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Missverständnisse in der Kommunikation vermeiden: So geht’s!

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Missverständnisse in der Kommunikation vermeiden: So geht’s!

Missverständnisse in Beziehungen sind normal und häufig, da jeder Mensch aufgrund seiner Erfahrungen, sozialen Hintergründe und individuellen Wahrnehmungssysteme unterschiedlich interpretiert. Der Kern des Problems liegt nicht in der Tatsache, dass etwas nicht verstanden wurde, sondern in der daraus entstehenden emotionalen Reaktion – insbesondere wenn Verletzungen oder unerfüllte Erwartungen daraus resultieren. In der Kommunikation ist es entscheidend, wertschätzend zu bleiben, mit klaren „Ich-Botschaften“ zu sprechen und nachzufragen, wie der andere das gemeint hat. Unausgesprochene Erwartungen, wie zum Beispiel die Bitte um eine Wärmflasche oder eine gemeinsame Abendaktivität, können zu Enttäuschung führen, wenn sie nicht offen diskutiert werden. Langjährige Verletzungen, wie bei dem Brötchen- oder Orange-Beispiel, entstehen oft aus mangelnder Rücksichtnahme und werden durch fehlende Anerkennung oder Respekt verstärkt. Ein stabiles Fundament der Beziehung wird durch das Erkennen und Auflösen dieser Verletzungen geschaffen. Dazu gehören gemeinsame Strukturen wie Kalender oder To-Do-Listen, die Klarheit schaffen und Missverständnisse verringern. Zentral ist auch die Fähigkeit, in einer positiven Absicht zu bleiben und die Kommunikation nicht als Konflikt, sondern als gemeinsame Lösung zu betrachten. Durch regelmäßige Reflexion, klare Nachfragen und wertschätzende Gespräche kann das Verständnis zwischen Partnern stetig verbessert werden. Die Lösung liegt nicht in der Vermeidung von Missverständnissen, sondern in einem bewussten, respektvollen Umgang damit, der das gegenseitige Vertrauen und die emotionale Verbundenheit stärkt.

Transcription

8915 Words, 53484 Characters

German
Ich weiß noch, bei uns in der Ausbildung ging es sehr viel darum, sich zu verstehen und zu überlegen, was heißt denn überhaupt verstehen? Und dass es ein vollständiges Verstehen eigentlich gar nicht gibt. Weil ja doch jeder in Nuancen seine eigenen Interpretationen hat und Dinge anders sieht. Und vielleicht hast du ja ein Beispiel, wo wir uns in letzter Zeit mal missverstanden haben. Ja, mir fällt sofort eins an. Ein ganz aktuelles. Gestern Abend ist ein Missverständnis entstanden. Ich habe meiner Wahrnehmung zu dir zweimal gesagt, dass wir uns nochmal unterhalten können über verschiedene Sachen, die gerade so anstehen, wenn unser Sohn schläft. Und ich habe innerlich die ganze Zeit gedacht, okay, wenn er schläft, dann schnacken wir darüber. Und dann habe ich ihn ins Bett gebracht. Und ich bin mit dabei. Ich bin eingeschlafen und bin heute Nacht um drei wach geworden und habe gedacht, ich war völlig desorientiert und gedacht, wie spät ist es? Wo bin ich? Irgendwie war ich total durch und bin auf die Toilette gegangen und habe gedacht, oh nein, du wolltest doch aufstehen. Du wolltest doch noch das Gespräch suchen. Also ja, so über organisatorische Dinge auch. Und da habe ich gedacht, oh nee, Mist. Und dann bin ich heute Morgen auch auf dich zugekommen und habe gesagt, Mensch, tut mir total leid. Ich bin gestern eingeschlafen. Und da gucktest du mich so ein bisschen irritiert an und hast gesagt, wieso tut dir das denn leid? Oder so hast du gesagt, ich weiß nicht mehr genau, was du gesagt hast, aber du hast gesagt, wieso wollten wir gestern Abend jetzt nochmal sprechen? Und da habe ich gedacht, krass, was für ein Missverständnis wir hatten, weil ich hatte heute Nacht ehrlich gesagt echt ein schlechtes Gewissen, weil ich dachte so, oh nein, wie ärgerlich. Ich habe mich auch gewundert, warum du mich nicht geweckt hast. Und ja, da haben wir uns einfach missverstanden. Das, was ich meinte, gesagt zu haben, kam irgendwie bei dir nicht an. Und vielleicht habe ich auch gar nicht deine Gesprächsbereitschaft erfragt und habe dir das nebenbei irgendwie, als ich an dir vorbeigelaufen bin, gesagt. Ich weiß es nicht. Aber das war so oder ist so, was mir jetzt einfällt, wo wir. Gut, das wäre jetzt ja so ein Ding, wo man keine Gesprächsbereitschaft meistens erfragt. Ja. Das ist ja nur so eine kurze Orga-Info. Aber ich weiß auch gar nicht mehr, ob du mir überhaupt darauf geantwortet hast, ehrlich gesagt. Ja, das ist dann eher so ein Punkt, wo man vielleicht auf den Fokus und die Aufmerksamkeit. Das anderen achtet, weil das fällt mir häufig dann auf, dass in der Kommunikation man natürlich heutzutage viele Dinge um sich herum hat, insbesondere das Handy und andere Dinge oder ist in Gedanken. Und manchmal funktioniert das gar nicht. Ich hatte letztens das. Genau, das war in dem Meeting bei uns mit Laura. Und dann war ich gerade dabei, etwas zusammenzufassen. Und sie sagt einen neuen Satz. Und dann guckt sie und sagt, ich habe jetzt irgendwie drei Bruchstücke verstanden. Das, das und das. Alles dazwischen habe ich nicht gehört, weil ich das hier gerade aufgeschrieben habe. Und das ist so etwas, wo man ja für den Satz nicht um Bereitschaft fragt, sondern ja eher beobachtet, ist derjenige offen. Im Zweifelsfall würde man tatsächlich dann um die Bereitschaft fragen, aber eher um die Bereitschaft, nicht so hast du die Ressourcen, die Energie und so weiter, sondern zu sagen, kannst du kurz deinen Fokus auf mich richten? Bist du da in was involviert? Kannst du mir zuhören? Nein. Ich bin hier gerade am Tippen. Oder ich bin gerade in Gedanken. Ich kann gerade gar nicht zuhören. Ich denke mal kurz meine drei Dinge zu Ende und dann lass uns kurz sprechen. Aber interessant ist ja, wenn ich dich jetzt heute Morgen zum Beispiel jetzt nicht darauf angesprochen hätte, also was aus so einem Missverständnis halt auch entstehen kann, wenn man dann nicht nochmal ins Gespräch geht, weil dann kann man ja ganz viel reininterpretieren. Das ist ja der Punkt eigentlich. Das Missverständnis an sich ist ja wieder nicht das Problem. Genauso wie eine Meinungsverschiedenheit, ein Konflikt. Alles eigentlich nicht die Probleme, sondern der Umgang damit. Was passiert, wenn das passiert? Wie geht man damit um? Spricht man es offen aus? Hat man es sofort für beide Seiten geklärt? Interpretiert man nur? Dann ist es schwierig. Und insbesondere, wenn das Fundament instabil ist, dann wäre auch eher eine negative Interpretation naheliegend. Zum Beispiel wie, ich hätte dich mit Absicht nicht geweckt, damit wir nicht irgendein blödes Gespräch haben. Du bist jetzt sauer auf mich und deswegen sprichst du es von dir aus heute Morgen. Oder man kann ja ganz viel interpretieren. Andersrum habe ich auch schon erlebt, dass dann der Part, der auf dem Sofa quasi wartet, dann am nächsten Tag sauer ist und sagt, du bist schon wieder eingeschlafen. Genau. Also auch das, du schläfst dauernd ein, wir haben gar keine Abende miteinander. Also dass dann daraus ein Vorwurf erwächst oder eine emotionale Verletzung. Ja, du bist im Podcast der Lebensidealisten angekommen. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Missverständnisse entstehen einfach auch wahnsinnig schnell und sind auch ja normal, weil wir jeder ja eine andere Wahrnehmung haben, anders aufgewachsen sind, anders sozialisiert worden sind. Und wir immer davon ausgehen, eigentlich müsste der andere doch wissen, was ich meine oder andere Menschen wissen, was ich meine, weil es für einen selber ja so logisch erscheint. Und man nicht mehr so den Blickwinkel häufig hat zu sagen, könnte es auch anders sein. Also könnte derjenige das auch einfach anders verstanden haben und deswegen haben wir aneinander vorbeigesprochen oder so. Und das ist halt häufig immer das Problem, diese Fehlinterpretation. Und da geht es ja schon los. Man misst ja auch so schnell. Die Begriffe. Denn eigentlich haben wir ja alle die gleiche Wahrnehmung, wenn unsere fünf Sinne einigermaßen in Ordnung sind. Aber die sind ja auch nicht gleich. Aber die Interpretation ist unterschiedlich. Ich habe gerade in einem anderen Podcast gehört, da ging es darum, wie man als Unternehmer so Ruhe bewahrt. Wie man so in seiner inneren Mitte bleibt, obwohl ständig von außen ja so Einschläge kommen. Und das betrifft Beziehungen ja auch. Dass man so seine Beziehung hat und es kommen ständig von außen Sachen. Da geht was in der Schule schief. Die Erzieherin in der Kita möchte schon wieder ein ernstes Gespräch. Da passiert was. Also hast du überall auch so Dinge im Außen. Dann kriegst du einen Brief. Straße wird erneuert, du sollst was zahlen. Es gibt ja immer irgendwas, was von außen so auf dich einprasselt. Wie kannst du da trotzdem ruhig bleiben? Und da wurde was zitiert aus dem Buddhismus, was dazu ganz gut passt. Nämlich, dass eigentlich, wenn man das so betrachtet, alles immer erstmal nur eine völlig neutrale Situation ist. Es passiert einfach irgendetwas. Aber es ist erstmal völlig neutral. Es passiert einfach. Und erstmal. Erst dann, wenn wir interpretieren und Emotionen entwickeln, dann wird daraus auf einmal ein Thema. Dann passiert was mit uns. Und es ist da ja ähnlich. In der Wahrnehmung ist das gleich. Also, dass du eingeschlafen bist, völlig neutral eigentlich. Dass ich das nicht verstanden habe oder dass das nicht bei mir angekommen ist, völlig neutral. Die Frage ist jetzt ja, und das ist dann sehr stark abhängig, wie du sagst, von unserem gemeinsamen Beziehungsfundament. Wie sind wir sozialisiert? Wie dringend ist das? Wie ist das Thema, was wir hatten? Wie sind die Vorerfahrungen? Gibt es genau zu diesem Thema Verletzungen? Also, es gibt ganz viele Bausteine. Und erst, wenn die zusammentreffen, dann entwickelt sich daraus, was ich aus der Situation mache. Für uns war es jetzt entspannt, weil das kein Thema ist. Du hast es angesprochen. Das Fundament ist stabil. Kriegt man das sofort gelöst. Und es macht auch gar keine Anstrengung. Es ist gar nicht anstrengend, das auszusprechen und so weiter. Das ist dann eher so, es ist dann eher schon lustig. Ich fand das, ich hatte den ganz großen Drang, heute Morgen das gleich anzusprechen. Weil ich dachte so, okay, irgendwie fand ich das auch so krass, dass mir das, also was heißt, dass mir das passiert ist. Weil ich selber ja das Gespräch suchen wollte. Das fand ich so ein bisschen paradox und ich schlafe dann auch noch ein. Und dann fand ich das halt auch spannend. Einfach ohne, dass wir ganz viel gesprochen haben am Morgen. Unsere Blicke so zu sehen und wie du mich angeguckt hast und gesagt hast so, ja, wieso? Also, da merkte ich gleich sofort in Millisekunden, okay. Es ist eine andere Stimmung, ne? Also es ist keine schwere Stimmung zwischen uns. Es ist jetzt Bedarf gar nicht vieler Worte. Und da sieht man schon so, woraus die Missverständnisse typischerweise resultieren. Das eine ist, das Fundament ist nicht stabil. Das andere ist, ich habe vielleicht nicht die kommunikativen Fähigkeiten. Ich weiß nicht, dass ich das sofort aussprechen sollte. Und ich weiß auch nicht, wie meine Metaprogramme funktionieren. Ich weiß also nicht, wie ich Kommunikation finde. Und wie du sie filterst und wo potenzielle Momente für Missverständnisse auch liegen. Das sind ja so die Hauptdinge. Aber natürlich auch mit dem Bereitschaft, ist jemand gerade wirklich, oder ist er irgendwo fokussiert, kann er mir zuhören, das zu beachten und das auch nicht übel zu nehmen, wenn man gerade fokussiert ist und nicht zuhören kann, nochmal freundlich nachzufragen, solche Dinge. Das wollen wir uns heute näher anschauen. Welche Probleme macht das, wenn man Missverständnisse hat in der Beziehung? Welche Folgen löst das aus? Und wie könnte man das lösen? Wobei ich eigentlich schon viele Punkte gerade skizziert habe, was man eigentlich braucht, um gut zu kommunizieren. Missverständnisse gibt es ja sehr häufig bei so Themen wie Absprachen, Verbindlichkeiten, rund um das Thema Zeitmanagement. Da geht es auch ganz viel um Erwartung, dass ich etwas erwarte. Bei der Sache, die wir jetzt angesprochen haben, was uns passiert, das ist ja auch so ein bisschen, war ja meine Erwartung, die so mitgeschwungen hat, ist, warum hast du mich nicht geweckt? Also als ich eingeschlafen bin, hast du mich nicht geweckt und dann konnten wir sprechen. Also ich finde das. Ganz spannend bei Missverständnissen, weil ich hatte letzte Woche ein paar im Coaching und da sagte der Mann, ist es ein Ziel, nachher keine Missverständnisse zu haben? Und da habe ich gesagt, meiner Meinung nach wird man immer Missverständnisse haben, weil man ja auch nicht möchte, dass man sich klont. Also das Ziel ist ja gar nicht, dass du so bist, wie ich bin oder ich, wie du bist, sondern das macht sie auch gerade den Reiz aus in der Beziehung, dass wir zwei verschiedene Menschen sind. Und dadurch werden wir automatisch Missverständnisse haben, häufig weniger meistens als am Anfang der Beziehung, weil man sich natürlich schon kennt. Aber ich glaube auch die Zeit ist nicht entscheidend, sondern die emotionale Verbundenheit. Aber auch anzunehmen und zu sagen, ja, wir sind unterschiedlich und auch wir haben Missverständnisse, aber wie gehen wir damit um? Also wie stehen wir überhaupt zu dem Thema Missverständnissen? Ist das etwas, was negativ ist, was man vermeiden sollte, was man sagt, das wollen wir nicht haben? Oder sagen wir, okay, das ist. Das ist so wie Konflikte, man hat immer Konflikte. Auch Leute, die bei uns in der Paartherapie waren, werden danach in ihrem Leben noch Konflikte haben miteinander. Das ist normal. Aber sie lernen anders damit umzugehen und damit auch Konflikte ganz anders zu empfinden. Ja, das ist auch eine häufige Frage. Haben wir danach keine Konflikte mehr? Genau. Haben wir Konflikte miteinander? Das ist auch gerne eine Frage im Coaching. Ja, das divergiert mit einem anderen Ziel, weil ich möchte ja normalerweise eine harmonische Beziehung führen. Da würde man sagen, okay, am besten. Am besten keine Missverständnisse, keine Konflikte, aber ich möchte gleichzeitig eine Beziehung haben, die sich leicht anfühlt, wo eine gewisse Leichtigkeit da ist. Und das beißt sich dann ein wenig, denn wenn ich keine Konflikte und keine Missverständnisse haben möchte, dann müsste ich immer in absolutem Bewusstsein und sehr, sehr bedacht meine Sätze formulieren und jedes Handeln vorab intensivst reflektieren und quasi prüfen bei jedem Handeln, welche negativen Auswirkungen könnte das haben. Ich müsste quasi jedes Mal so einen kleinen Öko-Check innerlich durchlaufen bei jeder Handlung, die ich mache. Ja, das macht man ja nicht. Und das würde so eine Schwere produzieren. Das schafft ja auch keiner im Alltag. Und dann muss man eben gucken, wir wollen natürlich Missverständnisse und Konflikte so weit wie möglich reduzieren, aber wenn sie auftreten, einen anderen Umgang damit erlernen, sodass es die Beziehung nicht mehr ins Wanken bringt, dass das Fundament trotzdem stabil bleibt. Und das ist ja auch letztendlich lebensnah und realistisch. Denn ich muss ja trotzdem irgendwie lernen, mit Konflikten gut umgehen zu können. Denn selbst wenn wir auf die Art und Weise miteinander umgehen, gibt es eben noch die Außenwelt. Und ich sollte ja auch vielleicht mit meinem Kollegen, mit Freunden, mit meinen Eltern, Geschwistern, ich sollte ja mit allen irgendwie die Möglichkeit haben, die Fähigkeiten haben, Konflikte gut klären zu können. Und wenn wir jetzt so eine ganz besondere Art haben, Konflikte und Missverständnisse zu vermeiden, dann werde ich die ja im Außen dauernd haben. Ja. Ein häufiges Missverständnis im Coaching ist ja auch immer das Thema der Kommunikation. Wenn jemand zum Beispiel eine Problematik hat, die einen belastet und man dann zum Partner oder zu der Partnerin kommt und es ein Missverständnis dann entsteht, wie der andere damit umgeht oder was man selber möchte. So typischerweise, ich habe mich über etwas aufgeregt bei der Arbeit oder bei der Schule von unserem Sohn oder was auch immer irgendwo und komme zu dir und sage, oh, darüber habe ich mich aufgeregt. Das und das ist mir heute passiert, da merke ich, ich bin da total wütend und man zählt vielleicht auf, wie kann der andere das denn so machen oder so arbeitet man auch nicht, was auch immer. Und der Mann dann häufig den Drang hat, eine Lösung zu präsentieren. Also, dass du dann anfängst, mir einen netten Ratschlag zu geben wie, du musst doch auch mal das aus dem und dem Blickwinkel sehen oder nächstes Mal könntest du so und so reagieren, das wäre vielleicht ein bisschen angemessener, was auch immer. Und was bei den Frauen, man muss schon sagen. Das ist schon ein bisschen geschlechterspezifisch. Häufig dann passiert, dass ein Gefühl entsteht von wegen, wieso ich, ich will gar keine Lösung, ich möchte Mitgefühl, aber lass uns doch zusammen in der Zugehörigkeit mal bitte leiden. Also lass uns doch einmal zusammen im Gefühl sein und sagen, ja, es ist auch echt eine doofe Situation, das kann ich mir vorstellen, dass dich das aufregt oder das kann ich sehen. Habe ich auch schon ein paar Mal anders herum erlebt, dass die Frau dann. Ratschläge gibt und der Mann eigentlich emotionalen Beistand wollte. Ja. Also es gibt es auch inzwischen in beide Richtungen, muss man sagen. Ja, aber ich finde schon, die Tendenz ist eher bei den Frauen häufig. Das stimmt. Und was natürlich häufig passiert ist dann auch, dass man sich schlecht fühlt, weil man denkt, Mensch, die Lösung weiß ich selber, ich bin ja nicht doof. Genau, ja. Ich brauche keinen Ratschlag bei der Lösung, sondern ich brauche emotionalen Beistand. Bei den Männern ist eher häufiger das Phänomen, dass sie nichts von der Arbeit erzählen. Mhm. Auch nichts, was sie belastet, weil sie sagen, meine Frau kann das ja eh nicht lösen. Ja. Die ist da ja eh nicht im Thema. Die hat keine Ahnung, wie eine CNC-Fräse funktioniert. Was soll die mir da helfen, wenn ich das Ding nicht repliziert kriege? Ja. Kann die mir nichts zu sagen und erzählen dann gar nichts. Aber die Frauen möchten ganz gerne was hören, nämlich nicht, um Lösungen zu präsentieren, sondern um eben auch den Mann emotional zu begleiten, weil das ja auch dann ein Geben und Nehmen ist. Genau. Und die Männer denken dann häufig, wenn es andersrum. Ja. Ja. Ja. Und die Frau dann nur mitgefühlt möchte, ja, aber was habe ich denn jetzt hier geleistet? Was bringt dir das denn, wenn ich dir sage, dass das schlimm ist? Das ist das, ne? Und dann, was willst du da machen? Was ist denn deine Lösung? Also dieses, ja, das ist ja schön, das können wir ja auch gerne drüber sprechen, aber wenn du mir das erzählst, was ist denn der Sinn dahinter? Und das finde ich immer sehr spannend, dass manche Männer dann im Coaching sagen, also soll ich jetzt nur Mitgefühl zeigen? Und dieses nur Mitgefühl, wo die Frauen sagen, ja. Das ist das, was ich brauche. Und die Männer sagen, okay, also du möchtest es nicht, nein, möchte sie nicht. Das ist echt immer sehr spannend. Ja, das ist dann ganz einfach, ne? Die Lösung ist die Emotion begleiten, ne? Ja. Ja, an dieser Stelle vielen Dank für inzwischen über 200 Bewertungen für unseren Podcast. Ein guter Teil auf Apple und ein sehr guter Teil auf Spotify. Wenn euch also unsere Podcast-Folgen weiterhelfen und ihr das Gefühl habt, dadurch gut an eurer Beziehung arbeiten zu können, passende Impulse bekommt, dann freuen wir uns sehr, wenn ihr euch einen kleinen Moment Zeit nehmt und unseren Podcast bei Spotify oder auch bei Apple bewertet. Oder wenn ihr bei YouTube zuschaut, dann hinterlasst doch gerne mal einen Kommentar, abonniert unseren Kanal, das freut uns dann wirklich sehr. Ja, das nächste ist eigentlich so ein Mix aus etwas, was Paare probieren, aber auch gleichzeitig eine Folge aus Missverständnissen ist, nämlich Gespräche zu reduzieren, gewisse Themen auszuschließen, zu sparen, also dass man mehr kommunikative Distanz aufbaut. Man sagt, naja, wenn wir jetzt weniger miteinander sprechen, dann haben wir auch weniger Missverständnisse. Oder, dass dann immer mehr interpretiert wird. Auch das ist ein typischer Irrglaube, dass man sagt, höre ich auch sehr häufig in Coachings, ja, wir sind ja schon so lange zusammen, ich kenne meinen Partner, ich weiß, was der meint, was der denkt, was der will. Wo ich immer sage, naja, es gibt da eine sehr hohe, hohe Quote an Missverständnissen, wenn es um Interpretationen geht, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich das verändert hat, dass man irgendwie etwas interpretiert, weil man das vor Jahren mal so erdacht hat, man berücksichtigt häufig die Weiterentwicklung nicht da drin, und das ist super schwierig, vor allen Dingen dann, wenn jemand noch nie so richtig seine Gefühle und Bedürfnisse ausgesprochen hat. Wie möchte man dann denn wissen, was derjenige wirklich will und für Bedürfnisse hat? Neu bei uns aussprechen und anerkennen, was ist, und das hat einen sehr guten Grund, warum das so wichtig ist, denn die häufigsten Missverständnisse entstehen, wenn ich interpretiere und nicht nachfrage. Ja, und die Gefahr besteht ja auch immer häufig, dass wenn man selber seine Kommunikation mit dem anderen dann runterfährt, weil man Angst hat vor Missverständnissen, vor Konflikten, dass man sich häufig ja andere Menschen dann sucht, mit denen man kommuniziert. Also den Partner oder die Partnerin, die einen in den Ausschluss bringt, und sagt so, das rede ich dann lieber mit meiner Freundin, die versteht mich eher, oder meiner Schwester, oder mit einem Kumpel, und dann bewusst und auch unbewusst immer mehr auf die kommunikative Distanz geht und sich damit auch emotional weiter verabschiedet. Weil ja auch dann schnell mal was in Richtung Vorwurf geht. Zum Beispiel, hättest du jetzt auch heute Morgen sagen können, dass ich dir nie zuhöre. Was ja eigentlich das typische Ding ist, ich bin mir sicher, ich habe was ausgesprochen, der andere, bei dem ist es nicht angekommen, dann ist das das typische Ding, dass man sagt, du hörst mir nicht zu. Oder ständig vergisst du, was ich dir sage. Und was viele eben auch nicht machen und ein typisches Problem darstellt, ist mal den eigenen Anteil zu betrachten und zu schauen, okay, ich habe es ausgesprochen, kann es vielleicht sein, dass der andere keine Bereitschaft hatte, dass er woanders fokussiert war, dass das gar nicht bei ihm angekommen ist. Habe ich das wirklich nur im Vorbeigehen gesagt? Das sind so verschiedene Dinge. Wo man mal schauen könnte, warum kommt meine Botschaft beim anderen nicht an? Warum ist nicht angekommen, dass das Gespräch noch wichtig ist? Was ist mein Anteil daran? Denn seltenst ist in einer Beziehung etwas so, dass einer 100% Verantwortung für etwas hat, gerade für ein Missverständnis, sondern es gibt normalerweise immer irgendeine anteilige Verteilung. Ob 50-50, 70-30, irgendwo wird es immer irgendwelche Anteile geben, Prozent und Null Prozent ist äußerst selten. Und ein Klassiker sind ja auch die unausgesprochenen Erwartungen. Also wenn ich eine Erwartung habe und die nicht ausspreche und hoffe, du weißt, was ich meine und daraus dann ein Missverständnis entsteht. Und Erwartungen, finde ich, auch immer sind sehr schwierig, wenn man die unausgesprochen im Kopf hat, weil die so sehr anfällig sind halt für Verletzungen. Also wir haben ja meistens mal eine sehr genaue Vorstellung geprägt, so wie wir leben, was wir aufnehmen, Social Media, was auch immer. Und dann daraus formen sich dann unsere Erwartungen. Und wenn ich dann damit reingehe, ist die Wahrscheinlichkeit, wenn ich dem anderen in der Kommunikation nichts vermittle, ziemlich groß, dass ich enttäuscht werde. Das ist der eigentliche Punkt dann häufig, die Enttäuschung. Und auch da ist wieder das Gleiche, was ich gerade schon zuvor sagte. Gerade bei Enttäuschung neigen wir wieder sehr dazu, dem anderen die Verantwortung. für unser enttäuschtes Gefühl zu geben. Dabei liegt die Verantwortung für meine Enttäuschung, wenn ich eine Erwartung hatte, die ich nicht ausgesprochen habe, eigentlich fast komplett bis komplett bei mir selbst. Weil ich habe dem anderen ja gar keine Chance gegeben. Und der müsste mich kennen und all diese ganzen Sachen. Alles immer schwierig. Oder der müsste doch wissen, was ich erwarte. Auch schwierig, weil man geht immer dann von sich selber aus. Der andere hat ein anderes Emotionsmuster. Der andere hat andere Gedanken. Wenn ich eine Erwartung ausspreche, gebe ich dem anderen die Chance zu sagen, jo, kann ich machen. Oder zu sagen, nee, das kann ich nicht erfüllen. Um dann zu gucken, okay, wie könnte ein stimmiger Kompromiss aussehen. Und wenn er sagt, ich mache das und erfülle es dann aber trotzdem nicht, dann habe ich sozusagen das Recht, in Anführungsstrichen, enttäuscht zu sein. Denn dann durfte ich ja mit Recht erwarten, dass derjenige das entsprechend durchführt, weil er hat ja zugesagt, dass er die Erwartung erfüllen kann. Ich finde gerade so Kleinigkeiten. Kleinigkeiten sind so, wenn ich jetzt überlege, in den Coachings oder auch bei uns selber ja meistens im Alltag etwas, wo man enttäuscht werden könnte sonst. Also ich schreibe ja dir häufig mal abends, zum Beispiel montags ist ja meistens mein langer Tag bei der Arbeit. Und jetzt kommen wir ja wieder in die Jahreszeit, wo es kälter wird. Und ich bin ja jemand, der grundsätzlich eigentlich fast immer friert. Und dann schreibe ich dir ja meistens gerne so, was weiß ich, eine halbe Stunde, bevor ich nach Hause komme, kannst du mir schon mal eine Wärmflasche machen. Und das ist auch was Typisches. Und wenn ich das Wissen jetzt nicht hätte, eine Erwartung hätte, dass ich denke, okay, du weißt doch, ich friere, du weißt doch, es ist jetzt eine kalte Jahreszeit, du müsstest doch wissen, dass ich eine Wärmflasche haben möchte. Aber dann das auszusprechen und zu sagen, mir ist es in dem Moment sehr wichtig, weil ich freue mich dann drauf und ich erfrage ja auch, ob du die Zeit hast. Ich bin ja auch ein paar Stunden nicht zu Hause. Ich weiß ja auch gar nicht, was bei euch abgeht in dem Sinne, was da für Themen sind. Um das auch sicherzustellen und mich dann auch darauf freuen zu können. Dann spreche ich es halt aus. Aber das wäre zum Beispiel so eine Situation, die mir jetzt so spontan einfallen würde, die in anderen Bereichen im Coaching immer wieder vorkommt. So dieses, ah, wäre doch schön. Aber du frierst ja nicht und du hast ja auch einen ganz anderen Ablauf zu Hause, wie ich bei der Arbeit. Und natürlich wäre es jetzt ein total romantischer Gedanke und in Filmen ist das auch so, dass jemand da alles schon zurechtlegt und so weiter. Aber so ist ja nicht die Realität. Die Realität ist ja, dass du. Wenn du in der Rushhour vom Abendbrot essen bist und ihr eure eigenen Themen da habt und du wahrscheinlich nicht daran denkst, dass ich gefroren habe oder frieren könnte. Ja, und das ist das Thema nämlich, dass man ja selber beschäftigt ist. Man hat ja selber sehr viel zu tun und es geht ja gar nicht darum, dass man das nicht gerne macht. Ja. Es geht eigentlich eher darum, dass dieser Gedanke keinen Platz mehr findet, auch aus dem Aspekt heraus, weil das für mich selber kein Bedürfnis ist. Ich kenne das so gar nicht. Genau. Ich würde niemals eine Wärmflasche benutzen. Erst recht nicht im Herbst. Also ich könnte das jetzt irgendwie bei minus 20 Grad in Norwegen im Dezember mir vorstellen oder so. Aber so nicht. Ganz jahresmäßig. Aber es ist ja nicht so, dass dieses Thema völlig ignoriert bleibt. Zum Beispiel habe ich ja gerade dir eine ganz besondere Wärmflasche gekauft und geschenkt. Und das ist ja etwas, wo man schon sieht, dieses Thema ist da, man weiß das und ich mache dir gerne so eine Freude. Aber man darf eben auch honorieren, dass wenn der andere. Wenn der andere voll im Stress ist und da viel zu tun hat, dass eben dieser Gedanke vielleicht nicht da ist. Beziehungsweise eben das auch vom Gefühl her nicht kommt, weil es eben für mich noch gar nicht die Jahreszeit wäre, wo ich an eine Wärmflasche denken würde. Also ich würde vielleicht auf die Idee von alleine kommen, wenn es draußen anfangen würde zu schneien. Ja. Dann würde ich vielleicht denken, ah, die kommt gleich nach Hause, die friert bestimmt. Im Schneesturm. Dann macht es vielleicht Sinn, eine Wärmflasche zu machen. Aber da das Gefühl ist, wenn man rausgeht, dass es warm ist. Ja. Und unser Sohn. Unser Sohn ist ja auch. Hat eine sehr starke innere Wärme. Der geht bei sieben Grad noch im Pulli raus und bei neun Grad im T-Shirt und friert wirklich nicht. Man kann seine Arme anfassen. Ich hatte die Tage Lenkradheizung an dem Auto. Und meine Hände sind so gerade warm geworden, weil die Eis kalt waren. Ich habe seine Hände angefasst, die waren total warm. Ja, stell mal vor, wie es mir geht. Ich stehe da und friere und der schwitzt. Ich stelle auf 22 Grad im Auto und er auf 20 und bei ihm kommt kalte Luft raus. Das sind aber so Dinge. Das ist man so unterschiedlich. Und man ist dann eben auf sich und seine eigenen Bedürfnisse und seine eigenen Gefühle und Co. Und wie man sich reguliert, Wärme, Kälte, fokussiert. Und dann ist es eben schwierig, den anderen auch noch mit im Blick zu haben. Ich hatte auch im Coaching letztens. Ich weiß nicht, ob du das mal bei Instagram gesehen hast. Man kann sich ja auch so abends mit den Kindern oder manche Paare machen das auch so Tabletts fertig machen. Für so Kinoabende mit so Süßigkeiten. Da gibt es so richtig coole, wo du ein Fach für die Fernbedienung hast und dann ein Fächer für Getränke, dass du es auch aufs Sofa stellen kannst, damit du ja nicht dich vorbeugen musst zum Tisch. Genau, aber es gibt es halt auch in so Familien Edition oder Dinkel Dörte hat dann ja noch ein bisschen Gemüse und so da drauf. Auf jeden Fall fand ich das ganz spannend, weil die Frau sagte, sie hat irgendwie innerlich so die Erwartung, sie möchte gerne nach Hause kommen und sie hat das bei Instagram gesehen und sie meint, sie findet das selber lächerlich. Aber wenn jemand mal so. Wenn jemand mal so ein Tablett für sie fertig machen würde zu einem gemütlichen Abend. Und sie hat gesagt, sie hat irgendwie immer die Erwartung gehabt, wenn sie angedeutet hat, Mensch, wollen wir mal einen Fernsehabend machen? Und sie hat ihm wohl das auch schon mal vor ein paar Wochen gezeigt, dass sie das ja so cool findet. Und hatten sie letztens einen Filmabend gemacht mit den Kindern und sie hat auch gesagt, sie kauft ein paar Süßigkeiten an. Und er war dann davor zu Hause, sie war noch unterwegs. Und hat sie gesagt, irgendwie war sie total enttäuscht, dass er nicht versucht hat, sowas mal nachzumachen. Und der Moment, sie kommt nach Hause und dann ist das so. So schön hergerichtet und am besten sitzen alle schon mit ihren gemütlichen Pyjamas auf der Couch. Ich konnte das total sehen, was sie meint. Und ich weiß selber, wie das über Instagram ja auch präsentiert wird. Aber da habe ich auch gesagt, boah, was für Erwartungen werden auch häufig in uns dadurch geschürt. Also, dass wir so in so eine romantische Vorstellung kommen oder auch uns so eine Romantik von unserem Mann dann vorstellen, dass der dann da wartet und sagt, Mensch. Es ist wunderschön, dass du nach Hause gekommen bist und ich habe da was vorbereitet. Ja, und die Realität war dann irgendwie, dass da so ein paar Kekse lagen und die Kinder sich gestritten haben, weil das Lieblings-Naschi nicht dabei waren und sie sich auf den Film nicht einigen konnten. Und ja, es war halt nicht so das, was sie so in der Vorstellung hatte. Und sie kam sich selber schon so ein bisschen. Sie hat gesagt, sie wusste selber, dass das so eine unersprochene Erwartung von ihr ist, weil sie hat es ja nicht ganz genau so gesagt, aber die Hoffnung, also diese Hoffnung, die Hoffnung da drin, das hat es so schwer gemacht. Ich glaube, das liegt ein Stück weit daran, dass vielleicht der Abenteuerfaktor im Leben dann fehlt, dass sehr viel Sicherheit da ist und dadurch, dass so dieser Abenteuerfaktor und auch vielleicht mal so gemeinsamer Nervenkitzel fehlt, dass man was Neues im Leben hat und so weiter, dass man irgendwie gemeinsam das Gefühl hat, Lebensmomente zu haben, wenn so ein Nervenkitzel da ist, Lebensmomente. Das sind die Dinge, die vielleicht dafür sorgen, dass man sich so eine Überraschung wünscht. Oder ganz großes Mist. Das Verständnis fällt mir gerade ein, es ist ja auch immer Weihnachten. Weihnachtsgeschenke. Auch da genau das Gleiche, dass man zu wenig darüber spricht, zu wenig aufmerksam ist. Wir schenken uns nichts und dann habe ich doch was oder der andere hat dann doch was. Aber bei Instagram muss man natürlich immer bedenken, das ist alles inszeniert. Wie im Film noch viel schlimmer. Das ist alles zurechtgelegt. Da wurden 30, 40 Fotos gemacht, bis das richtig dabei ist. Damit geschrieben, dass man einen romantischen Fernsehabend macht. Mein Schatz hat mich überrascht. Und am Ende passieren dort genau die gleichen Dinge. Also eigentlich wurde keiner überrascht. Das wurde alles gemeinsam bewusst gekauft und überlegt, okay, dann haben wir noch diese Box, die wir da hinstellen. Die ist von Anbieter sowieso. Da kriegen wir 3000 Euro, wenn wir das da vorsetzen. Der hat uns das angeboten. Das heißt, es hat mit der Wirklichkeit am Ende nichts zu tun. Aber trotzdem haben wir natürlich erzeugt, dass diese Wünsche. Genau, der Filter dafür ist aber ja offen. Also die Frau, die das jetzt als Beispiel hatte, das ist keine naive junge Frau, wo man sagt so, wie konnte sie diese Vorstellung. Wie konnte sie diese Vorstellung haben, ne? Nee, das ist klar. Da werden wir alle getäuscht, weil unser Gefühl kann ja zwischen real erlebt und nur vorgestellt nicht unterscheiden. Also selbst wenn wir wissen, dass das gestellt ist, selbst wenn wir wissen, im Fernsehen, im Film, das ist ein Greenscreen, die kriegen Bezahlung dafür, löst das ja diese Emotionen aus. Und gerade wenn wir vielleicht in unserer Beziehung einen Mangel empfinden und dieses Wir-Gefühl nicht da ist und wir lange nicht überrascht worden sind, uns wurde lange kein kleines Geschenk, keine Aufmerksamkeit mehr gemacht, dann triggert das natürlich Sehnsüchte in uns und diese Hoffnung wird immer größer, aber die Enttäuschung auch, weil das hat der andere ja vielleicht gar nicht miterlebt. Und dann gemeinsam darüber zu sprechen und zu sagen, hey, das wünsche ich mir, das ist in Ordnung. Aber manchmal geht man ja auch aufeinander zu. Zum Beispiel bin ich ja auch, wenn ich jetzt so einen Fernsehabend machen würde, dann schmeiße ich die Tüten dahin und stelle da ein billiges Henkel rauf und dann ist das in Ordnung. Und dann raschelt das und dann greift man in die Tüten rein. Und ich weiß, du magst das lieber so in Schälchen und sowas alles haben. Das ist für dich angenehmer. Das heißt, wenn du mit dabei bist beim Filmabend und nicht nur unser Sohn und ich machen den Filmabend, dann machen wir das in Schälchen. Und er mag das ja auch ganz gerne. Er mag das ja auch gerne vorbereiten und so weiter. Aber ich glaube, ihm wäre es im Kern aber egal. Also wenn er mit mir den Filmabend macht, dann ist es einfach wichtig, dass das richtige Naschi da ist. Aber ob das so ein Stück angerichtet oder nicht, das ist für uns egal. Jetzt haben wir so ein bisschen unser Thema verlassen. Kommen wir wieder so ein bisschen zurück zu unserem eigentlich geplanten Ablauf. So ein bisschen rausgekommen aus unserem Thema. Ja, Folgen, wenn man ständig Missverständnisse hat. Man ist natürlich ständig in Umständen. In guten Gefühlen. Vielleicht auch so in latent dauerhaften kleinen Störgefühlen. Ich erinnere mich da immer an diese Geschichte mit dem älteren Herrn und der älteren Dame, die sich immer ein Brötchen gemeinsam teilen. Und wo die Frau das Brötchen für beide fertig macht. Und dem Mann immer die Oberseite gibt, weil die Oberseite aus ihrer Sicht die bessere ist. Und sie ihm eine Freude machen möchte. Und er dort sitzt und sich jedes Mal ein bisschen ärgert, dass sie die Unterseite bekommt. Weil die Unterseite für ihn die bessere Hälfte ist. Und jedes Mal ein kleiner Ärger ausgelöst wird. Und irgendwann sagt er nach Jahren, warum kriege ich eigentlich nie mal die untere Seite. Das stört mich schon seit Jahren. Und sie sagt, oh Mann, echt jetzt. Ich gebe dir immer die bessere Seite. Die obere Hälfte ist doch die leckere. Und er sagt, nein, ich mache die untere viel lieber. Und ich kriege immer die obere. Und jahrelang quasi, sie glaubt, sie macht ihm eine Freude. Und er glaubt, warum nimmt sie sich immer das Bessere. Und gibt mir die. Schlechtere Hälfte. Das könnte wirklich aus dem Film sein, ne? Ja, das könnte wirklich. Es kann auch sein, dass der kommt. Ich weiß nicht, wo ich die Geschichte gehört habe. Aber ich finde sie sehr einprägsam für Missverständnisse. Genauso wie ein typisches Mediationsmissverständnis, was so auftritt. Wenn zwei Geschwister wollen sich eine Orange teilen. So ein typisches Ding. Und dann sagen die Eltern, so jetzt hört auf euch zu streiten. Wir teilen die in der Mitte durch. Jeder kriegt eine Hälfte. Dabei braucht die eine die Orangenschale. Und die andere möchte ganz gerne sich einen Smoothie machen. Oder einen gepressten Orangensaft. Die braucht eigentlich das Fruchtfleisch. Das heißt, mit der Hälfte sind sie beide schlecht bedient. Wenn man jetzt geschaut hätte, dann hätte der eine eben die Schale. Und der andere das Fruchtfleisch bekommen. Dann wäre es gut gewesen. Das sind so diese kommunikativen Missverständnisse. Wo man eben etwas nicht ausspricht. Und jahrelang durch so Missverständnisse. Oder in so einer Situation wie der Orange. Missverständnisse. Also schlechte Gefühle erzeugt. Die mit Kommunikation. Die mit Kommunikation hätten vermieden werden können. Ja, wenn ich jetzt an den Mann denke, was du sagst mit dem Brötchen. Dann kann man ja auch sagen wirklich, dass es auch ein bisschen ins Gefühl der Verbundenheit geht. Also wenn ich mir vorstellen würde, warum, also dass ich den Gedanken hätte, warum nimmst du dir das Bessere und gibst mir das Schlechtere. Das würde schon etwas in mir machen. Also da würde ich schon glaube ich mit der Zeit so das Gefühl haben, die Emotionalität zwischen uns, dass du mir nicht was Gutes gönnst. Also meine Gefühle, glaube ich, würden so Stück für Stück mit jedem Ereignis ein bisschen zurückgehen. Man würde vielleicht eher auch bei sich mehr auf sein Recht schauen, bei anderen Themen, weil man sich da benachteiligt fühlt. Ja, das ist natürlich nur ein kleiner Bereich und wie du schon sagst, das kann sich natürlich als Brille auf andere Bereiche übertragen, dass man das Gefühl auch bei anderen Sachen hat. Dann fährt man Bahn, der eine setzt sich an den Gang und denkt, der Fensterplatz ist der bessere, lässt dem anderen den Fensterplatz, der ärgert sich und sagt ständig, setzt sich der andere an den Gang, da mag ich viel lieber sitzen, da kann ich die Beine ausstrecken. Also diese ganzen unausgesprochenen Dinge, wo man sich nicht abstimmt, was einem eigentlich lieber ist. Was? Was man eigentlich gerne hat, warum man das macht, warum man das denkt, wo man einfach fragen würde, hey, ich würde dir den Fensterplatz lassen, weil da kann man so schön rausgucken, weil ich glaube, das gefällt dir und der andere einfach sagt, nee, du, ganz ehrlich, ich sitze viel lieber am Gang, da kann ich die Füße ausstrecken, das ist für mich der bessere Platz und der andere sagt, ey, cool, weil ich sitze ja viel lieber am Fenster und gucke gern raus, ich habe nicht so lange Beine, ich brauche dieses Ausstrecken nicht, dann haben wir doch einen wunderbaren Match, dann passt das. Ja. Das heißt, wenn man das einmal ausspricht, könnte man das so gut miteinander lösen. Welche Seite vom Brötchen magst du denn lieber? Die obere. Das ist mal ein gutes Match, so mag die untere, dann brauchen wir nichts wegschmeißen. Ja, und wir können das glücklicherweise sozusagen nicht teilen, weil ich mich glutenfrei ändern muss. Ja, du bist raus aus der Nummer. Ich bin immer raus. Aber ein typisches Beispiel ist auch beim Autofahren. Ich fahre ja gerne Auto und ich fahre ja auch gerne Auto, weil ich, ja, das Problem, dass mir manchmal auf längeren Strecken, so seit der Geburt von uns, so ein bisschen schlecht wird beim Autofahren. Und da könnte man ja auch total das Missverständnis haben, dass du denkst so, okay, ich will dich nicht Autofahren lassen oder, ne, was weiß ich. Und das, wenn man da nicht drüber spricht, da ja auch ganz viele Interpretationen möglich sind. Ja, ich erinnere auch ein paar, wo das zum Beispiel ein Thema bezüglich der Gefühle in Richtung Augenhöhe gegangen ist. Befindet man sich auf Augenhöhe, da fühlte sich der Mann nicht mehr auf Augenhöhe dadurch. Dass immer, wenn die Frau mitgefahren ist, die Frau fahren wollte. Ja. Dadurch fühlte er sich nicht mehr auf Augenhöhe. Finde ich auch spannend, wenn wir irgendwo hinfahren und ich dann die Fahrerin bin, wird das auch gerne mal kommentiert, ne. Ich erinnere mich so an ein, zwei Treffen, wo die gesagt haben, na, Ina fährst du, damit Florian was trinken kann. Wo ich immer denke, so spannend, wie da gleich so eine Interpretation losgeht, warum, wer, wie fährt, ne. Dass man dann was trinken möchte, ne. Ja. Und letztens hatten wir das mit unserem Schwager. Da sagt er auch oft. Hier fährst du gar nicht und so. Ja, du lässt dich nur noch fahren, ne. Dann habe ich gesagt, es tut mir sehr leid für dich, dass du keinen Chauffeur hast und noch selber fahren musst. Ja. Finde ich ganz gut. Weil ich finde es auch manchmal einfach ganz gut, nicht fahren zu müssen. Ja. Und entspannt auf den Beifahrersitz zu sitzen, ne. Kommen wir doch mal zu den Lösungen, würde ich sagen. Also wir haben ja mal so fünf Tipps uns überlegt, wie man jetzt besser mit Missverständnissen umgehen kann. Wie man die Kommunikation verbessern kann und wie man einfach das auch schafft, Missverständnisse vielleicht etwas zu reduzieren. Um nicht dauerhaft so das Gefühl zu haben, oh, da ist ein Störfaktor. Genau. Und damit keine Missverständnisse entstehen. Wir sind ja Paartherapeuten und Coaches. Und ihr dürft euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch melden. Denn wir begleiten sehr viele Paare dabei, raus aus ihrer Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung oder Kommunikation zu finden. Und da ist natürlich das Thema Missverständnisse reduzieren, die Kommunikation zu optimieren, neue kommunikative Fähigkeiten. Und Glaubenssätze zu entwickeln, immer ein großer Bestandteil. Was immer sofort klar ist und einen Aha-Moment auslöst, ist das Thema stimmige Kompromisse schließen. Wenn man sagt, hey, wir alle lernen, Kompromisse schließen heißt, sich in der Mitte zu treffen. Und wenn ich dann sage, das bedeutet aber meistens, dass einer oder beide sich damit schlecht fühlen, weil es eigentlich ein fauler Kompromiss ist. Da nicken wir beide zustimmend und sagen, ja stimmt, das erleben wir auch so. Aber es gibt auch wirklich stimmige Kompromisse, die man aber auf eine andere Art und Weise schließt. Die nur keiner so beigebracht bekommen hat. Und das sind so kommunikative Fähigkeiten, die man bei uns in der Paartherapie bzw. im Beziehungstraining lernt. Du wolltest mit den Lösungsansätzen starten. Was ist Punkt 1 auf unserer Liste? Punkt 1 ist zu schauen, wie ist das Fundament der Beziehung. Da haben wir ja ganz am Anfang auch darüber gesprochen, dass das sehr ausschlaggebend ist, ob ein Missverständnis entsteht, wenn man auf das Fundament der Beziehung schaut. Wenn man ein starkes Fundament hat, wenn man nicht zu viele Verletzungen hat, die sich angestaut haben. Und da so unterschwellig schon so ein Problem herrscht, weil man sagt, wir haben irgendwie keine Verbundenheit, es ist schwierig. Und wenn es dann zu einem Missverständnis kommt, dann eskaliert es meistens. Und deswegen ist immer so der erste Punkt als Lösungsansatz zu schauen, liegen zwischen uns Verletzungen vor. Wir nennen das Thema Systemgesetzverletzungen, also Verletzungen in verschiedenen Bereichen. Das kann zum Beispiel Zugehörigkeit sein, also werde ich bei Entscheidungen mit eingebunden. Das kann sowas sein wie Ausgleich von Geben und Nehmen, fehlende Wertschätzung, fehlende Anerkennung, fehlender Respekt. Kann aber auch so etwas sein, dass man vielleicht eine Verletzung hat, weil der andere nie Verantwortung übernimmt, also sich nicht entschuldigen kann, wie man das umgangssprachlich sagt. Und da können sich halt mit der Zeit immer mehr Verletzungen ansammeln. Und um ein starkes und festes Fundament zu haben, ist der erste Schritt zu schauen, wie können wir wieder. unser Fundament gerade ziehen, wie können wir ein gutes Fundament haben. Und da heißt es dann, die Verletzung aufzulösen. Und da unser Gehirn typischerweise nach Mustern sucht, passiert es eben ganz schnell, dass wenn zu irgendeinem Thema bereits eine Verletzung entsteht, dass dann ein recht einfaches Missverständnis in dieses Muster einsortiert wird und auf einmal das Gefühl ist, ja, du respektierst mich nicht, du siehst mich nicht, du schätzt mich ja gar nicht wert. Ja, also in diese. in diese. in diese. in diesem vorhandenen Riss sofort wieder mit einzahlt, obwohl es eigentlich ein einfaches Missverständnis ist, bei dem beide in guter Absicht gehandelt haben. Das sind so die Momente, wo man sagt, ah, das ist ja typisch für ihn oder für sie, dass das jetzt wieder passiert ist. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass wir uns da missverstanden haben. weil du hast ja auch schon mal damals das und das gemacht. Ein runder Umschlag ist ja auch dann immer ein Anzeichen dafür, dass sich da was aufgestaut hat, dass da noch alte Verletzungen sind. Ja, da kommen wir eigentlich auch schon zum nächsten Punkt. Wie kann man das verhindern in der Gegenwart und Zukunft, dass neue Verletzungen entstehen oder eben neue Missverständnisse, die dann auch zu Verletzungen führen, entstehen, indem man ausspricht, was ist. Denn Missverständnisse sind ja nur dann ein Problem, wenn sie eben zu einer emotionalen Verletzung werden. Wenn man sich missversteht, so wie wir gestern Abend, dann ist das kein Problem, wenn man daraus eben keine Verletzung produziert, die dann einen Riss im gemeinsamen Beziehungsfundament macht. Ja, aussprechen, was ist, ist wichtig. Also kommunizieren, in Ich-Botschaften arbeiten, nachfragen, gewaltfreie Kommunikation ist ein Aspekt bei uns im Coaching. Und darauf achten, dass man eben im Wir-Gefühl bleibt, und im Hinterkopf immer beachtet, jeder Mensch handelt in positiver Absicht. Das heißt, derjenige meinte das auf jeden Fall nicht böse mit mir. Der wird irgendeine gute Absicht haben, irgendwas sich dabei gedacht haben, irgendwas ist dazwischen gekommen. Sei es ganz egoistisch auch, ne? Kann auch sein, aber erstmal würde ich mit ganz entspannten Interpretationsansätzen beginnen und nicht gleich mit denen, die in Richtung Verletzung, Absicht und Co. gehen, sondern da würde ich mich von befreien. Okay. Man kann ja auch einfach mal fragen, wie hast du das gemeint? Fragen stellen, ja. Auch immer sehr gut. Hatte ich gerade gestern im Coaching, wie können wir etwas verhindern? Nicht sofort urteilen und Aussagen treffen, sondern erstmal Fragen stellen. Das wäre jetzt eigentlich auch schon der dritte Punkt gewesen. Nochmal nachfragen, wann etwas unklar ist. Also wenn wir merken, oh, da knirscht das im Getriebe, irgendwie ist die Sache komisch und man fühlt sich selber so angepiekst. Und man merkt so, oh, da kommt jetzt eine Emotion. Eigentlich bin ich kurz davor. Zurück zu verletzen, weil ich bin jetzt gerade irgendwie verletzt geworden. Dann nachzufragen, das, was du gerade gesagt hast, wie meinst du das denn? Und meine Erfahrung ist, ist, dass ganz häufig dann schon das Missverständnis aufgelöst wird, weil der andere nochmal anders formuliert das hervorbringt. Man sagt, ach so, ja, so meinst du das. Ja, okay, nee, ich habe gerade gedacht, du meinst das so und so. Das halt gerade ein total komisches Gefühl macht, aber wenn du es so meinst, ne. Das ist in so vielen Situationen so, dass wir auch so die Tonalität, in der Stimme oder wie jemand das mit Nachdruck gesagt hat, sofort in unser System einordnen und dann bei uns innerlich auch durch Prägung dann was angetriggert wird. Und wenn wir da aber nachfragen, sagt, wie meinst du das eigentlich? Und man das nochmal anders hört, denkt so, ach so, okay, nee, gut, dann lass uns das so machen. Da hatten wir auch gerade vor ein paar Tagen, ich weiß aber nicht mehr, worum es bei uns ging, da hattest du auch irgendwas gesagt und ich habe zu dir gesagt, ich verstehe das nicht. Wie meinst du das? Ich weiß nicht mehr, worum es da ging. Aber da war es so. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Da war im Prinzip genau das. Du hast irgendwas erzählt. Ich glaube, es ging vielleicht um die Schule oder so. Und da war genau, dass ich gesagt habe, ich weiß nicht genau, wie du das meinst. Ich verstehe dich ja nicht ganz. Kannst du es nochmal anders erklären? Oder nochmal anders schildern? Ja, ich erinnere mich daran. Aber ich weiß auch nicht mehr. Wir saßen am Tisch. Ja. Und da hattest du es zu mir. Und da war ich selber, ich weiß auch nicht mehr, leider nicht mehr, worum es ging. Aber ich war selber total überrascht, muss ich sagen, dass du mich das gefragt hast, weil ich in dem Moment war, ich dachte so, hä? Wieso fragst du denn jetzt nochmal? Also, weil das für mich so logisch war. Und was ich auch manchmal erlebe, das ist auch immer sehr spannend, das habe ich immer sehr gerne, dass ich im Kopf mit einem Thema beginne und fange an, über das Thema zu denken. Und dann mittendrin droppe ich daraus einen Satz. Und du sagst da erstmal so, in welchem Lebensbereich, in welcher Situation, wo bist du gerade? Ja. Dass man erstmal so, okay, stimmt, ich habe dich gar nicht bei den Anfangsgedanken mitgenommen. Ich muss jetzt erstmal nochmal kurz dir erzählen, wo bin ich denn überhaupt gerade, in welchem Themenbereich? Weil ich einfach so mitten da heraus irgendeinen Satz oder irgendwas erzähle. Oder auch so Sprünge im Thema ja manchmal. Da hast du irgendein Thema, erzählst du irgendwas. Und dann sage ich einen Satz und der passt überhaupt nicht da rein, weil ich gerade schon in einem anderen Thema reingerutscht bin. Das ist manchmal sehr skurril, weil das könnte man auch total falsch verstehen, weil man denkt so, nee, also, wenn er das jetzt so meint zu dem Thema, ich meine, wir kennen uns ja schon sehr lange, aber das ist manchmal schon, wenn man denkt so, halt, stopp, war das jetzt auf das bezogen, ne? Ja, und das ist ganz wichtig, das stabile Fundament. Sorgt natürlich dafür, dass es der nächste Punkt viel einfacher wird. Nämlich, dass man in einer wertschätzenden Haltung bleibt. Jetzt kann man natürlich fragen, was ist denn das für ein Schwachsinn? Wie meinst du das denn? So, das ist nicht die wertschätzende Haltung, dass wir trotzdem in den Konflikt führen, auch wenn ich nachgefragt habe. Aber dann in einer vernünftigen Tonalität zu bleiben, innerlich zu prüfen, hat das in mir gerade Ärger oder Wut oder irgendwas ausgelöst? Wenn ja, dann muss ich eine Verletzung klären. Dann sind wir woanders angekommen. Aber innerlich sich in der, in der wertschätzenden Haltung zu befinden und erst mal zu sagen, wie meinst du das denn? Das habe ich nicht ganz verstanden. Das würde natürlich sehr, sehr helfen. Aber dann auch zu prüfen, gibt es irgendwelche Glaubenssätze, die dazwischen hängen? Da hatte ich auch gerade in der Sprechstunde ein Beispiel, wo das so war, wo so ein Glaubenssatz da war, wo eine Tätigkeit nicht ernst genommen werden konnte und dadurch die Kommunikation zum Beispiel nicht wertschätzend war. Und man dann auch Missverständnisse und Konflikte produziert. Und man dann erst mal auf den Glaubenssatz gucken muss und sagt, ah, ich kommuniziere deswegen auf diese Art und Weise in Ironie, Sarkasmus und so weiter, weil ich eigentlich einen Glaubenssatz dieser Tätigkeit gegenüber habe. Und das sorgt dafür, dass man sich missversteht, nicht wertschätzt. Also auch das kann auch mal eine Ursache sein, dass man so hinderliche Glaubenssätze hat an der Stelle. Und der letzte Punkt ist natürlich, dass man auch nach Lösungen schauen darf, die so ein bisschen die Komplexität, herausnehmen, also die einen so ein bisschen strukturierter werden lassen. Und das führt natürlich dann auch dazu, dass es weniger Missverständnisse gibt. Also wenn ich gut strukturiert bin, wenn ich zum Beispiel Listen habe, wenn man To-Do-Listen zusammen hat, die man abhaken kann oder wenn man gemeinsame Kalender hat, die zusammen synchronisiert sind, dann kann ich schon das Missverständnis-Thema etwas minimieren. Wenn das gepaart mit Reflexionsgesprächen vielleicht, wo man dann nochmal auf die letzte Woche schaut und guckt, ist da alles mit unserer Komplexität, Kommunikation, Wertsetzen und Gatt gelaufen? Wenn das vielleicht gerade der Fokus in der Beziehung ist, wo man sagt, da wollen wir gerade dran arbeiten. Und falls ja, dann ist ja gut. Dann könnte man sogar noch überlegen, wie könnte man das nächste Woche noch ein bisschen harmonischer und schöner gestalten und noch klarer machen. Und wenn es da Themen gibt, dann sich eben zu fragen, okay, was hätten wir tun, lernen, verändern können, damit das so nicht entstanden wäre, um daraus eben für die Zukunft zu lernen und in der Zukunft die Missverständnisse weiter zu reduzieren. Und ich finde auch, dass so eine gemeinsame Struktur auch für die Komplexität, also für das eigene Gehirn im Alltag so entlastend sein kann, weil ja nochmal so dieses Vier-Augen-Prinzip gilt. Also, dass jemand nochmal drauf schaut und man öfters nochmal in Kommunikation kommt. Man sagt, ah, guck mal, hier im Kalender sieht das irgendwie gerade komisch aus. Ist das so richtig? Ist dir das auch schon aufgefallen? Weil der andere dann sagt so, ah, okay, ja, nee, das muss falsch eingetragen sein oder ne. Also, das ist noch mehr in Verbindung. Als wenn so jeder sein Ding macht und jeder so ein bisschen da nur kurz mal reinschaut und einem was zugeworfen wird. Das bringt am Ende sehr viel Klarheit für alle und reduziert die Missverständnisse. Auch wenn man dann vielleicht nochmal in nächster Instanz die Kinder mit einbezieht, die ja dann auch häufig durch Missverständnisse sehr leiden, weil sie natürlich Dinge auch mehr als Versprechen wahrnehmen. Und wenn es ein Missverständnis gibt und Mama dachte, Papa ist zum Essen da und er isst, dann ist das für so ein Kind eben auch sehr leidvoll, weil das eben dann Versprechen sind. Die Kinder freuen sich drauf, die fiebern vielleicht auch darauf hin, haben vielleicht schon zwei, dreimal gefragt, wann kommt Papa denn? Und dann sagst du, noch zwei Stunden, noch eine Stunde. In einer Viertelstunde gibt es Essen, dann ist Papa da. Und dann ist er nicht da. Und wenn solche Dinge dann in der Folge der Missverständnisse auch noch bei den Kindern was machen, ist es umso wertvoller, da an seiner Kommunikation zu arbeiten und seine Missverständnisse immer weiter zu reduzieren, damit auch die Kindersicherheit und ein stabiles Leben und ein stabiles Fundament haben durch eine passende, stabile Kommunikation der Eltern. Ja, wir sind am Ende der Folge angekommen. Wir hoffen, dass ihr jetzt einiges mitnehmen könnt und an eurer Kommunikation arbeiten könnt. Wenn ihr euch da Unterstützung wünscht, meldet euch gerne. Hinterlasst gerne Fragen und Kommentare bei YouTube. Da freuen wir uns sehr drüber, antworten euch sehr gerne. Ansonsten freuen wir uns, wenn ihr in der nächsten Folge wieder dabei seid. Bis bald. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Missverständnisse entstehen häufig durch unterschiedliche Wahrnehmungen und Interpretationen, nicht weil jemand nicht verstanden hat, sondern weil jeder seinen eigenen Blickwinkel hat.
  2. Ein Missverständnis wird zu einem Problem nur dann, wenn es zu einer emotionalen Verletzung führt – nicht die Tatsache des Missverständnisses selbst, sondern die darauf folgende Reaktion ist entscheidend.
  3. Kommunikation muss auf wertschätzende Weise erfolgen, mit klaren „Ich-Botschaften“ und nachfragen, statt sofort zu urteilen oder zu deuten.
  4. Unausgesprochene Erwartungen und mangelnde Aufmerksamkeit sind häufige Ursachen für Enttäuschung und Missverständnisse, besonders wenn sie langjährig im Hintergrund bleiben.
  5. Stabile Beziehungen entstehen durch das Erkennen und Auflösen von Verletzungen, die sich in Mustern verfestigt haben.
  6. Gemeinsame Strukturen wie Kalender oder To-Do-Listen helfen, Klarheit zu schaffen und Missverständnisse zu reduzieren.
  7. Die Kommunikation sollte auf Augenhöhe erfolgen, mit dem Fokus auf gegenseitigen Respekt, Anerkennung und der Möglichkeit, gemeinsam neue Lösungen zu finden.
  8. Es ist wichtig, dass beide Partner bereit sind, das Fehlen von Verständnis offen zu diskutieren und nicht automatisch die Verantwortung des anderen auf sich zu nehmen.

Summary:

Missverständnisse in Beziehungen sind normal und häufig, da jeder Mensch aufgrund seiner Erfahrungen, sozialen Hintergründe und individuellen Wahrnehmungssysteme unterschiedlich interpretiert. Der Kern des Problems liegt nicht in der Tatsache, dass etwas nicht verstanden wurde, sondern in der daraus entstehenden emotionalen Reaktion – insbesondere wenn Verletzungen oder unerfüllte Erwartungen daraus resultieren. In der Kommunikation ist es entscheidend, wertschätzend zu bleiben, mit klaren „Ich-Botschaften“ zu sprechen und nachzufragen, wie der andere das gemeint hat.

Unausgesprochene Erwartungen, wie zum Beispiel die Bitte um eine Wärmflasche oder eine gemeinsame Abendaktivität, können zu Enttäuschung führen, wenn sie nicht offen diskutiert werden. Langjährige Verletzungen, wie bei dem Brötchen- oder Orange-Beispiel, entstehen oft aus mangelnder Rücksichtnahme und werden durch fehlende Anerkennung oder Respekt verstärkt. Ein stabiles Fundament der Beziehung wird durch das Erkennen und Auflösen dieser Verletzungen geschaffen.

Dazu gehören gemeinsame Strukturen wie Kalender oder To-Do-Listen, die Klarheit schaffen und Missverständnisse verringern. Zentral ist auch die Fähigkeit, in einer positiven Absicht zu bleiben und die Kommunikation nicht als Konflikt, sondern als gemeinsame Lösung zu betrachten. Durch regelmäßige Reflexion, klare Nachfragen und wertschätzende Gespräche kann das Verständnis zwischen Partnern stetig verbessert werden.

Die Lösung liegt nicht in der Vermeidung von Missverständnissen, sondern in einem bewussten, respektvollen Umgang damit, der das gegenseitige Vertrauen und die emotionale Verbundenheit stärkt.

FAQs

Missverständnisse entstehen, weil jeder Mensch seine eigene Wahrnehmung und Interpretation hat. Dazu kommt, dass wir oft nicht alles ausdrücken, was wir meinen, und erwartungsgemäß auf andere Weise kommunizieren.

Ein Missverständnis entsteht, wenn einer der Partner glaubt, dass das andere Gespräch aufgehoben wurde, während es eigentlich nur ein Missverständnis des eigenen Verhaltens war – zum Beispiel, dass jemand eingeschlafen ist, ohne den anderen zu wecken.

Weil viele Menschen bereits verletzte und ungesunde Muster haben, und ein Missverständnis wird dann sofort in eine emotionale Verletzung übersetzt, insbesondere wenn das Fundament der Beziehung instabil ist.

Man kann Missverständnisse vermeiden, indem man offen fragt, wie etwas gemeint wurde, und statt sofort zu urteilen, die Kommunikation in Ich-Botschaften und mit wertschätzender Haltung führt.

Unausgesprochene Erwartungen führen oft zu Enttäuschung, weil beide Parteien nicht wissen, was der andere gemeint hat, und die Verantwortung dafür liegt oft bei einem einzigen Partner.

Ja, wenn es nicht offen kommuniziert wird und die Verletzung nicht verarbeitet wird, kann ein Missverständnis zu einem emotionalen Riss im Beziehungsfundament führen, besonders wenn alte Verletzungen aufeinander abgestimmt werden.

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