Macht die Beziehung noch Sinn? Findet jetzt Klarheit, bevor es zu spät ist! #273
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Die Diskussion dreht sich um die komplexen Entscheidungen, die Paare in Krisenzeiten treffen müssen. Viele kommen zunächst nicht zu einer klaren Antwort, weil emotional verletzte Erinnerungen und alte Konflikte bis heute einwirken. Die Klarheit entsteht durch eine tiefgehende Reflexion der Beziehungsgeschichte – vom Kennenlernen über erste Verletzungen bis hin zu entscheidenden Lebensphasen wie Kinder, Umzüge oder berufliche Wechsel. Dabei wird betont, dass die Liebe und die Verbundenheit nicht immer direkt spürbar sind, sondern oft unter Verletzungen verborgen sind. Ein entscheidender Schritt ist die authentische Ausdrucksform von Gefühlen – nicht als Vorwurf, sondern als Basisgefühl wie Angst, Traurigkeit oder Wut, beschrieben mit körperlichen Reaktionen. Der Prozess des "Öko-Checks" hilft, die Vorteile und Nachteile der Beziehung objektiv zu analysieren und konkrete Lösungsansätze zu finden. Dabei wird deutlich, dass auch die familiären und finanziellen Umstände eine große Rolle spielen. Die Entscheidung, zu bleiben oder zu gehen, muss daher nicht nur auf emotionale Bindungen, sondern auch auf persönliche Sicherheit, Wohlbefinden und die Zukunft der Kinder und des Elternpaares beruhen. Die Arbeit im Coaching zielt darauf ab, den Prozess transparent, reflektiert und bewusst zu gestalten, sodass beide Partner ein Gefühl der Akzeptanz und Selbstverantwortung entwickeln können – unabhängig davon, ob sie sich trennen oder die Beziehung fortsetzen.
Wie war das Kennenlernen? Wie ist man gestartet?
Was waren die ersten Verletzungen zwischen zwei Menschen,
die sozusagen emotional etwas ja auch bewirkt haben bis heute,
wo heute noch ein Gefühl drinsteckt?
Und das wäre wichtig, dass da so ein grundsätzliches Gefühl von
die Liebe ist noch da, die Verbundenheit ist irgendwie noch da
oder ich kann mir vorstellen, dass das unter einem Haufen von Verletzungen vergraben ist.
Ich glaube, das ist noch irgendwo in mir, ich kann es gerade nur schwer sehen.
Das kenne ich auch gar nicht so bisher
und das hat so krasse negative Konsequenzen gerade für mein Leben.
Ich kann nicht mehr schlafen, ich kann nicht mehr essen,
kann vielleicht auch gerade nicht zur Arbeit gehen, bin so im Überlebensmodus.
Da kann ich mich nicht hier hinsetzen und sagen,
also eine Beziehung halt auf jeden Fall fest.
Letzte Woche haben wir darüber gesprochen, wie Trennungsgedanken entstehen
und welche Unsicherheiten sie in einer Beziehung auslösen können.
Wir haben uns angesehen, warum man sich manchmal emotional entfernt fühlt
und die Liebe nicht mehr spürbar ist.
Heute gehen wir in die Tiefe und zeigen,
wie ihr Klarheit über eure Beziehung gewinnen könnt
und die wahren Ursachen für die Zweifel erkennt.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch,
raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Wir sind ja komplett spezialisiert auf Paare in der Krise.
Natürlich haben wir auch Präventivpaare, die zu uns kommen,
und sagen, sie möchten nicht in die Krise hineinrutschen.
Aber die meisten, die zu uns kommen, sind in der Krise
und fühlen ihren eigenen Fall natürlich immer unendlich komplex.
Und stellen auch manchmal die Frage, wie ist denn dein Eindruck von uns?
War vorhin gerade im Kennenlerngespräch.
Und Florian, wie ist denn so dein Eindruck von uns, wenn du uns so erlebst?
So fühlt sich das gewohnt an?
Weiß ich nicht. Ich kenne euch ja nicht.
Also wir haben uns ja gerade kennengelernt.
Ob sich das gewohnt anfühlt, kann ich gar nicht so genau sagen.
Aber es gibt bestimmte Faktoren, die sehr positiv sind für den nächsten Weg.
Und manche sind eher schwieriger.
Aber wie es sich genau entwickelt, kann man eben nie sagen,
weil das kennzeichnet ja gerade die Krise.
Wir haben Paare, da wirken die Fälle total entspannt.
Und das Paar miteinander.
Und man denkt, das werden wir total gut machen gemeinsam.
Und die haben auf einmal irgendwann zwischendurch,
einen eskalativen Streit.
Und dann heißt das im nächsten Termin,
ja, wir haben uns jetzt getrennt.
Wir machen eine Trennungsbegleitung.
Okay, krass, hätte ich nicht gedacht.
Andere Paare sind total zerstritten.
Und man hat das Gefühl, man ist auch irgendwie Schiedsrichter.
Man muss aufpassen, dass denen nichts passiert im Coaching.
Und das läuft wie am Schnürchen.
Die haben einen total glatten Durchlauf,
kommen mit der Methodik super klar.
Und nach zwei, drei Terminen ändert sich ganz viel bei denen.
Und das geht nur noch bergauf.
Das ist also total gemixt.
Das heißt, man kann davon eigentlich gar nichts ableiten.
Jetzt so die Frage, wie häufig,
das stellen sich ja viele Paare,
wie häufig kommt das vor,
dass man erst mal Klarheit braucht.
Also bei Paartherapie denken viele sicherlich daran,
da geht man hin, wenn beide die Beziehung retten wollen.
Deshalb haben wir so die Frage am Anfang.
Wenn wir in der ersten Sitzung, geht es ja auch mal darum,
Ziele zu finden.
Was sind die Ziele hier?
Was sind die Ziele in der Begleitung?
Und da geht es auch darum, ehrlich zu antworten
und zu sagen, was wünscht man sich wirklich?
Und da kommt es schon regelmäßig vor,
dass eine Seite, manchmal auch beide Seiten,
aber meistens eher eine Seite, sagt,
okay, ich kann hier kein Commitment abgeben,
gerade, dass ich komplett an der Beziehung festhalten möchte.
Ganz, ganz sicher.
Ich bin ja hier in dem Prozess und ich bin dafür offen.
Aber ich muss erst mal für mich Klarheit finden,
und möchte mich gerne am Ende entscheiden.
Weil da schwingt ja auch so ein bisschen mit,
ich möchte alles versucht haben,
für die Kinder, für mich selber, für wen auch immer,
um eine gute Entscheidung auch zu rechtfertigen.
Und da ist Klarheit finden durchaus natürlich nachvollziehbar,
dass man erst mal sagt,
okay, ich bin auch vielleicht so doll verletzt worden im Leben.
Das kenne ich auch gar nicht so bisher.
Und das hat so krasse negative Konsequenzen,
gerade für mein Leben.
Ich kann nicht mehr schlafen.
Ich kann nicht mehr essen.
Ich kann vielleicht auch gerade nicht zur Arbeit gehen.
Ich bin so im Überlebensmodus.
Da kann ich mich nicht hier hinsetzen und sagen,
jo, also eine Beziehung halt auf jeden Fall fest.
Und das ist schon klar, egal, was passiert ist.
Gibt es manche Menschen, die schon so ein bisschen vorgelaufen sind
und gesagt haben, ja, wir sind über den Punkt drüber,
dass wir beide schon das Commitment haben,
wir wollen eine Beziehung festhalten.
Wir haben keinen Plan, wie.
Und ob das irgendwie wirklich so ist,
wie wir uns das hervorstellen nach dieser Begleitung.
Irgendwie haben wir den tiefen Wunsch.
Und es gibt beide Varianten.
Und bei beiden Varianten können wir arbeiten.
Und in beiden Varianten haben wir sehr viele Erfahrungswerte.
Aber zusammenfassend kann man sagen,
dass die meisten, die zu uns kommen,
als Zwischenziel erstmal Klarheit brauchen.
Sodass wir daran erstmal zunächst arbeiten,
bevor es darum geht, die Weiche zu stellen
für Trennungsbegleitung oder Beziehung retten.
In deinen paar Therapien ist es anscheinend anders.
Aber die meisten Kennenlerngespräche mache ich ja
und verteile durchaus.
Das heißt, das ist ja schon,
ich habe das schon, glaube ich,
du hast auch einen guten Überblick über das Mentoring,
aber das ist schon so, dass viele erstmal Klarheit brauchen.
Ja, ich habe gerade so überlegt,
mir kam das gerade so rein,
dass im letzten halben Jahr
habe ich ein paar Paare so gerade im Kopf,
wo, der mache ja immer so Übergaben,
also nach dem Kennenlerngespräch,
dass wenn zum Beispiel ein Paar zu mir ins Coaching kommt,
dann habe ich schon mal so ein bisschen,
einen Einblick, mit welchem Thema sind sie bei mir,
so ein bisschen, welche Leute sind das,
damit ich mich auch vorbereiten kann,
gründlich auf den Termin.
Und da ist es schon manchmal im letzten halben Jahr gewesen,
dass da zum Beispiel drin stand, Klarheit finden
und im Termin vor allem zwei Menschen vor mir saßen
und gesagt haben, ja Ina,
also jetzt wissen wir doch schon,
dass wir zusammenbleiben wollen.
Also das mit der Klarheit finden,
das haben wir auch im Gespräch
bei Florian oder bei Laura gesagt, das stimmt.
Da sind wir uns einig.
Und dann gucken die sich so an und dann sage ich,
okay, ja, schön, das ist schon gut.
Aber klar, das andere gibt es auch.
Ich habe, glaube ich, einfach auch sehr viele Paare,
die schon ein gewisses Commitment haben und sagen,
wir möchten da auf jeden Fall noch mal schauen,
dass wir so Antrieb jetzt finden,
zu schauen, wie fühlt es sich an,
nachdem wir Verletzungen gelöst haben
und wir würden uns wünschen,
dass so dieser Status eher.
Und so gehen wir ja auch vor.
Und so ist das,
das ist ja auch wichtig.
Wir wollen ja schauen, macht es noch einen Sinn?
Und dann geht es ja darum,
wie findet man denn den Sinn?
Ob es noch für einen selber ganz persönlich Sinn macht,
an der Beziehung festzuhalten?
Und das finde ich auch wieder sehr individuell.
Weil was für den einen Sinn macht,
würde der Nächste sagen,
also bei der Variante wäre ich schon längst ausgestiegen.
Das macht die Situation ja auch so komplex.
Deswegen kann man ja nicht irgendwie
seinen Freundeskreis oder im besten Fall
seine Familie befragen.
Macht das noch Sinn?
Weil erst mal bekommt man da 10 verschiedene,
und man bekommt auch die ganzen Erfahrungswerte
von den anderen Personen mit im Leben,
die dann alle aus ihrer Sicht ja beschreiben,
ob das noch Sinn macht oder nicht.
Man hat meistens mehr Belastung
im eigenen System denn als vorher,
weil es individuell ist.
Und das darf ja auch individuell sein.
Wir entscheiden ja auch nicht im Coaching,
ob das Sinn macht.
Weil kann ja sein,
dass es für uns beide keinen Sinn machen würde.
Und für das Paar macht es aber Sinn
an der Beziehung festzuhalten.
Das ist ja voll schön.
Wenn erst mal Zweifel da aufgekommen sind,
dann würde ich sagen,
ist das Erste, was wichtig ist,
um einen Weg wieder zusammen zu finden,
dass man miteinander halt ins Gespräch kommt
und sich einig ist,
dass man die Beziehung jetzt fokussiert.
Ob das nun ist,
dass man das alleine macht
und sich mit Hilfe von Büchern,
Ratgebern und Co.
erst mal weiterhilft.
Ob man Podcasts hört,
YouTube-Videos schaut,
oder eine Paartherapie macht.
Aber dass man sich gemeinsam
darauf verständigen kann,
wir rücken die Beziehung in den Fokus
und wir können auch gemeinsam sagen,
wir haben eine Krise
oder einen krisenähnlichen Status erreicht,
in dem es jetzt wirklich darum geht,
was zu bewegen
und da Energie aufzubringen,
Ressourcen aufzubringen,
was zu tun.
Und das ist aus meiner Sicht schon etwas,
was gar nicht so einfach ist,
dass beide diese Anerkennung
für die aktuelle Situation haben.
Dass beide sagen können,
ja stimmt,
uns geht es nicht gut
oder auch sagen können,
mir geht es gut,
aber dir nicht
und du hast ein Krisengefühl,
dann ist das nicht dein Problem,
sondern wenn du ein Krisengefühl hast,
dann ist es automatisch unser Problem
und wir müssen zusammen daran arbeiten.
Dann ist für viele natürlich wichtig,
auf den Aspekt Liebe, Verbundenheit zu schauen
und zu gucken,
ist das noch ausreichend da?
Also insbesondere,
wenn einer von beiden oder beide
schon sehr lange unzufrieden sind
und irgendwann so ein innerer Punkt
wie so eine Art innere Kündigung
entstanden ist
und man zum Beispiel so einen Satz
in sich angefangen hat zu tragen,
wie ich bin allein besser dran,
dann kann das passieren,
dass so ein innerer Prozess beginnt,
wo die Liebe abgebaut wird
und wo dann der Punkt ist,
wo man sich fragt,
reicht das noch aus?
Und das,
das wäre wichtig,
dass da so ein grundsätzliches Gefühl von
die Liebe ist noch da,
die Verbundenheit ist noch da.
Unruhenheit ist irgendwie noch da oder ich kann mir vorstellen, dass das unter einem Haufen von Verletzungen vergraben ist.
Ich glaube, das ist noch irgendwo in mir. Ich kann es gerade nur schwer sehen.
Ja, und es gibt ja noch den anderen Aspekt.
Also das ist ja auch ein Thema, was uns im Leben mit anderen Menschen ja auch schon einige Male begegnet ist,
dass Personen gesagt haben, ja, das mache ich lieber alleine, dann weiß ich, dass das klappt.
Und also wenn die andere Person gar nicht mehr sozusagen zum Leben mit manchen Lebensbereichen dazurechnet,
weil man selber sich eingerichtet hat.
Und dann gibt es natürlich, das ist ja der perfekte Fall, dass emotionale Nähe so das Band ist, was eigentlich einen verbindet.
Aber häufig sind es ja auch andere Faktoren, dass die Menschen dann sagen, ja, das ist jetzt gerade nicht die emotionale Nähe,
auch nicht die, die gedeckelt ist, die emotionalisiert, sondern die Umstände, die uns gerade verbinden.
Die Umstände, dass wir Kinder haben, die Umstände, die wir haben.
Die Umstände, dass wir Kinder haben, die Umstände, dass wir in diesem Haus wohnen, was gerade renoviert ist.
Die Umstände, dass wir finanziell uns einen gewissen Standard aufgebaut haben
und das für uns beide oder einen von uns dann ganz schwierig werden würde.
Für beide ein krasser Neuanfang und so weiter.
Also das habe ich oftmals auch ein Gefühl, dass Menschen das schon spüren,
dass dieses Mangelgefühl nicht gut ist und die Kommunikation darüber, wie du sagst,
dieses Alleine-Sein.
Und diesen bestimmten Filter oder Brille auf die Person zu haben, auch nicht gut ist.
Aber dass das sowieso eine Überlebensstrategie ist, um durchzukommen und möglichst keine Entscheidung treffen zu müssen,
weil das andere jetzt erstmal so gesetzt ist.
Weißt du, was ich meine?
Das ist natürlich nicht einfach, aber eigentlich müsste man die Liebesbeziehung völlig isoliert von allem in der Umgebungsebene betrachten.
Also frei von. von Haus oder Vermögen, Kindern und anderen Aspekten.
Man müsste eigentlich wirklich nur schauen, wie ist das zwischen uns.
Also wenn ich jetzt sagen würde, alles im Außen bleibt erhalten.
Ich kann in meinem Haus wohnen bleiben, ich habe weiterhin einen guten Draht zu unserem Sohn.
Es würde sich in meinem Leben nichts verändern, außer dass du weg wärst.
Und das wäre für unseren Sohn auch in Ordnung, weil er hat weiterhin einen Draht zu dir und so weiter.
Oder wir haben irgendwie so eine Freundschaftsebene.
Also du wohnst einfach woanders und wir haben miteinander nichts mehr zu tun.
Wieso ich überhaupt?
Ja, warum nicht?
Wir haben gerade ganz viel über Patientenverfügung und Testament gesprochen.
Jetzt wird es hart, jetzt muss ich aufpassen.
Und da ging es darum, dass dauernd ich Autounfälle hatte in deinem Metapher.
Das war ein Beispiel.
Ja, ja, aber da hatte ich dauernd Autounfälle und jetzt musst du dafür ausziehen.
Okay, machen wir es so.
Und da geht es darum zu gucken, ob dann das wirklich, dass es mir um dich geht.
Also geht es mir darum, dich als Mensch. Auch nicht als Mutter oder dich als Liebespartnerin.
Weil das muss man ja sagen, das Liebespaar trennt sich ja.
Ja.
Und das Elternpaar bleibt.
Und das ist nochmal eine wichtige Grundlage vielleicht, dass man eben, wenn man sein Fundament stabilisiert,
auch in einer Trennungsbegleitung und dafür sorgt, dass man weiterhin gemeinsame Werte vertreten kann gegenüber den Kindern,
gute Lösungen findet für Vermögenswert und anderes.
Und man eben als Elternpaar zusammen gute Kompromisse schließen kann, im Sinne des Kindes oder der Kinder,
dann trennt sich nur das Liebespaar.
Wenn man das alles nicht macht und das Liebespaar sich so zerstreitet, dass auch das Elternpaar zerstört wird,
dann haben wir natürlich auf einmal einen wesentlich dramatischeren Fall.
Und das ist, glaube ich, das, wovor die meisten dann eben Sorge haben, wenn sie alles betrachten.
Dass eben die ganze Familie, das ganze Leben, alles, was man sich. aufgebaut hat, eben mit zerbricht.
Also das Beziehungsfundament zerbricht, das Familienfundament zerbricht, das finanzielle Fundament zerbricht.
Dann geht mit einer Trennung, wenn das richtig dramatisch läuft, auch einher, dass deine Herkunftsfamilie für mich wegfällt.
Dann gibt es Freunde, die mehr dir, mehr mir zugeordnet sind, die dann natürlich auch irgendwie Solidarität zeigen werden.
Das heißt, dann werde ich wahrscheinlich Draht zu einigen gemeinsamen Freunden verlieren, die eher zu dir gehören.
Ja.
Das heißt, dann geht das los. Aber das muss alles gar nicht passieren.
Ja, aber daran sieht man ja, dass hinter der Frage, macht das noch Sinn, ja, so viel mehr steckt, was ja auch ganz viel Druck erzeugt.
Also dann geht es halt ja nicht bei vielen Menschen nur um das Liebespaar, sondern einfach auch, muss man sagen, um ganz viele Umstände und um ganz viele Unterpunkte.
Gerade der Punkt mit den Kindern ist einfach auch ein Punkt, der sehr vielen Menschen Angst macht, weil viele ja auch selber Trennungskinder sind und selber Trennung erlebt haben.
Und da ist das eine große Entscheidung, zu sagen, okay, das ist ein Punkt, der jetzt auch meine eigene gegründete Familie betrifft.
Und da drehen sich ja viele Personen auch jahrelang, auch jahrzehntelang in diesen Gedanken.
Macht das noch Sinn? Sollte ich gehen? Sollte ich bleiben?
Typischerweise auch manchmal noch, dass man sich kurzfristig trennt, dann wieder zusammenkommt. Das gibt es ja auch.
Und ich finde das auch ein schwieriges Thema.
Weil es ja durchaus auch eine Entscheidung ist, die nicht kurzfristig und schnell getroffen werden sollte.
Oder es ist ein Impuls heraus, es ist eine Verletzung heraus.
Sondern wo man sich ja auch wirklich Zeit für nehmen sollte und Reflexion für nehmen sollte, weil sie ja auch einfach Auswirkungen hat.
Und da ist vielleicht auch der Anspruch, den viele Menschen haben, da alleine durchgehen zu müssen, sehr hoch.
Weil es einfach schwierig ist, finde ich, in eine bestimmte Ebene von Reflexion zu kommen.
Für eine so wichtige Entscheidung, wenn man emotional so stark beteiligt ist.
Ja, diese emotionale Befangenheit, die macht es schwierig.
Der Therapeut, der kann die Fragen stellen, an die man sich selber nicht so rantraut.
Weil man Sorge vor den Antworten vielleicht hat oder da nicht hingehen mag.
Und das ist ja auch, wenn man jetzt mal die Stufen auch der Coaching-Ausbildung betrachtet,
dann ist das Einfachste eigentlich Einzelpersonen zu begleiten.
Paare zu begleiten.
Noch komplexer wird es, wenn man große Organisationen, Teams und so weiter in der Konfliktlösung begleitet.
Und das aber, was noch on top kommt, was noch schwerer ist als all das, ist das Selbstcoaching.
Also das hinzubekommen, sich selber zu coachen, ohne sich selbst zu betrügen, zu belügen und den wirklich harten Dingen auszuweichen.
Die aber dann echte Entwicklungspotenziale versprechen.
Deswegen ist auch da das einfach so schwer, ja selber diese ganzen Punkte zu reflektieren.
Unabhängig davon, wie das methodische Wissen ist.
Das kommt ja nochmal on top.
Wenn ihr an diesem Punkt steht und euch fragt, sollten wir uns trennen oder nicht?
Also merkt, ihr seid ja schon recht weit fortgeschritten in eurer Krise.
Findet alleine da keinen Weg raus, dreht euch im Kreis.
Möchtet aber nochmal alles probieren und nicht leichtfertig eine sehr langjährige Beziehung beenden,
dann meldet euch sehr gerne.
Bleibt gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam,
wie wir euch optimal auf eurem Weg unterstützen können.
Und da gibt es einige Schritte in der Unterstützung, die wir durchgehen.
Wir werden jetzt hier mal so die vier wichtigsten zeigen.
Wobei das natürlich ein recht intensiver Prozess ist, muss man sagen.
Auch in der Therapie.
Denn es geht ja hier schon um eine sehr weitreichende Entscheidung.
Wo wir alle Parameter berücksichtigen.
Sollten alle möglichen Blickwinkel einnehmen und schauen, gibt es einen Weg oder nicht?
Was da auch sehr näher zur Akzeptanz führt, wenn man das Gefühl hat,
also selbst wenn es eine negative Entscheidung wird, das Gefühl, ich habe alles probiert.
Wir haben alle Wege gemeinsam durchleuchtet und es gibt da wirklich keinen Weg mehr,
den wir finden können, dann führt das auch zu einer ganz anderen Akzeptanz.
Der erste Schritt ist immer auf.
Das, was passiert ist, einmal genau zu schauen.
Also in eine Analyse einzusteigen.
Wie ist die Beziehung aufgebaut?
Also wie war das Kennenlernen?
Was waren die ersten Verletzungen zwischen zwei Menschen,
die sozusagen emotional etwas ja auch bewirkt haben bis heute,
wo heute noch ein Gefühl drin steckt?
Und das fällt vielen Menschen auch 10, 20, 25 Jahre später auch noch ein.
Das hört sich jetzt. Vielleicht so ganz weit weg an, ganz schwierig, aber das fällt Menschen ein,
weil das ist wie so extra eingeschlossen im Herzen und im Kopf,
dass man das noch weiß, was da gesagt worden ist, wie der in sich verhalten hat.
Und das hat auch etwas ausgelöst.
Und da geht es darum, mal zu schauen, was hat diese Distanz, die man heute fühlt,
die ja diese Entscheidung nach dem Macht das noch Sinn auslöst, wann hat die begonnen?
Was hat dazu geführt, dass diese Distanz entstanden ist?
Ja, weil man neigt dazu, dass man natürlich die letzten Wochen und Monate sich vielleicht nur anguckt
und damit sehr auf die Symptome schaut, aber nicht auf die eigentlichen Ursachen,
die so wichtig sind, dieses Verständnis für die Entwicklung der Beziehungsdynamiken dann auch herbeizuführen.
Denn nur damit kann man echte nachhaltige Veränderungen produzieren.
Nehmen wir ein Beispiel.
Jemand vertritt sich auf einer Treppe und stürzt und bricht sich das Bein.
Dann kann der jetzt natürlich sagen, Mensch, die Treppe ist schuld,
und ich bin nicht richtig aufgetreten
und ich passe ab jetzt besser.
besser auf beim Treppenlaufen.
Aber das kann irgendwie nicht die richtige Ursache sein,
denn wir wären vorher zehntausende Male Treppenstufen gegangen sein.
Das heißt, die Fähigkeit, Treppen zu laufen, ist ja da.
Das heißt, woran könnte es liegen?
Man geht in die Vergangenheit zurück und schaut, was ist passiert
und sieht so, oh, ich sitze seit 20 Jahren nur am Schreibtisch.
Ich habe das letzte Mal Sport mit 15 gemacht.
Meine Hüfte ist total verengt
oder ich habe da gar keine richtige Mobilität mehr drin.
Die Ursache ist mangelnde Bewegung und Sport.
Meine Muskulatur ist nicht mehr darauf ausgerichtet,
dass ich das hinbekomme.
Und entsprechend liegt die Ursache dafür,
dass ich jetzt gestürzt bin, nicht darin, was jetzt gerade passiert ist,
sondern eigentlich, dass ich lange Zeit
nicht an meiner Muskulatur und Mobilität gearbeitet habe.
Also, wenn ich was daran ändern möchte,
dann muss ich nicht darauf achten, dass ich Treppenstufen besser laufe,
was ja vielleicht symptomatisch erstmal der Weg wäre,
sondern ich muss meine Mobilität und meine Muskulatur wiederherstellen.
Ich brauche also Sport und vielleicht Physio oder sowas,
um dann dafür zu sorgen,
dass ich bei Treppenstufen kein Problem mehr bekomme.
Und so ist das häufig in der Beziehung auch,
dass, wenn Trennungsgedanken da sind,
manchmal gar nicht so bewusst ist, was ist denn die eigentliche Ursache.
Das ist irgendwie unklar.
Und manchmal ist es so, dass man sich nicht mehr so sicher ist,
dass man dann an den falschen Dingen arbeitet
und eben nur irgendeine Verhaltensweise etabliert,
um Symptome zu umschiffen,
die sich dann aber häufig verschieben.
Nehmen wir das Beispiel mit der Treppe.
Dann passe ich auf, dass ich Treppenstufen gut laufen kann,
rutsche aber bei der nächsten Gelegenheit woanders aus.
Und kriege das nicht hin,
mich beim Ausrutschen zu stabilisieren,
sondern falle einfach,
weil ich wieder Mobilität, Koordination nicht im Training habe.
Das heißt,
die Symptome verschieben sich
und es wird dann nur auf anderer Ebene sich zeigen,
was in uns gerade schiefläuft.
Deswegen ist auch der zweite Schritt halt so wichtig,
die Vergangenheit wirklich mal zu reflektieren.
Manche Menschen wissen noch gar nicht so,
was ihr eigentliches Mangelgefühl ist.
Also können das so ein bisschen sagen,
ja, ich fühle mich alleine,
aber was das jetzt konkret ausgelöst hat,
fällt einigen Menschen auch schon schwer.
Und noch schwerer ist es natürlich,
dass Mangelgefühl auch bei der anderen Person,
sehen zu können.
Das heißt, da ist es wichtig zu schauen,
wann hat das denn bei uns begonnen
und was heißt das konkret?
Welche Situationen haben konkret welches Gefühl ausgelöst?
Weil nur wenn ich das wirklich weiß
und auch die Reaktion der anderen Person dazu sehen kann,
wie die Person zum Beispiel die Situation nochmal beschreibt,
sagt, was für ein Gefühl das ausgelöst hat,
dann kann ich ja selber für mich auch einchecken und sagen,
okay, krass, ja, das war mir gar nicht so bewusst.
Und dann arbeitet unser Kopf häufig und überlegt so,
denn,
automatisch fast,
ja, wie wäre es denn jetzt in Zukunft?
Wie kann es denn
in Zukunft da mit uns weitergehen?
Können wir da eine Veränderung hinkriegen?
Oder ist das so innerlich bei mir,
dass ich denke,
ich will das alles nicht mehr.
Ich möchte das nicht mehr.
Jetzt, auch wenn ich weiß,
was dein Mangelgefühl ist,
ich möchte das eigentlich nicht.
Dazu kann man sich eine Reihe von Fragen stellen,
die man durchgehen kann.
Zum Beispiel,
gab es besondere Punkte,
wo man sich auseinanderentwickelt hat?
Da gibt es typische Momente,
in der Beziehung,
zum Beispiel,
dass Kinder bekommen,
wenn zum Liebespaar eben das Elternpaar hinzukommt,
ist ein häufiger herausfordernder Moment
oder eine herausfordernde Phase
für die Liebespaarbeziehung,
Jobwechsel, Umzüge,
vor allen Dingen natürlich auch so Phasen wie
Haus bauen, Haus sanieren,
häufig sehr herausfordernd für die Beziehung,
weil da einige Probleme entstehen
oder man neben der Arbeit
noch das Haus saniert
und damit manchmal ein,
anderthalb Jahre raus ist
aus dem Beziehungsleben,
weil sich alles ums Haus dreht.
Also jede große Veränderung.
Die Sprachen der Liebe kann man sich angucken.
Wie sind die Sprachen der Liebe?
Reden wir aneinander vorbei?
Also zeigen wir uns auf andere Arten die Liebe
und dadurch kommen wir nicht zusammen.
Gab es viele alltägliche Konflikte
und Systemgesetzverletzungen?
Also rund um Haushalt,
Kindeserziehung und so weiter.
Also fühlte sich das Alltägliche
Alltagsleben phasenweise oder dauerhaft schwer an,
dass man so eine schwere
Stadtleichtigkeit miteinander hat?
Hat sich das Lebenskonzept
von einem oder von beiden verändert?
Also wie sieht der Match
bei der Wunschbeziehung aus?
Gerade nachher,
Ende 30 geht das so los,
so in unserem Alter nachher,
dass man vieles erreicht hat,
was man sich vielleicht mal so in den 20ern,
als man zusammengekommen ist,
vorgenommen hat.
Man hat vielleicht seine Immobilie,
man hat die Wunschanzahl der Kinder,
man hat geheiratet,
man hat die Karriere weiterentwickelt,
man hat den ganzen langweiligen Kram geregelt,
wie Rentenversicherung abgeschlossen
und all sowas.
Das heißt, da ist dann so eine Phase,
wo dann viel Sicherheit geschaffen wurde,
aber auch vielleicht schon viele Ziele
erreicht worden sind, die man sich gesetzt hat.
Was sind die nächsten Dinge, die uns verbinden,
die wir gemeinsam erleben möchten,
gemeinsame Interessen?
Und natürlich ist das Gefühl noch vorhanden.
Wie steht es denn da?
Und damit man jetzt
diese ganzen Dynamiken,
diese ganzen Muster in einer Beziehung,
die sich einfach entwickeln,
das ist völlig normal,
verstehen kann,
ist es halt wichtig,
einmal auf die Vergangenheit zu schauen
und einmal das Wissen aus der Vergangenheit mitzunehmen.
Jetzt fragt man sich natürlich,
was hat das jetzt mit Klarheit finden zu tun?
Und das ist ganz spannend,
weil in dem Prozess von dem Verletzungen lösen
entsteht ja ein Gefühl.
Also entsteht ja ein Gefühl,
wenn jemand Verantwortung für ein Verhalten übernimmt,
wenn es mich verletzt hat.
Und entsteht ja auch ein Gefühl,
wenn Danny gesagt,
wie er es in Zukunft anders machen wird.
Und diese ganzen Erkenntnisse,
Gefühle aus diesem Prozess,
wenn man Verletzungen auflöst,
die sammeln sich dann
und machen es dann deutlich einfacher,
am Ende eine Entscheidung zu treffen.
Weil man sozusagen nochmal
alle Karten auf den Tisch gelegt hat,
nochmal alles gehört hat,
was für einen wichtig war,
nochmal alle Rückfragen stellen konnte,
nochmal checken konnte,
wie sieht deine Zukunft aus
und dein Blickwinkel für uns?
Wie sieht meine Zukunft aus?
Was für ein Gefühl macht das bei mir,
wenn du über unsere Zukunft sprichst?
Und dann entsteht bei den allermeisten Menschen
schon in diesem Schritt
ein, das möchte ich oder das möchte ich eher nicht.
Oder, das möchte ich,
aber folgende Aspekte
werden mir noch wichtig.
Sternchen-Legende-Volk sozusagen.
Die und die Punkte möchte ich damit aufnehmen.
Aber das ist natürlich
viel tiefgründiger und nachhaltiger,
als wenn man sagt,
in Zukunft bitte anders.
Und wir gucken mal.
Ich habe so ein bisschen Pro- und Contra-Liste geschrieben,
was dafür und dagegen spricht.
Erfülle bitte die Punkte,
dann wird das schon.
Das geht meistens nach hinten los.
Und an der Stelle vielleicht ein kleiner Exkurs
zum Thema Gefühle aussprechen
und Gefühle verarbeiten.
Denn da geht es nicht darum,
oberflächlich zu sagen,
ich habe mich übergangen gefühlt.
Denn das ist schon mal so ein Grundproblem,
dass wir glauben,
dass das Gefühle werden.
Die wir aussprechen und damit was lösen könnten.
Ich habe mich übergangen gefühlt,
ist aber kein echtes Gefühl.
Das ist eine Schlussfolgerung.
Und zusätzlich steckt da auch noch
irgendwie ein Vorwurf drin,
dass du mich übergangen hättest.
Das heißt, dadurch, dass das nicht dein Gefühl ist
und du dich nicht hingesetzt hast
und überlegt hast, ich übergehe Florian,
wird es dazu kommen,
dass du sagst, nein, das habe ich nicht gemacht.
Und schon stellst du damit,
ich glaube, ich habe mein Gefühl ausgesprochen,
du fühlst einen Vorwurf,
und sagst, das habe ich nicht gemacht.
Ich fühle damit,
dass du mein Gefühl nicht anerkennst.
Und damit haben wir wieder
einen blöden Kreislauf kreiert.
Das heißt, wir müssen echte,
wahrhaftige Gefühle aussprechen.
Das sind im Mindestmaß,
wir nennen sie Basisgefühl 2,
Gefühle wie Traurigkeit,
Angst, Sorge, Schmerz, Wut, Ärger
als negative Gefühle.
Oder dann halt noch besser
Basisgefühl 1,
die Vorstellung,
wie würde ich das meinem Arzt mitteilen,
denn ich habe immer dabei
körperliche Symptome.
Und die zeigen
die Intensität eines Gefühls.
Also angenommen, du würdest sagen,
das hat mir Angst gemacht.
Dann habe ich eigentlich keine echte Ahnung,
was du meinst.
Nehmen wir das Gefühl Angst vor Spinnen zum Beispiel.
Ich habe keine Ahnung, wie es sich anfühlt.
Selbst wenn ich auch
Angst vor Spinnen hätte,
dann würde ich glauben, dass wenn du sagst,
du hast Angst vor Spinnen,
dass du das gleiche Gefühl meinst wie ich.
Aber es kann sein,
dass ich nur eine kleine Sorge
oder ein kleines Ekelgefühl meine
und du hast Todesängste,
wenn du eine Spinne siehst,
weil das bei dir anders ausgelöst ist.
Das heißt, man muss die Körpersymptome beschreiben.
Wenn du jetzt sagst,
wenn du eine Spinne siehst, löst das Zittern aus,
Druck im Bauch, schwitzige Hände,
Hitze steigt auf, so ein Fluchtgefühl.
Du willst rennen, du merkst,
wie die Beine loslaufen wollen.
Dann merke ich,
das Gefühl ist das.
Das kenne ich nicht, wenn ich eine Spinne sehe,
aber
ich kann das jetzt empathisch genau zuordnen
und die Dramatik, die dahinter steckt
und kann das einordnen.
Und das ist etwas, was gebraucht wird,
um echte Empathie zu erzeugen,
sodass gerade bei emotionalen Verletzungen,
auch so rund um Affären
und so weiter,
ganz viele haben sich natürlich schon entschuldigt,
haben gesagt, das wollte ich nicht und so weiter.
Aber es hat keine Wirkung gemacht,
weil der andere kann das Gefühl
erst loslassen,
wenn das eigene Empfinden ist,
Ich konnte das empathisch total rüberbringen.
konnte es empathisch mein Gefühl
in voller Tragweite erkennen
und das ist eben auch häufig die Motivation
für echte, nachhaltige
Veränderung des Verhaltens danach.
Ja. Dass ich das wirklich sehe.
Das erlebe ich auch immer wieder
im Coaching, dass eine Seite,
wie du sagst, bei so einer Verletzung wie Affäre
oder so, sagt,
das ist
krass jetzt, wo wir darüber sprechen,
so detailliert und auf so einer
anderen Ebene, ich fühle mich
gerade selber so schlecht, weil ich das
so sehe, wie schlecht es dir damit ging.
Natürlich wusste ich, dass du
verletzt bist und das nicht gut geht, aber
jetzt, wo ich weiß, wie du sagst,
auch in der Beschreibung
viele sagen ja auch, da hat sich irgendwie
der Boden aufgerissen und ich habe
Herzrasen bekommen und
Hitze ist aufgestiegen und so weiter.
Und dann sitzt noch mal ein anderer da und sagt so,
boah, das tut mir so leid.
Und dieses, das tut mir so leid,
ist dann so ganz anders
im Gefühl als dieses,
tut mir leid.
Das war nicht gut, ich weiß, war doof.
Was soll ich machen? Das ist geschehen, ich kann die Fakten nicht verändern.
Das ist eine andere Ebene.
Genau. Und das wird halt gebraucht,
damit wir an diese Sinnfrage
gut rankommen können.
Weil das möchten ja viele.
Viele möchten sich ja natürlich hinter dieser Klarheit,
die möchten ja sich richtig entscheiden
für sich selbst, verständlicherweise.
Und wenn das dann noch
nicht ausreicht, dass man über diesen
Weg wieder zu mehr
Verbundenheit, Anziehung kommt,
was dann durchaus immer wieder passiert,
dann geht es
in den letzten Schritt, das ist der Öko-Check
zur Entscheidungsfindung.
Da reicht es dann nicht aus,
die Beziehungen retten ja, nein,
als Fragestellung mit ein paar Stichpunkten
zu nehmen, vielleicht so eine Pro- und Kontraliste,
was wir gelernt haben,
sondern im Öko-Check gibt es
vier Fragen, die man sich stellt und die Grundlage
dafür ist, den eigentlichen
Ablauf hin zum Ziel
sozusagen umzukehren. Also, wenn ich
ein Ziel in der Zukunft nehme,
zum Beispiel,
nehmen wir jetzt mal die Trennung dann,
dann verbinde ich mit der
Gegenwart, also in der Beziehung zu seinen
Nachteilen und habe das
Gefühl, dass eine Trennung
mich aus diesen Nachteilen rausholt,
also diese zumindest neutralisiert
oder ich verbinde mit einem Ziel sogar
Vorteile, dass ich dann wieder freier
bin, habe diesen Alltagsstress nicht
und so weiter.
Jetzt gibt es aber Dinge,
die man beachten sollte, wenn wir es drehen.
Nämlich die erste Frage ist, was ist das Gute am Jetzt?
Was ist das Gute daran,
in der Beziehung zu sein? Welche Vorteile gibt es?
Also, wenn man die Fragestellung hat, sollte
ich mich trennen? Genau.
Was ist das Gute daran, dass ich in der
Beziehung bin? Und da geht es
darum, nicht nur das Objektive zu nehmen,
sondern pro und kontra Liste haben wir gelernt,
wir wollen das möglichst objektiv machen,
funktioniert ja nicht, weil wir werden
immer zu der Seite, zu der wir uns
emotional hingezogen fühlen, mehr Argumente finden.
Das ist ganz natürlich.
Das heißt, wir nehmen hier ganz bewusst
emotionale Dinge mit auf, die sind sogar viel wichtiger.
Ja.
Weil natürlich würden wir jetzt vielleicht sagen,
das Gute, was mir erstmal einfällt, ist
das Haus und
die Kinder und so weiter.
Aber es geht ja um das Emotionale zwischen uns.
Ja. Oder viele Aspekte
und nicht nur eben die Umgebungsebene.
Zum Beispiel teilen wir vielleicht auch
gute Sachen jetzt zusammen, was wir dann
nicht mehr haben. Vielleicht haben
wir
schöne Gespräche über den Podcast von
Lanz und Precht, die wir dann nicht mehr teilen würden.
Ja, so viele kleine Dinge, wo man sagt,
da fühlen wir Verbundenheit. Oder, oder, oder.
Dann geht es darum, was
muss getan, gelernt, verändert werden,
damit die Vorteile
aus der Gegenwart erhalten bleiben
können. Also gibt es eine
Möglichkeit der Trennung
und ich kann die Vorteile mitnehmen.
Bei Lanz und Precht
könnten wir sagen, wenn wir uns
einvernehmlich im Guten trennen,
unsere
Verletzungen trotzdem lösen,
zumindest die wichtigsten, die dafür sorgen,
dass wir ein stabiles Elternpaar
bleiben, dann könnten wir vielleicht uns darüber
weiterhin austauschen.
Vielleicht könnten wir uns dann auf dieser Ebene sogar begegnen.
Und so schaut man, welche
Lösungsansätze gibt es. Also viel
Kreativität, die hier auch gebraucht wird.
Dann gibt es ja,
Frage Nummer drei sind ja, was sind die negativen
Konsequenzen,
Nachteile, die eintreten können.
Wenn man sich trennt.
Wenn man sich trennt, genau.
So wie es immer auch ein Gut, das Gute am Jetzt gibt,
so gibt es auch bei allen Entscheidungen
ja auch mal negative Konsequenzen, die
eintreten können. Und da gibt es meistens
immer so eine Liste, wo Menschen sagen, ja, da
fällt mir einiges ein, weil da sind wir auch bei den
engsten. Also was sind meine
engste, was alles eintreten konnte.
Und dann, finde ich, kommt fast die
wichtigste Frage an diesen Öko-Check,
nämlich, was muss getan,
gelernt, verändert
werden, damit die negativen Konsequenzen
nicht eintreten oder nur ganz
vermindert eintreten.
Da sind wir eben bei diesem kreativen Anteil
auch zu überlegen, okay, jetzt habe ich
auf der anderen Seite ja stehen, was alles negative
Konsequenzen in meinem Gefühl auch sein
könnten. Ob die wirklich alle
eintreten, weiß man nicht immer, aber das sind ja die, die
erstmal aufploppen. Und damit zu arbeiten,
zu sagen, was kann ich tun,
damit sie nicht eintreten oder nur so
ganz vermindert eintreten. Und das
ist immer
sehr spannend, weil das auch wieder ein Anzeichen,
finde ich, häufig ist, zu welcher
Variante der Entscheidung
ich neige. Weil wenn mir
jetzt ganz viele Dinge einfallen
und ich merke, oh, ich kann da richtig einsteigen
in den Punkt und sage, okay, das
mit dem Haus, ja, das ist schwierig, das ist eine
krasse negative Konsequenz. Ja,
aber man kann auch so und so und so
oder ich könnte, wir könnten uns so einigen.
Also wenn ich da ganz viele Punkte finde,
dann merke ich im besten Fall
auch eine Erleichterung, die langsam eintritt,
weil ich mich mal mit den Dingen beschäftigt
habe, weil ich mich mit meinen Ängsten und Sorgen mal
auseinandersetze und merke dann vielleicht
auch, okay, die ganzen negativen
Konsequenzen, die ich dachte,
die werden vor allem mal klein.
Die werden händelbar.
Entweder das oder ein
Beispiel, was sehr realistisch
ist, was auftreten kann, ist,
dass bei den negativen Konsequenzen
riesigen Nachteilen auftritt,
dass man eine große Angst hat.
Ja, ich weiß nicht, was passiert.
Ich weiß nicht, was passiert oder
das wäre eher so eine Zukunftsangst.
Nun kriege ich das hin.
Das würde vielleicht dahin deuten, dass man
mal auf das Thema Selbstvertrauen guckt
oder
auch die Verlustangst.
Und das kann passieren, dass man dann in so
einem Prozess feststellt, dass
die Trennung eigentlich klar ist,
und der Weg klar ist,
weil alles im Ökocheck zeigt darauf hin,
dass da nicht mehr viele
Vorteile sind, sondern
eher diese eine Konsequenz,
diese Sorge, diese
Angst vor dem Verlust,
dass das das ist,
was dafür sorgt, dass man diesen Schritt
nicht gehen kann und man dann gemeinsam an der
Verlustangst arbeitet, damit
dann dieser Schritt möglich
wird. Weil das ist ja auch der
Nachteil von so einer Pro- und Kontraliste,
das kennt jeder bestimmt aus seinem Leben, dass man,
nachher, was er sich abzählt,
ich habe jetzt acht Seiten, acht Punkte
auf der Pro-Seite, acht auf der
negativen Seite
und was nehme ich jetzt? Und dann merkt man aber,
ja, eigentlich kann man das durch reines
Abzählen ja nicht machen, weil
ich habe ja innerlich eine Priorisierung
der Wichtigkeit der Punkte.
Ja, und hier findest du ja eher
bei der ersten Frage, was ist das Gute am
Jetzt, findest du ja die Dinge heraus,
die dich in der Beziehung halten
und kannst gucken, ob du da
Dinge verstärken kannst, damit du
drin bleibst? Oder
ist das so, dass es eine besondere
Konsequenz, ein besonderes
Risiko oder Gefühl gibt,
was dich in der Beziehung hält, obwohl du nicht
willst? Und da muss man ja sagen,
ist das für beide Seiten gut, dass das
rauskommt? Denn
wir wollen ja auch nicht nur in einer
Beziehung sein, weil ich Verlustangst hätte
und mich deswegen nicht trennen
kann, aber eigentlich will ich das alles nicht mehr.
Das hilft dir auch nicht,
das macht dir auch keine erfüllende Beziehung
und nimmt dir ja auch die Chance,
dass du eine erfüllende Beziehung
mit jemand anderem führen könntest.
Also deswegen ist das
gut, das zu finden, das zu lösen und
diese Freiheit zu bekommen.
Und wenn wir dann sogar noch gucken, was
natürlich solche Themen mit
Kindern machen, also dass man solche
Ängste ja auch weitergibt, schon
über die Gene und so weiter,
und dass es gut ist, das für sich zu bearbeiten
und zu lösen, damit die Kinder in diese
Freiheit hineinkommen, dann
ist das
sicherlich super sinnvoll. Und es ist ja auch wichtig,
dass man für sich gut
entscheidet, weil man ja auch, gerade
wenn die Kinder älter sind, da ja
zu seiner Entscheidung auch stehen
darf und sollte und
man selber auch da ein,
finde ich, ein bisschen Background braucht,
um das auch zu transportieren, um Sicherheit
zu vermitteln und zu sagen, das ist,
ich weiß auch nicht, wie es jetzt weitergeht,
sondern auch einen Plan zu haben, zu sagen,
du, wir haben uns das überlegt und das war
eine bewusste Entscheidung von mir.
Und wenn man sich diesem Ganzen nun intensiv
widmet, was ja total
Sinn macht, dann
habe ich da zuletzt noch mal so einen
passenden Satz gelesen, den ich ganz gut finde.
Lieber
eine neue Beziehung mit dem
alten Partner, als
die alte Beziehung mit einem neuen
Partner.
Bedeutet, dass man
sich ja auch selber mitbringt. Das
heißt, selbst wenn man sagt, ich brauche
das alles in meinem Gefühl nicht, die Trennung ist
klar, ist dieses ganze Aufarbeiten
immer total wertvoll,
weil ich werde immer
Anteile daran haben, dass das
jetzt in eine Trennung gelaufen ist.
Und wenn ich diese Anteile verstehe und für mich
verändern kann, kann ich dafür sorgen,
dass die potenziell neue Beziehung
nicht wieder die alte
Beziehung wird.
Also ich quasi nur den Partner ausgetauscht habe,
aber in die gleichen Probleme reinlaufe,
weil ich bringe mich ja mit in die neue
Beziehung. Deswegen ist das total
wertvoll daran zu arbeiten und im besten
Fall findet man
einen Weg für eine neue Beziehung mit dem
alten Partner, weil man sein Fundament
stabilisiert, Themen klärt und dafür
sorgen kann, dass man dann eine
Beziehung führen kann. Wir hoffen, ihr habt gute Erkenntnisse
mitgenommen und könnt mit den Lösungswegen einiges für euch schon
bearbeiten und mehr Klarheit erlangen. Solltet ihr Unterstützung wünschen,
meldet euch sehr gerne bei uns. Wir freuen uns sehr auf das
Erstgespräch mit euch. Bis dann. Bis bald.
Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Podcast Summary
Key Points:
Die meisten Paare brauchen zunächst Klarheit über ihre Beziehung, bevor sie entscheiden, ob sie zusammenbleiben oder sich trennen.
Emotionale Verletzungen aus der Vergangenheit, wie bei Kennenlernphasen, können langfristig auf die Beziehung wirken und eine tiefe Verbundenheit verletzen.
Beide Partner müssen gemeinsam erkennen, ob die Liebe und die Verbundenheit noch vorhanden sind, auch wenn sie unter Verletzungen vergraben sind.
Die Entscheidung, ob eine Beziehung fortgesetzt wird, hängt nicht nur von Liebe ab, sondern von Umständen wie finanziellen, familiären oder emotionalen Faktoren.
Der Prozess von Klarheit findet durch die Analyse von Vergangenheit, Gefühlen und konkreten Lebenssituationen statt.
Echte Empathie entsteht, wenn Partner ihre Gefühle mit körperlichen Symptomen und konkreten Beschreibungen aussprechen.
Der Öko-Check hilft, die Vorteile und Nachteile der Beziehung zu überprüfen und konkrete Schritte zur Verbesserung oder Veränderung zu finden.
Selbstvertrauen, Verlustangst und emotionale Würde sind entscheidende Faktoren, die das Entscheidungsverhalten beeinflussen.
Summary:
Die Diskussion dreht sich um die komplexen Entscheidungen, die Paare in Krisenzeiten treffen müssen. Viele kommen zunächst nicht zu einer klaren Antwort, weil emotional verletzte Erinnerungen und alte Konflikte bis heute einwirken. Die Klarheit entsteht durch eine tiefgehende Reflexion der Beziehungsgeschichte – vom Kennenlernen über erste Verletzungen bis hin zu entscheidenden Lebensphasen wie Kinder, Umzüge oder berufliche Wechsel.
Dabei wird betont, dass die Liebe und die Verbundenheit nicht immer direkt spürbar sind, sondern oft unter Verletzungen verborgen sind. Ein entscheidender Schritt ist die authentische Ausdrucksform von Gefühlen – nicht als Vorwurf, sondern als Basisgefühl wie Angst, Traurigkeit oder Wut, beschrieben mit körperlichen Reaktionen. Der Prozess des "Öko-Checks" hilft, die Vorteile und Nachteile der Beziehung objektiv zu analysieren und konkrete Lösungsansätze zu finden.
Dabei wird deutlich, dass auch die familiären und finanziellen Umstände eine große Rolle spielen. Die Entscheidung, zu bleiben oder zu gehen, muss daher nicht nur auf emotionale Bindungen, sondern auch auf persönliche Sicherheit, Wohlbefinden und die Zukunft der Kinder und des Elternpaares beruhen. Die Arbeit im Coaching zielt darauf ab, den Prozess transparent, reflektiert und bewusst zu gestalten, sodass beide Partner ein Gefühl der Akzeptanz und Selbstverantwortung entwickeln können – unabhängig davon, ob sie sich trennen oder die Beziehung fortsetzen.
FAQs
Emotionale Verletzungen aus der Vergangenheit können langfristig zu Zweifeln führen. Diese Verletzungen bleiben oft vergraben und wirken sich heute noch auf das Gefühl der Liebe und Verbindung aus.
Viele Menschen brauchen zunächst Klarheit, um ihre eigenen Emotionen und Lebensziele zu verstehen. Ohne diese Basis ist eine Entscheidung wie Trennung oder Zusammenhalt oft unbewusst oder emotional motiviert.
Die Betrachtung der positiven Aspekte der aktuellen Beziehung hilft, die emotionale Bindung zu erkennen und zu schätzen. Es zeigt, was wirklich aus der Beziehung herauskommt, was Verbundenheit und Gemeinsamkeit ausmacht.
Der Öko-Check beleuchtet die Vorteile und Nachteile einer Beziehung, sowie mögliche Veränderungen. Er hilft, das Gefühl der Verletzung und Angst zu erkennen und zu verarbeiten, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Gefühle wie Angst oder Traurigkeit sind oft nicht direkt auszusprechen, sondern werden in Vorwürfe oder Schlussfolgerungen umgesetzt. Nur durch die Beschreibung körperlicher Symptome und echter Empathie entstehen authentische Verständnisse.
Die Angst vor Verlust, die Kinder betreffen, ist ein großes Thema. Viele Menschen fürchten, dass eine Trennung die Familie zerstört. Es ist daher wichtig, Lösungen für Kinder und Familienwerte zu finden, um eine nachhaltige Entscheidung zu treffen.
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