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Methodenkoffer: Theorie U und die sieben Führungskompetenzen

31m 33s

Methodenkoffer: Theorie U und die sieben Führungskompetenzen

In dieser Podcast-Folge der Coaching Band stellen Susanne Henkel und Astrid Kellenbens die sieben Führungskompetenzen der Theorie U vor, die für Coaches und Führungskräfte entscheidend sind, um echten Wandel zu gestalten. Die erste Kompetenz ist die Haltung der Offenheit, die bedeutet, ohne vorgefasste Meinungen in Gespräche zu gehen und bereit zu sein, andere Perspektiven zuzulassen. Die zweite Kompetenz, tiefes Zuhören, umfasst das Verstehen auf allen Ebenen – Fakten, Emotionen, Stimmungen und Potenziale –, um Vertrauen aufzubauen. Die dritte Kompetenz ist der Blick nach innen, also intensive Selbstreflexion über eigene Werte und Glaubenssätze, da Führung im Inneren beginnt. Die vierte Kompetenz, Mut, Muster zu durchbrechen, fordert dazu auf, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und neue Wege zu gehen, wie etwa Meetings mit Fragen statt Lösungen zu eröffnen. Die fünfte Kompetenz, Kokreativität, schafft Räume für gemeinsames Denken und Gestalten. Die sechste Kompetenz, Umgang mit Unsicherheit, lehrt, Nichtwissen auszuhalten und handlungsfähig zu bleiben, ohne in Aktionismus zu verfallen. Die siebte Kompetenz, Handeln aus innerer Klarheit, bedeutet, Entscheidungen auf Basis eigener Werte und Überzeugungen zu treffen, aus Tiefe und Verbundenheit. Diese Kompetenzen erfordern eine innere Haltung und Reflexion, die über traditionelle Führungsansätze hinausgehen und eine fast spirituelle Ebene berühren.

Transcription

4326 Words, 26606 Characters

German
Herzlich willkommen beim Podcast der Coaching Band. Wir sind Susanne Henkel und Astrid Kellenbens, die systemischen Coaches und Terrapäuten von www.coachingbande.de. Wir freuen uns, dass du uns zuhörst und wünschen dir viel Vergnügen und neue Impulse mit unserer heutigen Folge. Willkommen zurück ihr Lieben da draußen. Wir freuen uns, dass ihr auch heute wieder dabei seid, zu unserer letzten Folge der Miniserie über die Theorie "U" und heute geht es um die sieben Führungskompetenzen. Die hatten wir ja schon angekündigt letzte Woche. Diese Führungskompetenzen sind aus unserer Sicht tatsächlich essenziell und zwar sowohl für Coaches als auch für Kühlführungskräfte, als auch für alle anderen die echten Wandel ermöglichen wollen. Also zuhören, Ron gespitzt. Und wenn Astrid sagt essenziell, dann ist das auch tatsächlich so gemeint. Also es geht nicht darum, einfach ein bisschen besser zu führen, sondern es geht auch hier wieder darum eine ebene größer zu denken oder eine ebene tiefe einzusteigen, nämlich darum Räume zu schaffen, in denen neue Zukunft tatsächlich möglich wird. Und diese Kompetenzen, über die wir heute sprechen werden, sind vielleicht auch gar nicht so klassisch zu klass, dann als kompetenzen, sondern eigentlich geht es um Haltung, eigentlich geht es um Perspektiven, die uns prägen und die vor allen Dingen auch prägen, wie wir im Kontakt mit anderen Menschen sind. Also ob wir überhaupt durch unsere Haltung Perspektiven, Persönlichkeit die Möglichkeit anderen geben zur Entwicklung oder ob wir vielleicht diejenigen sind, die tatsächlich blockieren, ohne es zu merken. Und ich finde da merkt man jetzt schon ein ganz anderes Führungsverständnis und hört ein ganz anderes Führungsverständnis raus. Deswegen ist es jetzt auch nicht weiter verwunderlich, dass wahrscheinlich diese sieben kompetenzen andere sind, als die Mann auf den ersten Blick erwarten würde und lassen mich noch dazu sagen, wie bis zu sie was ich mal wieder so spannend finde. Wahrscheinlich bei jeder einzelnen Kompetenz, die wir jetzt vorstellen, kann ich mir vorstellen, dass unsere Zuhöre innen sagen, ja klar, natürlich, ja, natürlich braucht man das, ja, ja, aber sich mal zu überlegen, was da wirklich dahinter steckt und was das bedeutet, wenn ich es wirklich, wirklich lebe und wirklich in einem Unternehmen oder in einem Coaching-Gespräch einbringe, das sind dann doch eben noch mal zwei Paar Schuhe. Deswegen steige ich direkt mal mit der ersten Kompetenz ein, das ist nämlich die Haltung der Offenheit. Ja klar, sagen jetzt alle natürlich brauchen wir eine Haltung der Offenheit, aber was bedeutet das alles, dass um fast so viel, wer wirklich neues gestalten will, sollte mit offenen Geist, mit einem offenen Herzen, mit einem offenen Willen unterwegs sein. Und jetzt wird es nämlich aus meiner Sicht schon wirklich herausfordernd, weil offen zu sein bedeutet eben auch nicht mit der fertigen Meinung in ein Gespräch zu gehen. Und mit offenen Geist heißt auch, da zu offen zu sein, sich anderen Argumenten geschlagen zu geben, in Anführungsstrichen nicht recht haben zu wollen, wo wir so oft recht haben wollen und so weiter und so weiter und so weiter. Ohne Offenheit, ohne Offenheit, bleiben wir in den gewohnten Mustern, bleiben wir in den alten Bahnen und ermöglichen definitiv gar keine Veränderung. Also offen sein für alles, was da ist, für jede andere Perspektive, für jede andere Meinung, für jeden anderen Weg. Und natürlich ist das vernünftig, aber machen wir es wirklich, ist die Frage. In den meisten Fällen, sorry für das harte Urschil, aber in den meisten Fällen wird es natürlich nicht gemacht. An wie viele Team Coachings erinnere ich mich an, wie viele Coachings, an wie viele Gespräche, wo jemand zu Beginn zum Beispiel gleich sagt, "Ja, eigentlich können wir uns das sehen, ja alles sparen, wir wissen ja evo, worauf es ihn los läuft." Ja, okay, danke, dann können sich jetzt auch alle umdrehen und wieder nach Hause gehen, denn hier ist kein Raum mehr. Er ist einfach verschlossen, kein Dialog mehr möglich, keine Neugier. Erst wenn Menschen wirklich bereit sind, sich darauf einzulassen, nicht zu wissen, gibt es die Möglichkeit, dass was entstehen kann. Und ich hatte letzte Woche eine älliche Situation, wo ich dachte, da ging es um den co-kreativen Prozess, wo ich dachte, wie krass wichtig diese Theorie "U" für uns Coaches ist, denn dieses Nichtwissen kennen wir Coaches als die von Heinz von Förster geprägte Létologie, also die Theorie und die Bereitschaft des Nichtwissens, also ein ganz essenzieller Teil unserer Qualifikation, unserer Arbeit, unserer Haltung, die hier jetzt eben auch vorausgesetzt wird, nicht sich bereit zu erklären, nicht zu wissen. Und das macht Menschen im Allgemeinen Angst, weil wir glauben, wir sind sicher, wenn wir wissen, irgendwo reingehen in ein Gespräch, in einer Situation und selbst, wenn wir nichts wissen, tun wir dann zumindest so, als würden wir wissen, weil uns das vermeintliche Sicherheit gibt. Das heißt, ich ist die Bereitschaft gefordert, sich auf unsicheres Terror zu bewegen. Kann schwierig werden. Definitiv, definitiv. Übrigens auch für uns, es kann jetzt ja auch mal bei jeder und jede, die uns zuhört, so für sich selbst einmal mit entscheiden, wie gut bin ich denn da schon, wie oft lebe ich genau diese Haltung. Und wo hatt ich denn da vielleicht noch Luft noch oben, wo hätte ich denn da ein Lernfeld für mich selbst? Ich mache mal mit der zweiten Kompetenz weiter und das lass ich relativ kurz mal, weil wir da erst letzte Woche drüber gesprochen haben, nämlich die zweite Kompetenz ist das tiefe zuhören. Wir haben ja über die vier Ebenen des Zuhörns gesprochen, aber sie müssen natürlich hier auch nochmal erwähnt werden, weil es eben auch eine Kompetenz ist, die Führungskräfte verinnerlicht haben sollten. Es geht also nicht nur zu zuhören, um zu antworten, sondern es geht eben auch um zu verstehen und das auf allen Ebenen. Und mit den allen Ebenen, nur das wir es noch mal gesagt haben, alle Ebenen sind die Fakten, die Emotionen, die Stimmungen, die Potenziale. Und wenn man das wirklich ernst nimmt, dann ich verspreche es euch hoch und heilig, dann verändern sich eure Gespräche, weil ihr in der Lage seid, jetzt Resonanzräume zu schaffen und in diesen Resonanzräumen wächst Vertrauen und was wollen wir ja letztendlich gerade wie Coaches immer, wir wollen Veränderung ermöglichen, aber dafür sind die Schritte davor eben notwendig, es braucht eine Resonanzraum, es braucht Vertrauen, damit Veränderung möglich ist. Die dritte, also wenn es in der Qualität weitergeht, ich glaube da nehmen wir alle ganz viele Punkte mit aus diesen Podcast, wo wir sagen, oder könnte ich nochmal drauf gucken. Die dritte Kompetenz ist der Blick nach innen, also in den Blick nach innen und diese Kompetenz steckt für mich so viel drin, weil aus meiner Sicht Führung wirklich im Innern beginnt. Also wer Führern will, wer will, dass Menschen einem folgen, der muss sich auch selbst führen können und der muss selbst auch Bock haben wollen, sich selbst zu folgen und der sollte sich eben auch selbst kennen. Und das bedeutet ganz viel Reflexion, ganz viel Selbsterkenntnis, ganz viel Auseinandersetzungen mit der eigenen, mit dem eigenen Innern, also mit den eigenen Werten, mit den eigenen Glaubenssetzen und so weiter und so weiter. Und ja, da schlagen wir jetzt eine sehr große Brücke in die Persönlichkeitsentwicklung und nicht zuletzt deswegen gibt es höchstwahrscheinlich bei Link, liebe Susi, auch einen tiefen Profil Führung, wo nämlich genau es in der ähnliche Kerbe schlägt, also jeder, der da auch nochmal wissenschaftlich selbst ein fundierten Test machen möchte, der kann das bei Link tun, indem er den ganz normalen Personality Profiler macht und dazu sich das tiefen Profil Führung von einem zertifizierten Coach erstellen lässt. Das nutzt du mal bei the way. Okay, ich führe uns wieder zurück auf den Weg unseres Thema, was mit einem kleinen Beispiel zu dem, was du gerade als dritte Kompetenz diesen Blick nach innen angeführt hast. Ich hatte vor ein paar Jahren mal eine sehr junge Führungskraft, die junge weibliche Führungskraft im Coaching, die mich total begeistert hatte, weil die war wahnsinnig schnell, die war intellektuell total aufzackt, die war aber natürlich auch sehr leistungsorientiert und schnell schimmerte durch, dass die eine Seite der Medaille natürlich auch eine andere Seite der Medaille hat, nämlich der viele innere Zweifel, der natürlich sie auch angetrieben hat und dazu geführt hat, dass die so schnell so leistungsorientiert und so auf zack war. Also die war ziemlich hart zu sich mit sich und natürlich auch mit anderen Hand, aber tatsächlich durch durch diesen Blick nach innen. Irgendwann erkannt, es ist ihr innere Druck ihr Thema, dass sie auf ihr Team projiziert und wodurch Schwierigkeiten und Probleme entstehen. Und diese Erkenntnis nicht zu sagen, ja ich muss ja so ein Druck aufbauen, weil die anderen das wird ja hier sonst nichts, sondern zu sagen ich baue so einen Druck auf, weil es mein Druck ist, mein Muster ist, mein Thema ist und damit quäl ich oder nervig im Prinzip die anderen, diese Erkenntnis durch den Blick von ihnen war der Schlüssel dazu, dass sie anfangen konnte, Situationen neu zu bewerten zu verändern, sich anders zu verhalten. Ja, die Erkenntnis und dann aber auch tatsächlich glaube ich zumindest den Mut, das überhaupt zu thematisieren. Und damit werden wir tatsächlich auch schon bei der Kompetenz Nummer vier, nämlich den Mut Muster zu durchbrechen. Also nicht einfach alles weiter machen, weil es halt eben schon immer so war. Mich hat es sofort erinnert an ein Buch von Gallop First Break All the Rules. Also erst mal alle Regeln brechen, erst mal alle Muster durchbrechen, nicht einfach nur so weiter machen, weil man kriegt es ja so oft zu hören, warum machen wir das? Ja, das war schon immer so. Mach's einfach so weiter. Nein, nein, es braucht auch wirklich eine bewusste Entscheidung, Dinge mal anders zu tun, mal etwas anderes auszuprobieren, vor allem, den dann, wenn sich nicht das gewünschte Ergebnis einstellt. Das kennen wir ja nun auch aus dem Coaching, ich war es schon wieder nicht mehr, wie es gesagt hat. Aber wenn etwas nicht funktioniert, versuche halt mal was anderes oder versuche was Neues. Ich habe noch ein tolles Beispiel, was darauf einzahlt auf diese vierte Kompetenz den Mut Muster zu durchbrechen, aber eigentlich auch auf das davor den Blick nach innen richten. Ich hatte mal einen Geschäftsführer im Coaching, das war so richtig. Liebevoll würde ich Ihnen als alten Knochen bezeichnen. Also es war noch so ein Geschäftsführer der alten Schule und der ist mehrere Male ins Coaching gekommen und hat immer auch sehr den Blick nach innen gerichtet und hat dann irgendwann zum Beispiel gesagt, wir sind was für einzahlt, das ist eine ganz neue Erfahrung für mich, dass sie mir eigentlich einfach nur Fragen stellen und ich dann durch diese Fragen zur Lösung komme. Wenn ich ganz ehrlich bin in meiner Rolle als Geschäftsführer, habe ich das selbstverständlich immer anders gemacht. Ich bin in irgendwelche Meetings reingegangen und hatte die Lösung schon im Gepeck. Ich habe das jetzt aber adaptiert und diese alte Gewohnheit durchbrochen. Ich gehe jetzt mit Fragen in meine Meetings und wissen sie was? Mein gesamtes Führungsteam, die ganze Dynamik und auch die Ergebnisse haben sich dadurch verändert und das Kuhle ist, so hat er das damals wiedergegeben, nicht weil er sich irgendwie gezwungenermaßen zurückgenommen hat und sich gegen seine Natur verhalten hat, sondern nur weil er etwas umgestellt hat, weil er gesagt hat, ich bin weiterhin genauso präsent. Ich bin wahrscheinlich auch weiterhin genauso fordernd wie ich das immer war, aber statt Lösungen stelle ich jetzt Fragen. Das heißt, ich habe einen Raum für mein Führungsteam aufgemacht, indem die mit diesen Fragen arbeiten können und dadurch neue Antworten, neue Ideen schaffen können. Und das ist genau das, was passiert, das dritt nickt. Das auch und ich spreche, das ist genau das, was passiert, wenn wir Kokreativität ermöglichen. Und das ist dann eben auch schon die 5. Kompetenz. Jetzt hatten wir die Kokreativität ja auch schon mal angesprochen. Es ist also genau das nämlich diese Räume schaffen, in denen andere was denken können, was sie vielleicht vorher noch nie gedacht haben, in denen andere was laut aussprechen, was sie vielleicht noch nie laut ausgesprochen haben, in denen sie Dinge ausprobieren können, die man gemeinsam gestalten kann, diese Räume. Und das ist ja jetzt am Ende das Tages wirklich das entscheidende Merkmal, diese Kokreativität von der Schamerspricht. Das ist etwas, was wirklich diese Theorie "U" ausmacht und was ja auch für uns als Coaches so wahnsinnig wichtig ist, nämlich Prozesse nicht unbedingt nur zu kontrollieren, sondern vor allen Dingen den Raum zu schaffen, diesen Raum zu halten, in dem genau das ermöglicht wird. Haben Sie bei dir wieder das Glasfaserkabel angesägt oder so was? Ich bin mir aber nicht sicher, bei wem es hängt. Ich versuche jetzt einfach mal umzustellen auf mein Handy, vielleicht läuft das besser währenddessen. Erzähl doch du mal, wenn du noch was vielleicht hast du ihren Beispiel noch zu 5. Kompetenz. Ja ich mache heute die lustige Beispiel-Tante. Ein Beispiel für Kokreativität, ich überlege kurz und habe eine Erinnerung an einen Couching-Prozess mit einem Team, was per se darauf angewiesen war, immer wieder neue, innovative Ideen zu entwickeln. Und das Witzeige und das ist mir nicht nur darauf gefallen, das fällt mir eigentlich ganz häufig auf. Das fällt mir auch bei uns in der Couching-Ausbildung oder in unseren Fortbildungen auf, dass häufig Ideen sich gar nicht unbedingt in den geplanten Agenda punkten, manifestieren oder dort ansiedeln, sondern das Ideen häufig in der Pause kommen, weil dort ein offener Raum ist, weil nichts vorgegeben ist, weil nichts bewertet wird, weil alle einfach mal laut und frei von der Leber weg denken dürfen, sind die Pausen eigentlich häufig, das spannende Momentum, wenn es darum geht, in einen kreativen Prozess einzuschauchen, als wenn man versucht, dass über eine Agenda oder über einen Skatio oder so was zu steuern. Ja, wenn man es zumindest nicht schafft, diesen Raum innerhalb des Workshops zu schaffen, genau, co-kreativität. Umgang mit Sicherheit ist die sechste Kompetenz. Warum ist das so wichtig? Jetzt sind wir mal ganz ehrlich. Wir alle haben diese ominöse Glaskugel, um die Zukunft vorher zu sehen, nicht. Und es sind gerade in den letzten Monaten und Jahren so viele Dinge bei uns passiert in dieser gesamten Welt, in unserer Gesellschaft, die niemand so wahrscheinlich vorher gesehen hätte. Also die Zukunft ist einfach ungewiss und wer jetzt den Wandel gestalten will, der muss eben auch lernen, mit nicht wissen, umzugehen, der muss lernen, Sicherheit, Unsicherheit auszuhalten, der muss aushalten, dass niemand weiß, wie es weitergeht. Das ist unsicher ist, was die Zukunft bringt. Und das einfach mal auszuhalten, ähnlich schon, wie das nicht wissen, was du vorhin angesprochen hast und diesen wundervollen Fluss wehte, nämlich eben auch nicht in blinden Aktionismus zu verfallen, weil alles so unsicher ist, sondern eben tatsächlich Mut zu haben, zuzuschauen, dass nicht wissen und die Unsicherheit aushalten. Ich kann mich erinnern, dass ich mal einen Artikel gelesen habe über ein Unternehmen. Leider Gottessein erhe ich mich jetzt nicht mehr an den Namen und er wurde der Vorstand zitiert. Das habe ich mir aber gemerkt, weil ich so einen Druck voll fand mit dem Satz. Wir wissen nicht, wie es weitergeht und das ist unsere Stärke. Und das habe ich mir gemerkt, weil ich so beeindruckend und so unglaublich mutig fand und weil natürlich auch da klar wurde, diejenigen bleiben handlungsfähig in Situationen, die unklar sind, die sich nicht von der Unklarheit oder der Unsicherheit in Spockshorn jagen lassen. Und du hast eben von den vielen gesellschaftlich schwierigen Situationen in letzten Jahren fast schon Jahrzehnten gesprochen. Ich fand es so, das letzte ohne Reiz in eine tiefe Bewertung reingehen zu wollen, aber das letzte so alles rund um Corona konnte man das ja sehr gut sehen. Also diejenigen, die in der Angst geblieben sind vor der Unsicherheit, den ging es mit dieser Situation schlechter und schlechter und schlechter und diejenigen, die gesagt haben, ja die Situation ist unsicher, aber ich habe jeden Tag die Chance neu aufzustellen und mir zu überlegen, wie ich mich jetzt hier auf diesem Terror bewege und irgendwas, wird mir schon einfallen. Irgendeine andere Geschäfts-Eidee oder mir wird einfallen, wie ich mein Business umstricken kann, so dass ich handlungsfähig bleibe. Auch wenn jetzt niemand mehr zu mir ins Geschäft kommen kann oder oder oder. Die sind, ich tue mich jetzt ein bisschen schwer und bitte legt sich auf die Goldwage von Corona gewinnen und Corona verlieren zu sprechen, weil das so schlecht geframed ist, auch durch die Presse. Aber man konnte schon sehen, dass sich das sehr teilt, zumindest mal in die, die sehr unter der Situation leiden und die anderen, die eigentlich schon währenddessen und auch im Nachgang gesagt haben, ja, zwar speziell, aber irgendwie zu mir doch da alle ganz gut durchgekommen. Das hat nur was mit dem Umgang mit Unsicherheit zu tun, nicht nur korrigierig, aber viel. Auch. Ja, bin ich total dabei und ich finde dieses Zitat von dem Vorstand, was du dazutiert hast, das finde ich auch grandios, weil es eben auch wieder eine Erwartungshaltung geht, die immer noch verhandelt sind, vielen Unternehmen, dass die Führungskraft nämlich doch wissen muss, was passiert und wissen muss, wie es weitergeht, damit wir auch schön hinterher laufen können und dass das eben auch etwas ist, was das so nicht mehr gibt. Also hätte man noch vor 30 Jahren mit Markt analysen undzenarien Planung, das gab es ja alles und dann dachte man, okay, jetzt die und die Zahl will ich erreichen, so und so. Das funktioniert heute alles so nicht mehr und sich dann vorstand hinstellt und sagt, wir wissen nicht, wie es weitergeht. Und das dann aber auch noch als Stärke tatsächlich ausruft, das finde ich total grandios. Und bringt mich im Grunde genommen auch schon zu allerletzten Kompetenz, die zur Theorie "U" gehört, nämlich das Handeln aus innerer Klarheit. Klingt auch so einfach, oder? Das Handeln aus innerer Klarheit. Dafür brauche ich aber schon mal wieder ganz viel Innenschau, weil was bedeutet das denn jetzt? Nämlich, dass ich Entscheidungen nicht ausgesellschaftlichem Druck oder nicht aus überhaupt aus Druck treffe, sondern aus Überzeugung, aus meiner eigenen Haltung, auf Basis meiner eigenen Werte und Überzeugungen. Aus Verbindung mit dem, was jetzt wirklich dran ist, wo vor nicht überzeugt bin, dass es jetzt das Richtige ist. Und auch mit dem Risiko, das ist eben gar nicht besser weiß, weil die Unsicherheit bleibt ja trotzdem da. Handeln aus innerer Klarheit. Wow. Ja und unter dem Strich finde ich kann man sagen, dass das auch fast schon die Essence der Theorie "U" ist. Nicht nur wissen, nicht nur fühlen, sondern ins Handeln kommt, klar. Aber eben aus Tiefe, aus Verbundenheit, aus Bewusstsein könnte man sagen. Und für mich ist es eben auch, ja, diese Theorie "U" so, so eingänglich wie sie ist, so logisch wie sie ist, hat sie aber für mich tatsächlich auch schon fast was spirituelles, wenn man das so ein bisschen losgelöst betrachtet, von dem was man sonst so kennt. Also wann sprechen wir schon darüber, aus Tiefe, aus Verbundenheit, aus Bewusstsein ins Handeln zu kommen, das bringt schon ja andere Ebenen ins Klingen als sonstige theoretische Abhandlung, über gute Führung oder gute Zuhören oder gute Kommunikation. Ja und es ist vor allen Dingen mal wieder ein Weg, der nach innen führt. Also nicht ins Außen, wo viele ja vielleicht denken, dass das Kompetenzen an der Führungskraft hingegören, nämlich ins Außen ist es eben eben ein Weg nach innen, ein Weg der Reflexion, ein Weg der, ja, der eigenen Entwicklung, der eigenen Veränderung und natürlich damit verbunden auch, der Mut wirklich genau hinzuschauen, was ist denn in mir, was bring ich denn da schon mit und was fehlt denn da vielleicht auch und dann damit im Außen auch den Wandel zu ermöglichen. Ist mal wieder so, the other way round, finde ich. Ja und jetzt liegt der Ball in eurem Spielfeld, also schaut doch einfach mal, wenn ihr euch diese Kompetenzen nochmal anguckt, Haltung der Offenheit, Tiefes zuhören, den Blick nach innen richten, den Mut mußt dazu durchbrechen, Co-Kreativität zu ermöglichen, Umgang mit Unsicherheiten und Handeln aus innerer Klarheit, welche dieser Kompetenzen lebt, nutzt, könnt ihr denn bereits aktivieren, welche sind vielleicht auch noch ein bisschen fremd, welche von denen die noch ein bisschen fremd sind oder noch nicht so rutiniert abgerufen werden können, welche möchte ihr denn vielleicht als nächstes mal ausprobieren und dadurch bei euch selbst stärken. Vielleicht könnten da ja so ganz kleine, klitzekleine, alltags unterbrecher Fragen würde ich sie mal nennen helfen, nämlich vielleicht einfach nur, wo könnte ich denn heute mal ein bisschen mutiger sein, wo könnte ich denn heute mal etwas anders tun oder wo könnte ich denn heute mal auch einfach mal nicht wissen. Ja, nicht wissen, trifft jetzt zumindest zum Ende dieser Miniserie zur Theorie U nicht mehr auf uns und auf euch zu, denn ihr kennt sie jetzt, ihr wisst jetzt etwas über diese Theorie U. Wir hatten drei Folgen mit hoffentlich vielen Impulsen, hoffentlich guten Beispielen und Gedanken und meine Empfehlung wäre tatsächlich das machen wir sonst nie, also ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon jemals laut gesagt habe, hört euch doch die Folgen nochmal an, aber in diesem Fall jetzt hier würde ich sagen, ein Durchgang hat es gebraucht, damit mal in Kontakt zu kommen und sich da so ein bisschen ranzutasten. Ein zweiten Durchgang könnte es durchaus brauchen oder der könnte durchaus zumindest mal hilfreich und nützlich sein, um im Hinblick auf diese Theorie U jetzt wirklich mal zu reflektieren und wirklich mal genau in den Transfer zu gehen, was davon wie, wirst du, wollt ihr in euren kommunikativen Alltag mitnehmen. Und umsetzen und anders machen und Veränderungen weggeschaffen und barren. Ja, dabei wünschen wir euch unglaublich viel Spaß beim Ausprobieren, beim Raum schaffen, beim Kokreativen. Ja, gibt mir mal Prozessen, aber Prozess klingt schon wieder so ein bisschen steif, aber ihr wisst was ich meine. Wie immer könnt ihr uns natürlich auch daran teil haben lassen, also das heißt ihr könnt uns schreiben. Ja, sowieso. Ja, könnt ihr uns stellen. Ihr könnt uns auch schreiben, was euch beim Zuhören bewegt hat. Ihr könnt uns natürlich auch schreiben, was euch vielleicht beim Ausprobieren überrascht hat und wie euer Fazit ist im Umgang mit dieser Theorie U. Ihr könnt alle Kanäle benutzen, die wir haben. Das heißt ihr könnt nie mehr schreiben, man Infoil-Coaching-Bandepunkt.de. Ihr könnt auf linken unter den Podcastbeitrag schreiben. Das gleiche könnt ihr natürlich auch auf Instagram machen. Ihr könnt Direct-Messages schreiben von Facebook, wir müssen ein bisschen abbraten. Das kriegen wir nur noch so am Rande mit. Da sind wir sehr, sehr selten, aber ihr ja auch zum Glück. Also was auch immer für euch der richtige Kommunikationskanal ist, ihr könnt ihn frei wählen. Und lasst uns ein bisschen daran teilhaben an eure Auseinandersetzung mit der Theorie U. Denn am Ende, und jetzt verbinde ich mal, jetzt verbinde ich mal, jetzt mache ich mal was auf. Ich verbinde mal das eine mit dem anderen, nämlich unser Ziel. Unser Ziel der Coaching-Bandep ist es am Ende des Tages Räume für Entwicklung zu schaffen. Guck mal. Und da haben wir jetzt sozusagen jetzt die Theorie U in unserer Vision mit drin. So, das finde ich doch eigentlich ganz schön. Richtig. Was haben wir sonst auch für eine Vision? Wir haben die Vision möglichst viele von euch noch im Sommer oder vielleicht auch im Herbst. Mal irgendwo direkt zu sehen, kennenzulernen mit euch zu arbeiten. In einer unserer Aus- oder Fortbildung. Alles dazu findet ihr auf www.coachingbandepunktde. Ihr könntet, wenn ihr es euch einfach machen wollt, auf der Startseite ein Stückchen Runderskrollen und da ist eine Terminübersicht. Da stehen immer die Startdaten von den Aus- und Fortbildung oder von den Community-Adrefs. Wenn ihr dann draufklickt, seht ihr mehr dazu. Es ist ja selten nur ein Tag. Da seht ihr dann auch die weiteren Termine, die da dazugehören und könnt euch zu dem Thema Schlau machen. All denjenigen von euch, die schon mit den Hufen scharen und schon fragen, "Wann gibt es denn eigentlich die Fort- und Aus- und Aus- und Termine fürs nächste Jahr?" Oder "Wann kommt denn das nächste Mal mit Glaubenssätze?" Weil es für dieses Jahr eben vielleicht durch ist. Wir brauchen noch einen kleinen Moment. Es ist bei uns wie immer, im Spätsommer Herbst sind die neuen Termine für 20/26 auf der Homepage. Aber auch hier könnt ihr euch einen schlanken Fuß machen und könnt das mit ganz viel Faulheit einfach abwarten, indem ihr unseren Newsletter abonniert. In dem Newsletter ist unten, nämlich immer ein Bereich drin mit in aktuellen Terminen. Und da würdet ihr dann sozusagen von ganz alleine sehen, wenn das statt weniger mehr wird. Das heißt, nämlich die neuen Termine für 26 sind am Start. Und ihr könnt es dann auch aus dem Newsletter heraus direkt anklicken oder wisst zumindest, wenn es im Newsletter ist, ist es auch auf der Homepage dann kann ich jetzt auch da eine Ruhe gucken. Dafür allerdings, liebe Susi, müssen wir einmal einen Terminen finden, wo wir uns zusammen setzen, um genau diese Termine zu planen. So, aber das machen wir ja demnächst. Ich freue mich drauf. Und noch mehr freue ich mich auf die nächste Woche und die nächste Folge. Und schön, dass ihr auf dieser Reise durch die Theorie "U" uns begleitet habt. Das war ein Riesenspaß. Bis zur nächsten Woche, ihr Lieben. Ciao, ciao, macht's gut. [Musik] Für heute sagen wir Tschüss. Aber nur für heute. Denn schon in einer Woche sind wir mit einem spannenden Thema wieder zurück. Du kannst dich aber natürlich jederzeit auf www.coachingbande.de zu unseren Fort- und Ausbildungen, den Intervisionsabenden und natürlich auch den Wein ein Torch informieren. Eine Riesenfreude machst du uns, wenn du uns Themen wünsche für unseren Podcast schickst, unseren Podcast bei iTunes bewährtest und ihn mit deinen Freundinnen teilt. Wir danken dir, dass du uns zuhörst und damit auch. ein Teil unserer Coaching Banden ist. Die Komponenten sind in der Nähe von der Komponenten. [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die sieben Führungskompetenzen der Theorie U sind essenziell für Coaches und Führungskräfte, um echten Wandel zu ermöglichen.
  2. Haltung der Offenheit
  3. Tiefes Zuhören
  4. Blick nach innen
  5. Mut, Muster zu durchbrechen
  6. Kokreativität
  7. Umgang mit Unsicherheit
  8. Handeln aus innerer Klarheit

Summary:

In dieser Podcast-Folge der Coaching Band stellen Susanne Henkel und Astrid Kellenbens die sieben Führungskompetenzen der Theorie U vor, die für Coaches und Führungskräfte entscheidend sind, um echten Wandel zu gestalten. Die erste Kompetenz ist die Haltung der Offenheit, die bedeutet, ohne vorgefasste Meinungen in Gespräche zu gehen und bereit zu sein, andere Perspektiven zuzulassen. Die zweite Kompetenz, tiefes Zuhören, umfasst das Verstehen auf allen Ebenen – Fakten, Emotionen, Stimmungen und Potenziale –, um Vertrauen aufzubauen.

Die dritte Kompetenz ist der Blick nach innen, also intensive Selbstreflexion über eigene Werte und Glaubenssätze, da Führung im Inneren beginnt. Die vierte Kompetenz, Mut, Muster zu durchbrechen, fordert dazu auf, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und neue Wege zu gehen, wie etwa Meetings mit Fragen statt Lösungen zu eröffnen. Die fünfte Kompetenz, Kokreativität, schafft Räume für gemeinsames Denken und Gestalten.

Die sechste Kompetenz, Umgang mit Unsicherheit, lehrt, Nichtwissen auszuhalten und handlungsfähig zu bleiben, ohne in Aktionismus zu verfallen. Die siebte Kompetenz, Handeln aus innerer Klarheit, bedeutet, Entscheidungen auf Basis eigener Werte und Überzeugungen zu treffen, aus Tiefe und Verbundenheit. Diese Kompetenzen erfordern eine innere Haltung und Reflexion, die über traditionelle Führungsansätze hinausgehen und eine fast spirituelle Ebene berühren.

FAQs

Die sieben Kompetenzen sind: Haltung der Offenheit, tiefes Zuhören, Blick nach innen, Mut Muster zu durchbrechen, Kokreativität, Umgang mit Unsicherheit und Handeln aus innerer Klarheit.

Offenheit bedeutet, mit offenem Geist, Herzen und Willen in Gespräche zu gehen, ohne fertige Meinungen oder dem Drang, Recht zu haben. Nur so können neue Perspektiven und Veränderung entstehen.

Tiefes Zuhören geht über Fakten hinaus und erfasst Emotionen, Stimmungen und Potenziale. Es schafft Resonanzräume und Vertrauen, die für Veränderung notwendig sind.

Der Blick nach innen bedeutet, sich selbst zu reflektieren, eigene Werte, Glaubenssätze und Muster zu erkennen. Führung beginnt im Inneren, um sich selbst und andere authentisch führen zu können.

Indem man bewusst alte Gewohnheiten hinterfragt und neue Wege ausprobiert, wie zum Beispiel statt Lösungen vorzugeben, Fragen zu stellen. Das schafft Raum für neue Ideen und Dynamiken.

Kokreativität bedeutet, Räume zu schaffen, in denen andere frei denken und Ideen entwickeln können, oft entstehen diese in offenen, unstrukturierten Momenten wie Pausen.

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