, sich im Kreis zu drehen,
nämlich die Suche nach neuer Verbindung,
weil etwas sie nicht mehr haben.
Das heißt, die sprechen immer wieder über die gleichen Themen,
stellen die gleichen Fragen,
stellen Fragen erneut,
gehen immer tiefer in die Details,
merken, dass das Kopfkino und Leid immer größer wird.
Eigentlich wollen sie wieder Verbindung herstellen,
aber das geht nicht.
Und in diesem Kreislauf geht es dann eben immer tiefer hinein,
in der Hoffnung, irgendwann kommt die Information,
die den Knoten löst.
Die kommt aber nicht,
weil man eben Verletzungen zusammen lösen muss.
Viele berichten ja auch,
und das sind wirklich nicht wenige,
dass sie, nachdem die Affäre rausgekommen ist
und diese Suche nach Verbindung, diese Phase eingeläutet wird,
dass sie die besten Gespräche seit Jahren, Jahrzehnten
mit dem Partner oder der Partnerin wieder führen.
Also die Qualität und die Innigkeit in den Gesprächen
ist immer sehr groß.
Aber genau das, was du sagst,
aber bis zu einem gewissen Punkt.
Und man freut sich,
wir sitzen jetzt wieder stundenlang abends zusammen
und können vor allem über alles sprechen.
Viele kommen ja auch wirklich ins Reflektieren
und sagen auch, das wurde hervorgebracht,
unabhängig von der Affäre, was davor passiert ist,
was alles stört.
Also es wurde mir so richtig alles auf den Tisch gelegt.
Und auch die körperliche Nähe,
kann man sich mal vielleicht nicht vorstellen,
aber die körperliche Nähe kommt dann wirklich wieder.
Und viele genießen das auch und sagen so,
jetzt, wo wir alles besprochen haben,
kann ich jetzt auch wieder körperliche Nähe zulassen.
Aber dann ist immer so ein Tiefpunkt,
dass man merkt, ja, aber trotzdem können wir das ja nicht ausblenden.
Und dann geht es in die letzte Phase über,
die Hinterherstellung des Vertrauens.
Das ist ja auch etwas,
was dann auch so ein bisschen
nicht mehr bei uns im Prozess normalerweise passiert.
Wir wollen gemeinsam Misstrauen neutralisieren,
weil Misstrauen den Weg zu neuem Vertrauen verhindert.
Das Wiederherstellen des Vertrauens
passiert eben durch neue Verhaltensweisen.
Transparente Gespräche,
Mitteilung der Bedürfnisse und Wünsche,
sich gegenseitig da wirklich
in dieser Tiefkündigkeit der Gespräche halten.
Und das wollen wir nun nochmal etwas detaillierter auseinandernehmen
und erklären, wie der Neustart nach einer Affäre
wirklich gelingen kann
und worauf es in diesem Prozess
aus unserer Sicht als Paartherapeuten ankommt.
Dazu wollen wir einige typische Fragen heute beantworten,
die wir gestellt bekommen,
die in den Kommentaren kamen
oder die auch letztendlich,
wenn man nach diesen Keywords bei Google sucht,
dann auch in den Fragen auftauchen,
was die meisten Menschen bewegt.
Wir kommen gleich zu den Herausforderungen,
die entstehen, wenn mindestens einer von beiden Zweifel hat
an dem Neustart der Beziehung.
oder an einem Neustart nach dem
eine Affäre passiert ist.
An dieser Stelle aber nochmal kurz der Hinweis,
solltest du schon mehrere unserer Folgen gehört haben
oder es ist deine erste und du bist
begeistert von den Inhalten und sagst, das hilft dir
enorm weiter in dieser Situation,
die sicherlich für dich eine der
herausforderndsten ist in deiner
Zeit der Ehe, der Beziehung,
dann hinterlass doch gerne
eine Bewertung bei Spotify oder Apple.
Das würde uns sehr freuen.
Auch bei YouTube kannst du uns einfach
abonnieren oder einen Kommentar da lassen,
auf den wir sehr gerne antworten,
sodass wir ein bisschen in Interaktion kommen.
Eine große Herausforderung,
nachdem eine Affäre
hervorgekommen ist, ist ja immer der
Vertrauensbruch. Der bleibt ja einfach
sehr präsent, weil man in dem Moment merkt,
okay, dieser Ausschluss, das, was ich erlebt
habe, ich zweifle wirklich an
der Verbindung. Wie konnte
er oder sie mir das antun
und auf was kann ich überhaupt noch vertrauen?
Was ist noch echt? Und die Gefühle
sind natürlich nicht verarbeitet, die sind noch
so ganz pur, so ganz
offensichtlich und deswegen
passiert es auch, dass die Menschen sich in dieser
Phase so extrem angetriggert fühlen.
Also überall, wo man
hinkommt, hat man das Gefühl, ich werde angetriggert.
Ich habe diese Flashbacks, ich werde schon wieder
mit dem Thema Affäre konfrontiert. Ich mache
mir einen Film an, weil ich abschalten will.
Da ist in
zwei Situationen, vor allem mal so über
fünf Ecken, auch das Thema Affäre. Ich habe
das Gefühl, ich rede mit einer Freundin, die
erzählt mir wieder von einer Bekannten,
da ist das Thema Affäre. Ich sitze beim Friseur,
da höre ich im Hintergrund eine Unterhaltung,
geht es auch um eine Affäre. Und dann ist der Tag,
immer gelaufen oder die nächsten Stunden. Ich komme
in so eine Tiefphase, ich fange an zu
weinen, ich fühle mich so unwohl.
Ich habe das Gefühl, ich stehe vor so einem Berg jetzt
wieder und ich muss das lösen. Viele
sagen ja auch, das ist wie so eine Matheaufgabe, die ich
nicht gelöst bekomme. Und das
macht natürlich auch körperlich
so einen unwahrscheinlichen Druck. Also
viele sagen ja auch, dieses Herzrasen
kenne ich gar nicht. Das habe ich seit diesem
Vertrauensbruch, dieses Gefühl, dass ich nichts
essen kann. Gerade diese
Woche wieder jemand im Coaching gehabt,
wo die Frau gesagt hat, nachdem
das hervorgekommen ist, sechs Kilo abgenommen
innerhalb von vier Wochen. Ich kann nichts mehr essen.
Aber kreislaufmäßig,
außer im Bezugstand natürlich, diese ganze
Belastung ist so groß.
Und man muss ja ehrlich sein, der Alltag
läuft ja weiter. Die Kinder müssen trotzdem
weiter versorgt werden. Man muss vielleicht trotzdem
weiter arbeiten.
Und man hat das Gefühl, es gibt kein anderes Thema mehr
im Kopf. Ich erinnere auch
einige Paare, die haben das schon selbst ganz gut bewältigt
bekommen, die sich dann
bei uns gemeldet haben und gesagt haben,
dieses Fremdgehen, die Affäre selber,
dass da auch körperliche Nähe war,
das konnte ich eigentlich schon ganz gut
abhaken. Aber ich hänge
am Vertrauen. Ich komme nicht
ins Vertrauen zurück. Dieses Verheimlichen,
die Unehrlichkeit,
dieses Gefühl, dass das damals
nicht echt war, als wir
in Urlauben waren und so weiter, hat
er gleichzeitig mit der anderen geschrieben oder sie
gleichzeitig mit irgendwem geschrieben.
Und das sind so Dinge,
wo dann häufig eben die Unterstützung
gebraucht wird. Ja, oder auch das Gefühl
zu haben, das könnte ja immer wieder passieren. Also
viele,
viele Menschen haben ja auch natürlich
Angst und gesagt, das möchte ich nicht nochmal erleben
in meinem Leben. Ich habe gar kein Vertrauen mehr
zu dir. Das könnte jetzt in ein paar Monaten
ja uns ja wieder einholen.
Und sie entwickeln sich zu Personen,
die sie gar nicht sein wollen. Also sie erleben
das erste Mal in ihrem Leben manchmal eine Eifersucht.
Sie sagen, ich war nie ein eifersüchtiger Mensch
und jetzt fange ich an zu kontrollieren. Und jetzt
bin ich genauso wie meine Freundin,
die ich nie sein wollte, die immer
erzählt hat, sie muss noch dreimal ins Handy
von dem Mann gucken, bevor der abends
irgendwie unterwegs ist, um zu schauen, mit wem trifft
er sich wirklich. Und das ist
einfach so eine, es entstehen so
Nebenbelastungen, die auch so groß sind.
Ja, spielen hier
allgemeine Glaubenssätze mit rein.
Wer einmal fremd geht, geht immer fremd.
Ja. Das ist auch eine große Sorge.
Wenn ich das jetzt verzeihe,
signalisiert das so eine Art
Legitimation, dass man sagt, okay, Ehrlichkeit
ist gar nicht so wichtig und treue.
Und man muss das
nicht mehr so ernst nehmen. Ist damit quasi einmal
diese Grenze überschritten
und damit ist man wieder offen,
diese Grenze erneut zu überschreiten.
Dann hat man natürlich im
Umfeld, wenn man sich überhaupt dem
Umfeld anvertraut, häufig ist das
ja etwas, was komplett in der Beziehung
bleibt, aus Schamgefühlen und
so weiter. Wenn man das
mit dem Umfeld in irgendeiner Form teilt,
sich Unterstützung bei Freunden, bei
Freundinnen holt, dann ist daher auch
häufig der Ratschlag
sehr zurückhaltend, eher in Form
von, lass dich nicht verarschen.
Ja. Wenn sowas vorkommt, trenn dich.
Das würde ich nicht mitmachen
und so weiter. Es gibt meistens
so ein richtig, also unter Frauen habe ich schon öfters
im Coaching erlebt, dass es ja
auf Identitätsebene, ich bin jetzt auch die
betrogene Frau, dass dann auch
andere sagen, du bist ja dumm, wenn du das
verzeihst, was ja auch schon ein krasser Satz ist.
Zu jemandem sagen, du bist dann dumm oder wie naiv
bist du eigentlich?
Und was viele Frauen auch berichten,
ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Frauen
kommunikativer oftmals sind im Austausch mit
anderen Menschen als manche Männer,
aber dass Freundinnen am Anfang sagen,
ja, also die und die Sachen fand ich eh,
immer schon ganz beschissen an einem Mann
und dann so aus positiver Absicht
Bestärkung, aber dann
vor allem so eine Welt zusammenbricht und
die Frau denkt so, ich dachte, wir sind
befreundet und ich dachte, du magst meinen Mann und jetzt
erzählst du mir irgendwie zehn Eigenschaften auf,
damit du mir irgendwie die Trennung
vielleicht leichter machst, aber das finde ich auch
voll krass, dass du so über ihn denkst
und jetzt ihn so negativ siehst,
weil wenn wir jetzt wieder zusammenkommen sollten, das kann ja nicht
mehr löschen, was du mir alles gesagt hast.
Vielleicht da nochmal kurz die Erklärung,
warum das
so hinderlich ist, wenn man
so dieses, ich bin eine betrogene Frau,
ich bin ein betrogener Mann reinbringt,
das ist eben etwas, was
das von der Verhaltensebene,
wo es ja passiert ist, auf
meine Identitätsebene bringt
und damit ja häufig meinen
eigenen Selbstwert drastisch
reduziert, also
ich bin nicht wertvoll genug
als Partnerin, als Partner,
sodass man mich nicht betrügt
oder auch manchmal bei, gerade
bei Männern auch in so einen Wettbewerbsgedanken
kommt, was hat der andere Mann
Besseres als
ich, ist der irgendwie finanziell
erfolgreicher, sieht der besser aus,
hat er einen besseren Körper, fährt er ein geileres
Auto, konnte er irgendwas bieten,
was ich ihr nicht bieten kann, also manchmal so
auf dieser Ebene so ein
bisschen Testosteron gesteuertes
Wettbewerbsgefühl,
ich bin schlechter, ich habe quasi
das Game verloren,
aber auch manchmal wiederum
das Thema,
so das
diese Exklusivität jetzt eben raus ist,
ein anderer, auch da häufig eben
wieder bei Männern, ein anderer Mann
hatte das, was ich hatte,
jetzt jetzt so auch,
ich habe das gerade letztens im Coaching gehabt, da kam
so das Gefühl auf,
meine Frau ist auch eine sehr attraktive und
ich kann mir schon vorstellen, dass viele
gerne was mit ihr hätten, jetzt hat
er das gehabt, jetzt ist so, der hat wie so
eine Trophäe jetzt erobern können
und also das war für ihn dann so, hat ihn sehr
in seiner Männlichkeit so angegriffen
und in diesem Gefühl,
das muss halt exklusiv für mich
sein. Das sind ja auch nochmal so Faktoren,
die hinzukommen und wenn
wir dann beginnen, aus der
Verzweiflung heraus zu googeln,
was uns ja schon bei
körperlichen Symptomen und Krankheit
klar ist, dass die Antworten nicht so gut
sind, dann finden wir auch ganz
häufig natürlich, neben
hilfreichen Informationen von
Paartherapeuten, Coaches,
aber eben auch dann
Erfahrungsberichte und
Themen in Foren, in Facebook,
in Facebook-Gruppen und da muss man
ganz klar sagen, wer hält sich dort auf?
Da halten sich Menschen auf,
die im Leid noch drinstecken,
die es nicht verarbeitet haben
und die andere Menschen warnen wollen.
Jemand, der eine Affäre
erfolgreich verarbeitet hat,
der geht nicht in so ein
Forum, wo man sich im
Leid wälzt und andere warnt.
Ja, den anderen Schwerpunkt dann wieder im Leben gefunden hat.
Der ist aus dem Thema wieder raus, für den ist das abgehakt.
Also man wird dort
in den allerseltensten Fällen
förderliche Hinweise
und Bestärkungen finden, zu sagen,
das funktioniert. Du kannst das
wirklich verarbeiten, lösen
und an eine Beziehung 2.0
eintauchen. Oder aber halt auch,
finde ich, wenn man selbst sich zu einer
Trennung entscheidet, dass
man nicht dieses Horrorszenario
von jemand anders übernimmt.
Also dann in diesem Forum zu lesen, okay, wenn
man, danach gibt es nur eine Trennung
und die wird so und so verlaufen, weil
das ist bei mir so gewesen und bei
zehn anderen, mit denen ich auch schon geschrieben habe,
bei mir auch,
also dieser, es wird
so und so sein Weg, finde ich immer ganz
schwierig, weil dann nimmt einen ja auch
dieses Agieren
raus, dass ich selber gestalten
kann, hinzu, dass es jetzt ja eh klar
was passiert. Und ich finde, das ist immer
ein Punkt im Leben, da muss man mal
aufpassen, dass man da nicht reinrutscht, dass man denkt,
das ist jetzt ja schon gelaufen und jetzt
bricht das Unheil über mich ein
und ich muss jetzt irgendwie klarkommen.
Jetzt bin ich halt dran.
Ja, und das sind natürlich häufig auch Themen, wo
dann diese Suche nach
oder Feststellung der Verantwortlichkeit,
wie es genannt wurde in der Studie,
ja, völlig fehlgeschlagen ist.
Also es sind häufig Dinge, wo man
merkt, wie die
Leute schreiben, sie übergeben dem anderen
100 Prozent Verantwortung für alles
und haben wenig
Reflexion über ihren eigenen Beitrag
dazu, dass man sich dafür
innerhalb der Beziehung öffnen konnte.
Das heißt, da wird man keine Lösung
finden.
Und die ganze Situation ist natürlich gekennzeichnet
durch ein starkes Auf und Ab, einfach
zwischenmenschlich, dass
man, wenn so etwas hervorkommt,
dass man versucht, Strategien
anzuwenden,
die mal klappen, mal
nicht klappen. Man versucht sich natürlich im ersten Schritt
erstmal selber zu helfen, dass man
sagt, wir versuchen vielleicht den Konflikt
zu vermeiden, lass uns darüber nicht sprechen,
jeder soll sich in Rückzug gehen.
Entsteht
manchmal auch so eine künstliche Harmonie, die
auch ganz gefährlich ist, wo
man sagt, ja, das können wir so ein paar Wochen
halten, oftmals auch, muss man sagen, der Kinder zulegen,
zu Liebe oder um einfach diesen Alltag durchzustehen.
Lass uns das mal ausklammern.
Manche Menschen haben das ja eh gerne in sich drin,
diese Zeit hat alle Wunden.
Also das Deckeln ist ja eh eine Strategie,
die gerne von Menschen auch im anderen Kontext genommen wird im Leben,
die dann auch froh sind, wenn das Thema nicht mehr hervorgenommen wird
von einer anderen Person.
Und dann gibt es ja auch mal diesen Einwand zu sagen,
diese Harmonie, die wir gerade haben, die wollen wir jetzt auch nicht gefährden.
Deswegen gehen wir nicht ins Coaching oder gehen wir nicht in die Paartherapie,
weil die Angst ist ja, was für Themen kommen denn noch auf?
Welche Fässer werden denn noch aufgemacht?
Aber es muss ja auch jedem klar sein,
dass wenn wir etwas deckeln, dass es nicht weg ist.
Und diese anderen Themen sind ja interessant auch,
weil diese Affäre ist ja nicht aus dem Nichts entstanden,
sondern dafür gibt es ja nun auch Themen.
Das ist ja nur am Ende das Symptom, die Affäre.
Das ist ja nicht die Ursache.
Die sind nicht nur interessant, die sind essentiell wichtig,
dass man dorthin schaut, denn wie du schon sagst,
da befindet sich die Ursache.
Und wenn man wirklich nachhaltig da in Sicherheit kommen möchte,
dann muss man da ran.
Was ich ganz schön finde, ist, dass sich in letzter Zeit auch viele Paare
sehr schnell nach dem Aufliegen der Affäre gemeldet haben.
Denn man ist ausgelöst.
Das haben viele zumindest erzählt, dass sie die beiden Folgen gehört haben.
Ich hatte eine Affäre oder Affäre ist aufgeflogen.
Akuthilfe, was sollte man schnellstmöglich tun oder eher nicht tun?
Und das ist natürlich sehr förderlich für den ganzen Prozess,
weil wir durch den WhatsApp-Support, der bei uns ist,
oder auch die Sprechstunden sehr nah einfach in dieser ersten Phase begleiten können,
wo die meisten Emotionen. wo die Emotionen hochkommen, die Trigger-Gefühle sehr stark sind
und man dann einfach immer sofort jemanden professionell zur Seite hat,
anstelle von, oh, da passiert was mit mir,
ich muss mal auf die Suche gehen, wie ich damit umgehe.
Ist das dann, oh, da passiert was mit mir,
ich schreibe mal in die WhatsApp-Gruppe, ich buche mir eine Sprechstunde,
bekomme ganz schnell Antworten.
Also wenn du das gerade hörst und merkst, das ist genau meine Situation
und ich bräuchte eigentlich da auch wirklich schnell Begleitung,
vernünftige Tipps, Impulse, Hinweise,
aus inzwischen über 1.200 Paaren Erfahrungen, die wir begleitet haben, entstehen,
dann meldet euch sehr gerne fürs telefonische Erstgespräch bei uns
und wir schauen gemeinsam, wie wir euch optimal auf eurem Weg begleiten können.
Lass uns zum Abschluss nochmal drei Fragen beantworten, die sich viele stellen.
Die erste ist, kann eine Beziehung nach einer Affäre wieder funktionieren?
Ich denke, man hat es schon rausgehört, aber wir gehen nochmal kurz darauf ein.
Eine Beziehung kann natürlich nach einer Affäre weiter funktionieren
unter bestimmten Voraussetzungen, muss man sagen.
Nämlich nicht unter der Voraussetzung, dass man etwas deckelt,
sondern dass man sich aktiv damit beschäftigt, zu schauen, wie ist es entstanden?
Also wie sind wir jetzt zu dieser starken Verletzung gekommen?
Welche Verletzungen liegen vor? Wir müssen die aufarbeiten.
Es muss das Misstrauen abgebaut werden, Vertrauen aufgebaut werden.
Man braucht wieder das Gefühl, dass man eine gute Kommunikation hat.
Man muss neue Strategien aufbauen, weil für ganz viele Menschen steht natürlich fest,
dass man nicht einfach nach einer Affäre weitermacht, so wie vorher,
die haben natürlich den Wunsch zu sagen, ich möchte eine harmonische, wertschätzende,
liebevolle Beziehung haben und nicht so, wie es vorher war, wo wir schon unsere Themen hatten.
Und dann ist es natürlich der richtige Schritt, dann daran zu arbeiten und zu investieren,
die Priorität auf die Paarbeziehung zu setzen, um nachhaltig glücklich zu sein.
Und der langfristige Erfolg hängt dann ganz stark davon ab, wie intensiv
und in welchem Rahmen beschäftige ich mich jetzt mit dem Thema.
Gebe ich dem Raum? Sehe ich das als Chance?
Chance haben und gehe nicht in ein schnelles Verzeihen und sage, jetzt ist es wieder gut,
sondern ich nehme mir das jetzt als Aufgabe zu sagen, ich möchte gern wieder, dass es klappt.
Und dann ist der Erfolg auch sehr groß.
Und dann ist ein limitierender Faktor, wie stark da die eigenen Werte verletzt worden sind.
Natürlich ist treue Ehrlichkeit für die meisten Menschen innerhalb der Beziehung ein wichtiger Wert.
Aber für manche ist das so, dass sie den Prozess durchlaufen und für sich feststellen,
ich kann das trotzdem nicht mit mir vereinbaren.
Das ist so ein starker, intensiver Verstoß gegen meine eigenen Werte.
Das geht nicht mehr.
Es ist gut, dass wir alles gelöst und aufgearbeitet haben, aber das reicht nicht aus.
Für viele wiederum geht das, die dann sagen, das ist gut aufgearbeitet, ich kann die Ursachen sehen,
ich habe die Verletzungen gelöst und ich habe auch Vertrauen darin und merke auch schon,
wie wir eine Beziehung 2.0 formen, in der wir eine neue Art Wunschbeziehung miteinander führen können.
Wann sollte man eine Beziehung nach einer Affäre beenden?
Ist natürlich grundsätzlich ganz individuell.
Einen Punkt haben wir gerade schon genannt.
Wenn man merkt, dass die eigenen Werte so stark verletzt worden sind, dass das einfach unverzeihlich für einen ist.
Dann natürlich, wenn die fehlende Bereitschaft da ist, bei einem von beiden oder sogar von beiden,
da bei einer von beiden würde es schon ausreichen, in der Tiefe daran zu arbeiten, in die Vergangenheit zu gehen,
Ursachen zu lösen, Verletzungen nachhaltig aufzuarbeiten.
Genauso wie dort natürlich immer wieder nur von Schuld und Rache gesprochen wird,
wenn das so Gedanken sind, man kommt da gar nicht mehr raus aus diesem Schuld- und Rachegefühl, dann wird es schwierig.
Also bedeutet fehlende Priorisierung auf die Beziehung, Zeit, Fokus, verändert sich nicht, dann wird es schwierig.
Kein Wandel ersichtlich ist.
Stimmungen, Veränderungen nicht von Dauer sind, dann funktioniert es einfach nicht.
Also es muss klar sein, dass auf dem Weg sich einfach so ein Beziehungs-Lifestyle entwickelt hat, der nicht funktioniert.
Und wo wir jetzt durch diesen ganz klaren Vorfall merken, die Beziehung war in der Krise,
auch wenn es uns das vielleicht lange Zeit nicht so ganz bewusst war oder nur einseitig bewusst war,
jetzt ist es klar und wir müssen das Ganze aufarbeiten und eine neue Beziehung formieren.
Wenn das alles nicht funktioniert, dann wird es eben schwierig.
Das heißt, wir müssen eben auch Bereitschaft haben, manchmal Dinge radikal umzuschiften.
Also zu sagen, weg von der 70-Stunden-Woche bei der Arbeit, wir müssen auf ein normales Pensum kommen,
40, 45 Stunden, damit Zeit ist für die Beziehung.
Wenn wir nur noch Dienstreisen machen und immer weg sind, zu gucken, können wir das irgendwie verändern, können wir irgendwas einbauen.
Und das bei anderen Lebensbereichen auch.
Wenn jemand viermal die Woche am Sport macht, dann sagen wir, Mensch,
muss ich Paarzeit und Reflexionszeiten einbauen.
Ich muss die Prioritäten klar shiften, um Freiräume zu schaffen, in die Verarbeitung zu kommen.
Und das ist nicht nur für einen kurzen Augenblick.
Wir haben natürlich in vielleicht zu einer Phase von vier bis sechs Monaten dort ganz starken Fokus auf der Beziehung
und müssen vielleicht deutlich stärker umshiften, als das nachher dauerhaft der Fall sein wird.
Aber es wird eher nicht funktionieren, wenn ich sage, okay, ich gehe jetzt von 70 Stunden die Woche arbeiten,
runter auf 35 und mache das für vier Monate.
Dann ist die Beziehung wieder auf einem neuen Level und alles ist soweit erstmal okay und gehe wieder auf 70 hoch.
Das kann nicht das Ziel sein.
Ich muss mich dann irgendwo einpendeln, dass ich einen guten Kompromiss finde.
Also vielleicht 70 auf 35 und dann geht es auf 45 wieder hoch.
Aber ich muss dann eine andere Art Beziehung formen.
Ansonsten entsteht das Gleiche wie bei einer Diät.
Dieser Jojo-Effekt, das entsteht hier auch.
Dann formen wir wieder die alte Beziehung.
Die gewohnte Beziehung.
Und da wollen wir ja nicht wieder zurück, weil die hat ja in ausreichende Mangelgefühle geführt,
dass man sich für eine Affäre geöffnet hat.
Kommen wir zur letzten Frage, die wir uns stellen wollen.
Ist es ein Fehler, eine Affäre zu verzeihen und zusammen einen Neustart zu wagen?
Also unserer Einschätzung oder meiner Einschätzung nach ist es kein Fehler.
Zumindest nicht per se.
Genau, nicht grundsätzlich, dass man sagt, es ist immer ein Fehler.
Wenn man schon sagt, man würde das verzeihen.
Das ist natürlich auch da wieder sehr individuell.
Wir haben jetzt schon sehr, sehr viele Paare begleitet.
Gerade ja auch bei mir ist es ein Schwerpunkt, ja das Thema Affäre bei Paaren zu begleiten.
Vielleicht mal so als Punkt, wie oft kommt sowas vor?
Was auch vielleicht immer spannend ist, weil man sich ja doch wahrscheinlich sehr besonders fühlt,
wenn das bei einem auftritt, weil man ja meistens eher wenig bis niemanden kennt,
weil darüber so selten offen gesprochen wird.
Wir haben jetzt ca. 1200 Paare begleitet und bei ungefähr 750 davon war Affäre fremd.
Fremd verlieben, auch ein Thema.
Und wir haben auch viele Paare dann begleitet, die danach eine glückliche Beziehung geführt haben.
Also ich habe da sehr viele Paare in Erinnerung, die, ja man kann sich das nicht vorstellen,
mir fällt das auch schwer, das auszusprechen, aber die auch manchmal glücklich waren und gesagt haben,
ich erinnere mich an ein paar, da war der Abschluss so vor einem halben Jahr,
die gesagt haben, es war eine verdammt harte Zeit und das ohne Lebenserfahrung,
die wünsche ich niemanden, aber wir hatten davor über acht Jahre eine Beziehung,
in der wir beide umgekehrt waren.
Und wir fragen uns jetzt im Nachhinein, warum musste das passieren,
weil jetzt haben wir die beste Beziehung überhaupt, wir haben wieder so toll zusammengefunden
und wir haben so viel Lebenszeit miteinander eigentlich verloren und das ist ja zu schön.
Und dann war da so ein bisschen halt Dankbarkeit auch darüber, dass diese harte Verletzung dazwischen war.
Aber man sieht einfach, es ist auch möglich, danach wirklich glücklich miteinander zu sein.
Es hängt einfach davon ab, inwieweit investiert man sich, inwieweit, wie du schon sagtest auch,
wie du jetzt auch alle schon mehrfach erzählt, passt das mit den Werten immer noch.
Aber es ist möglich, sich auf eine zweite Chance einzulassen.
Das muss halt jeder ganz individuell für sich prüfen.
Allgemeine Aussagen sind, finde ich, im Leben immer schwierig.
Was für den einen passt, passt für den anderen nicht und das darf ja auch so sein.
Und man sollte sich davon freimachen, an irgendeinen Vergleich zu gehen.
Denn man braucht Zeit, einem Menschen wieder zu vertrauen.
Wir müssen erst mal Misstrauen abbauen, damit Vertrauen entstehen kann.
Und Vertrauen entsteht nicht durch Sprechen allein, also indem man immer,
Gesprächen, der sagt, ja, ich werde das jetzt anders machen und es ist
Ja, das hört sich mal gut an und das macht auch ein erstes gutestimmiges Gefühl, aber wir müssen den anderen oder die andere auch neu erleben, also in den Handlungen neu erleben. Wir brauchen Lebensmomente, die anders sind und das sind die Momente, wir haben einen statistischen Wert auch für korrigierte Verhaltensweisen in der Psychologie, vier bis sieben Mal müssen wir die andere Person in einer neuen Handlung erleben, bis das Thema langsam von uns geht und wir wieder Vertrauen aufbauen können.
Und wenn man umso sicherer sein möchte, dass das funktionieren kann, dann macht es natürlich Sinn, sich frühzeitig an jemanden zu wenden, der durch Erfahrung und eine fundierte Methodik da wirklich weiterhelfen kann.
Also kommt zu mir oder zu den anderen Coaches in unserem Team und arbeitet diese schlimme Verletzung nachhaltig auf, um der Beziehung, wenn ihr möchtet, nochmal eine Chance geben zu können.
Das ist ein guter Abschluss. Schön, dass ihr dabei wart.
Bis zum nächsten Mal.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Die Entdeckung einer Affäre verursacht einen tiefen Vertrauensbruch und führt zu intensiven emotionalen Reaktionen wie Schock, Weinen und körperlichen Symptomen.
Die Feststellung der Verantwortlichkeit bedeutet nicht, den Schuldigen zu finden, sondern das gemeinsame Verantwortungsbewusstsein beider Partner aufzubauen.
Nach einer Affäre gehen Paare durch Phasen
Ob eine Beziehung nach einer Affäre rettbar ist, hängt entscheidend von der individuellen Werteorientierung und der Bereitschaft, die Verletzungen nachhaltig aufzuarbeiten, ab.
Viele Paare verlassen die Beziehung nicht, auch wenn sie vorher davon ausgegangen waren, dass eine Trennung notwendig sei.
Die Suche nach neuen Verbindungen kann zu intensiven Gesprächen und körperlicher Nähe führen, aber bleibt oft ohne Lösung, weil tiefe Verletzungen nicht verarbeitet werden.
Gemeinsame neue Verhaltensweisen wie Transparenz, gegenseitige Unterstützung und regelmäßige Kommunikation sind entscheidend für das Wiederherstellen des Vertrauens.
Erfolgreiche Beziehungsneustrukturierung erfordert eine langfristige Investition, keine kurzfristigen „Fixe“, um das Risiko von Jojo-Effekten zu vermeiden.
Summary:
Eine Affäre führt zu einem tiefen emotionalen und psychischen Schock, bei dem Vertrauen gebrochen und das Selbstwertgefühl beeinträchtigt wird. Die Reaktionen sind oft so intensiv, dass sie Körperreaktionen, Arbeitsausfall und Rückzug aus dem sozialen Umfeld auslösen. Die Feststellung der Verantwortlichkeit erfolgt nicht durch Schuldzuweisung, sondern durch eine gemeinsame Reflexion der Beziehung und die Anerkennung von Verantwortungsbeteiligungen beider Partner.
Der Prozess nach einer Affäre gliedert sich in Phasen: Schock, Verarbeitung der Verantwortung, Suche nach Verbindung und langsame Wiederherstellung des Vertrauens durch neue, transparente Kommunikation und konkrete Handlungen. Ob die Beziehung wieder funktionieren kann, hängt von den persönlichen Werten, der Verarbeitung von Verletzungen und der Bereitschaft, die Beziehung langfristig zu transformieren, ab. Studien zeigen, dass nur ein Drittel der Paare nach einer Affäre trennen.
Viele Paare bleiben zusammen, auch wenn sie vorher davon ausgegangen waren, dass eine Trennung notwendig sei. Erfolgreiches Wiederherstellen des Vertrauens erfordert jedoch nicht nur Sprache, sondern mehrere erlebte, positive Lebensmomente, bei denen sich die neue Beziehung in der Praxis zeigt. Es ist kein Fehler, eine Affäre zu verzeihen – es hängt vielmehr von der individuellen Wertschätzung und der nachhaltigen Investition in die Beziehung ab.
Ein konsequenter Neustart erfordert daher nicht nur Verzeihung, sondern ein tiefes Verständnis der Ursachen und eine klare, dauerhafte Veränderung der Beziehung.
FAQs
Ja, eine Beziehung kann nach einer Affäre wieder erfolgreich funktionieren, wenn beide Parteien bereit sind, die Ursachen aufzuarbeiten, Misstrauen abzubauen und neue Kommunikationsmuster zu entwickeln. Dazu gehört eine intensive Reflexion der Beziehung und ein echter Wandel in den Lebensprioritäten.
Das Vertrauen ist schwer zu rekonstruieren, weil die Verletzung tiefgreifend ist und Emotionen wie Angst, Eifersucht oder Scham über längere Zeit bestehen bleiben. Es braucht nicht nur Gespräche, sondern konkrete, dauerhafte Verhaltensweisen, um das Misstrauen zu überwinden.
Es ist kein Fehler, eine Affäre zu vergeben – solange beide Parteien klare Werte haben und bereit sind, tiefgehend zu reflektieren. Die Entscheidung hängt von individuellen Werten und der Fähigkeit zur Veränderung ab.
Nach einer Affäre suchen viele Menschen nach neuen Verbindungen, weil sie das Gefühl haben, dass die alte Beziehung nicht mehr ausreicht. Diese Suche ist oft ein Ausdruck von Verlust und der Notwendigkeit, eine neue emotionalere Nähe zu entdecken.
Der Wiederaufbau des Vertrauens dauert in der Regel mehrere Monate und erfordert mindestens vier bis sieben konkrete, positive Handlungen, um langfristig Vertrauen zu schaffen.
Eine der größten Herausforderungen ist die emotionale Belastung, die nach einer Affäre bleibt – wie Flashbacks, körperliche Symptome oder eine ständige Angst vor weiteren Verletzungen.
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