Mental Load als unsichtbare Konfliktursache: Tipps für einen harmonischeren Alltag
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Mental Load bezeichnet die unsichtbaren, alltäglichen Aufgaben, die im Kopf eines Menschen bleiben und psychisch belastend sind – etwa Kinderbetreuung, Einkäufe oder die Planung von Tätigkeiten, die nicht in einem Kalender eingetragen werden. Diese Aufgaben führen häufig zu einem Gefühl der Überforderung, besonders bei Frauen, die traditionell mehr familiäre und organisatorische Verantwortung tragen. Der Alltag wird durch steigende Komplexität und Kosten (z. B. selbstgenähte Schultüten, teure Adventskalender) noch belastender, wodurch Zeit und Energie knapp werden. Dadurch entstehen Konflikte, da Paare nicht erkennen, dass die Aufgaben nicht sichtbar sind und daher keine Wertschätzung erfahren. Die Kommunikation wird oft durch „Tür- und Angelgespräche“ beeinträchtigt, was zu Verletzungen und einer kurzen Zündschnur führt. Lösungen wie regelmäßige Organisationsgespräche, klare Aufgabenverteilung, die Aufschreibung von Aufgaben (z. B. AVKK-Liste) und eine reflektierende, wertschätzende Kommunikation helfen, den Mental Load zu reduzieren. Dadurch entsteht mehr Raum für Paarzeit, persönliche Freude und ein gegenseitiges Vertrauen. Es ist entscheidend, dass Paare nicht auf eine starre 50-50-Verteilung setzen, sondern flexible, auf die individuellen Kompetenzen und Ressourcen abgestimmte Systeme entwickeln, die regelmäßig überprüft und angepasst werden. Der Schlüssel liegt nicht nur in der Aufgabenverteilung, sondern in der Wertschätzung und dem Verständnis für die emotionalen Belastungen, die beide Seiten tragen.
Belastet dich Mental Load?
Ja, ab und zu belastet mich Mental Load, weil es ja einfach Phasen im Leben gibt, die anstrengender sind und wo dann auch die Aufgaben, auch wenn die vielleicht immer wiederkehrend sind, einfach sich anstrengender anfühlen. Aber ich glaube, ich bin deutlich entspannter geworden wie vor so fünf, sechs Jahren.
Wodurch?
Weil ich es, glaube ich, besser annehmen kann, wenn Sachen für einen bestimmten Zeitraum nicht veränderbar sind und ich dadurch entspannter geworden bin. Also auch öfters zu sagen, okay, wir machen jetzt das Beste draus, es ist jetzt wie es ist, 100 Prozent geht nicht und nicht so den Anspruch mehr zu haben, das alles zu erfüllen, egal was um mich herum passiert.
Und ich glaube auch, weil ich gelernt habe, mehr Sachen abzugeben.
Das ist ein gutes Stichwort, denn zum Abgeben gehört natürlich auch, dass man den anderen ein wenig machen lässt, auch wenn der Weg vielleicht anders ist. Und das wollen wir uns in dieser Folge alles mal genauer ansehen, denn das Thema Mental Load betrifft sehr, sehr viele Familien und Paare, die sich bei uns melden und die die Energie runtergehen lassen und die Ressourcen sind wirklich knapp und natürlich entstehen Konflikte, weil der eine, mindestens der eine, wenn nicht sogar beide, das Gefühl haben, ich hab den Kopf auf, ich hab den Kopf auf, ich hab den Kopf auf.
Ich hab so voll, ich hab so unfassbar viel zu tun, sodass einfach nur schon so die Frage, könntest du mir, schon so dieses, könntest du mir, man ist gar nicht mehr offen für eine Bitte, sondern sagt so gleich innerlich, nee, ich kann gar nichts mehr, ich bin so voll und da wollen wir mal drauf schauen, wie entsteht das, was können wir tun, lernen, verändern, damit wir mit Mental Load besser umgehen können in der Beziehung.
Ihr seid im Podcast der Lebensidealisten gelandet, mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches.
Wir helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Ich hab mal rausgesucht, was Mental Load eigentlich als Definition bedeutet und dabei ist rausgekommen, dass es eine Belastung ist, die durch das Organisieren von Alltagsaufgaben entsteht, die gemeinhin als nicht der Rede wert erachtet werden und somit weitgehend unsichtbar sind.
Also so Aufgaben, die, wie das auch so steht, nicht sichtbar sind, die aber in unseren Köpfen sind und die einfach anstrengend sind.
Zum Beispiel finde ich auch Aufgaben rund um die Kinder, also hier steht ja Alltagsaufgaben, sind das oft ja wiederkehrende Aufgaben und dass man immer an Sachen denken muss, also sowas wie Kinder wachsen ja, man braucht ja neue Kleidung regelmäßig und dass man daran denken muss.
So okay, jetzt ist es wieder soweit. An Arzttermine, zur Vorsorge denken muss, an Aufgaben im Haushalt, die man noch schnell erledigen wollte, irgendwelche Sachen, die man für Schule oder Kita besorgen wollte, also so diese ganzen Sachen, die nebenbei passieren zu einem Alltag.
Wir haben wahrscheinlich Dinge, die man eben nicht in den Terminkalender einträgt, wo man sie ansonsten stehen hätte und sich dadurch nicht mehr merken müsste.
Ich glaube, das ist jetzt so die Definition bei Wikipedia, aber ich glaube. Man kann da alles eigentlich reinpacken, was einen mental beschäftigt und was einen mental auflädt, ob das nun daran liegt, dass ich mir irgendwas merken muss und immer denke, Mensch, nicht vergessen, morgen das, übermorgen das und ich muss heute noch. Genau, Schenkbesorgen noch und das noch und ich bin da eingeladen.
Genau, also das sind alles die ganzen Sachen, die eine Rolle spielen können. Auf der anderen Seite sind das sicherlich auch Themen, die zum Berufsleben dazugehören.
Das ist, wenn ich auch denke, Mensch, jetzt habe ich es heute nicht geschafft, muss ich morgen dran denken.
Weil sich das ja. Gerade bei Selbstständigen und Unternehmern auch sehr stark vermischt.
Ja.
Also ich kann mir schon vorstellen, dass man als Angestellter das ein bisschen besser trennen kann und sagt, so, jetzt habe ich meine acht Stunden, in denen habe ich Mental Load für den Job und wenn ich da durch bin, dann kann ich das meiste auch wirklich abhaken und kann so auf der Fahrt vielleicht von der Arbeit nach Hause, ab dann vielleicht 10, 15, 20, 30 Minuten Weg, kann ich das ganz gut abschalten.
Aber wenn man selbstständig ist oder Unternehmer, dann vermengt sich das.
Oder Führungskraft.
Man hat vielleicht eine To-Do-List.
Ja, hat man als Führungskraft. Kann sein, je nachdem, wie weit oben man dann so steht.
Aber immer dann, wenn man auf jeden Fall, würde ich sagen, wenn es aufhört, dass man sich ein- und ausstempelt.
Wenn man nicht mehr für 160 Stunden bezahlt wird, sondern wenn man sagt, du arbeitest quasi flexibel auf Provisionen.
Nach Ergebnis.
Nach Ergebnis, selbstständig, Unternehmer, hast keinen mehr über dir, du arbeitest quasi aus Eigenmotivation heraus und nicht mehr aus einem Arbeitsvertrag.
Wo es im Prinzip darum geht, eine feste Stundenanzahl abzuarbeiten.
Und ich glaube, da nimmt man deutlich mehr Mental Load mit, weil, denke ich, auch viele ihre private und geschäftliche To-Do-Liste miteinander vermengt haben.
Und das dich gar nicht mehr so eins zu eins trennen lässt.
Und dadurch innerlich hat man dann die ganzen Aufgaben in der Selbstständigkeit, die ganzen Aufgaben zu Hause.
Und das ist in der Selbstständigkeit ja genauso.
Da es gibt Aufgaben, da kommst du richtig voran und merkst, du hast was ganz anderes gemacht.
Aber wenn ich nun für den Steuerberater Belege raussuche,
da sehe ich am Ende, dass das nicht so ist.
Da sehe ich mir nichts von.
Da lade ich irgendwo Belege hoch.
Das musste ich zwar tun, aber das ist jetzt nichts, wo ich mich am Abend groß erinnere und sage,
hey cool, ich habe heute Belege für den Steuerberater rausgesucht,
weil es ist eine wichtige und wertvolle Aufgabe für mein Unternehmen.
Das hat mir richtig viel Spaß gemacht.
Wir haben ja das Thema Mental Load auch häufiger im Coaching, gerade bei Paaren, wenn es darum geht,
wir nennen das ja Systemgesetz Nummer 3, Ausgleich von Geben und Nehmen.
Also wenn es darum geht, was für eine Aufteilung hat man.
Und man muss immer noch sagen, es ist doch häufiger noch so,
die Frauen sagen, dass der Mental Load hauptsächlich bei ihnen liegt im Gefühl
und sie da eine Überforderung spüren.
Also sagen, ich habe so viele Sachen, die ich denken muss.
Du siehst Aufgaben nicht oder du kannst sie nicht anerkennen,
weil sie irgendwie nicht sichtbar für dich sind
und denkst deshalb, dass ich viel weniger zu tun hätte.
Und ich hatte gerade letzte Woche ein Coaching, das fand ich ganz spannend,
weil da auch die Frau sagte, ja, ich habe so viele Aufgaben im Kopf
und ich weiß nicht, was ich tun soll.
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.
Und irgendwie habe ich das Gefühl, ich renne so diesen Aufgaben hinterher.
Und dann sagte er, ja, aber was ist das denn?
Und sie tat sich da so schwer mit, das zu beschreiben,
weil selbst die Aufzählung von den Aufgaben ihr nicht sofort eingefallen ist.
Und dann sagte sie sowas wie, ja, mein kleines Kind,
wenn du unsere Tochter wickelst, dann nimmst du eine Pampers raus und wickelst sie.
Wenn ich sie wickele, dann fülle ich auf, dann überlege ich,
brauchen wir neue Pampers, muss ich das aufschreiben?
Also dieses ganze Drumherum.
Und dann sagt er, ja, also ich nehme da einfach was raus und mache das.
Und dann meinte sie, ja, du füllst ja nicht mal mehr nach.
Du denkst ja nicht daran, es für den Nächsten sozusagen schon mal aufzufüllen.
Und diese ganzen Aufgaben nimmt sie dann mit.
Und dann hat sie noch zwei, drei andere Lebensbereiche aufgezählt,
wo sie das Gefühl hat, Geburtstagsgeschenke war zum Beispiel auch ein Thema,
wo sie gesagt hat, wir sind irgendwo eingeladen
und irgendwie ist das so bei mir drin im Kopf.
Wir müssen ja bringen was Kleines mit als Dankeschön.
Und du kommst mit.
Und du fragst zwar noch so,
haben wir was und was ist das?
Aber sie macht sich dann da recht ausführlich den Gedanken drum
und macht sich da Druck.
Aber es ist keine Aufgabe, wie du sagst,
die auf ihrem Zettel draufstand,
sondern es ist so dazugekommen dann an dem Tag.
Sie könnte es natürlich raufschreiben auf dem Zettel
und sagen, das ist für mich eine Aufgabe,
aber es ist halt ja nichts in dem Sinne so, ja,
was so eine große Aufgabe ist, so eine Kleinigkeit halt wieder.
Nochmal schnell hier.
Nochmal schnell da.
Das ist nachher eine Frage der Disziplin und Konsequenz
und welche Vorteile man daraus sieht, sich das aufzuschreiben.
Aber das können wir uns nachher im Lösungsteil genauer anschauen,
wie man damit umgehen kann und wie man seinen Mental Load verringern
und dadurch mehr Zufriedenheit und auch eine längere Zündschnur haben kann.
Also selten kommen ja Paare zu uns, wo Mental Load jetzt der Hauptgrund ist,
der Konflikte.
Es spielt eher immer eine Rolle, die mit dabei ist.
Es ist ein Zündschnur.
Und ein Zusatzthema, vor allen Dingen, wenn es auch um die Ressourcen und die Energie geht.
Man schaut, wann findet man denn Zeit für gemeinsame Gespräche.
Es kommen ja häufig noch andere Gefühle hinzu.
Meistens fehlt dann der einen Person, die mehr im Haushalt macht und organisiert.
Wie du schon sagtest, meistens eher die Frau.
Auch das Gefühl von Unterstützung, fühlt sich alleine,
hat das Gefühl, dass die Aufgaben alle nicht gesehen werden
oder da sie kein Geld bringen als untergeordnet,
in der Priorität gesehen werden.
Also einfach nicht so wertvoll sind, wie arbeiten gehen und entsprechend Geld verdienen.
Und das sind ja Dinge, die noch zusätzlich on top kommen.
Also man hat eine Aufgabe, die einen den ganzen Tag beschäftigen,
vielleicht sogar bis zur Überforderung.
Und sie werden dann auch nicht mal richtig anerkannt, weil sie kein Geld bringen.
Ja, und sie müssen ja trotzdem erledigt werden, häufig.
Also sie sind ja schon wichtig.
Und man will sie ja auch machen.
Es ist auch was Schönes, jemandem ein Geschenk zu besorgen,
sich da Gedanken drum zu machen.
Aber es wird eben innerhalb der Beziehung,
die Beziehung nicht honoriert an vielen Stellen.
Und das macht dann weitere Unzufriedenheit mit dem ganzen Mental Load, den man hat.
Also wenn man dafür die passende, stimmige Wertschätzung erhalten würde,
wo man das Gefühl hat, okay, der andere kann wirklich sehen, was ich mache und schätzt das wert,
dann würde man damit auch wesentlich zufriedener und wesentlich entspannter mit umgehen können.
Aber man kann ja trotzdem das noch als zu viel empfinden.
Auch wenn ich die Anerkennung bekomme, kann es ja trotzdem sein,
dass ich sage, oh, mir ist es einfach zu viel.
Ich werde gegenseitig zu viel.
Ich würde gerne eine andere Aufteilung.
Absolut. Wobei, dann wäre es zu viel, aber man wäre zumindest zufriedener.
Da müsste man noch um die Reduktion schauen.
Meistens ist es ja zu viel und es wird nicht gesehen und gewertschätzt.
Und das macht dann Überforderung in der Menge und Unzufriedenheit dadurch, dass es nicht mal gesehen wird.
Was wir ja auch immer wieder erleben, ist, dass wir erstmal den Begriff Mental Load erklären und dann auch aufzeigen, wie sich das anfühlt.
Denn für den anderen ist das meistens gar nicht so greifbar, was denn mit Mental Load gemeint ist.
Und warum ist dann jemand überfordert?
Da ist doch nur Haushalt und Kinder zum Beispiel.
Ja, oder damals haben sie es doch auch schon alle so gemacht.
Und das ist nämlich, weil diese Liste fehlt.
Ich glaube auch einfach, dass es damals, gab es natürlich auch schon Aufgaben, aber dass wir heute einfach auch ganz anders leben wie damals.
Also der Anspruch an unser Leben ist ein ganz anderer geworden.
Es ist auch ein anderer Anspruch in anderen Lebensbereichen geworden, auf die Familie bezogen, auf die Kinder bezogen.
Und deswegen auch ganz viele neue Mental Load Aufgaben entstanden sind, weil es früher noch mehr ein Netzwerk gab.
Jetzt sind viele Familien, das Leben wäre auch immer im Coaching, die irgendwo hingezogen sind, keine Großeltern oder andere Familienmitglieder um sich herum haben,
also wirklich auf sich selbst gestellt sind.
Und dann sind auch diese Aufgaben nicht verteilt mit weniger Unterstützung.
Und ich glaube, denn damals war es auch so, dass meistens ja nur einer voll arbeiten gegangen ist.
Und vielleicht noch die Frauen.
Die Frau ist halt immer noch sehr klischee-mäßig, aber ist heutzutage häufig ja immer noch so.
Vielleicht so ein bisschen noch nebenbei gearbeitet hat, wenn überhaupt.
Jetzt sieht es ja bei vielen Paaren auch schon anders aus.
Und ich glaube einfach, dass da ganz viel Druck auf der Gesamtsituation liegt und jeder in so einen Rechtfertigungsmodus kommt.
Also dieses Aufrechnen, ja, ich habe heute ja schon das und das und das gemacht.
Ja, aber ich war jetzt auch schon arbeiten, habe das gemacht.
Und was verlängst du denn jetzt noch von mir?
Also beide sind so fertig in diesem System.
Und dann hat man natürlich auch kein Verständnis mehr für Unsichtbare.
Und viele kommen sich dann auch total bescheuert vor, diese unsichtbaren Aufgaben aufzuzählen für den anderen.
Weil man sagt so, ja, ich komme mir vor wie so ein Korinthenkacker, der jetzt hier alle Aufgaben aufzählt.
Aber es ist ja auch wichtig, dass für das eigene Selbstbewusstsein, dass man das Gefühl hat, ich habe auch was getan.
Aber auch um das Verständnis bei dem anderen dafür zu bekommen.
Wenn man denn die Aufgaben präsent hat.
Genau.
Und dann bringen wir uns ja auch in zeitliche und finanzielle Belastungen.
Wie du schon sagst, der Anspruch ist gestiegen.
Während ich damals dann eine günstige gekaufte Schultüte hatte.
Also quasi Zeit für meine Mutter.
Einkaufen gehen, die Schultüte kaufen, ein bisschen Naschi und eine Federtasche reinschmeißen.
Und dann war gut.
Ist das heute eine selbstgenähte, wo man online irgendeinen Kurs mitmacht und näht die dann selber.
Musst die Stoffe besorgen, musst dann diesen Kurs machen, das durchlaufen.
Am Ende hast du eine bombastische Schultüte.
Die super teuer war und extrem viel Zeit gekostet hat.
Natürlich ist sie cool.
Aber es belastet finanziell und es belastet eben von der Zeit.
Genauso bei anderen Dingen.
Der Adventskalender.
Ich habe früher einen kleinen Schokoladen-Adventskalender bekommen.
Der hat 99 Pfennig oder so gekostet bei Aldi.
Den hast du dann da halt stehen.
Und heute wird dann der Adventskalender gebastelt.
Und dann werden die ganzen einzelnen Teile besorgt.
Und das ist alles cool.
Also alles für die Kinder natürlich geil.
Und wir machen sowas ja auch teilweise, aber es bedeutet eben viel mehr Arbeit und es kostet viel mehr Geld.
Du wirst für 99, nehmen wir mal Cent heute, hast du nicht mal irgendein Teil meistens, was du reinpackst, außer du machst ein kleines Naschi-Teil nur rein.
Aber ab und zu ist dann immer mal ein Spielzeugauto für 2,99, 3,99 mit drin.
Das heißt, die Kosten für so einen Kalender explodieren im Verhältnis und die Zeit auch.
Und das haben wir bei, das sind nur zwei Beispiele von ganz vielen.
Wo man eben sagen könnte, es ist deutlich zeitintensiver und kostenintensiver.
Kostenintensiver heißt, wir müssen in Summe mehr arbeiten, damit wir mehr Geld verdienen.
Zeitintensiver heißt, wir können eigentlich in Summe gar nicht mehr arbeiten und mehr Geld verdienen, weil wir eigentlich die Zeit bräuchten, um diese ganzen Sachen zu machen.
Und wir wollen ja heute auch noch viel Zeit mit den Kindern verbringen, nicht so viel arbeiten.
Der Papa soll echter Papa sein und will dabei sein.
Das ist alles schwierig.
Und das erschwert in der Summe natürlich die Kommunikation darüber enorm.
Die Aufgaben sind nicht ganz so groß.
Die Aufgaben sind nicht ganz präsent.
Der andere kann sie eh nicht sehen und ist nie so richtig dabei.
Man teilt sie vielleicht nicht so ganz.
Und dann möchte man darüber sprechen.
Und beide sind eh eher am Limit.
Das heißt, eigentlich ist auch gar keiner mehr so richtig offen, Aufgaben des anderen zu übernehmen.
Und dann knallt es.
Dann wird es emotional.
Dann fragt man sich, warum passiert das?
Und ich glaube, ein ganz großer Punkt ist auch, was wir gemerkt haben in diesen Alltagssituationen, dieses Verantwortung.
Eine Aufgabe.
Also kann ich wirklich etwas an den anderen abgeben?
Und das ist auch eine Sache, die, finde ich, auch mit Kindern erst mal geübt werden darf.
Weil jeder macht eine Sache ja auch anders.
Also zum Beispiel du machst ja auch Sachen anders, wie ich sie mache.
Wenn wir jetzt mal eine Kamera aufstellen würden, wie du jetzt mit unserem Sohn, was sich die Abendroutine macht und wie ich sie mache,
glaube ich schon, dass wir natürlich ähnliche für uns wichtige Bestandteile drin haben.
Aber jeder von uns macht das anders.
Aber das ist das Einzige, was wichtig ist, dass die wichtigen Bestandteile von beiden erfüllt sind und die Werte eingehalten werden.
Und das ist etwas, was ich in den Coachings erlebe, was primär den Frauen im Privatleben schwerfällt,
dem Mann die Verantwortung für Aufgaben und Themenbereiche zu überlassen, sondern eher nur Aufgaben delegiert.
Und die Verantwortung behält, ja.
Genau, die Verantwortung wird beibehalten und es wird kontrolliert oder nachgefragt und Kontrolle und Nachfrage,
nachfragen, macht beim Mann häufig dann eine Verletzung, weil der sich dann nicht anerkannt gesehen fühlt und denkt,
Mensch, ich bin ein erwachsener Mann, natürlich kriege ich das hin, die drei Aufgaben zu erledigen.
Warum kontrollierst du nach?
Und das macht dann bei ihm wiederum ein Gefühl und so entsteht auch wieder eine Verkettung.
Sie mag das nicht vollständig an ihn übergeben, sondern delegiert nur.
Er denkt aber, es ist an ihn vollständig übergeben und fragt sich dann, warum fragst du denn nach?
Natürlich habe ich das erledigt.
Genau, weil man ja auch so in diesem Modus drin ist, gerade wenn man die Hauptperson ist, die ja meistens,
sich um diese Dinge kümmert, um so organisatorische Sachen ist, ist es natürlich noch schwieriger, was abzugeben.
Ich weiß noch, wir hatten ja eine Zeit lang mit dem Klavierunterricht die Sache,
also dass unser Sohn Klavierunterricht hatte und das war an einem Tag, wo ich ja mal gearbeitet habe.
Und da habe ich dir ja auch oder wir ja das zusammen beschlossen, dass du ja die Verantwortung und die Aufgabe hast,
rund um das Klavierthema damals.
Und ich fand das am Anfang auch schwierig, weil schon viele Aufgaben in dieser Art und Weise doch eher bei mir liegen.
Diese Aufgabe komplett erstmal abzugeben, also ungewohnt, jetzt nicht, weil ich denke, du bist zu doof,
irgendwie 20 Euro einzustecken und den Weg wirst du auch finden und zurückkommt er auch.
Aber trotzdem so dieses Gefühl, man hat derjenige dran gedacht.
Und genau das ist es ja, mein Gedanke war noch da dran und ich konnte diese Aufgabe nicht loslassen.
Aber als es dann nachher so war, dass ich das geschafft habe und zu sagen, ja okay,
das ist wirklich mein Ding, das ist mein Arbeitstag, die werden klarkommen und ihr seid ja auch immer klargekommen.
Da habe ich erstmal gemerkt, was für eine Erleichterung das wirklich ist,
da sehe ich überhaupt keine Gedanken drum zu machen.
Und so sollte das ja letztendlich auch sein, dass man das dann übergeben hat, der andere sich kümmert.
Und Gedanken kann man sich nachher machen oder nachfragen, wie war es denn, hat es Spaß gemacht?
Klar, oder den anderen auch ersetzen.
Das geht ja auch, wenn du jetzt krank wärst, ist ja klar, dass ich die Abläufe weiß dann und einspringen könnte.
Ich glaube, da sind Männer allgemein besser drin als Frauen.
Im Übergeben von Aufgaben und Verantwortung?
Ja, in der Verantwortung und im Übergeben von der Verantwortung.
Da muss ich mal an das Beispiel denken von meiner Schwester, die regelmäßig zur Fußpflege geht und die mir immer erzählt hat,
ich glaube, das habe ich in einer Podcast-Folge auch schon erzählt, dass die Fußpflegerin zu ihr sagte,
häufig, wenn ein Paar auch keine Kinder hat, dass die Frau den Mann dann so ein bisschen überredet,
zu sagen, komm mal mit zur Fußpflege, das wird dir auch gut tun, das ist ganz entspannt und so.
Und die Männer erst am Anfang sagen so, ah nee, weiß ich nicht und will ich dafür Geld ausgeben.
Dann gehen die zur Fußpflege, sind voll begeistert und sagen, ja, mega geil, dann wird die Frau schwanger
und dann bekommt sie das Kind, dann geht die Frau nicht mehr zur Fußpflege,
aber der Mann geht noch in den gleichen Rhythmus wie vorher, ganz entspannt weiter zur Fußpflege.
Dann sagt die Fußpflegerin, sie findet das jedes Mal beeindruckend, wie die Männer sich um sich kümmern können
und ihre Sachen weiter durchziehen und die Frauen sofort bei sich kürzen und sagen,
ich habe jetzt ein Kind, ich schaffe das zeitlich nicht mehr häufig.
Sie sagt, dann hat sie immer noch den Mann als Kunden.
Deswegen freut sie sich immer, wenn die Frau den Mann kümmern kann.
Mitbringen behält sie erst mal einen Kunden. Die Frau kommt dann nach ein paar Jahren wieder.
Und ich glaube, das ist bei Frauen so, bei diesem Mental Load auch so,
dass wir das, vielleicht weil wir uns mehr für das Soziale verantwortlich fühlen,
so Aufgaben gerne bei uns behalten und es erst mal schwerfällt,
gerade neue Aufgaben, vielleicht was die Kinder betrifft oder neue Aufgaben allgemein abzugeben,
obwohl wir das eigentlich tief im Inneren ja wollen, weil die Überlastung ja da ist.
Also stellst du gerade ein generelles Problem,
bei Frauen fest Aufgaben und Verantwortung zu übergeben.
Eine Tendenz, ne? Nicht alle, es kriegen bestimmt auch welche super gut hin.
Aber meine Erfahrung aus dem Coaching ist, dass es doch sehr häufig ein Thema eher bei Frauen ist als bei Männern.
Wenn du jetzt mal guckst, wie viele Männer gehen noch zum Sport,
wie viele Frauen gehen regelmäßig zum Sport, das ist schon ein großer Unterschied, finde ich.
Da gibt es auf jeden Fall große Differenzen.
Aber das liegt tatsächlich, glaube ich, an der doch eher klassischen Aufteilung.
Wenn Kinder da sind.
dem, was man bei seinen eigenen Eltern gesehen hat.
hat. Definitiv. Weil da muss man ja
auch rauswachsen. Also wenn man sagt, wir möchten jetzt
die Aufgaben mehr
gleichmäßig verteilen, beide
arbeiten, beide kümmern sich um den Haushalt,
beide kümmern sich um die Kinder,
dann bedeutet das,
dass man ja auch mehr Kommunikation braucht und
man muss sich da eben rausarbeiten,
weil man das typischerweise bei seinen Eltern anders
gesehen hat und
das führt dann eben dazu, dass
die Männer sich mehr um sich kümmern und die
Frauen tendenziell sich mehr
für die Familie aufopfern,
weil sie es wahrscheinlich bei ihrer eigenen Mutter auch gesehen
haben, dass das so stattgefunden hat.
Aber ich habe auch
immer mehr Paare im Coaching, wo das
beidseitig gut funktioniert und sich auch
beide Zeit einräumen,
wo beide sich Auszeiten nehmen
können, wo beide
ihren Sport machen und so weiter.
Die sind aber eben gut
durchorganisiert, muss man sagen.
Das Thema Spontanität
und Organisation ist
häufig etwas, was dem
Ganzen im Weg steht.
Also dieser Switch wird häufig
aus meiner Sicht nicht gemacht, weil man sich die
Spontanität aus der Paarzeit,
also wo man zu zweit war,
die möchte man sich so gerne erhalten,
dass man sagen kann, hast du heute Abend
Lust zu kochen? Nee, ich auch nicht. Ja, super, lass uns
essen gehen.
Oder Mensch, wollen wir heute Abend
einfach mal spontan ins Kino gehen?
Oder morgen machen wir einen Ausflug und die wollen
so diese Spontanität, diese Leichtigkeit
erhalten. Das ist aber
sobald das erste Kind dazukommt meistens schwierig.
Dann brauchst du einen Babysitter,
sondern diese Spontanität geht
weg und dann fängt man nicht an,
seinen Alltag zu strukturieren.
Dann sagen viele, ich habe bei der Arbeit
ja schon so viele Termine und so
viele Meetings und Gespräche und das will ich
privat nicht auch noch haben. Aber ich kann
schwer auf der einen Seite durchgetaktet
sein und auf der anderen Seite komplett
spontan sein. Das ist meistens schwierig.
Deswegen hatten wir
letztens in dem Coaching so
den Satz nachher, um
Spontanität zu haben, müssen wir unser Leben organisieren
beziehungsweise wir müssen spontane
Zeiten organisieren. Also
Zeiten, die man sich freischaufelt
in der Woche, wo man dann die Möglichkeit
hat, spontan zu gucken, was man
denn macht. Aber man muss sich diese Zeiten
halt eben erstmal freischaufeln.
Ja, wenn ihr schon mehrere unserer Podcast-Folgen
gehört habt, dann freuen wir uns sehr,
wenn ihr eine Bewertung bei Spotify
oder Apple hinterlasst. Wenn euch diese
Podcast-Folgen weiterhelfen und ihr das
Gefühl habt, dass ihr an eurer
Beziehung dadurch schon mal arbeiten könnt,
Schritte vorankommt oder zumindest
einige Dinge besser in der Tiefe
nachvollziehen und verstehen könnt.
Wir können ja mal ein paar
Lösungsansätze reinbringen, die
aus unserer Sicht öfter schon
probiert wurden und die eher nicht
wirksam sind.
Also eine Idee ist natürlich erstmal
alles pauschal 50-50
aufzuteilen. Das klingt fair,
ist aber praktisch nicht umsetzbar.
Und das ist auch nicht der Sinn von
Ausgleich von Geben und Nehmen, dass alles zu
50-50 aufgeteilt wird, weil
das funktioniert nicht. Selbst wenn beide
50-50 arbeiten, also beide würden
zum Beispiel 30 Stunden die Woche arbeiten,
dann würde trotzdem wahrscheinlich
der eine mehr Geld verdienen als der andere.
Und schon haben wir es wieder nicht ausgeglichen.
Und das gilt auf verschiedenen Ebenen dann,
dass das immer schwer ist, das organisatorisch
alles so hinzubekommen,
50-50. Und das macht wahrscheinlich
auch nicht so richtig Spaß.
Nee, und ich finde auch, wir sind ja keine
Maschinen. Also wenn
ich jetzt an Entwicklungsphasen bei Kindern denke,
so Mama-Phase, Papa-Phase,
da kannst du ja nicht sagen,
also meine 48,5%
sind heute
jetzt schon erledigt.
Ich bin raus. Also das gibt ja
immer Phasen, wo man intensiver in einem
bestimmten Lebensbereich gebraucht wird und dann
weniger oder dann ist da mal mehr.
Also es ist ja alles immer so wellenförmig im Leben
und nicht alles hundertprozentig
eine gerade Linie.
Ja, und würde eben auch stimmig und unstimmig
und auch Kompetenzen und Vorlieben
gar nicht mit berücksichtigen.
Also wenn man sagen würde, man
müsste sich dann die
Handwerkeraufgaben 50-50 teilen
und der eine hat dafür gar kein Händchen,
der andere schon, dann ist das irgendwie doof
und dann macht keinen Sinn. Und das ist bei anderen Dingen
ja auch so. Der eine hat vielleicht
mehr Spaß am Kochen als der andere.
Ich habe auch schon viele Paare gehabt,
wo die Frau gar keinen Bock hatte zu kochen,
aber der Mann total gerne kocht,
wo der Mann dann immer fürs Essen zuständig ist.
Und warum sollte man 50-50
da aufteilen? Und die Frau muss
auch genauso viel kochen wie der Mann,
wenn das gar nicht ihr Wunsch ist und er da
total Spaß dran hat. Dann würde er ihr sogar
die spaßigen Aufgaben wegnehmen.
Ja, oder selbst wenn man sagen würde, man würde das 50-50
größer aufteilen, also sagt, okay,
er übernimmt immer das Kochen,
dafür macht sie immer die Wäsche oder so.
Auch das ist ja immer schwierig,
weil ich finde, da passiert
mal was. Man kann seine Aufgabe nicht
ganz genau durchführen.
Man ist immer aufeinander
irgendwie auch angewiesen in so einem System.
Was wir auch regelmäßig erleben,
ist, dass die Dinge in Stein gemeißelt
werden. Man teilt die
Aufgaben einmalig auf,
und die sind dann wie in Stein
gemeißelt, weil sie sind ja mal beschlossen
worden. Und es wird nicht regelmäßig
überprüft, ob das weiterhin stimmig ist.
Und das ist ein wichtiger Faktor,
dass man im Laufe der Beziehung immer
wieder schaut, ist es immer noch stimmig,
was wir mal beschlossen haben, oder ist es unstimmig
geworden? Und wenn irgendetwas unstimmig
wird, daran zu arbeiten, wie können
wir das als Paar wieder stimmig machen?
Was können wir tun, lernen, verändern,
damit es sich wieder für beide gut anfühlt?
Und das wird selten gemacht, finde ich,
dass man da wirklich sich reflektivisch
orientiert, zusammensetzt und sagt, Mensch,
wie sieht denn das aus? Im Haushalt läuft alles stimmig,
wie wir es machen, okay. Läuft alles
im Garten stimmig, auch, okay.
Überweisungsthemen, Unterlagen,
Dokumente, auch alles stimmig
verteilt, super. Fühlt sich gut
im Umgang mit den Kindern, Geschenke besorgen,
jo, auch alles stimmig. Okay, cool, können wir
bei allen Entscheidungen bleiben, die wir hatten?
Fühlen sich alle gut mit? Oder eben zu sagen, nee,
ich habe jetzt in dem Arbeitsbereich,
da habe ich jetzt gerade mehr hinzubekommen, das ist mehr
Umfang als früher. Damals
brauchte ich da pro Woche nur eine Stunde,
für jetzt sind es aber vier geworden,
weil ich muss jetzt vielleicht, jetzt zum Beispiel
mehr Taxi für die Kinder.
Mit einem Kind war ich vielleicht
pro Woche eine Stunde Taxi, jetzt
haben wir drei Kinder und ich bin pro Woche vier Stunden
Taxi und das nimmt viel mehr
Zeit ein. Wir müssten jetzt bei dem und dem
Bereich irgendwie gucken, dass wir es neu sortieren, ich
komme nicht mehr klar.
Genau, und
ich finde auch, diese Neuaufteilung darf
ja auch mal sein, um selber auch noch mal eine
Abwechslung zu haben. Also um selber
vielleicht mal zu sagen, okay,
können wir das mal anders machen.
Ich merke so, ich würde das gerne irgendwie einfach mal anders
ausprobieren. Und auch da wieder
finde ich, wenn die Kinder selbstständiger werden,
man kann sie ja auch dann ja mit einbeziehen,
aber dann ändern sich ja auch wieder die Aufgaben.
Also es ist ja auch so ein rotierendes System.
Und dann kommt
irgendwann der Punkt, wo einer von
beiden unzufrieden ist mit der Ausführung
des anderen, hat schon mehrmals
gesagt und dann reißt
er die Aufgabe quasi an sich und sagt,
brauchst du nicht mehr machen.
Das mache ich lieber selber, dann weiß ich,
das wird ordentlich.
Das hat ich gerade letzte Woche
im Coaching gesagt, da eine Frau,
ich weiß ganz vieles, dass ich das
nicht machen sollte und dass
ich auch selber schuld bin, weil alle in der
Familie, da hängt keiner seine Jacke auf und
stellt seine Schuhe ordentlich hin und
bringt den Teller vom Tisch zum Geschirrspüler
und so. Ich weiß das alles,
aber ich überlege mir so oft, soll ich
jetzt wieder meckern und soll ich jetzt wieder sagen, kannst
du bitte mal und dann mache ich das wieder selber.
Aber dann rege ich mich drüber auf, weil ich
habe auch keinen Bock darauf, Sachen
aufzuhängen und da war das halt ganz spannend,
weil die
Kinder da auch älter werden natürlich
und die müssen aber auch ja
rangeführt werden. Hängen bitte
deine Sachen auf, stell deine Schuhe
hin, räum deinen Teller ab. Und wir als
Eltern wissen ja, das sagt man nicht zweimal,
auch nicht fünfmal, sondern gefühlt 300
Mal, bis irgendwann
selbstständig die Jacke aufgehangen wird. Aber
wenn natürlich immer einer die Jacke aufhängt,
da gewöhnt man sich auch dran.
Ich würde mir das auch wünschen, ich würde das auch schön finden,
wenn du noch mehr meine Sachen
wegräumen würdest. Ich meine, das machst du ja schon zum Teil,
aber noch mehr, das wäre schön.
Ich habe letztens auch ein lustiges Reel gesehen, was
genau so ist, wo die Frau dann sagt,
mein Mann hat es gut, bei dem
geht alles wie von Zauberhand.
Schaut mal, er kommt rein, schmeißt
seine Jacke und seine Schuhe da in die Ecke
und wie von Zauberhand, zack,
zehn Minuten später stehen die Schuhe
sauber da und die Jacke hängt auf.
Das ist bei diversen Sachen, bringt den Teller nicht
weg, braucht er nicht.
Der fliegt automatisch in die Küche,
dauert nur wenige Minuten,
das ist ja sehr witzig gemacht.
Und ich glaube, das ist wirklich die große Gefahr,
wenn man dann sagt, das mache ich noch mal
schnell, weil dieses noch mal schnell,
noch mal, naja, dieser eine Teller, noch mal
das, dass man, wenn sich das ansammelt
im Alltag, dass das so viel Energie zieht und dass man
dann sich auch, und das
mögen manche Paare auch im Coaching nicht so
aussprechen am Anfang,
aber sagt der Mann ganz ehrlich, das ist irgendwie ein bisschen
bescheuert, aber mich regt das
tierisch auf, dass du deine Kaffeetasse,
wenn du die morgens leer getrunken hast, auf den
Geschirrspüler stellst und nicht rein.
Das macht mich wahnsinnig, ich komme mir irgendwie dumm
vor, weil ich denke immer,
warum verletzt mich das? Aber irgendwie
ist es auch so eine Form von Wertschätzung und Anerkennung
für mich, wenn du auch deine Sachen wegräumst
und wenn ich
das nicht machen muss oder es erwartet wird, dass ich
deine Sachen auch wegräume
und sie hat dann gesagt, ja,
das hast du mir aber jetzt nicht so klar gesagt,
ich dachte, das wäre jetzt nicht so schlimm.
Ja, und dann ist das eine
Bagatelle, die man gar nicht ansprechen mag,
auch teilweise im Coaching nicht,
oder das dann so runterspielt oder sich auch
wundert, warum regen wir uns jetzt so sehr
über die Tasse auf? Das
kann ja nicht sinnvoll sein.
Dabei muss man immer nur
unterscheiden, finde ich, der Auslöser
mag zwar trivial
sein, dass da jetzt die Tasse draufsteht,
aber es geht da ja gar nicht
drum, sondern es geht ja immer ums Gefühl.
Und wenn das Gefühl groß ist,
weil das halt auch etwas antriggert,
was schon länger in einem liegt
und das immer wieder dann neue Gefühle macht
und immer intensivere Gefühle macht,
dann ist das egal, ob das die Tasse
ist oder ein anderes Verhalten,
was dann zu diesem intensiven Gefühl führt, dann ist das wichtig.
Und eine Folge ist dann, dass es immer mehr zu Stress kommt, zu Verletzungen untereinander kommt, dass man immer mehr Konflikte hat, dass man ja auch irgendwie bei diesem Thema, gerade bei Alltagsthemen, da keine richtige Lösung findet, wenn man so unter Belastung steht.
Die Zündschnur, wie du vorhin schon sagtest, ist verdammt kurz, also man ist sehr, sehr auf Konfrontation aus, man schießt gerne und stark zurück, die Kommunikation ist dementsprechend ausgerichtet, dass man eher so eine Neigung hat zu Befehlston und kurz und knapp, Anweisung und ja, dann ist man schnell in der Konfliktspirale drin, dass eine Wort das andere gibt, der andere wieder zurückverletzt.
Und man sich manchmal fragt, warum machen wir uns das im Alltag so schwer?
Was ist bei uns los?
Dass wir so unglücklich sind?
Das sind die kleinen latenten Verletzungen im Alltag, die dann auch dazu führen, dass diese körperliche Nähe, dieses Zugewandtsein im Alltag auch verschwindet.
Während man dann vielleicht auf den anderen zugehen wollte gerade, also Mensch, ich könnte ja so über die Schulter streichen, ich könnte mich immer annähern, also das ist nicht bewusst, sondern das ist so, ich gehe in die Richtung, ich denke natürlich nicht bewusst darüber nach, aber so im Unterbewusstsein gehe ich in die Richtung und das könnte passieren.
Und dann kommt, schon wieder hast du deine Tasse nicht weggestellt.
Ja, und schon ist das Thema mit der körperlichen Nähe für den Arm wieder vorbei.
Und so ist dann natürlich immer diese kleinen latenten Alltagsverletzungen sorgen dafür, dass diese kleinen körperlichen Annäherungen, die sich viele ja so wünschen und die am Anfang so da waren, so natürlich, dass die eben weggehen.
Ja, weil es ist ja klar, wenn ich immer wieder so eine kurzen Hutimpulse bekomme, so mich immer wieder kurz ärgere, dann habe ich da kein Verlangen nach, denn ich möchte jemanden berühren, wenn ich mich gut mit ihm fühle.
Wenn man ein gutes. Wenn man ein gutes Fundament hat, wenn eine gute Stimmung da ist, wenn man sich wohl fühlt und nicht, wenn immer so kleine Ärgerimpulse kommen, wo in mir Ärger hochschießt, dann mag ich das nicht.
Und wenn ich so viele Dinge im Kopf habe, kann ich meistens ja auch keine körperliche Nähe zulassen.
Also viele beschreiben das ja auch, dass sie sagen, sie haben so Druck im Kopf, es ist zu viel, also Kopfschmerzen, Herzrasen, sie sagen so, ich bin so erschöpft, es ist zu viel und dann ja auch, warum hilft mir der andere nicht und warum geht das nicht?
Warum ist das nicht besser? Warum stehe ich alleine vor den ganzen Aufgaben? Also auch viele sagen, ich kann nicht so gut mit schlafen und dann bin ich natürlich auch gar nicht offen für irgendwelche Annäherungsversuche vom anderen, dann stört mich das eher noch mehr.
Ja und irgendwann gibt es dann Resignation in der Beziehung und man spricht die Dinge nicht mehr aus, weil man keine Lösung dafür findet. Jedes Mal, wenn man es anspricht, hat es dann Konflikt und Streit gegeben. Das hat Brillen gemacht, die Brille, dass ich jetzt weiß, wenn ich es anspreche, wird es ein Konflikt.
Also spreche ich es gar nicht mehr an, weil ich weiß ja auch schon durch die Brille, dass es keine Lösung geben wird, dass wir eh beide viel zu voll sind und so resigniert man, nimmt das so hin, lebt damit irgendwie, aber ist eigentlich innerlich unzufrieden.
Ja, wie du schon sagst, innerlich unzufrieden und man hat kein Wir-Gefühl, ist auch nicht das Gefühl, dass man sich gegenseitig Gutes tut oder gut zuarbeitet, sondern jeder so ein bisschen ein Einzelkämpfer ist.
Ja und bevor wir jetzt zu den Lösungsansätzen kommen, an der Stelle nochmal der Hinweis, dass wir als Paartherapeuten und Coaches euch sehr gerne auf eurem Weg begleiten, wenn ihr verschiedene Themen habt, die eure Beziehung in die Krise geführt haben, unter anderem vielleicht Mental Load als Bestandteil, meldet euch sehr gerne dafür bei uns auf unserer Website www.lebensidealisten.de, da findet ihr den Bereich Erstgespräch führen und könnt dann mit unserem Team ein erstes Vorgehen machen.
Erstgespräch führen, um dann zu uns ins Coaching zu kommen.
Wir haben jetzt mal fünf Lösungen zusammengestellt, was man tun kann, damit man besser mit Mental Load umgehen kann. Fangen wir mal an.
Gut, das haben wir natürlich bei uns auch im Beziehungstraining intensiv drin, das Thema Komplexität im Alltag reduzieren heißt das bei uns, da wir natürlich merken, dass viele Paare das betrifft und selbst Paare, die gut durch die Woche kommen, die sind meistens,
eher in so einem funktionellen Modus, die kommen eben gut durch die Woche, aber ohne, dass am Ende Paarzeit oder Zeit für Gespräche übrig bleibt. Das ist zumindest das Feedback, was wir häufig bekommen und deswegen haben wir das Thema Komplexität im Alltag reduzieren und ein Baustein, den wir da auch mit drin haben, sind die Organisationsgespräche.
Also typischerweise macht das Sinn, das am Freitag, Samstag oder Sonntag zu tun, die nächste Woche durch zu planen oder zumindest eine Wochenidee zu entwickeln, wenn einem das Wort klar ist.
Das Gefühl gibt, dass keine Spontanität möglich wäre, aber dass man schon mal schaut, welche außergewöhnlichen Termine liegen nächste Woche an, was ist alles noch zu organisieren, wann können wir die Aufgaben wie verteilen und an welcher Stelle können wir Paarzeit für uns haben, brauchen wir einen Babysitter, den wir rechtzeitig anfragen, wie können wir den Essensplan gestalten, sodass wir möglichst effektiv und effizient einkaufen und kochen und
und eben keine Zeit verschwenden.
Ich habe gerade, das ist immer sehr spannend, da kommt immer so ein erster Moment bei den Paaren so ein Organisationsgespräch, wann sollen wir das dann noch machen, wir haben ja so wenig Zeit und das ist alles so durchorganisiert und irgendwie nicht, ist bei uns glaube ich auch nicht so ein Thema und dann sagt der andere auf einmal so auf sie, ja weißt du noch letzte Woche, da bist du am Dienstag zu Edeka gefahren und ich war zeitgleich bei Famila, weil du Bock hattest, dir mal ein paar Sachen einzukaufen.
Auf die du einfach mal Lust hattest und wolltest dann mal durchbummeln und ich hatte einen Einkaufszettel mit und hätten wir uns vorher abgestimmt, dann hätte ich dir ja meinen Einkaufszettel mitgeben können, dann bummelst du ja durch und bringst die Sachen gleich mit.
Also ich glaube schon, dass es gut wäre, wenn wir uns mal unterhalten, wie wir uns organisieren und dann merkt man, dass dann doch ganz oft eben Zeiten da sind, die eben nicht so sinnvoll genutzt werden, wo dann eben Zeit verloren geht und ich sage mal, auch hier, man hätte ja auch, wenn man das als, ist immer die Frage, was man als Paarzeit für sich definiert,
aber wenn er sagt, er wollte mal so durch, durch einen Supermarkt schlendern, um mal wieder zu gucken, was ihm so schmeckt, wo er so Bock drauf hat, ist ja eine gute Idee, könnten die auch zu zweit machen.
Sonst hättest du gleich wieder ein bisschen Paarzeit vielleicht, ob das nun die, die schönste Paarzeit ist, dass es für jeden.
Ja, wenn jemand zum Beispiel gerne kocht, dann kann ich mir schon vorstellen, dass es für so ein Paar dann ja auch schön ist, zusammen mal durchzugehen und neue Sachen zu entdecken oder, ja.
Ja, wenn wir beide da Spaß dran haben, Gewürze entdecken oder was auch immer einem da so einfällt.
Ich meine, wenn wir jetzt nach Kiel fahren zum City.
Der Gigantisch ist und einfach Dinge hat, die du hier im normalen Supermarkt nicht bekommst, dann ist das schon spannend, ne?
Ja, wir machen das ja auch, dass wir diese Organisationsgespräche führen, kurz und knapp und aber auch sehr effektiv und ich finde das auch immer sehr entlastend, dass man auch sagen kann, okay, lass uns mal zusammen die Kalender gucken bei den Handys und nächste Woche brauche ich aber aus den Gründen da mal mehr Unterstützung.
Also auch nochmal bewusst sich den Moment so zu nehmen, zu sagen, ah, okay, jetzt checke ich selber nochmal kurz ein.
Ja, und dann müssen wir darauf achten, da kommen wir zu einem Zeitfenster, das wird eng, nur dass wir das beide bedenken und das ist mal ausgesprochen und das ist dann auch aus meinem Kopf raus.
Also das zusammen nochmal kurz durchzugehen, zu überlegen, was wollen wir essen, wie organisieren wir uns und dann ist das so abgehakt.
Und nicht immer wieder neu überlegen und wollen wir nicht nochmal und das und dann, wir haben das einmal kurz organisiert und jeder kann die Bedürfnisse einmal hervorbringen.
Das finde ich immer sehr gut.
Und damit das auch gut und in. Wenn es in kurzer Zeit funktioniert, bedarf es natürlich etwas Disziplin beim Eintragen von Terminen in den Kalender.
Das ist dann eben so ein weiterer Punkt, dass man sich wirklich diszipliniert, Termine, ob nun besondere Dinge bei der Arbeit, private Termine in den Kalender einzutragen, sodass man die auch wirklich dann bei diesem Orgagespräch präsent hat und nicht erst noch raussuchen muss oder es da Unsicherheiten gibt und man dadurch ja eben auch wenig Termine hin und her schieben muss.
Ein weiterer Punkt sind da auch feste Commitments zu treffen, was ist erlaubt und was ist nicht erlaubt, was ist gewünscht, was ist nicht gewünscht.
Zum Beispiel gibt es bei uns einige Sachen, wenn wir jetzt wissen, das befreundete Pärchen XY fragt bei uns an, ob wir Samstag Zeit haben und Bock haben, Raclette zu essen.
Ja.
Dann wissen wir beide, dass es committet, wenn wir an dem Samstagabend nichts vorhaben und die anfragen und das Raclette ist, dann wissen wir so, das können wir machen, haben Bock drauf.
Ja.
Das ist klar.
Ja.
Und dadurch braucht man dann nicht noch erst beim anderen nachfragen, wollen wir es wirklich machen und haben wir Lust drauf, haben wir Zeit und so weiter.
Nee, es ist im Kalender kein Termin eingetragen, das ist gesichert, also dass wir Zeit haben und wenn das Paar anfragt und wir haben auf Raclette sowieso Bock, dann können wir es machen.
Und das macht es natürlich auch einfacher, reduziert die Kommunikation, weil man es einmal sauber committet hat und sagt, jo, wenn der Rahmen so passt, dann können wir es einfach eintragen.
Der zweite Punkt ist einmal, wie ich am Anfang schon sagte, seinen Perfektionismus zu reflektieren.
Also zu überlegen, bei welchen Aufgaben darf ich so ein bisschen lockerer werden?
Was ist mein persönlicher Anspruch und welche Mental-Load-Aufgaben machen mir persönlich wirklich Stress und warum machen sie mir Stress?
Also, was ist mein Anspruch, wenn Besuch kommt?
Ist mein Anspruch, Besuch muss ich anmelden, da darf keiner spontan kommen und es muss immer aufgeräumt sein und habe deswegen so im Hintergrundprogramm so Mental-Load-mäßig ist alles immer sauber aufgeräumt, dass es perfekt ist.
Oder ist es etwas, wo ich sagen kann, okay, perfekt kriegen wir sowieso hier nicht hin, hier leben Menschen, hier leben Kinder.
Ich schaue, dass alle überleben, dass es so ist, dass jeder sich wohlfühlt, dass es aber für uns als Familie in Ordnung ist und das auch so ein bisschen innerlich.
vielleicht gehen zu lassen.
Weil ich glaube auch, dieser Perfektionismus
macht einen auch viel den Druck innerlich so, ne?
Auch was Kleidung von Kindern angeht oder auch Essenssachen,
auch zu sagen so, okay, ist das jetzt,
deswegen finde ich den Begriff ja so schön,
dieses moralisch neutral, also ist das moralisch neutral,
dass man sagen kann, es wird keiner sterben,
wenn wir heute Abend Pizza essen?
Also TK-Pizza, richtig ungesund?
Oder ist das auch so, dass ich einfach sagen kann,
okay, den Müll bringe ich morgen raus,
das kann ich heute noch stehen lassen?
Wo ist da sozusagen bei mir innerlich so eine Range entstanden?
Und manchmal kann die TK-Pizza ja sogar gesund sein.
Zwar nicht vielleicht für den Körper,
aber was das Stresslevel anbelangt.
Denn wenn ich ansonsten noch einkaufen müsste und kochen müsste
und ich schaffe es heute wirklich nur unter maximalem Stress
und bin selber völlig genervt, schreie die Kinder an und so weiter,
dann ist vielleicht die TK-Pizza die insgesamt gesündere
Wahl gewesen, wenn man die Psyche mit betrachtet,
wenn das eine Ausnahme bleibt zum Beispiel.
Ja, oder das kannst du ja bei allen Lebensbereichen.
Wenn jetzt zum Beispiel in der Schule Geburtstag,
wird was ausgegeben, muss ich jetzt die Familie
oder das Elternteil sein, was jetzt hier mega auffährt
und Kuchen und hier und da, kann ich auch gekaufte Süßigkeiten verteilen?
Also das ist ja auch mal die Frage, oder wo trage ich mich in Listen ein?
Muss ich immer derjenige sein, der irgendwelche aufwendigen Salate macht
oder Frikadellen mitbringt?
Oder bringe ich Brot mit, Baguette und Dips?
Also wo darf ich das gehen lassen?
Ja, man darf es sich auch einfach machen.
Und man darf manchmal auch Nein sagen.
Wenn man auch beim Kennenlernen manchmal paare,
dann stellt einer von beiden sich vor und sagt,
ja, ich bin übrigens Vorsitzender bei der Freiwilligen Feuerwehr,
Elternsprecher bei unserer Schule, bei der größeren Tochter,
bei unserem jüngeren Sohn bin ich Elternsprecher im Kindergarten
und ich mache noch ehrenamtlich das und das einmal die Woche.
Wo denkst du ja,
okay, dann ist ja auch klar, dass du irgendwie voll bist.
Ist natürlich cool, wie viele Sachen du ehrenamtlich machst,
aber das geht zu Lasten eben der Familie.
Das sollte natürlich so sein, dass man so extra Zeit,
extra Möglichkeiten, Ressourcen, die man wirklich über hat,
dann in die Ehrenämter steckt.
Aber es stimmt, der Perfektionismus und das Bild nach außen
spielen ja echt eine wichtige Rolle.
Man hat manchmal das Gefühl, dass Menschen gar nicht mehr wollen,
dass andere glauben, dass man quasi wirklich lebt
und wirklich in der Wohnung was passiert,
sondern als wenn das immer so ein Instagram-High-End-Zuhause-Bild sein muss,
wo man sagt, wir können jetzt hier durchgehen
und können sofort hier coole Storys machen.
Ich weiß nicht, was immer so dahintersteht.
Ich denke immer, welche Kinder leben da?
Also ganz ehrlich, manchmal denke ich wirklich so,
wenn unser Sohn da durchgegangen ist, denke ich so,
also bei Instagram ist das nicht so.
Da steht nicht die Zahnbürste denn auch einfach so draußen
und man räumt eigentlich dann sozusagen erstmal auf,
für dieses Bild müsste man denn, also weiß ich nicht,
so ist das Leben ja nicht.
Manchmal geht der Perfektionismus natürlich in die Tiefe,
wenn das ein Gefühl von Kontrolle macht
und man innerlich so viel Unruhe hat,
dass man im Außen Kontrolle braucht und alles ordentlich braucht,
dann geht es natürlich darum,
Glaubenssätze, Prägungen zu verändern, zu lösen,
wenn das wirklich ein tiefer stehendes Thema für einen selbst ist,
was einen selber auch belastet, wo man sagt,
naja, ich habe da kein Kann drin.
Ich kann nicht mehr wählen, ob ich mal etwas liege,
liegen lasse, ob ich mal Fünfe gerade sein lasse.
Ich habe immer einen Muss.
Ich muss das wegräumen.
Unter dem Tisch dürfen nach dem Frühstück niemals Krümel sein.
Die müssen sofort weg.
Wenn ich da überall mal bei diesen ganzen einzelnen Themen einen Muss habe,
dann kann man darüber nachdenken, ob man in der Tiefe da mal rangeht.
Ich hatte zum Beispiel einen Glaubenssatz,
kann ich jetzt mal erzählen, hier hört ja kaum einer zu,
ich hatte aber einen Glaubenssatz letztes Jahr Weihnachten,
da ist das bei uns in der Familie so, in der größeren Familie,
dass ich mit zwei anderen,
mit zwei anderen Leuten ja für den Nachtisch zuständig war,
also mit meiner Schwester und unserem Sohn zusammen.
Und da habe ich mir echt lange Gedanken gemacht,
weil ich dachte, oh, Weihnachten,
und da muss jetzt ein richtig geiler Nachtisch,
und das soll irgendwas Megaschönes,
und wir haben hin und her überlegt,
und viele Leute haben Allergien und bla und blub.
Das ist schon ein bisschen schwierig gewesen.
Und dann war ich beim Einkaufen mit ihm,
und dann sagt er, ich habe eine Idee, was wir jetzt Nachtisch machen.
Und dann sage ich, was wollen wir denn machen?
Wir kaufen einfach hier das Schokomousse,
was da schon fertig ist, was man in den Bechern da ist,
dann füllen wir das um,
und machen eine Deko obendrauf,
dann sieht das aus wie selbstgemacht,
und das schmeckt voll geil.
Und da habe ich richtig innerlich so gemerkt,
wo ich dachte so, oh, es ist Weihnachten,
man kann doch nicht Weihnachten, ne?
Und da habe ich gedacht so,
ich fand aber die Idee mega cool,
weil ich war eh gut zu tun in der Küche,
war eh zu viel.
Und da dachte ich so, ey geil.
Und das fand ich so lustig,
weil ich dachte, das schmeckt ja eh keiner,
und ich weiß auch, die anderen mochten das auch.
Dann haben wir das gemacht, dann haben wir das umgefüllt,
und dann musste er die ganze Zeit schon lachen beim Essen.
Er hat es natürlich auch aufgelöst nachher,
aber ich dachte, das ist auch cool,
mal gegen seinen Glaubenssatz,
und es hat allen gut geschmeckt, es war alles super.
Wir haben alle zusammen gelacht darüber,
wie wir es gemacht haben.
Aber es war auch irgendwie, ja, das mal anders zu machen.
Und wer sagt das, dass man das Weihnachten nicht machen darf?
Ja, das sind die eigenen Limitierungen und Glaubenssätze,
die einen selbst dann unter Stress und Druck setzen,
obwohl das gar nicht immer sein muss.
Und da geht es ja auch gar nicht darum,
dass man an Weihnachten oder zu anderen besonderen Tagen
gar nichts mehr selber macht,
sondern dass man in die innere Freiheit kommt,
wenn das gerade entlastend wirkt
und der bessere Weg zu sein scheint,
auch für mein Stresslevel, für meine Psychö,
dass es mir einfach besser geht damit,
das tun zu können, das zu dürfen,
also innerlich so ein Erlaubnis zu spüren,
ich kann das machen.
Und nicht, ich muss Weihnachten alles selber machen,
es darf nichts fertiggekauftes sein,
das kann eben auch sehr viel Stress unternehmen,
Stress und Druck machen
und schon kann man Weihnachten nicht mehr genießen,
weil man so mit diesen ganzen Dingen beschäftigt ist
und vielleicht dann eine Sache nicht so läuft,
wie man sich die wünscht
und schon ist man außer sich,
weil man muss dann doch irgendwie den Nachtisch verändern.
Deswegen ist das gut, in diese innere Freiheit zu kommen.
Genau.
Was bei Mental Load aus meiner Sicht sehr gut hilft,
ist anzufangen, sich so wie im Unternehmen zu organisieren
und sich so wie im Unternehmen auch anzufangen zu organisieren.
Das finde ich immer sehr interessant.
Wir sehen ja bei uns auch viele,
viele Führungskräfte, Unternehmer, Selbstständige im Coaching,
viele Menschen, die eine Arztpraxis führen,
Rechtsanwälte sind und so weiter,
also die ihren Job wirklich sehr gut durchorganisieren
und durchtakten und immer wieder optimieren,
dass das alles immer besser wird, besser läuft,
effektiver, effizienter wird.
Meetings machen und in den Meetings reflektieren,
wie der letzte Auftrag gelaufen ist
und wie könnten wir so einen Auftrag
beim nächsten Mal noch besser gestalten.
Aber zu Hause wird das nicht gemacht.
Da soll alles irgendwie so dahin laufen.
Warum setzt man sich nicht zusammen
und wenn man sich nicht zusammen setzt,
dann bespricht auch da mal in einem Orga
oder Reflexionsgespräch,
wie es in der letzten Woche gelaufen ist.
Wo könnten wir ansetzen,
um das Leben uns nächste Woche
noch ein bisschen einfacher zu machen?
Wo könnten wir ansetzen, um das Leben nächste Woche
etwas zufriedener zu machen?
Wie können wir denn die Aufgaben, die uns wirklich nerven,
verändern?
Also mehr zu analysieren und zu strukturieren,
statt das hinzunehmen, dass der Alltag,
das Leben so läuft, um selber zu schauen,
welche Hebel können wir ändern,
damit es entspannter wird.
Wie bei der Arbeit,
wenn der Arbeitskollege oder wer auch immer,
der Mitarbeiter mit den Aufgaben nicht klarkommt,
was können wir umstrukturieren,
damit der Laden läuft?
Das selber dann auch zu überlegen.
Wo kann man sich Hilfe holen?
Gibt es eine Haushaltshilfe, die man dazu nehmen kann?
Vor allem sind es auch Dinge,
die häufig auch in Ordnung sind,
aber sein müssen.
Die gehören einfach irgendwo dazu.
Und es sind auch einige Dinge bei,
die nicht so Spaß machen.
Und es ist doch schön, wenn man die möglichst effektiv
und effizient schafft und sich damit nicht zu lange
beschäftigen muss, um dann die schönen Dinge zu machen.
Mehr Zeit zu haben, mit den Kindern zu spielen,
mehr Paarzeit.
Und deswegen macht das aus meiner Sicht Sinn,
da auch zu optimieren.
Und vor allen Dingen dann eben auch privat
anzufangen, aufzuschreiben.
Im Business gibt es die AVKK-Liste.
Die kann man wunderbar auch hierfür privat nutzen
und auch da mal eben runterschreiben,
wer denn welche Aufgaben wirklich macht
und wie viel Zeit diese in Anspruch nehmen,
um die Verteilung zu erreichen.
Um das vielleicht nochmal umzuverteilen,
um Stimmigkeit zu checken.
Und das heißt, A ist Aufgabe,
V steht für Verantwortung,
K für Kompetenz und auch dazu zählt
die zeitliche Ressource und alles
und das letzte K für Konsequenzen,
wenn ich das nicht richtig durchführe.
Woraus sich dann ergibt, wenn ich die Konsequenz weiß,
dass ich auch die Verantwortung tragen kann.
Oder eben nicht.
Und das kann sein, dass man dann merkt,
in Summe habe ich ganz viele Aufgaben,
wo ich auch alles die Kompetenzen für habe,
aber ich muss bei einigen Kompetenzen
eigentlich trotzdem Nein machen,
weil ich die Zeit nicht mehr habe.
Weil ich die zeitlichen Kapazitäten gar nicht mehr habe.
Und durch das Aufschreiben
kann ich auch meistens noch anfangen,
zwischen wichtig und dringend,
nicht wichtig, nicht dringend
und den Kombinationen zu unterscheiden.
Denn wenn ich das im Kopf habe,
dann fühlt sich irgendwie alles gleich dringend und wichtig an.
Wenn ich das aufschreibe,
dann kann ich gucken und sagen,
das hat ja erst eine Deadline in zwei Monaten,
das ist ja gar nicht so schlimm,
das kann ich also noch schieben.
Ich habe was anderes, was wichtig und dringend ist.
Das ist ja gar nicht so dringend.
Und schon kann ich mich da so ein bisschen mehr fokussieren
Ein weiterer Punkt,
der auf jeden Fall den Umgang leichter machen würde,
ist die Kommunikation noch mal zu verbessern.
Also wegzukommen von den Tür- und Angelgesprächen,
sich gegenseitig die Aufgaben zuzuwerfen
und zu sagen,
denk noch mal daran, denk noch mal daran.
Sondern da auch Systeme zu finden,
wie wir schon eben sagten,
Gesprächsformen zu finden,
um einfach auch eine bessere Kommunikation zu haben,
um auch die Zündschnur ein bisschen länger werden zu lassen.
Weil das ja auch häufig ein Thema ist,
was viel Energie kostet,
wenn ich dauerhaft angespannt bin.
Also,
ein bisschen Entspannung reinzubekommen.
dadurch, dass ich strategisch anders vorgehe.
Und auch zu schauen, wie kann ich wertschätzender kommunizieren.
Also darauf zu achten, dass der andere wirklich gesprächsbereit ist,
wenn ich Dinge klären möchte.
Oder auch auf die eigenen Ressourcen mal mehr zu achten.
Nicht so in Vorwürfen zu sprechen, sondern eher in der Wertschätzung zu sagen,
mir ist das wichtig, wann hast du Zeit, wann können wir mal drüber sprechen.
Mehr den Rahmen gezielt auszusuchen.
Ja, und dann kommen wir zum Unterschied dann zum Job.
Wo häufig das Gefühl nicht so wichtig ist und nicht so abgefragt wird.
Da bekommt man Aufgaben zugewiesen und die macht man.
Meistens, in vielen Unternehmen zumindest.
Hier ist es nun genau anders.
Die Orga-Gespräche eben durch Reflexionsgespräche zu ergänzen.
Und auch mal gezielt nach dem Gefühl zu fragen.
Wie fühlst du dich denn mit unserer Aufteilung?
Wie belastet bist du denn vom Kopf her?
Wie zufrieden bist du damit?
Geht es dir damit gut?
Also wirklich mal nach dem Gefühl zu fragen.
Und da kann man ja alle.
Wunderbar mit einbeziehen.
Die Kinder mal fragen.
Wie fühlt ihr euch eigentlich?
Habt ihr das Gefühl, ihr habt genug Zeit mit Mama und Papa?
Findet ihr unser Leben stressig?
Habt ihr das Gefühl, wir sind gehetzt oder entspannt?
Machen wir genug Ausflüge?
Ist das für euch gut?
Mögt ihr das?
Wollen wir mehr Ausflüge, weniger Ausflüge machen?
Wie ist euer Gefühl?
Also mehr aufs Gefühl eingehen und fragen.
Wie fühlt man sich damit?
Denn das ist eigentlich das entscheidende Kriterium.
Also ob Mental Load zu viel ist, zu wenig ist.
Ob man zu viel, zu wenig Aufgaben hat.
Das ist ja alles eine Gefühlsfrage.
Und ganz individuell.
Deswegen, das haben wir gar nicht so drin.
Das hätten wir noch mit reinnehmen können.
Vergleichen.
So als Problem.
Das ist ein typisches Problem, was entsteht.
Dass der eine sagt, ja, was sagst du, unsere Nachbarin,
die hat fünf Kinder, wir haben zwei.
Und die kommen klar und du stöhnst nur rum.
Wo man dann denkt so, ja, warte mal.
Die Nachbarin, wir selber machen das so.
Wenn jemand zu uns nach Hause kommt,
dann muss der sich ankündigen.
Wir machen vorher nochmal alles schnell,
blitzblank und sauber, dass hier alles schier aussieht.
Damit ja nicht der Eindruck entsteht,
dass wir hier gestresst sind.
Was war denn mal die Nachbarin?
Macht die das vielleicht genauso?
Zeigt die nach außen vielleicht auch nur Friede vor der Eierkuchen
und ist innerlich gestresst?
Das weiß ich nicht.
Und so sehen wir immer nur irgendwelche Projektionen.
Immer das, was wir sehen sollen von anderen Menschen.
Was hinter den Kulissen stattfindet, wissen wir gar nicht.
Aber vergleichen das und sagen,
hey, die Nachbarin mit fünf Kindern kommt super klar
und du meckerst schon wegen zwei.
Wenn du mit zwei Kindern das zu viel zu tun hast,
irgendwas stimmt doch da nicht.
Du stellst dich an.
Und das ist natürlich dieses Vergleichen
und so auf diese Ebene zu kommen schwierig.
Deswegen, jeder schafft sein anderes Level.
Man weiß gar nicht, welches Level andere wirklich stimmig schaffen
oder ob die einfach nur durchs Leben hetzen
und auch total unglücklich sind damit.
Und man schaut auf sein Level,
schaut auf das, was man selber kann,
wie stressresistent ist man selber
und guckt auf stimmig oder unstimmig für sich selbst.
Man wohnt ja nicht gleich,
man hat nicht die gleichen Kinder,
also Vergleiche hinken ja eh hinten und vorne, finde ich immer.
Ja, und der letzte Schritt, wenn all das schwierig ist
und man merkt, man kommt dort an all diesen Punkten,
mit diesen Tipps nicht zurecht,
dann liegt es häufig an Systemgesetzverletzungen,
das heißt emotionale Verletzungen,
die zwischen euch passiert sind,
wo euer Fundament ins Bröckeln geraten ist,
weswegen ihr dann auf Beziehungs-
beziehungsweise auf Sachebene,
ja, Beziehungsebene wäre eher so die Reflexionsgespräche quasi,
die Sachebene, die ihr dann auf Beziehungs-
Beziehungssebene eher die Orga-Gespräche,
wenn ihr dort nicht mehr gut zurechtkommt,
dann meistens, weil es entsprechende Verletzungen zwischen euch dazu gibt
und ihr das zum Beispiel nicht mehr fair ausgleichen könnt,
weil einer innerlich Wut zum Beispiel verspürt
und unbewusst einen Ausgleich für die Wut haben will
und deswegen mehr fordert, als er eigentlich fordern würde,
wenn er diese Wut nicht in sich spürt.
Und das ist eben etwas, was man dann nochmal betrachtet,
also kriegt man das mit der Kommunikation nicht hin,
kriegt keine faire Aufteilung hin,
schafft Veränderungen schwierig,
dann kann man auf Systemgesetzverletzungen und Prägungen schauen.
Ja, und das machen wir auch regelmäßig bei uns in den Paartherapien,
Perfektionismus klären, das ist häufig ein Thema,
Stimmigkeit herstellen, anleiten, wenn die Gespräche führt,
im Beziehungstraining dann das Thema Komplexität im Leben reduzieren,
Kommunikation verbessern, all das sind Bestandteile,
die wir mit vielen Paaren umsetzen,
Reflexionsgespräche, Orga-Gespräche,
Verletzungen lösen,
führen wir fast immer ein,
das funktioniert,
Fundament stabilisieren wir in der Paartherapie gemeinsam dann,
und das ist natürlich auch ein Weg, wo man sagen kann,
da können wir uns als Paar, wenn man in der Krise ist,
können wir da wieder zurückfinden,
in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Wenn wir noch nicht in der Krise sind,
ist es eine Möglichkeit dafür zu sorgen,
gleich für so viel Stabilität zu sorgen,
dass man gar nicht erst hineingerät.
Ja, wir sind durch für heute.
Ja, vielen Dank fürs Zuhören.
Schön, dass ihr dabei wart.
Wir hoffen, ihr konntet wieder einiges für euch mitnehmen
und könnt das in euren Alltag einbauen.
Und falls ihr noch Fragen habt,
dann meldet euch gerne bei uns für das erste Gespräch.
Bis bald.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Mental Load bezeichnet unsichtbare, alltägliche Aufgaben, die psychisch belastend sind und oft nicht in Termine eingetragen werden.
Menschen fühlen sich überfordert, weil sie Aufgaben im Kopf haben, die nicht sichtbar sind und anstatt einer klaren Verteilung oft auf einer Person lasten.
Frauen fühlen sich häufig stärker belastet, da sie traditionell mehr Haushalts- und familiäre Verantwortung übernehmen.
Die zunehmende Komplexität des Alltags, wie z. B. teurere und zeitaufwendige Ausgaben, verstärkt den Mental Load.
Paare entwickeln oft eine Konfliktspirale, weil sie durch ständige kleine Verletzungen und mangelnde Wertschätzung verletzt und abgeschreckt werden.
Die Aufteilung von Aufgaben sollte individuell, flexibel und kontinuierlich überprüft werden, nicht statisch oder 50-50.
Die Wertschätzung von Aufgaben und die Erkennung von emotionalen Belastungen sind entscheidend für ein gesundes Beziehungsgespräch.
Durch die Einführung von Organisationsgesprächen, Aufschreibeprozeduren und reflektierenden Gesprächen kann der Mental Load effektiv reduziert werden.
Summary:
Mental Load bezeichnet die unsichtbaren, alltäglichen Aufgaben, die im Kopf eines Menschen bleiben und psychisch belastend sind – etwa Kinderbetreuung, Einkäufe oder die Planung von Tätigkeiten, die nicht in einem Kalender eingetragen werden. Diese Aufgaben führen häufig zu einem Gefühl der Überforderung, besonders bei Frauen, die traditionell mehr familiäre und organisatorische Verantwortung tragen. Der Alltag wird durch steigende Komplexität und Kosten (z.
B. selbstgenähte Schultüten, teure Adventskalender) noch belastender, wodurch Zeit und Energie knapp werden. Dadurch entstehen Konflikte, da Paare nicht erkennen, dass die Aufgaben nicht sichtbar sind und daher keine Wertschätzung erfahren.
Die Kommunikation wird oft durch „Tür- und Angelgespräche“ beeinträchtigt, was zu Verletzungen und einer kurzen Zündschnur führt. Lösungen wie regelmäßige Organisationsgespräche, klare Aufgabenverteilung, die Aufschreibung von Aufgaben (z. B.
AVKK-Liste) und eine reflektierende, wertschätzende Kommunikation helfen, den Mental Load zu reduzieren. Dadurch entsteht mehr Raum für Paarzeit, persönliche Freude und ein gegenseitiges Vertrauen. Es ist entscheidend, dass Paare nicht auf eine starre 50-50-Verteilung setzen, sondern flexible, auf die individuellen Kompetenzen und Ressourcen abgestimmte Systeme entwickeln, die regelmäßig überprüft und angepasst werden.
Der Schlüssel liegt nicht nur in der Aufgabenverteilung, sondern in der Wertschätzung und dem Verständnis für die emotionalen Belastungen, die beide Seiten tragen.
FAQs
Mental Load bezeichnet die unsichtbaren, anstrengenden Aufgaben im Alltag, die im Kopf bleiben und zu Überlastung führen. Diese Belastung kann zu Konflikten, Unzufriedenheit und einem fehlenden Gefühl von gegenseitiger Wertschätzung in der Beziehung führen.
Frauen fühlen sich oft überfordert, weil sie traditionell mehr organisatorische Aufgaben übernehmen und weniger vermittelt werden, obwohl diese Aufgaben nicht sichtbar oder monetär wertvoll sind. Sie erleben oft einen Mangel an Anerkennung und Unterstützung.
Paare können Aufgaben besser verteilen, indem sie gemeinsam Organisationsgespräche führen, klare Sichtbarkeiten schaffen, individuelle Kompetenzen und Ressourcen berücksichtigen und regelmäßig überprüfen, ob die Aufteilung weiterhin gerecht und ausgewogen ist.
Die Kommunikation ist schwierig, weil die Aufgaben oft unsichtbar sind und die Partner sich nicht darauf einlassen können. Außerdem führt die ständige Belastung zu einer Abwehrhaltung, wodurch Konflikte entstehen und das Gefühl von Zahlen und Kontrolle zunimmt.
Man kann den Perfektionismus reduzieren, indem man auf die eigenen Grenzen und Bedürfnisse achtet, Nein sagen lernt und die Idee von perfektem Aufwand in Alltagssituationen wieessen oder Einkaufen kritisch hinterfragt.
Konflikte entstehen, weil eine Person die Aufgaben nicht sehen kann, die andere sie sieht, und es zu einer Unabkommen kommt, wenn jemand nicht genügend Unterstützung oder Anerkennung erhält.
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