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Langzeitbeziehung: Wie geht das?

from Wissen Weekly

34m 58s

Langzeitbeziehung: Wie geht das?

Die vorliegende Folge untersucht, wie langfristige Beziehungen funktionieren und welche Faktoren zu ihrem Erfolg beitragen. Obwohl viele Menschen von langjährigen, stabilen Beziehungen geträumt haben, ist die Realität komplexer: in Deutschland wird jeder dritte Ehe geschieden, und viele Paare erleben eine zunehmende Abnahme der Beziehungszufriedenheit. Wissenschaftler wie Dr. Luisa Schilling zeigen, dass Trennungen in vier Phasen ablaufen – von inneren Gedanken bis zur offenen Kommunikation mit Dritten – und dass ein signifikanter Abfall der Zufriedenheit ein Kipppunkt darstellt. Eine stabile Beziehung basiert nicht auf Perfektion, sondern auf grundlegenden Fähigkeiten: das Kennenlernen der Bedürfnisse des Partners, die tägliche Ausdruck von Zuneigung, das Aktivieren von Neugier und das Erhalten von Sicherheit. Insbesondere die „5 zu 1-Regel“ – fünf positive als eine negative Interaktion – wird als entscheidender Punkt genannt. Auch Konflikte sind unvermeidbar, aber mit Teamgeist und sanfter Kommunikation können sie nicht eskalieren. Zudem wird betont, dass Paare gemeinsam Ziele, Werte und Träume entwickeln sollten, um ein gegenseitig verankertes und lebendiges Leben zu schaffen. Die Folge bekräftigt, dass Beziehungen nicht perfekt sein müssen, sondern sich im Laufe der Zeit entwickeln und eine Balance zwischen Sicherheit und Wachstum aufbauen. Die Geschichte von Korra und Tim zeigt, wie eine persönliche Reise zur Selbstständigkeit zu einer nachhaltigen Beziehung führen kann. Der Schlussbeitrag betont, dass eine langfristige Beziehung eine kreative und bewusste Partnerschaft ist, die ständig neu entdeckt wird – nicht als perfektes, stillstehendes Haus, sondern als lebendiges, wachsendes Projekt.

Transcription

5461 Words, 33706 Characters

German
Irgendwie ist unsere Generation in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite gratulieren wir uns zu Trennungen. Nee, also ich bin immer ein großer Fan nach Trennungen, die Leute auch so beglückt wünschen. Und fragen uns, ob es eigentlich unkul ist, ein Boyfriend zu haben. Ist es jetzt peinlich, ein Freund zu haben? Habt ihr den Artikel aus der Vogue gelesen? Ich bin heute morgen auch geschanden, ich hab's gelesen. Und ich dachte mir das so. Wow. Wow, Schesskiss. Und auf der anderen Seite posten wir TikToks, in denen man Bilder von älteren Paan sieht und schreiben dazu, so was wie Goals. Oder wir verwenden Sounds wie diesen hier. Unsere Ansprüche an Beziehungen sind einfach gestiegen. Wir wollen nicht einfach nur ein Partner oder eine Partnerin um in einer Beziehung zu sein. Wir wollen, dass eine Beziehung unser Leben bereichert. Wir heiraten nicht nur Seltena. Es wird auch jeder dritte Ehe in Deutschland geschieden. Im Durchschnitt nach 14,7 Jahren. Ich hab das Gefühl, so richtige Langzeitbeziehungen werden irgendwie Seltena. Mit der großen Liebe alt werden. Kann das überhaupt klappen? Es gibt die Liebe, die für immer hält. Ich bin Lisa Sophie Scheurel und ihr hört uns sieht Wissen Weekly. In diesem Video-Podcast prüfen wir Haltverhalten und schauen, was da wissenschaftlich hintersteckt. Dafür graben wir uns durch Studien, sprechen mit Expertenen und hören den Menschen zu, die das Thema wirklich betrifft. In dieser Folge geht es um Langzeitbeziehungen. Wie können die funktionieren? Übrigens, wenn euch Wissenmögliche gefällt, dann hinterlasten uns doch eine Bewertung oder einen Kommentar. Das hilft unserem Podcast wirklich noch mehr zu wachsen und auch noch mehr Leute mit Wissenschaftskonten zu versorgen. Ich hab neulich einen Tiktok gesehen, das hat mich legit zum Weinen gebracht. Ich kann dir das nachher mal schicken. Das ist so süß. Da sind dann so alte Paare, zum Beispiel, die sind wandern. Ich glaub, eine Inke mit ihren Großeltern oder sowas. Das ist echt krass. Es ist so gut. Ich glaube, das ist so gut. Das ist so gut. Da sind so alte Paare, zum Beispiel, die sind wandern. Das erzähle ich meine Kollegin Sarah Beierschmidt. Wenn ihr das Tiktok auch sehen wollt, lohnt es sich jetzt zum Video Podcast zu wechseln. Dann fragt sie die Oma und sagt, "Grammy, what do you see?" Dann sagt sie, "Oh, I see the sun. I see the mountains, keine Ahnung." Und dann geht sie zu ihrem Opawn. Und ich war so süß. Das war so eine compilation aus so alten Paaren, die mit 70 oder so richtig süß miteinander waren und verliebt. Und so. Und ich hab das Gefühl bei den meisten Leuten, die das sehen, ist das das Gohl oder also von den meisten Leuten. Die kommen sich doch an und sind so daswillig zusammen altwerten. Das klingt ein bisschen kitschig, aber ich finde die Vorstellung schon irgendwie schön. Da frage ich mich schon, how is that even possible? Dabei ist gerade junge Menschen eine stabile Beziehung wichtig. Die Jugendstudie zufolge haben 90% der Befragten das Lebensziel eine Beziehung zu führen. Geht es euch da auch so? Oder seid ihr vielleicht sogar selbst in einer Langzeitbeziehung oder kennt solche süßen Momente von eurer Familie oder Oma und Opa? Schreibt mir das gerne mal in den Kommentaren. Auch Korra dachte, dass sie für immer mit ihrem Freund zusammen bleiben wird. Den lernt sie mit 18 kennen. Das erst mal haben wir uns gesehen, kurz bevor das Effekt gestartet hat bei einem Sommerfest. Korra beginnt bald ihr freiwilliges Soziales Jahr in einer Wohngruppe für Menschen und Behinderung. Sie hat noch nicht angefangen dort zu arbeiten, wurde aber schon auf das Sommerfest eingeladen. Da habe ich einen Kuchenstand gehabt und da haben wir uns auf jeden Fall einmal gesehen. Und dann passiert erst mal nichts. Die Zeit verstreicht und irgendwann startet Korra dann ihr Effession. Ich hab angefangen und es hieß, dass der aktuelle Effessortland mich jetzt noch einarbeiten könnte. Und da trifft sie die Person vom Kuchenstand wieder. Wir haben uns dann fünf, sechs Tage überschnitten. Nach der Einarbeitung ist der Kuchenstand-Typ dann erst mal weg. Im Urlaub. Und Korra hat nicht mal seine Handy-Nummer. Also tut sie das, was wir wahrscheinlich alle Schmeig gemacht haben. Ich musste viel recherchieren, weil ich nicht wusste, wer mitmacht am Heiß. Sie sucht ihn auf Instagram und kann nur Tim eingeben. Und dann habe ich ihn da gefunden und bin ihm erst mal nur gefolgt und dann hat er mich angeschrieben, hat es mir angeboten, dass er mir mal einen Bock zeigen könnte. Und das tut er dann auch. Sie schreiben hin und her, während er noch im Urlaub ist. Und dann treffen sie sich. Später habe ich dann rausgefunden, dass er dadurch das bei dem Sommerfest schon gesehen hatte, dass er sein Urlaub so hin und her geschoben hatte, dass wir uns noch ein bisschen überschneiden, weil er fand, dass sie sympathisch aussah. Irgendwie sehr süß. Und irgendwann beschließen Korra und Tim, dass sie jetzt zusammen sind. Und es bleibt auch erst mal so. Für ein Jahr, für zwei Jahre, drei, vier. Korra und Tim lernen sich immer besser kennen und ziehen zusammen. So weit so gut, bis für Korra ein großes Abenteuer ansteht. Ich bin alleine nach Japan und nach Korea geflogen. Ihre erste Solo-Reise. Korra ist zu den Zeitpunkt eigentlich ganz zufrieden in ihrer Beziehung. Der Alltag von ihr und Tim ist eingespielt. Aber diese Reise ist jetzt ein kompletter Kontrast zu Korra's Leben zu Hause. Das war was ganz, ganz Neues für mich, weil ich bin generell selten alleine draußen. Und dann schon gar nicht in einem anderen Land. Und dann schon gar nicht so unfassbar weit weg. Und ich habe da ganz viele Ängste und Unsicherheiten vorher. In Deutschland unternehmt Korra selten Wasser alleine. Aber von ihren Freundinnen kann es sich niemand leisten, auf die Reise mitzukommen. Und Korra hat jetzt endlich genug Geld bei Sam. Sie beschließt also, das mache ich jetzt. Und die ganzen neuen Eindrücke, die lösen was bei ihr aus. Und während ich dann diese Reise gemacht habe, hatte ich dann aber so ein Schwall von positiven Gefühlen, das erst mal sehr viele positive Eindrücke waren, die ich während der Reise hatte. Und aber auch gesehen habe, dass ich sehr viel doch auch alleine schaffen kann. Sie geht aus ihrer Comfort Zone und merkt, wie toll das sein kann. Dazu haben wir schon mal eine ganze Folge gemacht, die verlinken wir euch in den Showdowns. Aber irgendwann ist ihre Reise zu Ende. Und sie fliegt zurück nach Deutschland. Und als ich dann aus dem Ausland wieder zurückgekommen bin, ging es mir psychisch sehr durchwachsen. Also ich hatte diese ganzen positiven Eindrücke. Und fand es dann hier einfach plötzlich alles gar nicht mehr gut und wollte eigentlich einfach nur noch weg. Und habe mich daraufhin sehr imposiv auch aus meiner Beziehung getrennt. Wie es bei Kora weitergeht, das hörn wir gleich. Um die Frage zu beantworten, wie Beziehungen auf Dauer funktionieren können, schauen wir uns jetzt erst mal an, woran sie scheitern. Es gibt ein bestimmtes Trainungsmodell von Duck, was sagt, dass Trennung sich in vier Stufen vollzieht. Das ist Dr. Luisa Schilling. Ihr habt sie schon kurz am Anfang der Folge gehört. Ich führe glücklicherweise auch selbst eine glückliche Langzeit Beziehung. Da kommt auch dieses ganze Beziehungswissen aus der Forschung ein total zu guter. Je mehr man über Beziehungen weiß, dass du eher kann man auch versuchen, das ganze in der Beziehung umzusetzen. Da bin ich ja schon fast ein bisschen nidisch auf ihr ganzes Wissen. Aber zum Glück gibt sie uns ja heute davon einiges weiter. Denn du, dieser Schilling weiß nicht nur einfach so viel über Beziehungen, sondern sie forscht dazu. Ich habe an den Universitäten Mainz und Freiburg einfach Persönlichkeitspsychologie promoviert mit den Schwerpunkt Paar Forschung und bin jetzt seit Februar als wissenschaftliche Referentin an der MEU dem Kompetenzzentrum für Psychologie der Diploma-Hochschule zuständig. Und sie weiß, eine Trennung läuft eigentlich immer gleich ab. Die erste Stufe wäre, dass ich erstmal innerlich Gedanken habe und über eine Trennung nachdenke. Das ist ein intrapsychischen Prozess im Prinzip habe. In der zweiten Phase würde man dann die Gedanken einer Trennung auch mit dem Partnerin besprechen. Und in der dritten Phase würde man das auch nach außen kommunizieren. Also z.B. mit Freundinnen darüber reden. Spannend ist v.a. diese Phase. Also der Moment, in dem man anfängt, mit Menschen außerhalb der Beziehung über eine Trennung zu sprechen. Während man in der zweiten Phase noch mit dem Partner oder der Partnerin über Beziehungsprobleme spricht und die dann auch vielleicht noch fixen kann, deutet mit Freundinnen darüber sprechen, darauf hin, dass eine der Partnerin im Trennungsprozess schon weiter ist. Also im Schnitt ist es bei Partnerin die eine Trennung a.c. So ungefähr ein Jahr vor in einer Beziehung, dass sie wirklich so einen signifikanten Abfall in ihrer Beziehungszufriedenheit erleben. Und bei Partnerin von denen sich getrennt wird, eher so zwei Monate vorhanden. Das heißt, das scheinen ja schon emotionale Prozesse auseinander zu laufen. Die Forschung vermutet, dass dieser signifikante Abfall der Beziehungszufriedenheit ein Kipppunkt ist. Eine Art point-office. auf No Return. Bis es dann aber tatsächlich zur Trennung kommt, kann es noch zwischen einem halben und circa zwei Jahren dauern. Das finde ich voll spannend, weil ich das selber auch kenne. Also, wenn Freunde denn mir erzählen, dass sie sich trennen wollen, da habe ich in der Vergangenheit schon ab und zu mal gedacht, naja, wenn du jetzt so darüber sprichst, dann wird das auf jeden Fall nichts mehr mit euch beiden. Aber bis zur Trennung hat es dann immer noch eine Weile gedauert. Die letzte Phase, die vierte Phase wäre die Grabpflegephase, wo man dann miteinander als Partner in wieder die Trennung bespricht. Ok, so viel also zu den vier Trennungsphasen. Kura trennt sich nach ihrer Reise ja eher impulsiv. Aber so ganz aus dem nichts kommt die Trennung dann auch nicht. Denn sie hat vorher schon gemerkt, es gibt da schon so ein paar Dinge, die sie stören. Doch vielleicht schon eher so emotionale Abhängigkeit auch, dass das soziale Umfeld einfach immer kleiner geworden ist, mit der Zeit in unserer Beziehung. Und genau das hat sich dann für Kura auf ihrer Solo-Reise total geändert. Dann dadurch, dass ich ein komplettes Umfeld plötzlich hatte, indem ich ja noch nie war. Und auch dann da halt meine beste Freundin kennengelernt habe, dass ich so sehr gemerkt habe, dass ich einfach auch Freundschaften brauche neben meiner Beziehung. Und Kura nutzt die Zeit nach der Trennung. Sie lernt viel über sich selbst und schließt neue Freundschaften. Aber wenn sie an Tim denkt, dann ist sie schon hin- und hergerissen. Weil ich einfach wusste, dass ich mich auch in meiner Beziehung einfach mal wohl gefühlt habe. Aber auch diese Gefühle hatte, dass ich so dieses Selbstständigkeitsdingen so neu für mich entdeckt habe. Und das hat sich dann immer so ein bisschen mehr so reguliert, dass ich dann auch gemerkt habe. Ich kann auch meine Selbstständigkeit haben während ich in meiner Beziehung bin, in der ich mich wohl fühle. Und dann drei Monate nach der Trennung merkt Kura. Sie muss sich gar nicht entscheiden. Selbstständigkeit, Freundschaft und ihre Beziehung. Das geht alles auch gleichzeitig. Das ist einfach das Leben, was ich auch doch gerne führe, dass ich gerne hier bin. Haben wir uns dann dadurch wieder mehr angenehrt und sind wieder zusammengekommen. Kura und Tim sind jetzt wieder ein paar. Mittlerweile ist die Trennung zwei Jahre her und insgesamt sind die beiden schon sieben Jahre zusammen. Sie haben es also nach dem Kippunkt, diesem Point of No Return, wieder zurückgeschafft. Und ihre Beziehungszufriedenheit ist wieder angestiegen. Wie sie das geschafft haben, das hören wir gleich. Aber dieser Punkt ist entscheidend. Denn die Beziehungszufriedenheit ist der wichtigste Faktor dafür, ob eine Beziehung langfristig hält. Also, wie bleiben Paare denn zufrieden? Genau das hat sich Paarforscher John Gottman angeschaut. Ich bin nicht ein Relationship Guru. Ich bin nicht als die Menschen, die nach dem Tele-Vision haben. Und das einzige Fall, was ich have to offer, ist, dass ich eine Experte und eine Research haben. Und ich habe über 3.000 Kuppels studiert. John Gottman sagt, er ist kein Beziehungsguru, sondern ein Experte darin Beziehungen zu erforschen. Über mehr als vier Jahrzehnte lang hat er mindestens 3.000 Paare beobachtet. Und das sind zur Abwechslung mal nicht nur heteropare, sondern da sind auch Querebeziehungen dabei. Und da waren einige dabei, die lange und zufrieden in einer Beziehung geblieben sind. Diese Paare nennt Gottman die Masters of Relationship. Von ihnen wollte er natürlich wissen, was sie anders machen als die anderen Paare. Gemeinsam mit seiner Frau Julie Gottman hat er dann ein Modell entwickelt, das Sound Relationship House, also auf Deutsch das stabile Beziehungshaus. Dieses Haus besteht aus 7 Stockwerken. Und die gehen wir jetzt mal gemeinsam durch. Also Leute, lasst uns ein Haus bauen. In den Menschen in den RIGHT-SKILLS, Certifications und mehr. Spend less time searching und mehr time actually interviewing candidates who check all your boxes. Listeners of this show will get a 75-Dollar-Sponsored-Job-Credit at indeed.com/podcast. That's indeed.com/podcast, terms and conditions apply. Need a hiring hero? This is a job for indeed sponsor jobs. With ShareMyTrip from Uber, you can send your live-trip location to the ones who matter most. Like Dan and Hannah, make sure their daughter gets back to her college dorm room. Or Tiffany, who's running late as usual, and her friends are tracking her trip to make sure she's actually on her way. Look, she's right there. She's three minutes away. Or Sam, who never goes anywhere without her roommate knowing exactly where she is. Some journeys are meant to be shared. Share your ride in real time with ShareMyTrip on Uber. One more way Uber is putting safety at every turn. Learn more on the Uber app. Leute, zieht eure Helme an? Holt die Zäustöcke und betonmisch heraus und auf geht's zu unserem Haus der stabilen Beziehung. Das erste Stockwerk, also das Fundament unseres Beziehungshauses, besteht darin die Bedürfnisse seines Partners kennenzulernen. Und dafür gibt es auch eine bestimmte Methode. Lovemaps erstellen. Auf Deutsch also Partner in Landkarten. Dafür beantwortet man offene Fragen. Zum Beispiel, wer sind die zwei engsten Freundin in deines Partners? Oder wie verbringt deine Partnerin am liebsten ihren Abend? Im zweiten Stockwerk unseres Hauses geht es um Zuneigung und Bewunderung. Paare, die zusammenbleiben, schaffen es, diese Wertschätzung auch im Alltag auszudrücken. Und das geht mit ganz simplen Dingen. Kura und Tim sind dann gutes Beispiel. Denn inzwischen integrieren sie so kleine Rituale in ihren Alltag. Wenn einer von unseres Haus verlässt, wir wohnen ein bisschen, also wir wohnen im zweiten Stockwerk. Und dann kann man aus dem Fenster den Gehweg noch sehen. Und dann dreht die Person, die unten langgeht sich noch mal um und wingt. Und die andere Person steht auch oben am Fenster und wingt noch. Und auch das Geschenke nicht unbedingt teuer sein müssen. Man fand es nur, dass Mola wieder gekommen hat mir was mitgebracht. Das ist ein Stein, es ist in Island gewesen. Und erst mal die Form ist ja schon mal geil. Man hat ja gefragt, ob ich diese Stelle das sehe. Das ist das iPhone Nemo. Weil der hat auch seine kleine Ausstellung. Und was hast du gesagt, das ist mit dem iPhone Nemo. Malin hat das so behütet und geschützt, so wie ich dich doch auch bildet. Daran schließt sich direkt Stockwerk 3 an. Hier geht es darum, sich seinem Partner oder seiner Partnerin zuzuwenden, anstatt sich abzuwenden. Sagt Paarforscherin Luisa Scheling. Ja, man sollte den anderen nie für selbstverständlich nehmen. Und das macht gute Langzeitbeziehungen, denke ich aus. Das ist es immer wieder eine neue Entscheidung für die andere Person. Korra hat das vor allem dann gemerkt, als sie von ihrem Freund getrennt war. Das ist einfach Sachen passieren können. Und die können dann auch doof sein. Aber man entscheidet sich trotzdem dafür, diese doofen Sachen dann auch zusammenzuschaffen. Aber halt auch zu sehen, dass auch, wenn man sich entschieden hat, dass wir zusammen sind und zusammen bleiben, dass das nicht heißt, dass diese Person in meinem Leben selbstverständlich ist. Im Alter kann man das auf ganz verschiedene Arten zeigen, zum Beispiel durch kleine Gästen. Wenn wir uns irgendwo berühren, dass man sich so dreimal drückt, um non-Werbar zu sagen. Ich liebe dich. Oder aber auch? Dass man sich wirklich so unnötig viele Sachen auch erzählen kann und auch nachfragen kann, weil manchmal so Details oder so, die vergisst man irgendwie mit zu teilen. Voll fair. Das kennen wir wahrscheinlich alle, wenn man seinen Alltag miteinander verbringt und vielleicht auch zusammen lebt und dann halt so seine Routinen hat, dann gehen die Details manchmal einfach unter. Aber die braucht es. Mein Dr. Luisa Schilling. Und genau, das ist so wichtig, dass man versucht, sich diese Neugierde für die andere Person aufrecht zu erhalten, weil man häufig nach einigen Beziehungsjahren auf den anderen so blickt im Sinne von, ich kenne nicht doch schon in und aus, wenn ich kann doch gar nichts mehr entdecken. Und dann verpasst man das häufig, dass der andere sich ja doch weiterentwickelt, weil jeder von uns entwickelt sich über die Zeit weiter. Fassen wir noch mal kurz zusammen. Damit unsere Beziehung lange hält, müssen wir erst mal die Bedürfnisse unserer Beziehungsperson kennen. Außerdem ist es wichtig, dass man sich auch im Alltag Zuneigung zeigt, sich einander zuwendet und neugierig bleibt. Gerade diese ersten drei Stockwerke des Beziehungshauses sind eine wichtige Grundlage. Sagt auch meine Kollegin Sarah. Weil wenn das nicht funktioniert, dann funktioniert Schritt 4, nämlich auch nicht. Und das ist die positiven Gefühle überwiegend zu lassen. Also, dass man Neutrale oder negative Handlungen des Partners auch nicht persönlich nimmt. Und wenn die ersten drei Sachen nicht funktionieren, dann werden oft auch Neutrale Handlungen des Partners als was Negatives wahrgenommen. Stockweg Nummer 4. Die positiven Momente sollen überwiegen. Dazu hat der Paar Forscher John Gottman eine Regel aufgestellt. Nämlich die 5 zu 1 Regel. Die besagt, dass es 5 mal mehr positive Interaktionen als negative geben sollte. Aber das ist nur ein Richtwert. Also, macht euch keinen Stress, wenn das jetzt nicht jeden Tag auf eure Beziehung zutrifft. Wie ihr es jetzt schafft, mehr positive Momente zu kreieren, dann schauen wir uns jetzt mal an. Und das ist sogar durch Forschung belegt, sagt Dr. Luisa Schéling. Es hat sich bezehnt, dass Paare die mindestens einmal die Woche exklusiv miteinander verbracht haben, nicht so starke wie Zeit im Weg in ihrer Beziehungszufriedenheit abgefallen sind, wenn andere Strassoren hinzugekommen sind oder lebenser Ereignisse. Wie Kinder sind da? Es hat sich bezehnt, dass Paare die mindestens einmal die Woche exklusiv miteinander verbracht haben, nicht so starke wie Zeit im Weg in ihrer Ereignisse wie Kinder, beispielsweise passiert sind. Solche Times-Lots füreinander sind so wichtig, weil sie uns die Möglichkeit geben, um wichtige Fragen zu stellen. Wie geht's dir gerade? Was belastet dich? Wie geht's dir auch in unsere Beziehung gerade? Was brauchst du von mir? Was funktioniert auch gut? Oder braucht es auch eine Anpassung bedarf? Genau das machen auch Korra und Tim. Angefangen hat es als Video Idee für Social Media. Und dass wir jede Woche zu einem anderen Anfangsbuch starben, ein Date machen. Und dadurch haben wir jetzt wieder angefangen, also überhaupt noch mal wieder zu sagen, wir Date uns intensuell. So eine Date Challenge kann ein kreativer Weg sein, um Zeit miteinander zu verbringen. Dabei kommt es eigentlich gar nicht so sehr darauf an, was genau ihr als Paar macht. Es muss nicht gleich die große Date-Night sein, aber einfach ein Bewusstarraum. Mit Freundinnen würde man sich auch regelmäßig verabreden, weil man sonst das geführt hat. Man bekommt gar nicht mehr mit, was im Leben der anderen Person passiert. Korra und ihr Freund nehmen sich nicht nur Bewusstzeit für Dates, sondern sie probieren dabei auch gemeinsam neue Dinge aus. Das ist ein richtig guter Weg, um positive Momente zu schaffen und seine Beziehungsperson noch mal besser kennenzulernen. Wir haben jetzt neulich Linoldruck gemacht, einfach haben uns die Sachen gekauft und haben dann hier zu Hause angefangen, diese Dinge auszuschnätzen. Und wir haben jetzt angefangen zusammen, also wenn wir jetzt 35 Stunden Hörbuch in den letzten zwei Wochen zusammen durchgehört. Dass das ein totaler Game-Changer sein kann, findet auch Dr. Lisa Scheling. Und das eigene Erfahrung kann ich sagen, dass es auch ganz spannend ist, wenn man mit dem Partner auch in neue Kontexte geht und vielleicht neue Leute kennenlernen. Wenn man mit neuen Leuten stellt man automatisch auch ganz andere Fragen manchmal. Und da hört man vielleicht Antworten auf dem Partner, und ich denke, stimmt, diese Frage habe ich dir auch noch nie gestellt. Aber es ist total spannend, auch deine Antwort darauf zu hören. Positive Momente sind echt wichtig und man kann sie auf ganz unterschiedliche Weisenschaften. Man muss aber auch sagen, wie wir Interaktion in unserer Beziehung wahrnehmen, hängt auch ein wenig von unserem Persönlichkeitstyp ab. Manche Menschen neigen eher dazu bestimmte Situationen auf sich zu beziehen oder negativ wahrzunehmen. Dr. Lisa Scheling hat da einen einfachen Tipp. Und wenn ich also weiß, dass ich eher diese Tendenz dazu habe, dass du negativ zu interpretieren, kann es auch hilfreich sein, einfach mal direkt nachzufragen. Weil wie oft nimmt man einfach an, dass der oder die eine bestimmte Motivation hat? Und Kura findet noch eine andere Sache super wichtig. Man braucht auf jeden Fall mit der Zeit selbst wert und man braucht auf jeden Fall Sicherheit, die man sich abholen kann, aber die man sich auch selber geben kann. Und ja, ich kenne mittlerweile schon mein Wert. Okay, Stockwerk 4, die positive Momente müssen überwiegen. Dazu haben wir jetzt viel gehört. Bevor jetzt aber voll der Druckbau euch entsteht, es ist natürlich auch total normal, wenn man in einer Langzeitbeziehung nicht immer super in Love ist. Manchmal schwankt unsere Beziehungszufriedenheit von einem Tag zum anderen oder sogar innerhalb eines Tages. Das hat Lisa Scheling in ihrer Promotion untersucht. Dabei hat sie festgestellt, es ist auch voll hilfreich zu verstehen, wann man denn besonders zufrieden ist und wann eben nicht. Als Tipp für den Alltag empfiehlt sie, die Beziehungszufriedenheit zu tracken. Also zum Beispiel mit einem Tagebuch oder in einer Notiz auf dem Handy. Dann hilft es auf mich, noch mal zu verstehen, in welchen Phasen war ich besonders glücklich, was hat dazu geführt, was war ein Veränderung. Und in diesen gemeinsamen Momenten immer wieder auch mit dem Partner in der Partnerin zu schwellen, kann tatsächlich auch dazu führen, die Beziehungszufriedenheit wieder zu erhöhen. Das machen auch Kura und Tim gerne. Wir sind neulich in unserem Chats wieder ganz nach oben geskrolt, um zu gucken, wie wir angefangen haben, zu schreiben damals und so. Und haben das ein älterer vorgelesen, und dann saßen wir auch beide mit zum Schmunzeln die ganze Zeit, und es war einfach, ja, wir machen das ja gerne. Ich finde, das sind schon super Tipps, um die ersten vier Stockwerke unseres Hauses zu bauen. Weil das aber echt viel war, fass ich das noch mal kurz für euch zusammen. Erstes Stockwerk, die Bedürfnisse des Partners Kennlernen. Zweites Stockwerk, Zuneigung und Anerkennung auch im Alltag zeigen. Dritte Stockwerk sich einander zuwenden und viertes Stockwerk, die positiven Momente überwiegen lassen. Ganz fertig ist unser Haus aber noch nicht. Deswegen machen wir weiter mit Stockwerk Nummer 5. Nach den positiven Momenten geht es jetzt um Konflikte. Und die kennen natürlich auch Kura und Tim. Wir haben ziemlich viele Konflikte, würde ich sogar auch sagen. Und das sind vor allem dann auch diese Phasen der Veränderung, irgendwie, wenn dann mehr Sachen plötzlich auf den Tisch kommen und wenn das dann so ein bisschen ins Rollen kommen. Konflikte an sich sind aber auch gar nicht das Problem. Sagt Dr. Luisa Schilling. Weil in einen langen Zeitbeziehung kommt man nicht darum herum, dass es auch mal immer wieder Konflikte gibt. Das ist total normal und wichtiger als die Konflikte an sich sind eigentlich die Konflikt muss dazwischen beiden Partnern. Und darum geht es auch im 5. Stockwerk unseres Beziehungshauses. Wir können Konflikte nicht vermeiden, aber es ist wichtig, dass sie nicht eskalieren. Und dabei kann helfen, dass man weiß, wie man sich selbst körperlich beruhigt. Außerdem sollte das Paar sich als Team verstehen und beschwerden sanft äußern. Genau das versuchen auch Korra und Tim. Über die Jahre haben sie so einiges gelernt. Dass diese Konfliktsituationen keine "du gegen ich" Situation sind, sondern eine Weg gegen das Problemsituation sind und dass man die deshalb auch einfach ohne lassen kann und sagen kann. Ich habe da jetzt gerade gar keine Energie gerade mehr zu. Und irgendwie nackt das sehr an meiner Laune, wenn wir da jetzt weiter machen. Die beiden sehen sich also auch im Konflikt als ein Team und lassen sich aufeinander ein. Außerdem sollen beschwerden ja sanft angebracht werden, auch dafür hat Korra eine Idee. Und auch eine Sache, die ich nämlich auch zufällig rausgefunden habe, was glaube ich aber auch hilfreich sein kann. Für andere auch ist, dass man sich manchmal kritisieren kann, ohne es irgendwie in einem Streitsetting zu haben. Korra und Tim haben sich einfach mal hingesetzt und sich gegenseitig gesagt, was sie aneinander stört. Wenn ich Sachen in die Schwimmerschiene einräumen, zum Beispiel Gläser und in jedem Glas von dir immer unten noch so ein kleiner Reste. Aber das ist nur bei den Stuhheimen, Gläser. Oh, wenn du das Klopapier alle machst und die neue Rolle immer aus dem Halter von über der Toilette nimmst du nicht einfach aus dem Schrank, weil dann ist der Halter die ganze Zeit leer und du fühlst den dann immer nicht auf. Vielleicht ist das auch der Key, sich zu kritisieren, wenn man eigentlich gerade happy ist. Oder zumindest nicht eh schon genervt. Es ist schon auch wichtig, Dinge anzusprechen wie ein Stören und damit nicht allzu lange zu warten. Weil wenn ich mich schon so lange mit irgendwelchen Konfliktpunkten beschäftigt habe und vielleicht auch immer wieder beobachtet habe, wie reagiert er oder sie denn besteht, dass meine Annahme dann gebe ich dem anderen gar nicht mehr die Chance, neu zu reagieren und vielleicht neue Muster zu schaffen. Und damit haben wir jetzt auch schon das 5. Stockwerk unseres Beziehungshauses aufgebaut. Was im 6. Stockwerk passiert, hat mir meine Kollegin Sarah erzählt. Dass man die Lebensträume des anderen schätzt und erd und irgendwie auch versucht war, werden zu lassen. Also dass man so wirklich weiß, was sind so die großen Ziele, die Lebensträume meines Partnerinnen und dass man die auch in ernen hält. Das hat ja auch was damit zu tun, einfach die andere Person wertzuschätzen und so, auch nachzufallziehen zu können, warum eine Person gewisse Entscheidungen trifft. Wenn ich weiß, das ist das übergeordnete Ziel, dann ist schon klar, warum die Person auf dieses Thema so und so reagiert oder warum die Person gerade hier voll viel Energie reinsteckt oder so. Und wenn man diese übergeordneten Ziele nicht kennt, dann ist es ja voll schwer, so was nachzufallziehen. Jeder hat seine eigenen Wünsche und Ziele und die sollte das gegenüber natürlich respektieren. Im 7. Stockwerk, also unserem Dach, geht es dann darum, gemeinsam Sinn zu schaffen. Das Paar soll hier also gemeinsam mit Ziele, Werte und Träume entwickeln. Ich find das klingt in der Theorie voll gut, aber wie setzt sich sowas in der Praxis um? Ich bin selber ein totaler Fender von einfach meinem gemütlichen Abend. Man paar Fragen in die Runde zu geben, sein Partner mal ein paar Dinge zu fragen und selbst nach vielen Beziehungsjahren findet man da immer noch wieder neue Dinge über den anderen hinaus. Sich in einer langjährigen Beziehung nicht auseinander zu leben hat also auch viel damit zu tun, sich immer wieder neu kennenzulernen. Das klingt total schön. Aber auf jeden Fall auch nach Arbeit. Und ja, es braucht dieses Investment und dann kriege ich häufig als Antwort, das hört sich aber ganz anstrengend an. Aber im besten Fall mag man die andere Person gerne und verlinkt gerne mit der Zeit. Und diese Antwort würde man nicht zurückbekommen, wenn es um Freundschaften geht. Unser Beziehungshaus steht jetzt. Weil das aber ganz schön viele Tipps waren, fass ich sie jetzt noch mal kurz für euch zusammen. Lern euch und eure Bedürfnisse gut kennen. Also was brauch ich und was braucht man gegen über um sich geliebt zu fühlen? Findet Wege und Rituale, um auch im Alltag Zuneigung zu zeigen. Auch hier hilft es zu wissen, was die andere Person braucht. Wennet euch einander zu und seht den anderen nicht als selbstverständlich an. Die positiven Momente sollten überwiegen, nehmt euch bewusst Zeit für einander. Überlegt euch, wann ihr besonders zufrieden seid und fragt auch einfach mal nach, wenn euch etwas verunsichert. Konflikte sind normal, findet Wege, wie ihr gut damit umgehen könnt, ohne die Konflikte jedes Mal eskalieren zu lassen. Respektiert und schätzt die großen Träume, eures Partners oder eurer Partnerin. Und findet gemeinsam Ziele, Werte und Träume, an denen ihr zusammen festhalten könnt. Eine neue Beziehung ist am Anfang natürlich ganz aufregend. Und vielleicht kann man das sogar wirklich mit einem neuen Haus oder sind wir realistisch mit einer neuen Wohnung vergleichen, in die man halt dann einzieht. Die Dupamin-Kix vom Anfang lassen zwar irgendwann nach, aber in einer langjährigen Beziehung entsteht dafür etwas anderes. Weil es ist dann zwar nicht mehr aufregend, aber es ist so dieses Neu aufregend. Aber es ist so dieses, ich kann einfach 100% ich selber sein. Und das ist einfach ein neutraler Raum hier. Und in diesen neutralen Raum ist auch immer wieder Platz für positive Emotionen und für einfach generell schöne Gefühle. Man richtet sich irgendwie ein, man fühlt sich wohl. Aber das reicht noch nicht. Also wenn eine Beziehung nur sicher ist, ist sie nicht mehr lebendig. Kann sich leer anfühlen mit der Zeit, wird über die Zeit vielleicht langweilig, wenn sie aber nur aufregend ist, aber nicht sicher viel Stabilität. Es heißt gut, die Langzeitbeziehung schaffen im besten Fall beides, in sicheren Hafen und ein Raum für Entwicklung. Wenn ich jetzt nochmal meine Frage vom Anfang dieser Folge stelle, also Langzeitbeziehungen geht es überhaupt noch, dann sagt unsere Expertin definitiv. Es gibt die Liebe, die für immer hält, dass ich das glaube ich, nur zu verstehen, dass Langzeitbeziehung nicht immer zufrieden sind, die Langzeitbeziehungen sind nicht immer harmonisch, sie nicht konfliktfrei. Das heißt, es gibt einfach Veränderungen bei der Zeit. Man sollte nicht die Erwartung haben, wenn man den perfekten Partner oder die perfekte Partnerin trifft, dass man dann das große Los gezogen hat und für immer glücklich sein wird und das läuft von ganz alleine. Die eine perfekte Beziehung gibt es mich. Aber das ist vielleicht auch gar nicht so schlimm. Also nicht stereotypisch perfekt und vielleicht nicht so, dass man den Film draus machen wollen würde. Aber ich bin so dankbar für die Beziehung in der ich bin. Für die Woche geht es bei Wissen Weekly um die Frage, wie können wir endlich mit dem Scrollen aufhören? Wir wissen mittlerweile, dass exzessiver Social Media-Konsum oder generell Internet-Konsum sowohl bei Depressionen vorkommen als auch eher das Risiko für Depressionen erhöhen. Und wenn ihr die nächsten Folgen nicht verpassen wollt, dann folgt unserem Podcast und aktiviert die Glocke. Wenn ihr nach der Geschichte von Kora jetzt ganz romantisch gestimmt seid, haben wir zum Schluss noch eine Podcast-Empfehlung für euch. True Love. Hier erzählen Linschütze und Leonie Barch alle zwei Wochen eine Liebesgeschichte aus dem wahren Leben. Aber es geht nicht nur um traditionelle Beziehungen, sondern auch um Freundschaft, liebe zur Kunst oder zu sich selbst. Passend zum Thema Langzeitbeziehungen können wir euch die Folge Titanic ihre letzte Reise ans Herz legen. Das ist nicht die Story von Rose und Jack. Die gab es nicht, sondern die wunderschöne und tragische Geschichte eines E-Pars, das bis heute in New York verewigt ist. Oder auch die Folge "Liebe vor dem ersten Blick". Da erzählen Lins und Leo von Barbara, die Schöl einen blinden Mann heiratet. Und auch davon, die Schöl unerwartet seine Seefähigkeit widererlangt. Den Link zum Podcast findet ihr in unseren Show notes. Ich bin Lisa Sofie Schäurel und bedanke mich bei allen, die mit uns für diese Folge gesprochen haben. Bei Dr. Lisa Scheling und bei Kora. Wenn ihr uns Lob oder Feedback schicken wollt, könnt ihr das gerne in den Kommentaren machen. Oder einfach per Mail schreibt uns gerne an "[email protected]". Wir freuen uns immer auf eure E-Mails. Wissenweekly, das ist eine Produktion von Spotify Studios, in Zusammenarbeit mit Kugel und Nire. Exekutive producer Michael Badlefsky. Redaktion Sarah Beiersch mit Tatiana Tameros, Lena Kulvis und ich, Lisa Sofie Schäurel. Creative producer Christina Hengefeld. Produktion, Hannah Outtenread, Joey Fleischauer und Stories to be told. Re sein, Hannah Wiesner und Julia Bochnik, Lineproducer Sarah Holkarze Yench. Copyright WDR 2020

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die moderne Generation bewegt sich zwischen Anerkennung von Trennungen und dem Wunsch nach langfristigen, bereichernden Beziehungen.
  2. Langzeitbeziehungen sind selten, viele Ehen werden nach etwa 14,7 Jahren geschieden, was质疑 die Stabilität solcher Beziehungen.
  3. Wissenschaftliche Modelle zeigen, dass Trennungen in vier Phasen ablaufen, wobei der Abfall der Beziehungszufriedenheit ein Kipppunkt darstellt.
  4. Positive Beziehungen hängen nicht nur von emotionaler Nähe ab, sondern von konkreten Ritualen, Zuneigung, Neugier und gemeinsamen Zeitraum.
  5. Die „5 zu 1-Regel“ – mehr positive als negative Interaktionen – ist ein entscheidender Faktor für langfristige Zufriedenheit.
  6. Konflikte sind normal, aber die Art, wie sie bewältigt werden, entscheidet über die Stabilität der Beziehung.
  7. Langzeitbeziehungen benötigen regelmäßige Neugestaltung und gegenseitige Wertschätzung von Träumen und Zielen.
  8. Eine dauerhafte Beziehung ist nicht perfekt, sondern ein dynamischer Prozess, der Sicherheit, Wachstum und persönliche Autonomie verbindet.

Summary:

Die vorliegende Folge untersucht, wie langfristige Beziehungen funktionieren und welche Faktoren zu ihrem Erfolg beitragen. Obwohl viele Menschen von langjährigen, stabilen Beziehungen geträumt haben, ist die Realität komplexer: in Deutschland wird jeder dritte Ehe geschieden, und viele Paare erleben eine zunehmende Abnahme der Beziehungszufriedenheit. Wissenschaftler wie Dr.

Luisa Schilling zeigen, dass Trennungen in vier Phasen ablaufen – von inneren Gedanken bis zur offenen Kommunikation mit Dritten – und dass ein signifikanter Abfall der Zufriedenheit ein Kipppunkt darstellt. Eine stabile Beziehung basiert nicht auf Perfektion, sondern auf grundlegenden Fähigkeiten: das Kennenlernen der Bedürfnisse des Partners, die tägliche Ausdruck von Zuneigung, das Aktivieren von Neugier und das Erhalten von Sicherheit. Insbesondere die „5 zu 1-Regel“ – fünf positive als eine negative Interaktion – wird als entscheidender Punkt genannt.

Auch Konflikte sind unvermeidbar, aber mit Teamgeist und sanfter Kommunikation können sie nicht eskalieren. Zudem wird betont, dass Paare gemeinsam Ziele, Werte und Träume entwickeln sollten, um ein gegenseitig verankertes und lebendiges Leben zu schaffen. Die Folge bekräftigt, dass Beziehungen nicht perfekt sein müssen, sondern sich im Laufe der Zeit entwickeln und eine Balance zwischen Sicherheit und Wachstum aufbauen.

Die Geschichte von Korra und Tim zeigt, wie eine persönliche Reise zur Selbstständigkeit zu einer nachhaltigen Beziehung führen kann. Der Schlussbeitrag betont, dass eine langfristige Beziehung eine kreative und bewusste Partnerschaft ist, die ständig neu entdeckt wird – nicht als perfektes, stillstehendes Haus, sondern als lebendiges, wachsendes Projekt.

FAQs

Viele Menschen gratulieren Trennungen und wollen keine einfache Beziehung, sondern eine Beziehung, die das Leben bereichert. Gleichzeitig posten sie jedoch Bilder von alten Paaren und verfolgen Ansprüche an eine tiefe, emotionale Verbundenheit.

Die Beziehungszufriedenheit ist der wichtigste Faktor, der bestimmt, ob eine Beziehung langfristig hält. Ohne eine positive Beziehungszufriedenheit neigt die Beziehung zu Unsicherheit und Abwanderung.

Durch kleine, tägliche Rituale wie ein gegenseitiges Winken beim Gehen oder das Mitbringen eines besonderen Geschenks, das persönliche Bedeutung hat.

Die 5 zu 1-Regel besagt, dass es fünfmal mehr positive als negative Interaktionen geben sollte. Diese Regel hilft, die Beziehung positiv und stabil zu halten.

Durch das aktive Zuhören, Fragen stellen und die Entwicklung des Partners beobachten zeigt man Wertschätzung und stärkt die Beziehung gegen Langeweile und Abwanderung.

Durch gegenseitige Wahrnehmung, sanfte Kommunikation und das Verständnis, dass Konflikte normal sind und nicht als 'du gegen ich' interpretiert werden sollten.

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