Konflikte in der Patchworkfamilie: So lösen und als starke Familie zusammenwachsen
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Patchwork-Familien entstehen, wenn ein Paar sich trennt und ein neuer Partner mit oder ohne eigenes Kind zusammenkommt. Dies führt zu tiefgreifenden Veränderungen, die für Kinder und Eltern oft belastend sind. Das Hauptproblem liegt meist am Beginn, wenn Kinder nicht eingebunden werden und sich fühlen, vernachlässigt oder ausgeschlossen zu sein. Dies entsteht durch das Teilen von Eltern, neue Regeln oder veränderte Rituale, wodurch Bindungen und Sicherheit verletzt werden. Es ist entscheidend, dass die alte Beziehung gut abgeschlossen ist und ein stabiles Elternpaar entsteht. Kinder sollten kindgerecht über den neuen Partner und Veränderungen informiert werden, ohne Unterdrückung oder Angst. Ängste und Wünsche müssen respektiert werden, auch wenn sie fiktiv sind. Rituale sollten anerkannt und schrittweise angepasst werden, um familiäre Sicherheit zu gewährleisten. Patchwork-Familien brauchen Zeit und Geduld, um sich einzustellen; Konflikte sind normal, aber mit Verständnis und Kommunikation können sie behoben werden. Die Zukunft der Familie hängt von gegenseitigem Respekt, Einbeziehungsverhalten und der Anerkennung von früheren Bindungen ab.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge bei den Lebensirrlisten.
Wir wollen uns mit Patchwork-Familien beschäftigen, Konflikten in Patchwork-Familien
und wie ihr diese lösen könnt und somit als starke Familie zusammenwachst.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Vielleicht habt ihr euch schon gefragt, wo unsere nächste Podcast-Folge bleibt.
Ja, wir sind ein bisschen verspätet unterwegs diese Woche.
Warum ist das so?
Auch bei uns ist das Leben nicht nur einfach eine gerade Linie ohne Aufs und Abs.
Und wir hatten auch Krankheiten, Erkältungskrankheiten, Kita-Viren,
alles mögliche, was zusammengekommen ist.
Und ja, deswegen mussten wir ein bisschen schieben.
Aber das ist ja nur das Ab.
Wir haben auch das Auf, wir haben auch noch eine Wohnmobil-Tour gemacht und so weiter.
Genau, die haben wir auch noch gemacht.
Dadurch sind wir irgendwie. mit unseren Folgen ein bisschen durcheinander gekommen
und konnten das nicht entsprechend produzieren.
Aber jetzt reichen wir es gerne für euch nach.
Und ab nächste Woche dann wieder ganz gewohnt am Dienstag um 16 Uhr.
Hoffentlich.
Auf jeden Fall.
Genau.
Heute auch mit dem spannenden Thema Patchwork-Familie.
Ein Thema, was auch immer wieder bei uns beim Coaching vorkommt.
Patchwork-Familie ist die Situation, wenn ein Paar sich trennt
und ja, ein Kind vorhanden ist,
ein gemeinsames Kind vorhanden ist
und dann der Elternteil, ein Elternteil jemanden Neues kennenlernt,
einen neuen Partner, eine neue Partnerin
und eventuell sogar ein neues Kind mit dazu bringt.
Und ja, dann eine neue Familie, ein neues System entsteht,
häufig auch geprägt durch einen Umzug,
dass man zusammenzieht und ja,
dass für viele Beteiligte eine große Veränderung ist,
weil man ja lange Zeit meistens in einem ganz anderen Familiensystem gelingt,
gelebt hat, in einer ganz anderen Konstellation gelebt hat
und jetzt ist da vor einmal so viel los und so viel neu
und das bringt natürlich zu einem Wachstum auch immer Konflikte mit sich.
Und in dieser Folge wollen wir einmal darauf eingehen,
was das für Konflikte sind, die so auftreten können,
was da so unsere Coaching-Erfahrung ist
und wie man das vor allen Dingen lösen kann,
sodass man als Patchwork-Familie zusammenwächst
und auch eine intakte Familie,
die harmonisch miteinander zusammenleben kann, werden kann.
Ich glaube, das Hauptproblem entsteht ja eigentlich,
meistens beim Start, wenn die Familie so zusammenkommt.
Das wollen wir auch am Ende, wenn wir euch aufzeigen,
wie man das Ganze löst, zeigen,
denn der Start ist da ganz entscheidend,
aber man kann das natürlich auch durchaus nachholen,
wenn der Start eben schon schiefgelaufen ist.
Das Problem ist halt häufig, dass Kinder sich vernachlässigt fühlen,
gerade dann, wenn so das Gefühl entsteht,
auf einmal muss ich meine Mutter oder meinen Vater teilen
oder auf einmal beide teilen.
Ganz häufig, da hatten wir eben,
auch im Vorgespräch schon,
Kinder leben dann irgendwie mit ihrer Mutter
oder mit dem Vater eine Zeit lang alleine,
wo dann Mama oder Papa Single ist
und auf einmal kommt jemand Neues dazu.
Man ist vorher ganz eng zusammengewachsen
mit seinem Vater oder seiner Mutter
in dieser Zeit, wo man alleine vielleicht
in einer Wohnung im Haus wohnt
und dann kommt auf einmal jemand Neues dazu.
Ja, man darf ja, finde ich, immer gar nicht vergessen,
es gibt ja auch noch eine Vorgeschichte zu dem Zustand.
Meistens eine Trennung,
die ja auch gar nicht,
selten mit Auswirkungen für das Kind war.
Also, dass man da auch einen Trennungsprozess schon gelebt hat
und dass man vielleicht auch froh ist als Kind,
dass jetzt Ruhe reingekommen ist
und auch so ein bisschen die Sicherheit wiedergewonnen hat.
Okay, ich bin jetzt hier sicher
und dann passiert was Neues
und da wieder die Angst haben,
okay, was passiert jetzt wieder in unserem System?
Genau, wie du schon sagtest,
Kinder fühlen sich häufig vernachlässigt,
wenn sie eine starke Bindung aufgebaut haben
und jetzt jemanden teilen müssen.
So ein Teilen fühlt sich in gewissen,
in Altersstufen,
unterschiedlich natürlich,
meistens aber erstmal nicht gut an.
Kinder sehen häufig nicht so den Zugewinn,
auch wenn Erwachsene sich da immer
sehr viel Mühe geben und sagen,
ja, das soll ja auch nicht dein neuer Papa sein
und deine Mama sein, sondern wie eine Freundin
oder da gibt es auch ganz viele Erklärungen,
die dann gebracht werden
oder du hast einen neuen Kumpel, einen neuen Spielkameraden.
Aber Fakt ist ja auch,
da ist auch jemand, der jetzt
was vom Kuchen abhaben will.
Absolut und das ist ja auch dann nicht
ausreichend, da auf Sachebene zu erklären,
du kriegst jetzt ein Geschenk mehr.
Das hilft jetzt auch nicht so richtig weiter
im Alltagsleben und auf der Gefühlsebene.
Man sieht das ja schon,
wie Kinder,
je nach Alter, ja dann auch schon
eifersüchtig werden, wenn man
eben mit einem fremden Kind mal unterwegs ist.
Also wenn ich jetzt an unseren Sohn denke,
der sieht das aktuell nicht so gerne,
wenn ich jetzt ein anderes Baby
von Freunden auf dem Arm habe
oder wenn ich dann
seiner Kumpel, da ist der Bruder ganz zutraulich,
der nimmt einen immer so gern an die Hand,
auch wenn man der Papa von jemand anderem ist.
Und das ist eben nicht so cool gerade,
dass sowas passiert.
Und dann kann man sich halt eben vorstellen,
wie das ist, wenn da auf einmal
ein neuer Mensch, ein neuer Erwachsener,
aber vielleicht sogar auch nochmal mit einem weiteren Kind
ins Leben vielleicht von Mama oder Papa
treten und jetzt dann eben
dieses Teilengefühlen
nicht nur mal für drei Minuten ist,
sondern auf einmal dauerhaft da ist.
Ja, auch erstmal das Ungewohnte.
Jetzt ist da vielleicht wieder ein Mann,
wenn wir jetzt mal die,
diese Perspektive einnehmen,
der Mama auch umarmt,
der Mama küsst,
der irgendwie auch von Mama Zuneigung bekommt.
Das macht schon,
und da sind wir ja schon bei der Systemgesetzverletzung,
die auftreten kann,
das macht schon oder es kann ein Gefühl von Ausschluss machen
und fehlender Zugehörigkeit.
Dass ich das Gefühl habe,
okay, ich werde irgendwie ausgeschlossen,
ich werde nicht mehr so viel gesehen
als Person,
ich habe irgendwie meine Rolle hier,
als Person, die die einzige Aufmerksamkeit
vielleicht zeitweise bekommen hat,
jetzt gerade so verloren.
Und das macht mit Kindern erstmal was, ne?
Ja, die Folgen,
die lassen sich anhand eines Beispiels
ganz gut erklären.
Ich hatte ein Paar vor kurzem im Coaching,
die sind zusammengekommen
und es gab bereits
einen älteren Sohn bei der Frau,
der war so
im pubertierenden Alter,
15, 16
und
die beiden haben aber vorher lange Zeit alleine gelebt,
also der Sohn und die Mutter zusammen
und haben so eine feste Einheit gebildet
und sich eingegroovt bei ganz, ganz vielen Dingen
und
jetzt kam der neue Mann mit dazu
und da ist der Start halt eben
insofern schief gelaufen,
dass der Sohn nicht gefragt wurde.
Der wurde gar nicht mit einbezogen,
sondern auf einmal wohnte der mit dort,
der neue Mann
und hatte dann so seine eigenen neuen Regeln
mit eingebracht.
Einmal sollten die Schuhe eben nicht mehr
kreuz und quer liegen, sondern in den Schuhschrank gestellt werden,
was aber der Mutter nicht so wichtig war.
Sie sagte, Mensch, wir sind hier freilebende Menschen
und das ist nicht ganz so wichtig,
dass hier alles super geordnet ist
und wäre zwar cool, aber brauchen wir nicht unbedingt
und daran hatte sich der Sohn natürlich gewöhnt
und ganz viele andere Dinge
waren in der Folge eben ganz genauso,
dass in ganz vielen Punkten
eben dann Konflikte entstanden sind
zwischen dem Sohn
und dem neuen Mann,
was wiederum in der weiterführenden Folge
dazu geführt hat, dass eben die beiden
als Paar Konflikte miteinander hatten.
Der Mann wirft der Frau vor,
du hast deinen Sohn falsch erzogen,
das ist viel zu laissez-faire gewesen,
der tanzt dir auf der Nase rum.
Die Frau sagt zum Mann, nee, nee,
du bist viel zu strikt, das geht so alles nicht,
du kannst hier nicht reinkommen
und auf einmal neue Regeln überall machen
und so läuft das Ganze seinen Gang,
bis die halt eben bei mir im Coaching waren,
um diese ganzen Themen zu lösen,
aber da auch schon,
viele Dinge vorgefallen sind,
die es wirklich schwer gemacht haben.
Gut, der Sohn ist zwischenzeitlich ausgezogen,
das hat die Lage etwas entspannt.
Wo ist der zu seinem Vater denn gezogen?
Nee, der ist dann 18 geworden.
Ach so, okay.
Das ist ja so ein zeitlicher Verlauf,
der ist dann 18 geworden und ist dann ausgezogen
und dann kamen sie aber ins Coaching,
weil sie merkten, auch das war jetzt irgendwie nicht mehr die Lösung,
dass der Sohn weg ist,
sondern da musste jetzt eben
weiter geschaut werden.
Und auch da lag auch,
das Problem zum Beispiel noch eine Stufe,
auch vor dem Einzug noch,
also da ist nicht nur der Start
als Familie zusammen
dann schiefgelaufen, sondern schon davor,
weil da hat der Sohn zum Beispiel mitbekommen,
dass der Mann
noch in einer Partnerschaft war,
aber bereits eine Affäre begonnen hatte
mit seiner Mutter
und seine Mutter
traurig darüber war, dass der Mann
sich nicht so schnell aus seiner Ehe gelöst hat,
wie er es versprochen hat,
weil es war klar, dass er sich lösen will,
und dass er da hingeht
und diese Traurigkeit hatte der Sohn mitbekommen
und das war immer der unterschwellige
Vorwurf, der immer mit drin war,
diese Traurigkeit,
die er bei der Mutter erzeugt hat.
Und so lief das,
dass im Prinzip das Ganze schon keine richtige Chance hatte,
dann haben sie ihn nicht gefragt
und so weiter und wie gesagt,
die Folge ist, unglücklich
sein bei dem Paar,
weil die Konflikte miteinander haben,
keine gute Beziehung von dem neuen Mann zum Sohn,
aber auch natürlich die Beziehung zwischen
Sohn und Mutter ist deutlich erschwert gewesen.
Also auch das hat natürlich
klareres Fundament gegeben
und die Mutter fühlte sich
ganz, ganz klar zwischen den Stühlen.
Das war eine ganz schwierige Situation.
Sie konnte irgendwie das eine nicht sehen,
das andere nicht sehen, das eine glauben,
das andere nicht glauben, mal so, mal so.
Sie wollte gern zum Partner halten, aber natürlich auch zum Sohn halten.
Früher vor später hat Vorrang.
So ein Schutzmechanismus
oftmals ja auch vor dem Kind,
dass man irgendwie immer sagt, man steht eher
vielleicht auch, wenn da kein Kontakt zum
leiblichen Vater besteht, dass man,
das fällt mir gerade ein,
bei mir auch bei einem Coaching gewesen, dass
die Frau gesagt hat, derjenige hat ja sonst niemanden
mehr. Also ich
muss jetzt zu meinem Kind halten, weil
ich bin die einzige Person und wir
waren jahrelang zusammen, zu zweit.
Ich kann jetzt das Kind nicht so stehen lassen.
War der erste Reflex immer, ne?
Da gab es irgendwas da. Ich glaube, da hat der Sohn
mal Zigaretten irgendwie vor die Tür geschmissen.
Das fand er gar nicht gut und das
ist auch eigentlich eine Regel, dass das so nicht sein
soll. Es gibt ja Aschenbecher, die sie da stehen
haben. Und dann
hatte das der Mann der Frau gesagt,
die Frau hat sofort vehement bestritten, dass
der Sohn sowas machen würde.
Bis dann, ich weiß gar nicht,
ob es der Sohn selber war oder ob es irgendein
Bekannter war, der auch mit dabei war. Auf jeden Fall hatte
irgendwer anderes dann der Frau nochmal gesagt,
doch, doch, das hat er wirklich gemacht.
Oder der Sohn selber hat gesagt, doch, doch, das war ich wirklich.
Das stimmt schon so. Und dann hat er sich
wieder aufgeklärt. Aber das macht natürlich jedes Mal
einen Riss im Fundament, geht jedes Mal
auf das Gefühl der Zugehörigkeit,
auf das Gefühl von Respekt,
Anerkennung, Wertschätzung. Das Vertrauen
macht nach und nach
Probleme und so
entstehen halt in der Folge
viele negative Auswirkungen.
Genau, so dass zum Beispiel halt auch
reflektiert wird häufig bei Patchwork-Familien,
wie soll es
weitergehen? Beräumen wir das so ein bisschen,
den Schritt gegangen zu sein? Hätten wir,
wären wir vielleicht nicht zusammengezogen?
Wären wir nur als Paar?
Hätten wir uns so gedatet?
Und so weiter. Also dann entsteht ja auch so eine
große Verzweiflung, wenn man sagt, okay, eigentlich
wollen wir zusammen sein als Paar, aber es klappt
als Familie nicht. Ja, habe ich gerade
ein anderes Paar, wo genau das passiert ist.
Die sind zusammengezogen, sie hat ein Kind mitgebracht,
die haben gemerkt, dass das
überhaupt nicht funktioniert im Alltag. Davor
ohne gemeinsamen Alltag lief die
Beziehung super, auch mit dem Kind zusammen und so
und dann hat sie gesagt, nee, das mache ich nicht, ich ziehe
wieder aus mit dem Kind, hat sich wieder in eine eigene
Wohnung genommen und dann lief das schon mal deutlich besser,
aber trotzdem haben sie gesagt, wir müssen
daran arbeiten, weil das Ziel soll ja schon
sein, dass wir irgendwann wieder zusammen wohnen.
Das war das Two-on-Two-Coaching.
Da war ich sogar dabei.
Ich höre gerade die Geschichte und denke so, ja, das kommt mir sehr bekannt vor.
Genau, das war unser Two-on-Two.
Ja, stimmt.
Also, wenn dich das mehr interessiert,
bevor wir gleich nochmal näher darauf eingehen,
wie denn so ein optimaler Fall
laufen würde zum
Start oder wie man es dann berichtigen kann,
in unserem Blogbeitrag
Konflikte in der Patchwork-Familie, so gelangt
ihr zum harmonischen Familienalltag.
Könnt ihr euch das
nochmal genauer durchlesen, da haben wir eben auch
einige Lösungsansätze
etwas detaillierter beschrieben.
Ja, Ina,
wie ist
das Thema Patchwork
zum Start? Was sollte ich beachten,
damit das
für meine Kinder eben
gut funktioniert, dass sie den neuen
Partner gut annehmen können oder den
neuen Partner mit den neuen Kindern zusammen, wenn
dann sowas entsteht, gut annehmen können?
Wie läuft so ein Start optimalerweise ab?
Ich würde gerne noch einen ganz kleinen Schritt
davor gehen. Also, ich würde gerne
einmal kurz da ansetzen, wenn man sich trennt
von seinem vorherigen Partner, vielleicht von dem
Kindsvater auch. Ich kann jetzt um die weibliche Form
erstmal so nehmen. Da ist es, glaube ich,
wichtig auch, dass man bewusst nochmal drauf schaut,
in welches neues, wie
sieht unser neues Zusammenleben aus mit dem
Kind? Also, wie lebe ich
denn vielleicht als Mutter mit meinem Kind zusammen?
Zu schauen, wie
entsteht da eine gesunde Bindung, aber
kein Hochrutsch, nennen wir das
ja immer. Also, das Kind, das Kind keine Rollen
einnimmt, die gar nicht für das
Kind gemacht sind. Weil
da, glaube ich, fängt das halt schon an, dass
manchmal halt auch Bindungen entstehen, die nicht so
ganz gesund sind, weil
das Kind ein Ersatz für
etwas ist, weil ich nicht alleine sein mag,
weil ich mich vielleicht,
weil ich keinen guten Freundeskreis habe, dass ich
dann den Filmabend immer mit meinem
Kind mache, anstatt meine Freundin einzuladen.
Also, da gibt es, glaube ich, ganz viele Mechanismen,
die ein bisschen gefährlich sind, auf die man
vielleicht achten sollte. Und dass
man dem auch nicht so eine Haltung entwickelt
von wegen so, hier kommt kein
neuer Mann mehr rein. Wir sind
sozusagen die Front. Wir sind
jetzt die, die haben jetzt die Trennung
und jetzt ist Papa raus und jetzt
sind wir noch das Zweiergespann. Wir kämpfen uns
durch die Welt und ich unterstütze dich überall.
Also, es ist sehr gut, wenn man eine enge Bindung zu einem
Kind hat, aber dass man auch da schon
das Gefühl vermittelt, okay, ich möchte
nicht mein Leben lang natürlich alleine
bleiben.
Das vermitteln ja manchmal schon so diese kleinen Sprüche.
Ich habe gerade daran gedacht, wenn
jetzt zum Beispiel, keine Ahnung,
in so einer Konstellation der Mann vielleicht
dann dem Sohn mitgibt, so, du bist jetzt
der Mann im Haus, pass auf Mama auf.
Okay, dann das signalisiert schon, du bist der
Mann im Haus. Das heißt, ich
bin jetzt der neue Mann hier. Also, das heißt,
das signalisiert ja schon durch
den Ausdruck, ein Hochrutschen
und du passt auf Mama auf.
Das ist ja sogar ein noch höheres
Hochrutschen, nämlich über die Mutter,
weil jetzt der Sohn auf die Mutter aufpassen soll.
Von der Verantwortung her und Co.
Alles schwierig. Ist ein witziger Spruch,
den man durchaus mal sagen kann, wenn ich
jetzt irgendwie eine Stunde das Haus verlasse und sage,
hey Kleiner, pass mal auf die Mama auf, kann man
das alles machen, weil ich ja da bin.
Ich komme ja gleich wieder, ich bin ja weiterhin
voll da in meiner Rolle, aber wenn
das System sich verändert und
zum Beispiel in so einer Konstellation
der Mann aus dem System erstmal
so rausgeht, als dieses Liebespaar
verlässt und dann eben
extern nur noch da ist, dann ist das ein schwieriger
Satz. Du bist jetzt der Mann im Haus, pass mal
auf Mama auf.
Und das ist dann natürlich auch schwierig, wenn da sich auch
aus Frust vielleicht bei der Frau,
weil da erste schlechte Dating-Erfahrungen
sind oder das Männerbild
sich durch die Trennung stark verändert hat, wenn man
dadurch halt auch schon anderen,
also allen anderen Männern, die
potenziell kommen könnten, gegenüber
auch schon dem Kind so ein negatives Bild
mitgibt, weil das ist
ja klar, dass das Kind dann bei
dem nächsten Partner, der vielleicht
kommt oder einen
potenziellen Bewerber,
sag ich mal, auch schon so diese Brille
auf hat, von wegen so,
grundsätzlich muss man vorsichtig sein.
Das nochmal so vorab. Also aus unserer Sicht
ist es eben so, dass
die gute Voraussetzung für eine neue
Beziehung erstmal ist, dass man mit der
Alten gut abgeschlossen hat. Genau.
In der Konstellation, wenn Kinder mit
dabei sind, würde das bedeuten,
gut abgeschlossen heißt, dass man
ein starkes Elternpaar bildet,
dass man gemeinsame Werte hat, dass das
Fundament so stabil ist, dass
man eben an einem Strang
ziehen kann und keine
Wut oder keinen Ärger mehr bezüglich
dem Ex-Partner oder der Ex-Partnerin hat
und dann ist man
letztendlich frei für eine neue
Partnerschaft eigentlich, dass die auf einem
stabilen Fundament beginnen kann.
Und dann glaube ich, ist das als nächste
Schritt, wenn wir jetzt da ansetzen, dass
denn, ja, ein neuer
Partner vielleicht hineinkommt in die
Familie, immer wichtig, eine gewisse Offenheit
zu haben. Kinder müssen nicht alles
wissen.
Vor allen Dingen habe ich auch manchmal das Gefühl,
dass wir Erwachsenen immer nur
so den Druck haben, möglichst viel zu erzählen,
was aber gar nicht so kindgerecht ist, weil wir
denken, okay, wir müssen
da Klarheit reinbringen. Für Kinder ist nur
so wichtig zu wissen,
was passiert mit mir?
Und da halt
abzuwägen, ab wann
ist diese Offenheit wichtig
und das ist immer ab dem Moment, wenn
ja, lebensverändernde
Situationen entstehen.
Also wenn jetzt wirklich angedacht wird,
dass derjenige mal nach Hause kommt
und ein Besuch ist.
Da ist es wichtig zu wissen,
okay, möchte
man mit einer Lüge starten und sagen, ja, das ist
ein guter Freund,
jemand von
früher, obwohl es nicht jemand von früher ist,
also da diese Offenheit einfach von Anfang an
anzuhaben, dem Kind gegenüber. Natürlich
immer, wir sprechen jetzt immer dem Kind,
das ist ja von bis vom Alter her,
immer kindgerecht.
Genau, das ist ja auch so
unser Vorgehen meistens, dass wir
gucken, dass manche Dinge,
die für unseren Sohn halt
schwierig sind,
dass wir die nicht zu früh ansprechen.
Aber wenn er sie von sich aus anspricht,
er immer die Wahrheit bekommt, kindgerecht.
Was halt immer die Schwierigkeit ist, wenn
die Mutter in dem Fall jetzt
das nicht erzählen würde und das Kind ist von
einer anderen Quelle erfahren würde.
Das ist schwierig fürs Vertrauen. Genau, wenn
er sagt, Mama, du hast mir gar nicht erzählt,
dass du dich mit einem anderen Mann getroffen hast.
Die Nachbarin hat das gesagt, die hat dich gesehen.
Heute Morgen war hier, oder fragt, war hier heute Morgen
jemand zu Besuch? Die Mutter sagt, nee, war nicht
jemand zu Besuch. Und dann sagt er, ja, aber die Nachbarin
hat gesagt, da ist ein Mann mit einem Auto vorgefahren.
Warum erzählst du mir das denn nicht?
Also, ne, so, das sind immer die schlechtesten
Situationen. Genau, deswegen ja der Punkt, wenn
das Kind das offen anspricht, dann auch eben offen
und ehrlich antworten, je nach
Alter kindgerecht, sodass das
unverständlich ist.
Also die Kinder
mit einbeziehen. Genau, in den Prozess mit
einbeziehen und da auch schon nach
Wünschen und Ängsten fragen, also
aussprechen lassen, was ist.
Und die Ängste und Wünsche können minimal
sein und trotzdem müssen sie anerkannt
werden. Also, und wenn
die Angst ist, okay,
die kann ja manchmal auch total fiktiv sein,
ich hab irgendwie Angst, dass
jetzt hier abends, sind wir jetzt mal
mit einem Kleinkind, dass hier abends vor einem fremden Mann steht
und ich mich ganz doll schrecke. Oder
ich hab Angst, dass derjenige hier
schläft und nachts in mein Zimmer kommt.
Ne, also das sind ja
manchmal Sachen, wo wir Erwachsene sagen so, echt jetzt?
Kann ich mir nicht vorstellen.
Ja, aber wenn das eine Angst ist, ist das eine Angst.
Wir Erwachsene haben auch manchmal im Leben
Ängste, die können wir nicht begründen.
Und die möchten, da möchten wir auch ernst genommen werden, ne?
Und da gibt es
halt viele Ängste oder auch Ängste in Bezug auf den
leiblichen Vater. Darf ich
das Papa erzählen?
Wer das ist? Oder Oma und Opa
erzählen? Ist Papa denn traurig?
Oder wenn die
Kinder ganz klein sind, die Frage,
ist das dann mein neuer Papa und der alte ist
weg?
Wer ist dann für mich verantwortlich?
Wer entscheidet was?
Genau. Also da von Anfang an auch
eine klare Linie ziehen und sagen,
ich bin immer noch deine Mama und ich
entscheide oder ich bin immer noch dein Papa, je nachdem.
Und zu sagen, okay, das ist
ich lerne jemanden Neues kennen.
Du kannst den auch kennenlernen.
Wir entscheiden das. Oder dann halt
zu sagen, das ist jemand, den lerne ich gerade
kennen, das ist nicht dein neuer Papa, wenn du
Also wenn man weiß vorab in einem Gespräch mit dem Kind, das ist eine Angst, das ist der neue Papa, das ist nicht der neue Papa, das ist mein neuer Partner, mein neuer Freund.
Das ist immer sowas, was individuell fürs Kindheit passend ist, so vom Wording.
Aber das muss halt dann klar angesagt werden.
Und auch dem neuen Partner gegenüber muss dann auch berichtet werden, dass es diese Gespräche gab.
Also auch andersrum zu sagen, okay, bei meinem Sohn, bei meiner Tochter gab es die Angst, dass du der neue Papa sein könntest.
Weil das macht ja auch schon vom Auftreten einen ganz großen Unterschied, wenn ich als Mann weiß, okay, ich bin vielleicht eher dominant im Auftreten, bisschen extrovertiert.
Aber da ist eine Angst, dass ich der neue Papa sein könnte.
Dann gehe ich ja ganz anders in die Situation vielleicht rein, sondern sage, okay, ich halte mich ein bisschen mehr zurück, bin mehr der fragende Part, bin auf jeden Fall nicht der Part, der hier zählt.
Und nicht gleich in den ersten Treffen erzieherische Maßnahmen anfechtet, sondern schaue mich erstmal um, gucke, wie ist die Familie aufgebaut, versuche positive Erlebnisse aufzubauen.
Im schlimmsten Fall bespricht man das mit dem Kind und sagt, nee, nee, der kommt nicht nachts in dein Zimmer rein.
Und auf einmal rumst das nachts im Zimmer, der Mann steht gerade da und die Frau ist gerade irgendwie noch sich fertig machen im Bad.
Und der Mann sagt, das hat so gerumst, ich habe die Tür aufgemacht, weil ich wollte herkommen.
Ich dachte, der ist da aus dem Bett gefallen und auf einmal ist die Situation voll da, wo die Mutter vorher gesagt hat, nee, nee, das wird nicht eintreten und die Angst ist voll da.
Und das ist halt ganz wichtig, wenn der Mann das weiß, kann er eben anders reingehen und schnell zum Bad rennen und klopfen und sagen, pass auf, geh mal schnell zu deinem Kind, ich glaube, da ist was passiert.
Weil das klar ist, dass eben diese Angst dann nicht passieren soll, damit eben dieses Annehmen auch passieren kann.
Früher vor später hat Vorrang und muss anerkannt werden, das ist auch immer ein ganz wichtiges Thema.
Wenn man neue Partner, den alten Partner, also den leiblichen Vater anerkennt.
Schwierig auch meins, ne?
Schwierig, aber es ist natürlich dann gut möglich, wenn eben das Fundament zwischen den beiden hergestellt ist, also zwischen der Frau in dem Fall und dem Ex-Partner als Elternpaar, dann kann das gehen.
Da ist immer ganz wichtig, deswegen auch so wichtig, das Fundament herzustellen, dass nie schlecht über den geredet wird oder da über den geurteilt wird oder irgendetwas.
Und genauso auch zu sehen.
Früher vor später hat Vorrang und muss anerkannt werden, dass eben in dieser Konstellation Sohn und Mutter zuerst da waren und dass die eben Vorrang haben und da auch gewisse Bedürfnisse bestehen, die erfüllt sein müssen.
Und dass man eben als Neuer hinzukommt und eben dann das Frühere sehen kann, anerkennen kann, Freiräume lässt und so weiter.
Genau, mit dem Früheren vielleicht, wenn das, viele sagen so, was ist das Frühere auch, damit ist zum Beispiel auch gemeint, Rituale in der Familie.
Wenn eine Familie jahrelang Rituale aufgebaut hat und alle sich damit wohlfühlen, das auch anzuerkennen, zu sagen, okay, so macht ihr das, aus den Gründen.
Natürlich nach einer gewissen Zeit darf man sagen, Mensch, ich hatte mal den Vorschlag, können wir das vielleicht mal anders machen, das würde sich für mich so schöner anfühlen, ist das für euch in Ordnung?
Aber, und ich glaube, das ist der große Knackpunkt häufig, dass es wie in so einem Unternehmen, wenn jemand neu in ein Unternehmen reinkommt und als Führungskraft etwas übernimmt.
Und auf einmal alles verändert.
Genau, dass man da nicht gleich sagt, okay, wir machen jetzt hier mal kurz Inventur, das und das läuft alles schlecht, das gefällt euch doch auch nicht und ab morgen läuft es hier mal anders.
Ich bin der Retter, das ist ja auch eine gefährliche Rolle, ich rette euch sozusagen und fängt dann alles rumzukrempeln, weil Veränderung ist bei Kindern halt immer so eine Sache.
Die Veränderung ist jetzt ja schon da, dass überhaupt eine Person weiter da ist, eine weitere Person da ist und dennoch von gewohnten Ritualen, die ja auch oftmals Menschen verbinden, wenn das Ritual ist,
wir kommen nach Hause und setzen uns erstmal gemütlich hin und trinken was und vor allem gibt es das Ritual auch nicht mehr, entsteht vielleicht auch weniger Verbundenheit und dann auch wieder Ängste.
Also Rituale sind für Kinder auch so wichtig, weil sie den Rahmen bilden, Sicherheit geben und das kann auch, und ich finde, da muss auch akzeptiert werden, dass manche Rituale auch zwischen dem Kind und der Mutter alleine vielleicht noch nur weiterhin bestehen bleiben,
dass der neue Partner nicht bei allen Ritualen…
dabei ist, sondern erstmal sagen, wir fangen langsam an, wir gucken mal, was stimmig ist.
Natürlich ist es selbstverständlich, finde ich, dass man keinen Ausschluss begeht, dass man sagt, wir frühstücken alle zusammen, aber der Partner muss jetzt nicht überall dabei sein vor einmal.
Das ist auch oftmals ein Druck, den ja auch die Personen verspüren, die in dieses Patchwork-System neu dazukommen, dass sie ihnen sagen, oh, warum ist mir doch alles ein bisschen zu viel hier.
Ja, du siehst, es gibt sehr viel zu beachten.
Um da einen guten Weg einzusteigen.
Super individuell auch, ne?
Wenn das bereits schiefgelaufen ist und ihr bereits vor Konflikten steht, dann geht es eben zu schauen, wann war es mal gut und die Dinge, die schiefgelaufen sind, nochmal zu reflektieren und den Kindern gegenüber dann auch Verantwortung zu übernehmen.
Was auch bedeuten kann, dass man vielleicht manche Dinge wieder umbaut und so gestaltet, wie sie mal gewesen sind, weil das Kind eben nicht einbezogen wurde und dem gar nicht zugestimmt hat, ein wichtiges Ritual zu verändern.
Genau, noch spannender wird es natürlich dann, wenn man in so Doppel-Patchwork-Konstellationen gerät, wenn quasi zwei Partner zusammenkommen, die jeweils Kinder mitbringen oder dann halt so, wo Kinder übers Wochenende kommen oder in so einem Wochenwechsel kommen, all diese ganzen Konstellationen, die entstehen können, ist letztendlich alles das Gleiche, nur dass natürlich dann auf beiden Seiten intensiv geschaut werden muss, wie es da ist und dass beide Seiten stabile Fundamente mit den Ex-Partnern haben und all die ganzen Sachen.
Und der Kommunikationsaufwand erhöht sich einfach. Je mehr Kinder da sind, je verzwickter die Patchwork-Konstellation ist, desto mehr Kommunikation wird gebraucht, um Klarheit zu schaffen und das Ganze sicherzustellen.
Genau. Und ich glaube auch einfach, wenn noch andere Kinder dazukommen und man es vielleicht auch gar nicht gewöhnt ist, ein Geschwisterkind zu haben, ist das ja auch wieder noch ein neuer Prozess, den man auch nicht unterschätzen darf. Also ich finde, Patchwork-Familien brauchen einfach auch Zeit.
Ja, das muss sich eingrooven. Das ist wie, als wenn ein neues Kind geboren wird. Das funktioniert auch nicht gleich von Anfang an. Und da ist es auch völlig normal, dass es mal zu Verletzungen kommt. Die Frage ist ja bloß, wie löst man diese Verletzungen wieder, sodass keine Brillen entstehen, sodass alle Kinder sich anerkannt fühlen, dass die Eltern das Gefühl haben, wir sind eine Familie, wir sind nicht so zwei Fronten, die zusammenleben wollen. Und wie schaffen wir es sozusagen, auf alle Bedürfnisse einzugehen, sodass das wieder rund wird.
Und das ist sicherlich ein wichtiger Punkt, dass eben nicht immer alles gerade auslaufen kann. Das passiert in Paarbeziehungen nicht, das passiert in Unternehmen nicht, das passiert in Patchwork-Familien nicht. Wichtig ist immer nur, dass man anerkennt, dass es schieflaufen kann, dass eben Fehler passieren, dass emotionale Verletzungen passieren, dass Konflikte entstehen.
Und dass man das halt immer mitnimmt. Gut, wenn dich das Thema näher interessiert, nächste Woche haben wir dazu nochmal eine weitere Podcast-Folge, die das Ganze ergänzt oder erweitert. Da geht es nämlich dann um die Frage, ein weiteres gemeinsames Kind in der Patchwork-Familie, ist das eine gute Idee?
Also das ist ja auch etwas, was viele Eltern betrifft, zu sagen, Mensch, jetzt hast du irgendwie Kinder mit einem anderen Mann, ich habe Kinder mit einer anderen Frau.
Und irgendwie, wie ist das denn, wollen wir nicht nochmal zusammen ein Kind entstehen lassen, was die Gene von uns beiden trägt, was was von dir hat, von mir hat, das wäre doch auch nochmal schön. Das ist immer die Frage, ist das eine gute Idee? Das wollen wir uns in der nächsten Podcast-Folge anhören.
Und ansonsten, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr bei eurer Patchwork-Konstellation gerne Unterstützung braucht, dann meldet euch doch gerne bei uns und wir helfen euch raus aus den Konflikten hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Bis zum nächsten Mal.
Ciao.
Tschüss.
Podcast Summary
Key Points:
Patchwork-Familien entstehen, wenn ein Paar sich trennt und ein neuer Partner mit einem neuen Kind oder einer neuen Familienkonstellation zusammenkommt.
Der Start der neuen Familie ist oft problematisch, da Kinder sich durch das Teilen von Eltern und Bindungen vernachlässigt oder eifersüchtig fühlen.
Konflikte entstehen durch unerwartete Veränderungen wie neue Regeln, veränderte Rituale oder das Gefühl der Ausgeschlossenheit.
Eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenleben ist eine gute Abgeschlossenheit der alten Beziehung und ein stabiles Elternpaar.
Kinder müssen auf kindgerechte Weise über neue Partner und Veränderungen aufgeklärt werden, ohne dass sie ausgeschlossen oder unter Druck gesetzt werden.
Ängste und Wünsche der Kinder müssen respektiert und anerkannt werden, selbst wenn sie fiktiv oder übertrieben wirken.
Rituale und vertraute Familienstrukturen sollten anerkannt und schrittweise angepasst werden, um Sicherheit und Zugehörigkeit zu wahren.
Patchwork-Familien brauchen Zeit, um sich einzustellen, und Konflikte sind normal, solange sie mit Verständnis und Achtsamkeit bewältigt werden.
Summary:
Patchwork-Familien entstehen, wenn ein Paar sich trennt und ein neuer Partner mit oder ohne eigenes Kind zusammenkommt. Dies führt zu tiefgreifenden Veränderungen, die für Kinder und Eltern oft belastend sind. Das Hauptproblem liegt meist am Beginn, wenn Kinder nicht eingebunden werden und sich fühlen, vernachlässigt oder ausgeschlossen zu sein.
Dies entsteht durch das Teilen von Eltern, neue Regeln oder veränderte Rituale, wodurch Bindungen und Sicherheit verletzt werden. Es ist entscheidend, dass die alte Beziehung gut abgeschlossen ist und ein stabiles Elternpaar entsteht. Kinder sollten kindgerecht über den neuen Partner und Veränderungen informiert werden, ohne Unterdrückung oder Angst.
Ängste und Wünsche müssen respektiert werden, auch wenn sie fiktiv sind. Rituale sollten anerkannt und schrittweise angepasst werden, um familiäre Sicherheit zu gewährleisten. Patchwork-Familien brauchen Zeit und Geduld, um sich einzustellen; Konflikte sind normal, aber mit Verständnis und Kommunikation können sie behoben werden.
Die Zukunft der Familie hängt von gegenseitigem Respekt, Einbeziehungsverhalten und der Anerkennung von früheren Bindungen ab.
FAQs
Kinder fühlen sich oft vernachlässigt, wenn sie einen Elternteil teilen müssen. Auch Veränderungen an Ritualen, Regelungen oder der familiären Struktur können zu Konflikten führen, besonders wenn die Kinder nicht mit eingebunden wurden.
Kinder spüren oft, dass ihre Rolle in der Familie verloren geht, wenn ein neuerPartner eintritt. Sie können das Gefühl haben, keine Aufmerksamkeit mehr zu erhalten oder ausgeschlossen zu werden, besonders wenn neue Regeln oder Verhaltensweisen eingeführt werden.
Der Start sollte mit dem Kind abgestimmt werden. Es ist wichtig, offene Gespräche zu führen, Ängste und Wünsche des Kindes anzuerkennen und klare, kindgerechte Nachrichten zu geben, um das Vertrauen und die Sicherheit zu stärken.
Eine sichere und stabilen Elternbeziehung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Patchwork-Familie. Wenn die Eltern das Vertrauen in die frühere Beziehung haben, können sie besser auf eine neue Partnerschaft eingehen, ohne Wut oder Widerspruch zu empfinden.
Ja, Rituale schaffen Sicherheit und ein Gefühl der Gebundenheit. Es ist wichtig, sie anzuerkennen und in der neuen Familie zu erhalten, auch wenn manche nicht für den neuen Partner gelten, um ein Gefühl der Kontinuität zu bewahren.
Der neue Partner sollte sich zurückhalten, wenn es Angst gibt, und sich an die Wünsche und Ängste der Kinder anpassen. Er sollte auch mit den Eltern darüber sprechen, wie er in die Familie eintritt, um Vertrauen und Sicherheit zu schaffen.
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