Keine Zeit für Beziehung? So schafft ihr wieder Raum füreinander #304
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Die Transkription beschreibt, wie Eltern- und Berufssysteme nach der Geburt eines Kindes in Ungleichgewicht geraten und wie dies das Paar-Gefühl beeinträchtigt. Viele Paare erleben eine "antizyklische" Lebensweise, bei der die schöne Zeit am Wochenende und die gemeinsame Zeit mit dem Partner durch Arbeitszeiten verloren gehen. Insbesondere Schichtarbeit, Profisport oder Musik berühren das System stark und führen zu "Zeitblasen", die Verbindungen untergraben. Der Schlüssel liegt nicht in mehr Zeit, sondern in Qualität: durch regelmäßige, kleine Verbindungsrituale wie mittags-Telefonate oder gemeinsames Frühstück wird das Gefühl der Verbundenheit stärker. Eine offene, verbindende Kommunikation, ohne Kritik oder To-Dos, ist entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden. Ein geteilter Kalender ermöglicht Transparenz und spontane Kontakte. Zudem muss das Fundament stabil sein – durch Rückblick auf gute Zeiten, emotionale Werte und gemeinsame Reflexion – um langfristige Stabilität und ein echtes "Wir-Gefühl" zu schaffen. Jedes Paar muss diese Prinzipien auf seine individuelle Lebenskonstellation anpassen, wobei die Zusammenarbeit mit einem Paarcoach hilfreich ist, um ein stimmiges, ausgewogenes Leben zu finden.
Als wir in Eltern geworden sind, da hast du ja auch erstmal ordentlich geruckelt im System,
weil wir ähnlich blauäugig rangegangen sind, wie man das halt häufig so erlebt,
dass man das Gefühl hat, das meiste läuft einfach so weiter, nur jetzt ist ein Kind mit dabei.
Und man dann feststellt, das funktioniert gar nicht mehr so.
Man lebt so antizyklisch, das heißt man hat das Gefühl dauerhaft,
die schöne Zeit am Wochenende wird uns genommen.
Und das kann natürlich auch das Gefühl sein, deine Arbeit nimmt uns unsere Lebensmomente in unserer Partnerschaft.
Man kann es quasi so sehen, wenn dieser Lebensbereich Beruf so viel Raum und Flexibilität und Besonderheit und so weiter einnimmt,
kannst du meistens nur durchführen, wenn du einen supportenden Partner, eine supportende Partnerin hast.
In der letzten Woche sind wir darauf eingegangen, wie sich wenig Zeit, Schichtarbeit z.B. auf eure Beziehung auswirkt
und welche schnellen Lösungen in Form von einigen Tipps, z.B. Kommunikation, hilfreich sind.
Dabei haben wir herausgefunden, dass vor allen Dingen das stabile Fundament eine wichtige Grundlage dafür ist,
mehr Zeit miteinander zu verbringen und dass manchmal mehr Zeit eben auch gar nicht so funktioniert.
Also Qualität statt Quantität hier im Vordergrund steht.
Wenn man an der Stellschraube Quantität nur noch wenig bis gar nichts drehen kann, dann die Qualität der Paarzeit zu erhöhen.
Deswegen wollen wir genau heute auf diesen Aspekt noch mal tiefer eingehen,
wie ihr trotz herausfordernder Arbeitszeiten mehr Qualität und vielleicht auch mehr Quantität in eure Paarzeit integrieren könnt.
Du bist im Podcast der Lebensidealisten.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Ja, also wenn man sich unseren Terminkalender anschaut.
Dann ist der auch sehr voll.
Aber wir haben uns da eher so in Teilzeit Systeme eingebaut.
Also für unser System wäre das schwer möglich, dass wir beide in Vollzeit arbeiten.
Sondern wir haben uns da eher in Teilzeit so gute Schichten aufgeteilt, dass wir damit gut zurechtkommen.
Es hat sich auch gerade die letzten Jahre da auch viel verändert.
Nochmal bei uns, dass wir nochmal genauer geguckt haben, dadurch, dass wir ja beide diesen Job ausüben und wir dadurch beide ja auch gewisse Arbeitszeiten haben.
Und wir dadurch beide ja auch gewisse Arbeitszeiten gerne abdecken möchten.
Bei dir sind das ja gerne auch mal die Abende noch, wo da Sprechstundentermine gebucht werden oder auch mal Coaching stattfinden.
Bei mir ist es auch manchmal am frühen Morgen oder auch am späten Vormittag,
wo viele Paare, die Kinder haben, gerne Termine buchen, weil die dann in Betreuung sind.
Sodass wir einfach so ein bisschen geguckt haben, für uns auch privat, was brauchen wir an gemeinsamer Zeit?
Was ist uns wichtig?
Also welche Prioritäten haben wir?
Und wie können wir unsere Arbeitszeiten so darum rumbauen?
Dass das in Stimmigkeit kommt.
Das ist jetzt das Ergebnis, dass wir das so gebaut haben.
Aber das ist ja nicht so, dass das immer so war.
Sondern wir haben ja durchaus beide ganz normal in Vollzeit gearbeitet.
Beziehungsweise du hast ein Vollzeitstudium plus nebenbei gearbeitet, bevor wir dann Eltern geworden sind.
Und ich hatte ja auch damals schon das erste Unternehmen.
Da war ich ja auch gute 55 bis 60 Stunden eher die Woche aktiv.
Und als wir dann Eltern geworden sind, da hast du ja auch
erst mal ordentlich geruckelt im System, weil wir ähnlich blauäugig rangegangen sind,
wie man das halt häufig so erlebt, dass man das Gefühl hat, das meiste läuft einfach so weiter.
Nur jetzt ist ein Kind mit dabei und man dann feststellt.
Also wir haben zumindest vor uns festgestellt, das funktioniert gar nicht mehr so.
Und wir müssen, wir müssen ganz viel am System verändern.
Und das hat einen langjährigen Veränderungsprozess angestoßen, um dann so dahin zu kommen, wo wir dann jetzt stehen.
Dass man eben sich das so und so aufteilt, die gemeinsame Zeit mit dem Sohn aufteilt und so weiter.
Also wie alles einfach so strukturiert ist, dass wir beide ein stimmiges Gefühl haben und die Woche eigentlich recht solide und mit Familienzeit, Paarzeit und Co durchlaufen können.
Aber gerade die Anfangszeit, da hat das dann doch sehr geruckelt und man musste erst mal überhaupt in das Akzeptieren und Anerkennen kommen, dass das so nicht mehr geht.
Also ich glaube, dass das so sein kann, dass man das so sehen kann mit der Arbeitszeit, wie wir sie bis dahin hatten.
Zumindest nicht, wenn andere Bereiche in Stimmigkeit kommen sollen.
Das ist für uns war einfach dadurch eine Unstimmigkeit entstanden, wo wir gemerkt haben, da entsteht jetzt quasi Konkurrenz zwischen Arbeit und Familie und Paarzeit und Zeit für sich.
Vorher ging das alles noch, weil wenn ich dann mehr gearbeitet habe, dann konntest du andere Dinge tun oder triffst dich mit Freunden oder machst dies, machst das.
Und jetzt mit Kind ist das eben anders und man selber merkt natürlich auch, dass das,
wie der eigene Anspruch daran ist, Zeit mit dem Kind zu verbringen.
Und wenn man dann merkt, da ist irgendwie das Gesamtsystem jetzt nicht mehr stimmig, da ist irgendwie eine Unwucht entstanden dadurch und dann schaut, wie kann man das in Stimmigkeit bringen.
Das war erst mal ein Prozess, das anzuerkennen, anzunehmen und sich da auf den Weg zu machen und so die Systeme umzubauen.
Und ich finde, diese Systeme sind ja aber auch in einem gewissen Wandel.
Also wenn man jetzt mal so schaut, so wie wir jetzt arbeiten, Familien und Paarzeit haben.
Das war ja zum Beispiel vor drei Jahren noch anders, obwohl wir da ja auch schon in den Jobs gearbeitet haben.
Aber es ist ja auch immer wieder angeglichen an welche Herausforderungen gibt es bei der Arbeit?
Welche neuen Projekte haben wir hier bei der Arbeit, die wir angestoßen haben, wo wir sagen können Okay, da haben wir Bock drauf.
Lass uns das mal machen.
Das erfordert aber zeitlich den und den Ausgleich und privat natürlich auch.
So wie läuft es mit dem Gesamtsystem?
Gibt es bei uns in der Familie außerhalb unserer Kernfamilie einfach noch Herausforderungen, wo wir noch beteiligt sind?
Wo wir sagen Okay, da braucht es uns als Person im Fokus nochmal.
Wie sind auch so die ganzen Abläufe zu Hause?
Welche Routinen, Rituale werden jetzt ganz stark gebraucht?
Und da braucht es auch noch Umstellung.
Und dann auch einfach nochmal immer an sich reinzuhorchen, zu überlegen Wie möchte ich einfach auch gerne arbeiten und leben?
Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich gemerkt habe, dass ich gar nicht so gerne in den weiteren Abend reinarbeite.
Also so sage ich mal 19, 20 Uhr mir schon wirklich das Ende ist.
Wiederum du ja eigentlich jemand bist.
Dadurch, dass du ja auch gerne länger wach bleibst, den 21 Uhr zum Beispiel jetzt glaube ich nicht so erschöpft wie mich.
Und das auch einfach nochmal zu überlegen.
Denn wann kann man auf diesen Aspekt Rücksicht nehmen, dass man einbringen kann?
Das geht manchmal im Leben, manche Zeiten geht das, da kann man auf sowas achten.
Manchmal ist es natürlich auch da eine Herausforderung zu sagen Ja gut, ist mal ein paar Monate so.
Beim ersten Unternehmen war es ja damals auch noch ein bisschen anders.
Und gerade vor Corona, da hatte ich ja auch noch einige Reisetätigkeiten, da war ich ja durchaus auch häufiger mal auf
Kundenbesuch unterwegs und so weiter.
Und das hat sich natürlich jetzt durch den aktuellen Job, aber auch durch Corona und so weiter gewandelt, dass es nicht mehr gebraucht wird.
Und was da mir erst mal so einfällt, weil das ja ein Thema ist, was auch viele betrifft, so diese Besonderheiten, mal zwei, drei Tage auf einer Messe sein,
den Kongress besuchen, zu Kunden unterwegs sein müssen, weil man da ein bestimmtes Gebiet hat, was man betreut und macht eine Rundreise, was auch immer so stattfindet.
Und da ist unser Systemgesetz 10 extrem.
Wertvoll, nämlich Ausgleich schaffen.
Ob das nun für die Kinder ist, die einen dann mehrere Tage nicht sehen und dann natürlich dort Mangelgefühl entwickeln und dann den Ausgleich brauchen oder auch für die Partnerschaft oder natürlich auch für die eigene Regeneration.
Wenn man auf einer Messe unterwegs ist, dann hat man keinen acht Stunden Arbeitstag, da zieht man normalerweise 14, 15, 16 Stunden durch mit Terminen, die man danach noch hat und Abendessen gemeinsam.
Das ist ja, hört sich manchmal nett an, aber man hat natürlich die ganze Zeit nur Arbeitskontext und eigentlich freut man sich auch.
Man ist dann in einer tollen Stadt vielleicht, aber von der sieht man nichts.
Man sieht nur die Messehallen oder die Kongresshallen und so weiter und kommt dann wieder zurück.
Das heißt, man braucht dann Regenerationszeit und muss einfach Ausgleich schaffen, dass man selber regeneriert, aber auch eben für die Kinder, für den Partner, die Partnerin.
Also Ausgleich schaffen in Form von Zeit, die man bereitstellt einfach und sagt, wenn ich jetzt mal vier Tage gar nicht verfügbar bin, gar nicht da bin, kein Abend mit den Kindern, keine Zeit zum Spielen, keine Gespräche tiefer zwischen uns, weil ich abends nur kurz sage, ja, alles gut.
Ja, war ein toller Tag, ich bin müde, ich muss ins Bett.
Dann braucht es einen Ausgleich, dann braucht es danach auch mal ein, zwei, drei Tage, wo man pausiert und sagt, jetzt bin ich für die Familie da.
Und da ist immer die Frage, kann man das herstellen, kann man das auch mit seinem Arbeitgeber besprechen, kann man das selber arrangieren, wenn man das selber in der Hand hat als Selbstständiger oder Unternehmer, dass man diesen Ausgleich schafft.
Ich finde die Gefahr immer bei diesen zeitlichen Blasen, in denen man sich so bewegt.
Also, sag ich mal, der Arbeitsblase, der Familienblase, wenn das so getrennt ist, also wenn einer einen längeren Zeitraum nicht da ist oder eine hohe Arbeitslast hat, dann finde ich das immer schwierig, weil jedes System baut sich ja Rituale und Routinen auf, um durchzukommen, um auch abzuliefern, sag ich mal.
Und das finde ich immer manchmal schwierig, dass man aus diesem Wir-Gefühl nicht in so einen Einzelkämpfer-Modus wieder geht, einfach auch, um das zu schaffen.
Also damals, wenn ich das. In meiner Erinnerung war das schon so, dass ich das Gefühl hatte, okay, das ist schon wieder so ein kleiner Berg, vor dem ich stehe, wenn du zwei Tage nicht da warst.
Und man denkt, okay, das kriege ich hin, ich weiß, ich kriege das hin, aber es war schon so, dass man gedacht hat, okay, wir müssen jetzt zu Hause, das muss jetzt noch hier besser laufen, weil ich bin ja alleine und hoffentlich wird keiner krank.
Und das ist dann schon irgendwie so ein bisschen ein getrenntes Leben, was man für die Zeit dann ja führt.
Und wenn einer dann wieder da ist, dann stellt sich das System ja auch wieder um.
Und ich merke es manchmal auch im Kleinen bei uns zu Hause jetzt, wenn wir zum Beispiel so. Wenn wir so Tage ja haben, wo du Dienstag und Mittwochabends arbeitest und wir zwei Abende sozusagen alleine haben, dann merke ich. Merke ich auf der einen Seite, dass es Donnerstag den Ausgleich braucht, also auf allen Seiten den Ausgleich braucht und dass unser Sohn auch den Ausgleich einfordert und sagt so, okay, Papa, bist du heute zu Hause und wann kommst du heute und wie läuft das ab?
Und ich merke, er hat mich so ein bisschen über und auf der anderen Seite, aber auch das Wichtigste ist, dass diese Blasen dann wieder so zum Wochenende hin so ein bisschen verschmelzen.
Also es sind ja nur zwei Abende, das ist ja gar kein Problem, aber trotzdem, dass es nicht noch länger ist.
Also das wüsste ich für unsere Familie, jetzt gerade in dem Alter, unsere Lebenssituation ist ja auch ganz individuell, wie das Kind, die Kinder so drauf sind, wäre so eine längere Zeit der Trennung dauerhaft schon eine sehr große Herausforderung.
Deswegen ist es immer wichtig, auf stimmig und unstimmig zu achten, Dinge zu probieren, schauen, was macht das im Gefühl, wie viel Zeit ist stimmig, wann wird es unstimmig, wie viel Ausgleich braucht es, wie kann man das herstellen, dass dort immer, ja.
Kein zu starkes Mangelgefühl einfach auf einer Seite entsteht, wodurch dann auch so ein Druck hervorgeht.
Ja, wie ist das beim Schichtdienst? Das ist jetzt ja ein spannendes Thema.
Wir betreuen ja ganz häufig Paare, wo einer von beiden oder beide im Schichtdienst arbeiten, ganz besonders häufig vorkommt natürlich bei Ärzten, im Krankenhaus.
Da haben wir sehr viele Ärzte, die wir begleiten, aber auch in ganz vielen anderen Berufsgruppen.
Was mir immer so in Erinnerung geblieben ist, ist auch ein Fall, auch eine besondere Art von Obst.
Operationen durchgeführt hat oder durchführt in Deutschland und dementsprechend auch so ein bisschen einen Sonderstatus hat.
Und Operationen kommen ja, wie sie kommen. Also klar sind ja auch manche vorgeplant, aber manche auch nicht.
Und dann war es in dem Moment klar, wenn diese Form von Operationen angefragt wird, deutschlandweit, ist immer eine Reisetätigkeit damit verbunden.
Weil diese Person nicht nur in einer Stadt, in einem Krankenhaus die durchführt, sondern flexibel sein darf, muss, wie auch immer.
Und gleichzeitig Spontanität natürlich auch.
Und.
Das ist natürlich auch eine Sache, die ja auch nicht zwei Stunden geht, sondern da ist man auch zwei Tage gut mal unterwegs.
Man macht eine gewisse Form von Nachbetreuung noch.
Und das hat für die Familie wirklich große Herausforderungen gebracht, weil auf der einen Seite natürlich moralisch man das auch leisten möchte.
Und die Person das auch mit Leidenschaft gemacht hat und wusste, wenn ich das jetzt mache, kann das ein Menschenleben retten.
Also da steckt ja auch so ein sozialer, normativer Druck hinter irgendwie.
Und gleichzeitig aber auch dann die Auswirkungen für die Familie zu spüren und zu sagen, ja, und ich hatte eigentlich zugesagt, ich bin am Wochenende.
Und jetzt ist es Freitagnachmittag und jetzt kommt die Anfrage und ich muss nach München.
Und das ist natürlich etwas, da ist es noch spontan.
Da springt jemand spontan in einen Schichtdienst rein und ist auch viele Stunden nicht erreichbar.
Das kommt ja auch immer dazu.
Das heißt ja auch dann gleichzeitig, der Fokus ist jetzt komplett auf der Arbeit.
Und dann braucht es, wie wir immer sagen, so einen ganz starken Gegenpart, der sich in diesem Support auch wieder sieht.
Weil es ja gleichzeitig auch heißt, ich nehme mich dann zu Hause zurück mit meinem Bedürfnis.
Weil ich ja die Bedürfnisse der Rest der Familie jetzt decke.
Man kann es quasi so sehen, wenn dieser Lebensbereich Beruf, wenn die beide in einem bestimmten Maß ausüben, dann können das eben beide machen.
Also vielleicht haben wir in Summe als Familie so stimmig 60, 70 Stunden Familienarbeitszeit, die möglich sind.
Alles, was darüber hinausgeht, merkt man bei den meisten Paaren, dass die sehr unter Druck geraten.
Also wenn einer 45 Stunden, einer 45 Stunden.
Und die haben zusammen 80 Stunden, das setzt die Familie schon sehr unter Druck häufig.
Gerade wenn es um große Verantwortung geht, um Extramarien geht, die beide im Job gehen wollen.
Und wie alt das Alter des Kindes ist, muss man auch sagen.
Genau, das heißt ab einem gewissen Level Besonderheit des Jobs und besonderen Herausforderungen, wie du es gerade beschrieben hast.
Wenn dieses Level erreicht wird, wo für einen der Beruf so viel Raum und Flexibilität und Besonderheit und so weiter einnimmt,
kannst du meistens nur durchführen, wenn du einen. einen supportenden Partner, eine supportende Partnerin hast.
Bedeutet, derjenige sollte so innerlich aufgestellt sein, dass nicht unbedingt im Beruf eine Erfüllung zu finden ist.
Dass das jemand ist, der sagt, für mich ist das von meinem Gefühl her eher optional zu arbeiten.
Ich empfinde da nicht so viel Sinngebung drin.
Ich empfinde aber sehr viel Sinngebung darin zu organisieren drumherum mit den Kindern und so weiter.
Also ich. Ich bin sehr gerne hier jemand, der unterstützt, supportet und auf die Kinder und Haushalt und alles so drumherum macht.
Dann ist das ein Match.
Die beiden funktionieren ganz gut zusammen.
Wenn derjenige auch berufliche Ambitionen hat und auch darin einen größeren Teil der Sinngebung sieht,
dann wird das nachher für das Gesamtsystem meist zu belastend.
Eigentlich nur noch dann zu stemmen, wenn das Netzwerk so aufgebaut ist, dass da ganz viel abgepuffert wird.
Also die Familie. Die Familie oder externer Babysitter oder die Betreuungseinrichtungen.
Also da werden ja nochmal so Zwischenböden dann gezogen, damit das überhaupt möglich ist.
Und selbst da ist es natürlich auch so eine Sache, Menschen werden krank.
Das ist schon eine sehr große Herausforderung.
Aber das eine ist ja, was das immer von der Zeit macht.
Aber das andere ist ja auch, was nimmt mir das im Leben?
Vielleicht im Gefühl.
Also dieses Gefühl, was wir ja brauchen in der Partnerschaft, ist ja diese tiefe emotionale Verbundenheit.
Dieses Wir-Gefühl, was uns ja auch. Was uns ja auch durch diese Zeiten trägt, die vielleicht mal anstrengender sind.
Das können ja auch einfach Belastungen von außen sein, die kommen.
Und sich immer wieder zu verbinden, das ist die große Herausforderung bei diesem System dann.
Das funktioniert vor allem dann, wenn man wirklich in diesem Beispiel aus Überzeugung gerne den Support leistet
und aus Überzeugung auf den Beruf verzichten kann.
Wenn derjenige aber eigentlich diesen Wunsch in sich hat und den gefühlt nicht ausüben kann,
weil ja der andere Job so vereinnahmt ist,
dann. Führt das eher zu Konflikten, zu Unstimmigkeiten und so weiter.
Dann wird das nicht gut funktionieren.
Das ist ganz wichtig zu beachten.
Dann haben wir so die nächste Stufe, wo natürlich jetzt gleichermaßen gearbeitet wird und vielleicht in Schichten,
wo der Job vielleicht nicht so ganz besondere Herausforderungen hat neben den Schichten.
Dann ist auch immer die Frage, wie sind die beiden Berufe gewählt?
Sind die so gewählt, dass man auch trotzdem Zeit miteinander verbringen kann?
Oder sind die tatsächlich so gewählt, dass die Schichten auch. Das kann auch dazu führen, dass man sich teilweise sechs Tage die Woche eigentlich nur die Klinke in die Hand drückt
und einen Tag irgendwie sehen kann, weil die Schichten oder die Dinge so gestaffelt sind, dass es nicht matcht.
Ja, oder da denke ich wieder an ganz viele Paare, die wir ja auch schon begleitet haben.
Zum Beispiel alles im Profisportbereich und alles in der Musikbranche.
Da sind wir immer bei Jobs, die am Wochenende den Fokus häufig haben.
Also wenn ich Fußballspieler bin, dann darf ich oder muss ich, je nachdem, meine Leistung am Wochenende abrufen bei dem Spiel.
Klar, auch in der Woche Training und so weiter.
Das ist aber alles noch so ein bisschen vereinbar.
Aber Freitag oder Donnerstag teilweise ja schon, bis Sonntag bin ich raus.
Und so ist es in der Musikbranche auch.
Wann gehen die Menschen auf Konzerte? Am Wochenende.
Und das ist natürlich auch etwas, was dauerhaft starke Auswirkungen hat.
Weil wenn ich Paarzeit haben möchte, natürlich kann ich sagen, den Abend holen wir am Montagabend nach oder am Dienstagabend.
Aber es ist nicht das Gleiche, weil ich selber kann nicht zu schönen Events dann gehen mit dir,
vielleicht dann zusammen oder auf ein eigenes Konzert irgendwo oder zu einer Sportveranstaltung.
Weil da ist ja nichts.
Da ist ja nichts Montagsabends.
Da haben manchmal sogar Restaurants zu, wo man denkt, super, was machen wir jetzt?
Man lebt so antizyklisch und die Kinder sind ja auch voll im Alltag.
Da ist Schule und so weiter, Abendroutine.
Das heißt, man hat das Gefühl dauerhaft, die schöne Zeit am Wochenende wird uns genommen.
Da braucht es jetzt dann stimmige Kompromisse und sehr viel Kreativität, um dort für sich Möglichkeiten zu finden,
dass eben genau dieses Gefühl so nicht eintritt.
Und bei diesen Berufen, also als ich das erste Mal diese Blase von Profisport und Musikbranche arbeitsbedingt eingedrungen bin
und das mal so erlebt habe, ist ja aber auch der schwierige Faktor,
das sind ja Menschen, die machen ihre Berufe ja mit sehr großer Leidenschaft.
Und die geben ja auch von ihrem persönlichen Leben sehr, sehr viel, sei es körperlich, mental, was auch immer.
Aber die bekommen ja auch etwas zurück.
Die bekommen Beifall, Support und so weiter.
Das heißt, das ist noch schwieriger für diese Paare, weil dieser Rausch,
wenn dir das ganze Stadion zuklatscht und du hast gewonnen,
das ist ja eine wahnsinnige Energie, die du mitnimmst, die natürlich einwandfrei ist.
Und das kannst du mit nichts vergleichen.
Bei der Arbeit hier klatscht keiner nach dem Coaching, so wie im Stadion.
Und das ist natürlich auch etwas, was es noch schwieriger macht, aus so einem Job, aus dieser Blase auszusteigen,
weil deine ganzen Alternativen sind ja was ganz anderes im Leben.
Das ist ja nicht zu vergleichen.
Und dann, glaube ich, drehen sich, und so war das ja bei dem Pan auch, dreht man sich im Kreis.
Und man sagt sich, ja, meine Alternative ist, ich müsste denn ganz aufhören.
Oder ich bin im Vorstand oder mache einen Bürojob, aber da klatscht keiner mehr.
Und mein Körper wird nicht gefordert.
Und das ist keine Alternative.
Dann bin ich tot, dann bin ich nicht mal lebendig.
Dann sagt der andere Part, ja, aber ich bin auch Dienstagabend tot,
weil mein Leben am Wochenende nicht mehr gelebt wird.
Das fand ich immer sehr spannend, diese Fälle.
Ja, ganz häufig steckt da dann auch, glaube ich, ein unterschiedlicher Blickwinkel drin.
Der eine, der mit sehr viel Leidenschaft dabei ist, das liebt, was er tut.
Und auch das Gefühl hat damit ja, der Familie viel zu ermöglichen.
Häufig in Form von Lebensstandard.
Und der andere, der vielleicht fokussierter auf dem Mangelgefühl ist.
Mangel an Zeit, Mangel an Aufmerksamkeit, negative Gespräche.
Und vielleicht auch Mangel in Form von, dadurch, dass du so viel Raum in deiner Selbstverwirklichung einnimmst, fehlt die mir.
Das Erste wäre, da jetzt zu prüfen, wie kann man das Ganze miteinander in Einklang bringen und verbinden.
nicht mehr so
dieses Mangelgefühl da ist, sondern
in dem Fall wahrscheinlich
man Teil des großen Ganzen wird.
Also vielleicht bei Dingen
mal mitreist, mehr mit dabei sein kann
und so weiter. Und wenn wir jetzt nochmal
so auf dieses klassischere Ding, das ist ja
schon sehr besonders mit Profisport
und Musiker, haben wir auch nicht selten,
aber noch häufiger ist ja eigentlich
so ein ganz klassischer Schichtdienst.
Dass einfach einer von beiden in einem
Zwei- oder Dreischichtsystem arbeitet und der andere
tendenziell meistens einen
Nine-to-Five-Job oder irgendwas hat.
Und wodurch dann einfach
sehr, sehr wenig Raum da ist, sehr wenig
Schnittmengen, wo man sich sieht.
Was würdest du den Paaren sagen? Wie können
die erste Schritte machen,
dass es denen wieder besser geht, mehr qualitative
Zeit miteinander da ist?
Was viele versuchen, ist ja,
dir dieses Wir-Gefühl herzustellen. Und das könnte man
unter anderem, indem man sich den ganzen
Tag, so machen wir es im Coaching, ja auch mal wirklich
genauer anschaut. Wann fängt der Tag an?
Wann endet der Tag? Und gibt es in dem
Tag auch noch Unterbrechungen?
Weil, was viele ja auch sagen, ist,
wir treffen abends aufeinander in einer erschöpften
Art und Weise. Und dann findet die ganze
Kommunikation statt. Und für
viele ist es dann sehr hilfreich, noch mal auf
diese Tagesstruktur zu achten.
Ich habe nämlich an einige Paare dann bis zum Beispiel eingeführt,
dass sie mittags einmal telefonieren.
Mittags der Moment zum Beispiel, wenn die Kinder
im Auto sind von der Schule oder
von der Kita abgeholt werden, was auch
immer. Also mittags muss ja kein langes
Telefonat sein, 10, 15 Minuten vielleicht,
5 Minuten. Das
können die meisten sich auch im Schichtdienst
durch eine Pause noch einrichten heutzutage.
Gerade wenn es
auch mal eine feste Zeit ist, zu sagen, okay, dann
mache ich dann eine Pause. Und so eine
erste Kommunikation, die von
außen in oberflächlich wirkt, macht
aber ein tiefes Gefühl von Verbundenheit.
Einmal einzuchecken und zu sagen, wie war es denn
bisher für euch? Und
was erwartet mich denn nachher, wenn ich nach Hause komme?
Ich könnte mir jetzt auch sagen, Gott, dann kriege ich ja
die ganze schlechte Stimmung schon ab, wenn ich weiß,
ich komme dann nach Hause. Aber gehen wir jetzt mal von einem
starken Fundament aus. Also erstmal zu
sagen, ja, schön, eure Stimmen mal zu hören.
Ich kann mal kurz was loswerden. Das ist dann
eine große Form von Verbundenheit, die
da stattfindet. Also diese kleinen Momente
zu suchen, auch bei Menschen, die
im Schichtdienst arbeiten, die
vielleicht auch eine Mittagspause haben.
Das gibt es ja auch manchmal, dass man
sagt, okay, können wir uns da vielleicht kurz treffen?
Für eine halbe Stunde irgendwo einen Kaffee trinken gehen,
ein-, zweimal die Woche. Also
auch richtig eine Verbundenheit als
Paarzeit zu finden, das wäre
auch ein Weg. Oder halt auch, wie wir
es in der Folge zuvor ja schon gesagt haben, diese
tiefe Verbundenheit zu finden
im Ausgleich am Wochenende. Also es
kann einen ja auch tragen, zu
sagen, okay, das ist jetzt unsere
Woche, die anstrengend wird. Ab Freitag
ändern wir das und lassen es schon mal aktiv
ab Dienstag, Mittwoch
zusammen im Wir-Gefühl darauf
hinfiebern, was wollen wir denn Freitag, Samstag,
Sonntag denn an deinen freien Tagen
zusammen als Familie machen. Also
auch so ein bisschen wie bei dem anderen Beispiel,
diese Blasen aufweichen,
um zu gucken, wie kommen wir in kleine
verbindende Momente und
wie kann jeder an der Blase des
anderen mehr teilhaben. Manche haben das
auch gemacht, finde ich auch ein schönes Ritual, zu
sagen, wenn das jetzt mit den Kindern geht, das ist doch eine
Alterssache, wir holen Papa
ab abends von der Arbeit.
Und je nach Job vielleicht auch nochmal
reinzuschauen, die Kollegen von der
Person nochmal zu sehen, also auch
dafür die Kinder nochmal mitzunehmen, zu sagen, okay,
danach fahren wir,
was weiß ich, einmal die Woche, gehen wir dann nach
Abendbrot essen, fahren irgendwo hin.
Da muss man sehr kreativ sein,
um was zu finden, aber es gibt meistens
immer ein paar Hebel, wenn man länger drüber
nachdenkt. Und wenn beide dazu bereit sind,
auch daran zu arbeiten.
Da sind wir wieder bei dem stabilen Fundament.
Wenn ich natürlich in Konflikten lebe und
sehr auf meinen Ausgleich
schaue, dann werde ich kaum in Veränderung
kommen, weil dann warte ich immer darauf, dass da andere
was ändert. Okay, das heißt also,
zu versuchen, die Blasen,
in der beide leben, mehr
zusammenzuführen, kleine verbindende
Momente zu schaffen, sodass man sich auch
währenddessen nicht so sehr getrennt
von anderen fühlt und dann ja auch das
Bedürfnis nach Wir-Gefühl und Verbindung
so extrem groß ist, wenn man dann vielleicht
einige Tage eher aneinander vorbeigelebt
hat, sondern dass man das noch mehr miteinander
verbindet. Wir haben es ja auch,
glaube ich, in der vorletzten Folge auch schon
erzählt, dass wir morgens um kurz
nach acht so unser erstes Telefonat
nochmal haben, nachdem wir das
Morgenritual durchgezogen haben,
was dann zeitlich gut getaktet ist. Häufig
haben wir um kurz nach zwölf
nochmal den zweiten Moment, wo man sich nochmal
austauscht. Also haben wir auch tagsüber dann
mehrere kleine verbindende
Momente, bevor man sich dann am Abend dann
meistens begegnet. Oder wir haben auch
Tage, wo wir eben dann die Schnittmenge
mit der Mittagspause haben, wo man zusammen
kurz
die Mittagszeit verbringt, bevor das dann
weitergeht mit dem Arbeitsalltag.
Und so kann man das gestalten.
Und manchmal hat das ja aber auch Grenzen.
Wir können versuchen,
solche Momente zu schaffen, dadurch ein bisschen
mehr Quantität auch rauszuholen
und sich auch grundsätzlich
verbundener zu fühlen. Ich könnte mir
vorstellen, dass daraus auch etwas ist,
was tendenziell
den Frauen noch etwas mehr hilft,
als den Männern. Und wo die Frauen etwas
mehr sagen, ja, das wird mir helfen.
Und die Männer vielleicht sagen, weiß ich auch nicht, brauche ich
vielleicht nicht so unbedingt. Weil
insbesondere Frauen
dieses verbindende Gefühl, das ist
viel wichtiger häufig auch in den Coachings,
die wir haben, als für den Mann.
Über die tieferen Gespräche oder auch
mal kurz zwischendurch sich austauschen. Was wir
dafür brauchen, damit sich beide gut
drauf einlassen können, und ich glaube auch
damit gerade auch der Mann da nochmal mitzieht,
ist eben, dass diese Gespräche
konstruktiv und auch wirklich verbindend
verlaufen. Und dass da nicht
gestritten wird oder
schlechte Stimmung verbreitet wird.
Oder To-Dos verteilt werden einfach nur.
To-Dos verteilt werden, Kritik geäußert wird.
Und dann gesagt wird, Mensch, du solltest doch heute Morgen, und hast du nicht.
Jetzt habe ich es gesehen und so weiter.
Und dafür gilt es dann
so die Regel einzuziehen, dass das
nicht die Momente sind, wo man
Verletzungen löst, Feedback gibt,
kritisiert. Da geht es wirklich darum,
sich auszutauschen, was ist
bisher so im Arbeitsleben
passiert? Wie geht es dir? Was machst du?
Ähm, was fällt mir sonst noch so ein?
Was hat unser Sohn bis dahin gemacht? Was hat er
aus der Schule erzählt? Was auch immer.
Da kann man diverse Dinge besprechen,
aber das ist nicht Zeit normalerweise
für Feedback
und Verletzungen lösen. Was man auch gut machen kann,
ist da zwischendurch auch schon mal das
ein oder andere Orga-Thema zu klären. Wo man
sagt so, Mensch, ich habe heute Morgen das und das und das
recherchiert. Ich brauche da mal zwei, drei Entscheidungen
von dir. Dann kann ich das und das buchen.
Sowas kann man auch gerne zwischendurch schon mal machen, wenn das
Fundament eben stabil ist. Und da
sind wir jetzt eben bei einem wichtigen Punkt, wenn man merkt,
dass das so Dinge sind, wo man sagt, oh nee,
jetzt noch zweimal am Tag telefonieren.
Wir haben abends schon immer Konflikte,
dann haben wir noch mehr Konfliktpotenzial.
Dann bin ich in meiner
zweiten Arbeitshälfte mit diesem Telefonat
beschäftigt, wo ich dann wütend bin.
Ja, das ist ganz wichtig natürlich, dass das
Fundament stabil ist. Und wenn wir
jetzt aus unserer methodischen Sicht
drauf schauen, gibt es da die Systemgesetze und
da sind ja auch einige Verletzungen, die eine
Kommunikation erschweren. Also sowas wie
Wertschätzung, Anerkennung, Respekt
oder auch Ausdeckung. Kann das nicht gefühlt
werden, meinst du? Genau, wenn das nicht gefühlt wird,
was die Kommunikation
dann wirklich schwer macht. Und
gerade halt
so Arbeitszeiten, die
anders sind, sind extrem
verletzungsanfällig. Weil wir haben eine andere
Erschöpfung bei Schichtarbeit, muss man einfach sagen.
Unser Körper muss sich immer wieder neu
einstellen, muss sich immer wieder anpassen
an einen neuen Rhythmus vielleicht auch. Das
fordert natürlich einen Menschen auch. Und
da ist es wichtig, dass wir
schauen, dass das Fundament stabil ist.
Das heißt, wir müssen unsere Themen schnell
und nachhaltig angehen,
damit das gut ist, damit wir
eine Entlastung im Privaten sehen können
und nicht eine Belastung. Und wir müssen
vielleicht auch, wenn wir
uns für diesen Lebensstil entscheiden,
nochmal genauer auf ein
besseres Netzwerk auch
einlassen. Also das Netzwerk drumherum
wird noch wichtiger für dieses Paar, weil
das Paar den Ausgleich braucht.
Es ist doch schön, wenn die Kinder ihren Ausgleich dann haben,
wenn die Person zu Hause ist. Aber die sind ja auch
einfach sehr einnehmend. Die wollen dann ja auch Zeit haben.
Das heißt, wenn man dann Paarzeit
haben möchte, muss man vielleicht auch dann nochmal schauen,
wo habe ich einen Babysitter?
Wie können wir denn die Abende auch mal
wirklich miteinander verbringen, wenn das ein Wunsch ist?
Ein spannender Indikator dafür,
dass am Fundament auch sich was verändert
hat und das dazu führt,
dass man weniger miteinander kommuniziert,
ist eben, wenn man merkt, dass
man geht vielleicht mal drei, vier Jahre zurück
und sieht, ah, da haben wir noch ein, zwei Mal am Tag
telefoniert zwischendurch. Wir hatten das alles
mal, was die da gerade erzählt haben.
Das hat aber immer mehr nachgelassen.
Und wir hatten auch das und das auch nachgelassen.
Dann ist das typischerweise
ein Signal dafür, dass die Konfliktspirale
weiter in Gang gekommen ist
und man eben in diesen Gesprächen
gemerkt hat, das Gespräch tut mir
nicht gut. Das tat mir immer gut,
aber immer mehr hat das das Gefühl gemacht,
die Gespräche, die verbinden nicht
die Sorgung für noch mehr Distanz,
dann stellt man das meistens
unausgesprochen ein. Dann kommt
irgendwann vielleicht mal, hm, du rufst mich ja
gar nicht mehr an oder früher hast du mal Nachrichten
geschickt oder dies oder das.
Dann sagt man, hm, weiß auch nicht so viel Stress und so.
Oder es ist sehr funktional geworden.
Viele berichten ja auch, dass wenn sie halt
ihr Leben so organisieren und verweiten,
dass das halt einfach auch ein sehr funktionaler Modus ist
und es dann schwierig wird,
das Gefühl von Liebespaar noch zu haben.
Also wenn wir nur noch telefonieren, weil wir
sagen, ja, du hast das und das, das steht an am Tag,
ja, Freitag machen wir das so, Sonntag
teilen wir uns so auf, dann stellt sich die
Frage vielleicht ja auch gar nicht mehr in Ruhe und
wie geht's dir jetzt gerade?
Hast du mal an mich gedacht?
Was wünschst du dir? Also das ist so,
es funktioniert
nicht.
Es funktioniert und von außen betrachtet sind das Paare,
wo andere sagen würden im Freundeskreis,
wow, wie ihr das alles stemmt.
Hammer, das ist ja einmalig, ne?
Und es ist immer mal aufgeräumt bei euch
und es ist immer super.
Aber wenn sie sagen, ja, es läuft auch, wir sind auch echt ein starkes
Team und hier kommt keiner um und alle
sind satt,
aber, ja.
Die tiefgründigen Gespräche und wie das Wir-Gefühl ist
und so weiter, das sieht ja im Außen keiner.
Im Außen sieht man natürlich, ob man sich
als Paar perfekt organisiert bekommt.
Das kann man im Außen wahrnehmen.
Und dafür kann man natürlich dann Anerkennung bekommen.
das Fundament jetzt stabil machen, wenn ich
zuhöre und denke so, das will ich haben.
Das möchte ich auch.
Also wir nutzen die System-Empowering-Methode
und da ist so der erste Schritt,
dass wir an den Punkt zurückgehen, wann war es mal gut?
Wann fühlten wir uns da verbunden?
Wann hatten wir
ausreichend Gespräche?
Wann war die Gesprächszeit
oder die Paarzeit qualitativ
richtig gut? Und schauen uns dann an,
was ist ab dann passiert?
Was sind die Auslöser gewesen? Sind da emotionale
Verletzungen passiert?
Und die gilt es dann nach und nach zu verarbeiten,
sodass das Gefühl daraus gelöst
wird und man mit dem Blickwinkel von
heute, so mit der
Entwicklungszeit, die man jetzt hinter sich hat, wir wachsen ja auch
alle persönlich, wir verstehen jetzt
rückwärts, was im Leben passiert ist.
Vorwärts leben wir das Leben, rückwärts
verstehen wir es. Und jetzt verstehen wir,
was diese Dinge ausgelöst haben, die wir
damals vielleicht noch gar nicht so ernst genommen haben
und gar nicht wussten, wohin sich das entwickelt.
Jetzt können wir die Dinge ernst nehmen und überlegen,
was hätten wir tun lernen, verändern
können, damit das so nicht entstanden
wäre, in einzelnen Situationen,
Verhaltensweisen und so weiter
und können das natürlich mitnehmen
in die Gegenwart und Zukunft,
um uns genauso zu verhalten.
Das stabilisiert das Fundament,
das sorgt dafür, dass man eine andere Art
Gespräche miteinander führen kann,
das Vertrauen kehrt zurück, in Form
von auch mehr Offenheit.
Ich habe nicht diese Schwere, dieses
Minenfeld, wo ich denke, oh, das Thema,
das ist vorbelastet und das ist vorbelastet,
sondern ich habe wieder eine gewisse
Leichtigkeit, wenn ich dann einfach
Themen ansprechen
kann, Dinge ausspreche
und weiß, ich kann damit
jetzt nicht mehr in alte,
noch offene Wunden
geraten und dann haben wir hier ein Konfliktgespräch,
sondern das Gefühl zu haben,
ne, eben heute ist alles gut zwischen uns,
das Fundament ist stabil, wir können einfach
so die Themen raushauen,
die uns gerade interessieren, wo wir uns gerade
mit beschäftigen und
finden ein offenes Ohr.
Es gibt ein paar weitere Punkte, die
relevant sind, also natürlich,
grundsätzlich eine offene und regelmäßige
Kommunikation, also wenn es schwerfällt,
hilft halt auch wirklich ein Durafix,
dass man sich feste Termine legt oder
wenn das nicht geht durch die Schichten, dass man ein bisschen
wandeln muss, ne, manche können natürlich sagen,
jeden Donnerstag um die Uhrzeit, wenn das
nicht geht, muss man halt jede Woche neu gucken
und jede Woche einen anderen Termin halt finden,
wo man dann in diese Tiefkündigkeit und
die Gespräche kommen kann,
wo man sich reflektiert, ob das Fundament
stabil ist, ob alles gut noch ist,
ob in den letzten sieben Tagen irgendwas vorgefallen
ist, was man nochmal besprechen müsste,
ne, und dass man dann eben sehr aktiv
auch die Bedürfnisse des anderen
wahrnimmt, anerkennt und
darauf eingeht. Und da ist es auch wichtig,
dass man wirklich den Moment dann auch mal
sich nimmt und die Ablenkung
so niedrig wie möglich hält, ne,
also dieses Vermeiden von Ablenkung,
damit man auch in eine Gesprächstiefe
überhaupt reinkommt, wird
heutzutage, ne, das können wir selber ja auch
gut nachvollziehen, wirklich gebraucht,
also dass man das Handy auch bewusst
dann mal beiseite legt oder
ja, nichts nebenbei laufen hat,
was dann ablenken kann, ne. Auch häufig
etwas, was zu Fehlinterpretationen
führt, wo Bedürfnisse
da sind, aber dadurch, dass
ein Handy oder ein Notebook
vor einem ist, der andere denkt, okay,
der hat wohl kein Interesse, dann mache ich das
Gleiche oder dann ziehe ich mich zurück und so weiter.
Also dieses ganz aktive,
wenn der andere den Raum
wieder betritt, weil er zum Beispiel die Kinder ans Bett
gebracht hat oder weil er aus dem Schichtdienst
kommt oder, oder, oder, betritt er dann
den Raum und ich habe irgendwelche Medien aktiv,
Medien abschalten, Geräte,
wenn es sein muss, beiseite tun,
gibt gerade wieder eine Studie, nur weil
das Smartphone in der Nähe ist, habe ich 20%
weniger Fokus auf das, was
gerade um mich herum ist, also das Gespräch und so weiter.
Das heißt,
vielleicht nochmal einen extra Platz im Flur haben
oder so, abseits vom Wohnzimmer, Schlafzimmer
und so weiter, wo die Handys gelagert
werden, dass die nicht griffbereit sind.
Vielleicht auch nochmal reflektieren, kann ich da Quantität
rausholen, bei
so Geschichten wie
mal die Bildschirmzeit mitlaufen lassen und
checken, wie viel Zeit verbringt man
denn auf verschiedensten Apps und
sich zu überlegen, wie wertvoll ist diese Zeit
denn wirklich? Also ich glaube, ich habe
jetzt gerade seit drei oder
vier Wochen, da habe ich jetzt
neben dem Arbeitshandy noch ein Privathandy
sozusagen, wo
ich dann gar keine Apps
mehr drauf habe, die mich irgendwie
ablenken könnten, keinerlei Mitteilungen
von der Arbeit, keine E-Mails,
keine Messages, keine Social Media
und so weiter und
ja, man muss schon ganz, also ich muss
ganz deutlich sagen, ich vermisse nichts, also
wenn es da ist, nutze ich es.
Also wenn ich das Handy jetzt wieder tausche
und würde das andere Handy in die Tasche nehmen,
dann würde ich es nutzen, aber dadurch,
dass es nicht da ist, nutze ich es nicht
und ich vermisse auch nichts.
Aber es ist schon eine große Umstellung bestimmt gewesen, oder?
Die ersten ein, zwei Tage, glaube ich,
in so gewohnten Rhythmus. Ja, es ist halt spannend,
wie oft man so in die Tasche greift und merkt so,
ah, ich kann gar nichts Relevantes mehr checken.
Und dann erstmal ankommen
muss, dass zwar immer noch ein Handy in der
Tasche ist, aber da nichts Relevantes mehr ist,
was mir hilft oder wo ich irgendwas gucken kann,
und dadurch erstmal nach ein paar Tagen
dieser Impuls aufhört, bis das
Gehirn begreift, da ist nichts mehr,
was funktioniert, was jetzt einen kurzen Dopaminkick
vielleicht liefert oder wo ich mich mal
schnell ablenken kann oder, oder, oder.
Und das ist schon sehr, sehr wertvoll.
Dann geht es natürlich nochmal darum,
die Paarzeit zu planen.
Also
auch das ist immer mal was,
was ein Störfaktor
ist, dass man sich
beruflich so stark strukturiert
und plant, dass man,
in der Paarzeit oder wann diese Paarzeit ist
und so weiter, flexibel sein möchte.
Das soll sich nicht auch noch wie ein Termin
anfühlen. Leider passiert dann aber eher,
dass das gar nicht stattfindet,
weil es eben kein Termin ist und unser
Unterbewusstsein so auf das
Einhalten von Termine getrimmt ist.
Das heißt, viele brauchen tatsächlich
Paarzeit. Man kann natürlich innerhalb der Paarzeit
flexibel mit dem sein,
was man unternimmt, wie man sich diese
Zeit dann gestaltet.
Aber für die meisten wird es dann
gebraucht, dass die Paarzeit geplant
ist, insbesondere wenn Kinder da sind und man
aufs Netzwerk zurückgreifen muss, damit
jemand die Kinder versorgt.
Und da kann es ja auch wieder schnell zu Verletzungen führen,
wenn beide erschöpft sind
oder wenn einer sehr erschöpft ist, dass
man sagt, okay, immer mache ich das nur.
Immer bin ich nur diejenige, die
die Impulse reingebt. Lass uns mal das und das und das
machen und du machst immer mit.
Und dann kann es auch wieder
ein gutes Gefühl machen.
Was auch häufig gut hilft, sind geteilte
Kalender. Wenn man so einen digitalen Kalender
hat, den richtig ordentlich pflegt,
und den teilt, das sorgt ja
auch dafür, dass Optionen
entstehen. Also wenn das
für dich eine Blackbox ist, wie ich meine Termine
habe, dann weißt du nicht, wann kannst du mich
mal erreichen, wenn du irgendwie Lust hast,
spontan mal zu telefonieren. Wenn du aber
meinen Kalender einsehen kannst und weißt, wie
meine Termine sind, dann kannst du eben auch zwischendurch
anrufen, weil gerade eine Terminpause
ist oder so. Hatten wir gerade
heute, wo du angerufen
hast und da hat dich was beschäftigt
am Morgen. Und dann sagst du jetzt,
sag mal, hast du eine Minute?
Also grundsätzlich wusstest du, du kannst mich erreichen,
ich habe keinen Termin. Da ging es jetzt nur noch mal darum
zu klären, habe ich auch die Bereitschaft, gerade dir zuzuhören
oder bin ich schon irgendwie gedanklich
irgendwo versunken? Und das
geht jetzt, weil der Kalender geteilt ist.
Weißt du auch, wann kannst du mich
erreichen oder andersrum? Und das finde ich auch,
macht ja auch wieder Entlastung,
dass man wieder diese Blase
von jeder macht sein Ding noch mal so
ein bisschen verschmelzen lässt,
dass man einfach, hat ja auch nichts mit Kontrolle
zu tun. Ich will ja nicht kontrollieren, was du machst,
aber so ein Gefühl, einen Überblick zu
haben, okay, da ist der Termin, auch
was die Kinder dann angeht, zu sagen, ah, guck mal,
da können wir da gut anrufen
oder zu kommunizieren, das haben wir ja mit unserem
Sohn auch, der ja nun auch gerne mal
dich zwischendurch was fragen möchte, zu
sagen, nee, das geht jetzt gerade nicht, du musst
noch eine Viertelstunde warten, dann ist der Termin zu Ende
und dann noch mal so zehn Minuten extra
und dann kannst du anrufen.
Genau, da nicht zu sagen, ja, ich weiß das jetzt
auch nicht und wir müssen mal abwarten bis
heute Abend, das ist manchmal dann ja auch schwierig.
Ja, und dann wirklich etablieren
von so kleinen Ritualen
und Routinen, also kurze
tägliche Anrufe,
gemeinsames Frühstück, gemeinsamer
Kaffee, Gute-Nacht-Anruf,
also wirklich so diese Kleinigkeiten mit einbauen,
die sind dann in Summe
doch sehr wertvoll. Ich habe das gerade
in der Sprechstunde gehabt, dass
sie sagt, ja, wir wollten jetzt so ein Morgenritual
einführen, irgendwie klappt das nicht, am Morgen
leben wir halt immer so ein bisschen an und vorbei. Sie hat so ihre
Routine, er steht später auf, hat so seine
Routine, wie sie sagten, ist er
effizienter in seiner Morgenroutine,
steht auf und dann duschen, Frühstück, zack, zack, zack,
und dann ist er weg.
Wo es dann im ersten Stand mal
darum ging, ja, dann
steht doch vielleicht, also sie merkten
so die gemeinsame Schnittmenge, hatten sie schon gefunden,
nämlich beide trinken morgens einen Kaffee.
Aber jeder für sich.
Und dann haben sie gesagt, vielleicht
wäre es ja eine Möglichkeit, wenn sie
einen Schritt dreht und
er zehn Minuten früher aufsteht,
dann hätten sie zehn, 15 Minuten
für den gemeinsamen Kaffee und könnten
das ja mal ausprobieren und dann geht es auch viel ums Ausprobieren.
Wie fühlt sich das an? Ist das
stimmt?
Fühle mich? Macht das ein gutes Gefühl?
Dann hätten sie morgens, wo sie jetzt gar
keine Zeit eigentlich zusammen haben, sondern jeder
so seine Routine durchzieht, hätten sie morgens
eine Viertelstunde schon mal gemeinsam.
Und wenn man solche Brücken an mehreren Stellen am Tag
mal baut, dann kommt
da schnell ein bisschen Zeit zusammen.
Wenn beide bemüht sind und beide darin
bereit sind zu arbeiten
und kreativ sind auch, dann
wird man Möglichkeiten finden.
Jetzt haben wir ja hier einige
Impulse reingegeben,
mehr so allgemeingültige Dinge,
aber das muss natürlich jedes
Paar wirklich für sich entwickeln, weil eben
die Konstellation
zwischen Job, Haushalt, Kinder
und was alles so ansteht, die ist halt
immer ganz verschieden und für jeden
ist auch was anderes völlig stimmig.
Das heißt, man kann immer nur gucken,
was nimmt man sich da raus und ist dann eben
kreativ und flexibel und baut das für sich
und hat natürlich das Fundament
irgendwie auch noch so mit auf der Kette,
das zu stabilisieren. Das heißt, wenn
ihr merkt, das klingt
durchaus spannend, der ein oder andere
Impuls ist dabei, aber
Vielleicht auch für euch gar nicht so passend, weil in eurer Konstellation ist eben doch nochmal wieder alles individueller und anders.
Dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Dann schauen wir gemeinsam, dass wir zunächst mal das Fundament stabilisieren,
dass diese Basis für qualitative Paarzeit wieder geschaffen ist und auch die Basis, gute stimmige Kompromisse zu finden.
Denn wenn dann noch Wut, Unausgeglichenheit, Enttäuschung und so weiter mit im System hängen,
dann ist es auch sehr schwer, solche stimmigen Lösungen zu finden.
So schauen wir gemeinsam im Erstgespräch, können wir euch dabei optimal unterstützen
und dann gehen wir den Weg mit euch, speziell für eure Situation, das mit euch gemeinsam so zu entwickeln, dass es wirklich stimmig ist.
Bis bald.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Vielen Dank.
Podcast Summary
Key Points:
Eltern erkennen, dass sich das Lebenssystem nach der Geburt eines Kindes grundlegend verändert, was zu Unstimmigkeiten zwischen Beruf, Familie und Paarzeit führt.
Eine stabile, emotionale Grundlage ist entscheidend, um qualitativwertige Paarzeit zu schaffen, obwohl quantitative Zeitmengen oft nicht ausreichen.
Schichtarbeit, Profisport oder Musikbranche verursachen "Zeitblasen", die das Gefühl der Verbundenheit und des Wir-Gefühls schwächen.
Kleine, regelmäßige Verbindungsrituale wie mittags-Telefonate oder gemeinsamer Kaffee fördern tiefe Verbundenheit und stärken das Paar-Gefühl.
Die Kommunikation muss konstruktiv und verbindend sein – ohne Kritik, To-Do-Listen oder Verletzungen – um ein sicheres, offenes Gespräch zu ermöglichen.
Eine gemeinsame, transparente Kalender-Struktur hilft, Zeitpläne zu planen und spontane Kontakte zu ermöglichen, ohne Kontrolle oder Stress.
Für die Paarzeit ist es wichtig, dass sie nicht wie ein festgelegter Termin anfühlt, sondern flexibel und emotional wertvoll ist.
Die Entwicklung eines stabilen Fundaments erlaubt es, individuelle Lösungen zu finden, die für das jeweilige Paar stimmig und nachhaltig sind.
Summary:
Die Transkription beschreibt, wie Eltern- und Berufssysteme nach der Geburt eines Kindes in Ungleichgewicht geraten und wie dies das Paar-Gefühl beeinträchtigt. Viele Paare erleben eine "antizyklische" Lebensweise, bei der die schöne Zeit am Wochenende und die gemeinsame Zeit mit dem Partner durch Arbeitszeiten verloren gehen. Insbesondere Schichtarbeit, Profisport oder Musik berühren das System stark und führen zu "Zeitblasen", die Verbindungen untergraben.
Der Schlüssel liegt nicht in mehr Zeit, sondern in Qualität: durch regelmäßige, kleine Verbindungsrituale wie mittags-Telefonate oder gemeinsames Frühstück wird das Gefühl der Verbundenheit stärker. Eine offene, verbindende Kommunikation, ohne Kritik oder To-Dos, ist entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden. Ein geteilter Kalender ermöglicht Transparenz und spontane Kontakte.
Zudem muss das Fundament stabil sein – durch Rückblick auf gute Zeiten, emotionale Werte und gemeinsame Reflexion – um langfristige Stabilität und ein echtes "Wir-Gefühl" zu schaffen. Jedes Paar muss diese Prinzipien auf seine individuelle Lebenskonstellation anpassen, wobei die Zusammenarbeit mit einem Paarcoach hilfreich ist, um ein stimmiges, ausgewogenes Leben zu finden.
FAQs
Durch die Schaffung stabiler, kleinen verbindender Momente wie mittagsgeplante Telefonate oder gemeinsame Mittagspause. Diese Moments verbinden die Partner und stärken das Gefühl der Verbundenheit.
Ein stabiles Fundament ermöglicht emotionale Sicherheit und Offenheit. Ohne es führen Gespräche oft zu Konflikten, Wut oder Verletzungen und verlieren die Qualität der Paarzeit.
Durch gezielte Ausgleichszeiten, z. B. durch kurze gemeinsame Abende oder durch die Planung von gemeinsamen Tagesritualen, die auch außerhalb der Arbeit stattfinden.
Wenn Paare merken, dass sie früher häufiger miteinander kommuniziert haben, aber das heute deutlich nachgelassen hat, und sich gegenseitig weniger wahrnehmen oder vertrauen.
Durch geteilte Kalender, die es ermöglichen, Zeitpunkte zu erkennen, wo man sich treffen kann. So entstehen spontane und gegenseitig erkennbare Möglichkeiten für Paarzeit.
Wenn Arbeit und Familie konkurrieren, entsteht Unstimmigkeit und Stress. Das führt zu Mangelgefühl, Entfremdung und einer Schwierigkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen.
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