In dieser Podcast-Folge der DFB-Akademie diskutieren die Gastgeber mit Michael Pruss, Cheftrainer der U-Nationalmannschaften, über die Trainerkompetenz Zuverlässigkeit. Pruss, der als ehemaliger Profispieler über 10 Jahre bei Schalke 04 aktiv war und den Spitznamen „Magic“ erhielt, erklärt, dass Zuverlässigkeit für ihn ein hohes Pflichtgefühl und die Fähigkeit bedeutet, Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen, selbst wenn man nicht immer in der ersten Reihe steht. Er betont, dass ein zuverlässiger Trainer klar kommuniziert, konsistent in Entscheidungen ist und seine Ankündigungen umsetzt, um als Vorbild zu dienen. In der Mannschaftsarbeit unterscheidet er zwischen defensiven Positionen, die mehr Sicherheit und Verlässlichkeit erfordern, und offensiven Rollen, die Kreativität zulassen. Zudem hebt er die Bedeutung von Loyalität und echtem Interesse an den Spielern hervor, um starke zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, besonders im Auswahlbereich, wo man sich nur selten trifft. Transparente Rückmeldungen, warum Spieler nicht nominiert werden, sind für ihn essenziell, um Vertrauen zu erhalten. Abschließend wird deutlich, dass Zuverlässigkeit nicht nur zu Glaubwürdigkeit führt, sondern auch die Grundlage für ein erfolgreiches Team bildet.
Wenn ich als Trainer arbeiten möchte, dann brauch ich ein gewisses Maß anzuverlässigkeit, weil sich die Spieler, die Mannschaft darauf verlassen, muss, dass der Trainer irgendwo verweckt marschiert, dass der Trainer auch weiß, was er tut, dass dann eine gewisse Struktur dann auch mit verbunden ist und dass das notwendig ist für ein gutes gemeinsames Miteinander. Trainer Kompetenzen im Profifluftball. Eine Podcast-Serie der DFB-Akademie. Die Folge mit Michael Pruss wurde am 9. August 2023 in Frankfurt aufgezeichnet. Hallo, es ist Frankfurt und herzlich willkommen zum Podcast der DFB-Akademie, in dem wir über Trainer Kompetenzen sprechen. In dieser Folge geht es um die Kompetenz zuverlässigkeit und warum diese für Trainer eine der wichtigsten Kompetenzen überhaupt ist, weil heute erörtern. Dabei helfen uns sicher nicht nur wieder die Ausführung unseres Kompetensexperten an seinem Küchle, sondern vor allem auch der Blick in die Praxis durch unseren Gast. Und da Michael Pruss, Cheftrainer im Bereich der Unazionamandschaften, über einen wirklich großen Erfahrungsschutz als Profispieler, Johrentrainer, Profitreiner, Trainerausbilder und Unazionaltreiner verfügt, freue ich mich sehr auf unser heutiges Gespräch. Anseln, zuverlässig, versorgst du uns ja immer wieder mit interessanten Informationen zu den verschiedenen Trainerkompetenzen. Warum siehst du denn Michael als ideär und gesprächspartner zur Zuverlässigkeit? Denn ist du hast er jetzt praktisch schon ganz viel verraten, in was für verschiedensten Rollen Michael zuverlässig unterwegs war. Aber nicht nur das ist der Grund, warum er aus unserer Sicht wunderbar passt zur Kompetenz zuverlässigkeit, sondern viel mehr. Ich meine, jemand, der als Magic Pruss bezeichnet wird, der hat sich das ja irgendwo auch verdient. Und ich glaube, was Michael auszeichnet und sehr viele Weggefährten auch gesagt haben, ist genau diese Zuverlässigkeit in den verschiedensten Funktionen, die du jetzt auch gerade genannt hast. Auch als Spieler damals gibt es ja viele anecdoten, die man auch erlesen kann. Und ich finde es viel besser, Michael, deine persönliche Analyse dazu zu hören als meine. Und deswegen vielen Dank, dass du da bist, schön hast du da bist. Und ich gebe diese Frage gerne noch mal weiter. Warum Michael bist du der perfekte Gast zur Zuverlässigkeit? Ja, ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf und ein bisschen was Überzuverlässigkeit erzählen kann. Natürlich auch aus meiner eigenen Zeit. Ihr habt ja gerade schon gesagt, als Profi dann mit am Ende dem Spitzennamen, den mir die Schalker Fans verpasst haben, weil ich über 10 Jahre lang also dem Verein die Treue gehalten habe. Dabei gar nicht immer Stammspieler war und trotzdem in dem Moment, wo ich gefragt war, wo ich auf dem Platz sein durfte, alles gegeben habe, um meine bestmögliche Leistung auch abzurufen. Und insofern ist das glaube ich etwas, was viele im Umfeld des Clubs auch mit Zuverlässigkeit einfach beschrieben haben, mir dann zugesprochen haben. Und ich war nie ein herausragender Spieler und trotzdem die Aufgaben, die ich übertragen bekommen habe, insbesondere dann natürlich auch als Abwehrspieler, habe ich meistens zumindest doch mit großer Zuverlässigkeit erfüllt. Und insofern dann auch die Rolle im Team, eingenommen, die mir zugedacht war. Glaubt ihr da maliger Trainer Jörg Berger hat gesagt, ging es nach Charakter, hättest du immer spielen müssen. Aber selbst wenn du mal nicht gespielt hast, war so, dass du nicht gemosert hast, sondern dass du die Rolle angenommen hast und einfach versucht hast, ich finde deine Aufgabe zu erfüllen. Und wenn ich richtig gezählt habe, dürfen so ca. 3 Clubs in 17 Jahren Profi Fußball gewesen sein. Ich finde alleine diese Vereinstreue, zeugt ja schon davon, dass du zuverlässig deine Aufgaben erfülltst. Definitiv und ich nehm dir sozusagen deine nächste Frage vorweg, weil die hättest mir sichergestellt, was ist denn überhaupt Zuverlässigkeit? Wenn wir darüber sprechen, wollen wir auch nochmal definieren, was wieder runter verstehen. Und im Grunde ist Zuverlässigkeit der Krater Gewissheit mit der eine Tätigkeit durchgeführt wird. Man kann sich auf Menschen verlassen, sagt man ja auch so gerne. Und Menschen, die sehr zuverlässig sind, verfügen über einen hohes Pflichtgefühl. Das zeichnet diese Menschen aus, sie stehen zu diesen Getätigten, Aussagen, die sie treffen. Und deswegen glaube ich, gibt es keinen Menschen, der nicht gerne mit zuverlässigen anderen Menschen zusammenarbeitet. Aber ist jeder Mensch gleichzeitig zuverlässig? Ich glaube, es wäre gerne jeder. Es ist ja so ein Wort, dass man gerne verwendet und wahrscheinlich in jeder Stellenbeschreibung sein zu Hause findet. Man sucht zuverlässige Menschen. Michal, wie wichtig ist es dir, dass du wirklich zuverlässige Menschen um dich herum hast, sowohl im privaten als auch wenn du jetzt in deine Mannschaften schaust und in deinem Brenner-Team? Zuverlässigkeit ist etwas, was einer Mannschaft total gut tut. Weil natürlich dann auch jeder einzelne Spieler weiß, mein nebenan, auf den kann ich mich verlassen. Ich weiß, was er für Fähigkeiten hat und er bringt die zu 100 Prozent ein. Das heißt nicht, dass man immer alles richtig macht. Darum geht es, glaube ich, auch gar nicht. Aber man weiß, wenn er eine Aufgabe über tragen bekommen hat, dann versucht er sie so gut, wie möglich. So gewissenhaft, du hast es gerade genannt, den Begriff auch gewissenhaft, wie möglich auszuführen. Und wenn ich jetzt nochmal an meine Zeit auch als Spieler bei Schalke denke, dann war ich natürlich nicht immer froh darüber, wenn ich nicht gespielt habe. Aber ich habe ja darüber hinaus trotzdem auch im Training oder auf der Bank eine gewisse Aufgabe für die Mannschaft und für das Team zu erfüllen, nämlich die anderen zu unterstützen und dann in dem Moment auch dazu sein, wenn ich gebraucht werde. Auch das ist etwas, was glaube ich, Zuverlässigkeit auszeichnet und was ich natürlich erstens gelebt habe und was ich dann auch möglichst von meinem Umfeld erwarte. Es gibt immer Unterschiede, es gibt ja auch bei Spielern eher kreative Spieler, die meistens, was den Begriff Zuverlässigkeit angeht, nicht so hoch diesen Begriff auch wertschätzen. Die haben aber eben andere Dinge, die sie auch in ein Team einbringen. Und auch da weiß ich, ich verlasse mich darauf, dass die kreativ werden in dem Momenten, wo es notwendig ist und wo die Mannschaft eben auch mal einen anderen Impuls braucht. Und deshalb auch ist dieses gewisses Maß an Kreativität und Zuverlässigkeit in einem. Find ich spannend, wie schaffst du es da dieses Gleichgewicht dann auch in der Mannschaft zu halten? Ich meine, wenn du auf der einen Seite sagst, okay, du möchtest diese Zuverlässigkeit von deinen Spielern haben und auf der anderen Seite sind Spieler, das kennen wir ja in vielen Teams, die dann vielleicht nicht zu 100 Prozent geben können. Wie machst du das? Ich glaube, es hängt ein bisschen mit den Positionen zusammen. Also in der Abwehr wünsche ich mir nicht so viel Kreativität dafür mehr Zuverlässigkeit, weil man da natürlich auch einfach so ein gewisses Risiko bewusst sein haben muss. Und je weiter nach vorne man im Spielfeld oder auf dem Spielfeld sich befindet, desto freier kann man vielleicht auch Dinge ausprobieren, entscheiden und dann auch mal angehen. Und deshalb sind ja auch die kreativen Spieler eher die Zähne von früher, die dann sich vorne rumtummeln, die einfach mal was Besonderes machen, etwas wo niemand mit rechnet. Und dann je weiter wir nach hinten kommen, ob es jetzt teuter oder Abwehrspieler sind. Da wünschen wir Trainer uns natürlich ein extrem hohes Maß an Zuverlässigkeit, das dann nicht irgendeiner auf einmal im eigenen Strafer und versuchen Beinschuss zu machen, nur weil es für die Zuschauer vielleicht schön aussieht, sondern da geht es um Sicherheit, da geht es dann eben auch um Verlässlichkeit letztlich. Und da wird das Risiko auch möglichst minimiert. Könnte ein Teil des Anforderungsprofilts des Abwehrspielers sein. An sich werden ja die WM-Analyse und haben eine verschiedene Position auch immer seziert und unsers angeschaut. Und auch beim DFB wurde viel veröffentlicht und ich glaube also zu verlässig zu sein in der Verteidigung sicherlich ein wichtiger Punkt. Oder so siehst du das auch so bei deinen Talenten, jetzt bei der Nationalmannschaft, das auf sowas guckt? Ja, ein Schwerpunkt der Analyse war ja Ballons. Und Ballons hat ja eben auch etwas damit zu tun, dass man innerhalb einer Mannschaft natürlich Kreativität und Offensivpower und Angriffsmöglichkeiten schafft und gleichzeitig eine gute Absicherung. Also sich darauf verlassen kann, dass eben auch hinten welche aufpassen, dass der Gegner nicht mit einem schnellen Gegenangriff durchbrechen kann. Und wir versuchen natürlich auch unsere Mannschaft, dem entsprechend aufzubauen, zusammenzustellen, dass wir sagen, wir brauchen nach vornehin Kreativität, wir brauchen gewisses Maß an Energie natürlich auch. Und wir brauchen auf der anderen Seite Spieler, die Ballons herstellen, die also erkennen, wann kann ich mit nach vorne mich einschalten? Aber wann ist es meine Aufgabe jetzt auch ab zu sichern, die Position zu halten und dafür zu sorgen, dass nach vorne die anderen loslaufen können? Aber ich sichere dann eben auch einfach den Rest ab und nehme dann Gegenangriff auf verteidige hinten, so dass wir einfach gut dabei wegkommen. Jetzt haben wir schon viel über die Spieler gesprochen, wir wollen ja vor allem auf den Trainer eingehen und zu verlässigkeit beim Trainer herauszustellen, nicht nur als Person. Sondern vor allem in dieser Rolle, in dieser Trainerrolle aus so ein bisschen als Kopf einer größeren Gruppe. Darauf freue ich mich, das von euch zu hören.
Wir starten immer mich als erst ein bisschen allgemeiner. Und zwar die Frage danach, was macht denn für dich ein guten Trainer aus? Zu verlässigkeit spielt da vielleicht eine Rolle, aber so aus deiner Erfahrung heraus, auch du warst, der Trainer ausgebildet. Ein guter Trainer, was muss der für dich mitbringen, um vernünftig performen zu können? Ja, ich glaube, es gibt viele Facetten, die ein Trainer mitbringen sollte. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass ein gutes soziales Grundbewusstsein da sein muss, nämlich Spieler so zu nehmen, wie sie sind, dann natürlich auch zu schauen, wer passt, wie miteinander gut in ein Team hinein, also so, dass man alle Facetten von Fähigkeiten und von Kompetenzen dann auch in seiner Mannschaft hat, damit man gut durchdacht auch vorankommen kann. Also deshalb glaube ich, dass das extrem wichtig ist. Ein zuverlässiger Trainer, ich verhält er sich. Ein zuverlässiger Trainer setzt die Dinge, um die er sagt, hält sich an Dinge, die er vorgibt. Vorder Dinge vielleicht auch immer wieder ein, weil sie ihnen wichtig sind und ist in gewisserweise auch behalig, was so bestimmte Themen dann angeht. Aber am Ende geht es darum, dass die Spieler und auch der Staffsicht darauf verlassen kann, dass die Dinge, die der Trainer sagt, auch von ihm selbst umgesetzt und vorgelebt werden. Also man kann natürlich auch, und das passiert manchmal den Trainern ja auch so bestimmte Strafen in den Raum stellen, wo man sich nachdem, an sie ausgesprochen hat, schon denkt, hoffentlich passiert das bloß nicht. Weil wenn ich die Strafe umsetzen muss, dann tut es mir aber richtig weh und vielleicht auch der Mannschaft weh. Und dann möchte man gerne zurückhode. Deshalb sollte man sich da bewusst sein, was man eben auch ankündigt und dann die Dinge auch umsetzen, die man eben besprochen hat. Ja, damit lief, was du mir den Stall pass eigentlich schon direkt, denn wir haben uns natürlich um Vorfeld auch mit deiner Person beschäftigt und mit Menschen gesprochen, die dich schon ein bisschen länger begleiten. Und unter anderem war der Janis Hohnhöfel, mein Gesprächspartner, der bei dir im Trainer-Team auch der Unerzimmermannschaft ist. Und der hat eigentlich genau das über dich auch gesagt. Denn er sagt, man kann sich darauf verlassen, dass das, was du sagst, auch gemacht wird. Und du bist kein Blender, du verlierst nicht unendlich viele Worte, sondern du bist dann sehr klar und sachlich. Du findest aber auch die richtige Sprache, auch wenn es negativ ist, so wie es nun mal sein muss. Aber man kann sich dann darauf verlassen, denn so wie Michael das ausgeführt hat ansehen, sind wir wieder bei der Vorbildrolle des Trainers eigentlich. Ja, stimmt. Wir hatten ja auch immer wieder das Wort Klarheit gehört. Auch zur anderen Kompetenzen, ich glaube, das trifft es auch hier. Dass Menschen, die zuverlässig sind, auch klar irgendwo in der Kommunikation sind. Dass sie nicht unbedingt viel reden müssen, aber das Richtige. Im Endeffekt zum richtigen Moment sagen, dass sie konsistent dann auch sind irgendwo in verhaltensweisen, aber auch konsistent in Entscheidungen. Ich glaube, das trifft es gut. Und was da auch noch hinzukommt, ist auch eine gewisse Loyalität. Auch im Trainer-Team beispielsweise, aber auch eine Loyalität gegenüber den Spielern, denke ich. Was kannst du da noch ergänzen dazu? Es geht ja schon für uns Trainer auch darum, Spieler das öfteren mal zu kritisieren. Und auch damit zu versuchen, sie weiterzuentwickeln, weiterzubringen, nämlich auch Themen anzusprechen, die sie vielleicht noch nicht so gut beherrschen, wo wir aber potenzial sehen, was sie durchaus noch schöpfen können, wo sie also auch noch sich entwickeln können. Und da müssen wir manchmal auch kritisch sein. Gleichzeitig heißt das ja aber nicht, dass wir den Spieler fallen lassen, sondern eigentlich mit der Kritik unterstützen wir ja seine Entwicklung. Und deshalb ist Loyalität in dem Fall auch total wichtig, weil er wird das nicht immer alles gleich sofort auch umsetzen können, was wir dann vielleicht von ihm erwarten und trotzdem muss er rückhalspüren. Er muss merken, dass wir selbst wenn er es probiert und es nicht gelingt, ihm dann nicht sagen, hey, wie so machst du das, sondern einfach Unterstützung sagen, ja, genau so, versuch's weiter. Wir sind auf dem Weg, genau da möchten wir dich hinhaben, probier's beim nächsten Mal noch mal aus und dann wird's dir irgendwann gelingen. Also diese Unterstützung als Trainer für Spieler oder für den Staff ist natürlich total wichtig und glaube ich machten funktionierendes Team auch aus. Und deswegen ist es ja auch aus meiner Sicht nicht überraschend, dass zum Beispiel Zufallessigkeit jetzt auch in diesen Kompetenzen auch in der Studie und die Top Kompetenzen gezählt wurde. Ja, bei der Glaubwürdigkeit war ja bei den Personalen Kompetenzen auch eine der Top Kompetenzen, wenn ich sogar die Nummer eins und Zufallessigkeit genauso. Ja, eigentlich auf einer Ebene ist ja auch eine personale Kompetenz, dann Zufallessigkeit führt letztendlich auch zu Glaubwürdigkeit. Ja, Menschen die Zufallessig sind, den nimmt man das dann auch ab, was sie tun und das ist natürlich dann auch für die Zwischenmenschliche Beziehung zwischen Trainer Team, aber auch zwischen Trainer und Spielern elementar, denn ohne diese Zwischenmenschepeziehung wüsste du am Ende nicht erfolgreich arbeiten können. Ich meine, das weiß man mittlerweile auch zum einen durch die Praxis, aber zum anderen auch die Studien. Ich finde, dass das gerade auch für uns jetzt im Auswahlbereich extrem wichtig ist. Wir sehen ja unsere Spieler und auch unser Funktionsdien nur sehr unregelmäßig und ich glaube, dass die alle Lust darauf haben müssen, zusammenzukommen. Ich muss mich also auch in gewisser Weise wohlfühlen müssen, damit sie dann auch ihre bestmöglichen Leistungen zeigen können. Und das, wie gesagt, finde ich, ist gerade im Bereich der Auswahlmannschaften extrem wichtig. Jetzt spricht es an Auswahlmannschaften? Wie schafft ihr es da, dass diese Zwischenmenschliche Beziehung stark ist? Ich sag mal, wir versuchen es, indem wir uns für einander interessieren. Und da geht es dann eben darum, sich gegenseitig auszufragen im Sinne von "Ich möchte etwas über dich erfahren" und zwar nicht nur über dich Fußballerisch erfahren, sondern ich möchte auch etwas über dich persönlich erfahren, wie ist dein Umfeld, wie ist dein Tagesablauf? Was machst du so? Was hast du vielleicht für andere Interessen? Damit man eben auch nicht nur immer am Fußball hängt, sondern darüber hinsichtlich auch andere Themen für Gespräche hat. Ich glaube, dann merkt man relativ schnell, ob das Interesse nur vorgespielt ist oder ob es ein wirkliches Interesse ist, weil man sich für die Person, für den Menschen interessiert. Und ich glaube, jeder, der spürt, dass das gegenüber sich interessiert, der ist auch selbst interessiert und gibt dann auch von sich was Preis, was er vielleicht nicht allen anderen gegenüber dann auch sagen würde. Dadurch entsteht aus meiner Sicht ein gutes Miteinander und ein soziales Umfeld, in dem man sich wohlfühlen kann. Und genau das braucht ja manchmal auch ein bisschen Zeit. Wenn wir im Fußball sind, wir denken oftens es sonst nur, weil dir ist es ein bisschen anders, mich all das, weil ich das kurz geziehen will, weil ich das ganz spannend finde. Ihr begleitet ja den Jahrgang über drei Jahre, wenn man so will, startet in der U15, ist halt aktuell in der U17 und das ist so, dass du im Verlauf natürlich die Spieler auch kennenlernen kannst. Dass die Spieler euch auch kennenlernen können als Trainer-Team und dass sich da vielleicht auch mehr zu Verlässigkeit, also dass im Findenfehlinander aufbauen kann. Denn als U-Trainer oder Nationalmannschaft-Trainer du hast gerade gesagt, ihr seht euch ja nicht jede Woche, sondern ausgewählt bei den Lehrgängen und das bedarf natürlich auch ein bisschen Zeit. Absolut, natürlich kann ich mir vorstellen, ganz anders miteinander als in deinen Vereinen, den du gearbeitet hast. Ja klar, das ist schon Unterschied, ob man sich tagtäglich sieht oder ob man sich nur alle sechs oder acht Wochen sieht, dann muss man ja noch dazu sagen, dass wir hin und Spieler, hin und wieder Spieler ja auch nicht einladen. Und da kommt ja dann auch wieder das Thema Verlässlichkeit zum Tragen, nämlich, man muss den Spielern glaube ich schon auch eine gewisse Rückmeldung geben, darüber war, warum bist du denn jetzt beim nächsten Mal vielleicht nicht dabei? Das mag ja manchmal Gründe in der Bereich der Leistung haben, es mag aber auch Gründe geben, weil man vielleicht auch mal jemand anders testen möchte, also gar nicht unbedingt immer mit der eigenen Person zusammenhängen und das zu erklären, das zu verdeutlichen, warum wir wie handeln ist, glaube ich dann schon auch schon auch ein wichtiges Thema für die Spieler, damit sie nachvollziehen können. Was macht der Trainer eigentlich und für mich ist es eben notwendig, um auch da in gewisser Weise Verlässlichkeit zu zeigen, nämlich ich nehme dich oder wir nehmen dich beim nächsten Lehrgang nicht mit dazu, heißt aber nicht, dass du bei uns keine Chance mehr hast, sondern also, es geht schon darum, auch den Spielern zu vermitteln, dass sie immer wieder die Chance haben und dass wir sie nicht nicht fallen lassen, sondern wir haben sie im Blick, wir beobachten sie, wir haben unser Scouting System, wo wir auch dann regelmäßig Infos bekommen, wie entwickeln sich die Spieler und dann sind die bei uns natürlich weiterhin, wie man immer so schön sagt im Notizblock und werden auch dann bei uns auf dem Zettel sein und weiter in Lehrgeld. Michal, nehmen wir uns da noch mal noch mehr mit in die Praxis, wie führte diese Kommunikation mit den Spielern, siehst du das in deiner Rolle als Cheftrainer, dann auch als deine Aufgabe an dazu kommunizieren und zu sagen, okay, nach dem Lehrgang so und so sieht es aus, sprichst du da mit jedem Einzelnen, hat ja auch was mit Zufallesigkeit zu tun, so diese Rolle dann zu erfüllen und sich auch zu zeigen bei jedem Spieler nicht, dass das Gefühl aufkommt, der Trainer spricht nicht mit mir. Wir haben in den Lehrgängen häufig dann über 20 Spieler und wir teilen uns im Trainer-Team auf.
Das heißt aber nicht, dass ich immer mit den gleichen Spielern nur spreche, sondern auch da rotieren wir, sodass im Grunde auch jeder Trainer mit jedem Spieler insbesondere nach den Lehrgängen dann auch noch mal spricht, weil am Ende wollen die natürlich auch wissen, wie weich denn jetzt im Lehrgang. Wie habe ich es gemacht? Seid ihr zufrieden im Trainer-Team oder muss ich an irgendwas noch arbeiten? Und wir versuchen da eine Rückmeldung zu geben, dass die Jungs, wenn sie nach Hause fahren, auch wissen, okay, so und so haben die Trainer uns gesehen, ohne aber auch, und das muss ich ehrlich zugeben, auch gleichzeitig schon eine Einladung für den nächsten Lehrgang auszusprechen, weil da immer doch ein bisschen Zeit zwischen vergeht und wir eben auch andere Spieler noch im Blick haben, die wir in der Zwischenzeit dann auch bewerten wollen. Diese Rückmeldung gibt dir den Spielern, hast du dann auch Kontakt zu den Mannschaftstrenern und gebt dir da auch diese Rückmeldung? Ja, zu jedem unserer Lehrgänge gibt es auch immer noch mal ein schriftliches Dokument, was an die Vereinstrainer geschickt wird, zum einen, wo es um die Inhalte unserer Trainings-Einheiten geht und zum anderen geht es dann aber auch um unsere Leistungseinschätzung, was die Spieler angeht. Und da gibt es dann aber auch durchaus Hinweise, wir sehen den Spieler in dem und dem Bereich durchaus noch Entwicklungsfähig, also achtet mal vielleicht im Verein auch drauf, ohne dass wir denen jetzt was vorschreiben möchten. Aber uns fallen manchmal ein paar Dinge auf, die man vielleicht im Verein nicht so sieht. Und deshalb ist der Austausch mit den Vereinstrenern natürlich für uns auch so wichtig, weil die natürlich dann häufig im Verein auch sagen, ja, wir trainieren gerade oder bearbeiten gerade diesen Training-Schwerpunkt mit dem Jung, achtet ihr mal auch drauf und vielleicht könnt ihr das auch noch mal mit in den Vordergrund rücken, damit wir auch gemeinsam an der Entwicklung der Spieler arbeiten können. Also insofern ein Austausch findet sehr regelmäßig auch statt. Michael, es ist ja so als nationaldreiner, Arbeit ist du nicht kontinuierlich mit dem gleichen Spieler zusammen. Hand aus Herz, wie oft geht es dir so nach zum Lehrgang, dass du sagst, oder du würdest jetzt eigentlich schon noch mal gerne mit der ganzen Mannschaft oder mit einzelnen Spielern angewissen Aspekten arbeiten? Eigentlich nach jedem Lehrgang. Zum einen, weil die Arbeit total viel Spaß macht und ich immer total glücklich bin, wenn wir zusammenkommen können und wenn wir gemeinsam trainieren können. Und es ist dann immer schade, dass die Jungs dann wieder jetzt, wie heute, passiert dann zurückfahren in ihre Vereine. Und wir uns erst wieder in sechs Wochen dann sehen, das ist echt schade. Und ja, ist aber letztlich mein Job und ich versuche natürlich dann in der Zwischenzeit so viel Infos zu bekommen, wie ich bekommen kann über die Spieler. Aber ich würde gerne häufiger mit den Jungs trainieren und einzelne natürlich auch in bestimmten Bereichen noch versuchen weiter zu entwickeln. Ist ja auch ein sehr ja, interessantes Alter. Ich meine, ihr habt ja die Mannschaft von der U15 bis 17. Jetzt begleitet, da sieht man ja auch eine unfassbare Entwicklung des Menschen. Inwiefern habt ihr da als Trainerteam auch ein Einfluss auf die persönliche Entwicklung über den Fußball hinaus bei den Spielern? Ja, haben natürlich gewisse Werte, die wir bei uns leben, die wir dann auch einfordern von den Spielern. Und wir hoffen natürlich, dass sie ein bisschen was mitnehmen. Also klar, wenn wir uns alle sechs Wochen sehen, dann haben die zwischenzeitlich viele andere Dinge gehört, viele, viele andere Informationen aufgenommen. Da wissen wir nicht immer so genau, was dann wirklich von den Dingen bleibt, die wir auch in den Lehrgängen besprechen. Aber ich sehe es als eine unserer Aufgaben an. Also du hast gerade über die Altersplatte gesprochen, die Jungen Menschen sind in der Entwicklung und wir versuchen, Anteil zu nehmen. Wir versuchen sie zu begleiten. Wir versuchen ihnen ein paar Dinge, die uns wichtig sind, auch mitzugeben. Am Ende müssen die natürlich selbst entscheiden, was sie daraus machen. Das ist im Fußball ja nichts anderes. Auch da machen wir im Training bestimmte Themen oder bearbeiten bestimmte Themen. Und wir können ihnen sagen, wir glauben, dass das für eure Entwicklung wichtig ist. Aber ob sie daran zu Hause weiter trainieren oder ob sie sagen, ich mache was anderes, das entscheiden sie dann letztlich selber. Das glaube ich so vorn und gleichzeitig ist ja so, dass ich die Generationen ja auch verändert haben. Und du hast ja auch durch deine anderen Tätigkeiten, die du schon so gemacht hast, aus Bilder beispielsweise, viele Eindrücke mitgenommen. Was würdest du sagen, inwiefern haben sich beispielsweise die Jungen Menschen in diesem Alter verändert? Die wachsen natürlich ganz anders auf. Als ich jetzt in meiner Jungen zum Beispiel, der jetzt mittlerweile 55 ist. Aber im Grunde haben alle Lust auf Fußball, die zu uns kommen. Die können wir auch damit packen und begeistern, weil sie einfach wollen, weil sie spielen wollen, weil sie diesen Spieltrieb haben. Der ist nach wie vor da. Der ist manchmal dann zu viel am Handy da. Aber auch das müssen wir versuchen, für uns zu nutzen und zu sagen, wir können aber auch Informationen über das Handy, zum Beispiel an euch weitergeben. Wir versuchen, also eben auch das, was heute üblich ist, zu nutzen, um damit zu kommunizieren. Heißt nicht, dass wir komplett jetzt der Jugend hinterher laufen. Das ist damit gar nicht gemeint. Aber wir versuchen natürlich, die Digitalisierung für uns zu nutzen, um gemeinsam dann auch erfolgreich sein zu können. Also so ein bisschen anhergehend, der Werte wandelt vielleicht auch, was ist mir wichtig? Du sagst es selber, ihr lebt gewisse Werte vor und möchtet, dass die Spieler das mit leben, damit ihr als Gruppe funktioniert. Und für mich nochmal die Frage, wie macht ihr das genau? Und sagst du ja, zu Beginn gehen wir das mal an und sagen ja, das und das ist uns wichtig. Und dann geht's da rum oder nehmt ihr darauf immer wieder Bezug und sprechen mit den Jungs darüber. Wir nehmen immer wieder Bezug und wir merken, dass wir das auch müssen. Aber das ist auch, glaube ich, nur normal, dass man eben die Dinge, die einem wichtig sind, auch regelmäßig wiederholt. Wir haben gerade davon gesprochen, dass wenn die nach sechs Wochen wiederkommen oder mal einlegend nicht dabei waren, dass die dann nach 12 Wochen wieder zu uns kommen, ja, dann müssen die vielleicht auch erstmal wieder hören, ja, was wollen wir eigentlich machen. Ist es uns wichtig, dass wir rechtzeitig zum Essen da sind, dass wir rechtzeitig zum Training da sind, damit wir gemeinsam starten können, wenn es jetzt nur mal um Pünktlichkeit geht, was ja nur ein Begriff jetzt aus dem Bereich der Werte vielleicht auch ist, da aber da gibt es eben noch einiges mehr, was uns wichtig ist, dass wir uns gegenseitig respektieren und den Umgang miteinander pflegen. Und Verlässlichkeit ist ja da auch ein Thema. Also, ich bin dann da, wenn ich gefragt bin und ich halte Verabredungen ein und ich erfülle meine Aufgabe, ob es jetzt mal ums Tragen von Material ist oder irgendwelche anderen Dinge. Das sind natürlich auch Werte, die nach wie vor in einer Mannschaft glaube ich bedeutsam sind und deshalb achten wir drauf und deshalb versuchen wir das auch umzusetzen. Selbst wenn wir wissen, dass in der heutigen Zeit viele sehr individuell abläuft, dass die Kinder auch ja sich selbst gerne irgendwie im Mittelpunkt dann auch auch sehen und trotz allem haben die sich ja dazu entschieden, eine Mannschaftsport dazu betreiben. Also gibt es auch bestimmte Dinge, die sie vielleicht da waren toll finden und wo sie sagen, "Hey, ja, aber genau deshalb mache ich ja Fußball, weil ich habe hier Unterstützung auch durch ein Mitspieler, ich habe Unterstützung durch das Trainer-Team und deshalb begeistert mich der Fußball ebenso." Also die Gemeinschaft, dass miteinander dann auch in der Truppe bei euch ist es ja so, Zeit ist natürlich immer kostbar und bei so einem Lehrgang kannst nie genug davon geben, was der auch gesagt bezieht ihr die Spieler bei diesem Themen mit ein oder sind das eher Vorgaben, die ihr macht oder spricht auch darüber, wenn wir gerade über dem Wandel gesprochen haben, was bedeutet denn für euch zu Verlässigkeit? Ist es das, ich bin pünktlich auf die Minute da, ist es das, wir sind bewegen uns in einem gewissen Rahmen, jeder muss beim Frühstück sein, nein, das ist okay, wenn du dann und dann beim Präftpunkt bist. Also seid ihr da auch individuell auf die Spieler eingegangen? Ja, die Spieler stellen Regeln für die Mannschaft auf und es ist gar nicht immer so, dass wir Vorgaben machen. Interessanterweise sind aber die Dinge, die die Spieler einfordern von sich selbst, oftmals auch die Aspekte, die uns wichtig sind. Also die wollen auch alle nicht warten und auf einen der zu spät kommt, da hat keiner Bock drauf. Also fordern die schon auch ein, ja, lasst uns bündlich sein. Wir wollen gemeinsam Dinge angehen, wir wollen als Mannschaft auftreten, wir wollen, wenn wir irgendwo hinkommen, nicht einzelnen irgendwo eintrudeln, sondern wir wollen ja auch eine gewisse Wirkung damit erzielen, als Mannschaft schon mal zu zeigen beim Spiel, wir gehen jetzt gemeinsam raus und dann sich großzumachen mal aufzurichten und dem Gegner zu zeigen, hey, hier kommen wir. Auch das gehört dazu und das ist ja auch Fußball. Jetzt mir jetzt wurden die Werte angesprochen, das ist ja auch ein Thema, das immer öfter diskutiert wird. Hab ich zumindest den Eindruck und gleichzeitig ist es so, dass auch viele Profit-Trainer und auch Trainer aus dem Armateurbereiter berichten, dass sie das auch in ihre Arbeit einfließen, das auch zu Beginn vor allem, wenn sie mit einer Mannschaft zu arbeiten beginnen. Was würdest du zu diesem Thema in der Arbeit mit Mannschaften empfehlen? Wenn es darum geht, man kommt neu zu einem Team, man möchte auf der einen Seite vielleicht gewisse Werte selber einbringen und auf der einen anderen Seite möchte man der Mannschaft die Möglichkeit, die eigene Werte zu kreieren, eine Werte Pyramide zum Beispiel zu kreieren. Hast du da Tipps, wie du es machen würdest? Ich bin ein Freund davon tatsächlich die Mannschaft mit einzubeziehen und so würde ich auch vorgehen. Dass man da. dass man eben, wenn man irgendwo neu hinkommt, versucht dann, ein gemeinsames Miteinander zu entwickeln. Und das gemeinsame Miteinander beinhaltet ja dann eben auch verhaltensweise in Regeln, womöglich auch Bestrafung, wenn etwas nicht eingehalten wird. Und das muss oder sollte vielleicht gar nicht unbedingt vom Trainer kommen. Sondern auch das haben wir in unserer Mannschaft festgestellt, wenn die Jungs sich gegenseitig selbst irgendwas an Strafen auferlegen wollen, dann sind die meistens heftiger als wir Trainer, das vielleicht machen wollten oder würden. Und insofern glaube ich, muss man da oder sollte man auf jeden Fall versuchen, die Mannschaft mit einzubeziehen, weil die eben genau so ein Interesse daran haben, gemeinsam gutes Miteinander zu haben. Wie schafft man es da, diese Kultur zu etablieren, dass die Spieler von sich aus, diese Verantwortung zu übernehmen? Ich kenne das auch aus der Vergangenheit von verschiedenen Erfahrungen, dass es ja manchmal so ist, man hat gewisse Charaktere drin, übernehmen das und andere Mannschaften. Da ist es irgendwie schwer, da will noch keiner so wirklich diese Aufgabe übernehmen. Ist gerade bei Jugendmannschaften, glaube ich, häufiger ein Thema. Deshalb ist es für uns auch wichtig, dass wir Spieler unterstützen, die so ein bisschen Anzeichen geben, davon, dass sie auch Führungsspieler sein können, sein wollen, indem wir sie bestärken. Dann achten wir eben auch darauf, dass wir mal Aufgaben verteilen, dann eben vielleicht auch Aufgaben an diese Spieler geben, damit sie auch innerhalb der Mannschaften gewisses Auftreten haben, auch wahrgenommen werden und damit dann eben eine kleine Gruppe zu etablieren, die sich um Einhalten von Regeln zum Beispiel kümmern kann. Das Stärken von Stärken, also im Endeffekt. Wenn jetzt aber mal ein Spieler tatsächlich den Eindruck hinterlässt, dass er unzuverlässig ist. Er kommt wiederholt zu spät, irgendwie passt es nicht in der Gruppe. Was sind das für Sanktionen? Bei euch wahrscheinlich erst mal, okay, wir besprechen das im Trainer-Team und vielleicht nicht noch mal einladen für den nächsten Lehrgang, sondern mit dem Spieler zu sprechen und zu sagen, dass muss sich ändern. Dann schauen wir dann sehen wir uns wieder, wie wichtig ist es für dich in dieser Gemeinschaft der Mannschaft auch mal? So ein Spieler, der vielleicht auch ein Freigas, ein Freiggeist sein kann, oder der Kreative, dann mit durchzuziehen in Anführungsstrichen oder es ist ein No-Go, wenn sie irgendwann einfach nicht mehr geht. Hängt, glaube ich, immer ein wenig vom Fall ab. Und ich bin der Meinung, dass die Mannschaft die Dinge regelt. Früher oder später regelt die Mannschaft die Dinge. Und wir unterstützen sie dabei, weil wir, wie gesagt, wir sind im Jugendbereich und wollen, wenn sie dann Profi werden, dann müssen sie eben auch Dinge selbst in die Hand nehmen können. Unsere Unterstützung geht dahin, dass wir sagen, okay, wir begleiten die Spieler. Ich will von einem Fall sprechen, wo wir sagen, ja, da ist jemand, der vielleicht ist ja kreativ oder manchmal ein bisschen verpeilt und kriegt nicht immer alle Sachen mit, die man bespricht und der braucht einfach Unterstützung. Wir würden denen, wenn das nicht bößartig ist, also bewusst immer zu spät kommt und es drauf anlegt, dann würden wir dem jede Möglichkeit der Unterstützung geben. Dann machen wir eine Zimmer-Einteilung so, dass der ein Partner an die Hand bekommt, wo wir wissen, der ist verlässlich. Und dann schläppt der den halt mit, damit der rechtzeitig daheist. Und so versuchen wir dann eben auch durch Zusammenstellung verschiedene Aufgabengruppen auf die einzelnen Spieler einzufirken. Ich finde es jetzt spannend, das war Gedanken überdraben, weil ich wollte gerade auch sagen, ich glaube, das ist total wichtig, ist einfach auch als Trainer zu wissen, über welche Stärken verfügen denn meine Spieler? Und manche Spieler haben einfach sehr beziehungsgestaltende Stärken, worunter dann eben auch die Zuverlässigkeit fällt. Andere Spieler haben die halt nicht, die sind in anderen Bereichen dafür stärker. Und das gilt es halt erst mal zu berücksichtigen und nicht ein Spieler gleich zur Verurteilung des Wings. Sondern zu sagen, okay, dieser Spieler hat andere Stärken. Deswegen finde ich den Ansatz sehr gut zu sagen, es gibt andere Akteure in meinen Reihen, die eben sehr zuverlässig sind. Den stelle ich an die Seite, wenn ich der perfekte Weg. Aber erst mal dahin zu kommen als Trainer, so zu denken, dieses Mainz-Zorben ist, glaube ich, schon ein sehr guter Schritt. Da haben Endes die Mannschaft stärker. Nicht nur der Einzöne, sondern die Mannschaft. Und alle sind ein Schritt vorangegangen. Das bedarf halt tatsächlich diese Sicht auf den einzelnen Spieler, wie du sagst. Deshalb muss man seine Spieler kennen. Und muss sich eben auch interessieren, um Stärken und womöglich natürlich dann auch Schwächen von einzelnen Personen zu kennen. Und dann kann man auch als Trainer agieren und kann solche Kombinationen bilden, die am Ende hoffentlich der Mannschaft dann zugute kommen. Michal, bevor du zum DFB gekommen bist und das bis zu 2016, warst du ein Schleswig-Holstein als Verbandspot-Lehrer aktiv und hast dort sehr viele Trainer auch ausfordern, weitergebildet. Nehmen wir uns mal mit in diese Zeit. Und wie du die Trainer siehst. Wir haben schon darüber gesprochen, was macht für dich ein guter Trainer aus? Aber auch in ein Punkt- und Zufalllässigkeit. Und wie ich mir Gedanken mache, nicht nur um das Fußballerische und Taktik, sondern auch darum, wie gehe ich denn mit der Gruppe, um wie wichtig war das vielleicht auch in deiner Zeit als Ausbilder? Im Grunde treffen alle Punkte, die wir eben schon besprochen haben, auch auf die Ausbildung zu. Weil wenn wir uns damit beschäftigen, wie wir mit unserer Mannschaft umgehen, dann ist es ja nichts anderes, als was wir uns auch vielleicht von anderen Trainern wünschen. Und wir versuchen auch da in der Trainergruppe, die natürlich auch unterschiedlich ist. Und auch gibt ja auch nicht nur verlässliche Trainer. Es gibt auch da kreative Köpfe, die vielleicht ganz experimentell an Fußball rangehen, was ich auch echt spannend finde und wo glaube ich auch eine ganze Menge Neues entstehen kann. Aber die brauchen womöglich in ihrem Trainer-Team auch jemanden auf, den sich alle verlassen können. Und deshalb bin ich ein Fan davon, dass man eben versucht, ja, möglichst Leute an seine Seite zu bekommen, die Aspekte bedienen, die man selbst nicht mitbringt. Und Kompetenzen dann eben insgesamt bündelt durch mehrere Personen. Und auch das sehen wir ja heutzutage, dass das im Fußball oft der Fall ist, dass es eben nicht mehr diesen einen Alleinunterhalter gibt, sondern dass es Teams gibt, wo unterschiedliche Aufgaben dann auch übernommen werden. Das ist im Amateur Fußball natürlich nicht so leicht, weil da eben doch der Trainer, derjenige ist der Alleine oder vielleicht mit einem Kollegen dann die Dinge machen muss. Und wenn es dann darum geht, eine Mannschaft zu entwickeln, dann glaube ich auch, dass hier zunächst einmal der soziale Faktor eine große Rolle steht, spielt, dass der Trainer ein offenes Or für seine Spieler haben muss. Und auch da ist glaube ich jeder Mensch irgendwo gleich, dass er sagt, wenn sich jemand für mich interessiert, dann gebe ich auch ein bisschen was von mir preis. Und das schafft ein gutes Klima, eine gute Atmosphäre. Und dadurch kann sich aus meiner Sicht erst einmal was entwickeln. Was dann Fußballerisch noch dazu kommt, ist noch mal eine andere Frage. Das spielt dann natürlich auch in der Trainerausbildung eine große Rolle, dass man über technische und taktische Dinge dann bescheid weiß. Klar, aber die Grundlage bildet, dass das miteinander sein und das beieinander sein. Ansel Interesse an dir, habe ich auch an dem, was du machst. Und ich weiß, wo dein Kompetenzbereich liegt, nämlich bei den Kompetenzen. Und in deiner Studie hast du ja nicht nur Trainer, sondern auch Sportdirektoren befragt. Und mich ja sagte schon, wir reden immer wieder über Trainer Teams, die dieses ganze Bündel an verschiedenen Kompetenzen so unter sich auftalen, um dann das best mögliche herauszuholen. Aber wir haben dann die Sportdirektoren in diesem Bereich jetzt einzig beim Cheftrainer gesehen. Da habe ich eine extrem langweilige Antwort, leider Parath, und zwar eher neutral. Wir haben ja immer unterteilt und stärken und eher potenziale. Und in dem Fall war es neutral. Da gegen haben die Trainer sich dort stark gesehen, in dem Bereich der Zuverlässigkeit. Was ich insgesamt wieder sehr interessant fand, war bei dieser Kompetenz. Wir haben ja in unterschiedlichen Ausbrechungen gefragt. Wir haben einmal für den Armatörbereich, für die Normalleistarm, was genannt. Wir haben einmal für einen Spitzenfußball gefragt. Und für die Zukunft, wie wichtig diese Kompetenz sein wird. Und es war bei der Zuverlässigkeit so, wie bei noch sechs anderen Kompetenzen, dass die bei allen diesen Facetten als Top-Kompetenz bewertet wurde. Das heißt für mich, und das ist ja jetzt auch keine Berraschung, sondern wir arbeiten das ja gerade sehr schön heraus, was eigentlich für jeden Trainer, egal in welcher Jagangstufe, egal auf welchem Niveau Zuverlässigkeit einfach ein elementara Aspekt ist. Zuverlässigkeit führt auch dazu, dass du in Teams besser arbeiten kannst, weil zuverlässige Menschen das zeigen auch Studien glaubwürdiger sind. Das hat mir vorher gesagt, und auch es einfacher haben, geschätzt zu werden. Und deswegen auch Respektpersonen sein können. Das ist für Trainer so, und das ist gleichzeitig natürlich auch für Spieler so, um in so einem Gefühl, die dann auch anerkannt zu werden. Wie bewerte ich Zuverlässigkeit? Und was passiert, wenn ich wirklich mal dagegen verstoße als Trainer auch? Also kann ich das wieder kippen und sagen, ja, ich werde zuverlässiger. Vielleicht gibt es nicht so im Turn-On, wenn einmal was. Das passiert es, sondern das ist etwas, was ich auch entwickelt. Aber hast du da Infos für uns? Grundsätzlich ist natürlich so, dass Zufälligkeit, da gibt es jetzt kein Messinstrument oder so. Wir wollen jetzt auch nicht so theoretisch werden. Es ist natürlich was auch Subjektives. Einen Menschen, den ich zum Beispiel nicht so lange kenne, kann ich da vielleicht auch noch nicht so gut einschätzen, aber ein erstes Gefühl, wie bei einem Menschen, den ich schon über einen längeren Zeitraum kenne. Und ich glaube, es ist auch nicht so, wenn man sich jetzt mal einen kleinen Fehler erlaubt, einmal unpünktlich ist, dass wir deswegen unseren gesamten Kredit verspielen. Ich würde eine Menschen diese Kompetenz-Zufälligkeit dann zuschreiben, wenn jemand wirklich in seinem alltäglichen Handeln, das versprüht diese Zufälligkeit. Das ist nichts, was ich einmal zeige, sondern man beobachtet Kompetenzen ja immer. Kompetenzen erscheinen immer in der Performance, also im Tun. Deswegen ist Zufälligkeit eine Kompetenz, die verlier ich nicht vom einen Tag auf den anderen. Michael, lass uns noch mal auf deine Zeit als Profi-Spieler eingehen, in dem Bereich, über dem wir auch mitsprechen wollen. Du warst ja einige Jahre bei Schalke. Das hatten wir schon, du hast bei Mettem gespielt und den Trier. Du hast ein paar Tränen auch kennengelernt über Jörg Berger, haben wir gerade schon gesprochen, was sind deine Erfahrungen aus dieser Zeit? Was hast du erlebt? Auch in Punto Zufälligkeit aus diesem Profi-Fußball heraus? Was waren damals eindrückliche Ereignisse, die positiv oder negativ ausgefahren sind, ohne das siegenwächten Namen nehmen muss? Ich finde, ein ganz spannendes Jahr bei Schalke mit erlebt zu haben, wo ich komplett neu denken musste. Immer wenn etwas positiv war, haben wir vom Trainer Lack gekriegt. Wenn wir mal nicht so gut drauf waren, hat er uns in Ruhe gelassen oder sanfter angepackt. Das passt eigentlich gar nicht so richtig in meinen Bilds. Man erwartet ja, oder man hat gewisse Erwartungen, auch an den Trainer und an bestimmtes Verhalten auch von Trainer. Man freut sich, wenn man selbst erfolgreich war und möchte eigentlich gelobt werden. Aber wir haben immer einen drüber gekriegt. Im Sinne von "Ja, wir müssen jetzt wieder anpacken, wir müssen noch mehr machen." Was ich für mich als im Nachhinein auch extrem hilfreich empand, weil ich festgestellt habe, dass man empfänglicher ist für vielleicht auch manche Kritik, wenn es insgesamt aber gut gelaufen ist. Und dass, wenn man selbst vielleicht nicht so gut performt hat, dass es dann auch hilfreich sein kann, wenn man wieder etwas aufgebaut wird. Diese Erfahrung habe ich als Profi zum ersten Mal gemacht und fand das echt hilfreich, was das Thema Verlässlichkeit angeht. War das aber für mich schwierig, weil ich musste umdenken. Ich bin irgendwie in ein anderes Umfeld gekommen. Und ja, musste damit leben, weil das dann einfach das Verhalten des Trainers war. Und insofern, glaube ich, gibt es da auch durchaus manchmal verschiedene herangehensweisen an solche Themen. Wie war das damals bei euch in der Mannschaft? Habt ihr wahrscheinlich erst moment gesagt? Versteht ihr, was da meint? Was macht er? Wie so geht er jetzt mit uns oben oder wie hat sich das reguliert? Wir mussten es erstmal wahrnehmen. Und Anselm hat eben gesagt, das entwickelt sich. Und es geht nicht von heute auf morgen, sondern wir haben natürlich dann irgendwann gemerkt, nach ein paar Wochen, nach ein paar Monaten. Ja, das Verhalten wiederholt sich. Also es ist ein gewisses Wiederkern des Effekte oder ein Wiederkern der Effekte, den wir da feststellen. Also das ist nicht nur aus einer Laune heraus, sondern auch aus einem Trainersow gemacht. Sondern der hat da irgendwie ein Hintergedanken. Wie gesagt, die Mannschaft spürt das dann. Und dann wissen die irgendwann auch damit umzugehen. Also die haben dann gecheckt, oder wir haben dann gecheckt. Okay, jetzt gewonnen, wir wissen, nächste Woche wird hart, wird anstrengend. Aber er will uns ja was Gutes, er will uns ja weiterentwickeln. Ich würde gerne noch mal reingrätchen. Und zwar möchte ich da mal über die Trainingsqualität sprechen. Das hat ja auch etwas mit Zuverlässigkeit eines Trainers zu tun. Und würde mich mein Einblick in deine Seele, sozusagen, interessieren. Man versucht ja als Trainer in der Regel auch eine für eine hohe Trainingsqualität zu sorgen und da auch eine gewisse Zuverlässigkeit an den Tag zu legen. Wie gehst du da selber mit dir um in der Selbstreflexion? Ah, heute war es zum Beispiel noch nicht so ein gutes Training-Wahl. Ah, heute war das ein sehr gutes Training-Wahl. Wie machst du das? Also die Spieler geben einem ziemlich schnellen Gutes Feedback darüber, ob das gut ankommt, was man macht oder nicht. Nämlich, ob die Motivation hoch ist, ob die Begeisterung hoch ist, die Dinge umzusetzen. Das ist erst mal das eine, wo man schon auf dem Platz merkt, "Oh, vielleicht muss ich agieren, vielleicht muss ich was machen, vielleicht muss ich was anpassen." Weil es irgendwie nicht so ist, wie ich es mir erhofft habe. Und dann natürlich nach dem Training, in der Besprechung mit dem Trainer-Team, nochmal auch die Dinge einzugehen, okay, was haben wir geplant? Haben wir es so umsetzen können? Warum vielleicht nicht? Was können wir daraus ziehen, um es beim nächsten Mal auch anders besser zu machen? Und trotzdem muss man wissen, beim nächsten Mal ist es vielleicht auch wieder eine andere Mannschaft oder eine andere Kaderzusammensetzung. Und es kommt dann doch wieder anders an. Also, ich finde Feedback, sich gegenseitig im Trainer-Team zu geben, ist total wichtig. Und aber auch natürlich noch mal darüber nachzudenken. Was haben wir eigentlich unten auf dem Platz gemacht? Und wie ist es dann umgesetzt worden? Was würden deine Co-Trainer über dich sagen, wenn es darum geht? Was ist die Michael bei einem Training wichtig? Die würden sagen, dass mir wichtig ist, dass wir mit einer hohen Intensität trainieren, dass möglichst alle Spieler immer hell wach sind. Also den Fokus auch auf das Training, auf den Training-Schwerpunkt gelegt haben. Und dass wir insgesamt ja eine richtig hohe Qualität in unser Training reinbekommen. Denn es, was es dir beim Training wichtig, wenn du mal wieder auf dem Platz stehst? Ich glaube, es geht darum, möglichst die Mannschaft und die Spieler mitzunehmen. So wie Michael das sagt, Motivation zu entfachen, Spielfeude zu entfahren. Und dann bin ich total bei, die Michael, man sieht das sehr schnell, ob das heute fruchtet oder nicht, ob die Motivation da ist. Auch wenn wir natürlich alle sicherlich auch mal Trainingsform einstreuen, die mal mehr und mal weniger Spaß machen. Aber darum geht es dir dann nicht, sondern um das Engagement im Einsatz. War das denn auch so dein Gedankeenspiel als damals vom Spieler zum Trainer geworden? Bis nehmen wir uns mal mit in diese Zahl. Du warst ein seriöser Mann der K, so bezeichnig das jetzt mal. Du hast deine Aufgabe erledigt. Wie kamst du dazu? Bei dir, wann hat es Klick gemaert und du hast gesagt, das Trainer, das macht mich Spaß. Das nehme ich jetzt mit von meinem Trainer, das möchte ich auch so umsetzen. Oder so will ich es überhaupt nicht machen. Wie war denn deine ersten Jahre vielleicht? Ich bin irgendwie hineingeschubst worden ins Trainer sein. Ich hab in Trier damals aufgehört. Und die Trierer haben dann gesagt, ja, willst du nicht noch weiter im Fußball was machen? Und du könntest doch bei uns eine Jugendmannschaft übernehmen. Dann habe ich kurz darüber nachgedacht. Und hab da echt gedacht, ja, es macht bestimmt Spaß. Wenn man so lange gespielt hat, wie ich dann, ja, möchte man auch gerne Dinge natürlich weitergeben. Und die Erfahrung, die man gesammelt hat, versuchen an junge Menschen noch mal weiterzugeben. Das war eigentlich der Impuls für mich zu sagen, ja, ich probier das mal aus. Ohne zu wissen, ob mir das am Ende wirklich richtig Spaß macht. Und dann sind die beiden Jahre, die ich dort in der Unneunzentreniert habe. Aus meiner Sicht, so erfolgreich gewesen, dass es mich dann gepackt hat. Und ich da den Eindruck hatte ja, das macht mir Spaß. Das macht scheinbar, aber auch den Spielern Spaß. Ich krieg's irgendwie auch hin, einen guten Draht aufzubauen, ein paar Dinge zu vermitteln. Sie auch weiterzuentwickeln, sportlich weiterzuentwickeln. Und ich glaube, das könnte ich mir auch für meine Zukunft vorstellen. Und dann bin ich eigentlich wieder bei dem Punkt. Ich finde, dass Fußball spielen, also ein Spiel muss halt Spaß machen. Und da muss man merken, dass Begeisterung dabei ist, dass die Jungs, die auf dem oder die Mels, die auf dem Platz sind, dass die einfach Lust drauf haben, sich zu bewegen, dass du hast eben von Spielfreude gesprochen, dass man das erkennen kann. Und das wünsche ich mir eben auch von meinen Mannschaften natürlich. Dass man sieht, die haben Bock auf Fußball spielen. Klar gehört kämpfen dazu, da gehört Rennen dazu, da gehört eine Menge dazu, um das auch zum Ausdruck zu bringen. Aber das eben einzufordern und auch zu vermitteln. Das finde ich halt total spannend. Und was möchte ich oder was ich von Trainern mitnehme, die bei mir damals was ausprobiert haben oder die sich dort verwirklicht haben? Ich finde halt ein gutes Betriebsklima, Trainingsklima herzustellen, finde ich extrem wichtig. Und das ist für mich auch so das, was ich am wichtigsten empfinde, wo ich sage, ja, wenn die Spieler gerne kommen, wenn die wissen, okay, jetzt können wir uns bewegen, jetzt können wir was machen, jetzt können wir was selbst, was bewegen und entwickeln, dann macht mir das total Freude. Was hat der, der mich halt brus?
von den Anfangszeiten als Trainer schon gut gemacht. Was er heute immer noch genauso gut macht, im Bezug auf das Mannschaftsdime. Ich versuche, die Spieler mitzunehmen. Ich habe ja eben schon mal auch gesagt, die müssen auch selbst Dinge entwickeln. Und das ist nach wie vor so, dass wir auch jetzt, wenn wir auch mit einer Nationale Mannschaft zusammenkommen, den Spielernaufgaben geben, sei es, Standardsituationen zu entwickeln, sei es auch darüber nachzudenken, wie wollen wir den Angreifen oder wie wollen wir verteidigen? Und sie dann in bestimmten Dingen zu bestärken, weil das vielleicht auch unsere Gedanken in halt das Trainer-Team sind, vielleicht auch manchmal Fragen zu stellen, die dann dazu führen, dass die Spieler darüber nachdenken, ob das wirklich so eine gute Idee ist, die sie da hatten. Und das sind so Elemente, die ich gerne einsätze, um erstens die Spieler auch an dem ganzen Projekt mit beteiligen zu können und gleichzeitig aber auch natürlich ein gewissen Weg vorzugeben und einzuschlagen, von dem wir im Trainer-Team glauben, dass der erfolgreich sein kann. Da würde ich gerne noch mal einhaken, interessant das Beckte, jetzt gesagt, das Fragenstellen. Wenn wir jetzt auf den Trainingsplatz gehen, der ist ja, wenn man sich zu so vorstellen kann, ja, Luftlinie, so ein paar Meter entfernt von uns, im Vergleich Instruktion und Fragenstellen. Wie viele Fragen stellt zu da in so einer Trainingsanheit? Ich hoffe, dass es zwei Drittel Fragen sind. Okay. Ich weiß nicht, ob mir das immer gelingt. Ja. Ich finde schon, dass das eben ein Element sein kann, was die Spieler weiterentwickelt. Deshalb versuchen wir das auch bei uns im Team so anzuwenden. Das Ganze in der Talent-Ferderung, das ist noch mal kurz im Blick auf dein Werdegang werfen, denn du bist ja vom Union-Trainer zum Pro-Vitreiner geworden. Wie groß war der Unterschied für dich? Und ja, auch im Umgang mit den Spielern vielleicht, wenn wir von Ausbildung sprechen und dann tatsächlich im Profifußball und ja, was hast du damit genommen? Ich muss zugeben, dass natürlich der Bereich Profit-Trainer damals für mich sehr kurz war. Das war ja der Übergang dann bei Eintrachtrier auch. Und der Ansatz war, eine neue Mannschaft aufzubauen, viele junge Spieler auch zu integrieren in das Team. Was ja vom Grundsatz ja genau das ist, was ich auch gerne mache, wo ich mich auch durchaus sehe. Das hat aber rein sportlich gesehen, dann nicht so gut funktioniert, weil wir einfach nicht gut genug waren. Und der Unterschied zum Profi ist natürlich, du musst sofort Ergebnisse erzielen. Du musst so schnell wie möglich eine gewisse Stabilität in die Mannschaft reinbekommen. Und dann glaube ich, dass man aber auch als Profit-Trainer eine Entwicklung einschlagen muss. Sowohl persönlich als Trainer als auch natürlich für die Mannschaft und für die einzelnen Spieler. Also da finde ich, ist stillstand nach wie vor Rückschritt. Und das ist nicht anders als im Jugendbereich auch. Mich ja, ich hab jetzt noch mal geschaut, was ich mir zu dir notiert hab. Und immer mal wieder, wenn wir über Kompetenzen sprechen, sprechen wir auch darüber, welche Rolle denn Humor eigentlich spielt. Und das hat jetzt im ersten Moment nichts mit Zuverlässigkeit zu tun. Weil es spannend bei dir, weil du beschrieben wirst, als jemand, der eben eine sachliche Spielweise hatte, darüber haben wir schon gesprochen. Aber eben auch so eine flapsige Ironie. Inwiefern spiegelt das da ein Humor wieder? Und welche bedeutung hat das für auch deine Tätigkeitstrainer? Für mich hat es eine große Bedeutung. Weil bei allem ernst, denn wir natürlich auch schon mit Unionmannschaften an den Tag legen, glaube ich, muss man ab und zu die Situation auflockern. Da ist Ironie einfach ein Humor, erst mal ein sehr gutes Mittel. Und ich hab tatsächlich so ein bisschen Hang auch zu Ironie. Was gerade bei Jugendlichen im ersten Moment nicht so ganz einfach ist. Deshalb ist es gut, dass wir drei Jahre mit den Jungs zusammen sind. Weil sie dann doch verstehen, was ich meine. Und dann aber auch selbst total gut drauf reagieren. Man merkt das eben jetzt auch aktuell, dass sie dann schon wissen, was Sache ist. Und wie gesagt, ich glaube, dass man eben Situationen mit Humor oftmals gut entspannen kann und was einem Team total gut tut. Ja, da gehen ja die Meinungen eben auseinander. Ich glaube, es kann auch nicht jeder. Jeder hat den Humor, der der Angemeinheit gefällt. Und damit umzugehen. Für mich, das ist eigentlich mal als 15-Jähriger, oder in der U15 zur Unanziehung der Nahrmannschaft eingeladen zu werden. Und der Trainer bringt einen ironischen Spruch. Ich glaube, die Erfurt ist tatsächlich sehr groß. Dann damit umzugehen. Aber diese Entwicklung dann durchzugehen. Und dann in der U17 zu sagen, ja, Trainer ist schon gut. Lasst Stecken, kenn ich schon. Man sagt, so ist sicherlich spannend dann auch. Und so entwickelt man sich eben als Mannschaft weiter. Sehr viel Zufallessigkeit heute schon in der Folge. Und ich würde das Ganze gerne noch mal versuchen, mit euch zusammenzufassen. Denn am Ende machen wir genau das. Es geht um eine zusammenfassende Frage, wo wir noch mal auf die Hörer und Hörerin eingehen wollen. Mich, was sind denn so deine Tipps, deine Take-Aways und die Spiele? Ich glaube, man muss zunächst einmal für sich selbst einen Weg finden und wissen, wenn ich als Trainer arbeiten möchte, dann brauche ich ein gewisses Maß an Zufallessigkeit. Weil sich die Spieler, die Mannschaft darauf verlassen, muss, dass der Trainer irgendwo verweckt marschiert, dass der Trainer auch weiß, was er tut, dass dann eine gewisse Struktur dann auch mit verbunden ist. Und dass das notwendig ist. Das ist für ein gutes gemeinsames Miteinander. Wie gesagt, wenn ich dann in der Lage bin, auch noch ein soziales Umfeld zu schaffen, wo ich Interesse für jeden Einzelnen aus meinem Team zeigen kann, wo ich auf jeden auch eingehen kann, dass jeder gerne dabei ist, dann glaube ich, habe ich schon ganz viel, ganz viel geschaffen. Und wenn sie dann wissen, dass egal, mit was sie auch vielleicht zum Trainer kommen, darauf verlassen kann, dass er einen unterstützt, ob es jetzt ein sportliches Problem ist, oder vielleicht auch mal ein Thema außerhalb des Sports ist, wo sie aber wissen, okay, der Trainer wird alles versuchen, um mich dazu unterstützen, mir zu helfen, dann glaube ich, kann man damit schon eine ganze Menge, ganze Menge bewegen. Und Anselm Zufallessig, wie ich bin, weißt du, dass ich dir natürlich auch noch die Gelegenheit gebe, deine kleine kurze Zusammenfassung noch mal beizutragen, Zufallessigkeit als Kompetenz und mich als Gesprächspartner, einige spannende Einblicke dabei. Erst mal vielen Dank, dass er durch die Spaß gemacht hat, wie der super kurzweilig die Folge ist, schon wieder zu Ende Wahnsinn. Ich möchte eigentlich nur noch mal ergänzen und das noch mal aufgreifen, was wir heute hatten. Ich glaube, es ist total wichtig, als Trainer einfach auch zu wissen, wo liegen meiner eigenen Stärken, wenn ich eher unstrukturiert bin und unorganisiert bin, dann sollte ich es wissen und geben, falls mein Trainer Team einspannen. Wenn es zum Beispiel darum geht, eine Spieltag vorzubereiten, wo Spieler gewisse Struktur brauchen. Und ich das nicht hinbekommen, weil der Zeitplan immer durcheinander geworfen wird. Dann sollte ich versuchen, jemanden einzusetzen, der mir dabei hilft. Denn es muss ja nicht immer so sein, dass ich als Cheftrainer alles mache. Sondern ich brauche halt die Menschen um mich rum, die mir helfen. Vielen Dank, euch, für die Zusammenfassung, mich all dir für die Einblicke und für das spannende Gespräch. Mir hat es auch Spaß gemacht, ich fand es extrem kurzweilig. Ich habe mir bleibt zu sagen, viel Erfolg weiterhin in der Ausbildung unserer Talente. Und ich glaube, eine Aufgabe, die dir wirklich Spaß bereitet und denen wünsche ich dir auch weiterhin. Ansonsten wir beide sehen uns wieder, da freue ich mich auch drauf. Und vor allem hören wir uns wieder. Bis bald, tschau tschau. - Danke, tschau.
Podcast Summary
Key Points:
Zuverlässigkeit wird als eine der wichtigsten Trainerkompetenzen betrachtet, da sie Vertrauen und Struktur im Team schafft.
Michael Pruss betont, dass Zuverlässigkeit bedeutet, Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen und zu Aussagen zu stehen, auch in schwierigen Rollen.
Ein zuverlässiger Trainer lebt Dinge vor, kommuniziert klar und konsistent und setzt angekündigte Maßnahmen um.
In der Mannschaft ist Zuverlässigkeit positionsabhängig
Für die Zusammenarbeit mit Spielern und Staff sind Loyalität, echtes Interesse an der Person und transparente Kommunikation entscheidend.
Im Auswahlbereich (z. B. U-Nationalmannschaften) ist Zuverlässigkeit wichtig, um Spielern trotz seltener Treffen Rückmeldung und Perspektiven zu geben.
Summary:
In dieser Podcast-Folge der DFB-Akademie diskutieren die Gastgeber mit Michael Pruss, Cheftrainer der U-Nationalmannschaften, über die Trainerkompetenz Zuverlässigkeit. Pruss, der als ehemaliger Profispieler über 10 Jahre bei Schalke 04 aktiv war und den Spitznamen „Magic“ erhielt, erklärt, dass Zuverlässigkeit für ihn ein hohes Pflichtgefühl und die Fähigkeit bedeutet, Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen, selbst wenn man nicht immer in der ersten Reihe steht. Er betont, dass ein zuverlässiger Trainer klar kommuniziert, konsistent in Entscheidungen ist und seine Ankündigungen umsetzt, um als Vorbild zu dienen.
In der Mannschaftsarbeit unterscheidet er zwischen defensiven Positionen, die mehr Sicherheit und Verlässlichkeit erfordern, und offensiven Rollen, die Kreativität zulassen. Zudem hebt er die Bedeutung von Loyalität und echtem Interesse an den Spielern hervor, um starke zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, besonders im Auswahlbereich, wo man sich nur selten trifft. Transparente Rückmeldungen, warum Spieler nicht nominiert werden, sind für ihn essenziell, um Vertrauen zu erhalten.
Abschließend wird deutlich, dass Zuverlässigkeit nicht nur zu Glaubwürdigkeit führt, sondern auch die Grundlage für ein erfolgreiches Team bildet.
FAQs
Zuverlässigkeit ist eine der wichtigsten Trainerkompetenzen, da sich Spieler und Staff darauf verlassen müssen, dass der Trainer seine Aussagen umsetzt und vorlebt. Sie schafft Vertrauen und ist die Basis für ein gutes Miteinander.
Zuverlässigkeit ist der Grad der Gewissheit, mit der eine Tätigkeit durchgeführt wird. Zuverlässige Menschen haben ein hohes Pflichtgefühl, stehen zu ihren Aussagen und führen Aufgaben gewissenhaft aus.
Sie gibt jedem Spieler die Sicherheit, dass sich auf den Nebenmann verlassen kann, der seine Fähigkeiten zu 100 Prozent einbringt. Das fördert das Teamvertrauen und die Zusammenarbeit.
In der Abwehr ist ein hohes Maß an Zuverlässigkeit wichtig, um Risiken zu minimieren, während offensive Spieler mehr Kreativität einbringen dürfen. Der Trainer muss dieses Gleichgewicht finden.
Ein zuverlässiger Trainer setzt Angekündigtes um, ist klar in der Kommunikation und loyal gegenüber den Spielern. Er unterstützt sie auch bei Kritik und lässt sie nicht fallen.
Durch echtes Interesse an der Person und nicht nur am Fußballer, sowie durch klare Rückmeldungen, auch bei Nicht-Nominierungen. So entsteht ein soziales Umfeld, in dem sich Spieler wohlfühlen.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.