Kleine Sonderfolge: Ismene und Sebastian auf einem Kongress
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Die Sendung „Jung und Freudlos“ beleuchtet den DGPPN-Kongress in Berlin, ein zentrales Ereignis der psychiatriebezogenen Fachwelt. Die Moderatorin Ismene und der Gast Sebastian beschreiben die Struktur und Bedeutung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), die nicht nur als Interessensvertretung fungiert, sondern auch wichtige Leitlinien, Fortbildungen und wissenschaftliche Diskussionen veranstaltet. Der Kongress ist vielfältig besucht: Ärzte, Medizinstudenten, Psychotherapeuten und Interessierte aus der Bevölkerung. Thematisch dominieren die Diskussionen um die Zukunft der Psychiatrie, insbesondere mit dem Fokus auf „Psyche und Kunst“, aber auch auf neue Forschungsbereiche wie Sex-Roboter und Fehler in der Psychotherapie. Eine besonders wichtige Entwicklung ist die zunehmende Betonung der Primärprävention und der Lebensstilfaktoren, wie das ungewöhnliche Einfluss von Zeichentrickserien auf Körperbilder bei Kindern. Auch die kulturelle und persönliche Seite wird aufgezeigt: Moderne Mode-Trends wie die Nickel-Brille oder Micro-Fringe sowie die persönliche Begegnung mit Influencern wie Jan und Alex vom PsychCast. Die beiden teilen ihre Eindrücke: Sie vermitteln, dass der Kongress nicht nur wissenschaftlich, sondern auch menschlich und inspirierend ist. Abschließend wird auf das kommende Interview zum Thema Autismus hingewiesen, das in zwei Wochen stattfinden wird. Die Sendung vermittelt so eine umfassende und zugängliche Perspektive auf den psychiatriebezogenen Fachkongress.
Hallo und herzlich willkommen zu Jung und Freudlos, eurem Podcast aus der Uniklinik
Freiburg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.
Mein Name ist Sebastian, ich bin Assistenzarzt an dieser Klinik und ich stelle euch vor,
weit, weit weg in Düsseldorf.
Hallo Ismene.
Hallo Sebastian.
Das hat ja schon super funktioniert.
Genau, ihr kennt uns ja normalerweise zu dritt aus Freiburg, aber eben heute sind zwei in
Freiburg und ich bin in Düsseldorf.
Da ist was falsch.
Und wahrscheinlich hört man es auch an unserer heute deutlich miserableren Soundqualität.
Genau, du hast eine typisch Düsseldorfer Stimme.
Ist das so?
Ja, definitiv.
Oder?
Ja, ja.
Ja, vielleicht darf ich jetzt gleich auch noch entschuldigend sagen, dass ich ein bisschen
krank bin und zwar wahrscheinlich aus Berlin.
Du bist aus Berlin krank geworden, in Düsseldorf.
Du wohnst aber schon noch in Freiburg.
Ja, meinen Hauptwohnsitz habe ich in Freiburg.
Bevor wir jetzt zu Beginn der Sendung verschnacken, würde ich sagen.
Erklären mal, was wir hier machen.
Und zwar ist unsere Sendung heute so ein bisschen eine Sondersendung.
Deswegen haben wir auch diese Düsseldorf-Freiburg-Situation gewählt.
Und zwar wart ihr, Ismin und Sebastian, auf der DGPPN.
Was es ist, verraten wir sozusagen fast gleich.
Und damit wir da direkt drüber sprechen können, sozusagen knapp an live vorbei, haben wir
eben diesen Sondertag heute einberufen.
Und bevor wir starten mit dem Inhalt, habe ich aber wie immer ein paar Oder-Fragen.
Und die erste ist an euch beide.
Parallel, ihr könnt auch parallel antworten.
Und zwar ist sie DGPP oder N?
Fragezeichen.
Eines der P's.
Was?
Eines der P's.
Eines der P's und du?
Ich bin beide P's, klar.
Beide P's.
Alles klar.
Was ihr daraus schließen könnt, hört ihr später.
Dann geht's los.
Ismin, wie immer Ladies first.
Bei dir weiter.
Vortrag, Poster oder Zuhörerin?
Zuhörerin.
Entspricht zumindest der Wahrheit.
Nichts anderes habe ich getan beim bisherigen DGPPN.
Na, ist auch schon eine Leistung, würde ich sagen.
Sebastian, München, Berlin oder Hamburg?
Berlin.
Das sollte jetzt nicht der Wahrheit entsprechen.
Das war so eine offene Frage.
Trotzdem Berlin?
Ja, absolut Berlin.
Ich habe da ja mal gewohnt und mein Herz schlägt schon noch ein bisschen für Berlin.
Also, das ist die Wahrheit.
Einmal Berlin, immer Berlin.
Okay, Ismene, Zug, Flugzeug oder Auto?
Zug, immer Zug.
Ich liebe den Zug.
Ich habe nicht Angst abzustürzen wie beim Flugzeug und ich muss nicht selber fahren und mir wird nicht so gut.
Nicht so schlecht wie im Auto.
Eine Hymne an den Zug.
Sebastian, Nachtleben, Kino oder Buch im Bett?
Oh Mann.
Ich habe ja immer versucht, alles drei in meinem Leben unter einen Hut zu bringen.
Die Realität sieht so aus, dass das Nachtleben passé ist und ich dann jetzt als Highlight ganz gerne mal ins Kino gehe.
Das ist schon als einziges Highlight nur noch ein Buch im Bett.
Das ist die Stimmung am Heimat.
Das wäre auch fies, ja.
Das stimmt.
Schön, dann haben wir uns wieder einen Schritt weiter kennengelernt, würde ich sagen.
Und dann?
Können wir jetzt damit einsteigen zu verstehen, was es eigentlich heißt, dass ihr zwei P's seid.
Vielleicht fangen wir mit der Frage an, wer oder was ist denn eigentlich diese DG PPN?
Ja, ich fange mal kurz an zu erklären, was das ist.
Das ist eigentlich eine Gesellschaft und zwar die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde
und ist eigentlich der Dachverband für Psychiater, Psychotherapeuten und die alten Nervenheilkundeärzte.
Die Bezeichnung gibt es jetzt nicht mehr in Deutschland und ist eben eine Interessenvertretung,
ist aber auch sozusagen ein Dach, unter dem sich einfach dieser Verband organisiert und dem Standards definiert werden.
Und nicht zuletzt richtet dieser Verband oder diese Gesellschaft auch immer einen Kongress aus.
Der ist immer im späten Herbst in Berlin, auf dem dann wirklich, wirklich viele Leute teilnehmen.
Da sind jetzt 9100 Teilnehmer gewesen dieses Jahr an vier Tagen und dort gibt es Vorträge allerhand und es kommen vor allem wahnsinnig viele,
klinisch tätige Ärzte dorthin, um sich auf den neuesten Stand bringen zu lassen.
Also ist die DG PPN einmal sozusagen die Gesellschaft, aber auch, hat der Kongress einen eigenen Titel oder heißt der dann auch die?
Der heißt DG PPN Kongress.
Einfallsreich.
Ja.
Du hast jetzt gerade schon so ein bisschen gesagt, da werden Interessen vertreten von der, von dem Fachrichtung sozusagen.
Vielleicht könnt ihr nochmal sagen, wofür braucht man denn dann so eine Fachgesellschaft jetzt im Alltag?
Vielleicht, wo braucht ihr die oder wo habt ihr Kontakt zu DG PPN, außer wenn ihr nach Berlin düst?
Tja, also ich finde zum einen ist die DG PPN bei aktuellen Themen, seid ihr eigentlich noch da?
Ja.
Ah, bis man gerade so steht.
Das ist das Komische, wenn man sich nicht sieht, sondern hoffen muss, dass man nicht gerade gegen eine Wand erzählt.
Ja, das stimmt.
Also die DG PPN äußert sich zum Beispiel, wenn es ein aktuelles psychiatriebezogenes Thema in den Medien,
geht meistens relativ rasch und sehr klug.
Und zum Beispiel, wenn man jetzt an German Wings denkt.
Du meinst den Flugzeugabsturz damals mit dem Piloten?
Genau, genau.
Und ich finde, dass sie sowohl die Interessen der Berufsgruppe als auch die Interessen der Patienten dann zum Beispiel medial sehr gut vertritt.
Okay, also da geht es dann eben auch darum.
Oder dass man irgendwie so eine Plattform hat, wo man dann nachlesen kann zum Beispiel oder wo Statements veröffentlicht werden.
Genau.
Okay.
Oder wie siehst du das, Sebastian?
Genau, ich sehe das ganz ähnlich wie du.
Also die DG PPN kriegt ja extra auch von ihren Mitgliedern Mittel zur Verfügung gestellt, um dann eben Öffentlichkeitsarbeit zu machen.
Ja, und wie alle Verbände und Fachgesellschaften es machen sollen, sollen die natürlich auch Einfluss auf die Politik nehmen,
was jetzt aber nicht irgendwie nach böser Lobbyarbeit klingen soll, sondern es ist ja einfach auch wichtig,
dass es da Gesellschaften gibt, die umgekehrt von der Politik gefragt werden.
Wir haben jetzt ein neues Gesetz, wie sieht denn eigentlich die Praxis bei euch aus?
Könnt ihr uns hierzu Einschätzungen oder Dossiers abgeben?
Dann ist die DG PPN auch natürlich dafür da, dass sie zum Beispiel einen gewissen Rahmen setzt für die Medizin in Deutschland.
Die DG PPN gibt zum Beispiel Leitlinien heraus.
Das bedeutet also Richtschnüre, die von Experten erarbeitet werden für die Behandlung von einzelnen Krankheitsbildern.
Sie ist ein wissenschaftliches Forum, gibt zum Beispiel auch eine Zeitung raus,
den Nervenarzt, bietet ganz viele Fortbildungen an.
Also die hat zahlreiche Funktionen und ist sehr wichtig.
Das finde ich übrigens total absurd, dass diese Zeitung der Nervenarzt heißt.
Und das klingt so urzeitlich.
Ist es ja.
Ja, weil es nicht gegendert ist.
Ja, das ist das eine.
Wie bitte heißt es da nicht Nervenarzt?
Aber auch so, ich weiß nicht, Nervenarzt, wer sagt denn noch Nervenarzt?
Er gibt ja auch nicht mehr so richtig.
Also gab es ja bis vor ein paar Jahren noch.
Also ich weiß, unser alter Chef.
Der hieß noch Nervenarzt, Facharzt für Nervenheilkunde, oder?
Also wie gesagt, es gibt noch einige davon, aber wir können jetzt diesen Titel nicht mehr erwerben, oder?
Nein.
Das ist ja eigentlich eine Kombination aus Psychiater und Neurologe.
Das ist Geschichte.
Na gut, obwohl ich sehr gerne mal eine Folge mit zwei Nervenärztinnen machen würde.
Aber da müssen wir dann wohl in eine andere Zeit reisen.
Nein, vielleicht melden sich ja welche bei uns.
Nervenärzte und Nervenärztinnen.
Wir interviewen euch.
Jetzt war also dieser Kongress von der DGBBN Berlin, wo ihr wart.
Und Sebastian, du hast vorhin gesagt, da waren über 9000 Leute.
Was für Leute sind denn da?
Sind das alles auch Ärztinnen und Ärzte oder kommen da auch andere Fachrichtungen vorbei?
Kommen da Promis oder wie muss man sich das vorstellen?
Ja, also da kommen sogar Promis.
Wobei die meisten davon es dann doch nicht zum Kongress geschafft haben.
Die waren angekündigt und kamen nicht, oder wie?
Genau, also zum Beispiel der Gesundheitsminister Jens Spahn war angekündigt.
Aber der war. Anderweitig beschäftigt, hat dann abgesagt.
Herbert Krönemeyer hätte sprechen sollen.
Hat leider abgesagt.
In einem Vierergespräch.
Der war krank.
Okay.
Genau.
Ja, wer ist da alles da?
Es sind natürlich ein Großteil Ärzte.
Es sind drei.
Entschuldigung.
Das funktioniert wirklich schlecht mit dem sich hier abstimmen über Skype.
Was ist das Problem?
Denkst du zu langsam oder hörst du es zu spät?
Nee, ihr hört mich nicht, wenn ich was sagen will.
Ich will auch was sagen.
Jetzt hast du Zeit.
Ja, ich wollte nur sagen, bevor das untergeht, dass 300 Medizinstudenten und Medizinstudentinnen
auch in der Regel dort sind, weil die DGPPN da Stipendien verschenkt für Psychiatrie-interessierte
Medizinstudenten.
Okay, das heißt, es ist im Prinzip von den Studierenden bis zu Chefärzten alles vertreten.
Also ganz wichtig ist, glaube ich, dass man daran denkt, dass da noch Psychotherapeuten
kommen, da kommt noch die Pflege hinzu.
Es kommen Medizinstudierende, wie du gesagt hast, und vor allem auch, glaube ich, einfach
nur Interessierte.
Es ist nicht nur für professionelles Publikum geöffnet.
Sehr gut.
Jetzt, wo wir von einem Kongress sprechen, ich glaube, Kongresse, gerade auch unter Medizinerinnen
und Mediziner, sind in der Bevölkerung etwas klischeebehaftet.
Deswegen habe ich mal Klischees gesammelt, die mir so eingefallen sind.
Und zwar Klischee Nummer eins passt vielleicht auch zu den Studis, die da hingehen.
Geht man da nur fürs Essen hin?
Ah, also Essen.
Krockenes Lachen.
Nee, also wir haben uns dieses Jahr alle fürchterlich geärgert.
Es gab nur so ein paar Überteuerungen.
essen ständen mit zwei Kilometer langen Schlangen und dann hat man für eine sehr kleine Portion
Essen einen Haufen Geld ausgeben müssen und ja, also Essen ist wohl eher die Dimension
dieses Kongresses, die am abschreckendsten sein dürfte.
Okay, vielleicht war das früher irgendwie anders, oder?
Ich weiß nicht, was ihr denkt, aber ich glaube schon, dass es so ein Klischee ist, oder?
Dass man zu Kongressen geht, nur um halt geil zu essen.
Tatsächlich war das früher ein bisschen anders, da gab es zumindest an einem Abend
dieses Kongresses eine Veranstaltung, wo ordentlich aufgefahren wurde.
Früher war alles besser.
Also vor allem gab es früher auch noch mehr Involvierung der Pharmaindustrie.
Also ich war zum Beispiel mal auf einem anderen fachfremden Kongress, in dem zum Beispiel
Pharmaindustrie und Geräte-Technik-Hersteller immer noch viel zu sagen haben und da gibt
es viel Essen.
Gutes Essen.
Sebastian, du nimmst mir mein Klischee Nummer zwei aus dem Mund.
Ich wollte eigentlich gerade sagen, das nächste ist doch, diese Kongresse sind doch eigentlich
immer Pharmaindustrie gesponsert.
Jetzt hast du gesagt, das ist ja jetzt bei der DGPPN, spielt es keine so große Rolle?
Nee, also bei der DGPPN gab es jetzt eine Industrieausstellung schon, wo Pharmaunternehmen
ihre Produkte präsentieren und da kriegt man tatsächlich auch ein Kaffee an den Ständen.
Aber das ist nur ein Teil von diesen Riesenkongressen.
Also wirklich auch nur ein Segment und alles drumherum.
Also es gibt die ganzen Vorträge, die ganzen Workshops, die ganzen Meet-the-Experts und
so weiter und so fort.
Das hat alles mit der Pharma gar nichts mehr zu tun.
Die ganzen Referenten treten eigentlich, sag ich mal, kostenlos auf, oder Ismene?
Ja, also ich habe das dieses Jahr gar nicht genau verfolgt.
Ich weiß, beim letzten Mal, als ich dort war, gab es eine Veranstaltung, von der ich
mitbekommen habe.
Das ist die.
Dann aber auch offiziell von einer Pharmafirma angeboten wurde.
Also es muss aber gekennzeichnet sein.
Das muss dann an mich gegeben werden, okay.
Aber ich weiß gar nicht, ob es das dieses Jahr auch noch gibt.
Ja, da habe ich auch einige gesehen.
Das ist die absolute Minderheit.
Okay, also schon zwei Klischees, die wir jetzt eigentlich nicht richtig bestätigen können.
Jetzt kümmern wir uns vielleicht nochmal um den Kongress als solchen.
Als nächste Frage hätte ich für euch.
Gab es denn für diesen Kongress dieses Jahr ein spezielles Thema, sozusagen, mit dem
man sich beschäftigt hat?
Oder ist es im Prinzip offen und alles?
Wer betet, aus der Psychiatrie wird da behandelt?
Wie sieht es da aus?
Also ich glaube, es gab, glaube ich, zwei Themen.
Das eine war Psyche und Kunst.
Da gab es auch eine Ausstellung mit sehr schönen Bildern.
Und dann, da hatten wir schon mal darüber diskutiert, war das jetzt das eigentliche
Thema?
Ich habe das Gefühl, das ist immer mal wieder das Thema, im Prinzip die Zukunft der Psychiatrie.
Und wo kann es hingehen?
Da hat, glaube ich, Sebastian gemeint, das wäre das Thema, oder?
Ja.
Weil ich habe das, ehrlich gesagt, als ständiges Thema aufgegriffen, der GGTN.
Genau, aber das ist aber wahrscheinlich das Thema vieler Kongresse bisher gewesen, oder?
Also ich glaube, das ist ja was, was man sich als Psychiater laufend fragt.
Genau.
Es ändert sich ja auch ständig alles.
Ja, richtig.
Deswegen, also, meines Erachtens war jetzt. Der diesjährige Schwerpunkt, dieses Kunstthema.
Und habt ihr selber auch Kunst gemacht?
Nee, wir hatten keine Zeit.
Wir haben Werbung gemacht.
Okay, was für Business und Supermodel, na gut.
Genau.
Aber ihr habt die Kunst angeschaut, zumindest?
Ja.
Ja.
Okay.
Und dann habt ihr gesagt, es gibt ganz viele Vorträge und Poster werden vorgestellt und
alle solche Sachen.
Und konnte man da so ein bisschen draus ablesen, woran momentan besonders geforscht wird?
Gab es jetzt so. So einen Schwerpunkt?
Oder wie kann man sich das vorstellen?
Haben einfach verschiedene Arbeitsgruppen so ihre neuen Erkenntnisse vorgestellt?
Also man muss dazu sagen, dass die DG PPN jetzt kein versierter Forschungskongress ist,
sondern dass es dabei viel um Fortbildungen geht, in der Breite vor allem.
Also es gibt sogenannte State-of-the-Art-Symposien, bei denen einfach über ein Krankheitsbild
referiert wird und sozusagen der aktuelle Stand mitgeteilt wird von renommierten Experten
auf dem Gebiet.
Und das macht, sage ich mal, einen Großteil.
Großteil des DG PPN auch.
Und dann werden schon auch einzeln immer wieder so Forschungsergebnisse vorgestellt, aber
da liegt nicht so der große Schwerpunkt drauf.
Die Posterabteilung, muss ich gestehen, habe ich jetzt nicht mit großem Interesse besucht.
Da bin ich mal durchgeschlendert.
Ich habe die gar nicht gesehen.
Ich weiß gar nicht, wo die war.
Peinlich.
Also, ja, sehe ich auch so.
Und ich habe das Gefühl, es gab so ein paar Themen, die sind einem bei den Vorträgen,
öfter mal begegnet.
Ich weiß ja aber nicht, ob das jetzt offizielle Trends waren.
Man muss ja sagen, der Vortrag, der wahrscheinlich am meisten in aller Munde war, war der zum
Thema Sex-Robotik.
Jetzt musst du aber auch auspacken, das Wort Sex ist ja immer, das triggert ja schon eine
gewisse Aufmerksamkeit.
Ja, genau.
Das hat einiges getriggert, glaube ich.
Aber insgesamt war, glaube ich, das Thema eben Robotik in der Psychiatrie oder überhaupt
auch neuere Medien, war, glaube ich, eines, was. an verschiedenen Stellen aufgetaucht ist.
Und was war es denn noch?
Ich fand, dass dieses Jahr, vielleicht ist es aber auch selektive Wahrnehmung, so das
Thema Nebenwirkungen von Psychotherapie und Kunstfehler in der Psychotherapie und
insgesamt Fehler, mir jetzt mehr aufgefallen ist als bei den vergangenen Kongressen.
Dass man Fehler mehr bespricht, weil ich glaube, das versucht man. schon in der Medizin insgesamt, dass man so eine positive Fehlerkultur sozusagen versucht
zu herzustellen, sowas.
Genau, genau so.
Vor allem, weil es ja im Bereich der Psychotherapie bislang noch mal weniger ein Thema war, als
jetzt was Pharmakotherapie betrifft.
Also allein die Tatsache, dass Psychotherapie natürlich auch Nebenwirkungen haben kann
und nicht nur erwünschte Wirkungen erzeugen kann.
Wird, glaube ich, aktuell etwas mehr diskutiert.
Aber es stimmt, es ist interessant.
Da hätte man sonst vorher vielleicht gar nicht so drüber nachgedacht, weil es eben nicht
so dieses klassische Medikament macht nicht das, was es soll, Ding ist, sondern ein bisschen
vielschichtiger vielleicht.
Ja, ja, ja.
Empfindliches Thema auch.
Ja, kann man sich vorstellen.
Was ich weiter noch so wahrgenommen habe, ist, dass es auch viel, glaube ich, um Lifestyle
ging und vor dem Hintergrund so ein bisschen um Prävention von psychischen Erkrankungen.
Ismin und ich haben auch einen Präventionsvortrag.
Einen Präventionsvortrag gemeinsam besucht, gell?
Ja.
Und?
Ja, also wir haben zum Beispiel gelernt, dass wir in der Primärprävention hier sind, indem
wir die breite Bevölkerung über psychische Erkrankungen informieren.
Aha.
Wie mit einer Gießkanne überschütten.
Richtig.
So macht man das in der Primärprävention.
Mit einer Gießkanne überschütten?
Ja.
Ja, also es ist halt ein sehr flächiges Angebot sozusagen, was jetzt nicht irgendwie auf
eine spezielle, gezielte Gruppe abzielt, sondern einfach mal auf die breite Bevölkerung.
Es gibt dann noch zwei weitere Stufen von Prävention.
Ja, die nächste wäre, dass man dann sozusagen eine Bevölkerungsgruppe identifiziert, die
Risikoträger sind und dann die dritte Gruppe wäre dann sozusagen die Erkrankten, die man
dann sozusagen vor Verschlechterungen, vor erneuten Auftritten der Krankheit schützt
und so weiter.
Tja, hat sich die Sondersendung schon gelohnt, jetzt wo wir wissen, dass wir primärpräventiv
tätig sind.
Richtig.
Also das ist vielleicht eine ganz andere Haltung.
Ich habe mich auch ganz legitimiert gefühlt.
Deswegen ist das so.
Sebastian, zwei P's hast du entstanden.
Primär und Prävention, oder wie?
Ja, genau.
Jetzt langsam löst sich hier dieser Anfangsnebel.
Ist das nicht schön?
Ich hätte noch ein Klischee für euch und zwar, stehen da nur dicke Autos vor der Tür?
Ich glaube, die kommen da alle mit der S-Bahn.
Da stehen gar keine Autos vor der Tür.
Was ist das für ein Kongress?
Ich verstehe das nicht.
Das wäre auch so was ganz typisches bei Medizinerkongressen, dass dicke Autos da stehen.
Da stehen die alle um die Ecke und alle sind so vordergründig mit der S-Bahn gefahren und beim
Park-and-Ride-Kongress.
Am Ride-Park-Platz standen dann die Benzen.
Weiß nicht, ich glaube irgendwie Berlin.
Vielleicht ist auch der Fahrer wieder weitergefahren.
Ja, das wäre schon den Lüx.
Okay, also könnt ihr auch nicht so bestätigen.
Ich möchte niemanden auf den Schlips treten, aber ich glaube, wenn man dicke Autos sucht,
dann sollte man nicht bei Psychiatern suchen.
Okay, wieder ein Tipp.
Oder einen Psychiatrie-Kongress in Stuttgart veranstalten.
Oder so.
Stimmt, da wird es dann gesponsert.
Sebastian, du hast gerade schon vom Lifestyle gesprochen.
Jetzt wollte ich euch beide auch nochmal fragen.
Habt ihr denn neue Styles entdeckt?
So jetzt in Berlin unter Psychiatern oder wie auch immer.
Ist irgendwas gerade, was man absolut tragen, wissen oder haben muss?
Meinst du jetzt eher Style in der Sinne von Rot-Style?
Ich denke global.
Ich habe die Nickel-Brille entdeckt.
Die hat auf jeden Fall ein hartes Comeback gerade.
Die Nickel-Brille, ne?
Nickel-Brille, ja.
Das ist mir so ganz aktuell, oder?
Das ist schon ein bisschen länger.
Ich habe in Berlin direkt in diversen Menschen gesehen und erkannt,
erkannt und auch gemerkt, man bewegt sich viel sicherer durch die Stadt mit diesem Accessoire.
Auf jeden Fall.
Ich habe den Micro-Fringe entdeckt.
Einen kurzen Pony.
Ah, aber den hast du bei dir selber entdeckt, oder?
Ich habe ihn mir auch gleich selber schneiden lassen.
Ich bin da ganz zufällig und aus Versehen, bin ich direkt in die Modewelle reingeschwommen.
Läuft bei dir?
Ne, aber die Berliner tragen das noch deutlich kürzer.
Ah, okay.
Ihr könnt es übrigens auf Facebook nachgucken.
Da sieht man es minus Micro-Fringe.
Das ist Micro-Fringe.
Fringe.
Fringe.
Fringe.
Das ist minus Micro-Fringe.
Könnt ihr auf Facebook nachgucken.
Babybanks, kann man auch sagen,
aber ich glaube, dafür sind sie zu lang bei mir.
Also schreibt mir gerne,
ob ich sie kürzer sage.
Oh Gott, die ist mir jetzt driftet ab.
Und würdet ihr sagen,
kann man das so zusammenfassen,
was für ein Typ Sorte ist so die Psychiaterin,
der Psychiater, der da auf dem Kongress rumschwirrt?
Sind es mehr so hipsteröse
Styler oder mehr so alteingesessen oder Ökos?
Also auf dem Kongress, da läuft man natürlich
jetzt schon irgendwo mit Hemd
und so ein bisschen berufsmäßig.
Ah, da muss man schon, okay.
Ja, so ein klein wenig guckt man schon,
dass man da ganz gut ausschaut,
weil es geht ja auch viel um die Arbeit.
Man netzwerkt
und viele Leute präsentieren
ja irgendwelche Dinge und dann wird schon
von einem so ein klein wenig
so eine Uniformiertheit verlangt.
Deswegen glaube ich, ist das für Stilbeobachtung
nicht so der richtige Ort.
Es sei denn, man ist jetzt natürlich da so ganz fein
im Metier drin.
Aber gut, es ist keine Welt voller
Anzugträger, die nur dunkle
Kleidungsstücke aussuchen.
Also
ich würde sagen, die Psychiater
sehen mannigfaltig aus.
Oh, wunderschön.
Mannigfaltig, das ist ja auch
so ein Reliktwort eigentlich.
Fast wie Microfrench.
Dann kommen wir doch vielleicht jetzt von Microfrench,
mannigfaltig und dem Style wieder
zurück zu diesem Kongress. Und zwar habt ihr denn
jemanden getroffen, den ihr schon immer mal treffen wolltet dort?
Ja. Ja, natürlich.
Okay, wollt ihr
vielleicht auch verraten, wer oder wollt ihr nur ja sagen?
Jetzt mal allgemein.
Ja, also wir haben unsere großen Vorbilder getroffen.
Oder, Ismene? Ja, wir haben
Jan und Alex vom PsychCast
getroffen. Ich höre, wie
verliebt ihr seid. Ja, ganz begeistert.
Unsere eigentliche Mission. Man muss ja
sagen, das haben wir
ja in unserer Freizeit gemacht, nach
dem Kongress. Freitag, ich lobe
euch. Ihr seid wirklich
aufopferungsvolle Altruisten, könnte
man sagen. Okay, cool. Ja, genau.
Ihr beiden wart beim PsychCast. Das ist ja ein anderer
Podcast zu Themen rund um
die Psyche, würde ich sagen. Schon ziemlich etabliert.
Ziemlich spannend. Lohnt sich immer.
Reihen zu hören. Und ihr wart
bei denen auf dem Hörerinnen- und Hörertreffen.
Und vielleicht könnt ihr mal ganz kurz erzählen, um was
es da ging und über was habt ihr denn eigentlich gequatscht?
Wer soll? Du, Ismene.
Ich soll? Okay.
Also, das war ein
Hörertreffen, bei dem ein
Live-Podcast aufgezeichnet wurde.
Interaktiv mit den Hörern
haben wir dann ganz
erschrocken festgestellt.
Mit dem
Thema Salutogenese.
4.0.
4.0. Und
Salutogenese meint
– ah, das ist jetzt
kompliziert, das ganz kurz zu erklären.
Das ist deine Herausforderung für den Abend.
Trotz Krankheit, trotz Sechsternebett,
trotz Düsseldorf. Also, wir haben
gelernt, man kann das sogenannte
Salutogenese-Modell als Ergänzung
zum weit verbreiteten
Pathogenese-Modell
verstehen.
Das Pathogenese-Modell
beschreibt im Prinzip,
was ist kaputt, wenn jemand
krank ist, was funktioniert nicht mehr.
Und in der
Salutogenese geht es vielmehr
darum, was führt denn
Gesundheit herbei, so ganz
grob gesagt, im weitesten Sinne.
Und das passt ja thematisch
auch ganz gut zu dem
Thema Prävention.
Stimmt.
Genau, und also
Gesundheitserhaltung und Gesundheitsförderung.
Da wurden wir in die
Mangel genommen und ausgetragt.
Ja.
In welcher Meinung nach
der Salutogenese zuträglich ist.
Okay, und
wollt ihr noch mal kurz sagen, was ihr da so gesagt habt?
Oder ist das zu ausführlich für unsere kleine Runde hier?
Das können ja alle, die sich
dafür interessieren, im Psych-Cast
nachhören.
Stimmt, das kann man nachhören, ja.
Also, den wir jedem wärmstens empfehlen würden,
der sich jetzt für jung und freudlos
bisher interessiert hat und im Psych-Cast
noch nicht kennt, weil das ist im Prinzip
mit einer
zwei etwas anderen Zielgruppe.
Aber eben sowas ähnliches
wie bei uns nur,
sehr professioneller
und sehr unterhaltsam
und lustig.
Schön.
Und steckt nochmal tief in verschiedene Themen ein.
Und der Oberknaller war,
dass natürlich noch Jan und Alex
in ihrem Podcast dann
angefangen haben, Werbung für uns zu machen.
Da waren wir also wirklich hin und weg.
Ismene hatte erdbeerrote Bäckchen.
Also es ist wirklich gut gelaufen.
Gut, also ihr wart beim Psych-Cast, ihr habt wilde Sachen.
erlebt. Vielleicht kommen wir dann jetzt
zur Abschlussfrage. Was meint ihr? Und zwar würde ich
gerne von euch wissen, was nehmt ihr denn jetzt mit nach Hause
von der DGPPN? Vielleicht sagt es jeder
für sich. Oder wenn ihr eine gemeinsame
Antwort habt, dürft ihr es auch gemeinsam sagen.
Ich wüsste jetzt nicht, was Ismene antwortet. Ich habe auf jeden Fall
einen Haufen Flyer mitgenommen.
Aber ich hatte tatsächlich
eine Menge Spaß. Es war einfach
schön, dort viele verschiedene Vorträge zu hören
und im einen oder anderen
Vortrag zu sitzen und festzustellen, dass
ich tatsächlich auch schon vieles weiß,
und richtig mache, zumindest
im State-of-the-Art-Sektor.
Das ist ja auch nett.
Am spannendsten fand ich noch so einen Vortrag,
da ging es um
Ernährungsstil
sozusagen in der Bevölkerung.
Da ging es vor allem auch so ein bisschen darum, dass das Mädchen
schon seit frühester Kindheit quasi per
Trick-Serienfiguren
geprimed werden auf
eine ganz unrealistische
Hüft-zu-Schulter-Ratio.
Und das haben die ja dann auch
so wissenschaftlich untersucht. Fand ich super spannend.
War das mal so eine Zeichentrick-Serie oder was?
Richtig, genau.
Was für eine Zeichentrick-Serie?
Also ich kenne die nicht mehr alle. Die laufen da auf den ganzen
Kanälen Nickelodeon und sowas.
Und das sind ja meistens so überspitzt kantige Figuren.
Ja, das stimmt.
Und also die haben teilweise wirklich nur
ein Achtel
Hüftumfang im Vergleich zur Schulterbreite.
Und das gucken sich natürlich viele
Jugendliche, also Jugendliche,
viele kindliche Mädchen an in der frühen
Prägungsphase ihres Körperbildes.
Und das habe ich nicht gewusst.
Und das war mir gar nicht bewusst, was für
einen großen Einfluss das wahrscheinlich auch
hat auf die ganzen Themen wie
Essstörung und so weiter.
Ganz schön spannend tatsächlich.
Und du, Ismene, was nimmst du mit nach Hause?
Oder jetzt mit nach Düsseldorf, wo du eigentlich noch in Düsseldorf
hängst? Ja, genau. Ich war ja
leider kaum zu Hause.
Ich schließe mich Sebastian an.
Ich hatte auch eine sehr gute Zeit auf dem
Kongress. Ich fand die Atmosphäre
sehr angenehm. Und ich erlebe
es als sehr motivierend, weil man mit
vielen, vielen Gleichgesinnten da mehrere
Tage sich den Themenberatern
widmen kann und viel Input
bekommt. Ich nehme viel State
of the Art auch mit. Ich finde es
immer ganz spannend, auch
wenn ich das auch so erlebe wie Sebastian.
Man merkt, vieles
weiß man schon. Es gibt doch immer
irgendwas, was sich dann in der Zwischenzeit
schon wieder geändert hat.
Oder was man noch nicht wusste.
Und genau,
da habe ich sicher einiges gelernt. Aber
ganz besonders nachhängend tut
mir tatsächlich noch der PsychKast-Abend,
weil ich es einfach ultra,
ultra cool fand, die beiden kennenzulernen,
Alex und Jan. Und danach
noch mit denen was zu trinken, sie ein bisschen
kennenzulernen, sich austauschen zu können.
Auf jeden Fall an der Stelle noch mal einen ganz
großen Dank an den PsychKast.
Ja, cool. Dann habt ihr, glaube ich, ja
wirklich was mitgenommen aus der DGBBN. Und
ihr da draußen wisst jetzt vielleicht ein bisschen mehr
über so einen Psychiatrie-Psychiater-
Psychiaterinnen-Kongress.
Ich würde sagen, wir hören uns wieder zur nächsten
Folge, oder?
Das ist ein ziemlich spannendes Interview.
Ah, das ist übrigens, Entschuldigung,
das langersehnte Interview. Ich glaube,
wir müssen uns noch mal entschuldigen,
weil ganz viele gefragt haben, wann
es endlich kommt. Und wir haben es nie gesagt,
wann es kommt. Also jetzt
in zwei Wochen kommt das langersehnte
Interview zum Thema Autismus. Wir haben schon einige Zuschriften bekommen
mit Professor Theber Zwan-Elst. Genau, zum
Thema Autismus. Und da wird wahrscheinlich noch mal
vieles geklärt werden.
Und ich kann schon mal
vorab ankündigen, ich bin leider nur die Hälfte dabei,
weil damals war ich krank.
Bestimmt. Aber das Interview wird es
trotzdem geben. Bis dahin, schön,
dass ihr uns zugehört habt.
Wie immer, ihr findet uns auf unserer Website
www.jung-und-freudlos.de, auf Facebook, auf
Twitter. Und ihr könnt uns hören über
iTunes und Spotify. Jetzt habe ich, glaube ich, alles runtergeladen.
Ja, sehr gut.
Genau, schön war es mit euch.
Vielen Dank fürs Rede- und Antwortstehen. Viele Grüße
nach Düsseldorf zu dir, Ismene.
Danke, danke. Schöne Grüße nach
Haus. Ich glaube, wir freuen uns, wenn wir das nächste Mal
wieder in unserer Runde hier im Kämmerchen sitzen
können. Ich mich auch. Und Ismene, du
bleibst noch kurz in der Leitung. Dann können wir
noch deine Adresse aufnehmen und dir noch ein kleines
Schicksal schicken, ja?
Wunderbar. Bis dann. Tschüss.
Ciao.
Podcast Summary
Key Points:
Die DGPPN ist die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, die als Dachverband für Ärzte und Fachkräfte fungiert und wichtige Standards, Leitlinien und Fortbildungen setzt.
Der DGPPN-Kongress in Berlin ist ein großes, interdisziplinäres Ereignis mit über 9000 Teilnehmern, darunter Ärzte, Studierende, Psychotherapeuten und Interessierte aus verschiedenen Berufsgruppen.
Im Jahr 2024 war das Thema „Psyche und Kunst“ im Fokus, mit einer Ausstellung und Diskussionen über die Zukunft der Psychiatrie und neue medizinische Entwicklungen wie Sex-Roboter und Psychotherapie-Fehler.
Es wird zunehmend diskutiert, wie Prävention und Lebensstil die psychische Gesundheit beeinflussen, insbesondere durch die Aufklärung über kulturelle und frühe Kindheitseindrücke.
Die Kongresse werden zunehmend von einer positiven Fehlerkultur und gesundheitsfördernden Ansätzen wie der Salutogenese geprägt, was den Fokus auf Gesundheitserhaltung verlagert.
Eine klare Trennung zwischen traditionellen Klischees wie „Pharma-Sponsoring“ oder „dichte Autos“ wird aufgezeigt – es gibt vielmehr eine vielfältige und moderne Atmosphäre.
Die Teilnehmer entdecken neue Trends in Mode, wie die Nickel-Brille oder Micro-Fringe, und tauschen sich über persönliche und professionelle Erfahrungen aus.
Besonders beeindruckend ist der Austausch mit den Hörern des PsychCast bei einem Live-Event, das auch als kritischer und inspirierender Impuls für die eigene Arbeit dient.
Summary:
Die Sendung „Jung und Freudlos“ beleuchtet den DGPPN-Kongress in Berlin, ein zentrales Ereignis der psychiatriebezogenen Fachwelt. Die Moderatorin Ismene und der Gast Sebastian beschreiben die Struktur und Bedeutung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), die nicht nur als Interessensvertretung fungiert, sondern auch wichtige Leitlinien, Fortbildungen und wissenschaftliche Diskussionen veranstaltet. Der Kongress ist vielfältig besucht: Ärzte, Medizinstudenten, Psychotherapeuten und Interessierte aus der Bevölkerung.
Thematisch dominieren die Diskussionen um die Zukunft der Psychiatrie, insbesondere mit dem Fokus auf „Psyche und Kunst“, aber auch auf neue Forschungsbereiche wie Sex-Roboter und Fehler in der Psychotherapie. Eine besonders wichtige Entwicklung ist die zunehmende Betonung der Primärprävention und der Lebensstilfaktoren, wie das ungewöhnliche Einfluss von Zeichentrickserien auf Körperbilder bei Kindern. Auch die kulturelle und persönliche Seite wird aufgezeigt: Moderne Mode-Trends wie die Nickel-Brille oder Micro-Fringe sowie die persönliche Begegnung mit Influencern wie Jan und Alex vom PsychCast.
Die beiden teilen ihre Eindrücke: Sie vermitteln, dass der Kongress nicht nur wissenschaftlich, sondern auch menschlich und inspirierend ist. Abschließend wird auf das kommende Interview zum Thema Autismus hingewiesen, das in zwei Wochen stattfinden wird. Die Sendung vermittelt so eine umfassende und zugängliche Perspektive auf den psychiatriebezogenen Fachkongress.
FAQs
Die DGPPN ist der Dachverband für Psychiater, Psychotherapeuten und Nervenheilkundliche Ärzte. Sie definiert medizinische Standards, veröffentlicht Leitlinien und organisiert einen Kongress jährlich in Berlin.
Die DGPPN bietet Leitlinien für Behandlungen, veröffentlicht wissenschaftliche Forschung und vertritt die Interessen der Fachkräfte, insbesondere in Medien und vor der Politik.
Der Kongress dient als Informations- und Austauschplattform für Ärzte, Psychotherapeuten, Studierende und Interessierte, mit Vorträgen, Workshops und Posterpräsentationen.
Ja, das Jahr 2024 hatte zwei Schwerpunkte: das Thema „Psyche und Kunst“ sowie die Zukunft der Psychiatrie, vor allem im Kontext von Fortschritten in Medien und Psychotherapie.
Themen wie Sex-Robotik, Nebenwirkungen der Psychotherapie, Fehlerkultur und Prävention von psychischen Erkrankungen sind aktuell besonders thematisch diskutiert.
Das Salutogenese-Modell beschreibt, wie Gesundheit erzeugt wird, im Gegensatz zum klassischen Pathogenese-Modell, das Krankheiten erklärt. Es wird im Kontext der Prävention thematisch behandelt.
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