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Meine Frau / Mein Mann redet nicht mit mir: Das könnt ihr tun, damit das Totschweigen aufhört!

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Meine Frau / Mein Mann redet nicht mit mir: Das könnt ihr tun, damit das Totschweigen aufhört!

Die Folge beschäftigt sich mit dem häufigen Problem, dass Paare nicht mehr offen über Gefühle, Bedürfnisse oder Verletzungen miteinander sprechen. Dieses Schweigen entsteht oft in der Kindheit, wenn Themen verschwiegen oder konfliktschonend behandelt wurden, und wird durch Geschlechterrollen verstärkt – beispielsweise durch die Verdrängung von Gefühlen bei Männern. Wenn eine Person nicht mehr sprechen kann, entstehen Misstrauen, Misinterpretationen und Vorwürfe, was die Beziehung belastet und zu einer Krise führen kann. Die Wurzeln liegen oft in familiären Muster, bei denen Gespräche als Streit oder Gefahr angesehen wurden. Um die Kommunikation wieder aufzubauen, wird empfohlen, aktiv zu fragen, wann ein Gespräch passend wäre, ohne Druck oder Zwang. Wichtig ist ein wertschätzender Umgang, Zuhören und die Aufrechterhaltung einer Augenhöhe, damit beide sich sicher und verstanden fühlen. Auch regelmäßige, thematische und organisatorische Gesprächstermine helfen, die Beziehung zu stärken und den Alltag zu strukturieren. Die Lösung liegt nicht nur im Sprechen, sondern im Vertrauen, in der Achtsamkeit und in der Bereitschaft, gemeinsam auf dem Weg der Verbundenheit zu sein.

Transcription

5716 Words, 34689 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebens-Ear-Listen. In dieser Folge geht es um das Thema, meine Frau oder mein Mann redet nicht mit mir. Das könnt ihr tun, damit das Schweigen aufhört. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Kommunikation ist der Schlüssel für eine funktionierende Beziehung. Und das ist nicht nur in Problemsituationen so, sondern natürlich auch ganz grundsätzlich im Alltag mit anderen Menschen. Deswegen haben wir überlegt, nehmen wir einmal das Thema Kommunikation, Schweigen in dieser Folge auf. Einigen Personen fällt es nämlich sehr schwer, ihre Themen und Probleme anzusprechen. Und das kann dann natürlich auch für eine Beziehung zu einer Belastung werden. Wir zeigen euch, woher diese Verhaltensweise kommt. Und wie ihr die Situation löst. Also wenn man die Coachings reflektiert, würde ich sagen, das betrifft ja mindestens zwei Drittel der Paare. Auf jeden Fall. Das wirklich ein Grundproblem ist, einer von beiden kann nicht sprechen. Oder konnte mal drüber sprechen, hat sich durch die Problematik aber so entwickelt, dass er oder sie das Gefühl hat, jetzt nichts mehr aussprechen zu können. Ja, die Frage ist, woher kommt dieses Problem, nicht sprechen zu können? Welche Folgen hat das dann auch für die Beziehung? In meinem letzten Coaching, das ich hatte, da war das tatsächlich den beiden gar nicht so bewusst, wie relevant denn die Kommunikation für die Beziehung ist. Also insbesondere die Kommunikation über Bedürfnisse, Gefühle, Wünsche, wie fühlt man sich? Ich glaube, das Problem bei der Kommunikation ist, dass man immer von sich selbst ausgeht. Dass man denkt, das ist doch logisch, dass vieles ist doch klar, man muss ja nicht über alles sprechen. Gerade wenn man auch vielleicht länger. Oder wenn man in einer Beziehung ist, dass man immer mehr die Kommunikation kürzt. Natürlich auch von den äußeren Faktoren so geprägt, vom Alltag, der turbulent ist, vielleicht von Kindern, die ihre Bedürfnisse hervorbringen. Und dass die Kommunikation einfach zur Gewohnheit wird, dass sie kaum noch stattfindet. Und man das erst wieder merkt, wenn es halt eigentlich gebraucht wird. Also wenn man in einer Krise ist und eine Lösung braucht, dass man überlegt, okay, irgendwie konnten wir aber noch nie wirklich gut miteinander sprechen oder schon sehr, sehr lange nicht. Ja, manchmal hat man das, dass dann die Paare anrufen und sagen, ja, jetzt ist das ausgesprochen worden. Das Fremdgehen wurde aufgedeckt, die Trennung wurde ausgesprochen. Und seitdem haben wir so viel geredet wie die letzten x Jahre nicht mehr. Und dann kommt auf einmal das Ganze in so tiefgründige Gespräche und alles wird nochmal reflektiert, was die letzten Jahre passiert ist. Natürlich mit dem Ergebnis, oh Mensch, wir haben viel zu wenig darüber gesprochen. Oder wir haben jetzt keine Lösung, wir brauchen trotzdem Hilfe. Ich glaube auch, dass bei der Kommunikation das Problem ist, dass einer erstmal anfangen muss. Also dass es manchmal auch so eine Paz-Situation gibt, dass man in dieses Schweigen, worüber wir heute auch sprechen, so reinschlittern kann. Und wenn einer anfängt, dass man dann auch, ja, dass so eine Dynamik sich entwickeln kann und dass man auch überrascht ist von dem anderen, was der andere dazu denkt, warum er das macht. Weil man ja auch viel in Interpretationen rutschen kann. Also eine häufige Ursache ist, dass man in der Kindheit nicht gelernt hat, über Themen zu sprechen, sondern diese eher zu verschweigen. Das hat verschiedene Gründe. Also entweder hat man das bei den Eltern so gesehen, dass das Themen eben nicht offen ausgesprochen werden, sondern verschwiegen werden. Vielleicht auch eher mit anderen besprochen werden. Also dass vielleicht die Frau das mit der Oma gemacht hat, hat man dann gesehen. Und nicht mit dem Partner oder aber auch mit den Kindern selbst. Das gibt es ja auch ab und zu mal, dass die Kinder so genutzt werden wie Freundinnen und Freunde und dann die Themen der Eltern abbekommen. Dann gibt es auch so ein bisschen die Glaubenssätze, die ein bisschen über die Geschlechterrollen da sind. Also es ist ja normal, wenn Männer nicht so über Gefühle sprechen, die vielleicht auch nie als Kinder, als Jungs gelernt haben zu ihren Gefühlen. Mal Bezug zu nehmen und zu sagen, wie fühlt sich das an, sondern eher über ihr Gefühl ja gehen sollten damals. Wegen jetzt ja auch zu weinen, du bist doch ein Junge, du weinst doch nicht. Und das nimmt man natürlich dann mit in sein Leben als erwachsener Mann. Und wenn man das ganz häufig immer gehört hat, wie man mit seinen Gefühlen umgehen soll, in dem Sinne, dass man sie nicht führen soll oder dass man sie verdrängen soll oder doch stark sein soll oder dass es ein Punkt von Stärke ist, wenn man Gefühle nicht zulässt. Das ist natürlich total schwierig, weil so hat man es ja nie gelernt, das irgendwann anzuwenden. Oder man sieht eben, dass das ausgesprochen wird und dass die Eltern schon miteinander sprechen oder auch mal als Kind das probiert hat und Themen, Bedürfnisse, Konflikte angesprochen hat und dass diese dann zum Streit geführt haben. Also dass es kein gutes Ende genommen hat und das Ganze harmonisch gelöst werden konnte, sondern dass das Ergebnis immer war, dass es allen noch schlechter geht als vorher. Auch das ist natürlich für viele so prägend, ein Signal aufzuhören damit. Und zu sagen, nee, das bringt ja gar nichts, wenn ich mein Thema offen anspreche und darüber spreche. Am Ende streiten sich alle und die Laune ist noch schlimmer als vorher. Dann lasse ich das Problem lieber vergraben und tue so, als würde es uns allen gut gehen. Aber es gibt zumindest keinen großen Streit. Und das ist ja gerade was, was für Kinder immer ganz prägend ist, wenn so ein großer Streit entsteht und das so übermächtig für die Kinder erscheint. Das ist ja für die Kinder viel schneller existenziell bedrohlich, wenn die Erwachsenen sich streiten und wirkt dann ganz anders. Das finde ich total spannend, den Punkt, das hatte ich jetzt im letzten Coaching. Da sagte die Frau, naja, ich rede nicht gerne über Gefühle, weil ich bin sehr harmoniebedürftig. Und das hört sich ja eigentlich per se erstmal ganz gut an, jemand, der in Harmonie wichtig ist. Aber da muss einem ja auf der anderen Seite auch klar sein, dass es ja keine echte Harmonie ist, wenn man nicht drüber spricht. Es ist ja nicht so, dass wenn ein Thema da ist und man nicht drüber spricht, dass das Thema sich aufgelöst hat oder es kein Thema mehr gibt. Es wird ja, wir nennen das ja auch im Coaching immer nur ein Deckel drauf gemacht. Und ob dieser Deckel gesund ist, ist natürlich ein anderes Thema. Dann besteht bei manchen die Sorge, dass der Partner oder die Partnerin das Thema nicht versteht, beziehungsweise nicht anerkennt. Weil wir reden ja hier eigentlich über unser Systemgesetz Nummer 9. Aussprechen, was ist und anerkennen, was ist. Und das ist immer etwas, wofür beide gebraucht werden. Der eine hat ein Thema, eine emotionale Verletzung, ein Bedürfnis und spricht es aus. Dann wird es gebraucht, dass der andere das anerkennt und wertschätzt. Und mit diesem Thema und dem Problem der Verletzung umgeht. Wenn das nicht passiert, dann sorgt es natürlich auch nicht dafür, dass man eine positive Erfahrung macht und gerne darüber spricht, sondern dass es eben als negativ aufgefasst wird. Das kann eben sich dann auch noch weiterentwickeln, dass wenn man immer nur über Probleme spricht und sonst eher nicht so und das auch nicht gut funktioniert, dass man auch die anderen Themen irgendwann verlässt und auch darüber nicht mehr spricht, weil man dieses Miteinander sprechen. So ganz grundsätzlich innerlich als etwas Negatives dann verankert hat. Und dieses nicht miteinander sprechen, wie du sagst, kann halt denn für die Beziehung zur Last werden. Wenn man das Gefühl hat, es gibt keine offene Kommunikation, jeder bleibt für sich. Man überlegt bei jedem Satz, kann ich das Thema jetzt ansprechen? Mache ich da jetzt einen Fass auf? Und wenn man Sachen nicht frei aussprechen kann, kann das halt auch sehr einsam machen. Weil dann stellen sich bei den meisten Menschen so die ersten Fragen. Ja, wenn ich das mache. Wenn ich meinem Partner, meiner Partnerin nicht erzählen kann, was verbindet uns da noch? Derjenige kennt mich ja gar nicht, der weiß ja gar nicht, was ich mag. Und ja, das kann ein Erstgefühl so im Prozess sein, sich von dem anderen zu lösen. Das Wir-Gefühl geht verloren. Das ist der Punkt, wo beide vielleicht rückwirkend sagen würden, da haben wir unterschiedliche Wege eingeschlagen, uns auseinandergelebt. Da hat das dann vielleicht begonnen, als die Kommunikation halt weiter aufhörte. Und auch andere Verhaltensweisen werden dadurch ja bedingt und werden dann schlechter. Also zum Beispiel, wenn jemand nicht weiß, was in dem anderen vorgeht, dann kann ich den auch nicht unterstützen. Wenn ich ihn nicht unterstützen kann, dann fühlt sich der andere eben nicht unterstützt, alleingelassen, hilflos, nicht wertgeschätzt, nicht gesehen. Und so kommen dann weitere Gefühle ins Spiel. Das haben wir jetzt auch bei den Folgen dann nochmal mehr skizziert. Dass auf beiden Seiten immer mehr ungute Gefühle entstehen, denn es werden Dinge missverstanden. Wenn nicht gesprochen wird, wird auch immer mehr Raum gegeben zum Interpretieren. Absolut. Auch das hatte ich gerade neulich bei einem Paar im Coaching, dass die beiden auch während des Coachings ganz, ganz viel interpretiert haben, was der andere gerade denkt, fühlt, macht. Und auch Situationen, die so geschildert worden sind, waren ganz viel nur interpretiert. Aber es hat nie ein wirklicher verbaler Austausch darüber stattgefunden, warum der andere das macht. Warum der andere sich so verhält, wie man sich dabei fühlt und all diese ganzen Dinge. Und dann hat man auch ganz viel nachher auf sich bezogen. Also diese Brillen, die da entstanden sind, waren fast immer falsch. Also in den Situationen, wo die beiden so von sich dachten, sie kennen sich und haben eben das durch Interpretation statt Kommunikation gelöst, lagen sie, als wir einen Abgleich gemacht haben, fast immer falsch. Der nächste Schritt von der Interpretation ist ja auch so ein bisschen ins Bewerten gehen. Also dass man nachher Situationen ja auch anfängt zu bewerten. aufgrund der Interpretation und der noch mehr falsch liegt. dann irgendwann wundert, warum das ganze System gar nicht mehr hinhaut. Weil der andere sagt, wie kommst du denn jetzt da drauf? Ja, ich habe gedacht so und so und ich habe gedacht, dir gefällt das. Oder du findest das auch gut. Und das ist natürlich von der Kommunikation komplett vorbei dann. Ein weiterer Punkt ist, dass es halt auch zu Vorwürfen kommen kann, weil die andere Person die eigenen Themen verschweigt. Und das kann der Partner oder die Partnerin nicht akzeptieren und drängt dann immer so dazu, wieder ins Gespräch zu kommen. Das ist für beide auch meistens ganz anstrengend, weil der eine hat das Gefühl, immer aktiv zu sein, den anderen aufzufordern, zu motivieren. Komm, lass sprechen, lass mal was machen, ein Thema. Und ist da immer so der Initiator und Motivator. Und der Zweite, der ist dann eben meistens passiv und macht dann manchmal mit, manchmal nicht so gerne. Je nachdem, wie die Stimmung und die Energie und die Ressourcen sind. Und das führt eben auch dazu, dass so das Ausgleich von Geben und Nehmen und das Wir-Gefühl nicht mehr so da ist, weil regelmäßig einer mehr spricht als der andere. Und der, der mehr spricht, dann immer so ist, der an dem anderen irgendwie zieht. Und das macht auch für beide meist keine guten Gefühle, weil der, der spricht, hat natürlich seine Gründe, warum er sprechen möchte und die Themen jetzt gerne klären will. Und der andere hat natürlich aber auch innerlich seine Gründe, Prägungen, Verletzungen, Ängste, warum er eben gerade nicht spricht. Und das ist für den eben dann auch unangenehm, in diese Sprechen reingehen zu müssen. Das merkt man, finde ich, bei der Coaching-Aufgabe, wenn man sagt, ein Klärungsgespräch regelmäßig zu führen. Dass es halt den einen Part gibt, der damit gar kein Problem hat, der sich das ins Handy einträgt oder wo sie sagt, ich mache mir eine Notiz und einen Ankerpunkt jeden Sonntag, was auch immer. Und wo der andere eigentlich innerlich drauf hofft, hoffentlich wird es vergessen, hoffentlich wird es nicht gemacht. Der halt auch der Erste ist, der aus einem Ritual dann wieder aussteigt. Und das macht natürlich wieder ungute Gefühle, wenn man halt schon im Vorwege so eine Brille, so ein Filter auf der anderen Hand, dem fällt das Reden schwer, aber er willigt oder sie willigt, ist ja egal, Mann oder Frau, ein, so etwas mal anzugehen. Aber man weiß, eigentlich ist da keine Übereinstimmung, so etwas anzugehen. Der eine Bereich ist ja so dieses Ganze über Gefühle, Bedürfnisse, über die Beziehung. Der zweite Anteil übersprechen ist ja das Organisatorische. Und das ist mal so, mal so. Manchmal klappt das Organisatorische sehr gut. Also dann sind die Paare in einem Team und können alles gut organisieren, aber eben nur nicht über Gefühle und Verletzungen sprechen. Aber auch gar nicht so selten geht beides nicht. Dass beides nicht da ist und auch dieses Sprechen über Organisatorisches nicht so da ist. Und das macht natürlich den Alltag dann besonders schwer und führt eben auch wieder dazu, dass wenig Unterstützung da ist, wenig Organisation, wenig Verständnis. Man weiß gar nicht, welche Aufgaben der andere hat und wie umfangreich die sind, kann das entsprechend auch gar nicht wertschätzen, was der andere sich für Mühe gegeben hat. Und das macht dann eben das Alltagsleben deutlich schwerer. Ja, und am Ende ist es so, dass man Step by Step als Folge sich in die Krise hinein entwickelt und es der anderen Person meist gar nicht so richtig klar ist. Und auch dann, wenn der eine bereits innerlich angefangen hat, sich zu überlegen, ob er sich trennen möchte oder nicht, ist der andere meistens nicht so stark involviert, weil entweder das Aussprechen oder das Anerkennen fehlt. Also das sind immer so die beiden Sachen, die im Coaching dann so auftreten. Entweder hat der eine das nicht intensiv genug oder gar nicht richtig ausgesprochen, sondern das von vornherein eher mit sich ausgemacht. Oder es wurde ausgesprochen, aber vom anderen nicht anerkannt und nicht so richtig gehört. Also dass dann gesagt wurde, ja, das gab schon jetzt rückwirkend das ein oder andere Signal, aber ich hätte jetzt nie gedacht, dass es dazu kommt und man das in den Situationen nicht ernst nehmen konnte. Wir haben letztens in größerer Runde darüber gesprochen, was so die wichtigsten Schlüssel für eine Beziehung sind und was regelmäßig dafür sorgt oder ziemlich deutlich dafür sorgt, dass eine Beziehung nicht gut funktioniert und in eine Krise hineinrutscht. Und das, was am deutlichsten hervorkommt, ist das Thema, wenn einer von beiden oder beide nicht sprechen können. Das sorgt fast immer dazu, dass eine Krise entsteht. Die Krise kann natürlich durchaus offen nachher in einen Konflikt und Streit führen, wenn einer mal anfängt gleich zu sprechen oder irgendwas passiert. Oder aber die Krise ist sozusagen verdeckt. Die beiden fungieren als Team, WG und leben so vor sich hin, aber eben nicht wirklich mehr als Liebespaar. Das sind dann häufig dann die Situationen, wenn ein Paar zu uns kommt, Ende 40, Anfang 50, mitteilt, Mensch, das erste Kind ist aus dem Haus oder beide sind jetzt aus dem Haus. Und wir haben jetzt überlegt, wir wissen gar nicht, miteinander so richtig anzufangen. Wir haben ganz verschiedene Interessen, Hobbys, sprechen selten miteinander. Meine Aufgabe, meistens ist ja noch klassisch getrennt, meine Aufgabe als Mutter ist irgendwie erfüllt. Ich habe jetzt zu Hause gerade niemanden mehr und fühle dadurch vielleicht auch eine gewisse Einsamkeit. Und der Mann sagt, ja, also das Leben geht für mich ja weiter wie vorher. Ich gehe weiter zur Arbeit. Der hat dann meistens diesen Druck an dem Punkt gar nicht so stark. Das Gleiche ist aber auch, fällt mir gerade ein so ein bisschen der Moment, wenn Paare Kinder bekommen. Also, dass da ja auch wieder so was Lebensveränderndes ist und meistens ja auch eher für die Frau, für den Mann natürlich auch. Aber der Mann, falls er in Elternzeit gehen sollte, ist die aber auch irgendwann vorbei und dann wieder normal arbeitet. Und für die Frau, sich dann vieles ändert. Und da natürlich auch die Kommunikation einen großen Anteil ausmacht, um auch den Switch wieder zu finden von Elternpaar zu Liebespaar wieder zurück. Wir haben zu dieser Folge wie immer einen Blogbeitrag geschrieben, den ihr bei uns auf der Website findet und darin könnt ihr erfahren, woran es liegen könnte, dass euer Partner oder eure Partnerin Probleme damit hat, offen über Themen zu sprechen. Weiterhin findet ihr in unserem Mitgliedsgespräch im Mitgliederbereich ein PDF-Workbook zu dieser Folge, sodass ihr diese mit Aufgaben für euch noch ein bisschen detaillierter gemeinsam durcharbeiten könnt. Schaut dazu unter www.lebensidealisten.de slash workshops vorbei. Kommen wir jetzt einmal zu den Lösungsansätzen. Der erste Punkt ist, bietet eurer Partnerin oder einem Partner an, ins Gespräch zu kommen. Um ins Gespräch zu kommen, ist es wichtig, dass man, die Bereitschaft erfragt. Also ganz aktiv nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, sondern schaut, passt es den anderen. Ein Moment, der für die meisten Menschen halt ungünstig ist, zum Beispiel, wenn sie von der Arbeit kommen abends und erstmal vielleicht Hunger haben, das Bedürfnis haben, etwas Ruhe zu haben, anzukommen. Sie also noch gar nicht bereit sind, mit einer weiteren Person außerhalb des beruflichen Umfelds jetzt in Kontakt zu kommen, weil der ganze Stress, die ganze Anspannung noch vom Alltag, also vom Leben, vom Beruf noch auf den Schultern ist. Besonders spannend, wenn man im Homeoffice ist. Vorher war es vielleicht so, dass man 20, 30, 40 Minuten Anfahrt hatte, ist dann gemütlich nach Hause gefahren, konnte im Auto nochmal über das eine oder andere nachdenken und auch vielleicht das eine oder andere abschütteln und dann bei der Arbeit lassen. Und manchmal ist es jetzt ja so, dass man nur die Tür öffnet und ist im Familienleben drin. Und dieser Sprung kann dann für viele auch zu schnell sein. Dann kann man sich auch zu Hause die Zeit nehmen und nochmal entsprechend entspannen. Ja, das ist jetzt natürlich von der Person, von der Perspektive der Person, die sprechen mag. Die Person, die nicht gern sprechen möchte oder da eine Prägung hat, die wird das natürlich nicht anbieten, weil der Impuls, darüber zu sprechen oder dieses innere Bedürfnis gar nicht so hoch kommt. Von daher brauchen wir den aktiven Teil. Derjenige, der innerlich merkt, ich mag gar nicht gerne sprechen, das macht bei mir ungute Gefühle, Ängste, da wäre dann der Punkt, mal zu schauen, woher kommt das? Konnte man schon irgendwann mal sprechen? Gab es irgendwann ein Thema, eine Verletzung, bei der es aufhörte und das Gefühl nicht mehr da war? Konnte man noch nie sprechen? Wie ist das denn mit deinen Eltern? Können die über Bedürfnisse, Gefühle sprechen, miteinander Themen klären oder nicht? Um da sich dem Ganzen anzunähern. Denn das wäre dann ansonsten der erste Punkt, auch ein Punkt, der ganz häufig bei uns im Einzelcoaching vorkommt. Die Prägungen und Themen zu lösen, die dafür sorgen, dass einer von beiden eben nicht sprechen kann. Das Problem ist halt auch, wenn der Part, der nicht sprechen mag, andere Wege sucht, ins Gespräch zu kommen. Nämlich zum Beispiel über WhatsApp oder über Briefe, selbst über Sprachnachrichten. Es ist halt schwierig. Der Vorteil von der Sprachnachricht ist natürlich, dass man da schon die Schwingung so ein bisschen mithört in der Stimme. Im Gegensatz jetzt zu einem Brief oder zu einer WhatsApp-Nachricht. Aber man kann halt vieles falsch verstehen. Und man sich auch selber das so ein bisschen ins Leid reinbringen kann, weil man dann vielleicht manchmal noch mehr Themen hat, als man sie vorher hatte, weil es ja auch sehr sensible Themen häufig sind. Also gerade geschrieben ist ganz schwierig. Gerade geschrieben ist so viel Raum zum Interpretieren, weil die gesamte nonverbale Kommunikation fehlt. Und das sollte man auf keinen Fall tun. Denn wenn man die Bereitschaft erfragt hat, also das heißt direkt auf den anderen zugehen und zu sagen, Mensch, ich würde mich gerne mit dir unterhalten. Wann passt es dir? Ja, nehmen wir jetzt, das ist ein schönes Beispiel. Wann passt es dir? Und derjenige sagt, heute nicht. Genau. Ich habe gar keine Lust. Genau, das ist natürlich eine doofe Antwort, weil in dem Moment der andere deprimiert ist. Also wenn du jetzt zu mir sagen würdest, heute nicht, würde ich dann natürlich wie so ein Fragezeichen stehen und denken, so ja, schön, gut, heute passt nicht. Wann passt es dann? Und das ist genau die richtige Frage, die eigentlich nicht gestellt werden sollte, sondern wenn derjenige, der nach Bereitschaft zu einem Gespräch, und das macht man ja nicht, weil man irgendwie sagen möchte, hey, bist du bereit, darüber zu sprechen, ob wir morgen in Restaurant A oder B gehen, sondern die Bereitschaft erfragt man, wenn es um wirklich wichtige Themen geht. Also etwas, das man nicht durch Tür und Angel mal kurz besprechen kann, wenn es um eine Verletzung geht, also wirklich um tiefgründigere Themen. Wo man keine Zuhörer haben möchte vielleicht auch. Wo man den richtigen Rahmen erstmal herstellt. Und wenn man danach gefragt wird, dann sollte es schon auch demjenigen ein wichtiges Anliegen sein, in die Bereitschaft zu kommen. Das heißt, die Aufgabe entsteht in dem Moment, in die Bereitschaft zu kommen. Das ist okay, wenn das heute nicht mehr geht, weil zu viel Blödes bei der Arbeit ist. Weil Arbeit vorgefallen ist, was auch immer. Aber man macht dann von sich aus den Vorschlag und sagt, ich werde heute das nicht mehr schaffen, bereit zu sein. Morgen Abend wird das gehen. Morgen ist ein entspannterer Arbeitstag. Oder aber im besten Fall sagt man, oh Mensch, wenn du ein wichtiges Thema hast, ich bin gerade überhaupt nicht bereit, ist das für dich passend? Ich würde dann sonst jetzt erstmal meine Sportsachen packen. Ich gehe zum Sport, ich power mich einmal aus, komme runter und dann sind meine Gedanken sicherlich auch freier. Und dann können wir uns nachher zusammensetzen. Dann sollte ich in der Bereitschaft sein. Also es ist schon die Aufgabe dadurch entstanden, in die Bereitschaft zu kommen. Genau, weil sonst macht das wieder eine Verletzung. Weil sonst bin ich auch so automatisch ein bisschen in der Bittstellerrolle, dass ich dann denke, okay, und jetzt frage ich ja nochmal an, wann würde es denn dir passen? Und die schlimmste Antwort, die darauf führt, oder eine schlimme Antwort, die ja jetzt folgen könnte, wäre auch, weiß ich nicht. Und das ist ja gar nicht selten so. Genau. Das ist ja ganz häufig. Aber dann wäre ich ja total am Schwimmen. Ja, soll ich dir jetzt sagen, wann es dir passt, dann brauche ich auch gar nicht mehr nach der Bereitschaft. Ja, dann ist ja auch der Punkt, wo man sich jetzt fragt, wer ist jetzt dran? Genau. Dann denkt man, der andere kommt ja jetzt wieder an. Und der kommt nicht an, weil er mag ja gar nicht gerne sprechen. Das heißt, bei dem kommt der Impuls auch wieder nicht. Der verdrängt wieder, dass ein Thema da ist. Da muss man sich auch mal vorstellen, das ist immer wichtig, vielleicht für den zu verstehen, der über Gefühle sprechen kann und Konflikte auch gut austragen kann, im Vergleich zu dem, der das eben nicht kann. Wenn der eine Prägung und eine Angst in sich hat, dann ist das für den wirklich schwierig. Also, wenn man sich jetzt vorstellt, man hätte Höhenangst, dann ist es ja auch nicht angenehm, wenn dein Partner oder deine Partnerin dich immer wieder an den Abgrund stellt und sagt, hier musst du stehen und runtergucken. Das ist total unangenehm. Das heißt, diese Aufforderung, etwas zu tun, vor dem man Angst hat und was man nicht kann, kann sehr unangenehm sein. Das heißt, auch dadurch, durch immer wieder, kann sich das auch verhaken. Das heißt, die Frage wäre, dann wieder einen Schritt zurück zu gehen und nicht dieses Thema an sich zu nehmen, diese Verletzung oder was man kann, die man gerade hat, sondern dann mal über das Thema zu sprechen. Warum kannst du denn nicht so gut über Gefühle sprechen? Was ist da passiert? Was ist los bei dir? Und das kann auch manchmal der erste Versuch sein für denjenigen, der nicht gut sprechen kann, ins Gespräch zu gehen, dass er sein Gefühl ausdrückt. Auch wenn es erstmal schwer ist, aber zu sagen, ich möchte ein Thema ansprechen, aber ich habe Angst vor deiner Reaktion. Dass der andere sensibilisiert ist und weiß, okay, da möchte sich jemand öffnen. Mein Mann, meine Frau möchte sich mir öffnen aber hat Angst vor meiner Reaktion. Entsprechend muss ich mich besonders wertschätzend jetzt verhalten, damit derjenige auch eine gute Erfahrung macht. Das heißt natürlich nicht, dass man alles durchgehen lässt, sondern dass man einfach das Ganze wertschätzend ausspricht. Natürlich schon bei seinem Gefühl bleibt und auch sagt, was das mit einem macht, aber eben in einer wertschätzenden Haltung. Und dann auch halt akzeptiert, wenn derjenige nicht gerade gesprächsbereit ist. Also da nicht gleich auch mit Wut und Vorwurf zu reagieren. Genau, den nächsten Punkt hat wir soweit eben schon mit aufgegriffen. Also das Auflösen von Systemgesetzverletzungen, die das Sprechen verhindern oder Prägungen aus der Kindheit, das kann ein ganz wichtiger Aspekt sein, um dann auch gemeinsam entsprechend gute Erfahrungen zu sammeln, wenn jemand wirklich das Gefühl hat, ihn hält innerlich etwas zurück, über seine Gefühle, über seine Bedürfnisse, Wünsche, über emotionale Verletzungen zu sprechen. Wenn es dann aber zum Gespräch kommt, ist es natürlich wichtig, dass man ein wertschätzende Haltung hat, also wertschätzend kommuniziert. Das heißt, sich die Zeit zu nehmen, zuzuhören, Nachfragen zu stellen, dass man immer das Gefühl hat, man ist auf einer Augenhöhe. Also keiner ist dem anderen höher gestellt, auch nicht derjenige, der vielleicht besser kommunizieren kann. Und das ist ja auch mal so eine Gefahr, dass viele Menschen auch sagen, ich mag mit demjenigen, ich spreche mich immer das Gefühl, der ist mir verbal total überlegen. Ich fühle mich unwohl in der Gesprächssituation. Ja, das habe ich häufiger, wahrgenommen, eher bei den Männern, wenn die Frau rhetorisch sehr stark ist. Vielleicht auch die Frau eine Führungsposition hat, der Mann nicht. Dann ist das etwas, wo der Mann sich tatsächlich klein fühlt und Schwierigkeiten hat. Also zumindest in einigen Coachings, die ich so hatte. Dann kommt das halt immer schnell dazu, dass der andere gar nicht in eine offene Haltung kommt, sondern sich schnell belehrt fühlt. Also immer das Gefühl, du teilst mir jetzt deine Meinung mit und teilst mir mit, was ich falsch mache, wie ich es in Zukunft machen soll. Aber du redest nicht mit mir, sondern du redest über mich. Und das ist natürlich auch nicht wertschätzend. Und da ist es häufig so, dass viele Menschen das so verbinden, wie früher in ihrem Elternhaus. Also sie als Kind sind und der Partner, die Partnerin einen Elternteil. Und man jetzt sozusagen zu einem Gespräch aufgefordert ist und man sich jetzt so eine gewisse Form von Enttäuschung, Traurigkeit einfach nur abholt. Also es darf kein Zwang zum Gespräch bestehen. Es darf nicht das Gefühl aufkommen, man muss sprechen. Im besten Fall haben beide das Gefühl, miteinander sprechen zu wollen, weil sie wissen, dass das der Weg ist, eine harmonische, glückliche Beziehung zu führen, sich zu unterstützen, zu wissen, wie es dem anderen geht, aber auch gemeinsam sich eben auf den richtigen Weg zu machen und sich nicht zu verlieren, sodass der eine links und der andere rechts abbiegt. Und weil man miteinander nicht spricht, weiß man gar nichts davon. Es gibt ja auch noch so kleine Tipps, sag ich mal, die haben wir jetzt nicht so direkt aufgenommen. Wenn man jetzt nicht von dem Extrem ausgibt, dass der andere gar nicht sprechen mag und einem das extrem schwerfällt. Es gibt einfach Menschen, die mögen nicht so gerne sprechen. Und da ist meine Erfahrung nach immer ganz gut in Bewegung zu sein. Also dem Paaren tut es gut, zusammen spazieren zu gehen und nicht eine Situation zu haben, wo man direkt zum Beispiel am Tisch sich gegenüber sitzt, um auch das Gespräch mehr fließen zu lassen, um vielleicht auch nicht so den Blickkontakt die ganze Zeit halten zu müssen, sondern wenn man spazieren geht, dann kann man auch mal so kleine Unterbrechungen machen und über die Umgebung sprechen, das lockert das Gespräch dann auf. Und da geht man ja auch eher so nebeneinander und schaut sich nicht so direkt an. Also sowas kann auch schon eine Erleichterung bringen. Die Umgebung strahlt ja manchmal, je nachdem, was man wählt, auch schon so eine gewisse Ruhe aus. Wenn man jetzt durch den Wald geht oder am See spazieren geht, dann hat man ja auch einfach so eine gewisse innere Ruhe vielleicht durch die Natur, die man mitbekommt. Das andere ist, dass manchmal das Sprechen auch dadurch verloren geht, dass eben vielleicht die Zeit mal eine Weile fehlte, wie jetzt am Anfang, wenn man Kinder bekommen hat, wo die Zeit eine knappe Ressource vielleicht ist oder aus anderen Umständen das verloren hat. Bei manchen ist es ja auch so, das funktionierte mal eine Zeit lang gut oder dann auch mal wieder schlecht und hat man sich das nochmal angeguckt und dachte, Mensch, das sollten wir anders machen. Dann ging es wieder ein bisschen besser, dass das so wählenförmig ist. Und so ein guter Einstieg, den wir auch vielen Paaren ja immer mitgeben, ist dann, sich einen Termin zu vereinbaren für den Start. Wenn man merkt, so im Alltag kommt man nicht so richtig entsprechend über Gefühle, Bedürfnisse, Verletzungen oder aber auch über Organisatorisches, dass man sich zwei Termine die Woche legt. Der eine kann vielleicht irgendwie am Freitagabend sein oder am Samstagnachmittag zum Spazierengehen, je nachdem, wie es natürlich ins Familienleben hineinpasst, um die Woche zu reflektieren. Einmal zu schauen, was war die Woche gut, was war nicht so gut, was können wir nächste Woche vielleicht verbessern, aber auch nochmal so als Sicherheit, so ein Ankerpunkt, gab es letzte Woche emotionale Verletzungen, die nicht angesprochen wurden, die wir vergessen haben, die im Alltag untergegangen sind, also nicht als Punkt, um das da zum Gespräch hinzuschieben und bis dahin zu verdrängen, sondern einfach nur als Sicherheitspunkt, dass die letzten sieben Tage alles geklärt ist, was Verletzungen gemacht hat. Das ist so der eine Termin. Und dann kann man natürlich auch thematisch schauen. Man kann natürlich auch zusätzlich, oder wenn gerade nicht so viel anliegt, sich ein Thema hervornehmen, wo man sagt, über das Thema können wir ein bisschen intensiver sprechen, vielleicht. Also wenn man Kinder hat, gibt es ja ständig neue Entwicklungsphasen, neue Themen, da kann man ja immer wieder sich updaten, was eben auch ganz wichtig ist. Viele Paare, die zu uns kommen, die haben mal irgendwann etwas besprochen und das gilt dann aber viel zu lange, ist schon längst für einen von beiden unstimmig oder passt gar nicht mehr ins Leben hinein, aber ist irgendwie immer noch, zumindest bei einem von beiden, fest als Vereinbarung verankert. Ich finde auch, die eigenen Ressourcen ändern sich ja auch häufig. Also es gibt ja immer mal Phasen, wo einer vielleicht mehr, also aus verschiedensten Gründen mehr ein Bedürfnis nach Ruhe hat, nach Unterstützung hat vom anderen, dann ist es mal wieder so, dass man vielleicht derjenige ist, der eher offensiv Themen angehen kann, aber das muss man halt auch besprechen oder dem anderen zeigen, weil sonst geht man halt immer davon aus, dass der andere das sieht und hoffentlich so und so handelt und das wird nicht sein. Der andere wird einem nicht alles von den Augen ablesen können und wollen auch, sondern da muss man ganz klar sagen, was man möchte. Ja, Paradox, man kommuniziert dann darüber, dass man nicht kommunizieren möchte. Ja, genau. Also man Man spricht aus, dass man nicht die Ressourcen hat. die Energie hat, gerade Themen zu besprechen, was Neues anzugehen, aber darüber muss man halt sprechen. Das ist das Minimum an Ressource, was gebraucht wird, um keine Unsicherheiten hervorkommen zu lassen. Und der zweite Termin, den wir häufig vorschlagen, ist irgendwie vielleicht am Sonntag oder so, so ein Organisationstermin, einmal zu schauen, was liegt die Woche an, welche Termine haben wir, welche Termine die Kinder, wo packt man einen Einkauf hin, wann muss man wen wohin fahren, brauchen wir einen Babysitter und so weiter, also so ganz viele Sachen, die man organisatorisch zusammenklären kann oder auch vielleicht, wenn man eine stressige Woche vor sich hat oder auch wenig Zeit insgesamt zum Einkaufen hat, zu klären, welche Gerichte wird man diese Woche essen, wann kann man wo für zwei Tage kochen, wie einkaufen, um das Ganze zu strukturieren. Denn was wir ganz häufig inzwischen erleben in den Coachings ist, dass wir uns so intensiv in ein Alltagsgeflecht, in ein Hamsterrad begeben haben, wo so viele Anforderungen sind, wie wir unser Leben verwalten und managen müssen und was alles zu tun ist, dass manchmal gar nicht der Platz für Veränderungen, für Gespräche da ist, sei es nun wirklich zeitlich, weil man sich so viele Projekte vorgenommen hat oder so viele Themen einfach gerade hat, andererseits einfach von der Energie her, dass wir am Tag über so von Termin zu Termin hetzen und so viel machen, dass einfach abends ab 18 Uhr, 17 Uhr, 19 Uhr, wenn sie zu Hause sind, die Luft so weit raus ist, dass einfach nichts mehr geht und tatsächlich die Energie für tiefgründige Gespräche nicht mehr vorhanden ist und da gilt es eben, das Leben, weniger komplex zu machen, zu schauen, welche Projekte kann ich streichen, welche Themen sind gerade nicht relevant. Je stärker die Krise ist, desto intensiver und radikaler muss man eben Nebenschauplätze, Nebenprojekte streichen und sich ganz genau überlegen, ist das wichtig und sich dann voll auf die Beziehung fokussieren. Ja, soweit zum Thema Miteinander sprechen. Gebt uns gerne ein Feedback, ob die Folge euch weitergeholfen hat, ob ihr Fragen dazu habt, ob ihr konkrete Themenwünsche habt, an podcast.lebensidealisten.de oder vielleicht im nächsten Workshop. Oder wenn ihr ins Coaching gehen möchtet, meldet euch gerne für ein telefonisches Erstgespräch. Bis dann. Bis bald. Musik Musik Musik Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Ein wesentliches Problem in vielen Beziehungen ist das Fehlen offener Kommunikation, insbesondere über Gefühle, Bedürfnisse und emotionale Verletzungen.
  2. Diese Kommunikationsblockade hat ihre Ursprünge in der Kindheit, wo Themen oft verschwiegen oder konfliktschonend behandelt wurden.
  3. Geschlechterbezogene Prägungen führen dazu, dass Männer oft Gefühle verdrängen und sich als stärker oder kühler verhalten.
  4. Wenn eine Person nicht mehr sprechen kann, entsteht ein Gefühls- und Vertrauensdefizit, das zu Misstrauen, Misinterpretationen und Vorwürfen führt.
  5. Die miteinander verdrängten Themen verlieren an Bedeutung und werden zu einem "Deckel", der das Wachstum und die Verbundenheit im Paar behindert.
  6. Ein ernsthafter Schritt ist das aktive Anbieten eines Gesprächs mit der Bereitschaft des Partners, ohne Druck oder Zwang.
  7. Wertschätzung, Zuhören und Augenhöhe sind entscheidend, um gegenseitige Angst und Verdrängung zu reduzieren.
  8. Regelmäßige, strukturierte Gespräche – sowohl über Gefühle als auch über Organisatorisches – helfen, die Beziehung wieder aufzubauen.

Summary:

Die Folge beschäftigt sich mit dem häufigen Problem, dass Paare nicht mehr offen über Gefühle, Bedürfnisse oder Verletzungen miteinander sprechen. Dieses Schweigen entsteht oft in der Kindheit, wenn Themen verschwiegen oder konfliktschonend behandelt wurden, und wird durch Geschlechterrollen verstärkt – beispielsweise durch die Verdrängung von Gefühlen bei Männern. Wenn eine Person nicht mehr sprechen kann, entstehen Misstrauen, Misinterpretationen und Vorwürfe, was die Beziehung belastet und zu einer Krise führen kann.

Die Wurzeln liegen oft in familiären Muster, bei denen Gespräche als Streit oder Gefahr angesehen wurden. Um die Kommunikation wieder aufzubauen, wird empfohlen, aktiv zu fragen, wann ein Gespräch passend wäre, ohne Druck oder Zwang. Wichtig ist ein wertschätzender Umgang, Zuhören und die Aufrechterhaltung einer Augenhöhe, damit beide sich sicher und verstanden fühlen.

Auch regelmäßige, thematische und organisatorische Gesprächstermine helfen, die Beziehung zu stärken und den Alltag zu strukturieren. Die Lösung liegt nicht nur im Sprechen, sondern im Vertrauen, in der Achtsamkeit und in der Bereitschaft, gemeinsam auf dem Weg der Verbundenheit zu sein.

FAQs

Durch Prägungen aus der Kindheit, wie z.B. die Verschwiegenheit von Eltern, oder durch Angst vor Verletzungen und Nichtakzeptanz, entsteht ein Muster, das das Aussprechen von Gefühlen behindert.

Die Beziehung verliert das Gefühl von Zugehörigkeit und Unterstützung. Dazu führen Verletzungen, Missverständnisse und falsche Interpretationen zu zunehmender Distanz und Einsamkeit.

Der erste Schritt ist es, die Bereitschaft des Partners zu erfragen, ohne Druck zu erzeugen. Ein ruhiger, entspannter Moment wie ein Spaziergang bietet eine angenehmere Basis für ein Gespräch.

Die Angst vor einer negativen Reaktion oder dem Gefühl, nicht verstanden zu werden, führt dazu, dass beide Partner das Thema verdrängen und stattdessen nur eine ungesunde, verletzte Dynamik aufbauen.

Ohne Kommunikation entsteht eine Unklarheit über Aufgaben, Bedürfnisse und Gefühle. Das führt zu Stress, mangelnder Unterstützung und einem Gefühl der Isolation in der Beziehung.

Ja, wenn eine Person nicht spricht, wird viel interpretiert. Diese Interpretationen sind oft falsch und können zu falschen Vorwürfen und negativen Bewertungen führen.

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