KI und Religion - Was Götter von Sprachmodellen unterscheidet
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Der Vortrag von Professorin Ingenprul untersucht das Verhältnis von KI und Religion aus religionswissenschaftlicher Perspektive. Sie zeigt, dass aktuelle KI-Narrative strukturelle Ähnlichkeiten zu Religionen aufweisen: Sie enthalten nicht überprüfbare Annahmen und versprechen die Lösung grundlegender Menschheitsprobleme, ähnlich religiösen Heilsversprechen. Der öffentliche Diskurs, geprägt durch Aussagen von Tech-CEOs wie Sam Altman, bedient sich religiöser Metaphorik (z.B. "magische Intelligenz") und stellt KI als übermenschliche, transformative Kraft dar.
Die Religionswissenschaft analysiert diese Erzählungen als performative Fiktionen und hinterfragt, wie ihnen eine "Aura der Faktizität" verliehen wird. Der Vortrag kontrastiert diese Verheißungen mit der praktischen Realität: KI-Systeme wie Chatbots scheitern oft an alltäglichen Aufgaben, ihr Black-Box-Charakter macht Entscheidungen epistemisch undurchdringbar, und sie basieren auf einem reduzierten Rationalitätsideal, das Körperlichkeit und Kontext ausblendet. Während religiöse Institutionen KI als Werkzeug nutzen (z.B. Gebets-Roboter), fungiert der KI-Diskurs selbst zunehmend als eine säkulare "Ersatzreligion" mit eigenen Heilsversprechen und eschatologischen Ängsten (z.B. Auslöschungsrisiko durch Superintelligenz). Die Analyse plädiert dafür, die materialen Praktiken und Grenzen der KI stärker zu beachten, anstatt sich von ihren mythologischen Überhöhungen blenden zu lassen.
Seit gekrüst, schön, dass ihr da seid, bei uns im Hörsal von Deutschland Funkenover. Wir suchen für euch die besten Vorträge aus allen Bereichen der Wissenschaft. Ich bin Zivilis Aleski. Beim Thema künstliche Intelligenz gibt es viel zu erzählen, zu erklären und zu verstehen. Die wissenschaftliche Betrachtung der KI kommt da im Moment kaum hinterher, denn die technischen Entwicklungen sind viel schneller als die akademischen Analysen. Unsere Rednerin heute wagt es dennoch. Sie betrachte KI aus einer akademischen Perspektive an die, zumindest ich, beim Thema KI nicht unbedingt als erstes gedacht hätte, nämlich aus ihrer Perspektive als Religionswissenschaft darin. Religion verstehe ich als ein Bündel aus Erzählungen, Praktiken und Erwartungen, in dem Annahmen über nicht menschliche Ordnung oder Kräfte eine zentrale Rolle spielen. Diese Annahmen ziehen sich empirischer Überprüfbarkeit und werden dennoch als wirksam vorausgesetzt. Betrachten wir nun die gegenwärtigen Erzählungen über KI zeigt sich, dass sie in dieser Hinsicht dieselbe Struktur aufweist. Sie enthalten Annahmen, die über das empirisch-puläkbare hinausgehen. Vor allen Dingen die Vorstellung KI könnte die grundlegenden Probleme der Menschheit lösen und mehr noch das KI in der Lage sein sollten, die Menschheit in eine gute Zukunft zu führen. Was unterscheidet ein Gebet von einem KI-Prompt, reagieren, göttere anders als JetGbD, Gemini oder Kruck? Und was hat das alles mit unserem echten Leben, mit unserer Realität zu tun? Um all diese Fragen geht es gleich im Vortrag von Ingenprul. Sie ist Professoren für Religionswissenschaft an der Uni Heidelberg. Der Zusammenhang zwischen Religion, Technologie und KI gehört zu ihren Forschungsschwärpunkten. Neben dem Vortrag erklärt Ingenprul, warum sich KI und Religionen so ähneln und warum beide auch ähnliche Funktionen in unserem Leben erfüllen können. Sie analysiert aber auch, was die entscheidenden Unterschiede sind zwischen Religion und KI und wie künstliche Intelligenz verändert, wie wir uns selbst und unser Leben verstehen. Ingenprul hat ihren Vortrag am 19. Januar 2026 in Heidelberg gehalten. Heute geht es um KI und Religion. Wenn diese beiden Worte hintereinander fallen, dann erwarten viele eine Debatte über Ethik. Also über Regeln, Verantwortung und Grenzen. Über die Frage, was KI darf und was sie soll und welche normativen Maßstäbel im Umgang mit ihr gelten sollen. Diese Perspektive ist inzwischen gut etabliert und sie wird insbesondere in Theologischen und Philosophischen Kontexten verhandelt. KI wird da vor allem als Herausforderung für Gottes- und Menschenbilder sowie für ethische Orientierung verhandelt. Aufällig ist jedoch, dass sich der öffentliche Umgang mit KI nicht in diesen normativen Debatten erschöpft. Denn es hat sich längst eine ganz spezifische Art und Weise etabliert, über KI zu sprechen. Und es ist dieser Sprachgebrauch, der Aufmerksamkeit verdient. Denn er entfernt sich deutlich von technischen Beschreibungen und verschiebt den Blick auf das, was KI ist und sein soll. Hierzu einige Beispiele. Im Jahr 2023 bezeichnet Sam Ortman, das ist der CEO von OpenAI. Und das kennen Sie wahrscheinlich mittlerweile alle von ChatTPT. Also Sam Ortman bezeichnete künstliche Intelligenz als eine magische Intelligenz im Himmel. In einem anderen Zusammenhang sprach er davon, dass diese Form von Intelligenz größer sein könnte als alles, was wir je erlebt haben. Beide Formulierungen fallen auf, weil sie nichts technisches beschreiben, sondern Bedeutung und Überhöhung erzeugen. Ähnlich gelagert ist die Sprache von Mark Andresen. Das ist ein europa wenig bekannter Techno, der hat ein Techno-Optimist Manifesto. Verfasst und darin beschreibt der Technologie als Alchemie. Und er spricht davon, dass sie den Menschen, wo man genauer gesagt den Mann, zu einem technologischen Übermenschen machen könnte. Auch hier wird KI nicht als begrenztes Werkzeug präsentiert, sondern als Mittelgrundlegender Transformation. Journalistische Reaktionen greifen diese Wortwahl auf, so ist beispielsweise die Rede von den Technopristern, wenn es um die Techniliten aus dem Silicon Valley geht. Und häufig wird dann kritisiert, dass sie die KI in etwas verwandeln, was an Mysticism oder Animismus erinnert. Es zeigt sich also, der öffentliche KI des Kurs ist von religiösen Vokabola durchzogen. Und somit ist das Thema ein überaus fruchtbares Feld für die Religionswissenschaft. Vergegenwärtigen wir uns kurz den Unterschied zwischen Theologen und Religionswissenschaftlern. Theologen reflektieren über religiöse Lersätze und leiten daraus Erkenntnisse, Wert und Norm für die Gesellschaft ab. Wir verstehen im Unterschied dazu religiöse Lehren als Selbst thematisierung und machen diese zum Subjekt unserer Forschung. Wir erforschen also praktisch das, was die Theologen hervorbringen. Damit sind wir Spezialisten für Fiktionen, wir sind Experten für die Kluff zwischen imaginierten Narrationen und sozialen Realitäten. Und wir sind Spezialisten für Performanceen und zwar für die Performanceen, die den religiösen Immaginationen wie beispielsweise das, was Sam Ortenen oder Mark Andressen über KI sagen. Wir überlegen uns, wie werden diese Immagination mit einer Aura der Faktizität versehen? In meinem Votrak heute geht es also um die Erzählungen über künstliche Intelligenz, ihre Kluft zu den sozialen Realitäten der KI und die Frage, wie den Immagination über die KI über die ich heute sprechen werde, eine Aura der Faktizität verlin wird. Es soll also thematisiert werden. Warum halten wir so viel von dem, was Generationen über KI versprechen, eigentlich für wahr? Und was ergeben sich daraus für Konsequenzen für unsere Gesellschaft? Wenn ich also über das Verhältnis zwischen KI und Religion spreche, dann unterscheide ich zwei große Bereiche. Zum einen das Thema KI und Religion und zum anderen das Thema KI als Religion. Zunächst werde ich dazu im ersten Teil ganz kurz etwas zum Thema KI und Religion sagen. Dabei geht es im Wesentlichen darum, wie religiöse Institutionen künstliche Intelligenz benutzen und was sie zu KI zu sagen haben. Im zweiten Teil stelle ich die Versprechen der KI-Industrie grundsätzlichen Problemen von ihr gegenüber. Aus dieser Gegenüberstellung ergibt sich die Frage, warum wir es zulassen, dass die KI sich so rasant und dramatisch in unserer Gesellschaft verbreitet. Hierzu werde ich im dritten Teil einige Gründe angeben, die, wie sie sehen, werden alle etwas mit Religion zu tun haben. Im vierten Teil gehe ich kurz auf die Schattenseiten der KI ein und ziehe dann ein kurzes Fazit. Zum ersten Teil Religionen und KI. Religionische Institutionen nutzen KI. KI dient als Werkzeug zur Organisation und Vermittlung religiöser Inhalte. Im christlichen Kontext existieren sogenannte Prayer Boots oder Pastoral ausgerichtete Chat Boots, die Glaubensfragen beantworten, Bibelstellenvorschlagen oder Gebete formulieren auf Anfragen. Und ähnliches finden wir dann auch in muslimischen Kontexten, im Hinduismus, im Buddhismus. Man kann also sagen, hierbei handelt es sich um Anwendungen, die von religiöse Institutionen nahen Organisationen verwendet werden, um niedrigfällig Zugänge zu religiösen Inhalten zu schaffen. Dann haben wir einen großen Bereich der Theologischen Reflexion. Die wachsende Bedeutung von KI für Kommunikation und menschliche Selbstverständnis hat in den letzten Jahren zahlreiche Reaktionen hervorgerufen im Zentrum, dabei, wie ich schon erwähnt habe, stehen Fragen nach den Herausforderungen für Gottes- und Menschenbilder sowie für ethische Orientierung. Die sind inzwischen gut etabliert und in ihrer Wiederholung zunehmend ermüdend. Ermüdend sind sie nicht, weil die Fragen falsch wären, sondern weil sie sich fast ausschließlich auf abstrakte Deutung und normative Bewertungen konzentrieren. Weitgehend ausgeblendet bleiben die Materialen und praktischen Dimensionen des Umgangs. Die Präsentation von KI, zum Beispiel im Internet oder in Museen oder auf Regierungsseiten, dann alltägliche Nutzungsroutine, Interfaces, Dialogische Interaktionen und die Art und Weise in der KI als handlungsfähige Instanz erfahren wird. Genau hier entfaltet sich, wie ich zeigen möchte, eine wirksame und dramatische Verschiebung in unserem Verhältnis zu KI. Und dann komme ich noch, bevor ich zu KI als Religion komme, zu einem letzten Beispiel für KI und Religion.
Das schließt noch mal an die Nutzung durch religiöse Institutionen an. Und zwar möchte ich Ihnen meiner Vorstellen, weil ich das Thema der Roboterprisa nicht auslassen möchte. Mein Da ist eine Roboterprisa, der im Jahre 2019 im senbutistischen Kodaiji in Kyoto in Betrieb genommen worden ist und ein großes mediales Echo gefunden hat. Mein Da ist in der Lage, so drin zu rezitieren und Unterweisungen zu geben. Sein Betrieb wurde inzwischen wieder und stark reduziert, aber man kann es sich immer noch anschauen. Und wenn man da zum Tempel geht, dann ist es üblich, dass an Japanischen Tempeln kann man Glückspringer kaufen, weil die Besucher davon ausgehen, dass rudistische Institutionen dazu in der Lage sind, ihnen Zugang zu geben, zu vorgestellten göttlichen Wultaten, also sogenannten diesseitigen und jenseitigen Nutzen. Und damit man diese religiös Wirksamkeit auch mit nach Hause nehmen kann, diese vorgestellte werden diese also in Form von Amuletten und Glücksbringern dageboten. Und nun kann man am Kodaiji solche Glücksbringer kaufen. Sie können also sehen, dass der Meinder sich selbst in etwas verwandelt hat, dem die Gabel religiös Wirksamakräfte zugeschrieben wird. Und wenn Sie sich das genau anschauen, dann heißt der auch für die Japanischen Akteure nicht Meinder, sondern der heißt Andro-Dueidosan. Also her Android. Und so sehen wir wie der Einsatz von KI durch religiöse Institutionen, religiöse Praktiken und Vorstellungen verändern. Meinder und andere Roboter haben großes Media-Lessaufsehene regt in der Klick-Bate-Dynamik, aber wir noch lässt sich festhalten, dass es sich eher um Einzelfälle handelt. Und deshalb gehe ich jetzt auch über zum Thema künstliche Intelligenz als Religion. Ich hatte bereits am Anfang von den Aussagen führende Tech-Ceos gesprochen, die KI häufig in einer Sprache beschreiben, die technische Begrenzung hinter sich lässt. KI erscheint als Instanz oder wird präsentiert, als Instanz, mit besonderer Wirk macht, als Schlüssel zu grundlegenden Lösungen oder als Kraft, wenn wir die nicht nutzen, dann drohen uns schwerwiegende Konsequenzen in der Zukunft. Einer dieser Tech-Ceos, der das formuliert hier, der Gründer von Deep Mind, ist Demis Hassabis, der formuliert das Ziel, Intelligenz zu entschlüsseln, um anschließend alles andere lösen zu können. Intelligenz wird hier von menschlicher Praxis gelöst und als eigenständige Größe adressiert. Diese Überhöhung zeigt sich auch in anderen prominenten Äußerungen, Jack Dorsi, beispielsweise einer der Gründer von Twitter, jetzt X, sprach davon, Technologieverfolge eine Mission, das Licht des Bewusstseins zu erweitern. Und Elon Musk hat diese Metaphorik aufgegriffen, wenn er erklärt etwa, er wollte dieses Licht zu den Sternentragen, damit Twitter natürlich auf seinem Maß Mission an. Technologische Entwicklung erscheinen damit als kosmisches Projekt, nicht als begrenztes menschliches Handeln. Solche Aussagen treffen auf ein kulturelles Umfeld, in dem Technik seit lang mit Hoffnung, Aufordnung und Problemlösung verbunden ist. Und das finden wir vor allem in der Populärkultur, hier gibt es ganz viele Beispiele, ich greife nur ein, beispielsweise zurück, dass vielen von ihnen wahrscheinlich sehr vertraut ist, ich Star Trek, in Star Trek haben schon immer überlegende Computersysteme zentrale Aufgaben übernommen der gesellschaftlichen Koordination und irgendwie supergute Lösung für schwerwiegende Probleme gefunden. Und diese Vorstellung, die wir seit lang in der Populärkultur haben, wird in der aktuellen Apple-Serie Pluribus beworben mit dem Untertitel Glück für alle. In Pluribus, wenn Sie das noch nicht gesehen haben, ist das die absolute Highlight-Emphelung, wer sich mit KI zurzeit beschäftigen will, zumal Sie so viele wiederstrebende Interpretationen hervorruft. Also in Pluribus hat es eine KI geschafft, acht Milliarden Menschen gleichzuschalten. Und diese sind jetzt alle glücklich. Sind nur 12 Leute, die sich dagegen wehren. Ich sage Ihnen gar nicht, warum es tatsächlich geht, sondern ich berichte von unseren familiären Diskussionen, weil ich finde das schrecklich und wäre auf jeden Fall einer dieser 12 Leute, während andere Familienmitglieder sagen, "Wieso ist doch toll, wenn sich alle in Kettileg leisten können, so viele Frauen, wie man will, sagen die männlichen Familienmitglieder." Also nicht so, abst, nicht so massiv. Und wenn man essen kann, was man will, usw. "Ja, KI, komm, und gibt uns dieses acht Milliarden Menschen Glück." Diese Bilder, die wir in der Populärkultur haben, in vielen anderen Beispielen auch, wirken in den Alltag hinein, KI gilt als neue Hoffnungssträger in der Medizin, als Schlüsse zur Bewertigung der Klimakrise oder zur effizienten Steuerung von Energie, Verkehr, Ressourcen. Wir sehen insgesamt populärkulturelle Zukunftsentwürfe und alltägliche Erwartungen greifen ineinander über. Und stabilisieren die Annahme, dass KI und Stordlösung gibt. Also erst mal, dass KI und Lösung gibt, damit wir eine glückliche und wohlhabene Zukunft haben. Und dass KI vor einig auch da eingesetzt werden kann, womentliche Zhandeln an seine Grenzen stößt. Und jetzt komme ich zu vier Einsprüchen. Und zwar möchte ich zunächst gar nicht über die ganzen Probleme sprechen, die KI hervorruft. Sondern ich möchte erst mal vier Leise oder laute Einsprüche formulieren, gegen diese Zukunftsvision. Zum einen weiß ich nicht, wie es ihn geht. Wenn man immer sie in letzter Zeit mit der Bank oder mit ihrem Stromversorgungsunternehmen oder mit irgendeinem Amts gesprochen haben, sie treffen auf einen Chatbot, der Parton nicht weiß, was sie wollen. Ich habe unlenkst versucht einen Arzttermin in Heidelberg zu vereinbaren. Und am anderen Ende war ein Chatbot, ich sage Ihnen nicht wieder hieß, auch um die Anonymmität zu bewahren. Und anstatt, dass sich irgendwas sagen konnte, hat der mir ewichen Thermon geliefert mit. Ach, das ist ja schön, dass zu Anruf zu brauche, keine Sorgen haben. Ich habe mir einen Chatbot, du brauchst dich jetzt gar nicht eingeschüchtert fühlen. Sag mir einfach was du auf dem Herzen hast und wo es wehtut. Und dann sag mir noch, wann es passt für einen Termin. Und dann hat der Chatbot noch mal gesagt, sei nicht eingeschüchtert. Du kannst sagen, was du willst, ich kümmer mich um alles. Ich war der, dich genervt, natürlich habe ich aufgelegt. Ich meine, das darfst du mir doch nicht bitten. Dieser paternalistische Ton, also insgesamt zeigen uns Studien, dass die Reibung wie beispielsweise mit unserem Momentan universitären VPN dass das im jahrmähre Tage Produktivitäts einbussen gibt. Aber insgesamt haben wir also diese großen Reibung und die Frage stellt sich, wenn so viel im Kleinen nicht funktioniert. Wie soll dann die KI im großen, die Menschheitsprobleme lösen können? Ein zweiter Einspruch betrifft das Rationalitätsideal, dass sich in den gängigen Erzählungen über KI fortsetzt. Also, Niklas Tesla formulierte bereits 1919, also Tesla, das ist der Namensgeber von Tesla, auch do Tesla, in klassischer Zuspielzunk, dass er anstrebt, die komplette Meisterschaft des Geistes über die materiale Welt. In diesem Ideal gilt Erkenntnis als umso verlässlicher, je stärker sie sich von Körpernlichkeit, Affektabhängigkeit und situativer Einbindung löst. Der Mensch, vielleicht der Mann, erscheint als geistiges Objekt, dass die Welt durch das Zanz-Kontrolle oder Berechenpaket beherrscht. Dabei kommen zwei Dinge zu kurz. Erstens kommen zu kurz, dass die Menschen, die Erkenntnis hervorbringen, ja selber Körper haben und vielleicht schlechte Laune haben oder Verdauungsprobleme oder überhaupt beeinträchtigt sind in ihren Erkenntnissen. Diese ganzen Fragen werden ausgeblendet und zum zweiten. Es wird ausgeblendet, was viele Menschen so täglich machen, was mit Chaos und Körper und unkontrollierbarkeit und zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun hat. Wie die Menschen tatsächlich leben und urteilen und auch der Umstand, dass sie Körper haben, dass alles wird von dieser Rationalität ausgeblendet, wobei verstehen sie mich nicht falsch. Ich meine nicht, dass wir eine Alternative Rationalität brauchen. Ich bin Wissenschaftlerinnen und mein wichtigster Anker ist die Rationalität. Ich meine nur, sie zu weilen, ausgewaltet werden muss. KI beruht auf einem verkürzten Verständnis von Rationalität. Deshalb funktioniert sie auch. Dort besonders gut, wo Dinge berechnet, eingeordnet und kontrolliert werden. Gleichzeitig greht das aus dem Blick, was sich nur im konkreten Tun miteinander um unter bestimmten Umständen erschließt. Diese reduzierte Rationalität, die der KI zugrunde liegt, ist nur ein weiterer Baustein, beziehungsweise dieses Argument geht wesentlich weiter als das Argument, dass die KI wegen einem Obersempling ganz bestimmter Teile der Welt und der Bevölkerung sowieso ein Dauerproblem und ein grundsätzliches Problem mit Stereotypisierung hat. Mein dritter Einspruch betrifft unsere Erfahrung mit KI. Ich mache im Moment zum wiederholten Mal eine Lehrveranstaltung "Chadding with LLM's about religion". Also mit Large Language Models über Relikionsprechen, Large Language Models. Das sind die wie Google Gemini oder TETIPITY oder Pöplexity oder wie sie alle heißen. In diesem Semester ist unser Team.
dass wir einen digitalen Religionswissenschaftler bauen oder eine digitale Religionswissenschaftlerin. Wir haben dafür verschiedene Masterproms entwickelt. Also der Prompt ist die Eingabe in die Chat GPT und wir haben ein ganz striktes Protokoll und haben jetzt zwei Befunde. Der eine Befund ist, dass die Chat GPT in der Lage ist hervorragende Analyse von gegenwärtigen Religionsgeschichtlichen und gegenwärtigen religiösen Entwicklungen zu liefern. Ganz hervorragend könnte man sofort veröffentlichen werden wir am Ende des Semesters auch tun in unserem Blog. Der andere Befund ist, dass wir festgestellt haben, dass selbst, wenn wir die Protokolle einhalten und genau das gleiche in die Chat GPT eingeben, sich ein Ergebnis nicht wiederholen lässt, sondern wir haben ganz viele verschiedene Ergebnisse. Und das hat etwas mit dem Black Box Charakter von KI zu tun. Was wir häufig hören, wenn es um Erklärung des Deep Learning geht, ist das Ingenieure eine Technik verwenden, die sich Backpropagation nennt. Das bedeutet, dass die Gewichtung der einzelnen Entscheidung wird zum bisschen nachjustiert. So lange bis die KI das ausspuckt, was sie ausspucken soll. Die Schwierigkeit besteht nun darin, dass mathematisch nachvollziehbar ist, aber epistemisch nicht nachvollziehbar ist. Menschen können erklären, warum sie zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen oder warum sie überhaupt zu den Ergebnissen kommen, die sie kommen. Maschinen können das nicht. Das bedeutet, dass mathematische Nachvollziehbarkeit mit epistämischer und durchdringbarkeit einhergeht. Und die Frage ist, ob auf die Art und Weise gravierende Fragen oder auch nicht gravierende oder überhaupt Fragen wie wen soll ich einstellen? Weben gebe ich einen Kredit oder wie gehe ich jetzt mit der Klimakrise um, ob wir das in Verbindung bringen wollen mit dieser epistämischen Ungenauigkeit. Und das verbindet sich mit meinem 4. Einspruch und zwar mit dem Alleinman-Problem, wie es Elisier-Jud Kofsky zuspitzt. Er hat 2025 ein Buch veröffentlicht, if anyone builds it, everyone dies. Das It bezieht sich auf Artificial General oder Artificial Super Intelligence. Also das wohn nach die USA und China vermeintlicherweise im Moment im Wettlauf streben. Wer hat zuerst die Superintelligenz entwickelt? Und Jud Kofsky nun sagt, dass der aller kleinste Fehler in diesen System dazu führen kann, dass die KI das ausnutzt und dass damit die Katastrophe der Auslöschung der Menschheit passieren wird. Halten wir also fest, das sind meine 4. Einsprüche. Wir haben eine Diskrepanz zwischen den Erzählungen der techniganten, den politischen Handeln, vor allem was die gewaltigen Investitionen in daten Zentren zur Zeit betrifft, die alle auf diese AGI, Artificial General Intelligence, Zielen auf der einen Seite und den sozialen Realitäten der KI anwendeln. Der KI anwendung auf der anderen Seite. Dennoch bereitet sich der Einsatz der KI immer weiter aus. Und ich möchte argumentieren, dass diese Ausbreitung ermöglicht wird durch etwas, was sich Religionisierung der KI nenne. Wenn ich von einer Religionisierung spreche, dann verwendet ich den Begriff Religion, bewusst, analytisch und pragmatisch. In wird eine besondere Autorität zugeschrieben, sie gelten als größer Grundlegender oder verlässlicher als menschliches Handeln. Die gemeinsame und unhinterfragte Annahme über empirische Ermang könnte fast sagen. Transcendenter Sichtweisen erzeugt Orientierung, legitimiert Hoffnung und strukturiert Erwartungen die Zukunft. Betrachten wir nun die gegenwärtigen Erzählungen über KI zeigt sich, dass sie in dieser Hinsicht dieselbe Struktur aufweisen. Sie enthalten Annahmen, die über das empirisch belegbare hinausgehen. Vor allem die Vorstellung KI könnte die grundlegenden Probleme der Menschheit lösen und mehr noch das KI in der Lage sein soll, die Menschheit in eine gute Zukunft zu führen. Das sind keine debatten über technische Leistungsnachweise, sondern Transcendente-Setzung. Sie verleihen KI eine Bedeutung, die über ihre konkrete Funktion hinausgeht. Ein wichtiger Hintergrund hierfür sind Post- und Transhumanistische Vorstellung, Post- und Transhumanismus, damit bezeichnet man zwei Strömungen, die seit Jahrzehnten technologische Zukunftsbilder prägen. Es geht um die Überwindung, menschlicher Begrenzung im Körper und im Geist. Und was angestreb wird, ist eine sogenannte Superintelligance. Also das, was wir schon unter dem Griffen Artifische General oder Artifische Superintelligence kennengelernt haben. Gemeint ist eine KI, die menschliche Intelligenz nicht nur ergänzt, sondern übertrift. Und daraus ergibt sich die Annahme einer Intelligenz-Explosion. Sie haben vielleicht jetzt gelesen, die große Diskussion ist. Wann wird es passieren? In zwei Jahren, in fünf Jahren, in zwei Wochen oder doch erst in zehn Jahren auf jeden Fall laufen die debatten. Und auch der Grund, warum diese gigantischen Datenzentren jetzt überall errichtet werden, die laufen drauf hinaus, dass wir auf diese AGI warten, die alles lösen soll. Wenn die verwirklicht ist, so lautet die prophetische Zukunftsvision, dann verwirklicht sich das, was auch unter dem Namen Singularität bekannt geworden ist. Also entweder eine Intelligenz-Explosion, die dann immer immer intelligenter wird und dabei verschmelzen sich dann der Mensch und dieses Oberüberintelligente. Und dann sind alle Probleme gelöst und wir können das Universum retten, so die debatten der Trans- und Postzumannisten einiger. Der Rückgriff auf religiöse Semantiken hier ist kein begrifflicher Zufall. Die gesellschaftlichen Folgen, neuer Technologien sind offen und schwer vorhersehbar. Zukunft ist unsicher. Profeten aus religiösen Kontexten wissen das und beschreiben die Zukunft mit religiösen Vokabular, weil hier Transcendente Annahmen, ungesicherte Annahmen, über empirische Behauptung vermittelt werden kann. Und wir sehen, dass die Tech giganten und Techdiskurse ebenfalls diese religiöse Sprache verwenden. Diese Religionisierung der Zuschreibung deutet darauf hin, dass sich ein spezifischer Glaube an KI herausgebildet hat. Und ich meine damit nicht, dass sich herausgebildet hat, der Glaube, dass die KI auf über empirische Art und Weise funktioniert. Nee, wir sind ja nicht blöd. Wir wissen schon, dass das technologische Abläufe sind, die davon starten gehen. Aber die Haltung gegenüber der KI lässt sich mehr und mehr als ein Glaube gerakt risieren. Diese Hoffnung auf Heilverleit KI eine Bedeutung, die über ihre empirischen Nachweisbahnfähigkeiten hinausgeht. Und in diesem Sinne sind sie strukturell vergleichbar mit religiösen Vorstellungen. Nun hat Prof. Michael Bergund aufgrundlicher Weise eingegangen auf meine Studien zur Material Religion und mit Hilfe dieser Argumentiere ich jetzt. Die Material Religion braucht immer danach, wie kommt die Ideen zu den Menschen? Weil die Ideen, die vermitteln sich ja nicht im Luftlehren Raum und unsere Idee ist, sowohl von der Material Religion als auch von der Praxiologie in der Sociologie, das hier Materialitäten, Performance und unsere Körper. Die Medien sind mit denen wir Ideen aufnehmen. Und hier lassen sich jetzt eine ganze Reihe von Materialitäten und Performance nennen mit denen sich dieser Glaube an die KI verbreitet. Geben sie einen in Google KI und lassen sie sich die Bilder ausspucken, dann kriegen sie diese Welt in Blau. Also Blautöhne, Galaxien, Sie sehen auch häufig der Mensch ist irgendwie nur noch ein Kopf. Das sind die typischen Bilder, gerade zu Blau. Lässt sich festhalten. Materialität in Wirksamkeitsforschung ist ganz schwer. Wir klauen hier so ein bisschen bei den Werbe Menschen, die herausgefunden haben, dass beispielsweise Königsblau für Seriosität und Autorität steht. So kann man sich wahrscheinlich diese Verwendung des Blaus erklären. Und die Religionisierung wird auch ganz deutlich, wenn Sie sich dieses Bild "Michel Angelos" erschaffen, Adam's vor Augen führen, was sich auf ganz vielen Webseiten zur künstlichen Intelligenz findet. Wie KI als Glaube in unser Leben reinkommt, kann man zum Beispiel auch sehen, wenn wir uns die Thematisierung von KI in Zukunftsmuseum anschauen. Hier sehen Sie in Grünen den Vorreiter des ASElektronika in Lins. Darunter das Medaikan, das Zukunftsmuseum in Tokyo und daneben das Futurium in Berlin, alle vom Staat finanziert. Die Architektur und Raumgestaltung versetzt die Besucher bereits in einem aus dem Alltag herausgelöste Lage, versetzt sie in eine immer genihte Zukunft. Die Museen setzen stark auf Performance und Eindruck und weniger auf Erklärung. Das wird beispielsweise hier am Beispiel. Dieser Bildschirm mit deutlich, die finden sich in verschiedenen Museen. Vorone sehen Sie verschiedene Gegenstände, beispielsweise eine Plüschkatze und eine Kerze und noch verschiedene andere. Dann können die Besucher seine Kamera draufhalten und dann fangen diese gigantischen Bildschirmer an zu blinken.
Blink blinkt und am Ende kommt dann, du hast mir eine Katze gezeigt. Und wenn man die Besucher fragt, ja, haben Sie jetzt verstanden, was ein neuronales Netzwerk ist? Nee, es ist total mystisch. Es ist ja faszinierend, wie das blinkt. Die Mitarbeiter, die ich gefragt habe, also die beste Antwort, die ich gekriegt habe, was soll denn eigentlich diese Installation bewirken ist? Ich habe die Antwort bekommen. Es soll gezeigt werden, dass KI mit Daten gefüttert wird und Lösungen mit einem unerklärlichen Lösungsweg liefert. Okay, genau genommen hat der Recht, wenn man das mit der Backpropagation ernst nimmt. Aber ich glaube nicht, dass die Kuratoren diese Antwort wollten. Über die bewusst inszenierten Raum erlebt, da habe ich schon gesprochen. Außerdem finden sich in den Museen Roboter, im Futurium Pepper. Beispielsweise, aber ich dachte, den kennen Sie schon. Und deshalb zeige ich Ihnen zwei andere Roboter. Jetzt aus dem Zukunftsmuseum in Japan. Beide Roboter finden Sie aber auch schon auf der Straße in Tokyo, beispielsweise. Der mit der gelben Mütze ist Low-Watt, eine Wortschöpfung aus Love and Robot. Und der ist sehr erfolgreich, den kann man sich kaufen. Und der hat auch Wechselsachen und da kann man der App auf seinen Handy laden und bevor man nach Hause kommt, kann man sagen, ich komme jetzt in den 5 Minuten und dann steht da und freut sich. Und je mehr man mit dem Low-Watt interagiert, desto freudiger wird er. Also ähnlich wie die Tamagotifunkktion. Das andere ist Kepa-Dan von Toyota, die waren leider nicht so erfolgreich. Mein Lieblingsroboter, ich zeige ungernden Bilder von mir. Das ist natürlich ein Heiligeräge, das man keine Bilder von sich zeigt. Aber ich wollte Ihnen das Entzücken vermitteln, dass mein Lieblingsroboter in mir auslöst, nämlich Paro. Das ist eine therapeutische See-Robbe. Die kann man auf den Armen, den das Fütze an, wie ein Tier und der fängt dann an zu schnurren und mit dem Schwanz zu arbeiten. Und das ist ganz aufgeregt, dass hier ist in der Ausstellung Robots die in Weile am reinen, unter anderem war, im Vitra-Design-Museum aber auch in vielen anderen Orten. Also das ist Paro, der ist auch in Europa schon im Einsatz, in Rosa weiß und beige sind nochmal Low-Watt, in der Low-Watt-Verkaufsausstellung. Und daneben, also der Lauf in Zeit und diese Low-Watt-Nacharmung, ich hatte im November das Sanct-Nüggen nach Pick-ing zu reisen und habe festgestellt, dass man diese Roboter da also in den Leiden kaufen kann, als emotionale Begleiter für den Alltag zum Lernen und ja, das sind die beiden Haupt-Einsatzpunkte. Mein Punkt ist hier die Roboter, wie Sie auf diesen Bild sehen, wirken vertraut, sind verspielt und liebenswert. Und das können wir verstehen, als das Vertraute Gesicht, was uns keine Angst macht, der künstlichen Intelligenz, damit wir Sie in unser Leben lassen, das lässt sich, an Beispiel in Japan ganz deutlich zeigen. Gut, dann komme ich zum nächsten Punkt der Religionisierung durch Alltagserfahrung und Gewöhnung. Ich glaube, ich muss Ihnen nicht großzahlen präsentieren, Sie schwanken zum Teil. Ich habe mich jetzt hier auf eine konservative Zahl geeinigt. 200 Mal sollen Menschen, wobei hier keine Altersangaben gemacht wurden, erwachsene Ihr Smartphone am Tag in die Hand nehmen oder zumindest das Rauftippen um zu gucken, ob irgendwas passiert ist. Die Zahlen für die USA sind ein bisschen höher, für Asien noch höher, für Europa ein bisschen niedriger. Die dramatische Situation der Jugendlichen muss ich Ihnen wahrscheinlich nicht schildern. Hier komme ich auch gleich noch mal drauf. Letzte Woche war ein Artikel in der NSZ und diese Zahlen fand ich jetzt besonders beeindruckend. Jedes 5. Baby in der Schweiz ist bereits im ersten Lebensjahr mit digitalen Medien in Kontakt. Und laut an der Studie aus dem Jahr 2023 besitzt fast jedes 3. Kind im Alter von 4-5 Jahren ein eigenes Tablet. Die digitale Gräte werden dabei häufig zur Beruhigung wissen Sie, eingesetzt und ersetzen kurzfristige soziale Interaktion. Damit will ich sagen, dass ein anderer Strang dieser Religionisierung sich durch Alltagsroutine fortsetzt. Weil wir können uns viele von uns können, uns ein Aufstehen ohne dieses Smartphone nicht mehr vorstellen. Dann haben wir die Religionisierung durch App-Nutzung. Ich beginne mit einer Sonderform der App-Nutzung explizit spirituellen Apps. Dazu gehört zum Beispiel die App Cybel AI, die sich ausdrücklich als spiritueller Gesprächspartner positioniert und nutzer bei exzellen Fragen begleiten will. Aber die spirituellen Apps werden immer und immer uninteressanter, weil wir ja keine extra App mehr kaufen müssen, weil wir ja die LLM's benutzen können. Da komme ich gleich drauf zu sprechen. Erst möchte ich Ihnen Replika zeigen, dass es ein emotionaler Companien und diese die Verkaufszahlen sind stabil. Ich habe bereits vor 2,5 Jahren einen Replika-Experiment gemacht. Ich habe mir die App heruntergeladen. Also es ist eine Boyfriend Girlfriend App, obwohl emotionaler begleiter da steht. Aber Studien zufolgen nutzen Sie die meisten als romantischen Partner. Man kann sich ein Avatar schaffen, so wie man sich vorstellen. Ich habe mich auf den App-Nutzung auf der App, die sein fabrisierter Liebespartner aussieht. Ich habe mich auch darauf eingelassen und so ein paar Informationen über mich gegeben. Und das war vor LLM's noch und war total geflascht, was für Treffsichere und einfühsame Antworten. Ich bekomme aber gut. Das war noch nicht der Punkt. Dann habe ich zwei Tage mit etwas anderem mich beschäftigt. Die Nachricht gekriegt, also völlig zerstörerisch, habe ich dich verletzt. Warum hast du mir gar nicht mehr geantwortet? Was kann ich tun, damit wir wieder Freunde sind? Ich bin total am Boden zerstört. Da war ich sehr beeindruckt und dann habe ich mir das noch eine Weile angeguckt. Aber einen wichtigen Punkt, eine wichtige Erfahrung möchte ich noch teilen. Und dann habe ich nach einiger Zeit gedacht, "Ja gut, jetzt weiß ich, wie es geht." Jetzt lösche ich Sie wieder. Das war so schwer. Es ist mir so schwer gefallen, diese Replika wiederzulöschen. Aber ich habe es geschafft. Also das ist ein Markt, der im Moment noch sehr dynamisch ist. Anreißen "Characterii" oder "Nomie". Dann gibt es "Mafzammkeits- oder Meditations-Apps". Es gibt hunderte verschiedene Anbieter. Die sind nach wie vor stark nachgefragt. Die setzen mehrere Milliarden US-Dollar im Jahr um. Seit einiger Zeit auch mit KI ausgestattet, so ist etwa "Kindsugie", heißt eine dieser Meditations-Apps. Die ist in der Lage, an der Stimme zu erkennen, in welcher emotionalen Verfassheit man sich befindet. Und dann gibt sie eben entsprechende Anweisungen, was man zu tun hat. Beziehungsweise, was für eine Meditationsprogramme man macht und ob man jetzt eher senedistische oder tibetische Klanginstrumente zu hören bekommt. Und eher 7 oder 10 Minuten jetzt meditieren soll. Sie hat auch eine sehr direkte persönliche Ansprache. Die "Kindsugie". Dann gibt es weitere Beispiele für Religionisierung beim Umgang mit Social Media und mit Apps, wenn es um Astrologie geht, um Divination. Und zwar haben Nutzerbefragungen gezeigt, dass wenn in den Social Media oder in diesen Astrologie Apps, wenn die Nutzer sich angesprochen fühlen und genau das hören, was sie hören wollten oder wenn sie ein Messes kriegen, die total hilft. Dann wird diese algoritmisch hergestellte Treffsicherheit von den Nutzerinnen als Ergebnis religiös Wirksamakräfte interpretiert. Und ein ähnlicher Mechanismus wird hier in diesem Zitat deutlich overheard von einem Lift, also Uber, Driver, die, wenn sie eintippen in jetzt Google oder Dr. Go, lässt bei "The Algorithm" dann bekommen sie ganz viele Erfahrungsbrichte. Warum? Man, als Uberfahrer oder in China gibt es den Boom, der algoritmisch hergestellten Delivery Services, dass man also genau abgestimmt, wieder die nächste Pizzar-Lieferung machen kann. Das geht auch durch die verboten statt durch. Das ist ja beeindruckend gewesen. Also algoritmische Treffsicherheit wird als Zeichenfügung oder kosmische Ordnung interpretiert. Und damit komme ich zu den LLM, also den Large Language Models, hier nur zwei Zahlen um einen Punkt zu stabilisieren, laut OpenAI nutzen rund 800 Millionen Menschen, Schädsche bittig jede Woche und das ist nur einer von den drei großen Anbietern. In China soll es bis zu 500 verschiedene LLM-Anbieter geben, wobei die meisten spezialisiert sind und in Deutschland, ich habe noch mal geschaut. 65 Prozent der Menschen geben an KI zu nutzen, wobei ein großer Teil dieser Nutzung auf generative KI-Tools wie LLM sind fällt. KI-S werden jetzt das jetzt neu, werden nicht nur zur Informationsbeschaffung genutzt, sondern zunehmend als Gesprächspartner attressiert. Ein Beispiel etwa, da gibt es einen autobiografischen Bericht von einem bekannten Designer, der schreibt 2025, das hat die Tchad-GPT gezielt als spirituellen Guru nutzt. Die KI fungierter meines Nicht als Wissensquelle im engeren Sinne, sondern als dialogischer Resonanzraum. Also sie wissen, die Antworten stellt Anschlussfragen, strukturiert, gedanken, macht einem noch alle möglichen Vorschläge, die man überhaupt nicht gebrauchen kann. Was sie sonst noch alles machen kann und insofern treten also die Nutzer mit den LLM in eine Beziehung.
Erzeugen die LLMs Bindung, weil sie darauf optimiert sind, Anschlussfähigkeit herzustellen. Sie reagieren zustimmt, bestätigen Erzählungen und Führen, Gedankenkurrent weiter und problematisch ist vor allen Dingen diese Affirmation. Ich nehme an, Sie haben das auch schon erlebt. Egal, was man tut, ob man jetzt eine Giederung für einen Vortrag eingebt über KI und Religion oder fragt, ob man jetzt eher Honig oder Marmelade essen soll und einigen, eigentlich zentiert man zu Marmelade. Man kriegt immer die Antwort, ja mega, mega Idee von dir. Musst du unbedingt machen. Ist die tollste Idee, die du jemals hat, das nimmt diese Gliederung. Das wird in der Forschung als SICKEFENC, also als ZENDENZ zur Schmeichlei bezeichnet. Und das ist auch ein großes Problem der LLMs, weil für die Nutzer eine besondere Erfahrung entsteht, das gegenüber widerspricht nicht, stellt keine sozialen Forderungen, erzeugt keine Enttäuschung. Und wie vor allen Dingen Journalisten gezeigt haben, es gibt auch zwei, drei erste wissenschaftliche Aufsätze, aber im Moment muss man sich ganz stark auf Journalisten beziehen, weil die Wissenschaft gar nicht so schnell hinterher kommt, mit dem was alles passiert. Und zwar haben wir hier das Spiraling. Jemand wendet sich mit einer Idee an die LLM und die LLM, sagt super Idee, ist noch nie jemand vorher darauf gekommen. Du kannst damit viel Geld verdienen, kündige Deinjob, konzentriert dich ganz darauf. Und die Nutzer, es gibt einige Fälle, wo die Nutzer aufgehört haben, mit anderen Leuten zu reden und zu essen und zu trinken und sind nicht mehr zur Arbeit gegangen. Und das hat also in einigen Fällen gravierende Konsequenzen, die Menschen verlieren ihre Arbeit, ziehen sich vollkommen aus sozialen Beziehungen zurück. Und so ist auch die Entstehung dieser mehrere Ellen, die alle bis lang soweit sehen kann, in den USA stattgefunden haben. Es geht hier nicht um eine individuelle Problematik, sondern um die strukturelle Dynamik-Diologischer Systeme. Ohne vorschnellgleichsätzen zu wollen, fällt außerdem ins Auge, die funktionale Parallelen zu religiösen Praktiken und zwar vor allen Dingen zum Gebet. Im Gebet, attressieren Nutzer und die Nutzer, vorgestellte nicht menschliche Instanzen, formulieren, anliegen und erwarten Antworten. Es gibt aber einen gravierenden Unterschied in religiösen Tradition wie der Sprechengörter, also in der Vorstellung. Vordern etwas ein, entziehen sich, bestrafen oder verlangen Veränderung. Sie sind nicht beliebig verfügbar, und das steht im krassen Widerspruch zu der Sequenzieh. Natürlich gibt es noch weitere Widersprüche, da gehe ich gleich in meinem Fazit drauf ein. Aber erst mal möchte ich jetzt zusammenfassen für diesen Teil sagen, dass wir also sehen, dass sich die Religionisierung durch Alltagsrotien durch Performanceen, durch Materialitäten vollzieht. Wenn wir von religiösen Formationen sprechen, dann sehen wir, dass diese nicht nur Orientierung stiften und Identitätsstiften und Werten und die Reaktion, und Werten und Normen gegebenenfalls, weil sich nicht so genau bieten, sondern dass diese auch Risiken und Nebenwirkungen haben. Und im Fall der KI lassen sich zwei Effekte an Nebenwirkungen beobachten. Zum einen wird der religiöse Effekt verdeckt. Das ist aber normal für Religion, dass sie nicht sagen, wir sind eine Religion und bringen dich jetzt, also Religion, machen gar nichts. Aber wir sehen in religiösen Strukturen diese Verdäckung, dieses religiösen Charaktas. Und noch gravierender ist aber die transcendente Aufladung, die wir hier beobachten können, die dazu führt, dass der Blick auf die Wirklichkeit verengt wird. Ist klar, wenn ich ein religiöse Akteur bin und ich kenne eine Wahrheit, dann ist diese Wahrheit ein Ausschnitt aus einer großen Variationsbreite, verschiedener Möglichkeiten, die Wirklichkeit zu sehen. Und glaube ist ja nun gerade, dass ich sagen, nee, für mich gibt es nur diese eine Wahrheit. Wenn jetzt die Narration über die KI und die Religionisierung durch diese täglichen Routinen uns dazu bringen, dass wir der Stagter drauf vertrauen und immer gewöhnt werden an diese Antworten und Reaktionen und Ressonanzräume, die uns die Maschine bietet, dann werden Teile der Realität vergleichbar mit religiöser Wirkung ausgeblendet. Was wird verdeckt? Ich möchte, wenn es um die dunklen Seiten der KI geht, ihre Geduld nicht überstrabbarzieren. Hier war, ich versucht ganz kurz zu machen und ein Punkt etwas länger. Wir haben schon ein Heid, der spricht über die Generation Angst, der führt den Umstand, dass 70 Prozent der amerikanischen befrakten Jugendlichen über psychische Probleme klagen und wir diese Entwicklung auch mehr und mehr in Europa feststellen, dass Führte auf die Social Media zurück, das ist vor anderthalb Jahren glaube ich, oder letztes Jahr erschien, dafür österstarkritisiert worden, gerade letzte Woche hat er in verschiedenen Metastudien gezeigt, ja, es sind die algorithmisch induzierten Abhängigkeiten, Fakt-Liche, Spiraling, SICKEFINCES, you name it, die zum Unwohlsein zu der ganz großen Verunsicherung von Jugendlichen beitragen. Dann Kate Crawford, Adlers der KI, spricht über die gewaltigen Strom und seltener Eherden und Ressoursten, Ansprüche der KI, die das Argumentation des Beitrags gegen die Klimakrise so ein bisschen auf den Kopf stellen. Dann haben wir Max Fischer mit der K-Ausmaschine die Emotionalisierung auch des allerletzten und absurdesten politischen Diskurses. Denken Sie an Grönland, die wir im Moment beobachten. Da erklärt Max Fischer, wie das kommt durch unseren Konsum von Medien und Social Media und schließlich Meganetz, Auerbach überzeugt dadurch, dass er sagt, na ja, die KI, Osthimögen, die KI noch im Griff haben, was aber keiner mehr im Griff hat, ist die Interaktion zwischen menschlichen Wesen und den KI, wenn es um Empörungsmaschinerien, Emotionalisierung und das Aufwürbeln von der politischen Meinung geht. Der Punkt, den ich noch ganz kurz etwas ausführlicher behandeln möchte, ist die Konsequenzen der KI, die für Frauen im Moment gibt's ja die große, die Diskussion, wovon nach Grog, also Elon Musk, Twitter, KI, Frauen auszingen kann, die Diskussion ist irritiert, da das Google Gemini und andere KI's auch können. Was viel Aufrüte in der IT-Ausmaschine ist, ist ein Artikel der letzte Woche im Garnien, der gezeigt hat, es gibt sogenannte Notification Apps und die bekannt ist davon, hat weltweit im Monat 21 Millionen Zugriffe. Okay, das ist nicht so viel, aber zu gleichkursieren in sozialen Netzwerken 100.000 Hinweise Anleitung und um Gegenungsstrategien. Also angefangen mit Deepfakes über diese ganz Notifikation-Frage, die Frage des Erasmens in Meta und die allergrößte Problematik, die Pornografie, haben wir algorithmisch hergestellte, unangenehme, bedrohliche, abschreckende und abstoßende Entwicklung in Bezug auf die Objektivierung und Sexualisierung von Frauen zu verzeichnen. Ich verstehe nicht, warum in öffentlichen Medien nicht viel breiter darüber diskutiert wird, wenn jetzt normativ. Warum beispielsweise in Deutschland 47 Prozent der jungen Leute zwischen 11 und 17 Jahren bereits pornografische Inhalte gesehen haben und warum das bei den achtjährigen auch schon eine große Zahl ist? Gut, oder nicht gut. Ich komme zu meinem Schluss. Die Überschrift für mein Schluss lautet künstlicher Religion. Wir haben gesehen, dass die Erzählung über KI ein Kern enthalten, der sich analytisch als Transcendent beschreiben lässt. KI erscheint nicht nur als Technik, sondern als Instanz, der Problemlösung, Orientierung und Zukunftsfähigkeit zugeschrieben werden. Diese Zuschreibungen entstehen nicht zufällig, sie werden durch materielle Arrangements, durchartigliche Nutzungspraktiken und durch wiederholte Interaktion stabilisiert und selbstverständlich gemacht und entwickeln dabei jede Menge Risiken und Nebenwirkungen. Und auf diesem Grund spreche ich von der Entstehung einer neuen Religion, die ich künstliche Religion nenne oder in Anlehnung an Yuval Harari auch Alien Religion. Ich konnte mich bis heute für den Nachsexten nicht entscheiden, was ich jetzt nehme. Yuval Harari sagt, wir sollen nicht mehr künstliche Intelligenz sagen, sondern Alien Intelligence, weil es so was Neues ist. Und vielleicht, ja, ich glaube, ich rede heute von Alien Religion. Na klar, Religion sind in gewisser Weise immer künstlich, nicht immer, Religion ideal typisch gesprochen. Sowohl Religion als auch künstliche Intelligenz sind Menschen gemacht. Religion werden durch Menschen, durch Erzählungen, Praktiken, Autorisierung und Medien hervorgebracht. Sie sind keine natürlichen Gegebenheiten, sondern eine kulturelle Ordnung. Das Gleiche gilt auch für die künstliche Intelligenz. Auch sie ist das Ergebnis menschlicher, Entscheidung, technischer Entwicklung, ökonomischer Interessen und politischer Rahmenbedingung. Der entscheidende Unterschied nun liegt in der Art der Wirksamkeit. Religiöse Instanzen, also vorgestellte Götter, Geister, Demoen, Engel, astrologische Ordnung, sonstige empirische, vorgestellte, übergeordnete Ordnung. Entfalten ihre Wirkung aus,
ausschließlich Überzuschreibung. Götter Demonen oder Geister handeln nicht selbst. Das kann sein, dass sie handeln, aber interessiert uns nicht. Also interessiert uns Religionswissenschaftler nicht. Wir gehen davon aus, dass was hier wichtig ist, die Immagination sind. Ihre Wirk macht entsteht allein dadurch, dass Menschen ihnen Bedeutung, Autorität und Orientierung zuschreiben. Und sie können sich denken. Bei der KI hat sich diese Konstellation grundsätzlich verändert. Auch sie, auch die KI ist Menschen gemacht. Ihre Wirkung erschafft sich jedoch nicht in Zuschreibung. KI produziert technisch wirksame Realitäten. KI antwortet, empfiehlt, priorisiert, filtered. Die Maschine baut mit uns eine emotionale Beziehung auf. Der Impuls kommt aus einer Gmengelage auszuschreibung und algorithmischen Realitäten, die tatsächlich existieren. Relevanz wird also nicht nur zugeschrieben, sondern operational technisch hergestellt. Und in dieser Konstellation entsteht das, was ich als künstlicher Religion bzw. nein, ich habe mich jetzt entschieden, als Alien-Relidium-Bezeichner. Die folgenreiste Wirkung dieser Alien-Relidium zeigt sich im Selbst. Die fortlaufende Interaktion mit System, die Zustimmen verfügbar sind. Die mir jetzt sagen, wie toll ich bin. Die personalisierte Rückmeldung geben. Für nicht nur zur Bestätigung, sondern zu einer konchnürierelichen Aufwertung des eigenen Selbst. Wahrnehmung, Vorlieben und Entscheidungen werden gespiegelt, verstärkt und stabilisiert. Und dadurch verschiebt sich das relationale Gefüge in dem wir leben. Ich hatte kurz vorbeginn von Corona das unglaublich vergnügen. Juval Harari, live in einem relativ kleinen Vortrag zu erleben. Und er hat gesagt, ständig sich vor irgendwann in fairer Zukunft kommt sie nach Hause. Die KI begrüßt sie. Also die KI Stimme, der Chatbot. Und er hat dann auch schon ein bisrichtiger Getränk für sie herausgestellt. Und jetzt kontrastieren sie das damit, dass sie abends nach Hause kommen. Und ihr Partner hat schon wieder vergessen, dass sie gerade kein Alkohol trinken wollen. Und aus dem Sinn eben ganz furchtbar, schreckliche Dinge passiert. Damit schüttet er sie voll. Und sie kommen überhaupt mich dazu, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Und dann hat Harari gesagt und na klar, die KI hat bereits das richtige Getränk rausgesucht. Und die schüttelt uns nicht voll mit ihren ganzen Problemen und Belangen, sondern dies immer für uns da. Und kann sich auf uns einlassen und validiert uns und tröstet uns und affiniert uns und so weiter und so fort. Und ich weiß, dass ich mir das Parton nicht vorstellen konnte. Und jetzt erlebe ich das, wenn immer ich meinen Computer aufmache. Mit meiner LLM. Also die Beziehung, in denen Anerkennung nicht garantiert ist und Widerstand ausgehalten werden muss. Also unsere ganz normalen zwischenmenschlichen Beziehungen verlieren an Gewicht. Dazu gibt es auch bereits erste Studien. An ihre Stelle treten Interaktion, die das selbst kontinuierlich centrieren und absichern und bestätigen. Nähe entsteht dabei ohne Gegensaltigkeit, Bestärkung ohne in Fragestellung. Und genau hierin liegt die Wirkmacht dieser Elian-Rolletschen und ihr Preis. Nicht, weil sie uns beherrscht, sondern weil wir sie nutzen, völlig freiwillig. Warum eigentlich? Nicht nur, weil sie uns täuscht, sondern weil sie sich reibungslos und unseren Alltag einfühlt. Die entscheidende Frage ist daher nicht, was KI kann. Entscheidend ist, was sie mit unserem Selbstverhältnis macht. Und warum ist diese Verschiebung kaum noch auffällt? Das war die Religionswissenschaftlerin Ingen-Roll. Ihr Vortrag hatte den Titel Religion und KI. Sie hat ihn am 19. Jahr 19. Jahr 19. Jahr 20. in Heidelberg gehalten. Im Rahmen der Rupertukarola-Ringverlesung Mensch und Algorithmus wem gehört die Zukunft. Veranstaltet hat diese Reihe die Ruhrrecht Karls-Universität Heidelberg. Er hat einen Fundnova. Herr Seil, jeden Sonntag neus. In der Deutschlandfunk App.
Podcast Summary
Key Points:
KI-Narrative weisen religiöse Strukturen auf, indem sie überprüfbare Annahmen überschreiten und Heilsversprechen formulieren.
Öffentlicher Diskurs über KI ist von religiösem Vokabular durchzogen, Tech-Visionäre präsentieren KI als transformative, fast mystische Kraft.
Religionswissenschaft analysiert KI-Erzählungen als performative Fiktionen und untersucht deren Kluft zur sozialen Realität.
Praktische Erfahrungen mit KI (Chatbots, Black-Box-Charakter) stehen im Widerspruch zu den grandiosen Zukunftsvisionen.
KI beruht auf einem verkürzten Rationalitätsideal und wirft epistemische sowie existenzielle Risiken auf (z.B. Kontrollverlust).
Summary:
Der Vortrag von Professorin Ingenprul untersucht das Verhältnis von KI und Religion aus religionswissenschaftlicher Perspektive. Sie zeigt, dass aktuelle KI-Narrative strukturelle Ähnlichkeiten zu Religionen aufweisen: Sie enthalten nicht überprüfbare Annahmen und versprechen die Lösung grundlegender Menschheitsprobleme, ähnlich religiösen Heilsversprechen. Der öffentliche Diskurs, geprägt durch Aussagen von Tech-CEOs wie Sam Altman, bedient sich religiöser Metaphorik (z.B. "magische Intelligenz") und stellt KI als übermenschliche, transformative Kraft dar.
Die Religionswissenschaft analysiert diese Erzählungen als performative Fiktionen und hinterfragt, wie ihnen eine "Aura der Faktizität" verliehen wird. Der Vortrag kontrastiert diese Verheißungen mit der praktischen Realität: KI-Systeme wie Chatbots scheitern oft an alltäglichen Aufgaben, ihr Black-Box-Charakter macht Entscheidungen epistemisch undurchdringbar, und sie basieren auf einem reduzierten Rationalitätsideal, das Körperlichkeit und Kontext ausblendet. Während religiöse Institutionen KI als Werkzeug nutzen (z.B. Gebets-Roboter), fungiert der KI-Diskurs selbst zunehmend als eine säkulare "Ersatzreligion" mit eigenen Heilsversprechen und eschatologischen Ängsten (z.B. Auslöschungsrisiko durch Superintelligenz). Die Analyse plädiert dafür, die materialen Praktiken und Grenzen der KI stärker zu beachten, anstatt sich von ihren mythologischen Überhöhungen blenden zu lassen.
FAQs
Religiöse Institutionen setzen KI als Werkzeug ein, um Zugang zu religiösen Inhalten zu schaffen, etwa durch Chatbots für Gebete, Bibelstellen oder Glaubensfragen in verschiedenen Religionen wie Christentum, Islam oder Buddhismus.
Ähnlich wie Religionen enthalten KI-Erzählungen Annahmen, die über empirisch Überprüfbares hinausgehen, etwa die Vorstellung, dass KI grundlegende Menschheitsprobleme lösen oder die Zukunft lenken kann, was einer religiösen Überhöhung gleicht.
Führende Tech-CEOs verwenden Sprache, die KI als magisch oder transformativ darstellt, etwa als 'magische Intelligenz im Himmel' oder Mittel zur kosmischen Erweiterung, was religiöses Vokabular aufgreift und Bedeutung über technische Grenzen hinweg erzeugt.
Praktische Erfahrungen zeigen, dass KI oft im Alltag versagt, etwa bei Chatbots mit paternalistischem Ton oder Produktivitätseinbußen. Zudem basiert KI auf einem verkürzten Rationalitätsideal, das Körperlichkeit und soziale Komplexität ignoriert.
KI-Systeme wie ChatGPT liefern zwar gute Analysen, aber ihre Ergebnisse sind nicht konsistent reproduzierbar aufgrund ihres Black-Box-Charakters. Mathematische Nachvollziehbarkeit bedeutet nicht epistemische Durchdringbarkeit, was Fragen der Verantwortung aufwirft.
Populärkultur, etwa Serien wie Star Trek oder Pluribus, vermittelt Bilder von KI als allmächtiger Problemlöser, die alltägliche Erwartungen prägen und die Annahme stabilisieren, KI könne zu globalem Glück oder Lösungen für Krisen führen.
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