Konfliktprävention in der Beziehung: So könnt ihr Konflikte vermeiden!
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Die Folge behandelt das Thema Konfliktprävention in der Beziehung, indem sie auf die Vermeidung von Streit und die frühe Intervention hinweist. Anstatt auf die Krise zu reagieren, wird betont, dass kleine, oft übersehene Unstimmigkeiten langfristig zu größeren Konflikten führen können. Ein zentrales Element ist die offene Kommunikation von Gefühlen und Bedürfnissen, um Missverständnisse zu vermeiden und gegenseitige Anerkennung zu stärken. Die Teilnehmer lernen, Systemgesetze wie Zugehörigkeit, Respekt und Ausgleich im Alltag bewusst umzusetzen. Regelmäßige Reflexionen helfen, sich gegenseitig zu verstehen und negative Gefühle zu vermeiden, indem sie frühzeitig erkannt und verarbeitet werden. Auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern wird thematisiert: hier ist es entscheidend, nicht zu interpretieren, sondern aktiv zu fragen, wie sich das Verhalten auf das Kind auswirkt. Die Wichtigkeit qualitativer Zeit – wie gemeinsame Gespräche oder Paarzeit – wird betont, da sie das Vertrauen stärkt und über die bloße Quantität hinausgeht. Letztendlich wird deutlich, dass glückliche und stabile Beziehungen auf Prävention, offener Kommunikation und gegenseitigem Verständnis aufgebaut werden. Die Folge schließt mit einem Hinweis auf zwei Videokurse, die zur Konfliktprevention und -lösung beitragen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema Konfliktprävention in der Beziehung.
So könnt ihr Konflikte vermeiden.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Wir haben heute das Thema Konfliktprävention und was meinen wir damit eigentlich?
Damit meinen wir Maßnahmen, die darauf abziehen, Konflikte zu vermeiden,
bevor sie auftreten oder sich verschlimmern.
Das ist, wie wir finden, ein sehr spannendes Thema,
weil wir damit hoffen, auch vielleicht mehr den Blickwinkel auf die Konfliktprävention zu legen,
anstatt auf die Krise immer.
In der Beziehung ist es wichtig, auch mal auf die Prävention zu gucken,
um halt erst gar nicht erst in die Konfliktspirale zu geraten.
Um Konflikten vorzubeugen, könnte man schon auf Kleinigkeiten achten.
Diese haben langfristig gesehen aber eine große Wirkung.
Wir zeigen euch, wie die Konfliktprävention in eurer Beziehung gelingt.
Da würde man gleich am liebsten schon mit der Lösung einsteigen,
dass man sagen würde, dass die Kleinigkeiten das sind, worauf es ankommt.
Denn wenn man die Kleinigkeiten löst,
kommt man häufig gar nicht erst in große Streits und Konflikte.
Also das ist eben das Ding, wenn man häufiger streitet,
dann kann das eben schnell zur Belastung werden.
Das ist eines der Hauptprobleme bei uns im Coaching, Konflikte, Streit.
Und diese eben vor allen Dingen nicht lösen zu können.
Also grundsätzlich ist ein Konflikt ja erstmal gar nichts so wirklich Schlimmes.
Deswegen auch der Titel Konflikte vermeiden,
vielleicht eher Konflikte besser lösen können.
Denn das Hauptproblem ist eigentlich nicht,
der Konflikt, sondern die Art und Weise,
wie man den Konflikt versucht zu lösen.
Und richtig problematisch wird es eben dann,
wenn man aus dem Konflikt rausgeht mit sehr vielen unguten Gefühlen.
Das Ganze in eine sehr hitzige Stimmung gekommen ist,
vielleicht eskalierte und beide mit einem sehr unguten Gefühl
aus dem Konflikt rausgehen und sagen,
sowas haben wir auch gar nichts gelöst.
Und daraus vielleicht auch lernt,
ich spreche manche Themen gar nicht mehr an,
weil wir werden dann streiten und es nicht lösen können.
Genau, und das ist dann halt auch eine ständige Anspannung im Alltag.
Da man halt versucht,
immer wieder zu deckeln,
also mit Energie zu versuchen,
dass Themen gar nicht groß hervorkommen bei einem selbst,
also dass man nicht zu einem Ausbruch kommt,
sondern immer einen Deckel, nennen wir das ja auch,
draufsetzt, Gefühle wegzudrücken,
Konflikte dann zu vermeiden damit.
Das Problem ist, dass wenn man in so einer Dynamik drin ist,
dass das Beziehungsfundament sehr ins Schwanken gerät.
Also wenn man das Gefühl hat,
Konflikte nicht mehr lösen,
stellt sich häufig ja auch die Frage schnell nach einer Trennung,
wenn das häufiger passiert.
Oder es entsteht ein Trennungsgedanke,
weil man sagt, oh, wenn wir ja das hier nicht lösen können auf Dauer,
wie soll es dann weitergehen?
Und das ist meistens der Moment,
wo das Beziehungsfundament halt schon ordentliche Risse hat.
Dann kann sich so eine Art Hilflosigkeit entwickeln,
weil man sagt, ich habe keine Lösung, wie die Lösung sein kann.
Und das fühlt sich dann als Gefühl nochmal besonders schlimm an,
weil man sagt, ich habe keine Lösung, wie die Lösung sein kann.
Man möchte ja eine Lösung haben, man weiß nur nicht, wie.
Das heißt, eines der Hauptprobleme, warum es überhaupt dazu kommt,
ist, dass wir gar nicht genau wissen,
wie löst man Konflikte nachhaltig
und wie löst man ungute Gefühle oder emotionale Verletzungen nachhaltig auf.
Und dass viele eben Kleinigkeiten nicht berücksichtigen
und davon ausgehen, dass man darüber nicht sprechen braucht,
weil es sich ja gar nicht lohnt.
Dann müsste man eben bei viel kleineren Themen schon loslegen.
Und das ist jetzt auch kein wirkliches Defizit von euch,
sondern das, würde ich sagen, geht den meisten so,
dass man nicht weiß, wie man Konflikte nachhaltig löst.
Denn letztendlich muss man sich ja fragen,
wie oft hast du bei deinen Eltern gesehen,
dass die beiden einen Konflikt miteinander hatten
und die beiden haben den nachhaltig gelöst,
vielleicht sogar in deinem Beisein.
Auch das ist ja etwas, wo man sagt, ja, nicht vor Kinder streiten.
Naja, es kommt auf die Art und Weise drauf an.
Wenn man sich natürlich anschreit und keinen Weg findet,
dann ist das richtig.
Das sollte vor Kindern am besten nicht passieren.
Aber wenn man einen Konflikt hat, eine Meinungsverschiedenheit hat,
wenn es zu irgendetwas eine emotionale Verletzung gibt,
dann ist es durchaus gut, wenn Kinder das auch mal sehen
und eben sehen, wie Mama und Papa das nachhaltig lösen.
Denn das ist genau der Punkt, wie man diese Kompetenz aufbaut,
dass man bei den Eltern, also die erste Beziehung ist, die wir erleben,
sieht, wie die deren Konflikte so lösen,
dass es dann nach beiden gut geht.
Und ich glaube, was auch wichtig ist,
dass man das Gefühl entwickelt, auch als Kind dann,
es gibt immer eine Lösung.
Also man kann zusammen eine Lösung finden, wenn beide bemüht sind.
Und man erlebt nicht nur den Streit,
sondern erlebt halt auch ganz deutlich,
dass es danach wieder gut sein kann.
Kommen wir einmal zu den Folgen.
Eine Folge haben wir gerade ja schon genannt.
Das ist so eine Aussage.
Eine Aussage ist eine Aussage, die man sich nicht so gut erkennt.
Das ist so eine Aussage, die man sich nicht so gut erkennt.
Dass man auch anerkennen kann, dass der andere eben anders emotional tickt als man selbst und dadurch eben andere Bedürfnisse, andere Wünsche und auch andere emotionale Verletzungen gibt.
Ich finde das mal ganz spannend, das merke ich beim Coaching, dass das vielen Menschen sehr schwer fällt, das anzunehmen, dass derjenige anders denkt und fühlt und dadurch auch andere Entscheidungen trifft. Und ich finde, da passt immer ganz gut der Vergleich mit dem Thema Schmerz.
Bei Schmerz ist es ja auch so, jeder empfindet das anders. Der eine sagt, ich bin super schmerzempfindlich, da müsste ich jetzt schon Schmerzmittel nehmen. Oder der andere sagt, das tut nicht mal mehr weh. Und da können wir das ja auch so nebeneinander stehen lassen, dass man sagt, okay, der eine nimmt eine Kopfschmerztablette, der andere nicht, der eine legt sich hin, der andere nicht. Aber bei Gefühlen ist es halt noch deutlich schwieriger.
Ein weiterer Punkt in der Kommunikation ist das Thema.
Dass kleinere Unstimmigkeiten ausgesprochen werden. Und dass dann eben, wenn man es gelernt hat, auch keine Herausforderung mehr darstellt. Also das kleinste ungute Gefühl, für das es sich lohnt, in die Kommunikation zu gehen, ist, wenn es sich unstimmig anfühlt.
Und das ist ein Gefühl, über das viele regelmäßig hinweggehen und es eben nicht aussprechen und sich dadurch eben kleine Konfliktspiralen, große Konfliktspiralen bilden. Und eben genau, wie du schon sagst, dass dieses Pingpong-Spiel entsteht. Und das entsteht eben gar nicht.
Erst, wenn ich schon eine Unstimmigkeit ausspreche.
Da habe ich jetzt gerade diese Woche ein paar im Coaching gehabt. Das war auch, sag ich mal, ein schlechter Match in der Kommunikation bei den beiden. Er sagte, ihm fällt es schwer, seine eigenen Verletzungen auszusprechen, weil er möchte sie nicht verletzen. Deswegen hat er in der Vergangenheit nicht Sachen ausgesprochen, die ihn verletzt haben, weil er wollte sie damit nicht verletzen, wenn er seine eigenen Verletzungen vorbringt.
Und bei ihr war das so, dass sie gesagt hat, es fällt ihr schwer.
Ihre eigenen Verletzungen auszusprechen, weil sie dann manchmal über ihre eigenen Grenzen geht. Und schon hat man aber zwei Menschen da sitzen, die halt schwer aussprechen können, wenn sie etwas verletzt und die beiden dann natürlich auch stark in Interpretation verfallen. Weil dann fange ich ja an, das Verhalten des anderen irgendwie für mich in ein Muster zu bringen und damit kann man halt auch komplett falsch liegen.
Das ist ein wichtiger Abschluss für das Thema Kommunikation. Nicht interpretieren oder möglichst wenig, sondern so oft wie möglich wirklich aussprechen.
Fragen, weil man eben dann doch sehr, sehr häufig, auch wenn man sich so gut kennt, mit seiner Interpretation falsch liegt.
Das zweite ist die Systemgesetze im Alltag beachten. Also die zehn Systemgesetze, wie zum Beispiel Zugehörigkeit, Anerkennung, Wertschätzung, Respekt, Ausdeffung, Geben und Nehmen, früher vor später hat Vorrang und so weiter, dass die im Alltag beachtet werden.
Und da sind wir auch wieder bei Systemgesetz 9.
Und da sind wir auch mal aussprechen, anerkennen, was ist im Alltag, sodass man dann ein stimmigeres Beisammensein hat.
Und im Praktischen sind das wieder viele Dinge, die da mit integriert sind. Also beim Thema Zugehörigkeit zum Beispiel, da ist das Wir-Gefühl mit gemeint.
Da ist gemeint, dass man gemeinsame Entscheidungen trifft und den anderen nicht von Entscheidungen ausschließt, die ihn und sein Leben eben auch betreffen.
Bei Anerkennung, Wertschätzung, Respekt, da steckt ja schon so viel.
Dann kommt noch dazu, sich gegenseitig zu zeigen, dass man sich liebt. Da stecken wir die Sprache der Liebe drin.
Also auch da wieder nicht von sich selbst ausgehen, sondern schauen und fragen und gemeinsam reflektieren.
Was ist denn die Sprache der Liebe des anderen? Ausgleich von Geben und Nehmen.
Also alles das, wo man Konten führt und aufrechnen könnte. Fühlt sich das für euch im Ausgleich stimmig an?
Habt ihr da ein gutes Gefühl? Passt das mit der Aufteilung von Haushalt, Arbeit, Kinderbetreuung?
Und alles, was so ansteht? Ist der Ausgleich von Freizeit, also wie viel Zeit verbringt ihr zusammen, alleine, mit Kindern, mit Freunden und so weiter?
Passt das alles? Matcht das? Oder ist das irgendwie für euch nicht so richtig ausgeglichen?
Der eine, der hat da irgendwie auf seiner Seite mehr Freiheiten als ich. Ich übernehme viel mehr Aufgaben und das macht irgendwie ein ungutes Gefühl.
Der nächste Punkt ist regelmäßig Gefühle und Bedürfnisse in der Beziehung zu reflektieren.
Reflektieren. Also einmal ganz bewusst auf die Beziehung schauen, weil man dann schneller erkennt, ob es etwas gibt, das ein ungutes Gefühl bereitet.
Wenn man dann merkt, dass das der Fall ist, dass da etwas ist, was man spürt, was ein ungutes Gefühl gemacht hat, kann man dann schneller in das Gespräch gehen,
weil ich erstmal für mich selber Klarheit habe und dann kann ich das zusammen reflektieren.
Außerdem ist auch die Gefahr etwas geringer, dass ich so nachdenke.
Dass man sich in einer Art Berg von Verletzungen anstaut, also dass man immer wieder was raufpackt und raufpackt und irgendeiner oder beide explodieren irgendwann
und man wirft sich alles an den Kopf, was sich so die letzten Monate oder Jahre angesammelt hat, wenn ich halt regelmäßig in der Beziehung reflektiere.
Das kann sich am Anfang mal so ein bisschen komisch anfühlen, dass man sagt, boah, das Gespräch ist erstmal ungewohnt, mit dem Partner oder Partnerin zusammen in die Reflektion zu gehen.
Aber wenn man erstmal für sich den Mehrwert darin sieht und sieht, das ist auch eine Form von. Erleichterung sein kann, wenn man über viele Dinge spricht, die einen belasten, die einen verletzt haben,
dann ist es eigentlich schon so, dass man das gerne als Ritual oder als Routine in den Alltag mit einbaut, um gar nicht in die Gefahr zu laufen, dass sich da ungute Gefühle wirklich anstauen.
Ja, im Coaching nehmen wir das ganz gerne als festen Reflektionstermin.
Meistens empfehlen wir es so einmal wöchentlich, den sich in den Kalender einzutragen und sich da wirklich zeitfrei zu schaufeln, damit eben dieses, was du schon sagst, dieses Anhäufen nicht passiert.
Also negativ wie positiv kann man dann draufschauen auf die Beziehung und sagen, was war letzte Woche besser als sonst, was hat schon gut geklappt, was wir verändern wollten, was war nicht so gut, wie können wir das nächste Woche noch ein Stück weit besser machen, um dann eben die Gefühle da zu reflektieren und zu schauen, wie es ist.
Übrigens auch ein schönes Thema mit Kindern, denn das erlebe ich auch immer wieder in Coachings, dass Eltern sehr stark interpretieren, wie es den Kindern geht und auch wie die Kinder so. sich im Rahmen mit den Eltern fühlen, ob sie sagen würden, man ist ein guter Vater, schlechte Mutter, gute Mutter, schlechter Vater.
Das ist dann natürlich immer je nach Kind und nach Tagesform auch manchmal anders.
Na klar, wenn ich heute gesagt habe, dass es kein zweites oder drittes oder siebtes Eis gibt, dann bin ich ein schlechter Vater für den Tag, wenn der Sohn vielleicht vier, fünf ist.
Also das ist dann klar, das muss man dann so ein bisschen auseinanderhalten und differenzieren können und auch aufpassen, dass man sich Aussagen von Kleinst und Kleinen und Kindern. nicht dann zu sehr so zu Herzen nimmt, sondern auch reflektiert, woher kommt das.
Aber dass man eben nicht nur interpretiert und sagt, ja, denen müsste es gut gehen und denen geht es gut bei uns, sondern dass man mal fragt, Mensch, wie ist es denn?
Hat mein Verhalten dich verletzt oder war es alles gut zwischen uns? Fühlst du dich gut? Hast du das Gefühl, dass ich ein guter Vater bin?
Hast du das Gefühl, dass ich zu deinem Wohl handle? Merkst du, dass ich das nur mache, damit es dir gut geht? Oder ist das anders für dich?
Also dass man sich gezielt auch mal fragt und nicht interpretiert, das ist nämlich häufig noch stärker zwischen Eltern und Kindern, finde ich, als zwischen den Paaren.
Genau, was natürlich bloß keinen Druck aufbauen sollte.
Also ganz entspannt, im entspannten Rahmen. Wie fühlst du dich eigentlich?
Das finde ich ganz spannend, weil wir Eltern ja häufig dazu neigen, aufgrund des eigenen Anspruchs an uns als Eltern, das Verhalten der Kinder zu interpretieren.
Zu reflektieren und zu sagen, ja, das müsste jetzt ja so und so sein oder derjenige oder diejenige bräuchte jetzt das und das und wir eigentlich da auch so eine Grenze überschreiten und zu sagen, wir denken jetzt, das wird gebraucht.
Aber ob derjenige das wirklich selber braucht, ist ja nochmal eine andere Sache. Also ich kann ja nicht über das Bedürfnis von jemand anderem entscheiden, wenn ich gar nicht frage, ob das Bedürfnis wirklich besteht.
Und dann geht es darum, die Welt der Kinder ernst zu nehmen.
Auf der einen Seite, dass ich mir nichts zu Herzen nehme.
Auf der anderen Seite, dass ich mir nichts zu Herzen nehme, wenn ich merke oder wenn mein Sohn ausspricht, ja, ich finde, du bist ein schlechter Vater, weil ich darf nicht drei Kugeln Eis jeden Tag essen.
Dass man natürlich, ich mir das nicht zu sehr zu Herzen nehme, weil ich weiß ja, warum ich das mache und ich mir dieses schlechter Vater eben nicht auf Identitätsebene ankreide, so sprechen Kinder dann halt in dem Moment.
Sondern es geht darum dann, ins Gespräch zu gehen und zu versuchen, dem Kind zu verdeutlichen, je nach Altersstufe, altersgerecht.
Mensch, das kann ich sehen, dass du gerne mehr Eis essen möchtest und es tut mir leid, dass du so fühlst und das bei dir ein ungutes Gefühl macht, dass es dir damit nicht gut geht.
Ich mache das, weil ich bin für deine Gesundheit verantwortlich.
Ich kann schon sehen, was eben Ernährung in Zukunft für Auswirkungen macht.
Das fällt dir vielleicht schwerer und ich bin dafür deine Gesundheit zuständig, für deine Sicherheit und ich mache das nur, weil ich dich lieb habe und nicht, weil ich dich ärgern möchte.
Auch wenn es das jetzt gerade so anfühlt, wirst du später verstehen.
Ich werde verstehen, warum ich das gemacht habe und dann hast du die eben entsprechend besser abgeholt.
Der wird dann wahrscheinlich trotzdem sauer darüber sein und sagen, ich will trotzdem ein drittes Eis, das finde ich trotzdem scheiße.
Aber ein paar Jahre später, dann wird das sicherlich honoriert werden.
Genau, zwei Punkte haben wir noch.
Genau, Punkt Nummer vier, Missstände und Unstimmigkeiten sofort ansprechen, damit so der Weg in die Konfliktspirale halt vermieden wird.
Man greift halt dann frühzeitig ein.
sofort ansprechen, wenn mich etwas
trifft, wenn es unstimmig
Und nicht davon ausgehen, dass der andere das sieht und darauf hoffen, dass der andere mich darauf anspricht, dass es ja vielleicht für mich unstimmig sein könnte. Das ist auch ein sehr, sehr häufiges Coaching-Thema. Für mich war das ja klar, warum hast du mich nicht darauf angesprochen?
Ich finde, sowas erkennt man ja bei einer Person. Wir sind schon so lange zusammen. Du kennst mich doch, du weißt doch meine Meinung. Und das ist halt immer eine große Gefahr, wenn ich darauf baue, dass ich denke, der andere sollte das doch automatisch machen, weil ich ja auch ein bisschen die Verantwortung damit abgebe.
Die Verantwortung, meine eigenen Bedürfnisse hervorzubringen, indem ich dem anderen das rüberschiebe und sage, du bitte erkenn das und dann setz das auch noch um und dann bin ich glücklich.
Und dann sind wir wieder in ganz großen Veränderungen.
Aus dem Punkt, ist der andere verantwortlich für mein Glück? Nein, ist er nicht. Jeder ist selber für sein Glück verantwortlich. Der andere kann einen Teil dazu beitragen, hat aber nicht die Verantwortung, jeden Tag für das eigene Glück zu arbeiten und das hervorzubringen.
Ja, Systemgesetz 9 heißt eben aussprechen und anerkennen, was ist und nicht ansehen und schätzen, was ist. Sondern es geht wirklich darum, dass man das ausspricht.
Welche Kinderserie war das?
Was noch? Pepperwurz. Pepperwurz, das finde ich so geil in dieser Folge. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Er schreit so. Wir schätzen jetzt.
Ja, das ist so, dass Pepper fragt, woher die Eltern wissen, was das Kind braucht, das Baby, wenn es schreit.
Dann haben die Eltern gesagt, das wissen wir nicht, wir schätzen.
Und das hat uns dann durchaus auch an unsere Zeit mit unserem Sohn erinnert, wo dann er geschrien hat und wir überlegt haben, was könnte er haben und man schätzt und sagt, es könnte jetzt Hunger sein, es könnte jetzt Bauchschmerzen.
Es könnte jetzt dies sein, es könnte jetzt dies sein, es könnte jetzt das sein und man die ganzen Optionen alle durchprobiert und hofft, dass eine der Möglichkeiten das ist, die ihn dann beruhigen und er wieder zufrieden wird.
Aber so ist das halt manchmal in einer Beziehung auch. Also das hört sich vielleicht jetzt komisch an, aber dass es ja auch Muster gibt, dass jemand sagt, okay, jetzt sehe ich meinen Partner oder meine Partnerin an, der geht es nicht gut.
War schlecht auf der Arbeit, geht es dir nicht, gesundheitlich nicht gut. Also man klappert dann so einzelne Faktoren ab, bis man das Gefühl hat, ah, jetzt sehe ich, muss ich jetzt ausdrücken.
Das hat sich was verändert, das könnte es sein und dann sagt, ja, wollen wir sonst nochmal eine Runde spazieren gehen? Also die Muster sind schon ähnlich.
Also nicht mehr schätzen und auch nicht warten, ob der andere das erkennt und auch keine weiteren Signale aussenden in Form von, naja, dann mache ich jetzt ihm seine Bettseite nicht, dann wird er schon merken, dass ich da gerade nicht gut gelaunt bin.
Hoffentlich merkt er das. Im Zweifelsfall merkt er das gar nicht.
Er legt sich abends hin und es ist auch egal. Also keine verrückten Signale aussenden, die irgendwer interpretieren können soll und man hofft, vielleicht sieht er jetzt da oder sie, wie es mir geht, sondern ganz klar aussprechen, du, dass das Verhalten, das du gezeigt hast, hat mich verletzt, hat das Gefühl bei mir gemacht, für den Gesprächsrahmen sorgen.
Ja, letztes Thema, sich immer wieder Zeit nehmen, um die Beziehung zu stärken. Also auch etwas, was eigentlich mit in diesem Reflexionsgespräch natürlich auch angesetzt wird.
Also Vertrauen aufbauen ist ja auch sehr viel mit gemeinsamer, positiver Zeit miteinander verbringen verbunden.
Warum baut man ein sehr intensives Vertrauen zu seinem Partner oder seiner Partnerin auf? Weil man gerade in der Verliebtheitsphase gefühlt unendlich viel Zeit miteinander verbringt und da natürlich das Vertrauen steigt.
Das heißt, wir haben ja viele Möglichkeiten dort, Date Nights zu vereinbaren.
Paarzeit zu organisieren, für regelmäßigen Babysitter zu sorgen, Familienzeit zu verbringen oder auch natürlich dann sowas wie das Reflexionsgespräch, um auch wirklich dafür zu sorgen, die letzte Woche zu reflektieren und zu schauen, was machen wir eigentlich nächste Woche zusammen.
Ich habe ja auch immer viele Paare mit kleinen Kindern im Coaching und da ist häufig auch immer so ein Problem, dass sie berichten, was ich durchaus verstehen kann, dass abends, wenn die Kinder schlafen oder das Kind schläft,
denn einfach keine Zeit mehr.
Keine Energie mehr da ist, um Paarzeit miteinander zu verbringen. Also, dass man das Gefühl hat, jetzt hätten wir jetzt noch anderthalb Stunden, aber die Energie ist einfach raus. Was würdest du sagen, was könnte man da machen?
Oh, da werfe ich die Frage an dich zurück. Du bist die Expertin für den Bereich.
Ich dachte, du warst gerade so im Flow. Ich stelle dir einfach nochmal eine Frage.
Das beantwortet du mal.
Also, ich glaube, was wichtig ist, dass man gar nicht so sehr…
Ja, quantitativ auf die Zeit guckt. Also, nicht sagt, okay, jetzt hätten wir noch anderthalb Stunden Zeit, sondern immer schaut, wenn die Energie an dem Abend nicht da ist, wie sieht es zum anderen Zeitpunkt aus?
Also, wie können wir uns am anderen Zeitpunkt vielleicht Paarzeit holen, wo Energie da ist? Oder wie könnte man den Abend so gestalten, dass es für beide halt noch stimmig ist?
Ich zähle da gerade an Paare, was ja durchaus auch mal im Coaching vorkommt, die unendlich enttäuscht darüber sind, meistens der Mann.
Dass die Frau dann bei der Einschlafbegleitung eingeschlafen ist und der Mann darüber so enttäuscht ist, dass er jetzt alleine Netflix und sie nicht zu zweit Netflix gucken konnten.
Keine Werbung für Netflix, einfach so Prime und Disney und wie sie alle heißen. Irgendein dieser Kanäle.
Und man so denkt, Mensch, wo wir jetzt über Quantität und Qualität sprechen, ist ja schon fast ziemlich egal, ob ich da alleine sitze und Netflix gucke oder zu zweit.
Das ist jetzt nicht so wirklich die qualitative Zeit, außer ihr seid natürlich totale Fans.
Wenn ihr Filmfans oder Serienfans und guckt eine halbe Stunde Serie und unterhaltet euch eine Stunde darüber, wie diese Folge ist und nehmt die auseinander und sonstiges, dann seid ihr da aktiv ganz anders davor.
Aber die meisten machen ja eher Netflix and chill und sitzen da und lassen sich bewieseln. Und da ist ja fast schon egal, ob man alleine oder zu zweit da ist.
Ich glaube, es geht da um einen anderen Punkt. Es geht darum, um Anerkennung und Wertschätzung, dass die Anerkennung fehlt.
So ein bisschen, dass der Partner da noch sitzt und dass man einfach einschläft.
Ja, Ausschluss, weil man sich sozusagen verabredet hat.
Genau, das ist klar. Aber trotzdem muss man dann mal sich überlegen, worum dreht sich gerade und welche Zeit hat man wirklich verloren.
Und dann muss man eben drüber sprechen und sagen, hey, das war ein anstrengender Tag. Das ist schon spät. Das kann heute sehr gut passieren, dass ich einschlafe.
Sei mir nicht böse, ist ja nicht böse gemeint. Der Tag war einfach heute krass so.
Und dass man dann eine andere Basis schafft und dann eben lieber überlegt, statt eineinhalb Stunden Netflix zu gucken, eine halbe Stunde in ein Gespräch zu gehen.
Oder irgendwas anderes Sinnvolles gemeinsam miteinander zu tun oder eben für Babysitter zu sorgen, dass man eher dann, das ist ja auch normal, dass man letztendlich, wenn man kleinere Kinder erstmal hat, dass man weniger Paarzeit hat als zuvor.
Deswegen muss man sich eben Freiheit zurechtlegen, rausschaufeln und dafür sorgen, dass man diese Zeit möglichst qualitativ miteinander verbringt.
Ja, wenn euch diese Folge gefallen hat.
Wenn euch die Folge weitergeholfen hat, dann freut uns das sehr. Wir haben passend zu diesem Thema zwei Videokurse. Einmal den 5x5 Kurs, der für euch kostenlos ist. Den findet ihr bei uns auf der Website.
Meldet euch einfach dafür an und wenn euch der Kurs gefallen hat und ihr merkt, das sind schon Themen, die uns weiterhelfen, dann können wir euch sehr empfehlen, in den nächsten Kurs einzusteigen, der dann auch etwas kostet.
Der wird euch dann automatisch per E-Mail empfohlen. Da sind es dann 26 Videos, die auch von uns ein bisschen. Intensiver aufbereitet worden sind, als dann der 5x5 Kurs, der so langsam mal wieder erneuert werden darf.
Und da lernt ihr, wie ihr Konflikte löst, welche Voraussetzungen es gibt, um Konflikte nachhaltig zu lösen, wie ihr präventiv damit umgehen könnt, wie man gar nicht erst in Konfliktspiralen hineingeratet, wie man vielleicht auch Prägungen erkennt und lösen kann.
Das haben wir alles in diesen Kurs hineingepackt.
Ansonsten wünschen wir euch eine schöne Zeit.
Und freuen uns, wenn ihr auch auf unseren anderen Kanälen mit uns in Kontakt tretet.
Podcast ist ja immer so ein bisschen einseitig, aber bei Instagram und Co., da können wir uns ja auch connecten und miteinander dann schreiben, Kommentare austauschen und so weiter.
Bis dann.
Bis bald.
Untertitelung des ZDF, 2020
Podcast Summary
Key Points:
Konfliktprävention bedeutet, Konflikte vor ihrer Entstehung zu erkennen und durch kleine, bewusste Maßnahmen zu vermeiden.
Kleinigkeiten, die nicht beachtet werden, führen langfristig zu größeren Streits und einer ständigen Anspannung im Beziehungssystem.
Die Art und Weise, wie Konflikte gelöst werden, ist entscheidend – oft entstehen negative Gefühle, wenn Streit mit Wut oder Abweisung endet.
Es ist wichtig, Verletzungen und Bedürfnisse offen zu kommunizieren, um Missverständnisse zu vermeiden und eine gegenseitige Anerkennung zu fördern.
Systemgesetze wie Zugehörigkeit, Respekt und Ausgleich von Geben und Nehmen sollten im Alltag bewusst beachtet und in Gesprächen reflektiert werden.
Regelmäßige Reflektionen helfen, sich gegenseitig zu verstehen und das Risiko von akkumulierten Verletzungen zu reduzieren.
Eltern sollten Kinder nicht als „Stimmen“ interpretieren, sondern gemeinsam fragen, wie sie sich fühlen und ob Verhaltensweisen sie verletzen.
Qualitative, gemeinsame Zeit wie Paarzeit oder Reflexionsgespräche stärken Vertrauen und sind wichtiger als Quantität.
Summary:
Die Folge behandelt das Thema Konfliktprävention in der Beziehung, indem sie auf die Vermeidung von Streit und die frühe Intervention hinweist. Anstatt auf die Krise zu reagieren, wird betont, dass kleine, oft übersehene Unstimmigkeiten langfristig zu größeren Konflikten führen können. Ein zentrales Element ist die offene Kommunikation von Gefühlen und Bedürfnissen, um Missverständnisse zu vermeiden und gegenseitige Anerkennung zu stärken.
Die Teilnehmer lernen, Systemgesetze wie Zugehörigkeit, Respekt und Ausgleich im Alltag bewusst umzusetzen. Regelmäßige Reflexionen helfen, sich gegenseitig zu verstehen und negative Gefühle zu vermeiden, indem sie frühzeitig erkannt und verarbeitet werden. Auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern wird thematisiert: hier ist es entscheidend, nicht zu interpretieren, sondern aktiv zu fragen, wie sich das Verhalten auf das Kind auswirkt.
Die Wichtigkeit qualitativer Zeit – wie gemeinsame Gespräche oder Paarzeit – wird betont, da sie das Vertrauen stärkt und über die bloße Quantität hinausgeht. Letztendlich wird deutlich, dass glückliche und stabile Beziehungen auf Prävention, offener Kommunikation und gegenseitigem Verständnis aufgebaut werden. Die Folge schließt mit einem Hinweis auf zwei Videokurse, die zur Konfliktprevention und -lösung beitragen.
FAQs
Konfliktprävention bezeichnet Maßnahmen, die darauf abzielen, Konflikte vor ihrem Auftreten zu vermeiden oder sie so zu bekämpfen, dass sie sich nicht verschlimmern.
Die Behandlung von Kleinigkeiten verhindert, dass sich diese später zu größeren Konflikten entwickeln und die Beziehung langfristig belastet.
Durch das Offenpreisen von Gefühlen, die Wertschätzung und Anerkennung miteinander auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu suchen, anstatt zu interpretieren oder zu verbergen.
Das Verdrängen führt zu einer stetigen Anspannung, Entmutigung und kann das Beziehungsfundament schwächen, bis es zu einem Trennungsgefühl führt.
Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern über Gefühle und Verletzungen sprechen, um ihnen zu zeigen, wie Konflikte nachhaltig und respektvoll gelöst werden können.
Gesetze wie Zugehörigkeit, Anerkennung, Wertschätzung, Respekt und der Ausgleich von Geben und Nehmen schaffen ein stabiles und vertrauensvolles Beziehungsfeld.
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