Margret Rasfeld: Die "Schule im Aufbruch" und der "Frei Day"
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Im Podcast „Der Bildungspodcast“ diskutiert Bob Blume mit der Bildungsexpertin Margaret Rasfeld über notwendige Veränderungen im deutschen Schulsystem. Rasfeld stellt das Konzept „Friday“ vor, einen wöchentlichen Projekttag, an dem Schüler selbstgewählte Themen innerhalb der Nachhaltigkeitsziele bearbeiten. Dieser Tag fördere Kreativität, Verantwortung und authentisches Lernen, da Schüler aus eigenem Antrieb Wissen erwerben und anwenden – wie das Beispiel einer fehlerfrei verfassten E-Mail an einen Architekten zeigt. Kritisch sieht Rasfeld das vorherrschende System des Fachunterrichts, das auf Noten und Prüfungen ausgerichtet ist. Noten schüren ihrer Ansicht nach Angst, fördern schädlichen Vergleich und entsprechen nicht den Anforderungen einer modernen Arbeitswelt, die Meta-Kompetenzen und Problemlösungsfähigkeit benötigt. Als Alternative werden Coaching-Gespräche und individuelle Lernvereinbarungen, wie an der Waldparkschule praktiziert, vorgestellt. Rasfelds Hauptkritikpunkt ist die „Entmenschlichung“ des Systems, in dem weder die Bedürfnisse der Schüler noch der Lehrer im Fokus stehen. Sie plädiert für eine grundlegende Transformation, die mehr Freiräume schafft, auf Noten verzichtet und Ressourcen gezielt in innovative Projekte und chancengleiche Bildung investiert. Ihre pädagogische Haltung ist durch eigene Unterrichtserfahrungen geprägt, in denen sie erlebte, wie motiviert und lernfähig Schüler sind, wenn sie sich für ein Thema begeistern und eigenverantwortlich handeln können.
ARD. Da hat die Filme produziert mit typischen Situationen. Ich sag mal, eine ein Mädchen quatscht. Der Lehrer nimmt sie dran. Und sie sagt, wie so nehmen Sie mich jetzt dran. Sie haben da gesehen, dass ich gequatscht habe. Sie wollen mich nur ärgern. Und dann stoppt der Film. Und dann unterhalten sich die Lehrer darüber, was hätte es zu jetzt gemacht. Die Schule brennt. Der Bildungspot-Cast mit Bob Blume. Heute zu Gast ist Margaret Rasfeld. Sie ist deutscher Autorin, ehemalige Schulleiterin, mitbegründerin und aktuelle Geschäftsführerin von Schul im Aufbruch und eine große Kritikerin des deutschen Bildungssystems. Zunächst mal, liebe Margaret, schön, dass du da bist. Ja, ich freue mich auch. Guten Morgen, Bob. In Medias Rees, du hast den Friday entwickelt. Ein Zukunftstag pro Woche für zukunftsfragen, Innovation, Kreativität und verantwortliches Handeln. Bedeutet ein Tag weniger Lernen, wie es im Bildungsplan steht, nicht, dass noch weniger basale Kompetenzen ausgebildet werden? Wenn du unter basalen Kompetenzen Leseverständnis und mathematisches Grundverständnis wenn du das damit meinst, dann ist sicherlich Leseverständnis, Textverständnis gepadet mit Interessebegeisterung Sinn. Sie wird sehr gefördert am Friday. Du musst ja über die Themen, die du der Aussuchst wissen aneignen. Ich würde angesichts der Diskussion, die wir gerade haben, nicht unbedingt eine Mathestunde in der Grundschule in den Friday tun. Es sei denn, das ist allgemeiner Konsens und so weiter, weil da wird ja einfach auch gefördert, dass du dich an was Neues rant raus, dass Angst weggeht. Mathe ist ja so ein Angstbesetztesfach. Aber der Friday hat vier Stunden, da muss man jetzt nicht unbedingt Mathe rein tun. Aber ansonsten bekomme ich eben auch die Rückmeldung, jetzt Grundschullehrerin, die Schülerin wollen eine nachhaltige Bank bauen und suchen im Internet einen Architekten. Findet jemand, der hat Nachhaltigkeit zentral platziert auf der Webseite. Und sie schreiben ihm eine E-Mail. Und sie hat gesagt, so eine E-Mail haben ihre Schülerin noch nie. Vor fast, fehlerfrei, total gut, formuliert. Und sonst hat sie immer das Problem vor den Ferien, durchgenommen, wie schreibe ich eine E-Mail und nach den Ferien vergessen. Also diese Unterführung mit ihnen hat natürlich einen ganz anderen Nachhaltigkeits-Lernen Erfolg. Und damit sind wir direkt in dem, was der Friday ja bezwecken soll. Darum wird es in dieser Folge auch viel gehen. Wie können wir es schaffen Jugendlichen freiheit zu gewährleisten, ihre Potenziale zu entfalten? Was ist eigentlich mit diesen Noten und warum sind da alle so fixiert drauf? Und wie sieht es gerade bei vielen Jugendlichen aus? Ich kann jetzt schon sagen, Druck spielt eine zentrale Rolle und ist einer der Gründe, warum man dieses Schulsystem überdenken sollte. Zunächst aber mal, umreißen, wenn es mal ein ganz kleines bisschen mehr, dass ich nenne es jetzt mal Programm ist, zwar schon einigermaßen bekannt, aber wie kann denn ein solcher Tag, du hast gerade gesagt, zum Beispiel vier Stunden, ein solcher Tag an dem Schülerinnen und Schüler autonom projekte gestalten, sich die Themen selber aussuchen und zu fragen kommen, helfen, Schule zu transformieren? Schule in Deutschland ist ja geprägt, bis auf einzelne Ausnahmen durch Unterricht, in dem ein Lehrer diesen Unterricht plant, auch schon weiß, was am Ende rauskommen soll, manchmal auch schon das Wideboard-Bild oder so was im Kopf hat. So werden ja auch noch viele Referendare und Referendare ausgebildet heute. Also Fachunterricht, Fächer-Coset, für Fächerübergreifen des komplexeres Denken ist oft nicht die Zeit, weil dann ja der Fachunterricht ausfällt, dann ist das Ganze auf Prüfungen und Noten abgestellt. Und insofern ist der Friday ein richtiger Eingriff in System, soll ja eine Brücke sein in das neue System. Natürlich ist nicht meine langfristige Absicht, vier Tage alter Unterricht und einen Tag neues. Aber du musst ja eine Brücke finden, damit die Lehrerinnen und Lehrer nicht überfordert sind, mit dem neuen. Also am Friday bestimmt erst mal der Schüler oder die Schülerinnen selbst das Thema im Rahmen der SDGs, in der Nachhaltigkeitziele. Da ist ja ein Riesen-Riesen-Ramen gesteckt, da kannst du ja sogar Fußball unterbringen. Und natürlich kann auch man Lehrer begeisterte Lehrer haben ja auch eine sehr hohe Wirkung auf Schülerinnen und Schüler, kann auch mal Lehrer mit einer Idee reingehen oder so. Ich merke nämlich, dass die Lehrerinnen und Lehrer total verunsichert sind. Darf ich noch was sagen und so weiter, also dieses entspanntes, normale fehlt bei vielen, was darf ich jetzt, was darf ich nicht. Aber im Prinzip kommen die Themen vor aus dem Interesse der Kinder und Jugendlichen. Sie forschen selber dazu, also nicht mir wird jetzt ein Blatt gegeben und der Lehrer bringt mir etwas mit. Ich habe auch schon erlebt, eine Grundschulehrerin, Solar-Energie hat keine Ahnung und sitzt bis nachts um drei, um ein Blatt mitzubringen am nächsten Tag. Der Friday fördert eher Metacompetenzen. Natürlich wird auch, musst du der erst mal wissen, an eigenen, um überhaupt zu einem Thema. Etwas produktives und schöpferisches Gestalten zu können oder eine Lösung für ein Problem herauszufinden. Aber darum geht es eigentlich. Werder aktiv sei unternehmerisch tätig. Traur dir was zu und eignet dir selber, wissen an, sprich Menschen an, geh raus aus Schule und finde Lösungen für Herausforderungen. Bevor wir da noch ein bisschen tiefer gehen, muss ich jetzt gerade noch mal den Widerständler geben. Allerdings nicht mit meinen eigenen Worten, sondern mit jenen der Bundesbildungsministerin, Stagwatzinger, die vor einigen Wochen verteidigte, dass sie Flächendeckendnoten in der dritten Klasse einführen wolle, weil sie sagt, nochmal ich umschreib's nur, "noten sind deshalb wichtig, weil sie Leistung darstellen und wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft, also brauchen wir auch diesen Druck und diese Noten. Was würdest du der Bundesministerin da antworten? Hochgefährlich, also ich beschäftige mich zur Zeit ja sehr sehr intensiv mit den Noten, weil ja hier Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums, Briefe geschrieben haben, wie es in wirklich wirklich geht. Und da spielen die Noten eben eine große Rolle. Noten heute sind etwas anderes als Noten vor 20 Jahren. Weil die Kinder und Jugendlichen ja in dieser Vergleichsgesellschaft aufwachsen, in Social Media ist meine Nase gut genug ist, dieses ist jenes. Sie vergleichen sich ständig und die Noten ist das, womit sie sich vergleichen können mit einem Portfolio oder einem mündlichen Gespräch oder einer schriftlichen, differenzierten Bewertung. Da können die sich ja nicht so vergleichen und wir erleben ja auch heute, dass wir es ja auch erleben bei dir wahrscheinlich an eurem Gymnasium 1,3 ist auch nicht genug. Könnte ja auch die 1,2 sein, kriege ich dafür noch einen Punkt. Und die Leistungsgesellschaft in der wir gerade leben, die Gesellschaft von höher schneller weiter, eine gesellschaftige Prächt ist durch Depression und Burn Out als Volkskrankheit. Und da kann ja nicht das Ziel sein, dass wir da schon Grundschüler drauf vorbereiten und dafür fit machen, indem sie rausgehen aus Schule mit Fehler Angst und Erfüller geist. Und deshalb halte ich das für hochgefährlich und viele Kinder haben Angst vor Noten, die Eltern richten ihren Blick auf ihre Kinder auf Noten. Wie geht's deinem Kind? Super hat ein Einsatz euchnis oder oh, dran, drei da. Die muss jetzt zur Nachhilfe statt zum Fußball und so weiter. Also die Noten sind etwas, was wir nicht mehr brauchen, was wir überwinnen müssen und es kommt in keinem Unternehmen Christo Noten. Vielleicht Christo, die im Gutesministerium. Und dann auch mit wie viel dürfen die Bestnote kriegen, also mit Norm Kurve. Und wir haben ja auch schon große Unternehmen, die schauen sich überhaupt die Notenzeuchnisse nicht an, weil die gar nicht aus der gekräftig ist, was die wirklichen Persönlichkeitsmerkmale und Metacompetenzen angeht. Wie Leistungseinschätzung ohne Noten aussehen kann, zeigt das Beispiel aus der SWR2-Wissenfolge "Schule ohne Noten" "Verstehen statt Sturm paugen". An der Waldpark-Schule gibt es für alle Kinder bis zur neuten Klasse statt Noten jede Woche ein Coaching-Gespräch mit ihrem Lehrer oder ihrer Lehrerin. Da steht auch schon fast fertig. Wenn ich diese Aufgabe 1,4. hat dann habe ich block 21, der muss ja halt diese Woche fertig. Nicole Sprünle geht mit Richard aus Jahrgang 8 seine Lernagenda für diese Woche durch. Die Lernagenda ist ein Wochenplaner. Darin steht woran Richard in dieser Woche arbeiten will. Was Tag für Tag ansteht. Mit seiner Lehrerin bespricht er jetzt, ob er die Aufgaben erledigt hat, was ihm gut gelungen ist und wo es noch hapert. Aber dann haben wir hier auch so ein bisschen Überblick wie lange du für die einzelnen Blöcke brauchst. Am Ende treffen sie vereinbarungen. Richard wird seine Deutschaufgaben-Erledigung, die schon länger liegen geblieben sind. Zum Schluss unterschreiben beide das Aufgaben-Heft für diese Woche. Zu Hause wird Richard auch seinen Eltern zur Unterschrift vorlegen. Was wir sehen ist, dass viele Kinder in ihrem Schulleben doch nochmal eine ganz andere Kurve kriegen. Also von dem ersten Jahrgang, den wir hatten, haben von 27 Schüler, die den Rialschulabschuss gemacht haben. 15, der für keine Empfehlung gehabt. Und ich war bereits ins Hinterherrichtung abitur gegangen. Also allein dieses frühe Selectieren ist schwierig. Doch Schule ohne Noten funktioniert nicht, indem man einfach die Noten weglässt. Genau genommen muss sich die ganze Schule verändern. Wie so eine solche Transformation von Schule gelingen kann, darüber sprechen wir gleich noch ausführlich. Zuvor aber interessiert mich ein kleines Stück von deinem Jahr mittlerweile schon etwas längeren Weg. Du hast ja eine sehr breite Expertise, die du auch aus der Praxis gesammelt hast. Zunächst als Biologie und Chemie-Lehrerin, dann als didaktische Leiterin einer Gesamtschule in Warbeck, später in Essen, aufbau einer Gesamtschule, die dann auch noch ausgezeichnet wurde. Wie ist es gekommen, dass sich deine Kreise immer weiter ausgeweitet haben? Also vom Fachunterricht zur didaktischen Leitung bis hin zu jemandem, der eine, ich sag's jetzt mal, gesammt gesellschaftliche Transformation im Bildungswesen vorantreibt. Stückchen für Stückchen würde ich sagen. Also ich bin geprägt durch die ganze 68er Bewegung. Das ist glaube ich etwas, was ich einfach mitgenommen habe. Ich bin aufgewachsen als Studentin mit den Themenökologie, Anti-Atom, Grafriensbewegung, Frauenbewegung. Hab mich da auch an verschiedenen Stellen jetzt nicht so groß irgendwie, aber immer im Kleinen auch engagiert. In meinem Chemie-Studium z.B. waren wir nur drei Mädchen und wurden von den Doktoranten und so entsprechend behandelt. Ich weiß nicht, warum. Ich hatte irgendwie einen guten Stand und wurde auch gefragt, ob ich da wie sein will. Aber ich habe mich da immer für die Frauen eingesetzt und für die Studierenden. Und ich habe immer mein Mund auch aufgemacht. Also ich war nicht immer so mutig wie jetzt. Ich bin ja ein Mensch, der klaren Worte, das habe ich auch über die Zeit gelernt. Und ich habe keinerlei Pedagogik-Studium gehabt. Also das ist ja als Gymnasial-Lerar. Ich glaube ich auch heute noch nicht. Ich war nicht viel, aber in Naturwissenschaften, in den 70er-Gauen, da kam das einfach nicht vor. Und dann war ich noch vier Zähnkarräterin. Vier Zähnkarräterin heißt auch damals gab es wahnsinnigen Lerermangel. Und es wurden dann Studierende einfach an Schulen geschickt, ohne Referendiate. Und da gehörte ich zu. Ich weiß nicht, ob da gelost wurde oder was. Aber ich gehörte dazu. Vier Zähnstunden an einem Gymnasium. Ich hatte einen Oberstufen-Kurs. Ich war Klassenlären an der neunten Klasse und so weiter. Und daher habe ich glaube ich sehr stark so meiner Intuition auch vertraut. Also ich war nicht so jemand, der genau Pekchen für Pekchen, damals musste man ja noch mal tritzend schreiben und durchgurbeln. Der sich da so dran festgeklammert hat, sondern ich habe eben auch so gesamtgesellschaftliche Themen reingebracht. Und war in Dienstlagen da erst mal ein Jahr. Und dann hatte ich vor Gürtzere von der Jahrzeit auf ein Jahr, die war schrecklich. Die war Horror für mich. Weil ich bin jemand auch, wenn ich jetzt Bücher schreib, ich hatte damals eine Schreibmache. Und wir mussten 20 Seiten schreiben über eine Unterrichtsstunde. Und ich weiß es nicht. Mein Chemielerer, deswegen bin ich froh, dass ich gute Erfahrungen vorher gesammelt hat. Hat mir nach der ersten Stunde gesagt, ich wär völlig ungeheichnet. Ich soll mein Wurf an Nabel hängen. Also dies Jahr war Horror, aber da bin ich durch. Und bin dann nach Essen gekommen an eine private Mädchenschule. Maria Virginis Kloster. So, wo die Eltern drei Tage Schlange standen, um sich anzumelden, nachts mit Thermoskaner und so. Sieben, zügig. Und hab da auch anders gearbeitet. Und die haben mich auch so gelassen. Aber mein Fachleiter hat mich dann abgeworben. Also ich kam dann letztendlich an Skrimnasium Essenborebik. Eine Eingimnasium, wo so etliche Kriegswetteran waren, wo ein ganz harescher Ton herrschte. Es gab noch eine letzte reine Jungenklasse. Also wurde gerade auf Koedikation umgestellt. Und ich fahr da so ein wundervogelärlich gesagt. Und ich hab mich mehr mit den Schülern oben in den Naturwissenschaftsräumen aufgehalten als im Lehrerzimmer. Und ich hab dann sehr stark gelernt von den Kids, von den Kleinen. Das erste Beispiel, fünfte Klasse, die Schüler kommen und sagen "Frau Rasmus" die Bäume sterben. In der Straße, hier nebenan, geht der Asphalt hoch. Wir müssen die Bäume retten. Die müssen jetzt Baumwete kriegen. Und dann hab ich, hätte ich ja sagen können, ist jetzt aber nicht im Lehrplan. Da ist jetzt der Hund die Katze, die für Megen einer Kuh und so weiter. Dann hab ich gesagt, ja klar. Was habt ihr vor? Da haben wir so ein bisschen überlegt. Dann haben sie sich städtische, verantwortliche eingeladen. Ich hab's mir ja schon gedacht, dass die sagen, das geht nicht, kein Gelder und so weiter. Und so war es auch. Und dann hab ich, glaube ich, den entscheidenden Satz gesagt. Und was jetzt zu den Kindern und nicht seht ihr, geht ihm nicht. Was jetzt? Jäu jetzt! Jetzt holen wir die Presse. Jetzt machen wir dieses. Jetzt machen wir jenes. Und ich hab eigentlich immer nur so, dass geöffnet. Und da hab ich gesehen, dass die Kinder, wenn sie sich für was interessieren und die interessieren sich für Gerechtigkeit, für Naturschutz und so weiter, wenn die richtig Feuer gefangen haben, lassen die sich nicht abwimmeln. Wie viele Erwachsene, die ganz schnell sagen dürfen, wenn nicht geht nicht und so weiter. Und so haben wir wahnsinnig viele Projekte gemacht. Und ich hab immer die Eltern ein. Also erst war ich ja nicht Klasse lehren. Ich war aber pro Format Klasse lehren für viele, weil ich als Beratungslehrerin damals kam die Kinder mit ihren Konflikten. Ich hab dann noch eine Ausbildung gemacht. Die war sehr wertvoll für mich. Ich hab mich dann psychologisch weitergebildet. Und ich hab eine Ausbildung gemacht, in Themenzentrierte Interaktion, nach Rotkohn. Hab dann natürlich auch viel über mich selber erfahren. Das hat ja auch sehr viel mit eigener Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Ich hab auch noch Kunst und Gestaltungstherapie in der Ausbildung gemacht. Und hab das, was ich da gelernt hab, direkt in der Klasse angewendet. Zum Beispiel, wie setz ich ein Thema so, dass du einen persönlichen Zugang hast. Und ich war dann auch in der Lage, Konflikte aufzugreifen. Und schon damals gab es sehr viel Mobbing. Ja, und hab dann mir die Erlaubnis geholt von dem Schulleiter. Ich war ganz junge Lehrerin. Dass ich jetzt bestimmte Fälle aufgreife. Also, die waren auch hart. Und das nicht benote. Und dafür sozusagen mein Unterricht aussetzen darf. Und dann ist es so gekommen, dass ich ja nach einiger Zeit immer doch wieder ein Unterricht machen musste, damit ich notengehen kann. Und da hat ich gerade in der letzten reinen jungen Klasse n Riesending aufgedeckt. Und dann haben die Schüler gesagt, können wir nicht privat weitermachen. Und dann hatte ich eine Selbstverfahrungsgruppe für jungs, fünf Jahre. Jeden Freitag kamen die. Und da habe ich wahnsinnig viel noch mal gelernt, was ich jetzt. Was natürlich alles eingefchlossen ist in meinen Handeln. Und ich hab da an dem Gymnasium auch sehr viel ökologisch gemacht. Wir haben erst die Schule begrünt. Dann achten Riesen, Bio-Schulgarten gehabt. Und dann war eigentlich meine Idee. Herr Hurelmann hat mich da sehr noch motiviert und unterstützt, die umzusetzen. Das ist an allen Schulen so ein Pflichtwahlfach. Gibt so Persönlichkeitsentwicklung. Wo solche Sachen drin vorkommen, wie ich gerade erzählt hab. Aber ich hatte auch die Idee, die müssen alle Mann Antrag beim Arbeitsamt ausfüllen. Oder so Dinge, wie viel Seiten aner Nachricht. Das ist ja heute alles in den Korikulab früher noch nicht. Das würde man ja vielleicht sogar benoten können. Und dann hat mein Schulleiter gesagt, sie müssen Schulleitern werden, auch wenn ich sie nicht gerne gehen lasse. Und ich habe auch sehr viele Elternarbeit gemacht, als ich da noch Klasse lehren war. Die Schule hat sehr gewonnen, durch das, was ich gemacht habe. Ich hab da auch schon Fächterübergreifenden mit Gesellschaftsleere in bestimmten Sequenzen zusammengearbeitet. Die Schule ist von drei auf fünf Züge hochgegangen. Und das war die innovative Arbeit, die ich da gemacht hab. Eigentlich gegen den Hauptteil des Collegiums. Aber ich bin da nicht so in die auseinandersetzung gegangen. Ich weiß nur immer, wenn was verboten werden soll, hab ich einen Preis bekommen. Das waren jetzt ganz viele Punkte an die man anschließen könnte. Ich mache hier jetzt aber eher in so einen kleinen Cut in diesem Podcast gibt es ja bestimmte Kategorien. Der Kritikpunkt. Ich weiß, das ist schwierig, aber was wäre der Hauptkritikpunkt am momentan Schulsystem aus deiner Perspektive? Die Entschumanisierung. Es geht an vielen Schulen nicht mehr um die Kinder, um die Menschen, um Herzensbildung, auch bei den Lehrer, die Rennen von einer Klasse in die anderen müssen. Immer arbeiten, schreiben, arbeiten, korrigieren. Also dieses Innerhalten, worum geht es eigentlich? Wir bilden hier Menschen und ich bin auch Mensch in dem System. Das ist meine Hauptsorge. Wohin mit dem Geld? Wenn jetzt tatsächlich auch nach dem Startchancenprogramm nochmal gelder, freigem macht würden, wo willst du sie hinsticken? Ich würde die Gelder dahin stecken, würde jetzt auch durchs Startchancenprogramm hingehen, nämlich an Schulen, wo wirklich Probleme sind, wo wir wirklich mehr Ressourcen brauchen, damit alle Kindergleichebildungschancen haben. Und ich würde so ein Topf auf tun, wo Schülerinnen und Schüler für Innovationsprojekte sich beberben können, vielleicht 20 Prozent. Dein nächster Schritt. Also mein nächster Schritt zusätzlich dazu, dass ich weiterhin in Schulen gehe, Auftragung, Sprecher und so weiter, ist der Aufbau des realabors friedliche Bildungsrevolutionen in Leipzig. Warum geht es da? Auslöser sind wie gesagt, diese 70 Briefe der Gymnasial, Schülerinnen und Schüler, wie es in wirklich wirklich geht, die so erschüttern sind, dass ich angefangen habe zu weinen, die Hingen im Schulflur. Das hat die Geschichte, dass nach Corona ist an dieser Schule, wie an vielen anderen auch, nur noch darum ging, ihr habt Stopverpasst, Stoffstoffstoff, Tests, die wollen test genannt und nicht arbeiten, hier in Ordnung, die konnten einfach nicht mehr und die Lehrer haben sich darauf nicht eingelassen mit ihnen zu sprechen. Aus einem Jung ist es so, nach zum 12 so rausgeflossen und er hat einen Brief geschrieben und den per Handy an seinen Freund geschickt. Der Freund hat sich so erschrocken, weil er plötzlich gemerkt hat, mir geht es auch so. Dieser Schmerz wird ja verdrängt, also dieser Schmerz, der entsteht, indem du auf Noten, Leistung ohne Sinn, quasi reduziert wärst durch dieses ganze System. Ja, und dann hat die Schüler, Vertretung, die damals sehr, sehr gut war, stark war, mutig war. Da wurde der Brief vorgelesen, die Hälfte haben geweint und haben gesagt, lass uns Briefe schreiben, die Schule hat drin, das unterstützt. Dann hing da drei, fünfzehn, fünfzehn, fünfzehn, fünfzehn, siebzig, Briefe und just zu der Situation und zu der Zeit hatte ich im pelagogischen Tag an dieser Schule, habe die Briefe gesehen und habe gedacht, sie sind ein solcher Schatz, weil ich gemerkt habe, ich wenn ich dir jetzt einsetze, daraus sitiere, dass es still im Raum wird und dass Menschen anfangen zu weinen. Um sich besser vorstellen zu können, wie groß die Sorgen der Schülerinnen und Schüler sind und wie schwer die Last auf ihn wiegt, folgt nun einer dieser anonym eingereichten Texte. Keine Zeit. Wo ist meine kostbare Zeit hin? Frag ich mich am Ende des Jahres. Was habe ich den letzten vier Monaten gemacht? Ich weiß es, weil es eine eindeutige Antwort darauf gibt. Aber warum habe ich so gut wie keine guten Erinnerung aus diesen letzten vier Monaten? Wo sind die Momente, in denen ich lachen oder ein wahres Gespräch führen konnte? Sie sind in der Schule und an meinem Schreibtisch. Ich frag mich morgens, warum ich so müde bin. Ich habe doch acht Stunden geschlafen. Ich bemüde, weil mein Gehirn nicht schlafen darf. Und selbst in der Zeit, wo es durfte, hat es sich schon so daran gewöhnt, aktiv zu bleiben. Ich bin also nicht nur traurig, sondern auch noch müde. Und dann erwartet man von mir, alles gleichzeitig hin zu bekommen? Nein. Das kann kein Kind hinkriegen. Ich habe gelernt, mit all diesen Dingen irgendwie zu Recht zu kommen, weil ich weiß, dass ich keine andere Chance habe. Daher bin ich auch immer für die da, die ihr einen anderen Umgang damit haben. Ich bin für sie da. Es macht mich aber dennoch krank. Dieses Gefühl von Überforderungen wird jeden Tag wie von einer Experten von mir unterdrückt. Aber in den kleinsten Momenten überschwemm ich alles mit diesen Gefühlen. Ich bin überlaufen und merke, was diese Routine mit mir macht. Sie macht mich krank. Ich hasse es, nicht so zu fühlen. Vor allem, wenn ich weiß, wie ich mich eigentlich fühlen könnte, frei und alles andere als kurz vor dem Überlaufen. Ich vermisse die Leichtigkeit. Weitere Briefe von Schülerinnen und Schülern und Eltern finden sich auf der Website "ReaLaBor - Leipzig.de". Den Link dazu findet ihr auch in den Show Notes. Diese Briefe bringen uns an diesen Schmerzpunkt. Dadurch, dass sie einfach so persönlich sind und nicht nur Kurve, was alles jetzt an Mental Health Problem angestiegen ist. Dazu lert es, habe ich eine Künstler getroffen. Eine Uhr Ostfrau, die auch die Wende mitgemacht hat, die hier Kunst studiert hat, die auch ganz viele Künstler auch kennt. Sie hat auch Erfahrungen an einer anderen Schule gesammelt. Wir treffen uns, ich erzähle von dem Brief, sie erzählt von ihrer Schule, wo sie gerade so ein Persönlichkeitsmodul macht und sagt, wir müssen was tun, Margaret, wir müssen was tun. Dann haben wir gesagt, Leipzig ist ja die Stadt der friedlichen Revolution eine zentrale gewesen und ohne die Nikolaikierche und das Gewandhaus hätte das nicht stattgefunden. Die kleinen aktiven Gruppen hat sich sehr starken konnten und so weiter. Die Schulgesetz in Sachsen, ich lebe jetzt in Leipzig seit 2021, die Schulgesetz in Sachsen, also das, was über den Lehrplänen steht, sind die Fortschrittlichsten, die ich kenne. Aber trotzdem wird es nicht umgesetzt, weil die Lehrerinnen und Lehrer sich da wieder an ihre Schulbücher und an den ausdifferenzierten Lehrplan halten. Was ist von Wandae sind die Schulgesetz? Ja, von 2019. Also das steht zum Beispiel. Ich wollte nur ganz kurz sagen, in Baden-Württemberg die Schulgesetzte sind nämlich aus einer Fassung aus den 80ern. Also das ist das Gegenteil dessen, was ich modernen würde. Also dieses generelle Schulgesetz, da wird schon sehr stark auf Demokratie und so was abgezielt. Aber ich spreche jetzt nochmal über drei Elemente, die stehen in jedem Lehrplan von Latein bis Kunst, oben drüber. Und das steht zum Beispiel politisches Lern, muss in allen Fächern zentral sein. Die Schüler sollen sich auseinandersetzen mit sozialen ökologischen und ökonomischen Aspekten unter dem Thema Nachricht. Und das steht zum Beispiel von der Thema Nachhaltigkeit aktiv werden, indigesellschaft rausgehen verändern. Friday. Das steht drin, alle Schüler sollen Verantwortung übernehmen. Das geschieht am besten, indem sie sich außerhalb der Schule engagieren. Schulfachverantwortung. Also ich könnte von Schule aufbruch die einzelnen Lernformate unter jeder Aufforderung setzen. Also das gar nicht. Wenn ich da Vorträge halte, sehen Sie, hören Sie das und sagen was, das steht bei uns im Lehrplan. Die Lesen meisten lesen sich ja die Lehrpläne nicht durch, sondern nehmen sich die Bücher und die Fach die Pläne, die eine Schule entwickelt hat. Also Sachsen hat hervorragende Vorgaben, die wir jetzt umsetzen müssen, was natürlich sehr viel Mut und Unterstützung braucht. Ja, wenn das aber doch schon im Schulgesetz steht, weil man braucht Mut und so das kenn ich, das hat sogar die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz gesagt, dass die Lehrkräfte Mut brauchen. Und Mut verstehe ich immer als etwas, dass man haben muss, um gegen einen, zum Beispiel gegen einen Lehrplan oder eben nicht konform zu arbeiten. Aber wenn es doch schon im Schulgesetz steht, wie so braucht man denn dann auch Mut. Müsste man dann nicht einfach nur in Anführungsstrichen, die progressive Regeln befolgen, die schon da sind? Ja, aber Schule ist ja hochkomplex, also das eine ist. Unter diesem Überbau steht dann in Sachsen, in manchen Fächer, wie Chemie und Biologie, das habe ich mir besonders angeguckt, steht dann Flurche, fünf Stunden, Vögel, so und so und so, drei Stunden. Also da steht da alles drunter, ich habe aus dem Ministerium gesprochen, wir sagt, das passt nicht zusammen, also einmal dieses ganze Autoritäre und die Vorgaben und zum anderen, wo ist dann ja Platz für dieses neue? Und dann haben die gesagt, nein, nein, nein, nein, Frau Raasfeld, schauen Sie mal genau rein, unter den Lehrplänen steht, die sind angelegt auf 26 Wochen und wir haben ja 40 Wochen. Also sind 14 Wochen sozusagen frei, ja, ich habe das nachgezählt und nachgeschaut, es stimmt. Aber die Lehrer sagen, ich brauche die ganze Zeit, sonst komme ich mit dem Stoff nicht durch, also das ist das eine. Das andere ist, Lehrer müssen ja, um jetzt Projektbasier zu arbeiten, um Fächer übergreifen zu arbeiten, ihre alten Wege verlassen, haben sie alles nicht gelernt, kommt dir wieder stand. Dann hast du gespaltene Kolleginnen, die einen wollen, die anderen nicht und in vielen Schulen keine starken Schulleitungen, die wollen das dann allen Recht machen und öffnen Tür und Tor. Für alles und es wird von oben wird nicht angefragt, was macht ihr jetzt? Wir habt ihr politisches Lernen umgesetzt, sondern es wird nach alten Muster, es wird geguckt, wie stehen die in Deutsch, Englisch, Mate und so weiter. Also es fehlt, das hat jetzt auch die Projektgruppe im Kultusministerium, es gibt gerade Bildungslands 20/30, so ein großer Entwicklung wie Zukunftsschulen, sowas ähnliches in Rheinland-Pfalz. Die haben auch, als ich bei denen war, haben die gesagt, wir schreiben tolle Sachen Rhein und wir haben keine Instrumente für den Haltungswandel. Also wir brauchen eigentlich Initiativen und so weiter, die uns da für den Haltungswandel unterstützen. Ja, ich weiß ja auch nicht, wer das reingeschrieben hat, unter es gibt einen Plan, Bildung von nachhaltiger Entwicklung umzusetzen und der ist auch genial. Da haben sie aber auch Leute geholt, von außerhalb, für Baden-Württemberg haben sie sich ja auch damals den Gert Dehan geholt, der da die Leitlinie nachhaltigkeit gemacht hat. Also es wird zu wenig getan, deswegen machen wir von Schule im Aufbruch, wir wollen ja die Schultransformationen unterstützen, haben wir jetzt als Neustes, dass wir Schultransformationsbegleiter ausbilden, die dann an die Schulen gehen, um sie zu unterstützen. Jetzt wird vom Ministerium aus ja alles nicht gemacht. Es wird da groß geredet und vor Ort sollst du mit einem bedagogischen Tag ohne Begleitung von außen durch ein Schnips in eine tiefgreifende Transformation gehen. Dazu brauchen wir andere Unterstützungs-Elemente und da haben wir jetzt, U-Tion, ich, die Künstlerin und ich, haben einen realerbordfriedliche Bildungsreibulation aufgemacht, wo wir gesagt haben, da kann erstmal jeder kommen, das ist eine Ort der Begegnung des Vertrauens, wir coachen da auch, da ist auch schon viel geweint worden, das ist ein richtiger Raum mitten in der Stadt. Durchgängig, durch hohe, durch bodentiefe Schaufenster kannst du da rein gucken. Dann passiert da ganz viel, sehr vertrauliches und intimes und außen in die Leute mit Primarktaschen vorbei. Welchen Wahnsinniges Gefühl, da sagen auch viele. Also der Raum soll auch in Begegnungsraum werden für Gesellschaft, wir haben zum Beispiel jetzt angefangen, Salons, Unternehmer, Schülerinnen, Interessierte Bürger diskutieren zusammen, wie wir jetzt nächste Schritte gehen können. Aber wo nächste Schritte, ich fand das gerade interessant, das hat mich an was erinnert, da war ich, ich weiß es nicht mehr, fünf oder sechs Jahren in Berlin, bei einem Barcamp und habe das Thema angeboten, also nicht, weil ich da so viel darüber weiß, sondern auch als Austausch-Vermat, wie umgehen mit kritischen Kollegen damals ging es vor allem um Digitalisierung und Digitalität. Und in dieses Barcamp-Vermat sind 50 Leute gekommen, weil das Thema so groß und wichtig war, natürlich, weil die Leute, die da waren, damals ich glaub, exhalting Edo oder ein anderes Konferenzformat, die Leute, die da sind ja grundsätzlich an Wandel interessiert waren. Und das ist wie gesagt, 5, 6, 7 Jahre her und trotzdem ist es immer noch so schwierig. Du hast gerade ganz kurz gesagt, manchmal sind die Schulleitungen zu schwach, beziehungsweise, Schulleitungen müssen stark sein, um den Wandel zu gestalten. Ich würde gerne, dass jetzt mal umdrehen und nicht nach gründen Fragen, warum es nicht geht, sondern nach deinen Erfahrungen, wie Schulen es denn schaffen, in eine Transformation zu gehen. Und zwar klar, ist ja immer die Frage, was für eine Transformation wollen. Aber nehmen wir mal an, dass jetzt auch Menschen zuhören, die sagen, ja, bei uns ist das auch so eigentlich zu viel Druck, zu viel Stofffixierung, zu wenig Freiheit. Wo sind innerhalb der Schulen? Schaltstellen, um diesen Wandel zu vollziehen und was sind so Schritte, die Kolleginnen dann zusammengehen? Wenn ich einen pelagogischen Tag mache, fange ich an, indem ich das Kolleginnen in die Jaden Gespräche bringen, über sehr persönliche Dinge. Das heißt, weg vom Kopf hin zu Offenheit und Gesprächen. Immer nur ganz kurz. Aber die Stimmung ist danach sehr gut und die Menschen öffnen sich. Viele haben da Angst vor und sagen, "Heil, kann ich in meinem Kollegen nicht machen?" und so weiter. Ich habe die Gegenteile, die Erfahrung gemacht. Das zuerst mal so die Herzen öffnen muss und dann sind da auch so Fragen, was kann ich gut, was in meines Stärken, was ich an dir, also positives Feedback mal, dafür ist ja oft gar nicht die Zeit. Die Menschen sind wirklich bewegt, berührt und was schätzt sich an meinem Kolleginnen und dann halt ich am meine Vorträge nicht, indem ich setze, anfange wie mache ich Projektunterricht, oder warum ist das wichtig? Sondern ich fange an, wo steht unsere Gesellschaft? Also wie wollen wir leben und welche Aufgabe hat der Schule? Und da kann ich die eigentlich ganz gut mitnehmen. Also mein Vorteil ist natürlich, dass ich mal lange, 39 Jahre lang lehrerin war. Wenn da so ein Geraltüter kommt oder Berliner Poster oder frag mich nicht, dann sagen die keine Ahnung, haben die ja von Schule. Und ich kann da eigentlich mit ganz gut Eingehen auch auf Ängste und Sorgen und in der Regel, ich mache ja auch immer ein paar Beispiele, die Beispiele von Schule im Aufbruch für neue Lernformate. Es braucht Erhaltung und Lernformate. Und dann gehe ich direkt in, wo wollt ihr gezinnen? Was ist euer Thema, womit wollt ihr anfangen? Ich bin nicht so, wie soll ich sagen, nee, kannst du dir noch nicht zumuten, ganz vorsichtig, sondern zack, jetzt hier. Und dann kannst du noch dein eigenes Thema aufmachen. Und für mich ist klar, Schule muss sich ändern. Wir müssen unserem Beitrag auch Bildung für nachhaltige Entwicklung. Schule ist dann ein Kern-Element. Und da geht es ja um andere Haltung. Und es geht nicht mehr ums Ob, sondern nur noch ums Wien. Und wenn ihr jetzt nicht damit damit anfangen wollt, machten eigenen Vorschlache. Und dann lass ich die arbeiten und meistens haben wir dann auch noch ein zwei Moderatoren. Und dann kommt in der Regel etwas raus. Und dann ist glaube ich trotzdem wichtig, also manche starke Schulleiter und Schulleiterin, die legen ja richtig los. Ich habe ja auch eine Zeit lang Transformation Seminare, drei Tege gemacht für Schulleitung. Was immer dazu geführt hat, dass die gesagt haben, wir wollen jetzt die Schule anders machen. Aber das war drei Tage innere Arbeit. Also wirklich innere Arbeit, dass die so viel bei denen selber passiert ist, dass die dann auch diesen Mut haben, diese Visionen vertreten können. Und wir müssen sehr viel mehr innere Arbeit machen und zwar an den Unis schon. Also dieser Haltungswandel bei den Lehrern, die sind ja geprägt durch eigene Erfahrung. Die sollen jetzt begleiten, unterstützen, wertschätzt sind. Aber sie haben ja gelernt, ich disciplinier, wenn es ein Problem gibt. Und da jetzt lassen die Schüler sich nicht mehr so leicht disciplinier. Dann kommen die in Not. Dann gehen sie noch mehr in Konfrontationen und so weiter. Wir müssen sehr viel mehr an den Unis und der zweiten Lehrerausbildung machen. Und wir müssen auch die Ausbilder schulen, dass die auch in andere Haltung gehen, weil du musst es vorgelebt bekommen und erfahren haben, um es selber anwenden zu können. Anlesen ist sehr schwer bei Haltungswandel. Aber da haben wir ja heute gute Möglichkeiten mit Introsuch 3 und auch anderen erproben Konzepten, die in dieser Arbeit zu gehen. Das ist interessant, dass du das jetzt gerade sagst, dass wer nämlich jetzt auch meine direkte Frage gewesen war, wo kann man sich konkret unterstützen holen, wenn man als Schule, Schulleiterinnen oder Entwicklungs-Team jetzt gerade hellhörig geworden ist und sagt, wir würden gerne, aber wir wissen noch nicht so ganz genau, wie wir loslegen wollen. Eine Möglichkeit ist das Programm, wenn man das jetzt auf sucht im Internet Introsuch 3 als Einwohner. Das machen wir auch in die Show notes von Podcastten. Ja, das hat damals die Helga Bröhninger entwickelt. Die ist ja Psychologien, die ist auch Ökonomien, aber sie hat ja sehr stark in den 70erern gearbeitet mit Kindern mit Schwierigkeiten. Und am Thema Inklusion und da hat sie ganz viele alte Erfahrungen. Also sie hat als in Baden-Württemberchtige-Meinschaftshule gegründet wurde. Da wurde sie gefragt, Helga, die Schulen haben jetzt auf einmal alle Kinder da, machen andere Lernformate, geben bis Klasse 9 keine Noten. Wir müssen die Lehrerinnen und Lehrer unterstützen, das ist ja ein sehr, sehr starker Haltungswandel in die Indie gehen müssen. Und da hat sie Filme produziert mit typischen Situationen. Ich sag mal, eine ein Mädchen quatscht, der Lehrer nimmt sie dran und sie sagt, wie so nehmen sie mich jetzt dran. Und dann stoppt der Film und dann unterhalten sich die Lehrer darüber, was hätte es zu jetzt gemacht. Dann kommt schon das erste Erste-Aher-Lebnis. Oh mein, Kollege hätte was anderes gemacht als ich. Da ist für viele ein richtiges AHA-Lebnis. Und dann sieht man noch so 30 Sekunden in Filmen und dann sprichst du darüber, ist der Lehrer in Kontakt geblieben, hat Störung positiv gewendet, alte Musstorfer lassen und so weiter. Also da kommt dann eine sehr differenzierte Auseinandersetzung. Und die Hälfte der Filme, da sieht man, dass der Lehrer oder die Lehrer nächstes Mal Mann in den Film. Dass der tatsächlich sein Muster erkannt und verlassen hat und was dann passiert und so weiter. Also die Filme sind ein sehr gutes Material. Sind inzwischen in COVID-Zeiten zu Apps weiter entwickelt worden. Und und und. Die Helger macht auch sehr gute Webinare. Kann man alles auf der Webseite finden. Und sie hat jetzt aber gemerkt, es reicht nicht, den Schulen dieses Material zu geben, die brauchen am Anfang eine unterstützende Moderation. Und deshalb hat sie jetzt, ich glaube schon, 70 Moderatoren ausgebildet in verschiedensten Bundesländern, die reingehen in die Schulen und das mitanleiten. Das macht auch Spaß, weil du erkenntnst plötzlich, ach, du lieber Himmel, machst du ja auch, aber nicht so strenger alles. Also auch mit ein bisschen Humor, wenn man den sich selber zugestellt. Und das ist ein sehr gutes Programm. Ein anderes Programm ist über Lernkulturzeit, Silke Weiß, die ja über ein Jahr mit, ich glaube, sechs Wochenende, Lehrerinnen und Lehrer zu Lernkulturkotis ausbildet, hat auch Moderatoren. Dann ist auch interessant, die Lehrakademie, also Willy Schleih und Michael Schradz sind ja beides zwei große Transformations-Experten. Die hatten in Österreich die Leadership-Ecademie über vierzehn Jahre. Und haben jetzt ein Buch geschrieben führen mit Präsenz und Empathie, wo neuen Elemente für Schuttransformation vorgestellt werden. Und zwar alles aus der Praxis heraus von Schulen, mit denen sie gearbeitet haben, zum Beispiel kollegiale Fallberatung oder der Friday kommt auch drin vor. Und die machen jetzt auch, die haben auch eine Website, Lehrer, auch Webinare und Coaching und da kann man mal anfangen. Sie ist da einer Community, die sich um diese Sachen kümmert, sich da einzugliedern oder entsprechende Leute auch an die Schulen zu holen oder die Transformationsbegleitung von Schule im Aufbrug. Die mit Wandelteams an den Schulen arbeitet, die dann befecht werden in drei Jahren mit entsprechenden Methoden, den Wandel selber in die Hand zu nehmen. Und da müssen wir ganz viel dafür tun, denn wir haben viele Lehrer, die jetzt in die Veränderung gehen wollen und die brauchen jetzt massive Unterstützung und Anerkennung auch. Und wir erleben ja gerade die Wahnsinn zu erschöpfung durch der Lehrer-Mangel und dann kann man ganz wieder zurückhippen. Und dann ganz andere Schulleiter-Ausbildung. Das musst du jetzt quasi, um dich schon mal darauf hinzuweisen, dass es jetzt fast zu Ende ist als kleines Schlusswort. Warum ganz andere Schulleiter-Fordbildung? Viele Schulleiter-Fordbildung und diese offiziellen haben als Hauptthema, Feuerschutz, Regeln und so weiter. Und das zu schon in dieses Fällt so, als bedeutsames Fällt, eingetütet wird. Du lernst mit Konflikten umzugehen. So was Konfliktmanagement schon. Aber es fehlt eigentlich dieses, was ist deine Vision? Wofür brenntst du? Welche Erfahrungen in deinem Leben tragen dich? Was ist deine Quelle von Mut? Also wo man richtig tief reingeht und dafür musst du die Leute holen, die so was können ohne diese innere Kraft und ohne dieses, ich meine, es geht heute ums Überleben der Menschheit. Wenn ich noch mal einen großen Sprung mache und Schulle hat, dann der Wahnsinnspedeutung und Schulle kann, der ein riesiger Transformationenstreiber werden. Und deswegen hast du wahnsinnige Aufgaben als Lehrer und als Schulleiter tolle Sinn erfüllte. Und da müssen wir mal erst mal hinkommen. Denn es ist ja noch gar nicht auf der Ebene, keinem Chaos oder so da. Die wollen jetzt einheitliches Abitur. Liebe Magret, ich glaube, die Zuhörerinnen werden mir zustimmen, dass wir dieses Gespräch noch dreimal so lang führen könnten. Leider ist es jetzt vorbei, aber ich glaube, wir sind vom ganz klein zum ganz großen gekommen, ganz herzlichen Dank, dass du hier gestern gewesen bist. Ja, danke Bob. Es war sehr interessant. Vielen Dank. Ja schön, danke dir. Die Schule brennt ist eine Produktion von auf die Ohren, exklusiv für den SWR. Redaktionelle Leitung, Katharina Kern, Postproduktion, Indus, Gupta. Sounddesign, Milan, Fall. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Der „Friday“ ist ein wöchentlicher Projekttag, der Schülerautonomie, Kreativität und nachhaltiges Lernen fördert, anstatt striktem Fachunterricht zu folgen.
Noten werden als schädlich kritisiert, da sie Druck erzeugen, Vergleiche begünstigen und nicht die eigentlichen Potenziale und Meta-Kompetenzen der Schüler erfassen.
Das aktuelle Schulsystem wird als „entmenschlichend“ beschrieben, da es zu sehr auf Leistung, Stoffvermittlung und Prüfungen fixiert ist, anstatt individuelle Entwicklung und Begeisterung zu unterstützen.
Eine Transformation der Schule erfordert einen systemischen Wandel, weg von Noten hin zu formativer Bewertung (z.B. Coaching-Gespräche) und mehr Freiraum für projektbasiertes, fächerübergreifendes Lernen.
Margaret Rasfelds pädagogische Haltung ist durch eigene Erfahrungen, gesellschaftliches Engagement und die Überzeugung geprägt, dass Lernen dann nachhaltig ist, wenn es von Interesse und Eigeninitiative der Schüler getragen wird.
Summary:
Im Podcast „Der Bildungspodcast“ diskutiert Bob Blume mit der Bildungsexpertin Margaret Rasfeld über notwendige Veränderungen im deutschen Schulsystem. Rasfeld stellt das Konzept „Friday“ vor, einen wöchentlichen Projekttag, an dem Schüler selbstgewählte Themen innerhalb der Nachhaltigkeitsziele bearbeiten. Dieser Tag fördere Kreativität, Verantwortung und authentisches Lernen, da Schüler aus eigenem Antrieb Wissen erwerben und anwenden – wie das Beispiel einer fehlerfrei verfassten E-Mail an einen Architekten zeigt.
Kritisch sieht Rasfeld das vorherrschende System des Fachunterrichts, das auf Noten und Prüfungen ausgerichtet ist. Noten schüren ihrer Ansicht nach Angst, fördern schädlichen Vergleich und entsprechen nicht den Anforderungen einer modernen Arbeitswelt, die Meta-Kompetenzen und Problemlösungsfähigkeit benötigt. Als Alternative werden Coaching-Gespräche und individuelle Lernvereinbarungen, wie an der Waldparkschule praktiziert, vorgestellt.
Rasfelds Hauptkritikpunkt ist die „Entmenschlichung“ des Systems, in dem weder die Bedürfnisse der Schüler noch der Lehrer im Fokus stehen. Sie plädiert für eine grundlegende Transformation, die mehr Freiräume schafft, auf Noten verzichtet und Ressourcen gezielt in innovative Projekte und chancengleiche Bildung investiert. Ihre pädagogische Haltung ist durch eigene Unterrichtserfahrungen geprägt, in denen sie erlebte, wie motiviert und lernfähig Schüler sind, wenn sie sich für ein Thema begeistern und eigenverantwortlich handeln können.
FAQs
Der 'Friday' ist ein wöchentlicher Zukunftstag, an dem Schülerinnen und Schüler eigene Projekte zu Themen wie Nachhaltigkeit und Innovation entwickeln. Er fördert Kreativität, eigenständiges Lernen und Metakompetenzen, indem er Raum für selbstgewählte Themen außerhalb des traditionellen Fachunterrichts bietet.
Noten fördern laut Rasfeld Leistungsdruck, Vergleichsdenken und Angst, statt sinnvolles Lernen zu unterstützen. Sie betont, dass viele Unternehmen Noten nicht mehr beachten und stattdessen Persönlichkeitsmerkmale und Metakompetenzen wichtiger sind, während Noten Kinder bereits früh unter Stress setzen.
An Schulen wie der Waldpark-Schule ersetzen wöchentliche Coaching-Gespräche und individuelle Lernagenden die Noten. Dabei besprechen Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern deren Fortschritte, Ziele und Herausforderungen, was zu einer differenzierteren und persönlicheren Bewertung führt.
Projektbasiertes Lernen steigert die Motivation, da Schülerinnen und Schüler Themen nach eigenem Interesse wählen. Es fördert praktische Fähigkeiten wie Recherche, Kommunikation und Problemlösung, was nachhaltigeres Lernen ermöglicht als traditioneller Unterricht.
Ihr Hauptkritikpunkt ist die 'Entschumanisierung' des Systems, bei dem Kinder und Lehrkräfte unter Leistungsdruck stehen und Herzensbildung vernachlässigt wird. Sie plädiert für einen Fokus auf individuelle Entwicklung und menschliche Beziehungen in der Schule.
Sie würde Gelder vor allem in Schulen mit besonderen Herausforderungen investieren, um gleiche Bildungschancen zu schaffen. Ein Teil sollte auch in Innovationsprojekte fließen, bei denen Schülerinnen und Schüler eigene Ideen einreichen und umsetzen können.
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