Kreislaufwirtschaft für Mode: Wie reverse.fashion Alttextilien per KI sortiert – Mario Osterwalder
25m 14s
Reverse Fashion, gegründet von Mario Osterwalder, Paul Dörtenbach und Karsten Pufal, revolutioniert die Altkleider-Sortierung. Derzeit werden nahezu alle Textilien manuell sortiert, was ineffizient ist. Das Berliner Deep-Tech-Startup setzt auf KI-gestützte Sortieranlagen, die Kleidungsstücke auf Förderbändern innerhalb von Sekunden nach Material, Zustand, Marke und Stil analysieren. Mit den Produkten Line-Sort (vollautomatisch) und CoSort (Assistenz für manuelle Sortierung) werden über 20 Defekttypen erkannt und eine präzise Kanalzuweisung für Wiederverwendung oder Recycling ermöglicht. Dies steigert die Sortierkapazität um 40 %. Die Technologie überzeugte Investoren wie den HTGF und H&M Ventures, die in eine siebenstellige Pre-Seed-Erweiterung investierten. Osterwalder betont die zentralen Herausforderungen: die Entwicklung einer speziellen Hardware für schattenfreie Bilder bei 2,5 Metern pro Sekunde und das Training der KI mit realen Defektdaten, die nur durch Partnerschaften mit Remondis und Universitäten möglich waren. Ohne Fördergelder und Branchenkontakte wäre der Fortschritt nicht realisierbar gewesen. Das Team von zwölf Personen, das seit zwei Jahren stabil ist, treibt die Vision einer Kreislaufwirtschaft für Textilien voran.
Hey, ganz kurz bevor wir loslegen, hier ist Jan von Stadab Insider und ich wollte die Notion Fans unter euch hinweisen auf eine ganz besondere Live-Session, die wir veranstalten. Am 28. Juli, gemeinsam mit unseren Partnern Notion und Wessel. Wir haben zwei richtig krass Experten zu Gast, die erklären, wie man innerhalb von Notion KI Agenten aufbaut. Also ein super spannendes Thema meld euch einfach kostenlos an, link dazu wie immer in unserem Linktree in den Show Notes oder ihr geht auf luma.com/stadabinsider. Ich hoffe, wir sehen uns und damit gehen wir rein in die Podcastfolge von heute. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Early Stage. Dem Format, indem wir die spannsten New-Kamer und die vielversprechendsten Start-ups der deutschen Szene direkt in der Pre-Seat und Seat-Phase unter die Lupe nehmen. Mein Name ist Lukas Lehmann. Heute habe ich mit Mario Osterweider gesprochen, dem Co-Founder von Reverse Fashion. Mit dem Start-up möchte er die Textilbranche verändern, speziell die Altkleider-Sortierung. Bisher werden 80% aller Altkleider mühsam per Hand sortiert. Sein Berliner Deep-Tex-Data löst das mit KI-gestützen-Sortieranlagen, die Kleidung auf dem Förderband Sekunden schnell nach Material und Zustand erkennen und damit für 40% mehr Kapazität in den Sortierungsheilen sorgen. Dass das die Zukunft ist, zeigen die Partner. Neben dem schwedischen Wurde-Giganten H&M gab es vor wenigen Tagen eine frische siebenstellige Erweiterung der Seatfinanzierungsrunde vom Hightech Gründer vor. Viel Spaß mit dem Interview. Du suchst einen Job in der Start-up-Sene? Dann schau auf Jobs.start-up-Bindestrich-In-Zeiter.com. Dort findest du Jobangebote von über 1000 Start-ups, Gaelapse und Digitalunternehmen. Von AV-Amersen, über HIV-Hello-Fresh bis Z.V. Zalando. Egal, ob Berufs-Einstieg, Praktikum oder Werkstudentenjob, dein nächster Start-up-Job wartet auf dich. Jobs.start-up-Bindestrich-In-Zeiter.com Kennst du schon unseren Newsletter Start-up-In-Zeiter-Daily? Erzähl zu dem beliebtesten Newslettern der deutschen Start-up-Sene. Jeden Morgen um 7 Uhr bekommst du die wichtigsten Nachrichten und Investments aus der deutschen und internationalen Start-up-Welt in deine In-Box. Unsere Redaktion recherchiert dafür täglich auf über 800 Nachrichtenseiten. Für viele Gründerinnen, Gründer und Investoren ist Start-up-In-Zeiter-Daily, da herfester Teil der Morgenroutine. Jetzt kosten frei abonnieren. Der Link ist wie immer in den Show-Nodes. Hey Mario, schön, dass du heute bei uns bist bei Early Stage. Ah, Lucas, freut mich jetzt zu sein. Ja, du beschäftigst sicher schon seit vielen Jahren mit nachhaltiger Mode. Und dann, wie kam es eigentlich dazu, sich dafür zu entscheiden zu gründen. Wie ist reverse-Fashion entstanden? Ja, da muss ich jetzt ein bisschen ausholen. Und zwar habe ich vor neun Jahren schon mit In-A-Booten zusammen Cirklar Fashion gegründet. Cirklar Fashion hatte das Ziel, eine Kreislaufwirtschaft für Textilien zu etablieren. Und der Fokus war da auf Cirkular Design. Also wie Design-Man-Kleidung, damit die am Ende Recycling-Felge ist länger getragen werden kann, usw. Aber an damit auch sehr erfolgreich, die Cirklar Fashion gibt es bis heute hat, inzwischen auch ein Standard rausgebracht für Cirkular Design, der genutzt wird, von großen Firmen. Und ich würde sagen, so fast 50 Prozent der 100 größten Unternehmen oder Textmoderunternehmen der Welt haben, zur Kundenbasis von Cirklar Fashion gehört. Wir haben dann 2020, wollten wir eben nicht nur Cirkular Design, sondern auch uns anschauen, wie irgendwann kommen diese Produkte zurück, um es wieder verarbeitet werden, idealerweise noch mal ins Re-Use, Upcycling, Repair oder sogar ins Recycling. Weitere zu verarbeiten, dafür braucht es aber eine bessere Sortierung, als das bisher der Fall ist. Und wir haben dann gemeinsam mit der technischen Universität Berlin und der freien Universität Berlin einen Antrag gestellt auf den Forschungsprojekt, die KI-Leuchtürme Förderung, hat uns das dann finanziert durchs Bundesministerium für Bildung, alles, glaube ich, darzumals. Und ja, so haben wir dann angefangen, in Sortierung einzushauen, wie man das automatisieren kann. Haben in dem Projekt das noch sehr Forschungslastik war dann auch festgestellt, dass das durchaus technisch machbar ist. Ja, Sortierung zu automatisieren, hatten dann noch mal ein zweites Projekt beantragt, um da wirklich auch ein Produkt zu bauen. Und das war dann über die Green Tech-Förderung, über das Bundesministerium für Wirtschaft. Und haben dann in dem Rahmen, 2024 entschieden, daraus ein Unternehmen zu machen, das sich wirklich darauf spezialisiert, genau, Sortierung zu automatisieren, für Textilien. Und das ist nun reverse-fession. Cool, und was machst du genau bei reverse-fession? Ich mache Geschäftsführung, gemeinsam auch mit meinen Mitgründern, Paul Dörtenbach und Kasten-Puffal. Genau, das ist mal eine Rolle bei reverse-fession. Sehr gut, und heute werden ja rund 80 Prozent der Alltextilien immer noch von der Hand sortiert. Und ihr, du hast das gerade schon erwähnt, ihr wollt das jetzt automatisieren oder ihr automatisiert das schon. Gerade auch mit eueren Produkten, Line-Sort und CoSort, bringt dir eben industrielle KI-Anlagen in die Recyclinghöfe, in die Hallen. Wie würdest du mit ein bisschen weiter eintauchen? Wie genau erkennt eure KI innerhalb auch schon von wenigen Sekunden, ob eben eine alte Jeans für den Recycling auch taugt, oder ob man die dann doch ins Recycling geben muss? Ja, vielleicht erst mal zum Eingangs, ich würde sogar sagen, es ist fast 100 Prozent der Textilien, die immer noch mal immer ent sortiert werden. Das ist heute so ein Prozess, da im Prinzip mehr stufiger Prozess, das heißt, wenn die Produkte gesammelt werden, gehen die vom Container, werden die zu einem Sortiertzentrum transportiert. Dort gibt es mehr stufigen Prozess, erst mal wird sortiert eine Forseortierung, wo Müll raussortiert wird, dann wird nach Produktüb, Chains, Yappen und T-Shirts sortiert und teilweise auch Recyclingware schon raussortiert. Und dann gibt es eine Feinsortierung, wo nach verschiedenen Qualitätsindikatoren sortiert wird, von localen Reaus, über Export, bis zu Sachen, die dann trotzdem noch ins Recycling geben müssen. Das einzige, was heute schon teilweise automatisiert ist, ist die Sortierung fürs Recycling, über Specsoscopy, NER, wo die Materialzusammensetzung erkannt wird und das dann automatisch allem Recyclingkanne halt zugeordnet wird. Das ist im Prinzip der gerade in Automatisierung, den wir heute in Sortierwerken sehen. Wo wir reingehen, ist, dass wir eben nicht nur diese Sortierung fürs Recycling machen können, sondern vor allem auch Sortierung für Reauskanne. Das heißt, es geht eben nicht nur Materialzusammensetzung, sondern es geht auch darum, in welchem Zustand kommt dieses Produkt zurück? Also das heißt, wir erkennen mit unserer KI über 20 verschiedene Defektüppen, können so ein gesamtszustand des Produktes erkennen. Wir schauen uns an, was für eine Marke ist, dass wir können das Produkt ausmessen, wir können den Stil erkennen, eines Produktes auch. Ist das beispielsweise white-to-case-Stil, wir können Farben erkennen, wir können die Stoffstruktur, also ist es gewebt, ist es genitzt. Also ganz ganz viele verschiedene Attribute und auf Basis all diese Attribute kann dann die, die kann der Sortierer Regeln anlegen, welches Produkt basieren auf Attributen dann zu für welchen Kanal sortiert werden soll. Und das ist im Prinzip die Grundfunktion, wie unser Produkt funktioniert. Wir haben das dann in zwei verschiedenen Produkten integriert. Das eine ist die Line-Sort. Bei der Line-Sort ist das so, dass das Produkt auf den Förderband landet. Das fährt durch, die Sensorik durch, wir nehmen sehr hochaufgelöste Bilder von beiden Seiten des Produkts auf. Und diese auf sehr hochaufgelösten Bilder werden dann eben von unseren KI-Modellen und von der Software attributisiert und entsprechend sortiert. Und hinten raus wird das Produkt dann automatisiert über Druckloft in die entsprechende Box direkt geschossen. Das zweite Produkt ist die CoSort. Die unterstützt auch die bisherigen Prozesse, wo im Nox Manuel sortiert wird, in dem Sinne, dass es hilft, wertvolle Produkte zu finden. Das heißt, jeder Sortierer lebt davon, das ist ganze Geschäftsmodell ist darauf aufgebaut, dass Sortiere im Ware findet, die in second hand shops gehen kann, die ins Reuse geht, weil dort viel mehr Geld verdient wird, als wenn das in Recycling geht. Alles was Recycling und Verbrannung verbrannt werden muss, da verlieren Sortierer Geld, entsprechend geht es darum möglichst viele Ware ins Reuse zu bringen. Und die CoSort hilft den beispielsweise vintage Produkte zu erkennen, Produkte, die gerade im Trend legen, wertvolle Marken. So um das, was sehr schwierig zu trainieren ist, einer Person eben durch technische Unterstützung dann direkt auf dem Bildschirm angezeigt wird, Aftung hier ist ein vintage Produkt. Und wir sprechen ja auch heute, weil ihr gerade eine siebenstädiger Erweiterung eurer Pre-Siedrunde mit dem HDGF-Künder vorab geschlossen habt, erstmal herzlichen Glückwunsch dazu. Dankeschön. Und dann seid ihr ja auch gleichzeitig im Portfolio der H&M-Grupe. Und was würdest du sagen, was hat solche Branchen geganden und auch die Investoren natürlich überzeugt von euch, von eurer Idee? Wir haben ja, wir sind sehr glücklich, dass wir H&M da mit bei uns als Gesellschafter mit drin haben. Wir sind da zumal mit H&M Ventures in Kontakt gekommen, weil H&M natürlich auch in der Vergangenheit schon viele Investements gemacht hat, eben im Bereich nachhaltige Textilien. Ich glaube, wenn man sich die Strategie von H&M an anschaut, sieht man auch, dass die sehr ergeizig sind.
geziele haben um ihr gerenz des Geschäftsmodellen nachhaltiger zu gestalten in Zukunft und da haben wir sehr gut ins Pokfolio, glaube ich, reingepasst. Was noch dazu kam, ist das H&M mit Remondes zusammen, das Joint Venture gegründet hat, Lupa, das eben selber auch Altigstilien sortiert. Und da war es natürlich naheliegend, dass unsere Technologie für Lupa auch interessant ist und entsprechend waren wir dann glücklich, dass H&M entschieden hat bei uns auch mitzuneinvestieren. Dann, mit dem HTGF, das ist dann knapp ungefähr ein halbes Jahr später der Kontakt zustande gekommen, über einen anderen Investor. Und wir haben das sehr schnell gemerkt, dass das ja sehr gut harmoniert, dass der HTGF da auch wirklich das Potenzial sieht, dass wir eben auch sehen. Und die haben dann direkt gesagt, dass sie auch eine Runde selber stemmen wollen würden. Und das haben wir dann relativ schnell durchgebocksten, haben so die Pre-Cit Erweiterung jetzt im zweiten halb Jahr noch durchgeführt. Ja und wenn wir jetzt mal ein bisschen zurück schauen, auch auf eure Reise bisher, auf deine persönliche natürlich auch. Was würdest du sagen, weil es interessiert unsere Hören und Hörer auch immer sehr was war, so bei der Entwicklung der KI, vielleicht auch die größte Herausforderung, weil wenn ich mir das jetzt gerade so vorstelle, wie unterschiedlich Ja Mode ist, wie unterschiedlich Kleidungsstücke aussehen, Zerknitter, Dreckig komplett gebraucht in ganz verschiedenen Zuständen. Was würdest du sagen, war bis jetzt so die größte Herausforderung für euch auf dieser Seite, aber dann auch gleichzeitig das größte Learning, was du daraus gezogen hast. Also technisch würde ich sagen, wir hatten zwei sehr große Herausforderungen. Das eine ist, du musst erst mal eine Hardware haben, die in der Lage ist, sehr hoch aufgelöste Bilder von beiden Seiten des Produktes ohne Schattenwürfe zu machen. So dass du eine Grundlage hast, dass eine KI überhaupt mit diesen Bildern arbeiten kann. Also und da zum Beispiel zu gehen, nennen am Anfang war das gerade auch, wenn man mit sehr hohen Geschwindigkeiten arbeitet. Wir sind inzwischen in der Lage, mit zweieinhalb Meter pro Sekund, eine pro Sekunde, die Förderbänder zu fahren, dann hast du sehr schnell Schattenwürfe auch, wenn das Produkt nicht komplett flach drauf liegt, z.B. dass ein bisschen höher ist, hast du Schattenwürfe und das misinterpretiert die KI dann oft, beispielsweise als ein Loch, wenn du da einen Schatten hast. In sprechen brauchst du wirklich perfekte Bilder, und da hatten wir ja viele Eterationen, wir haben inzwischen schon die vierte Generation der Hardware, die jetzt aber wirklich auf einem sehr, sehr guten Stand ist und da wird es auch nicht mehr so große Änderungen dran geben. Und ja, das war erstmal die Grundlage. Wir haben aktuell, ich kenne kein anderes Hardware-System auf der Welt, dass in der Lage ist solche Bilder, einen Suchaufgelöster, Auflösung zu machen in der Geschwindigkeit und auf der Basis haben wir dann die KI-Modelle gebaut und dort ist wiederum die Herausforderung, wenn du beispielsweise Defecterkennung, trainieren willst mit KI-Modellen. Das geht erst mal nicht einfach, dass du dir online da ein paar Bilder zusammen scrapest und damit, dass ja trainierst, weil es online auch fast keine Bilder gibt, die irgendwie Defecte haben, weil in der Regel wird neu wahrer verkauft. In sprechen muss, war mir da sehr glücklich, dass wir mit Remondis, gemeinsam im Forschungsprojekt waren, wo Remond ist dann auch für uns im Zweischichtbetrieb, da wirklich Mona-Tellan-Produkte durch unsere Maschine geschoben hat, getrennungsbilder hatten, die wir annotieren konnten und so unsere Modelle Schritt-Verschritt aufbauen konnten. Und sind auch da jetzt sehr glücklich, es gibt kein anderes KI-Modell, das so gut in der Lage ist auf der Welt, im Defecte zu erkennen wie unsere. Das heißt, man kann hier nicht einfach hingehen und irgendwie Klo oder Jet-Ship-It-Modelle nutzen, die sind nicht in der Lage, es zu tun und wären auch viel zu teuer und zu aufwendiger, das heißt, du möchtest viel zu viel Strom auch benötigen, um da Entscheidungen zu berechnen, plus die die Entscheidungsqualität wär viel, viel schlechter als bei uns. Und wenn du jetzt zurückblickst, nomm auf die Reise und sagen, das war das größte Learning, was ich so mitgenommen habe oder was wir mitgenommen haben und was du vielleicht auch weitergeben können. Da würde ich vielleicht eine Ebene höher am Antworten und sagen, es gibt in jeder Star-Lap-Story auf, ja, das ist einfach eine Achterbahn, es geht auf und ab und ihr hatten auch Situationen gerade, als wir Revertsfession ausgegründet haben, und wir erst mal noch keine Finanzierung hatten, aber ein Prinzip Teil des Teams auch übernehmen wollten, ein Prinzip darauf, eine Wand zugefahren sind. Und wir sind halt immer dran geblieben, wir haben dran geglaubt und wir haben es dann am Ende auch geschafft, investoren auch zu finden, die unsere Vision geteilt haben und mit uns dran geglaubt haben, dass wir das schaffen können und da würde ich jeden ja raten, wenn man wirklich dran glaubt und ja, dass auch gut recherchiert hat und gut begründen kann und dann auch gut kommunizieren kann, dann wird man auch Partner finden, die mit einem diesem Weg gehen und man wird auch im Team Leute finden, die eben dran glauben und da bin ich auch beispielsweise sehr dankbar, dass wir wir haben heute einen Team von 12 Leuten, wir haben noch ja, das sind alle komplett dabei geblieben, wir haben im letzten zwei Jahren kein Team geklid mir verloren und ja, das zeigt, dass das alle dran glauben, was wir machen. Cool, ja, du hast ja gerade schon das Team erwähnt, da würde ich noch mal ein bisschen tiefer einthauchen wollen und zwar wie genau, ihr seid ja im Gründertim zu dritt, soweit ich das richtig gelesen habe, recht mit dem Dr. Kastn Pufal und dem Paul Dürtenbach, wie hast du denn die beiden kennengelernt und warum würdest du sagen, funktioniert das so gut, warum ergänzt du euch so gut? Ja, wir sind wirklich sehr komplementär zueinander aufgestellt, was wahnsinnig hilfreich ist in so einem Gründungsteam. Ich hatte Kastn durch einen privaten Kontakt, 2019 quasi kennengelernt durch dieses Forschungsprojekt, das wir dann gemeinsam eingereicht haben mit der technischen Öster Berlin, er war da Forschungsgruppen leiter und es den sprechen, seit von Anfang an als technischer Direktor oder CTO mit dabei, da zum anderen noch in der Rolle an der Universität inzwischen bei uns im Team, bei Riversfession. Genau, so arbeiten wir also von Anfang an an der Technologie und Paul Dürtenbach habe ich über Circlerfession noch kennengelernt, weil wir da eben uns dann angeschaut haben, ja, wie funktioniert eigentlich dieses Sortierindustrie haben auch selber eben schon mal angefangen da etwas zu entwickeln und Paul Dürtenbach war zu dem Zeitpunkt Geschäftsführer der Firma I-Collect. I-Collect ist die Firma, die dieses Retturnsystem aufgebaut hat, wo du beispielsweise, wenn du bei H&M wahre zurückgegeben hast, also altigst dich zurückgegeben hast, dann hat das I-Collect abgewickelt und hat die wahre Abgeholt und sortiert und so weiter. Den sprechen kann der die Industrie in und auswendig und wir haben uns sehr sehr gut verstanden und in einem Tag hat mir dann Paul erzählt, dass das Unternehmen verlässt und das war dann meine Chance ihn zu fragen, ja, das war gerade der Zeitpunkt, wo wir dann auch reverse-fession gegründet haben, ob er da Interesse hätte mit uns mit zugritten. Dummerweise hat er zu dem Zeitpunkt schon mal immer anderen Staddab unterschrieben. In der anderen Branche hat dann aber relativ schnell gemerkt, dass sein Herz wirklich an Textilien hängt, dass er dieses Problem lösen will in seinem Leben und entsprechend ist er nach einem Jahr dann zurückgekommen, hat mit uns gemeinsam gekründet. Ja und du hattest vorhin ja auch schon kurz mal ein Partner von euch angesprochen, Remondes. Wie würdest du sagen, wie wichtig ist zusammenspiel auch aus klärklassischen Entsorgungsunternehmen auf der einen Seite aber auch Forschung und Modellbrans auf der anderen, damit eben die Kreislaufwirtschaft, von der du auch schon gesprochen hast, überhaupt so funktionieren kann in eurem Bereich. Ja, waren sie nicht wichtig, also ohne das hätte es einfach nicht funktioniert und das war mir auch von Anfang an wichtig, dass wir mit Partnern aus der Industrie zusammenarbeiten. Remondes war dann eben der Partner für das FashionSort AI Projekt, das eben durch die GreenTech Linie gefördert, wird immer noch jetzt bis Ende September dann läuft das Projekt die Förderung aus. Und das hat uns halt zum einen erlaubt wirklich direkt von denen zu lernen, was wie muss das Produkt aussehen, damit die das am Ende einsetzen können, aber auch es hat uns geholfen Trainingsdaten zu kriegen, um unsere KI-Modelle anfangen zu trainieren. Und auf der anderen Seite ist natürlich auch wichtig, genau auch mit denen in Kontakt zu sein, die das Produkt am Ende verkaufen, also die Abnehmer der Sortierer, weil wir müssen ja den Sortierern helfen, das perfekte Produkt zu sortieren für ihre Abnehmer entsprechend ist auch dieser Kontakt super wichtig und wir sind da glücklicherweise, ich jetzt dadurch, dass ich seit neun Jahren in der Branche bin, relativ gut vernetzt, aber auch durch Paul Dörtenbach, der die Industrie in nun aus, wenn die kennt, auch sehr, sehr gut vernetzt ist, haben wir da wirklich eine Luxus-Situation und haben direkt vom Markt gelernt. Dazu wäre, sie mir natürlich auch dankbar, es wäre im Anfang gerade das mit der TU Berlin auch und auch mit der Freien Universität Berlin, das entwickeln konnten, das war am Anfang extrem wichtig, jetzt sind wir froh, dass das ganze TU-Team auch zu uns wechselt und bei Revers Fashion arbeitet, das heißt da geht kein Wissen verloren, das war super wichtig und zu guter Letzt, glaube ich, es ist auch wichtig, dass es im Deutschland und auch in Europa einiges an Förderung gibt, um solche nachhaltigen Entwicklungen auch anzustoßen und ich glaube, wenn wir von Anfang an nur auf Investorengelder angewiesen wären, wäre es deutlich schwieriger gewesen, so was zu bauen, so hatten wir, wir hatten mehrere Millionen Euro, die wir durch Förderung bekommen haben und das Das war die Grundlage um.
die ganzen Grundlagenentwicklungen zu machen. Und später als wir dann wirklich was vorzeigen konnten, wurde das Ganze auch für Investoren interessant. Und entsprechend sind wir auch da dankbar, dass es in Deutschland diese Grundlage gibt. Ja und wenn wir jetzt mal den Blick so ein bisschen von euch wegnehmen und ein bisschen mehr auf den Markt schauen, auf die Konkurrenzsituation, wie würdest du das beschreiben? Wie sieht es gerade aktuell bei euch aus mit der Marktsituation und auch mit der Konkurrenzsituation? Ich denke dafür auch, gerade beim Im-Recycling und durch Regulierung, durch die europäische Union zum Beispiel, ja, wie sieht die Situation aktuell aus? Ja, da gibt es viel Bewegung in den letzten Jahren, gerade von der EU-Seite auch, aber auch international. Also wenn wir erstmal so auf Gesetzes-Eben uns anschauen, hat die EU beispielsweise ab 2025 eine Getrentherfassung von Textilen als separaten Abfallstrom bestimmt, das heißt alle EU-Mitgliedstaaten müssen eine getrennte Erfassung aufbauen. Das heißt, wir sind in Europa aktuell bei einer Erfassungsrate von, gezahlen, in ein bisschen auseinander, aber irgendwas zwischen 30 und 35 Prozent der Produkte, die auf dem Markt kommen wir danach auch wieder gesammelt. Im Vergleich Deutschland sammelt heute schon ca. 64 bis 65 Prozent der Ware. Das heißt, wir werden jetzt ein Gesamt Europas sehen, dass diese Sammelkoten hochgehen. Schätzungen zum Beispiel von McKinsey gehen davon aus, dass sich die Sammelkoten wahrscheinlich mehr als verdoppeln werden. Das heißt, wir müssen auch neue Kapazotierkapazitäten aufbauen, um das alles sortieren zu können. Dazu kommt, dass die erweitete Produzentenverantwortung auch bis 20/28 eingeführt werden muss. Das heißt, dass die im Verkehrbringer eine Gebühr zahlen, damit die Produkte am Ende dann auch wieder sortiert, recycelt, reused werden, wovon die Altextisortierer dann profitieren werden. Das ist ein bisschen grundsätzlich nochmal ungelndste Gewählt worden, weil die getrennte Fassung kamen, bevor das zusätzliche Geld kamen. Das heißt, das fach über die Sortiere erst mal ganz schlecht. Deshalb gibt es gerade eine große Krise da auch in der Altextisortierung, weil die haben auf einmal sehr viele schlechte Ware auch bekommen, weil es nicht mehr davor war, dass ein Prinzipenspendensystem, wo man nur die beste Ware gespendet hat. Und auf einmal war das ein Abfallstrom, wo auch die Kapute Ware abgegeben wurde. Und ich hatte sie am Anfang schon mal gesagt, ein Sortierer lebt nicht davon, von der Kaputenware, damit verdient verlieren die Geld. Und entsprechend ist da das gesamte Geschäftsmodell ins Wanken gekommen. Das wird wieder funktionieren, wenn die getrennte Fassung gut eingeführt ist und die dann auch Geld kriegen, um auch Abfallverwertung zu machen, beziehungsweise Recycling dann eben, dann wird das wieder funktionieren. Und wir sind da gerade dazwischen drin, wie ich gesagt habe in einigen Staaten ist jetzt die Erweiseproduzentenverantwortung, beispielsweise in Holland, auch schon eingeführt worden. Das sieht man schon wieder Verbesserungen und ja Deutschland wird wahrscheinlich 20, 28 folgen. Vielleicht schaffen sie es auch ein bisschen früher, 20, 27. Das wäre gut. Und dann wird aber auch sehr viel neues Geld auf dem Markt kommen. Und es muss eben Kapazität aufgebaut werden. Das gleiche passiert übrigens auch in Kalifornien, wo auch erweitete Produzentenverantwortung gerade eingeführt wird. In sprechen, ja, sind die Zukunftsaussichten sehr gut. Aktuell ist es noch alles ein bisschen Krise, aber in Zukunft wird das auf jeden Fall deutlich besser. Bezüglich Konkurrenzsituationen, ja, es haben sich einige auf den gleichen Weg gemacht wie wir, um ähnliche Produkte zu entwickeln. Wir gibt beispielsweise ein Unternehmen aus Belgien, das mir da weniger das gleiche entwickelt wie wir. Aus unserer Sicht sind wir aktuell in der von der technischen Entwicklung klarführend, das wurde uns auch so gespiegelt, weil wir auch mehrere Tests mit Sortierern gemacht haben und uns dann gespiegelt wurde, dass unsere Technologie da am besten abgeschnitten hat. Aber wir wissen natürlich, dass bleibt ein enges Rennen und die anderen werden auch alles dafür tun, um versuchen zu uns aufzuschließen. Ja und du hattest die Zukunft, der vorhin schon einmal kurz erwähnt. Jetzt vielleicht mal auf eure persönliche Zukunft zum Abschluss geschaut. Wie würde es zu sagen, wenn wir jetzt noch mal in drei Jahren sprechen würden? Wie hat sich Reversefession entwickelt und wo steht ihr dann und was sollte ihr bis dahin erreicht haben? Ja, ich würde es ein bisschen aufteilen zeitlich. Also kurzfristig, wir haben jetzt dieses Jahr eben den Markt antritt bei uns gestartet. Wir sind aktuell mit sehr, sehr vielen Unternehmen in Verhandlungen, um diese Technologie zu implementieren. In sprechen ist unser kurzfristiges Ziel, in ab des nächsten Jahres, da bei mehreren Sortierern jetzt die Produkte zu installieren. Wir sind aktuell schon bei vier Sortierbetrieben auch schon installiert mit unserer Technologie. Und dazu sollen, dass sollen auch möglichst viele dazukommen bis einem in einem Jahr, wo wir dann auch noch mal eine siehtrunde durchführen möchten. Wenn wir über den Zeitraum über drei Jahre schauen, dann haben wir jetzt auch durch diesen Markt ein Tritt sehr viel anfragen aus auch ja anderen UseCases bekommen. Beispielsweise Industriewäsche, aber auch Qualitätskontrolle von Neuware und so weiter, wo wir viele weitere Potenziale sehen, die wir erschließen können. Und dann möchten wir natürlich die Potenziale, die unsere Technologie hat auch in dem Zeitraum erschließen. Plus, wir sehen auch eine Möglichkeit, die Sortierer auch vertikal zu unterstützen in der Vermarktung dieser Textile, weil wir in der Lage sind, diesen kompletten Feedsock zu digitalisieren, vorzubereiten für Recomers, also den Onlineverkauf, wo im Prinzip auch, auch wenn man das im Balkverkauf, dass in großen Mengen dem Abnehmerchen zeigen kann, was eigentlich drinsteckt. Das war bisher alles nicht möglich. Also wir können ja viel mehr Transparenze im Markt schaffen und entsprechend auch die Vermarktungssituation für Textil-Sortierer unterstützen. Du suchst ein Job in der Start-up-Szene? Dann schau auf Jobs.startup-Binnestrich-Inzider.com. Dort findest du Jobangebote von über 1000 Start-up-Skaylabs und Digitalunternehmen, von AV-Amersen, über HIV-Hello-Fresh bis ZZ-Vizellando. Egal, ob Berufsinstieg, Praktikum oder Werkstudenten-Job, dein nächster Start-up-Job wartet auf dich. Jobs.startup-Binnestrich-Inzider.com. Kennst du schon unsere newsletter Start-up-Inzider Daily? Erzähl zu dem beliebtesten Newslettern der deutschen Start-up-Szene. Jeden Morgen um 7 Uhr bekommst du die wichtigsten Nachrichten und Investments aus der deutschen und internationalen Start-up-Welt in deine Inbox. Für viele Gründerin, Gründer und Investoren ist Start-up-Inzider Daily, daher festerteil der Morgenroutine. Mario, vielen, vielen Dank für diese tollen und tiefen Einblicke in eure Reise mit Reverse-Fashion. Viel Erfolg für die nächsten Schritte nach dieser tollen Investmenterweiterung und bei allem, was noch kommt. Und das war es auch schon wieder mit dieser Folge von Early Stage. Wenn ihr wissen wollt, welche Gründerin und Gründer als nächstes die deutsche Szene aufmischen, dann lasst uns unbedingt ein Abo da und bewertet den Podcast. Mein Name ist Lucas Lehmann. Tschüss und bis bald. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Reverse Fashion automatisiert die Altkleider-Sortierung mit KI-gestützten Anlagen, die Kleidung auf Förderbändern in Sekunden nach Material, Zustand und Defekten analysieren.
Aktuell werden fast 100 % der Alttextilien manuell sortiert; Reverse Fashion bietet zwei Produkte: Line-Sort (vollautomatisch) und CoSort (Unterstützung für manuelle Sortierung).
Das Startup hat eine siebenstellige Pre-Seed-Erweiterung vom High-Tech Gründerfonds (HTGF) erhalten und ist im Portfolio der H&M-Gruppe.
Die größte technische Herausforderung war die Entwicklung einer Hardware für hochauflösende, schattenfreie Bilder bei hohen Geschwindigkeiten sowie das Training der KI mit realen Defektbildern.
Gründer Mario Osterwalder betont die Bedeutung von Partnern wie Remondis und Forschungseinrichtungen (TU Berlin, FU Berlin) für Daten und Marktzugang.
Summary:
Reverse Fashion, gegründet von Mario Osterwalder, Paul Dörtenbach und Karsten Pufal, revolutioniert die Altkleider-Sortierung. Derzeit werden nahezu alle Textilien manuell sortiert, was ineffizient ist. Das Berliner Deep-Tech-Startup setzt auf KI-gestützte Sortieranlagen, die Kleidungsstücke auf Förderbändern innerhalb von Sekunden nach Material, Zustand, Marke und Stil analysieren.
Mit den Produkten Line-Sort (vollautomatisch) und CoSort (Assistenz für manuelle Sortierung) werden über 20 Defekttypen erkannt und eine präzise Kanalzuweisung für Wiederverwendung oder Recycling ermöglicht. Dies steigert die Sortierkapazität um 40 %. Die Technologie überzeugte Investoren wie den HTGF und H&M Ventures, die in eine siebenstellige Pre-Seed-Erweiterung investierten.
Osterwalder betont die zentralen Herausforderungen: die Entwicklung einer speziellen Hardware für schattenfreie Bilder bei 2,5 Metern pro Sekunde und das Training der KI mit realen Defektdaten, die nur durch Partnerschaften mit Remondis und Universitäten möglich waren. Ohne Fördergelder und Branchenkontakte wäre der Fortschritt nicht realisierbar gewesen. Das Team von zwölf Personen, das seit zwei Jahren stabil ist, treibt die Vision einer Kreislaufwirtschaft für Textilien voran.
FAQs
Reverse Fashion ist ein Berliner Deep-Tech-Startup, das KI-gestützte Sortieranlagen für Altkleider entwickelt. Die Anlagen erkennen Kleidung auf dem Förderband sekundenschnell nach Material und Zustand und sorgen für 40 % mehr Sortierkapazität.
Die KI erfasst hochauflösende Bilder von beiden Seiten des Kleidungsstücks und erkennt über 20 Defekttypen, Marke, Stil, Farbe und Stoffstruktur. Basierend auf diesen Attributen wird das Produkt automatisch in Boxen für Wiederverwendung oder Recycling sortiert.
Es gibt zwei Produkte: LineSort, eine vollautomatische Anlage, die Kleidung per Druckluft sortiert, und CoSort, das manuelle Sortierer unterstützt, indem es wertvolle Produkte wie Vintage oder trendige Marken erkennt.
Zu den Investoren gehören H&M Ventures und der High-Tech Gründerfonds (HTGF). H&M ist auch strategischer Partner, da es mit Remondis das Joint Venture Lupa für Altkleidersortierung betreibt.
Das Team besteht aus Mario Osterweider (Geschäftsführung), Dr. Kastn Pufal (CTO) und Paul Dörtenbach. Sie ergänzen sich durch Erfahrungen in Kreislaufwirtschaft, KI-Forschung und der Textilsortierindustrie.
Eine große Herausforderung war die Hardware: Hochauflösende Bilder ohne Schattenwürfe bei hohen Geschwindigkeiten zu machen. Zudem gab es kaum Trainingsdaten für Defekte, sodass das Team mit Remondis zusammenarbeitete, um echte Altkleider zu scannen und zu annotieren.
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