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Kühle Erfrischung – so prägte Eiscreme die Deutschen nach dem Krieg

15m 13s

Kühle Erfrischung – so prägte Eiscreme die Deutschen nach dem Krieg

Diese Podcast-Folge von "Aha History" untersucht die Kulturgeschichte des Eises in Deutschland und die Entstehung der TV-Primetime. Der Eiskonsum wurde durch das Wirtschaftswunder und italienische Einwanderer, die Eisdielen eröffneten, zum Massenphänomen. Marken wie Langnese (ursprünglich eine Keksfirma) und Schöller entwickelten sich zu prägenden Konkurrenten, die durch Werbung und ikonische Sorten wie "Capri" oder "Nuki" den Markt dominierten. In der DDR blieb Eis trotz Rohstoffengpässen beliebt, mit eigenen Kreationen wie Softeis. Das Marketing spielte eine zentrale Rolle, von legendären Werbespots bis zu zeitgeistigen Produkten wie dem "Bum Bum"-Eis für Boris Becker. Viele nostalgische Sorten sind heute verschwunden, oft aus unklaren Gründen. Der zweite Teil erklärt, warum die deutsche Primetime um 20:15 Uhr beginnt: Dies ist historisch durch die "Tagesschau" um 20 Uhr bedingt, eine Gewohnheit, die selbst Privatsender nicht durchbrechen konnten. In anderen Ländern variieren die Startzeiten je nach Nachrichtensendungen.

Transcription

2535 Words, 15268 Characters

German
* Musik * Aha history. 10 Minuten Geschichte. Ein Podcast von Welt. * Musik * Na, bekommt ihr da auch Lust auf Eis, wenn ihr das hört. "Black Ice" im Besanchein ist das natürlich. Das wurde 1985 von der Popgruppe "Biegelmusik" limitiert, extra für die Kino-Werbung von langen Nese geschrieben und veröffentlicht. 2024 ist der Sommer bisher noch ein ziemliches Auf- und Ab, aber in der Werbung ist natürlich immer bestes Wetter. Und "My" - "Uni", "Uni", "Uli", "August". Das ist Zeit für Eis. Es klingt vielleicht ein bisschen schräg, aber die Geschichte der Eiskrim ist auch ein wichtiger Teil der Geschichte von Bundesrepublik und DDR. Wie Eis in Deutschland zum Trend der Massen wurde, und welche Rolle dabei auch die Kreativität der Werbung spielte, darum dreht sich diese Folge. Außerdem geht es um die Primetime im Deutschen Fernsehen, denn warum startet die nicht einfach um 8, sondern um 20 Uhr 15? Hallo und herzlich willkommen bei "aha history". Ich bin Wimord und ich freue mich, dass ihr dabei seid. Und wo ihr schon dabei seid, lasst uns doch gerne auf den Plattformen ein Abo und eine Bewertung dar. Danke schon mal dafür. Deutschland und Eis. Das ist nicht nur eine Geschichte der industriegigenten Schöller und Langneese. Mit dem Wirtschaftswunder zog es die Deutschen an die mehrere Italienz und gleichzeitig kamen viele Italiener nach Deutschland, um hierbei uns ihre Eisdälen aufzumachen. Sommer und Eis, als gegenseitiges Kultur-Austauschprogramm sozusagen. Wie das Eis damals seinen Siegeszug antrat und wie man sich in Ostdeutschland angesichts der dortigen Mangelwirtschaft teilweise behelfen musste, darüber spreche ich jetzt mit Martin Klemrat. Er ist Historiker und arbeitet hier bei Welt im Geschichtssrissor. Hallo, Martin. Hallo, Wim. Du bist ja ein Kind der späten 70er, frühen 80er Jahre. Wie kann man sich die Eislage in West Berlin damals vorstellen? Toll, einfach mit einem Wort. Schöne Erinnerungen, also in verschiedenen Versionen. Einmal gab es damals noch, ich weiß, ich hab es heute überhaupt noch gibt. Ich hab Ewigkein mir gesehen, so ein Eiswagen. Der hatte so eine Melodie, weiß ich noch. Manche Bimmelten ja auch, Klingelten. Bei uns, hier so aus dem Bezug von West Berlin, kam der dann mal vorbei, dann bekam so eine Melodie. Dann wusste man schon, dann rannten wir Kinder nach vorne mitten ein paar Mark damals das Taschengeld ging dann drauf dafür oder eben toll bei Italiener richtigen Eisdielen. Das war dann auch im Urlaub, wenn man an der Norden Ostsee, damals die Unikaräse, schön gesungenheit. Wir brauchten früher keine große Reise. Wir wurden braun auf Borkum und auf Süd und so war es dann auch. Da auch da, das war toll. Es gab Févi-Netz, ja, Hies, lange Oak 1, mit Eis-Kreationen, da weiß ich mir so mit Schokoladen überzug. Was damals noch einen politischen Projekt nahm. Einmal so, das ist toll italienische Eis, so handgemacht. Und dann aber eben auch sehr beliebt das abgepackte, die jetzt üblichen Verdächtigen von abgepackten Sorten. Am Kiosk, dann wenn so die Eisfahren, die eben, da gibt es ja heute noch Eisfahren, aber in anderen Logo, damals dann noch ein bisschen anders aus, von der Gestaltung, diese Marquis, diese typische Langnesie Marquisie und das blaue Schöller-Logo mit dem Stern. Ja, da hat man sich gefolgt, wenn man da sich anstehen konnte und genug Mark dabei hatte. Du hast das Langnesie und Schöller schon angesprochen. Du hast ja auch mal angekuckt, die Geschichte hinter diesen beiden Unternehmen. Das hat ja gar nicht mehr unbedingt so viel mit Eis erstmals zu tun gehabt. Nee, genau, das ist also Langnesie. Das war eigentlich gar keine Eisfirma, sondern eine Keks-Verbrie, Keks und Back waren von einem Herdennahms-Wiktor-Ebengl-Heinrich-Langnesie in Hamburg. Und das hat aber der Name von ihm lang Nese, hat den Kaufmann Karl Rolf Seifert wiederum in 20 Jahren, nur seit 27, da hat ihm der Name so gut gefallen. Er sucht in Seifert seinen eigenen, ob fand er offenbar nicht so catchy genug. Und dann viel im langen Nese auf. Da war die Logo war dann auch ein Junge mit einer langen Nase, mit einer langen Nese. Und so, das war erst mal das das frühe Firmen-Logo. Also, der hat sozusagen die Markenrechte gekauft daran. Und dann das Unternehmen 1936 als Langnesie-Eiskreben, gehen wir herengetragen. Und dann von Unilever übernommen. Heute ist das Teil von Unilever-Konzern. Wir so vieles dann in Konzernen aufgeht. Ja, und wiederum dann so ein bisschen der Reval, ein bisschen wie Coca-Cola und Pepsi, finde ich, ist das immer so mit Langnese und Schöller. Wenn es nicht langnese gibt, gibt es Schöller. Und andersrum, die Sorten sind ja auch teilweise ähnlich. Bei Schöller ist das Waffel als Nuki. Was so ein bisschen so, manche sagen, abklatscht von dem Langnese-Konnetto. Andere mögen das Nuki lieber. Also, das ist ein bisschen wie Beetles oder Rolling Stones. Und so. Und die wiederum dann aber Langnesie, also Norddeutschland und Schöller in Süddeutschland. In 1937 gegründet in Nürnberg, Schöller von den Brüdern Theo und Carl Schöller. Also Familienunternehmen, die waren ganz jung noch, als sie das gegründet haben. Und heute gehört das wiederum, wie das Langnese von Unilever aufgekauft wurde, gehört das heute zunächst leh. Und neben den Standard-Eisorten, was jetzt das Nuki zum Beispiel schon angesprochen. Es gibt natürlich auch Capri, dieses Orangeneis. Gab es ja, ich gehört ja Zehnte auch immer ziemlich wilde Kreationen, die Tabas bis heute viele Fans haben. Ja, ja, so richtig gekult eise. Also genau, also viele ist das Capri, ist so einer der Klassiker, ist ja so ein ganz einfaches Wasser-Eisen. Also das gab es eben schon ganz früh. Kann man sich vorstellen, dann der Frühe, so eher die einfachen Sauoten. Und dann wurde das alles immer aufwendiger, auch ein Stück weit. Und immer muss ja immer einen drauflegen, ein bisschen wie Berasierklinken. Früher hat man einfach eine Rasierklinge heute, und das irgendwie fünf Rasierklinken mit Plastiküberzug, sonst wie Gummibla, Blö, ne, ja, wie das du ist. Also ja, kamen dann viele Variationen und manche auch kurzlebig, obwohl sie eben viele Fans hatten, aber wurden dann wieder abgeschafft, offensichtlich für Verkaufzahlen. Haben nicht gesteckt, vielleicht auch teilweise so auch für nicht in der Produktion oder wo viele Gründe können das haben. Einer der absoluten Klassiker von Eis, was nicht mehr gibt, ist natürlich Braunerberer. Wir wollen Braunerberer zurück. Das war so ein Schlachtruf quasi von Nostal gegangen, was dann auch so das Lebensgefühl von damals zurückholen soll, 70er Jahre. Braunerberer, da gab es also Kampagien, ne? Braunerberer zurück. Auch so mit Medien, da ist sicherlich übrigens auch von den jeweiligen Firmen, wer weiß, ob die das so ein bisschen streuen oder ein bisschen mehr auch, ne? Und so, das ist ja auch Inszenierung, dann Marken Inszenierung, und jetzt für kurze Zeit zurück, ne? Es gibt ja auch bei vielen anderen Produkten. Und so kam dann Braunerberer auch mal zurück, auch andere Sorten oder die Ed von Schläck war auch so ein Klassiker, konnte man so hoch und runter schieben und Ed von Schläck war, so kommig Figur, der immer lustige Sprüche in der Sprechblase auf dem Eis hatte, dann gab es auch als Sticker und als sonst wie, also ja verschiedene Eis Sorten, die es nicht mehr gibt, die aber große Fängemeinde haben und so nostalgische Gefühle, Grünofant war auch toll, das ist ja sehr beliebt und Waldmeister Eis. Und das wurde dann aber ziemlich abrupt in der 17 Jahre abgeschafft. Und bis heute hält sich so, dass kann man hier und danach lesen, hält sich so die Versionen, dass deswegen abgeschafft wurde, weil einer der Grundschöpfe für so Waldmeisterauma in sehr großen Mengen allerdings nur gesundheitsschädlich sein kann. Ich habe da sogar angefragt dann bei Unilever, ob das wirklich der Grund war für das Grünofant aus und das, ob das da nicht, das Grünofant nie zurückkam, haben sie mir dann zurückgeschrieben. Oh ja, da müssen wir aber, da suchen wir mal, wir geben uns am besten, dass diese Informationen zu finden, haben sie aber niemals mir zurückgemeldet. Also, du kannst weiß man nicht, warum Grünofant weckigen nie wieder kamen, lag es wirklich am Waldmeisterauma-Zeug, was nicht so gesund ist oder auch nicht. Man weiß es nicht. Ja, verschiedene andere, also die Liste wäre lang, da könnten wir als ewig weiter reden. Ich weite viele, die zuhören, erinnern sich auch an das ein oder an der Eis, was ich früher gerne hatten, was nicht mehr gibt. Andere Hitzgips nach wie vor, die halten sich und halten sich wie die erwähnten Waffeldinger und so. Die gibt es seit Ewigkeiten und Witzbroh immer weitergeben. Ja, wo ich immer dran denken muss, ich glaube, jetzt kommen das zum Hause Schuller, ganz besonderer Klassiker. Ich bin ein Kind der spät 80er, frü 90er. Und damals gab es ja eine große Tennis-Legende. Und da gab es plötzlich bum, bum Eis. Und das war auch kein Zufall, ne? Genau, und es gibt es auch eine so heute, 1986 eingeführt worden. Und da war eben als Boris Becker, völlig durchgestartet, wir waren ja alle in Tennis-Fieber damals und haben Wimmelten mit ihm geguckt und so, so eine große, große Drama. Und ja, das Eis wurde tatsächlich, da in Anspielungen auf seinen Spitzen haben, bum bum, Boris, ist ja wegen seinem Deulen aufschlag, der Deulen vorhand, bum bum, und deswegen bum bum, das Eis erinnert eben entfernt einen Tennis-Schläger. Der Stil ist aus Korgummi und dann eben ein großer Vanille, die Block roten, überzogen. Also ja, wir haben jetzt viel über die Westdeutsche und Westbarliner Geschichte von Eis gesprochen. Aber, du hast schon gesagt, du bist in den Randbezirken, Westbarlinz aufgewachsen, da war die DDR ja nicht weit weg. Und ich nehme mal an, auch dort gab es Eis-Fieber, oder? Ja, ja, das war in Ostbild, wie Weste ist Eis-Kremen im Sommer, wie ein Musch. Und ja, wir haben ja die Freundschaft in DDR gehabt, also in Birkenwerder waren wir häufiger mal zu Besuch und Ja, auch gab es auch tolles Eis, wenn auch die Versorgungslage bei so viel nicht immer so gleichbleiben war. So Ende der 70er-Jahre schmeckte es so ein bisschen komisch. Manchmal, das lag daran, hab ich noch mal recherchiert, dass die Versorgungslage es gab, Rohstoffengpässe und in der Eisproduktion wird ja auch Butter verwendet. Da haben sie dann eben keine Butter mehr gehabt und haben Margarine nehmen müssen. Und das schmeckt dann so raus, das war dann so eine Margarine, so ein bisschen hat man es gemerkt. gab aber auch ganz tolles Eis damals. Das ist hofft Eis, also großes Ding irgendwie in DDR. Es würde in so muscheln Eis, wo es da so reingefüllt in so so muscheln, weiß ich noch so, also waffelmuschelt. Dann gab es auch noch Hexen, Hexen, eine Firma namens Hexen Eis. Die gab es auch bis zur Wendezeit und dann nicht mehr, aber jetzt gibt es ja auch wieder. Seit 2004 neulich hab ich gerade wieder in Hexen Eis gesehen, sogar hier in Berlin, super mal. Die Hexenkärze, so ein längliches Vanille Eis und Hexen Eis. Und wie gesagt, das Sofft Eis war ein großes Ding. Aber auch so fürs Pückler-Schnitte, weiß ich noch, wenn Omi aus Pückenwerder machte die fürs Pückler Eis sehr gerne. Das war auch so ein klassischer auch im Westen, aber gerade auch im Osting. Hat ich den Eindruck zumindest fürs Pückler, war so ein Ding. Also ja, Ost wie West, alle Lieben und Lieben des Eis. Ja, in Ost wie West Eis war immer beliebt und dann geht man zurück in den Westen, denn es gab ja im Runde untrenn, war zum Eis dazu, gehört ja heute Tage auch oft die Werbung. Ja, total. Und das war in den 80er-Nalipte. Die Werbien ist ja auch so eine gewisse Blütezeit und mit wirklich legendären Spots, die bis heute jeder kennt und die immer gern wieder holt werden. Und ja, wir hatten ja vorhin, dass die italienischen kleinen Eisdielen erwähnen, wo das wirklich handgemacht ist und ja, klar, also so gerne, man hat das abgepackt, denn super, man ist natürlich industrieware. Und da muss man eben auch so ein bisschen ein Nimbus schaffen durch die Werbung. Also, bevor dann. Und da gab es dann legendäre Spots und auch die, als wir ins Kino damals ging oder auch teilweise im Fernsehen, ist das "Like Ice in the Sunshine". Das ist schon, da kriegt man gern so haut. "Like Ice in the Sunshine" bedeutet "Gerksam Strand" und so weiter. Das gehört halt auch dazu. Das Marketing und wie schon bei Boom-Bum erwähnt, dass die wirklich Zeitgeist aufgenommen hatten. Von Schöller gab es auch mal einen Pinocchio Eis, als damals die Pinocchio Zeichen, Dricksie-Relief und all solche Sachen. Also Marketing, klar, gehört da auch immer dazu. Martin Klamrat, vielen, vielen Dank für deine Zeit und deine Eindrücke. Gerne. Werbung für Eis gibt es natürlich auch heute noch und nicht mehr nur im Kino, sondern, na klar, auch im Fernsehen. Und die beste Werbezeit, das ist die zur Primetime, wenn die meisten Leute zusehen. Die Primetime startet bekanntermaßen um 20 Uhr 15, aber warum ist das eigentlich so? Das hat Lisa uns gefragt und deswegen habe ich es recherchiert. Als Primetime bezeichnet man die Hauptsende Zeit im Fernsehen. Also der Zeitpunkt, an dem die Einschaltquoten am höchsten sind. In Deutschland beginnt die Primetime traditionell um 20 Uhr 15. Grund für die Komeuertzeit ist die meist gesehene Nachrichtensendung des Landes "Die Tageschau". 1952 wurde die Sendung das erste Mal ausgestrahlt und zunächst nur drei Mal die Woche. Seit 1961 erscheint die Tageschau täglich. Und genauso wie in den 50er und 60er Jahren beginnt sie auch heute noch um 20 Uhr und endet um 20 Uhr 15. Erst danach beginnen die Sendung in Deutschland mit ihrem Abendprogramm. Mitte der 90er-Jahre wakten die damals noch ganz jungen Privatsender "Sat 1.7" und "Kabel 1" einen Versuch. Sie verschoben den Beginn ihres Programms um eine Viertelstunde nach vorne. "Sat 1" bewab seine Filme und Sendungen ab 20 Uhr mit dem Slogan "Folle Stunde, Vollesprogramm". Doch die Tageschau hatte die Gewohnheiten der Deutschen so sehr geprägt, dass alle drei Sender nach wenigen Monaten schon wieder zurück zur üblichen Startzeit übergängen. Ein spannender Effekt dabei, selbst wenn die Menschen die Tageschau nicht sehen, sie sind einfach völlig selbstverständlich darauf geeicht, dass die Filme und Schaus erst danach starten. Also ist um 20 Uhr einfach noch niemand vor dem Fernseher oder eher oder sie guckt eben die Tageschau. In Österreich sieht es aufgrund der Nachrichten übrigens ganz ähnlich aus wie bei uns. In den Niederlanden beginnt die Primetime sogar noch mal eine Viertelstunde später und auch bei unseren westlichen Nachbarn sind die Nachrichten der Grund dafür. Viele südeuropäische Staaten, wie Griechenland oder auch Italien, die starten erst um 21 Uhr mit ihrem Hauptprogramm. Spanien sogar noch später. In Japan hingegen ist schon ab 19 Uhr hauptsende Zeit. Welches Eis ist ihr am liebsten? Schuller, Langnesel oder doch das gute Handgemachte aus Italien? Schlimmt gern ab in unserer kleinen Spotify-Umfrage. Zum Abschluss möchte ich mich noch mal bei Lisa für ihre spannende Frage bedanken und wenn ihr ähnliche oder auch ganz andere Fragen habt, dann schreibt uns ebenfalls gern an [email protected]. Außerdem sage ich danke an meine Kollegin Johanna Lauscher für ihre Hilfe bei dieser Folge. Und ich danke wie immer euch und sage bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Geschichte des Eises in Deutschland ist eng mit dem Wirtschaftswunder, italienischen Einwanderern und der Werbung verknüpft.
  2. Marken wie Langnese und Schöller prägten den Massenkonsum, wobei ihre Ursprünge oft nicht in der Eisproduktion lagen.
  3. In der DDR gab es trotz Rohstoffmängel beliebte Eissorten wie Softeis oder "Hexeneis".
  4. Legendäre Werbespots und limitierte Sorten (z.B. "Bum Bum" für Boris Becker) nutzten den Zeitgeist für Marketing.
  5. Die deutsche Primetime beginnt um 20

Summary:

Diese Podcast-Folge von "Aha History" untersucht die Kulturgeschichte des Eises in Deutschland und die Entstehung der TV-Primetime. Der Eiskonsum wurde durch das Wirtschaftswunder und italienische Einwanderer, die Eisdielen eröffneten, zum Massenphänomen. Marken wie Langnese (ursprünglich eine Keksfirma) und Schöller entwickelten sich zu prägenden Konkurrenten, die durch Werbung und ikonische Sorten wie "Capri" oder "Nuki" den Markt dominierten.

In der DDR blieb Eis trotz Rohstoffengpässen beliebt, mit eigenen Kreationen wie Softeis. Das Marketing spielte eine zentrale Rolle, von legendären Werbespots bis zu zeitgeistigen Produkten wie dem "Bum Bum"-Eis für Boris Becker. Viele nostalgische Sorten sind heute verschwunden, oft aus unklaren Gründen.

Der zweite Teil erklärt, warum die deutsche Primetime um 20:15 Uhr beginnt: Dies ist historisch durch die "Tagesschau" um 20 Uhr bedingt, eine Gewohnheit, die selbst Privatsender nicht durchbrechen konnten. In anderen Ländern variieren die Startzeiten je nach Nachrichtensendungen.

FAQs

'Black Ice' wurde 1985 von der Popgruppe 'Biegelmusik' für eine Kinowerbung von Langnese geschrieben und veröffentlicht, um Eiscreme zu bewerben.

Mit dem Wirtschaftswunder kamen Italiener nach Deutschland und eröffneten Eisdielen, während Deutsche Italien bereisten, was zu einem kulturellen Austausch und der Verbreitung von Eis führte.

Langnese begann als Keksfabrik und wurde später eine Eismarke, während Schöller als Familienunternehmen in Süddeutschland startete. Beide wurden von großen Konzernen übernommen und prägten den Markt.

Die Primetime beginnt um 20:15 Uhr, weil die Tagesschau um 20:00 Uhr startet und bis 20:15 Uhr läuft. Diese Gewohnheit hat sich seit den 1950er Jahren etabliert.

Sorten wie Brauner Bär oder Grünofant wurden eingestellt, oft aus Marketing- oder Produktionsgründen. Bei Grünofant gibt es Gerüchte über gesundheitliche Bedenken durch Waldmeisteraroma, aber die genauen Gründe sind unklar.

In der DDR gab es beliebtes Eis wie Softeis oder Hexeneis, aber aufgrund von Rohstoffengpässen wurde manchmal Margarine statt Butter verwendet, was den Geschmack beeinflusste.

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