Nebeneinander herleben als Paar: So bewahrt ihr eure emotionale Bindung langfristig!
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Die Diskussion im Podcast beleuchtet, wie Paare in belastenden Lebensphasen wie der Elternzeit oder beruflichen Wechseln ausnahmsweise nebeneinander herleben. Dieses Muster ist zwar normal, führt aber oft zu einer Abnahme der emotionalen Verbindung und einem Gefühl der Entfremdung. Die Ursachen liegen in veränderten Alltagssituationen, wie Kindernahme oder Karriereumbrüchen, die den Fokus auf die Familie und die Aufgaben verschieben. Es wird betont, dass regelmäßige, offene Kommunikation entscheidend ist, um Missverständnisse zu vermeiden und gemeinsam zu entscheiden, ob ein Umlage oder eine Neuausrichtung erforderlich ist. Besonders deutlich wird die Tendenz, dass Männer eher sich einrichten und emotionale Distanz aufbauen, während Frauen häufiger auf emotionale Nähe und Anerkennung reagieren. Um eine starke Bindung wieder aufzubauen, werden kleine, bewusste Momente wie „Tut-mir-gut“-Austausch und regelmäßige Reflexionsgespräche empfohlen. Diese fördern gegenseitiges Bewusstsein, Vertrauen und ein stetiges Wiederherstellen der emotionalen Verbindung. Übermäßige Projekte oder hohes Leistungsdruck können die Beziehung gefährden, da nicht mehr Zeit oder Ressourcen für gegenseitige Unterstützung vorhanden sind. Der Schlusspunkt ist, dass ein glückliches, harmonisches Miteinander nicht durch bloße Organisation erreicht wird, sondern durch bewusste, emotionale Wiederherstellung und gemeinsame Werte.
Wir sind jetzt schon 15 Jahre ein Paar, hattest du schon mal das Gefühl, dass wir nebeneinander hergelebt haben?
Wir starten heute ja sehr deep.
Ja, ich habe gesagt, das wird fies, die Frage.
Ja, das ist echt eine spannende Frage, also wir haben uns jetzt davor nicht ausgetauscht über diese Frage.
Sie bringt dich sichtlich in Verlegenheit.
Nee, ja, hatte ich. Also es gab schon Phasen, wo wir in Belastungssituationen waren, wo der Fokus ein anderer war und wo ich sagen würde, wo wir besonders, also vor längerer Zeit, gerade so als unser Sohn geboren worden ist, wo wir in einem Modus waren, wo wir doch eher nebeneinander hergelebt haben, aber nicht aufgrund von Verletzungen, sondern aufgrund von Belastungen.
Das ist ja ein ganz typischer Zeitraum auch, dass du dieses Liebespaar, wenn man Elternpaar wird.
Man wird eine gewisse Zeit pausiert, zwischen drei und zwölf Monate, je nachdem, wie intensiv einfach die Bedürfnisse des Kindes sind.
Das war sehr lange.
Und dann muss man selber erstmal schauen, dass man überlebt und die Bedürfnisse aller einigermaßen gestillt bekommt und dann kann das durchaus schon mal passieren.
Ja, und dieses Nebenherleben ist, glaube ich, auch einfach etwas, was ja normal ist.
Also kein Mensch ist hundert Prozent immer miteinander.
Einfach miteinander eng verbunden, das ist unnatürlich, weil jeder von uns bringt ja selber Themen mit, als Paar, als Familie und dann muss auch manchmal einfach ein Fokus gesetzt werden.
Wichtig ist immer, finde ich, dass man ausspricht, wenn man das so empfindet und wenn das als Belastung irgendwann ist und man sagt so, boah, jetzt wünsche ich mir das anders, können wir das anders machen?
Das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, genau dieses Aussprechen, hey, wir sind da gerade irgendwie ein bisschen voneinander entfernt, woran liegt das?
Es gibt keine Konflikte, okay, es ist eine Belastung, alles klar, wie können wir das ändern, wann können wir es ändern, ist das eine Phase, warten wir ein bisschen ab, tun wir aktiv jetzt sofort etwas dafür?
Weil das ist ja der Punkt, an dem viele Paare nicht weiterarbeiten, nämlich sich zurückzuholen, sich zurückzukämpfen ins Liebespaar, sondern glauben, das muss ja von ganz alleine wiederkommen.
Wenn man erstmal sechs Monate in die Gewohnheit gekommen ist, dass man so ein bisschen nebeneinander her als Team agiert, dann ist es genau so.
Neue Gewohnheit.
Absolut, klar.
Und Gewohnheiten wirken ja extrem stark, dann muss ich da ran.
Aber ich glaube, das ist ein guter Punkt, auch einfach, dass du nochmal sagst, das ist ein Stück weit auch normal und gehört dazu.
Denn das ist ja etwas, was heutzutage eher schwierig ist, so zu sagen, das ist normal, denn man vermutet ja doch immer gleich eine Krise, alles wird pathologisiert und ist sofort irgendwie eine Krankheit, ein Problem, eine Störung.
Anstatt mal zu sagen, naja.
Jetzt ist das halt mal zwei, drei Monate nicht so doll, dann arbeiten wir dran, dass es wieder gut wird, aber wir haben jetzt kein riesen Problem.
Es geht ja auch ums Aushalten mal, finde ich.
Also zu gewissen Maße auch mal zu sagen, okay, wir gehen da jetzt zusammen durch, wir halten das aus.
Aber eigentlich muss man sich in dieser Phase, und wenn es nur kurz und knackig ist, aber immer wieder kurz verbinden.
Und mal sagen, nimmst du das auch so bei, jo, okay, ja, aber jetzt noch okay, ja, jetzt noch in Ordnung.
Und wenn sobald einer sozusagen das Handtuch wirft oder werfen sollte und sagt,
so, boah, jetzt kommen wir in einen unstimmigen Bereich, dann muss halt auch gehandelt werden, ne?
Willkommen im Lebensidealisten-Podcast. Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir haben heute das Thema Nebeneinander herleben als Paar.
So bewahrt ihr eure emotionale Bindung langfristig.
Ina und ich, wir sind Paartherapeuten, Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Come on, come on, dive in. The future's here. It's right before your eyes.
Bevor du einleitest, ich hake sofort nochmal mit einem kleinen Beispiel ein, weil das da in dem Zuge sehr spannend finde, dieses ständige Updaten.
Ich habe letztens ein Paar gehabt, die waren vor einiger Zeit im Coaching und sind jetzt nochmal zu einem kurzen Update-Call gekommen.
Und da war es so, er ist selbstständig und die haben gesagt, so Januar bis März, das wird eine ganz intensive Phase.
Also da werden die sozusagen. Und dann haben sie sich committet, da leben wir nebeneinander her.
Jetzt ist es aber so, wir haben glaube ich Mitte Februar war der Termin, da waren sechs Wochen rum und sie fühlte sich bereits unzufrieden und unglücklich.
Okay, dann müssen wir daran arbeiten, dann können wir diese Phase nicht bis zum Ende durchziehen, wenn dieses Gefühl schon in Unglücklichsein und Unzufriedenheit umgeschlagen ist.
Die Erkenntnis war natürlich, dass es zu dem Zeitpunkt, als sie sich darauf committet haben, so zwischen den Tagen. Dass davor schon Dinge vorgefallen sind, dass davor schon ein bisschen was war.
Aber grundsätzlich ist das eben wichtig, was du eben sagtest, so dieses sich regelmäßig updaten und zu schauen, ist es noch stimmig, passt das noch?
Wir sind ja gerade eher im Team-Modus, ist das immer noch in Ordnung?
Und er sagt, nee, ist irgendwie unstimmig geworden.
Wir haben zwar gesagt drei Monate, aber ich merke, das tut mir gar nicht gut, da noch einzulenken.
Und nicht diese weiteren sechs Wochen auf Teufel komm raus durchziehen oder sich darauf berufen.
Aber wir haben uns ja darauf committet, sondern zu sagen, naja.
Aber es hat sich verändert, es ist nicht mehr gut.
Und dann eher zu sagen, na gut, dann hat die Beziehung Vorrang.
Vielleicht vor der Selbstständigkeit, vor dem, was man da vorhatte.
Und sagen, okay, dann muss ich reduzieren.
Ansonsten bringe ich vielleicht die Beziehung in Gefahr.
Die Gefahr ist natürlich auch, ich erinnere mich noch an eine frühere Bekannte, die gesagt hat,
wir haben das Commitment damals, als die Kinder noch klein waren, ganz klein waren,
dass wir fünf Jahre lang durchziehen, hohe Abträge fürs Haus zu zahlen.
Dass wir abmachen, dass der Mann extrem viel arbeiten kann.
Das ist ja mal fünf Jahre so, da müssen wir halt dann das mal alles so hinnehmen.
Und so nach zwei Jahren war dann irgendwie so, dass das Gefühl, dass sie extrem schlecht
und auch sich sehr über ihren Mann beschwert hat.
Der arbeitet immer so lange und so weiter.
Also es ist eigentlich unstimmig geworden.
Und dann es so umgeschlagen hat.
Das fand ich ganz spannend.
Also vor einmal war gar nicht klar, ob diese fünf Jahre wirklich noch fünf Jahre sind
oder ob das vielleicht sogar noch weitergeht.
Und da ist eigentlich sie aus dem Team hervorgetreten.
Also sie war nicht mehr im Team drin, sondern dann ist es schon so unstimmig umgeschlagen,
dass sie gesagt hat, ja, dann ist es jetzt wie es ist.
Ob es jetzt so fünf Jahre sind oder sieben Jahre, ist jetzt eigentlich auch egal.
Obwohl man erst im Jahr drei war.
Also resigniert.
Genau.
Und für ihn, glaube ich, war das gar nicht klar, weil er ja noch im Commitment mit den fünf Jahren war.
Das finde ich ganz spannend mit diesem Nehmen-an-her-Leben,
dass das halt in unterschiedlichen Perspektiven auch sein kann.
Man müsste quasi sagen, dann fünf Jahre oder bis es halt unstimmig wird.
Ja, aber darf es das dann auch werden?
Weil wenn ich jetzt sage, okay, wir haben das jetzt so abgemacht und hier sind Abträge und so weiter und so weiter,
dann fordert das ja auch Mut, sich hinzustellen und zu sagen, sorry, wir müssen nochmal neu überlegen.
Ja, da kann man wieder auf einen anderen befreundeten Unternehmer schauen, der sagt,
ein Unternehmen ist nur so gut wie die Alternativen.
Oder eine Entscheidung ist nur so gut wie die Alternativen.
Und es ist natürlich gut, wenn man sich dort nicht in eine Einbahnstraße manövriert,
wo man sagt, wir committen uns für eine Zeit.
Fünf Jahre ist ja auch kaum zu überblicken.
Ja, gerade mit Kindern finde ich das Wahnsinn.
Und da sollte man eben aufpassen, dass man sich gewisse Freiheiten trotzdem schafft
und sagt, das ist keine Einbahnstraße.
Wenn es gebraucht wird, können wir da auch wieder aussteigen.
Und können andere Wege gehen.
Weil ich weiß doch heute nicht, ob es in zwei oder in drei Jahren unstimmig wird.
Ich habe doch keine Ahnung, was in so langer Zeit einfach passiert.
Also die meisten können einigermaßen ein Jahr überblicken.
Das ist sinnvoll.
Ab drei Jahren wird es eigentlich unrealistisch zu glauben, ich könnte da noch irgendwas überblicken.
Ja, wir haben jetzt schon sehr lange irgendwie Freestyle und Co. eingeleitet.
Was ist heute los?
Ich glaube, wir kommen direkt zu den Problemen, Folgen, Lösungen.
Dann überspringen wir unsere Einleitung, die wir vorbereitet haben.
Aber das ist einfach, glaube ich, ein Thema, was einfach auch viele betrifft.
Absolut.
Dieses Nebeneinander herleben, sich auseinandergelebt haben, sich nur als Team fühlen, sich als WG fühlen.
Das sind ja alles so Synonyme dafür.
Mir fallen so viele Beispiele ein, sei es vom Coaching, aber auch ehrlich gesagt im Freundes-, Bekannten- und Familienkreis,
wo dieser Status aufgetreten ist, immer noch ist.
In einem gefährlichen Modus ist.
Also, das ist wirklich ein Thema, was sehr aktuell ist.
Ich stelle manchmal die Frage, wenn wir so eine Einführung machen und jemand sagt,
Mensch, das ist ja schon echt anders, als wie man sonst Konflikte löst.
Und ich sage, ja stimmt, das ist ganz anders.
Aber wie viele Paare kennst du denn in deinem Umfeld, wo du jetzt sagen würdest,
wenn du mal hinter die Fassade blickst, wärst du denn wirklich nachhaltig glücklich und zufrieden?
Und da sagen die meisten, kenne ich eigentlich keinen Paar, vielleicht eins, zwei, gar keins.
Und das ist so der Punkt, die meisten Paare wahrscheinlich, die langjährig zusammen sind,
die fangen irgendwann an, eher aufgrund von Konflikten, zu wenig tiefgründige Gespräche,
keine gemeinsamen Ziele mehr geformt, Wunschbeziehungen nicht im Blick.
Eher in Richtung Team und WG zu tendieren.
Und bei mir ist das auch so, dass ich ganz viele Paare in meinen Coachings habe,
die da einleiten und sagen,
wir sind ein super Team, wir haben unser Leben
perfekt strukturiert, aber
wir haben trotzdem kein Wir-Gefühl mehr
auf der partnerschaftlichen Ebene
und diese Liebesbeziehung,
die ist gerade nicht da. Der Rest funktioniert.
Da haben sie einen Blick für,
organisieren sich gut,
haben vielleicht dazu auch nochmal manchmal Streit,
aber vom Grundsatz her ist das Gefühl,
es läuft.
Schauen wir mal auf die Probleme,
wenn man nur noch nebeneinander herlebt.
Ein
Problem ist, dass man sehr wenig
Paarzeit häufig hat, also
qualitativ gute Paarzeit, dass man
irgendwie den Alltag nur noch so gestaltet, dass
das, wie du schon eben sagtest, läuft,
aber dass es nicht mehr diese emotionale
Verbundenheit gibt.
Ich hatte gerade jetzt ein paar im Kennenlerngespräch
und sind jetzt in den Prozess eingestiegen, die
gesagt haben, Mensch Ina,
wo wir gerade die Verletzung auflösen,
das macht uns irgendwie auch ganz schön traurig,
dass wir sehen, wie viel Lebenszeit
wir einfach nur nebeneinander
herverbracht haben.
Also es ist so traurig, wir hätten so viele schöne Ereignisse
haben können,
aber wir haben
irgendwie ne Mischung aus
Geschwister, WG-Leben,
man hat sich eingerichtet,
nebeneinander hergelebt
und jetzt, wo es anders ist,
wo wir gerne wieder Zeit miteinander
verbringen, die haben ganz viele tolle Projekte,
die sie angehen, von Garten bis
gemeinsame Reisen und so weiter,
dass es
schon eine Art Traurigkeit
dann wieder hochkommt,
ne, und das ist so schade.
Die sagen, die Zeit
können wir nicht zurückdrehen, die ist sozusagen auf
unserem Beziehungskonto drauf, aber wir haben
die nicht bewusst erlebt zusammen.
Das ist so ein bisschen, als würde man wie so ein Roboter
automatisiert durch sein Leben laufen und
den ganzen Tag To-Do-Lists abhaken.
Sie sagt, er war der Mann auf der Couch
für sie, er hat sich nicht groß bewegt
und sie hat sich
ihr Leben so selber eingerichtet, ne,
ist dann früh schlafen gegangen.
Das beschreiben ja viele auch als Gefühl der
Entfremdung. Manche sagen,
ich fühle mich einsam, trotz Beziehung.
Man merkt das auch, wie Paare
sprechen, dass sie viel sagen,
ich, du, du hast dann
ja in meinem Haus
und die Frau sagt dann, ja, mein Kind
und das im Beisein des
anderen. Also es ist ja durchaus, wenn
ich jetzt irgendwo alleine unterwegs bin,
sage ich, das ist mein Sohn, aber wenn wir
zu zweit da stehen, das ist unser Sohn, ne, und dann
trotzdem sagen, das ist mein Sohn. Da merkt man so,
dass diese Verbundenheit nicht so da ist.
Wenn die also sehr viel in ich, du sprechen,
in der Familie auch manchmal in ich und ihr,
ja, ich und ihr mit den
Kindern oder nur du mit den Kindern oder
sowas, ja, dass man das da schon im
Wording merkt. Und das ist ja
auch ein Teil,
wo viele Paare zu uns kommen,
so Mitte 40,
Ende 40, wenn das
jüngste Kind so 12,
13, 14 ist, wo die Paare
sich noch ganz wenig um die Kinder
eigentlich kümmern müssen, weil die sehr selbstständig
inzwischen sind und dann
auf die Idee kommen und sagen, hey,
warte mal, wer bist denn du eigentlich?
Du wirst auch noch hier.
Und sich dann überlegen, warte mal,
jetzt ist der Punkt gekommen, wo wir
immer sagten, wenn die Kinder groß sind,
dann machen wir, jetzt sind die Kinder
groß, wollen wir das überhaupt noch machen?
Genau, wir werden jetzt nicht mehr gebraucht, das Team wird gerade nicht mehr so gebraucht,
was den Alltag so stark, ne?
Es gibt neue Freizeit, neue Möglichkeiten,
vielleicht ist Vermögen aufgebaut,
neue Freiheiten, ne, und dann kann man
vielleicht überlegen und sagen, was machen wir
jetzt miteinander? Und dann merkt man auf einmal,
dass man sein Leben nebeneinander
eingerichtet hat, aber nicht miteinander.
Und sich dann neu fragt,
nach 10, 15, 20
Jahren, die man zusammen hatte,
wir haben damals ja mal
so vielleicht in den ersten
zwei, drei Jahren über unsere
Wunschbeziehung gesprochen und haben gesagt,
wir wollen Kinder bekommen, ein Haus
bauen, das haben wir alles
erreicht und die Kinder sind jetzt groß und dann haben wir gesagt,
wenn das so ist, dann werden wir reisen,
kaufen uns ein Wohnmobil und
dann wollen wir nochmal den und den
Berg besteigen und dort und dann
lernen wir zusammen nochmal Tennis
und dann sagen wir,
also, ist das alles jetzt noch so?
Ja. Und dann kommt meistens
einer und sagt sowas wie,
ich hab auch gemerkt, meine Gefühle sind gar nicht mehr so
da. Ja.
Und dann sagt er nur wieder, deine Gefühle sind nicht mehr da.
Waren die weg? Also das ist
für manche noch so ganz krass, weil dann vor einmal so
scheiße Gefühle kann ich ja nicht
erzwingen, aber das ist ja irgendwie
und es gibt es doch so einfach.
Das reicht dann meistens nicht mehr.
Es gibt dann beide so einfach eben
als Team.
Genau. Aber das reicht dann vielleicht
nicht mehr, um
weiterzuführen, weil
die Hauptaufgabe des Teams
ist erledigt. Nämlich die Kinder
groß kriegen und gut versorgen.
Das hat das Team jetzt geschafft und
jetzt ist sozusagen dieses Elternpaar
eigentlich relativ am Ende.
Genau. Die werden zwar immer nochmal so
als Berater ab und zu gebraucht,
aber nicht mehr als operativer, aktiver
Teil. Und das Team ist damit
zu Ende. Das Team kann, wird nicht mehr
gebraucht in dem Maß und braucht
jetzt eine neue
Sinngebung. Irgendetwas
Neues, wo man sagt, dafür stehe ich
jeden Morgen auf.
Und dann gibt es natürlich auch die Folge, dass wenn man
ja immer mehr nebeneinander herlebt
und sich nichts ändert, dass natürlich
auch die Kommunikation sich mit der Zeit
stark verändert. Es kommt häufiger
zu Missverständnissen, zu
Enttäuschungen, Erwartungen, die
da sind, die nicht ausgesprochen worden sind.
Und man denkt so, hä, irgendwie kennen wir uns,
aber irgendwie kennen wir uns doch nicht. Viele haben auch so
das Gefühl, es geht vielmehr wieder ums Recht.
Wer hat Recht von uns
beiden? Richtig oder falsch? Genau.
Und das spitzt
sich dann mit der Zeit immer mehr zu.
Mit dem Gedanken vielleicht, man ist nur
noch wie in der WG, möchte ich das noch die nächsten
fünf Jahre, stelle ich mir so ein Leben vor,
ich bin jetzt auch noch nicht 60, wo man sagt,
okay, lass uns das nochmal die nächsten 15 Jahre
so durchziehen. Und dann der
Gedanke, soll man sich jetzt noch
investieren? Kann das wieder gut werden
überhaupt? Können Gefühle wieder kommen?
Oder sollte man ehrlich sein
und uns an diesem Punkt, ja,
nett verabschieden und sagen, wir trennen uns jetzt, ne?
Ich erlebe in den Coachings häufig, dass
eine Seite sich damit
arrangiert hat und
für die Seite ist das
okay, annehmbar
und für die andere Seite ist so ein Mangelgefühl da.
Ja. Und der, der sich
aber eingerichtet hat, der hat nicht so das offene
Ohr für dieses Mangelgefühl und nimmt
das nicht so ernst. Siehst du da einen
Zusammenhang zwischen Männern, also
eine klare Tendenz, dass die eine Rolle
eher von Männern belegt ist und die andere Rolle
eher von Frauen? Ja, die Tendenz,
ist klar, dass eher die Männer sich einrichten.
Ja, absolut, ja. Es gibt
aber auch, es gibt es andersrum auch. Klar.
Aber die Tendenz ist klar, die
Männer sind eher die, die sich
einrichten. Ich habe auch das Gefühl
immer mehr, dass tatsächlich
Männer
einen stärkeren
Verdrängungsmechanismus in sich haben
und der wirklich stärker
wirkt als bei Frauen.
Dass das bei Frauen durchlässiger ist und die einfach
emotionale Verletzungen
tatsächlich nicht wirklich gut abhaken
können und das immer wieder hochploppt
und dieser Deckel, den man
so baut, was wir immer sagen, dass der bei
Männern tendenziell stabiler ist.
Ich kann mir vorstellen,
dass es daran liegt, dass für Frauen
diese emotionale Verbindung
wesentlich wichtiger ist und
daraus auch eben viel Anerkennung und
Wertschätzung und Sinngebung gezogen wird,
während Männer immer noch
viel Anerkennung und Sinngebung aus der
Karriere schöpfen und das
für, glaube ich, manche Männer
dramatischer ist, wenn sie
nicht befördert werden, als wenn die
Frau sagt, ja, das ist kacke,
wir haben irgendwie gar keine gute Beziehung miteinander
und der Mann sagt, naja, aber ist doch eigentlich ganz okay,
schaue die Nachbarn an, bei denen läuft es auch nicht
und dann ist das erstmal durch.
Und dann kommt es irgendwann zu der
Trennung und dann sind sie überrascht
und wundern sich, aber
worauf ich noch hinaus wollte, ist,
dass die eine Person
sich im Mangel halt fühlt.
Und was resultiert als Folge daraus?
Eine Folge ist natürlich
Affären, Fremdgehen, Fremdverlieben.
Dass einfach dadurch Platz entsteht
durch diesen Mangel, der nicht
gedeckt wird und das
muss nicht nur immer sexuell sein, das kann auch einfach
sein, Anerkennung, Liebe,
Aufmerksamkeit, einfach so
körperliche Nähe, also
tiefe Gespräche.
Häufig finde ich in Affären,
dass das Ganze durch tiefe Gespräche startete.
Da ging es gar nicht darum,
dass primär so ein sexueller Mangel
gefühlt wurde oder das Abenteuer
fehlte, sondern dass die
tiefgründigen Gespräche, die
Anerkennung fehlte und dann hat das
mit irgendwem stattgefunden
und dann hat sich das weiterentwickelt.
Ja, ich glaube auch, dass die emotionale
Verbundenheit bei Frauen ein wichtiger Bestandteil
ist. Anders wie bei Männern,
ich erlebe das auch häufig, dass
Frauen gerade so
in den 40ern und 50ern mehr
noch ein soziales Umfeld sich
aufgebaut haben oder aufbauen,
also noch so sozial verflochten sind
und Männer doch manchmal eher so
ein bisschen sich zurückgezogen haben, also
vielleicht auch nicht mehr den Sport machen, den sie früher
gemacht haben, weil sie das Berufliche dann
vorgeschoben haben, dann keine Kinder und so weiter.
Und dass Frauen manchmal dann so ein bisschen
verzweifelt sind und sagen,
ja, red du doch auch mal mit deinen Freunden
drüber. Hast du denn jemanden auch schon mal von
unseren, ne? Ich hab meiner Freundin davon erzählt,
wen erzählst du denn davon? Oder auch sagen, ich bin
total froh, dass wir hier mal drüber sprechen können,
dann kann mein Mann das auch mal jemandem erzählen.
Und das finde ich manchmal so
traurig, weil dieses Nebeneinander
herleben halt auch, wie wir schon sagten,
so eine Einsamkeit mit sich herbringt.
Wobei ich bei den Hobbys das
in den 30ern zumindest recht ausgeglichen
empfinde. Ja, außer es sind Kinder.
Viele Kinder, keine Kinder. Im Kennergespräch, bei der
Vorstellung heißt es eigentlich,
ich bin Florian, 39,
von Beruf.
Und
dann wird noch kurz über die Beziehung erzählt, ne?
Wir sind seit 15 Jahren zusammen,
so lange verheiratet und
haben ein Kind zusammen, wohnen da
und da und das. Und dann
so, und macht ihr auch noch was
in eurer Freizeit? Also habt ihr Dinge, die euch so
begeistern? Und dann ist bei manchen
schon so, dass sie sagen, ja, also ich
Also Fußball spiele ich, also damals.
Genau.
Und ich bin auch früher gern Fahrrad gefahren,
aber heute eigentlich nichts mehr.
Das ist, finde ich, oft in den 30ern.
Oder dass du häufig, was ich auch manchmal habe,
die Männer, die sagen, yo, ich gehe zum Fußball
und noch mal ab und zu ins Fitnessstudio und so.
Und wenn die Frauen dann dran sind, die Frauen sagen, ja.
Ich kümmere mich hauptsächlich um die Kinder.
Genau, ich habe die Kinder, ich habe da keine Hobbys mehr.
Das sind die Standardvorstellungen.
Wenn ihr euch gerade in dieser Beschreibung
der Vorstellung wiedergefunden habt und sagt,
das ist bei uns auch ein Thema,
wir sind da mit den Lebensbereichen
irgendwie gar nicht mehr so richtig gut aufgestellt
und eigentlich leben wir eher nebeneinander her.
Vielleicht sogar die Art Beziehung,
die eure Eltern geführt haben,
in der Form, dass die Aufgaben und die Verantwortungsbereiche
sehr klar getrennt sind,
das aber eigentlich gar nicht euer Wunsch war,
sondern das hat sich jetzt automatisch irgendwie so entwickelt.
Das ist nämlich etwas, was wir häufig erleben,
dass darüber nicht klargeht.
Aha, und deutlich gesprochen wurde
und das hat sich irgendwie so ergeben,
dass man jetzt in der Position ist
und der andere in der Position.
Dann meldet euch sehr gerne bei uns
für das telefonische Erstgespräch.
Gerne unterstützen wir euch dabei,
zu schauen, wann war es mal gut,
an welchem Punkt seid ihr vielleicht unterschiedlich abgebogen
und wie können wir das wieder zusammenführen
in Richtung eurer Wunschbeziehung,
ohne dass ihr Gefahr lauft,
eure WG oder euer Teamleben weiterzuführen
und auch,
irgendwann in den Vierzigern dazustehen
und zu sagen, wer bist du denn eigentlich?
Kommen wir einmal zu der Lösung,
wie man emotionale Bindungen langfristig stärken kann.
Was kann man da tun?
Also man könnte durchaus die Folge der letzten Woche nochmal hören.
Da ging es darum, wie man Vertrauen zueinander aufbaut,
denn die Dinge sind recht ähnlich,
die wir jetzt auch wieder nennen.
Das kann man durchaus in Kombination nochmal hören.
Das Erste ist ja immer bei uns der Punkt,
wann war es mal gut.
Also die Frage ist ja,
gab es in eurer Beziehung eine Phase,
insbesondere am Anfang der Beziehung,
wo die Bindung voll da war?
Häufig am Anfang in der Beziehung ist es noch so.
Ist meistens so, ne?
Genau.
Gerade in der Verliebtheitsphase.
Hormone.
Und wann hat sich das geändert?
Und dann nochmal gucken,
was hat da hingeführt, dass sich das geändert hat?
Denn in dem Moment, wo man reflektiert,
da verändert sich was.
Da war der Punkt,
da ist die Bindung schwächer geworden.
Ist das ja auch schon eher eine Wirkung
und es gab dafür noch weiter vorher eigentlich eine Ursache.
Und dann mal schauen,
was ist die Ursache?
Was hat das ausgelöst, dieses Gefühl,
dass die Bindung schwächer wird?
Das kann sein,
dass man irgendwas erstmal
gar nicht so intensiv ist,
findet.
Das kann sein, dass man sagt,
Mensch, zuerst hattest du
einen Job, da bist du fünf Minuten
zu Fuß hingegangen und dann hast du eine neue
Karrierechance bekommen und warst jeden Tag
eine Stunde hin und eine Stunde mit dem Auto
zurück unterwegs und warst immer so kaputt,
dass wir gar keine tiefgründigen Gespräche
mehr führen konnten.
Das war der erste Schritt, die erste Ursache
dafür, dass wir
die emotionale Bindung nicht mehr so hatten.
Weil wir aufgehört haben
oder die Ressourcen, die Energie nicht mehr so
da war, diese tiefgründigen Gespräche
zu führen. Dann kann man da ansetzen.
Häufig gibt es ja auch Lebensereignisse,
die einfach nochmal das so ein bisschen
pushen. Also,
sowas wie eine Geburt von einem
Kind, wie du schon sagtest,
ein Jobwechsel,
das kann auch einfach andere Belastungssituationen
sein, wie Krankheit,
irgendetwas, wo man noch
sehr gebraucht wurde, Prüfungssituationen,
also alles, was das Leben
so ein bisschen auf den Kopf stellen kann,
was ein Ritual umwirft und man findet dann
nicht mal den Punkt zurück, sondern
man richtet sich ein.
Ganz viel ist das immer auch
die Situation, wenn
ein Kind zum Beispiel nachts
sehr unruhig ist,
unruhig ist und dann
der Elternteil dann irgendwann sagt,
okay, ich liege mit einer Matratze neben das Bett,
ich schlafe dann erstmal jetzt zwei Nächte da.
Und dann stellt sich das so ein,
zwei Nächte, vier Nächte, sechs Nächte,
zwei Monate, anderthalb Jahre
und man hat eigentlich da so
irgendwann am Anfang war es noch stimmig und
verliert sich, aber dann sagt man, es ist irgendwie schade,
du schläfst ja immer noch auf der Matratze,
wird das noch gebraucht,
was ist denn da los? Aber dann richtet sich
der andere häufig auch ein.
Naja, aber die Zeit abends alleine, ne, ist ja auch ganz nett.
Ja, das ist ja auch ganz nett.
Dann bin ich alleine im Bett, komme bis zum Handy gucken,
Buch lesen, habe ich meine Ruhe
und schon lebt man schnell
nebeneinander her, ne.
Und da geht es dann ja auch darum, präventiv zu schauen,
dass sich diese Gewohnheiten nicht zu stark
festigen. Ja. Auf der anderen
Seite
erlebe ich auch, dass man präventiv
aufpassen kann, dass man sich nicht
zu viele Projekte parallel aufhalst.
Das ist auch ein häufiger Punkt,
wo Paare sich eben verlieren und man
vorab genau überlegt, ob es stimmig
ist, diese Dinge parallel zu machen.
Ich habe ein Paar im Coaching,
die haben auch drei Dinge, also sie
eine krasse berufliche Weiterentwicklung
mit wahnsinnig viel Stress, Prüfungsdruck,
er in der Doktorarbeit
promoviert und gleichzeitig
sanieren sie ein Haus.
Ja gut, ne. Das ist ja Wahnsinn.
Das heißt, die hatten zwölf Jahre Beziehung,
haben in einem Jahr,
wo sie drei Megaprojekte reingeschmissen
haben, die Bindung zueinander verloren.
Ja. Weil die haben so viel Streitkonflikte
gehabt, damit sie sich
ausreichend konzentrieren konnten,
haben sie getrennt voneinander geschlafen,
damit da der Schlaf nicht gestört
ist und weil der eine später als der andere zu Bett
gegangen ist und all die ganzen Dinge.
Sie haben sich
ein bisschen das Leben optimiert oder
durchoptimiert, damit sie die
Sachen schaffen, die Aufgaben, die eigentlich
gar nicht vielleicht stimmig waren,
so viel in so kurzer Zeit,
dass sie sich da verloren haben leider.
Und vor allen Dingen haben alle
Komponenten einzeln
schon so großen Druck gemacht,
dass in der Kombination nur noch Streit
möglich war. Daueranspannung, ne?
Dauer unter massivster Anspannung
und es war nur noch Streit möglich.
Kein Blick auf den anderen,
keine Unterstützung, weil es ist doch
klar, wenn jetzt der eine
so eine krasse Weiterbildung macht,
mit Prüfungsdruck und auch einer
gewissen Angst vor Prüfungen,
dann braucht das Paar
insgesamt noch Ressourcen, also wenn das
für dich wäre, müsste ich mir freie
Ressourcen eigentlich bereithalten, um zu
sagen, ich kann dich unterstützen.
Das würde das Wir-Gefühl stärken.
Wenn ich aber parallel auch ein
Megaprojekt habe und wir noch als Paar
ein Riesenprojekt obendrauf packen,
dann bleibt keine Möglichkeit
der Unterstützung mehr. Dann schaue ich auf
meine Promotion, du schaust auf
deine Weiterbildung, wir gemeinsam,
wenn wir dann noch irgendwie Zeit übrig haben,
sanieren ein Haus.
Das
ist schwierig.
Ich glaube, manche Paare
überschätzen sich, wie
resilient sie sind und
wie stark und
wie sie sowas gemeistert bekommen.
Aber es macht viel, viel
mehr Sinn, das dann lieber zu schrecken,
das nach und nach zu machen und
die Beziehung nicht zu gefährden.
Aber ich glaube, das ist auch, weil ja auch alle anderen immer so tun,
als ob sie so viel in ihrem Leben schaffen würden.
Wie hieß noch
diese Show, das fiel mir letztens nicht ein, wo
immer so einer sich vorgestellt hat am Anfang
Schlag den Raab. Ja, Schlag den Raab war das.
Wo da einer steht und sagt so,
ich bin Arzt,
fliege Rettungshubschrauber, habe
vier Hobbys. Drei Kinder,
drei Kinder, engagiere mich ehrenamtlich
bei der Tafel und
habe auch keine Ahnung.
Eigentlich jeder, der sich da vorgestellt hat,
hat so pauschal das Gefühl, der Tag muss bei
dem Minimum 48, eher 72 Stunden haben.
Und der hatte echt einen Körper oder sie,
wo man denkt so, wie geht das?
Und ich glaube, das ist das Problem.
Du kannst, du guckst den YouTube-Videos an,
wie andere in Leichtigkeit ihr Haus sanieren
und jeder schafft doch in verkürzter
Zeit seine Fortbildung, Ausbildung, sonst was
und schon bist du in diesem
Strudel drinnen. Genau.
Das heißt, da kommt dieser Leistungsgedanke auf.
Also das sind so präventive Möglichkeiten.
Nicht zu viele große Projekte
parallel planen,
sondern wirklich auf die Ressourcen
achten, dass man Zeit hat, sich
gegenseitig zu unterstützen,
anstatt, dass man nur noch
innerhalb dieser Projekte auf sich
gucken kann und jeder für sich um
sein eigenes Überleben kämpft.
Also wäre eine Variante,
sich kleine Momente im Alltag zu nehmen,
sich gegenseitig, wie du schon sagst, zu stärken.
Da haben wir ja auch diese Tut-mir-gut-Momente,
die jeder für sich machen kann,
die man aber auch gerne austauschen kann,
wo Dinge draufstehen, die
einem selber guttun oder
wo man sehen kann, was dem anderen
guttut und dass man sich gegenseitig
sozusagen wahrnimmt und
Bewusstsein füreinander entwickelt.
Das kann man sehr gut intensivieren
durch festgeplante Reflexionsgespräche,
wo man sich
gegenseitig reflektiert, schaut,
wie fühle ich mich in der Beziehung,
ist das Fundament stabil,
gibt es noch ein Thema zu klären,
was können wir tun, lernen, verändern,
damit es in der nächsten Zeit noch besser läuft
und je nachdem, wie so der Status ist,
also wenn man in einer Krise ist,
dann empfehlen wir es mindestens einmal die Woche zu tun.
Wenn man ein gutes, stabiles Fundament hat,
dann kann man überlegen,
zwei, drei, vier Wochen,
in welchem Abstand ist das stimmig,
um da einfach so eine gewisse Sicherheit,
einen sicheren Rahmen für sich zu haben.
Aber dieses Gespräch
sorgt natürlich
auch wieder für eine intensivere
Bindung zueinander.
Da muss man auch sagen,
jede Verletzung, jeden Konflikt, den wir lösen
und danach mit dem Gefühl rausgehen,
es ist wieder gut,
sorgt für Vertrauen,
Verbindung, für Wir-Gefühl,
für Zugehörigkeit.
Das ist ein gutes Schlusswort.
Wir hoffen, dass ihr
einige Impulse heute mitnehmen konntet,
wie man es schaffen kann, nicht nur
nebenher zu leben, sondern
emotional sich immer wieder neu zu verbinden,
damit man ein harmonisches und glückliches
Miteinander schafft.
Bis bald.
Bis dann!
I'll see you next time.
Podcast Summary
Key Points:
Paare können in belastenden Phasen wie Elternzeit oder Berufswechseln ausnahmsweise nebeneinander herleben, was normal und menschlich ist.
Dieses Muster führt oft zu einer verminderten emotionalen Verbindung und zu einem Gefühl der Entfremdung, selbst innerhalb einer Beziehung.
Die Ursachen für das Nebeneinander herleben liegen oft in veränderten Lebenssituationen, wie Kindergeburt, Karrierewechsel oder gesundheitliche Belastungen.
Es ist wichtig, regelmäßig über die Beziehung zu sprechen, um Missverständnisse zu vermeiden und gemeinsam zu entscheiden, ob eine Änderung nötig ist.
Männer neigen oft dazu, sich in der Beziehung zu verdrängen, während Frauen häufiger emotionale Bedürfnisse spüren und ausdrücken.
Die Verbindung kann durch kleine, bewusste Momente wie „Tut-mir-gut“-Momente und regelmäßige Reflexionsgespräche stärkt.
Übermäßige Projekte oder Leistungsdruck können die Beziehung gefährden, da Zeit und Energie für gegenseitige Unterstützung verloren gehen.
Eine nachhaltige emotionale Bindung entsteht durch Achtsamkeit, Offenheit und das aktive Wiederherstellen von gemeinsamen Werten und Zielen.
Summary:
Die Diskussion im Podcast beleuchtet, wie Paare in belastenden Lebensphasen wie der Elternzeit oder beruflichen Wechseln ausnahmsweise nebeneinander herleben. Dieses Muster ist zwar normal, führt aber oft zu einer Abnahme der emotionalen Verbindung und einem Gefühl der Entfremdung. Die Ursachen liegen in veränderten Alltagssituationen, wie Kindernahme oder Karriereumbrüchen, die den Fokus auf die Familie und die Aufgaben verschieben.
Es wird betont, dass regelmäßige, offene Kommunikation entscheidend ist, um Missverständnisse zu vermeiden und gemeinsam zu entscheiden, ob ein Umlage oder eine Neuausrichtung erforderlich ist. Besonders deutlich wird die Tendenz, dass Männer eher sich einrichten und emotionale Distanz aufbauen, während Frauen häufiger auf emotionale Nähe und Anerkennung reagieren. Um eine starke Bindung wieder aufzubauen, werden kleine, bewusste Momente wie „Tut-mir-gut“-Austausch und regelmäßige Reflexionsgespräche empfohlen.
Diese fördern gegenseitiges Bewusstsein, Vertrauen und ein stetiges Wiederherstellen der emotionalen Verbindung. Übermäßige Projekte oder hohes Leistungsdruck können die Beziehung gefährden, da nicht mehr Zeit oder Ressourcen für gegenseitige Unterstützung vorhanden sind. Der Schlusspunkt ist, dass ein glückliches, harmonisches Miteinander nicht durch bloße Organisation erreicht wird, sondern durch bewusste, emotionale Wiederherstellung und gemeinsame Werte.
FAQs
In der Elternzeit, besonders nach der Geburt eines Kindes, nehmen die Belastungen zu, wodurch sich der Fokus auf die Kinder und die häuslichen Aufgaben verschiebt. Dies führt zu einer temporären Phase, in der das emotionale Miteinander weniger stark ist.
Ja, es ist völlig normal, dass die tägliche Struktur durch Kinder und Familienverpflichtungen beeinflusst wird. Es ist kein Zeichen von Fehlern, sondern ein natürlicher Abstieg in die Team-Phase des Lebens.
Wenn ein Partner das Gefühl hat, dass die Beziehung zu sehr auf die Aufgaben ausgerichtet ist und die emotionale Bindung schwand, sollte das Paar darüber sprechen und gemeinsam klären, ob eine Veränderung nötig ist.
Das bedeutet, dass die Lebensbereiche klar getrennt sind, es gibt wenig gemeinsame Zeit und emotionale Verbindung. Das ist ein häufiges Phänomen, besonders nach Kindergeburt oder beruflichen Wechseln.
Affären entstehen oft, weil die emotionale Verbundenheit schwächer wird und der Bedarf nach Anerkennung, Nähe oder tiefen Gesprächen nicht mehr ausreichend gedeckt wird.
Durch regelmäßige Reflexionsgespräche, gemeinsame Momente und das bewusste Wiederherstellen von tiefen Gesprächen, die das Gefühl der Zugehörigkeit stärken.
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