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Nagelsmann & Spielprinzipien im Jugendfußball: So coachst du sie wirklich

40m 20s

Nagelsmann & Spielprinzipien im Jugendfußball: So coachst du sie wirklich

Julian Nagelsmann spricht über Spielprinzipien – wir übersetzen das so, dass es im Kinder- und Jugendfußball wirklich funktioniert. In der Folge klären wir, warum das klassische Spielphasenmodell für viele Jugendteams zu abstrakt bleibt und warum wir stattdessen aus Spielersicht denken. Wir zeigen die Systematik, mit der du aus „Prinzipien“ endlich konkrete Coaching-Punkte machst: Spielphase → Prinzip → Methode → Key-Event → Coaching-Punkt/Codewort. An einem Praxisbeispiel („Mitspieler beim Ballgewinn unterstützen“) merkst du sofort, wie aus einer Idee ein umsetzbarer Trainingsfokus wird. Außerdem: Was der Spielprinzipienkurs 2026 im Vergleich zu früher anders macht – und wie du dir das ganze Jahr über den roten Faden ins Training...

Transcription

6689 Words, 40428 Characters

Speaker 1Spieltrieb, der Kinder- und Jugendfußball-Podcast von Advance Football.
Speaker 2Offensivzentrum Spieltrieb, der Kinder- und Jugendfußball-Podcast von Advance Football.
Speaker 3Nachricht, da muss ich aber mal kurz reingrätschen und damit Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Advance Football Spieltrieb. Sacko lacht schon, natürlich war es keine Einsendung von Julian, sondern es war auf einem ITK-Vortrag, den er gehalten hat. Trotzdem müssen wir da mal direkt am Anfang reinschießen, reingrätschen. Du hast es ja schon jetzt im Titel gesehen, es geht um das Thema Spielprinzipien. Wir haben wieder einen neuen aufgelegt für das Jahr 2026, so wie wir das sehen. Lass uns gleich mal inhaltlich einsteigen. Sacko, warum ist in unseren Augen für den Kinder- und Jugendfußball es nicht ratsam, nach diesem klassischen Spielphasen-Modell, wie es jetzt Julian gerade beschrieben hat, zu agieren? Also wir haben da ja einen anderen Ansatz, den besprechen wir auch im Kurs ausführlich und haben auch das Feedback und auch die Erfahrung gemacht, dass das einfach deutlich besser anwendbar ist. Also warum sind die Spielphasen eigener Ballbesitz, gegnerischer Ballbesitz und die Umschaltphasen? Nicht ganz passend für den Kinder- und Jugendfußball.
Speaker 1Dieses Spielphasen-Modell stammt ja von Louis van Gaal und wird seit jeher eigentlich in auch Trainerausbildungen und so weiter vermittelt. Und ich glaube, deswegen ist es so geläufig für viele Trainer, die dann irgendwann mal eine Lizenz gemacht haben, um das Spiel zu beschreiben. Das macht auch in der Hinsicht Sinn, dass wir, wenn wir von außen drauf gucken auf dieses Spiel, dass wir das so systematisch untergliedern. Das Problem ist aber, dass für die Spielerinnen und Spieler diese Spielphasen auf dem Platz ja so ein bisschen anders aussehen. Also die sind ja sehr, also ohne Bezug zum Spieler definiert worden. Und das auch aus gutem Grund, weil das ja ein Modell für Trainer war. Also zu sagen, ich als Trainer kann dadurch ein Spiel analysieren. Ich als Trainer kann dadurch mit anderen Trainern über ein Spiel sprechen. Und da sagen wir, das ist total legitim im Erwachsenenfußball. Also da, wo du irgendwie auf Abstraktionsebene und sowas keinen besonderen großen Wert legen musst oder in der Lage bist, das dann im Training trotzdem zu vermitteln, weil du einfach schon viel Trainererfahrung hast, ist das alles okay. Aber wir haben ja dann die Inspiration aus dem Alltag. Wir haben dann die Inspiration aus dem Eishockey bekommen, die uns dann damals, das ist jetzt auch schon sechs Jahre her, zumindest in diesem Verein das so beschrieben hatten, dass die das aus einer anderen Perspektive denken, nämlich aus Spielerinnen- und Spielersicht. Und das haben wir dann angefangen auf dem Fußball zu adaptieren, weil wir gesagt haben, ey, das macht eigentlich total Sinn. Weil für den Neunjährigen, der befindet sich ja nicht bewusst in der Spielphase gegnerischer Ballbesitz. Also das nimmt er ja so nicht wahr. Das merken wir, glaube ich, extrem. Je nach Distanz zum Ball verhält sich so ein Neunjähriger ja ganz anders. Also wenn er ganz nah am Ball ist, entweder hat ihn selber am Fuß oder sein Gegenspieler, der einen Meter vor ihm steht, hat ihn am Fuß, dann verhält er sich ganz anders auch so von der Aktivität und der Auseinandersetzung mit dem Spiel, als wenn er jetzt 25 Meter weiter weg steht, dann hat er gefühlt nichts zu tun. Obwohl die Phasen eventuell die gleichen sind. Nämlich die andere Mannschaft hat den Ball. Und deswegen sind wir rangegangen zu sagen, für den Kinder- und Jugendfußball macht es Sinn, die Abstraktion so zu verändern, dass ich als Trainer die Arbeit habe und nicht die Spieler.
Speaker 3Lass mich da einmal kurz eingrätschen, weil ich es ja auch am Anfang gesagt habe, für den Kinder- und Jugendfußball, ich habe auch, und das haben ja auch ein paar andere Coaches schon gespiegelt, dass es auch für den, ich nenne es jetzt mal Breitensport, was auch immer das bedeutet dann, im Herrenbereich, kann sich jeder die Liga raussuchen, dass es auch da durchaus Sinn macht, weil ich halt nicht mit Vollprofis arbeite, denen ich ständig irgendwelche Informationen zubuttern kann und wir siebenmal, achtmal in der Woche trainieren. Also es ist durchaus auch für den niederen Fußballbereich hat es eine Relevanz, auch was den Altersbereich angeht, also auch für Erwachsene.
Speaker 1Ja, weil, also wie du sagst, ich, also je weniger, also, desto weniger Zeit ich habe, nee, je weniger Zeit ich habe, desto, so rum, desto klarer müssen die Ideen und Vorstellungen, die ich habe, wie wir als Mannschaft gemeinsam agieren können, um erfolgreich zu sein, also funktionieren. Und das ist bei den Allerkleinsten mit einer geringen Aufmerksamkeitsspanne und einem verminderten Vermögen von diesen, ich habe jetzt den Begriff irgendwie schon dreimal verwendet, Abstraktionsebenen. Was ich damit meine ist, wenn ich ein Whiteboard in die Kabine hänge oder eine Taktiktafel und dann da jetzt Magnete verschiebe und dann gehe ich raus auf den Platz und die Achtjährigen, Neunjährigen bekommen das jetzt nicht auf die Kette. Ich habe es doch gerade eben super anschaulich, deutlich und klar an dieser Wand erklärt. Aber die Ebene in der Kabine ist natürlich, diese Wand hängt senkrecht, also diese Taktiktafel hängt dann senkrecht an der Wand. Ich gucke von oben auf das Spielfeld. Und die Spieler sind Magnete. Und das jetzt auf den Platz zu bringen, ich stehe ja auf diesem waagrechten Feld, ich habe die Spieler vor mir, eine ganz andere Perspektive. Und jetzt muss ich verstehen, was mit diesen Magneten gemeint war, die sich von oben nach unten bewegt haben, was es jetzt hier auf meiner Ebene bedeutet. Und das ist schwierig und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Dinge, die erklärt worden sind, so verstanden werden, dass sie in dieser Wettkampfsituation auch angewendet werden. Deswegen bei unserem Spielphasenmodell dann einmal die Perspektive gewechselt, dass wir sagen, nein, die Perspektiven müssen aus Kindersicht formuliert sein.
Speaker 3Genau, aus Spielersicht. Und du hast jetzt gerade schön die Metapher aufgemacht mit der Kabine. Und jeder, der schon mal Fußball gespielt hat, weiß, wie diese Ansagen oder diese Spielanalysen, die der Trainer auf der Taktiktafel macht, wie die ablaufen in jeder Kabine, in jedem Altersbereich, in jedem Leistungsniveau. Wenn ich nicht angesprochen werde direkt vom Trainer, also, Joscha, du hast die Aufgabe, das und das zu tun, dann ist mir alles andere völlig egal. Ich gucke zwar hin und ich nick und ich lächle ein bisschen, dass der Trainer denkt, ich höre zu, aber eigentlich überlege ich mir schon, wo ziehe ich die Stutzen an und wie kann ich die Ecke schießen. Und das haben wir eben umgedreht, so wie du es schon gesagt hast, mit diesen Phasen, ich habe den Ball, also was muss ich tun, wenn ich als Spieler den Ball habe, mein direkter Gegenspieler hat den Ball. Also das ist derjenige, der so nah an mir dran ist, dass ich Ärger kriege, wenn der jetzt gleich an mir vorbeigeht und ein Tor schießen würde. Dann gibt es noch die Phase, mein Mitspieler hat den Ball. Also was tue ich, wenn mein Mitspieler aus der Mannschaft den Ball hat? Und dann, was ist die vierte Phase, Sakko?
Speaker 1Die gegnerische Mannschaft hat den Ball. Bedeutet, also ja nicht mein direkter Gegenspieler, weil das ist für die Kinder ja ganz oft ganz klar. Also ich bin in der Nähe des Balles, aber der ist jetzt beim Gegner, dann wissen die, was zu tun. Und so ist es die gegnerische Mannschaft, also jemand, der dann vielleicht weiter wegsteht. Das ist das Beispiel, das ich vorhin aufgemacht habe. Wenn ich dann 20 Meter weit wegstehe, dann hat man schnell das Gefühl, eigentlich keine konkrete Aufgabe zu haben, was ja einfach nicht stimmt. Absolut.
Speaker 3Und jetzt haben wir schon so ein bisschen reingepiekst in den Kursspielprinzipien. Das behandeln wir eben auch nochmal ausführlicher, das, was wir jetzt gerade besprochen haben in den Spielphasen. Wir werden aber auch nochmal deutlich konkreter. Um dir einmal da kurz einen Abriss zu geben, wie dieser Kurs abläuft. Wir haben zwei grundsätzliche Veranstaltungen. Also das sind immer Livestreams, die dann wirklich direkt nach dem Livestream auch jederzeit und lebenslang für dich verfügbar sind auf unserer Videoplattform. Und wir haben zwei Grundlagenveranstaltungen. Und dann, und das kommen wir gleich nochmal dazu, gibt es eine Spezialisierung. Weil wir es dieses Jahr einmal als Kinderfußballfahrt sozusagen gedacht haben und einmal nochmal für den Großfelderwachsenenbereich gedacht haben. Kommen wir aber gleich noch mal dazu, nur dass du das schon mal gehört hast. Es gibt einen Livestream. Ihr müsst da nicht dabei sein oder du musst da nicht dabei sein als Trainer, sondern du kannst dir das direkt nach dem Livestream jederzeit auf dem Handy, in der Badewanne, auf der Couch, wie auch immer, anschauen. Okay, sag mal, lass uns mal weiterspringen und mal kurz so ein paar Begriffe klären, die wir auch und jeder, der diesen Podcast hört, der hat schon von dem einen oder anderen Begriff sicherlich was gehört. Den einen oder anderen Begriff klären. Möchtest du starten mal mit dem Begriff Prinzipien? Also Julian hat es ja schon anschaulich eigentlich erklärt, aber magst du es vielleicht nochmal in ein, zwei Sätzen in unsere Worte fassen?
Speaker 1Ja, ich glaube, die Hierarchie muss man da nochmal der Begrifflichkeiten darstellen und wir denken das ja einmal so aus der Sicht der Strategie, das ist eigentlich so dieses Thema Spielphilosophie. Also wie wollen wir denn grundsätzlich eigentlich, was ist unsere Idee, was ist unser Gedanke? Und darunter packen wir dann für die Spielphasen eben die Ebenen. Eben der Prinzipien und der Methoden. Also das ist so dieser Baum letztendlich. Und das ist, glaube ich, wichtig zu verstehen und für sich als Trainer auch mal definiert zu haben, weil du sonst ohne das in jedes Spiel komplett neu bei Null reingehst und einfach nur das bewertest, was du gerade siehst. Und wenn wir jetzt, und so sind wir als Coaches dann oft, ist es ja immer defizitorientiert. Ah, das hat jetzt nicht geklappt, das hat er schlecht gemacht, das hat nicht funktioniert, der Pass kam nicht an, der hat sich nicht gut freigelaufen und so weiter. Und dann spiele ich nächste Woche gegen den neuen Gegner, der hat ein anderes Leistungsniveau, andere Spieler und Spielerinnen logischerweise. Und dann fange ich wieder bei Null an und kritisiere wieder einfach alles, was ich sehe, was nicht funktioniert. Und so gestalten dann viele Trainer eigentlich ihre Laufbahn. Also jedes Mal einfach neu reingestartet und irgendwie frustriert sein. Und genau das soll es nicht sein. Und deswegen dieses Muster und diese Hierarchie. Und wenn wir jetzt auf die, also du sagst mir, ich coache deine Mannschaft, sagen wir mal. Heißt, du hast am Samstag Spiel, sagst du, ich kann nicht, kannst du das für mich machen? Würde ich fragen, okay, was ist so die Vorstellung davon, wie ihr eigentlich spielen wollt? Also was ist der Stil, den ich von außen erkennen würde, wenn beide Mannschaften neutrale Trikots an hätten? Die eine Mannschaft schwarze Trikots, die andere weiße Trikots, keine Logosfarben. Ich erkenne die Spieler nicht und müsste jetzt sagen, was eine andere Mannschaft ist. Wie würdest du mir das beschreiben? Dann beschreibst du mir das, sage ich, okay, verstanden. So, jetzt reicht das ja aber für mich nicht, dieses übergeordnete Verständnis von der grundsätzlichen Idee. Weil wenn ich jetzt der Mannschaft sage, hey, wir wollen unbedingt vorne den Gegner ganz früh schon stören und den Ball gewinnen, dann wäre die Frage, die Spieler stellen, ja, Coach, wie machen wir das denn? Und das ist jetzt die Ebene der Prinzipien.
Speaker 3Vor allem ist es ja auch genau das, was wir am, beim Bini-Fußball so lustig finden, weil die setzen das eigentlich meistens in Reinkultur um. Es rennen nämlich alle vorne Richtung Ball und dann haben wir natürlich das Problem, dass hinten irgendwie nichts mehr passiert und dann rennen alle wieder zurück und dann alle wieder nach vorne. Also wir können, die bewegen sich eigentlich ursprünglich oder von eben naturell, bewegen die sich auf dieser Ebene ganz alleine, ohne dass ja logischerweise, weil auch natürlich das Spielverständnis und das Spielverstehen quasi noch gar nicht so weit ist und auch nicht sein muss, bewegen sich auf dieser Ebene.
Speaker 1So, Prinzip, jetzt auch in unserem Fall, heißt, wir haben irgendwie als Spielphilosophie definiert, dass es halt irgendwie Bock macht, vorne früh den Ball zu gewinnen, den Gegner früh zu stören und einen Ballgewinn zu erzielen in der Nähe des gegnerischen Tores, weil dann die Distanz zum Tor des Gegners eben relativ kurz ist. So, jetzt ist die Aufgabe für die Spieler in Ballnähe oft so ein bisschen klarer. Aber was ist jetzt mit dem Spieler, der eben nicht der ist, der als Stürmer vorne direkt den, den gegnerischen Abwehrspieler oder vielleicht sogar Torwart anläuft im Tempo und den Ball gewinnen will? Und da hätten wir dann das Prinzip und das eben, was Julian Nagelsmann da beschreibt mit, das gilt immer, wäre das Prinzip, ich unterstütze meinen Mitspieler beim Ballgewinn. Heißt, du hast ein Kind, das befindet sich in der Phase, die gegnerische Mannschaft hat den Ball, heißt nicht mal ein direkter Gegenspieler, da ist der Stürmer von uns wahrscheinlich in der Phase, sondern ich bin jetzt hier eher Abwehrspieler und anstatt an meinem eigenen Tor zu kleben, wie es dann viele machen, oder nicht genau wissen, was zu tun ist, ist das Prinzip, ich unterstütze meinen Mitspieler beim Ballgewinn. So, und jetzt aber kommt ja die Frage im Besten, also da hören ganz viele schon auf. Also da ist, das ist oberflächliches Coaching zu sagen, hey, du musst den unterstützen. Hey, ihr müsst durch meinen Freilauf spielen, ja. Genau, so, und da hören, ich würde sagen, 80, 90 Prozent der Trainerinnen und Trainer hören auf dieser Ebene auf, weil dann die Tiefe fehlt. Und wenn jetzt eine Spielerin oder ein Spieler fragen würde, ja, wie mache ich das denn? Also wie unterstütze ich denn meinen Mitspieler beim Ballgewinn? Das wäre dann die Ebene der Methoden. Also der nächste Schritt, das ganz Konkrete.
Speaker 3Ja, also einmal quasi runtergegangen, du hast ja vorhin diese Grafik aufgemacht, also überstehend haben wir die Prinzipien und danach kommen dann eben die Methoden, also das Wie. Wie setze ich das als einzelner Spieler auf dem Platz um? Und du hast jetzt gerade das Beispiel aufgemacht. Ich unterstütze meinen Mitspieler beim Ballgewinn. Was wäre denn, ohne da jetzt zu sehr in die Tiefe zu gehen, weil das machen wir ja dann noch im Kurs, was wären denn so zwei Methoden, ein, zwei, drei Methoden, die man nehmen könnte?
Speaker 1Ich glaube, eine der wichtigsten für die Spielphase, das wäre für mich eigentlich immer so eine Priorität im Coaching, wäre das Thema Anschluss halten. Heißt das, wenn mein Spieler vorne drauf geht und ich bleibe jetzt aber hinten stehen, dann haben wir eine Lücke zwischen meinem Mitspieler, der vorne drauf geht und mir, die ist riesig. Bedeutet, wenn der nicht den Ball da vorne gewinnt, sondern die ihn ausspielen, dann haben wir einen Spieler weniger, der verteidigen kann und der Gegner hat schönen Platz, um mit Tempo auf mich zuzudribbeln. Das ist alles sehr unglücklich. Und die Methode ist Anschluss halten. Bedeutet Anschluss an das Spielgeschehen, Anschluss an meinen Mitspieler, der Druck auf den Ball macht. Und das ist ja auch ganz konkret das, was wir auch hier mit acht-, neun-, zehnjährigen Coachen, dass wenn wir das im Training einbauen und dann eben auch im Spiel, das ist auch von den Wörtern her und von den Inhalten, die wir coachen, extrem konsistent ist. Heißt, in jeder Eins gegen Eins, Zwei gegen Zwei, Zwei gegen Eins, Drei gegen Zwei Form im Training, benutzen wir auch das Wort Anschluss halten, um dem Spieler zu beschreiben, hey, du musst da dabei sein. Weil wenn du hinten stehen bleibst, dann dribbeln die den aus und jetzt dribbeln die dich, als nächstes aus. Ist das cool? Nö. Ihr seid doch zu zweit. Und wenn du ihn unterstützen willst, dein Mitspieler, das ist ja unser Prinzip, dann ist es wichtig, dass du dabei bleibst, Anschluss hältst. Und so hätten wir das Verhalten einmal konkret benannt, beschrieben. Und ich würde einfach konstant dieses Verhalten dann coachen. Und das ist eben die Ebene der Methoden, wo wir ganz konkret das Verhalten dann auch, was gewinnbringend eingesetzt werden kann, unterstützen und in den Mittelpunkt, stellen können. Okay. Was anderes, weil du nach einem Zweiten gefragt hast, wäre dann, und das ist für eine F-Jugend nicht so entscheidend, weil die da nicht in der Lage sind, so viele Sachen wahrzunehmen. Aber was ich auf jeden Fall ab einer wahrscheinlich D-Jugend, spätestens C-Jugend anfangen würde, zu implementieren, ist das Thema Passwege schließen. Heißt, ich habe Anschluss gehalten, also ich bin in der Nähe von meinem Schirmer vorne. Und jetzt ist die Frage, was mache ich denn? Was ist eine Option? Ich bin jetzt schon in der Nähe, was kann ich jetzt noch tun? Ja, wenn die den nicht ausspielen sollen, dann wird es vielleicht Sinn machen, einen Passweg zu dem nächsten Spieler zu schließen. Bedeutet, ich orientiere mich jetzt noch zwei Meter nach rechts oder links, damit der den nächsten Pass nicht spielen kann. Und dadurch bekommen wir extreme Klarheit in, für mich als Trainer, worauf muss ich achten, was ist im Fokus für mich und dadurch bekomme ich eine ganz klare Linie rein in das, was ich an die Kids vermittle.
Speaker 3Und bei dieser Methode, und weil ich es vorhin schon gesagt habe, weil wir, also wir sprechen automatisch immer von Kindern oder Jugendlichen, das ist ja auch was, das hat eine extreme Relevanz für jede Elf-gegen-Elf-Mannschaft, also auch für den aktiven Bereich, weil jeder kennt diese Situation, wenn ich jetzt nicht unbedingt bei einem sehr gut ausgebildeten Stürmer dem versuchen muss, wie wir den Ball lenken oder wie wir den Gegner irgendwo hinlenken wollen, dann ist es ja immer, ja, du musst in den Bogen anlaufen und dann sehe ich, egal auf welchem Niveau, ich muss den Ball lenken. Ich sehe irgendwelche Stürmer, irgendwelche Bogen laufen, die gar keinen Sinn machen, weil die halt die letzten 16 Jahre gehört haben, ja, der Innenverteidiger muss im Bogen angelaufen werden. Was heißt denn das? Also ein kleiner Bogen, ein großer Bogen, das ist ja eigentlich nicht das Ziel, das Ziel ist ja nicht im Bogen anzulaufen, sondern das Ziel ist die Methode, das, was du gerade beschrieben hast, nämlich einen Passweg schließen und dann kommt eine nächste Methode dazu, die lassen wir jetzt mal weg, den Gegner auf irgendwo hinzulenken, wo wir hinkommen wollen, also entweder nach innen oder nach außen oder nach hinten, wo auch immer, aber grundsätzlich ist ja nicht so, dass wir den Gegner auf irgendwo hinzulenken, wo wir hinkommen wollen, das ist ja nicht das Ziel, im Bogen anzulaufen, sondern das grundsätzliche Ziel ist es, einen Passweg zu schließen und da macht es dann eben auf jeglichem Niveau eben Sinn, das einzubauen, nicht nur für den Kinderfußball. Okay.
Speaker 1Yes, denn wir, also es hört sich jetzt schon komplex an, heißt, wenn ich jetzt E-Jugend-Trainer bin, dann frage ich mich ja schon, also das ist vielleicht einfach ein bisschen zu viel. Ich bin froh, dass sich meine Kinder die Schnürsenkel binden können. und jetzt brauche ich nicht noch mit Prinzipien anfangen. Das Ding ist aber, was ist die Alternative dazu, nicht nach einem klaren Modell zu arbeiten. Und das ist oft Chaos. Also das ist oft Frustration, weil ich nicht genau weiß, wo ich ansetzen muss, weil ich nicht genau weiß, worauf ich achten muss. Und du hattest das sehr schön in dem Livestream, der im Plus-Abo mal erklärt, dass wir das so ultra stark reduzieren würden. Du hast es ja an einem ganz konkreten Beispiel aufgemacht, dass ich dann für einen Monat einfach nur ein Thema habe. Bedeutet auch, dieser Prinzipienkatalog, den wir entwickelt haben und ja im Kurs auch ausgeben, der ist zu reduzieren und wird von uns ja reduziert im Kinderbereich. Bedeutet, eine F-Jugend hat dann eben nur vier Prinzipien insgesamt, obwohl es für die B- und A-Jugend dann am Ende 18, 19, 20 sind. Aber der Gedanke ist, dass wir das Stück für Stück aufbauen können und ich von dem jeweiligen Alter und dem jeweiligen Alter und dem jeweiligen Alter nur das verlange, was ich verlangen kann, weil sie nur dazu kognitiv oder physisch in der Lage sind. Also eine Seitenverlagerung zu spielen dann mit einem Flugball, da gehe ich jetzt bei den Siebenjährigen nicht hin und bin total frustriert davon, dass sie es nicht können und gebe ihnen das Gefühl, nichts zu können, weil sie das nicht können, sondern ich passe das an an die Leistungsstufe meiner Mannschaft und dann macht es halt Spaß, weil ich Dinge coache, die sie auch wirklich umsetzen können.
Speaker 3Absolut und dann lass uns mal einen Schritt weiter gehen. Jetzt nehmen wir wieder so ein bisschen mehr die Trainerrolle ein, weil wir natürlich für uns auch das Gefühl haben möchten, dass wir wirksam sind und dass das, was wir uns überlegen oder was ihr, wenn ihr den Kurs macht, euch nicht überlegen müsst, weil wir das für euch machen. Also ihr könnt den Kurs, könnt ihr quasi auf zwei Arten nutzen. Ihr könnt entweder eure eigenen Prinzipien entwickeln, weil ihr versteht, welche Methodik dahinter steht oder ihr nehmt einfach alle unsere Inhalte so wie Sacco beschrieben hat, mit dem Prinzipienkatalog, mit den Methoden und auch, und jetzt kommt es, mit den Key Events oder den Schlüsselmomenten. Bedeutet, das sind Momente auf dem Platz, die ganz klar ersichtlich sind, wo du, wo dein Co-Trainer, wo die Mama von dem kleinen Ben, der auf der Sechs spielt und wo die Tante, die rechts hinten an der Eckfahne steht, wo alle klar benennen können, ah ja, das ist jetzt was, das sieht danach aus, als ob die das gewollt hatten und als ob das dieser Spielidee, die die verfolgen, zuträglich ist. Und vielleicht kannst du da einmal ein Beispiel aufmachen, bei dem Prinzipienkatalog, im Prinzip und auch bei der Methode, die du jetzt gerade schon aufgegriffen hast, wie diese Key Events und wie ein so ein Key Event aussehen könnte, wie das messbar ist und warum es das einmal auf individueller Ebene gibt, also jeder Spieler hat vermeintlich Key Events und Schlüsselmomente, die er verfolgt, aber auch auf mannschaftlicher Ebene.
Speaker 1Ja, also der Gedanke ist, genau das, was du beschreibst, für jede ersichtliche Ereignisse auf dem Platz, die unserem Spiel zuträglich sind. Unser Spiel ist genau das, wie wollen wir spielen? Okay, ich erkenne das, super. Wenn wir jetzt in der, in dem Beispiel bleiben von, okay, wir wollen möglichst hohe Ballgewinne, das ist irgendwie die Spielphilosophie, wie schaffen wir das? Indem wir daneben früh Druck auf den Ball ausüben, dann haben die Spieler, die nicht in der Nähe des Balles sind, auch ganz klare Aufgaben. Und jetzt wäre die Frage, wie bekomme ich als Coach eigentlich ein gutes Feedback dafür, ob wir das dann erfolgreich gemacht haben eine Halbzeit lang oder eben nicht? Und hier bestünde dann die Möglichkeit, auch schon vor dem Spiel, entweder für einzelne Spieler oder für die ganze Mannschaft, diese Key Events, diese Schlüsselmomente ganz klar zu benennen. Die Idee ist, ich kann einen Strich auf einer Strichliste machen, wenn ich gesehen habe, dass es passiert ist. Diese Klarheit braucht es. In unserem Beispiel könnte das sowas sein, wie, dass wir vor dem Spiel als Key Event definieren, wenn der Gegner Abstoß hat, dann lassen wir maximal vier kontrollierte Pässe vom Gegner. Dazu heißt, die Idee ist dann auch hier, wir lassen den Gegner nicht lange hin und her spielen oder bei uns in die Hälfte kombinieren oder sonst was, sondern sobald der Torwart den Abstoß gemacht hat, flach eben auf den Innenverteidiger, Außenverteidiger, was auch immer, ab da kann ich ganz konkret auch jemandem, der noch nie ein Fußballspiel gesehen hat, erklären, wenn das der Torwart gemacht hat, dann dürfen die nicht mehr als vier Pässe untereinander im Team spielen. So, wenn die das geschafft haben, also wenn wir es geschafft haben, dass der Gegner das nicht macht, dass er nach zwei Pässen schon den Ball lang klopft oder dass wir nach dem dritten Pass den Ball gewinnen, dann machst du einen Strich auf der Strichliste. Und was ich dadurch bekomme, ist auch hier wieder einen unfassbaren Fokus, den ich glasklar coachen kann. Weil wenn wir jetzt uns, wenn wir das im Blick haben, heißt, wir wollen nicht mehr als vier Pässe zulassen, weil wenn wir das schaffen, dann bedeutet das, dass wir höchstwahrscheinlich geschafft haben, den Gegner früh genug unter Druck zu setzen. Heißt, wir haben unsere Spielphilosophie umgesetzt. Und jetzt gehen wir hin und müssen als Trainer dann die Analysebrille aufsetzen und uns fragen, oh, jetzt hat es fünfmal geschafft der Gegner, also fünf Pässe, jetzt hat er sechs, jetzt hat er sieben geschafft. Woran lag es jetzt in dieser Situation, dass wir es nicht geschafft haben nach vier Pässen? Es lag daran, weil unser Stürmer viel zu spät angelaufen ist oder viel zu weit weg steht von den Gegnern. Was mache ich? Ich coache den Stürmer. Anhand meiner Methoden, die ich für ihn definiert habe, weil er ist in der Phase, mein Gegenspieler hat den Ball. Oder der Stürmer läuft an, der gibt richtig Gas vorne drin, was aber fehlt ist, Anschluss von unserem Zehner, Achter, was auch immer. Heißt, die Ebene dahinter macht nicht mit. Deswegen überspielen die unseren Stürmer jedes Mal und spielen dann sich die Pässe aus. Was ich dann damit also mache, ist für mich eine Möglichkeit zu haben, an der Hand zu haben, wie ich dann einzelne Spielsituationen einfach super klar bewerten kann und feststellen kann, woran klemmt es jetzt. Und dann ganz präzise eine Sache, Coach, die habe ich vor dem Spiel ja schon erwähnt, was ist unser Key Event, was ist unser Schlüsselmoment? Wie müssen wir uns verhalten, dass das Schlüsselmoment umgesetzt wird? Und dann kontrolliere ich auf dem Platz und coache und bringe meine Mannschaft dorthin, wo sie sich vielleicht für den Moment nicht selber hinbringen kann, nämlich in diese frühen Ballgewinne.
Speaker 3Und das ist dann auch die letzte und vierte Ebene, nämlich so diese Coaching-Punkte oder Code-Wörter. Und das sind dann, das ist eigentlich eine eigene Sprache, die ihr entwickelt und das ganz oft, wenn wir mit Vereinen zu tun haben, ist das so, was die Leute gerne hätten. Ja, wir würden gerne alle in eine gleiche Richtung coachen, dabei spielen alle irgendwie in eine ganz unterschiedliche Richtung und dann ist es natürlich schwierig, da eine einheitliche Sprache reinzubekommen. Und in der vierten Ebene, und das machen wir dann eben auch im Kurs, und ihr könnt euch das wirklich wie als Pyramide und dann jeweils runtergebrochen vorstellen. Wir starten immer in der Spielphase, gehen über das Prinzip, über die Methoden, über den Schlüsselmoment, Key-Event und gehen dann am Ende rein in Coaching-Punkte und Code-Wörter. Das ist, was wir Spielphase für Spielphase machen, nicht nur mit einem, sondern eben mit mehreren Beispielen, so dass es verständlich ist. Und am Ende gibt es eben diesen, wenn ihr möchtet, fertigen Prinzipienkatalog, an dem ihr euch orientieren könnt und wo ihr für euch sagen könnt, okay, ich setze vier um, ich setze acht um, ich setze zwölf um, ich setze eine Sache um, wie ihr möchtet. Okay, Sakko, dann sind wir inhaltlich ja schon extrem tief reingegangen. Was bringt denn der Kurs dieses Jahr nicht, was wir die letzten
Speaker 1Jahre gebracht haben? Ich erinnere mich, glaube ich, also vor allem an die erste Runde, die wir den Kurs gedreht haben und das war eine eher oberflächliche Behandlung der Prinzipien, also die wurden aufgezählt von uns, dass es die gibt, dann anhand von einem Videobeispiel gezeigt und dann so viel Spaß, viel Erfolg mit der Umsetzung. Und da kam eben ganz viel das Feedback, ja, Moment mal, ich habe jetzt noch gar nicht verstanden, wie ich das in Trainingsformen packen kann. Also wie kann ich das denn im Training vermitteln? Dann war die zweite Runde ja auch das, also dass wir gesagt haben, okay, wir machen ein Spielprinzip, dann machen wir eine Trainingsform, Trainingsformen dazu, damit die Leute das verstehen. Jetzt haben wir aber in den Trainingsformen dann das Feedback bekommen, wir haben ja elf Jugendtrainer dabei und 19 Bundesligatrainer dabei gehabt, also wie schaffe ich das jetzt bei mir auf dem Leistungsniveau auch zu zeigen? Und das ist das, was es dieses Mal nicht geben wird, also es wird nicht geben, eine oberflächliche Behandlung der Prinzipien oder der Trainingsform. Es wird nicht so sein, dass wir einfach nur was bereitstellen und dann die Coaches, die ja einfach mehrheitlich aus dem breiten Sport kommen, dann damit so alleine lassen und sagen, jetzt viel Erfolg damit.
Speaker 3Was ja darüber hinaus nicht passieren wird, was wir die letzten Jahre auch immer wieder als Feedback bekommen haben, gar nicht als Kritik, glaube ich, sondern eher so als Hinweis, bewusst, unbewusst, ist dieses, ja, ich muss mich erstmal durch den Kurs durcharbeiten, im Sinne von, ich muss jetzt erstmal eineinhalb Stunden diese Sachen angucken. Und wir waren da auch sehr, sehr, ich würde nicht sagen unstrukturiert, aber wir haben uns quasi leiten lassen von unseren Gedanken, die wir uns vorher gemacht haben und das geht dann natürlich zu Lasten der Fokussierung auf das, was wirklich relevant ist. Und das haben wir dieses Jahr ganz, ganz anders gehandhabt, weil es einfach vorproduzierte, wirklich on-point ausgesprochene und runtergeschriebene Sachen sind, die wir euch liefern. Also es gibt keine stundenlange Zoom-Aufzeichnung mehr sozusagen, sondern dann ist es wirklich on point, knackig vorproduziert und man kann sich das so ein bisschen als Lernsnacks vorstellen. Ihr guckt euch was zu einem Thema zehn Minuten an und versteht das dann. Und wenn ihr möchtet, geht ihr dann zum nächsten Kapitel, guckt euch das wieder zehn Minuten an. Und so sind alle Veranstaltungen aufgebaut und das gibt euch einfach die Möglichkeit, auch ein bisschen strukturierter nochmal reinzugucken. Okay, was ist denn jetzt nochmal beim Thema Methoden? Okay, gehe ich ins Kapitel rein und gucke mir das an. Und das war eben die letzten Jahre nicht so, weil es eben sehr lange, sehr umfangreiche, jetzt von der Qualität her gar nicht schlechte, aber einfach sehr umfangreiche Videos waren. Und das haben wir dieses Mal so ein bisschen umgedreht.
Speaker 1Ich glaube, das muss man dazu sagen, weil wir, also, es klingt jetzt so ein bisschen, als ob wir das letzte Mal irgendwie sehr unzufrieden waren. Nee, das nicht. Genau, das zeigt sich ja auch. Also, ich glaube, wir hatten jetzt irgendwie 300 Absolventen aus den letzten Veranstaltungen und da haben wir jetzt ja jetzt schon, in der Vorvermarktung, die haben wir jetzt schon den Zugang bekommen, 40 Prozent Wiederanmelder, die quasi den gleichen Inhalt einfach nochmal machen. Also, das hat uns ja komplett aus den Socken gehauen eigentlich, dass wir gesagt haben, okay, damit haben wir gar nicht gerechnet. Wir wären von 10 bis 20 Prozent ausgegangen, dass die Leute sagen, ja, ich habe Lust auf die Neuauflage sozusagen, aber dass wir jetzt schon fast bei der Hälfte sind, die jetzt nochmal auch bereit sind, Geld zu bezahlen für einen aufgearbeiteten Kurs. Und das ist, glaube ich, zum einen Rückmeldung an uns auch. Das war schon ziemlich geil. Und auf der anderen Seite, glaube ich, kann man auch so klar sein, sind wir da total dankbar drum, dass die Leute uns ja so extrem vertrauen, dass sie sagen, ich bin mir sicher, dass wenn ich jetzt hier wieder Geld ausgebe, dass sich das einfach mindestens genauso lohnt. Und da ein großes Danke an die Alumni der letzten Veranstaltungen.
Speaker 3Ich glaube, was da ein großer Hebel ist, und ich habe es am Anfang kurz gesagt, es ist in einem Halbsatz schon erwähnt, ist auch ein Feedback, das wir die letzten Jahre jetzt bekommen haben und dieses Mal umsetzen, sind die unterschiedlichen Pfade, die wir wählen. Ich habe ja gesprochen von den ersten zwei Veranstaltungen, die wir machen, wo wir quasi das Fundament legen für den Kurs und damit klar ist, über was wir sprechen. Und dann gibt es zum ersten Mal eine, auch in der Veranstaltung, klare Unterscheidung in Pfad A und in Pfad B. Und in Pfad A geht es eben um das Thema Kinderfußball. Also wie schaffe ich, für meine F-Jugend, für meine E-Jugend, diese Prinzipien und diese Methodik umzusetzen und einzubauen, weil ich muss da natürlich schon ein bisschen anders denken, vielleicht mehr in Bildern, vielleicht in einer anderen Frequenz. Und dann gibt es aber auch noch den Pfad B. Und das war das, was ich vorhin angesprochen hatte, quasi mehr fürs Großfeld. Wie schaffe ich es, die Komplexität eines Elf gegen Elf, wie schaffe ich es auch, die Komplexität einer A-Jugend, einer Herrenmannschaft quasi besser abzubilden, weil ja schon auch ein gewisser Leistungsdruck, steht. Also natürlich interessiert es eigentlich keinen, wer in der Kreisliga B Zehnter und Elfter ist, aber wenn ich in der Situation als Trainer bin, ist es natürlich immer so, boah, ich muss das irgendwie verargumentieren, dass wir Spiele auch gewinnen. Das kriege ich ja als E-Jugend, F-Jugend-Trainer meistens, auch nicht immer, halbwegs verargumentiert im Sinne von, das hilft ihnen in ihrer Entwicklung. Und diese Unterscheidung in Pfad A, Pfad B ist, glaube ich, ein Riesenhebel und ist auch der Part, wo ich mich am meisten freue für den ganzen Kurs, weil ich das Gefühl habe, wir sind noch mal passgenauer an der Trainings- und Spieltagsrealität von euch Trainern dran und können euch da noch mehr Mehrwerte bieten.
Speaker 1Das Gute da ist ja, dass diese Systematik unabhängig des Spielformats ist. Also egal, ob ich jetzt ein 3 gegen 3 von Nino spiele, ein 7 gegen 7 auf zwei Jugendtore oder mein 11 gegen 11 dann aufs Großfeld, die Systematik bleibt ja exakt die gleiche. Und das ist das, was wir auch den Vereinen, mit denen wir zusammenarbeiten, immer wieder empfehlen, warum es Sinn macht, eine Spielphilosophie zu definieren, damit die Kinder eben Jahr für Jahr ihr Verhalten weiterentwickeln können. Also ansonsten ist es so ein bisschen, du hast jetzt ein Jahr in der Schule irgendwie nur Mathe gemacht, dann machst du nächstes Jahr nur Deutsch und das Jahr drauf nur Englisch und jedes Jahr hast du neu das Gefühl, du fängst bei Null an, die können gar nichts. Und dann hat der Trainer vor dir einfach nur komplett andere Dinge trainiert und irgendwie auf andere Sachen Wert gelegt als du selbst. Und deswegen funktioniert dann auch diese Systematik nicht. Und ich bin da auch total happy drum, dass wir die Entscheidung getroffen haben, jetzt mit diesem Pfaden zu arbeiten. Und man bekommt ja auch Zugriff auf beide Pfade. Also wenn ich jetzt D-Jugend-Trainer bin und dann mir denke, ja gut, aber dann ist es nur für D-Jugend, das ist doch schade, weil nächstes Jahr bin ich eigentlich C-Jugend. Nö, ist nicht so. Du kannst dann genauso, die Inhalte aus dem Großfeldbereich angucken, wenn du sagst, okay, dieser Wechsel macht jetzt Sinn. Manche, viele trainieren ja auch zwei Mannschaften. Die sagen dann, ich trainiere meinen Sohn in der B-Jugend und meine Tochter halt in der F-Jugend. Sag ich, ja, dann noch umso geiler, weil du einfach beide Inhalte auf beiden Ebenen nutzen kannst und für dich dennoch diesen gesamtroten Faden einfach hast. Also du trainierst dann eigentlich deine siebenjährige Tochter genauso in Anführungszeichen wie deinen 16-jährigen Sohn. Einfach nur mit der gleichen, mit der gleichen Systematik und das festigt dann für dich als Trainer die Art, wie du auf dem Platz agierst und mit welcher Sicherheit du auch Training planst, Trainingsanheiten planst, Trainingswochen planst, verändert das extrem. Und das ist ja, muss man auch sagen, für uns nach wie vor eigentlich das Modell, wie wir einfach auch unsere Trainingsanheiten planen. Also ich war vor zwei Wochen bei einem Verein zu einem Workshop und das ist immer ganz geil, weil ich denen immer sagen kann, ich bin jetzt quasi, euer neuer Trainer. Also ich starte nächste Saison und heute ist mein Probetag. Und das Einzige, was ich von euch bekommen habe, ist eure Trainermappe, also euer Vereinskonzept. Ich habe da reingeguckt und habe mir angeguckt, wie die Spielphilosophie ist. Und dafür die Grundlage der Spielphilosophie habe ich mir überlegt, wie Training aussehen muss. Und auf Grundlage meiner Trainingsform habe ich mir die Coaching-Punkte schon notiert. Und dann habe ich ein Training gemacht im Sinne des Vereins mit Kindern, die ich noch nie gesehen habe. Und das ist dann immer unser Totschlagargument, dass wir sagen, wenn ich das sogar kann, ohne eure Kinder zu kennen, ohne jemals hier mit euch gesprochen zu haben, und jetzt habe ich ein 100% konformes Vereinstraining durchgeführt, also dann bekommt ihr das alle auch hin. Und in dieser Einfachheit und Klarheit, nee, stimmt gar nicht, sondern ich glaube, mit dem neuen Kurs ist es sogar noch einfacher und noch klarer, die Inhalte wirklich auch konstant auf den Platz zu bringen.
Speaker 3Was ist darüber hinaus? Ich habe es jetzt auch schon ein paar Mal angesprochen und natürlich einen Prinzipienkatalog. Also ihr kriegt das alles ausgearbeitet für uns fertig, wenn ihr das möchtet. Ihr könnt es natürlich aber selber bearbeiten. Ihr kriegt alle Methoden, ihr kriegt die Coaching-Punkte, ihr kriegt die Key-Events, ihr kriegt eine Datenbank, auch mit den entsprechenden Spielszenen beziehungsweise die Links. Also ihr könnt euch ja ein Video dann angucken, diese Spielszenen. Und wir packen auch die passenden Trainingsformen mit dazu. Also es ist ja dann ganz oft ein Thema, so diesen Transfer von ich weiß, wie ich spielen möchte, aber wie kriege ich es denn jetzt eigentlich in einem Training? Und auch das haben wir dieses Mal mit übernommen, dass das einfach mit dabei ist. Okay, Sacco. Heißt, Spielprinzipienkurs, der ist roundabout in und um Ostern. Heißt, da wird der eine oder andere sagen, scheiße, der kann ich nicht, da muss ich Eier suchen und Bier trinken und Kuchen essen. Ist völlig Latte, weil wie gesagt, in der Sekunde, wo der Livestream zu Ende ist, ist die Aufzeichnung verfügbar und ihr könnt euch das jederzeit angucken. Und es zeigt ja auch die Resonanz im Laufe des Jahres. Die Leute holen sich das zu jedem Zeitraum. Also es gibt nicht den perfekten Zeitraum. Ich mache das erst im September oder so. Sondern wenn man sich das jetzt holt, kann man sich das ganze Jahr über angucken, kann sich vielleicht vorbereiten für die neue Saison oder man baut es eben entsprechend noch für die aktuelle Saison mit ein.
Speaker 1Ja, also der Erfolg steht und fällt ja einfach mit der Umsetzung im Training. Und ob du jetzt in der Rückrunde zwei Wochen mehr spielst, zwei Wochen vor den Sommerferien, damit einfach mal anfängst zu arbeiten oder zur Saisonvorbereitung oder mitten in der Hinrunde im September, das spielt dafür keine Rolle. Ich glaube, die Entscheidung ist eher, also bin ich offen für mich als Coach, mir so ein Modell anzueignen und für mich dann diese Struktur auch über die nächsten Jahre hinweg zu verfolgen oder nicht. Weil wenn ich okay bin damit, wie es aktuell läuft und das ist halt, mal so, mal so ist, ist auch völlig fein. Wir reden ja vom Ehrenamt. Wenn ich aber sage, nö, ich möchte mir mein Leben vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein bisschen leichter machen und die Möglichkeit dann auch mit den anderen Personen aus meinem Trainerteam da eine klare Linie zu fahren, dann ist tatsächlich, wie du sagst, der Zeitpunkt eigentlich völlig egal.
Speaker 3Sehr gut. Wenn du Bock auf das Thema hast, dann gerne den Link in den Shownotes anklicken. Da kommst du dann auf die Landingpage, wo alles nochmal dezidiert, steht und ganz wichtig, wenn du jetzt sagst, ich hätte schon Bock, ich könnte mir sogar vorstellen, dass mein Verein die Kosten übernimmt oder wir sind vielleicht zwei, drei Trainer, die sich das teilen möchten, dann schreib uns gerne eine E-Mail an prinzipien.advance.football dann finden wir da eine Lösung für euren Verein, wenn ihr quasi mehrere erwerben möchtet, mehrere Kurszugänge. Das machen wir sehr, sehr unkompliziert, sehr, sehr gerne. Mir bleibt noch zu sagen, Sakko, vielen Dank für deine Zeit und wir hören uns. In zwei Wochen glaube ich erst wieder und dann geht es weiter. mit einer normalen Folge und ich freue mich auf alle Coaches, die ich beim Kurs und die Sakko beim Kurs Spielprinzipien 2026 begrüßen dürfen. Bis dahin. Bis denn.

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