Mindset stärken: Wie Du trotz Angst und Zweifel handlungsfähig bleibst (Folge 566)
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Der Vortrag kritisiert die oberflächliche Auffassung von Mindset-Arbeit, die oft auf den Satz „Denk halt einfach anders“ reduziert wird. Dies sei schädlich, da er Gefühle wie Angst oder Trauer nicht zulässt und stattdessen Schuldgefühle bei Betroffenen auslöst. Echte Mindset-Arbeit beginne hingegen damit, Emotionen wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben, ohne sich von ihnen steuern zu lassen. Erst danach folge ein Perspektivwechsel, um konstruktiv mit Situationen umzugehen.
Ein weiteres Problem sei die Verwechslung von Mindset-Arbeit mit einem reinen Leistungsprogramm, das suggeriere, man müsse nur richtig denken, um Erfolg zu haben. Dies führe zu Druck und Versagensängsten. Stattdessen gehe es darum, in schwierigen Lebensphasen handlungsfähig zu bleiben, ohne negative Gefühle zu verdrängen. Auch die Aussage „So bin ich eben“ sei oft ein Schutzschild, das Veränderung verhindere. Man könne seine Persönlichkeit nicht neu erfinden, aber lernen, anders mit sich und Situationen umzugehen.
Abschließend wirbt der Sprecher für sein neues Buch „Meistere dein Mindset“, das 21 Prinzipien für innere Klarheit, Fokus und Selbstbestimmung bietet und am 29. April erscheint.
Warum der Ratschlag 'Denk halt einfach anders' schadet
Ich spüre gerade Angst.
Ich spüre gerade Unsicherheit und ich entscheide mich jetzt trotzdem, handlungsfähig zu bleiben, konstruktiv mit der Situation umzugehen.
Mindset Arbeit heißt also nicht, Gefühle zu vermeiden und nur aus dem Kopf zu arbeiten.
Mindset heißt vor allem, sich nicht mehr von jedem Gefühl steuern zu lassen.
Mindsetarbeit wird ja auch immer mal wieder kritisch gesehen.
Und ganz ehrlich, ich kann einen Teil dieser Kritik nachvollziehen, denn einiges von dem, was als Mindset verkauft wird, löst den Menschen eher Druck aus, als dass es ihnen wirklich weiterhilft.
Und deswegen schauen wir uns heute mal an, woran du gute, seriöse Mindsetarbeit erkennst, wie du sie selbst für dich machen kannst.
Wir sprechen dabei über 3 Aspekte.
Und der Wichtigste kommt zum Schluss und ganz am Ende habe ich eine große Neuigkeit für dich, also bleib unbedingt bis zum Ende dran.
Wobei, Achtung, Kleiner Spoiler, mein neues Buch Meistere dein Mindset erscheint am 29 April und du kannst es jetzt schon überall vorbestellen.
Willkommen im Mindset.
Podcast Mein Name ist Christian Bischoff und immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Persönlichkeitsentwicklung, was großartig ist.
Ich erinnere mich noch 2015.
Habe ich Seminare mit 100150 Menschen gegeben?
Heute ist unsere Branche riesig und gleichzeitig passiert oft etwas paradoxes.
Menschen beginnen voller Euphorie mit ihrer persönlichen Entwicklung und dann fühlen sie sich an einem bestimmten Punkt oft erstmal schlechter als davor, die sogenannte Erstverschlechterung mehr Selbstzweifel, mehr Druck, vielleicht auch das Gefühl, nicht gut genug zu sein und das Spannende ist, das passiert ja oft den Menschen, die.
So richtig gewissenhaft sind, alles richtig machen wollen, so und meistens kommt dann folgendes in der Mindsetarbeit oder erklären wir das so diese Erstverschlechterung das liegt nicht daran, dass Mindsetarbeit falsch ist, sondern daran, wie sie genutzt oder verstanden wird.
Dann kommt zum Beispiel eine Krise und du fühlst dich überfordert.
Dir geht's nicht gut und dann kommt jemand in dein Leben.
Ein Coach, ein Bekannter oder eine andere Person mit diesem gut gemeinten Ratschlag, ja denk halt einfach anders und dieser Ratschlag, deutsche Sprache exakteste Sprache der Welt wirkt dann oft erst einmal wie ein Schlag ins Gesicht, warum?
Weil dieser Satz 2 Dinge macht, erstens, er lässt keinerlei Raum für Gefühle und.
Doch Gefühle sind so ein essentieller Bestandteil unseres Lebens, unseres Menschsein.
Wir sind fühlende Wesen, dass Gefühle überall eingeschlossen werden dürfen, und zweitens, dieser Satz Triggert in Menschen ganz schnell ein Schuldgefühl, weil wenn ich ein Problem habe oder wenn ich ein Problem nicht lösen kann, dann bin ja immer ich schuld, weil ich denke ja nicht richtig, ich muss ja angeblich.
Nur einfach anders denken und alles löst sich.
Echte Mindset-Arbeit: Gefühle zulassen und Gedanken managen
Und das ist natürlich argumentativ viel zu kurz gedacht, vor allem in schwierigen Lebenssituationen, denn gute Mindset Arbeit macht genau das Gegenteil, sie schließt Gefühle mit ein, anstatt sie einfach zu verdrängen, zu ignorieren, das heißt, wenn bei dir Angst, Wut, Traurigkeit oder andere Gefühle hochkommen.
Dann ist der erste Schritt nicht weg damit ignorieren, sondern der erste Schritt ist immer wahrnehmen, ernst nehmen, da sein lassen sie einfach da sein zu lassen in dem Bewusstsein, das Gefühl darf hier sein, ich schenke ihm Raum in mir.
Ich beobachte es, ich nehme es wahr und gleichzeitig, ich steige nicht wertend mit meinen Gedanken darauf ein, weil wenn du das schaffst, dann wird sich mit der Zeit dieses Gefühl, diese Empfindung in eine andere Energieform transformieren, das heißt, der erste Schritt ist immer Gefühle zulassen, und erst dann kommt die Frage so, welche neue mentale Perspektive hilft mir jetzt?
Mit dieser aktuellen Situation besser umzugehen, das heißt, erst danach kommt der Perspektivwechsel und einen Perspektivwechsel vorzunehmen, bedeutet, ich spüre gerade Angst.
Ich spüre gerade Unsicherheit und ich entscheide mich jetzt trotzdem, handlungsfähig zu bleiben, konstruktiv mit der Situation umzugehen.
Mindset Arbeit heißt also nicht, Gefühle zu vermeiden und nur aus dem Kopf zu arbeiten.
Mindset heißt vor allem, sich nicht mehr von jedem Gefühl steuern zu lassen.
Die meisten unserer Gedanken entstehen automatisch, wie durch das, was wir erleben und wahrnehmen, über unsere 5 Sinne, außerdem über unsere Prägungen aus unseren Erfahrungen und aus unserer Biologie, das heißt?
Du entscheidest dich im Alltag oft nicht für den ersten Gedanken oder du entscheidest oft nicht über den ersten Gedanken, der aufkommt, doch du entscheidest, was danach passiert.
Das heißt, wie du reagierst.
Ein ganz simples Beispiel, es kommt in mir dieser Gedanke hoch, ich bin nicht gut genug und viele glauben dann, ich muss diesen Gedanken jetzt sofort verändern und dann merkst du, genau, da entsteht der Druck und dann merkst du, Moment mal, ich kann das ja gar nicht.
Und dann kommt der nächste innere Vorwurf.
Ha, jetzt denke ich schon wieder falsch, jetzt mache ich es schon wieder nicht richtig, Mindset wird immer dann zum Problem, wenn Menschen glauben, sie müssten mit aller Gewalt ihre Gedanken kontrollieren und das funktioniert in der Realität oft nicht, weil deine Selbstverantwortung beginnt nicht beim ersten Gedanken, der in deinem Kopf auftaucht.
Die Eigenverantwortung beginnt beim Umgang mit diesem Gedanken.
Das heißt, ein Gedanke darf aufkommen und da sein.
Zweifel dürfen da sein, Angst darf da sein.
Die entscheidende Frage für dich ist, glaube ich, diesen Gedanken, der da hochkommt, oder überprüfe ich ihn, weil du bist oft gar nicht verantwortlich für den ersten Gedanken, der in deinem Kopf hochkommt?
Du bist verantwortlich dafür, wie du mit diesem Gedanken umgehst und das verändert alles.
Also Punkt Nummer 1 ist nicht einfach emotionslos, bei jeder Krise, jedem Rückschlag oder Setback einfach zu sagen, ja, denk halt einfach anders und damit so Schuldgefühle zu triggern.
Wann Mindset-Arbeit gefährlich wird und Druck erzeugt
Punkt Nummer 2 ist und jetzt wird's kritisch.
Mindset Arbeit wird dann gefährlich, wenn daraus ein reines Leistungsprogramm wird, so nach dem Motto Ich muss ja nur richtig denken und dann wird alles in meinem Leben funktionieren.
Ja und was ist, wenn nicht, ja dann habe ich wohl versagt und daraus folgt dann meist der Rückschuss ich bin ein Versager, ich bin ein Fehler und genau da kippt Mindset, weil jetzt aus Entwicklung Druck wird, lass mich dir ganz ehrlich sagen.
Mindset Arbeit ist keine Erfolgsgarantie.
Du kannst damit Unglaubliches erreichen.
Ich mache das mittlerweile seit 30 Jahren, doch für mich ist Mindset Arbeit, vor allem zuallererst die Fähigkeit, mit deiner Realität möglichst konstruktiv umzugehen, vor allem in schwierigen Situationen, dass du handlungsfähig bleibst, weil zur Wahrheit gehört halt einfach auch, manchmal geben wir Menschen alles und es klappt trotzdem nicht und.
Im Beruf, in Beziehungen, in der Gesundheit.
Hey, sind wir ehrlich, wir haben das alles schon mal erlebt, ich habe das schon erlebt und du hast es auch schon mal erlebt und genau dann zeigt sich Mindset, wie gehst du mit solchen Situationen um und für mich ist echte Mindset, Arbeit, gute Mindset, Arbeit in schwierigen Lebensphasen zuallererst.
Immer ein Stabilitätsprogramm, das heißt, die Emotionen dürfen da sein, weil es geht nicht darum, dass du dich immer gut fühlst.
Das ist toxische Positivität.
Es geht darum, dass du handlungsfähig bleibst, wenn du dich nicht gut fühlst.
Und was ich damit meine.
Die negative Emotion ist da, und trotzdem gehst du in eine konstruktive Richtung weiter, Beispiel.
Als Mentaltrainer habe ich früher Profisportler stabilisiert, kurz vor dem wichtigsten Wettkampf, sodass sie handlungsfähig geblieben sind in dem Sinne, dass sie ihr volles Leistungspotenzial im entscheidenden Moment abrufen konnten und sich nicht selbst im Weg standen.
Wir kennen das alle, die Profisportler, die in den entscheidenden Momenten über sich hinauswachsen und die, die in den entscheidenden Momenten immer versagen, weil sie ihren Kopf nicht im Griff haben heute.
Ich stabilisiere zum Beispiel.
Den Teilnehmer in der Mindset Coach Ausbildung, dessen Partner Partnerin vielleicht vor kurzem gestorben ist, so dass die Person durch die Trauer gehen kann und gleichzeitig im Alltag handlungsfähig bleibt und Schritt für Schritt in ihrem Tempo wieder in ihre Kraft kommt und noch mal entscheidend ist dabei, es geht nicht darum, dass du dich immer gut fühlst.
Mentale Stärke bedeutet, alle Gefühle dürfen da sein, Zweifel dürfen da sein.
Weil sie sind Teil des Menschseins.
Doch du lässt dich von diesen Gefühlen weder kontrollieren noch führen.
Wenn also Mindset Arbeit dich gerade unter Druck setzt, dann liegt es vielleicht nicht daran, dass du es nicht kannst, sondern daran, dass du etwas versuchst, was einfach so nicht funktioniert.
Du versuchst vielleicht deine Gedanken zu kontrollieren, statt eine gesunde Beziehung zu ihnen aufzubauen oder deine Beziehung zu ihnen zu verändern.
Du versuchst vielleicht immer positiv zu sein, statt ehrlich mit dir zu sein, weil echte Persönlichkeitsentwicklung arbeitet nicht mit Druck, sondern mit Ehrlichkeit.
Du versuchst vielleicht dich immer gut zu fühlen und negative Gefühle wegzudrücken, weil du glaubst, das ist das Ziel anstatt einfach Gefühle wahrzunehmen und da sein zu lassen und zu sagen ja.
Ich zweifle gerade und ich kann trotzdem meinen Weg gehen.
Ich gebe dir ein Beispiel aus meiner Mindset Ausbildung, wenn wir die beginnen gibt es am Anfang immer ein paar Teilnehmer, die voller Euphorie starten und dann machen sie die ersten Veränderungen und persönlichen Entwicklungen und auf einmal sagen sie, Oh, da kommt so ein Angstgefühl hoch oder ich fühle mich unsicher oder so ein leichtes Gefühl der Überforderung, dann sage ich immer super, das gehört zur Entwicklung mit dazu.
Wachstum bedeutet Unsicherheit.
Warum?
Weil wenn du in was neues rein gehst, wenn du dich veränderst, hat dein Verstand keine Referenzwerte mehr, weil er das nicht kennt und der Untrainierte Geist reagiert dann einfach mit Angst, Unsicherheit, Unklarheit oder auch so ein Gefühl der Überforderung und ich sag Feier das dieses Gefühl wenn du weitergehst das geht weg.
Beziehungsweise das transformiert sich aus Unsicherheit.
Wird irgendwann Sicherheit, aus Angst wird irgendwann Selbstvertrauen, wenn du deinen Weg weitergehst.
Aus Unklarheit wird Klarheit, bleib nicht stehen, lass dich von den Gefühlen nicht irritieren, geh weiter, ich habe Angst und ich gehe weiter, ich fühle mich gerade unsicher, ja und ich gehe weiter, ich fühle mich gerade ein bisschen überfordert und ich mache Schritt für Schritt in meinem Tempo, das ist Mindset, Arbeit, das bedeutet handlungsfähig zu bleiben.
Also wiederholen wir kurz.
Erstens, sag nicht einfach, denk einfach anders, mach dir nicht diesen Druck, zweitens Mindset Arbeit als pures Leistungsprogramm Misszuverstehen, das funktioniert nicht.
'So bin ich eben': Persönlichkeit oder Schutzschild?
Kommen wir zum dritten Punkt, viele Menschen sagen ja.
Für mich funktioniert es nicht, weil ich bin halt eben so und so und da kann ich nichts dran ändern, wenn Menschen sagen, Mindset Arbeit funktioniert für sie nicht, weil sie sind halt eben so und so, dann hat diese Aussage 2 sehr unterschiedliche Ebenen und ja manchmal stimmt dieser Satz, so bin ich eben, warum Menschen haben Temperamente, Prägungen, persönlichkeitsanteile, jeder von uns andere und vieles davon bleibt relativ stabil ein Leben lang absolut richtig und.
Doch oft ist dieser Satz, so bin ich eben auch ein riesen Schutzmechanismus, weil er bedeutet eigentlich, ich habe Angst, mich zu verändern.
Ich habe Angst, mich auf was Neues einzulassen, ich habe Angst, nach vorne zu gehen, oder er kann auch bedeuten, hey, ich habe es schon so oft versucht, etwas zu verändern und es hat aber auch schon so oft geklappt, dass ich mich einfach nicht mehr traue und an dieser Stelle wird es ja spannend.
Weil, ja, wir können unsere Persönlichkeit nicht komplett neu erfinden, doch wir können unsere Reaktionsmuster auf Situationen verändern.
Paar ganz einfache Beispiele.
Ein Mensch sagt, ich bin sensibel und er wird immer relativ sensibel bleiben, ein Leben lang, und gleichzeitig kann er lernen, zum Beispiel mit Kritik konstruktiv umzugehen, ein anderer.
Sagt, Ich bin introvertiert und vielleicht bleibt er ein Leben lang introvertiert und er kann trotzdem lernen, auf Menschen zuzugehen, sozial kompatibel zu sein.
Ein dritter sagt vielleicht, ich bin autonom und er kann lernen, in Beziehung zu treten und in Verbindung zu bleiben und deshalb würde ich sagen, du musst kein anderer Mensch werden, darum geht es gar nicht, doch du kannst lernen, anders mit dir und Situationen umzugehen und genau da.
Mein neues Buch: Meistere dein Mindset für dein Leben
Beginnt innere Haltung und genau deshalb habe ich mein neues Buch geschrieben.
Meistere dein Mindset, weil Mindset Arbeit oft reduziert wird auf höher, schneller, weiter, mehr härter, leistungsprogramm, doch darum geht es nicht, es geht darum, dass du in deine Kraft kommst, dass du das Leben führst, das Du führen möchtest, dass du spürst.
Ich kann mein Potenzial auf die Welt bringen.
Meistere dein Mindset 21 Prinzipien für innere Klarheit, Fokus und Selbstbestimmung.
Dieses Buch unterstützt dich dabei, in deine gewünschte Lebensqualität zu kommen.
Es sind 21 Prinzipien, ganz kurz und knackig auf den Punkt gebracht, ein Buch zum sofortigen Anwenden und umsetzen in deinem Alltag ich habe dir dazu einige Bonus Meditationen, Videos und.
Persönliche Arbeitsvorlagen auch noch dazu gemacht, dass du das Ganze nachhaltig umsetzen kannst in deinem Leben.
Das Buch erscheint am 29 April und du kannst es jetzt bei Amazon und in jedem guten Buchhandel vorbestellen und wenn du also merkst, dass für dich Mindset, Arbeit nicht nur ein Leistungsprogramm sein soll, sondern dass du klarer, ehrlicher, stabiler sein möchtest, dann wird dieses Buch genau dein Ding sein.
Meistere dein Mindset und du meisterst dein Leben bis zum nächsten Mal.
Schön, dass es dich gibt.
Danke, dass du hier dabei bist, dein Christian.
Podcast Summary
Key Points:
Der gut gemeinte Ratschlag „Denk halt einfach anders“ ist schädlich, weil er Gefühle ignoriert und Schuldgefühle auslöst.
Echte Mindset-Arbeit beginnt mit dem Zulassen von Emotionen, nicht mit deren Unterdrückung.
Mindset-Arbeit wird gefährlich, wenn sie zu einem reinen Leistungsprogramm wird und Druck erzeugt.
Die Aussage „So bin ich eben“ ist oft ein Schutzmechanismus, der Veränderung verhindert.
Ziel ist nicht, immer positiv zu sein, sondern handlungsfähig zu bleiben, auch bei negativen Gefühlen.
Summary:
Der Vortrag kritisiert die oberflächliche Auffassung von Mindset-Arbeit, die oft auf den Satz „Denk halt einfach anders“ reduziert wird. Dies sei schädlich, da er Gefühle wie Angst oder Trauer nicht zulässt und stattdessen Schuldgefühle bei Betroffenen auslöst. Echte Mindset-Arbeit beginne hingegen damit, Emotionen wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben, ohne sich von ihnen steuern zu lassen. Erst danach folge ein Perspektivwechsel, um konstruktiv mit Situationen umzugehen.
Ein weiteres Problem sei die Verwechslung von Mindset-Arbeit mit einem reinen Leistungsprogramm, das suggeriere, man müsse nur richtig denken, um Erfolg zu haben. Dies führe zu Druck und Versagensängsten. Stattdessen gehe es darum, in schwierigen Lebensphasen handlungsfähig zu bleiben, ohne negative Gefühle zu verdrängen. Auch die Aussage „So bin ich eben“ sei oft ein Schutzschild, das Veränderung verhindere. Man könne seine Persönlichkeit nicht neu erfinden, aber lernen, anders mit sich und Situationen umzugehen.
Abschließend wirbt der Sprecher für sein neues Buch „Meistere dein Mindset“, das 21 Prinzipien für innere Klarheit, Fokus und Selbstbestimmung bietet und am 29. April erscheint.
FAQs
Der erste Schritt ist, das Gefühl wahrzunehmen und ihm Raum zu geben, ohne es sofort zu bewerten oder zu verändern. Erst danach folgt ein Perspektivwechsel, um handlungsfähig zu bleiben.
Das nennt man Erstverschlechterung: Durch die neue Auseinandersetzung mit sich selbst entstehen mehr Selbstzweifel und Druck. Das liegt nicht an falscher Mindset-Arbeit, sondern daran, wie sie verstanden oder genutzt wird.
Gute Mindset-Arbeit erlaubt negative Gefühle wie Angst oder Trauer, ohne sie zu verdrängen. Toxische Positivität fordert, sich immer gut zu fühlen, was unrealistisch und schädlich ist.
Temperamente bleiben oft stabil, aber man kann lernen, anders mit Situationen umzugehen. Zum Beispiel kann ein sensibler Mensch lernen, konstruktiv mit Kritik umzugehen, ohne seine Sensibilität zu verlieren.
Es bedeutet, dass du trotz Angst, Unsicherheit oder Trauer bewusst entscheidest, konstruktiv weiterzugehen. Du lässt die Gefühle zu, aber sie kontrollieren dich nicht.
Du bist nicht für den ersten Gedanken verantwortlich, sondern dafür, wie du damit umgehst. Lasse den Gedanken da sein, ohne ihn zu glauben, und überprüfe ihn stattdessen.
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