In dieser Podcast-Folge der DFB-Akademie spricht Martina Voss-Tecklenburg, Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft, über ihre Erfahrungen mit Entscheidungsfähigkeit als zentrale Trainerkompetenz. Sie betont, dass gute Trainerinnen und Trainer nicht nur Fachwissen benötigen, sondern auch Spaß an der Arbeit, Empathie und die Fähigkeit, mit Menschen umzugehen. Entscheidungen, so erklärt sie, basieren auf einem Zusammenspiel aus Intuition (Bauchgefühl) und rationalen, datenbasierten Analysen – ein Mix, der je nach Situation variiert. Besonders schwierig sind für sie Entscheidungen, bei denen sie Spielerinnen mitteilen muss, dass sie nicht für ein Turnier nominiert wurden. Diese Momente bleiben emotional, auch weil sie selbst ähnliche Erfahrungen als Spielerin gemacht hat. Sie lässt diese Gefühle bewusst zu, um authentisch zu bleiben. Im Wettkampf, etwa während eines Spiels, verlässt sie sich auf ein gut vorbereitetes Trainerteam, das Informationen kanalisiert, damit schnelle und klare Entscheidungen möglich sind. Die Vorbereitung im Vorfeld ist entscheidend, um auf verschiedene Szenarien reagieren zu können. Zudem hebt sie hervor, wie wichtig es ist, allen Spielerinnen – auch denen ohne Startelfplatz – ihren Wert zu vermitteln, etwa durch individuelle Gespräche und die Rolle als „Game-Changer“. Insgesamt zeigt sich, dass Entscheidungsfähigkeit keine statische Eigenschaft ist, sondern ein dynamischer Prozess, der von Erfahrung, Teamarbeit und der Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen, geprägt ist.
Du kannst auch nicht alle immer bei allen mit einbeziehen, weil du musst auch deine Entscheidungskompetenz wahren. Das ist ja auch eine Erwartungshaltung. Auch wenn die andere Person vielleicht nicht damit einverstanden ist, ist die Erwartungshaltung ja an den Trainer und an die Trainerin eine Entscheidung zu treffen. Trainerkompetenzen im Profifußball. Eine Podcast-Serie der DFB-Akademie. Der Podcast mit Martina Fosteckelmburg, wurde am 8. März 2023 in Frankfurt aufgenommen. Hallo und herzlich willkommen zum Podcast der DFB-Akademie, in dem wir über Trainerkompetenzen sprechen. Heute sind Dr. Ansem Küchle und ich am DFB-Kampus in Frankfurt. Und wir freuen uns sehr darüber mit Martina Fosteckelmburg, unsere aktuelle Bundestrainerin begrüßen zu dürfen. Martina, erst mal vielen Dank, dass du die Zeiten im Jahr und mit unspreis in dieser doch sicherlich spannenden Phase, kurz vor der WM in der Vorbereitung. Und du hast mit Sicherheit viele Dinge zu tun. Und wir freuen uns, dass du hier bei uns bist und wir ja ganz detailliert über die Kompetenz-Entscheidungsfähigkeit heute sprechen können. Und Ansem für uns beides, Martina ja ein absoluter Wunschgörs und die Kompetenz, die wir heute näher betrachten, bietet sicher bei ihrer Tätigkeit alleine als Nationaltrainerin schon grundsätzlich an. Definitiv richtig, definitiv richtig, weil Martina mit Sicherheit jeden Tag unzählige Entscheidungen treffen muss. Aber auch schon der Vergangenheit, bestimmt ganz viele Entscheidungen treffen musste. Grundsätzlich muss er jeder von uns Menschen immer sehr viele Entscheidungen treffen. Da kommt keiner aus. Aber uns interessiert natürlich heute, ja, speziell wie du, Martina im Kontext Fußball, deine Entscheidung überprüft, wie du auch mit deinen Entscheidungen zurechtkommst. Das ist ja auch immer so ein Thema. Und deswegen freut es uns total, ja, dich heute bei uns da. Ja, spannend ist Thema. Martina, wir starten in unsere Serie eigentlich immer mit einer erst allgemeinen Frage. Und zwar gibt es ja verschiedene Trainerkomppetenzen und uns interessiert, was zeichnet für dich denn ein guten Trainer, eine gute Trainerin aus. Also gibt es Attribute, die trotz unterschiedlicher Voraussetzungen in den Vereinen, in den Verbänden, trotz unterschiedlicher Typen, irgendwo für alle Gelten? Ja, ich glaube schon, dass es Parameter gibt und paar Dinge, die du einfach als Trainerin in deinen Kompetenzen, in deinem Reporter haben musst, die wachsen, aber also die sind ja nicht von Grund auf gegeben. Und die lernst du auch nicht alle gleiche in der Ausbildung, sondern die lernst du durch Anwendung, durch bestehende Situation und durch Herausforderungen, meist dann durch Niederlagen, durch Fehlentscheidungen, vor allen Dingen. Und ich glaube neben dem Fachwissen, was man natürlich irgendwo Fußballerisch hat, sei es aus einer eigenen Wita heraus, sei es dann natürlich über das Lernen in den unterschiedlichen Nizensstufen, braucht es wie bei allen eigentlich Spaß und Freude. Also totale Bereitschaft auch, sich dem einzugeben, weil am Ende ist ja schon so, dass du in ein Verantwortungbereich gehst und du bist irgendwie dann, wenn es nicht läuft, auch immer schuld, das reduziert sich dann oft auf eine einzelnen Person, was natürlich so auch nicht richtig ist. Das heißt, da musst du auch eine gewisse Kompetenzt haben in deinem Selbstbewusstsein, in deiner Reinordnung und dann finde ich Umgang mit Menschen. Also wie möchte ich heute mit Menschen umgehen? Wie möchte ich aber auch, dass mit mir umgegangen wird? Wie viel gehe ich in Kommunikation rein? Wie viel Verantwortung gebe ich ab? Wen habe ich überhaupt um mich herum? Also ich finde da gibt es auch kein schwarz-weiß, sondern habe ich ein sehr großes, fachlich, sehr starkes Team, so wie wir jetzt auch in der Frau in der Zahnarmannschaft kommen wir vielleicht auch noch dazu, wenn wir an Thema Dyseren bekommen, anzuentscheidungen. An wen gebe ich was ab? Wie viel Objektivität? Wie viel Subjektivität habe ich? Was habe ich an messbaren Daten? Also es ist vieles, vieles schon auch sehr differenziert und detailliert ihr höher, du kommst. Aber ich finde eine Grundvoraussetzung, das hört sich jetzt banal an. Es ist Spaß und Freude, an dem was du tust und die Überzeugung zu haben, mit Menschen arbeiten zu wollen, die Stück weit zu begleiten, sich selbst aber auch nicht so wichtig zu nehmen, sich weiter vorzubilden. Wenn ich schaue, wie ich früher als Spielerin noch trainiert habe und wie heute trainiert wird, dann hat sich echt viel verändert. Und sich mit dem Fußball zu verändern, also die Bereitschaft zu haben, sich zu verändern, ist, glaube ich, eine der größten Kompetenzen, die man haben muss, um am Ende erfolgreich zu sein. Da baut Martina schon tolle Faktoren eine, über die wir heute sprechen wollen ansehen. Ich glaube, Erfahrung, Empathie, Motivation, Spaß und Freude sind ja genau die Dinge, die ich auch dazu bringen, lange in diesem Job dann vielleicht auch zu bleiben, auch in welcher Position auch immer, lass uns aber auch direkt zu Beginn, das Verständnis noch mal schärfen, weil du hast in deiner Studie dich mit den Trainerkompetenzen befasst und wie definierst du denn da Entscheidungsfähigkeit, worüber sprechen wir heute, bin ich da? Genau, Entscheidungsfähig ganz einfach ausgedrückt, um fast das selbst organisierte Entscheidungen treffen. So Fake-Seien, Entscheidungen auch zu treffen, egal ob sie auf rationalen, rationaler Ebene getroffen werden oder aufgrund von dem Bauchgefühl, über das wir gleich dann auch noch mal sprechen, am Ende muss in die Entscheidung getroffen werden. Und wie treffe ich diese Entscheidung, aber wie fühle ich mich auch mit dieser Entscheidung und meistens basieren Entscheidungen ja auch auf Erfahrung oder aber auch auf Wissen und aber auch auf Werten, die man als Mensch auch verfolgt oder auch nicht. Und deswegen kommen ja auch manche Menschen auch mit Entscheidungen dann manchmal in Konflikt, weil sie beispielsweise nicht auf den eigenen Werten basieren. Und da Martina würde ich dir gerne auch natürlich gleich mal eine ganz interessante Frage auch stellen. Was war eine vielleicht oder sogar die schwierigste Entscheidung, die du in der bisherigen Trainerin-Karriere treffen musstest? Ja, das ist relativ einfach zu beantworten. Es sind immer und die haben sich ja schon ein paar mal wiederholt. Vor großen Turnieren, die ich ja jetzt auch schon als Trainerin spielen durfte, die Entscheidungen den Spielerinnen mitteilen zu müssen, dass sie nicht dabei sind. Das sind emotional die schwierigsten Entscheidungen und nicht die kurzfristige Entscheidung, wer spielt heute, wer spielt nicht, weil du immer Optionen hast, weil sie den Spiel verändert, weil du auch im Spiel reagieren kannst als Trainerin für uns mittlerweile auch ein Mehrwert mit 5-1 und oder wechseln arbeiten zu dürfen. Aber das sind die schwierigsten Momente, weil ich ja genau weiß, dass diese Spielerinnen den gleichen Wert hat, wie jeder andere, dass sie genauso hart dafür gearbeitet hat. Und manchmal sind wir bei den Entscheidungsmomenten oder auch Komponenten. Wie komme ich dann zur Entscheidung? Ist es genau die Frage, du kannst das eine oder andere faktisch belegen? Du kannst das eine oder andere auch argumentativ begründen. Aber es gab auch schon eine Situation, wo ich nach Spielern wirklich gesagt habe. Ich kann dir keinen Grund nennen, das ist eine Bauchentscheidung. Es ist auch nicht eine Entscheidung gegen dich, es ist eine Entscheidung für eine andere Spielerin. Und trotzdem lässt mich das nicht kalt. Ich finde das ist das allerschwierigste an dem Job, wenn du jemand ein Traum für die oder derjenige so hart gearbeitet hat, irgendwo in dem Moment kaputt machst. Also ich bin ja dann auch diejenige, ich bin die Botschaft darin, ich überbringe diese Nachricht und das ist jedes Mal sehr emotional und lässt uns echt nicht kalt. Und wir haben das gerade auf die M im letzten Jahr in Herzogung auch, auch komplett auch im Trainer-Team gelöst, und wir haben lange darüber diskutiert und haben uns sehr, sehr viel Zeit genommen für diese Entscheidungsfindung. Ich habe dann mit allen Spielerinnen gesprochen, die nicht dabei sind, mit einer noch die dabei war, weil es mir im Vorfeld persönlich wichtig war. Und mein komplettes Trainer-Team ist dann aber auch zu allen anderen gegangen, hat ihn mitgeteilt, dass sie dabei sind und wenn nicht dabei ist, damit es am Abend auch keine Spekulation mehr gab, keine Situation, die schwierig waren. Und die Mannschaft, vor allem die Spielerinnen, die nicht dabei waren, wurden aufgefangen, die anderen sind sofort, sind Siebel dort hin und haben auch versucht, ein Stück weit trotz zu spenden. Aber das ist wie gesagt die schwierigste Entscheidung, die du immer treffen musst und auch für mich persönlich zumindest emotionalste. Ich würde gerne gleich nochmal dabei bleiben sozusagen. Hast du da für dich im Lauf der Zeit irgendwie eine Strategie gefunden, auch damit umzugehen? Oder lässt du sozusagen dieses Gefühl, dass dir auch selber nicht so gut damit geht zu? Ja, tatsächlich lasse ich das zu, weil es auch immer wieder auf neue mich trifft. Also es wäre schön, wenn ich irgendwie ein Mechanismus einerseits jetzt hätte, vielleicht als Selbstschutz. Andersrum wär es dann nicht mehr authentisch und echt, und ich glaube, es ist ein Teil von mir, das auch mitfühlen zu können. Weil ich selber ja auch eine Situation erlebt habe als Spielerin, vor den olympischen Spielen nicht dabei sein zu dürfen. Und genau weiß wie weh das tut. Und deshalb eben auch, ja, das durchaus empathisch nachvollziehen kann. Und deshalb lasse ich auch zu, dass es mir schlecht geht und es ist auch für mich okay, dass die anderen das sehen. Also sowohl die Spielerinnen merken, der Martina geht es jetzt auch nicht gut damit, das lässt sie nicht kalt. Und aber auch mein Trainerin-Team dann weiß, wow, das ist eine Entscheidung. Da müssen wir uns auch gegenseitig helfen und unterstützt.
und das haben wir wirklich gut gemacht. Und das wiederum hilft mir dann auch in den Verarbeitungsprozess zu gehen. Zumal ich ja auch weiß, ich sehe diese Spielerin in der Regel irgendwann wieder. Also es gibt ja auch wieder Situationen, wo du zusammenkommen musst, wo du das auch nochmal aufarbeiten musst, wo natürlich auch was passiert. Und das habe ich im Nachgang zu erhme mit allen Spielern, den ich sagen musste, dass sie nicht dabei sind, auch erlebt, auf unterschiedlichste Art und Weise. Und von daher begleitet es dich auch danach noch. Dankeschön, dass du uns da ein Blick gibt's, weil wir können uns vorstellen, dass das sehr schwierige Entscheidungen sind. Und wir wissen ja alle, dass es auch ganz viele Entscheidungen gibt an den Tag, die ganz einfach sind. Wie zum Beispiel der Dennis sich wieder in der frühen Kaffe holt. Man sagt ja auch, jeder Mensch trifft am Tag ca. 20.000 Entscheidungen. Das sind ja alle drei Sekunden, so ungefähr eine. Und es gibt halt dann ein paar wenige, die sehr, sehr schwer sind. Und natürlich sind von diesen 20.000 Entscheidungen die meisten eher intuitive Entscheidungen. Wie ja gehe ich am Steuer, wie schalte ich, ja manche lernen sie nie. Die meisten hoffentlich schauen. Also die meisten Entscheidungen, die wir treffen, sind ja auf intuitiver Basis auf diesen Bauchgefühl. Und ich würde gerne auch vor allem jetzt zu Beginn dieser Folge dann nochmal drauf schauen. Das wird vielleicht auch für uns da so eine Struktur kriegen. Es gibt ja auch einen ganz bekannten Schriftsteller, der wurde auch ausgezeichnet mit einem Wirtschaftsnobell-Preis Kahnemann heißt. Er hat dann ein bekanntes Buch auch geschrieben. Der Anfang der 2000er Jahre eigentlich herausgestellt hat, dass es zwei Denksysteme gibt, um es ganz einfach zu strukturieren. Auf der einen Seite, so dieses langsamer Denken, dieses rationalen Denken, Dinge zu hinterfragen, zu analysieren. Und auf der anderen Seite dann eben dieses schnelle Denken, dieses intuitive, dieses Bauchgefühl. Dass wir alle haben, manchmal besser, manchmal schlechter. Und vielleicht können wir da auch gleich auf dieser Basis dann auch nochmal auf die einzelnen, auf diese zwei Denksysteme schauen. Und natürlich ist es so. Und das haben wir ja auch schon unterschiedliche Forscher auch herausgestellt, dass man diese zwei Denksysteme nicht einfach so trennen kann. Sondern natürlich wirken die zusammen. Und im besten Fall hat man dann eben eine gute Lösung, weil man aufgrund von Intuition entscheidet und aufgrund von Fakten wissen. Das heißt, du hast ja auch gerade eigentlich ganz schön beschrieben. Es ist auch so eine Typenfrage, ne? Martina, wenn ich dich jetzt frage, bist du eher Bauch oder Kopfmensch? Was würdest du da anwenden? Schon eher vorher hätte ich gesagt, Bauch über Kopf. Oft, weil ich auch keine guten Erfahrungen gemacht habe, wenn ich mich überzeugen lasse oder ein Stück weit überreden lasse. Und nicht am Ende auf dem eigentlich mal Bauchgefühl gegen die rationalen Gründe gesprochen hat. Heute würde ich sagen, es ist ein Mix tatsächlich aus Beim. Was glaube ich auch notwendig ist. Also natürlich auch Erfahrungen einzubeziehen. Und da hilft es dir, wenn du natürlich mit den Personen im Längeren und im engeren Kontakt bist. Das ist bei uns in der Nationalmannschaft ein bisschen schwieriger. Trotzdem versuche ich ja immer den Menschen hinter der Spielerin auch kennenzulernen und einordnen zu können. Also was kann ich ihr zutrauen? Das ist ja auch noch, das sind die auch Entscheidungskriterien. Also das eine ist ja meine eigene Entscheidung aufgrund von, wie sehe ich gerade die Leistung, die aktuelle Leistung. Das andere ist, dass mental auch einschätzen zu können und zu dürfen. Weil es nicht das selbe ist, wenn du auf der in der Frauenbundesliga aufläuft und hast irgendwie 2000 Zuschauer da oder im EM-Finale stehst, bei über 90.000 hast du einen anderen Druck. Du weißt es, es geht um ganz, ganz viel. Und all das sind ja Dinge, die man mit einbeziehen muss in seiner Entscheidung. Manchmal sehr schnell, wenn man über eine Situation nachdenken, zu den Spielerinnen verletzt. Du musst wechseln. Natürlich haben wir vorher einen Plan. Wir haben immer irgendwie die Idee, was passiert, wenn die mal ausfällt, wer soll es dann sein. Aber es gibt natürlich auch noch mal gerade, wenn ein Spiel nicht läuft oder es nicht so läuft, dass das gut ist. Und dann du musst mehrere Entscheidungen treffen, dann diskutieren wir auch darüber. Und dann haben wir auch schon eine Entscheidung getroffen, wo man im Nachhinein gesagt hätte. Die waren nicht richtig. Wir haben die Spielerinnen vielleicht dort überfordert. Wir haben sie anders gesehen. Und das gehört genau zum Prozess ja auch dazu, dass du dann die ein höheres Wissen wieder anschaft. Und genau in diese Entwicklung reingehst. Also es gibt ja zwei Möglichkeiten, damit umzugehen. Das eine ist, du setzt die Spielerinnen in deinem solchen Moment nicht mehr ein oder du nutzt es, um zu sagen, wir sehen aber rieseng Potenziale. Und wir arbeiten jetzt daran und führen die Spielerinnen dahin, dass sie irgendwann in einem Finale auch zu 100% performen kann. Und mental und physisch und psychisch so stabil ist, dass alle Faktoren sie auch befähigen ihre bestmögliche Leistung abzurufen. Und deshalb ein Mix aus Klarheit im Vorfeld, viel vorbereiten. Also der Job ist ja vor dem Spiel die Hauptmaßnahme, wo wir im Trainerin-Team noch mal zusammenkommen und überlegen, welches Szenarien könnten passieren. Nicht nur von Spielsystem her, von den Ordnung, wie wir verändern wollen, sondern tatsächlich auch von den Personen her, wo wir dann eben optional dann auch sprechen. Das verändert sich dann auch schon mal. Also wir haben auch schon eine Strategie gehabt, die da in dem Laufe des Spiels verändert wird, weil du hast einen Gegner, das passieren Dinge, die du nicht planen kannst. Und dann musst du wieder schnell in die Kommunikation gehen. Da muss die Kommunikation auch klar sein, weil die Gefahr ist ja auch je mehr Leute, so mehr Meinungen, um so länger dauert der Prozess zu einer Entscheidung zu kommen. Und am Ende bin ich natürlich dann in der Verantwortung zu sagen, wir machen ZZO. In der Nationalmannschaft ist es so, dass Britta Karlsson schon meine Rechte und linke Hand ist, sage ich immer. Und die erste Ansprechpartnerin, die vorher aber auch schon die Information, das was gesehen wird von Daniel Nister, von unserem Annalisten, von unseren Co-Trainern, kanalisiert. Und du dann nicht in die schwierige Situation kommst, zu viel zu diskutieren. Das haben wir übrigens auch gemacht in der Halbzeitanalyse, dass wir gesagt haben, wir müssen vorher schon ein paar Dinge klar haben. Wir können nicht in der Trainerkabine erst anfangen zu diskutieren. Und dann auch zu sagen, wer ist denn dieses Kern-Team, was dann überhaupt noch miteinander die Dinge bespricht? Weil wie gesagt, die Gefahr ist dann auch sehr, sehr groß, wenn es zu viele Meinungen dann gibt, dann kann man sich auch schon mal tot diskutieren. Kommt zu keiner guten Entscheidung. Das glaube ich, Dennis und ich haben da ständig Diskussionen dazu. Und ihr seid nur zu zweit. Das ist es. Ich wollte noch mal auf die Situation während des Spiels eingehen. Wenn du merkst, wenn ihr merkst, wir müssen jetzt was ändern. Auf welcher Basis entscheidest du da gerne? Ist es da eher das Bauchgefühl, dass du da rauskommen lässt, bzw. natürlich die Beobachtung, die du drüftst? Oder sind dann hier auch eben quantitativere Aspekte wie Zahlen, Analyse, die hier entfließen? Ja, ich glaube auch da ist es beides. Also Daten basierte Analyse, jetzt in dem man geguckt hat, da ist jetzt eine irgendwie so viel gelaufenes müde. Das ist glaube ich nicht irrelevant, sondern eher das Gefühl, wie läuft das Spiel, wo es ja Gegner jetzt stark oder wo wir sind wir stark, wo haben wir Probleme? Wo ja, trauen wir jetzt natürlich auch bestimmten Spielerinnen, bestimmten Spielerinnen, bestimmte Situation zu und das war eine der Stärken unseres Teams bei der EM, dass die Spielerinnen die reingekommen sind, das Spiel positiv verändert haben. Und wir haben sehr viel Energie im Vorfeld daheim gesteckt, das auch den Spielerinnen zu vermitteln. Also den Spielerinnen ihren Wert zu dokumentieren, unabhängig von Spielzeit. Weil worüber definieren sich Spielerinnen und Spieler in der Regel über Spielzeit. Aber es ist halt nicht mehr der Prozess heute, sondern heute ist es wichtig, dass du auch in den 10, 15, 20 Minuten, die du dann spielst, einfach die Mannschaft besser machst. Den Gegner von Neu Probleme stellt, hoffentlich dazu beiträgst, das Spiel zu verändern. Deshalb ist es auch da ein Mix aus. Was haben wir auch in der Analyse vom Gegner gesehen? Also wo wechselt der Gegner vielleicht auch noch mal? Und wir wissen, oder kommt jetzt eine mit ganz viel Speed. Und wir haben vielleicht sowieso schon auf der Seite Probleme. Dann trifft du eventuell eine andere Entscheidung als geplant. Aber sie ist immer vorbereitet. Also wir versuchen uns, bestmöglich auf die unterschiedlichen Szenarien vorzubereiten. Das hat sich gerade sehr, sehr wertschätzen, noch angehört, was du gesagt hast. Darüber, dass ihr auch den Spielerinnen, die eben nur 15 Minuten spielen, einfach diese Bedeutung klar machen wollt. Wie schaffte das konkret? Also ist es hier diese Empathie, die auch Dennis vorher angesprochen hat, die einfach hier der Schlüssel ist oder das ist in das andere Aspekte? Es ist die Klarheit und die Kommunikation. Ich weiß da sich vor dem Spiel, glaube ich, ging Frankreich. Jeder einzelnen, der 23 Spielerinnen gesagt habe, warum sie Game-Changer ist. Und ich ganz oft fange ich nur Spieltagsbesprechung an mit den Spielerinnen, die nicht beginnen, sondern die auf der Auswechselbank. Oder ich sage, ich rede nicht gern von Auswechseln oder Einwechseln, sondern es sind einfach für mich die Spielerinnen, die nicht in der Startelf stehen, dass wir mit den Wechselspielerinnen dann sogar beginnen, um da die Bedeutung auch herauszustellen. Dann ist mir wichtig, dass wir im Spielersatztraining, wo die Spielerinnen, die nicht so häufig zum Einsatz kommen, die vielleicht nicht gerade zu der Stamm 14, 15 gehören, dass ich dort mit auf dem Trainingsplatz bin. Auch dort weder geht es mir um Wertschätzung. Ihr werdet gesehen. Ich sehe eure Leistung. Ihr seid mir total wichtig. Ihr seid eigentlich noch wichtiger als die anderen. Weil es ist ja ganz klar, auf diese Spielerinnen müssen wir bauen. Ich bin der festen Überzeugung, dass du im Tuneer heute ganz, ganz weit kommst und darüber müssen wir ja nachdenken. Es ist unser Auftrag. klaren wir auch unsere zwei
weil Länderspiele mit Qualifikationen, Spielnationsliegen und alles was so kommt. Aber eigentlich ist ja das größte für uns, im Turnier zu spielen. Und im Turnier braust du am Ende ganz, ganz viele Spielerin. Und wenn sie nicht die Wertschützung ist selbstbewusstsein, die Sichtbarkeit, die Wahrnehmung bekommen, wie sollen sie dann funktionieren? Wenn sie von mir das Gefühl bekommen, ich trau dir das eigentlich sowieso nicht zu. Daum Gottes willen, ich muss dich jetzt einwechseln, dann kann es keine Leistung geben. Und deshalb glauben wir ja sowieso an diese Spielerin, sonst werden sie nicht in der Frauennazina-Munter, ist ja völlig klar. Wir haben ja den Luxus, dass wir aus den besten Schöpfen dürfen, die besten zuholt und im Best-Kissfall, wenn da alle gesund sind. Und von daher ist es schon dann ja ein großes Thema für uns. Und wie gesagt, da haben wir sehr viel darüber gesprochen und haben sehr viel auch mit den Spielerinnen die Signale rausgegeben, dass wir das auch wirklich so fühlen, dass es nicht ein Lippen bekennen. Es kann viel sagen, aber ich muss es zeigen und fühlen, ich muss die Haltung auch klar nach außen, ich muss mit Taten und mit Leben füllen. Und das ist aber glaube ich ganz gut geschafft. Du hast vorhin gesagt, ihr bespricht Dinge im Trainer-Team, ihr hört euch alles an, das ist übrigens auch das, was dein Trainer-Kollege Michael O'Banzke mir gesagt hat, der jetzt nach der EM ja dazugestußen ist. Und er schwärmt eigentlich von der Diskussionskultur, die ihr im Trainer-Team hat und sagt, alle Stimmen werden gehört. Und am Ende bist du es natürlich, die die finale Entscheidung trifft, treffen muss auch. Nur ist es ja manchmal so, dass vielleicht die anderen, eine andere Meinung haben als du. Lässt du dich dann schnell mit Argumenten auch überzeugen? Oder ist es auch mal so, dass du sagst, nie? Leute, ich hab das Gefühl, ich muss diese Entscheidung treffen. Und wie gehst du dann damit um? Ja, es ist genau so. Also, wenn ich wirklich dann der festen Überzeugung wenn diese Entscheidung so zu treffen und nicht um mich jetzt selber zu loben, aber es war eine einzelne Entscheidung von mir vor einem Jahr, Alexander Pop, auf die neuner Position zu nehmen. Also es war meine einzelne eigene Entscheidung, weil ich alle sehr, sehr lange Kenne komplett davon überzeugt war, dass wir sie auf dieser Position mehr brauchen, als auf eine anderen Position. Und das war dann schon auch so, dass mein damaliges Trainerin-Team erst mal so gedacht, war, was jetzt, was macht Martina dann jetzt? Popi ist ja gar nicht gesund und wir wissen gar nicht, kommt sie wieder und ich aber auch zuhiologisch natürlich, was damit bewegen wollte, auch bei Alex Pop eben, ihr klare Signal zu geben, weil ich wusste, ihre Lieblingsposition, aber auch da mit wirklich der total Überzeugung, dass das nicht nur bei ihr was auslöst, sondern auch beim Gegner was auslöst und das ist unserer Mannschaft, in dem Entwicklungsprozess, in dem Leistungsprozess gut tun würde, wenn sie denn gesund ist und die mensprechende Leistung bringen, dort zu spielen. Das andere ist natürlich auch mal mehrere oder andere Perspektiven reinkommen zu lassen, aber auch da kann ich noch mal sagen, wenn dann am Ende irgendwie ein Bauch grummeln habe. Und habe ich trotzdem so ein bisschen überzeugen lassen, mit berechtigten Argumenten, dann ist es auch nicht immer so gut gegangen, weil das ist vielleicht ein bisschen Mörfisgesetz und diese sich selbst erfüllende Profizien, weil ich dann auch nicht weiß, wie ich dann noch wirke. Also bin ich dann wirklich komplett überzeugend oder merkt vielleicht doch irgendwie jemand an irgendwas, was auch immer Körpersprache, Ausdrucksweise, Haltung, das ist vielleicht doch nicht so ganz, dass ich es nicht so 100 Prozent mittraue, ich weiß es nicht, weil das ist glaube ich auch schwierig zu spiegeln, aber es sind so Erfahrungswerte, die ich gemacht habe und trotzdem ist es wichtig, die unterschiedlichen Perspektiven reinzuholen, gerade auch wenn wir in die Trainingsanalyse gehen, weil wir oft arbeiten wir im Gruppen-Tabtischenbereich und ich bin dann vielleicht gerade bei der Gruppe und bin gar nicht auf der anderen Seite und dann ist es umso wichtiger, dass unser Trainer- und Team natürlich auch wieder zusammenkommt und sagt, das habe ich bei der und der gesehen, das hat die und die gut gemacht. Und ich habe gerade das Gefühl, das aber auch da nochmal, wir haben jetzt gerade in den letzten Maßnahmen oder auch mal davor haben wir sehr viel im Detail geredet und manchmal werden dann auch Dinge zerredet. Also ich muss dann auch wieder meine Kompetenz rausholen und sagen, stopp jetzt, es wird so gemacht, alles gut, aber ich möchte das jetzt so und dann ist es auch für alle klar, also da ist es, da ist es, da ist es, da ist es, da ist es, da gehen alle auch diesen Weg mit und das glaube ich, das was auch Michael meint, am Ende muss dann auch irgendwann gut sein. Für mich, Martina ist es unheimlich spannend, weil du sprichst mit viel Erfahrung dann daraus und du trist Entscheidungen dann auch mal gegen andere Meinungen, ist es schwieriger für dich dann damit umzugehen, du sagst selber, nee, du fühlst dich wohler, wenn du die Entscheidung trist, weil du das gefühl, dass es dann für dich besser passt. Gleichwohl können wir das Ergebnis ja nun mal nicht vorher sagen. Jetzt dieses Beispiel mit Poppy zum Glück hat sie so perform, wie sie performt hat, wenn das jetzt in die Hose gegangen wäre, hättest du dich ja auch wieder ganz anders hinterfragt. Wahrscheinlich war es aber auch ein absolutes Glücksgefühl, wenn sie die Boden dann vorne machst, dann du denkst, ja, das geht auf, was ich gerade gedacht habe. Ja, das war aber auch schon genau anders rum und dann ist es auch meine Verantwortungsübernahme zu sagen, ja, Martina, du hast das so entschieden, auch gegen die ein oder andere Argumentation, weil du in dem Moment davon überzeugt bist und dann gehe ich auch genau in die Verantwortung rein und das gehört auch dazu. Das ist wirklich ein Prozess, den ja nicht nur ich mache, den macht ja auch taktiklich jede Spielerinnen mit Entscheidungen, die sie trifft, die mal gut gehen, die mal weniger gut gehen. Ich glaube, wichtiger ist einfach, den Mut zu haben, Entscheidungen zu treffen und dann aber auch konsequenterweise damit umzugehen und ich nehme überhaupt nicht das Recht für mich in Anspruch, dass alle meine Entscheidungen konsequent richtig sind. Das wäre schön, aber das ist nicht so und das ist auch gut so und dann muss man, und das meine ich, also die Frage ist dann immer, wie gehen wir damit um und was machen wir dann daraus? Und das ist mir eigentlich mittlerweile viel wichtiger, dann in der mich zurückzukommen, in die Objektivität, in die Sachlichkeit und dann zu schauen, was ist denn die Konsequenz daraus, wenn es da nicht so funktioniert hat? Hätten wir früher der Unterspielsystem verändern müssen, was hätten wir überhaupt noch tun können? Manchmal ist es müßig, weil du die Dinge nicht zurückbekommst, über die vergangenen Situation zu reden, aber es ist trotzdem wichtig, weil sie Entscheidungen, Entscheidungsfindung, Prozesse und dann auch Umsetzung für die Zukunft vielleicht verändern, ohne zu wissen, ob dann die Entscheidung wieder greift oder nicht, aber nur so geht es ja. Also nur so kommen wir ja in dem Bereich auch ein Stück weit weiter. Absolut. Ich finde auch, wenn wir Entscheidungen sprechen, wieder super interessant, darüber Erfahrung zu reden. Wenn es gibt ja auch immer mal wieder das Thema, auch wir haben da darüber schon gesprochen, junge Trainer, ältere Trainer. Das hat dann natürlich schon, oder gibt es ja natürlich schon, unterschiedhin sichlich der Erfahrung. Man weiß natürlich, dass auch das Bauchgefühl in die Tweetie, wenn entscheidungen häufig auf Erfahrung beruhen, weil ähnliche Situationen durchlebt worden sind und deswegen daraus gelernt worden ist. Und der Kopf, wenn der Fakt weiß, was zu tun ist. Ich glaube, dass vor allem jüngere Trainerinnen und Trainerinnen auch deswegen auf, vor allem Fachwissen natürlich sich beziehen, um eben diese Erfahrung, diese fehlen der Erfahrung auszugleichen. Welcher Erfahrung hast du damit gemacht? Genau, so wie das sagst. Also gerade ich habe auch als jungen Trainerinnen eher dann geguckt in Trainingsform, in Übungen, in Organisationsform, dahinter fragt, aber auch mich hinterfragt, warum hatte ich jetzt das Gefühl, diese Trainingsform hat die Spielerinnen eher unterfordert oder überfordert. Ich kam aus dem Leistungsfußball, aus der Nationalmannschaft, aus den Hüsten liegen. Ich war im höheren Altersbereich total sicher, aber ich weiß, dass ich echt zwei Jahre gebraucht habe, um mir für mich zu sagen, jetzt mache ich ein gutes U13 Training in der Verbandsauswahl. Ich war ja neun Jahre Verbandspotlärerin. Ich habe da lange gebraucht, um da auch für mich den Weg zu finden und wirklich das Gefühl zu haben, ja jetzt ist das jetzt gut, was du machst vorher war so, und das hat nicht gepasst und das hat nicht gepasst. Und da gehst du viel, da guckst du viel in Bücher, da holst du dir Meinung von Experten, von erfahrenen Trainern, Gert bodo oder Hein, waren da wichtige Ansprechparten, ein Fußballverband niederrein für mich, ich immer mal wieder gefragt habe. Aber ich finde auch trotzdem wichtig, dass junge Trainer und Trainerinnen ihre Entscheidung unabhängig auch mal davon treffen. Und die kompetenz, also wirklich auch für sich sagen, okay, ich habe dann daneben gelegen. Wichtig ist wirklich, dass du mit dir dann auch in dieses Feedback gehst, das muss ja nicht mit dir alleine sein, das können auch dann gute Menschen um dich herum sein und dass du dann wirklich in diesen Reflexionsprozess auch reingehst. Um dann, dir dahin rucksack, über unterschiedlichste Erfahrung immer mehr zusammen und zusammen. Aber ein junger Trainer oder ein junger Trainerin soll mutiger Entscheidung treffen. Und ich glaube, dass auch ein junger Trainer oder eine Trainerin auch schon Bauchentscheidungen hat, weil irgendwie ist es genau das, was du beschrieben hast. Das ist so dieses Gefühl auch dann etwas zu tun und Fußball ist für mich auch Gefühl, ist Emotionen, also in aller Richtung ja auch. Und deshalb ist es das eine zu sagen, ich beruf mich auf das oder es gibt mir ein sicheres Gefühl, wenn ich jetzt Datenbasierte Argumente habe. Du bist ja, ich stelle dich heute nicht auf, weil du in der Trainingswoche nur so und so viel Kilometer gelaufen bist oder eben andere Kompetenzen und Argumentationen dann reinkommen.
Und es ist völlig legitim. Es ist ja ein Wachsen mit all den Dingen, die dann im Fußball auch passieren. Aber ich bin beide, also ich glaube auch, dass es dort eher mehr auf die Fach- und Sach-Ebende geht und der Rest ist so ein bisschen. Auf unterschiedlichste Art und Weise mit unterschiedlichen Charaktere auch umgehen zu können, weil du irgendwo dein Rucksack immer mehr hast, füllen können, oder dich auch im Austausch mit anderen erfahrenen Trainerinnen aus anderen Sportarten hast austauschen können. Also kommt ja ganz viel zusammen. Ich finde, was man auch wieder herausführen kann, aus dem, was du sagst, und das super wertvoll ist, ist einfach diese Bedeutung auch wieder von Feedback dann auch insbesondere in Jungjahren. Es wird natürlich nie unwichtig. Das ist klar, Feedback ist immer eine wichtige Geschichte. Aber vor allem am Anfang ist es ja so, dass man eigentlich eher so dieses. Ja, das ist kein Gefühl, dass man hat, sondern es ist eher, was man aus dem Rhein getragen wird, man eigentlich diese unbewusste Inkompetenz hat. Ja. Und dann die Kompetenz wächst durch Feedback, durch eigene Erfahrungen, die man macht. Und schön ist natürlich dann, wenn aus der unbewussten inkompetenz eine Bewuste in Kompetenz wird. Weil dann kann man natürlich auch viel besser lernen, weil man weiß, wo muss ich mich noch verbessern, wo gehe ich rein, wo kann ich wachsen. Und hier hilfreiche Mentoren, Mentoren zu haben, ist natürlich Wahnsinn. Kann ich auch wirklich nur jedem empfehlen. Also klar, das sind nicht mal so einfach, nach dem, welchen Bereich ich er arbeite, braucht es ja auch jemanden, dem ich da vertraue. Und es muss manchmal ist es gar nicht auch nur der Coach aus dem Fußballbereich. Also Coach, Coach ist für eh ein großes Thema, finde ich. Und dann ist es ein bisschen auch die Selbstverantwortung, vielleicht einfach mal selber initiativ zu sein, über den Tellerern zu schauen. Das dritte ist jemand zu nehmen, der eben komplett mal gar nichts mit Fußball zu tun hat. Und dir vielleicht einfach auch nochmal andere Sichtweisen gibt. Ein guter Coach wird dich ja nicht fragen, sondern ein guter Coach führt dich eigentlich über Fragen und Reflexionen dahin, deine Entscheidungskompetenzen zu verbessern und zu verändern. Und gibt dir ja nicht vor, er soll dir ja nicht sagen, das müsste es jetzt eigentlich so und so machen, aus meiner Erfahrung heraus. Sondern es geht ja eher über den anderen Weg. Also schau mal vielleicht, ob das der Weg für dich ist, probier dich mal aus, teste das mal. Und da habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Wenn ich solche Menschen um mich herum hatte, die mir nicht das Gefühl gegeben haben, ich habe das jetzt komplett verkehrt gemacht und der weiß das jetzt richtig und der diktiert mir das irgendwie auf, sondern er zeigt mir unterschiedliche Wege auf und die kann ich jetzt für mich ausprobieren. Weil es gibt ja auch nicht den richtigen Weg. Absolut. Also Ansehmem kann schon auch manchmal die Person vertragen, die ihm auch sagt, wo es vielleicht mal da geht oder nicht. Du hast es gerade erwangensporn, dieser Weg zu einer Entscheidung zu kommen und sich da andere Meinung auch einzuholen. Lass uns da nochmal genau auf deine Rolle als Nationaltrainerin eingehen. Weil du hast ein unheimlich großes Team zum Glück in diesem Bereich viele Expertinnen und Experten, die dich unterstützen mit ihrer Expertise auch und am Ende bist du dann die, die diese Entscheidungen hertreffen muss. Und dann hast du aber wiederum jemand in der Familie oder von außen, der vielleicht mit Fußball gar nicht so viel zu tun hat. Auch wen hörst du denn mehr? Schon dann auf meiner Experten und auf meinen Trainerinnen-Team ist ja ganz klar. Also ich bin ja total glücklich, dass ich so eine Kompetenz und Qualität in dem Team habe. Es gibt mir Sicherheit. Es gibt mir die Möglichkeit, mich ein bisschen rauszunehmen, die Bober-Tarolle zu gehen. Damit glaube ich auch gewinnst du mehr Objektivität. Weil ich habe für mich auch gleich bin, klar, ich bin emotional und habe auch viele emotionale Entscheidungen getroffen. Aber die helfen gar nicht immer, gerade wenn es nicht läuft. Ich finde den schwierigen Situationen hilft der Sachlichkeit und Objektivität und auch nochmal zurückzugehen aus bestimmten Spannungssituationen. Das gelingt auch nicht immer gleich. Gut, da bin ich dann auch froh, wenn schon mal jemand aus meinem Trainerinnen-Team dann kommt und sagt, "Mercra, du wirst so negativ, versuch mal wieder positiv zu sein oder die brauchen dich gerade." Ich weiß noch Patrick. Groll im Mund hatte im Voranhalb-Jahre eine Situation, wo der mich so mehr oder weniger vor der Bank, obwohl ich sehr viel stehe, aber da lief es auch wirklich nicht gut und er gesagt, "Hää, jetzt musst du da nach vorne." Und das ist halt total wichtig. Und ich finde, das ist total schön, wenn ich weiß, da habe ich einen Experten-Team um mich herum, die mich auch als Mensch so wahrnehmen, wie ich bin mit meinen Stärken, aber auch dann mit meinen Potenzialen und Schwächen und mir da unterstützen zur Seite stehen. Und deshalb sind es dann schon natürlich gerade auch diejenigen, die dann im Training einfach. Also die Meinungen auch mit vielen Dingen auch unterlegen können, weil wir viele Spiele gucken, weil wir viele im Austausch mit den Spielern, mit den Trainern und unterschiedliche Perspektiven da einfach reinkommen. Das andere hilft aber trotzdem ab und an, wenn einfach jemand, der völlig frei ist von Situationen, von Erfahrung, von Schubladen, von persönlichen Sympathien, und Antipathien, irgendwo oben auf der Trübühne sitzt und sagt, "Aber das ist mir aufgefallen." Das hilft natürlich auch. Also, das möchte ich auch nicht wegreden, sondern auch da gab es schon Situation, wo ich gedacht habe, "Ja, war auch, ist genau so, ist mir gar nicht aufgefallen." Aber es hilft mir eigentlich in Zukunft, entsprechend damit umgehen zu können oder das auch nutzen zu können. So ein bisschen ist fast ein Dreiklang, finde ich, bei einer Entscheidung, weil du bist auf dem Weg an Entscheidung zu treffen. Wie triffst du diese Entscheidungen dann? Und wie gehst du dann auch mit dieser Entscheidung um, die du ja Nummer getroffen hast? Und als Cheftrainer dann in der Rolle auch dazu zu stehen, zu dieser Entscheidung, du hast das gerade schon gesagt, du bist dann derjenige ganz vorne an der Freund, wenn du so willst und du musst dich dann auch stellen, auch wenn natürlich ein großes Team hinter dir ist. Ja, definitiv. Also es gibt ja immer wieder Bekanntebeispiele und mit sicher ganz viele Unbekanntebeispiele von Trainern, die ja dann auch eigene Fehler öffentlich auch zugeben. Manchmal hat es sicherlich den Sinn, etwas zu verdecken, die Mannschaft im Grunde zu schützen. In der Kabine geht es dann vielleicht ein bisschen anders zu. Wie denkst du darüber, eigene Fehler einzugestehen? Und wann hast du auch wirklich Fehler vor der Mannschaft zugegeben? Ja, das ist auf jeden Fall schon vorgekommen. Ich find's im Fußball ein bisschen schwierig, von Fehlern zu sprechen. Wir sind eben nicht alleine. Also es ist ein bisschen anders als in Sportarten, vielleicht, wo ich jetzt nur in meiner eigenen Verantwortung bin und irgendwie, ich nehme jetzt mal den 100 Meter sprint und vielleicht gar nicht so viele andere Faktoren dann wichtig sind. Wir haben immer Gegner in der Regeln, guten Gegner, vor allem bei Turnieren. Und die können auch was und die stellen dich natürlich auch mal vor Situationen und Herausforderungen, die vielleicht eine Personalentscheidung oder eine Spielstrategie, die auch wegnehmen oder auseinandernehmen und trotzdem bist du im Vorfeld im besten Wissen und gewissen zu dieser Entscheidung gekommen. Und deshalb finde ich es im Fußball teilweise schwierig, denn es ist zwar ein Ergebnis-Sport, aber wo sind denn wirklich die Parameter, die jetzt objektiv auch eine Arbeit dann wirklich beurteilen? Und ich glaube, dass wir auch in eine Situation kommen könnten, wo wir im Achtelfinal oder im Fiddelfinal gegen einen Top-Gegner ausscheiden würden bei einem Turnier und trotzdem uns nichts quasi vorwerfen können. Alles gegeben haben und alles nach besten Wissen und Gewissen auch reingehauen haben, was wir haben. Aber das ist halt der Fußball, das wissen wir auch, dann wird es natürlich jede einzelne Entscheidung wird dann hinterfragen. Es wird auch dann Momente geben, wo du sagst, klar, du hast diese Spielerin oder diese Strategie gewählt und die hat nicht gegriffen oder du hättest da noch mal anders oder hast du zum richtigen Zeitpunkt das richtige gesagt oder hättest du dich noch mal anders vorbereiten und hättest du das wissen müssen. Und das ist genau das Bernd Schröder hat immer gar Fußball, ist kein Konjunktiv und hätte hätte Fahrradkette. Ich finde dann nicht ganz viel Wahrheit drin, aber noch mal trotzdem tust du es, also weil es eben auch zu gewissen Prozessen dazu gehört. Aber ich finde es echt schwierig, über Fehler zu sprechen. Wir sagen auch, bauen Sie in einer Nationalmannschaft zwar, wir wollen, wir wollen eine Fehlerkultur haben, aber ich möchte eher eine Fehlerresistenz haben, weil ich möchte das, wir auf dem Platz, eine Entscheidungskompetenz entwickeln, die ein bisschen unabhängiger wird, von einer erfolgreichen Situation oder von einer Misserfolg, von einer Misserfolg unmittelbar auf dem Platz. Das heißt, ich möchte das eine Spielerin selbst, wenn sie vorher fünfmal im Einsgäng eins gescheitert ist, dann möchte ich, dass sie es das sechst und siebte mal trotzdem probiert und nicht dann den Mut verliert, diese Entscheidung einfach nicht mehr zu treffen und so genannten Alibi-Pas zu spielen, sage ich dann immer oder nicht mehr, so mutig zu sein, vielleicht eher Dinge anders aufzulösen. Und das versuchen wir permanent rein zu bekommen. Und natürlich habe ich auch schon Entscheidungen getroffen, wo ich am im Nachhinein vielleicht nicht vor der Gesamtenmannschaft, aber vor allen Dingen dann vielleicht auch im Kontext mit der Spielerin, die dann nicht ihre Leistung hat so abrufen können, in den Dialog gegangen bin. Aber eher, um ihr auch wieder Mut zu geben, Sicherheit zu geben. Und ihr auch zu sagen, "Hey, das ist jetzt nicht schlimm, weil dann ist es doch wieder nur Fußball." Und was passiert im schlechtesten Fall du verlierst, ein Spiel? So, und nicht Gott sei Dank nicht mehr. Also, gibt es ja ganz andere Entscheidungskompetenzen, die du treffen musst, wo ganz andere Dinge von abhängig sind. Und deshalb bin ich irgendwie auch glücklich und froh, dass ich dann nur Fehler im Fußball machen machen darf.
oder kann, das ist schon auch ein Privileg. Die trotz dem Ärger. Äh logisch, weil wir lieben ja das, was wir tun und wir wollen natürlich das bestmöglich und mich ärgern sie ja dann eher, weil ein Gesamt erfolgt, dann vielleicht irgendwie nicht zustande kommen, weil ich gönne ja nicht nur mir, sondern viel, viel mehr den anderen, genau auch diesen gemeinschaftlichen Erfolg und von daher klar. Du hast jetzt gerade während des Thema Fehler gesprochen, dass ja eigentlich gar nicht dieses Wortfehler so gerne möchtet, soll ich jetzt auch interpretiert. Das hört sich für mich auch sehr, sehr stark so an, als würdest du auch viel mehr Wert auf die Stärken, auch der einzelnen Spielerinnen legen. Das ist ja durchaus auch eine Diskussion, die man dafür, rund um eher ein stärker orientierten Ansatz oder ein konventionellen Ansatz, wo sind Schwächen, wie verbessern wir sie? Wie schafft ihr das in der Praxis, dann diesen Blick wegzulenken von Fehlern, von vielleicht Schwächen von Spielerinnen hin zu, ey, wir kannst nur in deiner Stärken bis einsetzen. Genau, also wir haben echt das Motto "Stärken stärken" und sprechen dann bei den anderen Dingen vom Potenzialen. Also ich glaube es geht schon viel über die Wort, weil über Sprache Sprache kann schon ganz viel verändern. Dann werden wir visualisieren und machen Gegneranalyse oder vorhin auch unsere eigenen Spielanalyse, dann zeigen wir mehrheitlich positiv ist sehen mittlerweile und nicht, das was nicht funktioniert hat. Natürlich sind ein, zwei Sachen da drin, wo wir sagen, auch hier haben wir wieder Potenziale, auch hier müssen wir ein paar Dinge anders machen, die nehmen wir mit Instraining rein, aber vor allen Dingen versuchen wir auf das immer wieder auch hinzuweisen, was wir gut gemacht haben, weil das wiederum gibt Sicherheit und wir glauben einfach, dass Sicherheit und Selbstbewusstsein und Stärke zu bessere Leistung führt und nicht Verunsicherung durch, ich habe dir jetzt alle deine Fehler aufgezeigt und dann ist ja auch noch wie gehen wir in die Analysen rein. Also wir machen sehr viel Einzelanalysen mit den Spielerinnen, aber eher mit dem sagt du mir doch mal deine Perspektive und wie würdest du das jetzt lösen? Wir versuchen mittlerweile viel mehr Spielerin dominiert das Training einzubringen, es ist ja ein großes Thema auch bei uns im DFB, mit Hannes Wolf, das ganze Spieler und Spielerin dominierte Training zu verändern, anzupassen, dass ich nicht mehr wie früher als Trainerin sage, ah, schießt, passt nach B, C hinter läuft und D, keine Ahnung, weil kannst du auch mal machen, ist glaube ich viel in der Ausbildung auch notwendig und bei uns geht es auch da natürlich so viel wie möglich Trainingsform zu finden, wo Spielerin so oft für möglich in Entscheidungen gebracht werden, weil am Ende treffen sie die Entscheidung auf dem Platz und müssen sie auch treffen. Und diese Kompetenz muss ich ihnen auch geben. Beispiel, wenn ich meiner Innenverteiderin sage, ich möchte, dass du Andribbelst und sie drübeln an und bleibt hängen, dann kann ich ihn anschließen sagen, warum bist du ihn angedrübeln? Ich kann mir eher trotzdem in die Situation reingehen und kann nach einem Perspektiv-Excel suchen. Aber das ist glaube ich dann am Ende der Job und das versuchen wir immer mehr auch herauszustellen und wirklich auf diesen positiven Bildern zu basierend dann auch aufzubauen. Dann ist es auch viel einfacher, das kritischere oder das, was man nicht so gut gemacht hat, auch dann nochmal mit reinzunehmen. Also es fällt mir ja viel einfacher, wenn ich vorher was Gutes gehört oder erlebt habe, dann kann ich auch mit dem vielleicht nicht so gut noch ein bisschen besser umgehen. Die Vermittlungs-Taktik, auf jeden Fall. Wie wird das dann nangen? Der Weg, ich glaube als Trainer ist natürlich nach Hauptaufgabe auch die Spielerin dazu zu bringen, Entscheidungen treffen zu können. Und ich glaube wir haben ja vorhin schon mal gesagt, wir treffen unheimlich viele Entscheidungen den ganzen Tag an, sehm du hast es gesagt. Ich habe mir im Vorfeld auch nochmal die Doku-Born vor des angeschaut, die ich ohnehin bemerkenswert finde. Nicht nur aufgrund eure Offenheit, die hier da in den Tag liegt, sondern einfach weil das Einblicke sind und ihr da alle mitten nehmt, das ist natürlich nie selbstverständlich, heutzutage. Es gibt aber glaube ich unheimlich viel verständnis dann für alle. Und auch da kommt sehr auf das Wort "Entscheidung vor". Es gibt Trainerin, die Entscheidungen treffen, wer kommt in den Kader? Es gibt Spielerin, die Entscheidungen treffen auf dem Platz. Das hatten wir auch schon, wir haben über Alex Pop gesprochen, die vor dem Finale für sich auch ein bisschen mitentscheiden musste. Okay, ich gehe jetzt zu dir, Martina, und sagte pass auf, ich bin verletzt, ich kann, ich kann hier nicht agieren, wie es tun sollte. Es gibt Schiedsrichterin, die Entscheidungen treffen auf dem Platz, die mal für uns, mal gegen uns ausfallen, die wir auch mal besser, mal schlechter verstehen. Aber Entscheidungen kommen einfach überall vor. Und die Frage ist, wie gehen wir damit um? Wenn wir aber wissen, dass es so notwendig ist, diesen Weg einfach zu verstehen, wie treffe ich Entscheidungen, um dann auch also besser Entscheidungen zu treffen und dadurch auch bessere Entscheidungen zu treffen, ist ja die Frage, wie nähern wir uns dem noch weiter an? Und ich glaube, du hast gar ein schönes Beispiel gegeben, wie ihr die Spielerin fördert, einfach auf dem Platz selber zu denken und Entscheidungen zu treffen, indem ihr sie immer wieder in die Situation bringt, auch in Spielformen, in Training, dieses Learning einfach zu haben. Okay, in der Situation klappt das oder das? Ich weiß nicht, ob das beim nächsten Gegner passt, aber ich versuche es nun mal, weil manchmal sind wir auch hilflos am Seitenrand und können gar nicht so helfen und müssen nun mal auch andere dazu bringen, bessere Entscheidungen zu treffen. Ja, und was in der Nationalmannschaft noch dazu kommt, müssen ein bisschen Mut zur Lücke haben. Also wir müssen da priorisieren, wir müssen ein Trainingsthemen priorisieren, wir haben weniger Zeit als im Verein, wir sehen sie nicht tagtäglich, wir haben reduzierte Trainingsseiten, wir haben uns sehr viel auch damit auseinandergesetzt, was zereichnet unser Spiel aus und wo müssen wir priorisieren? Weil natürlich sehen wir auch Dinge, wo wir sagen, ja, dass das müssen, weil es eigentlich auch noch trainieren und da haben wir eine Baustelle und das müssen wir auch noch, aber das wollen wir eigentlich gar nicht, sondern auch dort haben wir eher für uns gesagt, lass uns priorisieren, lass uns in dem, wo wir gut sind, dass noch mehr stärken, noch mehr rausheben, dass andere dann trotzdem mitnehmen, auch ein bisschen auf dem Gegnerbezug natürlich auch ein Stück weit, aber immer eigentlich mehr mit den Fokus auf uns, auf unsere Entwicklung und damit sind wir bisher, glaube ich, ganz gut gefahren. Ja, bin gespannt, wie das weitergeht, wie dieser Prozess eben auch innerhalb des Teams weiter angenommen wird, wenn wir jetzt noch mal über Variabilität sprechen, wir wollen ein bisschen unberechenbarer sein, gegenüber den Gegnern, welche Entscheidungen treffen wir dann, tragen wir die auch alle mit und da hilft für uns Klarheit. Wir sprechen in der Nationalmannschaft viel über Prinzipien, weil wir glauben, dass wenn Prinzipien verstanden werden, wenn wir unabhängig an ein bisschen von System oder von Ordnung, sondern auch auch Position spezifisch, sagen wir eher, das ist gar nicht wichtig, wer jetzt gerade auf dieser Position ist, aber es muss klar sein, was diese Position halt dann gerade erfordert und dann wir festgestellt, dass weniger mehr, weil es hilft, glaube ich tatsächlich, der Spielerinnen und dem Spieler dann mehr Entscheidungen selbst zu treffen, also wenn ich so viel Informationen bekommen habe, dass ich jetzt denke, oh was war das noch mal? Und da muss ich jetzt eigentlich und, nee, ich sag zum Beispiel, Juli Brandt ganz oft, offensiv fühlen oder es auch so ein Kredo bei uns, offensiv fühlen, defensiv denken, so da haben wir ein paar Grundprinzipien, die wollen wir einfach haben, die müssen wir auch haben, weil es das unser Spiel auch her gibt, aber offensiv sein wir kreativ, lasst dann, lasst du auch dein Bauch da, denke jetzt nicht darüber nach, ob du jetzt eigentlich noch fünf Meter Außenstehen müsstest, sondern versucht einfach die Situation zu spüren und zu fühlen und gerade bei Jungen Spielerinnen hilft es tatsächlich da auch, wenn sie weniger denken, wenn sie mehr fühlen, um dann in Entscheidungsprozesse auch besser reinzukommen, weil ich habe wirklich das Gefühl, wenn du einer schon ansiesst, die denkt jetzt schon darüber nach, dann ist die Situation gerade im Fußball so schnell, die Planise auch schon kaputt und davor suchen wir Support zu geben und sie zu unterstützen. Jetzt komme ja bei Oech in der Nahrnschaft, Spielerinnen von verschiedenen Clubs zusammen und ja, man hört ja oft mal fortfonieren, da gibt es einen Blog von dem fallen und von dem ja, lasst uns da mal ein bisschen ein Blick in deinen Kopf geben, wiefern spielt das auch bei dir in der Entscheidung eine Rolle auch, dann natürlich wenn es um die Startelf geht. Ja, das hilft auf jeden Fall, wenn du weißt, dass die Spielerinnen sich gut kennen und klar, ich bin davon überzeugt, dass eine Blogbildung auch hilft, trotzdem muss immer die Basis die Leistung sein und ich würde immer eine Leistungsbasis vor einem Blog setzen, also wenn jetzt die Spielerinnen X aus Fein Y trotz dem gerade die bessere Leistung bringen und nicht im gleichen Verein ist wie vielleicht und ihre unmittelbare Spielerinnen, die neben ihr wo viel Interaktion ist, dann würde ich mich trotzdem dafür entscheiden, aber es hilft und es hilft natürlich auch, wenn wir wissen, wir nehmen jetzt gerade für die Frau in der Zinnahmenschaft des Thema Wolfsburg und Bayern, weil nun mal die meisten Spielerinnen aus diesen Verein kommen, dann hilft es uns natürlich extrem auch dort mit den Trainer, dem Austausch zu sein, zu wissen, wie es ihre Spiele, was machen sie, wie setzen sie es um, wir haben Multiplikate oder durch, wir arbeiten eigentlich an den gleichen Themen und das hilft uns natürlich auch, Leistungsstabiler hinzubekommen. Wie verhält sie das Kontext des Prinzipien, mich meine unterschiedliche Clubs arbeiten auch mit Prinzipien, unterscheiden die sich auch manchmal so, dass man sagen muss, das ist jetzt schon fast eine kontraere Perspektive? Nein, ich glaube so weit ist der Fußballer nicht auseinander, das ist komplett kontraous, aber wir haben vielleicht eine andere Idee von dem euch machen, Beispiel, wir wollen vielleicht das beide Außenverteidigerinnen
Offensiv mit unterstützen, dass auch baldfern immer eine Aktivität ist. Von der Außenverteidigerin wären die vielleicht im Verein sagen, nein, eine Außenverteidigerin ist auch immer mit dem Defensivblock und macht die Ristverteidigung den Zugriff, ihr auch immer mal das nennen möchte. Und dann geht es wieder darum, bei uns zu sagen, auch in der Einzelanalyse, wenn wir Bilder nehmen, aus dem Verein, dann sagen wir nicht, dass wie du das jetzt da gemacht hast, es ist verkehrt, das machen wir uns also wirklich nicht an, weil wir nicht immer eins zu eins wissen, wie war die Aufgabenstellung, sondern wir sagen, in der Situation hätten wir es eigentlich gerne, dass du dort ein bisschen höher bist oder ein bisschen tiefer oder die Situation halt auf unsere Offensiv und Defensivprinzipien gedacht hat, adaptiert. Das gelingt aber mittlerweile auch ganz gut. Ich muss da jetzt noch mal zurück zu diesen Fehlern, es tut mir sehr leid, oder dann will ich noch mal rein. Könnt ihr ein Fehler sein? Wir werden gleich sehen. Wir Menschen sind ja auch irgendwo Gewohnheitstiere. Und wir hatten ja schon darüber gesprochen, Intuition entwickelt sich durch Erfahrungen und so weiter. Und so weiß man ja auch mittlerweile, dass es auch gewisse Wahrnehmungsfehler gibt, die wir Menschen alle irgendwo mehr oder weniger ausgesetzt sind. Einer von diesen Wahrnehmungsfehlern ist zum Beispiel der Konfirmation "Nem Bias", gibt der unterschiedliche Beiß, der besagt, dass man irgendwo auf den, irgendwo Einschätzungen auf seiner Meinung, irgendwo behaatt, wenn man sich mal eine Meinung über eine Spielerin gebildet hat, dass sich diese eigentlich nicht verändert. Hast du dich selber schon mal dabei erwischt? Ja, ich glaube, das darf man ehrlich und färreweise sagen, dass diese ich nennt sie mal Schubladen denken, gefährlich ist. Und da hilft es dann, dann das meine ich, da hilft es dann wirklich, wenn nochmal andere Perspektiven und andere Wahrnehmungen auch reinkommen, weil oft ist es auch dort so, wenn ich eine Spielerin nicht so gut sehen möchte, weil ich nicht gerade ein so gutes Bild von dir habe, dann fallen mir die Szenen eher auf und mehr auf, wo sie es nicht so gut macht als es andere. Und da müssen wir wege finden, entweder in dem ich dann komplett rausgehe und andere das machen lassen, nämlich mit einer anderen Objektivität oder mit einem anderen Gefühl und das hilft. Und deshalb tut es auch gut, wenn wir dort mal wieder Perspektiven von außen, von, ja ich nenne es mal so ein bisschen unbelastet auch haben. Deshalb ist es auch ganz gut, wenn sich Trainer Teams immer mal wieder verändern oder wenn sich natürlich Teams manchaffen immer mal wieder verändern. Weil sonst, also in Best-Gesfall ist es so, dass du immer eine besondere Beziehung bestimmten Spieler und Spielerin hast und die funktionieren, mehr halt dich auch immer. Aber wenn es eben anders ist, dann ist es vielleicht auch mal ein bisschen unfair. Und ich kann nur sagen, auch hier wirklich nicht aus dem Neckästin geplaudert, aber einfach so, wie wir sind, da hilft uns Bgged Prince, richtig, richtig gut. Weil sie dann schon auch schon mal sagt zu uns, ich hab gerade das Gefühl, ihr schießt euch jetzt auf die ein und wir dann sagen, oh ja, das ist tatsächlich so. Und dann hilft sie uns wieder in diese objektiveren Argumente, gesichtspunkte Meinungen, Bilder wieder reinzukommen. Und das ist total wichtig. Und deshalb tut es auch gut, wenn jemand, das hast du vor ein Jahr auch gemeint, denn es so ein bisschen extern ist, auch in bestimmte Themen gar nicht rein muss. Weil am Ende, ich muss ja immer irgendwie in die Entscheidung rein mit der Spielerin, das ist immer so ein, die Bundesdrennerin hat entschieden, die Spieler nicht, sie ist jetzt auf der Bank oder ich bin nicht im Kader, ich bin oder ich spiel gar keine Rolle. Und für die andere, die nicht in dieser Entscheidungsposition ist, ist es natürlich viel einfacher, aber für uns um so hilfreicher Dinge ein bisschen anders zu betrachten. Und deshalb ist es ein Riesenmärwert, dass ich auf diese Kompetenzen zurückgreifen kann. Und jetzt stehst du kurz von einer Weltmeisterschaft, hast eigentlich gerade, ich sag mir, die EM verarbeitet oder vieles daraus mitgenommen. Und das geht ja so ein bisschen tatsächlich Schlag auf Schlag. Und so wie du schon berichtest im Trainer-Team gab es ja Wechsel. Geben wir mal nicht davon aus, dass jetzt im Kader, der gleiche Kader, der EM auch der gleiche Kader für Australien in Neuseeland ist, auch wenn er wahrscheinlich größenteils so aussehen wird. Und aber auch da sind die Entscheidungen zu treffen. Lasst uns mal mit Blick auf dieses Turnier, so ein bisschen schauen, auf deine Rolle als Cheftrainerin auch. Jetzt hast du natürlich diese Phase davor, wo du den Kader zusammenstellen musst. Aber wie bereitest du dich dann auch auf die Phase vor, wenn ihr wirklich vor Ort seid? Also erstmal geht es, glaube ich, jetzt um ein paar grundsätzliche Entscheidungen. Es ist eine Weltmeisterschaft in Australien und in Neuseeland. Also für uns nur in Australien. Aber diese extrem weit weg und jetzt meine ich nicht vom Zeitfaktor, sondern einfach von der Entfernung. Das hat Konsequenzen. Und die Konsequenzen haben wir auch noch nicht komplett besprochen. Also kann auch hier ein Beispiel machen, damit es vielleicht ein bisschen klarer wird, was ich meine. Wie viel Spielerin nehmen wir mit? Also 23 dürfen wir mitnehmen. Ich habe sehr dafür gekämpft bei der FIFA, dass wir mehr Spielerin mitnehmen dürfen. Jetzt Hättest du auch gut gefunden, wenn man das verändert, weil ich finde so ein Tunier, kannst du natürlich mit 23 bedienen. Aber was ist alles davor und danach? Und wir sehen immer mehr im Belastungsmänagement, dass wir viele Verletzungen haben, immer mehr nach großen Tunieren. Also hilft es uns natürlich auch, vielleicht die andere mehr mitzunehmen. Das andere ist, wie lange kann ich noch auf was auf einen Ausfall reagieren? Sprich, habe ich jetzt ein Spielerin im Kader, die es ein bisschen angeschlagen, die es aber so wichtig für uns, dass ich sie unbedingt mitnehmen möchte. Ich weiß aber nicht, ob es am Ende funktioniert, muss ich eigentlich den Backup mitnehmen nach Australien. Weil wenn ich sie dann am Matchte minus 1 vor dem allerersten Spiel, wo ich noch reagieren kann, also der allerletzte Moment ist 24 Stunden vor diesem Spiel. Und dass sie dann eine Spielerin nachkommen nach Australien, dann kann ich sie in den ersten beiden Spielen nicht einsetzen. Jetzt kann man sagen, ja, aber die war ja nicht dabei. Deshalb ist ja die Chance gar nicht so groß. Aber dann lassen sie zweite auf der Position ein bisschen Probleme haben. Dann ist die ganz schnell dabei. Also das sind mal Grundsatzfragen, die wir jetzt auch für uns beantworten müssen. Die haben wir noch nicht beantwortet, weil es auch unterschiedliche Sichtweisen gibt. Wie lange nehmen wir, wie viel Spielerin überhaupt mit? Weil es gibt für alles gute Argumente. Es gibt Argumente, damit zu Beginn in die erste Abstellungsphase 28 Spielerin mitzunehmen. Das haben wir im letzten Jahr gemacht, für jede Position quasi ein Backup zu haben, damit auch der taktische Input kommt, damit wir selber auch ein objektives Bild haben. Wann definieren wir die 23 und fliegen wir dann wirklich nur mit 23 rüber aus den genannten Gründen? Machst du das? Dann gewinnst du einen sehr engen Team Spirit mit diesen 23, weil die die mitgehen und nicht im 23er-Kader müssen diese Rolle annehmen und dieser brutal schwer. Also ich fliege vielleicht mit nach Australien als 24/25. Puh, was macht das mit mir? Kann die Spielerin die Rolle annehmen? Geht das überhaupt? Was gewinnen wir damit als Mehrwert? Das sind ganz, ganz viele Aspekte wieder, die in dieser Entscheidung, in dieser Entscheidungfindung eine Rolle spielen. Die müssen ausgesprochen werden, die müssen überlegt werden. Ich glaube auch nicht, dass es eine klare Antwort bisher darauf gibt. Ich glaube, wir müssen wirklich einfach schauen, wie ist unser Kader dann, welche Fragezeichen und Baustellen. Haben wir noch? Wo gibt es noch Probleme? Wie viel Alternativen haben wir dort? Auch hier, wir sind im Zentrum einfach überragend besetzt und können viel mehr Spielerin auf einem sehr, sehr hohen Niveau im Zentrum, im Nominieren als vielleicht auf der einen oder anderen Position. Und von daher ist es echt spannend, sich mit dieser ganzen Thematik auseinanderzusetzen. Deshalb ist der Prozess jetzt noch nicht self bei mir. Wir sind immer noch in diesen Findungsprozess und brauchen, glaube ich, auch noch ein bisschen dafür, um anhand der bestehenden Situation, Kader-Situation, Verletzungssituation, aber auch dann Philo-Sophie eine Entscheidung zu treffen hinter der wir dann alle stehen. Ansehen, du hast für deine Studie ja nicht nur mit Trainern gesprochen, sondern auch mit Sportdirektoren. Wir hören ja schon ganz viel raus bei Martina, dass dieses Entscheidung treffen, diese Entscheidungfähigkeit als Cheftrainer unheimlich relevant ist. Wie sehen die Sportdirektoren in diesem Bereich? Also grundsätzlich konnten wir sehen, dass bei Selbst- und Fremd-Einschätzung sich die Geiste oft geschieden haben. Das war bei der Entscheidungfähigkeit nicht so. Also Entscheidungfähigkeit war eine derjenigen Kompetenzen, wo sich die Trainer in der Selbst-Einschätzung, ich sage es mal von den Kompetenzen, die wir drin hatten, am schwächsten gesehen haben. Also dort am meisten Potenziale noch bei sich gesehen haben. Und genauso haben es auch die Sportdirektoren bewertet. Es war am Ende, es gab zwei Kompetenzen, wo sie sich einig waren. Also Selbst-Einschätzung, Potenzial und auch Sportdirektoren, Verbesserungspotenziale rund um Entscheidungen. Und Beispiele kamen dort auch sehr nah von der Praxis. Ja, das Spielfeldcoaching hat hier eine Rolle gespielt. Wann wechsel ich aus? Traue ich mich auch mal vielleicht ja an der 46. Minute drei frische Spieler zu bringen oder vielleicht auch in der ersten Halbzeit einfach eine Entscheidung zu treffen, weil wir etwas eine Veränderung benötigen. Und hier haben speziell die Sportdirektoren sich geäußert. Ich glaube, dass das Thema Entscheidungen treffen immer ein Thema sein wird, dass die Menschen beschäftigt, weil es einfach auch oft mit den Gefühlen anderer zu tun hat. und wer will schon den anderen Menschen irgendwo enttäuschen. Ja und. Spannend wär es dann, wenn dieser Sportdirektor am Spielfeldrand steht und plötzlich die Trainerrolle hat. Ob er dann noch genau so entscheiden würde, wie er auf der Tribüne oben entscheiden würde, indem er sagt, eigentlich, mir hätte es doch hier in der 30-minute wechseln müssen. Ganz klar. Also, ich glaube, ihr wisst, was ich meine. Es hat natürlich auch ganz viel mit deiner Rolle, mit deiner Funktion zu tun, dass es relativ einfach ist, dann auch mal schnell kritisch dem anderen zu sagen, du hast eine falsche Entscheidung getroffen. Und ich finde das sehr, sehr gefährlich, weil ich glaube, du kannst immer erst in der bestehenden Situation wirklich fühlen für dich, wie entscheidest du denn jetzt? Das ist am Alltag genauso. Also, wenn es dann schwierig wird, wenn herausfordernd gibt, wenn ich vielleicht weiß, dann hat jemand meinem Liebsten etwas angetan. Also, wie gehe ich dann damit um? Viele sagen, dann würde ich mich wehren und keine Ahnung. Oder du wirst auf der Straße jetzt angegriffen und willst die Wielkourage zeigen. Und nimmst dir das total vor, aber kannst es dann aus bestimmten Gründen nicht. Also, das finde ich schon, das ist dann schnell gesagt, da hättest du doch jetzt wirklich dich so und so verhalten müssen. Ich bin da sehr gespalten, was das angeht, dem anderen vor schreiben zu müssen. Oder sich das anzumassen zu sagen, hätte ich anders gemacht. Wenn du wirklich nicht in genau der gleichen Situation bist. Und wenn du nicht genau den gleichen Wissen stand hast, vor allem, ne? Ich glaube, wir tun uns da, wie du schon sagst, es ist leicht, dann hinzugehen und zu sei, du musst jetzt den oder den bringen oder die oder die Spielerin. Aber wir sind ja nun mal nicht alle bei jeder Trainings einheit dabei. Wir kriegen nicht jedes Detail mit, sind nicht in den Diskussionsrund dabei, in den Gedanken spielen, was wäre, welchen, was könnte denn auch noch kommen, dann danach und so ist es normal, Cheftrainer. Und ich glaube, am Ende muss ja einer dieser Entscheidung treffen. Und du bist eine von den Personen, die es dann auch machen muss. Jetzt haben wir. - Mach ich ja freiwillig. Jetzt haben wir in der Studie, wir Trainer und Sportreaktoren einbezogen. Keine Spielerinnen und Spieler. Ich finde, aber dieses Beispiel ist noch super spannend. Weil da erleben wir es ja auch so, dass natürlich Spielerinnen und Spieler häufig ja auch nicht einverstanden sind mit Entscheidungen der Trainer. Natürlich vor allem dann, wenn sie nicht spielen. Und was ich sehr spannend finde, ist eben dann zu beobachten, wenn sich die Rolle der Spieler verändert, hin zu einem Scheider. Denn dann kommt ihr häufig dieses A.H. Erlebnis auch. Oh, so ist das also, wenn ich dann einfach elf spielen lassen darf und die andere nicht. Dann kommt meistens eine Drehung. Und auch das hatten wir schon, dass eine andere mal es hilft, halt immer mal wieder, die Perspektive zu verändern und einfach auch mal in die andere Personie hineinzuschlippen und zu gucken, wie könnte die denn denken? Und auch im Bezug auf einen selbst. Vielleicht auch mal, man sagt, da ja dissoziieren, also auch mal aus sich herausgehen und auch mal zu gucken, wie könnten denn andere Personen über mich auch da denken? Ist das denn auch aus einer anderen Perspektive vielleicht die richtige Entscheidung? Das muss nicht immer helfen. Aber das kann auch mal eine Strategie sein, um vielleicht auch aus einem anderen Blickwinkel auf eigenen Entscheidungen zu schauen. Auf jeden Fall. Aber das ist. Ich finde, es gibt auch nicht dieses richtig und die Faltung diesen Einweg. Ich überlege, dass ich als junge Trainerin auch mal hab, alle meine spielerende Mannschaftsaufstellung machen lassen. Also spannend, ne? Was glaubte jetzt, andersrum heute, so. Du kannst auch nicht alle immer bei allen mit einbeziehen. Weil du musst auch deine Entscheidungskompetenz wahren. Auch wenn die andere Person vielleicht nicht damit einverstanden ist, die Erwartungshaltung an den Trainer und an die Trainerin eine Entscheidung zu treffen. Und die muss nicht immer gleich sein, ne? Also das Meinungsbild muss ja nicht übernandern liegen. Und dann vielleicht zu viele Meinungen reinzuholen, kann auch dazu führen, dass es eher auch so rüberkommen könnte. Wow, du bist jetzt verunsichert. Guck mal, die traut sich jetzt irgendwie vielleicht auch gar nicht. Ja, eigene Entscheidungen zu treffen. Und manchmal geht es dem anderen auch besser, wenn man ihm eine Entscheidung abgenommen hat. Das ist auch klar. Also wir hatten gerade, weil du auch Alex Pop genannt hast. Natürlich an dem Abend vor dem Finale das Gespräch, Alex, was machen wir jetzt mit morgen. Wir wussten ja, dass sie leicht angeschlagen ist oder schwer angeschlagen ist. Und auch da war es so, dass wir dann übereingekommen sind, ein Vertrauensverhältnis zu haben, wo ich gesagt habe, die Entscheidungskompetenz oder wie du dich entscheidst, die liegt komplett bei dir. Aber du kannst dir sicher sein, dass ich jede Entscheidung, die du trifft, zu 100 Prozent unterstütze. Was bedeutet, kommst du vor dem Spiel und sagst, es geht nicht, dann geht es nicht. Kommst du und sagst, Martina, ich probier es, dann vertraue ich dann probierst du. Und wenn du dann nach 10 Minuten runter musst, dann werde ich nicht sagen, wie heißt es denn probieren können. Sondern dann haben wir das besprochen. Und nach 10 Minuten wärst du runtergegangen. Und ich stehe komplett hinter dieser Entscheidung. Und das finde ich halt auch total wichtig, dass es dann bei so etwas wichtigen auch Partner gibt und Partnerin gibt, die dir einfach sagen, du musst die Entscheidungsvertreffen. Aber ich bin dein Anker und ich stehe komplett dahinter und gibt mir auch nicht danach her drauf, weil ich das Gefühl habe, es war jetzt komplett die falsche Entscheidung. So sollte es auch in jedem Trainer-Team laufen. Ich glaube, so ist es ja dann auch bei euch. Da kommt es auch auf Kommunikation, auf Transparenz an. Auf dann ihm, wenn das Gefühl, dass man hat, wenn wir da zurückgehen, nach Wemle, jetzt stellt euch mal vor, wir haben über Perspektivwechsel gesprochen. Jetzt warst du nah dran an, ansehen aber, wenn du Alex Pop bist und diese Entscheidung treffen sollst, voll besetzten Wemblech-Tadion und zu sagen, ja, ich kann jetzt nicht mit spielen, was da wohl gebrudelt hat in ihr ne, waren sie. Mit Sicherheit, Emotionen pur, aber ich glaube auch wahrscheinlich super viel Adrenalin, das dann Ende dazu geführt hat, auch eine Entscheidung zu treffen. Aber ist natürlich auch, denke ich, ein wunderschönes Gefühl, auch als Spielerin, so ein Vertrauen ja auch von der Trainerin zu bekommen. Das ist ja auch nicht sehr ständig und hat sie sich auch über die letzten Jahre und einfach auch erarbeitet. So entsteht dann sicherlich auch einfach eine große Vertrauensbasis zwischen Trainerin und Spielerin. Und das ist natürlich der Best-K, weil wenn du eine hohe Vertrauensbasis hast, dann kann auch eine, ja vielleicht auch mal schwierige Entscheidung, die der Spielerin vielleicht für die Spielerin negativ ausfällt, auch in einem Gespräch besser verarbeitet werden. Hast du solche Erfahrungen vielleicht auch gemacht, wo du dann auch eine sehr respektvolle Antwort von der Spielerin bekommen hast, die dann negativ durch den Schein beeinflusst wurde? Ich müsste jetzt echt überlegen, aber ich glaube schon, weil ich bin ja jetzt schon auch so lange Trainerin, dass sicherlich auch die Situation gab. Aber ich bin komplett beide, also Ende geht es immer um das gleiche. Dem anderen schon den Support zu geben und die Sicherheit zu geben. Oder eben, wenn sie es denn möchtet, auch die Entscheidung abzunehmen. Also wenn Pobby mir dann gesagt, sehr de Nehmatiner, nehmt du mir die Entscheidung ab, dann nehme ich sie ab, aber auch dann ist es ausgesprochen. Also ich finde, das ist halt wichtig. Dass es klar ist, warum dann die eine oder die andere Person im Best-K, Gemeinschaftlichen Entscheidungen trifft, aber dann auch wirklich dazu stehen und das erleben wir im Alltag auch permanent. Dass wir dort auch, wir sind ja nicht alleine auf dieser Welt, sondern wir sind ja permanent im Austausch mit wichtigen Menschen um uns herum und treffen auch Entscheidungen ja für eine Familie, für einen Weiterkommen, für keine Ahnung, was auch immer. Und da ist es dann auch total wichtig, dass man Gemeinschaftlich in diese Kommunikation auch eingeht. Martina, jetzt haben wir schon unheimlich viel über Entscheidungen gesprochen und darüber, wo Entscheidungen überall vorkommen. Es wird nicht aufhören, Entscheidungen zu treffen, auf wenn wir diese Podcastaufnahme beenden, aber wir enden immer mit einer eigentlich zusammenfassenden Frage und die geht immer an unseren Gast. Die will ich dir gerne ausstellen, denn zum Abschluss geht es immer darum, was sind denn deine drei Tipps oder eine Take-Aways um sich bei diesem Kompetenzbereich, Entscheidungsfähigkeit gut aufzustellen? So, Punkt 1 ist für mich das wichtigste, seine Emotionen zu kanalisieren und zwar sowohl die Negativen als auch die Positiven und wirklich zu versuchen, in ein gewisses Niveau der Objektivität zu kommen, nicht direkt nach dem spielene Leistung zu bewerten, hilft zum Beispiel dabei. Klar, ich immer dieses Gefühl auch, wie war es denn jetzt? Und wenn wir diesen Kreis haben, dann sage ich auch immer was. Aber ich habe auch schon Spiele viel Negativer gesehen, als sie am Ende waren, wenn ich sie mir noch mal angeschaut hat. Und eher so rum, ich habe seltene Spiel positiver gesehen, als es am Ende war. So dass das hilft, dass eine das zweite ist, sich wirklich Feedback zuzutrauen, einmal für sich selber in die Reflexion zu gehen, sich aber auch mit guten Menschen, guten Leuten zu umgeben, wo man sicher sein kann, dass man ein gutes Feedback bekommt und auch ein ehrliches Feedback bekommt und das auch dann wirklich annimmt. Und der dritte Punkt ist, auf die Kompetenzen zu bauen, Vertrauen zu haben in seine Mitarbeiter und Mitarbeiterin, die man im Bestcase fall ja auch mit Ausrufe, mit Entwickl, mit ihnen zusammen wächst. Und dann aber auch am Ende bereit sein, wenn man Verantwortung übergibt, die dann auch komplett zu übergeben und nicht noch kontrollieren zu werden.
als das war auch ein Lörnig für mich, dass ich zwar manchmal auch Verantwortung abgegeben habe, aber trotzdem das Gefühl hatte, dass Musik jetzt aber nochmal nachkontrollieren, das hilft ja nicht, weil dann kann ich es auch gleich selber machen. Und das sind so die drei Dinge einfach wachsen, mit den Vertepunktflern und wirklich Mut zu haben, Entscheidungen zu treffen und die dürfen auch Fehler behaftet sein. Das ist glaube ich besser. Also wir sagen immer, auf dem Platz macht die Fehler mit Überzeugung, aber ohne Überzeugung nicht, macht die Fehler mit Überzeugung. Das hilft ganz viel. Für mich beeindruckend, Martina, aus deinem großen Erfahrungsschatz einfach, was mitzubekommen und ich glaube, dass du da, wo du jetzt bist in dieser Rolle genau die richtige bist und ich wünschte da mehr als viel Erfolg auf für die Anstehenden Aufgaben. Ja, an seinem Juppelalb eigentlich nur Danke zu sagen, an euch beide für das spannende Gespräch, eure Einblicke und eure Tipps, Martina, vor allem viel Erfolg dabei, die Mannschaft zu entwickeln, den Weg weiterzugehen und natürlich auch hinsichtlich der WM die richtigen Entscheidung zu treffen. Wir drücken dazu alle Daumen an sie. Denn es, die ihr natürlich vielen Dank da aus mal wieder ein Superbauggefühl gehabt, der für unseren Gast, das hat mal wieder super gepasst. Er hat auch lange dran geraten. Er hat nicht locker gelassen. Manchmal muss man hart neckig bleiben. Vielleicht Tipp Nummer 5. Vielen Dank euch, für das Gespräch, alles Gute und wir hören uns wieder. Eine Podcast-Serie der DFB Academy.
Podcast Summary
Key Points:
Entscheidungsfähigkeit ist eine zentrale Trainerkompetenz, die durch Erfahrung, Anwendung und oft auch durch Fehler wächst.
Martina Voss-Tecklenburg betont die Bedeutung von Spaß, Freude, Selbstreflexion und der Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln.
Die schwierigsten Entscheidungen sind für sie die Mitteilung an Spielerinnen, nicht für ein Turnier nominiert zu sein – emotional belastend, aber notwendig.
Entscheidungen basieren auf einem Mix aus Bauchgefühl (Intuition) und rationalen, faktenbasierten Überlegungen – es gibt kein Schwarz-Weiß.
Im Spielgeschehen ist eine klare Kommunikation im Trainerteam entscheidend, um schnell und effektiv reagieren zu können.
Die Wertschätzung aller Spielerinnen, auch derjenigen auf der Bank, ist wichtig – sie werden als „Game-Changer“ gesehen, nicht als bloße Einwechselspielerinnen.
Summary:
In dieser Podcast-Folge der DFB-Akademie spricht Martina Voss-Tecklenburg, Bundestrainerin der Frauen-Nationalmannschaft, über ihre Erfahrungen mit Entscheidungsfähigkeit als zentrale Trainerkompetenz. Sie betont, dass gute Trainerinnen und Trainer nicht nur Fachwissen benötigen, sondern auch Spaß an der Arbeit, Empathie und die Fähigkeit, mit Menschen umzugehen. Entscheidungen, so erklärt sie, basieren auf einem Zusammenspiel aus Intuition (Bauchgefühl) und rationalen, datenbasierten Analysen – ein Mix, der je nach Situation variiert.
Besonders schwierig sind für sie Entscheidungen, bei denen sie Spielerinnen mitteilen muss, dass sie nicht für ein Turnier nominiert wurden. Diese Momente bleiben emotional, auch weil sie selbst ähnliche Erfahrungen als Spielerin gemacht hat. Sie lässt diese Gefühle bewusst zu, um authentisch zu bleiben.
Im Wettkampf, etwa während eines Spiels, verlässt sie sich auf ein gut vorbereitetes Trainerteam, das Informationen kanalisiert, damit schnelle und klare Entscheidungen möglich sind. Die Vorbereitung im Vorfeld ist entscheidend, um auf verschiedene Szenarien reagieren zu können. Zudem hebt sie hervor, wie wichtig es ist, allen Spielerinnen – auch denen ohne Startelfplatz – ihren Wert zu vermitteln, etwa durch individuelle Gespräche und die Rolle als „Game-Changer“.
Insgesamt zeigt sich, dass Entscheidungsfähigkeit keine statische Eigenschaft ist, sondern ein dynamischer Prozess, der von Erfahrung, Teamarbeit und der Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen, geprägt ist.
FAQs
Neben Fachwissen sind Spaß und Freude an der Arbeit, die Bereitschaft zur Veränderung, Selbstbewusstsein und ein guter Umgang mit Menschen entscheidend. Diese Kompetenzen wachsen durch Erfahrung, Anwendung und Herausforderungen wie Niederlagen oder Fehlentscheidungen.
Entscheidungsfähigkeit bedeutet, selbstorganisiert Entscheidungen zu treffen, egal ob auf rationaler Ebene oder durch Bauchgefühl. Es geht darum, Entscheidungen zu treffen, sich mit ihnen wohlzufühlen und sie auf Erfahrung, Wissen und eigenen Werten basieren zu lassen.
Die schwierigsten Entscheidungen sind, Spielerinnen vor großen Turnieren mitzuteilen, dass sie nicht im Kader sind. Diese Momente sind emotional belastend, da sie weiß, wie hart die Spielerinnen gearbeitet haben und wie sehr dieser Traum zerbrechen kann.
Sie lässt Gefühle zu, da es sonst nicht authentisch wäre, und nutzt Empathie aus eigener Erfahrung. Sie bespricht Entscheidungen im Trainerteam, sucht Unterstützung und verarbeitet sie im Nachgang, auch im Austausch mit den betroffenen Spielerinnen.
Früher war sie eher Bauchmensch, heute nutzt sie eine Mischung aus beidem. Sie bezieht Erfahrungen und rationale Gründe ein, aber vertraut auch ihrem Bauchgefühl, besonders wenn sie schlechte Erfahrungen mit Überredung gemacht hat.
Sie kombiniert Gefühl für den Spielverlauf mit datenbasierter Analyse und vorbereiteten Szenarien. Sie diskutiert im Trainerteam, aber am Ende trifft sie die Entscheidung, wobei sie auf klare Kommunikation und vorbereitete Optionen setzt.
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