Die Podcast-Folge beschäftigt sich mit der Frage, wie sehr die erste Beziehung unser Leben prägt. Zunächst wird das Klischee der ersten Liebe beschrieben – von Herzklopfen in der Schule bis zu den ersten gemeinsamen Erlebnissen. Statistiken zeigen, dass viele Jugendliche bereits mit 17 Jahren erste Beziehungserfahrungen haben. Die Moderatorin Lisa Sophie Scheure teilt persönliche Erinnerungen an ihre erste Beziehung mit 19 Jahren und zeigt, wie emotional diese Zeit war. Der Paartherapeut Eric Higmann erklärt, dass Verliebtsein ein intensiver Hormoncocktail aus sexueller Anziehung, Ähnlichkeit und Verbundenheit ist. Verliebtsein ist dabei kein reines Gefühl, sondern eine Motivationsreaktion, die wie eine Sucht wirkt – ähnlich wie bei Drogen. Zudem dient die erste Liebe der Abnabelung vom Elternhaus und fühlt sich dadurch besonders befreiend an. Wissenschaftlich gesehen bleiben Erinnerungen an die erste Beziehung wegen der "ersten Male" und der optimalen Gedächtnisleistung im jungen Erwachsenenalter besonders lebendig. Die Geschichte von Kati, die ihre erste feste Beziehung erst mit 26 Jahren erlebt, zeigt, dass eine späte erste Liebe nicht nachteilig sein muss. Sie fühlte sich lange unter Druck, weil alle Freundinnen bereits Beziehungen hatten, fand aber schließlich einen Partner, der zu ihr passt. Higmann betont, dass die erste Beziehung das Bindungsverhalten beeinflussen kann, aber meist bestehende Muster verstärkt. Erwachsene erste Beziehungen sind oft stabiler und sicherer, was Kati bestätigt – sie ist nach neun Monaten bereits zusammengezogen und glücklich.
Das Klischee der ersten Liebe geht ja ungefähr so. Man sieht diese eine Person in der Schule und bekommt Herzklappfen. Im Geografieunterricht schreibt man sich zettelchen hin und her. Auf dem einen steht dann, willst du mit mir gehen? Ja, nein. Und auf dem Pausenhof hält man das erste Mal Händchen und wird dabei rot. Dann irgendwann eine erste Kurs, das erste Mal übernachten und das erste Mal. Und wenn man dem riesigen Haufen von Coming of Age, Serien und Film über die erste Liebe glaubt, dann ist die erste Liebe einer der intensivsten und wichtigsten Erfahrungen im Leben. Zum Beispiel hier, als sich Cassie in der Serie Euphoria in den Freund ihrer besten Freundin verliebt. Die beiden zusammenkommen und das Ganze ziemlich eskaliert. "I have never ever been happier!" Die erste Beziehung ist aber nicht nur in Serien ein großes Thema, sondern auch im Leben der meisten realen Teenager in auf Social Media. "Storytank, ich möchte euch heute von meiner allerersten Beziehung erziehen." "So the thing is you're never going to experience that sort of love again." "Ich habe seine erste Liebe auch nicht vergessen. Ich glaube, es geht ganz vielen so." Auch Statistiken bestätigen, wie früh erste Beziehungen Thema sind. Über drei Viertel der Deutschen 17-Jährigen gibt an schon mal in einer Beziehung gewesen zu sein. Da bekommen man schon das Gefühl, die erste Beziehung ist irgendwie die Wichtigste. Und wird uns unser ganzes Leben lang prägen. Aber was ist, wenn man das alles nicht erlebt, wenn man seine ganze Jugend und auch die 20er lebt, ohne die erste Liebe zu haben? "Also es ist immer so ein bisschen, woher du brauchst, keinen Typ um glücklich zu sein. Und so, das ist es auch gar nicht, weil ich war auch ohne glücklich. Aber ich habe mir das so sehr gewünscht, weil ich weiß, ich bin ein Mensch, der so für Liebe zu geben hat. Das ist Kati. Ihr kennt sie vielleicht von Social Media als Dominokati. Sie war die meiste Zeit ihres Lebenssingeln. Und das hat sie manchmal echt belastet. Es fühlte sich unveranruh, das war immer so ein blödes Gefühl. So ein bisschen Mann. Ich will dann auch, dass ich diese eine Person habe, die ich als erstes irgendwie anrufe, wenn irgendwas ist und nur die Person, weil das meine Priorität hat auf jeden Fall gefällt." Ich kann schon mal spoilern. Heute ist Kati in einer Beziehung. Ihn ersten Freund hat sie aber erst mit 26 Jahren kennengelernt, als Erwachsene. Aber heißt das jetzt, dass sie in ihrer Teenagerzeit etwas verpasst hat? "Die Emotion, die ich da erlebe, dadurch, dass ich sie ja auch in der Form neu erlebe, sind immens und die überfluten mich." Sagt Partira Pold Eric Higmann über die erste Beziehung. Der Walenthinstag steht ja bald vor der Tür. Und deswegen nutzen wir diese und nächste Woche für einen kleinen Schwerpunkt zum Thema Liebe. Und wir starten heute mit der Frage, wie sehr prägt die erste Beziehung unser Leben? Bei Einfluss unserer erste Beziehung sogar unsere Persönlichkeit und damit auch spätere Beziehungen? Und dafür kam auch ich ein bisschen in meiner Vergangenheit und plaudere aus dem Neekestchen meiner ersten Beziehung. Und hier ist ein Foto, sehe ich gerade, das habe ich schon eh nicht mehr gesehen. Oh mein Gott! Ich bin Lisa Sophie Scheure und ihr hört Wissen Weekly, den Podcast, in dem wir gefühlte Wahrheiten mit wissenschaftlichen Fakten untermauern oder wiederlegen. Dafür graben wir uns durch Studien und Sprechen mit Experten und Betroffenen. In dieser Folge klären wir die Frage, prägt uns die erste Beziehung für's Leben? Wo seid ihr da auf Klassenfahrt? Nee, das ist nach dem Abiball gewesen. Wir sind nach dem Abiball bis morgens um 3, 4, 5, 6, 6, glaube ich, bis jetzt auch noch aufgegangen ist. Sind wir noch durch die Stadt gelaufen, deswegen sehen wir auch so schick aus. Passend zum Thema erste Beziehung schaue ich mir gerade mit meiner Kollegin Emily Glaser alte Fotoalben aus der Zeit an, als ich 19 war. In der Zeit ging es nämlich bei mir langsam los mit der ersten Liebe. Und da haben wir dann so ein lustiges Spiegelshäfige gemacht in so einem Gebäude, was ich so mega doll gespiegelt hat. Das "Wie" auf den Fotos, das sind meine damalige Freund und ich. Kurz nach dem Abib sind wir ein paar geworden und waren dann auch drei Jahre zusammen. Und wenn ich mir das alles so anschau, dann werde ich sogar ein bisschen sentimental. Guck da sitzen wir und sind so am Rudern. Richtig vorm Menteel. Und das war, glaube ich, eins meiner Liechtenbäude auf der Wiese. Und haben uns geküsst, das war ganz süß. Das war so mit Freunden. Also das war wirklich so. Der erste Sommer, wo ich so richtig, richtig toll verliebt war und das war richtig süß. Diese krassen Schmetterlinge im Bauch, diese übertriebenen Glücksgefühle, man kann nur noch an diese eine Person denken, wenn man verliebt ist, spielt Gefühl der ganze Körper verrückt. Ist das wirklich so? Lasst uns mal schauen, was beim Verliebt sein wirklich im Körper passiert. Erklären kann uns das. Mein Name ist Eric Higmann. Ich bin ein paar Terapold. Was kann ich noch über mich sagen? Da würde ich am liebsten immer irgendwie meine Klienten, meine Klienten oder Patientinnen sprechen lassen. Was es auf jeden Fall noch zu sagen gibt, ist, dass Eric Higmann seine Patientinnen nicht nur in seiner Praxis empfängt, sondern auch pare mit Beziehungsproblemen in seinem NDR-Podcast die Parti-Rapie. Das, was beim Verlieben mit uns passiert, ist keine übernatürliche Macht und auch nicht Amor's Fall erklärt Higmann. Verlieben ist ein richtig heftiger Homon-Koktehl, den wir erleben. Und der sorgt dafür, dass wir uns super, super gut fühlen. Und dass wir uns wünschen, dass möge die ganze Zeit so bleiben. Für die richtige Mischung im Homon-Koktehl müssen mehrere Faktoren gegeben sein. Damit wir in diesem Zustand kommen, brauchen wir im ersten Eindruck das Gefühl von sexueller Anziehungskraft. Das hat immer eine erotische Komponente dabei. Wie stark die ausgeprägt ist, kann unterschiedlich sein, aber es braucht eine Anziehungskraft dabei. Und es braucht für die aller meisten Menschen ganz viel Gemeinsamkeit und Ähnlichkeit, damit ich das Gefühl habe, dass es eine sichere Umgebung, das ist sicherer Restaurant. Oh, okay, also nichts mit Gegensätze ziehen sich an. Ähnlichkeit ist der Schlüssel zum Verlieben. Daher zumindest einer von ihn. Denn eine Studie der Harvard-Universität liegt drei Kategorien fest, die für das Verliebts sein wichtig sind. Lust, Anziehung und Zuneigung bzw. Verbundenheit. Diese drei machen das Hormone-Rezept aus. Lust ist dabei für Sexualhormone zuständig, Anziehung für den Glücksbotenstoff Dopamin und die Zuneigung für das Kuschelhormon-Oxituzin. Es ist also wirklich ein richtiger Cocktail. Und wegen dieser Drönung an Hormonen und Botenstoffen ist verliebt sein genau genommen gar kein Gefühl. Das hat die US-amerikanische Anthropologin und Verhaltensforscherin Helen Fischer. Nein, nicht die deutsche Schlager, sondern die Anthropologin herausgefunden. Das erklärt mir meine Kollegin Emily Glaser, die diese Folge recherchiert hat. Genau, die hat Gehörne von Verliebtenleuten studiert und eben gescannt. Sowohl von Frischverliebten als auch von Leuten ein Langzeitbeziehung. Und die hat in einer ziemlich bekannten Studie von 2005 herausgefunden. Das Verliebt sein im Grunde gar nicht unbedingt gefühlt ist. Sondern eher so eine Art Motivationsreaktion. Also so eine Art Belohnungssystem. So ähnlich wie wir waren zum Beispiel auch drogendemd oder so. Das muss man sich erst mal reinziehen. Verliebt sein ist wie eine Sucht. Und wird abhängig von dem Hormon-Kick, den die andere Person ein gibt. Deshalb fühlt sich der Herzschmerz nach der ersten Beziehung auch so brutal an. Das ist nämlich wie als würde man mit dem Rauchen aufhören. Okay, aber diese Hormon-Kombo und damit diese rauschartige Erfahrung, die kann ja theoretisch jedes Mal passieren, wenn wir uns verlieben. Nicht nur beim ersten Mal. Aber bei der ersten Liebe da überrumpeln uns diese Gefühle natürlich mehr. So ein High kann man da noch gar nicht richtig einordnen. Und man weiß auch noch nicht, was auf einen zukommt. Und daher kommt dieser Gedanke, ich schwige bei auf Wolke sieben, wenn ich nur an dich denke. Ja, ich weiß noch nicht, welche Steine uns in den Weg gelegt werden. Und aus dem Grund kann ich das Glas immer vollsehen. Es gibt aber noch einen anderen positiven Effekt vom ersten Mal verliebt sein, erklärt Hegmann. Das ist auch eine Abnahbelung aus dem Elternhaus. Das ist eine Emanzipation. Okay, jetzt wird's kurz weird. Hegmann sagt, die erste Liebe in unserem Leben ist gar nicht unser erster Crush, sondern unsere Eltern. Würde die Post gefällt es. Nein, aber Spaß bei Seite. Die Elternbeziehung ist zwar keine romantische Liebe, aber eben die erste innige, hoffentlich liebevolle Beziehung. Dazu gehört einerseits Tür knallen und sich heimlich auf Partys schleichen, aber eben auch die erste Liebe. Das ist auch ein Befreiungsschlag. Und sicherlich führt auch diese Euphorie dazu, im besten Falle, dass ich diese erste Liebe noch größer, noch befreien da anfühlt. Das ist ja dann doppelt aufregend. Ich fühle etwas, dass ich noch nie vorher gefühlt habe und dann wage ich etwas, dass ich vorher noch nie gewagt habe. Nämlich mich aus meinem gewunden sozialen Umfeld rauszutrauen und dort neue, bedeutsame Beziehungen auf Augenhöhe aufzubauen. Das ist eine unglaubliche Fülle an Ideen und Möglichkeiten, die natürlich euphorisierend wirkt, die Beflügel interpretiert. Fassen wir zusammen. Das erste Verliebzein ist ein Rasserovalot und das im positivsten Sinn. Erst mal wirken die Hormone so euphorisieren, dass wir wie oft drogend sind. Die Psychologie hat zu tun.
dass wir uns durch die erste Beziehung von unserem Elternhaus abnabeln. Kein Wunder, dass wir diese Zeit ganz besonders in Erinnerung behalten. Was ist aber, wenn die erste Liebe viel später passiert? Verpasst man da etwas? Ich bin 27 und hab dann seit ich 26 bin mein ersten Freund. Das ist wieder Kati, aka Dominokati. Er habt sie ganz am Anfang schon mal gehört. Inzwischen fast elf Jahren Content Creation. Ja, und hab tatsächlich auch passen zum Thema, immer wieder über meine Beziehung oder nicht. Kati hat schon früh an ihrer Karriere gearbeitet. Schon als Schülerin hat sie fleißig in YouTube-Kanal aufgebaut. Aber natürlich beschäftigen auch sie damals Sachen, die eigentlich alle Teenager in Beschäftigen. Jungs war auf jeden Fall auch ein großes Thema in meiner Teeny-Zeit. Ich sage zwar immer, dass meine erste Freund oder meine erste Beziehung jetzt stattfand, also den ersten Willen mit mir gehen, ja, an ein vielleicht. Da hatte ich mit 14. Das waren 1 bis 2 Monate. Aber da hat man sich in der Schule gesehen, man hat Händchen gehalten. Und für mich ist das ehrlicherweise keine Beziehung. So was kenn ich auch. Händchen halt Romanzen auf dem Schulhof. Das zählt bei mir jetzt auch nicht als Beziehung. Wenn Kati über Beziehung entspricht, dann redet sie über etwas tieferes. Sie nennt das einen Lieblingsmenschen haben. Jemanden auf dem man sich wirklich verlassen kann. So jemanden findet sie aber lange einfach nicht. Die waren dann immer so bis zu maximal zwei, drei Monate lang. Und dann ist es aus dem einen oder anderen Grund dann auseinander gegangen. Entweder passt es für Kati nicht oder für die andere Person. Und das kann auch echt verletzend sein. Ich glaube, die Momente sind immer besonders hässlich, wo man dann vielleicht einen Korb bekommt, wo man die Person doch ganz spannend fand. Ich würde sagen, das war der Tiefpunkt der letzten Jahre. Solche unverbindlichen Situation-Ships belasten Kati aber erst zunehmend in ihren 20er. Als Teenagerin hat sie ihre Freundinnen, brennt für ihre Hobbies und natürlich verbringt sie auch super viel Zeit mit ihrem YouTube-Kanal. Eigentlich ist sie happy. Wäre da nicht die ganze Zeit dieser komische unangenehme Druck. Und ich war jetzt bis ich in eine Beziehung kam. Aus meinem Freundinnenkreis. Wirklich die einzige, die keine Beziehung, die einzige Single. Und das hat mich ehrlicherweise am meisten gestresst. So habe ich mich mit 19 schon gefühlt, weil meine ganzen Freundinnen alle mit 14, 15 ihrer ersten Freunde hatten. Und ich vier Jahre später immer noch nicht, kam mir vor wie die größte Nachzügelerin. Und da habe ich mir auch immer so gedacht, so was ist den Falsch mit mir. Da ging es Kati und mir eine Zeit lang also sehr ähnlich. Denn ihr länger Kati kein Freund hat, desto mehr kommt sie ins Grümeln. Man sieht dann irgendwann, bohr krass, okay, die sind jetzt zusammengezogen. Bei denen hört man, dass die tatsächlich aktiv schon mal wenigstüber geredet haben. Dass Kindermann-Thema werden. Heiraten ist auf jeden Fall eine Option. Und denkst du so, okay, cool, ich unterhalte mich hier gerade. Pat Schett mit Leuten über ihre Lieblingsfarbe. Das ist einfach fernab von meiner Realität. Sie bekommt irgendwann das Gefühl, sie kann gar nicht mehr auffohlen, was alle anderen schon erlebt haben. Oh, also diese ganzen Meilensteine, die die alle schon die letzten Jahre gesammelt haben. Die habe ich nicht angefangen, die zusammen. Und das hat mich dann schon ein bisschen gestresst. Natürlich auch so ein bisschen, okay, bleib ich für immer Single. Hab ich zu krassere Ansprüche. Wenn ich das Problem selbst zweifel, das spielt ja alles mit rein, leider. Klar, wenn man bei allen anderen sieht, wie toll es läuft, dass man dann gestresst ist. Und erste Beziehungen helfen einem ja auch beim Erwachsen werden. Aber sind sie deswegen wirklich so wichtig? Das erklärt meine Kollegin Emily. Kannst du dich daran noch guterinnern? Du dich damals gefühlt hast und was ihr alles so erlebt habt? Ja voll. - Ja. Da kann ich mich noch an wirklich konkrete Momente erinnern. Ich kann mich auch ganz genau an den Moment erinnern, wo er mir ich liebe dich zum ersten Mal gesagt hat. Dass ich mich noch so im Detail an Momente aus meiner ersten Beziehung erinnern kann, dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung. Das hängt halt mit einer Sache zusammen, die man auch so macht, der ersten Male nennt. Also US-Psycholog-Innen sprechen von sogenannten Memory-Bums. Wenn wir zum ersten Mal etwas machen, dann brennt sich das auf eine besondere Art in die Erinnerung ein. Und dann kreiert es sogenannte Flash-Bout Memories. Also ich stell mir das richtig vor, wie mit so einer glühbeurne über dem Kopf so bingen. Also das merkt man sich einfach wirklich anders. Und viel intensiver als Sachen, die man halt jetzt schon ein paar Marottinier da gemacht hat, das zählt dann eben auch für die erste Beziehung. Und nicht nur das. Auch das Alter spielt eine Rolle für die Erinnerung. Vor allem, wenn man so wie ich und die meisten anderen auch etwa um die 18 ist bei der ersten Beziehung. Also es gibt so eine neurologische Studie vom MIT, die hat rausgefunden, dass eben unser Kurzzeitgedächtnis, dass unser Arbeitsspeicher eben einfach in dieser Zeit am besten ist. Und deshalb kann man sich an Details aus der Zeit am besten erinnern. Ja, ja, genau, genau. Wenn du es wirklich gar nicht, das ist richtig krass. Weil wenn du dich an so konkrete Situation zurückeinst, ich kann dir genau sagen, wo welche Pflanzerteile, weil sie stand oder so was, oder. Wo genau wir gesessen haben, weil es wir das und das gemacht haben und so. Also, das ist wirklich. bisschen gruselig. Den Zahn müssen wir euch jetzt leider ziehen. Ihr könnt euch an eure erste Liebe nicht nur so gut erinnern, weil sie euch so viel bedeutet hat, sondern weil euer Gedächtnis in dieser Zeit einfach in seiner Bestleistung war. Schon ein bisschen unromatisch irgendwie. Aber das macht die erste Beziehung nicht weniger wichtig. Denn auch die Wissenschaft sagt, dadurch, dass wir in der ersten Beziehung viele erste Male erleben. Und damit, mein wir jetzt nicht nur körperliches, sondern auch die erste große, emotionale Bindung, ist diese Zeit für uns einfach sehr besonders. Die erste Liebe hat also einen besonderen Platz in unserer Erinnerung. Aber heißt das auch, dass sie uns unser ganzes restliches Leben lang beeinflusst? Wie und wann haben sie Liebe gelernt? Das ist wieder der Parterapeut Eric Heckmann. Und das beginnt natürlich im Elternhaus meistens oder mit den Bezugspersonen, aber ganz wichtig ist auch, wie war meine erste Liebesbeziehung, wie war eine erste Erfahrung? Und was habe ich da Haus mitgenommen? Ist das eine Erfahrung, die mir gesagt hat, "Du bist so toll, du bist großartig, du bist lebenswördig und alles ist wunderbar?" Oder ist das eine Erfahrung, wo ich mir vielleicht Liebe verdienen musste? Heckmann sagt, unser Bindungsverhalten, das bekomm wir schon zu einem großen Teil von den Eltern mit. Die erste Beziehung kann aber auch prägen, wie wir danach Beziehungen führen. In den meisten Fällen verstärken sie eher die Prägung, die wir schon haben, als dass sie wirklich dazu führen, dass sie sich verändert. Und was leichter passieren kann, ist, dass aus einer sicheren Bindungshaltung durch ein fürchterliches Ereignis eine unsichere Bindungshaltung wird. Wer in der ersten Beziehung betrogen wird, oder ein ständiges On und Off hat, kann dadurch eine unsichere Haltung zu Bindungen entwickeln. Stichwort Commitment Issues. Ganz wichtig, dass kann passieren, muss aber nicht. Denn was wir lernen über die Liebe, das nehmen wir mit in die nächste Beziehung. Je nachdem, was ihr erlebt haben, sind das vielleicht nicht nur Rucksäcke. Vielleicht ist das wirklich ein ganzer Transporter mit Themen, die sie damit in die nächste Beziehung bringen. In der ersten Beziehung fällt es oftmals noch schwer, Probleme gemeinsam zu lösen. Deswegen halten, wenn wir mal ehrlich sind, die ersten Beziehungen selten super lange. Und hier kommen wir zum großen Vorteil, wenn die erste Beziehung im Erwachsenenalter passiert. Die Erwachsene form der Liebe, es zwar weniger aufregend und manchmal ein bisschen anstrengender zu managen, aber sie ist sicherer und in vielen Fällen die die hält. Da ist der Satz von John Boeh wie immer, finder der. Bindungstheorie, ein ganz großartiger. Der hat es beschrieben mit dem Bild, eine glückliche Beziehung ist ein Hafen, ein sicherer Hafen, von dem aus die beiden Partner die Welt erkunden. Wie süß. Und das ist Kati Stichwort, denn nach so langer Zeit als Single lernt sie endlich jemanden kennen, der ihr genau dieses Gefühl gibt. Die beiden verabreden sich auf ein Date, Kaffee und eine Ausstellung, romantisch, zumindest in der Theorie. Haben dann, rund schon weiss an unserem ersten Date, wurden wir Zeugen einer Schlickerei, hatten dann also Polizeikontakt, wurden Personalien aufgenommen und alles, ich musste sogar noch Zeugen außerdem von monaten schreiben. Das natürlich auch eine interessante Änderung von das erste Date, aber als er dann den Per so gezückt hat, dachte ich mir dann so, okay, immerhin ist er nicht fake. Ich weiß, das stimmt schon alles, was er denn sieht. Das klingt auf jeden Fall nach einer Einprägsam First Date Situation. Danach sind die beiden noch in eine Cocktailbar und reden und reden. Und dann? Das ging ja tatsächlich auch relativ schnell. Wir haben uns zwischen erster Date und offiziell zusammenkommen, waren drei Wochen. Oh, das ist schnell. Das ging super schnell. Es war halt einfach richtig so eine richtige Arsch-Eimer-Situation. Und sagt, ich bin doch so schön. Kati führt ihre erste Beziehung mit 26 Jahren. Viele würden das als spät bezeichnen. Aber sie merkt, genau jetzt ist der Zeitpunkt, der dafür passt. Ich glaube, so Anfang der 20er verändert sich das Leben noch mal ein bisschen mehr, mit Studium und so. Aber so hat es jetzt für beide gut gepasst. Und jetzt sind wir neun Monate zusammen und zusammen gezogen. Also es ist irgendwie, das sind schneller, das fühlt sich alles einfach richtig an. Ich weiß genau, woran ich gesucht habe. Und er ist all das und noch mehr. Es gibt generell ein paar Dinge in der Beziehung, die Kati überraschen, die dann doch anders sind als vielleicht bei der klassischen ersten Beziehung. Das hat mich auch übrigens sehr verwirrt, * Musik *
Ich hab ihn darüber gesprochen und war so, ich weiß nicht, ob ich so krassisch Metallängeln bauch habe. Es hat eher etwas mit Art und Alin zu tun, wenn so der Herz die ganze Zeit rast. Das war eigentlich eher das Gegenteil der Fall. Dass ich bei ihm runterkomme, nicht sicher fühle. Eigentlich so als genau das sein. Vielleicht erlebt sie nicht, dass stürmische Naive verliebt sein, dass viele Teenager in Umhaut. Aber dafür hat ihre Beziehung etwas, was den meisten Jugendleben fehlt. Liebe ist nicht verlieben. Liebe ist eine Entscheidung. Liebe ist die Entscheidung zu sagen, "Oh, so viel Ehrlichkeit, wie ich gehofft habe, haben wir gar nicht." Und was du was, ich stell fest, diese Unterschiede, die sind sogar hilfreich. Dein Ordnungssinn ist eine gute Ergänzung zu meinem Chaos. Eigentlich sind wir ein großartiges Team. Die junge Liebe prägt unser Leben und unsere zukünftigen Beziehungen auf die eine oder andere Art. Das wissen wir schon. Aber Plot twist, Beziehungen, die wir später im Leben eingehen, wie die von Kati, die prägen uns auch. Das hat meine Kollegin Emile recherchiert. Es gibt eine Studie der deutschen Psychologin Jenny Wagner von 2015, die heißt "The First Partnership Experience and Personality Development". Und darin wurden unerfahrens Singles über vier Jahre begleitet, die dann ihre ersten Beziehungen hatten und wurden immer wieder darüber befragt. Wagner und die anderen Wissenschaftler in haben herausgefunden, dass die zu Friedenheit mit der ersten Beziehung gestiegen ist. Klar, klingt irgendwie logisch. Aber sie haben auch rausgefunden, dass Leute, die ihre erste Beziehung später haben. Also erst so um die 24 und später hat sächlich eine Veränderung in der Persönlichkeit durch diese Beziehung. Also sie sind selbstbewusst da, sie sind selbstsicherer, sie sind extrovertierter. Und das passiert nur, wenn man die erste Beziehung später hat und nicht früher. Ja, ihr habt richtig gehört. Erste Beziehungen im Teeniealter fehlen sich zwar krass an und beeinflussen, wie wir uns später binden. Aber sie veränder nicht unsere Persönlichkeit. Spätebeziehungen können das. Sie festigen uns, machen uns selbstbewusster und aufgeschlossener. Ich hab Kati natürlich gefragt, wie das bei ihr ist. Glaubst du, dass dich diese erste Beziehung, die du jetzt gerade hast, so prägen wird für's Leben? Total. Die hat schon es mit mir gemacht. (lacht) Das erste Mal verlieben und die erste Beziehung fühlen sich unvergleichbar an. Das liegt an dem Hormon-Cocktail. Gleichzeitig hilft die erste Liebe bei der Ablösung von den Eltern in der Puppertät. Und sie fühlt sich so intensiv an, weil das erste Verliebsein und so unerwartet trifft. Außerdem ist unser Gedächtnis um die 18 am besten. Deswegen können wir uns an dieser Zeit besonders gut erinnern. Was wir in der Zeit erleben, das Speichert unser Gehirn quasi in "for K" ab. Erste Beziehungen prägen uns, vor allem das Bindungsverhalten. Aber Beziehungen in unseren 20ern oder noch später sind auch sehr einflussreich. Sie können sogar unsere Persönlichkeit verändern. Das kann Teenie-Dee benicht. Was man auch nicht vergessen darf, mindestens genau so wichtig, wie Liebesbeziehungen, sind auch in der Puppertät, Freundschaften. Auch schon eine Folge gemacht, die verlegen wir euch in den Showdowns. Ich glaub, das wichtigste Takeaway ist, wo locker bleiben und nicht verunsichern lassen, wenn man keine Beziehung hat. Wenn ich mit 27, ganz bewusst meine erste Beziehung eingehe, und die ist toll. Super, ich fände es total anmaßen, sich dann hinzustellen, und bist aber spät dran. Wir sollten jetzt nicht anfangen, aber in dem Alter musst du schon das erlebt haben. Nee, du musst gar nichts. Nächste Woche geht's weiter mit unserem zweiteiligen Love Special. Wir klären, machen offene Beziehungen uns glücklicher. Das muss einem klar sein, dass die offene Beziehung eine Menge, Menge Arbeit bedeuten. Folgt die Podcast hier auf Spotify und aktiviert die Glocke, um keine Folge mehr zu verpassen. Ihr könnt uns natürlich auch sehr gerne eine Bewertung darlassen. Bleibt außerdem bis zum Ende dran in unserem unnützen Wissen Weekly, erfahrt ihr, wo Schmetterlinge im Bauch wirklich herkommen. * Musik * Ich bin Lisa Sophie Scheurel, und ich bedanke mich bei allen unseren heutigen Gesprächspartner in Kati und Erik Eggman. Wissen Weekly, das ist eine Produktion von Spotify Studios in Zusammenarbeit mit Kugel und Nire. Executive producers, Danieli Gullau und Michael Badlowski. Audioproduktion, Hammer und Amboz. Redaktion, Emily Glaser, Lena Kulves, Pauline Klassen und ich, Lisa Sophie Scheurel. Creative producer, Wiebke Achterwinter, Leinproducer, Flarrul Krause-Jench. Das Sprichwort Schmetterlinge im Bauch stammt von der US-amerikanischen Schriftstellerin Florence Converse. In ihrem Roman "The House of Prayer" von 1908 benutzt sie erstmals "Butterflies in the Stormic" um Verliebtheit zu beschreiben. Das flaugefühl in der Margen gegen das Converse so treffen beschreibt, kommt von einem erhöhten Dopamin und Adrenalinspiegel im Blut, wenn man seinen Crush-Seed.
Podcast Summary
Key Points:
Die erste Liebe wird oft als intensive und prägende Erfahrung dargestellt, sowohl in Medien als auch im echten Leben.
Verliebtsein ist ein Hormoncocktail aus Lust, Anziehung und Zuneigung, der wie eine Sucht wirken kann.
Die erste Beziehung hilft bei der Abnabelung vom Elternhaus und wird durch das Phänomen der "ersten Male" besonders stark im Gedächtnis verankert.
Späte erste Beziehungen, wie bei Kati mit 26 Jahren, können genauso erfüllend sein und sogar stabilere Bindungen fördern.
Die erste Beziehung kann das Bindungsverhalten prägen, aber sie verstärkt meist bestehende Muster, anstatt sie komplett zu verändern.
Summary:
Die Podcast-Folge beschäftigt sich mit der Frage, wie sehr die erste Beziehung unser Leben prägt. Zunächst wird das Klischee der ersten Liebe beschrieben – von Herzklopfen in der Schule bis zu den ersten gemeinsamen Erlebnissen. Statistiken zeigen, dass viele Jugendliche bereits mit 17 Jahren erste Beziehungserfahrungen haben.
Die Moderatorin Lisa Sophie Scheure teilt persönliche Erinnerungen an ihre erste Beziehung mit 19 Jahren und zeigt, wie emotional diese Zeit war. Der Paartherapeut Eric Higmann erklärt, dass Verliebtsein ein intensiver Hormoncocktail aus sexueller Anziehung, Ähnlichkeit und Verbundenheit ist. Verliebtsein ist dabei kein reines Gefühl, sondern eine Motivationsreaktion, die wie eine Sucht wirkt – ähnlich wie bei Drogen.
Zudem dient die erste Liebe der Abnabelung vom Elternhaus und fühlt sich dadurch besonders befreiend an. Wissenschaftlich gesehen bleiben Erinnerungen an die erste Beziehung wegen der "ersten Male" und der optimalen Gedächtnisleistung im jungen Erwachsenenalter besonders lebendig. Die Geschichte von Kati, die ihre erste feste Beziehung erst mit 26 Jahren erlebt, zeigt, dass eine späte erste Liebe nicht nachteilig sein muss.
Sie fühlte sich lange unter Druck, weil alle Freundinnen bereits Beziehungen hatten, fand aber schließlich einen Partner, der zu ihr passt. Higmann betont, dass die erste Beziehung das Bindungsverhalten beeinflussen kann, aber meist bestehende Muster verstärkt. Erwachsene erste Beziehungen sind oft stabiler und sicherer, was Kati bestätigt – sie ist nach neun Monaten bereits zusammengezogen und glücklich.
FAQs
Beim Verlieben erlebt man einen starken Hormon-Cocktail aus Sexualhormonen, Dopamin und Oxytocin. Dieser Zustand wirkt ähnlich wie eine Sucht und kann als Motivationsreaktion beschrieben werden.
Die erste Liebe ist mit vielen ersten Malen verbunden, die als sogenannte Memory Bumps besonders intensiv im Gedächtnis bleiben. Zudem ist das Gedächtnis in der Jugendzeit, etwa mit 18, besonders leistungsfähig.
Die erste Beziehung kann unser Bindungsverhalten beeinflussen, aber meist verstärkt sie eher die Prägung aus dem Elternhaus. Negative Erfahrungen wie Betrug können zu einer unsicheren Bindungshaltung führen, müssen es aber nicht.
Erwachsene Liebe ist oft weniger aufregend, aber sicherer und stabiler. Man hat mehr Lebenserfahrung und kann Probleme besser lösen, was zu einer haltbareren Beziehung führen kann.
Die erste Liebe ist mit einer Emanzipation vom Elternhaus verbunden und man erlebt viele neue Gefühle und Erfahrungen. Die Hormone wirken euphorisierend, und die fehlende Erfahrung macht die Gefühle überwältigend.
Nein, es ist nicht schlimm. Viele Menschen haben ihre erste Beziehung erst mit Ende 20, und das kann sogar Vorteile haben, da man reifer ist und die Beziehung oft stabiler ist. Es gibt keinen festen Zeitpunkt für die erste Liebe.
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