Krankenhäuser im Dialog - Folge 45 (mit Dr. Jakob Florack)
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In dieser Podcast-Folge der Deutschen Krankenhausgesellschaft spricht Vorsitzender Gerald Gaß mit Dr. Jakob Florrag, Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie am St. Joseph-Krankenhaus in Berlin, über das Thema Mediensucht. Dr. Florrag berichtet, dass er schon früh in seiner Ausbildung bemerkte, dass digitale Medien im Alltag junger Menschen eine große Rolle spielen, aber in der Psychiatrie oft ausgeklammert wurden. Daraufhin gründete er 2015 eine spezielle Sprechstunde für Videospiel- und Internetsucht.
Zur Frage nach der Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern erklärt Dr. Florrag, dass dies sowohl auf eine erhöhte Aufmerksamkeit als auch auf eine tatsächliche Zunahme zurückzuführen sei. Er führt dies auf gesellschaftliche Veränderungen zurück: Familien als polyfunktionale Systeme (die mehrere Rollen übernehmen) stehen unter Druck, während Schulen und Kitas oft nur monofunktional ausgerichtet sind und nicht genug Unterstützung bieten. Dies führe dazu, dass schwere Fälle chronisch werden und in Kliniken landen.
Bei der Definition von Social-Media-Sucht betont Dr. Florrag, dass der Begriff "sozial" irreführend sei, da es oft um exzessives Konsumieren von Videos ohne soziale Interaktion gehe. Die Sucht äußere sich durch Kontrollverlust, Priorisierung vor anderen Lebensbereichen und fortgesetzte Nutzung trotz Problemen. Stationäre Behandlungen seien nur als kurze Unterbrechung sinnvoll, um Abstinenz herzustellen, da die eigentliche Therapie besser in teilstationären oder ambulanten Settings gelingt, wo die intrinsische Kontrolle wieder aufgebaut werden kann.
[Musik] Krankenhäuser im Dialog, der gesundheitspolitische Podcast der DKG. Ausführlich, konstruktiv, kontrovers, aber aus spannend und accessener. Herzlich willkommen zu unserer neuen Podcast Ausgabe. Mein Name ist Gerard Gas. Ich bin der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Heute habe ich Herrn Dr. Jakob Florrag zu Gast. Florrag ist Chefarzt, der Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie am St. Joseph-Krankenhaus hier in Berlin. Er ist verantwortlich für viele Themen, bekannt in der Öffentlichkeit und als besondere Spezialität. Er hat eine Sprechstunde für Medienabhängige Jugendliche eingerichtet und auch dazu ein Behandlungskonzept entwickelt. Das Thema Medien sucht, soll heute auch im Mittelpunkt unseres Gesprächs stehen. Herzlich willkommen, Herr Florrag. Schön, dass ich da sein darf. Danke für die Einladung. Ich freue mich auf das Gespräch. Ich war in meiner Vergangenheit auch mal sozusagen in der Psychiatrie beschäftigt in Anführungszeichen als Geschäftsführer eines psychartlichen Trägers. Der neben erwachsenen Psychiatrie auch Kinder und Jugendpsychiatrie in seinem Portfolio hatte. Von daher ist mir das Thema gar nicht so fremd. Aber für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer ist es natürlich wichtig, dass wir sie erst mal ein bisschen vorstellen. Und das machen sie am besten selbst. Sie können sich am besten vorstellen. Was hat sie zur Psychiatrie gebracht? Zu Kinder und Jugendpsychiatrie? Was hat sie zu diesem Schwerpunkt gebracht? Und wie ist die Alltag sozusagen ihrer Arbeit am St. Josephs Krankenhaus hier in Berlin? Ja, das mache ich sehr gerne. Ich bin gebürtiger Berliner und habe es nur einmal aus Berlin rausgeschafft zum Studium, wenn ich nach Göttingen gegangen und habe da fünf Jahre vorwärt und bin dann aber wieder zurück nach Berlin gekommen. Und wollte eigentlich Kinderarzt werden und habe dann festgestellt in meinem praktischen Jahr, dass man als Kinderarzt doch relativ wenig Zeit direkt mit dem einzelnen Kind verbringt immer nur sehr kurze Episoden hat. Und das, was mich eigentlich daran gereizt hat, nämlich in Kontakt mit Familien zu gehen, den Kindern und Jugendlichen Hilfe anzubieten, auch Beziehungen anzubieten. Da habe ich gemerkt, dass ich das in der Kinderherkunde so nicht finden würde und habe dann zum Glück über einen guten Freund bekannten, der damals im St. Josephs Krankenhaus als Oberarzt gearbeitet hat, die im Fehlungen bekommen wir die Kinder und Jugendpsychiatrien doch mal anzuhucken. Dann bin ich aber nicht direkt im St. Josephs Krankenhaus gelandet, sondern ebenfalls in Berlin, im Vivantes Klinikum, im Friedesheim, wo ich ausgebildet worden bin. Und da kommt jetzt schon der erste Bogen, der gespannt werden kann zu Social Media. Nämlich habe ich dort schon relativ früh in meiner Zeit als Arzt in Weiterbildung festgestellt, dass das Thema digitale Medien für Kinder und Jugendliche eine sehr große Rolle spielt in der Lebenswirklichkeit im Alltag. Und aber in der Psychiatrie, in der Kinder und Jugendpsychiatrie, die sich ansonsten Mühe gibt, alle Lebensbereiche ausreichend zu betrachten, sich mit schulischen Dingen auseinander sitzen, Familienprobleme auseinander sitzen. Diesen digitalen Raum weitgehend ausgespart hat zumindest, war das meine Beobachtung. Und um das zu verändern, habe ich würde ich aus heutiger Sicht sagen, ein bisschen mutig mit einem Kollegen zusammen gesagt, wir können jetzt einfach eine Sprechstunde für Videospiel- und Internet-Appähigkeit. Wir machen ein Flyer und gucken, was dann passiert, weil es damals auch wenig Vorbilder gab. Es war 2015, da gab es einfach für den Kindern-Jungenbereich keine solche Angebote, die mir zu dem Zeitpunkt bekannt waren. Und dann haben wir angefangen, uns mit diesem Thema intensiv auseinanderzusetzen und haben das als sehr fruchtbar entfunden und festgestellt, wenn wir uns diesem Thema digitale Medien-Nutzung mit Kindern und Jugendlichen nähern, erfahren wir ganz viel, was wir nicht nur für diesen spezifischen Bereich. Wir wollen eine Abhängigkeit zur Erkrankung behandeln, sondern auch für das übliche, für die übrige Behandlung und für die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen nutzen konnten. Bevor wir da noch die Verein steigen, was wir auf jeden Fall gleich machen wollen, will ich den Bogen der Kinder und Jugendpsychiathe noch mal ein bisschen weiter spannen für einen Moment. Man liest seit Jahren immer wieder in den Medien das psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen tendenziell zunehmen. Das ist ja wahrscheinlich nicht nur bezogen auf das Thema Medien sucht, mag aber vielleicht da eine ganz besondere Rolle spielen. Aber zunächst mal die Frage an Sie. Alleben Sie das hier in Ihren Ertätigkeit auch gibt es mehr Betroffenheit, eine größere Betroffenheit oder ist es vielleicht so, dass man mittlerweile eine höhere Aufmerksamkeit auf Fälligkeiten hat und die dann auch entsprechend möglicherweise diagnostiziert werden, was früher so nicht der Fall war. Wie ordnen Sie diese Meldungen ein, immer mehr Kinder und Jugendliche Erkrankungen an psychischen Leiden oder sind in bestimmter Weise betroffen? Wie ordnen Sie das ein? Ich denke, dass es eine Mischung aus beiden ist, was Sie gerade als hypothesenen Raum gestellt haben, aber der größeren Awareness Aufmerksamkeit im Thema gegenüber, aber eben auch eine tatsächlich höheren Betroffenheit. Und ich glaube, beide Aspekte sind von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten und haben vor Nachteile, also die erhöhte Aufmerksamkeit ist erstmal so fänden, was positives als das psychische Erkrankung zum Beispiel zu meinen Erlebnis, insbesondere bei jüngeren Menschen weniger stigmatisiert waren, sind als sie es noch zu, zum Beispiel meiner Jugendzeit in den 80er-90er-Jahren waren. Und da dem so ist, ist es verständlich, dass ich mehr Kinder und Jugendliche auch damit beschäftigt, könnte ich eine psychische Erkrankung haben, die Eltern sich damit mehr beschäftigen. Der Nachteil, den ich auf diese Weise sehe, ist, dass sich Menschen Hilfsangebote suchen, die das früher vielleicht nicht getan hätten, bei leichtgradigen psychischen Erkrankungen und damit eben auch ein höhere Versorgungsdruck auf diese Systeme besteht. Und dann insbesondere diejenigen, Familien, die in den schlechteren Zugang ohnehin immer schon gehabt haben, die nicht wissen, was ein Kinder- und Jugendpsychatorscher dienst ist, die nicht wissen, was die KV ist. Die werden sehr schwer größere Schwierigkeiten als bisher haben, in das Versorgungssystem zu gelangen. Und das sehen wir natürlich insbesondere aus Sicht der Kliniken, weil dann die schweres Betroffenen, die lange Zeit auch nicht oder unzureichen behandelt worden sind. Und bei den dann chronische und progradiente Verläufe zu erwarten sind, die landen insbesondere bei uns in den Kindern Jugendpsychatorschen kliniken. Und das wissen sie als in der Psychiatrie, immer als tätiger Mensch, wahrscheinlich auch diejenigen, die schon eine chronische Erkrankung hinter sich haben oder einen chronischen Verlauf hinter sich haben, sind umso schwerer dann wieder zu behandeln, kurativ zu behandeln, sodass eine vollständige Rehabilitation möglich ist. Es gibt auch die Hypotese, ich bleib noch mal auch ein bisschen bei der Frage, was sind auch vor Ursachen. Sie haben ein wichtiges Thema angesprochen, nämlich das Verhält ist so den schweren zum Teil dann auch chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen und den Erkrankungen, wo man sagt, okay, das ist sind zwar auch Aufwendigkeiten, aber da hätte man in der Vergangenheit vielleicht nicht gleich mit professionellen Erhilfe, so habe ich sie verstanden, so intensiv eingekreffen. Es gibt auch die Hypotese, die da sagt, ja, früher, das ist immer so schön, früher war alles besser, aber früher hatte man mehr, nenne es jetzt mal so Familienverbünde, die dann manches auch stärker aufgefangen haben, vielleicht auch soziale Gruppen in Kinderbetreuungseinrichtungen in Schulen, wo auch so das miteinander vielleicht auch noch mal ein etwas anderes war, wo jemand, der vielleicht so ein bisschen auffällig war, dann Unterstützung auch zahmball mal so aus dieser Situation herausbekommen hat. Und deswegen dieser Schritt zu professioneller Hilfe, in dem Maße gar nicht erforderlich war, also Thema andere Familienstrukturen in der Vergangenheit, im Vergleich zu heute und vielleicht auch andere Strukturen im Miteinander der Kinder und Jugendlichen. Spiel das irgendeine Rolle oder ist das eine Hypotese, die vielleicht populär ist, aber nicht valide? Doch meiner Erfahrung nach, spielt es eine große Rolle, ich würde, wenn sie es mir verzeihen, ganz kurz in die Sozologie machen, es gibt einen Sozilogen, aus dem Ruge bietet sich intensiv mit Kinderrechten und im Leben von Kindern beschäftigen, der aller dien Elma Falani, Kinder, Minderheit ohne Schutz, das ist ein sehr Bücher, was er mit daraus gegeben hat. Und da will ich einen Konzept aufgreifen, das glaube ich hilfreich ist für die Betrachtung, für das Leben von Kindern Jugendlichen, heutzutage und auch für die folgen-fimpsychische Erkrankung, der unterscheide zwischen Poly und Monofunktionalen Systemen und sagt halt die Familie ist traditionell ein Poly-Funktional-System, das heißt für unser Kinder, übernehmen wir als Eltern, vielleicht auch als große, alter-n-Unkel, eben mehrere Rollen, wir sind dazu hilfreich, Gefühle zu verstehen, wir sind dafür hilfreich mit Essen und Kleidungen etc. Und Kleidungen etc. zu versorgen und dann gibt es andere Systeme und die sind zumindest in Deutschland stark Monofunktional gedacht, das heißt wenn ich dann in eine Bildungseinrichtung übergehe, dann ist der Diskurs in Deutschland aus meiner Sicht sehr davon geprägt, dass man sagt wir machen nur eins, die Kitas, während sich dem daneben nach sehr gegen Bildungsaufträge, die sagen wir sind Betreuung, stätte wir wollen noch keine Bildung machen, Leistungsgedanke kommen früh genug. Die Schulen sagen wir sind Bildungs-Einrichtung und unterrichten gehört es Faust, aber nicht so sehr Dinge wie Medien oder weiter gefasst Lebenskompetenz. Und das ist der eine Aspekt, dass es quasi diesen Übergang eigentlich der schon erschwert ist von diesem Poly-Funktional-System in immer stärker geforderte, aber darauf nicht ausgelegte Monofunktionale-Systeme und warum sind die stärker gefordert?
weil Eltern heutzutage mehr unter Druck steht, nicht die Quote von Familien, wo beide Eltern Teile erwärbt, tätig sein müssen, wird immer höher. Das heißt, dieses Polyfonzonal der Familien nimmt ab. Und gleichzeitig gibt's nicht genug Polyfonzonales im System, Schule, Kita, etc. Das wirkt sich natürlich erheblich drauf aus, wenn man sagt, eine dieser Funktion ist eben auch die Begleitung bei mentalen Problemen. Wer soll das tun, wenn die Familien es nicht mehr können und die anderen Systeme nicht drauf ausgelegt sind? Ich glaube, das ist ein Mitverursacher für das, was ihr angesprochen haben, nämlich die Zunahme der psychischen Erkrankung. Und wie kann das in Jugendalter? Also sehr interessant. Und kann man tatsächlich davon sprechen, dass diese Entwicklung, das wir dort mehrpsichliche Erkrankungen jetzt sehen, ein Stück weit auch mit den gesellschaftlichen Entwicklungen zusammenhängt, die sie da ja beschrieben haben. Ja, vielen Dank für diese Einordnung. Ja, jetzt wollen wir uns mal etwas tiefer sozusagen mit ihrem Spezialgebiet auch beschäftigen Social-Media-Such. Das ist ja auch so ein wunderbares Schlag vorzuehliberverboten gesprochen. Das ist ja in aller Munde Eltern machen sich Sorgen. Man beobachtet zum Teil. Ich bin hier viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das erstens mal die Abhaxen sowieso nur noch auf ihr Handy gucken. Es wird sich kaum noch unterhalten in der S-Bahn oder in Bus. Aber selbst dort, wo familien unterwegs sind, also Familien mit kleinen Kindern, sitzen die Eltern da, gucken auf ihr Handy, die Kinder erleben. Das, wenn sie nicht selbst sogar schon Handy in der Hand haben. Also da hat sich ja massiv etwas verändert. Und dass das nicht ganz ohne Wirkung bleibt, mussten wir alle befürchten. Was sind so ihre Beobachten? Also was ist Social-Media-Sucht? Wo beginnt wirklich Sucht? Und was bedeutet das dann in der Ausprägung für das betroffene Kind, für den Jugendlichen? Ich freue mich, dass sie bei der Aufzählung mit den Eltern angefangen haben. Weil ich die Debatte, und das würde ich gerne einleitend sagen, Moment insofern mache ich mal problematisch erlebe, als dass es ein bisschen die Fragestellung ist, wie stark, wie sehr müssen wollen. Wir unser Kinder- und Jugendlichen drang salieren. Und da aber aus den Augen verlieren, dass es erwachsene betrifft. Und nicht nur diejenigen, die große Schwierigkeiten im Leben haben, vielleicht darf ich an den Knoten noch mal beginnen. Ich bin grad mit dem Fahrrad-Tehergekommen in der Charité, die Würchoklinik um vorbeigefahren, wo ich promoviert habe und habe an der Kollegin aus meiner Arbeitsgruppe der Pediatrie eigentlich gesehen und wollte sie grüßen, aber ich konnte sie nicht grüßen, weil sie grad auf ihr Handy geschaut hat. Und das ist eine Person, von der ich weiß, dass sie gut im Leben steht und gut funktioniert. Das heißt, das betrifft nicht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, sondern sehr viele Menschen. Und jetzt würde ich gerne noch mit einleitend, weiteren einleitend noch was sagen zu dem Social-Media-Begrift, weil ich den nämlich problematisch finde, zumindest, wenn wir über Abhängigkeiten achten. Wenn wir über Abhängigkeiten achten, können wir hoffentlich noch in der Tiefe dazu, was das überhaupt bedeutet. Das heißt, genau, ist der Begriff aus meiner Sicht, irgerführen, weil der Social-Media im Namen hat Social-Media. Das heißt, die Nutzung von sozialen Medien für den Abhängigkeits-Aspekt spielt das soziale, keine so große Rolle aus meiner Sicht. Wenn Sie sich angucken, wer hat eine problematische Nutzung beschreibt, das auch bei sich selbst beschreibt, das im Klinikalltag, sind das die Menschen, die sich ein TikTok-Video nach dem anderen, einen Instagram-Real nach dem anderen anschauen. Da ist die soziale Interaktion nicht besonders ausgeprägt, sondern es ist einfach ein exzessives Anschauen von Videos. Und wenn Sie jetzt fragen, wie definieren wir denn? Wann würden wir feststellen, dass jemand eine Social-Media-Abhängigkeit hat? Dann ist es mittlerweile gängig, dass man, also, muss man vielleicht auch noch mal einschränken, relativieren sagen, die Social-Media-Adiktchen, die finden Sie ganz viel in Fachpublikation, die finden Sie auch ganz viel in online Offline-Diskussion. Es ist kein bisher valide untersuchtes medizinisches Konstruppt. Und alles, was noch nicht fertig untersucht ist, wird von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich definiert. Die wahrscheinlich im Deutschland gängigste Definition stand von den Menschen aus Hamburg, der Forschungsgruppe um Kerstin Paschke, weil die das schon lange erforscht haben, vorher mit Rainer Tomasius den Namen kennen, an wahrscheinlich auch in dem Zusammenhang. Und die geben jährlich, mindestens jährlich die DRK-Studie raus und untersuchen dieses Verhalten. Und die fokussieren sich sehr darauf, dass man für einen Konstrupp, was man schon Valide genug untersucht hat, nämlich die Gaming-Dissorder, die deutschen Computerspielnutzungsstörung, bisschen kompliziert in deutschen. Dass man dafür kretierigen gefunden hat, nicht den Kontrollverlust, dass ich gequenz und dauert, das Spielen zu dem falsche Media nicht mehr kontrollieren kann, dass ich eine Priorisierung vornehme vor Leben, andere Lebensbereiche und dass ich die Notzung fortsätze, obwohl sich Probleme in meinem Leben eingestellt haben. Und diese drei Ketierien werden dann angewandt, um zu überprüfen, ob eine Abhängigkeit vorliegt. Also Sie haben es ja schon angedeutet, wenn man quasi die Kontrolle über diese Situation auch versteht, besonders eintrückvoll fand ich hier in Letzten Hinweis. Wenn man also auf der einen Seite durchaus erkennt, dass durch diese übermäßige Nutzung von in dem Fall jetzt Gaming das Probleme im normalen Leben. Ich will jetzt mal so ein bisschen entstehen. Und dennoch kann man nicht aufhören oder will man nicht aufhören. Dann ist der sehr klassische Fall von Sucht. Also auf der einen Seite habe ich Schwierigkeiten. Wir kennen das auch beim Thema Alkohol oder Tabak. Man weiß es macht krank, es im Falle von Alkohol, es belastet soziale Beziehungen in unfassbarer Weise und trotzdem kann man nicht aufhören. Und so ein bisschen in die Richtung geht es. Auch sehen Sie auch Kinder und Jugendliche. Dann in Ihrer stationären Betreuung als Arzt im St. Josephs Krankenhaus, die aufgrund der Folgen derartige Abhängigkeiten sind dann bei Ihnen sogar stationär aufgenommen werden müssen. Also nicht nur in irgendeine Sprechstunde kommen. Und das ist zum Glück die Ausnahme und eine Seltenheit, weil wir uns ja nicht nur Gedanken machen müssen, wer sollte auf die Station kommen, wer es stark zu zähreingeschränkt. Sondern auch mal die Frage stellen, wie weit ist die Behandlung, die wir dann da anbieten können, hilfreich. Ich habe das zu Beginn. Der Beschäftigung mit dieser Thematik viel, viel häufiger gemacht, als ich noch in einem anderen Krankenhaus war, das ich gesagt habe. So jetzt kommen wir hier wirklich ambulanten nicht weiter. Ich nehme nämlich mal stationär auf. Die Schwierigkeit ist, das muss aus meiner sich eine ganz bestimmte Funktion erfüllen. Es kann zum Beispiel die Funktion erfüllen, dass man eine temporäre Absinenz darüber herstellen kann, dass man jemand stationär aufnimmt. Und es ist auf der Station meistens sehr viel besser durchsetzbare Medienutzungsregeln gibt als zu Hause. Und gleichzeitig habe ich aber festgestellt, dass die Behandlung an sich auf der Station viel weniger effektiv ist, als die in einem tagestlinischen Setting oder auch in einem ambulanten Setting. Weil wenn wir jetzt so benachdenken, was ist da eben eigentlich passiert, die intrinsische Kontrolle ist verloren gegangen oder hat sich auch nie ausreichende Wickel bei einem betroffenen Menschen. Und wir vollen versuchen, über einen Behandlung, die sehr psychotherapeutisch orientiert ist, diese Kontrolle wieder herzustellen. Und das ist natürlich in einem Kontext schwer möglich, indem diese Kontrolle gar nicht notwendig ist. Das heißt, wir versuchen stationäre Behandlungen so kurz wie möglich zu halten. Aber wenn ich kurz auch quasi die extrem verlätslichen Darf, es gibt auch Jugendliche Menschen, vor allem die bis zu 14, 15 Stunden pro Tag mit digitalen Medien verbringen, dass es meistens eine Mischnutzung nicht nur Social Media, nicht nur Gaming, sondern von einem allem etwas. Und dass wir da dann auch empfehlen, dass wir eine stationäre Behandlung durchführen, um einen Puls zu geben, der aber dann relativ schnell wieder von der Station runtergehen sollte in eine tagestlinische oder ambulante Behandlung überführt werden sollte. Es war wichtig, glaube ich, zu dem Zeitpunkt unseres Gesprächs schon mal sozusagen drauf hinzubeiden, was passieren kann, wenn dann am Ende wirklich alle Wahnsignale sozusagen übersehen worden sind und die Situation in den Anführungszeichen eskaliert. Gehen wir mal an den Anfang. Wir haben eben über Eltern gesprochen. Was sollten Eltern tun, welche Aufmerksamkeiten sollten sie an den Tag legen? Damit ist erst überhaupt nicht so weit gekommen, damit also es sucht, vermieden wird. Es ist ja heute zu Tage normal, dass Kinder ab einem gewissen Alter einen Smartphone besitzen, mit dem sie alle möglichen Dinge machen können. Das ist jetzt nicht außergewöhnliches. Da würde man sicherlich nicht davon sprechen, dass sind schon alle Suchtabhängige Kinder und Jugendliche. Aber eben sozusagen Medienkompetenz auch durch Eltern zu vermitteln, Aufmerksam zu sein. Gibt es da so ein paar Tipps, wo sie sagen würden? Lieber Eltern achtet darauf, stellt vielleicht diese oder jene Regel auf. Das ist kein Al-Halmittel, aber es ist ein erster Schritt, um präventiv tätig zu sein. Ganz umbedingend, also wenn wir vielleicht noch zu einem größeren gesellschaftlichen Diskurs, wo es ja auch im Regulation, aber dann auf einer gesellschaftlichen oder auf einer gesetzlichen Ebene geht, so gibt es natürlich auch einem kleineren Familiensystem. Und was ich dort erlebe, sind oft, also ich habe jetzt ein bisschen die Sorge, was ich die Eltern überfordern, dem ich so ein Ideal in den Raum stelle, den man folgen sollte. Aber ich will trotzdem, wie sie sagen, ein paar Tipps geben. Und der erste und das meine ich wichtigste Tipp ist, beschäftigen sie sich mit dem Kind und dem Medium, was das Kind nutzt und versuchen sie, die Funktion zu erfassen. Dies nämlich hochunterschiedlich. Es gibt Menschen, die wollen sich einfach nur ablenken durch die Nutzung von ihrem digitalen Engereit. Es gibt tatsächlich Menschen, die wollen mit anderen in Kontakt sein. [Musik]
Menschen, die wollen sich selbst darüber aufwerten, indem sie zum Beispiel als Person darstellen, bei Social Media, oder auch indem sie bestimmter Herausfordern der Spielinhalte meistern und darüber selbstwertboost erhalten. Und was ich erlebe, ist, dass ich Eltern sehr viel Gedanken über folgende Fragen machen. Wann kriegt mein Kind das erste Handy? Wie viel Nutzungszeit soll das machen? Was Eltern aus meiner Sicht zu wenig machen, ist sich die Frage stellen. Was tut es da genau online? Was macht das mit meinem Kind? Wie geht es ihm damit? Und das heißt, wenn ich einen Eltern teilanleiten würde, würde ich immer sagen, bitte gucken Sie, dass Sie mehr auf die Inhalt und ein bisschen weniger auf die Form schauen. Weil ich glaube, wenn Sie bezüglich der Medieninhalte gut anleiten, wird es auch gelingen, dass die Form gut gelingt. Und bei der Medien-Pädagogik und der Regulatorik durch Eltern erlebe ich die große Schwierigkeit, dass wir als Eltern nicht impludiermig da einmal, auch Menschen mit Gefühlen, mit Impulsen und dass Medien-Pädagogisches Verhalten bei Eltern oft sehr volatil ist. Und in einem Moment sagen die so jetzt geht gar nichts mehr. Jetzt hast du irgendwie zwei Stunden nicht auf mich gehört, dass du dein Handy ausschalten soll. Jetzt nehme ich's dir weg. Und dann am nächsten Tag sagen Sie, jetzt ist ja wieder gut, jetzt regulier es gar nicht. Das heißt, Sie haben ja gesagt, sollte man regeln aufstellen, ja, unbedingt, ihr jünger, die Kinder sind, dass du notwendiger ist, es Medien-Pädagogisch zu arbeiten, als Elternteilen-Regeln aufzustellen. Und diese aber auch sowohl vom Kind, über einen gewissen und vereinbarten Zeitraum, befolgen zu lassen, als auch von einem selbst bei den guten Medien-Pädagogischen Websites, diese Online-Finder gehört zum Beispiel. Schau hin, punkt in, vorschau hin, was dein Kind nennt, den Medien macht dazu. Da gibt es Online-So-Muster-Verträge, Mediennutzungs-Verträge, die man Eltern und Kind. Wir sind ja noch zwischen Eltern und Kind, die sind natürlich vom Allgültig. Man kann niemanden verklagen, wenn niemand dagegen versteht. Aber die sind hilfreich, weil das eben eine Verbindlichkeit reinbringt. Und das kann man sehr empfehlen. Denn und das möchte ich auch sagen, und da werden sich manche Eltern gegen werden, tun sie auch, wenn sie dann bei mir in der Sprechstunde sind. Je jener das Kind ist, das so größere Bauschmerzen, habe ich als Mediziner, Kind und Jugendpsychater eine Medienabhängigkeit zu diagnostizieren. Weil das er impliziert, dass das Kind, das junge Kind, die Kontrollfunktion haben, sollte, die Mediennutzung selbst zu kontrollieren. Und wenn man jetzt Entwicklungspsychologisch sich das anschaut, wie sich ein Kind normalerweise entwickelt, entwickelt sich diese Kompetenz erst im Laufe der Kindheit und Jugend. Und wenn man dann sagt, ein 10-jähriger als Medienabhängig ist, das finde ich schon sehr weit gedacht. Weil das ja dann auch die Verantwortung in mehr Wärmus etwas ändern, sehr in Richtung des Kindes lenkt. Und ich würde sagen, bei einem 10-jährigen, der vier zu vier Mediennutz, würde ich die Eltern stärker in der Verantwortung nehmen, als jetzt im Vergleich zu einem 15-jährigen, wo man erzieherisch ohnehin nicht mehr viel machen kann. Und sollte. Also die Teese, die manchmal auch vertreten wird, wenn ich etwas verbite als Eltern, wird es ja noch interessanter. Der würden sie widersprechen. Und ich hab sie ja aber auch so verstanden, es geht nicht um keine Verbote, sondern es geht um Regeln aufzustellen. Und zwar nicht nur explizit, was wirklich, was sie die Nutzungszeit angeht, sondern auch Regeln anzustellen, über Inhalte, die genutzt werden können, zu bestimmten Zeitpunkten, wie man das früher auch gemacht hat, dass Kinder nicht jedes Fernsehprogramm oder zu jeder Tag sondern nach Zeit geschaut haben, sondern das Eltern da ein Stück, weil auch ein Blick drauf hatten. Und auch das habe ich verstanden, dass man darüber auch kommuniziert, dass man sich also auch als Eltern erklärt, warum bestimmte Nutzungen nicht an der Quarze in dem Alter, in dem ein Kind ist und damit die Kinder das auch entsprechend mitnehmen kann. Kinder, die stärker reguliert werden, ich bleib mal bei diesem Begriff, an dieser Stelle, allein die in ihrer Pier-Croop in der Gruppe, in der sie sich befinden in der Schule, vielleicht auch sozusagen negative Zuschreibungen, so nach der Motto, was mit dir los, man erreicht dich ja gar nicht oder ähnlich ist. Ist das auch ein Thema? Wir haben mit Überschule noch nicht in Demase gesprochen, also hat Schule am Ende auch noch eine Funktion? Oder ist es in Ruhe die Bildungseinrichtung monofon optional, wie Sie das vorhin, glaube ich, definiert haben? Ich denke, dass viele Probleme, die Jugendliche mit sozialer Exklusion haben, was mit Schule zu tun haben. Ich hatte auch wieder an Äktotisch, hoffe, dass in Ordnung, dass ich aus einem bisschen aus meinem. Wie sehr gute. Wie sehr gute das verstehen, die. Dann verstehen unsere Zuhören und Zuhören. Das glaube ich sehr gut, wenn Sie da auch ein paar Beispiele benäfft. Genäuch, ich mache es auch re-expezit, dass das quasi aus dem Grenzbereich mein Privat und meines Fachlebens ist, in dem Fall eine befreundete Familie oder die Mutter am Rad gefragt hat. Es gibt bestimmte Spieler, die von der sie wusste, dass ich die als problematisch an sie eins von "Heist Brals" das. Es ist ein Spiel, was sehr klar als Zielgruppe Kinder adressiert, obwohl sehr problematische Mechanismen drin sind, den großen Spieldruck ausüben. Und das die Lämmer, was die Mutter dann hatte, war eben, dass alle in der Klasse "Brahls" das gespielt haben. Und sie von mir wusste, und ich habe ihr gesagt, ich kann dir die Entscheidung auch nicht abnehmen, aber ich kann dich darüber aufklären, was die Gefahren sind, die dafür für einige Drohnen, die die einmal transparent zu schildern. Und dann hat sie sich dazu entschieden, im damals 13-Jährigen Sohn, das Spiel zu verbieten. Und das hatte für den erheblicher Auswirkungen auf das Schulleben, weil dann alle in der Pause auf der Handyinse, die es mittlerweile nicht mehr gibt an dieser Schule, gegangen sind und "Brahls" das gespielt werden, und er eben nicht mitreden konnte und durfte. Und es hat es absolute Ungerechtigkeit empfunden hat. Und beide Perspektiven kann man gut verstehen, und zeigt halt, was für die Lämmer da man da ist als Eltern teil. Und ich will ja auch einmal schon, weil sie das Thema Schule angesprochen haben, auf die Lösungen hindeuten. Ich glaube, wir stellen uns ganz oft die Frage, warum sollten wir bestimmte Dinge regulieren oder auch verbieten? In Kindern, wir sollten uns auch die Frage, und das ist eine wichtige Frage, ich will die nicht ausklammern. Aber wir sollten sie auch, sollten es aufragen. Warum sollten wir sie erlauben? Und in Bezug auf Schule, es finde ich, und da gibt es eine Verhältnismäßigkeit zwischen den beiden Fragen. Und je geringer die Antwort gibt, da gibt es gute Gründe, das zu erlauben, dass du schwächer dürfen, auch die mehr Argumente sein. Warum sollten wir es verbieten und in Bezug auf Schule? Würde ich sagen, es gibt das Argument, was oft angeführt wird, auch von Jugendlichen selbst, ist eben Social-Media-Nutzung, Smartphone-Nutzung, also, dass ich das so deutlich soziale Teil habe, in Kontaktseien mit anderen. In der Schule habe ich ein Sozialraum, auch in sich funktionierenden Sozialraum. Das heißt, da gibt es viel weniger Grund, die digitale Teilhabe zu erlauben, als im übrigen Leben, wo ich das problematisch finde, und auch erlebe, wenn Eltern, zum Beispiel, sagen, sehr Medienkritische Eltern, ich verbiete meinem bis ins hohe Jugendalter, verbiete, dass der in Smartphone bekommt, das bedeutet eine erhebliche soziale Exklusion, in der Schule braut sich das Schettgruppen nicht drin. Wenn man jetzt wieder auf die wissenschaftliche und der Suchende Seite wechseln, es gibt guter Ergebnisse, dass ich Schulklima, etc. lerne, folgt sehr stark verbessert, wenn es relativ, in dem Fall sogar rigorose Regulatorien gibt, an Schulen zu nichts Smartphone-Nutzung und auch das Fernhalten nach Möglichkeit, ganz aus der Schule oder Handyboxen. Was auch immer. Wir sehen uns noch mal zu ein paar Beispielen kommen, die unseren Zuhören auch beschreiben, zu welchen gravierenden Konsequenzen für Kinder und Jugendliche, vielleicht bis ins Erwachsenenalter hinein entstehen können, wenn diese Sucht tatsächlich sich manifestiert und es nicht gelingt, an Stoppschild zu setzen, aufzuhalten, sie zu behandeln. Also was für krasser Situation erleben Sie da und wie schwierig wird es dann, selbst mit professioneller Hilfe, diese Suchterkrankung wieder in den Griff zu bekommen. Ich erlebe tatsächlich Biografien, an den man gut ablesen kann, dass die in soziale Teilhabearmut und auch in psychischer Erkrankung, enden mit Folgeerkrankung, auch wenn der auslösende Grund dafür, dann die ursprüngliche Medien, macht es ein bisschen plastischer, auch wieder nachhand eines Beispiels. Ich habe einen Jugendlichen behandelt, der sehr viel Zeit am Computer, am Handy verbracht hat und der dazu viel in Streitigkeiten mit seiner Mutter geraten ist, der hatte dann einen kleinen Stiefbruder in Säugling und dann so viel zum Thema, was für krasser Situationen habe ich da erlebt, in einem der Vorstellungstermine berichtete dann die Familie, dass der Junge immer wieder Nachts aufgestanden sei, den Säugling geweckt hat, so das der Anfang zu schreien, um dann von den Eltern zu erwirken, dass die den Router wieder anschließen, also die Möglichkeit, ins Internet zu gehen, weil das nicht ausgehalten hat. Und jetzt würde man denken, okay, wenn man psychiatrisch, übernacht, denkt psychologisch, er ist halt ein Psychopath, der macht alles um seine Wünsche durchzusetzen. Und es war überhaupt nicht so, es waren sehr empathischer Mensch, mit dem man in diesen Termin, ich dann gemeinsam mit ihm gehabt habe, auch relativ differenziert, auch mit einer Perspektivübergnahme sprechen konnte. Aber in dieser Situation hat der Fähigkeit verloren, und das finde ich sehr wichtig zu betrachten, und auch darzustellen, wie Krankheitswertig das Ganze ist. Und was wir dann regelhaft erleben, bei den Menschen, die eine exzessive Mediennutzung haben, dass sie eben auch Sekundehr, sowohl physische als psychische Probleme entstehen. Man kann sich das gut vorstellen.
Bezug auf die physischen Probleme hat das auf das mit Bewegungsarmut zu tun und auch mit einer sehr sehr umgesunden Ernährung. Da gibt es ein bisschen die zwei extrem. Ich habe viele übergewichtige, übergewichtige, Jugendliche behandelt, aber fast noch häufiger und es würde man gar nicht denken, stark untergewichtige. Das heißt, die nutzen so viel Medien, dass die, die, manchmal die Körperhygien aber vor allem auch die Versorgung mit Nährstoffen des Körpers vernachlässigen und das eben nicht mehr tun. Und das sind erhebliche Folgen und was wir fast regelhaft erleben bei so längeren Verläufen von exzessiver Mediennutzung, Medienabhängigkeit sind Depressionen und Angsterkrankungen, die sich dann Sekundärter rausentwickeln. Umgekehrt gibt es das natürlich auch, wenn ich depressiv bin und die ganze Zeit zur Hause verbringe, muss sich meine Zeit auch in diesem depressiven Zustand irgendwie füllen. Und da ist es naheliegen, dass ich das mit etwas mache, was mich irgendwie briselt und von meinem sehr unangenehmen, aber sie verliebten Zustand auch ablängt. Jetzt haben wir ja intensiv über die betroffenen gesprochen. Die Frage ist, wie groß ist eigentlich die Betroffenheit? Gibt es Zahlen darüber, wie viel Prozent eines Jahrgangs vielleicht gefährdet sind oder sogar schon als Sortabhängig zu definieren sind? Kann man das in etwa Fassen gibt es da Studien darüber in Deutschland oder für Deutschland? Die traditionsreichste Studie ist die von der DRK vom UK-E-Hamburg, vom solchen Zentrum versucht, Fragen des Kindes und Jugendalters, die das auch um Corona immer wieder fast hat und das jetzt die neueste Studie veröffentlicht worden ist, spricht im Bereich von Social Media, von einer Gruppe von 6 Prozent der 10 bis 17-jährigen, die da befragt worden sind oder wo die Familien befragt worden sind. Ich glaube, bei ungefähr 1000 Familien, die insgesamt befragt worden sind also Repräsentativ und da sind es 6 Prozent die ne pathologische Social Media-Nutzung hatten und jetzt kommt aber der eigentlich relevantere Teil nochmal für die gesamten gesellschaftliche Betrachtung mehr als 20 Prozent geben an, dass sie quasi noch subklinisch, also ohne die Kriterien von der Abhängigkeit nach diesem Erfassungssinstrumente zu erfüllen, aber ein gefährdendes Nutzungsmuster haben und man, ich glaube, worum wir uns relativ einig sind, ist das Social Media-Nutzung, dass die Smartphone-Nutzung irgendein und da kann man fachlich ganz lange und intensiv darüber streiten, wie groß denn der Einfluss ist. Aber das ist ein erheblichen Einfluss, gibt auf psychische Gesundheit von jungen Menschen, ich nehme mal nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sie ist sich die Fachwelt eigentlich ziemlich einig und das hat ja nicht nur den Grund, dass die direkte Nutzung von Social Media sich darauf aushückt, sondern auch und das wird immer wieder vergessen, dass es eben eine ersetzene Funktion für Tätigkeiten, die früher psychische Gesundheitsfördernd waren, die dadurch nicht mehr ausgeübt worden wurden, also wie ich in den 80er-90er-Jahren, mich mit meinem Freund nach der Schule noch in der Schule auf dem Schuhegel in der Aufgehaltener, um Tischstände zu spielen, dass es weniger üblich geworden kann, man vielleicht so sagen und wird ersetzt durch die gittale Medien und dass dieses wegbleiben von eigentlich Gesundheitsfördernden verhaltensweisen, auch ein Einfluss hat, das sicherlich sehr nahe liegen. Also das sind schon beeindruckende und besorgendes Erregene zahlen, die sie da nennen und es sind auch die älteren unter uns, ich bin ja auch Kind der 70er Jahre, wir kannten das ja alles so gar nicht, gab es ja alles nicht und als Eltern oder Großeltern fragt man sich, ja, wie kommt denn diese Generation dann damit zu Recht, sie haben das gesagt und Teil werden, soziale Kontakte ersetzt oder die fallen weg, da ist gar keine Zeit mehr dazu, man hat es auch gar nicht mehr normal, dass man das einübt, früher hat man sich irgendwo getroffen und miteinander irgendwas unternommen, dann musste man noch nicht mal telefonieren, um sich zu verabreden, es war halt einfach so, aber man muss natürlich mal aufpassen, dann sich die Frage zwischen "Ein Ist denn früher immer alles besser gewesen" und kann man damit heute nicht klar kommen. Aber ich will noch mal auf dem Punkt kommen, wir haben eben so mal über die Inhalte gesprochen, jetzt gibt es ja auch die Situation, dass man nicht nur spielt mit dem Handy oder sich in Chatgruppen irgendwie austausch, sondern sie haben diese Videos angesprochen, es gibt viele Menschen, die sich selbst darstellen, ihr eigenes Leben darstellen, die in Stück weit auch Vorbilder sind Roll-Models für andere, das sich dann vielleicht anschauen sagen, manch was ist das für eine tolle Situation und man misst sich daran, also die Frage ist, ja, wie haben diese Inhalte, die zum Teil ja auch sehr beschönig in eine Situation da, schon immer nur die tollsten Bilder gepostet, das Schwierige, was man auch erlebt, bei Influenzen, wenn man die dann mal so nennt, das kommt ja gar nicht vor. Also was hat das für eine Auswirkung auf, diejenigen, die sich das dann anschauen und die dann vielleicht auch danach streben, so will ich auch sein, das ist für mich irgendein Vorbild. Erleben sie da in ihrer Arbeit, genau auch diese Auswirkung und dieser Nutzung? Bedingtig, ich würde nochmal allgemein anfangen, wenn wir uns vorstellen würden, wir würden uns nur in Kreisen bewegen, wo nur die Top-Atlet*innen, die besten Ärzt*innen in der Welt und es gibt keine anderen Menschen, weil wir die gar nicht sehen, weil wir nur die dargestellt bekommen, die im besonders toll sind. Wenn wir in so einer Welt uns bewegen müssten, würden wir wahrscheinlich sagen, "Oh, wir sind ja gar nicht so toll, wäre sehr viel schwieriger, die eigenen Qualitäten auch zu schätzen", weil ja das Bild, was da dargestellt wird und es wird sie analogie zu dem, was im digitalen Raum erleben, das sind ja auch ein Stück weit fake. Also die Menschen, die man dann mal kennelernt, die auch als Influencer in arbeiten, die sagen das ja relativ offen, dass sie dann eine bestimmte Seite von sich darstellt, die natürlich auch geschönt ist. Ein Bereich, wo es besonders problematisch ist, wo ich das eben auch schon häufiger lebt habe, dass es der eine der Hauptbelastungsfaktoren war, ist in der Entstehung und vor allem aber auch aufrechter Haltung von Essstörung. Ich habe man Jugendliche behandelt, bei der es nur möglich war, die Behandlung dann relativ erfolgreich abzuschließen, weil wir therapeutische Arbeiten konnten, dass sie quasi diese Social Media Apps, die sie auf ihrem Handy hatte, einfach löschen musste, weil das sehr auch das schwierige ist, wenn ich einmal angefangen habe, mich mit bestimmten Inhalten auf einem Social Media Kanal zu beschäftigen, dann wird mir das ja immer wieder reingegeben und wenn ich mich jetzt dort ganz viel mit gesunder Ernährung beschäftige und eben mit der Darstellung von sehr schlanken, einem Ideal, einem vorgestellten Ideal, entsprechenden Körperbildern, dann hat das Auswirkungen darauf, wie ich mein eigenen Körper wahrnehme und das kann Essstörung zum Beispiel mehrheblichen Maße befordern. Jetzt wird darüber diskutiert, dass sich nicht nur die Eltern da intensiver kümmern müssen, sondern dass man tatsächlich gesellschaftlich die Nutzung von Social Media Möglichkeiten reguliert, also Stichwort "Verboten", da werden auch andere Länder angeführt. Wie beurteilen sie diese Debatte, welche Chancen sehen sie da und wie hat man tatsächlich oder welche Erfahrung hat man tatsächlich vielleicht schon in anderen Ländern gemacht? Würde ich sagen, also die Debatte, bei der habe ich ein bisschen Bauchschmerz, nicht glaub, was bei mir da aufstößt, dass ich mich für einen relativ liberalen Menschen halte, wo das jetzt ein Stück weit erstmal Wiesensfern ist, über Verbot und Regulatorien zu arbeiten und gleichzeitig würde ich denken, wenn ich Vorträge zu dem Thema mache, zeige ich immer eine Grafik, in welchen Zeitraum die Smartphone-Nutzung zu und das 12 bis 17-jährigen zugenommen hat, nämlich innerhalb eines sehr kurzen Zeitraum, der nur zwei oder drei Jahre umfasst, von fast niemand hat ein Smartphone, zu aller haben einen Smartphone. Und das, weil das so eine schnelle Entwicklung ist, fehlen die Anpassungsmechanismen, die sehr viele gesellschaftliche Entwicklungen natürlicherweise entstehen, die haben halt keine Zeit, um sich zu entwickeln und deshalb sind wir da, glaube ich, ziemlich im Hintern treffen geraten und ich glaube, je höher die Medienkompetenz ist, die gesamtgesellschaftliche Medienkompetenz, desto weniger Regulatorik und Verboten braucht es und gleichzeitig haben wir gerade nicht aus meiner Sicht nicht die gesellschaftlichen Ressourcen, egal wo man Hinzeig zeigen die Institutionen aufeinander, wer das jetzt regeln sollte und ich glaube, wir haben nicht die gesellschaftlichen Ressourcen und zu sagen, wir machen uns jetzt alle innerhalb kurzes Zeit Medienkompetent und wenn wir sagen, wir wollen die Auswirkung relativ gering halten, dann braucht es eine Form von Regulatorik und ich will noch einen weiteren Punkt anbringen, warum ich das für notwendig halte auch im Sinne einer Betrachtung von sozialer Inklusion, der in der Verhindenbärter Beispir gesprochen hat, dass jemand, der nicht im digitalen Raum teilhaben kann, dass der sich ausgeschlossen fühlt. Wenn man aber sagt, man schließt ein digitalen Raum für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe zum Beispiel nach einem gewissen Alter, dann öffnen sich für diese Altersgruppe wahrscheinlich auch wieder andere soziale Räume, die geschlossen bleiben, um weniger abstrakt zu sein, an der Schule meine Sohne ist in Weitmannslust, nachdem die abgeschafft haben, dass die Kinder ihre Händi sind in den Pausen nutzen dürfen, spielen die plötzlich wieder Fußball und das hat aber vorher nicht stattgefunden und so wäre im die Hoffnung, dass wenn man das etwas stärker reguliert, was total schwierig ist, aus meiner Sicht auf einer technischen Ebene um zu setzen auf einer regulierenden Ebene. Aber wenn das gelingen würde, so wäre die Hoffnung, dass ich dann auch wieder im nicht digitalen Raum Sozialräume ergeben würden, die für Kinder und Jugendliche attraktiv sind. Sie haben jetzt das Beispiel ihres Sohnes angesprochen. Vielen Dank dafür. Die Frage, die sich darstellt.
Ist das jetzt beispielsweise in diesem ganz konkreten Fall, wo die Schule dann gesagt hat, ab sofort keine Handy-Nutzung in der Pause mehr? Wann das umfassende Debatten, in die sich dann vielleicht auch Eltern pro und kontra eingebracht haben oder ist es da gelungen, sehr schnell eine breite Akzeptanz zu bekommen, so dass es tatsächlich auch angenommen wird und nicht man dann doch vielleicht verschämen seinen Handy aus der Tasche zieht und hinter irgendwelchen Ecken steht, um doch nochmal ein TikTok-Video zu schauen. Das wird es auch geben, aber im gesamten Können wir glaube ich sagen, dass wir arroganten erwachsen in dem Fall, sagt es immer so, ein Stück weit unser Jugend unterschätzen. Wenn man sich Studien dazu anguckt, wie groß ist die Akzeptanz zu solchen auch regulierenden Maßnahmen, wie groß ist die Einsicht, dass die Nutzung von Social Media auch zu psychischen und anderen Problemen führt, ist es viel größer als man denkt, was sich die Jugendlichen wünschen und das machen mittlerweile Menschen, wie zum Beispiel ich habe neulich in meinem Kängelern aus dem Landesschüler-Ausschuss, die sagen wir tragen das alles mit, wir brauchen halt nur die Debatte dazu, wir wollen mit einbezogen werden, wir wollen, dass in dieses Schlagwort Partizipation wirklich ernst, man und mit einzubeziehen und das was man hört, aus diesen Aushandlungsprozessen, das geht oft gut zwischen der Lehrerschaft und der Schülerschaft und die eher problematische Gruppe dieser Debatte sind eher die Eltern, die dann da querschießen, aber es gibt wirklich mehr und mehr Beispiele in Berlin, wo das gut gelingen. Letztes Jahr wurde letztes oder vorletzt ja auch medial aufbereitet, dass es in Irland eine Kleinstaat gab. Ich weiß nicht, ob sie es in Medien gehört haben, da wo sich die Elternschaft der ganzen Kleinstaat darauf verständigt hat, dass sie eben den Kindern keines Smartphones zur Verfügung stellt, bis zum gewissen Alter. Da haben die auf einer kleinen Community eben ein Problem gelöst, was wir auf einer großen Ebene auch haben. Aber das Beispiel, was sie aus der Schule berichtet haben, glaube ich, läuft jetzt sehr gut ein, wenn dann dort diese Diskussion stattfindet und diese Diskussion auch auf Augenhöhe zwischen Lehrern, Schülern stattfindet und man dann einen Aushandungsprozess hat, hat es ja nicht nur dieses unmittelbarer Ergebnis, dass vielleicht tatsächlich dann in der Pause die Hände ist nicht mehr benutzt werden, die Smartphones nicht mehr benutzt werden, sondern es erzeugt ja auch ein Bewusstsein über diesen Umstand und das hat ja dann einen darüber hinausgehenden Wert in sofern ganz wichtige Aspekt. Jetzt komme ich nochmal zu ihrem Sohn zurück. Wir haben sie es denn gemacht als ganz konkret, wenn ich die Frage stellen darf, was Handy-Nutzung angeht, ab welchem Alter durfte er denn tatsächlich dann das Handy nutzen und wie gut ist ihnen das gelungen. Ja, in dem Fall würde ich jetzt einmal die Verantwortung, die Kompetenz auf meinen Sohn schieben. Also, es ist sehr gut gelungen aus meiner Sicht und ich glaube aber, dass meine Frau und ich da relativ wenig darauf eingewirkt haben in diesem Sonderfall und zwar haben wir das einigermaßen wenig reguliert, wer uns das am Anfang fährt angeschaut, habe ich irgendwann das vergessen viele, dass es mittlerweile. Ab welchem Alter durfte ein eigenes Smartphone besitzen? Ab der fünften Klasse. Der, das heißt, wir haben es nicht am Alter festgemacht, sondern an der Klasse und der durfte ab der fünften Klasse ein eigenes Smartphone haben. Und wir haben das am Anfang und sehr genau einfach mit ihm zusammen angeschaut, viel darüber gesprochen. Wir haben das auch mit seinem PC gemacht. Sie haben vorhin ja noch nach Tipps für Eltern gefragt, da habe ich eben auch einen Aspekt vergessen, dass wir vieles noch versuchen auf eine andere Logen eben eine zu lösen, was sich technisch heute viel besser lösen lässt. Smartphones, Spielekonsolen und auch PCs lassen sich heute so einstellen, dass es so genannte Kinderakons gibt, die wir von einem Eltern-Account entweder begrenzen können oder auch einfach nur uns angucken können, welche Inhalte werden wir viel genutzt. All das muss man mit seinem Kinder aus meiner Sicht absprechen, aber das sind das Möglichkeiten, die nicht außer achtgelassen werden sollten. Und aber nochmal auf meinen Sohn sprechen zu kommen. Da haben wir deshalb so wenig reguliert, weil wir relativ schnell gemerkt haben, dass das für ihn möglich ist, damit umzugehen. Und wenn es aber jetzt anders gewesen wäre, hätten wir auch darauf reagieren sollen. Und das ist auch das schwierige, glaube ich, in so einer Debatte zu Altersschwelle zum Maßnahmen. Dass Kinder dann doch sehr unterschiedlich sind. Und bei unserem Jungjährigen Sohn bin ich noch gespannt, wie das dann werden würde. Das ist nämlich vom Charakter ganz unterschiedlich und ich hoffe, dass uns das genauso gut gelingt. Meine Vermutung wird aber, dass wir das mit anderen Eltern verhalten, mit begleiten und lösen müssen. Und das ist etwas, was natürlich schwieriger als vermitteln ist. Auch in Medienpädagogischen Ratgebern, wo dann sowas drinsteht, wie 10 Minuten pro Lebensalter, pro Tag, an Mediennutzung. Das so ein paar Schall kann man es dann eben dann doch nicht sagen, weil die Kinder dafür so individuell sind, was, wofon sie profitieren oder was vielleicht eine zu große Blastung ist. Herr Florag, wir sind praktisch am Ende unseres Gesprächs. Erst mal vielen Dank dafür. Eine abschließende Frage habe ich noch. Jetzt haben wir glaube ich schon in dem Gespräch doch viel Probleme, wo es sein auch erzeugt. Wenn ich mich jetzt als Eltern teil frage, ja ich kann das natürlich alles googeln und suchen, gibt es auch konkrete Anlaufstellen, an die man sich wenden kann, wo man sagen kann, ich habe hier die Vermutung, das mit meinem Kind, mit dem Jugendlichen vielleicht ein Punkt erreicht ist, wo man schon von Suchtsprächte, ich bin vielleicht auch ratlos an einen und an einen Stelle. Gibt es da Möglichkeiten, an die man sich wenden kann, hier in Berlin aber auch darüber hinaus, das ist ja dann auch überregional kein Problem. Genau, das sollte man aus meiner Sicht tun und in der Psychiatrie gibt es ja immer häufig oder gibt es schon ganz lange den Begriff "The Step Cairs", das ist das nicht immer diejenigen, haben wir ganz zu Anfang ja auch darüber gesprochen, dass alle immer alles an Versorgung bekommen sollten und man sollte das tatsächlich gestuft machen. Wenn man eher den medienpädagogischen Beratungsbedarf hat, gibt es zum einen Online sehr viele Möglichkeiten, sich informieren, zu informieren. Gibt es oft digitale Elternabende, die Angeboten werden, wenn ich jetzt aber sehr eher dann mein Bereich denke, dass bei meinem Kind wirklich schon eine Abhängigkeit vorliegen könnt oder zumindest einen Fall, was mir große Sorgen macht, dann ist es sich ja wirklich sinnvoll, sich auch spezifisch beraten zu lassen und weil sie das überregionale angesprochen haben. Es gibt einen Fachverband, Medienabhängigkeit, wo ich auf der Homepage eine interaktive Karte aufrufen kann und schauen kann, was gibt es für Beratungs- und Behandlungstätten in der unmittelbaren Wohnort Umgebung? Ja, ganz herzlichen Dank, Herr Dr. Florag, für dieses wirklich interessante Gespräch für die vielen Tipps, die sie auch geben konnten. Und ja, ich freue mich, dass wir da, glaube ich, einen konstruktiven Beitrag zu einem nicht ganz einfachen Thema geleistet haben. Dankeschön. Vielen Dank Ihnen für das tolle Gespräch.
Podcast Summary
Key Points:
Dr. Jakob Florrag ist Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie am St. Joseph-Krankenhaus in Berlin und hat eine spezielle Sprechstunde für medienabhängige Jugendliche eingerichtet.
Die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen wird auf eine Mischung aus höherer gesellschaftlicher Aufmerksamkeit und tatsächlich gestiegener Betroffenheit zurückgeführt.
Gesellschaftliche Veränderungen wie der Druck auf Familien (beide Eltern berufstätig) und der Mangel an polyfunktionalen Systemen (die mehrere Rollen übernehmen) in Kitas und Schulen werden als Mitverursacher für die Zunahme psychischer Probleme gesehen.
Soziale Medien-Sucht wird durch Kontrollverlust, Priorisierung vor anderen Lebensbereichen und Fortsetzung der Nutzung trotz negativer Folgen definiert, wobei der Begriff "sozial" irreführend sei, da die exzessive Nutzung oft wenig soziale Interaktion beinhaltet.
Stationäre Behandlungen werden bei extremen Fällen (z. B. 14-15 Stunden Mediennutzung täglich) als temporäre Maßnahme zur Abstinenz genutzt, sind aber weniger effektiv als teilstationäre oder ambulante Therapien, die die intrinsische Kontrolle fördern.
Summary:
In dieser Podcast-Folge der Deutschen Krankenhausgesellschaft spricht Vorsitzender Gerald Gaß mit Dr. Jakob Florrag, Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie am St. Joseph-Krankenhaus in Berlin, über das Thema Mediensucht. Dr. Florrag berichtet, dass er schon früh in seiner Ausbildung bemerkte, dass digitale Medien im Alltag junger Menschen eine große Rolle spielen, aber in der Psychiatrie oft ausgeklammert wurden. Daraufhin gründete er 2015 eine spezielle Sprechstunde für Videospiel- und Internetsucht.
Zur Frage nach der Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern erklärt Dr. Florrag, dass dies sowohl auf eine erhöhte Aufmerksamkeit als auch auf eine tatsächliche Zunahme zurückzuführen sei. Er führt dies auf gesellschaftliche Veränderungen zurück: Familien als polyfunktionale Systeme (die mehrere Rollen übernehmen) stehen unter Druck, während Schulen und Kitas oft nur monofunktional ausgerichtet sind und nicht genug Unterstützung bieten. Dies führe dazu, dass schwere Fälle chronisch werden und in Kliniken landen.
Bei der Definition von Social-Media-Sucht betont Dr. Florrag, dass der Begriff "sozial" irreführend sei, da es oft um exzessives Konsumieren von Videos ohne soziale Interaktion gehe. Die Sucht äußere sich durch Kontrollverlust, Priorisierung vor anderen Lebensbereichen und fortgesetzte Nutzung trotz Problemen. Stationäre Behandlungen seien nur als kurze Unterbrechung sinnvoll, um Abstinenz herzustellen, da die eigentliche Therapie besser in teilstationären oder ambulanten Settings gelingt, wo die intrinsische Kontrolle wieder aufgebaut werden kann.
FAQs
Social-Media-Sucht ist noch kein valide untersuchtes medizinisches Konstrukt. Gängige Kriterien sind Kontrollverlust über die Nutzungsdauer, Priorisierung vor anderen Lebensbereichen und Fortsetzung der Nutzung trotz Problemen.
Eltern sollten Medienkompetenz vermitteln und klare Regeln aufstellen, z. B. zur Nutzungsdauer. Prävention ist wichtig, um eine Sucht zu vermeiden, aber kein Allheilmittel.
Es gibt eine Mischung aus höherer Awareness und tatsächlich mehr Betroffenheit. Gesellschaftliche Veränderungen wie der Druck auf Familien und mangelnde polyfunktionale Systeme in Schulen und Kitas tragen dazu bei.
Stationäre Behandlungen sind selten und werden so kurz wie möglich gehalten, um temporäre Abstinenz zu erreichen. Die eigentliche Therapie ist in tagesklinischen oder ambulanten Settings effektiver.
Gaming-Störung ist valide untersucht, Social-Media-Sucht nicht. Bei problematischer Nutzung stehen oft exzessives Anschauen von Videos im Vordergrund, nicht soziale Interaktion.
Sie verbringen bis zu 14-15 Stunden täglich mit digitalen Medien, meist eine Mischung aus Social Media und Gaming, und verlieren die Kontrolle über die Nutzung trotz negativer Folgen.
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