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613: Kommt nicht in die Tüte

33m 2s

613: Kommt nicht in die Tüte

In der Episode sprechen Manuel und Cari über verschiedene Alltagsthemen. Zuerst erklärt Manuel den Scheinanglizismus „fit“, der im Deutschen auch „gesund“ bedeutet, und gesteht, dass er sich bei einer Instagram-Herausforderung mit einbeinigen Wadenheben verletzt hat – er schaffte 54 Wiederholungen, mehr als die Norm für sein Alter, und humpelt seitdem. Danach geht es um die Aussprache des deutschen „CH“, die je nach Region und Wort variiert; sie empfehlen ein Video mit fünf Aussprachevarianten. Der Ausdruck der Woche ist „Das kommt mir nicht in die Tüte“, was „auf keinen Fall“ bedeutet und aus einem Nachrichten-Podcast stammt. Außerdem diskutieren sie die Nutzung von Trackern wie AirTags, um Fahrräder vor Diebstahl zu schützen. Eine Freundin von Manuel konnte ihr gestohlenes Fahrrad dank eines AirTags zurückholen – die Berliner Polizei verfolgte das Signal mit Blaulicht und fand das Rad vor einem Späti. Abschließend beantworten sie Hörerfragen: Sie erörtern, ob Joggen oder Bier trinken auf Friedhöfen respektlos ist, und diskutieren die Theorie, dass Kirchenglocken zur deutschen Pünktlichkeit beitragen – sie halten das für möglich, aber nicht entscheidend. Die Episode endet mit Verweisen auf Mitgliedschaft und Aftershow.

Transcription

4984 Words, 29833 Characters

German
Manuel, willkommen zurück. Endlich. Du bist wieder gesund. Ich bin wieder fit. Ich hatte eine Erkältung, wie das so ist in der kalten Jahreszeit. Das ist schlimm, ne? Übrigens, das ist eine interessante Vokabel. Und wie nennt man Vokabeln, die man verwechselt? Falsche Freunde. Nee. Ist das ein falscher Freund? Fit ist ja im Englischen nicht das gleiche wie im Deutschen, obwohl es ein englisches Wort ist. Ja, stimmt. Das ist ein Scheinanglizismus. Ein Scheinanglizismus. Hatten wir letztens schon mal einen Kommentar von… Genau. Also etwas, was wir denken, das ist ein englisches Wort. Es ist auch ein englisches Wort, es hat aber eine andere Bedeutung. Genau. Wobei es im Deutschen noch eine zusätzliche Bedeutung hat. Also die Idee, im Englischen sagt man, ich bin fit, heißt ich bin stark, ich bin trainiert. Das gibt es im Deutschen auch. Du kannst auch sagen, ich bin topfit, ich fahre morgen 100 Kilometer auf dem Rennrad. Aber man benutzt es auch im Deutschen als Gegenteil von krank. Also wenn du sagst, ich war krank und dann frage ich dich, wie geht es dir jetzt, dann sagst du? Ich bin wieder fit. In meinem Fall bin ich allerdings nur fit im Sinne von meine Erkältung ist vorbei. Ich habe mich aber richtig dumm verletzt. Das hast du gerade schon gesehen, als wir zusammen zum Restaurant gegangen sind. Ja, Manuel und ich waren gerade essen und Manuel ist gehumpelt. Also er konnte nicht richtig gehen. Dazu kam dann noch der Hund, der dich gezogen hat. Und du sahst auf jeden Fall überfordert aus, weil du bist schief gelaufen. Und du konntest den eigenen Hund kaum halten. Ja, Schuld ist mal wieder Instagram. Was ist los, Manuel? Bist du wieder einem gefährlichen Fitnesstrend gefolgt? Ich glaube, ja. Ich suche gerade das Video. Hier, ich habe es gefunden. Ich kann ja mal einen kleinen, ich spiele es mal kurz ab. Ja. Also da ist so ein Typ, der macht Single Leg Heel Raises. Das bedeutet, du stellst dich auf ein Bein und dann gehst du immer auf die Zehenspitzen. Also du hebst immer deine Ferse vom Boden hoch. Das klingt nach einem völlig dummen Ding. Also was genau ist das? Wie oft kannst du das machen, bevor du entweder deine Balance verlierst oder nicht mehr kannst? Und da gibt es am Ende von diesem Clip, gibt es so eine Tabelle nach Alter. Da steht so, wenn du zwischen 20 und 30 Jahren alt bist, solltest du so und so viele schaffen. Wenn du zwischen 30 und 40 und so weiter, solltest du so viele Single Leg Heel Raises schaffen. Und da wollte ich mal gucken, wie viele ich schaffe. Aber musst du nicht erst Liegestützen machen, um Instagram zu gucken? Mittlerweile muss ich nur noch atmen. Was? Da kommt dann immer so jetzt tief einatmen, tief ausatmen und dann kommt, bist du dir sicher, dass du es benutzt? Und dann sage ich ja. Ich muss sagen, wenn du so einen Quatsch guckst, kann ich das schon verstehen, dass du deinen Instagram-Zugang künstlich beschränken musst. Das ist kein Quatsch. Da guckt man mal, wie fit man nämlich wirklich ist. Da ist jetzt die andere Bedeutung von fit. Und wie fit bist du? Ich habe auf jeden Fall die Tabelle geschlagen. Ich habe 54 geschafft. Und was ist für dein Alter normal? Du bist ja eigentlich erst 15. Ja, Cari, ich habe jetzt hier die Tabelle und für mein Alter, also zwischen 30 und 50. Und 40, männlich, sollte ich 32 schaffen. Und ich habe 54 geschafft. Und seitdem kann ich nicht mehr laufen. Das tut so weh. Ich habe am nächsten Tag, das ist kein Muskelkater mehr. Das ist schon eine Verletzung, denke ich. Immer wenn ich aufstehe, muss ich humpeln. Und seit wie vielen Tagen geht das schon so? Das war vor drei Tagen. Ja, Manuel. Was mich wundert, du bist ja bei uns im Team der Sicherheitsbeauftragte. Was? Ja, du gehst rum und erzählst uns, bitte kein Wasser neben das MacBook stellen. Bitte die Passwörter mindestens 45 Zeichen lang. Je länger, desto besser. Genau. Wie sieht eine Phishing-Mail aus? Bitte auf keine Links klicken, die dumm sind. Aber wie du dich im Internet verhältst, Manuel, da bräuchtest du schon nochmal vielleicht einen Instagram-Führerschein. Was sind vertrauenswürdige Quellen? Welche Trends sollte man mitmachen? Und welche vielleicht nicht? Kommen wir zu ernsteren Themen. Ja. Der deutschen Aussprache. Aussprache. Aussprache. Ich fühlte mich sehr würdig vertreten von Chris. Ich fand, es war eine fantastische Episode, die ihr beiden aufgenommen habt. Ich habe Chris auch schon mitgeteilt, dass ich gerne auch mal mit ihm podcasten möchte in der Zukunft. Super, da freut er sich. Er hat auch viel positives Feedback erhalten. Bei Discord haben sehr viele Menschen ganz nette Dinge geschrieben und haben Chris gelobt für seine Geschichte, aber auch für sein Deutsch. Für sein wirklich ausgezeichnetes Deutsch. Aber ihr habt auch kurz angesprochen, du hast angesprochen, dass er noch ein bisschen Schwierigkeiten mit dem CH, mit dem CH hat. Auf Spotify hat jemand geschrieben, es klingt sehr schwäbisch, denn er sagt SCH statt CH. Also es gibt auch Dialekte im Deutsch. Im Deutschen, im Süden, wo man das tatsächlich so ausspricht, manchmal. Also dann sagt man manchmal und nicht manchmal. Genau. Und tatsächlich habe ich mich genau mit diesem Thema auch gerade im privaten Umfeld beschäftigt. Denn das ist eine typische Schwierigkeit, die US-AmerikanerInnen haben, wenn sie Deutsch lernen. Und dazu wurde mir ein Video zugespielt. Zugespielt? Das fand ich sehr interessant. Es gibt nämlich fünf Typen von CH, beziehungsweise von CH. Es gibt das CH, es gibt das K, zum Beispiel. China. Nee, das. Chrom. Chrom. Chrom oder Cholera oder so. Aber China spricht man tatsächlich je nach Dialekt anders aus. Aber hier im Norden sagt man China und nicht. Oder China gibt es auch. China ist ein Spezialfall, weil das irgendwie gefühlt jede Region in Deutschland anders ausspricht. Aber dass es fünf Arten gibt von CH, es gibt auch noch das Ch, Koch. Ja, das wollte ich einfach mal für Chris und alle anderen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, verlinken. Das stimmt. Ich meinte genau genommen, ja, nur einen Teil von, also eine von diesen Aussprachen. Klar, also man sagt ich, aber man sagt ach. Das ist ein ganz anderer Laut. Ich, ach. Also unsere YouTube-Kollegin richtig Deutsch sprechen. Ja. Wie heißt sie mit echtem Namen? Oh, ich habe den Namen gerade vergessen. Aber wir hatten schon mal geschrieben. Liebe Grüße, die macht wirklich tolle Videos. Ja, verlinken wir mal. Sie hat ein Video, wie sagt man CH auf Deutsch? Fünf Möglichkeiten. Das könnt ihr euch mal anschauen. Und jetzt auch noch ein Ausdruck der Woche, Manuel. Du gibst es uns aber heute richtig. Ich habe einen Ausdruck mitgebracht. Den habe ich gehört. Im Podcast 6.30. Den habe ich hier schon mal empfohlen. Das ist der Nachrichten-Podcast für junge Leute, zu denen ich mich noch zähle, solange ich 54 Heel-Races machen kann. Und da ging es um das Thema Wehrpflicht in Deutschland. Aktuell ein großes Thema. Wehrpflicht, genau. Die Bundeswehr ist unser Militär und eine Pflicht ist etwas, was man machen muss. Und das deutsche Wort für. Diese Frage, ob jemand verpflichtend zum Militär muss oder nicht, ist Wehrpflicht. Das hatten wir viele Jahrzehnte und es wurde vor einigen Jahren abgeschafft, die Wehrpflicht. Also jetzt haben wir eine freiwillige Berufsarmee. Und es gibt aktuell eine Debatte, ob man die Wehrpflicht in irgendeiner Form wieder einführt. Und zu diesem Thema gab es dann O-Töne junger Menschen. Was ist ein O-Ton? Ein Interview-Ausschnitt. Ein Einspieler, ein Ausschnitt. Ein Original-Ton. Genau. Was sie über diese Gedanken, über diese Ideen denken zum Thema Wehrpflicht. Und da hat dieser junge Mensch Folgendes gesagt. Ich habe jetzt schon ziemlich genau geplant, was ich dann nach meinem Abitur so machen möchte. Und da kommt halt Wehrdienst einfach nicht in die Tüte. Da hört man schon viele Meinungen raus bei den Leuten. Kommt nicht in die Tüte. Das wäre eine schöne Formulierung auf jeden Fall. Also selbst die Hosts haben über diesen. Ausdruck gelacht. Das kommt mir nicht in die Tüte. Ja, das ist ein super Ausdruck. Das heißt auf gar keinen Fall. Aber es ist irgendwie ein lustiger Ausdruck. Im Gegensatz, ich kenne jetzt den Hintergrund nicht, den kannst du uns vielleicht gleich erzählen, aber im Gegensatz zu vielen Ausdrücken, die ja sehr alt sind, die man wörtlich nicht mehr ganz versteht, ist das ein Ausdruck, den man verstehen kann. Man kann sagen, okay, ich weiß nicht, ich gehe im. Supermarkt einkaufen. Wir gehen zusammen einkaufen. Genau. Und dann sage ich, Kari, ich möchte hier. diese Schokolade, dass wir die kaufen zusammen. Genau. Und dann sag ich, das kommt mir nicht in die Tüte. Auf gar keinen Fall kommt diese Schokolade in meine Tüte. Ja, es ist inakzeptabel. Das kommt nicht in Frage. Ja, aber auch eine schöne Art auszudrücken, dass ich habe andere Pläne für meine Zukunft, das kommt mir nicht in die Tüte. Ja, genau. Deswegen haben sie gelacht in diesem, also die Hosts von dem Podcast haben gelacht, weil man sagt diesen Ausdruck, wenn man es selbst auch entscheiden kann. Aber der kann das ja nicht entscheiden, ob das jetzt, ob er jetzt zur Bundeswehr muss oder nicht. Deswegen ist es lustig, dass er gesagt hat, kommt mir nicht in die Tüte. Und woher kommt das jetzt, Manuel? Das weiß ich nicht. Das habe ich nicht gefunden. Ah, okay. Also vielleicht ist das wirklich wörtlich zu verstehen. Also irgendwas kommt nicht in die Tüte rein. Ja. Manuel's Manual Du hast vorhin mich beschrieben als jemanden, der sich Gedanken macht über die Sicherheit von Dingen. Normalerweise ja, genau. Außer, ich habe ja da das Foto gepostet von unserer vorletzten Episode, wo du auf dem Fußboden liegst in unserer Wohnung in Barcelona und da hattest du eine offene Wasserflasche in unmittelbarer Nähe von meinem Computer stehen. Das ist untypisch für dich, Manuel. Ich glaube, die Wasserflasche stand auf dem Boden und dann hast du deinen Computer dazugestellt. Ach, ich bin schuld. Übrigens, apropos Aftershow. Als Mitglied hört ihr ja hier eine Aftershow nach jeder Episode und in der Aftershow von Chris und dir habt ihr die Charaktere im Easy German Team, also vor allem Janusz, mich und dich charakterisiert. Das fand ich sehr hörenswert. Also ein kleiner Tipp, falls ihr noch kein Mitglied seid, auf easygerman.org slash membership könnt ihr ein Mitglied werden in der Learner Membership und dann die Aftershow von der Episode 612 fand ich auch sehr spannend. Ja, stimmt. Ich habe Chris ausgefragt behind the scenes, wie wir denn wirklich sind und was war dein Charakter? Also mich hast du hauptsächlich charakterisiert und hast davon erzählt, dass ich manchmal sehr enthusiastisch über Dinge berichte und dann niemand anders mitmacht. Aber naja, das könnt ihr euch anhören. Sicherheit gilt auch beim Thema Fahrräder. Seit es AirTags gibt, empfehle ich sich ein solches Ding an sein Fahrrad zu machen. Willst du kurz erklären, was ein AirTag ist? Ja, Manuel, ich habe jetzt also ein AirTag ist glaube ich das Originalding von Apple. Das ist so ein kleines Teil, so ein Chip. Das ist ein Tracker. Ein Tracker, genau. Den kann man mit dem iPhone verbinden und dann tut man den irgendwo rein und man sieht, wo diese Sache ist. Zum Beispiel habe ich gerade ein Doppelpack an neuen Trackern gekauft, aber nicht die von Apple, sondern die sind mir zu teuer, sondern günstigere Varianten. Sie sind aber kompatibel mit diesem Find My Network. Genau. Und ich habe jetzt Tracker in all meinen Fahrrädern, also wobei das dritte Fahrrad hat noch keinen, muss ich dazu sagen. Dann in meinem Rucksack, in meinem Koffer, in Janischs Rucksack, in Janischs Brusttasche. Dann hat Janisch heute Morgen seinen Schlüssel verloren. Da kommt auch noch einer dran. Was noch? Ich glaube, das reicht erstmal. Und dann haben wir an all unseren Kameras und all unseren Produktionssachen auch so Tracker. Also ich sehe auch öfters, wo du dich privat aufhältst, Manuel. Wenn du mal wieder die Drohne dabei hast, dann sehe ich, oh, die Drohne ist wohl gerade in Schöneberg unterwegs. Ja, das liegt daran, dass man die auch teilen kann. Und die gemeinsamen Gegenstände, Drohne, Kameras, da teilen wir die Location miteinander. Vorsicht, musst du wissen, immer wenn du Equipment mit dir rumträgst. Kannst du mich überwachen. Ist auch faszinierend, wie die Dinger funktionieren, weil die sind ja ganz klein und die können ja natürlich kein GPS oder so oder sich mit dem Internet verbinden. Weißt du, wie das funktioniert? Nein. Jedes Apple-Gerät, was an den Dingern vorbeiläuft, ob das ein iPhone ist, ein iPad, ein MacBook, überträgt, verschlüsselt die eigene Location, den eigenen Standort, assoziiert mit diesem AirTag an dieses Netzwerk. Das heißt, ohne Apple-Geräte, wenn ich in der Wüste bin, alleine, dann funktioniert das nicht. Genau. Es funktioniert überall da, wo Menschen mit Apple-Geräten rumlaufen. Aber wenn ich mit meinem Handy in der Wüste bin und Empfang habe? Dann würde dein Handy das natürlich machen, ja. Aber es bringt dann ja nicht so viel, weil dann ist es ja an deinem Körper wahrscheinlich. Super. Manuel, ich fahre ja nächste Woche mit dem Zug einmal durch ganz Europa. Das ist ja mein großes Projekt. Da kannst du ja dann, ich nehme ja die Kamera mit, du kannst ja dann verfolgen, live. Toll. Du könntest auch einfach deinen Standort über dein Handy mit mir teilen. Wir kommen auch ein bisschen vom Thema ab. Also eigentlich ist das hier keine Werbeveranstaltung für AirTags. Übrigens hat Google auch so ein ähnliches, System mittlerweile und ähnliche Tracker. Du bist jedenfalls dabei, alle deine wichtigen Gegenstände damit zu überwachen. Ich mache das auch. Ja. Und ich habe sogar zwei AirTags an meinem Fahrrad, nämlich mit dem Gedanken, dass wenn es mir geklaut wird, sie vielleicht danach suchen. Ja. Und dann hoffe ich, dass sie eins finden und denken, haha, wir haben's gefunden, aber es versteckt sich noch ein zweites an einem anderen Ort. Und jetzt habe ich eine Story. Darum geht es nämlich eigentlich. Ja. Die ist ziemlich krass. Zu einem Fahrraddiebstahl. Erzähl. Der sich hier in Berlin ereignete. Ich war nicht persönlich dabei, aber meiner Freundin wurde ihr Fahrrad gestohlen. Aha. Und ihr Fahrrad hat auch ein AirTag. Hast du das daran gemacht? Dafür habe ich natürlich gesorgt. Ich kann auch mal das Produkt, was ich dafür gerne benutze und empfehle, verlinken. Das ist nämlich so ein Reflektor. Den kann man hinten ans Fahrrad machen und da drin kann man ein AirTag verstecken. Nein. Ja. Du bist ja ein richtiger Fuchs. Gibt's ganz viele. Gibt auch Klingeln, alles mögliche. Aber jetzt sag mal, wenn das Fahrrad geklaut wird, dann piepen die Dinger doch, oder? Man kann den Lautsprecher ausbauen. Kann ich auch eine Anleitung verlinken. Was? Du bastelst sowas selber? Ist nicht schwierig. Musst du einmal so aufbrechen vorsichtig und den Lautsprecher rausnehmen. Es wird trotzdem angezeigt, was auch richtig ist. Man soll die ja nicht nutzen können, um Leute zu stalken. Deswegen wird dann irgendwann so eine Nachricht auf dem Handy angezeigt. Sowohl bei iPhone als auch Android funktioniert das. Ach echt? Wenn dir jetzt jemand, wenn ich dir jetzt ein AirTag in die Tasche stecken würde, würdest du nach spätestens zwei, drei Stunden eine Nachricht sehen. Okay. Ein AirTag bewegt sich mit dir, was nicht dir gehört. Also das Fahrrad von deiner Freundin wurde geklaut? Das heißt, Zeit, Zeit ist alles. Zeit, die Zeit zählt. Und sie hat es zufällig zum Glück direkt bemerkt. Also wirklich 15, 20 Minuten, nachdem es geklaut wurde, wollte sie es benutzen und es war weg. Und dann hat sie also geschaut und das AirTag hat sich bewegt. Das Fahrrad war on the move. Alles hier in Berlin. Okay. In welchem Stadtteil, darf ich mal fragen? Im Berliner Westen. Okay. So. Dann, sie war mit einer Freundin unterwegs, hat sie die Polizei angerufen. Oh wow. Und sowohl sie als auch die Freundin haben sich nicht viel davon versprochen. Ja. Weil sie auch denke, die Polizei in Berlin hat so viel Wichtiges zu tun, dass die sagen, machen sie eine Online-Anzeige oder so und sich da gar nicht drum kümmern. Ja, kommt drauf an. Ich habe schon mal gehört, dass das auch verfolgt werden kann. Das Gegenteil ist passiert. Das Gegenteil von was? Von sie kümmern sich nicht. Sie sind drangegangen und sie haben so gefragt, ja das Fahrrad wurde gerade geklaut, können sie dabei helfen? Und der Polizist oder der Mensch am anderen Ende sagte, ja natürlich, wir schicken eine Streife raus, mit Eile. Weißt du, was das ist, mit Eile? Äh, mit Blaulicht. Mit Blaulicht. Nicht mal zwei Minuten später waren die da, haben den beiden Mädels die Türen hinten aufgemacht, gesagt, springt rein. Da waren noch ganz viele Snacks und so, haben sie erstmal die Snacks da weggemacht. Wie, was für Snacks? Von den Polizisten. Waren die gerade Burger essen? Die Rückbank war voll, ja, die haben ja lange Schichten wahrscheinlich, alles voll mit Snacks, äh, alles weg. Macht's euch gemütlich. Und dann haben die Polizisten das Handy genommen, wo man die Location sehen konnte und sind erstmal Vollgas rückwärts irgendwie in eine Einbahnstraße mit Blaulicht. Da wäre ich ja gerne dabei. Ich auch. Du warst ein bisschen traurig, dass du nicht dabei warst. Traurig, dass ich nicht dabei war, ja. Also die haben alles gegeben, diese beiden jungen Polizisten. Das war für die natürlich auch ein toller Moment, um mal zeigen zu können, was sie können, denke ich so. Ja. Und dann sind sie also mit Blaulicht hinter diesem blauen Punkt hinterher auf der Karte und sind dann zu einer großen Kreuzung gelangt und da war's. Da stand es, das Fahrrad, vor einem Späti, vor einem Kiosk, stand da einfach so. Nee, der hat dann, der Dieb hat das abgestellt und hat sich ein Bier geholt. Die sind da alle rausgeschrien, stürmt natürlich aus dem Polizeiauto, da ist das Fahrrad und es stand um dem Fahrrad herum wohl mehrere Leute, die, sag ich mal, verdächtig aussahen. Ach, wieso haben die nicht gewartet, bis jemand das Fahrrad mitnimmt? Ja, und die auch irgendwelche komischen Gesten gemacht haben. Und der eine hat noch dem Späti-Besitzer so zugezwinkert und so. Also da war auf jeden Fall, die waren auf jeden Fall involviert, die Menschen, die da drumherum standen. Und in dem Fahrradkorb war eine Tüte mit allen möglichen irgendwelchen Tools, irgendwie so eine Stange und so ein altes T-Shirt und so, also eventuell die Mittel. Die haben die Polizisten dann als Beweise an sich genommen. Aber sie konnten niemanden festnehmen, weil, kann ja jetzt Leute nicht festnehmen, nur weil sie verdächtig aussehen, neben einem Fahrrad stehen. Haben sie denn die Personalien aufgenommen und die mal verhört? Nee, auch nicht. Die haben dann einfach gesagt, toll, dass es geklappt hat, hier ist das Fahrrad und dann sind sie wieder abgedackelt. Aber, toll, oder? Dass die Polizei in Berlin sich um sowas kümmert und das ernst nimmt und mit Blaulicht hinter dem AirTag hinterher fährt. Es ist wahnsinnig toll. Also ich schreibe mir jetzt direkt auf in meine To-Do-Liste, dass wir die Berliner Polizei kontaktieren. Ich würde sehr gerne mal mit denen drehen. Ich möchte auch mal dabei sein, wenn wir ein Fahrrad verfolgen. Und ich möchte da gleich noch einen YouTube-Kanal empfehlen. Es gibt nämlich erstaunlich viel Öffentlichkeitsarbeit von der Polizei in Form von, naja, das ist okay, wenn Kamerateams mitkommen. Es gibt zum Beispiel diese ganze Spiegel-TV-Reihe. Und jetzt vor kurzem habe ich diesen Kanal gefunden, der heißt 110. Warum 110? 110 ist die Notrufnummer, damit erreicht man die Polizei. Genau, pass auf. Und die Beschreibung von dem YouTube-Kanal ist, Drogendelikte, Diebstähle und Gewaltverbrechen. Wie gehen junge PolizistInnen mit der hohen Belastung in ihrem Job um? Das Funk-Format 110 begleitet PolizistInnen in ihrem Arbeitsalltag. Nahbar, authentisch und ungefiltert. Und das ist wirklich, ich sag mal, das ist so ähnlich wie Spiegel-TV, aber noch besser. Also es sind einfach nur, es ist im Prinzip wie eine Reality-Show. Die Polizisten, die da drin sind, sind auch echte Stars. Man sieht dann manchmal, wenn die irgendwo hingehen und jemanden festnehmen, machen die Leute mit denen ein Selfie oder so einen Scheiß. Geil. Verlinke ich mal in den Shownotes. Dann könnt ihr euch einen Eindruck machen, wie die Polizei in Berlin arbeitet. Vielleicht waren ja solche jungen Leute da bei deiner Freundin mit am Start. Kann sein. Und ich würde sehr gerne hier mal einen Polizisten, Polizistin aus Berlin vielleicht in einen Podcast einladen oder ein Video drehen. Ja, also ich kann euch das nur empfehlen. Macht euch ein oder auch mehrere AirTags an eure Fahrräder und dann alles, was eventuell geklaut wird. Was eventuell geklaut werden könnte. Und ruft die Polizei direkt an. Und ruft die Polizei an. Also die wissen mittlerweile, was das ist, wie das funktioniert. Also da war auch keine Erklärung nötig oder so. Die kennen das und die nehmen das ernst. Und damit können echte Verbrechen aufgeklärt werden und Fahrräder zurück. Ich habe jetzt nur noch eine Frage, Manuel. Warum genau ist das jetzt Manuels Manual? Was genau hast du uns jetzt hier erklärt? Das, was ich gerade gesagt habe. Macht euch Tracker an eure Sachen. Das hätte doch besser gepasst. Also das ist schön. Ja, schön ist es auch. Toll. Eure Fragen. Cari, es war gerade vor kurzem Allerheiligen in Deutschland. Ein christliches Fest, wo viele Menschen zu den Friedhöfen gehen. In Mexiko war Dia de Muertos, der Tag der Toten. Und in den USA war Halloween. Und in Deutschland auch. In Deutschland war auch Halloween. Das ist so krass. Hast du das mitbekommen? In Berlin wird das. Es wird das gefeiert. Es gibt Häuser, die sind komplett geschmückt. Chris feiert das ja auch mit seiner Familie. Ja, der kommt aber aus den USA. Der kommt aus Amerika. Also ich muss sagen, ich habe es null mitbekommen. Ich bin ja letztes Woche. Letztes Jahr. Ich bin letzte Woche an Halloween mit dem Flugzeug gelandet. Ja. Übrigens zwei Stunden bevor der Flughafen gesperrt wurde wegen Drohnen. Oh Gott. Bin direkt nach Hause gefahren und habe alles zugemacht. Und Gott sei Dank hat niemand bei uns geklickt. Oh, das gibt Feedback. Also Halloween kommt jetzt auch nach Deutschland und Berlin. Wird groß gefeiert. Mein Patenkind war Trick or Treaten. Und ich habe da Videos gesehen von geschmückten Häusern wie in Amerika. Echt? Mit Nebelmaschinen. In Berlin? Ganze Häuser, auch mehr Familienhäuser. Der ganze Flur geschmückt mit Kürbissen und Nebel und Spinnennetzen. Krass. Und ich dachte, dass es in Deutschland nicht so stark ist im Vergleich zu Barcelona, wo wir waren. Wo jedes zweite Schaufenster voll mit Spinnen war. Und ich dachte so, bäh. Kommt jetzt zu uns rüber. Aber das soll eigentlich gar nicht das Thema sein. Steven hat uns geschrieben. Hey Kari und Manuel, ich habe eine Frage an euch. Ich wohne auch hier in Berlin und gehe regelmäßig joggen. Neulich ging ich über einen kürzeren Weg durch einen Friedhof. Am Anfang hatte ich ein bisschen Zweifel, ob es angebracht war, durch einen Friedhof zu laufen. Aber dann habe ich andere gesehen, die das auch machten, so wie ich. Und sogar jemanden, der auf einer Parkbank sein Feierabendbier genoss. Heute Morgen habe ich einen Artikel über den Boom in Berliner Friedhof-Cafés in The Guardian gelesen. Was? Es gibt sogar eins, das ich kenne. Da war ich schon öfter. Das ist in einem alten Krematorium allerdings. Meine Frage ist, wie ist das deutsche Verhältnis zu Friedhöfen? Zumindest hier in Berlin scheinen sie eine Erweiterung des öffentlichen Raums zu sein. In meinem Land geht man auf einen Friedhof nur, um die Grabsteine zu besuchen und den Verstorbenen zu würdigen. Alles andere könnte respektlos wirken. Also ich muss sagen, es gibt ja Friedhöfe, die sehr alt sind, dass da niemand mehr liegt, den jemand persönlich kennt. Und diese Friedhöfe würde ich auch sagen, es gibt so Friedhöfe, die sind halb alt. Und da ist es schon so, dass man da auch hingeht, um ein Buch zu lesen und vielleicht meinetwegen ein Bier zu trinken. Aber auf diesen, weiß nicht, die Friedhöfe, die ich kenne, wo jetzt meine Verwandten liegen, da hätte ich gedacht, da geht man jetzt nicht hin, um da abzuhängen, sondern die sind schon in erster Linie ein Gedenkort. Und da würde ich auch denken, dass das, da kann man schon durchjoggen und mit dem Fahrrad durchfahren, finde ich jetzt nicht total disrespektvoll. Aber da würde man jetzt nicht hin, um da abzuhängen. Da würde man jetzt nicht hingehen und Spaß haben. Absolut. Also es gibt auch einen Friedhof, der auf meinem Weg zu einem Park liegt, zu dem ich mit Tofu, meinem Hund, gehe. Und ich könnte da meinen Weg ein bisschen abkürzen, indem ich über den Friedhof gehe. Aber mit einem Hund würde ich nicht über den Friedhof gehen. Nein? Das ist irgendwie, kommt mir das… Ist das denn ein aktueller Friedhof? Ja, das ist ein ganz normaler Friedhof, wo Menschen hingehen und Blumen bringen, zu den Gräbern. Und mit dem Fahrrad irgendwie auch nicht. Echt? Ich weiß nicht, ob es da so fixe Regeln gibt, aber mein persönliches Gefühl, als jemand, der in Deutschland groß geworden ist, ist eigentlich das Gefühl, was Steven auch hatte. Also mich würde es auch überraschen, wenn ich da jemanden sehe und der trinkt ein Bier. Keine Ahnung. Ich bin aber auch sehr selten auf Friedhöfen. Ich auch. Ich würde nicht grundsätzlich sagen, dass man, wieso soll man nicht mit dem Hund über den Friedhof gehen? Ja, wenn er dann irgendwo pinkelt zum Beispiel. Ja, okay, das ist irgendwie ein bisschen respektlos. Weiß ich nicht. Ja, er muss ja vielleicht nicht gerade aufs Grab pinkeln, aber sonst ist es halt ein Hund. Ja, muss man dann aufpassen. Also ich glaube, dass sich das vielleicht ein bisschen lockert, aber ich wäre da vielleicht einfach vorsichtig, wenn man sich nicht sicher ist. Also ich persönlich bin da ein bisschen vorsichtig. Ja. Ja. Okay, Imara hat uns aus Schottland, oh, hat uns eine Sprachnachricht geschickt. Hallo, Kari und Manuel. Ich heiße Imara und ich komme aus Schottland. Ich wohne in Deutschland seit eineinhalb Jahren. Und ich wollte meine Theorie teilen, weil im Moment, ich weiß nicht, ob ihr hören könnt, aber es gibt jetzt Kirchenglocken im Hintergrund. Und zwar meine Theorie ist, dass deutsche Punktlichkeit ist so stark, weil es immer, dass es immer diese Kirchenglocken gibt in Städte und Dörfer. Und alle Leute wissen immer, dass es zum Beispiel Viertel nach oder Viertel vor die Uhr ist. Und ja, was meint ihr dazu? Vielen Dank und tschüssle. Tschüssle. Also gibt es denn in anderen Ländern keine Kirchenglocken? In Schottland gibt es doch bestimmt auch Kirchenglocken, oder nicht? Ich weiß nicht. Das kommt, glaube ich, ein bisschen darauf an. In Deutschland kenne ich das auch eher aus kleineren Orten. In meiner Kindheit erinnere ich mich sonntagsmorgens immer an die lauten, langen Kirchenglocken. In muslimisch geprägten Ländern gibt es natürlich keine Kirchenglocken, aber dafür den Muezzinruf. In Istanbul zum Beispiel, wo wir ja bald sind. Aber in den Großstädten hört man das eher nicht, oder? Schon, man hört es schon. natürlich recht, dass es gibt dann immer auch. Zu jeder halben Stunde oder zu jeder vollen Stunde einfach nur so eine einfache Leute, so ein Gong. Genau, das zeigt halt Viertel nach und dann zweimal ist meistens halb und dreimal ist Viertel vor. Und zur vollen Stunde kommen dann so viele Schläge, wie es auch Uhr ist. Also zum Beispiel neun Schläge, wenn es neun Uhr ist. So funktionieren viele Kirchenglocken, aber nicht alle, glaube ich. Gut, Manuel, wenn wir der Theorie von Imara folgen, ist das der Grund, warum du immer pünktlich bist und ich nicht. Weil ich weiß das gar nicht. Ja, ich weiß das oder glaube das zu wissen. Es ist gefährliches Halbwissen, aber ob wir jetzt deswegen pünktlich sind, wage ich doch zu bezweifeln. Ich glaube, das kommt halt aus einer Zeit, wo die Menschen wirklich die Uhrzeit entweder auf der Uhr gesehen haben, die am Kirchturm hing, oder sie haben es halt gehört und man hatte vielleicht früher nicht so viele Uhren. Und Smartphones und Geräte im Haus, wie wir das heutzutage haben. Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir jetzt deswegen so pünktlich sind. Warum sind wir denn so pünktlich? Oder sind wir überhaupt pünktlich? Ja, verglichen mit anderen Nationen hat das schon einen hohen Stellenwert in Deutschland. Oder sind wir nur genau, dass wir sagen, okay, wir treffen uns um zehn und dann würde ich denken, wir treffen uns genau um zehn. Und bei anderen Sachen sind wir auch genau. Wir wollen uns auf Verabredungen verlassen. Also vielleicht sind wir gar nicht pünktlich um des Pünktlichkeitswillens, sondern wir sind einfach nur… Direkt und exakt. Ja, genau. Und sehr wörtlich bei allem. Und da ist das dann ein Teil davon, dass wir bei der Uhrzeit auch genau und exakt sind. Ja, könnte ich mir vorstellen, weil Deutsche sind ja auch so sehr so, ja, der hat das gesagt. Also die sind zum Beispiel schnell enttäuscht, wenn etwas nicht passiert. Oder wenn man über irgendwas redet und nicht die Wahrheit sagt. Da können wir nochmal länger drüber reden. Kirchenglocken. Interessantes Thema. Imara, danke für deine Nachricht. Auch ihr könnt uns eine Sprachnachricht schicken. Ganz schön christlich heute die Fragen. Friedhof, Kirchenglocken. Friedhöfe gibt es auch in anderen Religionen. Ja, okay. Airtex. easygerman.fm, das ist unsere Website. Da könnt ihr uns eine Nachricht schreiben. Oder, das habe ich heute im Radio gehört, oder in 6.30 in diesem… Podcast für junge Leute. Weißt du, wie das jetzt heißt, was man uns da noch schicken kann? Eine Sprachie. Eine Sprachie? Eine Sprachie. Ihr könnt uns eine Sprachie schicken. Oder ihr könnt ein Mitglied werden und dann die Aftershow hören, die Manuel und ich jetzt noch aufnehmen. easygerman.org slash membership. Dort gibt es alle Infos. Tschüss. Bis bald. Ciao. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Manuel erklärt den Scheinanglizismus „fit“ und verletzt sich bei einer Instagram-Herausforderung mit „Single Leg Heel Raises“.
  2. Diskussion über die deutsche CH-Aussprache mit fünf Varianten und Empfehlung eines YouTube-Videos.
  3. Ausdruck der Woche
  4. Empfehlung von Trackern (z. B. AirTags) für Fahrräder; Geschichte einer erfolgreichen Fahrradverfolgung mit Polizei in Berlin.
  5. Hörerfragen zu Friedhofsnutzung in Berlin und zur Theorie, dass Kirchenglocken die deutsche Pünktlichkeit fördern.

Summary:

In der Episode sprechen Manuel und Cari über verschiedene Alltagsthemen. Zuerst erklärt Manuel den Scheinanglizismus „fit“, der im Deutschen auch „gesund“ bedeutet, und gesteht, dass er sich bei einer Instagram-Herausforderung mit einbeinigen Wadenheben verletzt hat – er schaffte 54 Wiederholungen, mehr als die Norm für sein Alter, und humpelt seitdem. Danach geht es um die Aussprache des deutschen „CH“, die je nach Region und Wort variiert; sie empfehlen ein Video mit fünf Aussprachevarianten.

Der Ausdruck der Woche ist „Das kommt mir nicht in die Tüte“, was „auf keinen Fall“ bedeutet und aus einem Nachrichten-Podcast stammt. Außerdem diskutieren sie die Nutzung von Trackern wie AirTags, um Fahrräder vor Diebstahl zu schützen. Eine Freundin von Manuel konnte ihr gestohlenes Fahrrad dank eines AirTags zurückholen – die Berliner Polizei verfolgte das Signal mit Blaulicht und fand das Rad vor einem Späti.

Abschließend beantworten sie Hörerfragen: Sie erörtern, ob Joggen oder Bier trinken auf Friedhöfen respektlos ist, und diskutieren die Theorie, dass Kirchenglocken zur deutschen Pünktlichkeit beitragen – sie halten das für möglich, aber nicht entscheidend. Die Episode endet mit Verweisen auf Mitgliedschaft und Aftershow.

FAQs

Ein Scheinanglizismus ist ein Wort, das wie ein englisches Wort aussieht, aber im Deutschen eine andere oder zusätzliche Bedeutung hat. Ein Beispiel ist 'fit', das im Deutschen auch 'gesund' bedeuten kann.

Der Ausdruck bedeutet 'auf gar keinen Fall' oder 'das kommt nicht in Frage'. Er wird verwendet, um etwas entschieden abzulehnen.

Ein AirTag ist ein kleiner Tracker, der mit dem iPhone verbunden wird und den Standort eines Gegenstands verfolgt. Er nutzt das Netzwerk von Apple-Geräten, um seine Position zu übertragen, und funktioniert überall dort, wo Menschen mit Apple-Geräten unterwegs sind.

Ein O-Ton ist ein Original-Ton, also ein Interview-Ausschnitt oder ein Einspieler, der in einem Beitrag verwendet wird. Er zeigt die Originalstimme einer Person zu einem bestimmten Thema.

Es gibt fünf verschiedene Arten, das 'ch' im Deutschen auszusprechen, je nach Lautumgebung und Dialekt. Beispiele sind das 'ch' in 'ich' und das in 'ach'.

Es gibt keine festen Regeln, aber es ist eher unüblich und kann als respektlos empfunden werden, besonders mit Hunden oder beim Abhängen. Auf alten Friedhöfen, wo niemand mehr persönlich bekannt ist, ist es tolerierter, aber auf aktiven Friedhöfen sollte man respektvoll sein.

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