Go back

Methodenkoffer: Eine kurze Einführung in die Theorie U

25m 35s

Methodenkoffer: Eine kurze Einführung in die Theorie U

Die Podcast-Folge von Susanne Henkel und Astrid Kellenbens führt in die Theorie U von Otto Scharmer ein, ein Konzept, das Führung, Coaching und persönliche Entwicklung revolutionieren soll. Der Name "Theorie U" leitet sich von der U-förmigen Bewegung ab, die den Veränderungsprozess beschreibt. Scharmer, ein Wirtschaftswissenschaftler am MIT, untersucht, warum Veränderungsprozesse trotz umfangreichen Wissens oft scheitern. Die Antwort liegt in der Tendenz von Menschen, in Umbruchphasen zu dysfunktionalen alten Mustern zurückzugreifen. Die Theorie U bietet einen Ausweg durch drei Phasen: Loslassen (Innehalten und Nichtwissen aushalten), Eintauchen (tiefe Verbindung mit der Situation durch Fühlen und Präsenz) und Emergenz (Entstehen neuer Lösungen aus dem Kontext). Die Coaches betonen, dass Wandel nicht mit Aktionismus beginnt, sondern mit dem Mut, still zu werden und sich auf Intuition einzulassen. Die Folge ist Teil einer Mini-Serie, in der später die vier Ebenen des Zuhörens und die sieben Führungskompetenzen im U behandelt werden. Die Coaches laden zu weiteren Fortbildungen ein, darunter eine Masterclass zu KI und systemische Coaching-Ausbildungen. Sie ermutigen die Zuhörer, in der Zwischenzeit zu reflektieren, wie ergebnisoffen sie in Gesprächen zuhören.

Transcription

3436 Words, 21143 Characters

German
Herzlich willkommen beim Podcast der Coaching Band. Wir sind Susanne Henkel und Astrid Kellenbens, die systemischen Coaches und Terrapäuten von www.coachingbande.de. Wir freuen uns, dass du uns zuhörst und wünschen dir viel Vergnügen und neue Impulse mit unserer heutigen Folge. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts. Ich glaube, ihr erwartet ja alle schon sehen, süchtig darauf, wie ich euch kenne. Heute tauchen wir in etwas ganz spezielles ein und starten damit eine kleine Mini-Serie, denn wir tauchen ein in ein Konzept, das Führung, Coaching und persönliche Entwicklung wirklich revolutionieren kann. Und zwar ist das die sogenannte Theorie "Uh" von Otto Scharma. Ich finde den Namen allerdings schon so geil. Ich kann es dir gar nicht sagen, liebe Susi. Schön, dass wir da heute darüber sprechen. Also ich bin mal sehr gespannt, wer von euch diesen Begriff oder diese Theorie schon jemals vorher gehört hat. Ich sag ganz ehrlich, als es in unserer Podcast-Planung aufgetaucht ist, habe ich gedacht, ich habe es dreimal gelesen, weil ich ehrlicherweise dachte, okay, da fehlt ja noch was. Also Theorie "Uh" was sind die nächsten Buchstaben da hinten. Ich habe es überhaupt nicht gecheckt, insofern gremnt euch nicht, wenn es euch ähnlich geht, dass ihr damit nichts anfangen könnt, ist nicht schlimm. War bei uns eine ganz ähnliche Ausgangssituation. Aber wir wollen natürlich der Frage auf den Grund gehen, was steckt denn jetzt hinter dieser Theorie "Uh" und vor allen Dingen natürlich auch was bringt sie uns und euch als Coaches oder eben auch als Führungskräfte. Wir versuchen da mal einzutauchen und die Theorie "Uh" heute nächste Woche und über nächste Woche für euch zu erklären und aufzudrüsseln und zwar wie immer sehr, sehr praxisnah. Das heißt, heute gibt es eine Einführung. Nächste Woche schauen wir uns die vier Ebenen des Zuhörens an und in der übernächsten Woche die sieben Führungskompetenzen im "Uh" es klingt immer noch schräg, aber was sollst ihr im "Uh"? Also wahrscheinlich im Original wird es dir auf Theorie "Uh" bemerkt. Also da kriegt man es ja noch weniger über die Lippen. Denn bevor wir jetzt überhaupt mal über diese Theorie sprechen, sprechen wir vielleicht mal als allererstes über den, der sie erfunden und entwickelt hat und das ist Otto Scharma. Den Namen haben wir schon genannt. Er ist Wirtschaftswissenschaftler. Er lehrt am MIT, also am Massachusetts Institute of Technology. Und deswegen könnte ich mir vorstellen, dass dort sie eben nicht Theorie "Uh" ich verwechsel heute den ganzen Tag schon Theorie und Theorie. Da muss ich auch echt aufpassen. Also es ist keine Theorie, es ist eine Theorie und er beschäftigt sich seit wirklich vielen, vielen, vielen Jahren mit der Frage warum denn eigentlich Veränderungsprozesse so oft scheitern und zwar immer wieder und immer wieder und immer wieder. Und genau, nur mal ein Verweis auf eine andere Podcastfolge von uns. Genau diese Ausgangsthese hatten wir ja kürzlich auch erst als wir uns das Managing Complex Change Modell angeschaut haben. Also auch hier stand am Anfang die Frage warum scheitern Veränderungsprozesse und dieses Managing Complex Change Modell hat eine Antwort darauf gegeben, wie es künftig nicht mehr zum Scheitern kommen kann. Das wird jetzt eben mit dieser Theorie "Uh" auch angeboten. Ihr könnt selbstständig dann hinterher, weil das können wir euch nicht abnehmen. Ihr könnt selbstständig dann hinterher, wenn ihr diese drei Podcastfolge jetzt aus der Miniserie gehört habt plus das Managing Complex Change. Für euch mal entscheiden, was euch vielleicht besser gefällt, womit ihr zukünftig vielleicht eher arbeiten wollt, was euch eingängiger erscheint. Also da gibt es von uns jetzt keine klare Empfehlung, dass das eine besser ist, das andere ist, sondern wir machen wie immer nur ein Angebot. Aber wir wollen ja noch mal gucken, was hier Otto Schammer sich so gedacht und gefragt hat. Also warum erleben wir in Unternehmen, Organisationen in der Gesellschaft ganz generell. Man kann es auch mal wirklich hoch skalihen, häufig die gleichen Probleme. Obwohl wir scheinbar schon längst alles wissen, um diese Probleme zu lösen. Also zumindest sind wir ja mit unserer Gesellschaft heute an einem Wissens-Level, das wir ganz vieles eine Antwort haben und auch vorher Antworten erarbeiten, auf komplexe Veränderungsprozesse. Aber trotzdem passen die Antworten dann letztendlich doch nicht so richtig oder sie helfen nicht oder sie verhindern eben das Scheiter nicht. Also warum greifen Menschen in Umbruchspasen immer wieder stattdessen zu dysfunktionalen, aber alten Strategien, die sie ja eigentlich hinter sich lassen wollten? Warum ist das so? Ich habe gerade noch mal kurz überlegt, haben wir gesagt, dass Otto Schammer auch, wenn er nicht hier lehrt, eigentlich ein Deutscher ist, hätte man vielleicht auch vom Namen her, hätte man hier drauf kommen können. Aber gut, deswegen vielleicht heißt es doch Theorie "U", also manchmal ist man sich da auch gar nicht so ganz sicher. Na ja, aber vielleicht liebe Susi, kennst du das ja auch. Vielleicht kennst du das ja auch. Dieser Wandel, um den es da geht und warum so viele Change-Prozesse scheitern, können wir eigentlich mit so einer eigenen, eigenen Griff an die eigene Nase mal wieder herkriegen, weil vielleicht kennst du das, dass du etwas verändern möchtest und aber sofort wieder in alte Muster zurück gehst und genau das tust, obwohl du es eigentlich eigentlich nicht mehr tun wolltest. Kennst du das? Ja ich habe so ein Spruch, den hat mich mal ein Mensch aus meinem Freundeskreis gelert, der hat gesagt, wir mögen Veränderungen, wir können nur nicht so gut damit umgehen und damit hat ja eigentlich auf alles geantwortet, wenn man irgendwas von ihm wollte, dass er irgendwas mal anders macht, als er es bisher getan hat, immer mit einem Grinsen gesagt, ich mag Veränderungen, ich kann nur nicht so gut damit umgehen. Also ja ich kenne das, was du beschrieben hast, auch aus eigener Erfahrung. Ich bin jetzt nicht jemand, der immer so in alten Muster verhaftet ist, aber natürlich passiert mir das auch manchmal, dass es mich zurückzieht in ein altes Muster. Auf jeden Fall versucht, schaue mal diesen Mechanismus zu beschreiben und zwar auf eine ganz wunderbare Art und Weise und gleichzeitig hier Wege aufzuzeigen, wie wir aus diesem Kreislauf für mögen Veränderungen, wir können nur nicht so gut damit umgehen, wie wir aus diesem Kreislauf aussteigen können. Vorweg muss leider gesagt werden, das ist nicht immer ganz bequem, das ist ja auch genau das, diese alten Bekannten Muster sind viel bequemmer als etwas neu zu machen, aber es ist natürlich unglaublich kraftvoll, weil wir immer nur das gleiche machen kriegen, warum wir nur die gleichen Ergebnisse und auch mensichtlich waren, weil ja mit den Ergebnissen nicht mehr zufrieden, deswegen gibt es ja ein Schänsprozess. Es klingt alles so logisch, oder? Es ist ja mehr Wahnsinn. Okay, jetzt lass uns mal einsteigen in dieses U, also das Ding heißt U, weil wir quasi ein U zeichnen. Also jetzt kann jeder für sich mal mit überlegen, wir können mal in die Luft zeichnen, also stell dir vor, du gehst einen Bogen von oben links nach unten, dann machst du so ein Bogen und dann gehst du wieder nach oben rechts. Also einfach ein U, ein U, so. Und in dieser Weg, durch das U, der besteht aus drei großen Phasen und diese drei Phasen heißen loslassen, eintauchen und immer gänz. Jetzt klingt es vielleicht erst mal ein bisschen abstrakt, oder? Ja, aber wir werden ja versuchen, das jetzt aufzudruhe, sie lohnt ganz konkret zu versuchen zu erklären. Also es geht los mit Loslassen, hast du gerade gesagt, also Phase 1 loslassen. Was passiert in dieser Phase? Natürlich geht es darum, alte Muster, Bewertungen, Routinen hinter sich zu lassen. Also das ist auch der Moment, in dem aufgehört werden soll reflexartig zu handeln, wie kann man aufhören reflexartig zu handeln, in dem man erst mal beginnt aus dem Aktionismus rauszutreten und stillzuwerten. Also es braucht hier so ein Pause-Moment oder so eine Pause-Taste, weil wenn wir das nicht tun, werden wir wieder reflexartig reagieren und zwar mit irgendwas, was wir schon kennen. Also loslassen, ruhig werden, still werden, Pause-Taste. Und ehrlicherweise ist das für viele schon die erste und auch die größte Hürde genau dieses still werden. Denn wir möchten eigentlich nicht still werden, sondern wir möchten sofort loslegen, mit was anderen. Wir möchten sofort wieder handeln, wir möchten sofort aktiv sein. Aber die Theorie U, die sagt nun wirklich echt auf dem Punkt, wandelbeginnt nicht mit Aktionismus, sondern der wandelbeginnt mit dem Innerhalten und mit dem Aushalten von nicht wissen. Einfach mal Aushalten. Das ist tatsächlich für viele wahnsinnig schwer. Und das ist auch ein echter Meinschrift. Also das klingt jetzt so noch in der Kleinigkeit. Aber das ist eine große, das ist ein großer Paradigmenwechsel. Das Wandel nicht mit "wir legen jetzt los", wir machen jetzt anders, sondern eben mit dem Innerhalt. Ich kann mich an viele Situationen erinnern, als ich selbst noch Führungskraft war, was was ich, wir wollten eine neue Teamstruktur entwickeln und mein erster Impuls war, wir zeichnene Struktur, wir definieren Rollen, Los geht's, Chacker, Chacker, Ärmel sind hochgekremmelt, wir haben doch alle Bockter drauf. Und ich habe die anderen damit völlig abgehängt, weil die noch nicht so weit waren. Und ich werde niemals, damals auf die Idee gekommen zu sagen, okay, wir brauchen auf dem sichlichen, neue Teamstruktur, das heißt, wir setzen uns jetzt erst mal hin und wir beobachten jetzt erst mal, wir hören uns gegenseitig zu, was für Gedanken kommen euch denn, bei dem Wort Teamstruktur oder bei dem Wort neu, was für eine Stimmung, was für Gefühle. Da wäre ich, also, da wäre ich damals nicht von selbst drauf gekommen und ich halte es auch heute, selbst mit der ganzen Expertise als Coach, immer noch für ungewöhnlich, also wenn ich als Coach jemanden begleite, reinzubringen und zu sagen und wir legen jetzt nicht los. Sondern wir atmen jetzt erst mal durch und lassen sie erst mal wirken. Aber ungewöhnliches Dinge sind häufig, ja, die spannendsten Dinge. Das stimmt. Und dann sind wir quasi auch schon bei der zweiten Phase, nämlich das Eintauchen. Und dieses Eintauchen ist jetzt auch etwas, was vielleicht für viele eine Herausforderung darstellt. Man nennt diese Phase übrigens auch das "Presensing". Also es geht wirklich darum, sich ganz, ganz, ganz, ganz tief mit der Situation zu verbinden. Und Achtung, die große Herausforderung für viele im Unternehmenskontext, es geht nicht nur darum, sie zu denken, sondern es geht auch darum, sie tatsächlich zu fühlen. Sie war zu nehmen. Also das war zu nehmen, was wirklich, wirklich ist. Und nicht nur das, was wir sehen und nicht nur das, was wir erwarten. Also gerade auch hier mal wieder die Frage nach dem Füllen, nach diesen ganz tiefen Eintauchen in die Situation, ist etwas, was erst mal vielleicht auch ein bisschen Überwindung kostet, vielleicht sogar für uns als Coach ist so eine Frage in einem Unternehmenskontext zu stellen, wenn einem keine Ahnung nur IT Entwickler oder Engineering gegenüber setzen. Aber das ist genau das Überraschungsmomentum, so ähnlich wie wir das gerade eben schon bei dem Loslasten hatten und bei dem Stil werden hatten, gilt es jetzt sich auch mal auf dieses Füllen mit ein zu lassen. Das Eintauchen. Und damit wird es nicht ungewöhnlich, die herangehen es weiß, ne? Also es gilt immer noch bei uns selbst, oder wenn wir andere begleiten, die Prämisse, du oder ihr müsst jetzt erst mal gar nichts tun. Ihr müsst jetzt erst mal nur präsent sein. Und das kann ich euch jetzt schon sagen, das wird auch wiederstand stoßen, weil wir waren ja eben schon ruhig und haben nichts gemacht. Jetzt in der zweiten Phase geht es also noch so weiter und wir wollen ja, so sind wir alle gedrillt, getrimpt, konditioniert. Wir wollen ja zügig loslegen. Es soll ja was passieren. Es soll sich ja was verändern und verändern können sich doch Dinge nur, wenn wir auch aktiv werden. Das ist so der gängige Glauben, den wir haben. Also das heißt, wir treten jetzt schon in die zweite Phase einen, der außer Präsent sein nicht viel passiert. Wie gesagt, sicherlich für einige schwierig sein, aber da liegt auch das größte Geschenk der Theorie U drin, dass wir hier wirklich auch mal der Intuition einen Platz einräumen in so einem Prozess, die normalerweise ja doch sehr häufig glissendlich ignoriert wird und surprise, vielleicht dann wieder schon ein erstes Indiz dafür, warum so viele Veränderungsprozesse scheitern, weil man einfach wichtige Faktoren überspringt. Ja, ja, finde ich, oder ausklammer so ganz grundsätzlich, also vielleicht geht es nur ums Denken oder nur um. Dritte Phase haben wir immer Gens getauft, beziehungsweise nicht wir, das hat uns schon schon mal getan, wahrscheinlich wäre uns dieser Begriff gar nicht auf Anhieb eingefallen. Was ist denn eigentlich immer Gens, also immer Gens bezeichnet in Systemen, das Auftauchen von Ereignissen? Und wenn wir das jetzt mal hier übertragen auf die dritte Phase der Theorie U, dann bedeutet das, dass sich eben innerhalb dieser Phase jetzt einfach neue Lösungen zeigen, nämlich, weil sie aus der Situation heraus entstehen und überhaupt nur in dieser Situation, in der wir uns in dieser dritten Phase befinden, auch entstehen können. Sie werden also nicht quasi einfach nur am Reisbrett entworfen und das 1, 2, 3 ist die Lösung und ich habe das durchdacht, sondern es entsteht eine Atmosphäre, in der eben tatsächlich diese Lösungen und diese Ideen, diese Impulse aus der Situation heraus entstehen können, weil wir bereit waren, am Anfang uns auf dieses Nichtwissen einzulassen, weil wir bereit waren, darauf zu vertrauen, dass früher oder später die Lösung sichtbar wird, die Lösung sich entwickelt und das kann sie aber eben nur, wenn wir das andere vorher getan haben, das Innerhalten, sich das Nichtwissen zuzutrauen, sich demzustellen und eben auch mal diesen hineinfühlen, dem einfach nur präsent sein. Dann kann daraus tatsächlich aus dieser Situation eine Lösung entstehen, mit der wir vorher überhaupt nicht gerechnet haben und auf die Idee, wir auch niemals gekommen wären. Und vielleicht können wir hier eine Metafer einführen, die auch schon ein ersten Hinweis geben könnte, warum das ganze Ding Theorie U heißt. Nämlich ist es wie eine umgekehrte Bergbestaltung. Also normalerweise fangen wir unten an, erclimben den Gipfel und dann geht es wieder einigermaßen entspannt install. Hier haben wir aber das Bild, wir fangen oben an, weil an dem oberen Schenkel vom U steigen dann install hinab, lassen also sozusagen altes Los und verbinden uns da unten auf dem Tiefpunkt, was jetzt nicht in eine Bewertung ist, sondern auf dem tiefsten Punkt mit dem, was ist und wenn wir das getan haben, steigen wir auf der anderen Seite wieder mit etwas ganz neuem auf. Also man könnte jetzt auch, aber auch das wäre eine Bewertung, man könnte jetzt auch vom Pfönigs aus der Asche oder sowas sprechen. Aber lasst uns einfach nur diese Form des Ues nehmen, wo wir loslassen, hinabsteigen, uns unten sammeln, abwarten und dann mit neun, neun Ideen, neun Impulsen wieder nach oben aufsteigen. Und mitten drin ein Begriff, den wir jetzt erstmal nur so hineinwerfen, die besoßig, weil wir haben ja gesagt, es wird eine Serie. Wir schauen also noch ein bisschen tiefer in diese Theorie U und hoffentlich haben wir euch damit jetzt neugierig gemacht. Deswegen werfe ich Kliffhängern, nennt man das doch immer noch. Ich werfe diesen Begriff mal rein, nehme ich der Begriff der Co-Kreativität, sozusagen das Herz der Theorie U. Innovation entsteht nämlich nicht im stillen Kämmerlein, sondern sie entsteht durch Dialog. Sie entsteht durch das Miteinander und sie entsteht für allen Dingen dann, wenn echtes Zuhören passiert. Und genau über dieses Zuhören im Zusammenhang mit der Theorie U weil wir da nächste Woche sprechen. Also wir hoffen, wir haben euch schon ein bisschen neugierig gemacht, dass weicher geht. Ich finde durchaus, dass dieses Modell das Potenzial hat, weil es eben so anders ist. Und wir nächste Woche da auf jeden Fall gemeinsam tiefer einsteigen, sollten denn auch hier Zuhören ist nicht einfach nach Otto Schammer das, was wir immer so unterzuhören. Und vorstellen, denn hier gibt es plötzlich vier Ebenen des Zuhörerns. Also welche vier Ebenen könnten das denn wohl sein? Ich werde es jetzt noch nicht verraten, was ich sprechen kann, dass wenn ihr diese vier Ebenen einmal kennengelernt habt, während meine Vermutung, lasst uns ein paar Monate mal nach diesem Podcast wissen, ob es so ist, dass ihr wahrscheinlich in Zukunft anders zuhören werdet, als ihr es bisher getan habt, wegen dieser vier Ebenen und wegen der weiteren Auseinandersetzung mit der Theorie U. Also wir sind gespannt, wie es hier weitergeht. Wir laden euch ein nächste Woche dabei zu sein. Und wir jetzt noch mal kurz einen Blick auf unsere weiteren Veranstaltung beim Thema Neugierig machen, denn auch da ist viel potenzial, dass ihr ab danach Dinge nicht mehr so macht, wie vorher, wenn ihr nämlich mal eine unserer Fortbildungen besucht habt. Was steht auf dem Programm? Es geht in Kürze am dritten sechsten los mit der nächsten Runde unserer Masterclass Roboterherz im H1-Satz, KI als Korkot. Haben wir selbst daran teilgenommen, Astrid und ich. Wird von unserer wunderbaren Kollegin Anke geleitet und ist wirklich, wirklich ein absolutes Erlebnis und bringt euch kilometerweit nach vorne, was den Umgang und den Einsatz von KI betrifft. Also absolute Empfehlung. Im Film. Im Juni startet bei uns noch die nächste Runde zu unserer systemischen Coaching-Ausbildung. Und zwar am 5.6. geht dann aber über 9 Monate, als ein bisschen längeres Projekt. Aber nicht, ich habe für Veränderungen. Ich habe auch genauso viel wie KI, würde ich sagen. Im Juli haben wir dann eine Fortbildung für all diejenigen, die künftig auch mit Kindern und Jugendlichen im Coaching arbeiten wollen, nämlich eine Einführung in genau dieses Thema in das Kinder- und Jugendcoaching. Dann haben wir am 9.7. den nächsten Coachingbande Wine & Talkabend. Und dann ist erstmal Pause Augustus bei uns Summer Break, Summer Breeze, Vollesungsfreie Zeit. Wir machen dann erst im September wieder weiter. Und zwar mit Start Now. Also das ist die spezielle Fortbildung für all diejenigen, die bisher zwar schon eine Coaching-Ausbildung haben, aber noch so ein bisschen auf der Bremse stehen und vielleicht auch noch gar nicht genau wissen warum. Haben Sie das Gefühl oder nicht genug zu wissen? Trauen Sie sich noch nicht. Also gegen all diese Gründe, die bisher dagegen gesprochen haben als Coach durchzustatten, ist Start Now Coaching-Praxis-Brodi-Antwort. Danach werdet ihr loslegen. Und dann haben wir im September noch ein Intervisionsabend, die New Work Coach-Ausbildung startet und wir gucken in das Lösungs- und Antietekrisenkotching rein. Und alles danach, also was dann den Herbst betrifft. Das guckt ihr euch bitte einfach schon mal eigenständig auf der Umpid an. Damit wir jetzt hier nicht mit Betreutem lesen schließen müssen. Betreutes Lesen. Aber in dem Falle ist wissen tatsächlich gut, weil sonst könnt ihr euch nicht anmelden. Also jetzt um den Link noch mal zu uns, um den mal zu bringen. Hier ist, seit ihr, wenn ihr wisst, tatsächlich im Vorteil. Und ich hab noch so eine kleine, ein kleines Experiment. Ihr könnt ja mal in der nächsten Woche, also war noch immer ihr heute diesen Podcast hört und den zweiten Teil zu den ebenden des Zuhörns. Bis ihr den hört, könnt ihr euch ja mal so reflektieren, in welchen Situationen ihr ganz offen zuhört. Also so ganz offen, so Ergebnis offen und Wissens offen und Erwartungs offen. Oder ob ihr das vielleicht nur gar nicht oder nur ziemlich selten tut. Was das zu bedeuten hat, klären wir auf. Mehr dazu in der nächsten Folge. Aber ich finde diese kleine Reflexion, die könnt ihr ihr vorab schon mal machen. Wie Ergebnis offen, Erwartungs offen, wie gut oder wie nicht hört ihr den zu in einem normalen Gespräch? Speziell für die Coaching-Kollegen unter uns nicht ganz irrelevant. Da hast du recht. Okay, ich schiebe auch nochmal unsere Homepage nach www.coachingbande.de. Dort findet ihr alles, was wichtig ist, wenn ihr irgendwie in näheren Kontakt mit uns treten. Und dazu seid ihr so herzlich eingeladen. Wir atmen jetzt mal durch, bereiten schon mal die nächste Podcastfolge für euch vor. Und hören uns dann wieder am nächsten Freitag mit dem nächsten Teil unserer kleinen Miniserie. Bis dahin ihr Lieben macht's gut. Für heute sagen wir Tschüss, aber nur für heute. Denn schon in einer Woche sind wir mit einem spannenden Thema wieder zurück. Du kannst dich aber natürlich jederzeit auf www.coachingbande.de zu unseren fort- und ausbildungen, den Interviews- und den Weinen ein Tor informieren. Eine Riesenfreude machst du uns, wenn du uns Themen wünsche für unseren Podcast schickst, unseren Podcast bei iTunes bewertest und ihn mit deinen Freundinnen teilt. Wir danken dir, dass du uns zuhörst und damit ein Teil unserer Coachingbanden bist. [Musik] [Musik] [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Podcast-Folge führt in die Theorie U von Otto Scharmer ein, die Veränderungsprozesse in Unternehmen und persönlicher Entwicklung revolutionieren soll.
  2. Die Theorie U erklärt, warum Veränderungen oft scheitern, weil Menschen in Umbruchphasen zu dysfunktionalen alten Mustern zurückgreifen.
  3. Das Modell besteht aus drei Phasen
  4. Otto Scharmer ist Wirtschaftswissenschaftler am MIT und beschäftigt sich mit der Frage, warum trotz Wissensstand dieselben Probleme in Organisationen wiederkehren.
  5. Die Theorie U wird in einer Mini-Serie über drei Folgen behandelt
  6. Die Coaches betonen, dass Wandel nicht mit Aktionismus, sondern mit Innehalten beginnt und dass echte Innovation durch Dialog und echtes Zuhören entsteht.

Summary:

Die Podcast-Folge von Susanne Henkel und Astrid Kellenbens führt in die Theorie U von Otto Scharmer ein, ein Konzept, das Führung, Coaching und persönliche Entwicklung revolutionieren soll. Der Name "Theorie U" leitet sich von der U-förmigen Bewegung ab, die den Veränderungsprozess beschreibt. Scharmer, ein Wirtschaftswissenschaftler am MIT, untersucht, warum Veränderungsprozesse trotz umfangreichen Wissens oft scheitern.

Die Antwort liegt in der Tendenz von Menschen, in Umbruchphasen zu dysfunktionalen alten Mustern zurückzugreifen. Die Theorie U bietet einen Ausweg durch drei Phasen: Loslassen (Innehalten und Nichtwissen aushalten), Eintauchen (tiefe Verbindung mit der Situation durch Fühlen und Präsenz) und Emergenz (Entstehen neuer Lösungen aus dem Kontext). Die Coaches betonen, dass Wandel nicht mit Aktionismus beginnt, sondern mit dem Mut, still zu werden und sich auf Intuition einzulassen.

Die Folge ist Teil einer Mini-Serie, in der später die vier Ebenen des Zuhörens und die sieben Führungskompetenzen im U behandelt werden. Die Coaches laden zu weiteren Fortbildungen ein, darunter eine Masterclass zu KI und systemische Coaching-Ausbildungen. Sie ermutigen die Zuhörer, in der Zwischenzeit zu reflektieren, wie ergebnisoffen sie in Gesprächen zuhören.

FAQs

Die Theorie U ist ein Konzept von Otto Scharma, das Führung, Coaching und persönliche Entwicklung revolutionieren kann. Sie beschreibt einen Prozess, der Veränderungsprozesse durch Loslassen, Eintauchen und Neugestalten ermöglicht.

Die Theorie U wurde von Otto Scharma entwickelt, einem Wirtschaftswissenschaftler, der am MIT lehrt. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, warum Veränderungsprozesse oft scheitern.

Die Theorie heißt U, weil der Prozess wie ein U gezeichnet wird: von oben links nach unten und dann wieder nach oben rechts. Dies symbolisiert die Phasen des Loslassens, Eintauchens und Neugestaltens.

Die drei Phasen sind Loslassen, Eintauchen und Neugestalten. Loslassen bedeutet, alte Muster hinter sich zu lassen und still zu werden. Eintauchen verbindet tief mit der Situation, und Neugestalten lässt neue Lösungen entstehen.

Die größte Hürde ist das Stillwerden und Aushalten von Nichtwissen. Viele wollen sofort handeln, aber die Theorie U betont, dass Wandel mit Innerhalten beginnt, nicht mit Aktionismus.

Presensing ist die zweite Phase des Eintauchens, bei der man sich ganz tief mit der Situation verbindet – nicht nur durch Denken, sondern auch durch Fühlen. Es erfordert, präsent zu sein und nichts zu tun.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.