Kommunikationsprobleme in der Beziehung lösen: So führt ihr endlich harmonische Gespräche!
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Die Transkription beleuchtet das komplexe Thema der Kommunikation in Beziehungen und identifiziert häufige Hindernisse wie wiederholte Erinnerungen, unterschiedliche Kommunikationsstile und emotionale Belastungen. Beide Partner zeigen ein starkes Bedürfnis nach Struktur und Erinnerung, was zu automatischen Abwehrmechanismen führt, insbesondere bei tiefgründigen Gesprächen. Missverständnisse entstehen oft durch unterschiedliche Filter wie aktiv-passiv geprägte Kommunikationsmuster, wodurch emotionale Reibungen entstehen. Die Qualität und Menge der Kommunikation hängt stark von der persönlichen Energie und dem emotionalen Zustand ab, wobei abends oft ein Mangel an Gesprächsresourcen besteht. Ein mangelnder Austausch über Gefühle und Bedürfnisse führt zu einer Abnahme der emotionalen Verbindung und kann zu Vermeidungsverhalten und schließlich zur Abnahme der Liebe führen. Der Kernpunkt ist jedoch nicht nur mehr sprechen, sondern die Stabilität des Beziehungsfundaments zu sichern – insbesondere durch Verarbeitung von Vergangenheitsverletzungen und Aufbau einer wertschätzenden Haltung. Effektive Strategien umfassen bewusste Momente wie Spaziergänge oder Fahrten, um die Kommunikation in fließender und emotional verankertem Rahmen zu fördern. So entsteht nicht nur eine bessere Kommunikation, sondern eine tiefer verbundene und stabile Beziehung.
Wir starten ja unsere Folgen gerne mit einer persönlichen Frage, wir sind jetzt ja schon 15 Jahre zusammen und weil wir ja das Thema Kommunikation haben, würde ich dich gerne mal fragen, was magst du in meiner Kommunikation nicht so gerne? Welche Eigenschaft findest du anstrengend?
Das ist eine sehr schwierige Frage, weil die Podcast-Folge soll ja nicht so lang werden.
Eine Sache, du musst dich jetzt begrenzen.
Eine Sache begrenzen. Okay, ich mache kurz eine innere Liste und werde dann priorisieren und gucken, was kann ich ohne Vorwurf aussprechen, welche Themen habe ich innerlich noch nicht gecancelt.
Ich wusste nicht, dass die Frage so viel in dir auslöst.
Ich bin schwarze getroffen, würde ich sagen.
In deiner Kommunikation, was ich nicht mag.
Oder was du anstrengend findest.
Was ich anstrengend finde, ja.
Das Anstrengendste.
Ich bin gespannt, wir sprechen diese Fragen nicht vorher ab, also ich bin selber auch gespannt.
Ja, für mich ist das, glaube ich, wenn ich das jetzt benennen würde, das ist eigentlich nicht die Kommunikation, denke ich, sondern mehr, was dahinter steckt, aber es wird ja über das Verhalten der Kommunikation deutlich.
Oh Gott.
Deine Erinnerungen.
Deine Erinnerungen, die du immer wieder rausgibst.
Wie meinst du das?
Du erinnerst ja gerne an Dinge.
Ach so, ja, meine Eule innerlich.
Ja, deine Eule. Das ist, glaube ich, dann bei dir die Sorge, dass irgendwas in Vergessenheit gerät.
Aber die Erinnerungen an Dinge, die dann schon längst erledigt sind oder die man auf der To-Do-List hat und im Plan hat, da wechselst du manchmal gefühlt sozusagen dann von der Frau zur Sekretärin.
Ja.
Ja.
Ja.
Und dann immer so ein bisschen zur Überwacherin.
Ja.
Ja.
Das finde ich total spannend. Ich habe mir schon gedacht, dass das kommt. Also unter anderem. Mir wären noch ein, zwei andere Sachen eingefallen, aber das stimmt, ja.
Das fällt mir aber auch selber auf in der Kommunikation, dass ich jemand bin, aber das habe ich nicht nur bei dir, das habe ich allgemein, dass ich sehr listen und sehr strukturiert bin eigentlich.
Und auch deswegen das sehr brauche, so in der Kommunikation, dass ich mich immer wieder abstimmen muss und deswegen so in Erinnerungsmodus schnell verfalle. Das stimmt.
Das hat gar nichts damit zu tun, dass ich dir das nicht zutraue oder so, sondern innerlich, dass wenn ich das Gefühl habe, es könnte irgendwas runterfallen oder dass ich an irgendwas nicht denke, dass ich mich da nochmal kurz verbinden muss.
Deswegen ist es ja auch eher etwas, was temporär stört, aber jetzt kein. Ein tieferes Gefühl auslöst eben auch aus dem Faktor heraus, wie du schon sagst, dass es keine Dynamik, die in der Beziehung entstanden ist oder aus Verletzungen entstanden ist, weil man Dinge vergessen hat oder unzuverlässig war, da müsste man ganz anders hinschauen.
Aber es gibt ja einfach so ein paar Verhaltensweisen, die überwiegend nichts stören und letztendlich ist das auch meistens ja kein Problem. Also wenn man irgendwie fragt, hast du das schon erledigt oder hast du daran schon gedacht, ist das ja. Ja, grundsätzlich kein Problem. Meistens ist es ja eher so, dass es ein Störgefühl macht, wenn man entweder selber schon gestresst ist und hat schon irgendwie andere Faktoren, wo man denkt, ja Mensch, ich habe so viele. oder so eine Prioritätensache, das ist eher was, wenn die Prioritäten unterschiedlich sind und das ist bei mir auf der Liste auf Platz 8 und bei dir auf Platz 1.
Ja.
So das ist ja eher was, wo dann mehr Erinnerungen kommen und man selber sich gestört fühlt, weil man denkt, Mensch, jetzt wird man daran so oft erinnert, das ist auf der Liste.
Das ist aber gerade nicht wichtig. Es gibt Punkte, die sind wichtiger und dringender. Und dann natürlich manchmal, wenn etwas, wenn man mehrmals an das Gleiche erinnert wird oder mehrmals bei dem gleichen Thema gefragt wird, hast du das schon erledigt?
Oder vielleicht auch, wenn es eine Misskommunikation gibt und man sich nicht darüber austauscht, wann das erledigt wird. Oder man hat das zwar benannt, aber das ist beim anderen nicht ganz angekommen oder der hat sich das nicht gemerkt, weil ich jetzt zum Beispiel sage, ja, mache ich nächsten Sonntag.
Und du fragst am Freitag schon, hast du das erledigt? Dann ist innerlich so, ich habe doch gesagt Sonntag, warum fragst du denn jetzt schon wieder?
Aber das ist dann eben auch vorher in der Kommunikation etwas gewesen. Aber das sind ja auch alles Dinge, die sind grundsätzlich nicht schwierig oder nicht schlimm, wenn man in der wertschätzenden Haltung bleibt, wertschätzend miteinander spricht, wenn man das ausspricht, falls es einem stört und zu viel ist oder wenn man eben dann auch dem anderen die Sicherheit gibt, also wenn man eben merkt, okay, jetzt hat Ina schon das Zeug.
Und das zweite, dritte Mal gefragt, anscheinend ist das für sie wichtiger in der Einstufung als bei mir, habe ich so nicht gesehen. Also man kann ja auch das dann als Signal nehmen und dann entweder das Thema vorziehen, wenn es gebraucht wird oder dafür sorgen, dass du alle Punkte für dich hast, um das Thema loslassen zu können.
Also zu sagen, hey, pass auf, guck mal, das ist in meinem Trello-Bot drin, mit Erinnerung, dass ich es am Sonntag machen werde, dann führe ich es durch, kannst das Thema quasi loslassen, weil es gibt ja. Ja, save einen Eintrag, es gibt eine Erinnerung und das wird am Sonntag gemacht, da ist es geplant, dann hast du für dich klare Anhaltspunkte und dein Unterbewusstsein kann dann auch loslassen und sendet dir keine Erinnerungsimpulse in Form von, frag mal nach, ob das wirklich angekommen ist.
Ja, ihr seid mittendrin im Podcast der Lebensidealisten, mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch, raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Zukunft.
Wir nehmen heute an einem Samstag auf, ich hatte schon einige Strategie- und Kennenlerngespräche, meine Stimme fühlt sich heute echt schon ein bisschen belegt an, liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass unser Sohn gerade Halsschmerzen hat.
Mal wieder.
Mal wieder.
Mal wieder.
Mal wieder.
Mal wieder.
Vielleicht schlummert da auch so ein bisschen Halskratzen daher mit, aber ich merke, die Stimme ist schon belastet bei mir.
Ich bin noch fit.
Ja, wenn ihr euch gewundert habt, weil ihr vielleicht schon viele Folgen von uns gehört habt und jetzt gerade eine andere Musik wahrgenommen habt, wir haben die Anfangsmusik geändert oder unsere Intro-Musik, nicht weil wir die andere nicht mehr schön fanden, sondern weil es eben lizenztechnisch einfacher war, auf eine andere Musik zu switchen.
Bei der alten mussten wir jährlich Lizenzen nachkaufen.
Und das ist okay, aber mit steigender Anzahl an Downloads und Streams wird das nachher so, dass man eben diese Lizenz begrenzt, dann muss man die Lizenz nachher zwei, drei, vier Mal pro Jahr kaufen, damit man das ausreichend lizenziert hat.
Deswegen haben wir uns jetzt der Einfachheit halber entschieden, dass wir da mal switchen.
Das nur so als Info am Rande, dass euch das nicht irritiert.
Wir haben heute ja das Thema Kommunikation und Kommunikation ist ja auch ein Teil des Fundaments in einer Beziehung.
Und ich würde sagen, in sehr, sehr vielen Coachings, wenn nicht sogar fast in jedem Coaching, kann man sagen, ist das Thema Kommunikation dabei.
Also dass einer oder beide sagen, ja, die Kommunikation bei uns läuft nicht so gut, wir kommunizieren nicht wertschätzend oder wir haben kaum Kommunikation miteinander.
Deswegen wollen wir heute nochmal das Thema Kommunikation etwas genauer aufgreifen.
Ja, ich erinnere mich da immer an unseren Deutschunterricht, als wir bei Interpretationen waren und das dann immer darum ging,
so die ersten Dinge zu nennen, die einem aufgefallen sind.
Da haben wir mal alle die Hände hochgerissen, denn man konnte zuerst immer benennen, die Kommunikation ist gestört.
Das war immer was, was ging.
Dass alle die Hände hochreißen, endete an dem Punkt, als dann irgendwann der Deutschlehrer auf den Trichter kam zu sagen, ja, das kann man ja immer sagen, was denn genau ist gestört.
Da wurde es auch einmal weniger, das zu analysieren und zu gucken, was genau ist denn das Thema in der Kommunikation und wo sind die,
die wahren Veränderungshebel.
Ich finde, in die Kommunikation spielt ja auch so vieles rein.
Also da sind die eigenen Bedürfnisse, die man hervorbringen möchte.
Das sind die Bedürfnisse von dem anderen, dass man sich dadurch angetriggert fühlt.
Dann, welche Energie habe ich an dem Tag?
Ich finde, das merkt man immer sehr stark in der Kommunikation.
Also welche Ressourcen habe ich noch?
Habe ich schon Wut?
Habe ich Traurigkeit?
Bin ich total genervt von irgendeiner Sache?
Und das schwingt mit.
Und ich habe letztens etwas gesehen, das fand ich so cool.
Bei Instagram, das war so ein Reel, da ging es darum, dass Eltern kommuniziert haben
und versucht haben, gegen ihre eigenen Muster in der Kommunikation gegen anzugehen.
Also, dass die angefangen haben, zum Beispiel in ein Zimmer reingekommen sind, gesagt haben,
boah, wie sieht es denn hier aus?
Und wollten sie sozusagen ansetzen zum Plädoyer vom Wegen so, man muss das doch so und so.
Und dann im Kopf saß so ein Freeze-Moment und dann kam so, ja, ihr habt ja schön gespielt hier.
Also man hat richtig so gesehen, dass die versucht haben.
Und das finde ich so spannend, dass wir also manchmal gar nicht uns bewusst ist,
mit welcher Art von Kommunikation wir in Gespräche rein starten sozusagen,
weil das auch viel unbewusst ist und das natürlich gerade in Beziehungen mit anderen Menschen schnell knallen kann.
Aber auch welche Auswirkungen das vielleicht hat, mal so weitergedacht.
Wenn du jetzt in das Kinderzimmer so gehst und das Kind oder die Kinder haben wirklich toll gespielt,
und haben dabei aber sehr viel Unordnung aus der Erwachsenen-Sicht gemacht,
aus der Kindersicht haben die toll gespielt, waren super kreativ,
haben sich ganz viel Mühe gegeben, das aufzubauen,
wollten vielleicht. Reicht schon gleich zu euch kommen als Eltern und sagen, wir müssen euch dringend was zeigen.
Und jetzt gehst du vorbei, guckst in das Zimmer und sagst, das sieht ja schon wieder aus wie Sau hier bei euch.
Was ist das für ein Signal an das Thema kreativ gewesen zu sein, Spaß gehabt zu haben.
Ich bin stolz, ich will zeigen, was ich hatte.
Und stattdessen bekommst du halt so einen Dämpfer ab und dir wird signalisiert, dass das, was du gemacht hast, falsch war.
Deswegen, manchmal hat ja auch eben so eine Art von Kommunikation ein prägendes Momentum.
Und man weiß gar nicht, was das manchmal so auslösen kann.
Immer dieses aus der Erwachsenenbrille schauen, Stress, Alltag.
Sich da mal hinein zu versetzen bei dem Thema jetzt, wie sieht denn die Welt aus der Kinderbrille aus.
Und sicherlich wollten die nicht ihr Zimmer unordentlich machen, um die Eltern zu ärgern.
Nee, natürlich nicht.
Aber gut, wir schweifen ab.
Aber es sind ja auch. In der Kommunikation, in der Partnerschaft oft auch Momente, die einfach schwierig sind.
Ich finde immer, dass diese Tür- und Angelgespräche ja auch extrem anfällig sind.
Viel Probleme, da kommen wir bestimmt später auch nochmal drauf.
Aber dass das einfach ja auch manchmal die Kommunikation zeigt, wie sie gerade ist.
Also haben wir eine sehr funktionale Kommunikation, was ja an sich auch nicht schlecht ist.
Also wird ja auch gebraucht, sich zu organisieren und sich gegenseitig gut abzusprechen.
Aber ist das unsere Hauptkommunikation?
Besteht die ja aus Befehlstonen oder Vorwürfen?
Oder haben wir auch eine tiefe Kommunikation, wo wir über uns sprechen können, über Ziele sprechen können, über wertschätzende Sachen auch sprechen können?
Und viele Paare, die sich jedenfalls bei uns melden, haben eher das Erste.
Ja, blinde Flecken oder Schatten, die man ausklammern muss, wenn man schlechte Erfahrungen mit diesem Thema gemacht hat.
Dinge, die nicht funktionieren, Kompromisse können wir eh nicht schließen.
Da geraten wir immer aneinander.
Also viele Dinge, die nicht funktionieren und die man dann ausspart.
Was aber auch ganz häufig daran liegt, dass wir falsch gelernt haben, was das denn bedeutet.
Das ist auch immer was, was wir recht schnell aufklären und auch bei uns im Beziehungstraining ganz intensiv verankert haben,
dass wir mal mit einigen Dingen ein bisschen aufräumen.
Mein Lieblingsbeispiel sind immer die stimmigen Kompromisse.
Dass ein Kompromiss eben nicht heißt, sich in der Mitte zu treffen.
Also kann es heißen, aber sehr selten ist die Mitte der Punkt.
Wo sich beide wirklich mit gut fühlen.
Meistens ist es der Punkt, wo es ein fauler Kompromiss wird und beide oder mindestens einer, aber eher beide fühlen sich schlecht.
Also es ist ein fauler Kompromiss.
Ja, es ist ein Kompromiss auf Sachebene.
Ist das ein Kompromiss geworden?
Auf Gefühlsebene ist der für beide schlecht.
Und die Gefühlsebene ist aber die eigentlich wichtige Ebene.
Und in der Kommunikation geht es ja auch ganz häufig um Gefühle.
Und damit haben so einige Menschen auch Probleme, also Gefühle auszudrücken, aber auch vor allen Dingen mitgefühlt zuzuhören.
Und zeigen.
Und wenn das in der Kommunikation aber gewünscht ist, also wenn ich jetzt zum Beispiel auf dich zugehe und ich berichte dir von etwas, was mich heute Morgen beschäftigt hat oder ich habe mich über etwas geärgert,
dann wäre es in meinem Gefühl nicht zufriedenstellend, wenn du mir eine Lösung pitchen würdest in dem Moment.
Sondern ich möchte in dem Moment Aufmerksamkeit haben, Interesse und auch Mitgefühl.
Und Mitgefühl in der Kommunikation auch spüren.
Also, dass du auch Sätze aussprichst im Mitgefühl.
Und das ist eine Sache in der Kommunikation.
Und das ist eine Sache in der Kommunikation, die bei vielen Paaren schwierig ist.
Wo viel auch, ja, es einen richtigen Konflikt gibt, weil die Menschen sich angegriffen fühlen.
Also, dass die eine Seite dann sagt, ja, wieso erzählst du mir jetzt die Lösung?
Hör mir doch mal zu, oder, ne?
Mich hat das wirklich berührt.
Und die andere Seite dann sagt, ja, ich habe das ja verstanden.
Ich bin ja nicht doof.
Aber was willst du jetzt von mir?
Du brauchst auch eine Lösung für das Problem.
Du kannst ja jetzt noch drei Schleifen drin drehen, wie es dir damit geht.
Aber die Lösung ist,
das ist so und so.
Und da hatte ich gerade diese Woche auch ein paar im Coaching,
wo wir auch darüber gesprochen haben,
weil er beruflich den ganzen Tag als Führungskraft
Lösungen für Mitarbeiter finden muss.
Und er hat gesagt, wenn er nach Hause kommt,
ist er natürlich durch seine Position
sehr daran gehalten,
immer Lösungen weiterzufinden.
Und das macht sie wahnsinnig.
Wenn sie was von den Kindern erzählt und er sagt,
ja, hast du schon das und das probiert?
Dann sagt sie, oh Gott, ey, es geht wieder los.
Ja, das ist ein sehr häufiges Phänomen.
Dieses Lösungsproblem.
Dieses Lösungsthema, gerade bei Führungskräften,
selbstständigen Unternehmern.
Aber auch manchmal andersrum.
Genervtheit und Müdigkeit, Lösungen zu finden.
Nach dem Motto, ja, ich habe ja jetzt den ganzen Tag auf der Arbeit
schon so viele Lösungen finden müssen.
Da gab es so viele Probleme.
Und für alles finde ich Lösungen.
Und jetzt möchte ich zu Hause das nicht auch noch mal haben.
Jetzt kommt die Frau und erzählt vermeintlich von Problemen,
die gelöst werden sollen.
Und der Mann ist innerlich total gestresst und ablehnt,
weil er nicht schon wieder löst.
Auch manchmal ein Problem, wenn man in einer sehr hohen Position ist
und sehr gefühlt große Probleme löst,
wo es um sehr, sehr viel Geld geht, um sehr viele Mitarbeiter,
um sehr coole Dinge, die man auch vielleicht in irgendeinem Bereich
innovativ löst.
Und zu Hause geht es dann darum,
wie das nun ist mit dem Rasenmähen am Samstag.
Dann haben manche so diesen Gap zwischen dem Rasenmähen
und dem Rasenmähen am Samstag, wie man das löst,
ist so unverhältnismäßig unwichtig im Vergleich zu diesen krassen Themen,
die man auf der Arbeit hat, dass man das nicht mehr ernst nehmen kann.
Das erinnert mich total an ein paar, was ich mal hatte.
Da konnte ich mir das bildlich halt auch so vorstellen.
Er hat eine sehr, sehr, ja, große Führungsposition im Krankenhaus,
ist Spezialist für eine bestimmte Operationsart.
Und ja, das erarbeitet man sich.
Über Jahrzehnte muss man letztendlich sagen,
und wenn er den Raum betritt, bei einer Operation wird das ja eh gebraucht,
sind halt viele Menschen um ihn herum,
die ihn, wie er sagte, so ein bisschen betüdeln.
Wird das noch gebraucht und dann steht sein Getränk bereit.
Das sind auch wirklich krasse Operationen.
Ja, das ist aber schwierig, wenn du nach Hause kommst
und es aber den ganzen Tag gewohnt bist,
dass um dich herum Menschen sind, die sich um dich kümmern.
Die sagen so und jetzt noch mal das anziehen und hier noch mal
und ich hole noch mal ein kaltes Getränk.
Und dann will jemand was von dir, was du erledigen sollst,
aber dein Akku ist ja bei null,
weil du hattest ja den ganzen Tag,
volle Anstrengung.
Und dann sagte die Frau auch im Coaching,
und da denkst du wirklich, du kommst nach Hause
und das geht dann so weiter, dass ich da stehe und sage,
Mensch, darf es noch ein Getränk sein?
Deine Jacke darf ich dir abnehmen?
Ja, das ist schon natürlich wirklich das Problem.
Und er sagte, mir ist das total klar,
dass das zu Hause auch nicht so weitergeht.
Ich erwarte das auch nicht.
Aber ich komme an und denke mir so,
echt jetzt, jetzt muss ich hier das alles machen?
Das ist so anstrengend.
Genau, das ist so anstrengend.
Und die nonverbale Kommunikation, die wird ja ganz häufig
gar nicht betrachtet.
Wir drehen uns ja bei diesen ganzen Dingen
sehr häufig um den bewussten Anteil der Kommunikation,
weil der natürlich auch einfacher zu verändern ist.
Aber unsere Haltung,
was wir an Körpersignalen, Mimik, Gestik nach außen ausstrahlen,
das hat natürlich auch einen großen Einfluss darauf,
wie das Ganze wahrgenommen wird
und wie die Kommunikation auch funktioniert.
Weil wenn ich jetzt in einer entspannten Haltung bin,
dann spiegeln wir das und mein Gegenüber ist auch entspannt.
Wenn ich aber durch meine Körperhaltung
Angriff und Streit signalisiere,
dann ist der andere auch innerlich in diesem Modus unbewusst schon drin.
Und die Kommunikation, die verbale Kommunikation
funktioniert auch nicht so gut.
Das Beispiel fand ich sehr interessant,
weil ich habe das gerade in der Serie Good Doctor quasi gesehen.
Da ist ja Sean Murphy, Autist, der ja ausspricht, was passiert,
was andere Menschen nicht aussprechen würden.
Und dann als Assistenzarzt im dritten Jahr,
kriegt er seine erste leitende OP.
Ein Riesenereignis.
Und dann geht er quasi in die OP rein
und dann sind ja die Hände so schon alle steril
und die werden so nach oben gehalten.
Und es scheint wohl so zu sein, das weiß ich nicht,
aber es scheint wohl so zu sein,
dass zumindest in der Serie der leitende Operateur
seine Handschuhe nicht selber anzieht.
Okay.
Sondern bekommt die assistiert angezogen.
Ich weiß nicht, warum es so ist.
Die anderen haben sie wohl selber angezogen.
Aber er geht dann rein und spricht das so aus und sagt,
ich bin Doktor.
Ich bin Doktor Sean Murphy, Assistenzarzt im dritten Jahr.
Und ich bekomme jetzt meine Handschuhe angezogen von Schwester sowieso,
weil ich bin der leitende Arzt dieser Operation.
Ja.
Und er spricht das dann so aus.
Und das fand ich nur so gerade so bildhaft, so ganz klar,
so ich komme rein.
Da ist so alles stehen und warten.
Das sieht man auch.
Alle stehen, warten, gucken ihn an.
Und er kommt so rein und spricht quasi genau das aus.
Ich bin jetzt der, der diesen Schritt nicht mehr tun muss.
Denn ich bin jetzt leitender Operateur.
Ja.
Und wenn du das dir anschaust,
den ganzen Tag hast und sozusagen deine Arbeit, die du machst, so wichtig ist,
dass du keine Kleinigkeiten mehr außenrum machst.
Alles um dich herum wird organisiert,
weil das, was du machst, ist so von hoher Wichtigkeit,
dann fällt es dir natürlich irgendwann schwer,
zu Hause den Geschirrspüler auszuräumen,
weil du sagst, naja, also das muss doch jemand für mich machen.
Ich bin doch zu wichtig.
Und das ist in anderen Bereichen ja auch so.
Oder Menschen aus der Bundeswehr,
also so, wo du so eine starke Hierarchie hast
und sehr so ein Standing und verbale oder körperliche Präsenz brauchst,
um dich zu behaupten,
die haben es dann eben manchmal in der Kommunikation auch schwer,
da aus diesen Mustern rauszubrechen.
Absolut.
Ich liebe ja meine Ärzte-Pärchen.
Hatte ich ja schon einige wirklich, einige sehr viele.
Und die Probleme doppeln sich da auch häufig in der Kommunikation,
muss man sagen, weil das ein gewisses Setting ist.
was natürlich aufs Privatleben abfärbt.
Und was auch ein weiterer Faktor ist,
wenn wir so über die Kommunikation sprechen,
was mir aufgefallen ist, ist, dass die Kommunikation
auch ganz stark von der Energie des Tages einfach auch abhängt.
Also, dass viele Paare auch sagen,
ich kann abends nicht mehr sprechen.
Ich bin abends so durch, da möchte ich nicht mehr kommunizieren
mit meinem Partner, meiner Partnerin.
Ich bin dann so müde.
Ich möchte mich noch berieseln lassen.
Aber wenn, das ist ja total verständlich,
aber dann hat man natürlich sehr wenig Zeitslots
irgendwann wirklich zur Kommunikation,
wenn der Abend schon wegfällt,
man am Tag auch nicht so aufeinander trifft und spricht.
Das habe ich in letzter Zeit sehr viel,
dass die Menschen sagen, ja, wir wissen gar nicht,
wann wir wirklich in die tiefen Gespräche mal eindringen können.
Also, diese Tür-und-Angel-Gespräche, klar, die gibt es,
die müssen wir ja auch führen.
Aber für alles andere, da kommen wir gar nicht mehr so hin.
Man muss natürlich analysieren, woran liegt das?
Wenn ich jetzt in Gesprächen,
gerade wenn sie tiefgründiger sind,
immer wieder in Konflikte, Streit
und heftige Diskussionen vielleicht gerate,
dann zieht das natürlich Energie.
Und die Vorstellung, so ein Gespräch am Abend zu führen,
führt dann eher zu lieber nicht.
Aber wenn jetzt Gespräche konstruktiv, wertschätzend verlaufen,
dann kann das ja anders aussehen.
Ansonsten ist es natürlich manchmal ein Gewohnheitsfaktor.
Wenn wir es gewohnt sind, das nicht zu tun,
dann wird es vielleicht gebraucht,
dass sich unser Gehirn,
wie er daran gewöhnt,
abends noch Ressourcen für ein Gespräch bereit zu halten.
Und im Zweifelsfall könnte man natürlich schauen,
woran liegt das?
Und kann ich mein Leben so umgestalten,
dass ich am Abend noch soziale Ressourcen
für ein Gespräch mit meinem Partner,
meiner Partnerin übrig habe?
Ja, und da war so im letzten Coaching halt die Aussage,
wir sind so im Hamsterrad drin,
so in der Rushhour im Leben.
Vielleicht ist das jetzt ein paar Jahre so.
Und da habe ich gesagt,
uh, das ist gefährlich.
Ein paar Jahre zu sagen,
wir steigen hier aus der Kommunikation der Tiefe aus.
Da haben wir dann so tiefer eingestiegen,
haben hinter dieser Aussage geguckt,
weil das einfach auch viele negative Konsequenzen hat.
So eine Lücke, die sich dann bilden kann.
Und klar gibt es immer Phasen im Leben,
das kennen wir beiden ja auch,
wo die Kommunikation anstrengender ist,
weil die Ressourcen nicht da sind.
Wo man denkt, okay, gerade wir beide sind ja auch,
beides Menschen beruflich bedingt,
die sehr viel sprechen.
Und wenn man dann abends nach Hause kommt
und sehr viel mit Menschen im Gespräch,
dann hat man auch die Wörter so ein bisschen am Ende.
Genau, so Phasen zu haben,
ist ja völlig normal.
Nur man muss eben schauen,
dass es auch eine Phase bleibt,
die nicht in einen chronischen Zustand übergeht.
Weil diese Gewohnheitseffekte sind halt enorm.
Und man unterschätzt,
wie viel Aufwand es in der Zukunft bedeuten wird,
aus diesem Muster
nicht zu kommunizieren ausbricht.
Auf der anderen Seite
ist auch die Kompensationsgefahr hoch.
Denn häufig ist es ja so,
ist ja trotzdem ein innerliches Bedürfnis,
über gewisse Dinge zu sprechen.
Sicherlich auch
bei den Frauen noch mehr als bei den Männern,
wenn es um emotionale Themen und Verbundenheit geht.
Und wenn das nicht stattfindet,
dann ist natürlich die Gefahr groß,
dass sich jemand anderes diesen Platz einnimmt.
Wer auch immer das sein mag.
Das kann die Mutter, der Vater sein.
Das kann eine Schwester, eine beste Freundin sein.
Das kann aber auch die zukünftige Affäre sein,
die dann die richtigen,
die die richtigen Fragen stellt,
die ähnliches Leid empfindet,
die Verständnis hat, die Empathie zeigt.
Gar nicht aus böser Absicht
oder gar nicht aus der Absicht,
da soll eine Affäre draus erwachsen.
Aber einfach, weil man selber das kennt.
Und das macht ja auch Verbundenheit,
wenn man schon mal das so erlebt hat
oder auch gerade in so einer Phase so steckt.
Und ja, dann kann das eben dazu führen,
dass da mehr entsteht.
Genau, wir wollen ja alle Menschen
wollen ja irgendwie miteinander verbunden sein
oder Verbundenheit und Zugehörigkeit spüren.
Und über einen langen Zeitraum
suchen wir uns die halt dann woanders.
Einen anderen Austausch, eine andere Verbundenheit.
Und mein Gefühl ist auch immer,
dass dem Menschen gar nicht so bewusst ist.
Also es ist ja nicht so, dass wir sagen,
oh, wir beiden sprechen nicht miteinander,
dann rufe ich mal die und die Person an.
Sondern das ist irgendwie so wie im Flow.
Also, dass wenn da die Kommunikation runtergefahren wird,
dann geht es immer weiter runter.
Dann werden erste Zärtlichkeiten heruntergefahren.
Dann wird sich nicht mehr in den Arm genommen.
Dann wird sich nicht mehr ordentlich verabschiedet.
Also, wenn man sich nicht mehr in den Arm genommen,
wir sind da ja immer so ein bisschen schleichend unterwegs häufig.
Und dann wird einem irgendwann bewusst meistens,
wenn man dann miteinander spricht,
das habe ich dir doch schon erzählt.
Und der andere sagt, das hast du mir nicht erzählt.
Ah, das habe ich denn ja von meiner Freundin.
Ja, ich dachte, ich hätte dir das erzählt.
Und dann ploppt es meistens auf, dass man denkt,
okay, krass, du bist nicht mehr mein erster Ansprechpartner.
Anscheinend teile ich das schon eher mit anderen Menschen.
Und wenn ihr vielleicht schon Bücher
zur Kommunikation gelesen habt,
habt euch vielleicht schon mal gedacht,
dass ihr euch mit gewaltfreier Kommunikation beschäftigt
oder habt beide schon mal intensiv versucht,
eure Kommunikation harmonischer und wertschätzender zu gestalten
und merkt, dass das nicht funktioniert,
dann liegt das sehr wahrscheinlich
an dem nächsten Punkt auf unserer Liste,
nämlich, dass es Systemgesetzverletzungen
zwischen euch im Fundament gibt,
die dafür sorgen, dass ihr eure Kommunikation
nicht so einfach verändern könnt.
Also, es kommen dann quasi Trigger hoch
durch verschiedene Mimik,
Gestiken, Worte, die man nutzt,
Themen, die man hat,
wodurch man sehr schnell in diesem alten Gefühl drin ist,
was unverarbeitet ist
und dadurch die Kommunikation ganz schnell
wieder an einem Punkt ist,
wo man die wertschätzende Haltung verliert,
wo man eher streitet,
als dann das Thema zu lösen.
Das heißt, dann müsste man
die Beziehung aufarbeiten,
die Beziehungszeitlinie durchgehen,
gucken, wann war es mal gut,
wo konnten wir noch harmonisch miteinander kommunizieren,
welche Verletzungen,
welche Verletzungen sind entstanden,
aufgrund dessen das nicht mehr so geht.
Ja, wenn euch dieses Thema betrifft und ihr merkt,
ihr kommt in der Kommunikation nicht voran,
habt vielleicht schon einige Schritte probiert,
mal geht es besser, mal schlechter,
aber irgendwie schleichen sich doch ständig alte Muster wieder ein,
dann meldet euch sehr gerne bei uns
für das telefonische Erstgespräch
und wir schauen gemeinsam,
wie wir euch am besten unterstützen können.
Kommunikation ist bei uns immer ein sehr intensives Thema.
Wir lösen natürlich einerseits
mit euch die emotionalen Verletzungen auf,
sodass euer Fundament so stabil ist,
dass ihr auch wirklich die Möglichkeit habt,
eure Kommunikation harmonisch zu führen.
Auf der anderen Seite ist es so,
dass wir im Beziehungstraining euch nachhaltig zeigen,
wie ihr kommuniziert.
Da geht es darum zu lernen,
wie man filtert,
wie die Sprachen der Liebe sind,
wie man stimmige Kompromisse schließt,
wie man Feedback gibt,
das auch als Feedback und nicht als Vorwurf ankommt
und viele, viele weitere Bausteine,
die wir intensiv mit euch da durchgehen.
Ja, wir flitzen einmal durch unsere Folgen,
die wir,
die wir uns da notiert haben auch,
denn wir haben gerade gesehen,
dass wir das meiste eigentlich gerade auch schon mit genannt haben.
Machen wir es der Vollständigkeit halber trotzdem einmal kurz.
Eine typische Folge ist,
dass man gerne,
wenn die Kommunikation schlecht ist,
das auf den Partner oder auf die Partnerin schiebt.
Also so die Schuldfrage stellt
und so vorwurfsmäßig dann sagt,
ja, das ist ja deine Schuld,
das hast du jetzt wieder so gemacht.
Also in der Kommunikation
weist und eher auf den anderen Sachen schiebt.
Dann haben wir häufig,
dass sich das eben auf andere Lebensbereiche auswirkt.
Du hast das schon gesagt,
die körperliche Nähe geht zurück,
es entsteht immer mehr Distanz,
also es entstehen immer mehr Folgen dadurch,
auch auf anderen Lebensbereichen.
Denn wenn man miteinander nicht mehr spricht,
oder weniger spricht,
dann ist ja auch die Frage,
schafft man sich dafür noch Räume,
sorgt man dann für gemeinsame Paarzeit,
geht man gemeinsam essen,
wo man miteinander spricht und so weiter.
Also diese Vermeidungstaktiken
werden da unbewusst auch immer mehr.
Bis hin zu,
dass Menschen länger bei der Arbeit bleiben,
um nicht nach Hause kommen zu müssen.
Also da gibt es ganz viele
Vermeidungsstrategien nachher.
Es dreht sich halt in vieles
in der Konfliktspirale im Kreis.
Also man weiß gar nicht mehr,
ist jetzt gerade noch ein aktueller Streit,
fangen wir jetzt wieder neu an.
Man hat das Gefühl, man ist emotional auch gar nicht mehr miteinander verbunden.
Und das ist auch so ein bisschen das,
was du gerade beschrieben hast,
das zeigt sich dann,
in anderen Lebensbereichen häufig sowas wie,
wenn wir abends aufeinandertreffen,
wenn die Kinder schlafen oder wir von der Arbeit kommen,
dann ist es irgendwie relativ schnell so,
dass man nebeneinander
weiter weg auf der Couch sitzt
und zusammen irgendwas im Fernsehen guckt
und nach kurzer Zeit einer dann das Handy rausholt
und was guckt.
Also dass man wenig in Gespräche einfach kommt,
weil man schon bewusst und unbewusst
Vermeidungsstrategien entwickelt,
dass Kommunikation auch gar nicht mehr in der Tiefe geschehen kann.
Und im schlimmsten Fall
baut sich dann nach und nach
die Liebe ab.
Weil was unterscheidet die Liebesbeziehung
von einer WG
oder einer Freundesbeziehung?
Natürlich, dass wir eine andere Art
von Gesprächen führen,
dass wir auf einem viel tieferen Niveau
miteinander sprechen,
dass wir uns unsere Gefühle
ganz anders mitteilen, als wir das eben
in einer WG oder einer Freundschaft
tun würden. Und eben nicht nur
wie häufig in Freundschaften
dann aufgrund gemeinsamer
Aktivitäten, die man gerne miteinander macht,
zusammenkommt oder
eben in der WG
zusammen, dass es leichter ist,
die Wohnung zu finanzieren und
man den Haushalt zusammen besser schmeißen kann.
Und dann natürlich auch,
was auch eine Folge ist,
die du schon gesagt hast,
die körperliche Nähe zurückgeht.
Auch das ist ja ein Merkmal der Liebesbeziehung.
Das heißt, auch die Sprachen der Liebe
werden dadurch immer weniger gesprochen
auf verschiedenen Ebenen.
Und dann kann sich in der Folge die Liebe
immer mehr abbauen. Und wenn man dann
wie du vorhin so als Beispiel nanntest,
beschließt.
Schließt vielleicht ein paar Jahre, die tiefgründige Kommunikation zu pausieren, weil das gerade nicht ins Leben passt, sind die Gefahren eben sehr groß.
Nämlich, dass man sich verliert und am Ende dieser Zeit merkt, jetzt würden wir wieder in tiefe Gespräche einsteigen.
Das Thema hat sich aber erledigt, weil wir haben eigentlich unsere Beziehung sozusagen aufgebraucht.
Die Liebe ist weg und es gibt gar keinen Anlass mehr, in dieser Tiefe zu kommunizieren.
Wir können jetzt in dieser freundschaftlichen oder Elternrolle bleiben, aber die Liebesparrolle, die geht nicht mehr stimmig.
Ja, dies ist eine Q&A-Folge. Wir haben ein paar Fragen und wollen ein paar Antworten liefern.
An dieser Stelle, was so typisch im Coaching gefragt wird, was uns auf Social-Media-Kanälen gefragt wird, da wollen wir mal ein paar Dinge zu benennen.
Ich starte mal mit der ersten Frage.
Was tun, wenn mein Partner. mein Partner nicht reden kann?
Gut, jetzt wird es ja darum gehen, warum kann der nicht reden?
Kann er das wirklich nicht?
Ging das mal? Also auch da wieder die Frage, wann war das gut?
Ging das in der Beziehung schon mal und hat sich verändert?
Dann liegt es ja grundsätzlich nicht an der Einstellung oder den Fähigkeiten.
Sondern dann gab es ja anscheinend in der Beziehung Dinge, die das verändert haben.
Ging das noch nie in der Beziehung?
Dann könnte man mal fragen, ob das in vorherigen Beziehungen denn anders war.
Wenn auch nicht, dann könnte man mal fragen, wie denn die Eltern miteinander sprechen.
Und dann findet man häufig heraus, dass die Eltern miteinander auch gar nicht so tiefgründig gesprochen haben und man das gar nicht kennt.
Man das in Beziehungen auch selber noch nie gemacht hat.
Und dann wäre das etwas, wo man so ganz grundsätzlich seine Glaubenssätze und seine Themen nochmal angeht und häufig auch eine Anleitung braucht.
Und das bietet ja unsere Methodik sehr gut, eine Anleitung, wie man. in einem sehr. schützenden, guten Rahmen über seine Gefühle auch sprechen kann, um da hineinzufinden in dieses Thema, wenn einem das bisher eher fremd war.
Und das erlebe ich auch immer wieder im Coaching.
Ich hatte jetzt gerade ein paar diese Woche, da sagte der Mann, oh, ich bin sehr aufgeregt von dem Gespräch gewesen, weil ich bin überhaupt nicht der Typ, der sich irgendwo hinsetzt und über seine Gefühle spricht.
Und das ging aber sehr, sehr gut in unserem Gespräch.
Also es ist auch locker, wir sprechen auch locker miteinander.
Und es ist nichts gezwungen, da wird keiner dazu gezwungen, detailliert jetzt sofort in der ersten Sitzung über sein Gefühlsleben sich auszubreiten.
Und er sagt am Ende, oh, ich bin richtig erleichtert.
Ich bin überrascht, wie viel ich gesprochen habe heute, weil ich doch irgendwie in so einen Redefluss gekommen bin.
Das kenne ich so gar nicht von mir.
Und wenn ich so direkt gefragt werde und es so eine Dreierunterhaltung ist und ich auch mal zwischendurch zuhören kann und das für mich reflektieren kann, das ging doch ganz gut.
Und das war. Das fand ich sehr schön.
Das hat mich auch danach wirklich glücklich gemacht, zu sagen, wow, da ist jemand die Herausforderung angegangen, zu sagen, ich weiß, ich habe es schwer mit Gefühlen und mit der Kommunikation, aber auch die positive Erfahrung dann mitzunehmen, dass es einen gewissen Rahmen, Stück für Stück, aber auch möglich ist.
Und das vertiefen wir dann eben auch im Beziehungstraining.
Und das ist eben wichtig, dass man sich da sehr gut reflektiert, dass man aufpasst, nicht in alte Muster zurückzukehren.
Und wenn man das verändern möchte, dass man nicht. Wenn man nicht zu viele Baustellen gleichzeitig hat.
Man kann nicht alle Aspekte seiner Kommunikation auf einmal verändern.
Dafür sind wir meistens schon zu lange auf dieser Erde und reden schon zu lange auf die gleiche Art und Weise oder kommunizieren schon zu lange auf die gleiche Art und Weise.
Und dann braucht es eben wie so eine Art kleinen Stufenplan, dass man mal Step by Step vorgeht, etwas Neues etabliert, auch in kleineren Schritten das macht, dass man auch Erfolgserlebnisse hat und nicht ständig daran scheitert, wie man kommuniziert.
Kommunizieren möchte, das ist eben wichtig.
Ja, die zweite Frage ist, kann denn eine Beziehung ohne Kommunikation oder ohne tiefgreifende Kommunikation überleben?
Ist das überhaupt möglich, eine Beziehung oberflächlich sozusagen zu führen?
Meiner Meinung nach ist das nicht möglich.
Also das führt nicht zu einer langfristigen Zufriedenheit.
Außer beide sind damit zufrieden, dieses Smalltalk-Niveau einfach zu halten.
Brauchen das für sich nicht.
Das wäre dann in meinen Augen aber eine recht oberflächliche Beziehung, weil man natürlich die tieferen Ebenen nicht erreicht.
Also Wünsche, Bedürfnisse, Ziele, da würde man ja vielleicht nicht hinkommen, sondern es wäre so ein Smalltalk-Ding halt.
Meistens ist es aber so, dass einer ja wenigstens auch tiefer gehen möchte in Gesprächen.
Und ich glaube, dass es fürs Überleben der Beziehung wichtig ist, auch eine tiefe emotionale Verbundenheit zu haben.
Das heißt nicht. Das heißt nicht, dass man alles gleich sehen muss oder immer der gleichen Meinung sein muss.
Das gar nicht.
Aber man muss drüber sprechen können.
Weil das macht es ja auch, finde ich, spannend, dass man sich austauschen kann, dass man von dem anderen Impulse bekommt
und da auch eine gewisse Reibung vielleicht hat bei Themen und sagen kann, okay, das ist spannend, das würde ich jetzt so und so sehen.
Lass uns doch mal weiter darüber diskutieren.
Oder dass man auch selber sich reflektieren kann im Gespräch mit dem anderen.
Also. Gerade wenn man länger zusammen ist, ist das ja auch ein großer Mehrwert, dass man im Gespräch zusammen analysieren kann,
warum hat man so gehandelt oder wo liegt die Problematik bei einem selbst?
Wie könnte man vielleicht anders vorgehen als Paar, aber auch als Einzelperson?
Und das fällt natürlich alles weg, wenn ich meine Sorgen nicht erzählen kann, meine Bedürfnisse nicht erzählen kann.
Finde ich sehr schwierig.
Gerade weil in einer Beziehung ja auch so eine gewisse Lernkurve da ist und auch ja persönliches Wachstum eine Rolle spielt.
Und so eine Beziehung kann sich ja auch gar nicht wirklich weiterentwickeln, wenn wir nicht darüber sprechen.
Das ist ja in anderen Bereichen auch so.
Wenn ich ein Unternehmen habe und ich möchte dort eine Weiterentwicklung herbeiführen,
dann wird das nur gehen, wenn ich mit meinen Kunden und mit meinen Mitarbeitern in einem guten Austausch bin
und frage, was hilft euch, was braucht ihr, wie können wir was verbessern?
Und so ist es eben in der Beziehung auch.
Wenn ich den anderen nicht frage, was brauchst du, geht es dir gut, fühlst du dich wohl,
dann kann ich das nicht reflektieren.
Nicht reflektieren, nicht beurteilen und mache eben auch keine Schritte.
Aber es ist bestimmt vorstellbar, dass für manche Menschen das ausreicht.
Und wenn man dort sehr entspannt ist und sagt, ich brauche für mich so diese Weiterentwicklung nicht,
ich bin ganz zufrieden, dann kann das durchaus ja sein, dass es funktioniert.
Am Ende ist immer entscheidend, ist das für beide wirklich stimmig?
Fühlen sich da beide rundum wohl mit, dann kann das gehen.
Wie viel Kommunikation braucht eine Beziehung?
Ich hätte gerne die Angabe in Stunden und Minuten.
Eine Stunde 53 pro Tag.
Gut, dann haben wir das geklärt.
Über die Sekunden können wir diskutieren.
Naja, das haben wir eigentlich gerade schon beantwortet.
Also Stimmigkeit ist da von Relevanz.
Also Quantität und Qualität können völlig unterschiedlich sein, in völlig unterschiedlichen Ranges.
Die Frage ist jetzt, welche Range ist da für beide Stimmungen?
Stimmig.
Und das ist eben wichtig, für beide sollte es stimmig sein.
Nicht, wenn der eine das Gefühl hat, wir brauchen viel mehr Quantität,
dass der andere sagt, ja, für mich nicht und damit ist das erstmal erledigt,
sondern, dass man da für sich den richtigen Weg findet,
im Zweifelsfall einen wirklich stimmigen Kompromiss schließt,
mit dem sich beide wirklich gut fühlen.
Und das ist das eigentlich Entscheidende.
Das ist so ein bisschen wie in anderen Bereichen, man hat immer so eine unbefriedigende Antwort.
Es kommt drauf an.
Ja.
Aber das ist hier auch eine, es kommt drauf an.
Es gibt dafür kein Maß, wo man sagt, damit ist man gut davor, das reicht aus oder so viel sollte das sein
und so ist zu viel, sondern da muss wirklich jeder in sich hineinfühlen
und sich selbst ehrlich die Frage beantworten, haben wir ausreichend Zeit miteinander?
Haben wir ausreichend Gespräche miteinander?
Passt die Qualität für mich?
Also sind wir ausreichend tiefgründig?
Bringen wir alles auf den Tisch?
Kriegen wir es geklärt?
Habe ich Dinge, die ich nicht habe?
Die ich nicht aussprechen kann, aber eigentlich möchte?
Ist ja auch kein statischer Wert, muss man sagen, in einer Beziehung.
Also man hat ja Phasen auch, wo man mal mehr miteinander spricht
und wo man vielleicht auch mal phasenweise weniger miteinander spricht,
weil man eine andere Priorität hat.
Also wenn einer zum Beispiel sagt, boah, in dieser Woche hatte ich so viel zu tun bei der Arbeit,
ich brauche Schlaf und geht derjenige vielleicht mal zwei Tage früher oder drei Tage früher schlafen,
hat man natürlich auf die Stunden und Minuten gerechnet, wenige Kommunikationen an diesen,
in diesen Tagen, aber das ist ja nicht dramatisch.
Oder man spricht mal mehr im Urlaub vielleicht, ne?
Aber gut wäre dann, einen Ausgleich zu haben.
Genau.
Dass man da dann trotzdem vielleicht ein paar Tage später ein bisschen intensiver sich austauscht
und es dann darum geht, Mensch, die letzten Tage waren ja anstrengend,
was war denn da so los, was ist da passiert?
Also dass man trotzdem in der regelmäßigen Kommunikation bleibt,
in einem Austausch da auch ist und eben den Ausgleich schafft,
wenn das mal eine Phase lang zu wenig war.
Und auch das ist wieder etwas, wo man in sich hineinfühlt und dann eben spürt,
oh, die letzten drei Wochen haben wir irgendwie sehr wenig Zeit miteinander gehabt,
das fühlt sich gar nicht mehr so gut an, wir brauchen ein bisschen Ausgleich,
wir müssen ein bisschen mehr sprechen, vielleicht für ein paar Zeit sorgt,
dann eher mal einen längeren Spaziergang macht, wo man sich länger austauscht,
eben auch dann Gelegenheiten schafft.
Wenn ich dann zu wenig Kommunikation hatte und sage, Mensch, lass uns dann ins Kino gehen,
wird das wohl nicht so viel werden und wenn ich zu wenig Kommunikation habe,
und sage, lass uns mal in Familie mit einer anderen Familie treffen,
dann wird sich viel um die Kinder drehen im Vordergrund,
auch keine tiefgehende Kommunikation
haben. Also dann auch wirklich zu sagen,
wir brauchen dann auch Momente,
die Kommunikation herstellen,
wie Spaziergang,
Wandern gehen, Essen gehen. Also so Dinge,
wo man eben durch was anderes nicht
abgelenkt ist, sondern wo man sich wirklich
dann auf die Kommunikation konzentrieren
kann. Das ist sicherlich die
spannendste Frage, da können wir jetzt sehr lange
drüber sprechen. Eigentlich können wir darüber eine ganze Folge machen.
Was sind denn typische
Kommunikationsfehler?
Einmal so der Evergreen, die Bereitschaft.
Bereitschaft. Also ich
komme rein in einen Raum, habe ein Anliegen
und fange sofort an
und wundere mich, warum die andere Person
nicht so antwortet,
wie ich es mir wünsche und gar nicht antwortet
vielleicht in der Schnelligkeit, wie ich das wünsche
oder ich das Gefühl habe,
so nee, was soll das denn
jetzt? Die Antwort ist irgendwie patzig
oder gedrungen
oder wie auch immer. Also ganz, ganz
viele Menschen fragen mich nach der
Bereitschaft, obwohl das Thema vielleicht innerlich
groß ist. Also damit ist jetzt nicht
gemeint, wenn ich sage,
Mensch, was wollen wir heute Abend
zum Abendbrot essen? Dass ich davor, würde
ich nicht zu dir gehen und sagen, Florian, hast du die
Bereitschaft, mit mir zu sprechen
und dann sagen,
was wollen wir zum Abendbrot essen?
Aber wenn ich jetzt wirklich ein Anliegen habe, wo ich auch
eine gute Antwort brauche oder eine
intensivere Antwort und würde
abends dann, wenn du entspannt auf der Couch sitzt,
mit dem Megathema einfach anfangen,
dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass
das nicht gut endet, weil
du vielleicht dir innerlich schon
die Ressourcen,
die du an dem Tag genommen hast
und gedacht hast, okay, ich bin einfach froh,
jetzt heute Abend nicht mehr zu sprechen oder
nichts mehr zu machen, nur noch leichte
Gespräche zu führen. Aber das
weiß ich ja nicht und fang halt dann einfach an.
Ja, der Klassiker ist natürlich auch,
du kommst nach Hause von der Arbeit
und bist gut gelaunt,
alles ist toll gelaufen und als erstes
kriegst du zu Hause zu hören, was du heute falsch
gemacht hast und hast irgendwie
dein Besteck von heute Morgen
nicht richtig weggeräumt und sonstiges. Also du kriegst
sofort Feedback um die Ohren, obwohl du da
gar nicht innerlich bereit für bist und in einem ganz
anderen Mut bist und bekommst das dann so ab.
Und wiederum als
weiteres Thema ist dann
das Aufstauen. Also wenn
ich zu wenig kommuniziere
und eben innerlich
die Themen sammle,
weil ich vielleicht auch glaube, dass diese Themen einzeln
für sich genommen gar nicht wichtig genug sind
oder wir sind ja auch gerade ganz
harmonisch miteinander, ich spreche mal
lieber nicht an, dass du schon wieder
die Waschmaschine nicht ausgeräumt hast und ich das
alles machen musste, obwohl es
mich eigentlich gestört hat, aber
ist ja gerade so harmonisch und
jetzt wartet man und spricht das nicht
aus, weil man vielleicht auch glaubt,
habe ich jetzt ja auch gemacht, ist ja auch erledigt
und in drei Wochen später
bricht es mit Druck
aus mir heraus, dass ich so viele
kleine Dinge gesammelt habe, weil irgendetwas
bringt dann das Fass zum Überlaufen
und dann entsteht innerlich so ein
Druck, dass ich jetzt mal Feedback
geben muss und das sagen muss und dann
achte ich auch wieder nicht auf die Bereitschaft
und ich setze zu unserem
sogenannten Rundumschlag
an und haue dann das
nochmal raus und in dem Zuge
fällt mir auch ein, dass ja auch schon vor
drei Jahren das alles scheiße war
und ich habe keine wertschätzende Haltung, weil ich total wütend
bin, weil ich mega genervt bin,
dann ist es schwierig, das
stimmt und das ist alles als Vorwurf.
Ich glaube
auch diese typischen Kommunikationsfehler
entwickeln sich häufig auch über die Zeit,
also dass viele Menschen sich da so
Muster aufbauen, die sie immer und
immer wiederholen in der Kommunikation, also so
individuelle Kommunikationsmuster
für diese Beziehung, für diese
Ehe und sagt, ja, das ist ja so
typisch für sie oder für
ihn in Streitsituationen, dass wir wieder
in diesen Kommunikationsfehler rutschen, dass
ganz viel nach Schuld gefragt wird, ganz
viel nach Bewertung geguckt wird
und wenig auf eigene
Anteile.
Und dann das Thema Missverständnisse,
was ja auch so ein typischer
Kommunikationsfehler ist,
dass ich nicht weiß,
wie filtere ich denn Kommunikation,
wie filtert meine Partnerin,
meine Partnerkommunikation
und wir aneinander
vorbeireden, weil wir gar nicht wissen,
wie die Filter funktionieren.
Da gibt es ganz viele Beispiele,
ganz wichtige Bestandteile bei uns im Beziehungstraining
auch. Finde ich total spannend.
Nehmen wir ein Beispiel, aktiv-passiv
geprägt, das ist immer so ein ganz logisches
Beispiel, wenn man annehmen würde,
du bist aktiv geprägt,
ich wäre passiv geprägt,
dann wäre das so, dass
du als aktiv geprägte
Informationen sehr schnell in eine Aufgabe
wandelst und sofort handelst,
während ich passiv geprägt
Informationen als Informationen belasse
und eher eine konkrete
Handlungsaufforderung brauche, um
innerlich zu verstehen, dass es gerade
eine Aufgabe ansteht.
Also wenn ich sage, mir ist kalt und ich bin aktiv geprägt,
dann würde ich mir jetzt von dir wünschen,
dass du aufstehst und das Fenster zumachst.
Weil ansonsten würde es ja gar keinen Sinn machen,
warum sollst du mich darüber informieren,
dass du frierst.
Ja.
Das macht ja für dich aktiv geprägt,
nur deswegen Sinn, weil du eine Aufgabe
daraus für mich hast oder ein Wunsch dahinter
steht. Aber wenn ich passiv geprägt bin,
dann höre ich mir das an und sage
innerlich, danke, dass sie mich informiert,
sie friert. Ich würde vielleicht sogar sagen,
das ist kühl hier, ne?
Oder ich würde sagen, für mich ist es
angenehm. Oder ich würde sagen, für mich ist es
auch kühl.
Und ich würde dann denken, wie wenig
wertschätzend, was ist denn los, da fehlt mir
liebevolle Art und so weiter.
Dann hast du vielleicht noch die Sprache der Liebe,
der kleinen Aufmerksamkeit
beziehungsweise so dieser, man kümmert
sich und dann
merkst du, der will sich nicht
um mich kümmern und schon
zahlt das negativ auf das Thema Liebe
ein, nicht gesehen, nicht gewertschätzt,
nicht anerkannt
und schon hat man so ein typisches Missverständnis
und das gibt es ja in ganz vielen
ähnlichen Situationen.
Ich finde das sehr spannend, als ich den Punkt
in unserer Beziehung so verstanden
habe, dass wir unterschiedlich geprägt sind
in Überblick und Details,
das fand ich sehr spannend,
weil du bist ja eher der Überblickstyp
und ich gehe ja sehr gerne in
kleine Sachen auch rein, in die Details rein
und schaue mir das auch sehr gerne
recht früh an
und das ist ja auch etwas, wenn man das nicht so
voneinander weiß, das ja auch
kommunikativ dann schnell zu Konflikten
führen kann, weil man den einen
dann immer kommunikativ in die eine
Ecke drängen will und
selber denkt, ja, aber das wird doch vergessen
oder das muss so und so gemacht werden, ne?
Ja.
Ja, man hat unterschiedliche
Zeitpunkte, wann man über
welches Thema die Bereitschaft
hat, im Detail zu sprechen.
Ja.
Du kannst sofort über die Details sprechen,
dir Gedanken machen und mein Anliegen wäre halt
zuerst mal das große Ganze zu erfassen,
den Überblick zu haben, bevor man sich dann
auf die Details einlässt,
weil wahrscheinlich
in dir die Sicherheit ist, wir werden schon
alle Details irgendwann erfassen
und in mir ist die Sicherheit dadurch, dass
ich weiß, ich habe den Überblick und
ich werde keinen Detail dann her am Ende vergessen,
oder kann mir
im Zusammenhang
der verschiedenen Bereiche dann
Gedanken machen, weil vielleicht
der Detail A, Detail B beeinflusst,
was ich durch den Überblick sehe,
aber ohne Überblick sehe ich es nicht.
Aber spannend ist es ja, wenn man das
von sich weiß als Paar,
dann kann man ja beide Energien
super gut einsetzen und nutzen.
Absolut. Ich baue dann den Überblick zusammen
und kann dir die Details
übergeben und sagen,
und ich sehe Sachen, die du nicht siehst.
Genau, weil sie auch für mich dann im Detail nicht wichtig wären,
weil ich sehe dann eher
den Impact nicht,
den ein Detail haben könnte,
wobei natürlich Details in vielen Bereichen
absolut wichtig sind und super viel Impact haben.
Ich kann ihn für mich aber schwerer sehen als du.
Ich kann ihn durchaus sehen,
aber
für mich ist es auch vom Gefühl her anstrengender.
Für mich ist es vom Gefühl her sehr leicht,
einen Überblick zu bauen und ich mache das sehr gerne
und für mich ist dann
mit Details beschäftigen auch innerlich anstrengender
und zieht mir mehr Ressourcen,
und bei dir ist es wahrscheinlich eher andersrum.
Von daher ist auch das wieder etwas,
was man auch allein aus der Energie-
und Ressourcen-Management-Idee
heraus verändern kann.
Also wenn ich dann mich mit Überblicksthemen
beschäftige, dann gibt mir das Energie
und wenn ich dir dann die Details
geben kann, liefert dir das Energie
und jeder fühlt sich mit dem,
was man macht, wohl.
Wenn wir das jetzt irgendwie anders machen würden
und ich müsste mich die ganze Zeit mit Details beschäftigen
und du mit dem Überblick, weil man das irgendwie
alles nicht realisiert hat und das
aus irgendwelchen Gründen so aufteilt,
dann auf einmal geht die ganze Zeit Energie
bei beiden raus, es fühlt sich die ganze Zeit doof an
und man weiß nicht, warum.
Deswegen das sind ganz spannende Erkenntnisse,
die man hat, wo wir dann auch eine Analyse
fertig machen, dann auch
eine Analyse gibt es auch schon bei dem Test,
den Test kann man online selber durchführen, aber
wir machen eine Analyse fertig, was das für die
Kommunikation und für die Partnerschaft bedeutet.
Das ist nochmal so viel relevanter,
was bedeutet das für die Dynamiken
miteinander, wenn man weiß, wie beide filtern.
Kommen wir zu der letzten Frage.
Wie kann man die Kommunikation
verbessern?
Gut, das hängt von der Ursache
natürlich ab. Wenn ich jetzt merke,
dass ich die Kommunikation nicht verändert bekomme,
obwohl ich immer mehr
mich belese und immer mehr
zu dem Thema mir erarbeite,
dann werden es Systemgesetzverletzungen
sein, dann muss ich das Fundament stabilisieren.
Das wäre so das Erste,
was super viel Sinn macht, dass man erstmal
die Misskommunikation und
Verletzungen der Vergangenheit reflektiert,
verarbeitet, das Fundament stabilisiert,
so dass das schon mal nicht mit reinspielt.
Und wenn das aber jemand nicht möchte?
Dann wird man bis zu einem gewissen
Level kommen können
und sagen können, bis dahin können wir
durch neue Fähigkeiten, neues
Verhalten, also eine neue Art
zu sprechen, unsere
Kommunikation verbessern, aber
es wird bis zu einer gewissen Grenze gehen.
Ja.
Weil wir wollen ja durch die Kommunikation, die wir
dann verändern, auch dafür sorgen, dass
zukünftig weniger
Verletzungen entstehen. Und wenn Verletzungen entstehen,
dass die aufgearbeitet werden können.
Wenn das Verletzungen entstehen, ist normal,
das kann man nicht verändern.
Also man kann es reduzieren, aber nicht völlig ausschließen.
Und das ist auch nicht das Schlimme.
Die Verletzung an sich ist das eine.
Die Frage ist, kann man es gemeinsam sozusagen heilen?
Das ist nicht schlimm, wenn ich mir das Knie aufschürfe,
weil ich kann es verändern.
Es tut zwar weh, aber ich kann es heilen lassen.
Aber andere Dinge kann ich vielleicht nicht heilen lassen.
Und das sind ja die eigentlich schlimmen Dinge.
Und das ist eben in der Beziehung auch so.
Wenn ich Verletzungen hatte und einer von beiden
hat nicht die Bereitschaft, das gemeinsam nochmal aufzuarbeiten
und zu lösen, dann heißt es ja auch für mich,
dass ich damit leben muss, dass das passiert ist.
Und sorgt eher für eine Zukunftsangst.
Nämlich, wenn eine Verletzung, die so intensiv ist wie die damals,
und mein Partner hat nicht die Bereitschaft,
mir das in der Vergangenheit zu lösen,
wie es in der Zukunft ist.
Dann wird er da wahrscheinlich ja solche Verletzungen
mit mir auch nicht lösen.
Dann muss ich mit solchen Dingen also leben,
dass diese Verletzungen da sind.
Und das ist schwierig.
Ist eher, ja, ist aus meiner Sicht sehr schwierig.
Man muss, glaube ich, auch erstmal einen Fahrplan haben für sich.
Wie möchte ich denn gemeinsam überhaupt kommunizieren?
Also, damit ich weiß, wie ich es verbessern kann,
muss ich wissen, wie soll es denn sein in meinem Wunsch?
Und darüber im Austausch zu sein und zu sagen,
was stellst du dir unter einer guten Kommunikation vor?
Was stelle ich mir unter einer guten Kommunikation vor?
Also, ist es die Menge? Kommunizieren wir zu wenig?
Ist es viel Vorwürfe?
Ist es einfach, weil wir keine Themen haben?
Fällt uns das schwer, in die Tiefe zu kommen?
Hängen wir an bestimmten Themen immer fest?
Also, gibt es wirklich bei uns jetzt nur noch
organisatorisches und Kinder?
Und wir kommen nicht in die Tiefe,
weil wir gar nicht mehr wissen,
was sind die Interessen von dem anderen
oder fühlen uns da einfach schnell verletzt?
Also, auch mal über die Kommunikation zu sprechen,
was sich stimmig anfühlt.
Viele sagen auch,
zu Hause kommen wir nicht so gut ins Gespräch.
Dann zu überlegen, was kann man vielleicht verändern?
Ist das ein kleiner Spaziergang?
Vielleicht besser?
Oder sich woanders hinzusetzen?
Oder vielleicht auch eher so eine Kommunikation,
die man sagt, die nebenbei geschieht?
Also, viele können sich auch sehr gut unterhalten beim Autofahren,
aber dass man das dann halt auch bewusst sucht,
darüber mal sich auszutauschen.
Genau, wir setzen uns bewusst ins Auto,
fahren einmal von Neumünster nach München.
Orterkundungstour, hat man das früher genannt.
Vielleicht so ganz praktische Dinge,
die man auch direkt vielleicht mal versuchen kann umzusetzen.
Also, man könnte sich innerlich bewusst machen,
dass jeder Mensch in guter Absicht handelt
und auch kommuniziert.
Das heißt, jede Kommunikation, die meine Partnerin,
mein Partner zeigt, wird nicht die Absicht haben,
mich zu verletzen, sondern es wird immer eine gute Absicht
dahinterstehen.
Im Mindestmaß natürlich für denjenigen selbst,
aber eigentlich auch für die Beziehung und für mich.
Das heißt, erst mal die gute Absicht sehen,
dann bewusst zu versuchen, aus Interpretationsmustern
auszubrechen.
Also, sich die Frage innerlich zu stellen,
könnte es auch anders sein?
Also, wenn du mir ein Feedback gibst
und das kommt bei mir als Vorwurf an
und ich merke, es entsteht Ärger in mir,
dass ich noch mal kurz in mich gehe und sage,
warte mal, sie wird das mit guter Absicht machen.
Was könnte sonst noch dahinterstehen,
außer der Gedanke, der mir gerade gekommen ist?
Was für Ideen könnte es dazu noch geben?
Wie könnte jemand das neutral von außen,
wie könnte jemand das neutral von außen,
auch sehen und was für Fragen würde der sich dazu stellen?
Und dann, so als letzte Idee,
was man so ganz praktisch machen kann,
weniger Urteilen und Aussagen treffen,
mehr Fragen stellen.
Also, wenn ich das Gefühl habe,
du sagst, gibst mir ein Feedback,
das kommt in mir als Vorwurf an
und ich merke, Ärger entsteht,
dann könnte ich auch, anstatt zurück zu poltern,
mich zu rechtfertigen und zu verteidigen,
auch einfach erst mal fragen,
wie meinst du das denn?
Und dann erklärst du das, was du meinst
und auf einmal merke ich,
ach, das ist ja ganz anders, als ich dachte.
Also mehr Fragen stellen,
das noch mehr verstehen,
bevor ich sofort meinem Ärger folge
und meinem ersten Interpretationsansatz
des Ganzen,
denn vielleicht meintest du es ja ganz anders.
Häufig so, ne?
Ganz häufig, ja.
Ganz häufig ist es ja so,
dass wir so einen Filter mit den Jahren aufgebaut haben,
der sehr fest ist
und wenn wir daran nicht regelmäßig arbeiten,
das ist dann auch nicht so,
wie wir nur noch über diesen Filter das wahrnehmen.
Auch schöner Kommunikationsfehler.
Zu glauben, zu wissen, was der andere meint.
Ja.
Ich brauche den nicht fragen, ich weiß, was der meint.
Ich brauche da nicht über andere Interpretationen,
ich weiß genau, was der denkt.
Und das ist nämlich ganz häufig nicht so,
weil wenn man jetzt sich vorstellt,
dass man in der Beziehung Misskommunikation hatte,
dann hat man auch ganz viele Missverständnisse,
dann geht man ja durch diese Missverständnisse
davon aus, was man meint.
Das heißt, man wird alle Missverständnisse,
die man nicht aufgearbeitet hat,
ja durchschleifen, durch die Beziehung
und immer wieder mitnehmen und glauben,
zu wissen, was der andere meint,
aber immer wieder innerlich dieses Missverständnis hervorruft,
was man nicht geklärt hat.
Das heißt, normalerweise tun wir uns sehr gut damit,
zu fragen
und nicht zu glauben,
man wüsste alles
und vielleicht so als letzter Step sich von. Ich habe auch noch einen.
Vorletzter Step, sich von Social Media
und Filmideen zu befreien.
Alles, was da so romantisch passiert,
das ist alles toll,
aber das spiegelt eben nicht
die Alltagsrealität der Menschen wider.
Wäre ja auch langweilig.
Wir wollen natürlich bei Social Media
und auch letztendlich im Fernsehen entertaint werden,
wollen Dinge sehen,
die eben nicht der Realität entsprechen,
denn die Realität haben wir schon zu Hause.
Ja.
Mein Punkt wäre noch, Bedürfnisse zu äußern.
Ich finde, wenn man anfängt,
seine eigenen Bedürfnisse zu äußern,
dann geht das von der Kommunikation
auch häufig in eine Position,
in eine positive Richtung.
Also, dass ich nicht darauf warte,
dass du etwas für mich tust,
weil mein Bedürfnis da offen ist,
sondern ich das klar ausspreche und sage,
ich wäre schön oder ich würde mich darüber freuen.
Also, dass ich von mir aktiv
auch in die Kommunikation gehe.
Guck mal, in dem Moment,
wo jetzt die Podcast-Folge dem Ende neigt
und du sagst, Bedürfnisse aussprechen,
kam sofort irgendwie das Gefühl
von wahnsinnigem Hunger hoch
und ich gerade auf die Uhr geguckt habe
und denke, okay, wir haben 10 nach 3.
Ich habe heute Mittag
nur einen kleinen Proteinriegel gegessen
und heute Morgen gefrühstückt,
bin jetzt die ganze Zeit in Gespräche.
Ich habe jetzt echt Hunger.
Ich auch. Ich schließe mich an.
Dann lass uns die Folge hier beenden.
Wir haben viel über Kommunikation gesprochen
und wir hoffen, dass einige Impulse
mitgenommen werden konnten
und freuen uns über Feedback,
über Likes, über Kommentare
und hören uns dann
in der nächsten Folge wieder.
Ja, das macht sehr viel Spaß.
Wir bekommen sehr viele Kommentare
inzwischen bei YouTube.
Das ist toll.
Wir lesen sie auch alle.
Wir können antworten.
Das ist super.
Und ansonsten bei Spotify oder Apple
sehr gerne eine Bewertung hinterlassen.
Das freut uns auch immer sehr.
Bis bald.
Bis dann.
Podcast Summary
Key Points:
Das häufigste Anstrengungsgefühl in der Kommunikation entsteht durch wiederholte Erinnerungen an bereits erledigte Dinge oder unerledigte Aufgaben.
Beide Partner zeigen ein starkes Bedürfnis nach Struktur und Erinnerung, was zu einer automatischen Abwehr von tiefgründigen Gesprächen führt.
Missverständnisse entstehen häufig durch unterschiedliche Kommunikationsstile, wie beispielsweise aktiv-passiv geprägte Filter, die zu Reibungen und Verletzungen führen.
Die Kommunikation wird durch die persönliche Energie und den emotionalen Zustand des Tages stark beeinflusst – abends etwa eher geschwächt.
Ein mangelnder Austausch über Gefühle und Bedürfnisse führt zu Verlust der emotionale Verbindung und kann zu einer Abnahme der Liebe und zu Vermeidungsverhaltensweisen führen.
Systemische Verletzungen im Fundament der Beziehung verhindern eine dauerhafte Verbesserung, selbst wenn die Verhaltensweisen gezielt verändert werden.
Die Lösung liegt nicht nur in mehr Kommunikation, sondern darin, die wertschätzende Haltung, die Wertschätzung und die emotionale Verbundenheit aktiv zu stärken.
Tiefgründige Gespräche können durch bewusste, einfache und regelmäßige Momenten wie Spaziergänge oder Autofahrten gezielt gefördert werden.
Summary:
Die Transkription beleuchtet das komplexe Thema der Kommunikation in Beziehungen und identifiziert häufige Hindernisse wie wiederholte Erinnerungen, unterschiedliche Kommunikationsstile und emotionale Belastungen. Beide Partner zeigen ein starkes Bedürfnis nach Struktur und Erinnerung, was zu automatischen Abwehrmechanismen führt, insbesondere bei tiefgründigen Gesprächen. Missverständnisse entstehen oft durch unterschiedliche Filter wie aktiv-passiv geprägte Kommunikationsmuster, wodurch emotionale Reibungen entstehen.
Die Qualität und Menge der Kommunikation hängt stark von der persönlichen Energie und dem emotionalen Zustand ab, wobei abends oft ein Mangel an Gesprächsresourcen besteht. Ein mangelnder Austausch über Gefühle und Bedürfnisse führt zu einer Abnahme der emotionalen Verbindung und kann zu Vermeidungsverhalten und schließlich zur Abnahme der Liebe führen. Der Kernpunkt ist jedoch nicht nur mehr sprechen, sondern die Stabilität des Beziehungsfundaments zu sichern – insbesondere durch Verarbeitung von Vergangenheitsverletzungen und Aufbau einer wertschätzenden Haltung.
Effektive Strategien umfassen bewusste Momente wie Spaziergänge oder Fahrten, um die Kommunikation in fließender und emotional verankertem Rahmen zu fördern. So entsteht nicht nur eine bessere Kommunikation, sondern eine tiefer verbundene und stabile Beziehung.
FAQs
Ein typischer Fehler ist die Bereitschaftsfrage: jemand beginnt sofort mit einem Thema, ohne zu prüfen, ob der andere bereit ist. Auch das Aufstauen von Themen und Missverständnisse durch unterschiedliche Filter wie aktiv-passiv geprägte Kommunikation sind häufige Fehler.
Eine Beziehung ohne tiefgründige Kommunikation ist langfristig nicht nachhaltig. Obwohl oberflächliche Gespräche funktionieren können, fehlt dann die emotionale Verbundenheit, das Vertrauen und die Möglichkeit, Ziele und Bedürfnisse gemeinsam zu reflektieren.
Man sollte zunächst Verletzungen aus der Vergangenheit reflektieren und verarbeiten, um das Fundament zu stabilisieren. Danach können neue Kommunikationsmuster wie wertschätzende Sprache oder gemeinsame Kommunikationspläne eingeführt werden.
Erinnerungen an Dinge, die bereits erledigt sind, führen zu einem Gefühl von Überwachung oder Wiederholung. Das führt dazu, dass eine Person sich als Sekretärin oder Überwacherin fühlt und dadurch emotional belastet wird.
Es gibt keine feste Zahl, aber eine stimmige Kommunikation ist entscheidend. Es hängt von der Qualität und dem Bedarf der Partner ab, nicht von der Menge. Ein Ausgleich ist wichtig, wenn z. B. eine Phase weniger Gesprächszeit hat.
Missverständnisse entstehen, weil jeder Partner unterschiedliche Filter nutzt – z. B. aktiv oder passiv geprägt. Einem Partner wird dann eine Handlungsanweisung gegeben, während der andere nur Informationen hört, ohne sofort zu handeln.
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