Misstrauen überwinden: Mit diesen Strategien arbeiten wir im Coaching
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Misstrauen in Beziehungen entsteht oft durch wiederholte Verletzungen, wie Affären oder kleine Lügen, die sich über die Zeit festigen und zu einem tiefen Mangel an Vertrauen führen. Es wird jedoch nicht durch die bloße Aufklärung des Fehlers gelöst, sondern durch eine strukturierte Analyse, wie und wann die Beziehung früher vertrauensvoll war. In den Coaching-Beispielen wird deutlich, dass die Wiederherstellung von Vertrauen auf drei Schritten basiert: Erstens die Identifikation von frühen positiven Momenten, zweitens die systematische Aufarbeitung von Verletzungen mit Gewaltfreie Kommunikation und drittens die Entwicklung von korrigierten, zuverlässigen Verhaltensweisen. Ein entscheidender Faktor ist die gemeinsame Reflexion über Gefühle und Handlungen, um die Beziehung stärker zu verankern. Auch die Lebensgeschichte und frühe Erziehung spielen eine Rolle, da oft unbewusste Muster aus Kindheit und Jugend die heutige Beziehung prägen. Die Lösung erfordert daher nicht nur die Rückkehr zu den alten Werten, sondern auch die Entwicklung neuer, vertrauensbasierte Ressourcen. Der Weg zur Heilung ist lang, erfordert Geduld und gemeinsame Arbeit, und führt letztlich zu einem stabilen Elternpaar, das die Kinder mit Sicherheit und Wertschätzung aufwächst.
Würdest du sagen, dass du eher ein misstrauischer Mensch bist oder dass es dir leicht fällt, so Vertrauen im Voraus rauszugeben bei fremden Menschen?
Ich würde sagen, ganz gemischt. Ich glaube, das kommt darauf an auf die Brille und die Schublade. Bei wem ist das? Manchen Menschen hat man gegenüber vielleicht so ein eher misstrauisches Verhältnis, wenn man ihnen begegnet.
Vielleicht, weil man eben schon mal ein ähnliches Thema hatte oder schon mal ähnliche Gedanken hatte oder hat irgendwas in den Nachrichten gesehen oder wie auch immer. Das ist dann so, dass man da vielleicht ein bisschen Misstrauen hat.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich dann viele Menschen, denen man erstmal von Grund auf vertraut.
Wenn man etwas verkauft bekommt zum Beispiel, ist es ja auch häufig so, dass man eher so ein bisschen Misstrauen hat. Aber grundsätzlich würde ich sagen, bin ich da recht offen. Und selbst?
Ich glaube, ich bin auf jeden Fall deutlich vorsichtiger. Also, dass ich doch ein bisschen brauche, bis ich Vertrauen, das ist das Gegenteil von Misstrauen, Vertrauen aufbauen kann.
Aber ich habe jetzt eigentlich nicht, dass ich mit Misstrauen komplett so durch die Welt gehe, aber dass ich vorsichtig bin.
Und erstmal abwarte.
Was ich immer spannend finde, ist, wie viel Vertrauen uns bereits so im telefonischen Erstgespräch oder im Kennenlernen geschenkt wird.
Wie schnell man quasi beim Kern der Beziehungsprobleme ankommt, ohne so ein großes vorheriges da so ein Thema drum machen, drum herum schweifen.
Oder ab und zu fragt auch mal der eine den anderen, darf ich das erzählen oder willst du das erzählen?
Aber dann ist eigentlich. Dann ist eigentlich immer die Antwort, na klar, dafür sind wir ja hier.
Genau.
Also das finde ich immer sehr, sehr schön, dass da direkt offen gesprochen wird und man das Vertrauen hat und dann eben tief in die Themen eintaucht.
Und da wären wir eigentlich auch beim heutigen Podcast-Thema angekommen.
Heute geht es um Misstrauen in der Beziehung.
Was machen wir in unseren Coachings, um Misstrauen zu überwinden und dann wieder nachhaltig ins Vertrauen zu kommen?
Ja, herzlich willkommen im Podcast der Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Misstrauen in der Beziehung kann sich ja langsam einschleichen durch viele kleine Verletzungen, wie wir immer sagen.
Aber auch plötzlich, natürlich, wenn ein Ereignis rauskommt, wenn ein Fremdgehen rauskommt,
eine Affäre rauskommt, dann fühlt sich das ja für viele Menschen so an, dass plötzlich das Vertrauen komplett weg ist.
Und Misstrauen ist natürlich etwas, was auch die Beziehung sehr stark belastet,
weil man möchte natürlich den Menschen, mit dem man zusammen wohnt, mit dem man den Alltag teilt,
der so dicht an einem dran ist, dem möchte man natürlich vertrauen können und kein Misstrauen gegenüber haben.
Ja, in den Coachings kommt das in fast allen vor, würde ich sagen.
Zumindest das Vertrauen erstmal.
Ja, das Vertrauen.
Ja, das Vertrauen.
Das ist ein Thema, ob man jetzt schon wirklich ins Misstrauen gerutscht ist und welche Auswirkungen das hat, ist immer unterschiedlich.
Was klar ist, ist immer, wir müssen erstmal das Misstrauen auf Null bringen, um dann überhaupt wieder neues Vertrauen aufbauen zu können.
Weil, wenn noch Misstrauen da ist, lässt sich kein Vertrauen aufbauen.
Ja, wir wollen in dieser Folge uns mal zwei Coaching-Beispiele von dir anschauen, wo du das dann in Coachings mit Paaren gelöst hast.
Vielleicht hilft das anderen dabei, das nachzuempfinden.
Um sich zu schauen, ob das auch für euch ein Thema ist und dass es euch auf ähnliche Art und Weise hilft.
Und wenn euch diese Podcast-Folge weiterbringt und ihr für euch gute Impulse mitnehmen konntet oder auch schon mehrere Folgen gehört habt,
dann lasst doch gerne eine Bewertung da.
Bei Apple oder Spotify funktioniert das ganz gut.
Ich glaube tatsächlich, bei beiden geht es nur über das Smartphone.
Also wenn man mit anderen Geräten hört, gibt es diese Bewertungsfunktion gar nicht.
Ansonsten natürlich, wenn ihr dieses Video bei YouTube schaut.
Freuen wir uns sehr, wenn ihr uns abonniert.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass beim Thema Misstrauen auch viele Menschen sich stark angetriggert fühlen.
Wie meinst du das?
Ich meine das so, dass wenn eine Verletzung in der Beziehung vorliegt, also wenn irgendjemand was gemacht hat und man hat das Gefühl,
jetzt kann ich dem nicht mehr vertrauen, die Verbindlichkeit war nicht da, man hat was ausgesprochen, was man einfach persönlich sehr gekränkt hat.
Tief spüren und meine Erfahrung aus den Coachings ist halt häufig, dass das nicht die erste Verletzung war im Leben beim Thema Vertrauen
und dass das Alte sozusagen da noch mit drin hängt, das noch mit im System hängt.
Also wenn ich mich jetzt von dir zum Beispiel verletzt fühle, dann ist das natürlich eine Verletzung zwischen uns beiden,
aber in meinem Gefühl vielleicht noch eine Verletzung aus der vorherigen Beziehung, aus der Kindheit, aus der Jugend da so mit reinspielt
und ich dieses Gefühl deswegen so stark fühle, weil. Ja, weil ich denke so, okay, schon wieder hat mich jemand verletzt, jetzt eine Person weniger, der ich vertrauen kann.
Ich kann an niemanden mehr vertrauen, dann bleibe ich komplett bei mir, so ist das im Leben, also man sich dann ja auch so ein bisschen abschottet.
Aber auch innerhalb der Beziehung, wenn das nicht nur jetzt übergreifend ist, sondern innerhalb der Beziehung,
ist es ja auch häufig so, dass ein regelmäßig wiederkehrendes Verhalten dazu führt, dass Misstrauen an dem Punkt entsteht, wo man gemeinsam besprochen hat,
oder wo darum gebeten wurde, das zu verändern.
Also wo es dann so um diese, einerseits geht es manchmal um Zuverlässigkeit, dass man dem anderen eben nicht mehr zutraut, zuverlässig zu sein,
also ihm da misstraut, wenn er sagt, ja, ich werde das morgen erledigen, aber auch häufig, und das ist eben auch so ein Punkt im Coaching,
der immer sehr relevant ist, dass man sagt, ich glaube nicht mehr daran, wenn du sagst, dass du dich verändern möchtest oder verändern wirst,
also dass du dein Verhalten veränderst, ich glaube nicht mehr daran.
Dass du verstanden hast, dass mich das stört, dass mich das unglücklich macht.
Ich glaube nicht mehr daran, dass du meine Gefühle wirklich ernst nimmst, weil das eben häufig schon gesagt wurde.
Und da fällt mir noch ein, woran dann die Menschen auch häufig nicht mehr glauben, ist daran, wenn jemand das zwölfte Mal ausspricht, dann trenne ich mich.
Ja.
Und das jedes Mal nicht gemacht hat und dann auch sagt, ich kann das nicht mehr ernst nehmen, dass so diese Aussagen, dass denen einfach misstraut wird und man sagt,
ich habe da gar kein Vertrauen mehr in die Konsequenzen, in die Veränderungen und so weiter.
Und dann ganz abseits davon, so als letzten Punkt, dann bin ich durch.
Unolog beendet.
Ja.
Dann ist das Thema natürlich Vertrauen in Punkte Untreue oder Treue.
Das ist natürlich das, was viele vielleicht mit Misstrauen erstmal meinen, dass es um Treue und Treue geht.
Aber beim Thema Vertrauen und Misstrauen geht es auch ganz häufig darum, um diese Zuverlässigkeit, um das Wir-Gefühl,
was du, egal was du sagst, dass ich dir misstraue, dass du dein Wort hältst.
Man stellt ja auch alles in Frage.
Also ich betreue ja viele Paare, wo die Thematik Affäre im Vordergrund steht und da reflektiert man dann zwar mit dem Partner die Verletzung,
wenn sowas rausgekommen ist, aber viele Menschen auch für sich alleine natürlich dann mal spazieren gehen, abends im Bett liegen, die Gedanken kreisen und man stellt alles so in Frage.
Also was kann ich aus der Vergangenheit noch verändern?
Was kann ich aus der Vergangenheit noch vertrauen?
Wie hat derjenige wirklich den Urlaub zusammen empfunden, die Erlebnisse mit den Kindern, wollte derjenige wirklich mit mir ein Haus kaufen, mich heiraten, im schlimmsten Fall ja auch das.
Denn dass so viel Misstrauen vor allem auf die Vergangenheit gerichtet ist, dass sich das ganze Leben eigentlich wie so verlebt anfühlt, aber in Lüge.
Und man ja gar nicht sich vorstellen kann in der Zukunft, wie sollen wir nochmal zusammenkommen, wenn du mir das angetan hast.
Ein Misstrauen durch Erkenntnis.
Und dann kann man nicht mehr miteinander sprechen, dann kommen ja auch diese Flashbacks, wie viele ja auch sagen, sobald man wieder zusammensitzt und man hat ja auch diese durchdringenden Fragen.
Ja, aber was war in dieser Situation und erzähl mir das nochmal und ich hab nochmal die Detailfrage, wenn man das so tief verstehen will, wenn man sich selber eigentlich wieder ins Leid führt.
Aber dieses Misstrauen möchte ja nicht da sein, man möchte ja irgendwie vom Gefühl her Vertrauen zu der Person haben und man denkt durch dieses Fragen, bekomme ich wieder Vertrauen, aber man bringt sich dann wieder selber ins Leid.
Und dreht man sich und dreht man sich und das, ja, sehr belastend, ne?
Aber dann bis hin zu, jemand hat 13 Jahre oder länger, ich glaube 13 ist das Maximum, was mir gerade einfällt, ein Parallelleben in einer Affäre geführt, manchmal sogar noch mit Kindern, die dort entstanden sind, wo man sagt, das ist ja nochmal eine ganz andere Range, also da sieht man, wie intensiv oder was eine Range es einfach beim Thema Vertrauen, Misstrauen gibt und was es dann auch rückwirkend mit einem macht, wenn man dann auf diese Vergangenheit schaut.
Ja, das ist ja auch so, dass man das Gefühl hat, dass man sich selber im Leid fühlt, aber man hat das Gefühl, dass man sich selber im Leid fühlt, weil man sich selber im Leid fühlt.
Ja, das ist ja auch so, dass man sich selber im Leid fühlt, weil man sich selber im Leid fühlt, weil man sich selber im Leid fühlt.
gebraucht und Oberflächlichkeit,
weil ich möchte ja nicht verletzt
werden. Ich möchte dem anderen ja auch
dann keine Angriffspunkte sozusagen geben,
dass ich verletzt
werde. Deswegen ist Distanz
natürlich super. Jemanden, dem ich misstraue,
darf ich Distanz. Wenn ich jemanden auf der Straßenseite
gegenüber sehe und habe das Gefühl,
der ist aggressiv, vielleicht alkoholisiert
und so weiter. Und ich so, ui, wir haben
jetzt auch schon 20 Uhr, das dämmert.
Ich fühle mich unwohl.
Dann mache ich ja auch das, was natürlich ist.
Dann baue ich Distanz auf, indem ich
rechtzeitig vielleicht die Straßenseite wechsle
und denke, okay, so bringe
ich mich da schon mal aus der Gefahrenzone raus,
dem nicht direkt gegenüberstehen
zu müssen. Und das
passiert in der Beziehung natürlich auf andere Art und
Weise auch, dass ich vermeide,
miteinander Zeit zu verbringen,
nicht in zu tiefe Gespräche gehe,
nicht über meine Gefühle spreche.
Das wird ja immer
intensiver und dann baut man immer mehr
Distanz auf. Viele berichten im
Coaching immer über den Moment.
Das kann ja im Alltag
sein, häufig bei Autofahrten
oder wenn man mal
abends im Bett liegt für sich,
dass man dann sich aber die Frage stellt,
möchte ich so weiterleben?
Also ist das das Leben in einer Beziehung,
wo ich mich noch in
zehn Jahren sehe, auch wenn die Kinder
vielleicht älter sind, wenn die Kinder irgendwann aus dem Haus
sind, halte ich jetzt
durch dieses Misstrauen und sage, das ist jetzt
wie es ist? Oder beende ich das?
Meistens
wird das Misstrauen ja eher größer.
Weil das ja auch aus einer Konfliktspirale
oder aus einem Verhaltensmuster heraus
entstanden ist.
Und wenn man nicht die Ursache löst,
wodurch das Misstrauen oder dieses
Verhaltensmuster entstanden ist,
dann wird sich da wahrscheinlich
nichts nachhaltig daran ändern.
Vielleicht mal temporär, dass man ein Gespräch
hat, das Gespräch läuft gut
und man denkt, super, das funktioniert,
der andere verhält sich auch
ein paar Wochen anders und das
klappt und dann
verfällt man wieder in die alten Muster,
dann geht es wieder zurück und
dann hat man wieder
einen Punkt mehr Misstrauen, weil man
sagt, alles klar, auch wenn ich es ausspreche
und der andere hat es gefühlt verstanden,
kann das nicht durchziehen und durchhalten,
dann wird es wohl nie was werden.
Deswegen ist es so wichtig, dass man
die Ursache löst und nicht nur
an der Oberfläche kratzt und die Symptome
versucht zu beheben.
Ja, wenn euch das Thema betrifft
und ihr sagt, Mensch, Vertrauen in unsere Beziehung,
das ist
nicht mehr so da, wie es mal war.
Im Gegenteil, wir haben sogar schon in einigen
Themenbereichen, nicht überall, aber
was manche Themen anbelangt,
Misstrauen aufgebaut und fragen
uns, wie können wir das verändern.
Wir haben schon ein paar Sachen probiert, aber
das hat nie so richtig Wirkung gezeigt.
Dann meldet euch sehr gerne bei uns für das
telefonische Erstgespräch und dann
schauen wir gemeinsam, bei welchem
Coach ihr dann
ins Kennenlernen und Strategiegespräch
gehen könnt.
Lass uns zur Lösung kommen.
Beziehungsweise Lösungen gibt es heute gar nicht so richtig,
sondern auch, aber eher als
Coaching-Einblick, zu gucken,
wie haben wir das mit Paaren gelöst
und was könnt ihr
daraus für euch mitnehmen, um letztendlich
dann vielleicht auch an eurer Beziehung
zu arbeiten. Genau, ich habe
ein paar mitgebracht, wieder anonymisiert,
wie wir jedes Mal vorweg sagen.
Also, das Paar gibt
es so nicht mit den Namen,
sondern ist ein
Durchschnitt von vielen
Coaching-Paaren, die bei mir waren,
die so ähnliche Erlebnisse hatten.
Genau, aber die Geschichte
im Kern, die gibt es
und die macht natürlich Sinn,
zu erzählen.
Das erste Paar sind Daniel
und Stefanie, sie sind seit zwölf Jahren
verheiratet und haben zwei Kinder,
vier und sieben Jahre alt.
Er hatte eine Affäre
über mehrere Jahre mit
einer Arbeitskollegin.
Das kam nun raus
und sie hat es
teilweise geahnt, aber er hat
es immer abgestritten.
Und das ging
sogar so weit, dass
er ihr immer mehr ein schlechtes
Gefühl gegeben hat, dass sie übertreibt,
dass das ja nicht stimmt. Sie bildet
sich das alles nur ein.
Das wäre schon fast eine
psychische Erkrankung, die sie hat.
Aber ihr Gefühl war immer da, da ist
irgendwas, das kommt mir komisch vor.
Aber ihr war es halt auch unangenehm
mit der Zeit, immer wieder von ihm abgewiesen
zu werden und sie kam dann auch selber
in Schwanken und überlegte, ob sie
vielleicht wirklich übertreiben
würde.
Das sind wir wieder bei dem
Querschnitt von ganz vielen Paaren.
Also wenn man
gerade eine Affäre aufgedeckt hat
oder die gerade gebeichtet wurde
und denkt, warum trifft mich das?
Es trifft so viele Menschen im Leben.
Wir haben so oft Affären bei uns.
Also es ist wirklich ein Querschnitt.
Und auch das Thema über mehrere Jahre
auch ganz häufig.
Auch das Abstreiten.
Ganz häufig.
Das sowieso, um diese Parallelwelten
aufrechtzuerhalten. Und
Thema Arbeitskollegin, Arbeitskollege.
Auch leider häufig im Umfeld,
was natürlich dann erhebliche
Konsequenzen mit sich zieht.
Also wenn ihr diese Podcast-Folge
hört und ihr habt noch keine Affäre,
habt aber Mangelgefühl und denkt
darüber nach, ob das mit der Arbeitskollegin
eine gute Idee wäre. Nein, auf gar keinen
Fall. Lasst das sein. Es zieht so viel
Konsequenzen mit sich. Sprecht lieber
aus, wie total unglücklich ihr seid
und droht die Trennung an und zieht sie im
Zweifelsfall auch durch. Aber keine Affäre.
Ich sagte letztens eine Freundin
zu mir, als wir über Affären gesprochen haben.
Nicht intim im Team.
Ja.
Das ist ein Spruch, den man so kennt.
Auch immer wichtig für die Weihnachtsfeier.
Aber es ist wirklich ganz häufig
so und es macht ganz viele Konsequenzen.
Wenn das mit einem Kollegium
ist, wenn das
in der Nachbarschaft
ist und so weiter.
Wobei ich jetzt gerade ein Coaching-Paar
habe.
Du bist halt der Abschweifer
so ein bisschen. Ja, ich muss da kurz einmal abschweifen.
Aber ich höre dir gerne zu.
Wir haben auch jetzt ein Paar bei mir
im Coaching.
Da war das mit einem Arbeitskollegen
und das sieht danach aus, als wenn
er das
gut verarbeitet hat und so
auch sein lassen kann, dass die weiterhin
zusammenarbeiten. Oh, das ist aber selten, ne?
Also ist noch nicht ganz klar, aber
weil wir haben gerade das so gelöst
und er ist jetzt da in sich
gehen, aber das sieht danach aus.
Die arbeiten
einen Tag die Woche zusammen, ansonsten getrennt.
In einem Büro mit mehreren
und
wo natürlich in der Gruppe auch privat
gesprochen wird, aber
nicht mehr one-on-one sozusagen.
Oh Gott, ja.
Ja, gucken wir mal, ob das
da funktioniert, aber ganz häufig
ist die Konsequenz ja eine andere.
Ich glaube, das wäre der erste Fall, der mir
einfallen würde, wo das so weitergeht.
Ja? Ist das bei dir nie so?
Nein. Also wo es mindestens
eine Versetzung geht,
also sei es nicht mehr
dieser intime,
doppelte Kontakt.
Da habe ich einen Präzedenzfall geschaffen, dass das funktioniert.
Ja, kann auch sein, dass
ich habe sie jetzt in drei, vier Wochen
im nächsten Coaching, weil jetzt ist
erstmal so die Phase, wo man guckt,
was passiert jetzt und die beiden
wollten das erstmal für sich jetzt weiterschauen,
weil die letzten Coachings haben viel Wirkung
gemacht und jetzt
schauen wir mal, was in drei, vier
Wochen ist und er dann nochmal so, nachdem die
Verletzungen gelöst sind,
dann in sich geht und schaut, kann er
das aushalten? Solltest du mal Coaching
Paare hier hervorbringen?
Ja.
Ich habe eigentlich gar nicht so oft bei mir die Affären.
Die landen ja mehr bei dir.
Die Affären landen eher bei mir, ja.
Aus persönlicher Erfahrung wahrscheinlich.
Und
das Ding ist,
da habe ich jetzt gerade mal so ein Paar gehabt und dann dachte ich,
da muss ich jetzt mal. Ja, alles gut.
Das kommt, weil er auch Unternehmer ist und deswegen
kam das jetzt irgendwie zu mir geswitcht.
Alles gut. Wir switchen mal wieder zurück zu
meinem Paar. Also in Erinnerung,
Daniel und Stefanie, zwölf Jahre zusammen.
Er auf Ferien mit Arbeitskollegin
und
jetzt erzähl, was habt ihr gemacht?
Ich war noch nicht ganz durch, weil das Ding war,
er hat sie immer abgestritten und
sie hatte ja schon das Bauchgefühl
und dann war es so, dass
sie leider dadurch auch so ein bisschen
den eigenen Kontakt zu ihren Gefühlen
verloren hat. Also das war
auch ein Punkt, deswegen erwähne ich das jetzt hier auch,
was sie im Coaching sehr
belastet hat, dass sie gesagt hat,
dass er das gemacht hat,
ist eine ganz große Verletzung, aber auch, dass
er mich in die Lage gebracht hat, dass
ich mir selber nicht mehr vertrauen
konnte in meinem Gefühl.
Das hat eine große Verletzung gemacht, weil
sie ja in allem nachher an sich selbst gezweifelt hat,
weil er es wirklich vehement abgestritten hat.
Dann kam es ja raus,
sie hat es klassischer Weg
übers Handy mitbekommen, da wurde
eine E-Mail quergeleitet
auf sein Handy und da war
der Kontakt ganz klar zu sehen, in welche Richtung das ging
und da konnte er es dann auch nicht
mehr abstreiten.
Und dann gab es viele Gespräche,
Gespräche zwischen den beiden,
das berichten ja viele Paare,
wie ich vorhin auch sagte, wenn so eine Affäre rauskommt,
dass man sich dann vor einmal nach Jahren
gefühlt wieder zusammensetzt, vor einmal ganz
viel spricht, ganz viel in der Tiefe auch
sich austauscht, viel schon selber
analysiert,
sie ehrlich mal gesprochen haben,
was den beiden vorgeht,
was sie beiden vermissen aneinander,
wie sie die Partnerschaft selbst so sehen
und haben sich dann entschlossen,
sich Hilfe
zu holen. Sie brauchte Klarheit,
sie war sich unsicher, weil ihr manche
Puzzlestücke noch fehlten
in der Analyse, die sie selbst zu Hause
gemacht haben, wo sie gesagt hat, da möchte ich
gerne nochmal in die Tiefe gehen, aber wir drehen uns hier im Kreis
und er wollte gerne die Beziehung
retten. Das Vertrauen zueinander
war natürlich bei beiden
sehr wenig vorhanden,
also vor allen Dingen bei ihr war es wenig vorhanden,
aber auch bei ihm, weil
er sehr stark sich verletzt
gefühlt hat von der Zeit danach.
Also sie hat ihn wohl natürlich dann
stark beschuldigt,
verleidigt, als es rauskam, viele
starke Gefühle gehabt, was wiederum
ihn sehr enttäuscht hat und
er sie so nicht kannte, wie er sagte, in dieser
Art und Weise.
Was auch häufig vorkommt, ist ja, dass
dann so dieses Misstrauen entsteht, weil der andere
ins Handy geguckt hat.
Manchmal leuchtet das ja so auf, aber
manchmal guckt ja auch jemand aufgrund seiner
Vermutung gezielt ins Handy
und dann hat derjenige ja auch dann
dieses Misstrauen und sagt, naja,
manchmal versucht das ja auch der eine oder andere erstmal
so, hättest du nicht ins Handy geguckt, sozusagen.
Genau.
Wir sind zurückgegangen
an den Punkt, wo war es mal gut
und haben von da aus uns
die Beziehung ganz genau im Detail angeguckt,
haben die Verletzungen aufgelöst, haben aber auch
wirklich auf die Faktoren geschaut, die
den beiden wichtig waren. Also
ihre Puzzlestücke haben wir davor definiert,
also sie hatte konkrete Fragen mitgebracht
und da sind
wir in der Analyse drauf eingegangen,
haben geschaut, wo ist das
Wir-Gefühl auseinandergegangen,
wir haben geschaut,
welches Mangelgefühl war bei
beiden da,
wie haben sie beiden das kompensiert
auf unterschiedliche Art und Weise, warum haben sie das
kompensiert, warum ist das Leben
trotzdem weitergelaufen in vielen Punkten,
warum kam noch ein weiteres Kind dazu,
warum wurde noch weiter im Urlaub gefahren,
was wir auch so fragen,
warum haben wir das da erst noch gemacht,
oder wenn du das rückblickend alles nicht gut fandst,
das sind ja wichtige Punkte,
dass man sehen muss, was sind die Beweggründe
vom anderen
und durch das Verletzungen auflösen
kam bei ihr immer mehr Klarheit
halt und
ähm
das war auch das, was ihr Ziel war, Klarheit zu bekommen
möchte sie die Beziehung ja oder nein
und sie hat sich dann dafür entschlossen
die Beziehung an dem Punkt
zu beenden
wir konnten ja beim Coaching
so weit erarbeiten, dass sie ein starkes Elternpaar
bleiben, dass alle Gefühle
ausgetauscht worden sind, dass
Verantwortung übernommen worden sind, dass die
okay miteinander waren, da war keine
Wut mehr oder keine Traurigkeit
aber einfach auch die Erkenntnis
sie möchte erstmal den Schwerpunkt
auf sich selbst legen, wieder
zurückkommen zu sich selber, zu ihren Gefühlen
und ist nicht bereit jetzt die Partnerschaft
nochmal neu anzugehen, weil sie sagt
da müsste ich jetzt so viel investieren
im Gefühl, dazu bin ich gerade nicht bereit
also sie hat es nicht komplett ausgeschlossen
dass es irgendwann mal nochmal
zusammenkommen könnte, aber konkret zu dem Zeitpunkt
hat sie gesagt, kann sich das nicht vorstellen
und wie war jetzt konkret
das Ergebnis und das Arbeiten
beim Misstrauen und beim Vertrauen
das Vertrauen ist halt durch
die Verletzungen, die wir aufgelöst haben
immer mehr geworden, dass sie
das Leid vom anderen ja auch sehen konnten
und dadurch auch mehr Verständnis
füreinander hatten und wir sagen ja
immer diese korrigierten Verhaltensweisen
also dass die auch sich
in weiteren Alltagssituationen gesehen
haben, wo sie gemerkt haben
der andere ist zuverlässig
der gibt mir Sicherheit
ich kann darauf vertrauen, wenn ein anderer mir
jetzt das sagt, dass er auch so handeln wird, dass das
passiert, ist ja so ein statistischer Wert
von vier bis sieben korrigierten
Verhaltensweisen, bis man wieder Vertrauen aufbaut
und dafür brauchten die ein bisschen Zeit
die haben sich die beiden aber auch gegeben
es war jetzt keine schnelle Trennung oder so
und konnten dann so ein Grundvertrauen
so ein stabiles Elternpaar-Fundament wieder
aufbauen, was ja auch total wertvoll ist
total und dann aufs Misstrauen vor allen Dingen auch
abbauen konnten, weil das war denen auch ein Anliegen
die wollten natürlich den Kindern auch nicht
ein Elternpaar vorleben, was
sich eigentlich gar nicht vertraut
und was die ganze Zeit an sich selber zweifelt
und dem anderen Unterstellungen macht
da sind ja viele Prägungen, Glaubenssätze, die wir
sonst an die Kinder weitergeben, sowas wie
ja, warten wir erstmal ab, Papa sagt das ja
immer oder mal schauen, ob das
wirklich so wird
das war denen ein großes Anliegen
an dem Beispiel sieht man, dass eben diese Arbeit
immer wertvoll ist
wenn man Kinder zusammen hat
wenn man sich dann als Liebespaar trennt
weil man merkt, dafür reichen die Gefühle
oder das Wir-Gefühl nicht mehr aus
oder dafür ist der Wert
der Treue vielleicht zu sehr angeknackst
worden, das ist einfach zu wichtig
und man kann das als Wert
einfach nicht vollends
verzeihen, dass man sagt
ich kann mich wieder auf eine Liebesbeziehung einlassen
aber dann funktioniert
zumindest eine vertraute
ein vertrautes
Elternpaar-Dasein
was für die Kinder einfach enorm wichtig ist
und dafür sorgt, dass man
einen vernünftigen Umgang mit den
Kindern findet
von daher
ist vielleicht immer nicht so das Wunschergebnis
er wollte ja die Beziehung retten
sie wollte Klarheit, das heißt sein Ergebnis
hat nicht so ganz geklappt
er konnte das aber auch sehen
dass natürlich viel vorgefallen ist
was das schon schwer macht
wir haben sehr intensiv zusammengearbeitet
muss ich sagen, habe ich in Erinnerung
also, dass wir ein Coaching pro Woche hatten
und das so ein bisschen komprimierter
gemacht haben, weil die beiden wirklich in einer Krise waren
und immer wenn die Eltern
sag ich immer, immer wenn die Eltern in der Krise
sind, sind die Kinder ja auch in der Krise
und in dem Alter von den beiden Kindern, 4 und 7
gerade das ältere Kind
hat schon sehr viel mitbekommen
weil er, wie ich schon sagte, ganz viel starke Emotionen
im Spiel waren, als es rausgekommen ist
und genau
deswegen
kamen wir da in guten und schnellen Schritten voran
Gut, lass uns zum zweiten Paar kommen
Nathalie und Stefan
ein ganz anderes Paar
mit anderen Problemen
in der Ausprägung, sind beiden seit 15 Jahren
zusammen und haben zwei jugendliche
Kinder
und die beiden haben sich bei uns gemeldet
weil das Thema Wahrheit
immer so eine Problematik war
also, dass sie das Gefühl hatte
dass sie sich nicht mehr so gut fühlen kann
dass er nicht die Wahrheit sagt
und dass im Nachhinein auch rausgekommen ist
dass es eine Lüge war
und das hat natürlich bei ihr mal eine Enttäuschung gemacht
und das Vertrauen auch abgebaut
weil sie sozusagen immer
weitere Verletzungen angesammelt hat
wo sie sagt, ah jetzt schon wieder
jetzt hat er das und das gesagt, jetzt war es doch woanders
Verbindlichkeit war nicht da, er ist viel zurückgerudert
und das hat bei ihrem Alltag
bei Kleinigkeiten, aber auch bei großen Sachen
viel Unsicherheit gemacht
und ja, kein Vertrauen
und das hat bei ihrem Alltag
also so Unzuverlässigkeit
in den Aussagen
und sie konnten das zusammen nicht auflösen
weil er ganz stark in die Rechtfertigung
gegangen ist
und er auch immer gesagt hat
das ist kein Lügen
ich hab nur Details weggelassen
das hab ich auch mal im Coaching gehabt
dass jemand bei anderen
immer so kleine Notlügen hatte
um dann nicht in einen Konflikt
zu geraten und hat dann Details
weggelassen, mal ein bisschen was verschoben
und so weiter
und wo dann nachher
beim Partner
die Frage aufkam
ja warte mal, wenn da immer so viele Notlügen
und immer alles in Harmonie gebracht wird
und weil man sich drum herum schlängelt
wie ist denn das jetzt mit mir eigentlich
erzählt derjenige mir die Wahrheit
oder ist das da genauso
dass so kleine Notlügen erzählt werden
und dann schwappte das
Misstrauen auf sich selbst über
genau und bei ihr war halt
die Problematik, dass sie auch gemerkt hatte
dass die Kinder
wie gesagt im jugendlichen Alter
das Muster auch voll erkannt haben
bei ihm und gesagt haben
er sagt zwar immer er lügt nicht
aber ganz ehrlich, das ist total verarsche
ein Detail weglassen
was man weiß, was entscheidend ist
hat bei den Kindern auch total Verletzungen gemacht
ja das macht dann Wut wahrscheinlich
genau, die waren wütend, die waren traurig
waren auch wütender auf die Mutter
als sie gesagt haben, du nimmst das so hin
du lässt das zu, genau, er kommt damit immer durch
weil er dann, er war rhetorisch
sagte sie auch von Anfang sehr stark
ihr gegenüber
und ihr Bauchgefühl aber gesagt hat
ich kann das nicht
ich habe ja gar kein Vertrauen mehr zu der Person
und wie habt ihr das gelöst?
ja das war ganz spannend, weil wir als allererstes
mal über das Thema Lügen gesprochen haben
also die Definition
erstmal klar gemacht haben, was ist eine Lüge
was sieht er als Lüge, was sieht sie als Lüge
warum hat er da
eine andere Wahrnehmung wie sie
da ging es ja auch so ein bisschen um die Definition
von Notlüge, wie du sagst, Lüge
hin zu
das muss man anderen nicht erzählen, das darf man für sich behalten
also Gutes und Schlechtes
so ein schlechtes Geheimnis so ein bisschen
und das hat erstmal schon eine Klarheit gebracht
weil sie nie an den Punkt gekommen sind
darüber mal den Rahmen zu haben
wirklich zu sprechen, weil dann ist es schon
explodiert untereinander
und dann haben wir das wie immer gemacht
wir haben das analysiert im Sinne, dass wir zurückgegangen sind
wann war es mal gut
und haben festgestellt zum Erstaunen von beiden
dass es von Anfang an
in dem Punkt nicht gut war
also das ist schon in der Kennenlernphase
bei total banalen Kleinigkeiten
die jetzt überhaupt keinen Ausdruck haben
keinen Ausmaß hatten, sag ich mal
Notlügen gab
also dass er Sachen einfach ein bisschen verschoben hat
den Satz nicht zu Ende gebracht hat
und wo sie sich immer schon gefragt hat
ja, auch rückblickend
war das auch, ist das die Wahrheit denn gewesen
oder war ich da jetzt falsch
also alles auch wieder so ein bisschen in Frage gestellt hat
die Verletzung haben wir aufgelöst
sind so chronologisch nach vorne gegangen
bis sie jetzt an der Gegenwart angekommen sind
und
ja, haben dann gemerkt im Prozess
dass sie
sozusagen nicht die Verursacherin ist
also
was ja häufig der Punkt ist
wenn das von Anfang an nicht gut war
dann gibt es ja häufig eine Ursache
die vor der Beziehung liegt
genau, und das ist nochmal so klar geworden
das war ihm überhaupt nicht bewusst
weil er hat sich von ihr mal sehr angegriffen gefühlt
angetriggert gefühlt
natürlich durch diese Dynamik auch
dass sie ihn als Lügner nachher identifiziert hat
hat sich immer schon stark angegriffen gefühlt
er konnte das aber sehen
dass er das ja auch schon vorher gemacht hat
dass er das ja auch schon vorher gemacht hat
dass er das ja auch schon vorher gemacht hat
also nach der Definition konnte er sehen
okay, das Verhalten, die Strategie
das habe ich schon länger in meinem Leben
nicht nur in meiner Partnerschaft jetzt
sondern auch schon davor als Kind
und dann ist er ins Einzelcoaching gegangen
um für sich nochmal zu klären
woher habe ich das
warum mache ich das
seit wann habe ich das bei mir
dass ich diese Strategie wähle
ist das eine Strategie, die ich bewusst wähle
ist es eine unbewusste Strategie
weil ich damit aufgewachsen bin
genau, und im Einzelcoaching kam dann auch raus
dass er sich in der Strategie
dass er als Kind eigentlich. Also dass das für ihn normal ist, dass er so aufgewachsen ist, dass man manche Sachen weglässt und dass man das nicht so ausspricht, damit man die Eltern nicht wütend macht.
Also wie du sagtest vorhin schon, diese Harmonie und dann lieber was weglassen und der Hoffnung, da kommt ja keiner drauf, aber dann diese Wut nicht zu haben.
Und damit ist er durchs Leben gegangen und wie er sagte, ist auch nicht gerade schlecht durchs Leben gekommen.
Ist natürlich doof, wenn du so eine Partnerin hast, also einen engen Bezugspartner an deiner Seite, der dein Leben auch eng betrachtet.
Ist natürlich leichter vielleicht bei der Arbeit oder im erweiterten Freundeskreis, wenn die dich auch vor allem so kennenlernen und das dann hervorkommt.
Das ist auch etwas, was wieder sehr in Richtung Oberflächlichkeit führt, weil sobald du in tiefgründigere Gespräche gehst, in tiefgründigere Beziehungen, wie jetzt mit seiner Partnerin,
dann hast du halt den Punkt.
Dass der andere das versteht.
So oberflächlich kannst du das alles aufrechterhalten, funktioniert das, aber wenn jemand tiefere Einblicke ins Leben hat, dann kann er ja sehen und verstehen,
dass da die eine oder andere Lüge passiert oder dass ein oder andere mal Details weggelassen werden.
Und das heißt natürlich aber auch für ihn jetzt neue Chancen, wenn er das für sich löst, dass er dann jetzt natürlich auch tiefere Beziehungen auch mit Freunden und Co. eingehen kann, weil er ganz anders agiert.
War natürlich ein großer Brocken, also die Erkenntnis dabei war erleichtert, weil ihm schon wichtig war zu wissen, warum das so ist.
Aber natürlich auch war ihm klar, puh, jetzt muss ich eine neue Strategie im Leben finden.
Was mache ich denn in der Situation, wenn das so wieder aufploppt oder wenn ich mich so in eine Enge getrieben fühle, dass ich denke, normalerweise würde ich jetzt so und so handeln.
Ich brauche eine neue Strategie für mich.
Das wurde dann im Einzelcoaching erarbeitet auch zusammen.
Wir haben nochmal zusammen in dieser Paar-Konstellation.
Nachdem wir ja die Verletzungen aufgelöst haben und er aus dem Einzelcoaching so zurückkam, nochmal besprochen, was kann man tun, damit die beiden dichter zueinander rücken und man mehr im Austausch darüber ist.
Also er auch mehr positive Rückmeldung jetzt von ihr bekommt, aber einfach auch mehr Reflexion zusammen darüber erfolgt.
Dann haben wir halt regelmäßige Reflexionsgespräche vereinbart, dass die beiden miteinander sprechen, dass er auch ihr eine Rückmeldung gibt, Mensch, wie leicht oder schwer ist es gerade, falls es ihm doch nicht gelungen ist.
Das relativ schnell.
Also kann man zusammengefasst sagen, ist der erste Schritt oder die erste Frage, die man sich als Paar stellen kann, wenn Misstrauen da ist, wann hatten wir Vertrauen zueinander?
Wann war unsere Beziehung so gut und das Fundament so stabil, dass wir uns vertraut haben oder auch in einzelnen Themenbereichen vertraut haben, wo jetzt Misstrauen da ist?
Und war das in der Beziehung oder war es noch nie gut in dem Podcast?
Wenn es noch nie gut war, dann gibt es was einzeln zu lösen, indem man schaut, warum bringe ich da was mit, woher kommt das?
Wenn es schon mal gut war und im Laufe der Beziehung sich verändert hat, dann liegt wahrscheinlich die Ursache in der Beziehung und man kann schauen, was ist passiert?
Welches Ereignis, welches Verhalten hat sich verändert? Welcher Blickwinkel auf das Verhalten hat sich verändert?
Also was ist da passiert, sodass Misstrauen entstanden ist und dann kann man die. Dahinter stehenden Verletzungen lösen, das machen wir bei uns ja mit der System-Empowering-Methode und da ist eben ein Schritt, wann war es mal gut?
Dann sprachlich richtig die Verletzungen lösen mit Kern der gewaltfreien Kommunikation und dann gucken, was hat sich verändert?
Wichtig ist, dass man das Thema halt angeht. Also ich finde das immer super, wenn Paare sich melden und so offen sind und sagen, okay, wir haben ein Thema im Bereich Vertrauen untereinander und wir wollen das lösen.
Weil Vertrauen ja so ein wichtiger Bestandteil vom Fundament ist und so viele andere Lebensbereiche davon in Abhängigkeit sind und wenn es kein Vertrauen gibt in der Beziehung, dann ist es, sag ich mal, so ein großer Brocken, der alles sehr stark ins Wanken bringt.
Ja, ist ja vielleicht nach Liebe der zweitwichtigste Baustein im Fundament und dieses Gefühl von Vertrauen, das mit dem Wir-Gefühl auch sehr einhergeht.
Treue, Vertrauen.
Und Sicherheit, das sind alles so.
Sicherheit, genau. Das sind alles so die wichtigsten Dinge und wenn eins davon nicht da ist oder sogar im Negativen ist, also im Misstrauen ist, dann ist es schwierig.
Dann ist es wichtig, dass man daran arbeitet, wie du gesagt hast. Wenn euch das betrifft, meldet euch gerne bei uns für das Telefon-JS-Gespräch.
Ansonsten lasst gerne einen Kommentar da, stellt uns eure Fragen, gebt uns Feedback und ansonsten freuen wir uns sehr, wenn ihr uns abonniert und beim nächsten Mal.
Danke fürs Zuhören.
Bis bald.
Ciao.
Podcast Summary
Key Points:
Misstrauen in Beziehungen entsteht oft durch frühere Verletzungen, wie Affären oder wiederholte Lügen, die sich in den Glaubenssätzen der Partner festigen.
Das Vertrauen wird nicht nur durch große Ereignisse, sondern auch durch kleine, wiederholende Verletzungen und Mangel an Zuverlässigkeit beeinträchtigt.
Die Wiederherstellung von Vertrauen beginnt mit der Erkennung, wann und wo die Beziehung früher gut war und das Fundament des „Wir-Gefühls“ wieder aufgebaut wurde.
In Coaching-Beispielen wird klargestellt, dass Misstrauen durch die Aufarbeitung von Verletzungen, die Definition von Lügen und die Identifikation von Ursachen gelöst werden kann.
Ein zentraler Schritt ist die Regelmäßige Reflexion, bei der Partner sich gegenseitig über ihre Gefühle und Verhaltensweisen berichten.
Wiederherstellung von Vertrauen erfordert nicht nur die Veränderung des Verhaltens, sondern auch eine tiefere Selbstreflexion über Ursprünge und frühe Lebenserfahrungen.
Kinder sind oft betroffen, wenn Eltern in Beziehungen Misstrauen aufbauen, da sie Muster und Ungewissheit innerhalb der Familie aufnehmen.
Langfristige Lösungen erfordern nicht nur die Beseitigung der Symptome, sondern die Identifikation und Umsetzung neuer, vertrauensbasierte Verhaltensweisen.
Summary:
Misstrauen in Beziehungen entsteht oft durch wiederholte Verletzungen, wie Affären oder kleine Lügen, die sich über die Zeit festigen und zu einem tiefen Mangel an Vertrauen führen. Es wird jedoch nicht durch die bloße Aufklärung des Fehlers gelöst, sondern durch eine strukturierte Analyse, wie und wann die Beziehung früher vertrauensvoll war. In den Coaching-Beispielen wird deutlich, dass die Wiederherstellung von Vertrauen auf drei Schritten basiert: Erstens die Identifikation von frühen positiven Momenten, zweitens die systematische Aufarbeitung von Verletzungen mit Gewaltfreie Kommunikation und drittens die Entwicklung von korrigierten, zuverlässigen Verhaltensweisen.
Ein entscheidender Faktor ist die gemeinsame Reflexion über Gefühle und Handlungen, um die Beziehung stärker zu verankern. Auch die Lebensgeschichte und frühe Erziehung spielen eine Rolle, da oft unbewusste Muster aus Kindheit und Jugend die heutige Beziehung prägen. Die Lösung erfordert daher nicht nur die Rückkehr zu den alten Werten, sondern auch die Entwicklung neuer, vertrauensbasierte Ressourcen.
Der Weg zur Heilung ist lang, erfordert Geduld und gemeinsame Arbeit, und führt letztlich zu einem stabilen Elternpaar, das die Kinder mit Sicherheit und Wertschätzung aufwächst.
FAQs
Misstrauen entsteht oft durch Verletzungen, wie etwa eine Affäre oder unzuverlässiges Verhalten. Auch wenn eine Beziehung lange bestehen hat, können alte Erfahrungen aus der Kindheit oder früheren Beziehungen das Gefühl von Misstrauen verstärken.
Man muss zunächst die Ursachen für das Misstrauen erkennen und die verletzenden Ereignisse aufarbeiten. Durch regelmäßige Gespräche, echte Rückmeldung und die Aufklärung von miteinander verbindenden Werten kann sich das Vertrauen langsam aber nachhaltig entwickeln.
Das kann zu einem Mangelgefühl und Misstrauen führen, weil der Partner das Gefühl hat, nicht verstanden oder ausgenutzt zu werden. Oft entstehen kleine Notlügen, um Konflikte zu vermeiden, was im Laufe der Zeit zu einem tieferen Misstrauen führt.
Vertrauen ist der Grundstein für ein glückliches und harmonisches Leben mit einem Partner. Ohne es ist die Beziehung instabil und führt zu Unsicherheit, Distanz und Konflikten in allen Lebensbereichen.
Alte Beziehungen oder frühe Erfahrungen mit Verletzungen beeinflussen das Vertrauen in neue Beziehungen. Menschen können sich dann wie in der Vergangenheit verletzt fühlen, wenn ein neuer Partner verletzt wird.
Paare können sich wiedergeben, wann sie sich vertraut und sicher fühlten, indem sie gemeinsam die vergangenen Jahre durchgehen und klären, welche Momente eine Stabilität und Vertrauen zeigten.
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