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Mücken: Gibt es süßes Blut?

38m 38s

Mücken: Gibt es süßes Blut?

Der Podcast befasst sich mit der Frage, warum manche Menschen häufiger von Mücken gestochen werden und wie gefährlich diese Stiche sein können. Weltweit sind Mücken als Überträger von Krankheiten wie Malaria die tödlichsten Tiere, wobei das Risiko in Deutschland aufgrund des Klimawandels und globalen Handels zwar steigt, aber aktuell noch gering ist. Die Annahme, "süßes Blut" mache attraktiv für Mücken, ist ein Mythos. Stattdessen locken ausgeatmetes CO₂, Körperwärme und individuelle, für Menschen kaum wahrnehmbare Geruchsnuancen die Insekten an. Studien zeigen, dass Blutgruppe 0 bei bestimmten Mückenarten beliebter sein kann. Die Heftigkeit der Reaktion auf Stiche variiert; extreme Schwellungen, wie bei einer im Beitrag geschilderten Urlaubserfahrung, können durch aggressive, eingeschleppte Arten wie die Tigermücke oder überschießende Immunreaktionen entstehen. Zur Vorbeugung wird empfohlen, helle Kleidung zu tragen und darauf zu achten, dass Mücken nicht durch Licht, sondern vor allem durch Atem und Geruch angezogen werden.

Transcription

5580 Words, 34832 Characters

German
Ihr kennt das bestimmt im Sommer. Ihr liegt im Bett, ihr wollt grade einschlafen. Aber dann ist da dieses Geräusch. Eine Mücke im Zimmer. Dann geht mein Polz direkt auf 180. Also damit kannst du mich richtig, schnell, richtig aggressiv machen. Ja, das bin ich im Gespräch mit meiner Kollegin Lea Darkowski. Ich bin dann auch so eine Person, die sofort das Licht überall anmacht, aufspringt. Und direkt guckt, wo ist das? Auf Jagd gehen die die Mücke. Wer dann stilllich nach halben Stunden versucht, diese Mücke zu finden. Ich kriege sie nicht. Ich muss sagen, beim Thema Mücken bin ich wirklich leidenschaftlich. Ich sage ganz ehrlich, wenn ich mir aussuchen könnte, dass es einen Tier auf der Welt nicht mehr geben würde. Ich würde sagen, Mücken. Okay, ich weiß, das klingt ein bisschen drastisch. Aber Mücken nerven mich wirklich einfach sehr doll. Und dann kommt noch dazu, dass ich immer nur so halt wissen darüber hab. Ich weiß nie, was stimmt denn jetzt wirklich? Sollte ich mein Licht ausmachen, damit keine Mücken in mein Zimmer kommen? Bringen diese zitroneller Kerzen überhaupt was? Und vor allem, hab ich süßes Blut, wenn ich viel gestochen werde? Ja, sehr, aber erst mal meine Frage, bist du denn anfällig für Mückenstiche? Hast du süßes Blu? Ja, genau. Jetzt kommt immer drauf an, wenn wir mich zusammenbinden. Also ich weiß noch früher im Urlaub, ob er mein Vater immer derjenige, der am meisten Mückenstiche bekommen hat. Aber ich würde sagen, ich war so auf Platz 2 dahinter. Also ich muss auch sagen, ich bin so anfällig für so Stiche. Ich weiß nicht, was das ist. Ich habe auch im Winter teilweise regelmäßig Stiche, wo ich nicht weiß, was das für Fischer sind, die mich da stechen. Aber es ist echt so, ich hab wieder einen Stich und alle in meinem Umfeld sind so, "Ja, mein Gott, was new is Juck." Ja, ich hab auch nicht mehr einen Echt Juck. Allein zu dem Zeitpunkt unseres Gesprächs hat Helia Lockerso 15 Stiche. Einfach random aus den letzten Tagen. Aber das Ganze geht noch schlimmer. Das Rechtebein war komplett zerstochen. Also das war, wo das, was ich dann nach der Decke raus hatte. Mein Mann hatte zwei Mückenstiche. Ich hatte insgesamt, ich glaub, ich hatte 25 am rechten Bein alleine. Und dann noch ein paar irgendwie verteilt. Das ist Kony. Sie ist wirklich ganz heiß begehrt bei den Mücken. Und klar, Mückenstiche Nerven. Aber bei Kony können die auch richtig schmerzhaft werden. Aber das Bein war richtig dick angeschwollen. Ich hatte einen Stich in der Kniekele. Ich konnte drei Tage nicht hinhocken, weil ich einfach, weil die Schwellung so groß war, dass ich das Bein nicht knicken konnte. Das ist ja schon krass. Warum werden manche Leute so viel gestochen, während andere gefühlt nie einstich haben? Was kann man tun, um sich zu schützen? Und wie gefährlich können Mückenstiche wirklich sein? Wir werden uns an Krankheiten perspektivisch wie Schikung, Gunya oder Dengi gewöhnen müssen. Wir können nicht mehr davon reden, dass die Wahrscheinlichkeit wirklich bei 0 ist oder gern 0 geht. Weil die Wahrscheinlichkeit wird durch verschiedene Faktoren immer mehr erhöht. Mein Name ist Lisa Sophie Scheure. Und ihr hört Wissenbeaklin. In diesem Podcast klären wir die Fragen, die uns alle irgendwie jungen. Sie war da, ihr ditt? Und die klären wir dann mit Hilfe der Wissenschaft. Dafür lesen wir Studien, sprechen mit Experten und Leuten, die von dem Thema betroffen sind. Heute gibt es süßes Blut oder was zieht Mücken wirklich an. Bevor wir diese Folge richtig starten, muss ich eine Sache kurz loswerden. Ich freue mich richtig, ich bin dir zu sprechen, Lisa. Weil ich mich freue. Ich will die Folge schon so lange machen. Ich habe wirklich schon in so vielen Wissen Weekly-Redaktionssitzungen vorgeschlagen, dass wir meine Folge über Mücken machen. Eben weil sie mich so sehr nerven. Und jetzt ist es endlich soweit. Und dann auch noch in einer ganz besonderen Folge, denn das hier ist die 200. Folge Wissen Weekly. Crazy. Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem bei euch bedanken. Vielen, vielen Dank fürs Zuhören, fürs Teilen und fürs Kommentieren. Danke, dass ihr Teil von diesem Podcast seid. Und jetzt tauchen wir ein in mein absolutes Herzensthema. Oder vielleicht eher Hassthema. Wir werden's rausfinden in dieser Folge. Als erstes will ich eine Sache klären, die ich beim Thema Mücken immer wiederlese. Von Fakt von mehreren Instapost, die ich gesehen habe, abgesehen von Menschen, sind Mücken die tödlichsten Tiere auf der Welt. Weil Mücken die ganzen tödlichen Krankheiten übertragen. Dieses Wissen habe ich zwar von Instapost, aber das ist tatsächlich so. Weltweit sterben jährlich etwa 720.000 Menschen durch Stechmücken. So viele wie durch kein anderes Tier. Die meisten dieser Todesfälle treten in Folge einer Malaria-Erkrankung auf. Vor allem in tropischen und subtropischen Regionen der Welt. Also in Südamerika, Afrika und Asien wird die Fiebererkrankung von Mücken auf den Menschen übertragen. Aber auch andere Fieberkrankheiten wie das West-Nil-Fieber, Dengi oder Skikongun. Ja, habe ich auch noch nie gehört, aber das ist eben auch so eine Fieberkrankheit. Und die können von Mücken übertragen werden und tödlich enden. Südamerika, Afrika und Asien, das ist ja jetzt nicht mal eben so um die Ecke. Müssen wir uns denn in Deutschland überhaupt Sorgen machen? Um das herauszufinden, sprechen wir mit Dr. Dorin Werner. Ich wusste schon immer als kleines Mädchen auch, dass ich insekten Spannende finde, dass ich dann mit später mal arbeiten möchte. Dorin Werner arbeitet am Leipnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung im Brandenburgischen Münchenberg. Ihr Forschungsschwerpunkt sind blutsaugende Mücken. Das ist ausgerechnet die Mücken geworden sind, das war zufall. Aber sie faszinieren mich vom ersten Tag an und man sagt, die erste Liebe bleibt die stärkste und das ist bei mir definitiv der Fall. Um zu verstehen, wie groß die Gefahr von Krankheiten ist, müssen wir uns kurz anschauen, was es in Deutschland überhaupt für Mücken gibt. Wenn wir dann zu den Mücken kommen, dann sind es diese hauptsächlich drei Familien, die Stechmücken, die knitzen und die Kribe-Mücken. Und in diesen drei Familien gibt es dann noch ganz viele Unterarten. Kribe-Mücken sind übrigens Dorin Werner's Lieblingsmücken. Sehr skorriles Wort für mich, Lieblingsmücken. Aber was Dorin Werner an den Kribe-Mücken so fasziniert ist, wie sie sich in fließenden Gewässern fortbewegen. Die können sich an einem Punkt am Ufer festbeißen oder festkleben. Und wenn sie dann woanders hin wollen, zum Beispiel um Nahrung zu finden, dann spinnt sie mit ihren Speicheldrüßen einen Seitenfaden und können so im Wasser mitdriften. Crazy, oder? Also Kribe-Mücken haben wirklich coole Skills. Und sie übertragen hier auch keine tödlichen Krankheiten. Bei manchen Stechmückenarten kann das allerdings schon der Fall sein. Theoretisch zumindest können sie parasiten übertragen, die Malaria auslösen. Denn Malaria ist jetzt nichts exklusiv tropisches. Es gab die Krankheit tatsächlich lange auch in Europa. Aber. Prinzipiell haben wir keine Autoktonen Malaria fälle mehr. Autokton bedeutet, dass die Übertragung in Deutschland stattgefunden hat. Also das bezieht sich jetzt nicht auf Reiserückkehrer in die in anderen Ländern infiziert wurden. Und ich denke auch, dass wir keine Sorge haben müssen, vor Malaria ausbrüchen, so wie sie früher mal in Mitte Europa hatten. Weil der tropische Erreger mit unseren heimischen Mückenarten nicht mehr so gut zusammenpasst. Die Übertragung von Krankheiten funktioniert bei Mücken nämlich nach einer Art Schlüssel-Schlossprinzip. Und der gefährliche tropische Malaria-Erreger passt eben nicht so gut mit den europäischen Stechmückenarten. Die Gefahr in Deutschland an Malaria zu erkranken, ist also eher gering. Wir müssen zukünftig viel mehr auf andere Krankheiten achten und da spielen dann wieder andere Stechmückenarten eine Rolle, die zu ganz anderen Gattungen gehören. Zum Beispiel die asiatische Tiggermücke und die japanische Buschmücke. Die sind hier in Deutschland eigentlich nicht heimisch, aber in weiten Teilen eben doch schon etabliert. Sie wurden durch den globalen Handel hier eingeschleppt, weil z.B. in einem Schiffskontener auch mal ein paar Laufen landen. Und die daraus schlüpfenden Mücken haben sich dann halt an die Umweltbedingung hier angepasst. Aber. Es ist bisher noch nicht so einer Erregerübertragung nach unserem Kenntnisstand gekommen. Aber feint üretisch ist es möglich. Generell gilt der Klimawandel und die Globalisierung beschleunigen die Ausbreitung von nicht heimischen Arten in Deutschland. Und damit auch die Gefahr der Übertragung von Krankheiten. Wir werden uns einen Krankheiten perspektivisch wie Schikungunya oder Dengie gewöhnen müssen. Also, können Mücken Krankheiten übertragen. Theoretisch ja, aber aktuell gibt es nicht viele Fälle in Deutschland. Was nicht heißt, dass Stiche nicht auch schaden anrichten können. Die Schwellung war mittlerweile schon ein bisschen Handgelenke gegangen und bis in den. bis in den Ellenbogen. Und da finden das auch an mit den Nerven schmerzen. Also man kann es ungefähr so beschreiben, als wenn man sich richtig so einmal den Ellenbogen stößt. Nur halt so dauerhaft. Das ist noch mal Konny vom Anfang der Folge. Sie ist Rettungsaniteterin und gibt mir irgendwie auch sonst so totale Hands-on-Wipes. Sie ist pragmatisch und unauffgeregt. Auch wenn ich finde, dass das was sie hier beschreibt, sehr schmerzhaft klingt. Und diesen krassen Schmerz hat sie nur einer stinknormalen heimischen Mücke zu verdanken. Bevor wir aber klären, was genau da los war, schauen wir uns jetzt einmal an. Warum werden manche Menschen überhaupt so viel Öfter gestochen als andere? Hat Konny wirklich einfach süßes Blut? Ich habe immer viele Mückenstiche gehabt. Ich bin immer viel gestochen worden. Auch wenn andere da nicht so viel gestochen worden sind, ich hab's immer abbekommen. Zum Beispiel, als ihr Urlaub in Gibraltar macht, das ist ganz im Süden von Spanien. Sie ist mit ihr Mann dort, um ihre Schwester zu besuchen, die zu dem Zeitpunkt dort lebt. Und die erste Nacht, wo wir da waren, hatten wir zwei Mücken im Zimmer. Die habe ich den nächsten Morgen gefunden und direkt vernichtet. Das ist ja irgendwie auch der Klassiker im Urlaub. Ich guckte, und dann hab ich gesehen, dass ich das Rechtebein war, komplett zerstochen. Das war wohl das, was ich dann aus der Decke raus hatte. Ich hatte insgesamt, ich hatte 25 am rechten Bein alleine und dann noch ein paar verteilt. Wenn ihr Mann weitestgehend verschont bleibt, wird Connie komplett zerstochen. Das kennt vielleicht viele von euch. Schreibt doch meine Kommentare, ob ihr eher so teamen. Ich bin der Liebling der Mücken, oder ich bin den Mücken egal seid. Wenn ihr eher so teamen Mücken Liebling seid, dann habt ihr diesen Satz bestimmt auch schon mal gehört. Ja, du hast wohl einfach süßes Blut. Aber ist da was dran? Dieser Mütor ist mit dem süßen Blut, weil sie auch nicht hat. Auch meine Oma mir schon erzählt. Ihr hört schon. Mückenexpertin Doreen Werner spricht hier von einem Mütors. Denn tatsächlich süßes Blut. Gibt's nicht. Nee. Wer hätte das gedacht? Also fair, okay, okay. Aber ist es so, sind manche Blutgruppen manfälliger dafür, weil die anders riechen oder so? Also es gibt Studien dazu, dass Blutgruppe 0 von manchen Mücken mehr angeflogen wird. Ja, jetzt raten wir welche Blutgruppe ich hab. Ihr könnt euch wahrscheinlich denken. Das bin ich noch mal im Gespräch mit meiner Kollegin Leer, die diese Folge recherchiert hat. Tatsächlich wurde in einer japanischen Studie von 2019 herausgefunden, dass Gapfibermücken Blutgruppe 0 bevorzugen. Diese wurde fast doppelt so oft von den Mücken angeflogen, wie Blutgruppe A, die unbeliebteste Gruppe. Diese Präferenz könnte daherkommen, dass die Gapfibermücke aus Afrika stammt und dort kommt Blutgruppe 0 tatsächlich besonders häufig vor. Vielleicht haben die Gapfibermücken sich also einfach darauf spezialisiert. Aber das lässt sich natürlich nicht eins zu eins auf andere Mückenarten übertragen. Unser Blut ist an sich also nicht so ausschlaggebend dafür, dass wir attraktiv hier für Mücken sind, sondern etwas ganz anderes. Es gibt tatsächlich mehrere Dinge, die Mücken anlocken. Und die schauen wir uns jetzt mal an. Punkt Nummer eins und Achtung, der ist sehr ernüchternd. Das, wo von Mücken am meisten angezogen werden, ist CO2. Ah toll, also wir dürfen einfach nicht mehr atmen, oder? Ja, also ja, ja, ein je mehr coolen Diogsyt, wir ausatmen, desto attraktiver sind wir für Mücken. Na toll. Anscheinend ist das Number One Anziehungsmittel für Mücken einfach unser Atem, bzw. der Kohlenstoff Diogsyt drin. Wenn wir zum Beispiel Sport machen, kann der CO2-anteil erhöht sein, oder auch bei schwangeren Personen. Es kann also durchaus sein, dass man beim Sport oder, wenn man schwanger ist, häufiger von Mücken gestochen wird. Aber an sich muss man sagen, das ist total individuell verschieden. Und wir wissen das auch nicht. Also selbst wir beide wissen nicht, wie hoch unsere Kohlendioxidproduktion ist. Und ob die nun 76 oder 82 Prozent oder vielleicht nur 55 Prozent ist. Das ist uns egal. Aber die Mücken nimmt es warm. Aber warum ist das so attraktiv für die Mücken? Eine holen Kohlendioxid-Ausschäding zeigt eigentlich an, dass unsere Durchblutung gut funktioniert. Das heißt, unsere Atmung funktioniert gut. Das signalisiert den Mücken, hier ist die Blutmahlzeit möglicherweise besser zu nehmen, weil die Durchblutung der Haut auch besser funktioniert. Experimenten in einem Windkanal haben gezeigt, dass das CO2-Mücken über viele Meter hinweg anlocken kann. Und ab einem Meterabstand spüren sie dann auch unsere Wärme. Okay, wir stellen also fest. Für Mücken ist vor allem unser Atem anziehen und dann ab einer bestimmten Entfernung auch unsere Körperwärme. Aber stellen wir uns jetzt mal vor. Wir stehen abends mit einer Gruppe Freunde am See, wir stehen alle zusammen, wir schnacken wir ein Musik und um uns herum schwillen die Mücken nur so. Und wir alle atmen und wir alle geben Wärme ab. Also für wen entscheiden sich die Mücken dann aus dieser Gruppe Menschen? Also da wird dann der Geruch quasi wichtig. Aber was für eine Anfanggeruch, Leute, die ihr stinkt, finden wir Anziehender oder Leute die Gut-Riechen finden sie anziehen? Oder vielleicht unterteilen die Mücken, dass auch gar nicht die sind nicht so judgey. Was ein für Mücken unwidersteelig macht, ist sehr subtil. Das können wir mit unserer menschlichen Nase gar nicht riechen. Aber es gibt Forschung zu diesen für Mücken attraktiven Gerüchen. Und alle von uns, die sehr oft gestochen werden, sollten vielleicht jetzt mal ganz kurz weghören. Es gibt Studien, die Experimente mit Malaria Mücken gemacht haben, um zu testen welche Gerüche die Anlocken. Ja, Lisa, was ich dir sagen. Getragene Socken und Limburger Käse, die waren wirklich ganz lecker für die. Und diese Erkenntnis aus der Forschung hat einen ganz praktisch Nutzen. Es wurde auch ein Blockstoff dahingehend entwickelt, der auch eingesetzt wird in Stechmücken fallen, der sehr attraktives für die Stechmücken. Und ich würde so von meiner Nase her sagen, das ist so eine Kombination aus Sportkleidung und Wildschwein. Es geht so in eine sehr penetrante Richtung. Und die Mücken finden es aber attraktiv. Aber das heißt jetzt nicht, dass Menschen, die oft gestochen werden, auch wirklich genauso riechen. Ich rieche nicht nach getragenen Socken. Ich versteh den. Und das bedeutet auch nicht. Während unserer Nase unangenehm duftet es attraktiv für die Mücken, das sind eher ganz feine, nur angstend, kettone, phenole, alkohole. Und diese Nuansen zusammen mit unserem Kohlen-Dioxid machen den ein oder anderen unwiderstelig für die Mücken. Also es sind ganz subtile Duftnoten, die den Unterschied machen. Falls ihr mal ein bisschen rum experimentieren wollt, habe ich hier ein paar Fanfekts über Sachen, die die Mücken auch beeinflussen bei ihrer Wahl. Studien haben zum Beispiel herausgefunden, dass dunkle Kleidung Mücken eher anzieht als Helle. Außerdem sind wir für sie attraktiver, wenn wir alkoholgetrunken haben, weil wir dann besser durchblutet sind und tendenziell eher schützen. Es gibt aber eine Sache, die Mücken tatsächlich nicht anlockt, obwohl man das vielleicht denken würde. Mücken werden nicht vom Licht angelockt. Weil man irgendwie denkt, ich mach hier schnell einfach Fenster auf und mach Licht aus und dann bin ich ganz sicher. So ist es leider nicht. Das gilt natürlich für so Motten und so fliege Tiere generell, das geht schon, aber für die Mücken eben nicht. Also kann ich beruhigt, abends meinen Zimmer durchlüften, das doch schon mal gut zu wissen. Machen wir meinen kleinen Recap. Blut ist nicht ausschlaggebend dafür, warum wir attraktiv auf Mücken wirken oder auch halt nicht attraktiv. Viel wichtiger ist das CO2 und unser Körpergeruch, der vor allem beim Schwitzen Mücken anlockt. Jetzt wissen wir, was dafür sorgt, dass manche Menschen stärker gestochen werden als andere. Aber was sorgt dafür, dass manche Menschen so heftig reagieren? Es gibt ja zum Beispiel tatsächlich allergische Reaktion auf Bienen und Westenstiche. So eine Allergie hat Konny übrigens auch. Aber bei vielen Leuten werden ja auch stinknormale Mückenstiche extrem dick. Ich hab halt immer schon mit starken Hautreaktionen reagiert. Ich hab immer schon Schwellungen, das ist auch groß geworden. So richtig geflatschen, wie man dir kennt. Das heißt, wird an der Stelle und das hatte ich immer schon. Das ist noch mal Konny. Sie wird ja sehr oft von Mückenheim gesucht und reagiert dann auch ziemlich doll darauf. Die Stiche werden meistens dick, rot und jucken. Aber nachdem sie im Urlaub in Gibraltar um die 25 Mückenstiche am Bein hat, da wird das Ganze auf einmal sehr extrem. Trotzdem gehen sie tagsüber in die Stadt. Aber Konny merkt schnell, das wird immer schlimmer. Also gehen sie in eine Apotheke. Da war so eine junge Angestellte hinter dem Tresen. Ich hatte irgendwie versucht auf Englisch ein bisschen sparnisch. Jetzt erklären, was ich vom Problem habe. Da bin ich so ein paar Schritte von dem Tresen zurück. Und hab halt so diesen Rock hochgemacht und ihr Meinen gezeigt. Und dann kriechte die ganz große Augen und ranze nach hinten in den Laden. Die Schwellung hat die Stichel bekommen, bekommt Konny verschiedene Tabletten und Salben. Sie weiß nicht genau, was das alles war, aber zwei Tage später geht es ihr dann wieder einigermaßen besser. Als ich glaube, zwei Tage konnte ich zumindest wieder einigermaßen laufen. Aber den Tag ging es mal richtig schlecht. Wir waren auch kurz davor, da ins Krankenhaus zu fahren. Aber nicht gesagt, wir haben Urlaub, wir haben nur eine Woche. Wir kriegen jetzt irgendwie aufs Sohlen. Ich muss sagen, ich werde ja schon auch recht häufig gestochen. Eine Reaktion hatte ich noch nie. Das wird wahrscheinlich die Anzahl gewesen sein. Und meine Schwestersachter aufgebreitert, das sind halt so Tigermücken. Vermutlich könnte mein Immunsystem das noch nicht. Und hat dann gedacht, wir schießen aus allen Poren. Diese Tigermücken gibt's auch in Deutschland. Das ist eine von den eingeschleppten Arten, über die wir vorhin schon gesprochen haben. Diese Mücken sind kleiner als unsere heimischen Mücken. Man kann sie aber ganz gut erkennen, war zweist gestreckt. die er aufmückenden Muster. Tigermücken gelten als sehr aggressiv. Wie wir auf Mückenstiche reagieren, hängt von den Mücken ab, die uns stechen, aber auch von unserem eigenen Körper. Und um das zu verstehen, schauen wir uns jetzt mal an, was passiert denn eigentlich bei einem Stich in unserem Körper? Also stellen wir uns mal vor, wir liegen schön gemütlich abends im Bett. Wir hatten einen ganz tollen Sommertag hinter uns. Wir atmen und wir schwitzen vielleicht auch ein bisschen und genau das lockt eine Mücke an. Die Mücke landet auf uns und ffuck! Stich zu. Und dann? Wird ein Protein-Kocktail von der Stechmücke in den Blut wird initiiert. Man könnte sagen, die Mücke spuckt kurz in die Wunde. Dieser Protein-Kocktail enthält Stoffe, die unsere Nerven dort kurz lämen, damit wir den Schmerz des Einstichs nicht spüren. Eigentlich ganz nett von der Mücke, ne? Und wenn die Mücke ein Krankheitserreger, wie z.B. die Parasiten, die Malaria auslösen, in sich tragen würde, dann würden die auch über diesen Protein-Kocktail in unseren Körper gelangen. Aber die wichtigste Funktion dieser Proteine ist eigentlich, sie hemmen die Blutgerinung. Das Blut bleibt dadurch flüssig. Die Mücke muss in der Lage sein, das Blut zu trinken und nicht das Gerinnungsprozesse, die von unserem Körper sofort in Gang gesetzt werden. Und das Blut im Stechrüssel der Mücke, sozusagen verklumpen würde. Fanfekt, die Mücke, trinkt das Blut aber nicht, um ihren Hummer oder Durst zu stellen. Sie nimmt es aus einem ganz anderen Grund auf. Die Blutmalzeit wird nur von den Weibchen aufgenommen und die Blutmalzeit dient den Weibchen, weil sie das in der Blutmalzeit enthaltene Protein für ihre eigene Eireifung und Bildung brauchen. Mit dem wunderschönen Wort Blutmalzeit meint Doreen Werner, dass Blut was uns oder Tieren abgezabbt wird, wenn wir gestochen werden. Aber wartet mal, heißt das Mücken ernähren sich gar nicht von unserem Blut? Weil ich dachte immer, die brauchen das so, wie wir Wasser um zu überleben. Die Ernährung der Mücken wird anders realisiert. Also sie nehmen Mekta und Pollen zu sich. Sie trinken auch Wasser, auch das müssen sie machen. Krass, irgendwie ändert das so viel. Weil ihr wisst, ich war ja wirklich immer ganz vorne mit dabei, wenn Leute gesagt haben, ja, wenn es ein Tier auf der Welt nicht mehr geben sollte, dann die Mücken. Aber. Fliegen und Mücken, vor allen Dingen auch, sind wichtige Bestäubar. Das heißt, wir denken immer nur an Bienen und Hummel aber Fliegen und Mücken sind mindestens genauso wichtig. Boah, krass. Ja, ich muss sagen, ich sehe die Mücken jetzt schon ein bisschen mit anderen Augen. Weil männliche Mücken haben gar kein Bedarf an Blut. Nur die Weibchen brauchen die Eiweiße in unserem Blut für die Bildung ihrer Eier. Das heißt auch nur die Weibchen Stechen überhaupt. Das ist also einfach nur eine Mutter, die da ihre Eier bilden will. Liefer und Lone, meine Güte. Dass ich je mal als Mücken verteidigen würde, das hätte ich ja immer im Leben nicht gedacht. Okay, anyway, zurück zum Stichvorgang. Wenn die Mücken dann das Blut aufgenommen hat, reagiert unser Immunsystem auf diese Proteine, die sie uns injiziert hat. Und das macht es in dem es Hystamine ausschütet. Ein Bodenstoff, der bei der Abwehr von Fremdenstoffen hilft. Und das verursacht dann die Schwellung, die Rötung, Hitze, Juckreits. Und das ist dann quasi so die Reaktionen, so "Ah, hier muss etwas gemacht werden. Was muss jetzt bekämpft werden?" Da arbeitet was. Und das Juck dann. Je nach Bücke und auch je nach Körper kann die Reaktion da unterschiedlich ausfallen. Wir haben ja schon gehört, was Connie im Urlaub in die Breilter passiert ist. Ein Jahr später wacht sie morgens wieder auf, dieses Mal zu Hause hier in Deutschland. Und obwohl sie eigentlich alles mit Fliegengittern gesichert hat, war wieder eine Mücke im Zimmer. Da ist mir morgens aufgefallen, dass ich in Unterarm und rechten Unterarm gestochen worden bin. Und dass das auch schon übelst gejuckt hat. Und wieder eine Schwellung gegeben hat, habe ich auch direkt eingekremmt. Connie geht dann auf die Jagd in ihrem Zimmer und findet ziemlich schnell die Übeltäterin. Eine ganz normale heimische Mücke. Es ist ihr erster Mückenstich, seitdem sie so eine heftige Reaktion in die Breilter hatte. Ich musste dann allerdings zum Dienst, also ich hatte den Tag Tag Dienst. Ich bin dann auch den Dienst gefahren. Connie ist ja Rettungssaniteterin. Das habe ich vorhin schon mal kurz erwähnt. Und sie geht an diesem Tag einfach ganz normal zur Arbeit. Aber über den Tag merkt sie, dass der Stich immer schlimmer wird. Und dann den nächsten Morgen ging es mir halt ganz schlecht. Also von einem Mückenstich dann auf einmal wirklich. Ich hatte Blutdruckabfall, ich hatte Fieber, ich hatte Schüttelfrost. Also wie so Grippe Symptome, richtig wie eine richtige Grippe. Also nicht ein Grippal ein Fekt, sondern halt eine richtige Grippe mit Kopfschmerzen, mit Schwindel. Es ist so schlimm, dass Connie beschließt ins Krankenhaus zu fahren, auch weil Wochenende ist. Da war eine Assistenzärztin, die hat sich das angeguckt und hat auch gefragt, ob das nur eine Mücke war. Ich so, ich habe nichts anderes gefunden. Ich gehe mal davon aus. Mittlerweile ist Connie's arm ziemlich angeschwollen. Sie hat niedrigen Blutdruck, eine hohe Herzregfenz und hohe Entzündungswerte im Blut. Aber das Schlimmste sind die Schmerzen. Im Endeffekt muss Connie drei Tage lang im Krankenhaus bleiben, bis der Stich wieder ein bisschen besser ist. Also ich habe über drei Tage Antibiotikum IV bekommen, also in die Wene auch hochdusiert. Und danach musste ich noch anderthalb Wochen Tabletten nehmen. Ich finde es echt krass. Und jetzt würde ich natürlich direkt denken, klar, das ist einfach eine allergische Reaktion auf den Mückenstich. Das hört man ja auch oft, dass Leute sagen, ich reagier so allergisch auf Mückenstiche. Im Arztbericht stand, glaube ich, eine Fleckmoner. Das ist eine Entzündung vom Weichsteil-Gewebe. Im Lokal durch diesen Stich, dem gesagt wahrscheinlich sind Tabaktierinnen reingekommen und die haben eben diese heftige Reaktion im Arm ausgelöst. Was natürlich auch sein kann. Bei Allergien gegen Mückenstiche ist nämlich das Ding, dass es wirklich super selten, dass man echt allergisch auf die Stoffe reagiert, die Mücken bei einem Stich abgeben. Dorin Werner sagt sogar, "Es gibt keine Allergien auf Mückenstiche. Es sind wirklich die Sekundeerinfektionen, die uns dann das Leben schwer machen und die Verursachen wir selbst." Soll heißen, wenn wir an einem Stich kratzen oder dreck in einen Stich kommt, dann kann sich das entzünden. Und das kann dann richtig Ärger machen. Kony hatte an ihrem Arbeitstag, an dem sie morgens gestochen wurde, einen Einsatz auf einem Sportplatz. "Kann auch sein, dass da was dran gekommen ist. Kann ich nicht so genau sagen." Also Leute, Finger weg von den Mückenstichen. Nicht kratzen. Was ihr stattdessen machen könnt, um den Jukreiz loszuwerden, dazu kommen wir noch. Aber jetzt erst mal zurück zu Kony. Denn auch, wenn man nicht kratzt, so ein Stich ist normal eine kleine Wunde. Da kann immer mal was reinkommen. Was aber auch sein kann, ihr Körper hat sich an die Stiche in Gibraltar erinnert, die ja auch eine ziemlich krassereaktion ausgelöst haben. "Also das hat dann nachher auf der Station, bei der Visite hat er es eine Art gesagt, er sagte, "Ja, das kann schon vorkommen. Also das kann sein, dass eben diese Vielzahl von Stichen ein Jahr vorher der Auslöser war." Wir erinnern uns, über den Speichel der Tigger-Mücke kam vermutlich ein Stoffen Kony's Körper, den er noch nicht kannte. Deshalb und durch die Anzahl der Stiche kam es dazu so eine krassen Reaktion. Und jetzt erinnert sich ihr Körper quasi daran und reagiert über, auch wenn es nur eine heimische Mücke und nur ein Stich war. So oder so, Kony ist seitdem ziemlich vorsichtig geworden, was Mückenstiche angeht. Verständlicherweise. "Man will unbedingt mal nach Schweden oder wir würden gerne mal nach Schottland, aber die haben ja auch so eine Mücken-Saison. Das kommt für mich halt nicht in Frage. Also da hätte ich auch keinen Spaß dran, weil ich quasi ständig aufpassen müsste, das möchte ich nicht wieder irgendwas zersticht." Vor allem einzelnen Stich hat Kony jetzt keine Angst, aber wenn sie weiß, dass irgendwo die Gefahr besteht, oft gestochen zu werden, dann meidet sie das lieber. Ansonsten hat sie aber auch hier ganz gute Wege gefunden, um Mücken fernzuhalten. Obwohl sie früher ja sehr anfällig für Mückenstiche war, schafft sie es jetzt nur noch so, 2 bis 3-mal pro Jahr gestochen zu werden. Sie ist also Profi in der Mücken-Abwehr und hat ihre Tipps mit uns geteilt. "Ich setz mich halt abends nicht mehr in kurzen Sachen raus, dann hole ich mir eine Decke und lege mir die um." Tipp Nummer 1 - lange Sachen tragen. Klar, nicht alles hält eine Mücke ab, je nach Art können die auch sehr aggressiv sein, aber so eine Barriere hilft auf jeden Fall ganz gut. Tipp Nummer 2 sind Mückensprays. Da gibt's ja allerdings sehr viele unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen, auch extra für tropische Gebiete und so weiter. Am allerbesten lasst ihr euch da zum Beispiel in der Apotheke beraten oder ihr probiert einfach aus, was euch hilft und halt gleichzeitig nicht so aggressiv für eure Haut und Atemwege ist. Und wem solche Sprays zu krass sind, kann es auch mit bestimmten etärischen Ölen versuchen, auch die können helfen Mücken abzuschrecken. Dazu gehören zum Beispiel Zitrusdüfte, aber auch Zimt und Nädenöl. Und Tipp Nummer 3 - wir haben mal investiert und haben wirklich überall gute Fliegen, Fenster, Netze und Tür-Netze dran gemacht. Das hilft auch ganz gut. Mücken bzw. Fliegen-Netze sind im Sommer echt der beste Schutz, vor allem wenn ihr einen Garten habt und da eventuell sogar Mücken brüten. Tipp Nummer 4 kommt von meiner Kollegin Lea, ich sag dann nur Limburger Käse. Was natürlich auch hilft ist Duschen, wenn der Schweiß ja erricht lecker für die Mücken, was soll ich sagen? Ja, was soll man sagen? Dann muss man ihn vielleicht auch ein bisschen öfter mal abwaschen. Im Sommer schwitzen wir außerdem auch viel beim Schlafen, das heißt einfach öfter die Bettwäsche wechseln. aber doch mal gestochen werden. Gibt's auch da verschiedene Sachen, die helfen können. Und auch da hat Connie eine ziemlich gute Methode gefunden. Ein Hitze-Stift. Ich hab das beide-way immer dabei, dass ich, wenn ich gestochen werde, das halt sofort benutzen kann. So ein Hitze-Stift hat vorne an der Spitze eine kleine Metallplatte, die sich dann erwärmt. Und diesen Stift kann man kurz nach dem Stich auf die Stelle halten. Das hat dann ganz kurz etwa 50 Grad und kann auch ein bisschen Wehtun ehrlich gesagt. Aber danach ist es oft besser. Und das empfiehlt auch Doreen Werner. Es bringt wirklich Linderungen, das nimmt den Juckreits raus, weil es das Immunsystem unterstützt, indem das Eiweiss, ja, denaturiert wird oder inaktiv gemacht wird. Ich sag's, wie es ist. Ich hab direkt nach der Recherche von dieser Folge mir so ein Stift im Internet bestellt, weil ich hatte vorher kein und jetzt bin ich auch stolze Besitzerchen. Denn die Hitze in so einem Stift zerstört die Proteine im Mücken-Speichel. Und dadurch wird die Reaktion des Immunsystems gestoppt. Auch Kühlpacks oder kühlende Gehls können den Juckreitslindern und abschwellend wirken. Eine Sache sollte man allerdings eher lassen. Man sagt auch bei Spucke. Spucke hat eine Wirkung, das ist doch desinfiziert. Aber auch mit unserer Spucke können wir Verunreinigungen reintragen. Und dann kommt es zu Sekundär-Infektionen, das heißt, zu Ideenbildung, zur Eiterung. Und das ist dann auch das, was uns zum Arzt treibt. Also am besten nicht die eigene Spucke auf dem Stich verteilen, auch wenn es manchmal schön kühlen wirkt. Und vor allem. Das Wichtigste an dem Punkt ist, dass ich weiß, und dass ich auch wirklich Versuche des Umzusätzen an Insektenstichen nicht zu kratzen. Okay, das war jetzt wirklich ziemlich viel Input zu so einem ganz kleinen Tier. Aber lass uns noch mal zusammenfassen. Es gibt kein süßes Blut. Mücken werden vor allem von unserem Atem oder unserem Geruch angelockt. Der beste Mückenschutz ist lange Kleidung, Mückennetze, regelmäßig duschen. Und wenn ihr euch da mal durchprobieren wollt, antimücken Sprays. Und wenn ihr dann doch mal gestochen werdet, benutzt am besten einen Hitzestift, um die Proteine vom Mückenspeichel zu zerstören. Oder kühlt den Stich. Und ja, es ist schwierig, aber bitte, bitte, versucht nicht daran zu kratzen. Die meisten extrem Reaktionen auf Mückenstiche sind nämlich auf Entzündungen zurückzuführen. Letzte Woche konnte dir uns eure Fragen zum Thema Christfluencing stellen und eine davon beantworten wir euch heute nach dem Abspannen. Also bleibt dran. Wenn ihr eine Frage zum Thema Mücken habt, dann schreibt sie uns in die Kommentare und wir beantworten sie für euch nächste Woche. Da geht es dann übrigens um die Frage, was ist dran an der Mail-Loneliness-Appe-Demic? Es stimmt einfach nicht, dass eingeschlecht völlig unpropezene Einsammer wäre, aber Männer sind anders ein. Und das ist, glaube ich, ziemlich wichtig hierbei. [Musik] Volk dem Podcast dir auf Spotify und aktiviert die Glocke, um keine Folge mehr zu verpassen. Und ich würde mich auch mega freuen, wenn ihr uns eine gute Bewertung da lasst. Ich bin Lisa Sophie Scheurel und bedanke mich bei allen, die für diese Folge mit uns gesprochen haben. Dr. Dorian Werner und Connie. Und auch heute zum Anlass der 200. Folge muss ich einmal eine riesengroßes Danke schön an mein ganz, ganz, ganz tolles Team aussprechen. Ich arbeite so, so gerne mit euch zusammen und es ist mir wirklich jede Woche eine unfassbar große Freude, diesen Podcast mit euch zu produzieren und so viel tolles Wissen an so viele Menschen weiterzugeben. Also vielen, vielen Dank an euch alle. Wissen Weekly ist eine Produktion von Spotify Studios in Zusammenarbeit mit Google und Nire. Executive producers, Daniel Nicolaue und Michael Badlefsky. Audioproduktion, Hammer und Amboz. Redaktion, Lea Dacowski, Johanna Bauman und ich Lisa Sophie Scheurel. Creative producer Nadine Raber. Line producer, Sarul Krausejetsch. So und jetzt beantwortig euch noch eine Frage, die ihr uns letzte Woche gestellt habt, zu der Folge zum Christfluenzing und Sektin. Und zwar hat Carlotta G in den Kommentaren gefragt, wie können sich Familienangehörige von Betroffenen, die in eine Sekterein gezogen wurden, verhalten? Und ich würde es eine super wichtige Frage, deshalb hier mal ein paar Tipps, die euch in so einer Situation helfen können. Erstens, ihr solltet nicht panisch, aber zügig reagieren und das Gespräch suchen. Wenn sich die Person noch in der Einstiegsphase befindet, ist sie womöglich noch zugänglich für kritische Gedanken. Zweitens, im Gespräch solltet ihr nicht mit Vorwürfen oder Zühne sch reagieren. Das kann nämlich genau das Gegenteil bewirken, was helfen kann, Interesse zeigen, aber klar machen, dass ihr nicht zustimmt oder eine andere Perspektive habt. Und drittens, ihr solltet am Kontakt mit der Person festhalten und euch auf die Themen und Interessen konzentrieren, die ihr gemeinsam hat. Für Menschen in solchen Gruppen wird ein Ausstieg immer schwieriger, je weniger Kontakt sie außerhalb noch haben. Und ganz wichtig ist natürlich professionelle Hilfe holen. Da gibt es zum Beispiel je nach Bundesland verschiedene Angebote. Davon haben wir euch zwei in den Schonuts von der Christfruienzingfolge auch verlinkt. Vielen Dank für deine Frage, Carlotta.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Mücken sind weltweit die tödlichsten Tiere durch die Übertragung von Krankheiten wie Malaria, Dengue oder Chikungunya, auch wenn das Risiko in Deutschland aktuell gering ist.
  2. Die Attraktivität für Mücken wird primär durch ausgeatmetes CO₂, Körperwärme und individuelle, subtile Körpergerüche bestimmt, nicht durch "süßes Blut". Blutgruppe 0 kann jedoch bei manchen Arten bevorzugt werden.
  3. Reaktionen auf Stiche variieren stark; extreme Schwellungen können durch eingeschleppte Arten wie die Tigermücke oder individuelle Immunreaktionen verursacht werden.
  4. Mücken werden nicht von Licht angelockt; Schutzmaßnahmen wie das Vermeiden von dunkler Kleidung oder die Reduzierung von CO₂-Ausstoß (z.B. nach Sport) können helfen.

Summary:

Der Podcast befasst sich mit der Frage, warum manche Menschen häufiger von Mücken gestochen werden und wie gefährlich diese Stiche sein können. Weltweit sind Mücken als Überträger von Krankheiten wie Malaria die tödlichsten Tiere, wobei das Risiko in Deutschland aufgrund des Klimawandels und globalen Handels zwar steigt, aber aktuell noch gering ist. Die Annahme, "süßes Blut" mache attraktiv für Mücken, ist ein Mythos.

Stattdessen locken ausgeatmetes CO₂, Körperwärme und individuelle, für Menschen kaum wahrnehmbare Geruchsnuancen die Insekten an. Studien zeigen, dass Blutgruppe 0 bei bestimmten Mückenarten beliebter sein kann. Die Heftigkeit der Reaktion auf Stiche variiert; extreme Schwellungen, wie bei einer im Beitrag geschilderten Urlaubserfahrung, können durch aggressive, eingeschleppte Arten wie die Tigermücke oder überschießende Immunreaktionen entstehen.

Zur Vorbeugung wird empfohlen, helle Kleidung zu tragen und darauf zu achten, dass Mücken nicht durch Licht, sondern vor allem durch Atem und Geruch angezogen werden.

FAQs

Mücken werden vor allem durch ausgeatmetes CO₂ und individuelle Körpergerüche angezogen, nicht durch 'süßes Blut'. Faktoren wie erhöhte CO₂-Produktion durch Sport oder Schwangerschaft sowie subtile Duftnoten der Haut spielen eine Rolle.

Theoretisch ja, aber aktuell ist die Gefahr gering. Heimische Mückenarten übertragen selten Krankheiten wie Malaria, jedoch können eingeschleppte Arten wie die Tigermücke zukünftig Krankheiten wie Dengue verbreiten.

Mücken werden primär durch CO₂ aus unserer Atemluft angelockt, gefolgt von Körperwärme und bestimmten Geruchsstoffen. Dunkle Kleidung und Alkoholkonsum können die Attraktivität erhöhen.

Nein, Mücken werden nicht vom Licht angezogen. Sie orientieren sich hauptsächlich an Geruch und CO₂, daher hat das Ausschalten des Lichts keinen Einfluss auf ihr Verhalten.

Die Reaktion hängt von der Mückenart und der individuellen Immunantwort ab. Einige Menschen entwickeln größere Schwellungen, besonders bei Stichen von nicht-heimischen Arten wie der Tigermücke.

Studien zeigen, dass Stechmücken Blutgruppe 0 bevorzugen könnten, aber dies ist nicht allgemeingültig. Entscheidender sind CO₂-Ausstoß und Körpergeruch.

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