Meckern auf hohem Niveau? So könnt ihr euren Perfektionismus überwinden! #299
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Meckern in einer Beziehung ist kein harmloser Spaß, sondern oft ein Signal für tiefere emotionale Ungleichgewichte und Unzufriedenheit. Es entsteht meist nicht aus einem einfachen Streit, sondern aus perfektionsgetriebenen Erwartungen, fehlender emotionaler Verbundenheit oder alten Wunden aus der Vergangenheit. Perfektionismus und Detailgeprägung führen dazu, dass Partner unterschiedliche Aspekte sehen und sich gegenseitig belasten. Es gibt keine allgemein gültige Lösung, sondern jeder Paar muss gemeinsam einen stimmigen, individuellen Weg finden, der für beide akzeptabel ist. Diese Stimmigkeit entsteht durch Reflexion, die Erkennung von Metaprogrammen und Glaubenssätzen, die Aufarbeitung früherer Verletzungen und eine klare Abgrenzung zwischen sinnvollen Ansprüchen und unrealistischen Perfektionismus. Dabei ist es entscheidend, dass beide Partner ihre Grenzen und Bedürfnisse respektieren und nicht versuchen, das andere zu „konservieren“ oder zu „klonen“. Die Lösung liegt nicht in einer Umkehrung der Haltung, sondern in einer gemeinsamen Wertschätzung, der Wahrnehmung von Stärken und der Fähigkeit, in Unordnung und Unvollkommenheit auch glücklich zu sein. So entsteht eine dauerhafte, gesunde und emotionale Beziehung, in der beide sich wertvoll fühlen und zueinander finden.
Ich glaube, dass man diese Form von Meckern, dass die einfach auch das eigene Leben so stark belasten kann.
Weil man sich in dem Moment, wo man meckert, ja sehr, sehr häufig auch gar nicht selber wohlfühlt.
Also ich kenne keinen Menschen, der sagt, ich bin ein Mensch, der meckert gerne.
Wichtig ist, glaube ich, erstmal zu verstehen, dass das Meckern oder auch das Schimpfen dann ein Symptom ist.
Das ist die Wirkung, die man spürt, ein Symptom.
Die eigentliche Ursache ist häufig was anderes.
Das Ziel ist, dass für beide Stimmigkeit entsteht.
Dass der Weg für beide sich stimmig anfühlt und das Ergebnis.
Nur dann können auch beide dauerhaft an einem Strang ziehen und auch dauerhaft diese Art und Weise beibehalten.
Eigentlich ist das eine Eigenschaft, wo wir selber sagen, wir sind da in einer Unzufriedenheit drin.
Wir sind vielleicht da im Mangelgefühl, im stärkeren Falle drin.
Wir sagen, wir fühlen uns nicht gesehen, wir fühlen uns nicht geliebt.
Also das ist nicht ein schönes Miteinander.
Man hat keine wertschätzende Haltung häufig mehr.
Und das ist natürlich keine emotionale Nähe.
Und es kann auch sehr traurig machen, wenn andere über einen so denken.
Letzte Woche haben wir darüber gesprochen, dass ständiges Meckern in einer Beziehung oft auf ungelöste Ursachen wie zum Beispiel Perfektionismus zurückzuführen ist.
Wir haben betont, dass die Ursprünge dieser Dynamik geklärt werden sollten, um langfristige Verbesserungen zu erzielen.
Heute gehen wir in die Richtung der Perfektionismus.
Heute gehen wir intensiver darauf ein, welche Rolle Perfektionismus spielt, wie er dazu führen kann, dass unsere Erwartungen oft unerfüllbar sind.
Weiterhin gehen wir auf eine Dynamik ein, in der ein Nicht-Gesehen-Fühlen, emotionale Verbundenheit-Verlieren dazu führt, dass mehr gemeckert wird.
Also Abgrenzung Perfektionismus versus ich fühle mich nicht emotional verbunden und drücke das durch Meckern aus.
Du bist im Podcast der Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Perfektionismus.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Als ich gerade die Einleitung gehört habe, habe ich gedacht, okay, wenn es ums Thema Meckern geht und wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin, bin ich auf jeden Fall von uns beiden der Paar, der mehr meckert.
Also ich habe da eine stärkere Neigung zu und ich habe gerade überlegt, ich hatte ein bisschen Zeit in der Einleitung zu überlegen und ich glaube, bei mir liegt das wirklich auch an dem Filter des Detailgeprägens.
Weil ich einfach auch so viele Dinge sehe, die andere Familienmitglieder nicht sehen bei uns zu Hause und ich glaube, ich dadurch in so einen Strudel manchmal auch gerate, ich weiß nicht, Perfektionismus, weiß ich nicht, ob man das so sagen kann, aber dass ich das so intensiv sehe und das auch zurückmelden möchte und ich glaube, denn wenn sich mehrere Sachen aneinanderreihen, die ich sehe, die mich stören, dass dann mein Tonfall schneller meckerig wirkt, obwohl ich immer gar nicht eigentlich meckern möchte.
Ja, das ist vielleicht dann der Unterschied zwischen Feedback geben und meckern, weil beim Feedback geben würdest du ja davon ausgehen, der andere hat in guter Absicht gehandelt, das ist jetzt nicht so, wie du es dir wünschst, du gibst mir Feedback.
Dann müsste natürlich ein Meckern daraus resultieren.
Ja, das stimmt.
Also haben wir jetzt eigentlich schon drei Bausteine, die wir gut beleuchten können. Das eine sind die Metaprogramme, das andere ist dieses Thema emotionale Verbundenheit oder nicht verbunden fühlen, was eben auch häufig sich durch Meckern äußert und natürlich Perfektionismus, der auch eben zu diesem übertriebenen Detailgeprägten führt, wo sich der andere dann eben ja auch nicht wohl damit fühlt, dass immer wieder darauf hingewiesen wird.
Ich glaube, es gibt auch eine Tendenz, das kann immer ganz anders sein.
Individuell pro Paar, aber ich glaube, es gibt eine Tendenz, dass, wenn ich jetzt auf die Kennenlerngespräche zurückblicke, eher der Mann reflektiert und sagt, dass die Frau meckert und die Frau auch eher sagt, ja, das stimmt, aber ich will das gar nicht, aber das passiert und wiederum der Mann eher sagt, ja, ich rede nicht so gerne, ich schiebe die Sachen beiseite, ich verdränge, ich arrangiere mich mit Sachen und die Frau sagt, ja, das stimmt, also tendenziell lässt er die Dinge los und redet da nicht mehr drüber.
Und dann ist das irgendwie weg, aber so richtig gut ist es damit auch nicht.
Also gefühlt würde ich sagen, die Frauen neigen ein bisschen mehr zum Aussprechen und das Problem bleibt für die präsent, bis es eher gelöst ist und die Männer neigen tendenziell dazu, das eher beiseite zu schieben, sich zu arrangieren, die Dinge nicht so ernst zu nehmen.
Beides aber mit entsprechenden Auswirkungen.
Also das Meckern ist nicht gut für die Beziehung, das Beiseite schieben aber auch nicht.
Also beides ist keine gute Lösung und führt zu.
Meiner Meinung nach ist das auch immer sehr situativ am Tag zu sehen, also dass es einfach Situationen gibt, die gehäuft auftreten bei Paaren, unabhängig vom Geschlecht.
Also so typischerweise sind das Situationen, wenn man einen stressigen Morgen hat, wenn die Kinder zum Beispiel sich nicht anziehen lassen wollen oder es Stress gibt, dass man aufgrund von Überlastung in diese Spirale vom Meckern kommt.
Also wenn die Ressourcen so immer weiter runter gehen, weiter runter gehen und man sagt, okay, es ist jetzt, ich bin jetzt eine halbe Stunde wach, ich bin fix und fertig.
Und was häufig auch ist, wenn einer nach Hause kommt und dann, so das gefühlt mir, kommen halt ganz viele Dinge zum Vorschein, die mich gerade stressen.
Also da ist es häufig auch manchmal, so berichten die Paare auch der Mann, denn der von der Arbeit kommt und sagt, okay, wie sieht es denn hier wieder aus?
Warum stehen jetzt hier wieder alle Schuhe im Flur?
Und naja, okay, die Geschichtmaschine ist noch nicht ausgeräumt.
Also das ist auch wie so eine, selbst dafür eine Prophezeiung, so das ist nicht und das ist nicht.
Und das ist natürlich da auch wieder eigene Unzufriedenheit.
Von der Arbeit dabei ist, aber das einfach diese Übergangssituation grundsätzlich in Familien und bei Paaren immer dazu neigen, dass einer so ausbricht und sagt, okay, jetzt drehe ich hier gleich durch.
Das kann doch nicht sein, dass alles hier schief läuft und keiner mich mehr beachtet.
Immer muss ich mich um alles kümmern.
Viele, die uns wahrscheinlich gerade zuhören, kennen genau diese Situation.
Man denkt, es fing so gut an und ich bin doch eigentlich mit guter Laune nach Hause gekommen.
Und da merkt man schon, ja, dann drifte ich so ab.
Ja, gerade dieses Aufeinandertreffen.
Das ist immer so ein Moment.
Wo das häufiger vorkommt und dann sofort die Stimmung kippt.
Und beide Wege gehen, finde ich.
Entweder der, der nach Hause kommt, der findet dann Dinge vor, die er sich anders gewünscht und vorgestellt hat, die vielleicht auch anders besprochen waren, die aber aus guten Gründen so sind, wie sie sind.
Oder aber derjenige, der zu Hause schon ist, der kommt dann mit Punkten, die vielleicht unerledigt geblieben sind.
Wir hatten doch abgesprochen, dass du gestern Abend das, das, das hast du alles nicht gemacht.
Das habe ich jetzt vorgefunden und musste damit arbeiten.
Im besten Fall.
Im besten Fall passiert das gleichermaßen.
Dass man nach Hause kommt vielleicht und sieht, oh, die Schuhe sind nicht ordentlich und das steht nicht richtig und hier ist alles dreckig noch.
Kommt man dann schon mit schlechter Stimmung in den nächsten Raum, trifft auf den Partner, der auch in schlechter Stimmung ist, weil einige Dinge am Vortag nicht erledigt worden sind.
Und deswegen auch diese Dinge jetzt nicht geschafft worden sind, weil man musste erstmal die Dinge des anderen erledigen.
Und beide stehen unter Druck, beide haben ein schlechtes Gefühl, beide fühlen sich nicht gesehen, nicht gewertschätzt, beide fühlen den anderen unzuverlässig und haben die Aufgabe,
die haben nicht erledigt und gehen so aufeinander zu.
Und dann ist der Abend gelaufen und das hat in der späteren Folge eben ja den Punkt, dass die Paare sich nicht mehr freuen, abends aufeinander zu treffen, nach Hause zu kommen, dass der andere kommt, wo dann auch manchmal berichtet wird.
Das ist leichter, wenn du auf Geschäftsreise bist, als wenn du da bist.
Gleichzeitig ist es auch ein Druck heutzutage, so sind meine Erfahrungen aus den Coachings, der einfach auch auf vielen Paaren und Familien lastet, der so wirkt wie Perfektionismus auch.
Aber auch so einfach so ein eigener hoher Anspruch ist.
Also wir möchten ja einfach, dass alles läuft, wir möchten auch nochmal eine Auszeit am Abend haben, wir möchten einfach, dass die Kinder auch mal schlafen, wir möchten auch, dass das Haus sauber ist und dass wir einfach so ganz viele Punkte haben, die uns wichtig ist.
Wir möchten irgendwie alle schön Sport machen und uns gesund ernähren und das ist glaube ich dann einfach auch nicht zu halten und dass es dann ganz schnell eine Unzufriedenheit auch entsteht und wir in dieses Meckern kommen, weil wir so eine eigene Unzufriedenheit haben, weil wir so viele unerledigte Punkte im Kopf haben.
Oder nur so Punkte wie 70 Prozent, naja und das ist glaube ich dann schwierig, das auszuhalten, wenn beide das auch haben und das spiegelt sich dann ja auch wieder auf die Kinder.
Ich hatte gestern Abend zum Beispiel eine Situation, ich bin gestern Abend ja nach Hause gekommen und war ziemlich gestresst und hatte davor ein Erlebnis, was ziemlich anstrengend war und es war Viertel vor sieben glaube ich rum und ich hatte einen privaten anderen Termin noch ein Viertel nach sieben, also ich hatte so eine halbe Stunde zu Hause, Essen, Fertigmachen und ich kam nach Hause und habe die Kinderzimmertür,
die haben wir von unserem Sohn aufgemacht und er saß da verschwitzt in seinem Trikot nach dem Sport und ich musste richtig dreimal tief durchatmen, weil ich dachte so, wieso hat er jetzt noch nicht geduscht?
Es war so richtig, ich dachte so, was ist denn jetzt los, es ist Viertel vor sieben, haben die jetzt auch noch nicht gegessen, wieso hat er jetzt nicht geduscht?
Oh Gott, ich habe gar keine Lust, dass gleich, wenn ich hier zu Hause bin, die Diskussion ums Duschen losgeht, hätte er das nicht vorher machen können und es ist so alles in meinem Kopf so aufeinandergeprallt und da war mir natürlich bewusst,
dass meine eigenen Ressourcen einfach so niedrig waren und ich hatte aber, als ich dann in die Wohnstube kam, das Gefühl, du warst recht entspannt und da habe ich, okay, die haben irgendwie einen Plan untereinander, der hier gleich aufgeht im besten Fall und dann war ja auch alles in Ordnung, ihr hattet das ja auch alles besprochen, aber immer dieser Impuls, der dann hochkommt, dieses Gefühl so, okay, atme mal tief durch, gehe jetzt nicht in die Wohnstube und sage, warum hat er noch nicht geduscht?
Das ist ja auch schon alles Werten.
wenigstens schon,
der kommt einfach, glaube ich, bei ganz vielen Menschen.
Also ich glaube, ich bin da nicht alleine hoch,
weil man denkt so, okay, es ist doch jetzt schon sieben.
Kann jetzt nicht mal Feierabend hier sein?
Ja, und dann findest du mich dann auch entspannt
auf dem Rudergerät.
Du hattest die Ruhe weg. Und ich dachte nur so,
da weiß doch, ich habe einen Viertel, da ist die gleiche Termin.
Aber ich dachte so, okay,
ist ja nicht mein Problem. Wir hatten ja vor die Absprache,
dass du den Abend zu Ende bringst
und dich um alles kümmerst, wenn du verschwitzt,
mit einem anderen verschwitzten Kind
gleich im Badezimmer stehen willst und so.
Und dein Ding, habe ich gedacht.
Und es hat ja auch alles gut geklappt
und ich musste ja auch nichts tun.
Aber es hat mich schon angetriggert.
Es hat schon meinen inneren Monk angetriggert,
dass ich dachte so, also wenn ich jetzt
an deiner Stelle wäre, und das ist halt immer so spannend,
man geht immer von sich selber aus,
wenn ich jetzt an deiner Stelle wäre,
ich hätte ja das jetzt nicht so eng an deinen Termin dran geplant
und so weiter und so weiter.
Aber ich bin ja auch so eine Eule, die da immer sehr, sehr genau ist.
Die ja nochmal so einen Sicherheitspuffer zeitlich einplant.
Aber es ging auf.
Es war eine Punktlandung, aber es ging auf.
Ja, dann kommt natürlich
immer dieser Druck mit hinein.
Du hast ja schon ein bisschen Druck und Stress
mitgebracht von vorher.
Und ja, da muss man dann schon
sich gut regulieren und durchatmen,
eben diesen Druck dann nicht rauszulassen
mit dem, was man da gerade
vorfindet, was unerwartet war
und wo auch Unklarheit besteht,
ob das gerade aufgeht und wie der Plan ist,
da im Vertrauen zu sein
und sich darauf zu verlassen,
dass das schon einen Plan geben wird
und dass das funktionieren wird
und dass durchaus,
dass das schon ein Plan geben wird
und dass dein Termin, der noch kommt
und was damit einhergeht,
Platz gefunden hat
und alles dafür ausgerichtet ist.
Also da haben wir
so den Punkt Metaprogramme
überblickt, Detail geprägt
als eine Ursache, was dazu führen kann,
dass der eine
Aspekte sieht, die der andere nicht sieht
und es deswegen schwer fällt,
da auf einen Nenner zu kommen
für Paare. Wir haben alle ja Filter in uns,
wie wir die Welt sehen und filtern.
Und da gibt es verschiedene Programme, die gleichzeitig
ablaufen, um diesen Filtermechanismus
zu steuern. Und ein Filter
ist, dass man eher
auf das große Ganze schaut,
also überblicksgeprägt ist
oder auf die kleinen Details zuerst
schaut. Normalerweise nicht 100%.
Ist ja immer so in so einer Range
vorhanden. Also niemand sieht nur den
Überblick und hat alle Details ausgeblendet
oder andersrum. Aber man hat so eine
Tendenz und die kann stärker oder schwächer
ausgeprägt sein.
Und du hast eine starke
Detailausprägung, eine starke Überblicksausprägung
aber auch ein bisschen situativ gesteuert.
Manche Situationen sind anders
und dadurch entsteht natürlich
bei manchen Aspekten ein gewisser
Unterschied, die du sehen kannst,
die ich manchmal gar nicht sehe
oder die mir im Überblick
nicht so wichtig sind. Also typisches Beispiel
ist, wenn ich
am Abend durch bin mit der
Küche und habe aufgeräumt,
was unser Sohn und ich dann gegessen
haben, wenn du weg warst und alles
aufbereitet, dann ist es
für mich im Überblick alles in
Ordnung und sauber. Und ich mache
schon drei Aspekte extra,
die ich weiß, dass sie für dich noch wichtig
sind, aber ich sehe sie eigentlich gar nicht.
Aber ich mache sie einfach für dich, weil ich weiß,
du siehst da was, weil du es mir
beschrieben hast und dadurch
der Filter jetzt geöffnet ist dafür.
Aber es gibt immer noch, dass du dann irgendwie sagst,
ja, ich habe noch mal das und das gemacht, da
lagen noch Krümel, da war noch das und das
und wo einfach so Details sind,
die mir dann nicht wichtig sind.
Oder die ich einfach dann teilweise
nicht sehen kann, nicht im Kopf
habe. Und das macht natürlich unterschiedlich
einfach auch ungute Gefühle
oder auch Druck. Und ich glaube,
dass man diese Form von
Meckern, dass die einfach auch das eigene
Leben so stark belasten
kann, weil man sich in dem Moment, wo man
meckert, ja sehr, sehr häufig auch gar nicht
selber wohl fühlt. Also
ich kenne keinen Menschen, der sagt,
oh, ich bin ein Mensch, der meckert gerne.
Also vielleicht so ein bisschen
sarkastisch oder ironisch
so ein bisschen das sagt, aber
eigentlich ist das eine Eigenschaft, wo wir selber
sagen, wir sind da in einer Unzufriedenheit
drin. Wir sind vielleicht da im Mangelgefühl
im stärkeren Falle drin, dass wir sagen,
wir fühlen uns nicht gesehen, wir fühlen uns nicht geliebt.
Man stellt rhetorische
Fragen und ist gar nicht mehr
offen für Dinge. Und
das kann wirklich zur Distanz führen.
Und das merkt man in der Partnerschaft, das merkt man mit
den Kindern, dass wenn man das
sehr häufig macht und Kinder melden
das ja auch mal sehr gerne zurück, dass man
dann die Mama ist, die immer meckert oder
dass man
dass der andere das einen gar nicht
recht machen kann. Und das kann auch sehr traurig machen, wenn
andere über einen so denken.
Daran entsteht auch so ein bisschen die Herz- und Schwertlastigkeit.
Dass dann, wenn Kinder sowas sagen,
empfinden sie häufiger
die Mutter als meckernd und den Vater als
schimpfend. Weil so der Vater eher
schwertlastiger meistens geprägt
ist und dadurch eher diese Schimpfende
im Tonfall hat. Und die Mutter
eher herzlastiger geprägt ist, die hat eher
dieses meckernde, nörgelnde
in der Haltung und im Tonfall.
Wie gesagt, kann immer anders sein,
aber bei vielen ist das im Gefühl so.
Und diese Ursache erstmal
zu erkennen, zu analysieren,
woher kommt das, das ist
ein wichtiger erster Schritt.
Also zu überlegen, ist das ein Ressourcenmangel,
immer wenn ich so angestrengt
bin, wenn ich genervt bin, wenn ich wenig geschlafen
habe, dann neige ich zum Meckern. Oder
immer bei der und der Thematik im Leben
neige ich zum Meckern. Also immer
beim Haushalt oder immer bei der
Abendroutine.
Das wäre so ein erster guter Schritt,
nach Mustern zu suchen. Finde ich Muster,
die ein Meckern auslösen
und wenn ich da ein Muster
finde, dann kann ich vielleicht
damit schon arbeiten
und kann eventuell dafür sorgen, dass ich
eben solche Stressoren abbau,
entspannter bin mit Dingen,
also kann da vielleicht besser für mich sorgen,
gucke, dass solche Zeitslots
nicht so eng getaktet sind,
dass ich ein bisschen entspannter nach Hause
kommen kann zum Beispiel. Also vielleicht
kann ich dort auf Verhaltensebene
schon erste Dinge verändern,
die auch diesen Impuls
des Nörgelns, des Meckerns reduzieren.
Wenn wir jetzt eine Ebene tiefer gehen,
dann wären es zum Beispiel auch Glaubenssätze.
Also habe ich Glaubenssätze, die
das Meckern auslösen, weil
ich erinnere mich da an ein paar, das finde ich irgendwie
immer noch prägend, das ist schon Jahre her,
wo sie mal zu ihm sagte,
oder er sagte,
sie meckert immer, wenn es um die Wäsche geht.
Für sie ist es nie richtig, wie er
die Wäsche aufhängt. Und da hat sie auch gesagt,
ja, weil du machst es, obwohl ich dir
das gefühlt schon 20 Mal gezeigt und gesagt
habe, nie so, wie ich
es möchte. Und dann sage ich dir, guck doch mal,
kannst du doch mal mitkommen ins Schlafzimmer,
schau dir doch mal den Wäscheständer an,
was ist wieder falsch, was habe ich,
also merk schon, das ist schon gleich mehr auf Augenhöhe,
wie so ein kleines Kind, was ist wieder falsch,
das hast du nicht richtig gemacht. Und er sagt,
das ist dieses Meckern, wenn er ja
Tonfaschen hört, kannst du mal mitkommen.
Dann sagt er, das ist schon so wie
damals als kleiner Junge, ich habe ja irgendwas
verbrochen. Und dann
hatten wir auch drauf geguckt und dann sagte sie,
ja, aber für sie ist da so ein
Glaubenssatz, sie hört ihre Eltern in der inneren
Stimme, man hängt
die Wäsche so und so auf, weil
erstens aus dem Grund, dem Grund, dem Grund,
und es gibt nur diese eine Lösung.
Und alles andere kann ich so nicht
stehen lassen, das haben Menschen auch bei Geschirrspielen,
zum Beispiel auch sehr stark,
da gibt es auch verschiedene Theorien, wie das
sein sollte und dass es
Menschen gibt, da sind wir schon eher fast
beim Perfektionismus, die aufgrund
von meistens der Erziehung
da ganz fest sind, Autofahren ist auch so eine
Sache, man macht das so
und so und nur so, wie ich es mache,
ist es richtig. Und wenn du es anders machst,
dann muss ich dich ermahnen, muss ich
dich zurechtweisen, dann muss ich meckern.
Ja, das Wäschebeispiel, das kenne ich, das hatte
ich auch mal bei einem Paar, genau so.
Und da haben wir dann erstmal drauf
geschaut und geguckt,
wie ist das denn rein objektiv
betrachtet, also ist
das wirklich der einzige Weg
oder sind die anderen Wege
oder der andere Weg, ist der wirklich objektiv
schlechter, also gibt es dadurch
irgendein Problem bezüglich der
Wäschetrocknung, geht Wäsche
kaputt dadurch, gibt es irgendein Problem,
was dadurch entstehen könnte?
Und da war eben auch das Ergebnis Nein und dann kommt man
eben zu Glaubenssätzen und vielleicht tiefer liegenden
Prägungen, wo man sagt, okay, dann
wäre es ja die Frage,
wenn das in mir liegt und ich so eine Prägung
mitbekommen habe, dann ist es eher
natürlich, dass der andere das ablehnt,
das auf die Art und Weise
zu machen, weil er unbewusst
oder auch bewusst spürt, da wird mir
eine Last auferlegt. Ich muss jetzt
einen spezifischen Weg gehen,
damit in dem Fall die Frau zufrieden
ist, obwohl es ganz viele andere Wege
gibt, die auch zum gleichen guten
Ergebnis führen, aber ich darf nur
einen Weg, also wird mir eine Last
auferlegt, da haben wir keine Lust drauf,
etwas tun zu müssen, etwas nicht
tun zu dürfen, da haben wir,
wir fühlen uns fremdbestimmt, wir wollen das
nicht und dann lehnen wir das meistens auch
ab, beziehungsweise machen es zwei, drei Mal
und dann switchen wir
wieder zu unserem Modus zurück, weil der ja
objektiv gesehen auch hilft.
Auch noch eine typische Situation,
die auch nochmal darauf hinweist, dass da
andere Sachen hinterstecken können,
wenn man Besuch bekommt, kurz
bevor der Besuch kommt, ist das
Streitpotenzial bei Paaren immer extrem hoch,
also meistens an dem Tag schon,
wie sieht das Haus aus, wie sieht der Vorgarten aus,
das müssen wir nochmal durchsaugen,
also alles ist nochmal so,
bei vielen Menschen eine angespannte Stimmung,
weil es meistens eine Person gibt,
die sagt, es muss alles ordentlich
sein, was könnten die denn denken von uns,
also im Besuch kommen muss
alles sauber sein und
dann verliert sich manchmal auch die Logik,
zu sagen, ey, die kommen mit zwei Kindern,
die werden hier heute fünfmal rein und rauslaufen,
den Boden brauchen wir
eigentlich jetzt nicht super ordentlich
wischen, weil es ist Sommer,
da ist draußen eine Sandkiste,
Das macht jetzt nicht so viel Sinn, aber das ist auch so
Im Moment, wo ganz viel gemecker wird und wo auch viele sagen, es stresst mich so sehr, wenn wir Besuch bekommen, weil du drehst davor immer so durch und du sagst dann immer so, wir müssen das noch machen, das noch machen und naja, das hast du jetzt angefangen, ich mach das dann mal zu Ende, das ist nicht ordentlich genug.
Und wenn der Besuch da ist, ist eigentlich schon die ganze Energie raus, man ist fix und fertig und dann wird dem Besuch hier auch häufig gar nicht die Wahrheit präsentiert.
Und wie war euer Talk? Ja, ein bisschen stressig, ich war die Hölle los, die Kinder sind voll durchgedreht und wir haben doch eigentlich den größten Hausputz gemacht seit drei Monaten.
Und das ist auch mal so spannend, weil da steckt ja auch was hinter, das machen die Menschen ja nicht aus böser Absicht, sich in dieses Leid reinbringen, sondern da steckt ja hinter, ich muss das für mich so haben.
Ja, dahinter stecken dann eben Unsicherheiten oder emotionale Muster, Konflikte aus der Vergangenheit oder eben die Metaprogramme.
Das Metaprogramm-Thema haben wir jetzt.
Das ist ganz gut abgehakt, dass man da gemeinsam reflektiert, wie ist das, da gibt es eben auch einen Test, zum Beispiel empfehlen wir immer den von nlp.at, da gibt es einen Metaprogrammetest, den können beide durchlaufen, wenn man bei uns in Beziehungstraining oder in der Paartherapie ist, durchläuft man das auch immer und bekommt von uns dann nochmal eine extra Auswertung, was das auf der Paarebene bedeutet und wie man da mit bestimmten Themen gut umgehen kann.
Und das ist eben etwas, was man bei Überblick und Detail in Abgleich bringen kann.
Perfektionismus sind wir jetzt kurz darauf eingegangen, das sind ja eben emotionale Verletzungen, Unsicherheiten aus der Vergangenheit, Prägungen, die man mitbringt und dann häufig in Perfektionismus mündend, damit man Sicherheit und Stabilität in irgendeinem Bereich spürt.
Und das Zuhause, wie das aussieht, ist halt ein guter Kontrollbereich, wo ich mich darum kümmern kann, habe das im Griff und kann damit einen sicheren Bereich für mich erzeugen, der aber für den anderen, der das nicht so empfindet, auch wieder eine Last darstellen kann.
Der dann eben sich dagegen wehrt. Und das ist eben so dieses Thema bei diesen Prägungen, bei Perfektionismus, dass der andere das als Last empfindet und sich deswegen auf natürliche Art und Weise dagegen wehrt und sagt, ich möchte diese Last nicht abbekommen.
Ich hatte vorhin noch das Thema emotionale Nähe reingebracht, weil ich habe das gerade im Coaching auch genauso gehabt, dass das Thema emotionale Nähe fehlt der Frau eben zu mehr Meckern führte, weil eben dieses Gefühl da war, keine Lösung.
Zu finden, nicht in tiefere Gespräche zu kommen und dadurch die Unzufriedenheit insgesamt gewachsen ist und dadurch, dass die Unzufriedenheit gewachsen ist, ist eben auch die Tonalität, die nonverbale Kommunikation immer mehr abgerutscht von Feedback zu meckern, weil einfach diese Unzufriedenheit immer dafür gesorgt hat, dass sich diese Stimmlage in die Richtung des Meckerns ergeben hat.
Und dann nochmal im Kreislauf verstärkend, weil immer dann, wenn das nicht angekommen ist und keine Veränderung eingetreten ist.
Wurde quasi eine emotionale Schippe draufgelegt, um dem anderen noch deutlicher zu machen, wie sehr das stört und wie doof die Gefühle sind, die damit einhergehen, aber eben nicht ausgedrückt in Form von, ich spreche, was objektiv passiert ist, rede über mein Gefühl und wünsche mir eine Lösung dafür, sondern in Form von, ja du hast und wir haben besprochen und warum und wir haben schon so oft, also in Form von auch immer mehr Rundumschlag, der daraus dann erwächst.
Manchmal auch sehr gerne Sarkasmus. Ich hatte auch mal ein paar, die konnten das perfekt sprechen untereinander. Hört sich erstmal als Außenstehender vielleicht ganz lustig an, wenn man so Menschen als Freunde hat, weil das sind lebendige Menschen gewesen, sag ich mal so.
Ja, Sprüchen untereinander verteilt.
Ja, wirkt erstmal irgendwie lustiger und fühlt sich anders an. Sind dann auch manchmal die Paare, die sagen, dass sie nie Konflikte haben oder selten, aber das dann eben in diesen rhetorischen Stilmitteln verstecken.
Das ist immer so ein Grundsatz, wenn ich das merke, schnell reingebe und sage, solange Themen nicht stabil sind und es in einem Thema nicht gut ist, gibt es dazu keine rhetorischen Stilmittel, keine Ironie, kein Sarkasmus.
Das ist keine Witze, sondern immer aussprechen, was ist, gerade raus, wie das Gefühl dazu ist, damit man da eine echte Lösung für finden kann.
Und wenn etwas stabil ist, dann machen diese Stilmittel Spaß. Ironie, Sarkasmus, ist alles lustig, wenn das Fundament stabil ist, kann man das machen.
Ja, kommen wir nochmal so diesen Lösungsbereich durch. Also wie geht man damit um, wenn man in der Beziehung für sich verspürt, dass Meckern, Nörgeln, Kritik,
ein stetiger Belastungspunkt ist, wo man sagt, da würde ich gerne rauskommen?
Den ersten Punkt sagtest du ja eben gerade eigentlich schon, es ist immer die Ursachen zu erkennen, also einmal selber zu reflektieren, wenn man das selber wahrnimmt oder der andere wird es einen sehr deutlich wahrscheinlich auch zurückmelden,
zu schauen, was für ein Anteil ist das in mir, in welchen Situationen, wie wir sagten, habe ich das, stört mich das selber, gab es das schon früher in meinem Leben, ist es jetzt gerade temporär so, weil ich gerade in einer großen Belastungssituation bin,
also da einfach mal so ein bisschen auf sich zu schauen und zu überlegen auch, wie lange gibt es denn das schon zwischen uns? Also ist das schon so eine chronische Form des Meckerns geworden, wo wir beide ehrlich sagen würden, okay, das begleitet uns schon, seitdem wir Kinder haben, vielleicht schon sogar vorher, dass wir einfach schon so einen Tonfall und so eine meckrige Art untereinander aufgebaut haben, da würde ich im ersten Schritt erstmal genauer drauf schauen.
Wir kennen das auch schon aus vorherigen Beziehungen und so weiter, dann kann das durchaus was sein, wo man auch einzeln für sich mal genauer hinschaut, ob man da eben schon so eine Tendenz mitbringt, vielleicht kennt man das auch von den Eltern untereinander schon und wenn man merkt so, das hatte ich eigentlich nie, das ist sehr untypisch für mich und das ist seit drei Jahren in unserer Beziehung so entstanden, dann kann man mal schauen, warum hat sich das entwickelt, was hat sich verändert, was war so in den ein, zwei Jahren, bevor man gemerkt hat, dass man in dieses immer mehr Meckern, Nörgeln, Kritik,
hineinrutscht, ne. Und da geht es nämlich darum, eigene Bedürfnisse und Trigger zu verstehen, also eben nochmal zu reflektieren, welche Unsicherheiten oder emotionale Muster hinter erhöhter Kritik oder den Erwartungen stehen und dort eben auch ganz klar mal zu unterscheiden zwischen sinnvollen Ansprüchen, wo man einfach sagt, Mensch, das sollten wir wirklich objektiv auch anders tun, da gibt es Konsequenzen, die eintreten, wenn wir unser Verhalten nicht verändern und zwischen unrealistischen Perfektionsvorstellungen, die eigentlich nur Druck
erzeugen, wo ja man selber vielleicht auch sagt, Mensch, ich würde da eigentlich lieber fünfe Karte sein lassen und auch mal weggucken können, ich würde mich auch gern mal entspannen können zu Hause, obwohl ein bisschen Unordnung da ist, dann kann man da auch wieder eher nochmal auf sich selber gucken und das ist so ein häufiges Merkmal, was viele aussprechen, wo man auf sich selber nochmal gucken kann, wenn man sagt, ich brauche einen sehr hohen Grad an Ordnung und Sauberkeit zu Hause, wenn
der nicht gegeben ist, kann ich mich nicht entspannen, nur dann kann ich mich auf Sofa setzen mit einem Tee und mal ausruhen, wenn ich weiß, hier ist alles in Ordnung, sobald ich weiß, das Waschbecken ist nicht 100 Prozent, kann ich mich nicht auf Sofa setzen und entspannen, das geht dann nicht mehr, dann könnte man durchaus mal auf seinen Perfektionismus gucken, weil dann ist man da schon sehr unter Druck und befangen oder hat wahrscheinlich selten, dass man sich hinsetzt und entspannt, weil es wahrscheinlich fast
immer etwas geben wird, wo man gerade nochmal etwas besser machen kann, etwas optimieren kann oder etwas nicht 100 Prozent passt.
Ich finde Perfektionismus ist auch einfach sehr individuell, also klar gibt es dafür bestimmt eine Definition ganz genau, aber im eigenen Gefühl ist es sehr individuell, also was für den einen schon Perfektionismus ist, ist für den anderen einfach ein hoher Standard und ich finde immer, man kann so drauf schauen, bin ich selber im Leid, also gibt mir das selber eine
Limitierung im Leben, dass ich denke so, wenn ich das nicht hätte, würde es mir besser gehen, dann könnte ich entspannter sein und bringt das Leid bei den engsten Menschen, mit denen ich zusammen bin, weil das finde ich, darf man auch nicht vergessen, das hat ja auch immer eine Ausstrahlwirkung auf das kleine System Familie und wenn das bei der Arbeit vielleicht belächelt wird, weil die sagen, oh, du bist ja immer so ein bisschen genau, ja, aber die Arbeit ist ein kleiner Anteil in meinem Leben, aber wenn das zum Beispiel so ist, dass ich grundsätzlich den Anspruch habe, es ruht sich hier keiner aus zu Hause, bevor ich mich in die Arbeit verliebe, dann ist das ein kleiner Anteil in meinem Leben.
Wie die Arbeit hier nicht erledigt haben, dann präge ich damit auch ganz viele andere Menschen, bringe damit auch andere Menschen zu Hause vielleicht ins Leid, die das nicht so in sich haben.
Und wenn man solche Themen bearbeitet, geht es ja auch nicht darum, eine Umkehr zu erzeugen. Das geht ja nicht darum, bei solchen Themen, dass jemand, der sehr ordentlich bis hin zu perfektionistisch ist, dann auf einmal total unordentlich wird und alles verdreckt und so weiter, sondern es geht ja darum, in eine Wahlfreiheit zu kommen, zu sagen, ich kann mich auch ausruhen, obwohl
etwas zu Hause nicht in Ordnung ist. Ich kann bei Aufgaben wählen, welchen Detailgrad oder welchen Perfektionismusgrad ich wählen möchte und wenn bei der Arbeit zum Beispiel etwas ist, wo mein Vorgesetzter mir sagt, das muss in höchster Präzision erledigt werden, dass ich sagen kann, dann bin ich die Richtige oder der Richtige, ich kann das. Aber auch mal sagen kann, ich kann auch eine Aufgabe entspannter angehen und darf auch mal einen Fehler machen.
Aber auch mal sagen kann, ich kann eine Aufgabe entspannter angehen und darf auch einen Fehler machen.
die Erwartungen auch zu sprechen und wegzukommen wirklich von diesem,
du kennst mich doch, du müsstest doch wissen, dass mir das wichtig ist.
Und da sind so viele Menschen mit verletzt, auch wenn es klischee-mäßig klingt,
aber auch gerade viele Frauen, die sagen, es ist für mich auf der einen Seite unlogisch,
dass er daran nicht dran gedacht hat oder er sieht es doch, wie ich das immer mache.
Warum macht das nicht genauso? Also gerade mit Kindern das Gefühl zu haben,
mach es so wie ich, dann ist es richtig und dann sagen wir ja ganz oft,
bei der Paartherapie ist es ja aber nicht unser Ziel, euch zu klonen.
Also wir dürfen Erwartungen, Bedürfnisse aussprechen, jeder darf Grenzen setzen,
aber jeder darf auch in der Persönlichkeit anders sein und das darf auch mal stehen bleiben.
Also eher davon zu profitieren, zu sagen, wir sind unterschiedlich
und wir profitieren von den Stärken, die jeder mit reinbringt,
aber dich die Erwartungen so hochschrauben, dass nur so wie mein Weg ist,
ist der richtige Weg.
Und wir damit glücklich sein können.
Dass der Weg für beide sich stimmig anfühlt und das Ergebnis,
nur dann können auch beide dauerhaft an einem Strang ziehen
und auch dauerhaft diese Art und Weise beibehalten.
Sobald das für einen von beiden unstimmig ist,
wird das etwas sein, was eine Zeit lang vielleicht funktioniert,
aber eigentlich nur, um sich nicht dem Meckern des anderen und der Kritik aussetzen zu müssen.
Nicht, weil man das selber verinnerlicht und den Weg für Stimmigkeit
stimmig empfindet, sondern nur, um dem zu entgehen.
Also Leid zu vermeiden, anstatt Stimmigkeit zu haben.
Deswegen ist immer wichtig, dass Stimmigkeit erzeugt wird.
Deswegen gibt es da auch nie einen richtigen Weg,
sondern es gibt immer für jedes Paar den individuell für beide stimmigen Weg.
Um das herzustellen, haben wir dann in der Paartherapie bei uns eben bestimmte Hilfsmittel.
Wir führen Reflexionsgespräche, meistens ein Orga-Gespräch,
wo es um organisatorische. Wir haben dafür einen Gesprächsleitfaden, den man zur Seite legt,
um den richtigen Rahmen und die richtige Bereitschaft zu haben für solche Gespräche,
weil auch das ein ganz häufiger Grund ist,
warum eben ein Feedback eher zu einem Vorwurf und Meckern wird,
weil eben das zwischen Tür und Angel gemacht wird,
man gar nicht in der Bereitschaft dafür ist
und auf einmal das so einem um die Ohren gehauen wird
und dadurch, dass man selber gar nicht in Bereitschaft für diesen Moment war
und gar nicht dafür, dass man sich für das, was man macht,
das Feedback entgegenzunehmen, fühlt man es halt eher als Kritik.
Manchmal auch gemischt, weil man noch eben gestresst von anderen Themen ist.
Und deswegen haben wir da gewisse Leitfäden und Ideen, die wir mit an die Hand geben.
Der letzte Punkt ist dann alte Verletzungen aus der Beziehungszeitlinie bearbeiten.
Also durchaus sind frühere Verletzungen, Wunden, die man hat, etwas, was Wahrnehmung und Reaktion verzerrt.
Besonders die nonverbale Kommunikation wird durch die Verletzungen gesteuert
und das bewusste Aufarbeiten.
Das stabilisiert eben das Fundament und damit auch meine nonverbale Kommunikation im Heute.
Und ich habe bei Gesprächen oder Einigkeiten, die man erzeugen möchte,
eine wesentlich längere Zündschnur.
Ich habe viel länger Kreativität zur Verfügung,
kann viel länger richtig gut auf mein Denken zugreifen,
bevor irgendwann die Zündschnur zu Ende ist
und in mir vielleicht so viel Ärger und Wut entsteht,
dass mein Kopf eben nicht mehr voll da ist.
So ein bisschen wie so ein Blackout-Moment irgendwann,
bevor man vielleicht mal eine Arbeit oder Klausur geschrieben hat.
Das ist auch nochmal ein spannender Punkt.
Ich finde es auch nochmal zu überlegen,
dass Meckern auch nicht unbedingt immer eine Aussprache von Wörtern sein muss.
Und da muss ich an ein paar auch von längerer Zeit denken,
wo, wie sagt man so schön,
immer wenn sie genervt war, ist ihr alles aus dem Gesicht gefallen.
Also das hast du einfach ihr angesehen, sagte er.
Sie hat in den Augen gerollt, sie hat so typische Seufzer gemacht.
Und er hat gesagt, er hat das so ein bisschen wie Fatumschreien bei Kindern.
Wenn du ein Baby hast, das sehr viel schreit,
dann hörst du es nachher auch schon schreien, obwohl es gar nicht mehr schreit,
weil es so tief in dir drin ist.
Er hat gesagt, er hat schon immer sie sozusagen am Tisch,
er hat sich schon angeguckt und darauf gewartet, dass sie macht.
Dann dieses, ja.
Die Brille, die entsteht.
Ja, genau. Und das ist nachher auch genauso ein Meckern.
Also es muss jetzt nicht immer nur das Meckern von Aussprechen sein,
was halt auch einfach, wie du sagst, mit früheren Wunden und Verletzungen zusammenhängt.
Dann hat sich so eine Spirale aufgebaut.
Und ich finde es manchmal auch bei so Gestik und Mimik manchmal noch schwerer,
weil das ja wie so ein Reflex ist, der dann ja auch so,
so aufploppt, wenn wir im Mangelgefühl, Unzufriedenheit, Genervtheit sind,
den die Menschen manchmal selber gar nicht mehr merken.
Also in dem Moment ist es ein Automatismus, dass man dann so denkt,
so, ja, also das sind Millisekunden.
Deswegen ist ja dieser Punkt so wichtig, die alten Verletzungen aufzuarbeiten,
weil dadurch kann ich die nonverbale Kommunikation wieder in den Griff bekommen.
Also das kann ich selten.
Ich kann natürlich mir das absolut bewusst machen und versuchen, mich komplett zu
regulieren.
Ich kann natürlich mir das absolut bewusst machen und versuchen, mich komplett zu regulieren.
Podcast Summary
Key Points:
Meckern ist nicht ein Freizeit- oder Spaßverhalten, sondern oft ein Symptom von Unzufriedenheit, Mangelgefühl oder emotionaler Verbindungslücke.
Perfektionismus und Detailgeprägte Filter führen dazu, dass Partner unterschiedliche Aspekte sehen und dadurch Konflikte entstehen, die sich als Meckern ausdrücken.
Das Meckern entsteht häufig aus emotionalen Verletzungen, früheren Beziehungsverletzungen oder Verlust von emotionaler Nähe, nicht aus einer gewollten Kritik.
Beide Partner neigen dazu, unterschiedlich zu reagieren
Der Druck, Dinge perfekt zu machen, entsteht oft aus inneren Erwartungen und führt zu einer ungesunden Spirale von Kritik und Abwehr.
Stimmigkeit in der Beziehung entsteht nur dann, wenn beide den eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen Raum geben und eine gemeinsame, angemessene Abstimmung finden.
Ironie, Sarkasmus oder rhetorische Stilmittel werden oft als Schutzmechanismus genutzt, um emotionale Wunden zu verbergen, aber sie verhindern eine echte Kommunikation.
Ein effektiver Weg ist die Erkennung und Bearbeitung von Metaprogrammen, Glaubenssätzen und alten Verletzungen, um die emotionale Basis der Beziehung zu stärken.
Summary:
Meckern in einer Beziehung ist kein harmloser Spaß, sondern oft ein Signal für tiefere emotionale Ungleichgewichte und Unzufriedenheit. Es entsteht meist nicht aus einem einfachen Streit, sondern aus perfektionsgetriebenen Erwartungen, fehlender emotionaler Verbundenheit oder alten Wunden aus der Vergangenheit. Perfektionismus und Detailgeprägung führen dazu, dass Partner unterschiedliche Aspekte sehen und sich gegenseitig belasten.
Es gibt keine allgemein gültige Lösung, sondern jeder Paar muss gemeinsam einen stimmigen, individuellen Weg finden, der für beide akzeptabel ist. Diese Stimmigkeit entsteht durch Reflexion, die Erkennung von Metaprogrammen und Glaubenssätzen, die Aufarbeitung früherer Verletzungen und eine klare Abgrenzung zwischen sinnvollen Ansprüchen und unrealistischen Perfektionismus. Dabei ist es entscheidend, dass beide Partner ihre Grenzen und Bedürfnisse respektieren und nicht versuchen, das andere zu „konservieren“ oder zu „klonen“.
Die Lösung liegt nicht in einer Umkehrung der Haltung, sondern in einer gemeinsamen Wertschätzung, der Wahrnehmung von Stärken und der Fähigkeit, in Unordnung und Unvollkommenheit auch glücklich zu sein. So entsteht eine dauerhafte, gesunde und emotionale Beziehung, in der beide sich wertvoll fühlen und zueinander finden.
FAQs
Man fühlt sich in dem Moment, wo man meckert, häufig nicht wohl, weil das Meckern ein Symptom von Unzufriedenheit, Mangelgefühl oder emotionaler Entfremdung ist und nicht ein Freudeausdruck.
Ja, Meckern ist ein Hinweis auf tiefere emotionale Probleme wie Unzufriedenheit, Fehlende emotionale Nähe oder ungelöste Konflikte im Leben eines Paares.
Perfektionismus führt dazu, dass man auf Details achtet, die der andere nicht sieht, und dadurch eine Unzufriedenheit entsteht, die sich als Meckern äußert.
Wenn man sich nicht gesehen oder geliebt fühlt, entsteht ein Mangelgefühl, das sich durch kritisches oder meckernsches Verhalten ausdrückt und die emotionale Nähe verringert.
Sie können ihre eigenen Ursachen erkennen, wie z. B. Muster, Glaubenssätze oder Filter, und gemeinsam reflektieren, wie die Beziehung auf positive Weise stimmig wird.
Ja, Meckern kann auch durch Seufzer, Augenrollen oder automatische Reaktionen ausgedrückt werden, besonders wenn es auf frühere Verletzungen zurückgeht.
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