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Mit Selbstführung zu mehr Klarheit

from Gesund arbeiten - der Podcast über mentale Gesundheit im Job

39m 6s

Mit Selbstführung zu mehr Klarheit

Selbstführung ist die Fähigkeit, sich selbst zu steuern, zu entscheiden und verantwortlich für eigene Handlungen zu sein. Sie hat tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit: Menschen, die ein Gefühl der Kontrolle und Selbstwirkung haben, sind robuster gegenüber Stress und weniger anfällig für psychische Erkrankungen. Das Konzept umfasst drei wesentliche Bereiche: Selbstreflexion, bei der man seine Gedanken, Gefühle und Glaubenssätze analysiert; Selbstregulation, bei der man zwischen Reiz und Reaktion einen bewussten Raum schafft, um emotionale Reaktionen zu steuern; und Selbstmotivation, bei der man die Gründe hinter eigenen Handlungen klärt und sie mit persönlichen Werten verbindet. Obwohl es kein einheitliches wissenschaftliches Konzept gibt, ist der Praxisbezug klar. Selbstführung ist kein perfekter Prozess, sondern ein kontinuierlicher, spielerischer Weg, der Freude am Leben und persönliche Entwicklung fördert. Man muss nicht alles kontrollieren, sondern lernen, auch Dinge zu akzeptieren, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen. Der Fokus liegt auf Bewusstsein, Wiederholung und der kontinuierlichen Erkundung von sich selbst. Diese Fähigkeiten helfen dabei, im beruflichen und privaten Leben bewusster zu handeln und die eigene Lebensrichtung sinnvoll und wertorientiert zu gestalten.

Transcription

5833 Words, 36780 Characters

German
sondern auch für Misserfolge vielleicht gerade steht. Also, das ist nicht unbedingt immer etwas Attraktives für Menschen. Doch trotzdem hat Selbstführung ganz viele Vorteile. Das kann wahnsinnig empauern sein, also dieses Gefühl zu haben. Ich habe das selber gemacht, selber entschieden, selber bestimmt selber gelenkt. Und deswegen kann es sich auch sehr positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Selbstführung ist nämlich ja so ein Schlüssel eigentlich, um wirklich das Gefühl von Kontrolle zu haben. Ich habe etwas gelenkt oder getan oder entschieden. Und Menschen, die das Gefühl haben, dass die Dinge selbst in der Hand haben, sind tatsächlich auch psychisch gesünder und auch seltener von psychischen Erkrankungen betroffen. Also dieses Gefühl von in der Psychologienien, wie er selbst wirksamkeit, ist einfach extrem gut für unsere Psyche. Also deswegen lobt es sich durchaus auch in eine gesündes Selbstführung zu gehen. Auf der anderen Seite sind Menschen, die das Gefühl haben, dass sie die Kontrolle über ihr Leben verlieren oder gar nicht haben, wo da viele Dinge einfach nicht beeinflussen können, oft eher ungesünder und empfinden einfach mehr Stress. Hallo und herzlich willkommen, du bist im gesund arbeitenden Podcast gelandet. Mein Name ist Dr. Eva Elisas Schneider. Ich bin Psychologin und Psychotherapeutin und ich bin host in diesen Podcast. Ich spreche hier ganz viel über mentale Gesundheit, insbesondere im Job und so. Ist auch unser heutiges Thema, nämlich Selbstführung. Was natürlich ganz viel auch mit dem Job zu tun hat, aber auch vor allen Dingen mit dem Leben. Vielleicht hast du das Gefühl, dass du. Manchmal oft automatisch reagierst, als anders auch, vielleicht als du es dir wünschst, oder dass du das Gefühl hast, dein Alltag steuert dich und nicht so wirklich anders rum, dass du dein Alltag steuerst, oder dass du vielleicht auch bei der Arbeiten manchmal eher in einer ausführenden Rolle bist, also du machst einfach, aber nicht unbedingt in einer gestaltenden Rolle oder gestaltenden Position. Und das alles hat etwas mit Selbstführung zu tun. Ich finde Selbstführung ist auch ein bisschen so ein Modebegriff. Weiß ich nicht, aber so ein Bass-Wirt, was irgendwie so einen übergeordnete Begriffe ganz viele Dinge ist. Also zum Beispiel werden ja die Begriffe Selbstführung, Selbstmanagement, Selbststeuerung, Selbstregulierung, oft ganz synonym verwendet, als irgendwie ein Halsbrei. Und da bringe ich heute mal etwas Lichtinstunkeln. Deshalb vielleicht mal vorab eine kleine Erklärung, was denn Selbstführung genau eigentlich ist. Das bezeichnet die Fähigkeit, dass man sich selbst motivieren und lenken kann und auch vor allen Dingen Verantwortung für das eigene Handeln und die eigenen Entscheidungen übernimmt. Und damit natürlich auch in einem gewissen Maße sehr proaktiv am eigenen Leben gestaltet an der eigenen Entwicklung teilnimmt und an seinen eigenen Zielen arbeitet. Also, das ist etwas, wo es sozusagen sehr stark darum geht, ich nehme die Dinge selber in die Hand und ich habe mein Handeln sehr stark selbst bestimmt. Und für manche Menschen kann das auch etwas Einschüchtern des haben, weil man ja irgendwie auch Verantwortung übernimmt. Und daher natürlich auch nicht nur für die Erfolge des eigenen Handels ja, verantwortlich ist, sondern auch für Misserfolge vielleicht gerade steht. Es kann wahnsinnig empauern sein, also dieses Gefühl zu haben. Ich habe das selber gemacht, selber entschieden, selber bestimmt, selber gelenkt. Selbstführung ist nämlich ja so ein Schlüssel, eigentlich, um wirklich das Gefühl von Kontrolle zu haben. Ich habe etwas, da gelenkt oder getan oder entschieden. Also dieses Gefühl von in der Psychologienien, wie er selbst wirksamkeit, ist einfach extrem gut für unsere Psychie. Also deswegen lohnt es sich durch, aus auch eine gesunde Selbstführung zu gehen. Auf der anderen Seite sind Menschen, die das Gefühl haben, dass sie die Kontrolle über ihr Leben verlieren oder gar nicht haben, oder viele Dinge einfach nicht beeinflussen können, oft eher ungesünder und empfinden einfach mehr Stress. Also hier lohnt sich und deswegen gucken wir heute ein bisschen genauer das Thema an. Als ich dieses Thema vorbereitet habe für euch, bin ich noch auf einen ganz erspannenden Gedanken gestoßen, den ich hier auch gerne nochmal teilen möchte. Und zwar hat Peter Drucker, also ein sehr bedeutender Managementautor ist das. Mal gesagt, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem wir wirklich enorme viele persönliche und berufliche Möglichkeiten haben. Und dadurch, dass wir so viele Wahlmöglichkeit haben, braucht es natürlich auch eine gewisse Verantwortung von uns, dass wir unsere Entscheidungen bewusst lenken, dass wir unsere eigene Entwicklung bewusst lenken und auch eine gewisse persönliche Reife dadurch entwickeln. Er sagt, man muss sozusagen der CEO, also der Geschäftsführer oder die Geschäftsführerin des eigenen Lebens werden. Und es liegt total an einem selbst, wie man sein Leben stimmig gestaltet, sich selbst motiviert. Und wann man vielleicht auch meine neue Richtung einschlagen sollte, weil auch Geschäftsführer*innen müssen auch gedaucken. Was mache ich sozusagen mit meinem Unternehmen? Und wenn ihr euch jetzt mal auf euch konzentriert überlegte, auch was mache ich eigentlich mit mir und meinem Leben, dass es trotzdem sich in eine gute Richtung entwickelt. Und die Grundlage dafür ist, dass man sich selbst wirklich gut versteht, dass man seine Motive kennt, seine Werte kennt, das was einen antreibt, wie man vielleicht mit anderen Menschen interagiert, wie man mit anderen Menschen funktioniert. Und vor allem auch, wo man einen Beitrag zu dieser Welt leisten kann, der unendlichen Wahlmöglichkeiten, der sich für einen Selbststimmig anführt. Und da gehören eben ganz viele Selbstführungsfähigkeiten dazu. Kleiner des Klemmer. Es gibt einfach immer noch kein einheitliches Konzept, was genau unter Selbstführung fällt. Und es ist auch gar nicht mal so leicht, tatsächlich, wenn man mal in die Literatur guckt und das Internet durchforstet, da irgendwie so eine gemeinsame Schnittmänge zu finden, was ich irgendwie interessant finde, weil das Wort so in aller Munde ist. Und trotzdem gibt es eigentlich gar keine so richtig einheitliche Definition, obwohl manche Menschen das tatsächlich genau ihr Modell als den Heiligen Greil verkaufen. Ich habe es jetzt hier zur Einfachheit mal in drei Bereiche gegliedert, die alle aus psychologischer Sicht sehr wesentlich unser Handeln bestimmen. Und dementsprechend natürlich auch auf Selbstführung bezogen sind und darauf einzahlen. Und an den hangeln wir uns jetzt mal entlang und für jede dieser drei verschiedene Bereiche, habe ich auch Beispiele mitgebracht und auch ein Impuls, wie du das selbst in deinem Alltag mal üben und umsetzen kannst. Also legen wir los. Der erste große Bereich, der mit Selbstführung associiert ist, ist die Selbstwahrnehmung oder die Selbstreflexion. Also das bedeutet seine Gedanken, seine Gefühle, seinen Verhalten bewusst wahrzunehmen. Also zu wissen, was fühle ich eigentlich, was denke ich, was sind eigentlich meine Muster, was treibt mich an und auch wer bin ich im Kern, wenn andere nicht zuschauen. Was sind vielleicht auch meine Gedanken, die ich ganz heimlich für mich behalte, aber was passiert eigentlich so in meinem Leben. Kleine Exkurs an der Stelle? Die Psychologie ist ja die Lehre vom Erleben und Verhalten des Menschen. Also es Selbstwahrnehmung sozusagen die ganz persönliche eigene Psychologie, des persönlichen In-Lebens, also deine eigene Lehre, das deines eigenen Erlebens und Verhaltens, warum machst du Dinge, wie sie sind, welche Gedanken kommen auf, wie gefühle hast du, wie verhältst du dich in dieser Welt? Und bei Selbstwahrnehmung geht es natürlich ganz wie darum, dass wir uns das Ganze erst mal bewusst wachen und vor allen Dingen auch wissen und realisieren, welche Glaubenssätze eigentlich oft hinter unserem Handeln stehen, weil die ganz stark unser Verhalten beeinflussen, um das mal so ein bisschen klassischer zu machen, vielleicht ein Beispiel, so ein klassischer Glaubenssatz wäre, wenn ich nicht beschäftigt bin, dann bin ich faul. Ich glaube, es kennen viele von uns zu gut, erhäußer, oder eine andere Glaubenssatz wäre, nur ein sicherer Job ist ein guter Job. Das verlängt einfach unser Verhalten sehr, sehr stark. Und beim sicheren Job jetzt mal, wenn wir in diesem Beispiel bleiben, kannst natürlich ganz viele Gründe geben, die mal irgendwie zu diesem Glaubenssatz und warum er sich verfestigt hat, gefühlt. haben. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die ist im Krieg aufgewachsen. Und die hat jetzt vor kurzem wegen Stellenkürzungen eine Abfindung mit einem vollen Gehalt für drei Jahre angeboten bekommen und hat sich aber tatsächlich dagegen entschieden und sich intern für eine andere Rolle beworben und jetzt sie auch bekommen, um Jobssicherheit zu haben. Sie hat gesagt, niemals würde ich meine Stelle aufgeben, wenn ich eine Chance habe, wirklich lange und sicher angebunden in einem Unternehmen zu sein, auch wenn es jetzt eine andere Rolle ist. Aber ich fand das extrem interessant, weil ich dachte, wow, also ich meine finanzielle Sicherheit, hättest du ja auf jeden Fall für drei Jahre und könntest sich in der Zeit umschauen. Aber die ist so stark auf Sicherheit getrimmt, dass das für sie überhaupt keine Option war, danach nicht zu wissen, wie es weitergeht. Und das ist jetzt ein sehr starkes Beispiel davon, wie so ein Glaubenssatz, nur ein sicherer Job ist ein guter Job oder nur ein sicherer Job lässt mich überleben. Wenn man es noch krasser sagt, wie sich das so manifestiert im persönlichen Handeln. Und hier kommt auch mein erster Impuls für diesen Bereich, für euch ins Spiel, also die selbst wahrnehmen und selbst Reflexion mal etwas zu schärfen und zu trainieren. Und zwar kannst du mal ganz bewusst eine Jobentscheidung reflektieren, die du irgendwann in der Vergangenheit mal getroffen hast. Und da kannst du dich aufragende, welche Glaubenssätze standen, denn damals eigentlich dahinter und wo zeigen die sich vielleicht auch heute noch in meinem Handeln und wo vielleicht auch nicht mehr? Wo habe ich mich vielleicht auch schon von diesen Glaubenssetzen mal gelöst? Mal ein Beispiel aus meinem Leben. Ich hatte ja mal vor einiger Zeit die Chance auf eine Professor, die ich tatsächlich abgelehnt habe. Das habe ich auch in der Podcastfolge darüber wie zufrieden ich mit meinem Job bin, wo wir das ja mal reflektiert haben. Auch angesprochen, die kann ich auch gerne nochmal verlinken. In dieser Zeit damals war schon mein Glaubenssatz dahinter sehr stark, dass natürlich Jobsecherheit wichtig ist und eben ein sicherer Job ein guter Job ist und auch ein Stück weit Status, weil Professor, das ist schon was uns, klingt erstmal schon sehr besonders und sehr toll und so. Aber ich habe in der Zeit für mich gemerkt, dass mir einfach Freiheit deutlich wichtiger ist und ich ja nicht umsonst selbstständig bin, weil ich das einfach so liebe, dass ich komplett frei und unabhängig entscheiden kann und abhängig von Institutionen bin. Auch wenn ich es total liebe mit Studierenden in Kontakt zu seinen Nachwuchsförderungen zu machen, Bildungen in den Vordergrund zu rücken, aber trotzdem war dieses Thema Freiheit für mich größer. Aber da kam so diese Glaubenssätze wieder ein Stück weit auf und ich musste mir ja echt nochmal bewusst machen. Nein, auch vergleichsweise in Anführungszeichen unsichere Jobs sind auch gute Jobs. Es ist vor einigen erster Linie wichtig, dass das zu mir passt. Und trotzdem zeigt sich dieser Gedanke nach Sicherheit. Heute manchmal immer noch besonders in stressigen Fasen, wo ich mich schon frage, oh, sollte ich nicht doch lieber was anderes machen, um einfach mehr Planbarkeit zu haben, weil als Selbstständiger hat man manchmal Fasen, da geht es drunter und drüber und es ist ganz viel los und es ist total cool, weil einfach sich ganz viel bewegt und dann gibt es manchmal Fasen, nicht man das Gefühl, alles ist einfach sehr ruhig und da weiß man gar nicht so ganz genau, wann es jetzt wieder losgeht, irgendwie mit mehr Aufträgen oder so und damit muss man irgendwie auch zurechtkommen. Und ich mache mir in solchen Fasen immer wieder klar, dass das natürlich auch ein Teil davon ist und dass selbst wenn ich jetzt wieder in die volle Planbarkeit, in die volle Sicherheit gehen würde, auch finanzieller Art, dass mich das trotzdem nicht erfüllen würde, weil ich da ja schon gewesen bin und das jetzt gerade einfach zu meiner aktuellen Lebensphase gar nicht so passt und ich natürlich das eine habe, klar die Freiheit und dann muss man einfach auch so ein bisschen mit den Nachteilen davon zurechtkommen, aber ich kann sozusagen diesen Trader auf, ich habe jetzt gerade leider kein gutes deutsches Wort dafür aber ich kann mit diesen Nachteilen auf jeden Fall deutlich besser leben, als wenn ich das Gefühl hätte, ich wäre irgendwie so in gewissen Rahmenbedingungen eingezwängt und hätte meine Freiheit nicht mehr, damit würde ich deutlich schlechter zurechtkommen. Also da hat man eine Jobentscheidung auf jeden Fall, meine Glaubenssätze so ein bisschen an die Oberfläche geholt und da muss ich mich richtig ordentlich damit auseinandersetzen. Reflektiere das auch mal für dich, ob es vielleicht mal in deinem Leben irgendwie meine Entscheidung gab, vielleicht ist es auch gar nicht was mit dem Job zu tun hat, sondern ein Wechsel von Lebensphasen wo bestimmte Glaubenssätze ganz besonders deutlich geworden sind und wo du diese Glaubenssätze heute noch merkst und wo du vielleicht sie auch gar nicht mehr so präsent hast, ne? Das ist Selbstreflexions. Verstehen, was treibt mich in meinem Handeln an und es nicht unbewusst einfach automatisiert, einfach irgendwas zu machen, sondern ganz bewusst, sich zu überlegen, was steht dahinter und wie möchte ich das aktiv gestalten? Dass du auch noch mehr an dir selber und deinen eigenen Werten dran bist. Eine weitere Idee, die da auch mit zu beitragen kann, ist, dass du dich mal fragst in bestimmten Entscheidungssituationen, was haben oder vielleicht auch was hätten deine Eltern oder deine Bezugsperson zu dieser Entscheidung gesagt? Auch wenn wir jetzt nicht unbedingt immer mit unseren Eltern beraten in einen möglichen Entscheidungssituationen sind die natürlich trotzdem einfach sehr stark mit unserem Glaubenssätze-System verbunden. Eine Mutter zum Beispiel, die ist eine Lehrerin und für die war halt Jobsecherheit was ganz wichtig ist und natürlich hat sich das auch auf meine Lebensentscheidung initial ausgewirkt, doch wenn ich mich jetzt in eine andere Richtung entwickelt habe, aber da musste ich ja auch erst mal hinkommen, ne? Also die hätte, da hab ich ganz genau ihre Stimme im Ohr, was die mir zu meinen Jobentscheidungen gesagt hätte, wenn ich sie zu bestimmten Dingen gefragt hätte und natürlich beeinflusst das auch unser Handeln. Das kann also eine Reflexionsfrage sein, die dir dabei helfen kann, näher an daran zu kommen, was sich eigentlich antreibt und warum du Dinge so machst, wie du sie machst. Und wo wir gerade bei machen sind, bringt uns das auch wunderbar zum nächsten Punkt nämlich Selbstregulation und das ist ein Bereich der Mit Selbstführung assoziiert ist, der sich ganz stark darauf konzentriert, wie wir unser Verhaltenbewusster steuern. Also bei der Selbstreflexion geht es ganz viel darum, erstmal zu verstehen, warum mache ich Sachen, wie ich sie mache und bei der Selbstregulation geht es mehr darum, wie mache ich denn die Dinge eigentlich oder welche Dinge mache ich eigentlich. Es gibt ein ganz tollen Satz, der finde ich wunderbar zusammenfasst, was da runterfällt, nämlich zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum und dieser Raum, der gehört dir. Es bedeutet, wir haben immer bestimmte Situationen, auf die wir auf eine bestimmte Art und Weise reagieren. Und dazwischen haben wir aber immer irgendwie eine Möglichkeit zu überlegen, okay, wie reguliere ich mich jetzt selber, damit ich eben vielleicht nicht automatisch irgendwie den nächsten Wutanfall bekomme oder wieder in dieses Muster verfalle, sondern vielleicht anders mich verhalte, dass ich vielleicht ruhig bleibe, statt in totaler Automatismen zurückzufallen. Gibt es auch übrigens eine tolle Methode für die, die kann ich an der Stelle auch mal teilen, die Stop-Metode. Also wenn ihr Stop sozusagen Stop, einmal als Wort vorstellt, großgeschrieben STOP, steht das genau für vier Schritte, nämlich S für Stop. Erst mal uns belegen, okay, Moment mal, was ist hier gerade los? Stop innehalten, bevor ich jetzt reagiere. T steht für Take a Breath, einmal einatmen, ausatmen, weil die Atmung einfach unser Nerven-System super reguliert. O steht für Observe, also beobachten, was ist hier eigentlich gerade los, um welches Thema geht es vielleicht hinter dem eigentlichen Thema? Was ist vor der Bühne, was passiert hinter der Bühne gerade? Und P für Proceed und dann erst weitergehen. Also dann noch mal bewusst also, überlegen, okay, wie möchte ich jetzt auf diese Reaktion, auf diese Situation reagieren? Entschuldigung. Also es ist auch eine tolle Methode, um einfach mal innezuhalten und diesen Raum zwischen Reiz und Reaktion bewusst dazu regulieren und zu steuern, um in eine gute Selbstregulation zu gehen. Also sein Verhalten auch auf eine gewisse Art und Weise, bewusster zu steuern, ist es ganz elementar, dass wir unsere Gefühle und die dahinterstehenden Bedürfnisse besser wahrnehmen, um dann zu entscheiden, wie wir handeln wollen. Also, Beispielmeine, welche Gefühle mit bestimmten Bedürfnissen zusammen hängen. Das Gefühl Wut hat zum Beispiel auf das Bedürfnis dahinter das Grenzen gesetzt werden oder eingehalten werden. Angst zum Beispiel, bei dem Gefühl hat man auf das Bedürfnis nach Sicherheit oder nach Schutz oder, wenn wir traurig sind, haben wir das Bedürfnis nach Trost. Und diese Bedürfnisse setzen sozusagen die Kompassnadel dafür, wie wir uns dann verhalten. Was wir aufzeigen, z.B. wenn wir jetzt wütend sind, hat ich ja vorhin gerade schon ganz kurz gesagt. Und sagen, eigentlich geht's mir gerade darum, hier Grenzen zu setzen. Dann werde ich vielleicht laut, weil ich gerne möchte, dass es hier bügig bis hier hingeht und nicht weiter. Dass meine Person z.B. nicht näher kommt, weil ich mich quasi verteidigen möchte und meine Grenzen verteidigen möchte. Das ist so ganz klassischer Fall. Das heißt, wir müssen immer wieder genau gucken, was ist eigentlich mein dahinterliegendes Bedürfnis um unser Handeln dann auch bewusst neu zu steuern. Mal vielleicht ein paar Fragen, die uns dem so ein bisschen näherkommen bringen können, ist z.B. was brauche ich denn gerade wirklich um zufrieden zu sein. Na, handle ich vielleicht gerade aus einem echten Bedürfnis heraus oder folge ich vielleicht äußeren Erwartungen, das erst mal auseinander zu bekommen. Und gar nicht mal so leicht, aber manchmal wollen wir ja zum Beispiel irgendwie Erwartungen von außen erfüllen und ignorieren dadurch unsere eigenen Bedürfnisse. Oder, wenn niemand zu sieht und mich bewertet, was genau würde ich dann eigentlich tun? Was entspricht wirklich meinen Bedürfnissen und nicht den Bedürfnissen oder wünschen Forderungen anderer? Oder, welches meine Handlungen gibt mir eigentlich Energie? Und welche Raub mehr Kraft? Könnte ich mich vielleicht ein bisschen öfter für den Weg entscheiden, der sich für mich leicht energetisch und richtig anfühlt. Da habe ich ja auch in der Podcastfolge über das Gefühl, nicht gut genug zu sein und nicht genug zu machen mit Chrissy Mönch gesprochen. Die verlinke ich ja auch gerne noch mal. Bei Selbstregulation geht es also ganz viel darum, sich zu überlegen, was brauche ich eigentlich gerade wirklich? Und wie kann ich meinen Handeln so ausrichten? Vielleicht auch wieder ein paar Beispiele, wo das im Alltag manchmal so ein Konflikt ist und man irgendwie das eine macht aber eigentlich das andere will. Also zum Beispiel, wenn du ja sagst zu einer zusätzlichen Aufgabe, obwohl du eigentlich total überlastet bist, aber irgendwie dein Chef oder deiner Chef wenn irgendwie gefallen möchtest, oder gerade auf eine Beförderung hinarbeitet ist. Dass du da nochmal reflektierst, hey, brauche ich gerade diese Anerkennung wirklich? Ist diese extrameile wirklich erfolgerlich? Oder geht es mir nicht eigentlich darum, dass ich eigentlich mehr Ausgleich und Balance brauche? Und wie kann ich da jetzt gut für mich einstehen? Oder zum Beispiel, du gehst mit Freunden essen, obwohl du vielleicht lieber irgendwie ein Abend allein auf der Couch verbringen willst. Und dass du da nochmal überlegst, hey, will ich wirklich, brauche ich gerade wirklich diese soziale Zeit, die Social Time. Bin ich gerade in dieser sozialen Energie, dieser Energie. Oder mache ich das gerade eigentlich für andere, weil die jetzt erwarten, dass ich komme und so weiter. Aber ich brauche halt eigentlich gerade total für Ruhe und Erholung. Da kann das auch in Konflikt miteinander stehen. Ich hatte das zum Beispiel jetzt an Neuja. Da habe ich so das Gefühl gehabt, dass alle machen so fancy Visionboards und was möchte ich dieses Jahr erreichen? Und ich reflektiere irgendwie, riesengroß, wie mein Jahr war und setz meine Ziele fürs nächste Jahr. Und ich war im Winter dieses Jahr total müde und KO. Und ich dachte dann irgendwie, die ganze Zeit, soll ich das irgendwie auch machen. Also das ist irgendwie das, was man einfach so tut. Aber mir ist dann nochmal klar geworden, ich mache das ja für mich und nicht für andere und eigentlich brauche, oder es mir ist gerade gar nicht danach. Ich habe gerade gar nicht die Energie dafür. Ich würde mich total zwingen, das zu tun. Und das nochmal aus Nenner zu bekommen, was von dem, was ich tue oder mir vornehme, mache ich eigentlich wirklich für mich und meine Bedürfnisse und was mache ich eigentlich für andere und externe Bedürfnisse. Eine ganz wunderbare Frage, die ich dem noch näherbringen kann, ist das zu dich in so kritischen Situationen, wo du vielleicht so ein Bedürfniskonflikt irgendwie siehst, nochmal fragst, was würde ich machen, wenn niemand zu sehen würde und mich niemand bewerten würde. Damit kommst du viel näher an deine wirklich Kernbedürfnisse ran und kannst dementsprechend auch besser regulieren. Okay, wie möchte ich mich jetzt tatsächlich im nächsten Schritt verhalten? Selbstregulation geht ganz viel darum, dass man die Bedürfnisse, die man hat erstmal wahrnimmt und gerade wenn es so schwieriger Konfliktmomente gibt, wo vielleicht mehrere Dinge zusammenkommen, guckt, okay, wie kann ich jetzt wirklich mich so verhalten? Oder wie so handeln, dass es sich für mich und meine Bedürfnisse stimmig oder zumindest ein bisschen Stimmigär anfühlt und ich nicht in so ganz alte Automatismen zurückgreife, die weder gut für mich sind. Manchmal auch nicht unbedingt gut für andere. Gerade wenn wir so an Streitereien oder Konflikte denken, dann merken wir dann oft, okay, wir drehen uns hier einfach im Kreis und irgendwie kommen wir nicht weiter und da kann man noch mal gucken, okay, jetzt zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. Wie kann ich den irgendwie so ein bisschen anders ausrichten? So dass mein Handeln nochmal so eine andere Note und eine andere Färbung bekommt und sich dadurch vielleicht auch die Dinge, die im Außenstatt finden, auch nochmal verändern. Das fängt also im Innenan und trägt sich dann nach außen. Jetzt haben wir uns zwei Bereiche angeguckt, die mit Selbstführung assoziiert sind. Das eine war die Selbstreflexion und die Selbstwannehmung und das andere die Selbstregulation. Und jetzt kommt das dritte und zwar ist das die Selbstmotivation. Gibt es ganz viel darum, warum mache ich denn die Dinge überhaupt? Also wissen warum und wofür man etwas eigentlich macht. Das hängt natürlich sehr eng mit den persönlichen Tielen zusammen. Aber es braucht natürlich auch gewisse Werte dahinter, sonst ist das oft nicht sehr nachhaltig. Also wenn jetzt einfach nur sagen, ich will Führungskraft werden, ist es vielleicht ein Ziel, aber da steht jetzt keine größere Substanz, kein größerer Werte dahinter. Etwas, was das mehr anreichern würde mit einem Wert. Wie hat es zum Beispiel, dass du sagst, hey, ich glaube an das Potenzial von Menschen. Ich möchte Teams dabei unterstützen, großes zu erreichen oder fantastische Produkte zu entwickeln. Und das ist das, warum dahinter. Also nicht, ich möchte einfach nur Führungskraft werden, weil es halt die nächste Karrierestufe ist. Es ist einfach ein Ziel, sondern mein Wert dahinter ist zum Beispiel, zu etwas größerem beizutragen oder Gemeinschaft oder so. Und das ist ganz wichtig, dass man sich das klar macht in der Selbstführung. Warum mache ich die Dinge eigentlich? Warum habe ich denn genau diese Ziele? Mir ist noch wichtig an der Stelle zu sagen, dass alleine die Motivation nicht immer ganz ausreichend ist. Also die ist natürlich auch sehr eng gekoppelt mit der Umsetzung. In der Psychologienin wird das Volition. Also das ist natürlich wichtig, ist das eigene, warum zu kennen. Aber vor allem muss man das warum ja irgendwie auch auf die Straße bringen. Trotzdem möchte ich hier gerade das Thema, warum noch mal etwas näher beleuchten, weil einfach viele Menschen, glaube ich, ihr warum gar nicht so klar haben, wie ich das jetzt gerade auch in den Beispiel mit "Ich möchte Führungskraft werden" schon genannt hatte. Deswegen vielleicht noch mal ein weiteres Beispiel, wo das warum wirklich einen sehr entscheidenden Unterschied machen kann. Jemand in meinem engeren Umfeld hat vor kurzem ein Hörgerät verschrieben bekommen, weil die so einen leichten Hörverlust hat die Person. Und sie meinte so, oh, wenn eine Person mittleren Alters, das fühlt sich total schrecklich an für mich. Das ist irgendwie so gefühlt gar nicht in meinem Konzept auch von meiner Altersgruppe so enthalten und eigentlich will ich das überhaupt nicht tragen. Und dann habe ich mit ihr gesprochen und noch mal auch so zusammen eruiert, dass Hörverlust tatsächlich ein ganz großer Risikofaktor für Demenz ist. Vor allen Dingen dann, wenn er unbehandelt bleibt. Und hier länger man das Gehör auch sei es mit Unterstützung, mit einem Hörgerät, unterstützen kann und aufrecht erhalten kann. Die komplette Funktionalität, das Gehörs, desto besser ist es für die Gesundheit und eben auch um Demenz vorzubeugen. Also diese Frühbehandlung von einem nahen oder anfangenen Hörverlust zum Beispiel durch den Hörgerät, kann also ganz stark dabei helfen, das Demenz Risiko zu senken und die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten. Und das ist also noch mal so ein ganz anderer Blickwinkel gewesen zu überlegen, warum mache ich das eigentlich, wenn ich das jetzt trage. Das ist nicht einfach nur damit ich besser hören kann, sondern das steht vielleicht auch was größeres dahinter, nämlich dass ich meine Gesundheit so lange es geht, irgendwie erhalte. Und das ist dann wiederum ein ganz anderer Motivator, der natürlich unsere Entscheidung, wie wir handeln, ganz stark beeinflusst. Das haben wir ja auch oftmals, wenn wir jetzt beim Thema Gesundheit bleiben, irgendwie auch im Sport. Also wenn man sich irgendwie den ganzen Tag irgendwie schwer aufraffen kann, obwohl man sich eigentlich vorgenommen hat, regelmäßig Sport zu machen und dann sich nochmal fragt, warum mache ich das Ganze eigentlich? Kann das natürlich ein Motivator sein? Also, ich will irgendwie einfach gerne irgendwie gesund sein, ich möchte den gesunden Körper haben, ich möchte so lange es geht, mein Körper gesund halten, oder ich möchte mich einfach psychisch gut fühlen, weil ich weiß, es trägt einfach zu meiner mentalen Gesundheit bei. Also all das sind natürlich einfach diese größeren, warum ist dahinter, wo es nicht so darum geht, es stoisch abzuklappern, weil es einfach ein-to-do auf der Liste ist. sondern weil einfach ein größerer Wert, nämlich Gesundheit dahintersteht. Diese Werte fusene also immer irgendwie auf dem "Warum mache ich Dinge, wie ich sie mache". Und die sollte man für sich klar haben, dass "Warum" dahinter. Da gibt es auch eine tolle Methode, die ich hier gerne teilen möchte als Impuls, damit ihr auch das mal in euren Alltag euer Leben übersetzen könnt. Und zwar ist das die fünfmal "Warum" Methode. Und da kann man ganz gut zum Kern von der persönlichen Motivation vortringen. Und zwar wählt man da einen bestimmtes Ziel oder einen Vorhaben und fragt sich fünfmal "Warum". Man beispielsweise, damit das anschaulicher wird. Also mein Ziel ist, ich möchte meine eigene Firma gründen. Warum? Erstes, warum? Weil ich mein eigener Chef, meine eigene Chefin sein möchte. Warum? Weil ich selbst entscheiden möchte, woran ich arbeite. Warum? Weil ich Projekte machen möchte, die mich selbst und nur mich begeistern. Warum? Weil ich gerne etwas sinnvolles für andere erschaffen möchte, was anderen Menschen mehrwert bietet. Warum? Weil ich das Gefühl habe, möchte, dass meine Arbeit etwas in der Welt verändert. Also das sei jetzt fünfmal "Warum" auf das Ziel bezogen. Ich möchte meine eigene Firma gründen. Das "Warum" dahinter ist, also der Wunsch Sinn zu stiften und Einfluss zu schaffen. Da empfehle ich euch auch ganz stark, das "Buch", das "Kaffee" am Rande der Welt. Das ist wirklich ein ganz tolles "Buch", verschlingt man und liest man einfach so einem Rutsch weg, wo es auch ganz viel darum geht, warum bin ich eigentlich auf dieser Erde? Was ist so mein Zweckte-Existenz? Was möchte ich hier eigentlich bewirken? Und damit kommt man dem immer noch mal etwas näher zu belegen, nicht nur einfach mechanisch Dinge auszuführen, weil irgendwie die Gesellschaft, dass so einen vorgesehen hat oder weil eben die Glaubenssätze ein, dahin gesteuert haben, sondern für sich zu belegen, "Warum", bin ich hier und was möchte ich auf dieser Welt eigentlich bewegen? Es ist wirklich ein ganz schönes und berührendes Buch, das verlinke ich gerne in den Schonauts. Ich habe jetzt viele kleine Impulse geteilt, wie ihr Selbstführung in den unterschiedlichen Bereichen gut üben könnt und möchte an der Stelle aber noch mal sagen und auch würdigen, dass Dinge sich nicht immer sofort ändern. Und Selbstführung ist was grandioses, was ganz tolles, womit wir wirklich unser Leben selbst in die Hand nehmen können. Und trotzdem sind wir manchmal einfach mit äußeren Faktoren konfrontiert, wo wir nicht alles selber steuern können. Oder wir merken einfach, wir fallen doch wieder an eine alte Muster zurück, obwohl wir uns uns 100 Mal anders vorgenommen haben. Also ich habe ja auch in Psychotherapien ganz viele Menschen begleitet und Dinge über Jahre geübt. Und trotzdem gibt es einfach Momente, da fällt man zurück in alte Muster und das ist mir ganz wichtig hier nochmal zu sagen. Dass das normal ist, dass ihr nicht zu viel Druck auf euch ausüben müsst und dass Selbstführung irgendwie auch so was spielerisches behalten soll. Etwas, was euch auf Freude macht, weil es ja schön ist, das eigene Leben zu gestalten. Und was wirklich zentral ist, ist einfach wiederholungen daran zu bleiben, die Kontinuität zu schaffen und immer weiter sich selbst zu erforschen, an sich selbst zu arbeiten und auch vielleicht ein bisschen zu experimentieren. Dass das halt wirklich etwas hat, was Freude macht und nicht, was ihr macht, weil man es eben machen soll. So wie ich mit meiner Neujahrsreflexion, die ich am Ende ja nicht gemacht habe, aber ihr wisst, was ich meine, ich habe es ja eben gerade erzählt. Vielleicht noch mal ein eigenes Beispiel, wo ich jetzt gerade an meiner eigenen Selbstführung arbeite. Ich habe jetzt gerade, dass mir so vorgenommen, dass ich gerne fokussierter arbeiten möchte. So ist es jetzt erst mal ein sehr loses Ziel, und das kann man sich natürlich direkt fragen, ne, warum denn? Ich werde mal ganz kurz anhand der drei Säulen durchgehen, die ich als auch in dieser Folge hier beschrieben habe. Ja, meine Selbstreflexion dahinter ist, dass ich erstmal überlege, was tu ich denn gerade, was mein Fokus eigentlich verbessert oder verschlechtert. Und welcher vielleicht auch nicht hilfreicher Glaubenssatz steht dahinter. Bei mir ist es zum Beispiel, dass ich beschäftigt sein muss, damit meine Arbeit wertvoll ist. Ja, es ist total absurd, ich weiß, wie du von euch werden jetzt gleich den Kopf schütteln, aber so ist es manchmal mehr Glaubenssetzen, die haben nichts mit Rationalität zu tun, sondern für mich ist es so, ne, nur wenn ich beschäftigt bin, dann hat meine Arbeit wirklich einen Wert. Und das bedeutet auch, dass ich manchmal vielleicht nicht so fokussiert in etwas reinbegebe, sondern halt die ganze Zeit irgendwelche Sachen mache und ich bin beschäftigt, also keine Frage, aber ich bin nicht fokussiert. Und das ist das Problem. Nein, dass ich dann manchmal merke, hey, irgendwie jetzt hab ich gerade zwei Stunden ganz viel gemacht, aber eigentlich nichts an dem in der Tiefe gearbeitet, was ich eigentlich ausarbeiten wollte. Meine Selbstregulation dahinter ist dann also nur, dass ich merke, hey, ich muss irgendwie Ablenkungen minimieren und gucken, wie schaffe ich das, dass ich eben mehr in der Tiefe vielleicht an einem ganz bestimmten Projekt arbeiten kann. Das heißt, ich frage mich, hey, was brauche ich gerade wirklich, um fokussiert zu arbeiten? Was ist mein Bedürfnis dahinter, ja, ich muss Ablenkungen einfach wirklich ganz knallhart reduzieren. Handy weglegen, E-Mails ausstellen, Europaks reinmachen, whatever, you name it. Das ist ja, dass er jeder TikTok da ja unterschiedlich. Und dann, meine Selbstmotivation dahinter, mein Warum dahinter, ah, ist okay, ich will nicht einfach nur fokussierte Arbeiten, sondern eigentlich möchte ich gerne Nachmittags- und Abends mehr Zeit für mich, für meine Freunde und Freundinnen, für meinen Partner, für Sporthaben, also mein Wert dahinter ist, dass ich einfach gerne mehr Zeit für das investieren möchte, was mir wichtig ist im Leben, Gesundheit, Beziehung, all diese Dinge. Das heißt, fokussiert arbeiten, mag vielleicht erst nur so ein loses Ziel sein, aber wenn man in die Selbstführung geht und sich überlegt, okay, ich reflektiere, was ist da eigentlich grad los, was treibt mich an, was mir da im Wege steht. Ne, ich versuche, in die Selbstregulation zu gehen. Wie kann ich das verändern, mein Verhalten ändern, damit dieses Bedürfnis erfüllt wird? Und mein Warum dahinter verstehe, dann ist das nen super kraftvolles Rezept, um das tatsächlich umzusetzen. Kleiner Disclaimer, das gelingt mir nicht immer, aber ich bleibe dran. Und damit kommen wir auch langsam zum Ende dieser Folge. Und vielleicht möchtest du diese Folge mit ihm auch einen Teil, der sich für Selbstführung interessiert, weil dieses Konzept, wie gesagt, einfach so manikfaltige Vertreten ist und so viele verschiedene Unterbausteine hat. Und vielleicht ist es für die eine oder andere Person aus seinem Umfeld auch spannend, der oder die sein Leben bewusster gerne gestalten und steuern möchte. Also, um es noch mal zusammenzufasten. Selbstführung kann man ja in so drei Bereiche einteilen. Es ist aber, wie gesagt, nicht wissenschaftlich von dir, das einzige, was unter Selbstführung fällt, aber es sind alles drei Bereiche, die sehr stark mit Selbstführung associiert sind. Das eine ist die Selbstreflexion, selbst Wahrnehmung, was mache ich eigentlich? Das nächste ist die Selbstregulation, wie mache ich das? Und das dritte ist die Selbstmotivation, warum mache ich das? Und auch da ist alles ein Prozess, ich habe es auch eben gerade gesagt, das soll auch ein bisschen was spielerisches haben. Man muss nicht alles perfekt kontrollieren und perfekt führen. Es geht auch darum manchmal einfach Dinge laufen zu lassen und auch daraus wieder zu lernen. Oder auch mal nicht veränderbare Dinge anzunehmen, dass sie nicht veränderbar sind und dass ich vielleicht jetzt auch alles da reingegeben habe, meinen Teil zumindest zu steuern. Aber es einfach auch wirklich äußere Faktoren sind, die wir nicht immer beeinflussen können. Gelassenheit an dieser Stelle ist also auch ein gutes Kredo, was man sich beim Thema Selbstführung immer mal wieder selbst einflösen kann. Vielen Dank, dass du mich heute hier durch diese Folge begeleitet hast für Selbstführung. Hinterlasse mir doch gerne eine Bewertung, das dauert nur zwei Sekunden geht ganz schnell und ich bin dir ganz dankbar dafür, weil ich da durch genau das weitermachen kann, was ich hier mache, dich und euch mit ganz vielen Informationen rund um mentally gesundheit und Psychologie bei der Arbeit zu versorgen. Und wenn du gerne mehr über meine Arbeit und mich wissen möchtest, dann kannst du gerne meine Social Media, Kanäle, Besuchen oder auf meiner Website vorbei schauen, eva dieser Schneider.com. In diesem Sinne, ganz lieben Dank fürs Zuhören und dass zu heute Zeit in eine gesunde, zielgerichtete und wertorientierte Selbstführung investiert hast. Ich bin Eva und sage, Tschüss bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Selbstführung bezeichnet die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, zu lenken und Verantwortung für eigene Entscheidungen und Handlungen zu übernehmen.
  2. Das Gefühl von Kontrolle und Selbstwirkung ist entscheidend für psychische Gesundheit und reduziert das Risiko von Stress und psychischen Erkrankungen.
  3. Menschen, die das Gefühl haben, ihre Lebensentscheidungen nicht selbst beeinflussen zu können, sind häufiger ungesund und empfindlicher gegenüber Stress.
  4. Selbstführung umfasst drei Kernbereiche
  5. Selbstreflexion hilft, hinter gedanklichen und emotionalen Mustern sowie Glaubenssätzen zu sehen, die das Handeln beeinflussen.
  6. Selbstregulation ermöglicht es, zwischen Reiz und Reaktion einen Raum zu schaffen, um bewusst zu reagieren und Gefühle und Bedürfnisse besser wahrzunehmen.
  7. Selbstmotivation bezieht sich auf das „Warum“ hinter Handlungen und verbindet Ziele mit persönlichen Werten und größeren Sinn.
  8. Selbstführung ist ein kontinuierlicher, spielerischer Prozess – nicht perfektionistisch, sondern ein Weg, Freude am Leben und persönliche Entwicklung zu erfahren.

Summary:

Selbstführung ist die Fähigkeit, sich selbst zu steuern, zu entscheiden und verantwortlich für eigene Handlungen zu sein. Sie hat tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit: Menschen, die ein Gefühl der Kontrolle und Selbstwirkung haben, sind robuster gegenüber Stress und weniger anfällig für psychische Erkrankungen. Das Konzept umfasst drei wesentliche Bereiche: Selbstreflexion, bei der man seine Gedanken, Gefühle und Glaubenssätze analysiert; Selbstregulation, bei der man zwischen Reiz und Reaktion einen bewussten Raum schafft, um emotionale Reaktionen zu steuern; und Selbstmotivation, bei der man die Gründe hinter eigenen Handlungen klärt und sie mit persönlichen Werten verbindet.

Obwohl es kein einheitliches wissenschaftliches Konzept gibt, ist der Praxisbezug klar. Selbstführung ist kein perfekter Prozess, sondern ein kontinuierlicher, spielerischer Weg, der Freude am Leben und persönliche Entwicklung fördert. Man muss nicht alles kontrollieren, sondern lernen, auch Dinge zu akzeptieren, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegen.

Der Fokus liegt auf Bewusstsein, Wiederholung und der kontinuierlichen Erkundung von sich selbst. Diese Fähigkeiten helfen dabei, im beruflichen und privaten Leben bewusster zu handeln und die eigene Lebensrichtung sinnvoll und wertorientiert zu gestalten.

FAQs

Selbstführung bezeichnet die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, zu lenken und Verantwortung für eigene Entscheidungen und Handlungen zu übernehmen.

Menschen, die das Gefühl haben, selbst Kontrolle über ihr Leben zu haben, sind psychisch gesünder und empfinden weniger Stress als die, die sich hilflos fühlen.

Selbstführung umfasst drei Bereiche: Selbstreflexion, Selbstregulation und Selbstmotivation.

Das bewusste Wahrnehmen von Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern sowie die Erkennung hinterliegender Glaubenssätze.

Man kann die Methode 'Stop-Methode' anwenden: Stoppen, atmen, beobachten und dann bewusst entscheiden, wie man auf eine Situation reagiert.

Sie hilft, das eigene Handeln durch klare Werte und Ziele zu leiten, was die Nachhaltigkeit und Bedeutung von Handlungen verstärkt.

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