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Nein sagen lernen: 5 Tipps, durch die ihr besser Nein sagen könnt

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Nein sagen lernen: 5 Tipps, durch die ihr besser Nein sagen könnt

Nein sagen ist eine essentielle Fähigkeit in Beziehungen, um Grenzen zu setzen, sich abzugrenzen und eigene Bedürfnisse zu wahren. Im Gespräch wird deutlich, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, Nein zu sagen, aus Angst vor Ablehnung, sozialen Erwartungen oder emotionalen Verletzungen. Dies führt oft zu faulen Kompromissen, bei denen persönliche Werte und Gefühle vernachlässigt werden. Die Folgen sind eine Überlastung, emotionale Verspannungen, Vertrauensprobleme und ein Gefühl der Entfremdung. Um das zu ändern, ist es notwendig, sich selbst zu reflektieren, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und mit dem Partner über Grenzen zu sprechen. Der Prozess beginnt mit der Wiederentdeckung eigener Stärken und lässt sich durch kleine, tägliche Übungen in der Praxis trainieren – etwa bei kleinen Alltagssituationen wie einem Kino-Gespräch. So entwickelt sich ein sicheres und gesundes Verständnis von Nein, das nicht als Konflikt, sondern als Vertrauen und Respekt dient. Ein stimmiger Kompromiss bedeutet nicht, in der Mitte zu sein, sondern eine Lösung, bei der beide Seiten gut und zufrieden sind. Dieser Weg ist nicht sofort erreichbar, sondern erfordert Geduld, Selbstwahrnehmung und gegenseitige Unterstützung in der Beziehung.

Transcription

5366 Words, 31602 Characters

German
Wir haben ja heute in der Folge das Thema Nein sagen gelernt. Was würdest du denn von dir sagen? Kannst du Nein sagen oder fällt dir das eher schwer? Ich kann sehr gut Nein sagen. Genau, das brauchst du ja Herz und Schwert. Das sind die beiden. Also die Herzseite, um seine Gefühle wahrzunehmen, auszusprechen. Die Schwertseite, um Nein zu sagen, sich abzugrenzen, Konsequenzen durchzusetzen, sich mutig fühlen. Und ich würde sagen, ich kann gut Nein sagen, Grenzen setzen. Aber wo würdest du sagen, fällt dir das schwer? In welchem Lebensbereich oder bei welchen Personen? Gibt es da etwas, wo du sagst, es fällt dir schwerer? Das heißt ja nicht, dass du nicht Nein sagen kannst. Oder fällt dir da nichts so ein? Nee, beim Nein sagen nicht. Ich glaube, ich kann mich da gut abgrenzen. Auch in Vertriebsgesprächen kann ich wunderbar Nein sagen. Ja, das ist ja auch nicht schwer. Und die Dings einlaufen lassen. Wenn unser Sohn was möchte, kann ich auch Nein sagen. Und das dann mit der Herzseite. Das kann ich mit der Herzseite wiederum auch begründen. Dass er versteht, dass es nicht darum geht, nur eine Grenze zu setzen. Sondern, dass man es eben macht, weil man für ihn da ist. Und sich um ihn sorgt. Das kann ich gut, glaube ich, an der Stelle. Nee, das würde ich jetzt von mir nicht sagen. Aber das ist natürlich etwas, was wir häufig erleben. Dass es eben ein Problem macht, wenn man nicht Nein sagen kann. Haben wir auch im Umfeld. Und das ist ja vor allen Dingen dann, wenn die Herzlastigkeit da ist. Wenn jemand nicht so das Schwert zur Seite hat. Sondern, wenn er nicht so das Schwert zur Seite hat. Und meistens ja durch emotionale Verletzungen begründet. Sehr herzlastig geworden ist. Also eher weil ich schnell emotional Konsequenzen nicht so durchsetzen kann. Der kann eben auch nicht so leicht Nein sagen. Und das ist natürlich insbesondere für Kinder dann ein gefundenes Fressen. Die das schnell merken, ausnutzen und wissen. Wenn ich den frage, der sagt sowieso Ja. Oder wenn derjenige Nein sagt, dann kann ich das ganz schnell aushebeln. Ein paar Begründungen liefern. Oder dann traurig gucken und schon kommt aus dem Nein ein Ja. Das geht dann ja ganz schnell. Ja, willkommen in dieser neuen Folge von den Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches. Und helfen euch raus aus der Krise. Hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Und das gilt natürlich auch fürs Nein sagen. Das ist ein Thema, was in einigen Beziehungen vorkommt. Dass man eben nicht Nein sagen kann. Deswegen vielleicht faule Kompromisse eingegangen ist. Und in dieser Folge wollen wir euch aufzeigen, welche Probleme das macht. Was die Folgen verfolgen. Was die Folgen für eure Beziehung sind. Und wie ihr das Ganze lösen könnt. Nein zu sagen ist ja so eine grundsätzliche Fertigkeit in menschlichen Beziehungen. Sich abgrenzen zu können oder auch für sich einstehen zu können. So könnte man das ja auch formulieren. Und wir merken das, wie du schon sagst, immer wieder in Coachings, dass das ein Thema ist. Dass jemand Schwierigkeiten hat, Nein zu sagen. Und deswegen will ich das heute nochmal aufnehmen. Weil dieses Nicht-Nein-Sagen-Können doch mehr Auswirkung hat manchmal, als man denkt. Also im ersten Fall wird man sagen, ja gut, dann kann derjenige nicht Nein sagen. Ist ja vielleicht auch ein bisschen sympathisch. Sehr empathischer Mensch, der einfach auch sehr um das Wohl von anderen bedacht ist. Aber das kann halt auch wirklich ungute Gefühle bei der anderen Person auslösen. Wenn derjenige sagt, ja, aber du hast ja nichts gesagt. Oder du hast ja nicht Nein gesagt dazu. Hast ihm ja sogar zugestimmt. Und jetzt kriege ich das als Vorwurf später oder jetzt sagst du, es hat eine Verletzung gemacht. Schwierig. Genau, das haben wir ja häufig bei Kompromissen. Ja. Dass jemand da nicht seine Meinung klar gesagt hat, nicht Nein gesagt hat, nicht ausgedrückt hat, dass die Lösung unstimmig ist. Und später merkt man, dass einem das auf die Füße fällt, dass das zurückkehrt. Aber es kann natürlich auch ein ungutes Gefühl machen, wenn ich selber nicht Nein sagen kann. Aber meine Partnerin sagt mir ständig Nein. Ja. Die kann das sagen. Die grenzt sich ab und ich selber kann das nicht. Da habe ich vielleicht ja auch innerlich so das Gefühl, naja, also ich gehe über meine Grenzen. Und eigentlich, wenn ich Nein möchte, mache ich es manchmal trotzdem und mache es dir zuliebe irgendwie mit oder traue mich nicht, Nein zu sagen. Aber du sagst das einfach und machst nicht das, was ich möchte. Und dann geht es eben in Richtung Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Wertschätzung, Anerkennung, Respekt ist vielleicht im Gefühl verletzt, weil man sich dann nicht gesehen, nicht gewertschätzt fühlt, weil. Warum sagst du ja Nein? Du gehst ja gar nicht auf mich ein. Also es kann dann wie so ein Boomerang nachher zurückkehren. Ich finde, das Nein sagen ist ja auch so ein bisschen situativ. Also das kann ja sein, dass ein Mensch das zum Beispiel bei der Arbeit sehr gut kann, aber halt zu Hause eher schlechter. Oder bei bestimmten Personen da durch Übung vielleicht auch, dass der ganz gut klappt, Nein zu sagen. Aber bei anderen Personen wiederum, dass gar nicht klappt. Und das macht ja auch dann Konflikte. Also häufig im Coaching so ein Thema halt zwischen Eltern. Wenn der eine nicht Nein sagen kann und der andere Nein sagt, dann hast du halt jemand im Auge von einem kleinen Kind jetzt gesehen, der sozusagen gut ist, der ja immer zustimmt und der andere meckert und sagt Nein, das geht nicht, das machen wir nicht. Und das führt dann meistens zu Konflikten bei der anderen Person, weil der eine sagt, ich habe gerade Nein gesagt. Jetzt sagst du Ja, weil du nicht Nein sagen kannst, ist schwierig. Ja, wie ist das mit dir oder mit euch? Könnt ihr gut Nein sagen? Oder ist das schwierig für euch? Schreibt es gerne mal in die Kommentare. Ansonsten, wenn ihr den Podcast hört, dann lasst doch gerne eine Bewertung da. Gerade bei Apple und Spotify kann man wunderbar mit dem Smartphone ein paar Sterne hinterlassen. Das freut uns sehr und ist für uns eben ein Signal, dass euch die Podcast-Folge weiterhilft. Kommen wir einmal zu fünf typischen Ursachen dafür, dass jemand nicht Nein sagen kann. Das am meisten Relevante ist aus meiner Sicht die Angst vor Ablehnung. Ja. Wenn ich Nein sage. Wenn ich Nein sage, dann kann das bedeuten, dass ich dich eben vor den Kopf stoße, dass ich dir etwas verwehre, was du gerne möchtest und du deswegen mich ablehnst und wir in einem Konflikt miteinander sind. Und das möchten viele vermeiden, diese Form der Ablehnung. Und deswegen sagen sie eben nicht Nein. Nein sagen heißt ja auch manchmal die sozialen Erwartungen. Das wäre so der zweite Punkt von anderen oder von der Gesellschaft zu enttäuschen. Also wenn ich Nein sage, habe ich halt eine Meinung, weil ich positioniere mich klar. Mit meiner Meinung sage ich, nee, das möchte ich nicht. Und man sagt ja auch, Nein ist ein ganzer Satz. Also wenn ich Nein sage, ist das ein klares Zeichen. Und das ist manchmal schwer auszuhalten. Wenn die Erwartungen an mich, an die Person so groß sind, dass ich denke, nee, das macht man ja aber, aber die anderen machen das auch. Und dann fällt es den Menschen schwer zu sagen, ja, aber ich folge jetzt meinem Gefühl. Für mich fühlt sich das nicht stimmig an und ich sage jetzt Nein. Hängt ja insgesamt mit diesem inneren Kompass zusammen. Ja. Und dem eigenen Stand. Und dem eigenen kann ich mich auch mal anders als die Masse bewegen. Ja. Habe ich so für mich innerlich die Freiheit zu sagen, naja, alle kaufen Haus, ich nicht. Genau. Oder alle bekommen ein zweites Kind, wir nicht. Also kann ich mich da rausbewegen und kann in mich hineinhorchen und für mich wirklich prüften, unabhängig von den sozialen Erwartungen, was ist für mich wirklich stimmig und nicht, was erwartet mein Umfeld. Man kennt das ja, wenn man in den Dreißigern ist, dann geht das los. Dann fragen alle, wann heiratet ihr denn? Wann bekommt ihr denn Geburtstag? Wenn man sein erstes Kind bekommen hat, dann spätestens, wenn das Kind zwei ist, dann geht die Fragerei wieder los. Denn dann fragen alle, wann kommt denn das zweite Kind? Wann geht es denn weiter? Und dem muss man natürlich standhalten können innerlich und sagen, naja, das ist bei uns eben anders. Wir haben uns erstmal anders entschieden oder dass man auch eben sagt, ich weiß es gar nicht. Und man ist dann eben außerhalb der Normen, der sozialen Erwartungen und das muss man eben für sich aushalten können. Das dritte Gefühl ist das Gefühl. Der Verpflichtung, also dass man sich verpflichtet fühlt, nicht Nein sagen zu dürfen. Also man muss zustimmen. Das ist jetzt ein bisschen so ähnlich wie davor, wenn ganz viele Ja sagen, kann ich dann aus der Reihe treten und sagen, ich möchte das nicht oder fühle ich mich verpflichtet dazu. Ja, darf ich auch mal Nein sagen? Darf ich Nein sagen, wenn ein Freund fragt, ob ich mithelfe beim Umzug? Genau, oder darf ich bei der Kita Nein sagen, wenn ich gefragt werde, ob ich nicht doch zwei weitere Termine, für irgendeinen Dienst übernehmen kann oder kommt in mir drin gleich das Gefühl, oh Gott, da sind wir im Punkt 1, dann kriege ich ja Ablehnung, dann gehöre ich nicht mehr mit dazu. Und das ist natürlich insbesondere dann relevant, wenn mein Selbstwertgefühl auch nicht so groß ist. Wenn ich da mit mir selbst nicht ganz im Reinen bin, dann habe ich natürlich auch das schwer, meine Meinung zu vertreten. Ich brauche natürlich ein stärkeres, stabiles Selbstwertgefühl. Ich brauche eine eigene Haltung und Meinung, um mich auch mit einem Nein klar zu positionieren. Denn sollte es dazu kommen. Wenn es dazu kommt, dass daraus eben eine Diskussion, ein Konflikt entsteht, dass da eben Unklarheiten sind, dann ist es eben auch gut, wenn ich das begründen kann oder wenn ich einfach für mich einstehen kann und sagen kann, das ist völlig in Ordnung, dass du eine andere Meinung hast. Ich hatte das mal in einem Business-Meeting, da sind wir am Ende quasi damit auseinandergegangen, dass wir sagten, okay, dann sind wir uns für heute abschließend einig darüber, dass wir uns nicht einig sind. Ist ja auch in Ordnung. Wir haben jetzt quasi, das Zwischenergebnis ist, dass wir diese Themen mal hervorgebracht haben, die uns gerade beschäftigen und dass wir jetzt erstmal die Erkenntnis haben, wir sind uns darüber nicht einig. Das ist ja auch schon mal ein Weg, dann haben wir jetzt schon mal was erreicht. Das war nicht das gewünschte Ziel. Wäre natürlich schöner, wenn man rausgegangen wäre mit einer Einigung, aber hat man erstmal so dieses Zwischenergebnis, wir sind uns halt nicht einig. Und das halten wir jetzt erstmal aus und gehen mal in uns und gucken mal, ob wir Wege finden, wie wir dann aus dieser Uneinigkeit einen Kompromiss finden können. Das braucht ja auch manchmal seine Zeit, wenn man einen Kompromiss finden möchte, Geht das nicht immer ad hoc? Manchmal muss man nochmal in sich gehen, braucht neue Impulse, neue Gedanken, braucht ein bisschen Ruhe, vielleicht steckt noch ein Gefühl mit drin, was einem den Kompromiss verhindert und dann geht man da erstmal auseinander. Der Punkt, den du gerade sagtest, es auch aushalten zu können, das ist glaube ich ganz wichtig, diese Konfliktvermeidung. Also wenn ich nicht Nein sagen kann, ist es häufig auch so, dass ich einfach auch sage, ich möchte gar nicht in diesen Konflikt gehen, ich möchte gar nicht andere Meinungen aushalten, sondern ich möchte diese Harmonie. Ich möchte einfach die Harmonie spüren und ja, nicht das Gefühl haben, es steht zwischen uns was und deswegen sage ich nicht Nein. Es sind auch viele, die auch dir zu uns kommen, die dann diese starke Harmoniebedürftigkeit haben und deswegen eben Situationen in Beziehungen als belastend empfinden und nicht für sich einstehen können, die dann im einzelnen Coaching diese Prägung, dieses Thema für sich erstmal lösen, die Ursachen lösen, damit sie eben lernen, in einem gesunden Maß eben auch stimmig und unstimmig zu achten und wenn etwas unstimmig ist, eben ihr Nein dann auch zu vertreten und gemeinsam dafür zu sorgen, dass es stimmig wird. Weil gerade bei Kompromissen heißt das Nein ja nicht, man macht das auf keinen Fall, sondern heißt ja nur Nein, nicht so wie es gerade sich skizziert, nicht so wie es gerade da liegt, aber wir können es ja verändern, wir können ja kreativ schauen, dass wir vielleicht an der einen oder anderen Stelle was verändern, sodass es für beide stimmig wird. Also das Nein heißt ja eigentlich nur, lass mal schauen, wie wir es stimmig machen können. Was sind die Probleme, wenn man nicht Nein sagen kann, die dann auftreten? Es werden persönliche Unannehmlichkeiten in Kauf genommen. Das heißt, ich muss über mein Gefühl hinweggehen. Eigentlich ist es unstimmig, eigentlich signalisiert mir mein Gefühl, nee, das willst du nicht, aber dem anderen zuliebe, weil ich nicht Nein sagen mag, weil ich den nicht verletzen möchte, nicht vor den Kopf stoßen will, sage ich Ja und gehe über meine eigenen Gefühle oder sogar Grenzen hinaus und fühle mich eigentlich selber schlecht damit. Ich vernachlässige ja meine Bedürfnisse und Werte. Also mein Blickwinkel ist ja sehr weit von mir, von meinen Bedürfnissen weggerückt. Ich orientiere mich eigentlich nur auf die andere Person und an der anderen Person und das ist natürlich dann irgendwann schwierig. Es entsteht ein Ungleichgewicht auch, insbesondere, weil der andere das ja nicht einschätzen kann. Man sagt dann Ja, fühlt aber eigentlich Nein und der andere glaubt, dass das okay ist. Und geht natürlich auch davon aus, dass es beim nächsten Mal okay ist und kann dadurch ja sein Verhalten auch gar nicht verändern, anpassen, sodass es beiden gut geht. Ja, weil wenn ich was vorschlage und du sagst Ja, machen wir, aber eigentlich willst du es gar nicht, dann gehe ich davon aus, dass du ja hast ja zugestimmt, dass du es magst und schlagst natürlich wieder vor oder frag beim nächsten Mal gar nichts, sondern sag machen wir. Also wenn wir mit Freunden grillen und eigentlich magst du die gar nicht, das sind eher so meine Freunde und die sind dir sehr unsympathisch und du sagst Ja, ich komme mit, ist schon okay, dann sag ich beim nächsten Mal Ja, klar, wir können grillen. Wir kommen und frag dich gar nicht mehr, weil ich davon ausgehe, dass du die ja magst und deswegen mitkommst. Also müsstest du mir sagen Nein, ich möchte zu den Freunden nicht gerne hingehen. Mir sind die sehr, sehr unsympathisch und unangenehm. Ich möchte du kannst gerne allein mit den Zeit verbringen, aber meine Freunde werden das nicht. Ja, es hat ja auch ein bisschen was mit Vertrauen zu tun. Also man vertraut ja auch auf das Ja des anderen und man hat vielleicht dann ja auch den Impuls, dass man denkt Okay, wenn andere seine Grenzen aus verschiedenen Gründen vielleicht auch nicht setzen kann, kann ich aber auch nicht darauf vertrauen. Also ich weiß ja nicht, kann ich dem Gegenüber auf das Wort Vertrauen und mich auch irgendwie erfallen lassen, wenn ich immer denke sagt derjenige das nur mir zuliebe und dieses unterschwellige Misstrauen, was ich da manchmal aufbauen kann, das ist natürlich echt schwierig dann, weil Vertrauen ist ja die Grundlage im Fundament von einer Beziehung als Anteil und ich finde Ja und Nein ist ja etwas, was auch so grundlegend auf die eigenen Werte sich bezieht. Und wenn ich dann sag so Ja, ich möchte das, dann fragt man ja auch vielleicht nicht nach, wenn man denkt Okay, dann ist da ein klares Wort auch gesagt Ja, ich möchte das. Dann vertraut man drauf und ist nachher umso enttäuschter, wenn man dann mitbekommt und das bekommt man ja irgendwann denn mit. Das ist ja häufig so, dass es dann irgendwann hervorkommt im Streit, dass der andere sagt Ja, ich will das alles auch nicht und der andere sagt so Okay, krass, das hast du nie gesagt und jetzt kriege ich das voll ab und dann stellt man alles so in Frage und ist enttäuscht und das Vertrauen ist dann erstmal auf jeden Fall begrenzt nur noch da. Es kann im Streit passieren, das kann aber auch sich länger hinziehen. Ja, dass das erst in der Krise bewusst wird oder wirklich in der Krise bewusst wird. Also ich denke an ein paar, da war das so, die waren in der Krise da, sie sagt jetzt nicht mehr so die Gefühle und man guckt dann zurück auf die Beziehungszeitlinie und sieht, dass sie nicht Nein sagen konnte und einfach unglaublich viele Kompromisse auch bei wichtigen Themen eingegangen sind, also faule Kompromisse, die für sie nicht stimmig waren, was sie aber erst jetzt so richtig reflektiert hat. Und dann fragt man sich doch, wie wäre mein Leben verlaufen, hätte ich auch klar Nein sagen können? Für beide. Genau, für beide, aber auch für die einzelne Person, weil dann ist man ja so viel, wie du sagst, faule Kompromisse eingegangen, dass man sagt, okay, da hätte ich mich vielleicht doch nicht für das Haus entschieden, hätte ich ein ungutes Gefühl gehabt, was ich so groß zu wohnen, ich hätte eher ein kleineres Haus genommen und so weiter. Und das ist natürlich auch etwas, wo man auch für sich selbst enttäuscht sein darf und traurig sein darf. Man sagt, mein Leben wäre eigentlich anders. Ja, wenn man das noch nicht so weiß und in dieser Phase so drin steckt, dann macht es natürlich auch so eine Unzufriedenheit, die man vielleicht gar nicht so begründen kann, die man zwar so spürt und hat auch so innere Konflikte oder hat auch häufiger Konflikte vielleicht mit dem Partner, aber kann gar nicht so genau zuordnen, woher kommt denn das? Weil diese Klarheit darüber fehlt, dass es eben diese unstimmigen, faulen Kompromisse gegeben hat. Das heißt, da ist natürlich auch ein wichtiger Schritt, werden wir gleich beim Lösen mit reinnehmen natürlich, dass man erst mal sich selbst reflektiert und sich darüber klar wird, dass man sich selbst reflektiert und sich darüber klar wird, sind denn Kompromisse, die ich eingehe, stimmig oder unstimmig? Wir können ja erst mal auf die Folgen schauen. Da sind wir eben schon so ein bisschen reingerutscht, was so die Folgen sind, wenn man ja nicht Nein sagen kann. Ja, was wir häufig erleben in Coachings ist eine Überbelastung. Wenn man häufig Ja sagt, dann lastet man sich ja auch viel auf. Dann sagt man, ja, ich helfe dir Samstagmorgen beim Umzug und ich bringe auch noch Brötchen mit und am Nachmittag mache ich noch das und am Abend habe ich noch dazu gesagt. Das heißt, man geht eben über seine Grenzen hinaus und overpastet und ist vielleicht auf zu vielen Dingen unterwegs und versucht es allen recht zu machen. Das ist ja das, was damit dann einhergeht, dass man allen gerecht werden möchte und das funktioniert eben nicht. Häufig natürlich auch, weil die Menschen natürlich auch andere Menschen anziehen, die häufig Unterstützung brauchen und jemanden brauchen, der Ja sagt, also der immer parat steht, der immer sagt, hey, mir geht es schlecht, kommst du vorbei? Ja, klar. Bringst du noch eine Pizza mit? Na, klar. Hey, ich habe gerade das. Kommst du vorbei und hilfst mir? Natürlich, ich helfe ja immer. Und das ist eben auch etwas, was dann eine negative Konsequenz ist, wenn man dieses Thema löst. Also du bist ein Helfer-Syndrom, ne? Und derjenige Nein sagt, dann ändert sich auch ein bisschen das Umfeld, weil auf einmal manche sagen, wie, du kommst nicht mehr vorbei. Wie, du musst dich ausruhen und mal dich um dich kümmern. Ja. Das hast du doch noch nie gemacht. Du bist ja gar nicht mehr für mich da. Ja. Und das ist dann häufig was, wo sich der echte Freundeskreis nochmal so ein bisschen aussiebt. Genau. Die Auswirkungen sind ganz klar, ne? Man ist dann Dauerstress, wie du sagst. Das merkt man auf der einen Seite mental, aber auch nachher körperlich, dass man einfach das Gefühl hat, so, ja, es baut sich in einem drinnen körperliche Symptome auf. Viele beschreiben das auch als Druckgefühl, als Last auf den Schultern, als Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verspanntheit, dass einfach so Symptome auftreten, die immer stärker werden, ne? Manche sind auch sehr, sehr häufig erkältet, weil der Körper sozusagen dann die Auszeit, ja, hervorgibt, ne? Also, die werden ja gezwungen, dann zu Hause zu bleiben und sich vielleicht nicht so viel um andere zu kümmern, sondern sich dann mal um sich zu kümmern. Und das merkt man ja als Folge, ne? Das sammelt sich über die Jahre an. Und durch diese fehlenden Grenzen, die man in der Beziehung nicht setzt, ist es ja auch so ein Kreislauf, der entsteht. Also, diese Beziehungsprobleme, die sich dadurch ergeben, als Folge, ist so wie so ein, ja, wie so eine Konfliktspirale, die wiederum ja mit anderen Dingen dann zusammenhängt, wie zum Beispiel der körperlichen Verfassung von einem selbst, der mentalen Verfassung. Also, man hat so ganz viele Probleme auf verschiedenen Ebenen. Ja, und was wir dann haben, ist, dass so eine Entfremdung ja auch eintritt. Wie du schon sagst, man lernt eben nicht mehr, sich mit seinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen auseinanderzusetzen, sondern eben nur noch anderen gerecht zu werden. Unser Unterbewusstsein hört auf, das zu reflektieren, die nötigen Impulse zu senden. Das heißt, wenn man das nachher verändern möchte, ist ein erster Schritt, sich überhaupt mal wieder mit seinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen auseinanderzusetzen, mal wieder diese Impulse zuzulassen, zu spüren. Da muss man sich dann wieder richtig hinarbeiten, wenn man sich selbst da so ein Stück weit aufgegeben, aufgeopfert hat und für andere nur da ist. Ja, wenn das in eurer Beziehung eine Rolle spielt oder dich persönlich betrifft und du sagst, Mensch, da würde ich ganz gerne mal im Einzelcoaching für mich schauen, warum ich immer überall Ja sage und so harmoniebedürftig bin und nicht für mich einstehen und auch mal Nein sagen kann, wenn ich eigentlich Nein meine, dann melde dich sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Dann schauen wir gemeinsam mal, wie wir dich unterstützen können. Im Einzelcoaching machen wir meistens drei Sessions, zwei Stunden. Dann haben wir die meisten Themen relativ gut gelöst und sind am Ziel angekommen. Und du kannst eben für dich Nein sagen und für dich einstehen. Und da muss man natürlich gerade schauen. Wenn du in einer Beziehung bist, dann ist es auch sehr sinnvoll, dann den Partner, die Partnerin ins Paarcoaching mit dazu zu holen, denn es verändert sich was dadurch, dass du auf einmal Nein sagen kannst, was etwas mit eurer Beziehung macht. Und da sollten wir euch dann darauf vorbereiten. Kommen wir einmal zu fünf Tipps, um besser Nein sagen zu können. Ja, wir haben am Anfang die Ursachen aufgezählt. Und das ist natürlich relevant, erstmal zu schauen, was ist die Ursache für mich. Die erstmal zu finden. Das machen wir in unserer Methodik, der System Empowering Methodik, dadurch, dass wir an den Punkt zurückgehen, wann war es mal gut. Das heißt, wir stellen uns zuerst die Frage, konnte ich irgendwann in meinem Leben mal gut Nein sagen? Wie war es in der Kindheit, in der Jugend, als junger Erwachsener, in meiner ersten Beziehung? Konnte ich irgendwo Nein sagen? Das kann sein, dass man sagt, ich konnte noch nie Nein sagen. Oder es kann sein, dass man sagt, ja, ich konnte das bis zu einem gewissen Zeitpunkt gut. Dann hat sich was verändert. Da ging das nicht mehr so gut. Das heißt, so findet man dann zur Ursache hin. Und dann kann man die Ursache eben entsprechend lösen, indem man diese emotionale Verletzung löst. Wenn ihr an der Stelle wissen wollt, wie das genau funktioniert, dann könnt ihr euch für den kostenlosen Videokurs, bei uns anmelden. Da findet ihr jeden Blogbeitrag oder bei uns auf der Seite. Das ist der 5x5 oder zukünftig 6x6 Kurs, weil ein Video hier zukommt. Und dann könnt ihr euch dafür anmelden. Und da ist eine Folge drin, die nennt sich Richtig Entschuldigen. Und damit kann man auch lernen, wie man eben solche Themen und Prägungen löst. Ansonsten meldet euch fürs Kennenlernen bei uns. Das ist wirklich komplex. Also wenn es jetzt so eine Prägung ist, die man da in sich trägt, die schon länger währt. Das ist tatsächlich nichts, was man jetzt durch Tipps und Tricks einfach mal kurz beiseite schieben kann. Wo man sagt, hey, ich kann dir drei Tipps geben und dann bist du nicht mehr harmoniebedürftig. Das ist eben eine tiefer liegende Prägung. Das funktioniert so einfach leider nicht. Also wenn ich das tun würde, würde es wahrscheinlich den meisten von euch trotzdem nicht helfen. Du sagtest vorhin einen Punkt, der auch ganz wichtig ist. Die eigenen Bedürfnisse reflektieren. Und hast eben ja so ein bisschen vorgegriffen. Also ein weiterer Tipp ist, die eigenen Bedürfnisse reflektieren. Und dann natürlich gegebenenfalls auch mit dem Partner in die Kommunikation gehen, in ein Gespräch gehen und das mal abzugleichen. Aber wichtig ist, ich muss da selber. Ich muss selber wissen, wo ich Ja und wo ich Nein sage, damit ich überhaupt auch Ja und Nein sagen kann. Weil das wird häufig auch von dem anderen Gebrauch dann im Verlauf, gerade wenn man so eine Übungsphase geht und sagt, ich möchte jetzt mal Nein sagen können, dass der andere dann auch wieder das Vertrauen aufbauen kann, sagen kann, okay, ich lasse mich darauf ein. Aber ich möchte jetzt auch, dass du wirklich weißt, was du möchtest. Und dafür brauche ich erst mal die eigene Reflexion. Ja, man könnte sagen, man muss so den Zugang zum eigenen Kompass wiederfinden, der einem stimmig und unstimmig, aufzeigt, sodass man auch dann letztendlich stimmige und unstimmige Kompromisse so für sich findet und reflektieren kann. Auch das gibt es in dem neuen Kurs, in dem 6x6-Kurs haben wir auch, das ist das neue Video, stimmige Kompromisse finden. Denn wir haben gemerkt, dass einfach super viele Menschen in unstimmige, faule Kompromisse eingehen und auch gar nicht genau wissen, was ein stimmiger Kompromiss ist. Wir haben eigentlich alle ein falsches Bild davon, was Kompromiss bedeutet, nämlich, dass man sich irgendwie in der Mitte trifft. Heißt es ja auch so ganz grob, aber die Mitte kann auch unstimmig sein. Und da hat man sich in der Mitte getroffen und ist für beide schlecht, also ganz häufig schließen Menschen also Kompromisse, wobei es allen schlecht geht, ein Stück weit, und nicht ein Kompromiss, wobei es allen gut geht. Das geht aber, wenn man den Weg kennt. Und das ist eben wichtig. Was vielen auch hilft, ist, einen Gesprächsrahmen zu entwickeln, in dem man Nein sagen kann. Also, wenn mir das am Anfang schwerfällt und ich sage, okay, Nein sagen macht bei mir vielleicht erstmal so ein Gefühl von, oh, unangenehm, ich gehe jetzt in Konfrontation, dass so ein gewisser Gesprächsrahmen da einen Halt bieten kann. Das kann halt sowas sein, dass man sich auf Gespräche mehr vorbereitet, also, dass man ganz bewusst sagt, ja, möchte ich jetzt in so ein Tür- und Angelgespräch führen, wo ich selber mich gar nicht mit meinen Gefühlen so connecten kann. Ich weiß nicht, was willst du von mir, was sind deine Fragen, sondern mich selber erstmal so ein bisschen auch vorbereiten kann, um dann in einen geschützten Rahmen sozusagen auch für mich einstehen zu können. Dafür braucht es natürlich auch ein bisschen das Commitment untereinander in der Partnerschaft, dass sich da was verändert. Dass beide wissen, hey, da passiert jetzt was. Ich brauche da auch ein bisschen Unterstützung, denn das könnte durchaus für den anderen eben neu werden, dass man auf einmal für sich einsteht. Und vielleicht so als letzten Punkt, den man nennen könnte, ist das Thema Aufschreiben und ins Training gehen. Also, in die Selbstreflexion gehen, vielleicht mal so zwei Fragen in ein Notizbuch notieren, die man sich jeden Tag stellt und dazu immer nur so ein paar Stichpunkte aufschreibt. Aber dass man jeden Tag sich ein paar Stichpunkte aufschreibt, sich einmal selbst darum kümmert, wo habe ich eigentlich Ja gesagt, wo ich eigentlich lieber hätte Nein sagen wollen, wo bin ich über eine Grenze hinausgegangen, was war also nicht so gut. Da nochmal seine Bedürfnisse reflektieren, aber natürlich auch positiv gerichtet, wo hat das geklappt. Um da mal so ein Gefühl für zu bekommen, aber sich auch immer mehr wieder mit seinen eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen auseinanderzusetzen. Und dann im nächsten Schritt das Trainieren. Also, ich weiß ja vielleicht, was so typische Situationen sind, in denen ich sage, Ja sage, aber eigentlich Nein sagen möchte. Und gerade in so kleineren, trivialen Situationen, wo es jetzt nicht um was Großes geht, da schon mal wirklich für sich einzustehen und zu sagen, nee, das kann ich jetzt heute leider nicht, ich muss mich ausruhen. Wo man, so ein einfaches Beispiel vielleicht, Freund schreibt mir WhatsApp, möchtest du heute ins Kino gehen? Ich spüre in mich und merke, nee, ich habe heute da nicht den Drive zu, eigentlich mag ich nicht und überlege, sonst hätte ich immer Ja gesagt dem Freund zuliebe, weil ich will den ja nicht vor den Kopf stoßen. Und naja, Kino. Und dann fange ich an, mir das im Kopf so schön zu reden. Naja, da kann ich ja auch chillen, entspannen, setze mich in den Sessel und ich mache das. Und dann ist es ja ja, nee, sondern zu sagen, ich trainiere das mal für mich und schreibe dem dann, nein, vielen Dank, dass du gefragt hast. Heute bin ich nicht so in der Stimmung, hat nichts mit dir zu tun, aber hättest du vielleicht morgen Lust? Also auch gleich dann vielleicht so eine Alternative vorzuschlagen. Und dann hat man das ja für sich geregelt. Man hat gesagt, nein, liegt nicht an dir. Wann hast du Lust? Oder ich hätte morgen Zeit. Und dann hat man das für sich so trainiert. Und das erstmal so in Kleinigkeiten, wo die Welt nicht untergeht, damit man dann bei den größeren Themen in diesem Gefühl drinsteckt. Weil wenn man gleich versucht, bei einem riesigen Thema, was einen mega Impact aufs Leben hat, Nein sagen zu können, das ist natürlich mega schwer. Das heißt, der Weg dahin, auch bei Kompromissen, ist immer erstmal für Kleinigkeiten Lösungen finden und dann fällt es einem bei den großen, wichtigen Themen nicht mehr so schwer. Und vielleicht ja auch zu notieren, was sind die negativen Konsequenzen die eingetreten sind. Und die sind häufig ja deutlich geringer, als ich im Vorwege denke. Ja genau, wenn ich Nein sage. Also die Ängste, die dahinter stehen, ist ja häufig, oh nein, dann werde ich nie wieder gefragt. Oder der denkt jetzt schlecht von mir. Oder und so weiter und so weiter. Aber dass man auch mal sich das aufschreibt und dann abzugleichen, was ist davon wirklich eingetreten. Weil das kann ja gerade motivierend sein, das weiter zu verfolgen. Und man kann es umdrehen. Man könnte auch für sich selber die negativen Konsequenzen aufschreiben, die eingetreten sind, weil man Ja gesagt hat. Weil man etwas mitgemacht hat. Also was hat das für mich im Gefühl gemacht? Oder wie ging es mir damit, dass ich jetzt gesagt habe, ja, ich gehe ins Kino, obwohl ich eigentlich wollte. Mir hat der Film nicht so viel Spaß gemacht. Ich habe es nicht so genießen können. Ich war die ganze Zeit müde. Bin einmal eingeschlafen halbwegs. Und irgendwie habe ich es nicht so richtig genossen. Also was sind die negativen Konsequenzen für mich, die spürbar sind, dadurch, dass ich nicht meine Grenze eingehalten habe. Ja, wir hoffen auch, euch hat diese Folge gefallen. Und ihr konntet einiges daraus mitnehmen. Meldet euch gerne, wenn das Thema Neinsagen für euch eine Rolle spielt und eure Beziehung belastet oder einfach dich ganz persönlich belastet und du das Thema für dich verändern möchtest. Ansonsten freuen wir uns natürlich sehr, wenn du in der nächsten Folge dabei bist. Bis dann. Ciao. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Nein sagen ist eine grundlegende Fertigkeit, um sich abzugrenzen und eigene Grenzen zu setzen.
  2. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, Nein zu sagen, aus Angst vor Ablehnung oder sozialen Erwartungen.
  3. Das Fehlen von Nein kann zu faulen Kompromissen führen, die persönliche Bedürfnisse vernachlässigen und Vertrauen schädigen.
  4. Emotionale Verletzungen und ein schwaches Selbstwertgefühl behindern oft die Fähigkeit, klar und selbstbestimmt zu sagen, dass man nein sagt.
  5. Die Entwicklung von Nein-Sagen erfordert Selbstreflexion, eine klare Wertschätzung eigener Bedürfnisse und wiederhergestellte emotionale Sicherheit.
  6. Es ist wichtig, eine sichere Gesprächsumgebung zu schaffen, um Nein zu sagen, ohne Angst vor Konflikten zu haben.
  7. Kleine, tägliche Übungen tragen dazu bei, das Nein-Sagen zu trainieren und das Vertrauen in sich selbst zu stärken.
  8. Kompromisse sollten stimmig sein und nicht auf der Mitte basieren, sondern beide Seiten in einem gegenseitig akzeptablen Rahmen berücksichtigen.

Summary:

Nein sagen ist eine essentielle Fähigkeit in Beziehungen, um Grenzen zu setzen, sich abzugrenzen und eigene Bedürfnisse zu wahren. Im Gespräch wird deutlich, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, Nein zu sagen, aus Angst vor Ablehnung, sozialen Erwartungen oder emotionalen Verletzungen. Dies führt oft zu faulen Kompromissen, bei denen persönliche Werte und Gefühle vernachlässigt werden.

Die Folgen sind eine Überlastung, emotionale Verspannungen, Vertrauensprobleme und ein Gefühl der Entfremdung. Um das zu ändern, ist es notwendig, sich selbst zu reflektieren, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und mit dem Partner über Grenzen zu sprechen. Der Prozess beginnt mit der Wiederentdeckung eigener Stärken und lässt sich durch kleine, tägliche Übungen in der Praxis trainieren – etwa bei kleinen Alltagssituationen wie einem Kino-Gespräch.

So entwickelt sich ein sicheres und gesundes Verständnis von Nein, das nicht als Konflikt, sondern als Vertrauen und Respekt dient. Ein stimmiger Kompromiss bedeutet nicht, in der Mitte zu sein, sondern eine Lösung, bei der beide Seiten gut und zufrieden sind. Dieser Weg ist nicht sofort erreichbar, sondern erfordert Geduld, Selbstwahrnehmung und gegenseitige Unterstützung in der Beziehung.

FAQs

Es ist schwierig, weil viele Angst vor Ablehnung, Verletzung oder Verlust von Zusammenhang haben. Auch soziale Erwartungen und ein schwaches Selbstwertgefühl können dazu führen, dass man sich verpflichtet fühlt, Ja zu sagen.

Emotionale Verletzungen, insbesondere aus der Kindheit, können zu einer starken Harmoniebedürftigkeit führen. Menschen fühlen sich verpflichtet, die Beziehung zu schützen, und vermeiden Konflikte, um das Vertrauen zu erhalten.

Durch Selbstreflexion und regelmäßige Selbstbeobachtung – beispielsweise durch Notizen über Situationen, in denen man Ja oder Nein gesagt hat – kann man lernen, was für sich wirklich wichtig und stimmig ist.

Man leidet an Überlastung, verliert die eigene Grenze, fühlt sich ausgesehen und enttäuscht. Es entsteht ein Ungleichgewicht in der Beziehung und ein Mangel an Vertrauen, was zu Konflikten führen kann.

Ja, wenn man es mit Wertschätzung und Verständnis macht. Man kann Nein sagen und gleichzeitig erklären, warum, sodass der andere das versteht und sich nicht verletzt fühlt.

Man kann beispielsweise in kleinen Dingen wie einem Kino-Termin Nein sagen, indem man sich klar sagt, dass man ausgeschlafen oder nicht motiviert ist. Dies hilft, das Gefühl zu trainieren, ohne dass es große Folgen hat.

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