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Konflikte lösen: Mit diesen Tipps meistert ihr jeden Streit!

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Konflikte lösen: Mit diesen Tipps meistert ihr jeden Streit!

Streit ist ein häufiges und belastendes Thema in Paaren, das oft zu emotionalen Verletzungen und einer langfristigen Konfliktspirale führt. Der Ursprung liegt meist in Wut, Hilflosigkeit und einem „Blackout“-Zustand, bei dem das Denken gestört ist. Wenn emotionale Verletzungen nicht behandelt werden, entsteht ein unendliches Ping-Pong-Spiel, in dem beide Parteien sich verletzen und sich immer weiter von einander entfernen. Eine erfolgreiche Lösung erfordert einen bereiten Gesprächsrahmen: Zeit, Ruhe, Fokus und grundlegende Bedürfnisse wie Hunger oder Müdigkeit müssen berücksichtigt werden. Dabei ist es entscheidend, zwischen Verletzungen und konstruktivem Feedback zu unterscheiden: Bei Verletzungen soll der andere eine Lösung vorschlagen, bei Feedback wird ein Wunsch formuliert. Ein weiterer Schlüssel ist die regelmäßige Reflexion über die vergangene Woche, um ungelöste Gefühle frühzeitig zu behandeln. Dieser Prozess wird durch einen „Sicherheitsanker“ gestärkt, bei dem beide Partner sich gegenseitig wertschätzen und Gefühle offen aussprechen. So wird nicht nur die Kommunikation verbessert, sondern auch die emotionale Sicherheit und das Vertrauen in der Beziehung gestärkt. Die Methoden, die hier vorgestellt werden, sind nicht nur theoretisch, sondern in Coaching-Praxis bewährt und helfen, Konflikte nachhaltig zu lösen und den Punkt „wann war es mal gut“ wieder ins Jetzt zu bringen.

Transcription

3675 Words, 22143 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensjahrlisten. In dieser Folge geht es darum, wie ihr Konflikte lösen könnt. Mit diesen Tipps meistert ihr jeden Streit. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Das Thema Streit ist eine Sache, was für Paare immer sehr belastend häufig ist. Also das hat immer so die Konsequenz, je nachdem wie man geprägt ist, dass man vielleicht wochenlang über das Streitthema spricht, weil man keine stimmige Lösung findet oder die Worte schwingen noch so nach, was der andere gesagt hat im Streit und man hat ungute Gefühle. Also das Thema Streit hat immer eine starke Wirkung, finde ich, auf den Alltag und auf das eigene Wohlbefinden. Und es ist aber trotzdem ja wichtig, dass man auch über schwierige Dinge sprechen kann und im besten Fall da auch harmonisch drüber kommunizieren kann und eine Lösung findet, die halt für beide stimmig ist, damit man möglichst schnell aus dem Leid rauskommt hin zu einer konstruktiven Haltung als Paar, wo man sagt, wir müssen ja nicht einer Meinung sein, aber wir verletzen uns nicht. Und wie das genau funktioniert, das wollen wir euch dieses Mal in dieser Podcast-Folge zeigen. Ja, also man muss nicht immer einer Meinung sein. Das kommt immer auf die Art und Weise an, wie man damit umgeht. Also am Ende ist ein Konflikt oder auch ein Streit in einem gewissen Rahmen natürlich nicht das Problem, das Problem ist, wie man damit umgeht. Und ob man das hinbekommt, diesen nachhaltig zu lösen und das Gefühl danach zu haben, dass der Punkt, wann war es mal gut, wieder im Heute, im Jetzt gelandet ist. Die Frage ist ja auch, was ist der Unterschied zum Beispiel zwischen Streit, und Diskussion oder Konflikt. Also das definiert ja jeder auch so ein bisschen für sich selber. Viele sagen ja auch, noch richtig streiten tun wir nicht, wenn, dann diskutieren wir mal über einzelne Themen oder so. Ja, ich glaube, Streit kann man es immer schon dann nennen, wenn im Laufe eines Gesprächs bei einem von beiden eine emotionale Verletzung, ein ungutes Gefühl entsteht. Dann könnte man es eigentlich Streit nennen. Ich glaube, allgemein versteht man aber Streit eher als, man. ist. ist. in Rage zumindest, in Ärger und Wut, Tendenz zum Lautwerden oder richtig laut werden schon. Und, ne, also, das sind so dann. Emotionale Ausnahmesituationen. Ja, also das ist, glaube ich, für die meisten eher so ein Streit. Aber letztendlich ist ja in dem Moment ein Konflikt oder ein Streit, wo einer sich emotional verletzt fühlt. Wir finden nur häufig nicht da heraus und dann eskaliert das Ganze. Das wollen wir uns jetzt ja anschauen, warum das so ist und wie man das ändern kann. Häufig sind das. Das ist ja auch Alltagssituationen, warum man in eine Streitsituation kommt. Also etwas im Alltag, was entstanden ist, eine Kleinigkeit. Man bringt vielleicht auch etwas mit, in dem Sinne eine Stimmung, ein Körpergefühl, von Angespanntheit, unguten Gefühl. Man hat vielleicht davor schon einen Konflikt bei der Arbeit erlebt, man ist unter Stress und dann kommt es im privaten Rahmen zu einem Streit. Das heißt, das normale Gespräch gibt es nicht mehr, sondern es kommt zu einer ersten Eskalationsstufe und es entsteht so eine angespannte Stimmung. Und häufig ist so ein Gefühl, was bei vielen Menschen dann aufkommt, von Wut. Also Angriff, Verteidigungsmodus ist angeschaltet. Und man kann dann einfach nicht mehr harmonisch kommunizieren. Man hat das Gefühl, man findet keinen Ausweg mehr. Ja, und keinen Ausweg zu finden, das macht eben Hilflosigkeit. Und man kommt nicht mehr zurück in diesen wertschätzenden Moment im Gespräch, sondern eskaliert eben Stufe für Stufe. Stufe weiter. Und eine wichtige Ursache ist dafür sicherlich auch, dass eben in dem Moment, wo Hilflosigkeit oder Wut und Ärger besonders groß werden, im Basisgefühl, man im Denken wie so eine Art Blackout bekommen kann. Das kennt man sicherlich, vielleicht wenn man mal früher in der Schule Arbeiten oder Klausuren geschrieben hat, da haben bestimmt viele auch so eine Blackout-Situation mal erlebt. Also eigentlich vom Wissen her, vom Lernen her gut aufgestellt zu sein. Aber in dem Moment fallen einem die Dinge nicht mehr ein. Und das ist eben dann, wenn der Körper, das Basisgefühl, in so einen panischen oder in so einen Wutzustand gerät. Und häufig ist es ja dann diese Prüfungsangst, die man dann da hat. Und dann dafür sorgt, dass das Blut aus dem Gehirn gezogen wird und in die Gliedmaßen geht, sodass ich entweder mich verteidigen oder schnell rennen kann. Und das sorgt dafür, dass wir nicht mehr so. so klar denken können und uns die Dinge nicht mehr einfallen. Das macht den Blackout. Und das kann eben in so einer Streitsituation auch passieren, dass solange eben diese Wut und Hilflosigkeit vordergründig da ist, wir eben im Denken gar nicht mehr alles zur Verfügung stehen haben an Ressourcen, was gebraucht wird. In der Folge entsteht über die Beziehung langfristig eine große Konfliktspirale, in der dann eben die Gefühle immer intensiver werden und auch die Lösung immer schwerer wird, weil man dann, wenn man versucht, da was zu lösen, sich im Kreis dreht. Man findet dann immer den Punkt, wo man sagt, hättest du vorgestern nicht, hätte ich heute nicht, hätte damals und weißt du noch und ich hab's ja versucht, aber du nicht. Also man kommt da immer in so ein Ping-Pong-Spiel hinein, was eben die Situation immer weiter in die Hilflosigkeit führt und dazu führt, dass sich das unlösbar anfühlt. Und unlösbar ist ja meistens auch so der Moment, wo dann die ersten Treffen. Trennungsgedanken, sag ich mal, aufkommen. Und man denkt, ja, hat das noch einen Sinn? Wir streiten so viel. Es wird immer verletzender. Man überlegt sich, ob man sich das noch die nächsten 5 bis 10 oder 20 Jahre so vorstellen kann als Paar mit diesen Streitigkeiten. Genau. Manche resignieren und sprechen dann Probleme und Unstimmigkeiten lieber nicht mehr an. Ja, oder man stellt auch so ein Resümee auf, ne? Dass man denkt, wir streiten ja mehr, als wir gute Zeit zusammen haben. Und das finde ich manchmal auch sehr traurig. Eigentlich so den Gedanken, dass man merkt, man hat weniger schöne Lebensmomente oder schöne Zeiten zusammen, sondern streitet eigentlich viel um Kleinigkeiten. Das wird immer wieder aufgewärmt. Man weiß nicht mehr, wann der Anfang von dem Streit schon war oder ob der zu Ende ist oder ob es jetzt eine Waffenruhe gerade gibt. Das ist ja der Punkt, an dem eben dann auch die Trennung bei einigen so als Impuls kommt. Wenn man merkt, dass das Leid, in der Beziehung zu bleiben, größer wäre, als sich zu trennen. Ja. Das ist ja immer Leid erzeugt. Und dann kommt eben der Trennungsgedanke ins Spiel. Wir werden das Ganze auch nochmal in unserem Blogbeitrag Konflikte lösen. Mit diesen Tipps könnt ihr jeden Konflikt bewältigen. Näher erläutert. Da könnt ihr die Schritte auch nochmal schriftlich für euch durchgehen. Und da haben wir entsprechend auch nochmal 10 Tipps aufgeführt, die euch dabei helfen, einen Konflikt wirksam und auch wertschätzend miteinander zu lösen. Und natürlich steht euch jederzeit frei zu uns ins Coaching zu kommen. Und gemeinsam mit uns zu lernen, anhand eurer Zeitlinie, wenn wir mit euch gemeinsam das Fundament herstellen, wie sich Konflikte lösen lassen. Das könnt ihr dann wunderbar in euren Alltag integrieren. Wir schieben den Punkt, wann war es mal gut, ins Heute. Bauen aufgestaute Gefühle ab und sorgen dafür, dass ihr heute wertschätzend miteinander umgehen könnt. Und die neuen Konflikte, die aufkommen, dann auf eine ganz andere Art und Weise lösen könnt. Nämlich mit euch. Mit den Tipps und mit den Dingen, die wir euch jetzt gerne mitgeben wollen. Genau, bei den Lösungsansätzen ist es so ein bisschen ähnlich wie bei der Podcast-Folge zuvor über das Thema Kommunikation. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt. Aber auch da geht es darum, wenn ihr merkt, dass diese Tipps nicht umzusetzen sind für euch, nochmal drauf zu schauen, zu reflektieren, gibt es starke Verletzungen, die bei euch schon vorliegen. Weil wenn es starke Systemgesetzverletzungen gibt, dann ist es erstmal wichtig, im ersten Schritt diese aufzulösen. Weil die sind häufig auch der Grund, warum man, sag ich mal, die nächsten Schritte im Außen, also in der praktischen Umsetzung häufig nicht hinbekommt, weil das Fundament dafür nicht da ist. Über Systemgesetzverletzungen, glaube ich, haben wir aber auch schon viel gesprochen. Wie wir die auflösen, wie die Methodik ist, haben wir bestimmt auch noch Blogartikel zu. Jede Menge. Jede Menge, genau. Deswegen gehen wir, glaube ich, da jetzt gar nicht mehr so groß drauf ein, sondern gehen mal ganz praktisch vor, welche Tipps wir noch für euch haben. Also was tatsächlich. Erstaunlicherweise, muss man sagen. Es ist einfach so, für viele neu ist, einen richtigen Gesprächsrahmen zu schaffen. Das kann ein Termin sein, den man sich gemeinsam setzt. Aber auch so zu schauen, haben beide die Ressourcen, in dieses Gespräch hineinzugehen. Und Ressourcen kann sein, dass man Zeit meint. Dass man nicht fünf Minuten vor dem nächsten Termin oder bevor man los muss, ein Thema, was Wichtiges anspricht. Dass man. Kein Tür- und Angelgespräch, meinst du? Kein Tür- und Angelgespräch. Dass man mental da ist und nicht noch vielleicht gedanklich bei dem Kunden von heute Mittag ist, der einen total genervt hat und man eigentlich noch total wütend auf den ist oder ein schlechtes Gespräch mit dem Vorgesetzten hatte. Wenn man das spürt, dann ist die Bereitschaft für dieses Gespräch gerade nicht da. Dass man dann sagt, Mensch, okay, da ist gerade keine Bereitschaft. Dann ist die Frage, was wird gebraucht, um die Bereitschaft zu haben? haben. Kann sein, dass derjenige sagt, ich gehe mal eine halbe Stunde joggen, ich power mich mal. raus, gehe kurz duschen, dreiviertel Stunde, dann bin ich bereit. Hunger auch ein ganz wichtiges Thema. Ja, Hunger. Finde ich. Bei Männern häufig, ne? Aber Frauen auch. Ja? Ja. Okay, ich habe es bisher eher bei den Männern wahrgenommen. Echt? Nee. Am schlimmsten sind Kinder. Wenn Kinder hungrig sind, das ist alles jetzt, da kannst du auch keinen Konflikt angehen. Das ist auch nicht der richtige Rahmen, ne? Aber genau, das sind alles so diese Dinge, Hunger ist ein Grundbedürfnis. Ja. Das ist genauso schlecht, wenn man sagt, ich muss eigentlich gerade auf Toilette. Ja, total. Also da muss man auch erst mal gehen und sich befreien. Müdigkeit auch. Müdigkeit. Also diese Grundbedürfnisse, die sollen ganz gut da sein, dass man eben die Ressourcen hat, sich auf das Gespräch gut einlassen zu können und so ausgiehliche Kraft vor wie möglich in dieses Gespräch zu gehen. Wie gesagt, ist die Bereitschaft nicht da, ist das völlig in Ordnung und auch für beide sehr sinnvoll, wenn das offen ausgesprochen wird. Dann ist immer die Frage, was tut man, um bereit zu sein? Wann wird man bereit sein? Denn das ist immer blöd, wenn man im Ungewissen zurückgelassen wird. Ja. Also nur zu sagen, ich bin nicht bereit, das reicht nicht. Sondern dann zu sagen, okay, das ist ein wichtiges Thema, kann ich sehen, ich bin gerade nicht bereit. Ich gehe die und die und die Schritte und werde dann bereit sein. Und sich dann auch wirklich da auf den Weg machen und nicht noch irgendwie dann nochmal kurz eine Stunde mit dem Nachbarn klönen und dies und das und sich hier nochmal austauschen und nochmal kurz TikTok gucken und so. Das geht dann nicht, sondern wenn man sagt, ich mache mich bereit, ich gehe jetzt joggen, duschen und dreiviertel Stunde, dann soll das auch so sein, denn das gehört dann wieder zu Anerkennung, Wertschätzung, Respekt dazu, dass ich dann auch mich auf den Weg mache, bereit zu werden. Genau. Und da ist nächster Punkt natürlich, wenn der Rahmen stimmt, einmal auf den Inhalt zu achten im Gespräch, also keine Vorwürfe im gemeinsamen Gespräch hervorzubringen, sondern besser die Wünsche zu formulieren, also das Bedürfnis, was man hat auszusprechen, den Wunsch auszusprechen, nicht mit einer Forderung zu starten und zu sagen, was der andere alles nicht gemacht hat, sondern bei sich zu bleiben, das eigene Bedürfnis nach vorne zu stellen, zu sagen, was man sich selber wünscht, weil man kann ja nicht den Wunsch des anderen formulieren oder man soll ja auch nicht in eine Interpretation verfallen, deswegen ist es am einfachsten, immer bei sich selbst zu bleiben. Wir unterscheiden da aber noch zwischen Systemgesetzverletzungen lösen und Feedback geben. Wenn ihr euch verletzt fühlt, dann macht es keinen Sinn, einen Wunsch zu formulieren, dann sagt derjenige, der die Verletzung verursacht hat, wie er mit dem Wissen anders hätte handeln können, damit die Verletzung nicht entsteht. Das heißt, da soll der Verursacher da selbst drauf kommen und eine Lösung vorschlagen, die dem anderen geholfen hätte. Während, wenn da keine Verletzung hintersteht, wir Feedback geben, dürfen wir einen Wunsch äußern. Also, wenn ich von links nach rechts gewischt habe und da sind Schlieren übrig geblieben, das macht bei dir keine Verletzung, aber du weißt, wie es besser geht, man muss von rechts nach links wischen, dann kannst du natürlich sagen, Mensch, hab ich gesehen, du hast das so gemacht, das macht Schlieren, ich hab eine Idee, wie es besser geht, ich würde mir wünschen, dass du es von so nach so machst, dann entstehen nämlich keine Schlieren. Kannst du einen Wunsch äußern, dann brauche ich nicht von mir, dass auf die Lösung kommen, wenn das eben Situationen sind, die dich emotional verletzen, dann wird gebraucht, dass ich darauf komme. Wenn ich zu spät gekommen bin, zu einem vereinbarten Termin zwischen uns, du hast dich vielleicht noch abgehetzt, um das zu schaffen und sagst, Mensch, ich hab irgendwie gerade Bauchschmerzen bekommen und das fühlt sich total ungut an, dass ich mich so abgehetzt habe und du bist jetzt später gekommen, als wir vereinbart haben und ich sage, das ist tut mir leid, das kann ich sehen, hätte ich jetzt gewusst, dass das bei dir ein ungutes Gefühl macht und du dich so abhetzt, finde ich, wäre ich pünktlich gekommen und bin ab dem Moment natürlich bei solchen Situationen pünktlich, dann kann das gehen. Ja, wir haben über den Rahmen schon gesprochen mit dem Termin, zu dem Rahmen gehört natürlich auch eine ruhige Atmosphäre, also dass man den richtigen Rahmen in der Umgebung baut, man darf sich gerne mal ein nettes Getränk hinstellen und knabberkamm, warum, man muss ja nicht ungemütlich sein, man kann diese Gespräche ja auch für sich nett gestalten, das ist ja auch der Rahmen, den wir hier bei uns im Coaching-Raum haben, also hier ist ein gemütliches Sofa, wird das alles hier nett gemacht, man hat ein bisschen Naschi auf dem Tisch stehen, Taschentücher sind griffbereit, aber auch nette Getränke hat man da und wir haben hier dann eben so einen kleinen, versucht so einen kleinen Wohlfühlraum dann auch zu schaffen, denn wenn manchmal die Themen schon ein bisschen ungemütlich sind, dann darf ja zumindest der Rahmen ungemütlich sein, das macht es vielen ein bisschen einfacher. Ich glaube auch der Punkt, wie du sagtest, der Rahmen, dieses nebenbei über Konflikte sprechen, ist auch wirklich entscheidend, was ja auch bei vielen Eltern immer so ein Problem ist manchmal, weil da Kinder immer rumwuseln und man vielleicht auch dauernd unterbrochen wird, man selber gerade einen Gedanken gefasst hat, was man sagen wollte, wie man sprechen will und dann wird man wieder unterbrochen, weil irgendein Bedürfnis einfach gerade gestillt werden muss, da hilft das einfach auch ganz klar zu sagen, wir finden einen Termin, aber auch einen Termin zu finden, der realistisch ist und der auch wirklich so gepackt ist, dass man mal mehr als 30 Minuten vielleicht Zeit hat. Tendenziell halt eher abends, wenn man weiß, die Kinder schlafen, da ist es dann natürlich auch wichtig, das zu symbolisieren, also dann auch wirklich gesprächsbereit zu sein, wenn natürlich einer nebenbei extrem viel aufs Handy guckt oder doch noch für die Arbeit was macht, das macht natürlich dann wieder ein ungutes Gefühl. Ja, also Fokus und Priorität sind da zwei wichtige Dinge noch, also dass man dann in diesem Gespräch auch den Fokus darauf legt, aber auch, dass die Konfliktlösung trotz vieler anderen Themen, die man natürlich im Leben hat, eine hohe Priorität bekommt. Wenn man das beiseite schiebt und zu lange aufstaut, dann geraten wir eben in die Konfliktspirale hinein, das heißt, das braucht eben eine hohe Priorität dafür zu sorgen, dass Konflikte, wenn sie entstanden sind, nachhaltig gelöst werden. Da empfehlen wir ja auch im Coaching ganz häufig, sich so einen Reflexions- und Sicherheitstag einzubauen, wo man mal das schafft, ein, zwei Stunden gemeinsam spazieren zu gehen und die letzten sechs, sieben Tage zu reflektieren und zu schauen, ist da noch irgendetwas offen geblieben, ein ungutes Gefühl, ein Konflikt, irgendwas, was nicht gut gelaufen ist, um das dann dort zu lösen, so als Sicherheitsanker, dass man eben nicht länger als dann diese sechs, sieben Tage aufstaut. Das soll nicht das Ziel sein bis dahin, immer alles aufzustauen, sondern nur ein Sicherheitsanker sein, zu sagen, wenn da noch was übrig geblieben ist, dann kommt das heute auf den Tisch und wir nehmen uns heute die Zeit dafür, das dann noch zu lösen, damit wir sicher sind, morgen starten wir in eine neue, gute Woche zusammen. Damit auch nichts wieder so ein Berg entsteht, das ist ja immer das Gefühl, auch wenn die Paare das erste Mal bei uns beim Coaching sind, dass sie sagen, oh, ich hab so ein Berg von Problemen, ich weiß gar nicht, was wir als erstes angehen sollen, das ist so komplex und wir wollen ja auch nicht, dass dieser Berg überhaupt wieder entsteht, sondern dass man den kontinuierlich sozusagen überprüft und dann braucht man ja auch immer weniger, mehr Zeit, also dann reicht es nachher auch so Viertelstunde, 30 Minuten vielleicht, wenn man da gut geübt ist, in die Reflexion zu gehen und zu sagen, ja, hast du ein ungutes Gefühl, wie fandst du die Woche, weil das ist ja wieder ganz viel die Wahrnehmungssache, man selber denkt vielleicht, jo, das war eine gute Woche und man merkt das immer, wenn ich zum Beispiel am Anfang beim Coaching frage die Paare oft, wie ist die Stimmung so untereinander seit dem letzten Termin und dann merke ich manchmal, dass die Blicke, die gucken sich dann gegenseitig so an, und der eine sagt, ja, also finde ich ganz gut, oder? Also das ist so der Moment, wo man denkt so, ich bin mir einig, war das doch gut, oder? Oder bin ich jetzt doch unsicher an meiner Wahrnehmung? Hab ich mir das jetzt nur gerade so vorgestellt? Und der andere, wenn der andere dann nur eine Millisekunde anders guckt als die Vorstellung, weißt du, oder siehst du das anders? Und da merkt man einfach, dass man nach einer Krise natürlich auch eine Unsicherheit und Verunsicherung hat und deswegen ist das so wichtig, dann nachhaltig auch dran zu arbeiten, damit man selber auch wieder ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zueinander hat, dass man sozusagen gleich einen Blickwinkel auf Konflikte hat. Das Ziel ist es ja, das so zeitnah wie möglich auch in der Woche, also jeden Tag eigentlich zu lösen. Und ich hab zum Beispiel ein Paar, die haben das eingeführt, das hat sehr gut bei den beiden geklappt, die haben das sehr gut eingehalten, die haben das genutzt, um in der Woche noch nicht verarbeitete emotionale Verletzungen und Konflikte zu lösen und haben einige Wertethemen gerade in der Erziehung abgeklärt, die offen geblieben sind, die sie bisher nicht gemacht haben. Also wir haben einige Punkte erarbeitet im Coaching, die bei den beiden einfach offen geblieben sind und dadurch immer wieder Konflikte machen, weil sie dort keine gemeinsame Regel als Familie haben sollen. Der eine macht es so, der andere so und das macht bei dem anderen aber ein Gefühl, dass der das anders macht und so und sie haben es aber nie gemeinsam besprochen. Das haben sie gemacht, genutzt und haben nach einigen Wochen dann eben auch aufgehört mit diesem Sicherheitstermin, weil sie gemerkt haben, dass da nichts mehr ist. Sie haben die Dinge, die so auftreten, schon in der Woche gelöst und sie brauchen den Tag nicht mehr und haben dann das jetzt soweit verinnerlichen können. Das ist eben so, wenn man das wirklich einhält und durchzieht, da ist man sich nicht ganz sicher. Die einen sagen 21 Tage, 60, 90 Tage, also irgendwo zwischen 21 und 90 Tagen hat sich so ein neues Ritual als neue Gewohnheit etabliert und dann fällt es einem leicht. Und das ist bei denen eben passiert, aber so diese drei bis zehn, zwölf Wochen sollte man eben überlegen, ob so ein Sicherheitsanker, so ein Sicherheitstag da helfen kann. Und das hilft natürlich nur, wenn man Gedanken und Gefühle offen ausspricht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt beim Lösen von emotionalen Verletzungen und Konflikten, dass man seine Gedanken und Gefühle offen ausspricht und dass der andere diese auch anerkennt. Man hat immer in positiver Absicht gehandelt, dennoch kann es bei anderen negative Auswirkungen auf Gefühlsebene machen und das sollte anerkannt werden. werden, wenn jemand das ausspricht, denn du hast schon gesagt, Die Gefühle funktionieren bei uns allen ein bisschen anders. Was dich verletzt, verletzt mich nicht und andersrum. Das heißt, wenn ich in guter Absicht so handle, wie mich etwas auch nicht verletzen würde, kann es dennoch sein, dass es dich verletzt und das wird gebraucht, wenn du die Offenheit mir gegenüber zeigst, das auszusprechen, was ja auch ein Stück weit Mut erfordert, dass ich dir natürlich auch dann die Wertschätzung und den Respekt entgegenbringe zu sagen, das kann ich anerkennen und sehen. Das war nicht meine Absicht, dir dieses Gefühl zu machen, aber das ist entstanden und das tut mir leid. Da unterstützen wir gerne mit unserer Erfahrung und mit unserer Methodik, die, wie wir es empfinden, sehr erfolgreich bei Paaren ist in Konflikten und ja, meldet euch gerne. Wir freuen uns immer, weitere Paare begleiten zu können. Vielen Dank, dass ihr zugehört habt und bis bald. Bis zum nächsten Mal. Musik

Podcast Summary

Key Points:

  1. Streit entsteht oft, wenn eine emotionale Verletzung oder Wut auftritt, besonders im Zusammenhang mit Stress oder vorherigen Konflikten.
  2. Eine häufige Ursache für eskalierende Konflikte ist der „Blackout-Zustand“, bei dem Wut und Hilflosigkeit das Denken und die Kommunikation blockieren.
  3. Konflikte werden langfristig zu Spiralen, wenn starke Verletzungen nicht gelöst werden und die Beziehung in ein „Ping-Pong-Spiel“ verläuft.
  4. Eine wichtige Voraussetzung für konstruktive Gespräche ist ein bereiten Rahmen, der Ressourcen wie Zeit, Hunger, Müdigkeit und Fokus berücksichtigt.
  5. Es ist entscheidend, zwischen Verletzungen und Feedback zu unterscheiden
  6. Eine regelmäßige Reflexion über die vergangenen Tage hilft, ungeklärte Gefühle zu lösen und die Beziehung stabil zu halten.
  7. Die Wertschätzung und Anerkennung von Gefühlen ist entscheidend, selbst wenn sie aus guter Absicht entstehen.
  8. Durch klare, wertschätzende Kommunikation und regelmäßige Sicherheitsgespräche können Konflikte langfristig gelöst und die Beziehung verbessert werden.

Summary:

Streit ist ein häufiges und belastendes Thema in Paaren, das oft zu emotionalen Verletzungen und einer langfristigen Konfliktspirale führt. Der Ursprung liegt meist in Wut, Hilflosigkeit und einem „Blackout“-Zustand, bei dem das Denken gestört ist. Wenn emotionale Verletzungen nicht behandelt werden, entsteht ein unendliches Ping-Pong-Spiel, in dem beide Parteien sich verletzen und sich immer weiter von einander entfernen.

Eine erfolgreiche Lösung erfordert einen bereiten Gesprächsrahmen: Zeit, Ruhe, Fokus und grundlegende Bedürfnisse wie Hunger oder Müdigkeit müssen berücksichtigt werden. Dabei ist es entscheidend, zwischen Verletzungen und konstruktivem Feedback zu unterscheiden: Bei Verletzungen soll der andere eine Lösung vorschlagen, bei Feedback wird ein Wunsch formuliert. Ein weiterer Schlüssel ist die regelmäßige Reflexion über die vergangene Woche, um ungelöste Gefühle frühzeitig zu behandeln.

Dieser Prozess wird durch einen „Sicherheitsanker“ gestärkt, bei dem beide Partner sich gegenseitig wertschätzen und Gefühle offen aussprechen. So wird nicht nur die Kommunikation verbessert, sondern auch die emotionale Sicherheit und das Vertrauen in der Beziehung gestärkt. Die Methoden, die hier vorgestellt werden, sind nicht nur theoretisch, sondern in Coaching-Praxis bewährt und helfen, Konflikte nachhaltig zu lösen und den Punkt „wann war es mal gut“ wieder ins Jetzt zu bringen.

FAQs

Durch das Schaffen eines ruhigen, wertschätzenden Gesprächsrahmens, bei dem beide Parteien ihre Bedürfnisse offen formulieren und sich auf gemeinsame Lösungen konzentrieren.

Weil bei Wut und Hilflosigkeit das Gehirn in einen Blackout-Zustand gerät, sodass man nicht mehr klar denken kann und sich verletzt fühlt, obwohl man sich nicht absichtlich verletzt hat.

Streit entsteht, wenn eine emotionale Verletzung entsteht, zum Beispiel durch Wut oder Ärger. Eine Diskussion ist sachorientiert und vermeidet emotionale Ausbrüche.

Weil beide Partner nur dann gut kommunizieren können, wenn sie bereit und in Ruhe sind – beispielsweise wenn sie Hunger, Müdigkeit oder Stress abgearbeitet haben.

Durch die Formulierung eigener Wünsche anstatt Vorwürfe, besonders dann, wenn keine emotionale Verletzung vorliegt, und durch respektvolle, wertschätzende Sprache.

Ein Sicherheitstag ist ein regelmäßiger Reflexions- und Lösungszeitpunkt, bei dem ungelöste Konflikte der letzten Wochen offen behandelt werden, um eine Konfliktspirale zu vermeiden.

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